Bei ebay gelesen
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 11. März 2008 06:16
cgi.ebay.de/Satire-Fuer-alle-Zeugen-Jehovas-die-in-Urlaub-fahren_W0QQitemZ120231998907QQihZ002QQcategoryZ280QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem
Da vietet einer derzeit 13 Bildmotive an.
Unter anderem dieses
http://www.manfred-gebhard.de/ebayharmagedon.jpg

On es denn witzig ist, mag ja jeder für sich selbst entscheiden.
Re: Bei ebay gelesen
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 17. März 2008 21:03
Rutherford's Sohn

Ein kommerzieller ebay-Anbieter aus den USA, offeriert zur Zeit ein Foto aus der Frühzeit, welches Russell nebst Gefolge, in Israel zeigt.
Erinnere ich mich richtig, wurde dasselbe Bild auch schon mal von „+" mit offeriert. Allerdings jetzt schwierig zu ermitteln, dieweil man dazu den Bildnamen genau wissen müsste, und der dürfte eher „kryptisch" sein.
Worauf ich hinauswill ist etwas anderes. Besagter ebay-Anbieter hat dabei auch einige Personen namentlich geortet. Unter anderem auch Rutherford. Aber auch dessen Sohn Malcom.

Der ist demzufolge mit dem, Russell-Gefolge auch in Israel gewesen, hat sich aber offenbar, trotz seines Vaters, von der WTG-Religion „abgeseilt". Der Umstand als solches ist ja nun auch nicht „so" umwerfend. Interessant aber doch wohl, und der Notiz wohl auch wert.

cgi.ebay.de/Watchtower-RARE-PHOTO-C-T-Russell-in-Israel-Jehovahs_W0QQitemZ380006631696QQihZ025QQcategoryZ29223QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem

www.geocities.com/paulblizard/ebay30/rap-final5.jpg
Hinweis. Gemäss den ebay-Gepfolgenheiten ist davon auszugehen, dass dieses Bild demnächst nicht mehr zugänglich ist.
Re: Bei ebay gelesen
geschrieben von:  . +
Datum: 18. März 2008 00:59
Hallo Manfred!

Interessant.

Dass Rutherfords Sohn mit auf dem Bild ist, wusste ich nicht.

picture: http://www.manfred-gebhard.de/Bittelaecheln.jpg

Ich verwendete das Bild in drei Beiträgen:

Mecki:
Parsimony.18102
1975:
Parsimony.18949
Technikglaube und Rassismus:
Parsimony.19437
Re: Bei ebay gelesen
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 18. März 2008 06:38
Ja danke!
Auf Deinem Bild sieht man es ja deutlicher.
Und dann stellt sich noch die Frage, wer die Dame rechts daneben, mit dem weissen Hut ist.
Nach Penton, weis man nicht viel über Rutherfords Frau aus der Frühzeit.
Möglicherweise sind seine damaligen Familienverhältniisse ähnlich gelagert wie im Falle von Frau Russell.
Es stellt sich schon die Frage, ob die Dame mit dem weissen Hut Rutherfords damalige Frau war ?!?
Re: Bei ebay gelesen
geschrieben von:  . +
Datum: 18. März 2008 07:14
Ja, der Gedanke kam mir auch.
Die beiden sehen sich auffallend ähnlich
Re: Bei ebay gelesen
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 18. März 2008 07:26
Dann mag vielleicht noch ergänzend aus Penton's "Endzeit ohne Ende" (2. Kapitel) zitiert werden:

Einige Zeit, nachdem er Präsident der Watch Tower Society geworden war, wurden Richter Rutherford und Mary, seine Frau, in aller Stille geschieden. Obwohl sie von älteren Zeugen als "Halbinvalidin" geschildert wird, "die ihren ehelichen Pflichten gegenüber dem Richter nicht nachkommen konnte", wurde die Scheidung durch mehr als ihre Gesundheit oder seine Arbeit verursacht. Sie hatten sich einander entfremdet und waren offensichtlich gegenüber einander verbittert, obwohl eigentlich unklar ist, warum. Vielleicht hatten Rutherfords cholerisches Temperament und sein offenbar schwerer Alkoholismus den Unfrieden bewirkt.
Obwohl die Zeugen Jehovas fast alles ihnen mögliche getan haben, um Berichte über die Trinkgewohnheiten des Richters verschwinden zu lassen, sind sie einfach viel zu bekannt, als daß sie sich leugnen ließen. Frühere Mitarbeiter in der New Yorker Weltzentrale der Wachtturm-Gesellschaft erzählen immer wieder Geschichten von seiner Trunksucht und seinem völligen Betrunkensein. Andere berichten, wie schwierig es manchmal war, ihn wegen seiner Trunkenheit auf das Podium zu bringen, damit er auf Kongressen Reden halte. In San Diego, Kalifornien, wo er ab 1930 bis zu seinem Tod seine Winter verbrachte, spricht eine ältere Dame immer noch davon, wie sie ihm große Mengen Likör verkaufte, als er in die Drogerie ihres Mannes kam, um Arzneimittel zu kaufen. Aber der vielleicht vernichtendste Bericht über seine Trinkgewohnheiten erscheint in einem offenen Brief an ihn vom ehemaligen Zweigaufseher von Kanada, Walter Salter.
Seit Jahren war Salter ein enger Freund und Vertrauter des Richters, aber im Jahre 1936 brach er wegen Lehrpunkten mit ihm und wurde ausgeschlossen. So veröffentlichte er am 1. April 1937 den eben erwähnten Brief, der eine vernichtende Anklage gegen Rutherford war und der wenigstens in groben Zügen recht genau ist. Demgemäß behauptete Salter, daß er "für US-$ 60,00 pro Kiste Whisky" für den Wachtturm-Präsidenten gekauft habe, sowie Kisten mit Brandy und anderen Likören, nicht zu reden von ungezählten Kisten Bier", alles vom Geld der Gesellschaft. Damit niemand denken mochte, das, was er gekauft hatte, sei für andere, stellte der ehemalige kanadische Zweigaufseher fest: "Eine Flasche Likör oder so reichte nicht; es war für den PRÄSIDENTEN, und nichts war für den PRÄSIDENTEN zu gut." Dann, nachdem er Rutherfords pompösen Lebensstil beschrieben hatte, sagte Salter mit bitterer Ironie: "Und, o Herr, er [Rutherford] ist so mutig und sein Glaube an Dich ist so groß, daß er sich hinter vier Wände zurückzieht oder sich buchstäblich mit einer bewaffneten Leibwache umgibt und seine Träume herausbrüllt . . . und schickt uns von Tür zu Tür, um dem Feind gegenüberzustehen, während er 'von Trunk zu Trunk' geht und uns erzählt, wenn wir nicht gingen, würden wir vernichtet."
Soweit es seine persönliche Unterkunft und das leibliche Wohl anbelangt, erzählt Salter, lebte Rutherford wie ein Industriebaron. In New York mietete er während der Weltwirtschaftskrise ein Appartement mit luxuriöser Möblierung, das Salter als mit Leichtigkeit US-$ 10.000 pro Jahr wert schätzte. Nebenher hatte der Wachtturm-Präsident noch eine "palastartige Residenz" auf Staten Island; "getarnt" als unentbehrlich für die Radiostation WBBR der Gesellschaft. Gleichfalls auf Staten Island unterhielt er eine kleine, abgeschlossene Residenz in den Wäldern, wo er sich selbst vor der Welt isolieren konnte. Dann wurden auch noch teure Quartiere an einer Anzahl weiterer Orte für ihn bereitgehalten, darunter London und vor dem Aufstieg der Nazis in Magdeburg. Als ob das noch nicht genug war, begann er im Jahre 1929 mit dem Bau von Beth Sarim, einem Landhaus in San Diego, das sein Aufenthaltsort für den Winter werden sollte. ...
Re: Bei ebay gelesen
geschrieben von: Frau von x
Datum: 18. März 2008 09:26
Zitat:
Drahbeck
Dann mag vielleicht noch ergänzend aus Penton's "Endzeit ohne Ende" (2. Kapitel) zitiert werden:

Einige Zeit, nachdem er Präsident der Watch Tower Society geworden war, wurden Richter Rutherford und Mary, seine Frau, in aller Stille geschieden. Obwohl sie von älteren Zeugen als "Halbinvalidin" geschildert wird, "die ihren ehelichen Pflichten gegenüber dem Richter nicht nachkommen konnte", wurde die Scheidung durch mehr als ihre Gesundheit oder seine Arbeit verursacht. Sie hatten sich einander entfremdet und waren offensichtlich gegenüber einander verbittert, obwohl eigentlich unklar ist, warum.
In dem Geschichtsbuch 'JEHOVAS ZEUGEN - Verkündiger der Königreiches Gottes' heißt es auf Seite 89, nachdem vom Tod Rutherfords berichtet wurde in einer Fußnote:

"Rutherford hinterließ seine Frau Mary und ihren gemeinsamen Sohn Malcolm. Da Schwester Rutherfords kränklich war und sie die Winter in New York (wo sich das Hauptbüro der Watch Tower Society befand) schwer ertragen konnte, wohnten sie und Malcolm in Südkalifornien, wo das Klima für ihre Gesundheit besser war. ... "

Wenn Rutherford wirklich geschieden war, hätte es dann nicht heißen müssen:
"Rutherford hinterließ seine geschiedene Frau Mary ... "?????????????
Re: Bei ebay gelesen
geschrieben von:  . +
Datum: 18. März 2008 18:04
Irgendetwas ist mit dem Foto nicht Koscher.

cgi.ebay.de/Watchtower-RARE-PHOTO-C-T-Russell-in-Israel-Jehovahs_W0QQitemZ380006631696QQihZ025QQcategoryZ29223QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem
Ebay Angebot für ein Foto von Rutherfords Sohn

Ich sage ja nicht das der Anbieter das Foto gefälscht hat, aber er bietet es schließlich zum Verkauf an.

Fotos sind wie Unterschriften.
Die Beteiligten können sich noch so Anstrengen – Unterschriften und ein zweites Foto wird niemals gleich.
Und selbst wenn sich einer starr bewegungslos hält – niemals gelingt das dieser ganzen Gruppe.
Deswegen muss es sich bei dem Foto um eine Fälschung handeln.

1.)
Warum hat der Mann links auf einmal einen Bart?

picture: http://www.manfred-gebhard.de/OoderF1.jpg

2.)
Warum hat der Mann in der hinteren Reihe auf einmal einen Schnauzer?

picture: http://www.manfred-gebhard.de/OoderF2.jpg

3.)
Wenn die beiden Bärte auf eine schlechte Bildqualität zurückzuführen sind.
Der mysteriöse (und extra beworbene) Mr. Menta Sturgeon ist eindeutig hineinretuschiert.
Auf dem Original hätte er keinen Platz zwischen der Frau und dem Mann mit dem Zauberschnautzbart.

picture: http://www.manfred-gebhard.de/OoderF3.jpg

4.)
Das gleiche gilt für den rechten vorderen Herrn der kniet.
Warum erscheint in dem wallenden Kleid auf einmal ein Busch?
Das Kleid wurde nicht bewegt aber ein Wunderweizen scheint zu sprießen und Steine hat der gute Mann auch gleich noch mitgenommen...

picture: http://www.manfred-gebhard.de/OoderF4.jpg

Dabei sind die Details ansonsten 100% gleich.
Blickrichtung, Gesten, der Spazierstock, Kameraposition.

Original

picture: http://www.manfred-gebhard.de/OoderF5.jpg

Ebayversion

picture: http://www.manfred-gebhard.de/OoderF6.jpg

Es muss sich bei dem Ebayfoto um eine Fälschung handeln.
Und wenn es das nicht sein sollte dann haben wir in der bekanten Version zumindest das zweite Foto vom Sohn Rutherfords (von wegen ...ONLY KNOW PHOTO
Re: Bei ebay gelesen
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 18. März 2008 18:34
Das scheint ja eine kommerzielle Firma zu sein, die noch andere ZJ-bezügliche Sachen offeriert. Derzeit 11 Positionen bei ebay eingestellt.
Die Frage ist: Wie kommt die an jene Sachen heran, die sie nun weiter zu veräußern gedenkt.
Zweite Frage: Wie „sachkundig" ist sie denn?
Berücksichtigt man den Umstand, in der WTG-Literatur wird der Vorname von Rutherford's Sohn etwas anders geschrieben, bleiben schon mal Zweifel bezüglich der „Sachkunde".
Sehr wahrscheinlich kommen da wohl auch Nachlassbestände unter dem „Hammer", mit der Zielstellung ein „Bombengeschäft" für diese Firma zu erwirtschaften. Eine lückenlose Dokumentation der Vorgeschichte des Angebotenen, dürfte wohl kaum existent sein. Ergo auch wohl kaum ein Nachweis darüber, wann, weshalb und wie es zu den Foto-Retuschen kam.

