Im Zeitspiegel
Hetze gegen die "Deutsche Friedensgesellschaft"

Einem Paradebeispiel - zu Weimarer Republikzeiten - der Hetze gegen pazifistisch orientierte Kreise kann man (ich verwende die Vokabel bewusst) in einem Hetzartikel der "Freiburger Zeitung" vom 23. September 1931 "bewundern".
Selbiger gibt vor über einen Gerichtsbericht zu berichten, betitelt "Geld und Pazifismus". Angeprangert wird in ihm besonders der damalige Geschäftsführer der "Deutschen Friedensgesellschaft". Der Bericht will weismachen, besagte "Deutsche Friedensgesellschaft" und ihr Geschäftsführer seien allesamt "vom Ausland gekaufte Subjekte".
Die Dolchstoßlegende lässt auch in ihm fröhlichst grüßen!
Man beachte auch den Detailsatz des Artikelschreibers:

„Sofern man nícht überhaupt alle Völkerbunds- und Verständigungspolitik grundsätzlich ablehnt".

Genau das aber ist offenbar die Intention des Artikelschreibers und der ihm eine Tribüne bietenden "Freiburger Zeitung".

1931 hatte auch der im Artikel attackierte Fritz Küster, offenbar vom opportunistischen taktieren der SPD-Führung "die Nase voll". Bis dahin SPD-Mitglied, trat er in jenem Jahre aus der SPD aus, und der im Herbst 1931 gegründeten SAPD bei.
Übrigens auch der unter dem Namen Willy Brandt später noch bekannt gewordene Politiker, ist ihr damals gleichfalls beigetreten.

Es waren nicht wenige - keineswegs "nur" die erklärten Nazis, welche immer noch den verpatzten "Siegfrieden" nachtrauerten, welche ihrer Meinung nach für das deutsche "Herrenvolk" die einzigst mögliche Option des ersten Weltkrieges hätte sein können.
Da der namhafteteste Einpeitscher diesbezüglich, der Weltkriegsgeneral Ludendorff mit seiner zeitgenössischen Forderung nicht durchkam, die deutsche Armee durch Zusatzarmeen von "Flintenweibern" aufzustocken, war das für ihn die billige, zu billige Entlastungsthese nach Weltkriegsende, die Heimatfront habe der kämpfenden Front einen Dolchstoß in den Rücken verpasst.

Kombiniert das ganze dann noch mit Judenhetze.
Etwa der tendenziösen Zitierung durch Ludendorff, nach Kriegsende, vor einem Untersuchungsausschuss des Deutschen Reichstages.
Da griff er wie, nicht versäumt wurde hinzufügen, den "Juden", Walter Rathenau namentlich an, dieweil der in seiner Publizistik zu Weltkriegsbeginn mal die sinngemäße Bemerkung hatte mit einfließen lassen:
Wenn der deutsche Kaiser mit seinen Paladinen dereinst mal als Sieger durch das Brandenburger Tor stolzieren würde, dann hätte die Weltgeschichte wohl ihren Sinn verloren.
Ludendorff ließ vorsätzlich außer Betracht, wie und in welchen Kontext jene Aussage entstanden war, nämlich zu Kriegsbeginn, als Ausdruck des Nichtbejubelns des Umstandes, dass Deutschland nun in den Krieg eingetreten sei.

Damit wurde den rechtsnationalen Heißspornen, nach Kriegsende, dann "der" Buhmann "auf silbernem Tablett" serviert. Die Tragik im Falle Rathenau bestand dann darin, dass einige Heißsporne dann noch einen Mordanschlag gegen selbigen planten und durchführten.
Der Hetzartikel hat zwar mit diesem Kontext der genannten Dolchstoßlegende keinen formalen, wohl aber einen auch inneren Kontext!

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=02&day=23a1&year=1931&month=09&project=3&anzahl=4

http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Küster

Die Entlassung Ludendorffs aus seiner amtlichen Funktion, durch den deutschen Kaiser am 26. 10. 1918 ist Ausdruck dieser Divergenzen in der deutschen Führungsspitze.

