Siehe! Ich bin das Licht der Welt - III - Mumie

geschrieben von:  . +

Datum: 15. August 2008 22:24


Was man gegenwärtig die christliche Religion nennt,
bestand schon bei den Alten und fehlte nicht in den
Anfängen des Menschengeschlechts, bis Christus im
Fleische erschien, von wo an die wahre Religion,
die schon vorher vorhanden war, den Namen der
christlichen erhielt.

Augustinus, Retractationes

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„Da stand Joseph auf und nahm Jesus und dessen Mutter Maria bei Nacht
und zog weg nach Ägypten,
und er hielt sich dort bis zum Lebensende des Herodes auf,
damit erfüllt würde, was Jehova durch seinen Propheten geredet hatte, welcher sagt:
„Aus Ägypten rief ich meinen Sohn.“

(Nach Matthäus 2:14-15)


Jehova ruft seinen Sohn Jesus aus Ägypten.

Die antiken Weisen verankerten ihre Religion fest in der Natur selbst.
Und so spielten sich für sie die Phasen unserer Vergöttlichung täglich, monatlich und jährlich in den Sonnenallegorien von Auf- und Untergang, Zu- und Abnehmen des Mondes, in dem sich die Bewegungen der Sonne widerspiegeln ab und im größeren Maßstab im Vorrücken der Tagundnachtgleichen und in den Sonnenwenden.

Die alten Religionen beruhen auf der Beobachtung der Planeten und der Beobachtung der Natur.
Das ist Gottes Buch aus dem sie Gott kennen lernten.

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Man spricht in diesem Zusammenhang schnell von Sonnenanbetung.

Im Grunde ist dies aber verkehrt.

Typisch Gegenständlich glaubt ein Christ dass die alten Völker buchstäblich den Planeten angebetet haben, es ging jedoch um etwas viel Spirituelleres, als es der Begriff „Sonnenanbetung“ suggeriert.

Die Weisen Ägyptens, Chaldäas und Sumers waren so klug und spirituell, dass sie ihre Gottheit nicht einmal mit einer noch so herrlichen Manifestation wie der Sonne gleichgesetzt hätten.

„Denn Jehova Gott ist Sonne.“
(Psalm 84:11)

„Nicht mehr wird deine Sonne untergehen,
noch wird dein Mond abnehmen;
denn Jehova selbst wird dir zum Licht von unabsehbarer Dauer werden.“

(Jesaja 60:20)

Gott in seiner glorreichen Wahrheit, so wussten sie, genau wie auch der Psalmist, übertraf die Sonne bei weitem; da man von Gott aber letztlich nur mit Hilfe von Metaphern sprechen kann, war die Sonnenscheibe das stärkste, angemessenste Symbol, das sie sich vorstellen konnten.
Entscheidend ist, dass sie den Glanz der Sonne, den sie priesen, als ein Symbol nicht nur für Gott erachteten, sondern auch für unsere eigene Göttlichkeit.

Der Sonnengott war die Verkörperung beziehungsweise das Urbild dessen, was durch unsere spirituelle Weiterentwicklung aus uns werden soll.

Eines steht fest:

Unsere moderne Annahme, uralt sei gleichbedeutend mit primitiv, ist absolut falsch.

Mit ihren technischen und architektonischen Meisterleistungen, etwa den Pyramiden und Palästen des alten Ägypten oder von Stonehenge, versetzen uns weit zurückliegende Zivilisationen auch heute noch immer wieder in Erstaunen.

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Für das Reich des Geistes sollte das Gleiche gelten.

Wenn sie uns darin nicht sogar weit übertreffen.

Die christliche Tradition wirkte auf die Fähigkeit in Myten zu denken auf ihre ihrer Anhänger, wie die Lotosfüße der chinesischen Tradition auf die Füßchen ihrer Kinder.

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Die Fähigkeit in Myten zu denken verkümmert.

In der altägyptischen Religion, aber auch in anderen so genannten primitiven Glaubensformen traf der »messianische Sohn«, versinnbildlicht durch die Sonne, auf mythische Weise »als Offenbarung und Zeuge des Vaters« ein, der sein Leben hatte in Materie eindringen lassen, um sich in der nächsten Generation wieder hervorzubringen.

Laut Herodot, Historiker und »Vater der Geschichte«, gehörte der ägyptische Jesus, lu-em-hetep oder lusu genannt, zu den acht großen Göttern, von denen es in den Papyri heißt, sie hätten bereits vor fast zwanzigtausend Jahren existiert.
Er trug unterschiedliche Namen, aber für die Weisen der alten Zeit war seine Ankunft ein ständig wiederkehrendes und rein symbolisches Ereignis.

Der ursprüngliche Messias war eine anthropomorphe, repräsentative Gestalt, die von einem Zeitalter, einem Zyklus zum ändern immer wieder auftrat.

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Im ägyptischen Ritual kam er symbolisch jeden Tag wieder, aber auch periodisch — »regelmäßig und fortwährend«.
Aus diesem Grunde war es unverzichtbar das in der Passionsgeschichte bei Jesu Tod Nacht herrschte.
Nur deswegen wurde es „drei Stunden“ dunkel.

„Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“
(Lukas 22:19)

Mit den Jahreszeiten erschienen seine Symbole, Sonne und Mond, zyklisch und in ewiger Erneuerung immer wieder.
Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen waren Kennzeichen seines Kommens und Gehens.

Der ägyptische Messias wurde in keiner bestimmten Epoche, oder zu irgendeinem historischen Datum erwartet.
Vielmehr manifestierten sich die Symbole seiner spirituellen Ankunft in Naturerscheinungen, und zwar Tag für Tag (etwa im Sonnenauf- und -Untergang), Jahr für Jahr sowie im Zyklus des Mondes.

„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.
Vom Sonnenaufgang her werde ich deinen Samen bringen,
und vom Sonnenuntergang her werde ich dich sammeln.“

(Jesaja 43:5)

In der ständigen Wiederkehr der Symbole lag die Garantie für ihre unfehlbare Erfüllung.

Sie bedeuteten, dass das göttliche Bewusstsein in der Menschheit allmählich zur Herrschaft gelangte, ein Königreich der Güte, Wahrheit und Schönheit, ein Königreich der Liebe.

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Was einem beim Studium der ägyptischen Geschichte, Literatur und Kunst immer am meisten auffällt, ist die Häufigkeit, mit der auf das künftige Leben angespielt wird.
Der Glaube an den einen Gott ist alt, der Glaube an ein künftiges Leben aber, wie Budge wiederholt betont, noch älter - »mindestens so alt wie die ältesten menschlichen Überreste, die in Ägypten gefunden wurden«.

Die Ägypter glaubten, dass alle, die einst in dieser Welt gelebt haben, ihr Leben jenseits des Grabes »erneuerten«, »dass sie immer noch leben und leben werden, bis die Zeit nicht mehr sein wird«.
Die Seelen der Seligen wohnten samt ihrem spirituellen Leib »für immer im Himmel bei den Göttern und nahmen an allen himmlischen Freuden teil«.

