Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte!

geschrieben von:  Gerd B.

Datum: 02. August 2008 20:11

Ui, X-Mysnip,

eine hervorragende Auswahl, die ich gerne weiter leiten möchte.

Eine Bitte: Könntest du die einzelnen Passagen von Fakten, unterteilen (Fachjargon: mit Durchschuss versehen)?

Die Farben lassen.
Es ist gerade eine Art Manifestation im Werden, um sie an entsprechender Stelle zu platzieren, heute gingen Texte kreuz und quer, u.a. auch zu EF und zurück. Da passen deine Quellen gut dazu.

Auszug was mir EF zusandte:

>>...Intoleranz als internes Prinzip

Doch leider sind die Realität und die Praxis in Lehre und Tat weit von dieser Vorstellung entfernt.
Werden Personen, die sich von der WTG trennen und aus Gewissensgründen einen anderen Weg einschlagen - das sind jährlich Tausende - mit Toleranz behandelt?

Nein! Über sie wird in den WTG-Schriften u.a. gesagt (Quellenangabe in
Klammer):

Sie versuchen, Spaltungen zu verursachen (Jehovas Zeugen -Verkündiger des Königreiches Gottes, Seite 111).

Sie sind an unehrlichem Gewinn interessiert und schlecht (WT 15.8.84, S.31).

Sie sind Lügner, denn sie veröffentlichen Unwahrheiten (WT 1.7.94, S.12).

Man soll sie in biblischem Sinne hassen (WT 1.10.93, S.19).

Sie sind stolz und unabhängig, undankbar und vermessen und begehen die Werke des Fleisches (WT 1.11.80, S.18-22).

Sie sind hochmütig (WT 15.ll.81,S.28-29).*)

Personen, welche die Gemeinschaft von JZ verlassen oder wegen ,,Abtrünnigkeit" ausge-schlossen wurden, dürfen nicht einmal gegrüßt werden. Sie werden manchmal auch als ehrgeizig bezeichnet und als nicht bereit, den für JZ typischen Predigtdienst zu verrichten, ein Vorwurf, der sich schon dadurch ad absurdum führt, dass es sich bei solchen Personen oft um langjährige Zeugen, sogar um ehemalige Vollzeitprediger handelt. Man könnte die Liste der abfälligen Aussagen über solche ehemaligen Zeugen noch verlängern. Was hier geschieht, ist eindeutig Diskriminierung, also laut den Ausführungen der WTG ,,eine der hauptsächlichsten Ursachen für Intoleranz".

Kommen wir zu Punkt 2! Haben JZ das Recht, sich in ihrer Gemeinschaft frei zu äußern und Ansichten zu verkünden in Punkten, in denen sie mit der jeweiligen, nicht selten wechselnden Lehre der WTG nicht übereinstimmen?

Jeder Kenner von JZ weiß die Antwort: nein! Denn als ,,abtrünnig" werden alle bezeichnet, die an Lehren festhalten, welche in Widerspruch zur offiziellen Lehre der WTG stehen (Älte-sten-Handbuch ,,Gebt acht auf euch selbst..., S.94) Es genügt zum Beispiel schon, wie gerade in den letzten Monaten wieder geschehen, die WTG-Chronologie in bezug auf das Jahr 1914 anzuzweifeln oder als falsch nachzuweisen, um ausgeschlossen, gleichsam eine ,,Unperson" zu werden...<<

*) Sollte unser "+" hier mitlesen, bitte: Könntest du die Faksimiles der angeführten WT-Literturteile scannen und hier einbauen?
Das wären Dokus die zeigen, die Hinweise sind KEINE Fälschung.

Danke im Voraus!

Gerd

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte!

geschrieben von:  . +

Datum: 02. August 2008 22:29

Hallo Gerd,

Zitat:

Gerd B.

Sollte unser "+" hier mitlesen…

euer “+“ saß gerade ganz entrückt auf einer Cornflakes.
Es schmerzt förmlich auf eurem harten Teppich der Realitäten zu landen…

Wer behauptet dass eure Aussagen Fälschungen wären?
Die Hass predigenden Zeugen?

Zitat:

Gerd B.


picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0001-25.jpg

Zitat:

Gerd B.
Sie sind an unehrlichem Gewinn interessiert und schlecht (WT 15.8.84, S.31).


picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0002-20.jpg

picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0003-19.jpg

Zitat:

Gerd B.
Sie sind Lügner, denn sie veröffentlichen Unwahrheiten (WT 1.7.94, S.12).


picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0004-18.jpg

picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0005-17.jpg

Zitat:

Gerd B.
Man soll sie in biblischem Sinne hassen (WT 1.10.93, S.19).


picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0006-14.jpg

Zeugen Jehovas sind Hassprediger

Wachtturm 1.10.1961

Seite 580

picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0016-4.jpg

Zitat:

Gerd B.
Sie sind stolz und unabhängig, undankbar und vermessen und begehen die Werke des Fleisches (WT 1.11.80, S.18-22).


picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0007-13.jpg

picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0008-12.jpg

picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0009-11.jpg

picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0010-9.jpg

picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0011-8.jpg

Zitat:

Gerd B.
Sie sind hochmütig (WT 15.ll.81,S.28-29).*)


picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0012-7.jpg

Zitat:

Gerd B.
Denn als ,,abtrünnig" werden alle bezeichnet, die an Lehren festhalten, welche in Widerspruch zur offiziellen Lehre der WTG stehen (Älte-sten-Handbuch ,,Gebt acht auf euch selbst..., S.94)

So, ich begebe mich wieder zurück auf meine Cornflakes.
Ach vielleicht noch ein Witz zum abgewöhnen:

Ein Zeugen-Frisör fragt seinen Kunden:
„Und, wie möchten sie diesmal ihren Haarschnitt?“
Der Kunde darauf:
„Schweigend!“

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte!

geschrieben von: Andre

Datum: 03. August 2008 12:02

Ihr Gesicht strotzt von Fett, sie bilden sich sehr viel ein. 8 Sie reden höhnisch und boshaft, drohen mit höherer Gewalt. 9 Sie reden, als käme es vom Himmel; ihre Worte haben Geltung auf Erden. 10 Darum wendet sich auch das Volk ihnen zu, und es wird von ihnen viel Wasser aufgesogen. 11 Und sie sagen: «Was merkt Gott? Weiß der Höchste überhaupt etwas?» 12 Siehe, das sind die Gottlosen; denen geht es immer gut, und sie werden reich! (Psalm 78,7-12)

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte!

geschrieben von:  X ~ mysnip

Datum: 03. August 2008 14:00

Hallo Gerd!

Zitat:

Gerd B.

Eine Bitte: Könntest du die einzelnen Passagen von Fakten, unterteilen (Fachjargon: mit Durchschuss versehen)?

Die Farben lassen.


Meine Frau hat beim Lesen deines Beitrages ganz spontan ihre Zustimmung durch ein lautes Lachen und einem "Genau!" geäußert.

:-( :-)

Gerd, ich möchte daß man mir Kritik mitteilt, ich bin lernfähig.
Im speziellen Fall würde ich durch den Verzicht der Farben jedoch den Inhalt verschwimmen lassen. Rot steht für Erwachet!; Blau für meine Einfügungen und Fragen; Schwarz für andere Zitate aus der Literatur der WTG, für Rudke und Franz. Grün habe ich für Steven Hassan verwandt. Das dicke Rot soll Gedanken in der WT- Literatur hervorheben, die im Vergleich mit anderen Publikationen der Gesellschaft die Widersprüchlichkeit der Lehren aufzeigen. Unterstrichen ist der ganz besonders aussagekräftige Teil.
Ich bin mir der zerklüfteten Wirkung bewußt. Um zu verstehen, was ich mitteilen möchte, muß man sich doch ziemlich in den gesamten Text begeben. Allerdings weiß ich nicht wie ich meine Gedanken anders rüberbringen könnte. Mir ist auch klar das die Masse das nicht liest, es würde mich aber sehr interessieren, ob die wenigen, die sich das anschauen, damit etwas anfangen können.

Zitat:

*) Sollte unser "+" hier mitlesen, bitte: Könntest du die Faksimiles der angeführten WT-Literturteile scannen und hier einbauen?
Das wären Dokus die zeigen, die Hinweise sind KEINE Fälschung.

"+" leistet durch sein Einscannen herausragende Arbeit !!!

Glücklicherweise kann ich von mir behaupten, hier auch bisher jeden wenigstens einmal kritisiert zu haben. Wenn ich also Anerkennung äußere, dann ist das keinesfalls einschmeicheln. Fakt ist, die Gedanken von "+" zur Organisation, auch die ruppigen, kann ich 1:1 nachvollziehen. Mancher hat ja so sein Problem damit.

>KEINE Fälschung.

Dazu eine Anmerkung. Wenn ich zitiere, dann bin ich bemüht dies immer mit Quellenangabe zu tun. Das spricht für die Authentizität der Ausführungen. Jeder mitlesende ZJ kann meine Zitate aus der WT- Literatur bei sich zu Hause überprüfen.

Viele Grüße an Euch!

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte!

geschrieben von:  . +

Datum: 03. August 2008 14:17

Zitat:

X ~ mysnip

Mir ist auch klar das die Masse das nicht liest,

Genau hier liegt das Problem.

Hallo X,

mach Dir keine Sorgen.
Du schreibst für jemanden der es nicht liest.
Das entscheidende ist aber nur der EINE den Du damit ansprichst.

Ein Interessierter, ein zweifelnder Zeuge, ein Jugendlicher der glaubt er verpasst mit Sekten etwas etc.

Zitat:

X ~ mysnip
>KEINE Fälschung.

Ich fände es Toll wenn ein Zeuge die echten Wachtturm Aussagen für so abartig halten würde das es sich um Fälschungen halten muss.

