Geschrieben von + am 03. September 2007 23:39:

Als Antwort auf: Re: Detailkorrektur geschrieben von anonym am 12. November 2005 17:44:43:

Im Wachtturm vom Februar 1916

http://www.manfred-gebhard.de/File0040-1.jpg

Seite 24,25 heißt es:

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"Wahre Christen, Geheiligte, sind ohne Zweifel in allen Armeen jener Länder zu finden, die eine gesetzliche Wehrpflicht haben. Wir hören von Zeit zu Zeit von solchen Bibelforschern in den verschiedenen Armeen, über ihr Wohlergehen und ihr Bemühen, selbst unter solch schrecklichen Umständen das Licht hochzuhalten um den Herrn zu verherrlichen."

Ich war mir nicht sicher ob das wirklich wahr ist.
Meiner Ansicht nach galt Anglo-Amerika als das wilde Tier der Organisation Satans.
Wie konnten dann die englischen Brüder für diese Armee in den Krieg ziehen?
War der Begriff „in allen Armeen" nur eine Art Schutzbehauptung um den Eindruck der Neutralität zu bewahren?

Diese Frage stellte ich Manfred vor etwa 2 Jahren.
Parsimony.15396

Tatsache ist das man sich bis in die Präsidentschaftszeit Rutherfords mit einem Amerikanischen Armee General schmückte.

Einer der Gründerväter der Wachtturm Gesellschaft war der General Wm. P. Hall US-Army (der dritte von links, hinter Russell stehend)

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Aus der Russell Biographie „The Laodicean Messenger“

Er zählte zu den engsten Mitarbeiten von C.T. Russell.
Als aktiver Brigade-General William P. Hall vom USA-Kriegsministerium in Washington schloss er sich Russell an.
Er hatte sich seine Kriegsverdienste vor allem beim Niederwerfen des Widerstandes auf den seit 1898 von den USA eroberten Philippinen erworben.
In sogenannten US-Strafexpeditionen wurden dabei Zehntausende Filipinos niedergemetzelt.

Watchtower 1 Juni 1905 Seite 174

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Es war im Jahre 1907, Eine Ansprache von C.T. Russell an Kolporteure.

Russell:
"Vor nicht langer Zeit sagte ein Bruder in Washington zu mir: Nun, Bruder Russell, einige von uns denken, auf folgende Weise ist ein kleiner Fehler gemacht worden: Du weißt, General Hall von der Armee der Vereinigten Staaten, er ist jetzt an der Wahrheit interessiert?

Ja.

Gut, wir wählten General Hall dieses Jahr zum Leiter des Freiwilligenwerkes.

Ja.

Und was wir für falsch halten: ... alle Soldaten und Leutnants, wenn sie ihn treffen, sind vom Gesetz verpflichtet, ihn zu grüßen und General Hall als Leiter des Freiwilligenwerkes teilt die Gebiete zu, bestimmt, wer wohin geht, und sehr unweise, denken wir, wählt für sich den Teil der Stadt, in dem er wohnt...

Ich sagte: Nun, mein lieber Bruder, sage so etwas nicht. Wenn ich in General Halls Schuhen wäre, ob ich solche Courage hätte wie er, ich bin nicht sicher, General Hall hat mehr Courage gezeigt in dem, was du erzählst, als er je auf dem Schlachtfeld der Philippinen zeigte... Ihr seht, liebe Freunde, Gott gebraucht seine wahrhaftigen Mittel... nicht nur in General Hall und .einigen jener anderen".

Wachtturm 15.August 1908 Seite 255

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Dies ist eine Auflistung derer die Russells Gelübde (Stichwort: Scheidung Russells) auf sich genommen haben.

Watchtower 1. Oktober 1911 Seite 373

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Am 1. September war der Eröffnungstag.
General des Heeres W. P. Hall, hielt die Eröffnungsrede, die markig und zielbewußt war, wie es von unserem berühmten Kämpfer auf den Philippinen zu erwarten war.
Auch ohne Uniform und Ehrenmedaillen, war der General mit jedem Zoll ein Prediger.
Seine philippinischen Erfahrungen gaben den Worten des, General Hall entsprechenden Nachdruck gegenüber den Bibelforschern.
Das Übel des Heidentums überzeugten ihn das die Welt das Königreich des Sohnes Gottes, braucht und die Kraft und die Herrlichkeit, zu schaffen die kein Mensch vollbringen kann.

Watchtower 1. Oktober 1911 Seite 373

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Hier wird der General als Beleitung einer Welttour Russells erwähnt.

Watchtower 1. Januar 1912 Seite 2

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Dieser Wachtturm war eine Art Sonderausgabe der Welttournee.
US-General Hall begleitete Russell.

Auf Seite fünf finden wir ein Bild von General Hall (mitte)

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Hier mit dem Hinweis das er zu dem Komitee der I. B. S. A gehörte.

Weiter werden Prominente Mitglieder dieser „Rund um die Welt Tour“ genannt.
Neben Richter Rutherford auch der Eröffnungsredner General Hall

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Bild mit Uniform und Orden.

Auch finden wir das Bild das wir eingangs schon aus dem Nachruf Russels gesehen hatten:

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Als prominente Person gehörte diesem Team von 7 Personen der USA-Brigade-General William P. Hall, Washington, an.

Jahrbuch 2003

Seite 154

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Warum gebrauchte man hier nicht den Titel „General“ Hall?
Wahrscheinlich hatte man diesen nur Vergessen.

Es war 1913 in Manila, Hauptstadt der Philippinen. C.T. Russell hatte einen Vortrag gehalten über "Wo sind die Toten". Zu Ende kündigte er eine Sonderzusammenkunft für den Abend an: "General W. P. Hall :vom Kriegsministerium Washington, spricht über das Thema: Bibel und Christentum vom Standpunkt eines Soldaten". Die Einführung von Hall nahm der US-Offizier in Manila, Colonel H.O.S. Heistand, vor.

Er sagte:
"Ich habe das Vergnügen, einen Soldaten einzuführen, den ich viele Jahre meines Lebens als engen Gefährten kenne, einen christlichen Mann.
Ich brauche kaum seinen Namen zu erwähnen, er ist gut bekannt.
Ich habe das große Vergnügen, Brigade-General William P. Hall von der Armee der Vereinigten Staaten einzuführen".

Und Hall vom Kriegsministerium in Washington, Pentagon, begann:
"Kameraden Soldaten, Kameraden Christen, es bereitet mir großes Vergnügen, heute abend bei euch zu sein und einige Ausführungen zu machen über die Bibel vom Standpunkt eines Soldaten, denn seitdem ich die Philippinen verließ, hat Gott mich mit einer Sicht der Bibel gesegnet, die ich vorher nicht hatte und ich nun präsentieren möchte..."

Zum Schluß jener WTG-Ostasienreise 1912/ 1913 ließ C.T. Russell seinen Bruder General vom Kriegsministerium wie folgt zu Wort kommen:

"Bruder Hall: Ich habe gedacht, und bevor wir diese Reise antraten im letzten Dezember, und von jener Zeit bis jetzt bin ich mehr und mehr überzeugt und bin dessen absolut gewiß, daß diese Reise und die Aufgaben und Pflichten, die damit auf uns gekommen waren und die jetzt auf uns fallen, sind gewiß auf der Linie der Führung des Herrn. Ich bin durchaus befriedigt und kann die Hand des Herrn sehen, verbunden mit unserer Reise".

Watchtower 1. November 1917

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In diesem Wachtturm ging es um organisatorische Abläufe und eine Neustrukturierung nach Russels Tod.

Watchtower 15.Dezember 1917

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General Hall gehörte zu denen die dem Putsch Rutherfords erst möglich machten.

In der englischen Ausgabe des 7ten Bandes der Schriftstudien

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Verwendet Rutherford den Namen des eigenen Sekretärs als Werbung für die Bibliothek der Schriftstudien.

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“Intensiv, interessant, gründlich, logisch und praktikabel…“
Der Sekretär der Internationalen Vereinigung der Bibelforscher tritt 1918 noch als Brigade General William P. Hall der U.S.Army auf.

Watchtower 1.September 1920 Seite 271

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Hier wird er erwähnt als Ehrenvorsitzender eines Kongresses.
So wie man Rutherford „Richter“ Rutherford nannte, nannte man Hall „General“ Hall.

Watchtower 15.Oktober 1929 Seite 335

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Hier erscheint er zum letzten Mal mit einem Brief und dem Titel „Sekretär“.

Es wäre aber nicht die Wachtturm Gesellschaft wenn sie nicht hochnotpeinliche Geschichtliche Details versucht unter den Tisch zu kehren.

Jahrbuch 1978

Seite 81

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gelebt hat er sicherlich auch auf den Philippinen, aber eigentlich hatte er eher dort getötet.

Hall hatte sich 1906/07, zur gleichen Zeit wie der USA-Staatsanwalt J. F. Rutherford und spätere WTG-Präsident, der WTG als aktiver General angeschlossen.
Er war einer der Generäle, (bis 1902), als die USA (1898) die ostasiatischen Philippinen eroberten und den Widerstand der Filipinos zehntausendfach in "Strafexpeditionen“ niedermetzelten.

1901 schien der Krieg auf den Philippinen für die USA verloren.

Die US-Presse war außer sich und verglich die Philippinischen Massaker mit General Custers Niederlage 1876 gegen die Sioux und Cheyenne am Little Bighorn. Der Präsident befahl dem neuen Oberbefehlshaber General Adna Chaffee, den ungeliebten Krieg umgehend zu einem siegreichen Abschluss zu bringen.
Das Kommando über die Strafexpedition erhielt Brigadegeneral "Hell Roaring" Jake Smith. Der Widerstand auf der Insel Samar sollte mit allen Mitteln gebrochen werden. Wie schon während des gesamten Krieges griff man auch jetzt auf die Erfahrung der Armee bei der Eroberung des amerikanischen Westens zurück. Dort hatten die Strategie der verbrannten Erde und der Terrorkrieg gegen die Bevölkerung die Indianerstämme letztlich zur Aufgabe gezwungen. Diese Erfahrungen und ähnliche Beobachtungen, die amerikanische Offiziere im Krieg der britischen Truppen gegen die aufständischen Buren in Südafrika gemacht hatten, ließ den Entschluss reifen, dass nur totaler Krieg ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung den Widerstand auf Samar brechen könne.
In seiner Befehlsausgabe betonte Smith, dass jeder, der in der Lage war, militärisch gegen die USA zu kämpfen, getötet werden sollte. Auf die Frage, welche Altersgrenze es gebe, antwortete Smith: "Jeder über zehn, der in der Lage ist, eine Waffe zu tragen." Mit der Aufforderung "Niederbrennen, plündern und morden sollt ihr" begann der Angriff, der das Operationsgebiet laut Tagesbefehl "in eine heulende Wildnis ... verwandeln" sollte.
In ähnlicher Weise begann zum Jahreswechsel 1901/1902 auch die Großoffensive auf Luzon. Dort ordnete General Franklin Bell die Einrichtung so genannter Konzentrationszonen an. Jegliche Ernte und jegliches Vieh außerhalb dieser Zonen wurde vernichtet und jeder männliche Filipino, der nach Sonnenuntergang dort angetroffen wurde, erschossen. Gleichzeitig wurde nun ein Kriegsgefangener für jeden ermordeten US-Soldaten hingerichtet. Diese drakonischen Maßnahmen verschärften vor allem das Leiden der Zivilbevölkerung; in den Zonen herrschten Hunger und Krankheit. Es war eine Taktik, die übrigens während des Vietnamkriegs wiederaufgenommen wurde (Hamlet-Programm). Nur wenige Monate später, im April 1902, kapitulierten die Reste der philippinischen Armee.

Auf den Philippinen waren Zucker, Kopra, Hanf, Gold, Chrom, Eisenerz und Kohle zu holen. (Pastor Russells International Bible/Students Souvenir, Convention Report 1906/13, USA, Reprints, S.29,204).

forum.politik.de/forum/showthread.php?t=85776

Wachtturm 15.8. 1968

Seite 506

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http://www.manfred-gebhard.de/Hall.jpg

Geschrieben von + am 31. August 2007 20:19:

Eines Tages kam der Herr vom Himmel herab, um zu sehen was die Menschen so trieben.

Und er fand einen eigenartigen Wachtturm, den sich die Menschen errichtet hatten.
Er sagte:
„Sie sind ein geeintes Volk mit einer geeinten Sprache.
Was sie gerade tun, ist erst der Anfang, denn durch ihren vereinten Willen wird ihnen von jetzt an jedes Vorhaben gelingen!“

Die Menschen schrieen während dessen:
„Auf!
Jetzt bauen wir uns eine Stadt mit einem Wachtturm,
dessen Spitze bis zum Himmel hoch reicht!“
„Dadurch werden wir überall berühmt.
Wir werden eine vereinte Bruderschaft,
weil der Wachtturm unser Mittelpunkt ist und uns zusammenhält!“

Auf! lasst uns einen Wachtturm bauen bis zum Himmel hoch!

(frei nach 1.Mose 11 Vers 4 und 5 aus Hoffnung für Alle)

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Wachtturm 1.Dezember 1991 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Die Anklage >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Wachtturm, 1. Dezember 1991,

Seite 7

“Eine Religion, die Lügen lehrt, kann unmöglich wahr sein.“

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>>>>>>>>>>>>>>>>> Königreichsdienst August 1971 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Die Fassade >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Königreichsdienst August 1971

Seite 1

Wir haben die Wahrheit und wir wissen das.

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>>>>>>>>>>>>>> Gebt acht auf euch selbst und die ganze Herde >>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Die Verfahrensregel >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Gebt acht auf euch selbst und die ganze Herde

Seite 111

„Auch in eurem eigenen GESETZ steht geschrieben: ‚Das Zeugnis zweier Menschen ist wahr.‘“
(Johannes 8:17)

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Wachtturm 1.Oktober 1973 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> der Anspruch >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Wachtturm, 1.Oktober 1973

Seite 593

Wir sollten auch daran denken, daß Jehovas Organisation die einzige Organisation in der ganzen Welt ist, die durch Jehovas heiligen Geist oder seine wirksame Kraft geleitet wird.

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Watchtower 15.Juli 1922 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Die Anklage >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Watchtower, 15.Juli 1922

Seite 217

„Es handelt sich um eine Chronologie von Gott und nicht von Menschen. Dadurch, dass die Chronologie der gegenwärtigen Wahrheit göttlichen Ursprungs ist und von Gott bestätigt wurde, bildet sie eine Kategorie für sich allein, als absolut und uneingeschränkt zutreffend.“

Wir haben oft schon hier an dieser Stelle gesagt dass die Wachtturm Gesellschaft lügt.
Nicht selten kommen dann Reaktionen wie „zu einer Lüge gehört Absicht“, oder „Irrtum wäre keine Lüge“.

Lügt die Wachtturm Gesellschaft aus selbstsüchtigen Beweggründen?
Lügt sie Nachweisbar Absichtlich?

Sie tut es bei dem Jahr Null.

Nachweisbar – von der ersten Stunde an, bis zum heutigen Tag.

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Wachtturm Mai 1904 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Der erste Zeuge >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Wachtturm Mai 1904

Seite 62

Sehr früh schon wusste man also dass die 2520 Jahre Rechnung in Wirklichkeit auf 1915 hinwies.

Seite 63

Ein eindeutiger Beweis aus dem Jahre 1904 - detailliert wird ohne das Jahr 0 gerechnet.

Und wenn die Wachtturm Gesellschaft alle Engel des Himmels und alle Teufel der Hölle ruft – wir haben nie mit dem Jahr Null gerechnet.



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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Wachtturm Juni 1904 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ein Indiz >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Wachtturm Juni 1904

Seite 69

1915

Seite 72

Die Wachtturm Gesellschaft schuldet allen Lesern eine Erklärung wie sie auf 1915 hinweisen konnte wenn sie doch mit dem Jahr Null gerechnet hat!



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>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Wachtturm Februar 1906 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Der zweite Zeuge >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Wachtturm Februar 1906

Seite 21

Weitere Bestätigungen unserer Chronologie
…Wir sehen hier aber auch, daß die Milleniumsherrschaft Christi mit dem Ende der Zeiten der Nationen seinen Anfang nimmt, Oktober 1914, und daß der Zeitraum bis zu dem Tage des ersten Adam 3126 n Chr. Genau zweimal Sieben Zeiten einnimmt, aber auch daß der Wendepunkt 606 v. Chr. Und der Schlusspunkt 1914 n. Chr. Genau markiert sind.
…der Anfang der Zeiten der Nationen 606 v. Chr.
…Gänzlicher Sturz des vorbildlichen Königreiches 606…

Hier haben sie sich verrechnet oder es wäre ein Indiz für das Jahr Null.
Vier Seiten weiter bekommen wir die Antwort:

Seite 25

Auch hier findet man wen man will das Jahr 1914.
Das wichtigere Jahr ist aber 1915.
Was man vergeblich sucht ist das Jahr Null.

Eindeutiger geht es nicht!

Seite 28

Eindeutiger geht es nicht:

Jesus wurde 33 Jahre Alt und diese Rechnung ist vollkommen korrekt – ohne dem Jahr Null!



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>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Beröerhandbuch Baujahr 1912>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Dritter Zeuge >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Das Beröer Handbuch wurde vor 1914 geschrieben und mag ansatzweise die Verbindung zwischen den Prophezeiten Jahreszahlen 1914 / 1915 begreifbar machen …und/oder deren Rechenfehler erklären.
Man beachte hierbei aber folgendes:
Heute ist nur noch ein „Zeitbeweis“ (Daniel 4:16 - 2520 Jahre) übrig geblieben!

Beröer Handbuch Seite 79/80

 

VOR 1914 war es alles andere als Klar ob man sich nun auf Oktober 1914 oder auf Oktober 1915 berufen soll.

In nachfolgender Zeittafel aus dem Beröerhandbuch (1912) sieht man allerdings ohne den geringsten Zweifel zu hinterlassen - ganz deutlich und unmissverständlich - die Jahreszahl 1 v.Chr. und 1 n.Chr.
Vergeblich sucht man nach dem Jahr Null.

Nicht nur das das Jahr 1 vor und nach Christus präzise definiert ist, auch hier finden wir die Korrekte Rechnung des Geburtsdatum Jesu:

Auf der Grafik des Beröer Handbuches findet man dreimal die damals wichtigere Jahreszahl 1915 und nur einmal 1914 – errechnet aus biblischen Begründungen, den wir heute als „altes Licht“ bezeichnen würden.

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>>>>>>>>> Die Offenbarung Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe! >>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>> Die Tat und erschwerende Umstände >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Die Offenbarung Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!

Kap. 18 S. 105

http://www.manfred-gebhard.de/Offenbarung2018201.jpg

„Folglich geschah es im Jahre 606 v. Chr., daß Gottes Königtum endete; der Kopfbund wurde beseitigt, und die ganze Erde wurde den Heiden überlassen. Die Zeitspanne von 2 520 Jahren endet — wenn vom Jahre 606 v. Chr. an gerechnet — im Jahre 1914 n. Chr.“ (The Three Worlds [Die drei Welten], 1877, Seite 83).
„Der biblische Nachweis ist klar und stark, daß die ‚Zeiten der Nationen‘ eine Periode von 2 520 Jahren sind, vom Jahre 606 v. Chr. bis (einschließlich des Jahres) 1914 n. Chr.“ (C. T. Russell, Schriftstudien, Band 2, herausgegeben im Jahr 1900, Seite 80).

[Fußnote]
Durch eine höhere Fügung hatten die Bibelforscher nicht verstanden, daß es zwischen „v. Chr.“ und „n. Chr.“ kein Jahr Null gibt.
Später, als Forschungen ergaben, daß eine Änderung von 606 v. Chr. auf 607 v. u. Z. nötig war, wurde auch das Jahr Null fallengelassen, so daß die Voraussage für das Jahr „1914 n. Chr.“ weiterhin zutraf. (Siehe “The Truth Shall Make You Free”, herausgegeben von der Watch Tower Society, 1943, S. 239.)

Das ist doch höchst bemerkenswert!
"Durch eine höhere Fügung"
-- unter Gottes Leitung --
hatten sie zwei Fehler gemacht, die sich gegenseitig aufhoben!

Es wäre doch interessant zu erfahren welche neuen "Forschungen" zu einer Änderung dieses Datums führten.

Natürlich gab es keine neuen „Forschungen“.

Es sei mir auch der Seitenhieb erlaubt das auf die Frage, warum das Offenbarungsbuch die Quellenangabe nicht Übersetzte und den englischen Buchtitel angibt.
Darauf kann sich jeder selber seinen Reim machen…

Diese Änderung auf das Jahr 607 war nötig, um das Datum 1914 aufrechtzuerhalten, auf dem der ganze Überbau der Wachtturm-Lehre ruht.

Wie will man aber ohne dem Jahr Null erklären das man VOR 1914 auf das Jahr 1914 hinwies, wenn man vom Sturz Babylons im Jahre 606 v.u.Z. ausging?

Oktober 606 vuZ bis zum Jahr 1 vuZ sind 605 volle Jahre und 3 Monate
1 uZ bis Oktober 1914 sind 1913 volle Jahre und 9 Monate.
Macht zusammen 2519 Jahre.
Woher also das fehlende Jahr nehmen?

Im Offenbarungsbuch versucht man dies durch die Jahreszahl Null zu erklären – ohne dass diese allerdings früher damit gerechnet hätten.

Die eigentliche Erklärung ist einfach: Man wies auf 1915 hin, nicht auf 1914 oder man verrechnete sich indem man Grundzahlen mit Ordnungszahlen in einen Topf warf.

Deutscher Wortlaut des Offenbarungsbuches:

http://www.manfred-gebhard.de/Offenbarung2018202.jpg

„Durch eine höhere Fügung hatten die Bibelforscher nicht verstanden, daß es zwischen „v. Chr." und „n. Chr." kein Jahr Null gibt.“

Englischer Wortlaut:

„Providentially, those Bible Students had not realized that there is no zero year between "B.C." and "A.D."”

Das heißt übersetzt:
Glücklicherweise hatten jene Bibelstudenten nicht gemerkt, dass es kein null Jahr zwischen "B.C." und " A.D." gibt.