Die alten Ägypter glaubten, dass ein Mensch aus Leib, Seele und Geist besteht.

Damit kommen wir zu dem Jesusbild das uns die Bibel vermittelt.

Jesus kam als Messias, als Christos, der Gesalbte.
In einem Abschnitt des Ägyptischen Totenrituals, in dem Horus seinen Vater Osiris segnet, vergleicht er diesen Segen mit »der Gabe der Gnade und der spirituellen Salbung«.

Er sagt zu Osiris:
»Ich habe deine Existenz gestärkt... Ich habe dir deine Seele, deine Stärke, deinen Sieg gegeben. Ich habe dich mit Opfergaben von heiligem Öl gesalbt.«

Es ist kein Zufall, dass das Wort Messias auf das hebräische Wort für »Gesalbter« zurückgeht.
Das entsprechende griechische Wort lautet Christos, dessen Wurzel ebenfalls »salben« bedeutet.

Ein Bund oder eine Verbindung mit dem Göttlichen wird geschlossen.

Ihre Vereinigung gibt dem Geist die Möglichkeit der Erfahrung
und dem Fleisch die Möglichkeit künftiger Herrlichkeit.
Keines ist dem anderen untergeordnet.

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Auch wenn manche Gelehrte die Mumifizierung anders deuten, heißt es in den ägyptischen Texten ganz unmissverständlich:
Seele und Geist des Gerechten verlassen den Leib und leben bei allen Seligen und Göttern im Himmel.

»Aber«, stellt Budge klar, »der physische Leib erstand nicht wieder auf, und man glaubte nicht, dass er das Grab je verlassen werde.«

Eine Inschrift aus der fünften Dynastie (um 3400 v. Chr.) lautet:
»Die Seele gen Himmel, der Leib zur Erde.«

Hierin liegt das typisch christliche Missverständnis.

Ein Christ kommt gar nicht auf dir Idee das seine Vorstellung widersinnig sein könnte das ein Ägypter glaubte im Fleische wieder Aufzuerstehen.

Die Erklärung für die Mumifizierung liegt in dem altägyptischen Glauben an die Fleisch- beziehungsweise Menschwerdung Gottes.

Die Mumien dienten als ständige Erinnerung an die Inkarnation und ihre ewige Bedeutung.
Sie ist Ventil für die Trauerarbeit und -bewältigung der Lebenden.

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Der Leib war das Vehikel für den göttlichen Geist.

Genau wie dieser in Salben, Medikamenten und Gewürzen getränkt wird, um ihn zu konservieren, wird der Mensch auch von Seelenenergien »durchdrungen« oder gesalbt, die bis zum ewigen Leben bestehen bleiben.

Daher wurde die Mumie Karast oder Krist (KRST) genannt:
Der Begriff Christus geht auf dieses Wort für »salben« zurück.

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"Einsichten über die Heilige Schrift"

Seite 471 Christus

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Das hebräische Wort Messias hat eine ähnliche Wurzel.

Seite 343 Messias

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Wenn die Ägypter von einer körperlichen Wiederauferstehung sprachen, war dies rein spiritueller Natur.

Der Leib des Verstorbenen verwandelte sich in einen Sahu, einen »unvergänglichen spirituellen Leib« (was ein wenig an das erinnert, was Paulus im 1. Korinther, 15 sagt), der augenblicklich das Grab verließ und sich in den Himmel begab, um bei Gott zu wohnen.

Laut Budge geht dieser Glaube an einen spirituellen Leib sogar bis auf prähistorische Zeiten zurück.

Letztlich ist die Seele dazu bestimmt, ganz vergöttlicht zu werden.
Im Papyrus von Ani sagt der Verstorbene:

»Meine Seele ist Gott, meine Seele ist Ewigkeit.«

Eines Tages wird der Mensch Teil Ras, des Sonnengottes.

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Bereits in der fünften Dynastie glaubte man (genau wie in der Offenbarung des Neuen Testaments), die Toten würden weder Hunger noch Durst leiden.
Sie waren in weißes Leinen gewandet und aßen die Früchte vom Baum des Lebens.

Das Fotografierte ich in dem Wiener Museum und zeigte es bereits hier:

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http://forum.mysnip.de/read.php?27094,920,4041#msg-4041

Aus dem 52. Kapitel des ägyptischen Totenbuchs geht hervor, dass verwandtschaftliche Beziehungen auch im Himmel anerkannt werden und man sich ihrer erfreuen kann.

In einer Passage (um 1000 v. Chr.) betet der Verstorbene, sein Vater und seine Mutter »mögen mir als Türhüter gegeben werden und damit sie meine Wohnstätte in Ordnung halten«.

Dazu Budge: »Darum hätte er nicht gebeten, wenn er geglaubt hätte, es gäbe keine Aussicht, seine Eltern auch im Jenseits zu kennen...
Daher wissen wir, dass die Ägypter glaubten, sie würden ihren Verwandten im Jenseits begegnen, sie kennen und von ihnen gekannt werden.«

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Ungeachtet der sehr spirituellen Anmutung ihrer Lehren glaubten die Ägypter, wie das 110. Kapitel des Totenbuchs zeigt, sie würden in Zukunft eine Art halbmaterielles Leben führen.
Sie wären zwar Geist, würden aber säen und ernten, himmlische Nahrung essen und trinken, sich lieben und »all das tun, was ein Mensch auf Erden auch tut«.

Am Ende seines Buches stellt Budge fest:
»Somit verstehen wir jetzt, an welche Möglichkeiten, von den Toten aufzuerstehen und das ewige Leben zu erlangen, die Ägypter glaubten.
Die Auferstehung war das Ziel, dem alle Gebete und Zeremonien galten.
Alle Texte, Amulette und Formeln sollten dabei helfen, die Unsterblichkeit zu erlangen und in einem verwandelten, besseren Leib ewig zu leben.«

Die Christen machten nur den Fehler dass sie Teile der alten Mythen in historische Fakten zu Packen versuchten.

In Stichworten ergibt sich so ein vierteiliges Quartett:
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Die Naturvölker erkannten schon früh, dass der Körper vom Licht durchtränkt wird.
Damit ein Teil der Göttlichkeit wird.
Licht war das Symbol der Göttlichkeit.

• Der Körper durchtränkt vom Licht = Gesalbt durch Göttlichkeit
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Die Ägypter glaubten nicht dass sich ihre Mumien wieder aus den Binden auswickeln sondern sie glaubten der Seele zu helfen wenn sie dem Körper als Symbol mit Salben und Gewürzen durchtränkten.
Einbalsamieren.
Damit gaben sie ihrer Hoffnung und der Trauerbewältigung ein Ventil - Auf die Mumie schrieben die Ägypter deswegen „Christus“ = „der Gesalbte“

• Die Mumie durchträgt von den Salben und Gewürzen = die Gesalbte
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Die Christenheit griff dieses Bild auf und spricht von dem durchdringen der Wahrheit.
„Der Herr ist in mir“
Natürlich ein Symbol - ein Mythos.