Genauso fände ich es Toll wenn die Zeugen die Körperschaftsrechte anerkannt bekommen.
Sorgen würde ich mir machen wenn sie verfolgt würden.
Aber solange die Wachtturm Gesellschaft dafür mit Steuergeldern bezahlt wird dass sie in den Betten der Herrscher der Welt liegt, schlafe ich hervorragend…

;-)

Re: An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte!

geschrieben von:  Gerd B.

Datum: 03. August 2008 08:32

Es ist einfach gigantisch, welchen Arbeitsaufwand "+" immer auf sich nimmt!

Das sind genau die Originale die beweisen, wie die "schafähnlichen" Mitläufer an der Kandare gehalten werden.

Vielen picture: http://www.cosgan.de/images/more/bigs/c017.gif an alle Beteiligten!

Ich habe den Link an entsprechender Stelle bereits deponiert!

Ein Textentwurf liegt zur Begutachtung bereits vor, Auszüge daraus:

...Gedanken zur Verurteilung Österreichs durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen „Diskriminierung“ der Zeugen Jehovas.

Einige Firmen in Österreich haben wegen ihrer besonderen Verdienste um die Republik die Berechtigung, das Staatwappen zu tragen ( www.staatswappen.at ). Keine der anderen Firmen behauptet, deswegen diskriminiert zu sein.

Der weltanschaulich neutrale Staat hat keine Kriterien, um den behaupteten oder wirklichen religiösen Wert einer Religionsgemeinschaft beurteilen zu können. Laut Gesetz sind es eher oberflächliche Kriterien wie die Zahl der Anhänger, die Fähigkeit, wenigstens eine Kultgemeinde zu betreiben, und die Nichtübertretung von Gesetzen. Wobei man sich bewusst sein sollte, dass nicht alles Negative gesetzlich verboten ist, sondern vieles durch einen stillschweigenden gesellschaftlichen Konsens geregelt wird – oder zumindest bisher wurde.

Der wahre, wenn auch gesetzlich nicht verankerte, Grund für die staatliche Anerkennung von Kirchen und Religionsgemeinschaften ist deren säkulare Dienstleistung an der Gesellschaft. Das betrifft zum Beispiel:
Die Instandhaltung von Kulturgütern. Bekanntlich zahlt zum Beispiel die katholische Kirche in Österreich für diese Instandhaltung mehr Mehrwertsteuer, als sie vom Staat an Subventionen erhält.

Der Betrieb von hochqualitativen sozialen Einrichtungen, die nicht nur den eigenen Anhängern, sondern allen Menschen unabhängig von ihrer Konfession zugute kommen.

Die Stabilisierung der Gesellschaft durch Hebung der Moral, da die diesbezüglichen Forderungen der Religionen im Allgemeinen über das hinausgehen, was vom staatlichen Gesetz vorgeschrieben ist. Es ist zum Beispiel staatlich nicht verboten zu lügen, außer wenn es um finanziellen Schaden geht (Betrug) oder als Zeuge vor Gericht. Auch der Lebensschutz hat bei den meisten Religionen einen hohen Stellenwert.

Zumindest die christlichen Konfessionen befürworten einen Zusammenhalt der Familie, auch wenn nicht alle Mitglieder denselben Glauben teilen.

Diese säkularen Dienstleistungen der Religionen an der Gesellschaft sind gewiss als „Verdienste um die Republik Österreich“ zu betrachten und werden gerne auch von Menschen anerkannt, die diesen Religionen nicht angehören. Zum Beispiel äußerte sich auch Bundespräsident Heinz Fischer mehrmals in diesem Sinn. Wobei man zugeben muss, dass durch verschiedene historisch bedingte Umstände auch Religionsgemeinschaften anerkannt wurden, die nichts zum säkularen Gemeinwohl betragen, eben weil die Notwendigkeit der säkularen Dienstleistungen als gesetzliche Grundlage fehlt.

Was soll man nun von einer Glaubensgemeinschaft halten, die:
keinerlei Kulturgüter instand hält, keine sozialen Einrichtungen betreibt, die der Allgemeinheit zugute kommen, durch ihre Vision, alle Menschen außer ihren eigenen Anhängern würden demnächst von Jehova „abgeschlachtet“, durch ihre als „Theokratische Kriegsführung“ beschönigte Zulassung der Lüge und durch ihre Todesurteile infolge des Verbots lebensrettender Maßnahmen eher zur Destabilisierung der Gesellschaft beiträgt, und Familien zerstört, wenn eines der Mitglieder „abtrünnig“ wird.

Absurd ist schließlich die Begründung, Österreich habe durch die Nichtanerkennung der Zeugen Jehovas die „Religionsfreiheit“ verletzt. Die Religionsfreiheit ist eine Freiheit des Individuums. In Österreich kann jeder Mensch glauben, an was er will, auch an das fliegende Spaghetti-Monster. ...
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Schönen Sonntag an alle!
Gerd

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Siehe auch
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,10612,10612#msg-10612

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