Geschrieben von + am 20. Januar 2008 22:44:

Das KZ kann man von vielen Seiten betrachten.
Die Erfahrungen die die Juden machten, die haben wir nicht gemacht als Arier.

Standhaft - Offizielles Wachtturm Video

Geschrieben von + am 21. Januar 2008 22:57:

Als Antwort auf: Signal to Noice geschrieben von + am 20. Januar 2008 22:44:

In dem offiziellen Standhaft Video werden die Bilder der Nürnberger Zeppelinwiese von Hitler und einem Wachtturm Kongress gegenüber gestellt.

Wie würden die Bilder jedoch ohne dem Triumph des Willens Kommentar der Wachtturm Gesellschaft wirken?


Geschrieben von + am 23. Januar 2008 00:19:

Als Antwort auf: Re: Signal to Noise geschrieben von + am 21. Januar 2008 22:57:


Geschrieben von + am 23. Januar 2008 22:34:

Als Antwort auf: Re: Signal to Noise geschrieben von + am 23. Januar 2008 00:19:

Göbbels setzte subtile Propaganda ein um Menschen zu Manipulieren.
In einem Propagandafilm wird eine schöne wehrlose Nationalsozialistin von der verrohten Welt verfolgt.

„Die böse Welt hat sich gegen unsere reine Ideologie verschworen.“
„Wir die Guten und Unschuldigen werden Verfolgt.“

Warum ist es einem Unrechtsregime so wichtig zu betonen dass ihm Unrecht geschieht?

Es war die Wachtturm Gesellschaft die Jahre bevor die Faschisten an die Macht kamen politisch gegen sie gewettert hatten.
Das mag man heute noch so begrüßen – die Zeche für dieses rein politische Handeln zahlten die Mitglieder – nicht die Kirchenführung.

War es aber Verfolgung wenn man die Ideologien der Nationalsozialisten ablehnt?
Ist es Verfolgung wenn man die Ideologien der Wachtturm Gesellschaft ablehnt?

Auch wenn ein Unrechtsregime zu Recht auf Verfolgung verweisen kann – müssen sich die Führer den Vorwurf machen lassen das sie dies provoziert haben.
Mit angeblich felsenfeststehenden göttlichen Geboten die dann wenige Jahre später von dem Unrechtsregime zu ollen Kamellen umetikettiert werden.

Geschrieben von + am 24. Januar 2008 21:42:

Als Antwort auf: Re: Signal to Noise geschrieben von + am 23. Januar 2008 22:34:

Geschrieben von Drahbeck am 25. Januar 2008 13:04:04:

Als Antwort auf: Signal to Noise geschrieben von + am 24. Januar 2008 21:42:

Vielleicht der ergänzende Hinweis:
Bei dem Ausschnitt aus einem WTG-Video, welches in dem Film von „+" mit Verwendung fand, handelt es sich um Charlotte Tetzner.
Selbige auch bereits von unzähligen, kaum zählbaren „Standhaft"-Veranstaltungen der Zeugen Jehovas, als dort mit auftretende Zeitzeugin, bekannt.
Die WTG versäumt es also nicht, sich bietende Gelegenheiten, etwas zu „vermarkten" auch beim Schopfe zu ergreifen.

Das Schicksal der Frau Tetzner ist insofern ungewöhnlich und nicht Zeugen-typisch, als sie als Nicht Zeugin Jehovas zusammen mit ihrer Mutter ins KZ eingeliefert wurde. Auch den Vater ereilte ein ähnliches Schicksal. Nur, der Vater kam dann bereits nach etwa einem Monat KZ-Haft dort ums Leben. Diese Zäsur wirkte auch für das weitere Leben beider Frauen bestimmend.
Halt in dieser sie belastenden Situation fanden sie offenbar bei den Bibelforschern.
Jetzt aber trennten sich die Wege beider Frauen - durch äußere Umstände veranlasst - in der Tat.

Die Mutter hatte keine Skrupel, jene berüchtigte Abschwörungs-Erklärung zu unterschreiben, die ihr ein Entkommen aus dem KZ ermöglichte.
Der Tochter hingegen war genau dieses eben nicht möglich. Ihre Verweigerung der Unterschrift unter diese Abschwörungserklärung hatte eben auch zur Folge, im Gegensatz zu ihrer Mutter, weiter im KZ zu verbleiben.

Nun verschrieb sich die Tochter erst recht „mit Haut und Haaren" den Bibelforschern, mehr noch deren Fraktion der „Extremen". Es ist lediglich wohl dem Umstand zuzuschreiben. Getaufte Zeugin Jehovas war sie ja auch dann noch nicht (das kam erst nach 1945).
Sie war zu der Zeit eine junge Frau. Die Eigenschaft sympathisch auf ihre Umwelt zu wirken, kann man ihr damals sicherlich nicht absprechen. Eben auch sympathisch wirkend auf die verantwortlichen SS-Scherginnen, die ihr einen Job in der Schreibstube zuschanzten. Insofern ergeben sich durchaus gewisse Parallelen etwa zum Fall Hermine Schmidt.

Nur dieser Konstellation dürfte es wohl zuzuschreiben sein, dass sie trotz ihrer zeitweiligen Zugehörigkeit zu den „Extremen", das KZ überhaupt überlebt hat.
„Extreme" die nicht mehr ganz so jung und in der Blüte ihres Lebens waren, pflegte die SS nur in Ausnahmefällen überleben zu lassen. Wer nicht zu diesen Ausnahmefällen gehörte, den erwischte in der Tat das andere Schicksal dieses Spektrums.

Es ist sicherlich legitim, Trauerbewältigung bezüglich des Schicksales der Zeugen Jehovas im NS-Regime zu betreiben. Artet selbige dann in offensichtliches Markeeting aus, will zumindest bei mir, ein ungutes Gefühl dabei einfach nicht weichen

Weiteres zum Fall Tetzner

Geschrieben von + am 25. Januar 2008 18:47:31:

Als Antwort auf: Re: Signal to Noise geschrieben von Drahbeck am 25. Januar 2008 13:04:04:

An diejenigen,
die immer noch in den Lehren und Bräuchen der falschen Wachtturmreligion gefangen sind,
läßt eine Stimme aus dem Internet folgenden Aufruf ergehen:

„Geht aus ihr hinaus, mein Volk,
wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden
und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt.“

(Vergleiche auch w96 1. 4. S. 20 Abs. 15)

Geschrieben von + am 24. Januar 2008 21:04:

Als Antwort auf: Re: Signal to Noise geschrieben von + am 23. Januar 2008 22:34:

Signal to noise war quasi meine Hymne zum Ausstieg.

Als ich vor ein paar Jahren diesen Film erstellte war es genau das was ich damals fühlte.
Interessanter weise spüre ich diese Ketten heute nicht mehr.


Geschrieben von Drahbeck am 30. Januar 2008 07:47:31:

Als Antwort auf: Re: Zeitgeschichte vor 70 Jahren ("Goldenes Zeitalter" 15. 12. 1937) geschrieben von Drahbeck am 30. Dezember 2007 07:23:26:

Nun also war endgültig „Schluss mit lustig", dem ohnehin dem Bereich der Illusion zuortbarem „Goldenen Zeitalter". Sofern denn einzelne in den Klassengesellschaften selbiges wohl erleben, so doch die Klientel der WTG-Zeitschrift „Das Goldenen Zeitalters" zeitgenössisch eher den Unterschichten zuortbar, wohl am allerwenigsten. Und was die in Betracht kommenden Oberschichten anbelangt, so interessieren die sich doch, wenn denn überhaupt, für dieses Blatt am allerletzten.

Es beinhaltete somit durchaus eine gewisse Folgerichtigkeit, dass mit der Ausgabe vom 1. 1. 1938 der vorherige Titel aufgegeben und nunmehr in „Trost" umbenannt wurde.
Grund dass man „Trost" gebrauchen konnte gab es sicherlich vielerlei. Auch diese erste „Trost-Ausgabe kündete davon, indem in ihr auf den dubiosen Fall Hope Slipachuk mit eingegangen wurde, mit berichtet werden musste.

Auf den Fall wurde schon früher eingegangen, und es wäre in der Tat ratsam sich die Details dort nochmals anzusehen.
Siehe

Hope Slipachuk

Man kann nicht umhin den Kopf zu schütteln, vernimmt man, aus Kanada wurde im Jahre 1936 noch ein Schreiben an das Magdeburger WTG-Büro abgesandt, welches in merkwürdiger Form Stalin verherrlicht, als den „Erfüller" der Bibelforscher-Erwartungen. Also einem echten Zeugen Jehovas würde man solch ein Schreiben wohl kaum zutrauen, dieweil völlig seiner Ideenwelt entgegengesetzt. Gleichwohl artete der Fall im Jahre 1937 zur Propgandakomödie aus, und in dieser Ausgabe des „Trost" müht man sich nun umfänglich darum, den Beweis zu erbringen, die Briefschreiberin sei gar keine Zeugin Jehovas.

Eine Schweizer Nazi-Gazette namens „Volksbund" hatte in ihrer Ausgabe vom 15. 6. 1937 das Hope Slipachuk-Thema erneut aufgegriffen. Und damit war dann wohl die Reizschwelle der Schweizer WTG endgültig überschritten, und man ging zum Gegenangriff über.

Diese Schweizer Nazi-Gazette spricht sich ihr eigenes Urteil schon alleine durch den markigen, in der inkriminierten Ausgabe auch lesbaren Satz:
„Wir (d. h. der „Volksbund") sagen dazu: Demokratie ist die Herrschaft des Minderwertigen; wer das nicht begreifen kann, ist selbst minderwertig!"

Insofern ist dieser „Volksbund" schon mal „unten durch".
In ihrer Replik äußert das „Trost" dann dazu unter anderem:

„Eine von der Zentralleitung der Zeugen Jehovas in Bern angestrebte Untersuchung der Briefangelegenheit aus Winnipeg Manitoba, R. R. Nr. l ergab, daß der fragliche Brief tatsächlich geschrieben worden ist, aber nicht von einem Zeugen Jehovas (Bibelforscher), sondern von der Kommunistin Hope-Slipachuk, wohnhaft in Winnipeg, Manitoba, R. R. Nr. L.

Diese Person hat gemäß eigener, unter Zeugen gemachten Aussagen, den fraglichen Brief angeblich an verschiedene Büros der Watch Tower Bible and Tract Society gesandt, so scheinbar auch an das seit 1933 geschlossene Büro in Magdeburg, Deutschland."

