Wachtturminteressen kontra Kinder

geschrieben von:  . +

Datum: 06. Dezember 2008 19:10

Wer schreibt Wachtturmartikel?
Das sind Menschen die in einer Art Kloster leben, in der keine Kinder erlaubt sind.
Aus der Kirchentradition heraus, gelten Kinder sowieso bei Zeugen Jehovas eher als störend.

Da wird also im Erziehungsratgeber die Frage gestellt wie man neben den Wachtturm-Aktivitäten Zeit für sich selber finden kann.

Lösungsweg?
Schieb die Kinder ins Bett ab!

Eines der Beispiele, welche zweifelhaften Ratschläge die kinderlosen Autoren der Wachtturmgesellschaft geben, finden wir in dem Wachtturm vom 1.2.2009.

Auf der Seite 11 heißt es unter der Überschrift…

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Kinder sollen nicht höher von sich denken als nötig:

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Es ist ganz typisch die Denkweise von Menschen die nie Kinder hatten, die von ihren eigenen Selbstsucht auf die Denkweise der Kinder zurück schließen.
Die Wachtturm Gesellschaft geht dabei so weit, das sie verhindern will, das Kinder der Mittelpunkt der Familie sind.

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Unsere Kinder gingen schlafen wenn sie müde waren.
Sie waren Bestandteil der Familie.
Der gleichberechtigte Mittelpunkt, wie jeder andere in unserer Familie.

Meine Kinder haben nie geweint wenn sie Schlafen gehen mussten oder es nötig gehabt irgendetwas hinauszuzögern.

Menschen die keine Kinder haben (und oft schon jenseits der Senilitätsgrenze leben) finden dann so einen Blödsinn wie „dein Ja sei ein Ja“ als guten Erziehungsratschlag.

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Bei solchen Ratschlägen braucht man sich nicht wundern, wenn entsprechend behandelte Zeugenkinder, Verhaltensauffälligkeiten zeigen.
Die Wachtturmgesellschaft unterstellt Kindern negative Beweggründe.
Kindern die von Babyalter an unter solchen Bedingungen aufwachen werden solch destruktive Denkmuster antrainiert.

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Eltern werden unter Zugzwang gestellt, wenn sie diese „Ratschläge“ dieser Sektenführer dorthin befördern, wohin sie gehören – in den Altpapiercontainer.

Schlafengehen war bei uns ein Höhepunkt des Tages.
Ich nahm meine Tochter auf den Arm und wir „Tanzten“ zu Musik.
Diesen Film machte ich extra für sie.



Auf meinem Arm „schwamm“ sie dann wie die Delphine.
Ich sagte zu ihr sie solle nicht einschlafen (was sie dann natürlich prompt tat).

Oder ich las ihr jede Nacht etwas vor.
Sie musste nicht schlafen – sie wollte schlafen gehen, damit ich ihr vorlese.

Eines der Spiele war dabei dann, das ich vom Thema des Textes langsam abdriftete.
Ich begann die Geschichte immer abstruser zu übertreiben, bis mich meine Tochter in die Seite knuffte und mich mit einem tadelnden „Papa!“ zur Ordnung rief.
Zu dem Spiel gehörte es natürlich auch das wir soviel lachten und Blödsinn machten bis die Mutter in der Küche uns mit einem tadelnden „Papa!“ zur Ordnung rief.

Wenn die Kinder abends nicht müde sind, sollten sich die Eltern Gedanken machen warum nicht.
Kinder wollen nicht mit Spielzeug ruhig gestellt werden, sie wollen Zeit, Interesse und nochmals Aufmerksamkeit.

Kinder werden so schnell groß.
Kinder sind der Mittelpunkt.
Dann braucht man auch keinen Wecker stellen, um schlafen zu gehen.

Was soll laut Wachtturmgesellschaft der Mittelpunkt des Lebens sein?

Seite 29

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Dies ist ein öffentlicher Wachtturm.
Deswegen ist dort nur von „viel“ Zeit die Rede.
Interne Literatur ist dabei natürlich wesendlich verbindlicher…

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…und zu den wichtigen Dingen gehören laut Wachtturm Gesellschaft eben nicht die eigenen Kinder sondern Wachtturminteressen.

Re: Wachtturminteressen kontra Kinder

geschrieben von:  Frau von x

Datum: 06. Dezember 2008 22:01

Was machte das Paar eigentlich, wenn die Töchter bei den oft sehr spät stattfindenden Zusammenkünften auf ihre Schlafenszeit bestanden, kam dann die Rute der Zucht zum Einsatz oder wie?

Mindestens einmal in der Woche konnte diese Zeit nicht eingehalten werden. Dann wurde selbstverständlich der Kopf der Eltern durchgesetzt. Da Kinder von den Eltern lernen, ist es vorstellbar, daß auch sie mal ihren durchsetzen wollten, was die WT-Leitung ihnen keinesfalls zubilligt.

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