Geschrieben von Nixe am 11. September 2004 16:28:18:

Nachdem ich nach 2jährigem Ausschluss (eigentlich wollte ich mich lossagen, aber die Ältesten haben mich soweit gebracht, dass ich mich ausschließen lassen habe - wie blöd war ich damals???) wieder aufgenommen wurde - nach nur 4 Monaten Versammlungsbesuch ;-) - weiß ich nun, 4 Jahre später, nicht was ich will.

Wenn man längere Zeit nicht in die VS geht, macht sich in einem das Gefühl von Freiheit breit. Ich vermisse z. Zt. eigentlich nichts. Ich glaube, ich brache Religion nicht. Warum soll ich mich dann von so vielen Dingen fertig machen lassen?

Der Leistungsdruck, damit man von Gott -eigentlich von den Glaubensbrüdern - akzeptiert wird ist weg; das ist schön.

Kein Warten auf Einladungen von Glaubensbrüdern - Da man ja sonst wenig Leutchen außerhalb der Glaubensgemeinschaft kennt ist man darauf schon angewiesen(Worte meiner Mutter: "Wenn du fleißig in den Dienst gehst und regelmäßig die VS besuchst, wirst du auch eingeladen und wirst Freunde finden." Pah - wirklich wahre Feundschaften bei den Zeugen habe ich noch nicht erlebt).
Nicht das Gefühl zu haben, ich muss (in theokratischer Hinsicht) funktionieren, um von anderen Glaubensbrüdern akzeptiert zu werde - wahre Freundschaft, wahre brüderliche Liebe, bei der es um den Menschen geht??

Leider eine Geschichte die sich auch auf mein sonstiges soziales Umfeld ausgewirkt hat. Mir fällt es schwer Freundschaften zu knüpfen da ich immer das Gefühl habe, das ich nicht vollwertig bin - traurig aber wahr!
Gleichzeitig habe ich aber auch (zum Glück abklingende)Gewissensbisse, seit dem ich so gut wie gar nicht in die Versammlung gehe (ich war immer ein sehr linientreuer Mensch, aber eher weil ich der Typ Angsthase bin). Als ich vor einem Jahr solche Internetseiten aufrief, hatte ich ein schlechtes Gewissen vom feinsten. Und nun? Ist mein Gewissen abgestumpft?? Nein, ich fange nur an selbstständig zu denken! Mal sehen, wo das hinführt ;-))

Wer fühlt oder fühlte sich ähnlich wie ich?

Geschrieben von K am 11. September 2004 21:41:38:

Als Antwort auf: Hin- und hergerissen geschrieben von Nixe am 11. September 2004 16:28:18:

den worten von bianca ist nur wenig hinzuzufügen.
der "sklave" ist kein mittler zwischen dir und gott.
er ist mittler zwischen dir und deinem gewissen.
und das wird so ziemlich manipuliert.
"die heilsame furcht gott zu missfallen"......was wird gott eigentlich so alles unterstellt!?
wahre freunde wirst du auch kaum finden, da alles an deinem "theokratischem" denken und handeln gemessen wird.
als ich damals anfing, meinen eigenen glauben zu leben, der sich unter anderem darin äusserte, das ich nicht alles kommentarlos und in demut hinnahm, viel einiges an "freunden" schon weg. das erkennen das du keine wirklichen freunde hast, ist der erste weg zur abnabelung, denn er spielt sich in deiner direkten umwelt ab. ich lernte wie es mein leben vereinfachte, keinen kontakt mit menschen zu haben, die mich als schlechten umgang bezeichnen und angst haben das ich sie zum zweifeln bringe.
das beste daran ist: zu dieser zeit war ich von der lehre noch total überzeugt............
nach und nach hatte ich meine eigenen abmachungen mit gott, was eigentlich mein gewissen war. ich befreite mein konditioniertes gewissen. mit der zeit konnte ich das bild von gott, was dort gezeichnet wird, nicht mehr unterstützen.
ich entwuchs dieser lehre.
die gewissensbisse werden verschwinden, denn sie wurden in dir von anderen kultiviert. gott, oder nennen wir es das leben, droht nicht. das leben verdammt niemanden, der seinen eigenen weg geht.
auch jeder zeuge geht seinen eigenen weg......... auf eine weise. WW wird mir da zustimmen. und natürlich ist die frage der toleranz, von vers. zu vers. unterschiedlich.
aber gott dazu zu benutzen, in menschen ein schlechtes gewissen zu züchten, ist ein schritt zurück ins mittelalter.
ich stehe dem einzelnen zeugen weder positiv noch negativ gegenüber.
es sind menschen, die sich einen weg für ihr leben ausgesucht haben, und zum großen teil wirklich überzeugt davon sind. die lehre an sich und ihre propagierung durch die WTG/sklave sehe ich allerdings als eine beleidigung an das leben/gott an.
wohin dich selbstständiges denken führen wird!?
direkt zu DIR selbst.
K

Geschrieben von Bianca am 11. September 2004 20:41:51:

Als Antwort auf: Hin- und hergerissen geschrieben von Nixe am 11. September 2004 16:28:18:

den Zustand kenne ich aus meiner Erfahrung ganz gut.
Das kann bis zur Entscheidungsunfähigkeit führen.
Man hat sozusagen seinen Weg verloren.
Mir persönlich hat folgende Überlegung geholfen:
Wenn ich so dabei bleibe, habe ich keine Hoffnung auf Überleben in die neue Ordnung.
Obwohl vordergründig dort, mit dem Bestreben womöglich alle Erwartungen zu erfüllen (Linientreue), bin ich nicht mit dem Herz dabei, wie ich dabei sein sollte. Dann kann ich doch genauso gut weggehen und komme als Alternative auch um.
So habe ich zumind. den Glauben damals verstanden, andere haben da eine andere Meinung, und die sei ihnen zugestanden.
Der Fortschritt im eigenen Handeln, kam bei mir mit immer klarer werdender neuer Zielsetzung, den eigenen Sinn im Leben zu erarbeiten, wie ein HB. Und das war die größte Arbeit.
Meist wußte ich nicht, was ich will, aber ich wußte immer was ich nicht will. Und so tat ich einfach nichts was ich nicht mehr wollte.
Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich ich immer klarer in meinen Entscheidungen wurde und auch dazu stehen konnte.
Auch Du bist kein Angsthase, Du bist linientreu, jetzt versuchst Du Dir selbst treu zu sein. Und das ist schwer, denn man soll doch Jehova treu sein. Es ist aber zu schaffen. Vielleicht magst du Dir mal Frage stellen: Warum bin ich zurück? Warum kann ich nicht einfach loslassen? Die Antwort könnte Dir in deiner Entscheidung weiterhelfen.
Linientreue und Mut waren ehemalige Erfordernisse, denn wir wollten Gott gefallen. Auf Schuldgefühle und Gewissenbisse sind manche ansprechbar und lenkbar. Doch jetzt nimmt man die Eigenverantwortung an und zieht sich keinen "Schuh" an, der nicht zu einem gehört, und setzt diese positiven Merkmale wie Linientreue, Glauben und Mut einfach für sich ein.
Mit dem Abstand gewinnt man an Objektivität zu dem was man einst geglaubt hat. Erst mit der Zeit kommt der Glaube an sich selbst heraus und erst später kann man sehen, dass man sich oft unschuldig schuldig gefühlt hat.
Das mit den Freunden kann bei manchen Zeit dauern, denn erst muss der Stolz im Kopf fallen, bevor man andere an sich heranlässt, andere ernst nimmt - Es ist eine schwierige Situation,denn die Vergangenheit kann abstempeln und die Vergangenheit beeinflußt aber auch das Jetzt.
Und es kann furchtbar schwer sein,einfach mal zu sagen Meine Entscheidung war richtig, es ist o.k. Ich bin o.k.
Je schneller man zu sich selbst steht, desto schneller gehts voran, auch mit dem Umfeld. Was kommt und wie es weitergeht, bestimmst allein Du. Keiner darf dir die Entscheidung ob du dort bleiben möchtest oder lieber weggehen möchtest, abnehmen. Das musst du alleine entscheiden. Du hast aber dabei Zeit. Stehen hinter dem was man will, und wie man sich wohlfühlt. Vor allem sich selbst ernst nehmen. Nicht überzeugende Logik mag der Weisheit Schluss sein, sondern es gibt auch den Bauch. Schlimm ist es,wenn die Logik nicht zu Gefühlen passt.
Was dann??