• Der Mensch durchträgt von der Wahrheit = er wird zu einem Gesalbten.
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Und zu diesen symbolischen Bildern gehört auch, dass in den Körper eines Menschen Gottes Sohn eingepflanzt wird.
Nicht Gott, nicht Mensch - nicht Fisch, nicht Fleisch.
Ein Sonderwesen oder wie es die Ägypter darstellten, ein Mensch mit Tierkopf.

• Ein Mensch wird durch das Eindringen eines Gottes zu einem Messias = der Gesalbte
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Die Passionsgeschichte beruht schlicht auf dem Missverständnis der ersten Christen, das sie Teile dieser Mythen wörtlich nahmen.
Ein unnötiges Missverständnis.

• Jesus verkörpert zum Beispiel den guten Hirten, dessen Stimme die Schafe kennen und der in die Wüste hinausgeht, um das eine verlorene Schaf zurückzuholen.
Im 10. Kapitel des Johannesevangeliums (»Der gute Hirte«) wird dieses Thema immer wieder durchgearbeitet, auf eine spiralförmige Weise, wie sie für den Stil des Evangeliums so typisch ist.
Jesus ist nicht nur der Hirte und Türhüter der Herde, sondern auch die Tür selbst.
Doch schon Horus war Jahrhunderte, sogar Jahrtausende zuvor der gute Hirte.
So sagt er zu den Herden des Ra in der Wüste Unterägyptens:
»Schutz sei euch, all ihr Herden von Ra.«

Zu den Insignien des Osiris gehörte auch ein Hirtenstab oder Krummstab, genau wie er lange Zeit auf dem Titelblatt des Wachtturms zu finden war.

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Der Weg der Wachtturm Gesellschaft mit dem Thema Bibel, Mystik und Astrologie war von je her durch Naives Missverstehen gepflastert.
Russell war nicht nur so grün hinter den Ohren das er die Pyramide „las“ sondern er las auch Tierkreiszeichen und befragte Wahrsager.

Im Wachtturm vom Juni 1906…

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…heißt es unter der Überschrift…

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…auf Seite 86 und 87…

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Ja, man darf den Text gerne 2 x Lesen.
Auch nachdem man sich die Augen gerieben hat ist es immer noch Astrologie.

Tierkreiszeichen und Astrologie waren genehme Quellen um ihren Heilland zu Verkünden.
Danach kommt noch eine Wahrsagerin zu Wort die durch Zahlenmystik die Zukunft voraussagt.

Warum schaffen sie aber halbherzig die eine mystische Praxis ab und behalten die anderen bei?
Warum?
Oder warum ist diese Wahrsagerei von früher verwerflich und die Zukunftsvoraussagen des neusten Wachtturms sind unbedenklich?

Wachtturm vom 1.10.2008

Seite 8

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Warum sind diese angebotenen Anteilsscheine für die Hazienda in den nordamerikanischen Bergen vertrauenswürdiger, als die Voraussagen der Astrologen aus dem älteren Wachtturm?

Wie realistisch ist das Versprechen der Bibelwahrsager aus Amerika mit ihrem einsamen Häuschen mit unverbaubarem Panoramabergblick, der alternativlosen Schönwettervorhersage mit zusätzlicher Erntegarantie für unverderbliche, schädlingsresistente, vegetarische Schlaraffenlandnahrung.
Natürliche, biologisch gefärbte, bügel-, wasch- und abnützungsfreie Kleidungsstücke.
Die Gießkanne aus Plastik verrottet selbstverständlich 1000 Jahre nicht, wenn sie sie kurzerhand im nahe gelegenen Walt entsorgen (PVC Verrottet übrigens heute auch erst in 1000 Jahren).
Sollten sie nämlich von den angebauten Pflanzen zu dritt leben müssen, verhungert sie buchstäblich mit dieser Bewässerungsvariante.
Und wie realistisch ist das Versprechen des 1000 Jahre alten Garantiekindes und der immer jung bleibenden Frau die ihren ehelichen Pflichten empfängnisfrei nachkommt, damit es eine von Gott gesteuerte Kleinfamilie bleibt?

Ihre Mitleiderregende Naivität hat die Wachtturm Gesellschaft bis heute nicht abgelegt.

Aber neben dem Hirtenstab hat auch der Dreschschlegel seine Parallelen.

• Von Horus wie auch von Jesus heißt es, er werde als der Worfler kommen.
Im Matthäusevangelium prophezeit Johannes der Täufer, dass Jesus eine »Worfschaufel in der Hand« tragen werde - »er wird seine Tenne fegen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer«.
Der Intellekt soll die Spreu ausfegen und das goldene Korn befreien.
Wer in die größeren Mysterien der griechisch-römischen Welt eingeweiht war, wurde mit Wasser gewaschen und dann angehaucht und symbolisch vom reinigenden Wind oder Geist »gefächelt und geworfelt«.

So war der Dreschschlegel ein Zeichen für Nahrung und Wohlstand…

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…wie auch als Fächer, Khi genannt, das Zeichen für Luft, Atem und Geist.

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Also buchstäbliches Werkzeug einerseits und in der Hand der Götter ein symbolträchtiges Sinnbild.

„O meine Gedroschenen
und du, Sohn meiner Dreschtenne,
was ich von Jehova der Heerscharen, dem Gott Israels, gehört habe,
habe ich euch berichtet.“

(Jesaja 21:10)

Dieser war eine Grabbeilage von Tutanchamun:

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• Die Passagen, die sich in den Evangelien mit dem Sündengericht befassen (aber auch das Drama der Passion Jesu, insbesondere die Gerichtsszenen vor Kaiphas, Herodes und Pilatus), spiegeln mit frappierender Genauigkeit Szenen aus der ägyptischen Großen Halle des Gerichts wider, wo alle, die mit Sut gegen Horus Partei ergriffen haben, von den Schafen getrennt und in Böcke verwandelt werden.

Das erinnert unweigerlich an das 25. Kapitel des Matthäusevangeliums und an das Gleichnis von den Schafen und den Böcken:

»Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, und alle Völker werden vor ihm versammelt werden.
Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.«

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• Nur bei Matthäus (wie Gesagt… abgeleitet aus der Maatehalle) sagt Jesus, die Haare der Menschen seien vor dem Angesicht Gottes gezählt.

Im ägyptischen Ritual wird jedes Haar auf der Waage der Gerechtigkeit gewogen.

Viele Kapitelüberschriften sind Aussprüche Verstorbener, die etwas wiederholen, dass ursprünglich Horus zugeschrieben wurde.

