Notizen aus „Unser Königreichsdienst" 1962

Pionierdienst und Weltreise"

Was ist mit dem Pionierdienst geschehen?"

fragt der "Königreichsdienst" für Januar 1962; und weiter, die "Gesellschaft" (sprich die WTG) sei sehr besorgt über die sich anbahnende Entwicklung.
Und weiter klagt man:

"Vor zehn Jahren, im Jahre 1951, standen in Deutschland bei einem Durchschnitt von 33.890 Verkündigern 1.550 Verkündiger auf der Pionierliste. Das waren 4,6 Prozent der Gesamtverkündiger. Im Dienstjahr 1961 gingen wir bis auf 1,9 Prozent zurück. Das entspricht einem Durchschnitt von 1.305 Pionieren bei 67.814 Verkündigern"

Das aber sei noch - so der KD - eine schöngerechnete Zahl.
Würde man jene 1.305 näher untersuchen, würde man feststellen,

"diese Zahl schließt die Kreis-und Bezirksdiener sowie die Sonder-, allgemeinen und Ferienpioniere ein."

Die wiederum herausgerechnet, bewirken, es gäbe nur noch 671 allgemeine Pioniere

"die Zahl der allgemeinen Pioniere liegt also tiefer, bei l Prozent unseres Verkündigertotals."

In der Konsequenz dessen wird wieder mal alles aufgeboten, um diesen Trend, wenn möglich zu wenden. Und da meint ja der KD ganz genau zu wissen, wer denn eigentlich alles Pionierdienst leisten könnte. Und dabei entblödet man sich auch auszuführen:

"Woher bekommen wir Pioniere? Natürlich sind es einmal diejenigen, die jetzt die Schule verlassen. Eine ganze Anzahl von ihnen hat keine besonderen Verpflichtungen."

Was der KD da offeriert, ist schlichtweg Demagogie. Wer die Schule verlässt, sollte oder müsste sich in der Regel vor allem erst mal auf einen gelungenen Berufsstart konzentrieren. In der Regel folgt dann auch noch als nächste Station etwa die einer Familiengründung.
Diese tatsächlich wichtigen Ziele indes interessieren die WTG nicht. Sie als Super-Hochegoistische Organisation sieht nur ihren eigenen Super-Egoismus!

Dann spekuliert die WTG insbesondere noch auf die Hausfrauen. Wohl den Familie, deren wirtschaftliches Fundaments ausreichend ist, dass die Frau sich mit dem Hausfrauen-Status begnügen kann. Indes ist dieses wirtschaftliche Fundament in nicht seltenen Fällen, keineswegs so rosig. Das wiederum interessiert die WTG nicht.
Dann meint man auch noch die Rentner ect. einschließlich der vorzeitig diesen Status erreicht habenden, besonders im Visier zu haben. Was nun letztere Teilgruppe anbelangt, pflegt das ja auch mit finanziellen Einbußen in der Regel verbunden zu sein. Die Betreffenden könnten sich also durchaus für eine andere Art von Prioritätensetzung entscheiden.
Wen das nicht interessiert, bzw. das dann "madig reden will" - ist wieder einmal die WTG.

Nun soll es ja in der Tat auch einige "Geldsäcke" geben.
Für die hat die WTG in dieser KD-Ausgabe auch ein "Event" parat.
Eine Kongress-Weltreise im Jahre 1963 wird da offeriert:

"Die Reise mit dem Flugzeug wird ungefähr 5600 bis 6000 DM kosten. Die zusätzlichen täglichen Ausgaben werden etwa 60 DM je Tag betragen; das hängt aber weitgehend von dir ab"

weis der KD weiter mitzuteilen. Und wer das volle Programm diesergestalt in Anspruch nehme, der solle sich schon mal auf einen Zeitraum von 64 Tagen einrichten.
Nun deuchtet auch der WTG, diejenigen die es sich leisten können, da 64 Tage am Stück hintereinander zu reisen, dürften sich in hiesigen Gefilden eher in der Minderzahl befinden.
Also bietet man "großzügigerweise" an, man könnte ja auch einige der ersten Kongressstationen, die dann wohl hauptsächlich in den USA sich befinden, auslassen.
Um auf diese Weise doch noch möglichst viele zu animieren, an dem Kongressspektakel teilzunehmen, zum Nutzen der WTG.

Einer neueren etwas „abgespeckten" Variante, kann man anlässlich der WTG-Kongressplanungen für das Jahr 2012 begegnen.
Da werden auch in Deutschland, namentlich hiesige Englischsprachige Versammlungen zu einem „Sonderkongreß" in Dublin (Irland) eingeladen. Es versteht sich für die WTG wieder von selbst, die Kosten haben die Interessenten selbst zu tragen, schließlich sei man kein „Wohlfahrtsinstitut". Auch möchte man die Anforderungslatte möglichst hoch legen. Interessenten sollten schon mal vor allem nachweisen können, sich schon bisher für die WTG-Interessen verausgabt zu haben. Je mehr, um so besser in WTG-Sicht. Da man ohnehin nur einen beschränkten Personenkreis reisen lassen möchte, ist der nicht ausgesprochene Hintergedanke der WTG, der altbekannte Spruch: „Trenne und herrsche".
Die nicht fürs Reisen vorgesehenen sollen auf diese Weise indirekt mit angestachelt werden.
Na verausgabt euch mal schön für die WTG-Interessen, wenn es geht vielleicht noch ein bisschen mehr als vorher. Vielleicht gehört auch ihr dann mal zu dem erlauchten Kreis (wenn Ostern, Pfingsten und Weihnachten auf einen Tag zusammenfallen).
Wie es in Manchesterkapitalistischen Organisationen Usus ist, sind nur tatsächliche „Leistungsträger" gefragt. Schon gesundheitliche Probleme können einen Strich durch die Rechnung machen. Das dürfte auch so an sich klar sein. Aber die WTG hält es noch für angebracht, ausdrücklich darauf hinzuweisen. Dafür stehen dann schon mal solche WTG-Sätze, die sicherlich auch das Herz jedes anderen Manchesterkapitalistischen Managers höher schlagen lassen:

„Bewerber sollten gesund sein. Sie dürfen nicht auf die Hilfe anderer angewiesen sein, auch nicht auf einen Rollstuhl, auf zusätzliche Sauerstoffversorgung oder Ähnliches. In der Vergangenheit ist es vorgekommen, dass sich Brüder beworben haben, die sehr schlecht sehen oder hören konnten und keine Brille oder kein Hörgerät hatten. Andere Bewerber waren stark fettleibig und nicht in der Lage, längere Strecken zu laufen oder längere Zeit zu stehen. Solchen Brüdern und Schwestern kann eine längere, anstrengende Reise schaden. Sie könnten auch die Aktivitäten anderer Delegierter beeinträchtigen."

Es wird auch streng WTG-seitig gesiebt. Dafür steht dann auch ihre Belehrung:

„Stellen die Ältesten in einer Versammlung fest, dass ein Verkündiger nicht mehr vorbildlich ist, dann eignet er sich auch nicht mehr als Sonderkongressdelegierter. Hat er bereits mit einem Reisebüro, einem anderen Reisedienstleister oder einem Hotel einen Vertrag abgeschlossen, muss er alle Kosten übernehmen, die bis zur geplanten Abreise anfallen würden (z. B. die Stornierungsgebühr oder Kosten für ungenutzte Flugtickets). Er muss sämtliche Kosten übernehmen, die entstehen, weil er sich plötzlich nicht mehr eignet

Erbsenzähler
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 06. Februar 2012 02:47
Erbsenzähler
Also tönt das Antreiberblatt namens "Königreichsdienst" in seiner Ausgabe vom Februar 1962 erneut:

"Da wir in der Zeit des Endes leben, in der diese Generation Harmagedon bestimmt erleben wird, sollte der Dienst bei allen Personen ausgedehnt werden und nicht zurückgehen."