Alles Liebe
Bianca

Geschrieben von Julie am 11. September 2004 22:34:22:

Als Antwort auf: Re: Hin- und hergerissen geschrieben von Bianca am 11. September 2004 20:41:51:

Kann man denn eigentlich auch an "Jehova" glauben ohne das man zu den Zeugen Jehovas gehört?

Ich meine in erster Linie Ex-Mitglieder, die vielleicht nicht unbedingt aus den eigentlichen Glaubensgründen (Verlust des Glaubens an Jehova) den Verein verlassen haben, sondern z.B. aus vielen anderen Gründen (Heuchlerei unkorrektes Verhalten, Intrigen usw . )dem Verein den Rücken kehren.

Gruß Julie

Geschrieben von Nixe am 12. September 2004 00:36:15:

Als Antwort auf: Re: Hin- und hergerissen geschrieben von Julie am 11. September 2004 22:34:22:

Eigentlich sollte das möglich sein. Allerdings bekommst du dann zu hören, dass man nur vereint, d. h. in der Versammlung, Jehova anbeten kann. Und das ist lt. WT-Gesellschaft nur bei den ZJ´s möglich, da nur ihr Glaube der einzig wahre ist. D. h. im Zeugenklartext: einmal die "Wahrheit" kennengelernt, gibt es nur die Möglichkeit seinen Glauben an Gott innerhalb der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas zu leben. Du hast quasi keine andere Wahl mehr. Denn wenn du dich dann doch anders entscheidest, entscheidest du dich in den Augen der ZJ´s automatisch gegen Gott. Sie checken es nicht, dass es möglich ist, weiterhin an Gott zu glauben. Glauben an Gott wird automatisch mit Glauben an die WT-Gesellschaft gleichgestellt. Aber die ist nicht Gott.

Ich werde nie den Satz eines Kreisaufsehers vergessen, der von der Bühnen polterte: "Wer nicht regelmäßig die Versammlung besucht, wird nicht ins Paradies kommen!" Ich wär damals - obwohl ich seinerzeit regelmäßig da war und alle Erwartungen erfüllte - am liebsten auf der Stelle aufgestanden, um den Saal zu verlassen. Stellt sich die Frage wieviele Glaubensbrüder und -schwestern aus einem wirklich inneren Bedürfnis und nicht aus "Einschüchterung und Angst" kommen.
Und das ist der springende Punkt. Du hast bei den ZJ´s nicht die Möglichkeit ein eigenständiges, selbst entdecktes Verlangen nach Gott zu entwickeln, ihn ganz persönlich, unabhängig von WT-Veröffentlichungen und nur anhad der Bibel und der Natur, zu erforschen, da dir permanent diese Möglichkeit in den Zusammenkünften abgenommen wird. Hier wird dir jegliches Nachsinnen über die Bibe abgenommen, da die Bibel automatisch (für einen ZJ zwingend) mit den Ansichten der WT-Gesellschaft verknüpft wird. Du hast nicht die Möglichkeit dir dein eigenes Bild zu machen.

Wenn man so wie ich von Kindheit an dabei ist, ist es unheimlich schwer zu Gott zu finden, ohne immer wieder das im Kopf zu haben, was man jahrelang in der Versammlung gehört und in den Veröffentlichungen der WT-Gesellschaft gelesen hat.

Ich weiß nicht ob ich mit oder ohne Glauben leben möchte. Diese Entscheidung steht noch aus. Ich weiß nur, dass mein Glaube mich frei machen soll, mir Selbstbewusstsein geben soll und ich mich mit ihm wohlfühlen kann. Wenn, dann soll es in erster Linie um mich ganz persönlich und Gott gehen! Nicht um "du musst" und "du darfst nur dieses und jenes"! Das werde ich dann schon selber herausfinden - selber herausfinden was ich für Gott tun möchte, wie ich meinen Glauben leben möchte.

Heute nachmittag für ein Wagen vor mir, der die Aufschrift trug: "Gott liebt jeden Menschen der seinen Fuß auf die Erde setzt!" Das ist doch mal ein Satz, der gute Laune macht, der Lust auf Gott macht, der nicht Auf- und Abwertung beinhaltet, Kontrolle und Bestrafung. Das macht doch Lust auf mehr! Ganz aus dem Inneren heraus! Frei von Zwängen und Ängsten! So soll doch Glaube sein, oder???

Es gibt in meinem Bekanntenkreis einige Personen, die sich freiwillig entschieden haben, Christen zu werden. Ohne dass sie jahrelang irgendwelche Dinge über Gott und die Bibel eingetrichtert bekommen haben. Ist ihr Glaube nichts wert? Ich kann mir nicht Vorstellen, dass Gott ihre Bemphungen nicht anerkennt. In den Augen der Zeugen ist es aber leider so, dass der Glaube dieser Menschen nichts wert ist. Das ist sehr anmaßend.....

Geschrieben von Willi W... am 13. September 2004 09:00:50:

Als Antwort auf: Re: Hin- und hergerissen geschrieben von Nixe am 12. September 2004 00:36:15:

Hallo Nixe,

ich bin seit Kindheit dabei, und das prägt schon sehr.

Du hast geschrieben:
Du hast bei den ZJ´s nicht die Möglichkeit ein eigenständiges, selbst entdecktes Verlangen nach Gott zu entwickeln, ihn ganz persönlich, unabhängig von WT-Veröffentlichungen und nur anhad der Bibel und der Natur, zu erforschen, da dir permanent diese Möglichkeit in den Zusammenkünften abgenommen wird. Hier wird dir jegliches Nachsinnen über die Bibe abgenommen, da die Bibel automatisch (für einen ZJ zwingend) mit den Ansichten der WT-Gesellschaft verknüpft wird. Du hast nicht die Möglichkeit dir dein eigenes Bild zu machen.

