Meinung

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 27. März 2009 11:17

Der „feine" Unterschied

Ist eigentlich jeder Bettler zugleich auch Betrüger?
Wer denn mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwa in Berlin fährt, was ich ja gelegentlich tue, der kann eigentlich darauf schon warten.
Da steigen von Wagon zu Wagon wechselnd in der S- und U-Bahn Leute ein, die da ihren Bettelvortrag halten. Unter selbigen nach äußerlichem zu urteilen, auch relativ junge Menschen.

Manche halten regelrechte „Vorträge" über ihr Schicksal; andere halten es eher kurz.
Manche wollen dann eine Obdachlosenzeitung verkaufen; andere wollen eben ohne diese, nur Geld.

Der Erfolg für die Betreffenden ist wohl eher als „durchwachsen" bezeichenbar. Ob sie denn wirklich „Reichtümer" auf diesem Wege gewinnen, erscheint wohl eher zweifelhaft.

Wie aber soll man nun diese Spezies einordnen?
„Betrüger"?
Das wäre in meiner Sicht eine Vokabel, die etwas zu weit geht.
Unter einem Betrüger verstehe ich jedenfalls, etwas anderes.
Die als Bettler hingegen zu bezeichnen. Gegen diese Vokabel hätte ich jedenfalls nichts einzuwenden.

Nun vernimmt man andernorts, eine ziemlich nebulös formulierte Anprangerung. Die aber weder (ausgehend vom derzeitigem Stand, zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen) weder Ross noch Reiter nennt.
Dies sei auch garnicht gefordert. Wenn man gute Gründe dazu hat, eben Ross und Reiter nicht zu nennen, dann stellt sich doch auch die Frage, wie „gut" sind diese Gründe, um damit gekoppelt mit der Vokabel „Betrüger", in die Öffentlichkeit zu gehen?

In dem entsprechenden Posting auch die Worte:
„ ... Die Person bezieht Sozialhilfe bzw ALG II und es scheint immer um den 8. eines Monats eng zu werden. ..."

Wenn das so ist, glaube ich kaum, dass sie die klassischen Kriterien eines „Betrügers" erfüllt. Wohl aber die eines Bettlers.
Nun kann man ja Bettelei als unschön empfinden. Das bleibt ja jedem unbenommen. Sollte der Bettler/Bettlerin gar zu aufdringlich werden, steht es jedem Angebettelten auch frei dem Bettler, mit etwas Zivilcourage, das dann direkt zu sagen.

Dazu aber muss nicht zwangsläufig die Schiene der Öffentlichkeit genutzt werden.
Es geht auch ein paar Nummern tiefer, unterhalb selbiger Optionen dazu.

Was ich unter Betrüger viel eher verstehen würde, macht auch die Karikatur aus einer kirchlichen Zeitschrift deutlich:

Re: Meinung

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 27. März 2009 13:53

Nun wird zur großen Hatz geblasen.
Damit es ja auch keiner übersieht, gleich noch eine Extra-Verlinkung auf der Startseite des betreffenden Forums; bzw. wenn man die Option „Neueste Beiträge" nutzt.

Folgt man dem substanziell Mitgeteilten, habe da ein (? oder zwei?) Spender private Spenden, zugunsten einer Privatperson in der Tausender Größenordnung vorgenommen, verteilt über mehrere Monate.

Wie es zu dieser Bezuschussung kam, ist weiter im Nebel,
Offenbar sind nun genau diese ein oder zwei Spender, über irgend eine (andernorts?) registrierte Unregelmäßigkeit gestolpert.
Das sie dann in der Folge sagten:

Mit mir nicht mehr

Ist auch verständlich und nachvollziehbar.

Wem nützt es nun also, wird da etwa im Nachhinein der Weg eine Anzeige beschritten?
Außer Denunzianten - die ja nun via des fraglichen Forums die entsprechende Steilvorlage vorfinden,
Außer dieser üblen Spezies konnten eigentlich nur die tatsächlichen Spender, sinnvollerweise Anzeige erstatten.
Ob denjenigen das indes was hilft, erscheint wohl eher fraglich.
Wo nichts zu holen ist, ist eben nichts zu holen.