Gemäß den weiteren Ausführungen heißt die Briefschreiberin Nelli Slipachuk (alias Hope). Die WTG lies dann den an gleicher Anschrift wohnenden Bruder und Vater dieser „Nelli" dieser im Personenstand als ledig bezeichneten „Nelli" beglaubigte Erklärungen abgeben, keine Zeugen Jehovas zu sein. Letzteres mag zutreffen. Indes der Punkt ist ja der. Nicht der Bruder oder Vater, sondern eben die „Nelli" schrieb diesen ominösen Brief.

Nun muss man unfraglich erwachsene Kinder als eigenverantwortlich bezeichnen und kann nicht ihre näheren Angehörigen haftbar machen.

Da diese „Nelli" in ihrer Vernehmung sich selbst dann als „Kommunistin" tituliert, kann man weiter unterstellen. Auch sie ist keine Zeugin Jehovas. Die Frage bleibt aber doch noch offen. Welche Motivation kann eine in Kanada sich selbst als „Kommunistin" titulierende Frau haben, ein ominöses Schreiben, an mehrere WTG-Zweigbüros; offenbar auch an das vormalige in Magdeburg, abzusenden?

Diese Frage lässt letztendlich auch das „Trost" unbeantwortet. Irgendwie muss doch diese „Nelli" mal was von der Zeugen Jehovas-Religion mitbekommen und offenbar in der „falschen Kehle" untergebracht haben. Trotz allem Aufwand, den „Trost" betrieb, dieses ominöses Schreiben zu widerlegen, blieb letztendlich die Motivation dieser „Nelli" von WTG-Seite ungeklärt.

Eine Erklärung wäre in meiner Sicht letztendlich die. Die WTG betrieb einigen Aufwand, auch Familienangehörige dieser „Nelli" vernehmen und ihre Aussagen protokolliert wieder zu geben. Der Bruder und Vater wurden schon erwähnt. Auffallend aber, sehr auffallend sogar. Nicht die Mutter dieser „Nelli" wurde vernommen. Wenn doch, ist seitens des „Trost" darüber nicht der Bruchteil einer Silbe dokumentiert. Es gibt auch keinerlei Entschuldigung etwa der Art. Die Mutter sei inzwischen verstorben oder ähnliches. Die Mutter dieser „Nelli" wird völlig als „Luft" behandelt, als habe sie keinerlei Bedeutung in dem Falle. Und wahrscheinlich dürfte genau das Gegenteil der Fall sein!

Es ist ersichtlich, dass es der Mutter nicht gelang, ihre Tochter „Nelli" in geordnete Bahnen für den Zeugen Jehovas-Glauben zu gewinnen. Versucht wird sie es sicherlich haben. Das darf man doch wohl unterstellen. Und damit gewinnt ein anderes Dokument an Gewicht. Und zwar ein Leserbrief, welcher auch der deutsche „Wachtturm" im Jahre 1916 veröffentlichte. Nachstehend sei selbiger einmal zitiert:

„Geliebter Bruder in dem Herrn! (gemeint ist C. T. Russell) -
Gnade Dir und Friede von Gott unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo. Ich danke meinen Gott bei all meiner Erinnerung an dich allezeit in jedem meiner Gebete, indem ich für dich das Gebet mit Freuden tue, wegen Deiner Teilnahme an dem Evangelium vom ersten Tage an bis jetzt (Philipper 1,2 -5).
Das Gelübde hat mir viel Segen gebracht, dergleichen der Morgenentschluss, dann fing ich an, auf tägliche Winke vom Herrn aufzupassen. Vorigen Herbst kam für mich ein ganz besonderer. Es wurde im Wachturm empfohlen, jeden Tag so zu leben, als ob es der letzte im Fleische sein könnte. Das erschien mir außerordentlich herrlich und hilfreich, jeden Morgen für mich zu denken. Du würdest heute Abend doch nicht zu einem liebreichen, gnädigen Vater und einen liebevollen Bräutigam nach Hause gehen wollen, wenn du nicht den ganzen Tag über freundlich gütig und liebevoll gewesen wärst. Der Gedanke hat manchen voreiligen Wort und Tun Halt geboten und mein Leben besänftigt.
Als der Vorschlag zur Übung in der Liebe gemacht wurde, freute ich mich, wenn ich wusste, dass auch darin wieder ein Segen für mich liegen würde, was auch der Fall gewesen ist, ein tiefer reicher Segen ist mir zuteil geworden. Das ist mir nicht nur von Tag zu Tag möglich gewesen, in meinen Gedanken freundlicher zu sein, sanfter in meinen Worten und liebreicher in meinem Tun, sondern meine Augen sind mehr und mehr aufgegangen für die grenzenlose Liebe unseres himmlischen Vaters und Seines geliebten Sohnes. An jedem Tage finde ich Ihre Liebe; ich brauche nur Schritt für Schritt zu folgen sowie sie mir jeden Tag einrichten und mit Singen und Liebe füllen.

Ich habe mehr Prüfungen als zuvor, aber sie sind nur verschleierte Segnungen. Ich lerne wertschätzen was der Apostel Paulus „vorübergehende leichte Drangsal" nannte. Das „ewige Gewicht von Herrlichkeit" wird jeden Tag herrlicher, indem ich von der Höhe und Tiefe, Länge und Breite der wunderbaren Liebe Gottes lernte. Es wird mich freuen, nach Hause zu gehen, wie immer mein Vater es für gut findet, aber ich bin nicht mehr ängstlich besorgt, wie das früher der Fall war, denn jeder Tag ist seiner Liebe und Segnungen voll.

Als ein in der Zerstreuung wohnendes Kind Gottes hatte ich das besondere Verlangen, Dir mitzuteilen, welch ein großer Segen mir dennoch nicht vorenthalten blieb, wenn ich im Glauben nur danach ausstreckte und Anspruch darauf erhob. Vor einiger Zeit war es einer lieben Schwester einer Versammlung nicht möglich an der Mittwochabend Gebet- und Erfahrungsstunde teilzunehmen, und so hatte sie allein zu Hause, einer Erfahrungsstunde. Als sie später von ihrer Erfahrung Mitteilung machte, wunderte ich mich ob dieser Segen nicht für alle einsam wohnenden Geschwister bereit liegen würde. Ich dachte an deinen Rat in Band VI betreffes des Gedächtnismahles, dass eine einzelne lebende Person genügend starken Glauben haben sollte, um sich der Verheißung Matthäus 18,20 zu verwirklichen in dem sie zusammen mit dem Herrn die zwei bilden. Er schien mir das das gleiche Prinzip auch hier anwendbar sei und so fing ich die Mittwochabend-Versammlung an und mit wie viel Segen vom Herrn! Sie sind ebenso gut wie die Morgenandacht mit dem „Täglichen Manna" wobei wir eins sind mit dem „Leibe" Jesu Christi in der ganzen Welt!
Ich bin sehr vorsichtig den Mittwochabend zu wählen, weil das Herrn Segen an diesen Tagen in besonderer Weise mit mir ist. Andere vereinzelt lebende Schwestern bezeugen eine gleich segensreiche Erfahrung. Wir hatten bisher so viele feste Speise bekommen und nicht genügend Flüssigkeit.
Der Segen der Gemeinschaft mit dir durch die Seiten des Wachtturms ist beständig mein Teil. Er bringt mir stets „Speise zur rechten Zeit" für welche mein Appetit immer größer wird. Lieber Bruder „der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei Dir gnädig; der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke Dir Frieden!"
Deiner Schwester in dem Gesalbten
Hope Tate-Kanada."

Wieviel Bibelforscher gab es im Jahre 1916 in Kanada. Offenbar noch sehr wenige. Die Briefschreiberin beschreibt sich selbst als in einer Diasporasituation befindlich.

Zwischen 1916 und 1936 liegen immerhin zwei Jahrzehnte. Da kann unfraglich „fiel Wasser den Bach herunterfliessen". Wie gestaltete sich der weitere Lebensweg jener Briefschreiberin aus dem Jahre 1916?

Wäre es wirklich so abwegig, dass sie eine inzwischen erwachsene Tochter hat, welche diesen fragwürdigen Fall auslöste?

Die Recherchen die das „Trost" dazu veröffentlichte müssen als unbefriedigend, ja bewusst irreführend eingeschätzt werden, dieweil der indirekte Zeugen Jehovas-Hintergrund dieser „Nelli" keineswegs ausreichend ausgeleuchtet, im Gegenteil offenbar sogar bewusst verschleiert wurde!

Was den fraglichen „Volksbund" anbelangt, versuchte zwar die WTG den in dieser Sache vor Gericht zu ziehen. Ging nach einem ersten abschlägigen Urteil gar in die Revision; musste letztendlich dennoch registrieren. Es nützt alles nichts. Die Gerichte stellten sich auf den Standpunkt, eine Individual-Ehrverletzung sei durch die Darlegung des „Kanada-Falles", auch wenn sie anrüchigerweise via der Schiene Hitlerdeutschland in die Schweiz gelangt sei, nicht gegeben. Und „Kollektiv-Ehrverletzungen" seien in der Sicht des Gesetzgebers, so kein strafbarer Tatbestand. Also außer Spesen nichts gewesen kann man dazu wohl nur sagen.

Ihren Frust lässt die „Trost"-Redaktion in der Fortsetzung dieses Artikels („Trost" vom 15. 1. 1938) freien Lauf, indem sie zum Abschluss ihrer Ausführungen beklagt:
„Dadurch entsteht die Gefahr, daß Leute von der Sorte eines Toedtli, Fleischhauer, Jonak. Metzler und Konsorten erfahrungsgemäß die Sache auf den Kopf stellen und der Welt verkündigen, Jehovas Zeugen seien vor Gericht unterlegen, wodurch erwiesen sei, daß sie ein Sammelbecken kommunistischer Elemente und daher als staatsgefährlich zu unterdrücken."

Die einzige Chance welche die WTG in der Sache hatte, war nur der publizistische Gegenangriff, was sie dann ja auch (verspätet) noch machte. Die Gerichtskosten, auf die sie sitzen blieb, hätte sie sich eigentlich ersparen können; bei nüchterner Analyse der Sachlage. Aber sie wollte „es eben wissen". Und so bekam sie es eben zu wissen!