In meinem Fall (und auch bei einigen Freunden) ist das nicht so. Ich laufe gern durch die Natur, denke über Gott, die Welt und mich nach und bete dabei. Und in den Zusammenkünften bin ich auch nicht immer geistig anwesend, wenn irgendein interessanter Gedanke kommt, dann ist der dran, durchdacht zu werden. Eine Religionsgemeinschaft ist für mich ein Mittel, Gott näher zu kommen, und wenn sie das für mich nicht schafft, dann ist es für mich die falsche. Vielleicht ist das bei Dir der Fall. Dann trenne dich davon, aber versuche, dabei nicht Jehova zu verlieren. Ob er Dich wirklich dafür verwirft, wirst Du sehen. Ich weiß, daß das nicht gerade die offizielle Lehre von JZ ist, aber das persönliche Verhältnis zu Gott zu bewahren, indem man sich von einer Religion trennt (wenn das denn möglich ist) ist sicher besser als Gott zu verlieren und einer Religion treu zu sein. Es braucht aber einiges an Persönlichkeit und Mut, um das zu tun. Viele können das nicht.

Gut, daß nicht Menschen entscheiden, wer Gott gefällt!

Gruß
WW

Geschrieben von Nixe am 13. September 2004 18:45:13:

Als Antwort auf: Re: Hin- und hergerissen geschrieben von Willi W... am 13. September 2004 09:00:50:

Hallo WW!

Danke für deine "Antwort", sie bringt mich zum Nachdenken.
Ich habe erziehungsbedingt immer alles sehr verkrampft gesehen und sehr ernst genommen... entweder ganz oder gar nicht. Kompromisse bezügl. des Glaubens, damit konnte ich mich nicht anfreunden.
Wenn es in der Versammlung mal nicht so lief/läuft, wie man es sich vorstellt, neigt man jedoch dazu, sich an den Brüdern und deren Verhaltensweisen hochzuziehen: Der oder die macht dies oder das und genießt trotzdem hohes Ansehen in der VS. , weil er durch Wortgewandtheit und Äußerlichkeiten täuschen kann. Das ist unehrlich und ungerecht - zwei Eigenschaften die einfach nur charakterlos sind. Und wenn man halt so drauf ist wie ich, dann reißt einen das ganz schön runter. Man könnte es so formulieren: Man verliert den Glauben an das Gute.

Es gab mal Zeiten, da habe ich mich an solchen Dingen nicht hochgezogen, da ich mir dachte: Das ist deren und Jehovas Problem. Aber wenn man mal ´ne schwache Phase erwischt oder sich von Brüdern falsch behandelt fühlt (z. B. wirst in der neuen VS nicht wirklich wahrgenommen usw.), neigt man dazu sich nicht auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Natürlich sollte man in erster Linie in die Versammlung gehen, um seinen Glauben zu Jehovas zu stärken. Aber dann lässt man sich von den Unvollkommenheiten der anderen runterreißen. Ich bin aber auch nur ein Mensch und ich reagiere auf (un-)soziales Verhalten sehr empfindlich.
Ich hoffe das dies nicht zum Fallstrick für mich wird.

Ich finde es gut, dass du deinen eigenen Weg gefunden hast. Ein Verwandter von mir, mit dem ich über solche Dinge reden kann, sieht die Dinge so wie du. Vielleicht sollte ich diese Einstellung mal überdenken, statt vorschnell einen Schlussstrich unter die Sache zu ziehen.

Denn mal ehrlich: Wenn man mal in die anderen Religionsgemienschaften reinschaut, merkt man, das das was sie lehren oft nicht sehr tiefgehend ist und sehr viel heidnisches mit biblischem vermischt wird. Und mit einem biblisch gut geschultem Verstand kann man da auch nicht so ohne weiteres hinwegsehen. Ein Andersgläubiger, der eine zeitlang unsere Zusammenkünfte besuchte, sagte mir gestern
- ich sprach mit ihm über meinen momentanen "Zustand" -das es in der Kirche noch nie so klar, logisch und verständlich die Bibel erklärt bekommen hat.

Und hier wieder das Problem: In einer anderen Religionsgemeischaft kann man als Ex-Zeuge mit dem biblischem Wissen das man bei den ZJ´s erlangt hat denke ich auf Dauer nicht glücklich werden.

Ob man Jehova ganz allein anbeten kann???

Deine Worte im Kopf, sich nicht ganz von Jehova abzuwenden und es mit einer etwas liberaleren Einstellung zu sich selbst und zu den Brüdern in der Versammlung gegenüber zu versuchen, verabschiede ich mich erst mal an dieser stelle.

Vielleicht lese ich ja noch was von dir ;-)

Also bis dann!

Geschrieben von Willi W... am 14. September 2004 08:18:03:

Als Antwort auf: Re: Hin- und hergerissen geschrieben von Nixe am 13. September 2004 18:45:13:

Hallo Nixe,

Danke für Deinen Beitrag. All das, was Du schreibst, kenne ich auch. Und auch das mit dem Kasperletheater. Stimmt. Ich habe alle Phasen durchgemacht, von oberglücklich in der Versammlung bis todtraurig und wieder zurück. Man lernt Menschen, mit denen man oft und eng zusammen ist, eben auf eine besondere Weise kennen. Oft habe ich mich gefragt: warum tust du dir das an? Und das ist der springende Punkt für mich: Jehova. Wegen ihm. Trotz aller Probleme, die es in den Versammlungen gibt, ist das für mich der einzige Weg, ihm nah und näher zu kommen. Um ihn dreht sich alles.

Aus diesem Grund habe ich hier in diesem Forum auch die Frage gestellt, wer denn an Gott glaubt. Kam aber nicht viel. Ich denke, viele haben wegen menschlicher Probleme den Draht zu Gott verloren oder gekappt. Und das will ich auf keinen Fall.

Ich habe mich auch oft gefragt, wie Jehova wohl die Versammlung/WTG sieht. Ich habe es noch nicht endgültig ergründen können. Sicher ist nicht alles so, wie er es möchte. Aber wo würde er es denn sonst finden? Ich habe mich mit vielen religiösen Gruppen auseinander gesetzt. Da ist einfach niemand, der halbwegs dem entspricht.

Er hat mit den menschlichen Problemen immer gut umgehen können, denn nie waren Menschen fehlerfrei, was ihn und seinen Sohn aber nie abgehalten hat, sich Menschen zu nahen, die ihn suchen. Wenn es danach gegangen wäre, hätte Jesus vor lauter Sorge um seine Jünger die Erde nicht verlassen dürfen, so sehr waren sie nebendran. Aber er hat ihnen vertraut. Und wenn ich mir so ansehe, wie sich die Jünger oft gezofft haben, das war auch ein Kasperletheater. Nicht, daß ich das gut finde, eigentlich sollten wir daraus was lernen. Das funktioniert aber nur beim einzelnen, der einzelne Mensch ist intelligent, eine Gruppe von Menschen nicht mehr. Also versuche ich als einzelner, mich weiter zu entwickeln und vertraue darauf, daß es die anderen auch irgendwann gebacken kriegen. Und ich hoffe, daß mir nicht die Geduld ausgeht.