Und wenn doch, dann dürften wohl in erster Linie die Träger der staatlichen Sozialleistung versuchen, sich schadlos zu halten.

Die Spender, die da ja doch wohl freiwillig gespendet haben, dürften wohl kaum ihr Geld auf diesem Wege wiedersehen.
Allenfalls können sie ihr Rachebedürfnis jetzt befriedigen, wenn ihnen die Erfahrung nicht ausreicht, „aus Schaden klug geworden zu sein".

Was aber die die nicht wenigen Trittbrettfahrer anbelangt, die sich da ja auch jetzt auch outen, wäre es doch mal interessant zu wissen, in welcher „Spendengrößenordnung" sie denn nun an diesem Fall beteiligt sind?

Mutmaßlich: Je größer jetzt das Maul aufgerissen wird, um so kleiner der tatsächliche Betrag.

Re: Meinung

geschrieben von: F.a.M.

Datum: 27. März 2009 14:38

Nun .... da trinkt man "morgens" seinen ersten Kaffee und vernimmt sowas. Meine Meinung habe ich dazu noch nicht gebildet, aber ich bin etwas verwundert, das Micha diesen Weg gewählt hat. So öffentlich. Micha macht seinen Job recht anständig und wird sich schon dabei was gedacht haben.

Ob es Betrug ist oder Bettellei .... es ist egal. Interessant ist der Grund, warum Micha diesen Weg gewählt hat und nicht einen interneren Thread dazu geschrieben hat. Er wollte es so öffentlich. Ein so ernstes Thema macht man nicht öffentlich und schreiben und sich dann "Oooouuuups!" sagen und es dann ins interne verschieben.

Ich bin gespannt...... und hole mir jetzt erstmal noch einen Kaffee.

Nachtrag

geschrieben von: F.a.M.

Datum: 27. März 2009 14:44

Sorry wegen dem Knotensatz .... Ich bin eben noch nicht ganz wach. :rolleyes:

Interessant ist auch das Board wo er es gepostet hat .... normalerweise würde sowas ja - wenn überhaupt öffentlich - im Feedback landen. Da kommt mehr .... Micha müsste schon einen sehr schlechten Tag haben, wenn er das unüberlegt gemacht hätte. Nein .... selbst an einem sehr schlechten Tag wäre im das in so einer Angelegenheit nicht passiert.

Böse ist, wer böses denkt

geschrieben von: F.a.M.

Datum: 27. März 2009 14:52

www.zeugenjehovas-ausstieg.de/01-forum-zj/index.php?PHPSESSID=e61c0173f485f558f6676918949a4e6b&topic=1389.msg11256;topicseen#msg11256

Keine Rechtschutzversicherung?

www.zeugenjehovas-ausstieg.de/01-forum-zj/index.php?PHPSESSID=e61c0173f485f558f6676918949a4e6b&topic=1372.0

(laut "News" oben nur noch via Handy zu erreichen)

www.zeugenjehovas-ausstieg.de/01-forum-zj/index.php?PHPSESSID=e61c0173f485f558f6676918949a4e6b&topic=1383.0

Ja .... Projekte sind teuer.

BÖSE IST, WER BÖSES DENKT! :hot:

Re: Böse ist, wer böses denkt

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 27. März 2009 15:02

Keine Rechtschutzversicherung?


Kann sein das ich micht täusche, glaube es aber nicht.
Rechtschutzversicherungen pflegen auch allerlei "Kleingedrucktes" in ihre Verträge mit hineinzuschreiben.

Um jenes "Kleingedruckte" wirklich sachgerecht beurteilen zu können, brauchte man dann schon wieder anderen (kostenpflichtigen) juristischen Rat, der eben nicht von der Rechtschutzversicherung getragen wird.

Und nach meiner Einschätzung würde auch keine reguläre Rechtschutzversicherung die Fälle der in Rede stehenden Dame, im Zeugen Jehovas-Kontext, als solche anerkennen wo sie denn finanziell zuständig wäre.

Ist es offenkundig, das der "Sieg sicher ist", mag es ja Ausnahmen geben.
Das mit dem "sicheren Sieg" Herr Tj... als letztes Beispiel wird es sicherlich bestätigen können, ist so ein "Ding an sich".