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=01&day=28a&year=1918&month=10&project=3&anzahl=4

Weniger bis nicht in den zeitgenössischen Pressenotizen dazu angesprochen. Ludendorffs abenteuerlichen Pläne zur Ausweitung des Kriegsgeschehens, gingen selbst anderen - auch Hardlinern - zu weit.
Indem sich nach diesem Datum ohnehin die Geschehnisse überschlugen, war das später für den "Hitler des ersten Weltkrieges", eben jenem Herrn Ludendorff, der gekünstelt herangezogene Vorwand, sich selbst die Unschuldsglorie umzuhängen.
Dazu gehört dann auch zusätzlich das suchen und finden von "Sündenböcken", angefangen von den Juden, über vermeintlich "künstliche Juden" (Freimaurer) bis in etwas späteren Zeiten dann auch noch die Bibelforscher in dieses Raster mit eingepasst wurden.

Zurückkehrend zur Ausgangsnotiz, die "Deutsche Friedensgesellschaft" betreffend.
Selbst die damalige SPD (die Nazis und verwandte Kreise werden es wohlgefällig registriert haben), fühlt sich ihrerseits bemüßigt, besagter "Deutschen Friedensgesellschaft" einen "SPD-Dolchstoß in den Rücken" zu verpassen, wie einer Meldung desgleichen Blattes vom 24. 9. 1931 entnehmbar ist.

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=02&day=24a1&year=1931&month=09&project=3&anzahl=4

Da ist man wohl nicht mehr weit entfernt, von jenem Umstand, wie die Konkordate mit der katholischen Kirche auf der parlamentarischen Tagesordnung waren.
Nur die KPD und die NSDAP zugleich, stimmten gegen sie. Nicht aber der SPD-Verein, der zu besagten Konkordaten nur "Ja und Amen" zu sagen wusste, nebst den übrigen damaligen parlamentarischen Parteien.
Katholischerseits beschwerte sich der Domdekan Anton Scharnagl in seiner Schrift:
"Die nationalsozialistische Weltanschauung
Separat-Abdruck aus "Klerusblatt" 1931 Nr. 9, 11, 12 und 132" über diesen Umstand.
Als Quellenbeleg dafür nennt Scharnagl:
"Preussischer. Landtag, 1. Juli 1929, Stenogr. Bericht S. 7610"

Oder als dann 1932 ein Verkehrsarbeiterstreik in Berlin ausgerufen wurde, der wiederum die traute Gemeinsamkeit von KPD und NSDAP "bewundern" lies.
Da hatte der SDP-Verein zwar seine Finger nicht mit im Spiel. Im Konkordatsfall indes, sehr wohl!

Was den SPD-Dolchstoß in den Rücken der "Deutschen Friedensgesellschaft" anbelangt, so kann man flankierend dazu noch einen Artikel der "Freiburger Zeitung" vom 25. 9. 1931 betrachten.
Selbiger verwendet zwar eine vollmundige Artikel-Schlagzeile, wenn er titelt:
"Die Spaltung der SPD vollzogen ..." Das nimmt dann wohl, obwohl so im Detail nicht ausgeführt, auf die Gründung der SDAP im Herbst 1931 bezug.
Zu dieser Titelschlagzeile muss man dann wohl auch in Betracht ziehen.
Die "Freiburger Zeitung" gehörte mit Sicherheit nicht zu den Sympathisanten linksgerichteter Strömungen, eher zum gegenteiligen Spektrum. Aus dieser Motivation heraus kann sie sich dann im Fall der Fälle, eine gewisse Häme auch nicht versagen.

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=02&day=25b1&year=1931&month=09&project=3&anzahl=4

Zur Tendenz der "Freiburger Zeitung" vergleiche man auch deren Ausgabe vom 27. 9. 1931, mit einem im Sinne der Alldeutschen verklärenden Artikel, über die Geschehnisse der Waffenstillstandsverhandlungen, am Ende des ersten Weltkrieges.