Viel Erfolg dabei, DEINEN Weg mit Jehova zu finden wünscht Dir
WW

Geschrieben von Drahbeck am 14. September 2004 08:54:36:

Als Antwort auf: Re: Hin- und hergerissen geschrieben von Willi W... am 14. September 2004 08:18:03:

„Oft habe ich mich gefragt: warum tust du dir das an? Und das ist der springende Punkt für mich: Jehova. Wegen ihm. Trotz aller Probleme, die es in den Versammlungen gibt, ist das für mich der einzige Weg, ihm nah und näher zu kommen. Um ihn dreht sich alles".

Darauf würde ein Ludwig Feuerbach antworten:

"Ich verneine nur das phantastische Scheinwesen der Theologie und Religion, um das wirkliche Wesen des Menschen zu bejahen."

"Das für den Menschen empfindlichste, schmerzlichste Endlichkeitsgefühl ist aber das Gefühl oder das Bewußtsein, daß er einst wirklich endet, daß er stirbt. Wenn der Mensch nicht stürbe, wenn er ewig lebte, wenn also k e i n T o d wäre, so wäre auch k e i n e R e l i g i o n." "Der Mensch befriedigt in der Religion k e i n e a n d e r e n W e s e n; er befriedigt in ihr sein e i g e n e s W e s e n."
"Der Mensch glaubt Götter nicht nur, weil er Phantasie und Gefühl hat sondern auch, weil er den Trieb hat, glücklich zu sein.
Er glaubt ein vollkommenes Wesen, weil er selbst vollkommen zu sein wünscht; er glaubt ein unsterbliches Wesen, weil er selbst nicht zu sterben wünscht. Was er selbst nicht ist, aber zu sein wünscht, das stellt er sich in seinen Göttern als seiend vor; die Götter sind die als wirklich gedachten, die in wirkliche Wesen verwandelten Wünsche des Menschen; ein Gott ist der in der Phantasie befriedigte Glückseliigkeitstrieb des Menschen. Hätte der Mensch keine Wünsche, so hätte er trotz Phantasie und Gefühl keine Religion, keine Götter."

Gottes Zweck - die Liebe Gottes zu mir nichts als meine vergötterte Selbstliebe. Woran glaube ich also in der Vorsehung als an die göttliche Realität und Bedeutung meines eignen Wesens?

"'Wer Wissenschaft hat', sagt schon Goethe, 'braucht die Religion nicht'. Ich setze statt des Wortes 'Wissenschaft' Bildung, weil Bildung den ganzen Menschen umfaßt."

"Mir war es und ist es vor allem darum zu tun, das dunkle Wesen der Religion mit der Fackel der Vernunft zu beleuchten, damit der Mensch endlich aufhöre, eine Beute, ein Spielball aller jener menschenfeindlichen Mächte zu sein, die sich von jeher, die sich noch heute des Dunkels der Religion zur Unterdrückung des Menschen bedienen.
Mein Zweck war, zu beweisen, daß die Mächte, vor denen er sich nicht scheut selbst blutige Menschenopfer darzubringen, um sie günstig zu machen, nur Geschöpfe seines eigenen unfreien, furchtsamen Gemütes und unwissenden, ungebildeten Verstandes sind, zu beweisen, daß überhaupt das Wesen, welches der Mensch als ein anderes von ihm unterschiedenes Wesen in der Religion und Theologie sich gegenübersetzt, sein eigenes Wesen ist, damit der Mensch, da er doch unbewußt immer nur von seinem eigenen Wesen beherrscht und bestimmt wird, im Zukunft mit Bewußtsein sein eigenes, das menschliche Wesen zum Gesetz und Bestimmungsgrund, Ziel und Maßstab seiner Moral und Politik mache."

Geschrieben von Willi W... am 14. September 2004 09:08:04:

Als Antwort auf: Re: Hin- und hergerissen geschrieben von Drahbeck am 14. September 2004 08:54:36:

Hi Drahbeck,

das ist genau das, was ich Nixe schrieb, viele hier haben Gott verloren und denken nur noch auf menschlicher, irdischer Ebene. Danke für die Erläuterung.

Gruß
WW

Geschrieben von Julius am 16. September 2004 17:12:18:

Als Antwort auf: Re: Hin- und hergerissen geschrieben von Willi W... am 14. September 2004 09:08:04:

man muss sich selbst lieben, erst dann ist man fähig seine Mitmenschen und Gott zu lieben.
Es ist durchaus möglich an Gott zu glauben und zu ihm zu beten mit einer gesunden Portion Egoismus.
Sich, seine pers. Ansichten , Meinungen, Gefühle, Ziele wahrzunehmen und ernstzunehmen und entsprechend zu handeln bzw. Konsequenzen umzusetzen, so ist der Mensch erschaffen worden. Der Mensch kann zweifeln, also darf er auch zweifeln. Wenn er sich schlecht fühlt, dann hat das seine Berechtigung. Und wenn er das offen ausspricht ist das legitim.
Was nützt und wem nützt und vor allem wer will das, das man vor lauter Selbstaufgabe sich selbst total hinten anstellt?
Gott?? Nein er ist ein liebevoller Vater und welcher Vater und welche Mutter würden so was von ihrem Kind fordern, es geschweige denn so erziehen.Zu unselbstständigen Erwachsenen, die ihr Leben nicht alleine regeln können???
Nur Menschen, die über andere Menschen Macht ausüben wollen, erziehen ihre Anhänger zu so einer Einstellung.(ein Erkennungsmerkmal von Sekten allgemein)
Die Schlauen brauchen niemanden, der ihnen sagt, was sie zu tun und zu lassen haben, der Gescheite kriegt sein Leben auf die Reihe, die Dummen brauchen die Gescheiten und die Schlauen, damit sie für die Gescheiten und die Schlauen Position beziehen und erhoffen, dass von nun an ihr Leben geregelt wird. (Egoistenbibel
Darum hört man so Aussprüche, ich wüßte nicht, was aus mir geworen wäre.....Aber immer alles besser wissen....

Hast Du die schon mal die Frage gestellt, wer den Namen Jehovas zuerst in der Bibel benutzt hat?

Geschrieben von Nixe am 13. September 2004 19:30:43:

Als Antwort auf: Re: Hin- und hergerissen geschrieben von Nixe am 13. September 2004 18:45:13:

Ich möchte meine Worte noch ergänzen:

Es stimmt, man muss ein starker Mensch sein, um die ZJ´s zu verlassen.

Man muss aber auch ein starker Mensch sein, um das ganze Kasperletheater, was man dort so geboten bekommt - so denn man es als denkender Mensch hoffentlich erkennt und nicht die Augen davor verschließt, wie z. B. meine Mutter - mitzumachen.

Noch stärker sein, trotzdem zu der ganzen Sache eine gesunde Distanz zu haben und dabei Gott nicht aus den Augen zu verlieren.

Oft denke ich mir, warum tut man sich den ganzen Stress an?

Und hier komme ich zu dem Punkt: Will Gott sowas?
Will Jehova Kasperletheater???

Das ganze ist ein Teufelskreis!