Tatsachlich ist Horus der Sprecher Gottes, genauso wie Jesus in den Evangelien als der Eine dargestellt wird, dessen Worte das Leben sind.

• Massey verweist auf jene Menschen im ägyptischen Mythos, »die in der Finsternis saßen« und ein großes Licht in dem sahen, was Amenta genannt wird (also die Erde als solche).

Als Horus das göttliche Licht bringt, heißt es von ihm, er »steigt vom Himmel herab in die Finsternis von Amenta als das Licht der Welt«.

Im 9. Kapitel des Johannesevangeliums sagt Jesus:
»Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.«
Der Evangelist veranschaulicht diese Wahrheit dann anhand der Geschichte von der Heilung des blind Geborenen.

• Jesus erklärte, er sei das Brot des Lebens, ein Thema, mit dem sich das 6. Kapitel des Johannesevangeliums ausführlich befasst.

Dort sagt Jesus:
»Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist.
Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.
Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt...
Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.«

Und noch einmal:
»Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.«

Das »Brot« ist somit eindeutig das göttliche Prinzip des Lichts und des Lebens.
Das »Blut« ist die Verheißung des Lebens und der Energie, die für den Menschen verausgabt wird.
Aber Jesus war nicht die einzige göttliche Person, die ihren Leib und ihr Blut symbolisch opferte, um die Sterblichen zu nähren.
Wie Massey darlegt, gab auch Horus »sein Fleisch zum Essen und sein Blut zum Trinken«.
Natürlich sind solche Formulierungen reine Allegorie.

Im ägyptischen Ritual erklärte Horus:
»Ich bin der Besitzer von Brot in Anu.
Ich esse Brot im Himmel mit Ra.«

Er ist beides: sowohl Brot des Lebens als auch göttliches Korn.
Wie Jesus, der, wie Johannes berichtet, von derselben Wesenheit war wie der göttliche Vater, ist auch Horus symbolisch »das Fleisch und das Blut seines Vaters Osiris«.

Dementsprechend sagte Horus:
»Ich bin eine Seele, und meine Seele ist göttlich.
Ich bin der, der Nahrung erzeugt.
Ich bin die Nahrung, die nie verging.«

Und Jesus sagte:
»Ich bin das Brot des Lebens...
Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.«

Bei beiden ist von der gleichen tiefen spirituellen Wahrheit die Rede.

• Die Vorstellung, zweimal geboren zu werden, einmal auf natürliche und dann noch einmal auf eine spirituelle Weise, taucht nicht bloß — mit dem oft zitierten Satz
»Ihr müsst von neuem geboren werden« - im Johannesevangelium auf, sondern in fast allen frühen Religionen, auch im Hinduismus.

In den ägyptischen Kulten werden diese zweimal Geborenen zuerst aus dem »Wasser« der menschlichen Natur und dann erneut aus dem Geist geboren.

Der Text des Rituals ruft der verherrlichten Seele zu: »Heil, Osiris, du bist zweimal geboren!«

• Sowohl Horus als auch Jesus richten lange Ansprachen an ihre Väter.
Horus hält insgesamt sogar rund vierzig solcher Reden.

Der berühmteste Monolog Jesu umfasst das ganze 17. Kapitel des Johannesevangeliums.
Wie die meisten der Diskurse, die Jesus von Johannes zugeschrieben wurden, liest sich auch dieser ganz anders als alles, was Jesus in den drei synoptischen Evangelien äußert.

Bezeichnenderweise beginnt dieser Monolog mit den Worten:
»Vater..., verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche.«

Ja, er bittet den Vater, ihm die Herrlichkeit wiederzugeben, die er bei ihm hatte, »ehe die Welt war«.
Ähnlich bittet Horus, Osiris möge »mir den Rang der Leuchtenden zukommen lassen.
Der Erwählte trifft beim Alten an den Grenzen des Berges der Glorie ein, wo ihn die Krone erwartet«.
Horus trifft hier eine eindeutige Aussage über die Rückkehr des Sonnenstrahls des Logos.

Er befand sich seit jeher im Schoß des allumfassenden Vaters Ra und erlitt den Tod, um die Menschheit zu verherrlichen, deren Natur zu heben Ra ihm aufgetragen hatte.

Genau wie Horus bittet auch Jesus, in seinen ursprünglichen Glanz und in seine Herrlichkeit zurückversetzt zu werden.

• Wenn Horus zu seiner Herrlichkeit aufsteigt, erhebt er zugleich auch alle Menschen.

Wie bei Jesu Worten, er werde »erhöht« werden und »alle Menschen« an sich ziehen.

Paulus sagt natürlich:
»Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.«

Auch Horus, »der Herr der Auferstehung«, ist der Erste derer, die in der Dunkelheit schliefen, um »als höchst mächtige Seele« zu erwachen.

Dazu Budge: »Die Anbetung von Osiris war so weit verbreitet und der Glaube an ihn als Gott der Auferstehung so tief verankert..., dass er das Ideal einer Gestalt darstellte, die sowohl Gott als auch Mensch war, und zu allen Zeiten verkörperte er für die Ägypter das Wesen, das aufgrund seiner Leiden und seines Todes als Mensch Mitgefühl mit ihren Krankheiten und ihrem Tod empfinden könne.«

Dies erinnert an eine Passage im Brief an die Hebräer 2:18:
»Denn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden.«

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Osiris war göttlich, doch im Mythos wurde er ein Mensch, der auf der Erde lebte, aß, trank und einen grausamen Tod erlitt, dann mit Hilfe der Götter (Horus) über den Tod triumphierte und das ewige Leben erlangte.

Budge fährt fort: »Aber was Osiris tat, konnten auch sie tun, und was die Götter für Osiris taten, mussten sie auch für sie tun...
Sie würden wie er wieder auferstehen und das ewige Leben erlangen.«

Horus war so eng mit Osiris verbunden, dass sie zuweilen praktisch austauschbar sind.
Das erinnert an das Johannesevangelium, wo Jesus sagt: »Ich und der Vater sind eins.«

Darum richtete sich diese Hymne an Osiris:
»Lass dein Herz zufrieden sein, denn dein Sohn Horus hat sich auf deinem Thron niedergelassen.«

Ein anderer Vers hört sich wie eine Vorwegnahme von Handels Messias an:
»Ehre sei dir, o du König der Könige, Herr der Herren und Fürst der Fürsten.«

Von größter Bedeutung aber ist, dass man so weit zurückgehen kann, wie man will, es gab keine Zeit, »in der nicht der Glaube an die Auferstehung bestand, denn immer wurde angenommen, dass Osiris von den Toten auferstand«.