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=06&day=27r3&year=1931&month=09&project=3&anzahl=8

Mit welcher Brechstangenrabiatgewalt da "argumentiert" wurde, verdeutlich auch der Fall des Zentumspolitkers Matthias Erzberger , welche die Waffenstillstandsvereinbarung unterzeichnete.
Eine apologetische Schrift der Ludendorferianer von einem gewissen Heinz Kunzendorf (etwa 1930 erschienen), stilisiert darin Erzberger zum "Jesuiten" hoch. Auch wenn selbiger zwar einer katholischen Partei angehörte, ist indes die Unterstellung er sei gleichzeitig "Jesuit" durch nichts belegt.
So wie man es da mit der Wahrheit nicht so genau nahm, so auch auf anderen Vergleichsfeldern.
Und was den tendenziösen Artikel der "Freiburger Zeitung" über die Unterzeichnung der Waffenstillstandsvereinbarung durch Erzberger anbelangt, ist es auch bezeichnend, dass man es nicht mit einer Zeile für erwähnenswert erachtete (im Jahre 1931), mit zu erwähnen, das just Erzberger dann im Jahre 1921 von nationalistischen Heißspornen, kaltblütig ermordet wurde.

Im Zeitspiegel
Pfarrer Eckert

Über ein nicht alltägliches Novum berichtet die "Freiburger Zeitung" vom 9. 10. 1931.
Da ist doch tatsächlich ein Pfarrer namens Eckert (aus Mannheim) in die KPD eingetreten.
Vorher war er SPD-Mitglied, die ihn aber offenbar aus ihren Reihen herausgeschmissen hat.
Nun hätte jener Herr Eckert auch um diese Zeit, in die von der SPD abgesplitterte Gruppe (Partei) eintreten können, in die beispielsweise auch ein Willy Brandt mit eingetreten ist.
Diese Option nahm er offenbar nicht wahr. Hätte er sie wahrgenommen, ob dann sein Fall dann auch der Tagespresse erwähnenswert gewesen wäre, dürfte eher unwahrscheinlich sein.
Aber ein Pfarrer der in die KPD eintritt. Das gab es wohl davor noch nicht. Ergo hat er zumindest eines erreicht: Publicity.

Nun war Herr Eckert vordem schon kein "unbeschriebenes Blatt". Namentlich in seiner Eigenschaft als Funktionär der "religiösen Sozialisten".
Die waren dann in einer in der Regel "bis auf die Knochen" Deutschnationalen Kirche, ebenfalls nur "exotische Vögel" mit Minderheitsrang. Allenfalls belächelt, kaum wahrgenommen, und erst recht keinerlei Bestimmungsmacht verfügend.
Ein Martin Niemöller etwa betitelte eines seiner Bücher:
"Vom U-Boot zur Kanzel". Durchaus charakteristisch für das Milieu jener Kirche.
Da konnte ein Eckert in der Tat, nur als Fremdkörper wahrgenommen werden, den es so bald wie möglich zu "entsorgen" gälte.

Friedrich-Martin Balzer etwa, meint in einer Eckert bezüglichen Studie aus dem Jahre 1973 werten zu können:
"Die Kirche hat ihn aus seinem Pfarramt vertrieben, als er - enttäuscht durch die Politik der damaligen Sozialdemokratie, die Notverordnungspolitik Brünings zu "tolerieren" und damit die Weimarer Reichsverfasssung preiszugeben" der KPD beitrat.

http://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Eckert

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=02&day=09a1&year=1931&month=10&project=3&anzahl=4

Im Zeitspiegel
Urteil im Fall Eckert

Die "Freiburger Zeitung" vom 12. 12. 1931 meldet.
"Urteil im Falle Eckert". Jener vormalige Pfarrer bekam nun schriftlich "mit Brief und Siegel". Er sei von seiner vormaligen Kirche geschasst.
Etwaige finanzielle Ansprüche aus der Zeit wo er als Pfarrer mal tätig war, könne er endgülitig in den "Rauch schreiben".
Was die klrchlichen Herren besonders "auf die Palme brachte" war offenbar der Umstand, dass Herr Eckert nunmehr in die KPD eingetreten war. Davor brachte wohl schon mal eine Besuchsreise des Eckert in die Sowjetunion, das kirchlich "Fass zum überlaufen".

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=01&day=12r1&year=1931&month=12&project=3&anzahl=4

Nun mag der KPD-Eintritt in der Tat mehr als befremdlich sein.
Indes die gleiche Härte etwa gegen Pfarrer die der NSDAP beitraten (auch solche Fälle gab es; etwa den Fall des Herrn Julius Kuptsch, welcher auch Broschüren zum Bibelforscherthema publiziert hatte). Die gleiche Härte gegen rechtslastige Pfarrer indes, pflegte die Kirche keineswegs zu praktizieren.