Die englische Ausgabe macht sich hier somit nur der Lüge schuldig.
Die deutschen betreiben glatt Blasphemie, weil sie Gott die Schuld in die Schuhe schieben.

Der Einzige der behauptet er hätte das Jahr Null verwendet ist die Wachtturm Gesellschaft selber.
Niemand seiner Kritiker oder der Anhänger käme auf die Idee das Jahr Null zu verwenden.

Noch mal:
Der Einzige der so tut, als ob er das Jahr Null verwendet hätte ist die Wachtturm Gesellschaft.

Die Lüge soll zur Wahrheit werden und von den Rittern der Wahrheit wieder zur Lüge degradiert werden.

Mir ist klar das dies Folter ist - aber dafür kann ich doch nichts:

Richtig ist: Wir wiesen von Anfang an auf das Jahr 1914 hin.
Richtig ist: Wir verwendeten von Anfang an den „2520 Jahre Schwachsinn“.
Falsch ist: das wir früher Glaubten Jerusalem wäre 607 vuZ. Zerstört worden.
Wir schrieben den Unsinn von den Adventisten ab und dazu gehörte auch das Jerusalem angeblich 606 vuZ zerstört wurde.

In den Anfängen der deutschen Zeitschriften findet man schon Hinweise darauf dass 606 vuZ/1914 und 2520 Jahre mathematisch nicht zusammenpassen.

Darauf komme ich gleich zurück.

So – jetzt suchte die Wachtturm Gesellschaft nach Lösungswegen und Erklärungen.
Einer der Lösungswege war auch auf 1915 hinzuweisen.
Eine der Erklärungen war zu behaupten man hätte sich nicht verrechnet sondern „versehendlich“ das Jahr Null verwendet.

Diese Lüge begleitet die Wachtturm Gesellschaft schon von frühesten Anfängen an.
Bis zu dem heutigen Tag (siehe Offenbarungsbuch).

Heute rechnet man von 607 vuZ an.
Auf die glorreiche Idee kam unser alter Franz.
Um geschichtliche Fakten haben wir uns noch nie geschert.
Die Zerstörung Jerusalems fand sowieso zu einem ganz anderen Zeitpunkt statt, also warum diese Lüge nicht wenigstens so verbiegen das sie zumindest Rechnerisch passt.

Richtig ist: heute passt die Rechnung wenn man davon absieht das der Weltkrieg nicht im Oktober begann
Richtig ist: auch heute rechnen wir nicht mit dem Jahr Null
Falsch ist: das die Wachtturm Gesellschaft das Jahr Null nicht verwendet.

Sie verwendet das Jahr Null um weiter als wahrer Prophet dazustehen.

Sie macht aus einer Lüge eine Wahrheit…
(Sie behauptet sie hätte das Jahr Null verwendet.)

…und aus der Wahrheit wieder eine Lüge.
(Als Pfahlritter der Wahrheit verhindert sie, dass das Jahr Null weiter verwendet wird)

Das nennt man Landläufig: Gehirnwäsche.

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>>>>>>>>>>>>>>>>> „Drei Welten“ Baujahr 1877 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Zeuge vier >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Als Beweis dafür, kann man das Buch das im Offenbarungsbuch selber zitiert wird, verwenden.
In dem Buch „Drei Welten“ von 1877 heißt es auf Seite 76/77

“As this seventy years did not end until the seventh month of the year B.C. 536, it follows that five hundred and thirty-six full years from that would not end until the seventh month, (Jewish time, which is always at about the autumnal equinox), of the year one of the Christian era. And 1872 years this side of the autumn of A. D. 1, would end in the autumn of 1873, since one year from the autumn of A. D. 1, would not end until the autumn of A. D. 2, and so on.”

Deutlicher geht es wohl nicht.

Das Buch „The Three Worlds“ Datiert aus dem Jahr 1877 – Jahre vor dem ersten Wachtturm.

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>>>>>> Der Stein losgelöst ohne Handanlegung ist im Rollen Baujahr 1917 >>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Zeuge Nummer Fünf >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Erst nach Ende des ersten Weltkrieges, wurde nach und nach die Jahreszahl 1914 „alternativloser“.
Die erste Auflage der Broschüre „Der Stein ins Rollen“ war ein Vortrag Russells von 1904 und wurde 1917 ins Deutsche übersetzt.

An dem Vergleich einer unmotiviert „Revidierten“ Broschüre kann man das Motiv dieser Sekte erkennen.
Erst übersetzte man kurz nach seinem Tod einen unveröffentlichten Vortrag von Russell aus dem Jahre 1904 so wie er es sagte:
Korrekt gerechnet und auf 1915 hinweisend.

Der Stein losgelöst ohne Handanlegung ist im Rollen
Vortragsserie gehalten anno 1904 von Pastor Russel.
Baujahr 1917

Seite 19

…wo diese 2520 Jahre ihren Anfang nehmen und wo sie enden, nämlich im Jahr 1915…

Seite 20

…1915 n. Chr. das Ende der symbolischen sieben Zeiten…

Seite 21

Somit sehen wir, dass die sieben Zeiten der Strafe Israels und die sieben Zeiten der Herrschaft der Heiden dieselben sind; dass sie mit der Gefangenschaft Zedekias begannen und im Jahr 1915 zu ende gehen.
Diese Gefangenschaft nahm ihren Anfang im Jahre 605 ¼ vor Chr. 1914 ¾ Jahre dazugezählt, ergeben 1915 als Datum des Endes der Herrschaft der Nationen.

Geht es noch deutlicher?
605 ¼ Jahre + 1914 ¾ Jahre
Wenn man also von 606 v.u.Z zu rechnen beginnen will ergeben 2520 Jahre eindeutig 1915.

Die Wachtturm Gesellschaft schuldet ihren Lesern eine Erklärung warum sie im Offenbarungsbuch lügt.

Seite 29

Die Broschüre „Der Stein ist im Rollen“ demonstriert anschaulich worum es ging.
Man hatte eine Jahreszahl und wollte diese beweisen – nicht andersrum.
Dies war um die Jahrhundertwende eine art Sport und spiegelt sich durch zahllose Jahreszahlnennungen wieder.
Zu dieser Zeit findet man im Wachtturm, wenn man will, zu jedem Jahr auch eine Prophezeiung und die entsprechende biblische Parallele.
Wer lang genug sucht findet auch 1986 oder 1996…

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>>>>>> Der Stein losgelöst ohne Handanlegung ist im Rollen Baujahr 1920 >>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Das Motiv >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Drei Jahre später gab es dann neues Licht und man revidierte kurzerhand die Jahreszahl.
Bar jeder mathematischen Vernunft.

Wie gesagt:
An dem Vergleich dieser unmotiviert „Revidierten“ Broschüre kann man das Motiv der Sekte erkennen.

Der Stein losgelöst ohne Handanlegung ist im Rollen
Vortragsserie gehalten anno 1904 von Pastor Russel.
Nun aber Baujahr 1920

Seite 20

Dies ist nicht mehr der Vortrag von Russell.
In dieser Broschüre findet man nun unmotiviert „Revidierte“ 1915 / 1914 Wechsel.

Kein Hinweis dass diese Broschüre Revidiert wurde.
Keine Erklärung warum man nun plötzlich auf 1914 hingewiesen haben will.

Aber vor allem:
Diese Rechnung ist Falsch.

Dass wir dies mit niederen Beweggründen taten kann man nun an der „Zeuge Nummer 5“ Passage sehen.
Sie nehmen die Detailrechnung Russells heraus und ersetzen diese durch die mathematisch falschen Ordnungszahlen 606 und 1914.

Seite 21

Eine niederträchtige bodenlose Schweinerei.

Wäre der erste Weltkrieg 1915 Ausgebrochen, hätten wir uns diesen Spagat sparen können.
So blieb aber das Jahr 1915 vergleichsweise Ereignislos.
Also mussten wir uns rückwirkend alternativlos auf 1914 berufen.

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Encyclopaedia Britannica >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Der Gutachter >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Barbours und Russells Unkenntnis in Chronologie und Geschichte hat ein gewaltiges Problem für die Wachtturm Gesellschaft geschaffen.
Die Encyclopaedia Britannica (Onlineversion), eine oft von der Wachtturm Gesellschaft genutzte Quelle, sagt:
587/586 v.u.Z. wurden die Stadt und der Tempel völlig von Nebukadnezar zerstört, und die Gefangenschaft begann.
Sie endete 538 v.u.Z., als Cyrus II, der Große, von Persien, der Babylon besiegt hatte, den von Serubbabel aus dem davidischen Haus angeführten Juden erlaubte, nach Jerusalem zurückzukehren.

Auf 1914 war man gekommen, indem man einfach 606 von 2520 abgezogen hatte.
Von Anfang an wurde die Wachtturm Gesellschaft jedoch auf den Rechenfehler der dahinter lag aufmerksam gemacht.

Es waren vom 1. Oktober 606 v.u.Z. bis zum 1. Januar 1 u.Z. nur 605 Jahre und 3 Monate,
und vom 1. Januar 1 u.Z. bis zum Oktober 1914 nur 1913 Jahre und 9 Monate,
insgesamt also 2519 statt 2520 Jahre.

Demzufolge würden die 2520 Jahre nicht im Oktober 1914, sondern erst im Oktober 1915 ablaufen.

Heute „verbesserschlechteren“ wir die Rechnung durch das vertauschen der Jahreszahl von 606 v.u.Z. auf 607 v.u.Z.

Nach der Encyclopaedia Britannica ist es jedoch vollkommen unerheblich ob man nun mit 606 oder 607 rechnet.
Diese Startdaten sind genauso Falsch wie ein Festhalten an einer Willkürlichen 2520 Jahre Behauptung.

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Schriftstudien Band 2 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> weitere Indizien >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Nachfolgend noch die Stelle der Schriftstudien die von dem Offenbarungsbuch auf Seite 105 Zitiert wurde.
Schriftstudien Band 2 Seite 75

Hier wird das Jahr 1914 noch einschließlich (!!!) in die Zeiten der Nationen mit eingerechnet.
Ein Trick ganz besonderer Güte.
Hier rechnet man 1914 noch komplett in das Jahr der Zeiten der Nationen.

Enden die Zeiten der Nationen im Oktober 1915 stellt sich die Frage warum die Schriftstudien denn 1914 – ein x-Beliebiges Jahr mitten in der Zeit der Nationen erwähnt wird.

2520 Jahre --- einschließlich 1914 --- einschließlich 1913 --- einschließlich 1912 u.s.w. u.s.w.

Informationsnährwert gleich Null (ein Wortspiel an dieser Stelle).

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Wachtturm Februar 1913 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Das Geständnis >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Der Wacht-Turm vom Februar 1913 ist wohl der eindeutigste Hinweis darauf unter welchen Zwängen diese möchtegern Propheten standen.
Einerseits zeichnete sich bereits ab das sich ihre Prophezeiungen nicht erfüllen werden, andererseits wusste man noch nicht hinter welcher Schutzbehauptung man diese Katastrophe verstecken sollte.

Und so finden wir hier auch die Lüge des Jahres Null.
Die erste Stelle in der sich die Lüge des Jahres Null nachweisen lässt.

Wer dem Inhalt dieses Beitrages bis hier her folgte findet in diesem Wachtturm Artikel alle Erklärungen wie es zu diesem Rechenfehler und der Lüge kam.

Das Gefährliche und entlarvende an diesem Wachtturm Artikel ist sein Erscheinungsdatum.
1 Jahr vor 1914!
Noch wusste man nicht was man verschleiern muss.
Und so schreibt man sich um Kopf und Kragen:

Seite 30/31



Bereits 1913 – kurz vor dem Ende der Welt.
Händeringend versucht man sich Erklärungen aus den Fingern zu saugen.

Bemerkenswert das man im Februar 1913 noch von dem Ende der Großen Drangsal für Oktober 1914 ODER Oktober 1915 sprach. Nur das jetzt ein Jahr Aufschub mehr und mehr von Nöten schien.

Auch Rassell bediente sich somit der Jahr-Null-Lüge.

Die Wachtturm Gesellschaft liefert ohne es zu wissen ihr eigenes Geständnis.
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>>>>>>>> Millionen jetzt lebender werden nie sterben Baujahr 1920 >>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>> Zeuge Nr. 6 und erschwerende Umstände >>>>>>>>>>>>>>>>
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Nach 1914 wurde das Ganze dann wesendlich Unappetitlicher.

Im Februar 1918 (als Jesu angebliche Besichtigung anfing) startete Rutherford einen weltweiten öffentlichen Redefeldzug mit einem gewagten Titel.
1920 veröffentlichte er eine Broschüre desselben Titels.

Die Seite 14 dokumentiert schön den ärmlichen Rechenfehler und das man nicht mit dem Jahr Null rechnete…

Nach der Inhaftierung Rutherfords war klar, 1914 sollte beibehalten werden, 2520 Jahre wäre die Begründung und das Startdatum 606 v.u.Z galt als gesetzt.
Was tun?

Nun man hoffte das die wenigsten in der Lage wären den Rechenfehler zu erkennen.

Man hielt hier an „menschlicher Weisheit“ fest obwohl bereits seid einem viertel Jahrhundert im Wachtturm selber in steter Regelmäßigkeit zugegeben wurde das diese Rechnung falsch ist.

Zu Recht muss sich die Wachtturm Gesellschaft Hohn und Spott anderer konkurrierender Religionsorganisationen gefallen lassen, die auf diese Falschlehre bereits seid Jahren hinweisen.
Wohlgemerkt:
Um zu erkennen dass es sich hier um eine Irrlehre handelt benötigt man keine Bibel oder eine wie auch immer geartete Auslegungstechnik.

Es genügt ein Grundschüler der 1 + 1 rechnen kann.



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>>>>>>>>>> "Die Wahrheit wird euch frei machen" Baujahr 1943 >>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>> Peinliche Vertuschungsversuche >>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Wie wir gesehen haben, haben einige Anhänger der Gemeinschaft schon sehr früh auf den Rechenfehler hingewiesen (siehe z.B. die Fußnote auf Seite 32 des Buches Great Pyramid Passages, 2. Aufl. 1924, von John und Morton Edgar).
Trotzdem nahm die Wachtturm-Gesellschaft die notwendige Änderung erst 1943 vor, als sie auf Seite 239 der englischen Ausgabe des Buches "Die Wahrheit wird euch frei machen" erschien

Seite 239

Seite 240

Da der Erste Weltkrieg 1914 ausbrach und dieses Jahr als Ende der Heidenzeiten beibehalten wurde, musste der Ausgangspunkt von 606 auf 607 v.u.Z. vorverlegt werden, um halbwegs glaubhaft bei 2520 Jahren zu bleiben.

Warum aber ist gerade dieses Buch ein Beweis das die Wachtturm Gesellschaft Systematisch und Absichtlich Lügt?

"Die Wahrheit wird euch frei machen" wurde 1943 in englisch veröffentlicht.
In deutsch aber erst 1946.

Das Buch „Die neue Welt“ wurde 1942 ein Jahr vor dem Buch "Die Wahrheit wird euch frei machen" in englisch veröffentlicht.

Wachtturm Publikationen Index Englisch:

Wachtturm Publikationen Index Deutsch:

In deutsch wurde das Buch „Die neue Welt“ aber erst 1945 veröffentlicht.
Zwei Jahre nachdem im englischen Sprachraum Jerusalem 607 v.u.Z vernichtet wurde wurde im deutschen Sprachraum Jerusalem noch 606 v.u.Z vernichtet.

Seite 77

Wir sprechen hier schließlich nicht vom Karnevalprinzen sondern von geschichtlichen Eckdaten an denen unser gesamtes Glaubensgerüst hängt – einschließlich der Verkündigung der Wiederkunft Christi.

Gibt es ein vergleichbares Beispiel an Dreistigkeit und Unredlichkeit?


(Aus der Russell-Biographie The Messenger of Laodicea Seite 294)

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Inspiriert Buch >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>> Der Dieb schreit „haltet den Dieb“ >>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Die ganze Schrift ist von Gott Inspiriert und nützlich Baujahr 1990

S. 282 — Zeit und die Heilige Schrift

Bemerkenswert das in der 1967er Ausgabe des Inspiriert-Buches ist dieses Kapitel noch nicht zu finden ist.

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Geburtsdatum Jesu >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> weitere Indizien >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Worin lag der Denkfehler der Wachtturm Gesellschaft?
Bei so großen Zahlen verliert man leicht den Überblick.

Deswegen bringe ich ein einfaches Beispiel:

Angenommen jemand kauft alle 36 Monate - alle drei Jahre - einen neues Auto.

Im September 2004 wurde der letzte Wagen gekauft.

September 2004 - Kaufdatum
September 2005 – 1 Jahr voll
September 2006 – 2 Jahr voll
September 2007 – im September wird das 3 Jahr voll

Zum September 2007 tauscht man nach 3 Jahren das Fahrzeug wieder gegen einen Neuwagen.

Der Fehler der Wachtturm Gesellschaft liegt hierin.
Sie Rechnete:

2004 = 1 Jahr
2005 = 2 Jahr
2006 = 3 Jahr
2007 = 4 Jahr

Sie wusste sie bekommt alle 3 Jahre ein neues Auto.
Also ging sie im September 2006 zu dem Autohändler um das neue Auto abzuholen.

Sie rechnete: September 2004+2005+2006 = 3 Jahre!

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Jetzt wurde sie nur in aller Ruhe und Eindringlichkeit von Freund und Feind auf ihren Rechenfehler aufmerksam gemacht.

Was tat die Wachtturm Gesellschaft?

Da der Autokauf Zurzeit Jesu abgewickelt wurde nutzte sie die Notlüge, sie hätte sich nicht Verrechnet sondern erfand ein nicht existierendes Jahr dazwischen.

Noch einmal Langsam, so hätte die Rechnung in den Tagen Jesu korrekt ausgesehen:

September 2 vuZ - Kaufdatum
September 1 vuZ – 1 Jahr voll
September 1 uZ – 2 Jahr voll
September 2 uZ – im September wird das 3 Jahr voll

Jetzt versuchte die Wachtturm Gesellschaft ihr auftauchen beim Autohändler im September 1 uZ damit zu entschuldigen das sie versehendlich mit dem Jahr Null rechnete.

September 2 vuZ - Kaufdatum
September 1 vuZ – 1 Jahr voll
September 0 uZ – 2 Jahr voll
September 1 uZ – im September wird das 3 Jahr voll

Allerdings besitzt sie die Frechheit heute trotzdem auf den Neuwagen zum September 1 u.Z. zu bestehen!
Warum?

Weil sie das Kaufdatum des alten Autos einfach um 1 Jahr zurückdatiert!

September 3 vuZ - Kaufdatum
September 2 vuZ – 1 Jahr voll
September 1 uZ – 2 Jahr voll
September 1 uZ – im September wird das 3 Jahr voll

Sie behauptet einfach sie fahre das Auto schon seid 3 vuZ.

Leichter zu Überblicken ist die Rechnung auch anhand des Geburtsjahres Jesu:

Wachtturm 15. 12. 1998

Die Frage wann Jesus gelebt hat – und geboren wurde war natürlich von Anfang an bei der Wachtturm Gesellschaft ein Thema.

Jesus wurde etwas mehr als 33 Jahre alt.

Die Rechnung des Geburtsdatums lautet:
1 Jahr und drei Monate vor dem 1. Januar 1 n.Chr.
Hätten wir mit dem Jahr Null gerechnet (wie es das Offenbarungsbuch behauptet) wäre das Ergebnis der Rechnung nicht im Jahr 2 v.Chr.

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Schriftstudien Band 2 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ein Indiz >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Schriftstudien Band 2 Seite 56 und 57

Die Wachtturm Gesellschaft ist seinen Lesern gerade deswegen eine Erklärung schuldig wie sie die Behauptung aufstellen kann sie hätte mit dem Jahr Null gerechnet.

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Einsichten >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Diese Aussage deckt sich im Grundsatz mit dem Einsichtenbuch

"Einsichten über die Heilige Schrift"

Band 1 Seite 1343



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>>>>> Das Paradies für die Menschheit durch die Theokratie wiederhergestellt >>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Das Strafmaß >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Das Paradies für die Menschheit durch die Theokratie wiederhergestellt

Kap. 20 S. 355

Unter der Überschrift:
In einem gereinigten Land ein ‘dritter Teil’ bewahrt
RELIGIÖSE HEUCHELEI BLOSSGESTELLT

…alle falschen Propheten in Schande geraten lassen,
….Falsche Propheten werden den Grund für ihre Schande zu verbergen suchen,
…Sie werden zu vermeiden suchen, dass man sie tötet oder dass sie durch Jehovas loyale Anbeter als geistig tot hingestellt werden.
Dies hat Gott vorausgesagt, indem er seinen wahren Propheten Sacharja Weitersprechen ließ:

„Und es soll geschehen an jenem Tage, dass die Propheten beschämt [zuschanden, JB] werden, ein jeder seiner Vision wegen, wenn er prophezeit; und sie werden kein härenes Amtsgewand tragen zu dem Zweck des Betrügens. Und er wird gewisslich sprechen:

,Ich bin kein Prophet.
Ich bin ein Mann, der den Boden bebaut, weil ein Erdenmensch selbst mich von meiner Jugend an erworben hat.‘

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>>>>>>>> Broschüre „Die Wiederkunft unseres Herren“ Baujahr 1912 >>>>>>>>>
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In der Broschüre „Die Wiederkunft unseres Herren“
Baujahr 1912

heißt es auf Seite 28

Etwas Klareres wäre schauen und ließe keinen Platz für glauben…



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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Wachtturm Oktober 1922 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Das Motiv >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Was wäre die Folge wenn sich alles nur um ein Jahr verschieben würde?

Wachtturm Oktober 1922

Seite 156

Russell wäre ein falscher Prophet und das ganze Glaubensgerüst würde in sich zusammenfallen.

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> 2520 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Das eigentliche Vergehen >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Wie wir aus obigen Fakten ersehen können lügt eine Kirche die sich selbst „Die Wahrheit“ nennt.