Schließlich wurde Osiris, so Budge, »die Ursache für die Auferstehung von den Toten, und die Macht, Sterblichen das ewige Leben zu verleihen, ihm von den Göttern übertragen...
Er, der Sohn von Ra, wurde seinem Vater ebenbürtig und nahm seinen Platz im Himmel neben ihm ein.«

Das erinnert an den Satz aus der Apostelgeschichte:
»Aufgestiegen zum Himmel, sitzt er zur Rechten seines Vaters.«

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In einer anderen Phase dieses ganzen Komplexes von Geschichten tritt Horus an die Stelle von Osiris.
So heißt es etwa in einer Litanei aus dem ägyptischen Totenbuch:

»Dein Sohn Horus triumphiert... Die Hoheit über die Welt ist ihm gegeben, und sein Reich erstreckt sich bis zu den äußersten Teilen der Erde.«
Beide waren »der Gott-Mensch, das Wesen, das sowohl göttlich als auch menschlich war«.

• Horus wurde als symbolische Sonnengottheit in der Ikonographie oft als kleiner, alter, hässlicher Mann dargestellt (der für die sterbende beziehungsweise untergehende Sonne, aber auch für die bleichere Herbstsonne steht).

Als aufgehende Sonne im Osten jedoch wurde er als rosig, stark und jugendlich gezeigt.
Jesus wiederum wird auf gnostischen Grabmälern in den römischen Katakomben entweder als energisch, jung und mit schönen Gesichtszügen abgebildet oder aber, um Jesajas Worte zu gebrauchen, als ein gebrechlicher älterer Mann »voller Schmerzen und Krankheit«.

Mal als Kind in der Krippe – Mal als sterbender am Kreuz.

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Als der Horus der Inkarnation - symbolisiert von der Sonne am westlichen Horizont, »hinabtauchend in die Materie«, das von Gott gemachte Fleisch in Menschenform, einem freiwilligen Opfer, dem Bild des Leidens - wird die ägyptische Gottheit zuweilen auch als kleines Kind dargestellt, verstümmelt an seinen unteren Gliedmaßen und verunstaltet aufgrund des Verlustes seines Auges.

Entweder ist Horus eine Erfüllung dieser Passage von Jesaja, oder, was viel wahrscheinlicher ist, diese Passage greift auf den früheren Horus-Mythos zurück:

»Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit.
Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.
Fürwahr, er trug unsre Schmerzen.
Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.
Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.
Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg.
Aber der Herr warf unser aller Sünde auf ihn.
Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.
Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen.
Wer aber kann sein Geschick ermessen?
Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war.
Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist.
Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, dafür dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten.«

Zu den frühesten Schriften im Neuen Testament, die über ein Viertel seines gesamten Inhalts ausmachen, gehören die Briefe des Apostels Paulus.

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Was an ihnen auffällt, ist, dass sie das ganze Thema eines historischen Jesus von Nazareth praktisch auslassen.

An dieser Tatsache kommen die Befürworter der Historizität letztlich nicht vorbei.
Ihr gegenüber versagt jegliche Sophisterei, und selbst das subtilste Argument verstummt.
Auf diese Frage gibt es einfach keine adäquate Antwort.

Wenn Jesus, wie behauptet wird, gelebt hat und Paulus - bei dem es sich eindeutig um eine historische Gestalt handelt - so gelebt und geschrieben hat, wie es behauptet wird, dann ist es doch höchst unwahrscheinlich, dass sich der Apostel absolut nicht zu diesem Thema äußert.

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Erfahrungsgemäß finden Traditionalisten alle möglichen fadenscheinigen Gründe, um dass Schweigen des Paulus über seinen Meister zu »erklären«.
Wenn sie aber alle ihre Argumente heruntergebetet haben, bleibt das Problem dennoch unbeantwortet und die von ihm ausgehende Bedrohung der vorherrschenden orthodoxen Position ist um keinen Deut kleiner geworden.

»Sie verfolgt die Behauptung von Jesu Existenz wie ein herumspukendes Gespenst, und keine Trickserei kann sie austreiben«, behauptet Kühn.

Sicher spricht Paulus von Jesus und seinem Tod so wie auch die Ägypter von Horus sprechen.
Aber in einem konkreten historischen Sinn erwähnt Paulus den Menschen Jesus kein einziges Mal.

Dabei ist er, wie gesagt, unter allen Bibelautoren der früheste Zeuge und stand Jesus zeitlich am nächsten.

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Auch wenn Paulus Jesus bei Namen nennt, dann spricht er nicht von einem Menschen aus Fleisch und Blut, von einer historischen Person, genauso wenig wie es die Ägypter taten, als sie Jahrtausende zuvor von lusa sprachen.

Paulus nennt Christus an keiner Stelle Jesus von Nazareth und bringt ihn auch nicht mit Bethlehem in Verbindung.

In Wirklichkeit ist der Jesus, über den sich Paulus wiederholt auslässt, das spirituelle Wesen im innersten Seinskern eines jeden Menschen, das spirituelle Christus-Prinzip (der ewige Christus), aber kein Mensch.

Paulus kennt eindeutig keinen anderen Christus als den, den er >nicht nach dem Fleisch< nennt.

Ja, Paulus spreche sogar über »diesen Jesus, den wir gesehen haben«, und zuweilen vermittele er den Eindruck, als interessiere er sich für eine konkrete Person; bei genauem Hinsehen stelle sich aber heraus, dass er eigentlich immer von der mystischen Vorstellung eines erhabenen spirituellen Wesens spreche, das er Christus nenne.

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Wenn er in 1. Korinther 15 seine Erfahrungen mit dem auferstandenen Christus schildert, heißt es:
»Zuletzt von allen ist er auch von mir... gesehen worden.«

Das griechische Wort, das er dafür wie für alle anderen Begegnungen der Apostel mit dem Auferstandenen verwendet, lautet aber ophthe.
Und dieses Wort wurde von den schwärmerischen Anhängern der Mysterienreligionen regelmäßig verwendet, um das visionäre »Sehen« zu bezeichnen.

Tatsächlich, so Bacon, stellt Paulus sogar ausdrücklich in Abrede, dass er sich überhaupt für einen »Jesus nach dem Fleisch«, also einen historischen Jesus, interessiere.

Das bestätigt sich auch in seinen Briefen, denn sie enthalten keinen einzigen Hinweis auf die großen Wunder, Lehren und anderen Ereignisse, die in den Evangelien über Leben und Priestertätigkeit Jesu erzählt werden.

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Entweder kannte Paulus Jesu Wunder, Gleichnisse und Lehren gar nicht oder sie waren ihm völlig gleichgültig.
Paulus wusste anscheinend nichts über oder interessierte sich nicht für die Evangeliengeschichte, auf der doch angeblich der Glaube beruhte, den er so begeistert angenommen hatte.

Tatsächlich wird in christlichen Kreisen allgemein angenommen, Paulus habe alles gekannt, was in den Evangelien geschildert wird, und dieses Geschichtswerk habe die Grundlage für sein Eintreten für den Glauben gebildet.

Wenn Jesus ganz eindeutig eine historische Gestalt gewesen sei, hätte man über sein Leben und seine persönlichen Taten sprechen müssen.
Wenn es sich hier jedoch um ein Symbol eine Metapher handelt lösen sich die Ganzen Fragezeichen in Wohlgefallen auf.