Und weil das alles ja "so schrecklich nah sei", geht es dann gleich weiter mit der These;

"Die Gesellschaft schlägt vor, daß jeder Verkündiger versucht, wenigstens 10 Stunden jeden Monat im Predigtdienst zu verbringen, was ein angemessenes Ziel ist."

Offenbar erwies sich jenes vermeintlich "angemessene" Ziel aber doch als zunehmend löchrig. Dafür spricht dann die Klage in dergleichen KD-Ausgabe:
Man habe in Westdeutschland zwar

"eine Zunahme um 2.635 Verkündiger erzielt, was einen Jahresdurchschnitt von 67,814"

ergäbe, aber wie die WTG-Statistiker (die es wohl mit den allergerissensten Erbenszählern aufnehmen können) weiter feststellten:

"ist der Stundendurchschnitt der Versammlungsverkündiger zurückgegangen, und zwar in Westdeutschland von 9,2 auf 8,9. Die Stunden der allgemeinen Pioniere und der Sonderpioniere gingen ebenfalls zurück"

Das wird dann noch weiter statistisch untergliedert und zwar dergestalt, in Westdeutschland haben

"160 Versammlungen, einen Durchschnitt von 10 und mehr Stunden" errreicht.

Gleichfalls in Westdeutschland gäbe es

"491 Versammlungen, die einen Durchschnitt von 8 bis 10 Stunden berichten"

Nicht genug mit dieser Statistik-Aufgliederung. Die WTG-Statistiker wissen offenbar noch mehr. Zum Beispiel dieses:

"Die Gesellschaft hat als Ziel ein Bibelstudium je Verkündiger vorgeschlagen. Von den 892 Versammlungen in der Bundesrepublik erreichten bisher nur 5 im Durchschnitt ein Heimbibelstudium oder mehr je Verkündiger."

Oder auch das:

"Im Jahre 1959 erreichten die Verkündiger einen Durchschnitt von 4,0 Nachbesuchen im Monat; im Jahre 1960 ging der Durchschnitt auf 3,7 zurück, und im Jahre 1961 sank er auf 3,6. Auf Bibelstudien wirkt sich dies auch aus, und so veränderte sich der Durchschnitt kaum — trotz der Zunahme der Verkündiger —, denn im Jahre 1959 berichteten wir monatlich 34.184 Heimbibelstudien und im Jahre 1961 34.847. So blieb der Durchschnitt bei den Versammlungsverkündigern bei 0,5, während er bei den allgemeinen Pionieren von 3,4 auf 3,0 und bei den Sonderpionieren von 6,7 auf 5,0 zurückging."

Und weiter klagt der KD:

"Für jeden Verkündiger, der den Dienst beginnt und wieder aufgibt, müssen zwei neue Verkündiger den Dienst aufnehmen, bevor ein Wachstum ersichtlich ist. Einer der beiden Verkündiger füllt den Verlust aus, und durch den zweiten wird das Wachstum sichtbar. Im großen ganzen zeigt jeder Bericht über die Versammlung, der vom Kreisdiener eingesandt wird, daß neue Verkündiger den Dienst in der Zwischenzeit aufgenommen haben. Unser prozentuales Wachstum entspricht jedoch nicht der Anzahl derer, die den Dienst aufnahmen."

Nun wäre es wohl eine Fehlinterpretation, diese Sachlage "nur" auf Westdeutschland zu der Zeit beschränkt zu deuten.
Dafür spricht auch die Angabe in dergleichen KD-Ausgabe:

"in der Woche vom 18. bis 23. Dezember 1961 (habe) der Präsident der Gesellschaft und der Bürodiener des Bethels Brooklyn in neun verschiedenen Städten der Vereinigten Staaten vierstündige Zusammenkünfte mit allen Kreis- und Bezirksdienern" abgehalten.

Die wurden dann vom obersten WTG-Erbensenzähler entsprechend vergattert.
Schlicht und einfach forderte selbiger dann, auch in dieser KD-Ausgabe als Zwischenüberschrift lesbar:

"Den Zeiteinsatz im Werke Gottes erhöhen".

Diese Forderung hat dann wohl verdächtig den Geruch von alten, verschimmelten WTG-Kaffeegrund von der Müllhalde zurückgeholt.
Wann hätte die WTG je etwas anderes gefordert?
Selbstredend meint der KD auch ein paar "praktische Ratschläge" geben zu können. Unter denen sticht dann vielleicht auch die Allerweltsweisheit hervor.

"Es ist wahr, daß es in vielen Teilen des Landes auch im Monat Februar noch sehr kalt ist, aber dies braucht uns nicht aufzuhalten, wenn wir uns entsprechend kleiden."

Bei dieser Banalität lässt es der KD selbstredend nicht bewenden.
Offenbar wurden da nicht nur die Kreisdiener in den USA vergattert, sondern eben auch andernorts. Und einige der "Vergatterungsergebnisse´" bekommt man dann ja auch in dieser KD-Ausgabe zu Gesicht.
Man habe in Westdeutschland - zu der Zeit - 76 Kreisdiener und 7 Bezirksdiener.
Ein in WTG-Sicht wirksames Instrumentarium ist da namentlich die geführte WTG-Verkündiger-Dienstkarte. An ihr kann der jeweilige Kreisdiener dann sein Talent beweisen, den obersten WTG-Erbensenzählern ebenbürtig zu sein.
Selbige Verkündiger-Dienstkarte, wird er sich genau, sehr genau ansehen.
Als Beispiel erwähnt der KD:

"Ein Kreisdiener wäre sehr gleichgültig, wenn er die Verkündiger-Dienstkarte überginge, wenn ein hingegebener Verkündiger die gute Botschaft in einem Monat nur, sagen wir, zwei Stunden predigte."

Ob es denn solch "Gleichgültige" in der Praxis auch gibt, darf allen Erfahrungen zufolge, berechtigt angezweifelt werden.
Jetzt kann besagter Kreisdiener, entdeckt er solch einen unbotmäßigen Kandidaten, beweisen, was er für ein Antreibertalent er ist. Je besser er letzteres beherrscht, um so günstiger für seine Aufstiegschancen innerhalb der WTG-Hierarchie; bzw. im gegensätzlichen Fall, für eben das Gegenteil.
Solche "unbotmäßigen Kandidaten" werden dann möglichst "Individuell behandelt". Mit "Zuckerbrot" (Lob) aber auch unter Berücksichtigung einer Individual-Einschätzung, wie weit man im Einzelfall gehen könne, mit der Peitsche, wird dann nicht gespart.
Die Kunst des Kreisdieners besteht dann namentlich darin, das psychologisch richtige Gespür zu haben, wie weit er den Peitschenknall einsetzen kann, ohne Trotzreaktionen hervorzurufen.
Und da besagte Kreisdiener selbst unter Beobachtung ihrer erzielten Resultate stehen, haben die von den genannten 160 Versammlungen, sicher bessere Karrierechancen, als wie die gleichfalls genannten von den 491 Versammlungen.
Das alles wird in organisierten Formen durchgeführt.
Dafür steht auch die Angabe:

"Die Kreisdiener werden ein kleines Notizbuch mit sich führen, in dem sie den Namen des Verkündigers notieren und den Vorschlag, den sie unterbreitet haben. Bei seinem nächsten Besuch in der Versammlung wird der Kreisdiener in seinem Notizbuch nachschlagen und dem Dienst dieses betreffenden Verkündigers, mit dem er sich anläßlich seines vorhergehenden Besuches hierüber unterhalten und dem er im Dienste geholfen hat, besondere Aufmerksamkeit schenken, um zu sehen, welche Fortschritte er erreichen konnte."

Es entgeht somit keiner der Unbotmäßigen einer genauen, und auf ihn abgestimmten Sonderbehandlung.
Weiter im Zitattext:

"Kreisdiener, die verheiratet sind, werden ... Schwestern auswählen, damit ihnen ihre Frauen in der gleichen Weise persönliche Hilfe leisten können."