Und die Gefahr, dass nun in Nachfolge von Eckert, andere Pfarrer "massenhaft" auch in die KPD eintreten würden, war mehr als mikroskopisch kaum wahrnehmbar, gering.
Man hätte die eine "Schwalbe" die da noch lange keinen Sommer macht, durch "tieferhängen" durchaus verkraften können. Genau das aber wollte man nicht. Es ging dabei nur um das Exempelstatuieren. Davor war Herr Eckert ja schon mal SPD-Mitglied. Da reichte die kirchliche Wut, ein Exempel statuieren zu wollen, offenbar noch nicht aus. Wenn Herr Eckert also wähnte, sich mit der SPD überworfen zu haben, und dann genannte Entscheidung realisierte, hätte es dieser Aspekt auch verdient, berücksichtigt zu werden.

Eine kirchliche Stellungnahme, zu diesem Thema, die überwiegend die kirchliche "wischi-waschi-Position" zum Thema repräsentiert, gab es dann noch in der "Freiburger Zeitung" vom 14. 12.
Zwar erkärt die wohl die Antipathien gegenüber der KPD. Nicht jedoch erklärt sie die unverhältnismäßige wirtschaftliche Härte, die Eckert nun traf, und die selbst seine früher erworbenen materiellen Ansprüche, für null und nichtig erklärte.

http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=02&day=14a1&year=1931&month=12&project=3&anzahl=4
Exkurs:
Ein Beispiel wie man sich kirchlicherseits im Nachhinein mit Eckert noch "auseinandersetzte", liefert auch die um 1933 erschiene Schrift eines Hans Schmidt mit dem Titel:
"Der Kampf des Kommunismus gegen Gott" Verlag des Evang. Vereins für die Pfalz Kaiserslautern (Rheinpfalz) .
Herr Schmidt führt da unter anderem aus, Eckert sei ja nun aus der Kirche ausgetreten, und unterstellt weiter, die Kommunisten würden ja nun Eckert "fürstlich" entlohnen. Wer indes auch nur den Schatten eines Beweises für besagte "fürstliche Entlohnung" in der Schrift von Schmidt sucht, der sucht vergebens.

Zitat Schmidt:
"Eckert ist nicht als Christ zu den Kommunisten gekommen, sondern als Marxist. Er hat sein Christentum verleugnet zu Gunsten des Kommunismus und damit verwirkt, daß man sich auf ihn als religiösen Menschen berufen kann, um für den Kommunismus zu werben und beweisen zu wollen, daß Religion und Sowjet-Kommunismus sich vereinbaren lassen.

Übrigens gehört Eckert auch nicht mehr der Kirche an. Mit dem Tage, wo ihn die Kirche seiner Ämter enthob und damit dokumentierte, daß nach kirchlicher Auffassung und Auffassung eines jeden Menschen mit gesundem Menschenverstand Christentum und Sowjetkommunismus sich nicht vereinbaren lassen, ist Eckert aus der Kirche ausgetreten. So lange Eckert aber von der Kirche bezahlt wurde, ist er bei ihr geblieben, hat sogar die anderen Marxisten immer wieder beschworen, doch ja in der Kirche zu bleiben. Sofort aber, nachdem er von der Kirche keine Besoldung mehr bekam, ist er selbst ausgetreten und hat auch die anderen zum Austritt aufgefordert. Er ist heute gut besoldeter Sowjetfunktionär und wird deshalb, da er jetzt auf die Kirche keine Rücksicht mehr zu nehmen hat, noch mehr das Loblied seines neuen Brotherrn singen."
. (S. 19)

Und da Schmidt sich schon mal darauf eingeschossen hat, Breitseiten gegen Eckert abzuschießen, sei noch diese zitiert:
"Pfarrer Eckert. Er, der sonst immer mit seiner scharfen Kritik und "christlichen" Entrüstung bei der Hand war, z. B. bei der Hinrichtung der Anarchisten Sacco und Vanzetti (in den USA) sein ganzes Blatt mit Protesten vollschrieb, stellt sich schützend vor die russischen Christenverfolgungen. Nach ihm sind die Briefe "gefälschte Bauernbriefe", "Die Protestaktion ist ein Eingriff in ein göttliches Strafgericht, und ein ungerechtfertigter Eingriff in die inneren Verhältnisse eines fremden Staates und außerdem unklug, denn die Christenverfolgung "sei ein Strafgericht Gottes und die Bolschewisten Werkzeuge Gottes wie die Assyrer und Babylonier."