Kühn erklärt jedoch zu Recht mit einer gewissen Ungeduld, es sei ein Ding der Unmöglichkeit, dass Paulus so ausführlich über die Fundamente der Religion, die Jesus angeblich begründet hat, dozieren konnte, ohne das Bedürfnis zu verspüren, auch vom Gründer selbst zu sprechen.

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Jesus war angeblich die Quelle und Inspiration der bedeutendsten Religion auf Erden - ein Mann, dessen Leben so epochal war, dass die Geschichte von seiner Geburt an neu datiert wurde, ein Mann, dessen kühnes Predigen von der den Menschen gewährten göttlichen Weisheit darauf abzielte, die Menschheit von der Sklaverei der Sünde und des Bösen zu befreien, ein Mann, dessen Mission so mächtig war, dass Sterne den Weg wiesen und Engel Chöre anstimmten und himmlische Hallelujas sich mit irdischen Liedern mischten, um das Herabsteigen der Gottheit auf den Planeten zu feiern -,
doch als Paulus »mit heiliger Begeisterung die Wunder dieser weltverändernden Botschaft kommentiert«, sieht er keinen Grund, direkt von dem Mann zu sprechen, der der Genius von alldem war?

Dass Paulus vierzehn Briefe schrieb, grundlegende Abhandlungen über die Religion, die dieser Mann begründete, und keinen Grund sah, sich auch nur mit einem Wort auf irgendetwas zu beziehen, was er gesagt oder getan hatte, wäre etwa genau so, als würde man eine umfassende Abhandlung über das geteilte Deutschland schreiben und Erich Honecker kein einziges Mal erwähnen!

Da Paulus vor allem ein kommunikativer Mensch war, sprach er zu seinen Zeitgenossen in der mystischen Sprache, die sie verstanden - dem Idiom der Mysterienreligionen.

Er bediente sich ihrer Ausdrucksweise, ihrer Symbole, ihrer ganzen Philosophie von persönlicher Erlösung und Unsterblichkeit durch die Identifikation mit der toten und auferstandenen messianischen Sendung von Gottes Logos beziehungsweise Sohn und durch das Aufgehen in ihr.

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Alle seine Formulierungen, die Adressaten seiner Briefe seien »in Christus« oder hätten »Christus in euch«, spiegeln die gängige hellenistische Theosophie und Philosophie wider.

„Ist aber Christus in Gemeinschaft mit euch…“
(Römer 8:10)

„Meine Liebe sei mit euch allen in Gemeinschaft mit Christus Jesus.“
(1. Korinther 16:24)

„Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist?“
(2. Korinther 13:5)

Im Grunde handelt es sich dabei um die Begeisterung für die orphisch-platonischen Mysterienkulte, fast eine hinduistische oder vedische Yogamystik, ohne jeglichen unmittelbaren Bezug zum Leben Jesu nach den Evangelien.

Es ist die universelle Botschaft von der Inkarnation des Göttlichen in jedem Menschen.
»Christus in euch, die Hoffnung auf die Herrlichkeit.«

Diese mystische, spirituelle Wahrheit, die der des alten Ägypten verwandt ist, hat nicht das Geringste mit einem angeblichen historischen Jesus zu tun.
Das Gleiche gilt für den berühmten Ausspruch:
»Ihr habt den Geist Christi.«

„Und so konnte ich, Brüder, zu euch
nicht wie zu Geistesmenschen reden,
sondern wie zu fleischlichen Menschen,
wie zu Unmündigen in Christus.“

(1. Korinther 3:1)

Bedeutende Wissenschaftler weisen völlig zu Recht darauf hin, dass Jesus, wenn Paulus ihn beim Namen nennt, all jene Merkmale fehlen, die er in den Evangelien hat und die ihn so menschlich und so real machen.

Angesichts dieses Phänomens fragt sich Kühn, wann es den Vertretern der christlichen Orthodoxie denn wohl endlich aufgehen werde, dass Jesus bei Paulus gerade deshalb jede menschliche Eigenschaft fehlt, weil er nach seinem Verständnis überhaupt kein Mensch war.
Nur mit Hilfe einer kunstvollen Metapher ließe sich Paulus' Beschreibung eines Prinzips der mystischen Verzückung als anrührender menschlicher Reiz verstehen.
»Dies ist das eine Substrat, das alle Geheimnisse und Rätsel der problematischen Argumentation erklärt und löst, doch es ist auch das letzte, das sich die Apologeten ansehen werden«, meint Kühn.

Und wie ist dann die Bekehrung des Saulus auf der Straße nach Damaskus zu verstehen?

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Paulus sagt, beim Anblick der plötzlichen, blendend strahlenden Herrlichkeit Christi sei er zu Boden gestürzt, wonach eine Stimme aus dem Licht heraus zu ihm gesprochen habe:
»Steh auf und geh nach Damaskus.«

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Nach realer Erfahrung hört sich das kaum an.
In der Mysterienphilosophie gelangte die göttliche Seele bei ihrem Abstieg in die Inkarnation im frühmenschlichen Anfangsstadium zunächst in die Körper von Tieren, die auf allen vieren gingen, das Gesicht zu Boden gerichtet.

Schauen wir uns die Schilderung der Bekehrung des Paulus im Neuen Testament doch einmal genauer an.

Die Apostelgeschichte liefert zwei Versionen dieser revolutionierenden Erfahrung des Paulus, die nicht ganz übereinstimmen.
Im 9. Kapitel wird die Geschichte zum ersten Mal erzählt - in der dritten Person.
Die Männer, die bei ihm waren, heißt es, »standen sprachlos da«; in dieser Version hörten sie eine Stimme, sahen aber nichts.

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Dann, fast am Ende der Apostelgeschichte (26:1—20), erzählt Paulus das Erlebnis noch einmal in der ersten Person - mit seinen eigenen Worten also.

Es gibt einige geringere Abweichungen, aber am eklatantesten ist die Aussage, dass »alle zu Boden stürzten« - mit anderen Worten:
Auch seine Gefährten sahen das blendende Licht, sonst gäbe es ja keine Erklärung dafür, warum auch sie zu Boden stürzten.

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Aber die Stimme wird in dieser Version nur von Paulus allein gehört.
Es ist also ein rein inneres Erleben.

Wirklich wichtig jedoch sind Paulus' abschließende Worte:
»Daher, König Agrippa, war ich der himmlischen Erscheinung nicht ungehorsam...«

Paulus schildert seine Begegnung mit dem Christus als ein mystisches, visionäres Erlebnis und keineswegs als objektive Begegnung mit dem auferstandenen Jesus von Nazareth der Evangelien.

Paulus war ein Mystiker, und er kannte nur den mystischen Christus, den Christus nicht »nach dem Fleisch«, sondern nach dem Geist.

