Nicht blos "zwei Fälle"

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 12. März 2009 17:51

Ach ja, wieder was Neues.
Na dann mal alle Betroffenen hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
Der entpuppt sich neuerdings gar als Geldverteilungsinstitution.

Leider ist die da zugrunde liegende Pressenotiz etwas zu knapp.
Ich hätte da nämlich ein paar Rückfragen dazu.

Da haben also jene Richter nun den Österreichischen Staat dazu verknackt, zwei Zeugen Jehovas (32 und 33 Jahre alt) 4000 Euro Schadenersatz zu zahlen.

Meine Frage ist nun speziell die. Wie lief denn das Prozedere dabei ab?
Aus anderen Fallbeispielen kann begründet unterstellt werden,
Bevor einer (als Privatperson, und das sind selbige ja wohl) zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mit seinem Anliegen hin marschieren kann,

Bevor es soweit ist, hat er erst mal alle Stufen der Landesspezifischen Justizia zu durchlaufen.
Nun bis ich über die Österreichischen Verhältnisse dabei nicht so sonderlich informiert. Jedenfalls in Deutschland dürften da mindestens drei Gerichtsinstanzen (wenn nicht gar noch mehr) hintereinander zu durchlaufen sein.
Und nicht zu vergessen. Es besteht Anwaltspflicht.
Jedenfalls würden in Deutschland die Anwalts- und Gerichtskosten dabei, ein erhebliches mehr ausmachen als wie die genannten 4000 Euro.

Wer also bezahlt denn nun im Falle dieser beiden Österreicher die dort sicherlich auch angefallenen Anwalts- und Gerichtskosten?

Leider lässt jene Pressemeldung diese sicherlich nicht unwichtige Frage, unbeantworet.

Und nun kommt der „Witz des Tages"

Wofür erhalten denn nun jene Österreicher ihr eingeklagtes „Taschengeld"?

Dazu liest man in jener Pressemeldung:
Sie hätten „geltend gemacht, aktive Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften könnten von der Pflicht zum Wehr- oder Zivildienst enthoben werden. Dass (sei) bei ihnen nicht der Fall gewesen sei,"

Ach so ist das also.
Dann kann man ja nur noch sagen, gäbe es nicht auch ein gewisses Verjährungsproblem.
Dann mal hin alle nach Strasbourg, die etwa wegen der WTG-Doktrin in Sachen Wehr- und Ersatzdienst, sich tatsächliche Gefängnisstrafen, und andere Vermögensschädigungen eingehandelt haben.

Für den Fall, müssten die dann aber in Strasbourg noch ein paar mehr Richter einstellen. Das sind garantiert nicht blos „zwei Fälle"!

www.dasjournal.net/news/126/ARTICLE/18661/2009-03-12.html

Re: Nicht blos "zwei Fälle"

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 12. März 2009 18:01

Noch was, wie wäre es denn mit einer Tondatei zum Thema. Eine davon jedenfalls kann auch ich offerieren.

Tondatei zum Thema Ersatzdienst

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