Re: Böse ist, wer böses denkt

geschrieben von: F.a.M.

Datum: 27. März 2009 15:33

Besonders Klasse finde ich den "Luftverein" .... ein e.V. mit eine Internetpräsens ohne Kontaktdaten .... ohne Namen .... Klasse .... einfach nur klasse! :drink:

Zumindest wird man bei der Webseite nicht gleich von Udo Jürgens empfangen .... da frage ich mich doch glatt, ob es da nicht Stress mit der Gema geben kann ..... oder gegeben hatte. BÖSE IST, WER BÖSES DENKT.

Mal Spaß beiseite ..... weiß eigentlich irgendjemand, wo die (werte) Frau R. die Coins für Ihre 1000 Projekte herbekommt?!? Rushour ist in Ihrem Forum nicht gerade angesagt und auch der Rest birgt nicht wirklich Atraktivität.

Re: Noch ein Sorry

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 27. März 2009 17:19

Sorry,
ich verändere die „Marktwirtschaft" nicht.
Darüber braucht nicht lamentiert zu werden.
Aber eine subjektive Meinung habe ich dann ja „gelegentlich" auch
Zum Beispiel bei in nachfolgendem Link

www.mercateo.com/kw/pulsamed/pulsamed.html

dargestellten Angeboten. (Stand zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen).

Ich sage nichts weiter dazu. Insider wissen das ohnehin einzuordnen, einschließlich gewisser „Schleppenträger" an die da (zumindest zeitweise) auch zu denken ist.

Das ich kein sonderlicher Freund der Heilpraktikerszene und verwandtem bin, dürfte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben.
Letztendlich ist das Beispiel auch diesem Kontext zuzuordnen.
Man vergleiche zur Vertiefung dieses Kontextes beispielsweise mal:

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,14762,15344#msg-15344

Mein subjektives Gefühl dazu?

Das des kotzens müssen!

Re: Meinung

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 28. März 2009 04:39

Da hätte ich noch eine unbequeme Frage.
Wovon leben eigentlich die hauptamtlichen „Bettelmönche" der WTG? Die nennen sich selbstredend so nicht. „Kreisaufsher" oder „Bezirksaufseher" usw. finden sie als Bezeichnung für sich „angemessener".

Theoretisch leben die ja alle nur von einem relativ mageren „Taschengeld" der WTG.
Ohne verallgemeinern zu wollen, sind durchaus Fälle bekannt, wo deren Lebensstandard kaum mit diesem Taschengeld erklärbar ist.
Das Rätsel löst sich sehr schnell dergestalt.
Bekommen diejenigen Spenden von WTG-Hörigen, pflegen sie selten bis nie „nein" dazu zu sagen.
Böse Zungen wollen zudem auch noch Fälle von Erbschleicherei und ähnlichem wahrgenommen haben.

Geben diejenigen diese Art von Einkünfte auch den Steuerbehörden gegenüber an?
Das wäre doch auch eine interessante Frage.
Bis zum Beweis des Gegenteils unterstelle ich mal, dass mit dem regulären versteuern solcher Art von Einkünfte bei diesem Personenkreis gehört wohl zu dem Bereich der Träume, nicht aber der Wirklichkeit.

Werden nun solche Fälle mit dem gleichen Aufwand in einem nicht enden wollenden Thread thematisiert?
Das habe ich jedenfalls nicht registriert.
In diesen Kreisen sind dann halt andere Dinge wichtiger (etwa „Kettenspiele für Doofe" und ähnliche „Errungenschaften").

Also man „hängt wieder mal die Kleinen" und die „Großen" lässt man unbehelligt.

Dann noch jenes, der Spender (oder die Spender) denen nun ihre Spenden offenbar reuen, kommuniziert nur über Dritte.
Selber ist er (sie) nicht willens oder nicht in der Lage, seine „Bauchschmerzen" mal in allgemein verständlicher Form darzustellen.

Irren ist menschlich. Auch ein Spender kann zu der späten Einsicht gelangen „aufs falsche Pferd" gesetzt zu haben.
Aber da hat ja nun jener Thread einen Umfang angenommen, der fast an die Thread's der „Kettenspiele für Doofe" heranreicht.
Und immer noch hält der Verursacher der Diskussion, das „vornehme Schweigen" für das „Gebot der Stunde"

Das ist dann fast so wie bei Proteus, der wundersamen Geschichte über die „Weisheit der Christianer".