Geschrieben von Drahbeck am 31. Januar 2008 07:14:13:

Als Antwort auf: Re: Zeitgeschichte vor 70 Jahren ("Trost" 1. 1. 1938) geschrieben von Drahbeck am 30. Januar 2008 07:47:31:

Im Bericht über die „Trost"-Ausgabe vom 1. 1. 1938 wurde geschildert, wie sich die WTG in ihrer Auseinandersetzung mit der Zeitung „Volksbund" faktisch eine Niederlage einhandelte. Über eine weitere faktische WTG-Niederlage (wenn auch auf einem anderen Sektor) kann man auch in der „Trost"-Ausgabe vom 15. 1. 1938 lesen.

Bezüglich der Rutherford'schen Rundfunkambitionen notiert diese Ausgabe:
„Es wurden in jener Zeitperiode für die Sendung der Königreichsbotschaft mehr als zwei Millionen Dollar bezahlt".

Sicherlich eine Menge Geld, berücksichtigt man zudem dem Umstand, damals es mit einer ausgesprochenen Unterklassen-Religion zu tun gehabt zu haben. Demgegenüber steht die faktische Unterstellung (wenn auch nicht Dokumentenmäßig belegt). Teile des Großkapitals in den USA haben für diese Radioambitionen (zeitweilig) beachtliche Summen zugeschoßen.

Dazu indes nimmt „Trost" wie zu erwarten, nicht Stellung. Statt dessen verkündet man, den auf die Mentalität der Anhängerschaft zugeschnittenen markigen Satz:
„Das Radio ist etwas, das Gott geschaffen und den Menschen zum Gebrauch überlassen hat. Gott könnte sofort den Gebrauch des Radios verhindern, wenn er wollte; doch er läßt es zu, daß die Menschen durch die Art, wie sie es gebrauchen, sich als seine Gegner offenbaren."

Offenbar muss diese Gegnerschaft wohl beachtlichen Umfang angenommen haben. Wie sonst wäre es erklärbar, dass zur Durchsetzung des vermeintlich „göttlichen Rechts", unter anderem Aktionen wie die gestartet wurden. Zitat:

„Zehn Jahre lang konnte das Radio unter schwierigen Verhältnissen in etwa zur Verkündigung von Gottes Wort der Wahrheit benutzt werden. ... Natürlich steht es in Gottes Macht, sich, wenn er wollte, zur Verkündigung seines Königreiches ausschließlich des Radios zu bedienen. Doch offenbar ist dies nicht seine Absicht.

Die Besitzer und Leiter der Sendestationen sowie die Regierungsbeamten, die sich die Kontrolle über den Rundfunk angemaßt haben, haben ihre Prüfung gehabt. Die meisten von ihnen haben entschiedene Stellung gegen die Botschaft und das Königreich Gottes genommen. Sie stehen also auf der Seite des Feindes Gottes.

Man beachte bitte, wie diese Prüfung durchgeführt wurde und was sie zu Tage förderte. Im Jahre 1927 wurden die Sender der National Broadcasting Companie benützt ... weil der Redner bei dieser Gelegenheit die Wahrheit in deutlicher Sprache verkündigte, hat diese große Korporation seither ihre Sender für das Evangelium des Königreichs verschlossen. ...
Infolge der ungerechten und gewaltsamen Bekämpfung des Verbreitens des Evangeliums vom Königreich über Rundfunk, haben Millionen amerikanischer Bürger mindestens drei Petitionen unterzeichnet, die den Staatsmännern zu Washington präsentiert wurden ...

Eine von 2.416.141 Personen unterzeichnete Petition wurde dem Kongreß im Jahre 1934 überreicht. ... Der Kongreß versprach eine Untersuchung der Sache; dann wurde die Untersuchung schnell abgebrochen und die Petition von Millionen Bürgern ignoriert."

So kann man Niederlagen auch verklären. Nicht Gott sondern der amerikanische Kongress sollte es richten. Schon einmal hatten sich einzelne Kongreß-Abgeordnete für die WTG verwandt, und zwar anlässlich der Inhaftierung von Rutherford und Co, worüber auch der deutsche „Wachtturm" vom Juni 1919 berichtet. Inzwischen war wohl diese Waffe (zumindest zeitweilig) stumpf geworden. Ob Rutherford mit seiner Politik nicht generell überzog, darüber gab man sich allerdings keinerlei Rechenschaft, und genau das ist das tragische an der ganzen Sache!

Worum es bei diesem Wehgeklage in Sachen Radio im eigentlichen ging, macht eine „Trost"-Ausgabe später (1. 2. 1938) deutlich, wenn man darin auch die Mitteilung entnehmen kann:
„Am nächsten 31. Oktober (1937) werden wir alle Kontrakte mit Sendestationen, bei denen wir Geld bezahlen müssen, lösen. Danach werden alle diese Sendungen aufhören. Doch jedem Sender, der bereit ist, das Wachtturm-Programm zum Nutzen des Volkes zu senden, werden wir gern kostenlos ein solches Programm der Königreichsbotschaft zur Verfügung stellen. Mit den allgemeinen Sendungen werden wir aufhören, nicht weil wir kein Geld haben; denn alles Geld und alle Schätze der Erde gehören Jehova, und er kann uns alles geben, wenn es nötig ist, und er wird es tun, wenn es nötig ist. ...

Wir könnten auch weiterhin über Rundfunk sprechen, wenn es uns der Wille Gottes zu sein schiene. Wir stellen unsere Sendungen ein, weil das Radio, wie wir sehen, Gottes Zweck erfüllt hat. Gott führt seine Prüfung durch, und nach einer langen und gerechten Erprobung haben sich die Religionisten und ihre Verbündeten, einschließlich der politischen und kommerziellen Größen, der Besitzer und Leiter vieler Sendestationen und anderer veranlaßt gefühlt; entschieden Stellung gegen Gott, seinen König und sein Königreich zu beziehen."

Wieder einmal ein Beispiel dafür, wie die WTG, faktische Niederlagen, im Nachhinein noch in „Siege" zu verklären, sich bemüht!

Geschrieben von Drahbeck am 06. Februar 2008 02:55:48:

Als Antwort auf: Re: Königreichsdienst geschrieben von Drahbeck am 21. Januar 2008 07:55:45:

Nur zwei Drittel der Verkündiger dieses Landes würden sich am „Nachbesuchsdienst" beteiligen, und nur 75% der „Verkündiger" seien auch getauft, berichtet der „Königreichsdienst" für Juli 1957. In letzterer Zahl spiegelt sich dann ja auch der „Verkündigerdienst" von Kindern und Jugendlichen wieder, welche in dieser KD-Ausgabe auch mit „anfeuerndern" „Erfahrungsberichten" herausgestellt werden.
So wird etwa berichtet:

„Auf den Niederländischen Antillen hat ein 12jähriger Verkündiger im April 42 Stunden gearbeitet und über 250 Zeitschriften abgegeben."

So also stellt sich die WTG die Zukunft ihrer Jugend vor. Von Kindheit an, zu ihren Sklaven gedrillt!

Geschrieben von Frau von x am 24. Januar 2008 13:07:27:

UNSER KÖNIGREICHSDIENST für Januar 2008

Woche vom 21.Januar (Abs.1-10)

Thema:'Für die gute Botschaft grünglich Zeugnis ablegen'

In einer Zeit, in der es kaum noch gute Nachrichten gibt, dürfen wir `für die gute Botschaft von der unverdienten Güte Gottes gründlich Zeugnis ablegen` (Apg. 20:24). Dabei kündigen wir an, dass die 'letzten Tage' bald ablaufen ... .

Die Monate März, April und Mai sind für die Verkündigung der guten Botschaft besonders günstig. ...
Teilüberschrift: Hilfspionierdienst: Könnten wir es einrichten, in einem, zwei oder in allen drei Monaten den Hilfspionierdienst durchzuführen? ...

Dem einen oder anderen ist es eventuell möglich, neben der regulären Berufstätigkeit den Hilfspionierdienst durchzuführen. Unter Umständen kann er die Mittagspause für den Dienst nutzen. Er könnte auch um ein Gebiet bitten, das in der Nähe seiner Wohnung oder seines Arbeitsplatzes liegt, damit er vor oder nach der Arbeit noch etwas im Dienst tätig sein kann. ... Einige nehmen auch ein paar Tage Urlaub.

Verkündigern mit begrenzten Kräften, wie Älteren oder Gebrechlichen, ist der Hilfspionierdienst vielleicht möglich, wenn sie die Zeit auf viele Tage im Monat verteilen ... . Eine 106-jährige Schwester führte den Hilfspionierdienst durch. ...

...

Teilüberschrift: Anderen helfen, zu predigen: ...

Untätigen wird es in den kommenden Monaten leichter fallen, den Predigtdienst wieder aufzunehmen. Versammlungsbuchstudienaufseher und andere Älteste werden sich bemühen, Untätige zu besuchen und herzlich einzuladen, sie im Predigtdienst zu begleiten. Wenn jemand schon lange untätig ist, sprechen zunächst zwei Älteste mit ihm, um sich zu vergewissern, ob er die Voraussetzungen für einen Verkündiger erfüllt ... ."

[Hervorhebung von mir]
___________________________________________________________

("Eine 106-jährige Schwester führte den Hilfspionierdienst durch."

Da läßt sich nur erahnen, welches Potenzial noch bei unseren 70-,80- und 90-jährigen Brüdern und Schwestern vorhanden ist.)

Geschrieben von Frau von x am 30. Januar 2008 17:49:23:

Als Antwort auf: UNSER KÖNIGREICHSDIENST für Januar 2008 geschrieben von Frau von x am 24. Januar 2008 13:07:27:

Woche vom 28.Januar (Abs. 11-17)

Thema: 'Für die gute Botschaft gründlich Zeugnis ablegen'

" ...

Teilüberschrift:Einladungsaktion: Von Samstag, dem 1.März, bis einschließlich 22.März wird weltweit mit einem besonderen Einladungszettel zum Gedächtnismahl eingeladen. Auf diese wichtige Aktion freuen wir und schon alle. Es ist besser, den Zettel persönlich zu überreichen, als ihn in den Briefkasten zu werfen (Unser Königreichsdienst für März 1989, Fragekasten). Bei einem großen Versammlungsgebiet können die Ältesten entscheiden, ob die Einladungszettel dort, wo niemand zu Hause ist, zurückgelassen werden sollten - allerdings nicht sichtbar. ...

...