Eigentlich hätte man sich nie taufen lassen sollen. Dann wäre man kein Kasper im Kasperletheater sonder nur entspannter Zuschauer, der für sich das Positive aus der ganzen Darbietung mitnehmen kann.

Geschrieben von Drahbeck am 13. September 2004 19:17:52:

Als Antwort auf: Re: Hin- und hergerissen geschrieben von Nixe am 13. September 2004 18:45:13:

Um dies auch zu sagen. Mir sind jene die sich auf liberalere Positionen verstehen (wollen) prinzipiell lieber als die Dogmatiker, die in der Regel bei den Zeugen das sagen haben. Nur, meine Zweifel bleiben: Ob die Liberalen sich auf Dauer bei den Zeugen zu halten vermögen. Dazu liegen mittlerweile zuviel anders orientierte Berichte vor.
Auch in einem der neueren Bücher von Ursula Neitz begegnet man solch einem Fallbeispiel, dass es mit der Liberalität versuchte. Ist derjenige ohne Dienstämter in der ZJ-Versammlung, mag er eine gewisse Chance haben, es so zu handhaben. Indem Moment wo die Schwelle überschritten wird, und offizielle Dienstämter wahrgenommen werden, wird er erfahren, dass sein „Spielraum" zusehends eingeengt wird.

Wie sagt man: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Das gilt auch für die Minderheit, die es mit liberalen Grundsätzen versucht. Entscheidend ist, wer die wirklichen Machtpositionen in der WTG-Organisation innehat. Man sehe sich doch mal die ganze Batterie der WTG-Kreisaufseher an, und wird dort kaum einen vorfinden, der nicht mit der subtilen Druckmasche arbeitet, soviel wie möglich an Predigtdienst und anderem mehr, herauszupressen.

Viel Glück, den Liberalen. Sie werden es gebrauchen können, nicht zuletzt in der Zeugenorganisation.

Etwas über Liberale

Geschrieben von Bianca am 11. September 2004 22:57:27:

Als Antwort auf: Re: Hin- und hergerissen geschrieben von Julie am 11. September 2004 22:34:22:

klar, aber wie soll man denn auf Dauer die Erwartungen erfüllen die Gott fordert? (Was erwartet Gott Bro)
Ein beständig innerer Kampf, der dann eine Entscheidung abverlangt. Geht man zurück oder geht man vorwärts und zersetzt den Glauben, in dem man zugänglich wird für andere Meinungen und Ansichten und andere Glaubensaspekte.
Manche gehen auf grund dessen, dass die Lehren wie eine "Mauer" in ihrem Kopf stehen wieder zurück. Manche können nichts anderes annehmen.
Manche können dann ihre Ansichten in dem Maas ändern, wie sie ihre Zweifel zulassen und auch zu den Zweifeln stehen.
Das ist bei jedem unterschiedlich.

Geschrieben von Drahbeck am 11. September 2004 16:55:00:

Als Antwort auf: Hin- und hergerissen geschrieben von Nixe am 11. September 2004 16:28:18:

Diese Erfahrung innerer Zerrissenheit ist wohl kein Einzelfall. Siehe das Beispiel Daniele P ..., die da auch zwischen Absprung und Wiederaufnahme bei den Zeugen (zu deren Bedingungen und das ist das Entscheidende) hin und herpendelte.
Ist man nicht oder noch nicht in der Lage, eine eindeutige Entscheidung zu treffen, verlängert man eigentlich nur seine Leidensphase.

Welchen Rat soll man da eigentlich geben? Nun den beispielsweise sich selbst Klarheit zu verschaffen, auch in ideologischer Hinsicht. Internet und Buchhandel bieten dazu durchaus einige brauchbare Angebote, die man nicht nur verbal, sondern auch inhaltlich zur Kenntnis nehmen sollte. So wie die WTG durch ihr standardisiertes „Wachtturmstudium" den Grundsatz permanenter Indoktrination anwendet; wäre es angebracht da kein Vakuum entstehen zu lassen, sondern sich umfassende Erkenntnisse anzueignen. Nur was man versteht, kann man auch beherrschen.

Auf der InfoLink-Webseite werden in sporadischen Abständen auch regionale Treffpunkte offeriert. Für viele hat sich die Wahrnehmung solcher Kontaktmöglichkeiten als hilfreich erwiesen; kann man doch so auch im direkten Kontakt mit anderen ähnlich Betroffenen erfahren, dass man mit seinen Sorgen und Problemen nicht allein dasteht.

Parsimony.3626

Was wollen wir Ungläubige hier erreichen?

Geschrieben von Joschi am 12. September 2004 00:05:21:

Was können wir hier erreichen? Nix! Weil den ZJ das Net nicht erlaubt ist! Es gibt nur wenige Ausnahmen die sich hier äußern, wenn die mal echt sind! Wir wollen doch nur zeigen was für eine Gewaltherrschaft dahinter Steckt! Langsam werde ich ein Feind dieser sogenannten "Religionsgemeinschaft", die nur die Menschen beeinflußt und sie um ihr Leben betrügt!

Geschrieben von ausgeschlossen am 12. September 2004 20:06:25:

Als Antwort auf: Was wollen wir Ungläubige hier erreichen? geschrieben von Joschi am 12. September 2004 00:05:21:

So isses. Ihr erreicht hier nix, weil ihr von falschen Paradigmen ausgeht und die Religionsgemeinschaft eben keine Gewaltherrschaft ausübt - das bildet ihr euch nur ein. Der ganze negative Kram erweist sich in der Realität als Luftblase, weil die Zeugen, die ich kannte, doch ganz vernünftig, gebildet, überhaupt nicht fanatisch sind. Wer sich beeinflussen läßt, betrügt sich selbst.

Geschrieben von B am 12. September 2004 11:36:10:

Als Antwort auf: Was wollen wir Ungläubige hier erreichen? geschrieben von Joschi am 12. September 2004 00:05:21:

Die GUTE BOTSCHAFT verkünden die von geistiger Sklaverei und Verblendung frei macht. Die die gläubigen Zeugen Jehovas einen Blick hinter die Kulissen der eigenen Gemeinschaft werfen lässt und zeigen, wie wenig alles mit der Bibel und einem Gottesglauben zu tun hat.

Nur lesen muss mann und sein Gehirn dabie einschalten.

Das gehirm einaschalten bedeutet nicht, vorgefertigte Denkmuster zu übernehmen.

Geschrieben von Drahbeck am 12. September 2004 07:08:09:

Wie es die „klassischen Printmedien" mit dem Internet halten, ist sehr unterschiedlich. Einige stellen eine Auswahl Online. Andere ein größeres Angebot. Wieder andere gewähren nur ihren Abonnenten Zugang und was derlei Einschränkungen mehr sind.
Eine Variante solcher Einschränkungen hat sich auch die Evangelische Wochenzeitung „Die Kirche" ausgedacht. Die stellt auch nur eine Auswahl Online, lässt die aber nur sieben Tage im Netz, dann erfolgt die Löschung.