Lukian von Samosta (125-180 u.Z.) berichtete:

„Um diese Zeit geschah es, dass er sich in der wundervollen Weisheit der Christianer unterrichten ließ, da er in Palästina Gelegenheit fand, mit ihren Priestern und Schriftgelehrten bekannt zu werden. Es schlug so gut bei ihm an, dass seine Lehrer in kurzer Zeit nur Kinder gegen ihn waren. Er wurde gar bald selbst Prophet, Thiasarch, Synagogenmeister, mit einem Wort, alles in allem unter ihnen.

Er erklärte und kommentierte ihre Bücher und schrieb deren selbst eine große Menge; kurz, er brachte es so weit, dass sie ihn für einen göttlichen Mann ansahen, sich Gesetze von ihm geben ließen und ihn zu ihrem Vorsteher machten. Übrigens verehren diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neue Mysterien in die Welt eingeführt hatte. Es kam endlich dazu, dass Proteus bei Begehung derselben ergriffen und ins Gefängnis geworfen wurde; ein Umstand, der nicht wenig dazu beitrug, ihm auf sein ganzes Leben einen sonderbaren Stolz einzuflößen und diese Liebe zum Wunderbaren und dieses unruhige Bestreben nach dem Ruhm eines außerordentlichen Mannes in ihm anzufachen, die seine herrschenden Leidenschaften wurden.

Denn sobald er in Banden lag, versuchten die Christianer (die dieses als eine ihnen allen zugestoßene große Widerwärtigkeit betrachteten) das Mögliche und Unmögliche um ihn dem Gefängnis zu entreißen; und da es ihnen damit nicht gelingen wollte, ließen sie es ihm wenigstens an der sorgfältigsten Pflege und Wartung in keinem Stücke fehlen. Gleich mit Anbruch des Tages sah man schon eine Anzahl alter Weiblein, Witwen und junge Waisen sich um das Gefängnis her lagern; ja die Vornehmsten unter ihnen bestachen sogar die Gefangenenhüter und brachten ganze Nächte bei ihm zu.

Auch wurden reichliche Mahlzeiten bei ihm zusammengetragen und ihre heiligen Bücher gelesen; kurz, der teure Peregrin (wie er sich damals noch nannte) hieß ihnen ein zweiter Sokrates. Sogar aus verschiedenen Städten in Asien kamen einige, die von den dortigen Christianern abgesandt waren, ihm hilfreiche Hand zu leisten, seine Fürsprecher vor Gericht zu sein und ihn zu trösten. Denn diese Leute sind in allen dergleichen Fällen, die ihre Gemeinheit betreffen, von einer unbegreiflichen Geschwindigkeit und Tätigkeit und sparen dabei weder Mühe noch Kosten.

Daher wurde auch Peregrinen seiner Gefangenschaft halber eine Menge Geld von ihnen zugeschickt, und er verschaffte sich unter diesem Titel ganz hübsche Einkünfte. Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf, gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden und in alle Ewigkeit leben würden: daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und dass viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen.

Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie alle untereinander Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen und nach seinen Gesetzen zu leben.
Alles andere verachten sie durch die Bank, und sie halten es für eitel und nichtswürdig ohne irgendeinen tüchtigen Grund zu haben, warum sie diesen Meinungen zugetan sind. Sobald also irgendein verschmitzter Betrüger an sie gerät, der die rechten Schliche weiß, so ist es ihm ein leichtes, die einfältigen Leute an der Nase zu führen und gar bald auf ihre Unkosten ein reicher Mann zu werden.

Übrigens wurde Peregrin (als es zu gerichtlicher Entscheidung seines Schicksals kam) von dem damaligen Statthalter in Syrien wieder in Freiheit gesetzt, einem Manne, der die Philosophie liebte und, sobald er merkte, wie es in dem Kopfe dieses Menschen aussah und dass er Narr genug war, aus Eitelkeit und Begierde zum Nachruhm sterben zu wollen, ihn lieber fortschickte, ohne ihn auch nur einer Züchtigung wertzuhalten.