Teilüberschrift: Dankbar sein: Denken wir jetzt vor der Gedächtnismahlzeit über die unverdiente Güte Jehovas nach. Der Apostel Paulus schrieb: 'Wir bitten euch inständig, nicht die unverdiente Güte Gottes anzunehmen und ihren Zweck zu verfehlen' (2.Kor. 6:1). Woran ist zu erkennen, dass wir den Zweck der unverdienten Güte Gottes nicht verfehlen? Paulus schrieb: "In jeder Weise empfehlen wir uns als Gottes Diener" (2.Kor. 6:4). Wir schätzen das Geschenk, das wir von Jehova erhalten haben, und ehren ihn durch unser Benehmen und das eifrige Verkünden der guten Botschaft. In der Gedächtnismahlzeit haben wir eine besondere Möglichkeit, unseren Dienst auszuweiten und für die gute Botschaft gründlich Zeugnis abzulegen."

[Hervorhebung von mir]

Geschrieben von Frau von x am 31. Januar 2008 10:50:33:

Woche vom 28.Januar

Thema: Studierenden helfen, Verkündiger der Königreichsbotschaft zu werden

"Der Auftrag, den Jesus seinen Jüngern gemäß Matthäus 28:19,20 gab, hatte weitreichende Auswirkungen. Christi Nachfolger sollten weitere Jünger machen, die sich dann ihrerseits auch am Werk des Jüngermachens beteiligen würden. ...

Wir studieren mit unseren Kindern und anderen, die sich für die Bibel interessieren. Gern möchten wir ihnen dabei behilflich sein, ihre Verantwortung, Jünger Jesu Christi zu machen, zu erkennen und dieser auch nachzukommen (Luk. 6:40).

Teilüberschrift: Studierende auf das Zeugnisgeben vorbereiten: Ermuntern wir doch diejenigen, mit denen wir die Bibel betrachten, mit anderen über das zu sprechen, was sie gelernt haben. Erzählen wir ihnen schöne Erlebnisse aus dem Predigtdienst. Helfen wir unseren Kindern von klein auf, gemäß ihren Möglichkeiten einen sinnvollen Anteil im Predigtdienst zu haben ...

... Ein neuer Verkündiger kann natürlich noch nicht so viel wissen wie ein erfahrener, ... . Er sollte aber Grundlehren der Bibel erklären können und daran glauben. ... Auch ist wichtig, dass er sich vollständig von "Babylon der Großen" getrennt hat, sich völlig aus der Politik heraushält und regelmäßig die Versammlungszusammenkünfte besucht ... .

Sobald wir denken, jemand, mit dem wir studieren, könne ungetaufter Verkündiger werden, sollten wir uns an den vorsitzführenden Aufseher wenden. Er sorgt dann dafür, dass zwei Älteste mit uns und dem Studierenden zusammenkommen, um festzustellen, ob er sich der Versammlung als ungetaufter Verkündiger ... anschließen kann. Ist das der Fall, dürfen wir mit ihm in den Predigtdienst gehen und ihn weiter schulen."

[Hervorhebung von mir]

Geschrieben von Frau von x am 06. Februar 2008 12:18:01:

Woche vom 4.Februar

Thema: Zögern wir es hinaus?

"Was könnten wir hinauszögern? Das Ausfüllen der Formulare "Ergänzende Patientenverfügung und Vollmacht mit Betreuungsverfügung" und "Dokument zur ärztlichen Versorgung", die getauften Zeugen Jehovas zur Verfügung gestellt werden. Da wir 'nicht wissen, was unser Leben morgen sein wird', sollten wir unbedingt Vorsorge treffen und schriftlich festlegen, welche Behandlungsmethoden wir in einem Notfall akzeptieren würden ... . Dabei ist uns der Film Transfusionsalternativen im Gesundheitswesen - bedarfsgerecht und patientenorientiert eine Entscheidungshilfe. Schaut ihn euch bitte an und denkt unter Gebet über die unten stehenden Fragen nach. (Hinweis: Eltern von kleineren Kindern sollten sich gut überlegen, ob sie ihnen den Film zeigen, da darin kurze Operationsszenen gezeigt werden)."

Jetzt folgen 12 Fragen, die bei diesem Programmpunkt in der Dienstzusammenkunft, besprochen werden sollen. Weiter heißt es:

"Jeder sollte auf sein biblisch geschultes Gewissen hören und selbst entscheiden, ob er sich mit den im Film gezeigten Behandlungsmethoden einverstanden erklärt oder nicht. Haben wir festgestellt, mit welchen Behandlungsmethoden wir bei uns und unseren Kindern einverstanden wären und mit welchen nicht? Weitere Informationen finden wir in ... . Bevollmächtigte und Familienangehörige, die keine Zeugen sind, sollten über unsere Entscheidungen umfassend informiert sein."
___________________________________________________________

(Erst im Königreichsdienst von November 2007 wurde auf folgendes hingewiesen:

Parsimony.25040

und das vor diesem Programmpunkt die 'Örtlichen Bedürfnisse' behandelt werden, ist sicher auch kein Zufall.

Geschrieben von susi am 06. Februar 2008 21:37:

Als Antwort auf: UNSER KÖNIGREICHSDIENST für Januar 2008 geschrieben von Frau von x am 06. Februar 2008 12:18:01:

das klingt für mich wie; " wenn es in die hose geht... sind wir nicht dran schuld... sondern ihr, ihr habt euch so entschieden !!!"

Geschrieben von Frau von x am 28. Januar 2008 20:31:

WT vom 15.DEZEMBER 2007 S.32

Thema: EIN "SEHR KOSTBARES GESCHENK"

SO BEZEICHNETE ein ehemaliger Premierminister Belgiens das Buch Der größte Mensch, der je lebte*. Ein Nachbar hatte bei ihm einen netten Besuch gemacht und ihm dieses Buch gegeben. Später bedankte sich der Premierminister noch einmal schriftlich bei ihm: "Ihr freundlicher Besuch hat mich sehr berührt, und was mich noch mehr beeindruckt hat, war Ihr sehr kostbares Geschenk: ein Buch, das 'dem größten Menschen' gwidmet ist."
Nachdem sich der ehemalige Premier das Buch näher angesehen hatte, kam er zu folgender Schlussfolgerung: "Würden sich die Menschen mehr für die Botschaft der Evangelien interessieren und nach den Grundsätzen Jesu leben, sähe unsere Welt völlig anders aus. Dann brauchten wir keinen Sicherheitsrat; es gäbe keine Terroranschläge und Gewalt wäre tabu." Obwohl der Premier anklingen ließ, dass hier wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens sei, zeigte er dennoch großen Respekt vor seinem Nachbarn, der sich so nett um ihn bemüht hatte.
In dem Brief stand außerdem: "Alle Achtung vor ihrer großartigen Gemeinschaft von entgegenkommenden Leuten! Sie sind weder Optimisten noch Pessimisten, glauben aber daran, dass sich der Mensch und die Umstände verbessern lassen."
Jehovas Zeugen glauben, dass eine bessere Welt nicht durch menschliche Bemühungen zustande kommt, sondern durch das Eingreifen Gottes. Und sie legen Wert darauf, dem Beispiel des größten Menschen, zu folgen. Wurden sie in letzter Zeit von Zeugen Jehovas besucht? Bestimmt würden Sie es interessant finden, sich einmal mit ihnen über den größten Menschen, der je lebte, zu unterhalten. Und sie würden Ihnen gern das Buch zurücklassen, das den ehemaligen Premierminister so sehr beeindruckte.

*Herausgegeben von Zeugen Jehovas

[Hervorhebung von mir]
___________________________________________________________

(Sollte jemand das hier gemachte Angebot annehmen, dann kann man auch gleich danach fragen, ob `der größte Mensch, der je lebte`, Jesus Christus, auch die Praxis des Gemeinschaftsentzuges anwandte und ob der ehemalige Premierminister diese Gemeinschaft auch dann noch großartig finden würde, wenn er davon wüßte.)

Geschrieben von Frau von x am 01. Februar 2008 12:02:05:

Erwachet FEBRUAR 2008

S.32

Überschrift: Ein Buch für alle Menschen

"Von welchem Buch kann man das wohl sagen? Eine Frau in Colorado (USA) erhielt die Broschüre Ein Buch für alle Menschen. Darin wird gezeigt, worum es in der Bibel geht und warum sie heutzutage unbedingt jeder lesen sollte. Die Frau bedankte sich mit einigen Zeilen und schrieb:
"Ich war einfach begeistert! Habe die Broschüre bis zum Ende gelesen. Konnte nicht aufhören. Alles Herausragende des Wortes Gottes wird erwähnt, und es wird sehr gut gezeigt, wie Bibel und Wissenschaft übereinstimmen. Die Broschüre erklärt, wie die Bibel übersetzt und allen Menschen zugänglich gemacht wurde, und auch, wie sie erhalten geblieben ist."
Die Bibel ist wirklich das außergewöhnlichste Buch, das je geschrieben wurde, und sie hat eine so hohe Auflage wie kein anderes Buch. Auch wenn die Bibel vor etwa 2000 Jahren fertiggestellt wurde, ist sie dennoch wissenschaftlich genau und gibt nützliche Anleitung für das heutige Leben."

[Hervorhebung von mir]
------------------------------

(Auf dem dazugehörigen Bild sind vier Personen abgebildet, die jeweils eine Bibel in der Hand halten. Weiter heißt es dann:

"Sie können die 32-seitige Broschüre anfordern, indem sie den Coupon ausfüllen ... ." )

Geschrieben von Katholik am 01. Februar 2008 14:13:52:

Als Antwort auf: Erwachet FEBRUAR 2008 geschrieben von Frau von x am 01. Februar 2008 12:02:05:

Hallo liebe Frau von X

was willst du uns mit diesem Posting mitteilen?

Gruß
Katholik

Geschrieben von X am 02. Februar 2008 14:36:58:

Als Antwort auf: Re: Erwachet FEBRUAR 2008 geschrieben von Katholik am 01. Februar 2008 14:13:52:

Dassermann S.762

Werbung die, eine Form der Beeinflussung, um die Umworbenen für den Werbezweck zu gewinnen.

Der Werbezweck kann sowohl ideelen, religiösen, sozialen oder polit. (Propaganda) als auch wirtschaftl. Zwecken dienen (Reklame).
___________________________________________________________

Erwachet! Febr. 2008 S.32

"Sie können die 32-seitige Broschüre anfordern, indem sie den Coupon ausfüllen ... ."

"Bitte schicken Sie mir unverbindlich die hier abgebildete Broschüre in folgender Sprache:"

"Ich möchte gern von jemand besucht werden, der mir kostenlos die Bibel näherbringt."