Re: Erbsenzähler
geschrieben von:  X ~ mysnip
Datum: 09. Februar 2012 18:08

KÖNIGREICHSDIENST Februar 1962
"Für jeden Verkündiger, der den Dienst beginnt und wieder aufgibt, müssen zwei neue Verkündiger den Dienst aufnehmen, bevor ein Wachstum ersichtlich ist. Einer der beiden Verkündiger füllt den Verlust aus, und durch den zweiten wird das Wachstum sichtbar."

22. Juli 2004ERWACHET
Schneeball- und Pyramidensysteme scheitern immer an der Unmöglichkeit, ständig neue Mitglieder anzuwerben.

Man muß eben nur gehörig anspornen.

Re: KD 1962 / WT 1999
geschrieben von:  X ~ mysnip
Datum: 12. Februar 2012 17:42

KÖNIGREICHSDIENST Februar 1962
"Im großen ganzen zeigt jeder Bericht über die Versammlung, der vom Kreisdiener eingesandt wird, daß neue Verkündiger den Dienst in der Zwischenzeit aufgenommen haben.
Unser prozentuales Wachstum entspricht jedoch nicht der Anzahl derer, die den Dienst aufnahmen."

WACHTTURM 15. November 1999 S. 19
In letzter Zeit ließen sich zwar Jahr für Jahr mehr als 300 000 Personen taufen, aber die Gesamtzahl der aktiven Zeugen Jehovas ist nicht entsprechend gestiegen.

Re:Gesamtzahl der Getauften nach 1999
geschrieben von:  X ~ mysnip
Datum: 19. Februar 2012 13:01
Laut Jahrbuch der ZJ 2000 taufte die WTG: 1999 = 323 439 Personen
Die Statistik der folgenden Jahre zeigt, daß es
nicht gelang mehr als 300 000 neue Mitglieder anzuwerben:
2000 = 288 907
2001 = 263 431
2002 = 265 469
2003 = 258 845
2004 = 262 461
2005 = 247 746
2006 = 248 327
2007 = 298 304
2008 = 289 678
2009 = 276 233
2010 = 294 368
2011 = 263 131
Re: Re:Gesamtzahl der Getauften nach 1999
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 19. Februar 2012 13:39

X ~ mysnip
Laut Jahrbuch der ZJ 2000 taufte die WTG: 1999 = 323 439 Personen
Die Statistik der folgenden Jahre zeigt, daß es
nicht gelang mehr als 300 000 neue Mitglieder anzuwerben:

Eine relevante Statistikzahl (jetzt bezogen nur auf Deutschland, also nicht die weltweite Zahl), wäre dann noch die Zahl der Anwesenden beim Gedächtnismahl. Die liegt traditionell immer über der Verkündigerzahl, und aus ihr schöpft die WTG ihren Zuwachs.

Sehe ich es richtig werden für 
2011 in Deutschland 272.867 genannt.
Im Jahre
1992 , noch nicht übermäßig lange nach der deutschen Wiedervereinigung, wurden 273.946 genannt.
Das steigerte sich dann bis
1995 auf 291.606.

Zwar schwanken die Zahlen, mal mehr mal weniger. Aber immerhin war bis zum Jahre 2000 ein absacken dieser Zahl auf 270.956 zu beobachten
Im Jahre
2008 lag man mit 273.194 etwa auf dem Stand, der auch für 2011 ausgewiesen wird.
Zusammengefasst, trotz Schwankungen, ist man
im Jahre 2011 auf dem Stand von 1992

Die Höchstzahl von 1995 wurde nie mehr erreicht.

Re: Re:Gesamtzahl der Getauften nach 1999
geschrieben von:  sebe
Datum: 19. Februar 2012 15:50
Nun, das sind ja die Zahlen der WTG: ob man ihnen glauben kann???
Schönreden und lügen gehört zum Geschäft der WTG!!!
Personalisierte Berichte
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 07. März 2012 04:46
Suggestiv fühlt sich der "Königreichsdienst" für März 1962 genötigt, zu erinnern:

"Im letzten Dienstjahr führten die Verkündiger durchschnittlich 3,6 Nachbesuche durch. Der Durchschnitt im neuen Dienstjahr ist bisher ungefähr der gleiche. Wie es im Februar-Königreichsdienst ausgeführt wurde ist die Quote für Versammlungsverkündiger auf 6 Nachbesuche je Monat gesetzt worden."

Die WTG-Apparatschick lassen in ihrem Forderungsktalog nicht locker. Als "neuesten Schrei" präsentieren sie eine "Ein-Bibelstellen-Predigt" die man halten könnte; aber auch da wiederum das Charakteristikum. Mag ihr Inhalt zu sonstigen einstudierten ZJ-Predigten auch reduziert sein, den Schluss indes hat man nicht gestrichen. Und der liest sich dann laut KD so:

"Nun, das bedeutet ein Befolgen der Schriftstelle in Matthäus 24:14. [Lies diese Stelle vor] Daraus ersehen Sie, daß wir die gute Botschaft von Gottes Königreich mit anderen teilen wollen. Wir glauben, dies am besten dadurch zu tun, daß wir den Wachtturm anbieten, der Jehovas Königreich verkündigt." (Dann folgt die Ermunterung, einen passenden Auszug aus einem Artikel als Übergang zum Angebot zu verwenden.)"

Und das Angebot soll dann vorzugsweise im Aufschwatzen eines WT-Abonnements bestehen. Ist der Wohnungsinhaber "gar zu störrisch" sollen es auch ein oder zwei der jeweils aktuellen WTG-Zeitschriften tun.

Weitaus entlarvender sind dann jene Demonstrationen, welche in der alten Leier münden, es gäbe für einen ZJ keinen Grund, keinen Predigtdienst zu absolvieren. Und da werden wieder mal entsprechende Szenen durchgespielt, welche in diesem Credo ausmünden.
Am entlarvendsten ist dann vielleicht die. Da teilt der KD als Beispiel mit:

"Der Aufseher fragt Bruder Zuversichtlich, warum er versäumt habe, einen Anteil am Dienst zu nehmen. Bruder Zuversichtlich erwidert überrascht: „Ich war im Dienst und habe letzten Monat auch berichtet." Der Aufseher erklärt ihm taktvoll, daß kein Bericht von ihm eingegangen sei. Bruder Zuversichtlich wiederholt:
„Ich bin ganz sicher, daß ich meinen Bericht abgegeben habe." Man zeigt ihm einige Zettel, die ohne Namen sind. Er schaut sie zögernd durch und gibt zu, daß einer von ihnen ihm gehört. Er möchte künftig korrekt sein."

Ergo legt die WTG auf personalisierte Berichte wert. Es reicht ihr also nicht dass überhaupt berichtet wird. Nein, man will genau wissen, wer wieviel berichtet, um eine Handhabe zu haben, bei Bedarf die Daumenschrauben anzusetzen.
Siehe auch das Muster solch eines Berichtszettels.


Gemeßen an diesem Beispiel wirken die anderen - abgestandenen - Beispiele eher banal.
Etwa wenn man auch liest:

" Doch wurde schon oft die Frage gestellt: „Ab wann sollten Kinder Bericht erstatten?" Es gibt keine Altersgrenze; doch wenn sie verstehen was sie tun und am Dienste teilnehmen, weil es ihr Wunsch ist, dann sind ihre Berichte annehmbar. Haben die Kinder mit dem Dienst begonnen so werden die Eltern ihnen natürlich helfen, jeden Monat daran teilzunehmen und auch zu berichten."

Oder auch dieses widerliche Antreiberbeispiel.

"Als nächstes spricht er mit Schwester Kinderreich. Wegen ihrer fünf Kinder hat sie die Schwierigkeit, Zeit für den Dienst zu finden. Er erzählt, daß eine andere Schwester, die vier Kinder habe, mit denselben Schwierigkeiten kämpfe. Er macht den Vorschlag, daß sie einander beim Aufpassen auf die Kinder helfen konnten. Auf diese Weise würde es ihnen gelingen, in den Dienst hinauszuziehen."