Peregrin kehrte also in seine Heimat zurück, fand aber bald, dass das Gerücht von seinem Vatermorde noch immer unter der Asche glühte und dass viele damit umgingen, ihm einen förmlichen Prozess deswegen an den Hals zu werfen. Er hatte sich inzwischen einen großen Bart wachsen lassen und ging gewöhnlich in einem schmutzigen Kaput von grobem Tuch, mit einem Tornister auf den Schultern und einem Stecken in der Hand.

In diesem tragischen Aufzug erschien er nun in der öffentlichen Versammlung der Parianer und erklärte sich, dass er hiermit die ganze Verlassenschaft seines seligen Vaters dem Publico überlassen haben wolle. Diese Freigebigkeit tat dem gemeinen Mann, einen Haufen armer nach dergleichen Spenden heißhungriger Leute, eine so gute Wirkung, dass sie in laute Bezeugungen ihres Dankes und ihrer Bewunderung ausbrachen.

„Das heißt man einen Philosophen", schrieben sie, „einen wahren Patrioten, einen echten Nachfolger des Diogenes und Krates!" Nun war seinen Feinden der Mund gestopft, und wer sich unterfangen wollte, des Vaterlandes noch zu erwähnen, würde auf der Stelle gesteinigt sein. Indessen blieb ihm nach dieser Donation nichts anderes übrig, als sich abermals aufs Landstreichen zu begeben, denn da konnte er auf einen reichlichen Zehrpfennig von den Christianern rechnen, die überall seine Trabanten machten und es ihm an nichts mangeln ließen.

Auf diese Weise brachte er sich eine Zeitlang durch die Welt. Da er es aber in der Folge auch mit ihnen verdarb - man hatte ihn, glaube ich, etwas, dass bei ihnen verboten ist, essen sehen - und sie ihn deswegen nicht mehr unter sich duldeten, geriet er in so große Verlegenheit, dass er sich berechtigt glaubte, die Güter von der Stadt Parium zurückzufordern, die er ihr ehemals überlassen hatte.

Nunmehr unternahm er eine dritte Reise zum Agathobulus nach Ägypten, wo er sich durch eine ganz neue und verwunderungswürdige Art von Tugendübung hervortrat; er lies sich nämlich den Kopf zur Hälfte glatt abscheren, beschmierte sich das Gesicht mit Leim, tat (um zu zeigen, dass dergleichen Handlungen unter die Adiaphora gehörten) vor einer Menge Volks - was schon Diogenes öffentlich getan haben soll, geißelte sich selbst und ließ sich von andern mit einer Rute den Hintern zerpeitschen, mehrere noch ärgere Bubenstreiche zu geschweigen, wodurch er sich in den Ruf eines außerordentlichen Mannes zu setzen suchte.

In der nächstfolgenden Olympiade erschien er wieder vor den Griechen, und zwar mit einer Rede, woran er in den verflossenen vier Jahren gearbeitet hatte und worin er, unter Entschuldigung seiner letztmaligen Flucht, den Stifter des Wassers zu Olympia bis an den Himmel erhob.

Wie er aber gewahr wurde, dass sich niemand mehr um ihn bekümmerte und dass er kommen und gehen konnte ohne das mindeste Aufsehen zu erregen - denn seine Künste waren nun Altes; und etwas Neues, wodurch er in Erstaunen setzen und die Aufmerksamkeit und Bewunderung des Publikums auf sich ziehen können, wusste er nicht aufzutreiben, da dies doch von Anfang an das Ziel seiner leidenschaftlichen Begierde gewesen war.

So geriet er endlich auf diesen letzten tollen Einfall mit dem Scheiterhaufen und kündigte den Griechen bereits an den letzten Olympischen Spielen an, dass er sich an den nächstfolgenden verbrennen würde. Und dies ist nun also das wundervolle Abenteuer, mit dessen Ausführung er, wie es heißt, beschäftigt ist, indem er bereits eine Grube graben und eine Menge Holz zusammenführen lässt, um uns das Schauspiel einer übermenschlichen Stärke der Seele zu geben.