Das Perfide an der Aussage des Offenbarungsbuches ist aber in Wirklichkeit das sie den Kriegsschauplatz wechseln.
Als ob es wichtig wäre wie man die 2520 Jahre nun korrekt rechnet.

Die Schlacht heißt nicht: „rechnen wir von 607-606-0-1914-1915“
sondern das Schlachtfeld liegt bei dem willkürlichen Auslegungsschwachsinn
„2520 Jahre“!!!

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Fazit >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Ich habe die gesamten englischen Wachtturm Ausgaben von 1879 bis 1945 nach den Suchbegriffen A.D. 0 und B.C. 0 gescannt.
Das Jahr Null findet man nur ein Mal in den Zeitschriften.
In dem Wachtturm Artikel von Februar 1913 (Englisch 1.Dezember 1912).

Einen Artikel in dem es nur darum geht das wir das Jahr Null nicht verwenden.
Einen Artikel in dem es darum geht dass sich abzeichnete dass 1914 Gottes Königreich auf Erden doch nicht kommt.
Da sich die Große Drangsal noch nicht Blicken ließ.
Ich hätte gedacht dass man doch wenigstens einmal das Jahr Null finden würde.

Und in einer Sekte die doppelt soviel Text über Chronologie veröffentlicht als über das Thema Liebe.

Sehr wohl aber findet man A.D. 1 und B.C. 1.

In den Wachtturm Büchern, findet man genauso keinerlei Beweise für das rechnen mit dem Jahr Null.
Im Gegenteil.
Konnte ein Wachtturm Heft eher noch mit einer spekulativen Behauptung aufwarten, erlaubten sich die Bücher keine „Spekulations-Ausritte“.

1914 Basiert auf einen Schwindel.
Einen Taschenspielertrick.

Ein Hütchenspiel bei dem sich der Trickser durch einfaches verschieben der Hütchen zu 99% darauf verlassen konnte, das sein Gegenüber den Überblick verlieren wird, wo denn die Kugel unter dem Hütchen verborgen ist.

Das wir es hier mit einem hinterhältigen Trickbetrüger zu tun haben finden wir zuletzt in diesem Beweis:

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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Wachtturm 1.3.1970 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Das Urteil >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Wachtturm 1.3.1970

Seite 143 Abs. 27

„…und es gefiel ihnen nicht, daß das Weltgeschehen die Botschaft dieser Zeugen bestätigte, die jahrzehntelang auf das Jahr 1914 als den Zeitpunkt hingewiesen hatten, wo Gottes Königreich unter Christus im Himmel zur Macht kommen und das Recht empfangen sollte, die weltlichen Nationen von der Erde zu vertreiben.“

!!!

In welchem Wachtturm - Jahrgang, Datum, Monat - wiesen wir darauf hin dass 1914 Gottes Königreich unter Christus im Himmel zur Macht kommen wird?

Die Wachtturm Gesellschaft behauptete vor 1914, Jesu Wiederkunft und himmlisches Königreich wäre im Jahre 1874 errichtet worden.
Im Gegenteil – es dauerte eher Jahrzehnte bis sie 1914 und ein unsichtbares, imaginäres Inthronisieren Jesu verbandelten.

Darüber hinaus erfüllte sich keine der Botschaften dieser Zeugen.
Es sind doch gerade die Weltgeschehen die jede der Botschaften dieser Zeugen widerlegen.

Und jetzt sag mir noch einer dass diese Religionisten nicht genau wissen was sie tun.

In dem Maß in dem sie ihre Mitchristen Verurteilen, sprechen sie ihr eigenes Urteil.

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>>>>>>>>>>>>>>>>> Schlusswort von Deckard >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Abtrünnige einer neuen Qualität?
Das ist die Konsequenz der mangelnden Qualität all jener Lehren, die beispielsweise von den ZJ verbreitet werden.
Es hieß einmal, dass die Generation, die 1914 erlebt hat, nicht vergehen wird, bevor das EndeTM käme.

Diese Lehre wurde dann 1995 geändert, obwohl sie vorher als in Steingemeißelte Wahrheit galt.
Aber so ist das eben mit den Wahrheiten der Zeugen und anderen gläubigen Endzeit-Sehnsuchts-Experten.

Da werden Wahrheiten zusammengetüftelt, dass man sich fragen muss,
ob die Erfinder solcher Lehren nicht schon rote Bäckchen haben und in der Ecke stehen,
um sich für all den Blödsinn gründlich zu schämen.

Die ehemals wahren Wahrheiten der aktuellen Zeit anzupassen, um sie hinterher freudig als recyceltes
Licht zu präsentieren ist dann auch nicht der Gipfel einer Hilf- und Ratlosigkeit, sondern eine Insolvenz
des Glaubens, eine Bankrotterklärung und genau genommen eine Beleidigung des menschlichen
Geistes.

Abtrünnige einer neuen Qualität?
Also: Wir sind nur so gut wie die Lehren der Zeugen schlecht sind.

Heute kann noch kein Zeuge sagen, was ihm als nächstes als neues Licht verkauft wird.
Prinzipiell kann das, was sie gerade noch an den Haustüren predigen, morgen schon eine überholte Wahrheit sein, das hängt ganz von der führenden Glühbirnenschaft ab, eifrig beschäftigt im Werke des Herrn - der wiederum hat offenbar nichts gegen die Verbreitung einer Wahrheit, die in regelmäßigen Abständen generalüberholt werden muss.

Wie kann etwas, was wahr ist, überhaupt die paradoxe Eigenschaft haben, falsch zu sein?

Wie können unvollkommene Menschen sich anmaßen, "die" Wahrheit zu predigen, im Wissen, dass "die
Wahrheit" sich schon oft gewandelt hat?

Deckard vom 2.7.2007

http://www.sektenausstieg.net/smf/index.php?topic=11073.msg233257#msg233257


Geschrieben von Gerd B. am 01. September 2007 08:56:

Als Antwort auf: Kultur der Lüge Die Jahr-NULL-606-607-1914-1915-Lüge geschrieben von + am 31. August 2007 20:19:

Wuff + ,

das ist mal wieder starker Tobak!

"Kommissar" + hat Indizie an Indizie gereiht, um den Verführungsmörder vor Gericht bringen zu können.

Wer ist der unsichtbare Regisseur im Hintergrund für diese "mörderischen" Taten?

Johannes 8, 44 Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an ...

(NWÜ): ...und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge].

Dessen "Söhne" geraten ganz nach dem Vater...

Danke Kommissar + , ich fürchte, du kommst nicht mal zum Schlafen.

Samstagsgruß!

Geschrieben von + am 01. September 2007 11:33:23:

Als Antwort auf: Re: Kultur der Lüge Die Jahr-NULL-606-607-1914-1915-Lüge geschrieben von Gerd B. am 01. September 2007 08:56:

Hallo Gerd!

>>> „…ich fürchte, du kommst nicht mal zum Schlafen." <<<

Doch, doch diesmal ließ ich mir ja etwas mehr als eine Woche Zeit.
Über die Woche übernachtete ich in einem Hotel und hatte nichts Besseres zu tun als das Buch „Kinder" und „Die neue Welt" auf einen Satz durchzulesen.

Es war Herrlich (daher das Wort: Religionisten…)

Zu der Zeit schriebt ihr gerade an einem Artikel in dem wachtturmneusprech Begriffe (Nachdruck durch Wiederholung) erwähnt wurden.
Ich hatte schon überlegt ob ich euch nicht mit erbauenden Begriffen wie Religionisten und Evolutionisten antworten soll.
Aber ich widmete mich dann wieder meiner Eunike und Johannes (aus dem Buch Kinder).

Eines war bei der Suche der Literatur von 1877 bis 1943 doch überraschend:

Dass das Jahr Null überhaupt nicht auftaucht.
Nicht einmal.

Ehrlich gesagt fürchtete ich englische Artikel zu finden die über die Frage fabulieren ob man das Jahr Null nun verwenden soll oder nicht.
Aber nein.
Das Jahr Null wird mit keinem Wort erwähnt.

Umso bemerkenswerter das Russel im Februar 1913 diese Schutzbehauptung aufstellte und dann das Offenbarungsbuch diesen Unsinn auf Seite 105 abdruckte.

Jetzt kommt aber das niederträchtige an dieser Sache:
Erst seit 1943 – seit wir die Rechnung entsprechend „richtig" auf 607 verbogen haben - findet man in steter Regelmäßigkeit bei uns in der Literatur den Satz:

*** bh S. 218 1914 — ein bedeutsames Jahr in der biblischen Prophetie ***
„…Da es kein Jahr 0 gibt…"

*** bh S. 199 Wie in der Prophezeiung Daniels das Kommen des Messias vorausgesagt wird ***
„…es gab kein Jahr 0…"

*** g98 8. 5. S. 20 Wie bedeutsam ist das Jahr 2000? ***
„…Das erste Jahrtausend hat nicht mit dem Jahr 0 begonnen, sondern mit dem Jahr 1…"

*** g93 22. 6. S. 21 Die Wissenschaft — die fortdauernde Suche des Menschen nach Wahrheit ***
„…das Jahr 0 hat es nicht gegeben…"

Wäre dahinter keine Absicht gestanden hätte man in der Zeit vor 1943 – also in der Zeit als die Rechnung noch fasch war – hinweise auf das Jahr Null finden müssen.
Wenn es nur ein Versehen war, gäbe es doch keinen Grund die Nichtexistenz des Jahres Null zu verschweigen – oder?
Somit verschwiegen sie es Absichtlich.

Die Zeugen Jehovas werden von Anfang an von ihrer Kirchenführung belogen und betrogen.
Mit voller Absicht.

Geschrieben von Gerd B. am 01. September 2007 11:47:44:

Als Antwort auf: Re: Kultur der Lüge Die Jahr-NULL-606-607-1914-1915-Lüge geschrieben von + am 01. September 2007 11:33:23:

+ schrieb:
"Über die Woche übernachtete ich in einem Hotel und hatte nichts Besseres zu tun als das Buch „Kinder" und „Die neue Welt" auf einen Satz durchzulesen."

Also das ist ausgesprochener Luxusurlaub!

Sag mal, ist im Buch "Kinder" die nachprophetische Geschichte zu lesen, als Eunike und Partner die Auferstehung in der Neuen Welt erlebten?

Wenn ja, die Geschichte ist ja sooo süß, könntest du sie hierher faximilisieren?

Ich grüße dich zu deinen Ferien auf den Malediven

Geschrieben von + am 01. September 2007 13:24:21:

Als Antwort auf: Re: Kultur der Lüge Die Jahr-NULL-606-607-1914-1915-Lge geschrieben von Gerd B. am 01. September 2007 11:47:44:

Hallo Gerd!

Ich war nicht im Urlaub - ich war in der Arbeit.

Urlaub was ist das? – kann man das Essen, Berichte oder ist es Kostenlos?
(Standart Fragen eines Vollzeitdieners…)

>>> „die nachprophetische Geschichte … sooo süß" <<<

Na klar!
Eine echte Liebesgeschichte mit parallelen zu den Orwelschen-Nonsex-Verbindungen (Roman „1984").

Eigentlich zieht sich dass durch das ganze Buch „Kinder".
Es wäre zwar mal interessant es hier Zusammenzufassen hat aber „null" Nährwert (Vorsicht Wortspiel).

Sabine fragte nach dem Namen Jehova.
Das fände ich interessanter.

Geschrieben von Gerd B. am 01. September 2007 15:17:53:

Als Antwort auf: Re: Kultur der Lüge Die Jahr-NULL-606-607-1914-1915-Lüge geschrieben von + am 01. September 2007 13:24:21:

Gefunden!

Die Geschichte der Auferstehung.

Sie ist im Buch "Der Weg zum Paradies", von E.W. van Amburgh, herausgegeben von der Vereinigung ernster Bibelforscher im Jahre 1924, Gesamtauflage 500.000.
Lest von der linken Seite weg, ab 2. Absatz:

http://i17.photobucket.com/b65/Gerdy1/Scannen0001-1.jpg

Man beachte auch: Die "große Drangsal ist noch vor 1926".

Und das haben wir alle nicht erlebt, vielleicht sind wir schon auferweckt und wissen es garnicht...

Geschrieben von Drahbeck am 01. September 2007 11:55:24:

Als Antwort auf: Re: Kultur der Lüge Die Jahr-NULL-606-607-1914-1915-Lüge geschrieben von Gerd B. am 01. September 2007 11:47:44:

Unabhängig vom angefragten, gibt es schon einige Repros daraus (wenn auch nicht in optimaler Qualität).

Rutherford's Kinder-Buch

Geschrieben von Drahbeck am 01. September 2007 12:52:39:

Als Antwort auf: Re: Kultur der Lüge Die Jahr-NULL-606-607-1914-1915-Lüge geschrieben von Gerd B. am 01. September 2007 12:36:30:

Ein Buch direkt mit dem Zitel „Auferstehung" ist mir auf WTG-Seite nicht bekannt.
Von letzterer gab es aber in den 1920er Jahren Broschüren zum Thema „Spiritismus". Dort könnte möglicherweise so etwas in der Richtung enthalten sein. In der Regel in Frakturschrift gesetzt. Das bedeutet (in der Regel) maschinelles Durchsuchen nicht möglich.
Auf das Thema Frakturschrift komme ich möglicherweise heute noch mals zurück. Allerdings bin ich mit den Vorabeiten für das beabsichtigte Posting noch nicht ganz fertig. Also etwas warten ist angesagt.
Schon vorab. Dieses Posting wird keinem „gebratene Tauben" zum nehmen offerieren. Eher dreht sich der Spieß mal in die andere Richtung.

Zusammengefasste Bibliographie

Geschrieben von Gerd B. am 01. September 2007 12:36:30:

Als Antwort auf: Re: Kultur der Lüge Die Jahr-NULL-606-607-1914-1915-Lüge geschrieben von Drahbeck am 01. September 2007 11:55:24:

Danke Manfred,

möglicherweise verwechsle ich das Buch, wo die Szene steht, wie die Darsteller plötzlich die Stimme der verstorbenen Mutter im Nebenraum hörten. Denn sie war gerade auferstanden (aber nicht aus dem Bett)...

Gab es ein Buch "Auferstehung" o.s.ä., die Geschichte könnte auch dort stehen.

Geschrieben von + am 01. September 2007 14:18:10:

Als Antwort auf: Re: Kultur der Lüge – Die Jahr-NULL-606-607-1914-1915-Lüge geschrieben von Gerd B. am 01. September 2007 12:36:30:

Hallo Gerd!

Der Vorgänger zu dem Buch Kinder war „Der Weg zum Paradies“ die Nachfolger waren „Vom verlorenen zum wiedererlangten Paradies“ und „Auf den großen Lehrer hören“.

Alle waren vergleichbar subtil.

Die Stimme von der verstorbenen Mutter hatte ich sofort in dem Buch „Der Weg zum Paradies“ vermutet.

Und Prompt!

„Der Weg zum Paradies“

Seite 217

Geschrieben von Gerd B. am 01. September 2007 15:26:11:

Als Antwort auf: Re: Gerds wandelnden Leichen im Nebenzimmer geschrieben von + am 01. September 2007 14:18:10:

Danke + ,

nun haben wir doppelt gemoppelt. Ich scannte von einer blassen Kopie, aber deine sind eben Spitze - wie immer.

Nun muss ich mir noch die Zähren aus den Augen wischen, denn ich war um 1926 herum nicht bei dieser Szene dabei. Schande über mich!

Geschrieben von + am 01. September 2007 17:25:03:

Als Antwort auf: Re: Gerd’s wandelnden Leichen im Nebenzimmer geschrieben von Gerd B. am 01. September 2007 15:26:11:

Wenn man den Bericht aus „Der Weg zum Paradies“ ließ könne es einem Auffallen das die auferstandenen Eltern sich darüber wundern dass alles so viel schöner ist als früher.

Was ist so viel schöner?
Was veranlasst die Eltern zum Staunen?

Sie bestaunen (laut Aussage der Wachtturm Gesellschaft) den technischen Fortschritt und materielle Dinge (z.B. ein „Auto“).
Dies ist aber ein Widerspruch zu dem Weltbild das die Wachtturm Gesellschaft sonst so gerne malt.
Danach werden doch die Weltverhältnisse immer schlechter – oder?

Das heißt das Zeitschriftenangebot für Morgenfrüh den Sonntagmorgen wird also wie folgt lauten:

Schönen Guten Morgen.
Mein Name ist + ich bin zusammen mit Herrn B. unterwegs und möchte ihnen eine Frage stellen falls wir das dürfen.
Was meinen sie ist es nicht schrecklich dass sich die Weltverhältnisse von Jahr zu Jahr verbessern?
Wir waren doch wirklich auf das schlimmste vorbereitet aber nicht damit dass alles immer besser wird!
Ist das nicht schrecklich?
In dieser neusten Zeitschrift vom 1.Oktober 2007 wird wenigstens der Versuch unternommen alles schlecht zu Reden.
Wenn sie möchten lasse ich ihnen die Zeitschrift da und komme morgen Abend noch einmal vorbei mit der Frage wie man die Wachtturm Gesellschaft zu dem Mittelpunkt seines Lebens macht und endlich keine Zeit mehr mit seinen Kindern draußen im Garten verschwendet.

Wachtturm 1. 10. 2007


Geschrieben von Drahbeck am 04. September 2007 07:38:13:

51 Jahre ist sie nun alt, die Zeitschrift „Königreichsdienst", oder wie sie heute genannt wird, „Unser Königreichsdienst". Vielleicht wäre es besser gewesen, ihrer schon beim 50jährigem Jubiläum zu gedenken. Es klappt indes nicht immer so, wie es denn optimal wäre. Vielleicht lässt der einjährige Verzug sich ja auch noch im laufe der Zeit allmählich aufholen. Das Überspringen von Ausgaben selbiger, die nicht sonderlich kommentierenswert sind, mag dies mit befördern.
Also, eine permanent monatliche Kommentierung ist keineswegs beabsichtigt. Es wird fallweise zu entscheiden sein.
Bis einschließlich August 1956 nannte sich, wie „Schimpanse" bei Infolink zu formulieren beliebt, das „Kabarettkult Peitsch- und Leistungsblättchen" der WTG, schlicht und einfach „Informator". Davor auch „Instruktor" und "Bulletin"

Eingangs genannte Wortwahl bei Infolink zu entdecken, wird allerdings zunehmend schwieriger, sofern man die dortige Option „Neueste Beiträge" nutzt. In den dortigen Müll- Schrottpostings namens „Wortkette" die alles sinnvolle ersticken, überhaupt noch was brauchbares herauszufiltern, gleicht zunehmend dem Bergbau.

Gewaltige Abraumhalden müssen erst beiseite geschaufelt werden, um an Substanzielles heranzukommen. Eine Zumutung, die nicht jeder auf Dauer mitmacht.

Die dortigen Schreiber dieser „Wortkette" (die es schon auf stolze mehr als 170 Seiten Schrottfüllung bringt) scheinen offenbar das unwiderstehliche Bedürfnis zu haben, ihre unbefriedigenden Kindheits-Erfahrungen auf diese Art zu kompensieren. Manche werden halt nie erwachsen! „Passend" auch der Titel der zweiten dortigen Schrottserie „Kettenspiel für Doofe" welche es ebenfalls schon auf über 130 Seiten Schrottfüllung bringt. Wer halt nichts Sinnvolles zu tun hat, der kann sich selbstredend so die Zeit vertreiben. Die Kleinkindergärten (sprich Vorschulkinder) können wohl auch neidisch werden aufs „Assoziationskettenspiel" mit 539 Seiten Schrott.

Wenn denn meinetwegen solcherlei Angebote in einem separaten Chat oder ähnliches getätigt würden, hätte das ja noch einen begrenzten Sinn. Der Spieltrieb soll ja auch zur menschlichen Natur gehören. Und das keineswegs negativ gemeint. Aber ein Forum/Webseite derart herunterkommen zu lassen, das doch wohl mal mit seriösem Anspruch angetreten, kann eigentlich nur einen freuen: die WTG.

Nun also, ab September 1956 bekam der vormalige „Informator" einen neuen Titel verpasst, als „Königreichs-Dienst". Inhaltlich indes dürfte sich wohl nicht sonderlich viel verändert haben.
„Angebot für September
Die Bücher „Gott bleibt wahrhaftig, „Die Wahrheit wird euch frei machen" und „Die neue Welt" als Sonderangebot in allen Gebieten (Beitrag 4,-- DM). Ist das Buch „Die neue Welt" vergriffen, werden Zweiersätze zu 3,-- DM angeboten" liest man auf Seite 1.
Meines Wissens wurde zwar „Gott bleibt wahrhaftig" im Versammlungsbuchstudium durchgenommen. Die andern beiden genannten Bücher in Deutschland indes nie.
Nicht ohne Grund fristeten sie ein „Mauerblümchendsein" Zwar 1945 Tonnenweise auch Deutschland verschifft und als Verkaufsgut geeignet, wurde die inhaltliche Aussage mit ihnen weitgehend vermieden. Namentlich „Die neue Welt", war auch in WTG-Terminologie schon vom ersten Tage an in Deutschland (nach 1945) total veraltet. Faselt es doch noch davon, das erhoffte Ende des Weltkrieges, der zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Buches noch im Gange war, werde mit „Religion als Bindemittel" vonstatten gehen. Dies wiederum wäre Anlass für „Harmagedon" ...

Auch die Nord- Südkönig-Auslegung in ihm, „glänzt" durch totales Überolltsein von der Wirklichkeit, die nicht im Entferntesten mit den dort dargelegten Thesen übereinstimmte.

Aber das hat ja bekanntlich die WTG-Religion noch nie tangiert. Denn im trautem Schulterschluss etwa mit einem Konrad Adenauer, gilt ja auch für sie: „Was interessiert uns unser Gewäsch von gestern ...."

In der Rubrik „Eure Dienstverammlungen" liest man unter anderem:

„Eine ausgewählte Gruppe bespricht Stoff aus dem englischen „Jahrbuch".
Hier schon mal eine kleine Unterbrechung. Das letzte deutsche „Jahrbuch" war das für das Jahr 1951. Inzwischen war aber die Verbotswellle des Ostblocks angerollt. Und darunter bildete Ostdeutschland in der Tat die größte Gruppe. Durch weitgehenden Wegfall dieser Beziehergruppe, befand Mister Money Maker (genannt auch N. H. Knorr), nun rechne sich das Jahrbuch als eigene deutsche Ausgabe, wirtschaftlich nicht mehr so recht.

