Kriminaltango
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 11. Juli 2013 12:27
Made in Aue (Sachsen)

Geht es um entdeckte Formen von Steuerhinterziehungen, sollen einschlägige Behörden (zu dem in diesem Kontext dann auch Krankenkassen gehören) keinen „Spass" verstehen. Dann wird auf eine nachträgliche Abrechnung bis auf den allerletzten Cent bestanden, und das dann in der Regel über die Schiene Justizia.

So auch in einem Falle, über den jetzt die Presse berichte, welcher sich regional in Aue (Sachsen) abspielt.
In der Sicht der Anklagevertreter wurden da, lediglich auf dem Papier bestehende Arbeitsverhältnisse geschaffen. Und dann in der Folge von der Bundesagentur für Arbeit „abkassiert". Da auch zuständige Krankenkassen, sich in dem Fall mit geschädigt sehen, ergibt dann ihren Status als Nebenkläger in der Sache.

Bereits vor sechs Jahren wohl, begannen sich die ersten Indizien in dem Falle zu verdichten.
Als Geschädigte betrachten sich in Sonderheit Krankenkassen und die Bundesagentur für Arbeit. Der Schaden, dessen Wiedergutmachung sie nun anstreben, soll sich dem Bericht zufolge in der Größenordnung 1,3 Millionen Euro bewegen.
Insgesamt 29 Personen sollen zum Kreise der in dem Fall Involvierten gehören.
Einige von ihnen, als „Randfiguren" eingestuft, haben bereits ihre Gerichtsverfahren hinter sich.
Die anstehenden Gerichtsverfahren gehen aber weiter.
Und in diesem Kontext gibt es in dem Bericht auch die Detailangabe:

„Am Dienstag verhandelte das Landgericht Chemnitz die Berufung einer 56-jährigen Frau aus Aue. Sie ist überzeugtes Mitglied der Zeugen Jehovas - und lernte den vermeintlichen Kopf der Bande auf einer Versammlung der Glaubensgemeinschaft kennen. Auch der Mann - der Bruder des Ex-Kreisrates - gehörte zur Gemeinschaft und versuchte offenbar, dort Personen für das Netzwerk zu rekrutieren."

So so, erst mal eine Gedankenpause eingelegt. Aus hiesiger Sicht enthält jener Bericht einige Unklarheiten. Die Rede ist auch von einem involvierten vormaligen Kommunalpolitiker. Dem allein wird eine verursachte Schadenssumme von 190.000 Euro angelastet.
Wenn der Kopf jener Bande sich also auch auf Jehovas Zeugen-Zusammenkünften bemerkbar machte, und für seine im Sinne der Strafbehörden, Straftaten Anwerbungen vornahm, dann lässt das tief blicken.
Nochmals zur Zitatquelle zurückkehrend:

„Auch der Mann - der Bruder des Ex-Kreisrates - gehörte zur Gemeinschaft und versuchte offenbar, dort Personen für das Netzwerk zu rekrutieren. Der Frau vermittelte er einen lukrativen Job für 4200 Euro als Pflegekraft."

Nun unterstellen die Behörden, bei diesen Job für 4200 Euro, sei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen.

„Eingefädelt haben dieses Konstrukt offenbar die beiden Brüder, so zumindest wird ihnen das die Staatsanwaltschaft im Herbst vor dem Landgericht vorwerfen."

„Die beiden Brüder" diesen Satzteil nochmals wiederholend. Zumindest einer von denen hat den Status eines Zeugen Jehovas, der andere ist dann vielleicht der vormalige Kommunalpolitiker. So jedenfalls würde ich den Pressebericht verstehen.
Indes wesentliche Anwerbeparameter dabei, spielten sich eben im Milieu der Zeugen Jehovas ab!

www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/Krankenkassen-Betrug-Ehemaliger-Kreisrat-verstrickt-artikel8455900.php

http://www.bild.de/regional/chemnitz/betrug/gauner-rosi-aus-dem-erzgebirge-31200064.bild.html

Siehe auch:

http://forum.sektenausstieg.net/showthread.php?15296-Jehovas-reines-heiliges-Volk

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