Schulung durch den Kreisdiener (Aufseher) als Antreiberelement
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 17. April 2012 03:37
„Königreichsdienst" April 1962
Seine Erbsenzählerei setzt auch der "Königreichsdienst" für April 1962 fort.
Erinnert man sich hatte ja der "Königreichsdienst" für Februar 1962 getönt:

"Da wir in der Zeit des Endes leben, in der diese Generation Harmagedon bestimmt erleben wird, sollte der Dienst bei allen Personen ausgedehnt werden und nicht zurückgehen."

Und nun in der April-Ausgabe begegnet man unter der Überschrift: "Was geschah hier im Februar?" einer Art Bilanz dazu. Und, was muss die WTG in selbiger auch feststellen?
Offenbar dieses:
"Wohl haben wir die Verkündigerzahl vom Vormonat um 700 unterschritten", aber man tröstet sich:

"doch glauben wir, daß dies lediglich auf das schlechte Wetter zurückzuführen ist, und hoffen auf weiteres Wachstum.
Nun steht der April bevor, der bedeutendste Monat des Jahres."

Ach ja, dieses "der bedeutendste Monat des Jahres", wird dann noch mit den Angaben präzisiert, man werde im April zünftige Vorträge halten mit dem Thema:
"Die Christenheit hat vorsagt! Ihr Ende steht bevor — was dann?" .Und dann sei da ja noch das Gedächtnismahl am 17. April.
Ergo wähnt die WTG Anlass zu haben, ihren Forderungskatalog wieder ins unermessliche hochzuschrauben.
Eine 20% Mehrung fordert sie daher gleich mal für jenen Monat ein.
Und dazu gibt es im KD gleich den "passenden" Satz:

"Wie steht es nun damit, Neuen zu helfen, den Dienst aufzunehmen?
Dies ist ein besonders beglückender Dienst, doch müssen wir die Initiative ergreifen, indem wir entsprechende Vereinbarungen treffen. Laßt uns nicht zurückhaltend sein."

In der Tat das kann man wohl bestätigen; "zurückhaltend" war oder ist die WTG bei dieser Nötigung in der Tat nicht!
Nun schwant wohl auch der WTG, mit dem lediglich fordern ist es wohl nicht abgetan.
Namentlich ihre Kreisdiener sollen dann die Funktion wahrnehmen, die vermeintlich "Lahmen" so richtig noch auf Trab zu bringen.
Und dazu fragt der KD:

"Wußtest du, daß es dem Kreisdiener möglich ist; bis zu dreißig Verkündigern während seines Besuches zu helfen? Wirst du ihm helfen, seinen Verantwortlichkeiten und Vorrechten in dieser Hinsicht nachzukommen!"

Das allgegenwärtige Zauberwort der WTG lautet ja bekanntlich Organisation. Und so ist auch bei eben genannten Aspekt Organisation angesagt.
Der Kreisdienerbesuch sei ja schon Monate im voraus angekündigt. Daher die WTG-"Logik":

"Wenn der Versammlungsdiener das Formular erhält, auf dem die Namen der Verkündiger eingetragen werden, die mit dem Kreisdiener arbeiten möchten, wird er sofort beginnen, den Felddienst für diese besondere Woche zu organisieren. Da sie von dem Besuch zwei Monate im voraus wissen, treffen viele Verkündiger Vereinbarungen mit ihrem Arbeitgeber daß sie während des Kreisdienerbesuches von ihrer Beschäftigung für einen Tag, einen halben Tag oder vielleicht für einige Stunden wegbleiben können."

Und selbstredend bekommen die so Betörten, auch von der WTG, eine Quote vorgegeben, die sie doch bitte schon erfüllen möchten:

"Jeder Verkündiger wird wünschen, seine Angelegenheit so zu ordnen, daß er mindestens fünf Stunden während seines (Kreisdiener)Besuches im Felddienst verbringen kann."

Zeitschriftenumsatz steigern
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 20. Mai 2012 01:27
Königreichsdienst 1962
Erneut bemängelt der "Königreichsdienst" für Mai 1962:

"Im Königreichsdienst vom Februar wurde gezeigt, daß wir im Dienstjahr 1961 unsere Zeitschriftenverbreitung steigern konnten. Unsere Quote von 12 Zeitschriften je Verkündiger erreichten wir im Landesdurchschnitt jedoch noch nicht. Daher bedarf dieser Dienstzweig weiterhin unserer ungeteilten Aufmerksamkeit."

Und die diesbezüglichen Zahlen weiter aufgliedern, wird für den Zeitraum September 1961 - bis Februar 1962 vermerkt, man stelle

"einen Rückgang der durchschnittlich von Verkündigern Pionieren und Sonderpionieren verbreiteten Zeitschriften fest. In dieser Zeit verbreiteten sie durchschnittlich 10,0 Zeitschriften je Monat. Das ist ein Rückgang um 0,2 im Verhältnis zum Durchschnitt des letzten Dienstjahres. Bei den Pionieren sank der Durchschnitt von 102,1 auf 101,5 und bei den Sonderpionieren von 107,4 auf 95,9."

Aber wähnt der KD, ein Marktschreierisches Thema könne dann ja zur Umsatzsteigerung beitragen. Ein solches sei dann in der „Erwachet!"-Ausgabe vom 8. Juni 1962, mit einem 9seitigen Artikel „Spanien unterdrückt die Religionsfreiheit." vorgesehen.
Und erwartet wird, dass die Zeugen für jene Ausgabe, möglichst viele Sonderbestellungen schon im voraus aufgäben.
Weiter tönt man:

"Unsere Brüder in Spanien sind durch die erste Aktion sehr ermuntert worden, starken Herzens in dem guten Werke fortzufahren. Sicherlich möchte jeder einzelne dieses Mal noch mehr für sie tun da der Widerstand jetzt noch größer geworden ist. Beweist euren Eifer und eure Hilfeleistung für sie durch eine bestmögliche Verbreitung dieser Ausgabe."

Nötigung zum Pionierdienst
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 07. Juni 2012 00:23
Königreichsdienst 1962
In Westdeutschland gäbe es zum Berichtszeitraum 11.300 noch nicht getaufte Verkündiger teilt der "Königreichsdienst" für Juni 1962 mit. Auch wenn keine weitere Untergliederung jener Zahl erfolgt, kann wohl unterstellt werden, ein beträchtlicher Teil von denen sind dann Kinder aus Zeugen Jehovas-Familien, die da schon von frühesten Kindesbeinen an, für den WTG-Frondienst, moralisch genötigt werden.
Der Jugend hat es diese KD-Ausgabe auch in anderer Beziehung, wieder einmal angetan.
Erneut wird in Form einer der berüchtigten WTG-Demonstrationen "verklickert":

"Der Vater will künftig nicht mehr so viele Überstunden leisten, damit er abends früher zu Hause ist, studieren kann, regelmäßig Versammlungen besuchen und stets am Felddienst teilnehmen kann. Die Mutter wird sich einen Zeitplan aufstellen und ihre Arbeit so einteilen, daß sie ebenfalls genügend Zeit für Studium, Versammlungsbesuch und Felddienst findet "

Nicht genug damit, auch die schon ziemlich erwachsenen Kinder jener Familie, bekommen in jener Demonstration "ihr Fett noch weg". Das liest sich dann so:

"Doch wie stehe es mit. dem Sohn? Welche biblischen Verpflichtungen hat er vor Jehova? Keine, abgesehen davon, daß er der Familie nicht zur Last fallen will. Warum ist er nicht Pionier?"

Jenes Pioniersein erhebt die WTG damit zum Status der moralischen Nötigung.
Und weiter geht jener Nötigungstext mit der Aussage:;

"Er denkt an Bruder Kinderreich, der auch nicht mehr verdient als er, aber fünf Personen ernähren und kleiden muß. „Dann müßte ich", so sagt er sich, „mit dem, was eine Halbtagsbeschäftigung einbringt, unbedingt auskommen. ... entschließt er sich, eine Halbtagsbeschäftigung aufzunehmen und mit dem Pionierdienst zu beginnen."