So wie man ja auch heute das früher üppigere Schrifttum zunehmend „einfrieren" lässt. Das Spendenaufkommen dürfte wohl weniger „eingefroren" sein (auch dank EC-Kassen auf den Kongressveranstaltungen). Aber eiskalte Kapitalisten pflegen schon eine knallharte Kosten-Nutzen-Rechnungen anzustellen.

Der Zug einen regulären Kostenbetrag für das WTG-Schrifttum nennen zu dürfen, ist ja einstweilen in diesem Lande „abgefahren". Man ist also genötigt die Druckkosten aus dem Spendenaufkommen abzuzweigen. Da vergeht wohl den WTG-Managern allmählich die Lust, wie weiland schon Mister Money Maker in Sachen deutschsprachiges Jahrbuch.

Weiter zurück zum Zitat aus dem „Königreichsdienst"
„Eine ausgewählte Gruppe bespricht Stoff aus dem englischen „Jahrbuch" über das Thema „Widerstand besiegen." Das „Jahrbuch" 1956 zeigt, daß trotz behördlicher Eingriffe und Verfolgung unsere Brüder in der Dominikanischen Republik eine Zunahme von 30% erzielten."
„Unsere Brüder in Kolumbien eine solche von 28% und jene in Griechenland eine solche von 12%.
In fünf weiteren Ländern, wo das Werk ganz verboten ist, wurde eine Zunahme von 12% erreicht im Vergleich zu einer solchen von 8,5% in allen anderen Ländern."

Bei solchen Meldungen, man sieht es förmlich, bekommen die erschlafften Augenausdrücke der Money Makers in Brooklyn, wieder einen seltsam strahlenden Ausdruck!
Das erklärt dann ja so einiges. Sei es in Malawi, im Ostblock oder anderswo

Geschrieben von Drahbeck am 21. September 2007 03:20:26:

Als Antwort auf: Königreichsdienst geschrieben von Drahbeck am 04. September 2007 07:38:13:

müssen wir predigen. ...
müssen die Wahrheit verkündigen ...
müssen wachsam und unermüdlich tätig sein,
Wir
müssen vorandrängen ...
"Die verbleibende Zeit ist verkürzt."...
Die wahrheitssuchenden Menschen
müssen gefunden werden.
Damit uns das gelingt,
müssen wir gewandte Prediger sein.
Wir
müssen unsere Erkenntnis erweitern ...
müssen wir jedoch eifrig tätig sein. ...
Du
mußt auf dem laufenden bleiben.
Du
mußt bei den Versammlungen aufmerksam zuhören ... müssen uns auch vor den feinen Schlingen in acht nehmen ...
Vielleicht ist die Schlinge, die dich zu Fall bringen könnte, die Vergnügungssucht oder der Materialismus. Vielleicht verleiten dich Überstunden-Entschädigungen dazu, den Dienst oder die Zusammenkünfte zu versäumen.

Nahezu penetrant diese Vokabel „müssen" schon auf der 1 Seite des „Königreichsdienstes" für den Oktober 1956.

Rubrik „Eure Dienstversammlungen"
Familienszene (20 Min.)
Der Vater eröffnet die Diskussion, indem er seine Angehörigen an die Bezirksversammlungs-Ansprache „Leben hängt nicht von deinem Besitz ab" und an andere Ausführungen den Pionierdienst betreffend erinnert. Da die ganze Familie in der Wahrheit ist, hat der Vater eine Möglichkeit ausgedacht, wie jemand von ihnen Pionierdienst leisten könnte. Die Familie bekundet lebhaftes Interesse, und er fährt fort mit der Erklärung, er könne die Last für die Bedürfnisse der Familie aufzukommen, allein tragen. Der Sohn könnte seine Stelle aufgeben und eine andere suchen, wo er nur halbtags zu arbeiten braucht; was er dabei verdiene, werde für seine persönlichen Bedürfnisse reichen. Die übrige Zeit könnte er dem Pionierdienst widmen, und der Vater würde für Unterkunft und Verpflegung sorgen. Die Mutter kann Pionierdienst leisten, während die beiden Mädchen in der Schule sind. Die Tochter, die die Mittelschule besucht, erklärt sich bereit, im Haushalt mitzuarbeiten, und die Tochter, die in die Volksschule geht, sagt, sie wolle ihr Zimmer selber in Ordnung halten. Auf diese Weise können zwei den Pionierdienst aufnehmen.

Und die Lemminge (das steht zwar nicht im „Königreichsdienst") werden dazu noch Beifall geklatscht haben.

Bei der Lektüre dieses „Aufpeitschblättchen" „Kabarettblättchen" würde ich eher als ungeeignet ansehen, kann einem mehr als schlecht werden!

Klagesang:
Lag es daran, daß einige nicht über ihren Dienst wachten, daß die Mehrung während des Dienstjahres 1956 auf etwa 7% zurückgegangen ist? Während des Jahres 1954 betrug die Zunahme 11%, im Jahre 1955 9%. Was ist im Jahre 1956 geschehen?

Neue-Welt-Nachrichten
... Ankauf eines Gebäudes in Westberlin für ein neues Bethelheim.
Nicht in dieser Kurznotiz enthalten die Folgewirkungen.
Dumme suchen (und finden), welche großzügige Umbauarbeiten für Null over ausführen.
1961 macht Ostdeutschland seinen „Laden dicht". Folgewirkung, die Anleitung der Ostdeutschen Zeugen Jehovas findet perspektivisch nicht mehr von Westberlin, sondern von Wiesbaden (später Selters) statt. Damit ergibt sich auch, der ursprüngliche Verwendungszweck wurde obsolet. Noch heute indes ist die Wachtturmgesellschaft, laut Grundbucheintrag und auch laut Beschriftung am Grundstück, Eigentümer dieser Immobilie. Offenbar wurde sie zur Führung eines privat betriebenen (nicht von der WTG, sondern wirtschaftlich unabhängig von ihr) Seniorenheimes nunmehr genutzt. Gemäss den üblichen Gepflogenheiten ist ein monatlicher Mitzins dafür fällig, welcher in den WTG-Kassen versickert.

Die politische Entwicklung ging, namentlich nach 1989 weiter. Erneut stellte sich für die WTG die Frage nach einer Büro-Immobilie in nunmehr Gesamt-Berlin. Eine Aktivierung der Immobilie Bayernallee wurde dabei aber offenbar nicht in den näheren Betrachtungsradius gezogen. Noch von der letzten DDR-Regierung (Modrow) bekam die WTG im „heimlichen Diplomatenviertel Ostberlins" (Berlin-Karlhorst) eine Immobilie vermittelt. Sollten dort Umbauarbeiten angefallen sein. Siehe das „Strickmuster" vorstehend.

Das Klima jener Gegend behagte wohl den WTG-Apparatschicks nicht so recht. Unmittelbar Nachbarschaft zum Beispiel zu einem von der Russisch-Orthodoxen Kirche dort genutzten Grundstück. Ergo fiel die Entscheidung für einen Neubau (Grünauerstr.). Dumme, die den für Null over ausführten, hat man ja bekanntlich genug!

Geschrieben von Paul Muadib Atreides am 09. September 2007 09:46:04:

Als Antwort auf: Königreichsdienst geschrieben von Drahbeck am 04. September 2007 07:38:13:

Vermutlich wird der ehrenwerte Herr Drahbeck bei seinem Umherstreifen im Infolink-Forum übersehen haben, dass die von ihm beklagten Zustände (Threads) alle (bis auf ene Ausnahme) im Bereich Offtopic..respektive "Offtopicer als offtopic" angesiedelt sind. Diese Bereiche dienen, zugegebenermassen,der Befriedigung "niederer" Instinkte...

Dieser erschröckliche Zustand lässt sich jedoch durch den richtigen Gebrauch des scrollrades einer handelsüblichen Maus sowie dem damit verbundenen rechtmässigen Einsatz der linken Maustaste quasi mittels eines Klicks beenden. Sofern dieses Vorgehen gepaart mit der Fähigkeit des richtigen Entschlüsselns zusammengefügter Buchstabengruppen einhergeht,
dürften dem ehrenwerten Herrn Drahbeck fürderhin derlei erschröckliche Erlebnisse im Infolink-Universum erspart bleiben.
Hochachtungsvoll
Paul Muadib Atreides

Geschrieben von Drahbeck am 09. September 2007 09:53:20:

Als Antwort auf: Re: Königreichsdienst geschrieben von Paul Muadib Atreides am 09. September 2007 09:46:04:

"dürften dem ehrenwerten Herrn Drahbeck fürderhin derlei erschröckliche Erlebnisse im Infolink-Universum erspart bleiben.
Hochachtungsvoll
Paul Muadib Atreides"

Der langatmigen Verteidigung des Vorzitierten, bedarf der Angesprochene nicht, indem er eine weit bessere Lösung gefunden. Nämlich vorab zu bewerten, wofür Zeit zu verwenden, Luxus ist. Und da jeder nur über einen begrenzten Zeitfond verfügt, erledigt sich manches, indem man es auf Platz 999a setzt.

Geschrieben von Martin am 09. September 2007 11:04:55:

Als Antwort auf: Re: Königreichsdienst geschrieben von Drahbeck am 09. September 2007 09:53:20:

Hallo Drahbeck,
das Problem mit den "Letzten Beiträgen" war mir nicht bewußt. Gäste bekommen es richtig - also ohne die "Blödelthemen" - angezeigt. Ich habe es für dich geändert, so daß es jetzt übersichtlich sein sollte.

Schreib mich nächstesmal doch bitte direkt an, ich habe es hier in deinem Forum nur durch Zufall gefunden (bzw. wurde darauf aufmerksam gemacht).

Netzwerk Sektenausstieg e.V.

Geschrieben von + am 04. September 2007 17:00:44:

Auf gofeminin veröffentlichte ein User namens paps19 gestern einen öffentlichen Brief an seinen Sohn:

forum.gofeminin.de/world/communaute/forum/forum2__forum=adoption&m=29&whichpage=1.html#5501

Ich bin schockiert, konsterniert, erschüttert und grenzenlos wütend.

Sein Erlebnis trifft mich ganz besonders weil ich damit rechne das dies mir noch bevor steht.
Momentan versuche ich noch Zeit zu schinden.

Als wir aber letzthin Brüder bei uns zu Besuch hatten war ich fast vor mir selbst erschrocken.
Hätten sie mich auf meine Einstellung zu den Zeugen Jehovas angesprochen ich hätte kein Blatt mehr vor den Mund genommen.

Seid nunmehr über zwei Jahren schlage ich die Wachtturm Gesellschaft beinahe jeden Tag dafür, das sie mit voller Absicht auch meine Familie zerstören.

Ich möchte paps19 soweit helfen indem ich auf seinen Brief aufmerksam mache, ihn einlade in dem Forum seiner Wahl zu schreiben und entsprechend Referenz zu bieten.

Geschrieben von Andre am 05. September 2007 10:26:08:

Als Antwort auf: Ein offener Brief an seinen Sohn geschrieben von + am 04. September 2007 17:00:44:

Als meine Schwester heiratete, wurde unser ausgeschlossener Vater (der erst gar nicht über die Hochzeit informiert wurde) und unsere ausgeschlossene Oma nicht eingeladen. Nicht mal mit ins Standesamt durften sie. O-Ton der Schwiegereltern meiner Schwester: "Wenn Deine ausgeschlossenen Verwandten mit ins Standesamt kommen, bleiben wir zu Hause. Punkt."

O-Ton der Ältesten: "Wenn Deine ausgeschlossenen Verwandten kommen, wird die ganze Feier von uns untersagt."

O-Ton der Schwiegereltern: "Wenn Deine ausgeschlossenen Verwandten kommen, werden wir nicht zur Feier kommen."

Ergebnis? Nun, meine Oma musste während Eiseskälte draußen vor dem Standesamt warten, während die übrige Verwandtschaft inkl. Glaubensbrüder dem Standesbeamten zuhörten. Lediglich als meine Schwester mit ihrem Mann aus dem Standesamt kam, durfte meine Oma diesen kurz gratulieren um danach wieder nach Hause zu fahren.

Die Feier war aber ganz schön, bis auf den Umstand, dass kein einziger Verwandter meiner Schwester dabei war (bis auf mich).

Meine Schwester tauchte mit ihrem Ehemann nach ihrere Hochzeit bei meinem Vater auf mit der Überraschung: "Wir sind verheiratet." Mein Vater war wirklich überrascht...

----------

Bei meiner eigenen Hochzeit war alles zusammen mit einem lieben Paar (ZJ) geplant. Meine Frau lud alle von ihrer VS ein, ich alle von meiner VS. Mein Vater und meine Oma wurden ebenfalls eingeladen. Wir waren so treu doof und haben noch allen gesagt, dass ein Ausgeschlossener (ausgeschl. Oma war leider mittlerweile wieder den ZJ beigetreten) kommt. Als es zu den Ältesten der VS meiner Frau drang, wurden alle, die trotzdem zugesagt hatten, von ihnen ins Gebet genommen. Das Ehepaar, das alles mit uns geplant hatte, wollte aber trotzdem weitermachen und bis zum Ende planen und auch kommen, obwohl die ganze Planung umgeschmissen werden musste, da zuwenig Brüder kamen, die mit helfen wollten. Als den Ältesten dies zu Ohren kam, wurde das Paar nochmals ins Gebet genommen und man drohte dem Mann direkt damit, dass er sich dann keine Hoffnung auf irgendwelche Dienstvorrechte zu machen bräuchte, falls sie dennoch zu unserer Hochzeit kämen. Leider wirkte der Druck auf diese und nun hatten wir keinen mehr, der uns bei der Planung half. Fazit? Unsere Hochzeit war eine Katastrophe, aus der VS meine Frau kam ein älteres Ehepärchen (die wegen ihrer eigenen ausgeschl. Tochter so etwas ähnl. erlebt hatten). Aus meiner VS kamen ein paar beste Freunde, die das alles zum Glück nicht juckte. Aber mein Vater war da. Aber ich habe ihm nie von dem Druck erzählt, der auf uns ausgeübt wurde, damit wir ihn wieder ausladen.

Heute weiß ich, dass ich richtig gehandelt habe und ich habe es nie bereut, auch wenn der Tag nicht der schönste unseres Ehelebens war. Dafür sind wir heute glücklich und zum Glück keine ZJ mehr.

LG
Andre

Geschrieben von Selina am 06. September 2007 11:47:32:

Als Antwort auf: Re: Ein offener Brief an seinen Sohn geschrieben von Andre am 05. September 2007 10:26:08:

Bleibt nur zu sagen: Es ist gut, wenn mans geschafft mit einem blauen Auge ausgestiegen ist. Leider gibt es wohl auch andere Sekten z. B. die Armish, die auch mit ausgeschlossenen so umgehen.
Bleibt noch abzuwarten, wie meine Schwiegerfamilie darauf reagiert, wenn sie es erfahren.
Vielleicht wirds irgendwann besser, wer weiss ??

Selina

Geschrieben von D. am 05. September 2007 10:41:03:

Als Antwort auf: Re: Ein offener Brief an seinen Sohn geschrieben von Andre am 05. September 2007 10:26:08:

Man vergleiche zum Thema auch:
Parsimony.17116

Geschrieben von Selina am 04. September 2007 23:24:

Als Antwort auf: Ein offener Brief an seinen Sohn geschrieben von + am 04. September 2007 17:00:44:

Hallo Plus,

wenn ich solche Dinge lese, krieg ich die Krise...
Solch ein Verhalten seitens des Sohnes nennt sich "christlich"!! Auch die Anrede des Vaters Mensch 1. Klasse also Jehovas Zeuge kommt nicht von ungefähr.
Auch wenn die Organis. sagt, dass man keinen Umgang mehr mit Ausgeschlossenen haben sollte, dann verstehe ich
nicht, warum man auf einmal keinen Umgang mehr mit Familienmitgliedern haben soll ! Aber es gibt immer wieder so engstirnige, die sie sich wichtig tun wollen.
Meine Freundin ist auch ausgeschl. und sie hat erst von der Geburt ihrer Nichte erfahren, als sie schon 3 Wochen alt war, weil ihre ach so liebe Schwester nicht wünschte, dass sie davon erfährt. In diesem Fall ist die Mutter ein wenig nachgiebig geworden. Als meine Freundin bei ihrer Schwester anrief um ihr zu gratulieren, bekam sie von ihr zu hören, dass sie ihre Nichte nicht sehen kann bzw. irgendwann und dass sie "gütigerweise" einmal im Jahr anrufen darf.
Sowas ist ein Schlag ins Gesicht und sollte nicht mehr
geduldet werden, was diese Sekte aus den Menschen macht.
Ich hoffe, dass die verschiedenen Foren ein Trost für
diejenigen ist, die sich durchschlagen müssen, deshalb:
weiter so

Selina

Geschrieben von FAllenAngel am 05. September 2007 09:26:11:

Als Antwort auf: Re: Ein offener Brief an seinen Sohn geschrieben von Selina am 04. September 2007 23:24:

Hallo Selina,
ich hab meine nichte immer noch nicht zu gesicht bekommen ...obwohl vor einem jahr geboren!
Ich wusste nicht mal das mein bruder wieder vater.
Bis heute warte ich darauf da er die kleine mal vorbei bringt...
vergeblich..

exzeugejehova.oyla15.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi

Geschrieben von schmellie am 04. September 2007 22:43:

Als Antwort auf: Ein offener Brief an seinen Sohn geschrieben von + am 04. September 2007 17:00:44:

Ja , hatte ich schon gelesen !!
Meine Oma (verst.) war auch JZ , meine Tante deren Tochtrer ist es immer noch . Aber meine Oma kam zu uns und hat Weihnahcten gefeiert sowie Sylvester , mit uns !
Zumindest am Anfang in den 90ger Jahren kam sie immer ein Tag später außer Sylvester und hat dann mit uns Cafe getrunken und zu Mittag gegessen !
Aber sie waren selber nicht sehr beliebt unter den JZ vielleicht deshalb . Um mal eine Ältere Dame zu zitieren :" keine Vorzeige Zeugen "
Von der jungen Dame (mit der ich studierte) ihr Ehemann (eigentlich auch modern) dessn Vater war ausgeschlossen (aufgrund Untreue in der Ehe) , ich weiss ich nicht mehr wie ich den Satz beenden wollte.....
Na auf jedenfall fand der Ehemann das völlig legitim nicht mehr mit seinem Papa zu verkehren ........>aus Liebe damit er umkehrt
hat der Vater letztes Jahr auch gemacht !!
lg
schmellie

Geschrieben von German am 04. September 2007 20:40:

Als Antwort auf: Ein offener Brief an seinen Sohn geschrieben von + am 04. September 2007 17:00:44:

Auf JWD schrieb jemand vor kurzem: "Es bricht mir das Herz, dass mein Vater sich entschieden hat, ein Verlagsunternehmen mehr zu lieben als sein eigen Fleisch und Blut."

Geschrieben von Bauer am 05. September 2007 11:02:01:

Als Antwort auf: Re: Ein offener Brief an seinen Sohn geschrieben von German am 04. September 2007 20:40:

Dieses Verlagsunternehmen das unter Jehovas Zeugen firmiert,

schürt Hass, aber es fördert auch die Selbstsucht.

Und verbreitet Todesangst

Das Ergebnis ist dann, dass der Vater oder die Mutter oder der Bruder oder die Schwester alles tun um ihren eigenen Arsch zu retten und den eingebildeten TOD nicht zu erleben.

Aber nicht nur, dass sie glauben mit dem eigenen nackten Leben davon zu kommen, wie zum Beispiel bei einer Naturkatastrophe, sie werden zu all diese Handlungen auch noch dadurch motiviert, dass sie in ein Paradies kommen und dann ewig leben können.

Ein neuer Zeuge dürfte in der Regel so dumm sein, dass er nur glaubt, nach Harmagedon das bald kommt , beginnt sofort das ewige Leben im Paradies.

Wann aber wurde zuletzt in Büchern und im Wachtturm die Bibellehre von der Zeit nach Harmagedon betrachtet?

Deshalb sage ich, dass ein neuer Zeuge Jehovas sicherlich recht dumm sein dürfte was die "Nachharmagedonzeit" bedeutet.

Mal ganz nüchtern betrachtet: dann ist wieder der Teufel los.

Egoismus

ist heute sicherlich das Triebmittel des Handelns eines Zeugen Jehovas.

Nicht Christ sein, nicht Religosität, sondern Todesangst und Egoistmus.

Geschrieben von + am 05. September 2007 15:09:08:

Als Antwort auf: Re: Ein offener Brief an seinen Sohn geschrieben von Bauer am 05. September 2007 11:02:01:

Meinen herzlichen Dank an alle die Geantwortet haben.

Gerade schrieb mir jemand per PM:

„Es tut mir leid, dass mich momentan nicht mehr für eine Antwort einfällt.
Ich kann meine Gedanken oft nicht klar ordnen, wenn ich über dieses Thema spreche."

Genau so geht es mir momentan.
Es ist eine Mischung aus Trauer, Abscheu und Scham.
Ich möchte euch auch nicht mit unflätigen Begriffen die mir zu den Abgründen dieser Sekte einfielen belästigen.

Hallo Richard!
Gib Peggy einen Kuss von mir.
Aber verstecke Deine Hände hinterm Rücken.
An ihnen klebt das Blut Deiner Brüder.

=====================================================

Ich brauche jetzt Abstand und werde mich bewusst mit schönen Dingen beschäftigen.

Mal sehn ob ich die Hummel die in meinen Himbeeren wohnt heute wieder da ist (nach dem Regen von gestern).
Sie ist so fleißig das sogar an den reifen Himbeeren Blütenstaub klebt.