Jehovas Zeugen, 65617 Selters www. Watchtower.org

Parsimony.25786
___________________________________________________________

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www.die-wundertaetige-medaille.de/DMS/medaille_cad.php

Zitat: Katholik

>Die Medaille, die schützt, heilt und bekehrt absolut kostenlos!<
http://forum.sektenausstieg.net/index/php?PHPSSEID=bo1utj07oh744qheal8295941&topic=13760.msg301756#msg301756

Parsimony.25788

Geschrieben von Frau von x am 01. Februar 2008 15:36:05:

Als Antwort auf: Re: Erwachet FEBRUAR 2008 geschrieben von Katholik am 01. Februar 2008 14:13:52:

Hallo Katholik,
ich hoffte, daß die Hervorhebung den Sinn erkennen läßt und sich ein Leser vielleicht dazu äußern möchte, deshalb kommentiere ich nicht alles.

Hast du vielleicht eine Idee?

LG

Geschrieben von Drahbeck am 01. Februar 2008 14:36:07:

Als Antwort auf: Re: Erwachet FEBRUAR 2008 geschrieben von Katholik am 01. Februar 2008 14:13:52:

Nur als vorsorgliche Mitteilung.
Ohne zur Substanz der Fragestellung Position zu beziehen.

Früher bei Deja News (später selbiges von Google Groups übernommen, auch erinnere ich mich recht im alten IL), gab es einen ebenfalls sich „Katholik" nennenden Poster zum ZJ-Thema. Ohne „alle" Postings gesichtet zu haben (das werde ich mir auch nicht antun), scheint bei IL derzeit wieder auch ein „Katholik" zu posten. Es würde mich überhaupt nicht wundern, bestände da Personen-Identität.

Abgesehen davon, dass ich die Forderung nach einer erreichbaren eMail im Falle „Katholik" als kaum erfüllt betrachte (die Betonung liegt auf „erreichbar" und nicht auf Fantasie eMail). Abgesehen von dieser Forderung (die zwar jetzt nicht im Vordergrund stehen soll. Trotzdem keineswegs unwichtig ist).
Abgesehen davon, bewerte ich vorgenannten „Katholik" meinerseits als Scharfmacher in einer Richtung, die nicht erwünscht ist.

Es gibt zwar den „Präzendenzfall" des Herrn Günther Pape, der da zur katholischen Kirche konventiert ist, was seine Angelegenheit ist.

Dennoch sei hier klar festgestellt. Für Tendenzen ähnlicher Art gilt
- hier - währet den Anfängen. Ich habe sehr wohl eine persönlich dezidierte Meinung in Sachen katholischer Kirche. Und diese Meinung werde ich im Fall der Fälle auch keineswegs unter den Scheffel stellen. Und dazu gehört auch, dass nicht jeder Gast gleich lieb ist. Da mache ich überhaupt kein Hehl daraus. Noch ist das Stadium nicht erreicht, wo meinerseits „kurzer Prozess" gemacht wird. Noch. Noch ist es ja eine harmlose Frage. Noch
Aber das kann sich fallweise ändern, schnell ändern. ...

Geschrieben von Frau von x am 08. Februar 2008 16:03:13:

Als Antwort auf: Jehovas Zeugen umwerben Sexualverbrecher im deutschen Knast geschrieben von Bauer am 17. Dezember 2007 22:37:

Seite 9

GEISTLICHER BEISTAND FÜR HÄFTLINGE

"In den Vereinigten Staatan wurden Jehovas Zeugen im Lauf der Jahre von Insassen in 4169 Haftanstalten, Gefängniskrankenhäusern und Drogenrehabilitationszentren angeschrieben. Einige möchten bibelerklärende Literatur erhalten; andere bitten um ein kostenloses Bibelstudium. Dazu befugte Zeugen kommen diesen Bitten gern nach. In aller Welt besuchen Zeugen Jehovas regelmäßig Gefängnisse, um mit Männern und Frauen, die Gott näherkommen möchten, Bibelstudien durchzuführen. Eine ganze Anzahl dieser Personen haben in ihrer Persönlichkeit bemerkenswerte Änderungen vorgenommen, sich taufen lassen und führen heute ein anständiges Leben."

Geschrieben von + am 27. Januar 2008 05:24:

Kongressmotto 2008

Geleitet von Gottes Geist

Wachtturm 1. 3. 2008

Geschrieben von Jochen am 26. Januar 2008 20:45:

Weltmensch....
... ein nicht unbekannter Begriff, womit mancher JZ einen Andersgläubigen zu definieren mag. Obwohl diese Bezeichnung bar jeglicher biblischer Grundlage entspringt, kann man schon zurecht behaupten, das dieses Wort, speziell in dieser Bedeutung des "Nicht-JZ-seins", eine intern geprägte Sache der Wachtturmgesellschaft (WTG) ist, welche diesen Begriff selber zu gebrauchen pflegt, wie z.B. in den folgenden Veröffentlichungen, was an sich schon bezeugt, wie sehr sich diese Organisation erdreistet, sich über dem Bibelwort hinaus zu interagieren. Doch hier zunächst die Zitate:

Wachturm (WT) 15.10.89 "Begebt euchg nicht in ein Joch mit Ungläubigen":
"...Niemandem schien es aufzufallen, daß ich geistig immer schwächer wurde. Als mich daher ein Weltmensch, den ich von der Arbeit her kannte, einlud, mit ihm essen zu gehen, tat ich es ..."

WT 15.10.96 "Ein wachstumsförderndes Klima in Äquatorialguinea"
"... Haben Sie ein Unterredungs-Buch für mich? Ich bin es leid, ein Weltmensch zu sein. Ich würde gern ein Zeuge Jehovas werden....."

WT 1.3.94 "Lesen wir doch, ehe wir spotten":
"... Ich staune über mich selbst, über meine neuen Empfindungen gegenüber diesem Gott, Jehova, den ich als ausgesprochener Weltmensch jahrelang verhöhnt habe...."

WT 15.2.89 "Fragen von Lesern":
".... Da er nicht ausgeschlossen worden ist, sollte er wie ein Weltmensch behandelt werden, der er ja auch ist. ......Im Grunde genommen ist er jetzt ein Weltmensch und kann entsprechend behandelt werden...... Wenn die Ältesten feststellen, daß ein solcher Weltmensch für Glieder der Versammlung eine Gefahr bedeutet, können sie die Betreffenden privat warnend darauf hinweisen und ihnen Rat erteilen...."

WT 15.11.88 "Anderen helfen, Gott anzubeten":
"...In beiden Fällen ist es angebracht, daß das Versammlungsdienstkomitee zu einer passenden Zeit eine einfache Bekanntmachung mit folgendem Wortlaut geben läßt: „. . . ist kein Verkündiger der guten Botschaft mehr." 18 Wie wird der Betreffende danach von Jehovas Zeugen betrachtet? Nun, anfangs war er ein „Ungläubiger", der die Zusammenkünfte besuchte. Er hatte dann den Wunsch, ein Verkündiger der guten Botschaft zu sein, und erfüllte auch die Voraussetzungen dafür. Das ist nun nicht mehr der Fall. Daher ist er wieder ein Weltmensch.... "

WT 15.9.87 "Die 'Luft' der Welt einzuatmen ist totbringend":
".... Sie erweckten den Anschein, als hätten sie etwas dagegen, jedoch taten sie das auf derart halbherzige Weise, daß der Weltmensch sich ermuntert fühlte weiterzumachen...."

Wt 15.7.84 "Hochzeitsfeiern in einem freudigen, doch würdigen Rahmen":
"... Wäre es daher in deinem Sinne, daß ein Weltmensch — der weder dein geistiger Bruder noch ein Familienangehöriger ist — zu deinen Gästen spricht oder im Mittelpunkt steht?...."

Kurioserweise verwenden die Publikationen der WTG diesen Begriff eher selten - doch in der Praxis im alltäglichen Leben weiß ich selber, das dieser tagtäglich von irgendeinen JZ verwendet wird, und sei es nur in seinen Gedanken oder wenn er seine Kinder bezüglich "richtigeren Umgang" hinweisen möchte. Es hat sich geradezu zu einem Schlagwort manifestiert, welches gleich einem Stempel dient und welchen nach dem "biblisch geschultem (WTG-komformen)-Gewissen" nunmehr das "schwarz-weiß-Denken" ungemein erleichtert, um nicht zu sagen, als Schmierstoff dient, welcher das Öffnen der gedanklich pragmatischeren Schubladen zu einem reibungsloseren Ablauf verhilft:

Nur wir sind wahre Christen - alles andere sind Weltmenschen!
Nur wir beten Gott in Wahrheit an - alles andere sind Weltmenschen!!
Wir verwenden Gottes Namen - alles andere sind Weltmenschen!!!
Wir erkennen den Sklaven an - alles andere sind Weltmenschen!!!!
Wir verkünden das Königreich - alles andere sind Weltmenschen!!!!!

usw. usw.... der Reigen einer Anmaßungskette welches Seinesgleichen sucht.

Was mich persönlich stört, ist, was an den entsprechenden Stellen aus der Bibel gemacht wird: Ein Werkzeug in eigener Sache. Den Zweck des Bibelwortes missachtend. Die Botschaft einer Aussage verfehlend.
Ich startete mit "Welt"-Mensch - worüber die Bibel nichts sagt: wohl aber andere Dinge was die "Welt" betrifft, was ebenso eine nähere Betrachtung verdient:

Johannes 18:36: Jesus antwortete (zu Pilatus): „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königreich nicht von daher."