Und weiter entblödet man sich zu der Aussage;

"Eine Schwester habe es auf folgende Weise ermöglicht, den Pionierdienst durchzuführen: Sie putze bei verschiedenen Familien einige Stunden am Tag Treppen. Dies sei eine Arbeit, die zwar von den meisten nicht gern verrichtet, dafür aber gut bezahlt werde. ... Nun will auch die Tochter eine Arbeit für nur einige Stunden am Tag aufnehmen, um ebenfalls den Pionierdienst zu ergreifen."

Namentlich die Aussage von der "guten Bezahlung" darf man sich dann wohl zweimal auf der "Zunge zergehen lassen."
Zumindest unter den heutigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, darf man wohl unterstellen, erstens Teilzeitarbeit; zweitens der genannten Art, gehören kaum zu den "gut bezahlten".
Da werden Potemkinsche Fassaden suggeriert, und die Betreffenden im Interesse ihrer Ausbeutung durch die WTG, auf einem erschreckend niedrigen Niveau gehalten.
Und das alles entblödet sich dann noch die WTG, in genannter Zeitschrift zu offerieren!

Siehe auch:
http://27093.foren.mysnip.de/read.php?27094,73138,73138#msg-73138
Eintrag vom:
05. August 2010 17:19

Re: Nötigung zum Pionierdienst
geschrieben von:  Alphabethus
Datum: 07. Juni 2012 11:03
Tja, das war genau die Athmosphäre des Gruppendrucks, die uns veranlaßt hat, die Bewerbung für den Sonderpionierdienst abzugeben. Wir hatten schließlich keine "biblischen Verpflichtungen" vorzuweisen. Das Angebot einer Betriebswohnung und eines sicheren Arbeitsplatzes galt als die Versuchung Satans... So begann unser Frondienst am 1. Juli 1962 in Uslar im Solling.
Martialische Forderungen
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 13. Juli 2012 05:06
Königreichsdienst 1962
Die meisten Versammlungen sind dabei, das Buch „.Dein Wille geschehe auf Erden" zum zweiten Male zu studieren, teilt der "Königreichsdienst" für Juli 1962 mit. Und da jenes Buch im ZJ-Predigtdienst auch massenhaft verkauft werden soll, verwundert es nicht, begegnet man in dieser KD-Ausgabe auch einer einzustudieren "'Predigt' für den Predigtdienst", die eben besonders auf jenes Buch abgestellt ist.
Da soll also den Wohnungsinhabern auch "verklickert" werden:

"Ost und West — gespalten. Wir alle wissen, daß sich beide Blocks von grundverschiedenen Gedanken leiten lassen. Sie drängen darauf, daß ihr Wille auf Erden geschieht, und so steigt die Furcht vor einem möglichen dritten Weltkrieg.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wessen Wille je einmal auf Erden geschehen wird, der des Ostblocks oder der des Westblocks?"

Dieses "Predigt"-Detail ist dann wohl charakteristisch. Es zeigt zugleich die Orientierung auf die "Nicht-Durchblicker" an.
Jene geschraubte Vokabel "Nicht-Durchblicker" könnte man auch anders "übersetzen". Etwa mit der Vokabel:
Orientierung auf die politischen Analphabeten.

Der Monat Juli ist sicherlich der Sommerzeit zuzuordnen. "Passend" zu ihr gibt es in dieser KD-Ausgabe auch wieder eine der berüchtigten "Demonstrationen", die da auch mit der Aussage meint "glänzen" zu sollen:

"Der Vater meint, das Einzelgängertum in der Familie höre jetzt auf. Gemeinsam würden sie mehr leisten und sich vermehrter Segnungen erfreuen. Zum Sohn sagt er: „Du gehst nicht zelten, sondern wir werden als Familie etwas Gemeinsames unternehmen." Sich zur Tochter wendend: „Das trifft auch für dich zu."

Was dieses "Gemeinsame" denn sei, darüber lässt der KD auch keinen Zweifel aufkommen, eben der ZJ-Predigtdienst.
Der ist aber - man erwartet von der WTG schon kaum was anderes - Quoten-gebunden, also nicht dem Belieben des Einzelnen anheimgestellt. Da will die WTG schon konkrete "Leistungen" Berichtsmäßig nachgewiesen haben. Es wird auch nicht versäumt zu erwähnen, im Falle eine Urlaubsreise, sei jener Bericht, dann zeitgleich etwa per Post an die örtliche Versammlung einzusenden. Es reicht der WTG also nicht, dass dies ja auch nach Rückkehr von der "Urlaubs"reise geschehen könnte.
Und weil die WTG schon mal beim fordern ist, verwundert wohl auch die nachfolgende Forderung nicht mehr, dass sie ihre Standard-Forderung (zehn Stunden, sechs Nachbesuche und zwölf Zeitschriften) wie folgt noch variiert:

"daß selbst die meisten kranken und gebrechlichen .Verkündiger zehn Stunden Dienst verrichten können, wenn sie jeden Tag nur 20 Minuten lang einen Brief, schreiben."

Re: Martialische Forderungen
geschrieben von:  Frau von x
Datum: 14. Juli 2012 10:42Zitat
Drahbeck
Königreichsdienst 1962

"daß selbst die meisten kranken und gebrechlichen .Verkündiger zehn Stunden Dienst verrichten können, wenn sie jeden Tag nur 20 Minuten lang einen Brief, schreiben."

Heute gibt es die 15 Minuten-Regelung.
Wird einem gnädigerweise der Status des Kranken und Gebrechlichen von der Obrigkeit zugebilligt, muss man mindestens 15 min. im Monat berichten, um weiter als Verkündiger zu zählen.
Vor vierzig Jahren waren Stunden wichtig. Heute reicht es, nicht aus der Statistik zu fallen und die Zahlen damit noch mehr zu drücken. Was der Gott der WT-Gesellschaft so alles nötig hat, wo er doch Steine schreien lassen könnte.

Re: Martialische Forderungen
geschrieben von:  offthehook
Datum: 14. Juli 2012 12:12
Daran kann man deutlich erkennen, worum es der WTG geht: Die Zahlen müssen stimmen, und das gilt auch für die auf den Konten der Organisation. Mit Christentum hat das alles herzlich wenig zu tun...
Re: Martialische Forderungen
geschrieben von:  Gerd B.
Datum: 15. Juli 2012 07:19
Diese Schwindelorganisation sollte sich einmal das fragen:

Bildtext "Auf dem falschen Weg?"

Das „letzte Aufgebot"
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 13. August 2012 00:07
„Königreichsdienst" 1962
Die von der WTG geforderte Quote für Westdeutschland des Jahres 1962 seien 74.595 Verkündiger, belehrt der "Königreichsdienst" für August 1962 erneut.
Im April 1962 sei man mit 74.165 Verkündiger nahe an jener Zahl gewesen.
Aber ach, auch das muss der KD registrieren, jene Zahl sank bis Juni 1962 wieder auf 70.927 Verkündiger ab. Minutiös wird vermerkt, das bedeutet in der Zeit vom April bis Juni einen Rückgang um 3.238 Verkündiger.
Da muss dann wieder mal, das "letzte Aufgebot" herhalten. Das sind dann in WTG-Sicht, besonders Jugendliche und Kinder. Den WTG-Hörigen Eltern wird daher vom KD erneut eingeschärft:

"Oftmals versäumen junge Verkündiger, in den Dienst zu gehen und regelmäßig zu berichten. Auch ihnen muß geholfen werden. Es ist für sie wichtig, schon in frühen Jahren Zuverlässigkeit zu lernen, und das besonders im Dienste Gottes. Das Versäumnis, sie Regelmäßigkeit zu lehren, während sie jung sind, führt zu Halbherzigkeit in der Anbetung in späteren Jahren. Somit ist es für Eltern höchst wichtig, ... auch mit ihnen im Predigtdienst zu arbeiten"

Verkündiger-Dienstkarten
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 20. September 2012 00:36
Königreichsdienst 1962
Zum Thema "Weiterleiten von Verkündigerdienstkarten" teilt der "Königreichsdienst" für September 1962 mit, aus WTG-Sicht sollte der Grundsatz gelten, wo sich der ZJ befindet, da sollte auch seine "Verkündigerdienstkarte" einschließlich ihrer gesammelten älteren Exemplare die der Ablage zu entnehmen seien, sich befinden.
Der "Wanderungsweg" der "Verkündigerdienstkarten" solle bereits ab einem Zeitraum von drei Monaten wirksam werden.
Weiter Zitat KD:

"Um zu verhindern, daß die Gemeinschaft mit den Brüdern und der Dienst unterbrochen werden, mag der wachsame Aufseher dem neuen Aufseher schreiben und ihm hilfreiche Informationen sowie die neue Anschrift des Verkündigers übersenden. Dann können Vorkehrungen getroffen werden, um die Hilfe fortzusetzen, damit ein Zurückgleiten in die Untätigkeit wegen fehlender Gemeinschaft mit der Versammlung oder wegen mangelnden Studiums und Dienstes vermieden wird."

