Ein Hartz IV "Beglückter" berichtet

geschrieben von:  Drahbeck

Datum: 07. August 2008 11:25

In der Reportage einer Zeitung über einen der Hartz IV "Beglückten" dieses Landes, liest man auch den Satz:

"Die Tatsache, dass sich einige Wenige auf Kosten der Armen bereichern, sei nach dem Glauben der Zeugen Jehovas auch eine Ursache für den baldigen Zusammenbruch des Systems, wie Herper sagt. «Die Zeugen haben mir geholfen, andere kaum» , sagt er. «Auch wenn ich krank war, haben sie mich unterstützt."

Nun muss man den geographischen Ort dieses Berichtes, mit im Blick haben. Salopp formuliert:
"Tiefstes ehemaliges Ostdeutschland".

Zehn Jahre sei er, der heute 48jährige, nun schon von der Arbeitslosigkeit betroffen.
Zitat:
"Bis zum Jahr 1998 habe er in einem Spremberger Küchenstudio gearbeitet, dann sei die Zahl der Aufträge gesunken, ich wurde entlassen."

Und weiter erfährt man in dem Bericht. Erst im Jahre 2004 habe er sich den Zeugen Jehovas angeschlossen.

Es ist keine neue Erfahrung
(die aber einige aus der Schicht des vermeintlichen Mittelstandes.
Wenn nicht tatsächlicher Mittelstand; dann eben verhinderter Möchtegern-Mittelstand was man dann wohl ausdrücklich ergänzen müsste).
Es ist keine neue Erfahrung, dass man bei denen selten Sensibilität der Art vorfindet, wie das genannte Fallbeispiel sie da wähnt
(ob zu Recht wäre auch noch eine zu klärende Frage, keinesfalls unwichtiger Art)
wahrzunehmen wähnt.

Und das die Zeugen Primär Unterklassen-Religion waren und sind, was man ja in westlichen Gefilden (derzeit) nicht so wahr nimmt, zeigt sich eben in Ostdeutschland durchaus deutlicher.

Wer mag dem Betroffenen denn da konkret geholfen haben? Das sind dann nicht selten solche, die hart am Rande eines ähnlichen Schicksales stehen, wenn sie selbiges nicht auch schon mal auskosten mussten.

Kaum aber jene Typen, wie etwa (beispielsweise die Initiatoren der Akzenta AG, oder Typen der Medizintechnik-Szene) (ich will da nicht deutlicher werden bezüglich letzterer. Könnte es aber durchaus). Die werden wohl kaum zu denjenigen gehören, die da diesem armen "Schlucker" wie er denn wähnt, geholfen haben.

Dann noch dieses. Die Hilfe, sofern er sie auf individueller Ebene erfahren hat, ist eine Individualhlfe, aber keine Hilfe der WTG-Organisation.
Und nicht selten wird sie mit Zins- und Zinseszins zurückverlangt.
Nicht buchstäblich. Aber im verausgaben für den Moloch der WTG-Organisation.
Als Arbeitsloser hat er mehr Zeit als andere Berufstätige. Kann also was "werden" in der ZJ-Organisation.

Sollte es die Umstände dazu bringen, dass er nochmals voll in den Berufstrott eingespannt wird, wird auch er erfahren, in was für einer Organisation er gelandet ist, in der von
"Hirten ohne Erbarmen"!

www.lr-online.de/regionen/cottbus-spree-neisse/Spremberg-Neuhausen-Hartz-IV-Arbeitslosigkeit-Armut;art1050,2128430

Re: Ein Hartz IV "Beglückter" berichtet

geschrieben von: Frau von x

Datum: 09. August 2008 11:20

WTG-Buch 'Unterredung anhand der Schriften' S.10

"Wir möchten gern Menschen ansprechen, die ernsthaft um die heutige Lebensqualität besorgt sind. Die meisten von uns freuen sich am Leben zu sein, dennoch fragen sich viele, ob ein wahrhaft glückliches Leben überhaupt möglich ist. Wie stehen sie dazu? . . . Was ist nach ihrer Meinung heute das größte Hindernis für ein glückliches Leben?"

Mit dieser Einleitung könnte Herr Herper angeworben worden sein. Den weiteren Verlauf des Gesprächs stelle ich mir folgendermaßen vor:

Herper: Ich freue mich schon am Leben zu sein, aber um die Lebensqualität mach ich mir wirklich ernsthaft sorgen. Das größte Hindernis für mich ist meine langjährige Arbeitslosigkeit.

ZJ: Herr Herper, ich freue mich, daß sie sich so freimütig dazu äußern. In einem sehr alten Buch (Bibel sagt er/sie lieber nicht) wird für die Zukunft folgendes verheißen: (liest Jesaja 65:21-23,25) Wäre es nicht schön unter solchen Verhältnissen leben zu können? ...

Den weiteren Werdegang kennt man. Buch anbieten, Rückbesuch vereinbaren und Heimbibelstudium beginnen. Herr Herper hat es bis zur Taufe gebracht, aber ob der von ihm erhoffte baldige Zusammenbruch des Systems kommen wird?

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