Meines Erachtens gebührte sich's vielmehr, den Tod gelassen zu erwarten, nicht, wie ein flüchtiger Sklave, aus dem Leben davonzulaufen. Ist er aber so fest entschlossen zu sterben, warum denn gerade durchs Feuer und mit einem so tragödienmäßigen Prunk? Wozu nun eben diese Todesart, da er unter tausend andern die Wahl hat? Denn ich höre von vielen, es sei keine schnellere Todesart als durchs Feuer, und man brauche nur den Mund aufzutun um auf der Stelle tot zu sein.

Aber vermutlich hat er dieses Schauspiel bloß darum ausgedacht, weil es die Eitelkeit des ruhmsüchtigen Menschen kitzelt, sich an einem Orte zu verbrennen, der so heilig ist, dass andere ehrliche Toten nicht einmal darin begraben werden dürfen.

Und dies war also das Ende dieses unseligen Proteus, der, um alles in zwei Worten zusammenzufassen, für Wahrheit weder Sinn noch Achtung hatte, sondern alles, was er in seinem ganzen Leben sprach und tat, bloß deswegen tat, um sich einen Namen zu machen und von dem großen Haufen angestaunt zu werden, und der von dieser törichten Leidenschaft so sehr besessen war, dass er sogar ins Feuer sprang, um einen Ruhm davonzutragen, wovon er sich den Genuss durch das Mittel selbst auf ewig raubte."

Re: Meinung

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 29. März 2009 13:45

Unbefriedigend.

Zitat:
„... Mittlerweile wissen wir nämlich, was wir wissen wollten. Die User sind gesperrt und gegen sie wurde ein Hausverbot ausgesprochen:..."

forum.sektenausstieg.net/index.php?topic=18626.msg431962#msg431962

„Die". „Die" interpretiere ich als Mehrzahl.
Wenn es denn Mehrzahl ist oder sein sollte, wäre eine unterschiedliche Reaktion durchaus das Gebot der Stunde.
Jemand der über Monate verteilt 6500 Euro kassiert, und ein anderer jemand, der beiläufig bemerkt, er habe Hunger (an einem Donnerstag). Der dann darauf die flapsige Antwort erhält. Es gäbe ja schlicht und einfach ein einfaches Mittel dagegen, und das heisse eben „essen"
Der Mitteilung dieser „Weisheit" hätte die Betreffende sicherlich nicht bedurft. Das wusste sie sicherlich auch so schon,

Darauf antwortet sie der „Weisheitsverkünderin".
Am Montag mache erst jene überlaufene Stelle wieder auf, wo Bedürftige, mit etwas Glück, denn auch mal überlagerte Lebensmittel erhalten konnten.

Darauf die Reaktion anderer, unter anderem die, sie wollen ihr ein Lebensmittelpaktet am nächsten Tage zusenden. Und die Bedürftige war so frei, das anzunehmen.
Ist das nun ein „Verbrechen"?
Ich jedenfalls meine - Nein!

So was hat nun der eben geschilderte Fall mit dem Fall der 6500 Euro zu tun???

Die Antwort steht noch aus.
Wer diese notwendige Antwort nicht gibt, und beweist, beide Fälle reduzieren sich auf eine Person.
Wer diesen Beweis nicht antritt. Der hat sich eines schwerstwiegenden Versagens schuldig gemacht.

In die politische Sprache übersetzt, würde ich fordern, „Kopf weg", respektive „Amt weg"

Es sei denn, er liefert noch öffentlich den geforderten Beweis!.

Re: Meinung

geschrieben von:  F.a.M.

Datum: 29. März 2009 13:56

Du rufst nach dem Kopf von Micha? Warum?

Wem ist er den eine Rechenschaft schuldig? Den Mitgliedern vom Verein. Sonst niemandem. Das wird sicher seinen Weg gehen.

Aber sicher hast Du Recht, wenn man - wenn es schon so öffentlich gemacht wird - auch die Beweise vorzulegen, zumindest die Zusammenhänge aufzuklären. Vielleicht kehrt dann wieder etwas Ruhe ein. Abwarten. Aber ja ... Geduld bezeichne ich auch nicht als meine Stärke.

Re: Meinung

geschrieben von: Shoot

Datum: 29. März 2009 14:14

Wem Rechenschaft schuldig?