Ausdrücklich hinzugefügt wird. Wisse der Aufseher der alten Versammlung nicht die Anschrift des Aufsehers der neuen Versammlung, so solle er an die "Gesellschaft" (sprich WTG) schreiben, die dann die entsprechenden Adressdaten mitteile.
Das gelte auch in der gegenteiligen Konstellation

"Wenn die Anschrift des Versammlungsdieners der Versammlung, mit der der Verkündiger früher verbunden gewesen ist, nicht bekannt ist, kann der Aufseher stets an die Gesellschaft schreiben und darum bitten."

Und:

"Was sollte geschehen, wenn ein Königreichsverkündiger in eurem Gebiet gefunden wird, der nicht die Versammlungen besucht und seine Verkündigerdienstkarte von seiner früheren Versammlung nicht mitgebracht hat? In diesem Fall sollte der Aufseher feststellen, mit welcher Versammlung dieser Verkündiger früher verbunden gewesen ist, und dann den Aufseher der Versammlung anschreiben und um die Verkündigerdienstkarten sowie um andere Auskünfte bitten".

Ergo es soll kein "Entrinnen" geben. Besagte "Verkündigerdienstkarten" kann man dann wohl in etwa mit Kaderakten in Wirtschaftsbetrieben vergleichen.
Somit kann auch der Aufseher einer neuen Versammlung, seinen Zuzug von Anfang an "durchleuchten"; da eine Vernichtung jener Verkündigerdienstkarten nicht vorgesehen ist.

Unter der Überschrift: "Eltern, schult ihr eure Kinder im Dienst?" erfährt man in dieser KD-Ausgabe weiter, kürzlich sei in den USA eine detaillierte Untersuchung der Zeugen Jehovas-Versammlungen vorgenommen worden.
Und weiter:

"Die Kreisdiener berichten, daß ein großer Prozentsatz der unregelmäßigen Verkündiger Kinder sind."

Dazu dann die berüchtigte WTG-"Empfehlung"

"Eltern (sollten) für ihre Kinder einen persönlichen Zeitplan ausarbeiten, der es ihnen gestattet, wenigstens zweieinhalb Stunden jede Woche oder zehn Stunden im Monat im Dienst zu verbringen"

Also auch für Kinder gibt es keine Gnade vor der WTG-Ausbeutung.
Aber es werden auch auf Grund der genannten Untersuchung Zahlen genannt, wie die Altersmäßige Zusammensetzung der "Verkündiger" in den USA ZJ-Versammlungen seien.
Danach seien 5% der Verkündiger 70 Jahre oder älter;
ihr folgen mit 18% die 51 - 70jährigen.
23% der Verkündiger seien 15 Jahre oder jünger (Kinder).
Die 16 - 30jährigen werden mit 24% veranschlagt;
und die 31 -50jährigen mit 30%.
Offenbar ist dann auch für Westdeutschland eine ähnliche Statistik-Erhebung vorgesehen, denn in der Oktober-Ausgabe 1962 des KD liest man dann die Aufforderung:

„Alle Versammlungsdiener und alle verantwortlichen Brüder der alleinstehenden Verkündigergruppen möchten bitte bis zum 15. Oktober mitteilen, wie viele der mit der Versammlung oder Verkündigergruppe verbundenen Verkündiger
a) 15 Jahre und darunter,
b) 16—30 Jahre,
c) 31—50 Jahre,
d) 51—70 Jahre und
e) über 70 Jahre alt sind."

Wie tönte man einst, beispielsweise in dem frühen WTG-Flugblatt aus dem Jahre 1919, man sei ein „völlig zwangloser Zusammenschluss" und „führe keine Mitgliederlisten".

Re: Ergänzung / Nachtcafe
geschrieben von:  Frau von x
Datum: 24. September 2012 12:25

Zitat
Drahbeck
Königreichsdienst 1962
Zum Thema "Weiterleiten von Verkündigerdienstkarten" teilt der "Königreichsdienst" für September 1962 mit, aus WTG-Sicht sollte der Grundsatz gelten, wo sich der ZJ befindet, da sollte auch seine "Verkündigerdienstkarte" einschließlich ihrer gesammelten älteren Exemplare die der Ablage zu entnehmen seien, sich befinden.
Der "Wanderungsweg" der "Verkündigerdienstkarten" solle bereits ab einem Zeitraum von drei Monaten wirksam werden.
Weiter Zitat KD:

"Um zu verhindern, daß die Gemeinschaft mit den Brüdern und der Dienst unterbrochen werden, mag der wachsame Aufseher dem neuen Aufseher schreiben und ihm hilfreiche Informationen sowie die neue Anschrift des Verkündigers übersenden. Dann können Vorkehrungen getroffen werden, um die Hilfe fortzusetzen, damit ein Zurückgleiten in die Untätigkeit wegen fehlender Gemeinschaft mit der Versammlung oder wegen mangelnden Studiums und Dienstes vermieden wird."

Ausdrücklich hinzugefügt wird. Wisse der Aufseher der alten Versammlung nicht die Anschrift des Aufsehers der neuen Versammlung, so solle er an die "Gesellschaft" (sprich WTG) schreiben, die dann die entsprechenden Adressdaten mitteile.
Das gelte auch in der gegenteiligen Konstellation

"Wenn die Anschrift des Versammlungsdieners der Versammlung, mit der der Verkündiger früher verbunden gewesen ist, nicht bekannt ist, kann der Aufseher stets an die Gesellschaft schreiben und darum bitten."

Und:

"Was sollte geschehen, wenn ein Königreichsverkündiger in eurem Gebiet gefunden wird, der nicht die Versammlungen besucht und seine Verkündigerdienstkarte von seiner früheren Versammlung nicht mitgebracht hat? In diesem Fall sollte der Aufseher feststellen, mit welcher Versammlung dieser Verkündiger früher verbunden gewesen ist, und dann den Aufseher der Versammlung anschreiben und um die Verkündigerdienstkarten sowie um andere Auskünfte bitten".

Ergo es soll kein "Entrinnen" geben. Besagte "Verkündigerdienstkarten" kann man dann wohl in etwa mit Kaderakten in Wirtschaftsbetrieben vergleichen.
Somit kann auch der Aufseher einer neuen Versammlung, seinen Zuzug von Anfang an "durchleuchten"; da eine Vernichtung jener Verkündigerdienstkarten nicht vorgesehen ist.

Zur Bestätigung dieser Praxis - KD Oktober 1999 S.7:
Ziehst du um?
"...
Der Sekretär deiner gegenwärtigen Versammlung und der deiner neuen Versammlung werden bei der Weitergabe der Verkündigerberichtskarten für dich und deine Familie zusammenarbeiten. An die Ältesten deiner neuen Versammlung wird auch ein Begleitbrief gesandt. ..."

und weiter:
"Mache den Saal ausfindig, sobald du in dem Gebiet ankommst, und vergewissere dich über die Zusammenkunftszeiten. ... Besuche unverzüglich die Zusammenkünfte, und mache dich mit den Ältesten der Versammlung bekannt.
...
Es ist ratsam, nicht zu warten, bis alle Arbeiten in Verbindung mit dem Umzug abgeschlossen sind, bevor du dich in der neuen Versammlung am Predigtdienst beteiligst. ... Sobald du in dein neues Heim eingezogen bist, möchtest du wahrscheinlich einige aus der Versammlung einladen ... .
Ein Umzug ist ein großes Vorhaben. Wenn jedoch alle Beteiligten tun, was empfohlen wurde, wird es nicht zu Rückschlägen in geistiger Hinsicht kommen. ..."