Geschrieben von Andre am 06. September 2007 10:12:20:

Als Antwort auf: Re: Ein offener Brief an seinen Sohn geschrieben von + am 05. September 2007 15:09:08:

"Wehe ihnen! Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich für Lohn dem Irrtum Balaams überliefert, und in dem Widerspruch Korahs sind sie umgekommen." (Judas 1)

Die Wachtturmgesellschaft ist den Weg Kains gegangen, indem sie ihre eigenen Brüder zu Tode schlägt aber sinnbild. zu Gott frech sprechen: "Bin ich meines Bruders Hüter?"
Die WTG hat sich für Lohn dem Irrtum Balaams überliefert, indem sie im Namen Jehovas als Prophet auftritt, obwohl Jehova sie niemals beauftragt hat und so versucht, selbst die Auserwählten in die Irre zu führen. Im Widerspruch Korahs sind sie umgekommen, weil sie an der Stelle stehen möchten, an der nur Jesus, der größere Mose, stehen darf. Wie damals nur Mose das alleinige Sprachrohr Gottes war und die Söhne Korahs ebenfalls das Sprachrohr Gottes sein wollten, so akzeptiert auch die WTG Jesus nicht als alleiniges Sprachrohr Gottes, sondern will diese Stellung auch für sich beanspruchen.

"Diese sind Murrende, mit ihrem Lose Unzufriedene, die nach ihren Lüsten wandeln; und ihr Mund redet stolze Worte, und Vorteils halber bewundern sie Personen." (Judas 12,13)

Die ZJ, die die WTG führen, sind Murrende, mit ihrem Lose Unzufriedene, weil sie nicht wahrhaben wollen, dass nur Jesus "unsere alleinigen Gebieter" (Judas 4) ist. Sie möchten nicht wahrhaben, dass es unter Christen keine Unterschiede gibt und erfinden deshalb eine 2 Klassen Christenheit mit einer 2 Klassen Erretung um sich selbst in eine erhöte Position zu bringen. Deshalb wandeln sie nach ihren eigenen Lüsten, indem sie zum Maßstab der Bibel ihren eigenen Maßstab in Form von Sonderlehren aufrichten. Ihr Mund redet stolze Worte, da sie nur sich als "Volk Gottes" und "Errette" bezeichnen, anderen Christen dies aber absprechen. Sie bewundern Personen, indem sie falsche Geistgesalbte an die Führung setzen, die aber nichts anderes sind als "spätherbstliche Bäume, fruchtleer, zweimal erstorben, entwurzelt; ... Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist." (Judas 12,13)

Geschrieben von X am 05. September 2007 23:16:

Als Antwort auf: Re: Ein offener Brief an seinen Sohn geschrieben von + am 05. September 2007 15:09:08:

Zitate:
___________________________________________________________

reform rundschau I Juli 2007 I 3 4 I

Als Erwachsene sind wir mitverantwortlich für die Bewahrung der Erde und des Lebens, zumindest im Kleinen, an unserem Ort.

Mitverantwortlich für den Abbau von Hass und Zerstörung.

Mitverantwortlich für das Gelingen und Glück auch des eigenen Lebens - im Miteinander

Die Erhaltung des Lebens entsteht aus Miteinander und Füreinander, mit Auflösen von Trennung und Polarität.
__________________________________________________________

Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.23

Der ,Gemeinschaftsentzug' bei Jehovas Zeugen einst und jetzt

I.Die historische Entwicklung

Der ,Gemeinschaftsentzug' der Zeugen Jehovas ist in der heutigen Form noch keine vierzig Jahre alt.

Der WT 15.1.68, S.52/18, führt aus:

,Schon im Jahre 1904 schrieb der erste Präsident der Watch Tower Society in seinem Buch , Die neue Schöpfung', wie gemäß der Bibel gegen Übeltäter vorgegangen werden sollte, nämlich daß die Versammlung ,sich von ihnen zurückziehen, die brüderlichen Beziehungen zu ihnen abbrechen' sollte. Diese strenge Art von Ausschluß wurde jedoch selten angewandt. Erst im Jahr 1952 wurden die Versammlungen angewiesen, diese Maßnahme zu ergreifen.
Von da an konnten die einzelnen Christen ihren Wandel nicht mehr als rein persönliche Sache betrachten.'

Diese Darstellung entspricht nur bedingt den Tatsachen.

Sie sucht den Eindruck zu vermitteln, 1952 hätte man lediglich begonnen, die theoretischen Gedanken Russels in die Tat umzusetzen.

Davon kann jedoch nicht die Rede sein.

Vielmehr liegen zwischen Russels Anschauungen und dem von der WTG 1952 und in den folgenden Jahren entwickelten ,Exkommunikations'-Verfahren teilweise Welten.

Dies beginnt schon bei der Durchführung:

Für Russell war gemäß Mt.18,17 die ganze Versammlung (Gemeinde) die einzige Instanz, die ein Urteil fällen konnte, während ab 1952 ein Komitee von Dienern (heute Älteste) für die Versammlung handelt, die selbst völlig entmachtet ist in dieser Frage (und auch sonst).

Obwohl Russell auch den Ausschluß kennt, ist sofortige Wiederaufnahme ohne irgendwelche Bedingungen möglich (,Die neue Schöpfung' S.208, TA-Ausgabe), ferner verbietet er üble Nachrede oder Verächtlichungmachung des Ausgeschlossenen (S.422 - die WTG sollte sich gerade in diesem Punkt wirklich die Ratschläge ihres Gründers zu Herzen nehmen!).

Auch ist normaler menschlicher Umgang weiter möglich; es gibt kein Grußverbot, geschäftliche Beziehungen können weiterbestehen (S.301 und 422).

Russels ganze Behandlung des Themas zeugt von einer menschlichen Einstellung.

Er läßt sich vom Willen zur Versöhnung und zur Liebe leiten; ihm scheint es hauptsächlich um das Wohl des Abweichlers zu gehen.

Ganz anders sieht es die entwickelte autoritäre Organisation des Jahres 1952 im WT vom 1.5.52.

Das Grundprinzip ist die ,Reinerhaltung der Organisation', und als Überschrift könnte stehen:

,Wir wollen ihn meiden, wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben' (S.137/13).

Wie erwähnt, ist nun ein Komitee von Dienern für das Verfahren zuständig (S.136/6).

Interessanterweise wird keine Berufungsmöglichkeit gegen ein Urteil erwähnt.

Im Falle der Verurteilung darf es keine Gemeinschaft mit dem Ausgeschlossenen mehr geben, auch der Gruß wird verweigert (S.136/10, S.137/13 u. 14).

Nach einer Bewährungsfrist von einem Jahr ist Wiederaufnahme möglich, wobei vor einer zu schnellen Rehabilitierung gewarnt wird (S.138/21).

Bei Reue vor dem Ausschluß ist kein Gemeinschaftsentzug notwendig.

In der Broschüre ,In Frieden und Freiheit predigen und lehren' aus dem Jahr 1960, die allen Neugetauften ausgehändigt wurde, wird das Verfahren etwas detailierter beschrieben.

Nunmehr ist ein festes Versammlungskomitee, bestehend aus Versammlungsdiener, Hilfsversammlungsdiener und Bibelstudiendiener, für derartige ,Rechtsfälle' zuständig (S.36/119).

Bewährungsfrist und Bewährunsbedingungen gibt es auch für die Fälle, in denen wegen Reue auf den Ausschluß verzichte wird. (S.38/123; S.40/126).

Eine solche Bewährungsbedingung kann darin bestehen, daß der ,Deliquent' einmal im Monat dem Versammlungsdiener über seinen Wandel Bericht erstattet (S.40/126).

Der ausdrückliche Hinweis, ,Bewährungsbedingungen schließen aber keine Einschränkungen in bezug auf Essen oder Trinken ein', der übrigens in späteren Anweisungen wiederholt wird, mag andeuten, welch ,schöpferische Einfälle' manches Komitee zum Thema ,Bewährungsbedingungen' gehabt haben mag.

Bei Reue ohne Gemeinschaftsentzug muß ein ,straffällig' gewordener Diener nicht unbedingt von seinem Dienstamt entbunden werden (S.40/126).

Die Bewährung muß, falls sich der Fall noch nicht herumgesprochen hat, nicht der Versammlung bekanntgegeben werden (S.40/126).

Kommt es zum Gemeinschaftsentzug, wird von den loyalen Versammlungsdienern die völlige Exkommunikation verlangt (S.38/124).

Im Gegensatz zum WT vom 1.5.1952 ist eine Berufung bei ,der Gesellschaft' möglich.

Über das weitere Verfahren in diesem Fall wird nichts gesagt (S.38/124).

Wiederaufnahme (unter oblikatorischen Bewährungsbedingungen) ist fühestens nach einem Jahr möglich (S.39/125); die Entscheidung darüber trifft das Komitee (S.39/125).

Im Jahr 1963 veröffentlichte die WTG in den WT-Ausgaben vom 1.9., 15.9. und 1.10. eine Artikel-Serie über diese Thema.

Interessant sind einige (gegenüber den früheren Veröffentlichungen) weitere Einzelheiten.

So wird festgelegt, daß ein Ausgeschlossener nie mehr ein Dienstamt übernehmen darf (WT,1.9.63,S.543).

Neu ist die direkt ausgesprochene Drohung, daß Zeugen Jehovas, die sich nicht an den völligen Abbruch der Beziehungen zu einem Ausgeschlossenen halten, ebenfalls exkommuniziert werden können (WT, 1.9.63, S.544). ...

Teil 1
_________________________________________________________

Steven Hassan S.194

"Eine rechtmäßig handelnde Organisation würde niemals den Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern zu verhindern suchen."

Geschrieben von Frager am 10. September 2007 14:23:50:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 05. September 2007 23:16:

Es ist interessant, zu erfahren, dass der GEMEINSCHAFTSENTZUG erst 1952, also zu einem Zeitpunkt, als die Organisation, zu einer Bestie in Organisationsgestalt geworden war, eingeführt wurde. Liest man sich jenen besagten Artikel vom 1. Mai 1952 durch, dann erfährt man, dass jenen, die an den Lehren der WTG zweifeln, sofort die Gemeinschaft entzogen werden muss. Bei anderen Gründen, zu denen auch Pädophilie gehört, gilt dagegen das 2-Zeugen-Prinzip.

Geschrieben von Susi am 10. September 2007 21:16:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von Frager am 10. September 2007 14:23:50:

;-)

sieh an, sieh an.....

Geschrieben von X am 06. September 2007 22:19:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 05. September 2007 23:16:

Zitate:
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Sprüche 13:16

"Jeder Kluge wird mit Kenntnis handeln, aber der Unvernünftige wird Torheit ausbreiten."

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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.24,25

Ebenfalls neu ist die Erörterung der familiären Situation:

Verwandte, die mit dem Ausgeschlossenen nicht in einem Haus zusammenleben, sollten den Kontakt auf ein Mindestmaß beschränken (WT vom 15.9.63, S.571).

Für Angehörige in der Kernfamilie wird erstmalig der Begriff ,geistige Gemeinschaft' eingeführt, die abgebrochen werden müsse (WT vom 15.9.63, S.573f.).

Zwar dürfe der Exzeuge beim Familienstudium anwesend sein, aber es ist ihm keine aktive Beteiligung erlaubt (S.573).

Im WT vom 1.11.65 wird der ,ewige' Verlust eines Dienstamtes in eine 10-Jahres-Frist umgewandelt (S.661).

Das Nachfolgebuch zur Broschüre ,In Frieden und Einheit predigen und lehren' mit dem Titel ,Dein Wort ist eine Leuchte meinem Fuß', erschienen 1967, bestätigt die bisherige Verfahrensweise im wesentlichen.

Neu ist die Regelung, daß bei Nichterscheinen des Beschuldigten nach der 2.Aufforderung auf jeden Fall entschieden wird (S.177), und daß für die Bewährungsfrist bei Reue nicht mehr die frühere Zeitangabe von einem Jahr gemacht wird (S.178).

Nach fünf Jahren wurde 1972 dieses Werk durch ,Organisation zum Predigen des Königreiches und zum Jüngermachen' ersetzt; dies wurde u.a. aufgrund der Wiedereinführung einer Ältestenschaft in den Versammlungen notwendig.

Das Rechtskomitee bilden nun drei Älteste, und zwar der Vorsitzführende Aufseher, der Predigtdienstaufseher und der Bibelstudienaufseher (S.160).

Da man zunächst das Rotationsprinzip mit einführte, wechselte die Besetzung im jährlichen Turnus (später gab man dies wieder auf).

Es ist nicht mehr von Beschlußfassung nach zweimaliger Nichtanwesenheit des Angeklagten die Rede, sondern man spricht unbestimmter von ,wiederholtem' Fehlen (S.165).

Es wird festgelegt, daß auch bei Nichtausschluß eine Entbindung von einem eventuellen Dienstamt erfolgt (S.168); der Begriff ,Bewährung' wird durch ,Einschränkung' ersetzt (S.168), für die man nun nicht mehr die 1-Jahres-Frist angibt (S.169: ,mehrere Monate, ein Jahr oder länger').

Auf S.169 ist von einer ,öffentlichen Zurechtweisung' die Rede, die dann zu erfolgen hat, wenn ein ,reumütiger Übeltäter' nicht ausgeschlossen wird.

Der Versammlung wird ohne Angabe des Deliktes bekanntgegeben, dem Betreffenden sei wegen eines ,für einen Christen unwürdigen Wandels' eine Zurechtweisung erteilt worden - diese Formel wird übrigens auch bei der Bekanntmachung eines Gemeinschaftsentzuges verwendet (S.169 u.172).

Es taucht neu der Begriff des ,Verlassens der Gemeinschaft' auf, allerdings werden im Gegensatz zur späteren Verwendung nur solche Fälle gefaßt, wo jemand z.B. wegen Ableistung des Militär- oder Zivildienstes nicht mehr als Zeuge Jehovas angesehen werden soll, ohne daß man deswegen eine Komitee-Verhandlung durchführen möchte (aus dem taktischen Grund der Konfliktvermeidung mit dem Staat).

Für die Wiederaufnahme gilt ebenfalls nicht mehr die Einjahresfrist, sondern die bereits erwähnte Formel: ,mehrere Monate, ein Jahr oder Jahre' (S.178).

Ebenso ist die Wiedereinführung in ein Ältestenamt nicht mehr an die starre Zehnjahresperiode gebunden, sondern es ist von ,fünf, zehn oder fünfzehn Jahren' die Rede (S.178) - wie bei all den neuen flexiblen Zeitangaben ohne Festlegung, für welche Fälle welche Dauer anzuwenden ist.

Teil 2
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Steven Hassan S.194

"Eine rechtmäßig handelnde Organisation würde niemals den Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern zu verhindern suchen."

Geschrieben von X am 07. September 2007 22:46:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 06. September 2007 22:19:

Zitate:
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Psalm 78:38,39

Er aber war barmherzig;
er deckte das Vergehen jeweils zu und verderbte nicht,
Und er wandte oftmals seinen Zorn ab,
Und er erweckte nicht seinen ganzen Grimm.
Und ständig gedachte er, daß sie Fleisch waren ..."

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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.25,26

Vorübergehend eine barmherzigere Verfahrensweise

Im Unterschied zu früher muß eine eventuelle Berufung gegen einen Gemeinschaftsentzug nicht mehr bei ,der Gesellschaft' sondern bei der Ältestenschaft der auschließenden Versammlung eingelegt werden.

Es ist dann ein Komitee aus drei anderen Ältesten zu berufen, dessen Entscheidung endgültig ist (S.179).

1974 stellt einen Einschnitt in der Entwicklung dar.

Raymond Franz berichtet in seinem Buch
,Der Gewissenskonflikt' auf S.296:

,Im Jahre 1974 hatte ich von der leitenden Körperschaft den Auftrag erhalten, mehrere Artikel über den Umgang mit Ausgeschlossenen zu schreiben ....Durch diese - von der leitenden Körperschaft genehmigten - Artikel wurde die bis dahin geübte Praxis stark abgemildert. Die Zeugen wurden aufgefordert, im Umgang mit Ausgeschlossenen barmherziger zu sein; besonders entschärft wurden die strengen Anweisungen für das Verhalten gegenüber ausgeschlossenen Familienangehörigen.'

Ich denke, der Stolz des Schöpfers dieser Neuregelung verführte Raymond Franz zu einer etwas zu optimistischen Sicht, aber es ist richtig, daß eine Tendenz zur Liberalisierung unverkennbar ist.

Der fragliche WT-Artikel erschien in Deutsch in der Ausgabe vom 1.November 1974.

Seine Hauptleistung bestand darin, die Ex-Zeugen in ZWEI Gruppen einzuteilen:

in diejenigen, die den ,Betrügern und Antichristen' aus 2.Joh. 9-11 entsprechen und die übrigen.

Zur ersten Gruppe gehören all diejenigen, die weiterhin auf der Richtigkeit ihrer abweichenden Haltung bestehen oder ihr ,unrechtes Handeln' verteidigen.

Für sie trifft nach wie vor der völlige Abbruch der Gemeinschaft einschließlich der Grußverweigerung zu, auch wenn es sich um Verwandte handelt (S.657/22-25, S.663/23).

Wer also nicht bereit war, ein gewisses Maß an Konformität gegenüber der WTG zu zeigen, kam nicht in den Genuß der ,barmherzigeren' Verfahrensweise.

Wer dagegen der WT-Interpretation von 2.Joh. nicht entsprach, also nicht zu den Betrügern und Antichristen' gerechnet wurde, für den galt:

Ihm konnte die ,allgemein übliche Höflichkeit und Rüchksichtnahme' erwiesen werden (S.656/20).

Solchen Menschen durfte in bestimmten Situationen auch praktische Hilfe geleiste werden (S.659/5 u.6), ebenso konnten sie durch Älteste ,ermuntert
werden, ,umzukehren'
(S.660/9).

Normale verwandtschaftliche Beziehungen, mit Ausnahme ,geistiger Gemeinschaft' waren nun möglich (S.663/21).

Hier sprach in der Tat ein neuer Geist aus den Spalten des WT, wenngleich sich nicht allzuviel an der Diskriminierung der Ex-Zeugen änderte.

Dafür sorgten schon manche Warnungen, nicht zu weit zu gehen, einmal in dem Artikel selbst und auch sonst.

Z.B. sei ein ,Fragekasten' im deutschen ,Königreichsdienst' vom November 1974, S.4, angeführt, dem man anzumerken scheint, daß ihm die ganze liberalere Linie nicht so recht paßt.

Im letzten Absatz heißt es:

,Wie im ,Wachtturm' vom 1.November 1974, S.657 gezeigt wird, könnte ein Christ eine Person grüßen, der die Gemeinschaft entzogen worden ist und die nicht denjenigen gleicht, die in 2.Joh. 9-11 beschrieben werden, doch er sollte bestimmt nicht weitergehen, als sie zum Beispiel mit ,Guten Tag' zu grüßen.'

Hier zeigen sich die engen Grenzen, die der veränderten Verfahrensweise gesetzt sind.

Teil 3
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Steven Hassan S.194

"Eine rechtmäßig handelnde Organisation würde niemals den Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern zu verhindern suchen."

Geschrieben von X am 08. September 2007 23:03:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 07. September 2007 22:46:

Zitate:
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Erwachet! 8.9.1957

"Die ,New York Times' berichtete ...
Der wesentliche Charakter der Sowjetunion hat sich nicht geändert.
Sie ist noch immer eine totalitäre Diktatur, in der sich eine kleine Gruppe erfolgreich alle Macht über das sowjetische Volk anmaßt.'"
Parsimony.23674
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Matthäus 7:1,2

"Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet;
denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden;
und mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird man euch messen."

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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.26,27

Seit 1981 wieder: ,härtere Gangart'

Die selbstproduzierte Krise im Anschluß an das 1975-Debakel und die im Jahr 1980 offen ausbrechenden Konflikte in der Weltzentrale der WTG in Brooklyn brachten 1981 eine völlige Wende.

Raymond Franz schreibt dazu:

,Durch den ,Watchtower' vom 15.September 1981 (,Wachtturm' vom 15.Dezember 1981) wurde das alles nicht nur rückgängig gemacht, sondern zum Teil trat sogar noch eine Verschärfung gegenüber der Situation vor 1974 ein.'
(,Der Gewissenskonflikt'
S.296).

Die Artikelserie in den Ausgaben vom 1.12 und 15.12.1981 befaßte sich erstmals seit sieben Jahren, sozusagen ,aus gegebenem Anlaß', ausführlich mit dem Thema ,Gemeinschaftsentzug'.

Im WT vom 15.12. wurde nun wieder ganz strikt bestimmt, daß es keinerlei Gemeinschaft mit Ex-ZJ geben darf (S.21/12), ebenso wurde das Grußverbot erneuert (S.23/23 u.24).

Die 1974 entwickelte Linie der Unterscheidung zwischen 2.Joh. entsprechenden und anderen Ausgeschlossenen wurde völlig aufgegeben.

Für die Verwandten außerhalb der engen Familie galt nun wieder, ,jeden unnötigen Umgang zu vermeiden und selbst geschäftliche Kontakte auf ein Minimum zu beschränken'
(S.29/19).

Neu ist die ausführliche Erörterung des Status von Menschen, die die Zeugen Jehovas von sich aus verlassen (eine in den Jahren nach 1975 akut gewordene Frage):

Sie wurden den Ausgeschlossenen völlig gleichgesetzt.

,Personen, die den Glauben und die Glaubenslehren der Zeugen Jehovas vorsätzlich verwerfen, ...sollten passenderweise so betrachtet und behandelt werden wie jemand, dem wegen seines Unrechts die Gemeinschaft entzogen wurde' (S.22/16).

Sehr deutlich wird auch denen der Gemeinschaftsentzug angedroht, die sich nicht an das Ächtungsverbot halten (S.24/25-27):

,Wenn er aber nicht aufhört, Gemeinschaft mit den Ausgeschlossenen zu pflegen, ,hat er an den bösen Werken teil' ...und muß aus der Versammlung entfernt oder ausgeschlossen werden' (S.25/27).

Prominentestes Opfer dieser Änderung wurde Raymond Franz, der Autor des 1974er Artikels (vgl. ,Der Gewissenskonflikt', S.296ff.).

Das neue ,Organisationsbuch'-Buch mit dem Titel ,Organisiert, unseren Dienst durchzuführen' (Erscheinungsjahr 1983) verändert daran nichts.