Ihre derzeitigen drei Online-Artikel erscheinen mir in gewisser Hinsicht charakteristisch. Sprechen sie doch „brennende" Themen mit an, wie da beispielsweise sind: Hartz IV. Oder auch der Finanztransfer, diesmal auf kirchlicher Ebene in den Osten. Ohne den würde wohl das kirchliche Ostleben noch weiter verwelken.
Abgeschlossen wird das noch mit einem Interview mit dem Referenten an der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, in dessen Blickfeld sich unter anderem auch die Zeugen Jehovas befinden (über Allgemeininformationen kaum hinausgehend) aber auch atheistische Strömungen.

Hier nun hält er letzterer wieder ihre organisatorische Schwäche vor. Die ist bekannt. Mir scheint indes einen Aspekt reflektiert er nicht ausreichend. Ohne das Melken der Staatskassen, das auch seine Kirche kunstgerecht versteht, und dies nicht erst seit heute. Ohne diesen Transfer dürfte wohl auch seine Kirche zunehmend jene Schwächezeichen aufweisen, die er der nichtchristlichen Szene glaubt vorhalten zu können.

Geschrieben von Willi W... am 13. September 2004 09:15:56:

Als Antwort auf: Gibt es in Afrika eine Abspaltung der ZJ? geschrieben von Julie am 12. September 2004 12:40:41:

Hi,

in Afrika ist Jehova als Gottesname noch sehr verbreitet, und es ist recht wahrscheinlich, noch andere religiöse Gruppen da zu treffen, die mit JZ nichts zu tun haben, obwohl sie ähnlich heißen.

Gruß
WW

Geschrieben von Drahbeck am 12. September 2004 13:26:54:

Als Antwort auf: Gibt es in Afrika eine Abspaltung der ZJ? geschrieben von Julie am 12. September 2004 12:40:41:

Dieses Buch erschien im Jahre 1967 zu diesem Thema. Bis heute ist es, soweit es deutschsprachiges zum Thema betrifft, nach wie vor das Standardwerk dazu.
Eine Referierung zu dem Thema kann man auch den nachfolgenden Links entnehmen:

CVTower

19362Kitawala

afrikanisches.pdf

In einer zusammenfassendes Bibliographie zum Thema Zeugen Jehovas, ist für das Thema Kitawala ein eigenes Stichwort eingefügt, in der die zerstreute (deutschsprachige) Literatur zum Thema, soweit ermittelbar, zusammengefasst ist. Letzteres hat aber nur für die Sinn, welche sich wissenschaftlich damit befassen wollen, denn die Hilfestellung wissenschaftlicher Bibliotheken ist dazu unabdingbar; weil man ansonsten an die Mehrzahl der genannten Titel unter dem Stichwort Kitawala nicht herankommt.
Geschrieben von Julie am 12. September 2004 13:53:43:

Als Antwort auf: Re: Gibt es in Afrika eine Abspaltung der ZJ? geschrieben von Drahbeck am 12. September 2004 13:26:54:

Das könnte es sein, ich meine mich auch zu Erinnern, dass das Ganze im Kongo stattgefunden hat. Allerdings erinnere ich mich an den Namen "Kitawala" nicht mehr. Ich bin sicher, dass der Name der religiösen Bewegung zum Teil den Namen Jehovah trug (Jehovah's Kommune oder so ähnlich). Trotzdem danke für den Tipp

Geschrieben von Willi W... am 13. September 2004 10:06:42:

Hallo,

mich interessiert mal, wer von den Stammschreibern hier an Gott glaubt, und wie sich das auf das Leben auswirkt.

Danke für viele interessante Antworten.

Gruß
WW

Geschrieben von Drahbeck am 13. September 2004 10:16:58:

Als Antwort auf: Wer glaubt an Gott? geschrieben von Willi W... am 13. September 2004 10:06:42:

Die Antwort meinerseits, wird zwar nicht im Sinne von WW liegen, dennoch ist es auch eine Beantwortungsmöglichkeit, wie immer man sie inhaltlich auch bewertet.
Kurzgefasst halte ich es h e u t e mit Ludwig Feuerbach.
Andere werden, andere Meinungen und Positionen dazu haben

Feuerbach

Geschrieben von Willi W... am 13. September 2004 11:55:51:

Als Antwort auf: Re: Wer glaubt an Gott? geschrieben von Drahbeck am 13. September 2004 10:16:58:

Hi,

"in meinem Sinne" interessiert mich nicht, das weiß ich ja. Aber die Frage war ehrlich gemeint: mir bedeutet der Glaube an Gott sehr viel. Und ich möchte gern wissen, wie es bei den anderen Teilnehmern an diesem Forum ist. Nicht mehr und nicht weniger.

Gruß
WW

Geschrieben von Joschi am 13. September 2004 14:48:41:

Als Antwort auf: Re: Wer glaubt an Gott? geschrieben von Willi W... am 13. September 2004 11:55:51:

Ich glaube nicht an diese Märchen ich lebe auch ohne Gott ganz gut!!!

Geschrieben von Drahbeck am 14. September 2004 02:09:49:

Als Antwort auf: Re: Zensor Osch geschrieben von Drahbeck am 18. August 2004 04:44:47:

Zensor Osch war wieder mal am Wirken. Wie schon bei seiner Überarbeitung des Russell-Artikels in der Wikipedia; agierte er nun ähnlich im Falle Rutherford.
Was es zu diesem kritisches zu sagen gilt, wurde sorgfältig wegretuschiert; wie z. B. die nachfolgenden Passagen:

Ideologisch hatte er (Rutherford) mit der Nichterfüllung der Endzeiterwartungen zu kämpfen. Sie wurden von ihm durch die Einführung des neuen Orientierungsdatums [1925] kompensiert
In den Wirren des ersten Weltkrieges und mit dem [1917] erfolgten Kriegseintritt der USA, profilierte er sich als entschiedener Kriegsgegner. Die nationalistische Euphorie jener Jahre in den USA bewirkte, dass er als "Staatsfeind" bewertet und zusammen mit anderen Führungsmitgliedern der Wachtturmgesellschaft, auf mehrere Anklagepunkte hin, zu jeweils 20 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde.

Nach Beendigung des Weltkrieges kam er gegen Kaution wieder frei. In Neubewertung der Politik der USA, wurde später dann dieses Gerichtsurteil niedergeschlagen.
Unter seiner Ägide wurde die weitere internationale Ausbreitung der damals sich noch "Bibelforscher" nennenden Religionsgemeinschaft forciert. Schwerpunkt dabei auch das durch Krieg und Inflation gebeutelte Deutschland. Schon nach kurzer Zeit überflügelte Deutschland, Mitgliedermäßig etwa solche Länder wie Großbritannien, wo die Bibelforscher schon früher präsent waren.

Als "Befreiungsschlag" war die 1931 erfolgte Umbenennung der Gemeinschaft in Zeugen Jehovas konzipiert. Seit seinem Machtantritt gab es Gruppen, die Rutherford faktisch exkommuniziert hatte, die weiterhin sich auch Bibelforscher nannten. Mit der Namensänderung erfolgte auch hierdurch die Zäsur.
Nach diesem Schritt war die weitere bedeutende Leistung von J. F. Rutherford, die endgültige Durchsetzung der "Theokratie"; faktisch gleichbedeutend mit der Diktatur der Führungsoligarchie der Zeugen Jehovas.