Wie sagte Barbara so schön:

Ich will nie wieder eine organisierte Religion, die mir sagt, ... wie ich leben soll ... was mir gefallen darf ... mit wem ich befreundet sein soll ... der mir solche Regeln auflädt ...

Damit an gesetzlichen Feiertagen keine „Langeweile" aufkommt ...
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 14. Oktober 2012 00:45
Königreichsdienst 1962

"Damit alles ohne Störungen verläuft, ist zu empfehlen, daß sich die Eltern in solchen Fällen Plätze in der Nähe des Ausganges reservieren"

weis der "Königreichsdienst" für Oktober 1962 wieder einmal mitzuteilen.
Denn:

"Wenn kleine Kinder während des Programmes bisweilen weinen oder unruhig werden, mag es angebracht sein, (das) sich die Eltern einige Minuten mit den Kindern in den Vorraum des Königreichssaales begeben, bis sich die Kinder wieder beruhigt haben."

Auch diesen Belehrungssatz gibt es dann noch:

"Die Diener und Gehilfen möchten stets wachsam sein und mit Erwachsenen und Kindern, die Störungen verursachen, privat vertraulich sprechen und sie um ihre Mitarbeit bitten, damit die Ordnung zu allen Zeiten gewahrt bleibt."

Und weiter schärft der KD ein:

"Eltern obliegt die Verantwortung, dafür zu sorgen, daß sich ihre Kinder im Königreichssaal ruhig verhalten".

Da benötigt der KD dann wohl keine Zeichnung zur Veranschaulichung mehr. Die so Belehrten werden sicherlich schon verstanden haben, wie das alles im Fall der Fälle so vonstatten zu gehen habe.
Nicht der KD, wohl aber andere, haben sich dann mal die Mühe gemacht, die praktische Umsetzung solcherart von Belehrung im Bild festzuhalten.

Ein anderer User beschrieb besagte „private Belehrung" mal wie folgt:

Kindlein, die nicht stillesitzen
muß man mit der Rute blitzen
auf den Hintern auf den Po
ja dann sitzen sie geradso
ruhig und auch sehr bescheiden
fürchten sich noch mehr zu leiden
volle Stunden ziemlich lang
auch wenn die Zeit für sie ein Zwang

Ja so "führten" uns die Eltern
im Saal, daheim und am Kongress
"Bist du stille" war die Order
der Klaps der saß dann deutlich fest
und wenn man dann schon wieder zappelt
hat der Vadder sich gerappelt
ging mit dir raus aufs Klo
und dann gabs was auf den Po
ja du hattest rote Backen
echjt vom hauen nicht vom kacken
und dann saß man ganz apathisch
denn die Zucht war theokratisch

Selbst der Muck der rief "Gott helf"
kriegte dann was auf den Schelf
das ist nicht lang Vergangenheit
doch heut verneint mans
erdenweit Immer lustig immer munter
vergiß das gestern
vergiß "Hose runter"
nein heut will man christlich glänzen
läßt Geschichtsverfälschung schlenzen
lobt sich wie man Kinder liebt
auch wenn manch alter noch eins gibt
"Hau den Kindern auf den Po
Dann gibts Ruhe
bei meinen wars so"
jooo, wenn wir unsere Kinder schlugen,
machten wir sie ja nur zu christlichen Rittern
-Rittern der Bibelrunde
Artus läßt grüßen (Zitzewitz)

Auch diese Belehrung gibt es in dieser KD-Ausgabe wieder mal:

"Da der 25. und 26. Dezember gesetzliche Feiertage sind, können die Versammlungen besondere Zeitschriftentage planen und entsprechende Sonderbestellungen einsenden"

Auch die KD-Ausgabe für November 1962 belehrt entsprechend. Dortiges Zitat:

„Für 25 Pf bieten wir zwei Zeitschriften und die Broschüre an. Dieses Angebot kann gut während des Zeugnisgebens vor dem Buchstudium verwendet werden. Auch an dem sogenannten Bußtag, dem 21. November, werden wir mit diesem Angebot arbeiten. Es wäre erfreulich, wenn alle an diesem Tag in den Dienst ausziehen würden, entweder morgens oder nachmittags."

Ach ja, wohl nicht alle Versammlungen scheinen dann so gespurt zu haben, wie die WTG sich das so wünscht; denn in dergleichen KD-Ausgabe vernimmt man dann noch die Klage:

"Wegen feststehender Termine wies die Gesellschaft z. B. im „Königreichsdienst" zweimal darauf hin, daß Bestellungen für „Wachtturm"- und „Erwachet!"-Sonderausgaben bis zum 5. September erfolgt sein sollten. 396 Versammlungen hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestellt. Sie erhielten daraufhin eine Mitteilung, dies nunmehr umgehend zu tun. Übrig blieben 48 Versammlungen mit insgesamt 2443 Verkündigern, die trotzdem keine zusätzlichen Zeitschriften bestellten. Einer der Diener hat ausgerechnet, daß dadurch wahrscheinlich etwa 30 000 Zeitschriften weniger verbreitet werden können."

Nun, man muss kein Prophet sein, um prophezeien zu können, besagte 48 Versammlungen, dürften dann wohl vermehrte Bekanntschaft mit besonders Scharfmacherischen Exemplaren, aus der Gilde der WTG-Kreisaufseher noch machen.

Aber auch Grund zum jubeln meint diese KD-Ausgabe zu haben.

"Zu all diesen erwähnten guten Ergebnissen kommt noch, daß die Gesellschaft während des Dienstjahres 16 neue Versammlungen registrieren konnte. Darüber hinaus gibt es in Westdeutschland kein „nichtzugeteiltes Gebiet" mehr."

Thesen in Sachen Königreichssaalbau aus den 1960er Jahren
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 18. November 2012 01:30
Inzwischen hat sich das Thema Königreichssaalbau der Zeugen Jehovas, dahingehend „geklärt". Die WTG besteht auf den Grundbuch-Eintrag auf ihrem Namen.
Komme was da wolle, in den Wechselfällen des Lebens. Letztendlich bleibt die WTG so alleiniger Besitzer.
Ein Pressebericht in Sachen Königreichssaalbau aus der letzten Zeit ist auch der:

www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-herne-und-wanne-eickel/neuer-koenigreichssaal-fuer-zeugen-jehovas-in-herne-id7014410.html

Auch ist im Falle von Königreichssaal-Neubauten zu registrieren; eigens zu diesem Zwecke gegründete örtliche „eingetragene Vereine", sind heutzutage nicht mehr angesagt. Das ist quasi jetzt - ein Auslaufmodell.
Die WTG gestattet es heute nicht mehr, dass sich örtliche „e. V." einzig und allein wegen des Aspektes des Königreichssaalbaues bilden.
Das war in den 1960er Jahren in der Tat noch anders. Da wurden zwecks Königreichssaalbau diverse örtliche „e. V." der Zeugen Jehovas gegründet.

Unter der Detailüberschrift:
„Mieten, kaufen oder bauen" nahm der „Königreichsdienst" vom November 1962 dazu Stellung.
Diese seinerzeitigen Ausführungen seien nachstehend in ihren wesentlichen Aspekten, einmal dokumentiert:

„Die Versammlung muß sich entscheiden, ob sie einen Königreichssaal mieten, kaufen oder bauen möchte. In den Versammlungen sind die Möglichkeiten hinsichtlich des Mietens günstiger Räumlichkeiten, ihrer Lage im Versammlungsgebiet, ihres Mietpreises usw. sehr unterschiedlich. Oft ist es günstiger, einen Raum zur Verwendung als Königreichssaal zu mieten, als etwas zu bauen oder zu kaufen.