So sagt er denn auch: »Der Herr ist dieser Geist.«

Überraschenderweise kennt Paulus weder die Bergpredigt noch die Gleichnisse (übrigens auch nicht die jungfräuliche Geburt und das leere Grab).

An anderer Stelle beschreibt Paulus auch, was ihm widerfuhr, als Gott seinen Sohn »in mir« statt »mir« offenbart habe, womit er eher auf eine innere mystische Vision als auf ein äußeres Ereignis verweist.

Zweimal sagt er im 1. Korintherbrief 12, er könne eigentlich nicht beschreiben oder sich daran erinnern, ob gewisse Visionen ihm erschienen »im Leib oder aus ihm heraus, ich weiß es nicht; Gott weiß es«.

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Dass Paulus die »Gestalt«, die ihm erscheint, als »der Herr Jesus Christus« bezeichnet, kann man als einen symbolischen Namen für eine derartige strahlende Erscheinung verstehen, der nichts mit irgendeiner früher oder gegenwärtig lebenden Persönlichkeit zu tun hat.

Die altägyptische Wissenschaft der Nekrologie behauptet, dass die Götter und die Erwählten der ganzen Menschheit den Menschen erscheinen konnten, und zwar in jedem festen oder ätherischen Gewand, ganz wie sie wollten.

Sie konnten auch in vielen verschiedenen Formen erscheinen, in Fleisch oder in Licht gekleidet.
Aufgrund seiner Verbindungen zu den Mysterienreligionen muss Paulus mit diesen Möglichkeiten vertraut gewesen sein.

Ein ausgezeichnetes Beispiel dafür findet sich in der Apostelgeschichte selbst (14:11-12).
Als Paulus in Lystra bewirkt, dass ein Gelähmter wieder gehen kann, ruft das Volk:
»Die Götter sind den Menschen gleich geworden und zu uns herabgekommen.
Und sie nannten Barnabas Zeus und Paulus Hermes, weil er das Wort führte.«

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Paulus selbst erklärt im Galaterbrief:
»Denn ich tue euch kund, liebe Brüder, dass das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht von menschlicher Art ist.
Denn ich habe es nicht von einem Menschen empfangen oder gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.«

Sein Christus war der mystische Christus, der seit Urzeiten bekannt war, der Strahl des kosmischen Logos, der keinen Anfang in der Zeit hat und dessen Leben nicht endlich ist.

Paulus, so viel scheint klar zu sein, war »seinen wesentlichen Neigungen nach« Gnostiker.

Und nur aus einem einzigen Grund erwähnt er keinen historischen Jesus und zeigt auch keinerlei Interesse an ihm, weil er keinen Grund hatte solche Behauptungen aufzustellen.

Die Ultrakonservativen halten an der »körperlichen« Auferstehung Jesu fest.
Paulus, dessen Werk dem ersten Evangelium vorausgeht, behauptet das genaue Gegenteil.

Das 15. Kapitel des 1. Korintherbriefs könnte in dieser Hinsicht nicht klarer sein.

Paulus kennt nur eine spirituelle Auferstehung, wenn er sagt:

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»Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib.«

Genau wie in der ägyptischen Theologie auch nur der Sahu, der spirituelle Leib, in die Seligkeit eintritt.
Mit Sicherheit glaubte Paulus an eine künftige Auferstehung, an die Wiederbelebung von Leichnamen glaubte er jedoch nicht.

„Ihr seht die Dinge gemäß ihrem äußerlichen Wert an.
Wenn jemand bei sich das Vertrauen hat, daß er Christus angehört,
so möge er wiederum diese Tatsache für sich in Betracht ziehen,
daß, gleichwie er Christus angehört, ebenso auch wir.“
(2. Korinther 10:7)


Nun stellt sich die Frage: Waren die Christen die einzigen die die bekannten Mythen entsprechend ihrem Kulturkreis erzählten?
Quasi „die Bibel im heutigen Deutsch“

Als nächstes möchte ich eines der populärsten Beispiel bringen, das Belegt, das die biblischen Mythen damals bereits jahrhunderte vorher allgemein Gut waren und auch von anderen „Religionen“ bereits zu eigenen Legenden weiterentwickelt wurden.

Re: Siehe! Ich bin das Licht der Welt - III - Mumie

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 16. August 2008 08:26

Zu dem auch bemühten Zitat aus dem deutschen "Wachtturm" vom Juni 1906, möchte ich dann meinerseits - und das durchaus mit kritischem Unterton - anmerken.

Offeriert wurde ein Detail aus einem insgesamt fünf Druckseiten umfassendem Artikel.
Jener Artikel trägt die Hauptüberschrift:
„Ausblicke vom Wachtturm" und er endet mit der Angabe „Übers. v. F. K."

Innerhalb dieses Artikels gibt es habe ich richtig gezählt, 11 fett gedruckte Zwischenüberschriften, und darüber hinaus noch ein paar weitere Zwischenüberschriften die nicht fett gedruckt sind.
Die fett gedruckten Zwischenüberschriften lauten in ihrer Reihenfolge:

Die Erweckung in Wales
Sir William Crooks
Verschiedene amerikanische Erweckungen
Ein Redakteur, der etwas wahrnimmt
Die Tätigkeit der bösen Geister nimmt zu
Zur Gründung eines Instituts psychischer Forschung
Wahnsinn nach Erweckungen
„Die Teufel glauben auch"
Astrologische Prophezeiungen über unsere Zeit
Eine seltsame Prophezeiung
Palästina für die Juden geöffnet.

Man kann in genanntem Artikel unter anderem auch die Sätze lesen:

... Aber es ist noch viel schwerer zu verstehen, wie der Grundton im Leben der Christenheit Freude sein kann, wenn die Erweckungsprediger wirklich glauben, daß einigen ein Leben ewiger Qual erwartet ... (S. 83)

... Der Herausgeber der 'Review of Reviews', Mr. Stead lenkt in bemerkenswerter Weise die Aufmerksamkeit auf die Bewegung in Wales und meint, daß die Flamme, die dort angezündet worden sei, über die ganze Welt hinfahren werde. Er erklärt Beweise von „Hellseherei" zu haben in Übereinstimmung mit Mrs. Robert, dem Leiter der Erweckung. Mr. Stead ist selbst ein ausgesprochener Spiritist und gilt als gute Autorität in dieser Hinsicht .... (S. 84)

Und im Abschnitt „Sir William Crooks" wird selbigem bescheinigt:

... Wenn wir daran gedenken, wie Satans Einfluß gegen das Werk des Paulus und Silas wirksam war ... Und wenn wir daran gedenken, daß die heilige Schrift wiederholt erklärt, daß Satan am Ende dieses Zeitalters große Macht haben wird ... So können wir kaum bezweifeln, daß Spiritismus (Dämonismus) mit im Spiele ist ... (S. 84)