Und weiter zitiert Herr Schmidt:
"Mit Recht schreibt dagegen Flügge . (ein anderer kirchlicher Apologet):
"Es ist uns der Platz zu schade, auf all das Empörende einzugehen, wovon jede Nummer von Pfarrer Eckerts Blatt Proben bringt. Wir füllen unsere Seiten lieber mit anderem Stoff. Aber weil Pfarrer Eckert sich den Anschein zu geben weiß, als sei er besonders gut unterrichtet durch seine guten Verbindungen mit den deutschen Kommunisten und russischen Bolschewisten und wisse deshalb alles viel besser, und weil darum so mancher hereinfällt auf seine irreführenden Berichterstattung, ist es doch notwendig, wenigstens einiges darüber zu sagen. Leider haben schon manche christlichen Blätter von diesem Organ der religiösen Sozialisten abgedruckt, weil sie dachten, was ein Pfarrer schreibt der sich so "unparteiisch und gerecht auch gegen die Bolschewisten" zeigt, das müsse man doch unbedenklich als zuverlässig wahr weitergeben können.

Eckert ist Ideologe und zwar so stark, daß er keinerlei Hemmungen mehr kennt, wenn er einmal Partei ergriffen hat, er will und kann darum nie die objektive Wahrheit, das schlechte in den eigenen Reihen und das Gute beim Gegner sehen. Eckert ist von Moskau hypnotisiert, daß er alles nur unter dem Gesichtspunkt der kommunistischen Propaganda betrachtet. Eckert kann daher nicht als Kronzeuge dafür angeführt werden, daß der Bolschewismus religiöse Persönlichkeiten duldet."


Ergo analysiert man diese Vorhalte, reduzieren sie sich in einem wesentlichen Kern auf die kirchliche Strömung (bedeutungsloser Art) der sogenannten "religiösen Sozialisten". Mit denen konnte das mehrheitliche Kirchenestablishment nun wahrlich nichts anfangen.

Dafür dann um so mehr mit Stahlhelmpastoren (was auch das "Goldene Zeitalter" der Zeugen Jehovas mal aufspießte), oder auch mit Pfarrern, die "vom U-Boot zur Kanzel" gelangten. Nicht aber mit dem Schmuddelkind Eckert.

Erinnert man sich beispielsweise der "Nordkönig"-Auslegung Made in Zeugen Jehovas, über die in der 1962er Jahresdatei  noch was zu sagen sein wird, mit ihrer Outung der Sowjetunion als Reich des Bösen, wofür denn ja selbst USA-Präsidenten schon mal die passende Wortwahl auf den Ententeich warfen, die nur noch "aufgehoben" zu werden brachte, so begegnet man bei Eckert als einsamen exotischen Vogel, gar der Gegenposition, sowjetische Christenververfolgungen als "Strafgericht Gottes" zu verklären.

Man kann sich indes durchaus auf den Standpunkt stellen, dass beiderlei Verklärungsversuche grundlegend schief angelegt sind.
Das aber bekommen kirchliche Brotherren schon mal prinzipiell nicht mit.
Die eigenen Narreteien werden hingenommen, kommt indes ein Eckert daher, der sie durch eine gegenteilige Narretei ersetzt, ist das Geschrei groß in einer Deutschnationalistischen Kirche (bis auf die Knochen), die dann folgerichtig via "Deutsche Christen", mit einem Adolf Hitler es noch zu einem "Messias" brachte.

Zugespitzt könnte man ja sagen; aber auch der Eckert wolle einen entgegengesetzten "Messias" präsentieren.
Das der indes in besagter Kirche keinerlei "Chance" bekam, wurde dann ja eindrucksvoll demonstriert, auch am Fall Eckert ablesbar!
 

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