Bemerkenswert auch seine stark ausgeprägte antikirchliche Haltung; die ihn sogar dazu veranlasste den Begriff Religion negativ zu bewerten. Schon relativ früh erregte seine "Anklage gegen die Geistlichkeit" einiges aufsehen. Sie setzte sich über die Jahre kontinuierlich fort und fand wohl in den Büchern "Feinde" und "Religion" (sein giftigstes Buch - so eine Wertung), ihre Fortsetzung.
Wie die Schriften des Begründers Russell (" Schriftstudien "); so sind auch die immens vielen Bücher und Broschüren des Rutherford, heutzutage bei der Wachtturmgesellschaft nicht mehr erhältlich.

Aufsehen erregte auch der Bezug der eigens für ihn gebauten Fürstenvilla "Beth Sarim", die formal weiterhin dokumentieren sollte. Wir glauben weiterhin an die Erfüllung der für 1925 verkündeten Ereignisse. Sein Schlagwort "von den Millionen jetzt Lebender - die niemals sterben würden" ist dabei legendär geworden. Nachdem der Zweite Weltkrieg ausgebrochen, wähnte Rutherford auch in ihm einen "Meilenstein" im Sinne dieser Erwartungen. Kurz vor seinem Tode gab er in seinem Buche "Kinder" daher noch die Parole aus, mit dem "heiraten bis nach Harmagedon zu warten"; da es sich ja nur noch um einige "wenige" Jahre handeln könne
Sein Nachfolger N. H. Knorr hatte denn nichts eiligeres zu tun, als zwei von Rutherford eingeleitete Dinge zu korrigieren. Die auf den Zweiten Weltkrieg bezügliche Endzeit-Naherwartung korrigierte er in seinem Vortrag (und Broschüre) mit dem Titel "Weltfrieden - ist er von Bestand?". Und die so viel Aufsehen erregende Fürstenvilla "Beth Sarim" ließ er klammheimlich verkaufen

Geschrieben von Drahbeck am 16. September 2004 14:52:34:

Als Antwort auf: Re: Fr Harmagedonnfetischisten und die die die Vernichtung lieben geschrieben von Gusti am 16. September 2004 14:40:04:

Argumentationslinien dieser Art sind ja nicht unbekannt. Besonders seitens der Zeugen Jehovas, die schon früher jede Katastrophe in ihr Endzeitszenario einbauten. Es liegt auf der Hand, dass da eine zumindest ideologische Beeinflussung durch letztere zu vermuten ist.

Geschrieben von Julie am 10. September 2004 17:12:23:

hier ein paar (Spar)Witze...

Bethel (Bettel)-Einkommen:
Der Zweigaufseher begrüßt den Neuen im Bethel und sagt zu ihm:
"Ich möchte dich bitten, niemandem zu sagen, was du hier bezahlt erhältst."
Lächelt der Neue schmerzvoll:
"Keine Bange, ich denke wie du: Ich schäme mich auch."

Mitarbeitermotivation:
Freitagappell in Selters:
"Liebe Brüder, wir haben zwei Nachrichten für euch, eine gute und eine schlechte. Zum Wochenende gibt es keinen Ausgang. Wir haben Großreinemachen und Fußbodenschrubben in der gesamten Anlage. Nun die gute Nachricht: Es sind genügend Kübel und Putzfetzen vorhanden!"

Überraschung
Schwester Meyer überrascht ihren Mann im Büro mit der Sekretärin auf dem Schoß. Geistesgegenwärtig diktiert er:
"Trotz der finanziellen Krise unserer Gesellschaft ist die Anschaffung eines zweiten Stuhles für mein Büro unumgänglich."

Auskunft
Der Sohn einer "Vorzeige-Zeugen Jehovas-Familie" muß wohl oder übel auch die Pflichtschule hinter sich bringen. Einmal kommt er nach Hause und fragt seinen Ältesten-Vater:
"Wer war Hamlet?"
"Du sollst selbständig lernen um mehr Reife zu erlangen, mein Sohn - hol die Bibel und schau nach", antwortet er.

Privileg
Zwei Bethelarbeiter treffen sich nach der Arbeit.
In welcher Abteilung arbeitest du denn jetzt?"
"In der Versandabteilung."
"Am Band?"
"Nöö - wir dürfen frei herumlaufen!"

Symptome
Ein altgedienter, treuer, fleissiger und verheirateter Seltersbewohner konsultiert den Bethelarzt:
"Bruder Doktor, wenn ich mit meiner Frau schlafe, wird mir abwechselnd heiß und kalt."
"Wie oft schläfst du denn mit ihr?"
"Einmal im Sommer und einmal im Winter."

Geschrieben von Willi W... am 13. September 2004 08:34:57:

Als Antwort auf: ZJ - Witze geschrieben von Julie am 10. September 2004 17:12:23:

Hi,

ich habe hier einen zum Nachdenken:

Auf einer Saal-Baustelle liegen zur Mittagszeit auf jedem Platz ein Reißnagel mit der Spitze nach oben.
Der JZ aus Amerika, sieht ihn, und schnippt ihn wortlos mit dem Finger weg und setzt sich.
Der JZ aus Frankreich sieht ihn, sagt: "Oh, ein Reißnagel", legt ihn auf die Seite und setzt sich.
Der JZ aus Deutschland sieht ihn, sagt: "Oh, ein Reißnagel, die WTG hat sich sicher was dabei gedacht", und setzt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht.

Gruß
WW

Geschrieben von ausgeschlossen am 12. September 2004 19:54:04:

Als Antwort auf: ZJ - Witze geschrieben von Julie am 10. September 2004 17:12:23:

Die witze sehen mir ganz danach aus, auf die Zeugen Jehovas umgeschrieben zu sein. "Der Zweigaufseher begrüßt den Neuen im Bethel .." Ich habe mich erkundigt: sowas gab´s vor Jahrzehnten! Du lachst dich kaputt, aber der Zeigaufseher begrüßt schon irrsinnig lange keine Neuen mehr. Und "was du hier bezahlt erhältst", stimmt so auch nicht, weil die Ordensleute nicht "bezahlt" werden.

Und was soll der Freitagappell? Gibt`s nicht. Da hat jemand entweder keine Ahnung oder adaptiert hier was aus der Nachkriegszeit. Bei "Sekretärin auf dem Schoß ..." lach ich mich kaputt, aber nicht über den Witz sonder über die Naivität, wie man Leute, die die Zeugen Jehovas nicht kennen, für dumm verkaufen möchte.

Und was soll eine "Vorzeige-Zeugen Jehovas-Familie" sein? Beim "Witz" vom Bethelarzt geb ich´s auf, solche Witze habe ich schon woanders gelesen ... Da lachen ja die Hühner, wenn das Zeugen-Jehovas-Witz sein sollen! ;-)

Geschrieben von Julie am 19. September 2004 16:59:41:

Als Antwort auf: Man lacht sich kaputt - das sind keine echten Witze! geschrieben von ausgeschlossen am 12. September 2004 19:54:04:

Mach Dir nicht ins Hemd du Spaßbremse!