... Laßt uns aber auch feststehen in unnachgiebiger, aber freundlicher Opposition gegen das Kirchentum „Babylon" ... (S. 85)

Die methodistische Zeitschrift „Advocat" von Richmond, Va., schreibt über die Notwenigkeit einer religiösen Erweckung, befürchtet aber, daß unsere Zeit für die Entwickelung derselben zu ungünstig ist. ... (S. 85)

... Es sollte uns nicht überraschen, daß Kundgebungen von seiten der bösen Geister, unter dem Himmel immer mehr zunehmen ... (S. 85)

... Jedenfalls ist die Zeit nahe, daß der Herr diesen „kräftigen Irrtümern" zulassen wird, viele zu verführen ... (S. 86)

... Wenn die Massen der Menschen glauben, daß mit diesem Leben alles aus ist, so ist es ein sehr natürliches Ding, daß das Volk mit großem Kampf danach trachten wird, sich das Leben in dieser Welt so gut als nur möglich zu gestalten ... (S. 86)

Und in dem Abschnitt der dem Abschnitt „Astrologische Prophezeiungen über unsere Zeit" vorausgeht. Das ist der Abschnitt „Die Teufel glauben auch", liest man wörtlich

... An den oben erwähnten Gedanken wurden wir erinnert, als wir gewisse astrologische Prophezeiungen lasen, denn wir müssen dieselben den bösen Geistern zuschreiben und nicht einem Vermögen, die Zukunft aus den Sternen lesen zu können ... (S. 86)

Und dann folgt der von „+" zitierte Abschnitt.
„+" zitiert aber isoliert, ohne den Kontext einfließen zu lassen. Und im Kontext ergibt sich sehr wohl ein anderes Gesamtbild!

Wenn ich Kritik an diesem WT-Artikel üben würde, so erscheint mit ein ganz anderer Aspekt herausstellenswert.

Und zwar der Abschnitt „Eine seltsame Prophezeiung". Darin wird berichtet, weltliche Zeitungen hätten geschrieben der König Friedrich Wilhelm von Preußen hätte im Jahre 1849 eine Wahrsagerin konsultiert, und deren Kaffeesatz-"Erkenntnisse" offenbar für bare Münze genommen. Und dieser Abschnitt endet mit der Aussage:

„Ihre Prophezeiung hat sich in den beiden ersten Jahren wirklich erfüllt".

Eine Aussage, ohne relevante Ausleuchtung von Details in objektiver Form, also in nur apodiktischer Form, in der Kredenzung eines nicht bewiesenen Glaubenssatzes, die ich daher schon mal entschieden bestreiten würde.

Weiter geht es im WT mit der Aussage:
„Und abergläubische Personen sind nun sehr neugierig, ob das Jahr 1913 wirklich so verhängnisvoll für das Deutsche Reich sein wird, wie die Wahrsagerin prophezeit hat." ... (S. 87)

Eine solche „Nur-Zitierung" durch den WT, kann man ihm aber so nicht abnehmen. Der Verdacht drängt sich auf, da soll über die „Hintertür" eine vermeintliche „Zusatzbestätigung" im Sinne der Pyramiden-Auslegungskünststücke, für die eigenen Russell'schen Spekulationen diesbezüglich genutzt werden.

Und die Zeit ist mir zu knapp, und Lust und Musse dazu habe ich auch nicht. Aber genau dieser Abschnitt wäre es meines Erachtens viel mehr wert, nach allen Regeln der Kunst „zerlegt" zu werden.

Dann noch dies.
In Hamburger Forumsgefilden zeigte man sich kürzlich empört darüber, dass die hohe Meinung, die dortige Herrschaften von sich selbst so haben, nun von mir nicht geteilt werden. Mehr noch, dass dies auch ausgesprochen wurde und wird.

Sie und andere werden sich sagen lassen müssen.
Ein „Ansehen" der Person, gibt es im Fall der Fälle für mich nicht.
Egal wo diese Person leben mag. Hamburg, Süddeutschland, Brandenburg, München, Selters, Berlin (Fernsehkanal „Offener Kanal") Wien, oder wo auch immer sonst noch.

Re: Siehe! Ich bin das Licht der Welt - III - Mumie

geschrieben von:  . +

Datum: 16. August 2008 10:51

Genau!
Dem Kommentar zum Artikelkontext kann man nur beipflichten.
Dieser Wachtturm hätte eine eigene Abhandlung verdient.

Diese Zitate erfolgten in dem Stiel – „Selbst die Dämonen Glauben“.

Das heißt, hier bediente man sich quasi mit Abscheu der Bestätigung des Spiritismus.
Man fasste diese „wahren“ Vorhersagen der Dämonen arrogant mit dem spitzen Finger an und offerierte sie Seitenweise seinen Mitgliedern.
Ein dünner monatlich erscheinender Wachtturm mit 16 Seiten widmet den Spiritistischen Aussagen 5 Seiten.

Es war jetzt nicht mein Thema sonst hätte ich durchaus mehr davon zitieren können.

Interessant ist aber doch wie ich auf diesen Artikel stieß.

Im Beröerhandbuch findet man in der Anhangseite 27 den Begriff „Astrologie“.

picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0001-35.jpg

Der Ausblick der Dämonen wird zur Bestätigung der eigenen Aussagen verwendet und in dem Handbuch der Bibelforscher als Wissensquelle offeriert.

Hierzu noch ein Zitat aus dem Wachtturm vom Juni 1906

picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0001-34.jpg

Seite 86

picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0002-27.jpg

Man hält sich zwar bei der Verwendung dieser Quellen die Nase zu, stellt sie aber als Wahrheit dar.

Fazit:

Der Wachtturm verwendete 1906 - 8 Jahre VOR dem sicher geglaubten erscheinen Jesu auf Erden – die Aussagen der Dämonen als Bestätigung für ihre Weissagungen.

Nur heute im Nachhinein wissen wir aber das die Wachtturm Gleichung…

Dämonen und Gott

…bestätigen die Zukunftsweissagungen der leitenden Körperschaft, falsch war.
Heute wissen wir dass die Gleichung heißen muss…

Nur Dämonen ohne Gott

…verbreiteten diese Irrlehren.

Wie also schon Russell über die Übereinstimmungen zwischen den ägyptischen Mythen und den christlichen Mythen begeistert war, ging die Wachtturm Gesellschaft auch hier in die Falle ihrer eigenen Naivität, weil sie begeistert war über die Übereinstimmung der astrologischen Dämonenbotschaften mit den Irrlehren der Wachtturmbotschaften.

Nur am Rande angemerkt:
Den gleichen Stil der Verwendung eines Zitates zu selbstischen Zwecken findet man zum Beispielsweise im Unterredungsbuche unter der Rubrik Rassen:
„Jehovas Zeugen hätten schon immer Rassengleichheit praktiziert“.
Auch dieses Zitat zeigt schön wessen Geisteskind sie sind…

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