Man beachte hier den Interpretationsfreiraum der allein aus den Wörtern "dieser Welt" entsteht. Einige sagen das Jesus als König im Himmel regiert; andere sagen er wird in Zukunft irgendwann mal ebenso mal auf Erden als König regieren; manche sagen beides wird der Fall sein - soll hier jetzt auch nicht wirklich das Thema sein.
Denn für Jesus war hier eigentlich nur eines wichtig: Das P.Pilatus erfährt, das dieser zu den damaligen Zeitpunkt nichts zu befürchten hätte - weder ihn als konkurierenden König gegen das römische Joch, noch das Volk über das er als König herrschen wolle, welches um seinen König kämpfen würde - um mehr ging es aber auch nicht. Es ging also Jesus damals darum, das niemand eine neue Nation auf Erden zu erwarten oder gar zu befürchten hätte, was bekanntlich ja auch nicht der Fall war.
Bestenfalls könnte man in diese Worte hineininterpretieren, das niemand für das Königreich Gottes eine Waffe in die Hand nehmen sollte - doch was "den Dienst an der Waffe" an sich angeht, in Verbindung für tatsächlich vorhandene Regierungen betrifft, sagt Jesus in diesen Versen nichts darüber.
An anderer Stelle sagte Jesus wohl das warnend hinweisende Wort: "Stecke das Schwert wieder an seinen Platz, denn jeder der zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen."
Man beachte mit dieser Warnung allerdings, das Jesus mit diesen Wortena seinen damaligen übereifrigen Jünger zurechtwies, ohne hierbei ein Dogma als Hintergedanken hinterlassen zu wollen, den man hineininterpretiert, das Christen kein Soldaten sein dürften.
Statt dessen wird sogar in der Bibel an manchen Stellen von gläubigen Militärbefehlshabern gesprochen, wie Jesus einmal einen Sklaven von einen solchen heilte (Lukas 7:1-10), oder wie ein Apostel das gesammte Haus eines Offizieres zum Glauben brachte (Apostelgeschichte 10:1-10) - ganz ohne Vorurteile bezüglich ihrer Loyalität, für wen sie das Schwert erhoben haben mögen.
Bitte nicht falsch verstehn: Krieg ist eine furchtbare Sache. Die Bibel verurteilt das Morden berechtigterweise. Und auch ich würde mich kaum aufgrund der schlauen Köpfe dieses Landes in den Graben werfen wollen. Ich will einfach nur darauf hinweisen wie die Bibel solche Militärköpfe (in beiden Fällen Offiziere) auch voruteilslos erwähnt, ohne schlechtzumachen was sie damals nun mal waren, vielmehr ihren Glauben an Jesus hervorhebend.
Die Bibel hinterlässt hier letztlich ein Bild, das man selber entscheidet sollte ob man einen Dienst an der Waffe durchführt oder nicht. Lediglich für Gottes Königreich sollte keine Waffe in die Hand genommen werden, was gemäß der Bibel das Hauptanliegen Jesu aus seinen obenstehenden Worten war.
Selbst neuere Publikationen des Wachtturms lenken ein, das man jeweils seinem biblisch geschultem Gewissen folgen sollte. (siehe Wachtturm 1.5.1996 Seite 5. "Zahlt Cäsers Dinge Cäser zurück")
Sollte sich ein bekennender Christ dazu entschließen den Wehrdienst zu absolvieren, dann sollte das ein Ding zwischen ihm und Gott bleiben. "Denn jeder hat seine eigene Last zu tragen" (Galater 6:5)

Doch wenn gemäß der Bibel der Dienst an der Waffe etwas ist, was Gott nicht direkt verurteilt, was unterscheidet denn dann einen Christen von einem Ungläubigen?
Ich frage hier nicht was in den Augen eines JZ einen Weltmenschen ausmacht, sondern ich möchte an dieser Stelle klar hervorheben, was gemäß der Bibel einen Christen zu einem Christen machen sollte, was nämlich was Anderes ist, was der allgemeine Jehovas Zeuge als "hast-du-zu-Glauben" vorgesetzt bekommt.
Mehrere Bibelstellen gehen da durch den Sinn, doch folgendes betrachtete ich bei einer Gelegenheit vor kurzem etwas eingehender:

(Epheser 4:20-23) Ihr aber habt den Christus nicht so kennengelernt, 21 sofern ihr ihn überhaupt gehört habt und durch ihn belehrt worden seid, so wie [die] Wahrheit in Jesus ist, 22 daß ihr die alte Persönlichkeit ablegen sollt, die eurem früheren Wandel entspricht und die gemäß ihren trügerischen Begierden verdorben wird; 23 daß ihr aber erneuert werden sollt in der Kraft, die euren Sinn antreibt, 24 und die neue Persönlichkeit anziehen sollt, die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist."

Nicht nur in JZ Kreisen altbekannte Worte, doch diese Treffen es ziemlich gut, da es verdeutlicht was einen wahren Christen von anderen Menschen unterscheidet, hier im Vers 23, wo von der Erneuerung einer Antriebskraft die Rede ist, welche unseren Sinn antreibt.
Der Apostel redet also von einer inneren Motivation: Es ist der Wunsch an sich, welcher uns antreiben sollte gemäß Gottes Willen zu leben (Vers 24).

DAS tun eben nicht nur Jehovas Zeugen, diesen Wunsch entwickelnd gottgefällig zu Leben, auch wenn diese es gerne Glauben wollen - denn dazwischen steht ihnen ihre eigene Organisation im Wege, welche ihnen glauben macht, das nur durch Etablierung mit der WTG ein gottgefälliger Lebensweg möglich wäre - wovon Epheser hier allerdings nichts gesagt hat.
Doch genau dieses Annehmen dieser vorgespielten Tatsache, macht sie blind für die Mühen anderer gläubigen Leutchens, welche ihren Herzenswunsch, Gott zu dienen, eben nur anders ausleben.
Weltmenschen eben...
...jetzt bin ich tatsächlich wieder beim Weltmensch gelandet. Dazu passt bekanntlich ja folgendes Bibelwort aus 1.Johannes 2:15-19:

"Liebt nicht die Welt noch die Dinge in der Welt. Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; 16 denn alles in der Welt — die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und die auffällige Zurschaustellung der Mittel, die jemand zum Leben hat — stammt nicht vom Vater, sondern stammt von der Welt. 17 Überdies, die Welt vergeht und ebenso ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar. 18 Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist. 19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber [sie sind weggegangen,] damit offenbar gemacht werde, daß nicht alle von unserer Art sind."

Zunächst einmal möchte ich auf das Wort Begierde eingehen - sie ist gewissermaßen die Antriebskraft (oder das, was sich derjenige wünscht) oder das was man in Epheser mit dem Wunsch gleichstellen könnte. Begierde des Fleisches hier also als das Synonym für das was im Wiederspruch zu Gottes Willen steht.
Sicherlich ist es nicht verkehrt Dinge zu besitzen, auch nicht verkehrt reich zu sein. Vielmehr spricht der Apostel hier von Dingen die einen dazu veranlasst haben, Gott außen vor zu lassen, weil der Wunsch nach diesen Dingen größer war, als Gott zu gefallen. Ein Antichrist eben, der sich nicht für Jesu Leben und Wirken interessiert und seines Weges geht.

Ich las letztens was von "Schlimmer als ein Weltmensch" - das ist etwas, was ich mir ebenso von einst guten Freunden anhören musste. Meine ehemaligen JZ-Freunde glauben nunmehr, das ich jetzt nunmehr lieber ein sündigeres Leben führen möchte. Meine Eltern nannten mich gar einen Teil von Babylon der Großen.
So mag es vielen gehen.
Doch spätestens an dieser Stelle hier müsste die Schublader eines JZ ganz gewaltig quietschen, denn seine Priorität wird nicht mehr von der Bibel gelenkt.
Denn:
Ein sündiges Leben führe icht nicht, nur weil ich kein Mitglied der Jehovas Zeugen mehr bin.
Auch habe ich Gott nicht verlassen, nur weil ich kein JZ mehr bin.
Mein Wunsch, Gott zu dienen, ist immer noch vorhanden, auch wenn ich kein JZ mehr bin.
In den Augen meiner einstigen Mitstreiter habe ich nur den Fehler gemacht:
kein Mitglied einer Organisation mehr sein zu wollen.

Das macht mich zum Sünder!
das macht mich zum Gottlosen!!
das macht mich zum Antichristen!!!
Das macht mich zum Weltmenschen, ja schlimmer noch!!!!

Gott weiß, das dem nicht so ist.
Ich weiß es
und das reicht mir

Euer Jochen

Geschrieben von X am 27. Januar 2008 22:39:

Als Antwort auf: Vom Weltmenschen, Kriegsdienst und "was macht ein Christ zum Christ". geschrieben von Jochen am 26. Januar 2008 20:45:

Hallo Jochen und Selina!

>Was mich persönlich stört, ist, was an den entsprechenden Stellen aus der Bibel gemacht wird: Ein Werkzeug in eigener Sache.<

Parsimony.25722
Sagt Jochen.

WTG-Buch: Einsichten über die Heilige Schrift S. 381,382

Haß dem Mord gleichgesetzt
Mordtaten kommen aus dem Herzen. (Mat 15:19; Mar 7:21; vgl. Rö 1:28-32). Wer also seinen Bruder haßt, ist ein Totschläger oder Mörder (1Joh. 3:15).

Parsimony.24151

Die Wachtturm-Gesellschaft verknüpft Bibelstellen wie Mat. 15:19 beispielsweise damit, daß derjenige, der seinen Bruder haßt, wie ein Totschläger oder Mörder wäre.
Sie unterschlägt, daß diese Bibelstellen nicht nur auf Glaubensangehörige anzuwenden sind, sondern für allgemeines Verhalten stehen.

Mat. 5:43-48

Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ,Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.' Doch ich sage euch: Fahrt fort eure Feinde zu lieben ... wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes?
___________________________________________________________

Jochen, nachfolgend erklärendes zu deinem Thema.

So wie Hassan von seinem früheren Elitedenken in der Gemeinschaft der Munies spricht, haben viele ZJ natürlich auch diese Einstellung und fühlen sich als etwas Besonderes. Deshalb blickt man teilweise auf andere herab.

Parsimony.22219

Steven Hassan:

Insbesondere sollen die Mitglieder jeden Kontakt mit Ehemaligen oder Kritikern meiden.

Parsimony.22617

Den Mitgliedern wird das Gefühl vermittelt, einem Elitekorps der Menschheit anzugehören.

Parsimony.22907

Schwarz gegen Weiß, Gut gegen Böse.

Parsimony.22899

Er zeigte ihm, daß die Gruppe behauptete, bibeltreu zu sein, in Wahrheit aber Pasagen völlig aus ihrem Kontext riß und andere Stellen, die sich auf sie beziehen, bewußt ignorierte.

Parsimony.23398

>Zu- und Aberkennung der Existenzberechtigung<

Parsimony.24918

Margaret fragte mich, ob ich wirklich so stark an Gott glaubte, und ich bejahte.

Parsimony.23494

Jochen

Der Apostel redet von einer inneren Motivation:
Es ist der Wunsch an sich, welcher uns antreiben sollte gemäß Gottes Willen zu leben.

Auch habe ich Gott nicht verlassen, nur weil ich kein JZ mehr bin.