Die fallweise auftretenden Bieter, sind auf „Nicht öffentlich" geschaltet. Also um sonderliche Öffentlichkeit geht es dieser Firma auch nicht, Wohl nur um eines. Das Geschäft ...
Selbiges soll allerdings auch andernorts ein nicht unbekannter Umstand sein.
Re: Bei ebay gelesen
geschrieben von:  . +
Datum: 19. März 2008 01:29
Folgendes lässt sich vermuten:

Bei dem sepiafarbenen Foto scheint es sich um das unretuschierte Original zu handeln.
Bei dem ebayfoto scheint es sich um eine Retuschierung aus dem Jahre 1910 zu handeln.

Hier noch mal ein Version der Ebayvariante leider wieder mit roten Pfeilen.

picture: http://www.manfred-gebhard.de/1September19102.jpg

In dieser besseren Photoqualität sieht man deutlich den Mann hinter Russel als Fremdkörper.
Seltsam bleibt aber, warum man dem Mann links von Russel und hinter Rutherford einen Bart verpasste.

Im englischen Wachtturm vom 1.9.1910 befindet sich ein weiteres Foto

picture: http://www.manfred-gebhard.de/1September1910a.jpg

Dort hat der Retuschierte Mann einen Hut auf!

Dies ist aber ein komplett anderes Photo weil die ganze Gruppe anders dasteht.

Könnte es sein das der Sekretär Russels, Menta Sturgeon, das Photo fertigte und sich dann später einfügte?
Re: Bei ebay gelesen
geschrieben von:  . +
Datum: 19. März 2008 21:28
Zusammenfassend kann man wohl sagen das die Veränderungen aus dem Jahre 1910 stammen und nicht von dem ebayer und dass das Nachbessern der Realität einer alten Tradition entspringt.

Wachtturm 1.10.1984 Seite 31
Englisch: Watchtower 8/1 1984 p.30

picture: http://www.manfred-gebhard.de/WT110198431.jpg

Wachtturm 1.7.1995 Seite 16
Englisch: Watchtower 7/1 1995 p. 16

picture: http://www.manfred-gebhard.de/Poetzinger.a.jpg

Die Wachtturmgesellschaft verbreitet nur die Wahrheit!

picture: http://www.manfred-gebhard.de/never.jpg
Re: Bei ebay gelesen
geschrieben von:  X ~ mysnip
Datum: 19. März 2008 22:42
Hallo "+",

man vergleiche auch:

WTG-Buch von 1993: Jehovas Zeugen Verkündiger des Königreiches Gottes

Seite 291
Re: Bei ebay gelesen
geschrieben von:  . +
Datum: 19. März 2008 23:46
Stark!
Danke.

Jetzt klaut man der armen Frau auch noch ihre Handtasche!

picture: http://www.manfred-gebhard.de/never2.jpg

picture: http://www.manfred-gebhard.de/never1.jpg
 
Pötzingerfotos, oder: Was ist Wahrheit?
geschrieben von:  X ~ mysnip
Datum: 20. März 2008 09:46
Hallo "+",

daß dir die Unterschiede auf den verschiedenen Fotos (ebay) aufgefallen sind, Respekt!
Solche Entdeckungen in den Schriften der "Wahrheit" sind unschlagbar in ihrer Aussagekraft. Ich habe sie nicht erkannt, nicht mal die fehlende Handtasche auf dem Bild im Verkündiger- Buch.
Aber, nun trau ich mich es zu sagen, die Eingebung mit den Pötzingerfotos hatte ich auch. Bei Parsimony habe ich nach Stichpunkten wie: "Pötzinger" oder "Wahrheit" gesucht, jedoch nichts gefunden. Wenigstens die Seite aus dem WTG-Buch war noch in Erinnerung. Über Schriftstudien und Selina hatte ich dieses Thema völlig vergessen und nach dem hektischen Abschicken meines Beitrages sah ich deine Assoziationen im Netz.

Klasse!!!

Allen ein schönes, langes Wochenende!

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