Erstmalig in einem solchen Handbuch wird der Begriff des ,Verlassens der Gemeinschaft' für diejenigen benutzt, die sich freiwillig von ,der Organisation' trennen, im Sinne der Regelung des WT vom 15.12.1981 (S.149).

Es wird ferner präzisiert, daß eine Berufung gegen das Urteil eines Rechtskomitees innerhalb von sieben Tagen eingelegt werden muß und daß die Berufungsverhandlung möglichst innerhalb einer Woche durchgeführt werden sollte (S.146).

Als bisher letzte größere Abhandlung zu diesem Gegenstand erschien im WT vom 15.4.1988 der Artikel ,Zucht, die eine friedsame Frucht eintragen kann'.

Gegenüber 1981 bietet er kaum etwas Neues.

Aus ihm spricht derselbe Geist rigider Ausgrenzung, ja, er enthält sogar noch eine Verschärfung der Vorschriften, wenn er Verwandten außerhalb des engsten Familienkreises nahelegt, ,so gut wie gar keinen Kontakt' zum Ausgeschlossenen zu haben, und sollte es in familiären Angelegenheiten dennoch einmal erforderlich sein, ihn ,auf ein Minimum (zu) beschränken' (S.28/14).

Wir werden am Schluß nochmals auf diese Spitzenleistung humanen Denkens zurückkommen.

Vor dem Hintergrund der Entwicklung seit 1981 muß noch von einer überraschenden Veröffentlichung im Jahr 1988 berichtet werden.

Bis dahin wurden ,ungetaufte Mitverbundene die Übeltäter sind', wie getaufte ZJ behandelt, d.h. bei einer ,schweren Verfehlung' wurde eine Komiteeverhandlung durchgeführt, die mit der Bekanntmachung enden konnte, daß ,der Betreffende nicht mehr als ein anerkannter Mitverbundener angesehen wird' (Aus: ,Organisiert, unseren Dienst durchzuführen', S.148).

Folge:

,Die Versammlung wird dann den Übeltäter genauso betrachten wie einen Ausgeschlossenen' (S.148).

Im WT vom 15.11.1988 wird zunächst der ,strikte Standpunkt' der Exkommunikation gegenüber getauften ZJ, die abtrünnig wurden, bestätigt (S.14/21-23; S.17/11).

Für die Gruppe der ,anerkannten Mitverbundenen', die nun als ,ungetaufte Verkündiger' bezeichnet wird, gilt eine veränderte Verfahrensweise:

Es wird bei ,Fehltritten' keine Komitee-Verhandlung mehr durchgeführt, sondern zwei Älteste (anstatt drei wie beim Rechtskomitee) führen ein Gespräch mit dem ,ungetauften Verkündiger' (S.18/13 u. 14).

Führt dies nicht zur Reue, wird bekanntgegeben, ,der Betreffende ist kein Verkündiger der guten Botschaft mehr' (S.19/17).

Im Gegensatz zu früher muß er aber nicht vollständig gemieden werden, sondern er wird als ,ein Weltmensch' betrachtet, mit dem ein normaler menschlicher Umgang möglich ist (S.19/18).

Eine weitere Änderung dieses Artikels betrifft getaufte minderjährige ZJ, denen die Gemeinschaft entzogen wurde.

Bestimmte der WT vom 15.12.1981 noch, die Eltern ,würden mit ihm persönlich kein Bibelstudium durchführen, bei dem er sich beteiligen könnte' (S.27/13), gilt nun nach dem WT vom 15.11.1988:

,Liebevolle Eltern können somit ein Heimbibelstudium mit ihm durchführen, selbst wenn ihm die Gemeinschaft entzogen worden ist' (S.20/25).

Über den Grund dieser neuen Regelung läßt sich (wie bei allen Entscheidungen der ,leitenden Körperschaft') nur spekulieren.

Naheliegend scheint mir zu sein, daß es sich um eine Maßnahme hauptsächlich im Hinblick auf Jugendliche handelt.

Vielleicht hat man - reichlich verspätet - eingesehen , daß man bei ihnen mit der WT-üblichen Holzhammer-Pädagogik in der Regel wenig ausrichten kann.

Die neue Verfahrensweise scheint eine Gegenmaßnahme gegen den Exodus einer nennenswerten Zahl von jungen Menschen gerade in diesem Alter zu sein, die in einer Zeugen-Familie aufgewachsen sind, und die man mit dem rigiden Vorgehen oft erst endgültig verprellte.

Damit scheint sich aber kein allgemeines Umdenken in der Ausschluß-Praxis anzubahnen, sondern es handelt sich offensichtlich um einen pragmatischen Lösungsversuch für ein als problematisch empfundenes Teilgebiet bei weiter fortbestehender strenger Ausgrenzung
aller übrigen Abweichler.

Teil 4
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Steven Hassan S.194

"Eine rechtmäßig handelnde Organisation würde niemals den Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern zu verhindern suchen."

Geschrieben von Bauer am 12. September 2007 10:45:20:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 08. September 2007 23:03:

Die Entwicklung zu einer totalitären Organisation und zum Fanatismus.

Das ist der Weg zum Fanatismus.

Geschrieben von X am 09. September 2007 22:09:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 08. September 2007 23:03:

Zitate:
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Matthäus 12:35-37

"Der gute Mensch bringt aus seinem guten Schatz Gutes hervor, während der böse Mensch aus seinem bösen Schatz Böses hervorbringt.
Ich sage euch, daß die Menschen von jedem nutzlosen Ausspruch, den sie machen, am ,Gerichtstag' Rechenschaft geben werden; denn durch deine Worte wirst du gerechtgesprochen werden, und durch deine Worte wirst du verurteilt werden."

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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.27-29

Wenn wir nun auf die Frage nach den Gründen kommen, die zu einem Gemeinschaftsauszug führen können, ist grundlegend festzustellen:

Es gibt keinen festgeschriebenen Katalog von Vergehen, sondern alles ist mehr oder minder im Fluß, je nachdem, was die ,leitende Körperschaft' jeweils entscheidet.

Dies bedeutet ein ständiges Moment der Rechtsunsicherheit im Leben des Zeugen Jehovas.

Zum ,unsichtbaren Talmud', wie man dieses System von Ge- und Verboten der WTG zutreffend genannt hat, können immer wieder neue Tatbestände hinzugefügt und andere gestrichen werden.

So kann es geschehen, daß man zu einem bestimmten Zeitpunkt für ein bestimmtes Vergehen ausgeschlossen wird, das vorher noch unbeanstandet blieb und umgekehrt.

Ein Raucher konnte z.B. 1970 Zeuge Jehovas sein, 1974 wurde ihm die Gemeinschaft entzogen.

Wurde man 1973 für oralen Geschlechtsverkehr in der Ehe in ein Komitee-Verfahren verwikelt, war dies 1978 nicht mehr der Fall.

Interessant ist, daß bei Aufzählungen von Verfehlungen, die eine Komitee-Verhandlung erforderlich machen, das bereits angesprochene Element der Unbestimmtheit zu erkennen ist.

So heißt es beispielsweise im WT vom 1.9.1963, S.541:

,Welche Verfehlungen können zu einem Gemeinschaftsentzug führen, wenn man in ihnen verharrt?
Unsittlichkeit, Stehlen, Lügen, Unehrlichkeit im Geschäftsleben, Rebellion gegen Jehovas Organisation, Verleumdung, Trunkenheit, der Übertritt zu einem anderen Glauben, die Verbreitung falscher Lehren usw.'

Dieses ,usw.' gewährt der Führung so manche Gestaltungsmöglichkeit, die sie auch immer wieder nutzt.

Wir wollen auszugsweise zusammenstellen, was die ,leitende Körperschaft' in den letzten zwei Jahrzehnten als Gründe für einen Gemeinschaftsentzug veröffentlichte:

WT vom 1.10.1970, S.596:
Ehebruch, Blutschande, Homosexualität, Sodomie, Mord, Diebstahl, ,und andere verwerfliche Handlungen' [zu beachten ist a) der Unbestimmtheitsfaktor und b) der sexuelle Schwerpunkt].

WT vom 15.2.1973, S.126:
,Perverse Sexualpraktiken' wie oraler und analer Geschlechtsverkehr, Homosexualität (lt. Raymond Franz führte vor allem die Frage des oralen Geschlechtsverkehrs zu einer ,noch nie dagewesenen Flut von Briefen an die leitende Körperschaft' [,Der Gewissenskonflikt', S.49].

WT vom 1.9.1973, S.534:
Drogen- und Tabakgenuß;

WT vom 1.1.1974, S.10:
Jede sexuelle Betätigung vor und außerhalb der Ehe;

WT vom 1.9.1975, S.543:
Gewalt in der Ehe;

WT vom 1.3.1977, S.152:
Verlassen des Ehepartners wegen eines/einer anderen;

WT vom 15.5.1978, S.30 ff.:
,Perverse Sexualpraktiken' in der Ehe sind jetzt kein Grund für einen Ausschluß mehr (vgl. WT vom 15.2.1973);

WT vom 15.6.1978, S.26:
Ehe zwischen Blutsverwandten;

WT vom 1.12.1980, S.30:
Glücksspiele;

WT vom 15.6.1983, S.31:
,Perverse Sexualpraktiken' können nun doch wieder zum Auschluß führen, wenn sie öffentlich beführwortet werden (vgl. WT 15.2.1973 und WT 15.5.1978);

WT vom 1.7.1983, S.24:
,Häresie', Abtrünnigkeit (im Anschluß an die Krise 1980 ein häufig genanntes ,Delikt');

WT vom 1.9.1983, S.25:
Homosexualität und Sodomie (wieder mal);

WT vom 15.4.1985, S.25:
Teilnahme an ,unchristlichen Trauerbräuchen';

WT vom 15.3.1986, S.15:
Abtrünnigkeit;

WT vom 1.4.1986, S.31:
Nichtanerkennung aller Lehren der Organisation
(Dies ist m.E. bisher ein viel zu wenig beachteter Artikel. Er legt alle ZJ auf die bedingungslose Anerkennung aller Lehren und Entscheidungen der ,leitenden Körperschaft' fest und läßt dem einzelnen ZJ kaum Spielraum für eigene Entscheidungen in Fragen, zu denen die Führung sich geäußert hat);

WT vom 1.10.1986, S.31:
Ausschluß für ZJ, die ,in den Ruf eines Gesetzesbrechers gekommen' sind;

WT vom 15.10.1986, S.21:
Anschluß an eine andere Religionsgemeinschaft;

WT vom 15.11.1986, S.14:
Unehrlichkeit;

WT vom 1.12.1986, S.22:
Vorsätzliche Verletzung der Unterhaltspflicht gegnüber dem Ehepartner.

Diese (unvollständige) Liste weist auf gewisse Schwerpunkte bei Ausschlüssen hin.

Nach Angaben der WTG erfolgt die überwiegende Zahl der Gemeinschaftsentzüge wegen sexueller Verfehlungen.

Zusätzlich hat sich seit Beginn der 1980er Jahre ein weiterer Schwerpunkt zum Komplex ,Abtrünnigkeit' entwickelt, wobei in der Mehrzahl dieser Fälle ,die Organisation' freiwillig verlassen wird.

Daneben gibt es immer wieder themenbezogene Ausschlußwellen aufgrund neuer Entscheidungen der ,leitenden Körperschaft', so ab 1973 für einige Zeit in Fragen ,perverser Sexualpraktiken' und 1974 zum Rauchen.

Das Ausschluß-Verfahren der Zeugen-Jehovas ist gekennzeichnet durch ein Minimum an Rechten für den Angeklagten.

So hielt es die WTG zunächst überhaupt nicht für notwendig, für eine Berufungsmöglichkeit zu sorgen; später wurde sie selbst, noch später die Ältestenschaft, als derartige Instanz eingesetzt.

Es gibt für den Angeklagten im gesamten Verfahrensablauf kaum Möglichkeiten, Einfluß zu nehmen, auch sitzt er ohne Verteidiger allein einem die Verhandlung völlig kontrollierenden Ältestengremium aus mindestens drei Personen gegenüber.

Die Sieben-Tage-Frist für die Berufungsverhandlung unterstreicht das Interesse der WTG, derartige Affären SCHNELL abzuwickeln.

Danach ist der Angeklagte endgültig rechtlos und hat keinerlei Möglichkeiten, eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erwirken (er ist ja nun eine ,Unperson').

In der Praxis wird ein Urteil selten oder nie von der Berufungsinstanz aaufgehoben.

Im Hinblick auf die angenommene Bedeutung solcher Verhandlungen, in denen ja schließlich über das (ewige) Leben entschieden werden soll, ist es bemerkenswert, daß die Führung der ZJ den einzelnen nahezu ohne Schutz läßt.

In vielen Fällen werden nicht einmal die minimalen Rechte, die die WTG dem Beschuldigten einräumt, gewährleistet.

Ich verweise in diesem Zusammenhang auf Berichte ehemaliger Zeugen Jehovas, z.B. im ,Bruder-Dienst ' 29/30; ,Brücke zum Menschen' 89/90; Josy Doyon, Hirten ohne Erbarmen, S.271 ff.; Gerd Wunderlich, Jehovas Zeugen -
Die Paradiesverkäufer, S.113 ff.; Raymond Franz, Der Gewissenskonflikt, S.237 ff.; Barbara Waß, Leben in der Wahrheit, S.135 ff.

Die WTG scheint, getreu ihrer autoritär-hierarchischen Ausrichtung, wenig Interesse daran zu haben, die Rechte des einzelnen ZJ zu gewährleisten, ein um so größeres aber, die Autorität der Ältesten als Repräsentanten ihrer eigenen Vollmacht zu sichern.

Deshalb wird ein Beschuldigter im Zweifelsfalle kaum von ,der Gesellschaft' etwas erwarten können, auch im Fall von Verfahrensfehlern und Verstößen gegen die eigenen Richtlinien.

Dazu paßt der Rat an Menschen, denen bei solchen Verhandlungen Unrecht geschehen ist, ,auf Jehova zu warten', wie man ihn in den Versammlungen immer wieder hören kann.

Welche Denkweise die WTG gegenüber nichtkonformen ZJ und ,Abtrünnigen' kultiviert, sollen abschließend noch einige ,Highlighs' aus dem schon erwähnten WT vom 15.4.1988 verdeutlichen.

Teil 5
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Steven Hassan S.194

"Eine rechtmäßig handelnde Organisation würde niemals den Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern zu verhindern suchen."

Geschrieben von X am 10. September 2007 21:57:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 09. September 2007 22:09:

Zitate:
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Matthäus 6:14,15

"Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, wird euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben."
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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.29,30

Hinrichtungen in Israel als Vorbild

Zur Begründung ihrer eigenen Ausschlußpraxis verweist die WTG auf ,die strenge Maßnahme des ,Abschneidens' im Volk Israel der alten Zeit, um dann festzuhalten:

,Nach der Hinrichtung war es niemand mehr möglich - selbst den Verwandten nicht -, mit dem Gesetzesbrecher zu sprechen' (S.27).

Nach dieser makaber-realsatirischen Einlage bestätigt sie sich selbst und ihren Anhängern:

,Die Anordnung, Sünder vom Leben abzuschneiden, war grundsätzlich gut und richtig' (S.27/9).

Wenn das so ist, kann es ja gegen das vergleichsweise milde eigene Vorgehen kaum noch Einwendungen geben.

Im nächsten Abschnitt räumt die ZJ-Führung dann ein, wovor sie sich eigentlich FÜRCHTET:

,Vor möglicherweise ... kritischen Äußerungen oder vor irgendwelchen Ansichten Abtrünniger ' (S.27/10).

Es könnte ja sein, daß noch weitere ,Schafe' ins NACHDENKEN kommen ...

Dann nimmt man das Lieblingsthema der Hinrichtung von ,Übeltätern' im alten Israel wieder auf.

Einfühlsam stellt man fest, ,daß den Eltern das
[= Teilnehmen an der Hinrichtung des von ihnen angezeigten Sohnes] nicht leichtviel. Und stellen wir uns auch vor, was die Brüder, die Schwestern oder die Großeltern des Übertreters empfunden haben mögen'
(S.28/11).

Im Absatz 13 wird nochmals die (heute nicht mehr mögliche) Tötung des Übeltäters erwähnt.

Kann es sein, daß man es doch bedauert, daß ,von der Christenversammlung zu werden ... nicht den sofortigen Tod (bedeutet)' (S.28/13)?

Nun kann die Führung der ZJ sich von der großzügigen Seite zeigen:

,Ein Mann, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist oder der die Gemeinschaft verlassen hat, könnte somit immer noch bei seiner christlichen Frau und seinen treuen Kindern wohnen' (S.28/13).

Aber die Nachgiebigkeit soll nun auch nicht zu weit getrieben werden:

Für ,außerhalb des engsten Familienkreises' lebende ZJ ,ist es möglich, so gut wie gar keinen Kontakt mit diesem Verwandten [= dem Abtrünnigen] zu haben' (S.28/14).

Es folgt wieder die verständnisvolle Einlage:

,Aufgrund der Gefühle und der Familienbande, wie zum Beispiel der Liebe von Großeltern zu ihren Enkeln, (mag) dies schwierig sein' (S.28/15).

Aber glücklicherweise besteht ja so etwas wie Identität zwischen Gott und ,seiner Organisation', so daß man ,aufmunternd' feststellen kann:

,Dadurch wird die Loyalität gegenüber Gott auf die Probe gestellt' (S.28/15).

Da weiß doch der treue Zeuge - Gefühle hin, Familienbande her -, was zu tun ist:

Augen zu und hindurch, koste es was es wolle! denn schließlich:
Wer ist denn Schuld an solch einer Situation?!

Nein, nicht die WTG, die ja den Gemeinschaftsentzug nur eingeführt hat!

,Die betreffende Person (nimmt) einen Schaden wahr, den sie sich durch ihr eigenes Verhalten zugefügt hat' (S.29/20)!

Sie braucht ja nur bedingungslos und ohne eigenes Gewissen der Organisation folgen ...

Da man im ersten Teil des Artikels schon genug Mitgefühl gezeigt hat, rückt man nun den Gefühlsduseligen auf den
Leib, denn es könnte ja tatsächlich sein, daß immer noch ,der eine oder andere Außenstehende (vielleicht dazu) neigt, mit einem Übertreter Mitleid zu haben' (S.29/21)!

Das geht nun aber wirklich zu weit:

,Solches Mitleid (ist) fehl am Platz' (S.29/21)!

Außerdem:

Schließlich ist es ja zum besten für den Betreffenden.

Da kann die WTG jetzt aus dem Nähkästchen plaudern und nette Beispiele direkt ,aus dem Leben der Zeugen Jehovas' zum besten geben.

Da ist z.B. Schwester Lynette, die ,den Umgang mit ihrer Schwester Margaret, die ausgeschlossen war, völlig aufgegeben' hat, denn:

,Sie glaubte ..., daß der Weg Jehovas der beste ist' (S.30/22).

Soviel Vertrauen muß belohnt werden, und deshalb lesen wir im nächsten Abschnitt:

Durch den Verlust aller verwandtschaftlichen Kontakte wurde in Margaret ,der übermächtige Drang' - nein, nicht wieder die Gemeinschaft mit den Familienangehörigen zu haben, - sondern überraschenderweise - ,zu bereuen' geweckt (S.30/23).

Da sage noch jemand, Macht habe nichts mit Recht zu tun:

Mit den entsprechenden Mitteln kann man doch Menschen zu fast allem veranlassen.

Falls nun immer noch jemand Bedenken hat:

,Was Außenstehenden hart erscheinen mag, ist notwendig und ein Ausdruck der Liebe' (S.31/25).

Basta!

Warum nur fühle ich mich an George Orwells ,1984' erinnert, wo das ,Ministerium für Liebe' für Recht, Ordnung, Unterdrückung und Folterung von Andersdenkenden zuständig ist?

Wenden wir uns nun von den ,Tätern' (der für den ,Gemeinschaftsentzug' verantwortlichen Führung der Zeugen Jehovas) den ,Opfern' zu, also ehemaligen ZJ, die den ,Gemeinschaftsentzug' am eigenen Leib erlebt haben, um uns abschließend nochmals mit Hintergründen und Folgerungen zu befassen.

Teil 6
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Steven Hassan S.194

"Eine rechtmäßig handelnde Organisation würde niemals den Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern zu verhindern suchen."

Geschrieben von X am 11. September 2007 21:23:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 10. September 2007 21:57:

Zitate:
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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.30,31

II. Bericht von einem Leben als Geächteter

Als Zeuge Jehovas hatte ich schon immer ein sehr ungutes Gefühl, was den Gemeinschaftsentzug betrifft. Dennoch hielt ich mich in manchen Fällen an die Vorschriften insofern, als ich mit Ausgeschlossenen keine enge Gemeinschaft pflegte (glücklicherweise wurde auch nie einer meiner Freunde aus unserer Versammlung ausgeschlossen). Zur Grußverweigerung konnte ich mich allerdings nicht durchringen. In anderen Fällen hielt ich mich manchmal nicht an die Regeln der WTG. Ich suchte das wegen der angedrohten Folgen geheimzuhalten.
Nachdem ich mich von den Zeugen Jehovas getrennt hatte, stellte ich mit Entsetzen fest, wie sehr ich noch ,im Sinne der Organisation funktionierte'. Z.B war wenige Tage nach meinem Schritt eine gute
(ZJ-)Freundin bei uns zu Besuch. Statt nun den Versuch zu unternehmen, mit ihr zu sprechen, sie nach ihrer Ansicht zu dem, was ich getan hatte zu fragen oder sonst etwas ganz Normal Menschliches zu tun, zog ich mich in ein anderes Zimmer zurück! Dadurch, daß alle ZJ den Kontakt zu mir abbrachen, kam ich mir sehr vereinsamt vor. Unglücklicherweise begegneten mir in dieser Zeit auch noch einige frühere ZJ-Freunde auf der Straße, die sich wie gefordert verhielten, d.h. sie grüßten nicht. Ich kann es kaum in Worte fassen, was diese völlige menschliche Mißachtung bedeutete, obwohl es sich nur um ganz banale, kurze Vorgänge handelte.
Allerdings grüßten einige wenige anfangs im Vorübergehen, vielleicht automatisch. Das erschwerte mir das Ganze aber noch: An sich hatte ich mich, nachdem ich zunächst meinerseits reflexartig, gegrüßt hatte (zunehmend kam ich mir dabei wie ein Narr vor), dazu entschlossen, es generell zu unterlassen. So sah es nun manchmal so aus, als wäre ich es, der diesen Ausdruck elementaren Respekts vor dem anderen verweigern würde. Im Lauf der Zeit hat sich dies dann so erklärt, daß inzwischen kein ZJ mehr grüßt.
Nachdem ich erfahren hatte, auch meine Schwiegereltern wollten künftig jeden Kontakt zu mir vermeiden, bat ich meine Frau, dafür zu sorgen, daß den mir bekannten ZJ fortan solche Situationen erspart blieben.
Das schlimmste daran ist zu wissen, daß diese Leute gar nichts gegen mich persönlich haben, sondern auf Anordnung und in der Annahme handeln, mir damit auch noch einen Liebesdienst zu erweisen. Der ,Gemeinschaftsentzug' soll ja u.a. dazu dienen, ,den Übeltäter zur Besinnung zu bringen'! ....