Geschrieben von Peter am 13. September 2004 11:05:30:

Als Antwort auf: Man lacht sich kaputt - das sind keine echten Witze! geschrieben von ausgeschlossen am 12. September 2004 19:54:04:

Es ist eine Schande, dass ihr so langweilig seid !!!!!

Geschrieben von D. am 13. September 2004 13:54:41:

Als Antwort auf: Re: Man lacht sich kaputt - das sind keine echten Witze! geschrieben von Peter am 13. September 2004 11:05:30:

Da es keine Aktualisierungen auf der vormaligen „Spiessburger"-Webseite mehr gibt, sind einige der dortigen Dateien letzt auch in der Cartoon-Datei mit erfasst.

Cartoon

Geschrieben von Haan am 10. September 2004 19:49:17:

Als Antwort auf: ZJ - Witze geschrieben von Julie am 10. September 2004 17:12:23:

Ein Bischof und ein Rabbi jüdischer Fraktion ,- etwas älter gehen Arm in Arm durch die Fussgängerzone.
Auf der Höhe eines Wachtturmverkünders der schon seit vier Stunden unbeachtet dort steht, meint der Kardinal zum Rabbi mit etwas lauter Stimme.
"Irgendwie ist in letzter Zeit etwas los;- keiner beachtet uns, keiner grüsst uns,- komme mir etwas verlassen vor."

Der Zeugen- Prediger der unbeachtet von den beiden stehengelassen wurde schnappte diese Sätze auf, lief ein paar Meter hinterher und sagte, "wenn ihr beiden eure Tarnkappen absetzt und hier diesen Wachtturm hoch in die Luft haltet bekommt ihr mehr Beachtung, darauf wette ich!"

Geschrieben von Haan am 11. September 2004 14:02:25:

Als Antwort auf: Re: ZJ - Witze geschrieben von Haan am 10. September 2004 19:49:17:

Zeugen Jehovahs verteilen in der Fussgängerzone Zettel für den nächsten Vortrag am nächsten Sonntag.

Drei unauffällig gekleidete Leute nehmen diese Einladungen entgegen und erscheinen auch äusserst pünktlich zu diesen Termin, setzen sich gleich in die erste Reihe.
Der Saal füllt sich allmählig, alle Plätze besetzt bis auf die drei leeren Stühle in der letzten Reihe.

Für Saaldiener, Prediger und seine Frau bleiben nur die letzte Reihe übrig.

Die Ordner werden beauftrag die Herrn von der ersten Reihe nach hinten zu setzen.
" Sagt der Ordner zu dem Herrn der einen braunen Bart trägt, " guten Tag ,- das erste Mal hier?;- Wie ist denn ihr Name?"
"-Jesus von Nazareth-"!
-
" -Sagt der Ordner zu dem Herrn der einen etwas längeren weissen Bart und sehr langem Hirtenstab bei sich trägt; " guten Tag ,- das erste Mal hier?;- wie ist denn ihr Name?"
" -Moses vom Berge Sinai-"

Sagt der Ordner zu dem Herrn der einen sehr langen Bart und ein funkelndes Licht sowie Zepter in der Hand hält;- " guten Tag ,- das erste Mal hier?;- wie ist denn ihr Name?"

"-Ich bin der ich bin, der alte an Tagen der Schöpfer aller Kreaturen und habe viele Namen, so dass der Tag zu Ende wäre, wenn ich diese nannte.-"

Sagt der Ordner zu den drei Herrn in der ersten Reihe;-
" Das ist ja Käse von Gestern"!
" Ich bitte doch aufzustehen und in der letzten Reihe auf den verbliebenen Stühlen Platz zu nehmen, denn das Vorrecht hier zu sitzen obligt den Ältesten dieser Gemeinde, und nicht solch einen Gammlergemüse wie euch."

Geschrieben von Haan am 14. September 2004 01:02:28:

Als Antwort auf: Re: ZJ - Witze ( Zur besoffenen Hure) geschrieben von Haan am 13. September 2004 23:26:00:

Bruder Jochen B. weist einen Neuling im Strassendienst ein:

Beide rennen und rennen wie wild, verteilen dabei Traktate und Broschüren.

Der Neuling spuckt einmal nach dem Husten seinen Speichel auf die Strasse.
Sagt Bruder Jochen B.
"Spuck nicht auf die Strasse, denke immer stets an die Sindflut".
Sie rennen weiter. Der Neuling wird langsam nervös, denn er war als Weltlicher starker Raucher, zündet sich letztlich gegen sein Zittern eine Kippe an.

Sagt Bruder Jochen B.
" Höre auf zu rauchen, denke immer an Sodom und Gommorah".

Der Dienst wird durch gemeinsames Gebet beendet; sagt Bruder Jochen B.
" Toll was?" "
"Wir haben vier proportional gefüllte Aktentaschen Literatur verteilt."

"Toll " ,- sagt der Neuling, aber wir sollten stets an die Abrodung der Regenwälder denken, das Papier ist aus Holz, denk nur an die Wüste Sahara".

Sagt Bruder Jochen B. " ach Gottchen~~, jetzt kommst du nach dem Spucken, Rauchen auch noch mit Weibergeschichten."

Geschrieben von Haan am 18. September 2004 23:45:53:

Als Antwort auf: Re: ZJ - Witze ( das grosse Rennen ) geschrieben von Haan am 14. September 2004 01:02:28:

Als Rutherford gestorben war ist er sofort in das Paradies gekommen.
In der Mitte des Gartens sah er einen Baum.
Darunter stand Eva Braun.
Rutherford kam näher, Eva Braun streckte ihm den Königreichsapfel entgegen, und die Schlange sprach.
"Nimm und esse, und du wirst sein wie Gott."

Rutherford schrie,- " nein- nein- nein, wenn ich esse werde ich gewisslich sterben."
Sprach die Schlange,- " ja du wolltest doch das Königreich,- was willst du dann?"

Rutherford antwortet.
" Ein Joint wäre mir jetzt lieber".

Geschrieben von Haan am 19. September 2004 21:58:23:

Als Antwort auf: Re: ZJ - Witze ( Rutherford im Paradies) geschrieben von Haan am 18. September 2004 23:45:53:

Haan ist ein Ketzer und wird wegen vermeindlicher Sünde vor das Gottestribunal gestellt.

Sagt Gott:
" Haan,- unter vielen Millionen bist du einer der wenigen, die der WTG nicht in den Hintern kriechen, beachtlich,- beachtlich, dafür wirst du 14 Tage lang an das Kreuz genagelt, bei Wasser und Brot, Wind und Wetter".
"Das Urteil ist gesprochen und wird sofort vollstreckt."
"Ende der Sitzung."

Ruft Haan Gott noch zu.
" Haaalt, halt,- aber halt, was ist mit denen, die der WTG in den Hintern gekrochen sind?"

Ruft Gott dem Haan zu: " Du Haan hast noch Glück, nach 14 Tagen kommt einer und holt dich mit der Zange vom Kreuz, aber die die der WTG in den Hintern krochen sind werden am Ende im Enddarm ersticken."

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