Johannes Wrobel

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 14. Januar 2009 20:29

Aua
Im Gegensatz zu anderen ist mir der Name Johannes Wrobel sehr wohl ein Begriff.
Habe ich mich zwar verschiedentlich zu ihm auch kritisch geäußert (und halte diese Kritik in der Sache aufrecht), so bin ich mir doch im klaren darüber.

Es gibt weit verbohrtere WTG-Funktionäre.

Das er nun, wie man so beiläufig vernimmt, wohl aus dem Dienst der WTG „hinauskomplementiert" wurde, kann ich eigentlich nur mit partieller Betroffenheit zur Kenntnis nehmen.

Von diesem George-Orwell-Verein erwarte ich nichts gutes.
Der Fall Wrobel scheint das wieder einmal zu bestätigen.

Seine „Miniatur-Webseite"
www.johanneswrobel.de/

Re: Johannes Wrobel

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 14. Januar 2009 21:04

Von Wrobel's Texten im Internet (nicht „alles" von ihm aber eine gewisse Auswahl ist auch im Internet zugänglich) sei hingewiesen auf (teilweise da aber nur in gekürzter Auswahlform)

www.jwhistory.net/text/wrobel-geschichte2001.htm

www.jwhistory.net/text/wrobel-grundwerte1994.htm

www.jwhistory.net/text/wrobel-standhaft1997.htm

www.jwhistory.net/text/wrobel-frankfurt2003.htm

www.jwhistory.net/text/wrobel-rezeption2003.htm

www.jwhistory.net/text/wrobel-wuppertal2004.htm

Meine Grundsatz-Kritik an seinem wissenschaftlichen Wirken, lässt sich verallgemeinernd am Beispiel der Anbiederungs-These verdeutlichen.

Anbiederung

Meines Erachtens bedarf jetzt auch die Webseite jwhistory.net der besonderen Beobachtung.
Täuscht mich nicht alles, ist es ja gerade Wrobel der da als ihr wesentlicher Inspirator, wenn nicht noch mehr, anzusprechen ist.

Schau'n wir mal, ob, und was es da für Überraschungen, sagen wir mal nach 12 Monaten, als geeignetem Zeitraum, noch zu beobachten gibt.



Herr Wrobel in seinen besseren Tagen, als er noch mit an der Futterkrippe der WTG saß.
Hier im Bild zusammen mit dem Herrn Engleitner, anläßlich einer Veranstaltung in Mauthausen.


2008
...


Stefan Heym in
„Der König David-Bericht"

Ich habe Messerschlucker und Feuerfresser gesehen, noch nie aber einen Mann, der so geschickt auf der Schneide des Schwertes tanzte.

Ich entnahm all dem, daß unter den mächtigen Herren in der Umgebung König Salomos gewisse Differenzen bestanden, und daß es für einen Außenstehenden ratsam sei, sich, in diesem Kreis mit äußerster Vorsieht zu bewegen.

... und soll besagter Bericht für unsere und, alle kommenden Zeiten EINE WAHRHEIT aufstellen und dadurch ALLEM WIDERSPRUCH UND STREIT ein Ende setzen, ALLEN UNGLAUBEN ...

Das ist wahrhaftig ein Weiser, der in Erkenntnis der Gefahren des Weges es vorzieht, in seiner Hütte zu bleiben. ...
daß ich aber mehrere, jüngere Kollegen empfehlen könnte, sämtlich bei besserer Gesundheit als ich und von biegsamerer Denkungsart, gerade also was gebraucht würde zur Abfassung von Büchern, die EINE WAHRHEIT enthalten und ALLEM WIDERSPRUCH UND STREIT ein Ende setzen sollten.

Da wurde mir klar, daß der König Salomo alles bedacht hatte und daß es nicht möglich war, mich seiner Gunst zu entziehen. Ebenso erkannte ich, daß die Sache böse für mich enden mochte, wie es so manchem Schriftgelehrten geschehen war, dem man den Kopf abschlug und den Rumpf an die Stadtmauer nagelte, daß ich andererseits aber auch fett dabei werden und prosperieren könnte, wenn ich nur die Zunge hütete und meinen Griffel weise benutzte. Mit einigem Glück und mit Hilfe unseres HErrn Jahweh mochte es mir sogar gelingen, ein Wörtchen hier und eine Zeile dort in den König-David-Bericht einzufügen, aus denen spätere Generationen ersehen würden, was wirklich in diesen Jahren geschah ...

Denn der König Salomo verfuhr wahrhaftig großzügig mit den Steuergeldern des Volkes.

Man muß nur die richtigen Leute kennen und die richtigen Hände schmieren. Ich habe nichts dagegen, Verbindungen zu benutzen und ein paar Silberlinge wirken zu lassen; aber ich bin noch fremd in der Stadt, meine Stellung ist zu neu und zu ungewiß, die allgemeine Lage zu undurchsichtig; ich kann mir keinen falschen Schritt leisten. Also bin ich gezwungen, meine bescheidenen Baupläne aufzugeben.

Benaja ben Jehojada trommelte mit den Fingern auf seinem Knie, und Josaphat ben Ahilud schluckte, als wäre ihm etwas Klebriges in der Kehle steckengeblieben; nur Zadok, der Priester, strahlte vor Zufriedenheit über das ganze ölige Gesicht.
Nun, fragte der Prophet Nathan ein wenig unsicher, "ist etwas zu bemängeln an dem Bericht?"