Jochen und Selina, wenn ihr kein Mitglied einer Organisation mehr seid, macht euch das nicht zu Sündern, nicht zu Gottlosen, nicht zu Antichristen.
Es macht euch zu ganz normalen Menschen mit Gefühlen.

Sind diese kleinen Weltmenschen nicht sympathisch?
Achtet mal auf die Emotionen!

http://www.youtube.com/watch?v=h5VfImnzHXg

Liebe Grüße von uns Zweien an euch Vier!

----------------------------

Geschrieben von Jochen am 02. Februar 2008 21:52:

Im Wachtturm vom 15.10.1975 stieß ich auf folgende Erfahrung:
"....Mein Vater, der zwanzig Jahre lang ein heftiger Gegner der göttlichen Wahrheit gewesen war, begann schließlich, das Licht der biblischen Wahrheit zu erkennen. Das von der Wachtturm-Gesellschaft veröffentlichte Buch "Feinde" schien ihm die Augen zu öffnen, so daß er die große Streitfrage, vor der die ganze Menschheit stand, erkannte...."

Kann mir jemand etwas genaueres über dieses Buch "Feinde" sagen?
Die Erfahrung beginnt mitte der 20er Jahre, ich vermute also mal das das Buch auch so um der Zeit veröffentlicht wurde, wenn nicht vorher.
Wovon handelte das Buch? Wessen Feinde sind gemeint?
Vielen Dank im voraus.

Jochen

Geschrieben von Drahbeck am 03. Februar 2008 07:11:56:

Als Antwort auf: WTG-Buch "Feinde" (???) geschrieben von Jochen am 02. Februar 2008 21:52:

Da würde ich empfehlen; siehe Dir doch erst mal die nachfolgenden beiden Links an.

Buch Feinde
Feinde DetailauszugFeinde

Dann noch dies. Von Rutherford liegt ja eine Unmenge Schrifttum vor. Sieht man sich selbiges in zeitlich-chronologischer Reihenfolge an, registriert man durchaus eine zunehmende Verschärfung seiner Thesen.
Beispiel: Die Bibelforscher/Zeugen Jehovas kannten vor 1933 nicht den Begriff „Gimpelfang", oder auch „Racketeers" genannt. Wer sich für eine „leicht verständlichen" (man beachte die Anführungsstriche dabei) Überblick dabei interessiert, den würde ich insbesondere das Buch von William Schnell „Falsche Zeugen stehen wider mich. Dreissig Jahre Sklave des Wachtturms" empfehlen.

Einen Auszug aus dem Schnell-Buch begrenzt auf die mehr relevanten Aspektel

Schnell war ja Zeitzeuge. Er erlebte hautnah diese Verschärfung in Dogmatik und Alltagspraxis. Er kannte sowohl die Gegebenheiten in Deutschland zur Zeit der Weimarer Republik, als auch nach seiner Übersiedlung in die USA, die dortigen. Und Schnell machte dort auch persönliche Bekanntschaft mit Rutherford „Spitzel überall ..." sein Bände sprechender Kommentar dazu. Schnell erlebte auch die Konfrontationen in New Yersey, maßgeblich der Aggressivität Rutherford's zuzuschreiben hautnah als darin mit involviert.
Meines Erachtens hat einer, welcher das Schnell-Buch noch nicht gelesen, bezogen auf die Zeugen Jehovas-Geschichte, eine „nicht zu verzeihende" „Bildungslücke". Man kann das was heute ist nur dann verstehen und richtig einschätzen, wenn man denn weis, wie es dazu kam.

Kehren wir zum 1937er Buch „Feinde" zurück. Eines seiner „Highlights" besteht eben in der Kreierung der These vom „Gimpelfang". Die Konkurrenzreligionen seien solcher, weis Rutherford zu tönen. Da wird man dann wohl nur noch hinzufügen müssen, brauchen. Der Mann hatte ja gar nicht mal so unrecht, als er die Vokabel vom Gimpelfang kreierte. Allerdings mit der Ergänzung:

Unter allen Gimpelfängern, war Rutherford mit einer der an allererster Stelle zu benennen ist! -----------------------------

Parsimony.25807

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Geschrieben von Jochen am 04. Februar 2008 17:48:42:

Als Antwort auf: WTG-Buch "Feinde" (???) geschrieben von Jochen am 02. Februar 2008 21:52:

Vielen Dank für eure Hinweise.

Geschrieben von Jochen am 08. Februar 2008 23:48:

"Ne, erzähl mal das soll biblisch sein?", frage ich mich in letzter Zeit des öfteren, ohne das ich mich eigentlich aufregen will. Wie kommt es dazu?
Nein, ich reg mich eigentlich eher selten auf. Man sagt ich sei gutmütig und tolerant, und das auch wenn nicht immer alles im Leben glatt läuft. Doch wehe ich erlebe Menschen in meinen näheren Umfeld, die nicht so sind - auch wenn diese (sich selber als "christlich" titulierend wohlgemerkt) eigentlich anders verhalten sollten... irgendwie "christlicher" eben. Ich reg mich nicht über solche auf, die ohnehin zugeben nur den Namen nach Christen zu sein, welch ja im Grunde das tun was jeder normale Mensch macht; jeder macht eben "sein Ding" auf seine Art.
Ne, ich reg mich schon speziell über diejenigen auf, die behaupten Jesu einzig wahre Nachfolger und Gottes einzig wahre Anbeter zu sein. Meist reg ich mich dann darüber innerlich auf, stau alles auf.... richtig - bis es platzt. Bis was kommt, was den Fass den Boden ausschlagen lässt, wie man so schön sagt. Eher selten, aber es scheint bei mir wieder mal so weit zu sein.
Schon etwas länger bezeichne ich mich als kein Mitglied der Organisation der Wachtturmgesellschaft mehr - Gott liegt mir am Herzen, das wohl. Auch die Bibel betracht ich schon mal sehr gern und unterhalt mich auch gern mit anderen Menschen darüber - mag der eine oder andere das nun belächeln wollen - mir egal ich steh dazu und lächle zurück.
Die Intoleranz gegenüber "Ungläubigen", was eigentlich ausschließlich alle Nicht-Jehovas Zeugen betraf, auch wenn diese sich als "Wir-Sind-Sehr-Wohl-Gläubige" bezeichneten, welche von Hause aus versucht wurde mir anzuerziehen, hatte mich schon jahrelang innerlich verformt, was ebenso ein paar Jahre dauerte bis ich schließlich vermochte diese "Brille" abzusetzen.
Hinterher weiß man mehr, so das das Lehrreiche an der Sache ist, das man für sich selber es gar nicht als Intoleranz all die Jahre lang bezeichnete. Wieso nicht? Nun, auch das lag an dieser gewissen "Brille".
Mit Hilfe dieser "Brille" konnte ich immerhin die Wahrheit erkennen!
Dank der Brille, wusste ich (so dachte man), das alle anderen Menschen im Grunde genommen blind sind und Jehova gar nicht kennen.
Diese Brille fokussierte meine Toleranz auf meine damaligen Glaubensbrüder und Schwestern - was an Liebe außerhalb der Versammlung ging, da fungiert diese Liebe als Vergrößerungsglas, indem das Predigtwerk als das Liebeszeugniss der Jehovas Zeugen schlechthin, ins Sichtfeld gerückt wird.
Als ich noch von Tür zu Tür ging, wollte ich eigentlich allen möglichen Leuten einen Blick durch meine Brille gewähren. Ich, als von Gott eingesetzter Optiker, wollte das die Menschen sich gewahr werden, das diese genauso eine Brille brauchen wie ich!
Wenn du dir jetzt sagst, das es Menschen gibt die eigentlich gar keine Brille brauchen, wie lassen diese sich denn dann zum Brillenträger "bekehren"?
Gute Frage.
Vielleicht hat das was damit zu tun, was meine Mutter immer sagte:
"Setzt nicht Omas Brille auf, sonst gehen deine Augen kaputt"
Hinter diesen Worten steckt eine Menge Wahrheit. Zunächst einmal ist es ja bei einem gesunden Augen so, das sämtliche Objekte als Lichtquelle wahrgenommen werden und aufgrund der gekrümmten Form der Linse diese "Lichtinformationen" an den Brennpunkt auf dem Sehnerv treffen, welcher veranlasst das unser Gehirn diese Informationen als Bild verarbeitet.
Wenn ich also auf Mutters Worte nicht gehört habe und mit meinen gesunden Augen trotzdem die Brille auf die Nase setze, dann passiert es, das das Gehirn das Auge veranlasst sich an diese neue "Lichtbrechung" zu gewöhnen - es versucht diese auszugleichen indem es sich verformt (z.B zieht die Augenmuskulatur bei Kurzsichtigkeit den Glaskörper in eine ellipsenartige Form), da der Brennpunkt sonst nicht mehr punktgenau auf den Sehnerv trifft. Hätte ich damals Omas Brille also ein paar Stunden lang getragen, dann wäre irgenwann der Gewöhnungseffekt eingetreten - das Auge hat sich also an diese neue Sichtweise gewöhnt, es hätte sich verformt damit ich wieder was erkenne.
Macht man das ein paar Tage, mit gesunden Augen eine Brille tragen, dann kann es passieren, das man über den Gewöhnungseffekt hinaus gerät. Die Augenmuskulatur hat sich u.U. bereits verkrampft oder dermaßen verspannt, das diese sich nicht mehr so ohne weiteres in ihre Ursprungsform zurückbegeben kann. Man kann also in dem Fall von einer Art "erworbener Kurzsichtigkeit" reden, man trägt also u.U. sein Leben lang diese Brille, damit man wenigstens noch was sehen kann.
Dieses Faktum im Hinterkopf behaltend:

Lied 192 - aus dem Liederbuch der Jehovas Zeugen

Die Königreichswahrheit bekanntmachen

1. Wir konnten einst nicht deutlich sehn
den Weg, den jeder Christ muß gehn.
Doch sandte Gott der Wahrheit Schein,
sein Licht, das strahlt so klar und rein.
2. Das Vorrecht wir erkannten dann,
Theokratie zu künden an,
Jehovas Ruhm noch zu vermehr'n,
sein' großen Namen so zu ehr'n.
3. Wir rufen gern die Botschaft aus
auf Straßen und von Haus zu Haus,
sind zum Studieren stets bereit,
zu lehr'n die Wahrheit, die befreit.
...