Eine Versammlung mag jedoch wegen bestehender Vorurteile im Gebiet, hoher Mieten oder aus anderen Gründen vorziehen, einen eigenen Königreichssaal zu besitzen. Häufig ist es die zweckmäßigste Lösung, auf den Erwerb von Grundeigentum zu verzichten und den Saal im Erbbaurecht zu beschaffen, sofern es sich um ein ganzes, gesondertes Gebäude handelt. Mitunter ist es auch passend, das Mieten und den Bau bzw. Ausbau durch die Versammlung miteinander zu verbinden, um einen geeigneten Königreichssaal zu erhalten. Dabei ist natürlich nach der Höhe der Bauaufwendungen auf eine entsprechende Sicherung der Rechte der Versammlung im Mietverhältnis, z. B. der Rechte an Benutzung und auf freien Zugang durch Eintragung einer beschränkten persönlichen Dienstbarkeit im Grundbuch, Wert zu legen. Viele Versammlungen in Westdeutschland besitzen heute Königreichssäle als Eigentum, im Erbbaurecht oder durch langfristige Mietverträge, und nach der eingehenden Korrespondenz zu urteilen, beabsichtigen weitere Versammlungen Königreichssäle zu bauen.

Wie sollte eine Versammlung vorgehen, wenn sie zu bauen gedenkt?
... (Es) berät das Versammlnngskomitee darüber und wenn es einen Beschluß gefaßt hat, unterbreitet es ihn in Form einer Resolution der Versammlung, wobei alle Tatsachen erwähnt werden. Alle Gott hingegebenen Glieder der Versammlung können sich über das Für und Wieder der Resolution äußern, bevor darüber abgestimmt wird. Wenn die Versammlung die Resolution annimmt (indem sich die Mehrheit dafür entscheidet) und dem Komitee die Vollmacht zum Handeln gibt, kann das Komitee ohne weitere Erörterung sich an die Ausführung begeben.

Versammlungen, die sich für den Kauf oder Bau entscheiden, können die Gesellschaft um das „Memorandum über Königreichssäle" bitten. Darin wird behandelt, was rechtlich notwendig ist, bevor die Versammlung durch Treuhandschaft oder Bildung eines eingetragenen Vereins Eigentumsrechte erwirbt. Dabei können Versammlungen die Vorkehrung wählen, die den örtlichen Verhältnissen am besten entspricht. Wenn die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt angestrebt wird um eine Steuerersparnis an dem Eigentum zu erwirken, ist die Gründung eines eingetragenen Vereins zweckmäßig. ...

Ob nun eine Versammlung einen Verein gründet oder sich einer Treuhandschaft bedient, so hat das Versammlungskomitee weiterhin die Aufsicht zu führen und die Verantwortung dafür zu tragen, daß der in der Resolution zum Ausdruck gebrachte Wille der Versammlung befolgt und ausgeführt wird. Wenn im Komitee keine Bruder sind, die Erfahrung im Bauen haben, sich aber in der Versammlung Brüder befinden, die mit dem Baufach vertraut sind, mag das Versammlungskomitee den Wunsch haben, ein Baukomitee zu ernennen. Jenes Baukomitee wird, stets. unter der Leitung des Versammlungskomitees handeln. Wenn eine außenstehende Baufirma die Bauarbeiten ausführt haben einige Versammlungen die Sache fördern und erhebliche Geldbeträge sparen können, indem sie: mit dem Bauunternehmer besondere Vereinbarungen trafen, wonach verschiedene Arbeiten an Wochenenden und Abenden von Brüdern ausgeführt wurden und sogar Teile der Bauarbeiten in Form von Unterabschlüssen an Brüder vergeben wurden, die in einem besonderen Fach Fähigkeiten besaßen. Achtet darauf daß ihr euch aber die Eignung der Brüder für diese speziellen Arbeiten und ihre Bereitschaft, mit dem Bauunternehmen zusammenzuarbeiten, vergewissert. Bevor der Bau eines Königreichsaales in Angriff genommen wird, muß die Versammlung sich hinsichtlich des zu kaufenden Grundstücks entscheiden und sieh darüber im klaren sein, wieviel sie für den Königreichssaal auszugeben wünscht. Die örtlichen Bebauungsvorschriften sollten sorgfältig geprüft werden, bevor irgend etwas eingeleitet wird. ...
Damit Ihr wißt, wieviel Geld einzelne Glieder der Versammlung als sofortige Spenden zuwenden möchten und welchen Betrag einzelne gern leihen würden, wie auch, welche Summe Geldes Verkündiger monatlich beizusteuern in der Lage sein werden, können in einer Dienstversammlung Zettel ausgeteilt werden, und jeder kann die Betrage darauf vermerken. ... Wenn das Versammlungskomitee weiß, wer in diesen Fällen die einzelnen sind, kann es die Sache mit, ihnen erledigen. Bevor die Versammlung jedoch Zuwendungen für den Erwerb des Königreicnssaales entgegennimmt, ist es zweckmäßig, daß sie zunächst einen ein getragenen Verein gebildet und dann die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt erwirkt hat, um mögliche steuerliche Nachteile zu vermeiden.

Aber auch das versäumt die WTG - wie gehabt - nicht mit hinzuzufügen:

... Obgleich es häufig erforderlich ist, daß die Brüder und etliche Schwestern viele Stunden für den Königreichssaalbau aufwenden, die sie sonst im Dienst verbracht hätten, werden doch alle ohne Ausnahme einige Zeit im Predigtdienst tätig sein. Jene, die nicht beim Bau des Königreichssaales mithelfen, werden gern ihren Predigtdienst ausdehnen wollen und mehr Zeit als gewöhnlich im Predigtdienst verbringen, um die Felddiensttätigkeit während des Königreichssaalbaues aufrechtzuerhalten."

Als Fallbeispiel aus der Praxis, siehe dazu auch
Der Fall Offenburg

Man vergleiche auch die (mit enthaltenen) thematischem Ausführungen in
eines Falles in Hamburg

Antreibermechanismen, als „Hilfe" tituliert
geschrieben von:  Drahbeck
Datum: 12. Dezember 2012 00:08
Königreichsdienst 1962

"Wenn der Versammlungsdiener die Verkündiger-Dienstkarten durchsieht, kann er sich vergewissern, wer der Hilfe bedarf"

liest man wieder einmal, im "Königreichsdienst" für Dezember 1962.
Als Hintergrund wird dazu definiert:

"Unser Zehn-Prozent-Ziel ist 77.729 Verkündiger. Dieses könnte schon nahezu dadurch erreicht werden, daß alle, die sich bereits einmal am Predigtwerk beteiligten, auch im Monat Dezember die gute Botschaft vom Königreich predigen."

Damit das nicht etwa in laxer Form abläuft, geht es weiter mit der Aussage:

"Setzt euch das Ziel, bis zum 16. Dezember mit ihnen im Dienst gewesen, zu sein. Der Hilfsversammlungsdiener wird den Studienleitern jede Woche eine Liste geben, worauf die Namen jener aufgeführt sind, die der Hilfe bedürfen."

Auch für die so Genötigten hat der KD ein "Schmankerl" bereit, wenn er weiter belehrt:

"Zweifellos werden einige der Neuen Weihnachten nicht mehr feiern und sich freuen, an diesen Tagen etwas zu tun, was Gott wirklich Ehre bereitet. Wartet nicht bis zum 25. Dezember, um sie mit in den Dienst zu nehmen, sondern verwendet diesen Tag bereits als weitere Dienstgelegenheit."

Ein "toller Tausch" mag man dazu nur sagen. Früher Weihnachten - vielfach als Fest für die Familie gefeiert - dass jetzt ausgewechselt durch das Treppenterrierdasein, auch an diesen Tagen!

KoenigreichsdienstZusammengefasst.1956 - 1961

Koenigreichsdienst 1963

Koenigreichsdienst 1961

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