Teil 6 (1)

Geschrieben von X am 12. September 2007 20:25:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 11. September 2007 21:23:

Zitate:
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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.31,32

II.

Die gechilderte Lage führte dazu, daß ich mich um das bemühen mußte, was ich ,Wiedereroberung meiner Lebenswelt'
nannte. Einen längeren Zeitraum nach meiner Abkehr von den ZJ stand ich z.B. unter großem inneren Druck, möglichst Begegnungen mit ZJ und Orten, die in besonderer Weise mit Erinnerungen an frühere ZJ-Freunde verbunden waren, zu meiden. Es war mir kaum möglich, mich unbefangen in dem Stadtviertel, in dem meine besten Freunde von früher wohnen zu bewegen. Eine ganze Zeit machte ich einen Bogen darum.
Auf der Straße wurde ich aufmerksamer, um einen ZJ schon von weitem zu sehen und mich innerlich auf den Moment der grußlosen - Begegnung vorzubereiten.
Dies war besonders nach einem Erlebnis wichtig, als mir ein junger Zeuge entgegenkam, der mir auf mein ,Hallo' nur, so nahm ich es jedenfalls wahr, höhnisch ins Gesicht grinste. Ich fühlte mich sehr gedemütigt, und seitdem habe ich die bereits beschriebene ,Linie' ziemlich durchgehalten.
Dabei betrachte ich die Zeugen, auch meine ehemaligen Freunde, nicht als meine Feinde, auch wenn ich öfter sehr wütend auf sie war und mich ihr Handeln auch jetzt noch schmerzt. Ich habe immer noch die Hoffnung, daß der/die eine oder andere vielleicht eines Tages doch noch den Weg aus der WT-Organisation findet. Ob allerdings in einem solchen Fall zwischen ihnen, insbesondere meinen früheren engeren Freunden, und mir wieder eine ähnliche Beziehung wie damals möglich wäre, weiß ich nicht. Sicher könnte ich sie als Menschen - wie auch jetzt insgesamt noch - akzeptieren. Auf der Ebene des menschlichen Vertrauens und der Verbundenheit ist aus meiner gegenwärtigen Sicht sehr viel zerstört worden, und deshalb kann ich mir heute kaum vorstellen, wie und ob überhaupt da etwas wiederherzustellen wäre. Aber das ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt ja nur eine rein theoretische Erwägung.
Abschließend will ich kurz auf einen Aspekt eingehen, der vielleicht der schwierigste bei der ganzen Geschichte ist:
die Auswirkungen des ,Gemeinschaftsentzuges' auf eine Ehe, wenn ein Partner Zeuge bleibt. ....

Teil 7 (2)

Geschrieben von X am 13. September 2007 21:00:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 12. September 2007 20:25:

Zitate:
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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.31,32

II.

Man mag geneigt sein, die Aufhebung der ,geistigen Gemeinschaft' durch den verbliebenen ZJ für nicht so wichtig zu halten, insbesondere im Hinblick darauf, daß der Unterschied in den religiösen Ansichten die Spannungen eher verschärfen könnte.
Vordergründig mag das eine richtige Überlegung sein, aber es bleibt wesentliches unberücksichtig: Menschenwürdiges Zusammenleben wird ermöglicht durch gegenseitige Achtung und Austausch. Die Verweigerung, auch wenn sie sich nur auf einen Teilbereich bezieht, hat in aller Regel unweigerlich Folgen für die gesamte Beziehung. Eine Partnerschaft, in der es nicht mehr möglich ist, sich über Fragen auszutauschen, die für beide oder für einen wichtig sind, und in der es keine gegenseitige Unterstützung in wichtigen emotionalen Angelegenheiten gibt (z.B. hinsichtlich der Folgen der Abkehr des EX-ZJ von der WTG), ist stark belastet. Hinzu kommt, daß der Zeuge ja als ,Untertan der Organisation' deren Straf- und Züchtigungspoltik mittragen muß, und daß er daher kaum in der Lage sein kann, sich zu bemühen, den anderen in seinem Anliegen zu verstehen. Es kommt fast zwangsläufig zu einer Art Konkurrenzsituation um die richtige Lebensweise, da der ZJ-Partner dem ,Abtrünnigen' seinen ,Irrweg' aufzeigen will (ohne allerdings zum Gespräch darüber bereit zu sein). Er ist deshalb geneigt, alle Schwierigkeiten des anderen als Beleg dafür zu verstehen (dies ist umgekehrt häufig ebenso der Fall).

Die ,Ächtung' und der menschliche Boykott der übrigen Zeugen haben ferner zur Folge, daß es immer weniger gemeinsame Kontakte gibt, weil der ZJ Beziehungen zu anderen Ehemaligen grundsätzlich ablehnt und bei ,Weltmenschen' zumindest sehr zurückhaltend ist. Auch kann es für den ,Abtrünnigen' gefühlsmäßig sehr schwierig sein, mit der Aufrechterhaltung der Freundschaften seines Partners mit Menschen zurechtzukommen, die ihn als eine Art Unperson behandeln.

Was ich geschildert habe, sind allgemeine, aber in der einen oder anderen Form nahezu zwangsläufig auftretende Probleme in derartigen Ehen. Obwohl ich es nicht statistisch belegen kann, meine ich, daß es allzu verständlich ist, wenn solche Beziehungen früher oder später scheitern oder zumindest bereits vorhandene sonstige Schwierigkeiten verstärkt werden. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, wie die geschilderten Probleme, auch wenn sich beide um die Partnerschaft bemühen, zu einer wachsenden Entfremdung führen. Die ,leitende Körperschaft' der ZJ trägt hier eine große Verantwortung, die sie sicher aufgrund ihrer gesetzlichen Einstellung und ihrer Annahme, im Auftrag und unter Führung Gottes zu handeln, kaum sehen wird.

Teil 8 (3)

Geschrieben von X am 15. September 2007 12:21:36:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 13. September 2007 21:00:

Zitate:
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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.32,33

III. Das Unverständliche verstehen:

,Gemeinschaftsentzug' und der einzelne ZJ

Wenn Nicht-Zeugen von der ,Exkommunikations' -Praxis der Zeugen Jehovas hören oder lesen und darüber nachdenken, werden sie sich wahrscheinlich die Frage stellen:

Warum handelt ein Zeuge Jehovas so?

Was bringt sie oder ihn dazu, natürliche menschliche und familiäre Gefühle zu unterdrücken?

Ich denke, für die überwiegende Mehrheit der Zeugen gilt:

Auch für sie stellen derartige Forderungen und Situationen einen starken seelischen Druck dar.

Es ist für Zeugen-Eltern sehr schwierig, ihre ,abgefallenen' Kinder nicht mehr besuchen zu dürfen, für Zeuginnen, sich nicht mehr mit ihrem Partner austauschen zu können und oft hilflos mit ansehen zu müssen, wie ihre Beziehung langsam in die Brüche geht, für Freunde, ihre besten Gefährten von einem Tag auf den anderen nicht mehr kennen zu dürfen und grußlos an ihnen vorbeizugehen.

Diese Schriftenreihe trägt den Titel ,Brücke zum Menschen'.

Deshalb soll unser Blick auch zum Menschen, zum einzelnen Zeugen, also ,nach unten' gehen, denn hier muß ausgelebt werden und erlitten werden, was ,oben' entschieden und festgelgt wird.

Der einzelne ZJ ist, obwohl er natürlich wie jeder andere selbst verantwortlich für sein Handeln ist, zunächst und vor allem ein Gebundener.

Er bzw. sie hat sich an ,die Organisation' ausgeliefert, weil Loyalität ihr gegenüber mit Gehorsam gegenüber Gott gleichgesetzt wird.

Indem man also eine Weltbild akzeptiert, das im Kern in der Annahme besteht, Gott handle ausschließlich mit dieser bestimmten Gemeinschaft durch deren Führung, muß man ihr in allem folgen um den Preis der Billigung durch Gott und der Aussicht auf ewiges Leben.

Jede Abweichung führt zur Infragestellung der ganzen Existenz.

Da man (idealtypisch) nur in vollständiger Anpassung (zumindest bewußtseinsmäßig) an die Gebote der Organisation Zeuge Jehovas sein kann, gibt es keinen anderen Weg, als ALLES mitzutragen, auch wenn es gegen die eigenen innersten Empfindungen verstößt, z.B in der Frage des Ausschlusses.

Gerade hier legt die Führung großen Wert auf absolute Loyalität, weil es sich, wie noch darzulegen sein wird, um ein wichtiges Mittel zum Erhalt ihrer Macht handelt.

Deshalb sieht sie ,die Loyalität gegenüber Gott auf die Probe gestellt' (WT vom 15.4.1988, S.28/15).

Ferner wird dem einzelnen vermittelt, der ,Gemeinschaftsentzug' sei grundsätzlich eine gerechte und liebvolle Maßnahme, auch wenn dies nicht nachvollziehbar sein mag.

Wenn Jehova, der liebvolle Gott, dies durch seine Organisation anordnet, muß es einfach gut und richtig sein (vgl. WT vom 15.4.1988, S.27/10, ferner S.29/20 und S.30/25).

Der ZJ kann es um seines (ewigen) Lebens und seines Verhältnisses zu Gott willen kaum anders sehen.

Wir mögen dies für eine bedauerliche religiöse Verirrung halten und Kritik daran üben.

Dennoch ist es wichtig, um dem einzelnen ZJ gerecht zu werden, diese (Zwangs-) Situation zu verstehen:

Solange man dem geschlossenen Lehrsystem der WT-Organisation anhängt, besteht in aller Regel kaum die Möglichkeit eines anderen Verhaltens.

Dies wahrzunehmen bedeutet nicht, den einzelnen aus seiner persönlichen Verantwortung zu entlassen.

Es bedeutet aber, indem wir die Ursachen verstehen, den Blick auf die eigentlich Verantwortlichen zu lenken:

auf die Führung der Zeugen Jehovas, auf ihre ,leitende Körperschaft'.

Teil 8

Geschrieben von X am 16. September 2007 12:36:31:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 15. September 2007 12:21:36:

Zitate:
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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.33,34

1 Quellenangaben siehe Seite 37

IV. Der ,Gemeinschaftsentzug' der Zeugen Jehovas:

Ursachen und Folgerungen

Es ist eine bei menschlichen Gruppen häufig zu beobachtende Erscheinung, daß sie ein ,Wir-Gefühl' aus der Abgrenzung gegenüber anderen Menschen und Gruppen entwickeln.

Die Existenzberechtigung der eigenen Gemeinschaft ergibt sich diesem Ansatz zu folge aus dem Anderssein.

Dies gilt auch für eine Vielzahl religiöser Gruppen, insbesondere des fundamentalistischen Typs.

An den Zeugen Jehovas wird es besonders deutlich:

Sie leiten ihr Selbstverständnis im hohen Maß aus dem Gegensatz zur ,Welt' ab (hier im umfassenden Sinn als Synonym für das ,satanische System' verstanden).

Ich meine, ein großer Teil der Anhänger ,der Organisation' wird gerade deshalb von ihr angezogen, weil sie sich als ,Gegenkultur' zur allgemeinen Gesellschaft zu präsentieren vermag.

Die Zeugen Jehovas stellen eine besondere Abart des christlichen Fundamentalismus dar.

Sie haben mit dem, was sich in den USA zu Beginn des Jahrhunderts formierte, im Glaubens- und Denkansatz manches gemeinsam.

Im protestantischen Rahmen stellt der Fundamentalismus eine Gegenbewegung zu der als verderblich angesehenen Anpassung an die Moderne dar.

Den Verlust oder zumindest die Infragestellung aller - auch religiösen - Gewißheiten im offenen gesellschaftlichen Diskurs empfand man als Verrat am christlichen Glauben.

Dagegen setzte man feste Grundlagen, die eben nicht hinterfragt werden durften (daher ,fundamentals' [engl.] = Grundlagen; nach einer ab 1910 veröffentlichten Schriftenreihe), im protestantischen Fundamentalismus auf die ,wörtlich-buchstäbliche irrtumslose Unfehlbarkeit der heiligen Schrift'[1]

Der Fundamentalismus der Zeugen Jehovas überbietet den ,Mainstream-Fundamentalismus' durch die zusätzliche (und für ihren Glauben entscheidende) Annahme, Gott wirke nur durch die Zeugen Jehovas als Organisation, unter Führung des ,treuen und verständigen Sklaven' (de facto ihre derzeit aus 12/13 Männern bestehende ,leitende Körperschaft' - vgl. ,Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1986', S.255).

Diese ideologische Grundlage ihrer Existenz muß die Führung gegen jede Infragestellung und jeden Zweifel vereidigen.

Davon hängt für sie alles ab:

ihre nahezu uneingeschränkte religiöse Macht über ihre Anhänger und das normalkapitalistische Funktionieren ihres Verlagsunternehmens mit seinen Druckereibetrieben und Verkaufsagenturen (Zweigbüros) rund um den Globus, den Tausenden kaum bezahlter Mitarbeiter und dem millionefachen Ausstoß von Druckerzeugnissen.

Dazu benötigt sie das Millionenheer der Gläubigen, die diesem Anspruch bedingungslos glauben und gegen jede Kritik immunisiert sind, als garantierten Absatzmarkt für die Verlagsprodukte und als unentgeldlich tätige freie Mitarbeiter.

Diese freien Mitarbeiter bindet das Unternehmen ideologisch an sich:

Man bezeichnet ihre Tätigkeit für den Verlag als ,Predigtdienst', d.h. das Verkaufen der Druckschriften und die Gewinnung neuer freier Mitarbeiter wird in religiöser Überhöhung dieses Tuns als Erfüllung des göttlichen Auftrages ausgegeben und mit dem Versprechen einer künfigen Belohnung verbunden, das der Verlag selbst niemals wird einlösen müssen (,ewiges Leben in Gottes neuem System').

Gleichzeitig droht man mit dem Verlust aller dieser Privilegien für den Fall des Ausscherens aus der zugewiesenen Rolle mittels des ,Gemeinschaftsentzuges'.

Damit haben wir sowohl das Interesse wie auch die Methode der Führung beschrieben.

Teil 10

Geschrieben von X am 18. September 2007 22:42:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 17. September 2007 21:11:

Zitate:
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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.34,35

IV.

Ich möchte nun eine Alternative zur ZJ-fundamentalistischen ,Gemeinschaftsentzugs' -Praxis darstellen.

Beginnen wir mit einem kleinen Exkurs:

Es würde bedeuten, einer ähnlichen Feindbildfixierung verhaftet zu bleiben, nicht zu versuchen, das Anliegen - weniger der Führung als der einzelnen Zeugen Jehovas - zu verstehen.

Von oben angedeuteten unmittelbar psychischen Interessen des einzelnen ausgehend, will ich nach den gesellschaftlichen Gründen für einen Fundamentalismus dieser Spielart fragen.

Aus meiner Sicht geben die Fundamentalisten auf wichtige Fragen, die sie aufwerfen, problematische Antworten.

Wenn wir aufgreifen, daß der Fundamentalismus eine versuchte Antwort auf die als krisenhaft empfundene Moderne sei, gilt es festzustellen, daß einerseits viele Errungenschaften eben dieser Moderne für uns alle unverzichtbar geworden sind:

Profitieren nicht auch die ZJ z.B. von dem Verständnis der Menschenrechte (die ihnen selber allerdings, von ihrer Führung zum Teil verweigert werden)?

Andererseits wird uns zunehmend die Problematik unserer modernen Gesellschaft deutlich.

Anscheinend setzt sich weltweit das individualistische Prinzip des (wirtschaftlichen) ,Kampfes aller gegen alle' und die einseitige Betonung des Leistungsprinzips, des ,Überlebens des Tüchtigen', durch.

Die Menschen scheinen hilflos dem Zwang ausgesetzt zu sein, sich entweder dem steuerungslosen Prozeß anzupassen oder - in letzter Konsequenz - unterzugehen.

Gerade am Beispiel der ZJ wird deutlich, daß der Fundamentalismus dagegen - auf eine oft sicher sehr gebrochene und inkonsequente Weise - den Menschen eine Grundlage für das Leben zu geben VERSPRICHT (die unfehlbare Bibel oder die Autorität der ,göttlich geleiteten Führung') und in seiner gemeinschaftsausbildenden Funktion gegen einen verabsolutierten Individualismus dem loyalen Anhänger Geborgenheit vermitteln möchte.

Einem Geschichtsprozeß, den immer mehr Menschen ohnmächtig in seiner möglicherweise selbstzerstörerischen Eigendynamik erfahren, wird eine sinnvolle und hoffnungsgewährende Sicht der Zukunft entgegengestellt.

Teil 12

Geschrieben von X am 21. September 2007 23:28:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 18. September 2007 22:42:

Zitate:
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Brücke zum Menschen 101/102 1990/I S.35

IV.

Die berechtigten Anliegen des Fundamentalismus verstehen bedeutet nun nicht, seine Antworten zu übernehmen.

Im Gegenteil:

Einer in manchem inhumanen Moderne werden in fundamentalistischen Subkulturen oft noch unmenschlichere Verfahrensweisen entgegengesetzt, wie die Ausschlußpraxis der ZJ beispielhaft aufzeigt.

Für den Fundamentalismus der WTG ist das entscheidende Kriterium zur Unterscheidung zwischen wahrem und falschem Christentum die Akzeptierung seiner Sicht der Dinge.

Dadurch wird er blind gegenüber einem sich gerade daraus ergebenden grundlegenden Mangel:

,Fundamentalistische Frömmigkeit sieht in der eigenen Lieblosigkeit, mit den sie den Kampf um die Wahrheiten zu führen unternimmt, in der Regel keinen Widerspruch gegen den christlichen Glauben' [2]

Sie verkennt, daß Jesus in der Bergpredigt (Mt. 5,21 f.)
Haß und Verachtung als Gewalt entlarvt.

Egon Spiegel weist in diesem Zusammenhang darauf hin:

,Ein nicht weniger geeignetes Studienobjekt für den Zusammenhang zwischen bösem Wort, Haß und Mord wäre der infolge verbreiteter Gehässigkeit, übler Nachrede und sozialer Isolation [!] verübte Selbstmord.' [3]

Gerade am Beispiel der WTG und ihrer maßlosen Verurteilung und Verächtlichmachung ihrer ,Abtrünnigen' kann dies beispielhaft beobachtet werden (siehe WT vom 15.3. 89, S.14 ff.; WT vom 15.12. 86, S.20; WT vom 15.3. 86, S.13 ff.; WT vom 15.11. 81, S.28).

Dagegen ist zu bedenken:

,Gleichwohl müssen bestimmte Phänomene und Verhaltensweisen in ihrer Unvereinbarkeit mit dem Geist neutestamentlicher Liebe benannt werden ... Es ist einfach erstaunlich, in welcher Weise die erwähnten Mentalitäten der Gesprächsverweigerung, der Feindbildfixierung, der unsachlichen Verallgemeinerungen oder gar die Verteufelung der Gegner betrieben wird.' [4]

Es gilt festzuhalten:

,Auf dem Hintergrund unserer neuzeitlichen Freiheitsgeschichte kann das evangelische Bekenntnis- und Liebesangebot nicht mehr den Respekt vor der Würde und der Gewissensfreiheit jedes Mitbürgers außer acht lassen.' [5]

Teil 13

Geschrieben von X am 22. September 2007 22:40:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 21. September 2007 23:28:

Zitate:
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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.35,36

IV.

Es stehen sich zwei Konzepte christlichen Lebens diametral gegenüber.

Die Sicht der Führung der ZJ zielt auf ein machtförmiges, autoritär-hierarchisches Verständnis des Christentums ab:

,Damit wir uns richtig unterordnen können, müssen wir den Grundsatz der Leitung durch ein Haupt anerkennen.' [6]

Dem steht entgegen, was W.Pannenberg wie folgt beschreibt:

,Das Wesen der Herrschaft Gottes besteht ... somit in gewissem Sinn in der Aufhebung von Herrschaft überhaupt.' [7] Mk. 10,42-45 zeigt dies deutlich.

Im Gegensatz zur Sicht der WTG setzt Egon Spiegel das Paradoxon:

,Gott herrscht herrschaftsfrei' [8], denn ,Gott herrscht ohne Zwang, Gott duldet den Widerspruch und die Abkehr.' [9]

Deshalb ,müßte der Verzicht auf Herrschaft als spezifisch christliches Ideal erkannt werden. Ist Gott allein Herr und gerade deshalb lauter Liebe, dann gibt es (neben ihm) überhaupt keinen Herrn.' [10]

Im Tod Christi wird die Aufhebung aller menschengemachten Unterschiede, Abgrenzungen und Verurteilungen sichbar.