Zunächst wird wohl das Gericht die Sache prüfen müssen, dort können dann die "Beweise" vorgelegt werden, den hier stehen auch Schmerzensgeldforderungen wegen fortgesetzter Beleidigung im Raum.

Im Augenblick sehen wir nur in die Abgründe eines schäbigen Vereinslebens...

mfg
Shoot

Re: Meinung

geschrieben von:  prozessor

Datum: 29. März 2009 14:16

Zitat:

Shoot
hier stehen auch Schmerzensgeldforderungen wegen fortgesetzter Beleidigung im Raum

Deine Beiträge hier verursachen bei mir auch Schmerzen. Wir sehen uns vor Gericht.

Re: Meinung

geschrieben von: Shoot

Datum: 29. März 2009 14:17

Ich freu mir

Feuer machen?

geschrieben von:  F.a.M.

Datum: 29. März 2009 17:00

Wer hat noch grad Lust was anzuzünden?

:hot:

Re: Feuer machen?

geschrieben von:  prozessor

Datum: 29. März 2009 17:29

Zitat:

F.a.M.
Wer hat noch grad Lust was anzuzünden?

Na na ... wir wollen hier doch nicht zu Straftaten aufrufen. Wenn NCS/SnowBird/Shoot etc. schon so klagewütig ist ... :rolleyes:

Re: Ein Hinweis

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 29. März 2009 17:33

An einen „Doppeluser"
Tertius Segundus III.

Ein als weder sachgerecht noch passend bewertetes Posting des Users
Tertius Segundus III. wurde jetzt auf versteckt (nicht mehr lesbar) geschaltet.

Bei der Gelegenheit noch die Beobachtung:
Der selbe Poster ist hier auch noch unter dem User-Namen
Tullius Firlefanzus
vertreten.

Ob er auch bei Infolink unter mehreren Namen schreibt, entzieht sich meiner näheren Kenntnis.
Aber dort ist meines Erachtens solche Verwendung doppelter Identitäten nicht zulässig. Oder sollte ich mich da täuschen?

Wie auch immer einen „Minuspunkt" hat der betreffende sich dadurch bei mir eingehandelt.
Noch sehe ich ja keinen dringenden Anlass aus dieser Erkenntnis weitergehende Konsequenzen zu ziehen.
Noch, was „morgen oder übermorgen" sein mag, wird die Zeit sicherlich noch zeigen


Man vergleiche auch

forum.sektenausstieg.net/index.php?topic=18640.msg432282#msg432282

www.zeugenjehovas-ausstieg.de/01-forum-zj/index.php?PHPSESSID=c49827465631ef61964abff1720c2ff6&action=recent

... weil angeblich Gerichtsfeste Beweise vorliegen über die aber nicht gesprochen wird. ...
komme mir echt vor wie bei den Zeugen, wo ständig "neue Beweise" kommen, aber in Wirklichkeit gar nichts ausgesagt wurde ...
...

Re: Ein Hinweis

geschrieben von: Tullius Firlefanzus

Datum: 29. März 2009 18:20

Schon mal davon gehört, dass familienangehörige den gleichen PC benutzen?
:cool:

Re: Feuer machen?

geschrieben von:  F.a.M.

Datum: 29. März 2009 18:43

Ich würde nienicht zu Straftaten aufrufen. Es ist doch offensichtlich, das ich hier eine Kerze meine. :rp:

Re: Feuer machen?

geschrieben von:  prozessor

Datum: 29. März 2009 19:05

Zitat:

F.a.M.
Es ist doch offensichtlich, das ich hier eine Kerze meine


:eek: Von soviel neuem Licht könnten gewisse Leute aber geblendet werden!

Re: Feuer machen?

geschrieben von:  F.a.M.

Datum: 29. März 2009 19:47

Zitat:

prozessor

:eek: Von soviel neuem Licht könnten gewisse Leute aber geblendet werden!


Sonnenbrille hilft .... Sonnenbrille hilft! :xcool:

Ich würde nienicht irgendwas anderes anstreben. Und falls doch, würde ich nienicht mir einen Strick draus drehen lassen .... denn derzeit ist man ja im Verklagemodus. Da reichen mir die üblichen Streitereien, die über meinen Schreibtisch gehen. Ich habe andere Hobby´s.


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