Nach einer Weile sprach ich: „Diese Stadt ... ist wie ein Fluch. Sie ist auf Fels gebaut, heißt es, aber der Boden schwankt und ist schlüpfrig. Und ein Mensch ist des anderen Wolf."

Ich berichtete Ihr dann von den verschiedenen Arten von Wahrheit, und von den Meinungen der Mitglieder der Kommission, und von den Entscheidungen, die getroffen wurden.
„Da gibt es Parteien, und Parteien innerhalb der Parteien, und die Kommission selber ist gespalten, so daß ein Autor wie ein Vogel ist während der großen Flut, der nicht weiß, wo er sich niederlassen soll."

Und Jonathan sagte zu mir: „Um zu herrschen, darfst du nur ein Ziel sehen - die Macht. Darfst du nur einen Menschen lieben - dich selbst. Sogar dein Gott muß ausschließlich dein Gott sein, der ein jedes deiner Verbrechen rechtfertigt und es mit seinem heiligen Namen deckt."

David wußte, was es bedeutet, die Macht zu erringen und sie zu behaupten.

Worauf eine von jenen Pausen folgte, die sich einzustellen, wenn ein Großer einen großen Gedanken geäußert hat.
Hatte ich eine Liste der verschiedenen Möglichkeiten, wie man mit unbequemen Tatsachen verfahren könne, aufgestellt:
(a) alles zu berichten,
(b) mit Diskretion zu berichten,
(c) gar nicht zu berichten.

Damit verbliebe uns Möglichkeit (b): mit Diskretion zu berichten, Diskretion nun, sagte ich, sei keineswegs gleichzusetzen mit Lüge; den ... Diskretion sei Wahrheit gezügelt durch Weisheit.

"Mein Herr", antwortete ich, "es verhält sich mit der Geschichtsforschung wie mit dem langen Marsch der Kinder Israels durch die Wüste: man erklimmt eine Sanddüne, nur um die nächste vor sich zu sehen."

Denn die Macht ist unteilbar: ein Stein, der herausbröckelt aus ihrem Gefüge, mag das Ganze zum Einsturz bringen.

Er vermutete sofort eine Verschwörung, wie denn sonst. Da Macht aus Verschwörung erwächst, wittern die Machthaber sie überall.

"Wer braucht Zeugen!" wiederholte Benaja grimmig. "Geständnisse haben wir in der letzten Zeit überreichlich. Wir erheben Anklage gegen jemand wegen Denkens unerlaubter Gedanke.

Bekennst du dich schuldig, im Sinne der Anklage, des Hochverrats, begangen in Rede und Schrift durch die Einstreuung von Zweifeln und unerwünschten Gedanken und ruchlosen Auffassungen ... sowie durch Verkleidung besagter Zweifel und besagter unerwünschter Gedanken und besagter ruchloser Auffassungen in eine Sprache, welche sich harmlos gibt und dem Auge des HErrn wohlgefällig?"

Darum nun verurteile ich, Salomo, der Weiseste der Könige, kraft der durch den Bund mit dem HErrn mir verliehenen Macht den genannten
Ethan ben Hoshajp zum Tode .... Da der leibliche Tod des Angeklagten nicht angebracht erscheint, indem er nämlich übelmeinenden Menschen Anlaß geben könnte zu der Behauptung, der Weiseste der Könige, Salomo, unterdrücke Gedanken, verfolge Schriftgelehrte, und so fort, und da es —— gleich ungünstig erscheint ... in unsere Gruben oder Steinbrüche zu verschicken ... darum soll er zu Tode geschwiegen werden; keines seiner Worte soll das Ohr des Volkes erreichen.

Re: Johannes Wrobel

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 14. Januar 2009 21:20

Dann vielleicht noch die Anmerkung
Der Herr Hirch beliebte ja auf seiner Webseite, im dortigen Impressum, ein „Versteckspiel" der besonderen Art zu praktizieren.
Wer jenen Link zum Impressum aufrief bekam mitgeteilt, besagter Herr Hirch könne über Herrn Wrobel (damals noch in Selters) kontaktiert werden.

Schon seit einiger Zeit, hat Herr Hirch dieses Versteckspiel aber nicht mehr nötig, und nennt demzufolge seine Firmenadresse im Impressum.
Er hat offenbar vorgenannte Dienste des Herrn Wrobel nicht mehr nötig, bzw. rechtzeitig vor der jetzt eingetretenen Entwicklung, umdisponiert.



Das alte Hirch-Impressum

Re: Johannes Wrobel

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 15. Januar 2009 06:05

Guck mal, schau:
Nachfolgende Seite ist ja immer noch im Netz.
Unverändert schon in einem in Jahre zu beziffernden Zeitraum.

www.johannes-wrobel.de/neigert/

Ob die ihm jetzt helfen können; besser wohl gefragt, helfen "wollen"???

Re: Johannes Wrobel

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 18. Januar 2009 12:20

JWhistory.org ist wie schon vermutet, auf den Namen Wrobel als Privatperson registriert.
Also nicht auf den offiziellen Namen der WTG.

Die Adressveränderung von Selters nach seinem jetzigen Wohnort, ist dort auch schon registriert:

http://whois.domaintools.com/jwhistory.org

Beim aufrufen von jwhistory.org
wird man allerdings automatisch auf
jwhistory.net
weitergeleitet.
Ähnliches gilt ja auch für Standfirm.de

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