Nur mal diese drei (von vier) Strophen. Aus diesem Lied ( Autosuggestion in "Wir"-Form) kann man beispielhaft das Muster erkennen, wie man eigentlich, um bei der "Brille" zubleiben, zu der erworbenen Kurzsichtigkeit gelangt ist, zu der man den allgemeinen Jehovas Zeugen gratulieren darf:
Durch das Wecken des Bedürfnisses nach einer Brille (auch wenn dieser eigentlich keine braucht).
Ungelogen - ein Ältester sagte bei einer Dienstzusammenkunft einmal folgenden Satz:
"Die Menschen wissen gar nicht wie sehr sie im dunklen sind. Genauso wie ein kurzsichtiger erst weiß das er kurzsichtig ist, wenn er eine Brille ausprobiert."

Zu "Wecken von Bedürfnissen" empfehle ich folgenden Link.

www.rhetorik.ch/Beeinflussen/Beeinflussen.html

Eine kurze und prägnante Seite, und sehr informativ zu diesem Thema passend.

Das Wecken von Bedürfnissen ist somit eine Beeinflussungsmechanik oder Technik, mit der man versucht Menschen zu etwas zu bewegen, was diese vorher eigentlich gar nicht wollten.
Geht der allgemeine Jehovas Zeuge bewusst so vor? Nein, eher nicht. Er wird nur ermuntert den Empfehlungen der Wachtturmgesellschft nachzugehen, die mit der Materie der menschlichen Manipulation ja immerhin schon jahrzehntelange Erfahrungen mit sich bringt.
Wie empfielt es die Wachtturmorganisation an den Türen der Menschen vorzugehen?

Unterredungungen anhand der Schriften, Einleitungen für den Predigtdienst:

ALTER/TOD
• „Haben Sie sich je die Frage gestellt, warum wir alt werden und sterben? Einige Meeresschildkröten leben Hunderte von Jahren. Gewisse Bäume werden Tausende von Jahren alt. Aber der Mensch lebt nur 70 oder 80 Jahre und stirbt dann. Haben Sie sich je gefragt, warum? . . . [Röm. 5:12]. Wird sich das je ändern? . . . [Offb. 21:3, 4]."
• „Haben Sie sich schon einmal mit der Frage beschäftigt, ob mit dem Tod alles vorbei ist? Oder ob es irgend etwas nach dem Tode gibt? . . . Die Bibel klärt jede Frage, die wir in bezug auf den Tod haben mögen [Pred. 9:5, 10]. Sie weist auch darauf hin, daß für gläubige Personen eine echte Hoffnung besteht [Joh. 11:25]." (Siehe auch Seite 409—415 und 134, 135 unter den Themen „Tod" und „Ermunterung".)

BESCHÄFTIGUNG/WOHNVERHÄLTNISSE
• „Wir sprechen mit unseren Mitmenschen darüber, was getan werden kann, damit stets für alle genügend Arbeit und Wohnraum vorhanden ist. Kann man vernünftigerweise erwarten, daß die Regierungen dafür sorgen werden? . . . Aber es gibt jemanden, der diese Probleme lösen kann; das ist der Schöpfer der Menschheit ...
• „Wir sprechen mit unseren Mitmenschen über eine gute Regierung. Die meisten Menschen wünschen sich eine Regierung, die frei von Korruption ist, allen eine Arbeitsmöglichkeit gibt und für jeden gute Wohnverhältnisse schafft. Welche Art von Regierung könnte Ihrer Meinung nach all das bewirken? . . .
______________

usw. usw.

Die Wünsche der Menschen werden angesprochen, um das Herz zu bewegen.
Es wird bewusst die Gefühlsebene angesprochen.
Bedürfnisse werden geweckt.
Wünsche werden als erfüllt in Aussicht gestellt.
Was man vorher nicht sah, wird sichtbar gemacht.
Eine neue Idee wird in den Sinn gelegt, die vorher nicht da war.
"Ein erster Blick" durch die Brille...

Dann folgt die Angewöhnungsphase - das bisherige Sehvermögen wird verformt. Es werden Wahrheiten aus der Bibel betrachtet - nicht alles was die Zeugen lehren ist falsch. Nicht zu morden oder nicht fremd zu gehen sind einige Betrachtungen an die sich das Auge leicht gewöhnen kann. Es sind die leicht zu erfassenen Themen, die Anfangs viel Freude bereiten mögen, da so mancher hier zum ersten mal in seinen Leben den Wunsch zu verspüren mag, ein relgiöses Leben zu führen.
Immerhin hat man kennengelernt, das Gott "das Beste für die Menschen will", wie es ja auch immer wieder in den Heimbibelstudienhilfsmittel erwähnt wird.
Die Liebe die man vielleicht noch dabei empfinden mag, verknüpft das sehen noch mehr mit den Wunsch diese Brille behalten zu wollen.
"Wir waren überglücklich, als wir von ihm einen Brief mit den Worten erhielten: „Ich habe die Wahrheit gefunden, abonniert die Zeitschriften für mich." Heute sind er und seine Angehörigen treue Diener Jehovas." (Der Wachtturm 01.12.2003)
Man beginnt das vorher gesehene nur nocht mit Hilfe der Brille betrachten zu wollen, da man ja bisher so viel positives mit Hilfe der Brille erkannt hat.
Was folgt ist die Bindung an der Brille:
Erworbene Kurzsichtigkeit. Man beginnt Dinge nur noch mit Hilfe der Brille sehen zu können. Ja man möchte die Bibel nur noch so lesen können, wie es die Brille erlaubt. Die Brille stellt deine Sicht richtig. Die Brille hilft dir die Dinge richtig zu sehen. Was du durch die Brille siehst ist die Wahrheit.
Doch in Wahrheit ist das Wahrnehmen verformt - das was eigentlich der Zweck manches Bibelverses ist, wird entstellt. Die Wahrheiten aus der Phase der Eingwöhnung haben sich kaum trennbar mit den Halbwahrheiten vermischt. Man liest weitmehr auch zwischen den Zeilen, wenn es die persönliche Meinung stützt. Man sieht mehr in manchen Vers geschrieben, als da steht. Leute ohne Brille sind blind, babylonische Sünder und freidenkende Christen.
Nur Brillenträger leben ewig. Und wer sich "lasern" lässt ist ein Abtrünniger. Ich reg mich auf!

http://www.myvideo.de/watch/985415

Geschrieben von Frau von x am 09. Februar 2008 11:27:

Als Antwort auf: Ich sehe was, was du nicht siehst... geschrieben von Jochen am 08. Februar 2008 23:48:

Hallo Jochen, wenn dich deine Aufregung zu solch guten Beiträgen inspiriert, dann darfst du dich von mir aus öfter aufregen.
Von meinem Mann soll ich dir ausrichten, ihm gefällt deine unaufdringliche, friedliche, christliche Art des Schreibens.

Liebe Grüße von uns an die ganze Famile und ein schönes Wochenende!

Geschrieben von + am 09. Februar 2008 12:03:

Als Antwort auf: Ich sehe was, was du nicht siehst... geschrieben von Jochen am 08. Februar 2008 23:48:

>>> „Bis was kommt, was den Fass den Boden ausschlagen lässt, wie man so schön sagt.
Eher selten, aber es scheint bei mir wieder mal so weit zu sein." <<<

Hallo Jochen!

Was ist denn passiert das es bei Dir wieder mal das Fass zum überlaufen brachte?

Geschrieben von Jochen am 10. Februar 2008 11:24:26:

Als Antwort auf: Re: Ich sehe was, was du nicht siehst... geschrieben von + am 09. Februar 2008 12:03:

Nett das du fragst...
... um es kurz zu fassen: Familie, Freunde und Bekannte aus dem Milieu der JZ, welche einen fühlen lassen, wie unvermögend diese eigentlich sind, das Farbspektrum Leben auch ohne die WTG-Brille zu registrieren.
Da ich aber dem einen und anderen hier als Realperson bekannt bin, würde ich bei der Nennung einer Figur aus meinen näheren Umfeld diese unweigerlich anschwärzen, ohne das es dieser möglich wäre sich zu verteidigen (wie auch immer das aussehen würde).
Also belass ich es lieber bei der allgemeinen gefassten Variante, das das Leben hier nicht immer fair ist.

J.

Geschrieben von + am 10. Februar 2008 12:08:49:

Als Antwort auf: Re: Ich sehe was, was du nicht siehst... geschrieben von Jochen am 10. Februar 2008 11:24:26:

Passt schon.
Hab schon verstanden worum es geht.

Diesen hochnäsigen „wir sind die Eliteklasseblick" kenne ich.

Mein Tipp:

Mach es wie Selina.

Mach eine Soll und Haben Rechnung.

Besser noch – schreib es auf.
Notiere Dir in einem Kalender wenn etwas Negatives passiert.
Du wirst sehen das ist vergleichbar selten.
Aber vor allem wird es dadurch greifbar.
Du sortierst Deine negativen Erlebnisse in Dir von den tatsächlich passierten Gemeinheiten aus.

Und für diese hochnäsigen Blicke gibt es dann das Forum.
Als mir das letzthin passierte hatte ich schlagfertig den Brüller auf Lager das es bei Ebay ein Zeugen-Faschingskostüm zu kaufen gibt.
Echte Wachtturm und Erwachet!
Der großgeblümte Rüschenrock war nicht im Lieferumfang enthalten.

Der Lacher gelang mir.
Der hochnäsige Blick war weg und der einzige der den Tiefschlag dahinter erkannte war meine Frau.

Ihr kann ich nur schwer etwas vormachen.

;-)

Geschrieben von Selina am 21. November 2007 21:35:

Als Antwort auf: schlechtes Gewissen geschrieben von Bauer am 20. November 2007 16:31:27:

Wo du Recht hast, hast du Recht, eigentlich muss man sich nicht zu viele Gedanken machen ,was ist, wenn man JZ bei bestimmten Situationen begegnet, es kann einem eigentlich egal sein.
Ich hoffe,dass sich das bald legt.
Es gibt halt immer wieder Sachen ,wo man sich aufregt, aber das ist es auch nicht wert, kostet nur zu viele Nerven.
Heute war ich bei meiner Freundin und wir haben Bilanz gezogen, einerseits, was wir durch den Ausstieg verloren haben, aber auch, was man dazugewonnen hat, nämlich Freunde,
die für einen da sind, ohne Bedingungen. und das ist hundert mal mehr wert, als die "Freunde" ,die man meinte. früher zu haben.
Nun denn, seis drum
LG Selina

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