,Sie [= die Kreuzigung] geschah an jenem Rande menschlicher Gesellschaften, wo es gleichgültig ist, ob einer Jude oder Heide, Grieche oder Barbar, Herr oder Knecht, Mann oder Frau ist, weil der Tod diese Unterschiede nicht mehr kennt. Darum kennt auch der Gekreuzigte diese Unterschiede nicht ... Kreuzesverkündigung ist ,Allerweltschristentum' (Blumhardt) und darf keine neuen Unterschiede zwischen Menschen aufrichten: etwa zwischen Christen und Nichtchristen, Frommen und Gottlosen ... Alle sind unterschiedslos Sünder, und alle werden ohne Verdienst durch seine Gnade gerecht, die in Christus Jesus geschehen ist (Röm. 3,24).' [11]

Darum: ,Wird Gottes Sein in der Passion und im Tode Jesu offenbar, so wird er durch Jesu Leiden und Sterben ,für uns' und zu unseren Gunsten durch jenen Glauben erkannt, der Freiheit heißt. Der Gott der Freiheit, der wahre Gott, wird also nicht durch seine Macht und Herrlichkeit in Welt und Weltgeschichte erkannt, sondern durch seine Ohnmacht und sein Sterben am Schandpfahl des Kreuzes Jesu. Die Götter der Macht und des Reichtums in Welt und Weltgeschichte gehören dann auf die andere Seite des Kreuzes, denn in ihrem Namen wurde Jesus gekreuzigt.' [12]

Wenn das Kreuz also das ,Ende aller Götter der Macht' ist, dann ist auch das Konzept der ZJ (und alles machtbestimmende Christentum) am Ende, dann ist die Methode der Ausgrenzung nicht die der Liebe Gottes, wie sie in Jesus offenbar wurde.

Ich höre die Fragen, die nun gestellt werden, gegen diese Sicht.

Ich will an dieser Stelle nur eine aufgreifen:

Wie sollen wir mit Menschen umgehen, die sich ,unakzeptabel' verhalten, die christliche Grundsätze verletzen?

Sollen wir den Hurer aus 1.Kor. 5 ausschließen, sollen wir den Irrlehrer aus 2.Joh. nicht grüßen?

Ich will mich nicht vor der Antwort drücken, obwohl ich weiß, daß sie vielen nicht gefallen wird, ja sogar anstößig sein mag.

Nehmen wir das Beispiel des 2.Johannesbriefes, Verse 9 bis 11, auf :

,Von [der] Mitte [der Bibel] her: Christus ist der Heillosen Heil. Ich muß dann im Glauben auch wagen, von dieser Mitte her alles in ihr zu kritisieren, was dieser Mitte widerspricht, wie etwa die Weisung 2.Joh. 10, Irrlehrer nicht ins Haus aufzunehmen oder nicht zu grüßen.' [13]

Sicher darf man nicht die historische Situation von 2.Joh. 10 verkennen:

Die Johannes-Briefe stehen im Zusammenhang äußerst scharfer Auseinandersetzungen um den rechten christlichen Glauben, der auch mit dem Mittel gegenseitiger Verketzerung geführt wurde (vgl. 3.Joh. 9 und 10).

Deshalb merkt der ,Ökumenische Taschenbuchkommentar' an:

,Daß der Alte dieses Mittel anrät, ist unter seinen historischen Bedingungen in gewisser Weise verständlich. Selbst der Ketzerei verdächtigt, grenzt er sich in derselben scharfen Weise gegen sie [= seine] Gegner ab, wie es die sich herausbildende Großkirche tut.' [14]

Doch es bleibt die Frage:

,Aber bedeutet es nicht auch ein Stück Aufgabe der eigenen Position, wenn aus Besorgnis um sie der praktische Umgang mit dem theologischen Gegner die Form der Unbrüderlichkeit annimmt?' [15]

Teil 14

Geschrieben von X am 24. September 2007 21:35:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 23. September 2007 21:14:32:

Zitate:
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Brücke zum Menschen 1990/I 101/102 S.37

IV.
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"Wenn man sich einer Sekte anschließt, so wird erwartet, daß man sich der Sekte gänzlich ergibt und nicht mehr sich selbst gehört.

Die Sekte unterscheidet nun für ihn, was Wahrheit und was Irrtum sei, und er muß, um ein wahres, zuverlässiges, treues Glied der Sekte zu sein, deren spätere wie frühere Entscheidungen über alle religiösen Fragen annehmen, seine eigene Meinung übersehen und persönliche Nachforschungen vermeiden, da er sonst an Erkenntnis wachsen und als Glied solcher Sekte verloren gehen könnte.

Diese Sklaverei einer Sekte und einem Glaubensbekenntnis gegenüber wird oft mit soundsovielen Worten bezeichnet, wenn man sagt, daß ein solcher zu einer Sekte ,gehört'."

C.T.Russel in Bd. 3
seiner ,Schriftstudien' in der 1926 nachgedruckten Ausgabe, Seite 173,
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Quellenangaben

[1] Gottfried Küenzlen, Fundamentalismus: eine Antwort auf die Krise der Moderne?, Materialdienst der EZW 4/90, S.99

[2] Manfred Marquardt, Strukturen evangelikalfundamentalistischer und traditionalistischer Theorie und Frömmigkeit, in: Reinhard Frieling (Hg.), Die Kirchen und ihre Konservativen, Göttingen 1984 (Vandenhoeck & Ruprecht), S.99 f

[3] Egon Spiegel, Gewaltverzicht, Kassel 1987 (Weber, Zucht & Co., S.77, Fußnote 302)

[4] Stefan Pfürtner, Traditionalistische Bewegungen im gegenwärtigen Katholizismus, in: Reinhard Frieling, a.a.O., S.49

[5] a.a.O.,49

[6] Organisiert, unseren Dienst durchzuführen,
Wiesbaden 1983 (Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft), S.13

[7] W.Pannenberg, Geschichtstatsachen und christliche Ethik, zitiert nach: Egon Spiegel, a.a.O., S.40, FN 92

[8] Egon Spiegel, a.a.O., S.191

[9] a.a.O., S.191

[10] F.Hammer, Macht, zitiert nach: Egon Spiegel, a.a.O.,S 191, FN 617

[11] Jürgen Moltmann, Der gekreuzigte Gott, München 1972 (Chr. Kaiser Verlag), S.181

[12] a.a.O., S.182

[13] H.J. Pöhlmann, Bibel lesen ist ein Wagnis, Evangelische Kommentare 10/86, S.573

[14] Klaus Wengert, Der erste, zweite und dritte Brief des Johannes, Ökumenischer Taschenbuch-Kommentar Bd.16, Gütersloh 1978 (Gütersloher Verlagshaus Mohn), S.244

[15] a.a.O.,S.244

[16] Bruno Bettelheim, Ein Leben für Kinder, Stuttgart 1987 (DVA), S.124

[17] Egon Spiegel, a.a.O., S.37

[18] M.K. Gandhi, Sarvodaya, Gladenbach 1983 (Verlag Hinder und Deelmann), S.90

[19] H.Goss-Mayr, Der Mensch vor dem Unrecht, zitiert nach Egon Spiegel, a.a.O.,S.26

Teil 16

Geschrieben von Gerd B. am 09. September 2007 08:53:24:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 08. September 2007 23:03:

Danke X für den Bericht aus dem "Bruderdienst" ("Brücke zum Menschen")

Und nun Bericht aus der PRAXIS:

So begann es mit Rita, die mir ihre Erlebnisse damals aus der französischen Schweiz zusandte. Ich habe meinen Beitrag aus Infolink kopiert, leider werden viele Anführungszeichen nun als Fragezeichen konvertiert, auch hier bitte ich um Unterscheidungsvermögen :

(Übersetzung)

Rita ...

S., den 24. November 2000
Berufung gegen Gemeinschaftsentzug

Liebe Brüder,

das Rechtskomitee der Versammlung S. hat mir am 20. November 2000 telefonisch mitgeteilt, es sei verpflichtet mich auszuschließen. Ich lege hiermit gegen diesen Beschluß Berufung ein.

Gründe: Die Ältesten hielten mir vor, man habe mich mit der ausgeschlossenen ehemaligen Schwester M. sprechen sehen, und man verlangte, dies künftig gemäß den Anweisungen zu unterlassen; ich müsse diese Frau wie nicht existent behandeln.

M. ... wohnt im gleichen Haus mit mir, in der Wohnung direkt unter mir; wir sind die beiden einzigen Mietparteien, was schon ersichtlich macht, daß es manchmal Dinge notwendig zu besprechen gibt, ähnlich wie wenn zwei Personen am gleichen Arbeitsplatz tätig sind. Darüber hinaus kennen wir uns seit vielen Jahren und sind befreundet. Ich weiß, daß ihr Gemeinschaftsentzug auf einer falschen Beschuldigung beruht. Aus diesem Grund konnte und kann ich es vor meinem Gewissen nicht verantworten, sie wie eine Schuldige zu verurteilen, gar wie eine Antichristin zu behandeln . Wohlgemerkt: ich stelle nicht die biblische Einrichtung und Verfahrensweise des Gemeinschaftsentzugs in Frage. Es handelt sich hier um den konkreten Fall dieser Schwester, was ja auch die Anklage war, um nichts anderes.

Auch die Ältesten wissen inzwischen, daß die Anklage gegen M. falsch war. Doch sie sagten: auch wenn sie das nicht getan hat, wessen man sie beschuldigte, so hat sie dann doch bei der Verhandlung nicht die Wahrheit gesagt, und der Gemeinschaftsentzug ist dann eben für die Unwahrheit ,für Lüge?. Man zitierte mir Offenbarung 21:8 und den Fall von Ananias und Sapphira. Das erscheint mir so, wie wenn ein Richter der Welt sagen würde : ,der Mensch ist wegen schweren Raubes verurteilt; nun stellt sich heraus, daß er an der Tat unschuldig ist; aber er hat, wie mir jetzt bekannt wurde, irgend wann einmal eine Sachbeschädigung verursacht. Darum übertragen wir einfach das Urteil !? Nicht einmal im satanischen Weltsystem ? um es mit dem Wortlaut unserer Veröffentlichungen auszudrücken ? wäre das möglich; selbst dort erwarten die Brüder, wenn sie die Gerichte anrufen, doch Gerechtigkeit; sollte unsere theokratische Gerechtigkeit geringer und schlechter sein ? Und sollte jemand, der von einem ungerechten Urteil weiß, dann zu einem lieblosen und ungerechten Verhalten gegen sein eigenes Gewissen aufgefordert, genötigt oder gar unter Androhung von Sanktionen gezwungen werden ? (Der Wachtturm 15.7.1997 S.13 § 21)

Ich dachte immer, daß die Gesellschaft die Ältesten in ihren Informationen angewiesen hat, bei der Behandlung von Unwahrheiten oder Lügen gutes Urteilsvermögen, Ausgeglichenheit und Vernünftigkeit walten zu lassen, besonders wenn der Betroffene psychischem Druck oder Streß ausgesetzt war oder er Menschenfurcht hatte, und wenn bekannt ist, daß sich jemand nicht schamloses und böswilliges Lügen zur Gewohnheit gemacht hat. Man sollte diejenigen vielmehr mit liebevoller biblischer Ermahnung wieder zurecht bringen und nicht einfach ein falsches Urteil auf einen völlig anderen Sachverhalt übertragen, weil man sich vielleicht davor fürchtet, ein Unrecht eingestehen zu müssen. Aber ein anderes Unrecht hebt das frühere nicht auf.

Ein weiterer Punkt ungerechten Verhaltens seitens der Ältesten muß ich hier leider erwähnen. Man erlaubte mir, M. als Zeugin zur Verhandlung mitzubringen; aber während mehr als einer Stunde, in der die Ältesten mit ihr sprachen, wurde ich aus dem Raum verwiesen. Vor welchem Gericht jedoch wird der Angeklagte aus dem Raum gewiesen, wenn sein eigener Zeuge gehört wird ? Es war meine Verhandlung, nicht die von M. ! Ist das gerecht oder Machtmißbrauch ? Danach sagte man mir unter anderem, man könne einen (ungerechtfertigten) Gemeinschaftsentzug nicht aufheben, denn welchen Eindruck würde das bei den Brüdern und Schwestern in der Versammlung machen ! Aber hat nicht der Wachtturm vom 15.9.1996 gezeigt, daß man Vertrauen gewinnt, wenn man sich entschuldigt, und dazu gehört doch sicher auch das Berichtigen von Irrtümern oder Unrecht, wie ja auch der Wachtturm vom 15.11.1993 sagt. Niemand macht den Ältesten Vorwürfe, denn sie waren damals bei ihrer Entscheidung im guten Glauben, aber jetzt wissen sie, daß diese Entscheidung ? ohne ihr Verschulden ? falsch war da M. nicht getan hat was unter 1 Kor. 5 und 2 Joh 10-11 fallen würde. Sollte man diese deshalb nicht doch in Ordnung bringen, statt am Unrecht festzuhalten wegen ,ihres Ansehens??

Man verwies mich wiederholt auf Matt. 18:15-17. Mir ist nicht bekannt, daß ich gegen jemanden im Sinne von Matt. 18 gesündigt hätte. Falls man nur den Vers 17 gemeint haben sollte, aus dem Zusammenhang heraus, nur um die Verhaltensweise gegen ,Fremde und Steuereinnehmer? zu erläutern, so bin ich gern bereit, diese Worte Jesu zu beachten. Und hat Jesus den Jüngern nicht selbst vorgelebt, wie er seine Worte verstand ? Er erfüllte das Gesetz Jehovas vollkommen, also auch die Worte in 5. Mose 10:18-19. Oder wollten die Brüder mir sagen, er habe seinen Jüngern die Nachahmung des hartherzigen und unbiblischen Beispiels der Pharisäer empfohlen und nicht die Beachtung des Gesetzes und seines eigenen Beispiels ? Man stellte mich vor die Wahl, zu gehorchen oder die Konsequenzen zu tragen. Aber kann mich jemand zwingen, gegen mein Gewissen zu handeln, was ja Sünde ist (Röm 14:23). Der Einwand, ein Gewissen könne sogar gewissen Verhaltensweisen zustimmen wie zum Beispiel, wenn Menschen aus der Welt finden, daß ein Leben in ,wilder Ehe? völlig normal sei, halte ich für geschmacklos, ja für widerwärtig, wenn man dies einer Schwester sagt, die sich wirklich bemüht hat und bemüht, nach Gottes Wort zu leben. Kann man von mir verlangen, etwas zu tun, was ich als Unrecht erkenne ? Sind Älteste Herren meines Glaubens (2 Kor. 1:24) ? Wenn Älteste (unbewußt und deshalb auch unfreiwillig) ein Unrecht getan haben, sollten sie es dann nicht von sich aus in Ordnung bringen statt zu verlangen, das Unrecht um der Einheit willen mit zu tragen ?

Und kann man mir vorwerfen, der Organisation nicht unterwürfig zu sein oder zu gehorchen ? Wo hat die Organisation je verlangt, eine bekanntermaßen falsche Entscheidung der Ältesten gegen das eigene Gewissen zu vertreten ? Die Brüder in Frankreich haben gerade jetzt in ihrem Traktat ,Welches Komplott wird in Frankreich geschmiedet ??, den sie in 12 Millionen Exemplaren verteilten, deutlich gesagt, daß ,sie die Gewissensfreiheit sehr hoch halten?. Das ist doch wohl die Meinung der Organisation, oder ? Denken hier die Ältesten nicht auch so ? Wollen sie mich zu einer ,Abtrünnigen? machen, nur um an ihrem Unrecht festzuhalten ?

Ich habe in den Jahren der Gemeinschaft mit den Brüdern ? sowohl als Pionierin wie als Verkündigerin - die Bruderschaft schätzen und lieben gelernt, und ich würde sie jederzeit gegen Unrecht und falsche Anklagen verteidigen, aber ich habe auch gelernt, daß wir vor unserem Schöpfer Jehova eine persönliche Verantwortung tragen (Röm. 14:12; 2. Kor. 5:10).

Ich habe nichts getan, was ich vor Jehova und seinem Sohn, dem Richter aller, nicht bekennen würde, nichts, was nach meiner Erkenntnis einen Gemeinschaftsentzug verdienen würde. Und ich kann vor Jehova nicht gegen mein Gewissen handeln.

Zusammenfassend stelle ich fest, daß die Ältesten mich keiner Sünde anhand der Bibel überführt haben. Der Eindruck verstärkt sich, daß ich gerichtet und verurteilt werde aufgrund von Regeln und Anweisungen zu denen nur Älteste Zugang haben und der Wachtturm vom 15.1.1994 S. 17 und 20 verstärkt mich noch in meinem Unbehagen. Darin war über die Anweisungen, die Älteste als gerechte Richter anwenden sollten, folgendes zu lesen: ,Älteste müssen die Bibel regelmäßig studieren und zu Rate ziehen sowie mit den biblischen Publikationen gründlich vertraut sein, die der treue und verständige Sklave veröffentlicht (2. Timotheus 3:14, 15). Dazu gehören die Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! sowie andere Veröffentlichungen, die die Anwendung biblischer Grundsätze in speziellen Situationen zeigen.? Eine dieser Veröffentlichungen wird dann in einer Fußnote wie folgt beschrieben: ?Zu diesen Veröffentlichungen gehört das Buch ?Gebt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde?, das biblische Richtlinien enthält und für ernannte Versammlungsaufseher oder Älteste bestimmt ist.? Welche andere Veröffentlichungen gibt es noch ? Ich glaube zu wissen daß die Israeliten nur ein Gesetz hatten, sowohl für die Richter wie für die Angeklagten. Abschließend möchte ich noch sagen, daß ich nie den Eindruck hatte, daß meine Verhandlung im Geiste des Wachtturms vom 1.7.1992 S.15-16 verlief. Auszugsweise war zu lesen: ,Mit ehrerbietiger Furcht müssen Älteste, die einen Rechtsfall behandeln, ihr Äußerstes tun, um sicherzugehen, daß Jehova tatsächlich ?mit ihnen ist in der Sache des Gerichts?. Ihre Entscheidung sollte genau widerspiegeln, wie Jehova und Christus den Fall betrachten... Die Atmosphäre bei einer Verhandlung vor dem Rechtskomitee sollte zeigen, daß Christus tatsächlich in ihrer Mitte ist.? Zu keiner Zeit verspürte ich diese Gegenwart Christi, noch daß man bestrebt gewesen wäre, ein Schaf mit den Worten zu retten, die ihm sein Vater anvertraut hatte !

Für all diese Gründe lege ich hiermit Berufung gegen den beabsichtigten Gemeinschaftsentzug ein in der Hoffnung, gerechte Richter zu finden.

In Erwartung Eurer Antwort sende ich Euch meine brüderlichen Grüße,
R.
-------------------------
Wen es interessiert, kann ich die Fortsetzung dieses Erlebnisses hier auch noch hereinsetzen.

Sonntagsgruß!
Gerd

Geschrieben von Bauer am 12. September 2007 11:02:13:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von Gerd B. am 09. September 2007 08:53:24:

Ritas ganze Geschichte, durchaus lesenswert.

Warum?

Es gibt einen Einblick, dass schon damals die Leitende Körperschaft nur eine Schowtruppe und Marionetten anderer waren, die die Macht hatten. Meine ich.

Ansonsten ist in der Sache "Rita" auch das Mitglied der Leitenden Körperschaft "Gerrit Lösch" mit einem persönlichen Schreiben involviert.

Oh Gott ich danke dir, dass ich diese Leute für Narren halte. Dieser Erguss eines "zukünftigen Fürsten" der nach ZJ-Lehre mit Jesus im Himmel regieren soll, lässt starke Zweifel an dem Jehovas Zeugen Gott Jehova aufkommen. Dieser Gott verlagert seine Gerechtigkeit auf die Ebene der Versammlungsältesten und nimmt keine Petitionen an.

Da haben wir beim Bundestag wenigstens einen Petitionsausschuss, der versucht und prüft, dem Recht auf die Sprünge zu helfen.

Bei Jehovas Zeugen ist das augenscheinlich nicht der Fall.

Aber wer will bei "Jehovas Lügnern" auch Gerechtigkeit und Recht erwarten?

Rita's Ausschluss und Stellungnahme eines Mitgliedes der Leitenden Körperschaft

Geschrieben von Jochen am 06. September 2007 10:07:38:

Als Antwort auf: Re: "GEMEINSCHAFTSENTZUG" geschrieben von X am 05. September 2007 23:16:

Da hat sich einer aber Mühe gemacht

Jeder halbwegs Bibelkundige kennt die rührende Geschichte des verlorenen Sohnes, der eben zurückkehrte.
Die WTG nutzt gerne diese Geschichte als Anhaltspunkt, das Brüder und Schwestern die "bereuen", gerne wieder in die Herde aufgenommen werden - immerhin würden die Engel im Himmel über solch einen "Rückkehrer" im Himmel jubeln.
Doch die Geschichte weißt wichtige Anhaltspunkte auf, die nicht für die heutige Vorgehensweisen derWTG sprechen, eher im Gegenteil:
Zum einen ist der Sohn freiwillig gegangen - er wurde nicht ausgestoßen oder dergleichen, wichtig: Er war immer noch der Sohn des Vaters, trotz seines Wandels.
Interessanterweise bereut dieser Mensch nicht wirklich, denn erst als er sein Geld verprasst hatte und die Schweine hütete, da erinnerte er sich erst daran wie gut es ihm bei seinen Vater ging.
Dh. er bereute vielleicht gar nicht seine falsche Handlungsweisen, sondern einfach weil es ihm gerade schlecht ging.
Doch immer noch war er der Sohn des Vaters.
Des weiteren freute sich zum einen der Vater über die Rückkehr seines Sohnes, so sehr das er sich in Kosten stürzte um ein Fest zu feiern.
(Nur mal so ein Anreiz zur Liebe, liebe WTG, dann kehren vielleicht mehrere zurück zu euch, bei einem schönen Rückkehrer-Willkommensfeste - oder freut ihr euch nicht wenn einer zurückkommt?)
Wir halten fest:
Der Sohn war stets der Sohn - nur soviel dazu, das derjenige kein Dienstamt mehr bekommen sollte, wer auch immer vorher eins gehabt haben mag.
Die WTG mag sich vielmehr wie der unverständige Bruder verhalten, der neidisch auf denjenigen blickt, der vom Vater nun im Augenblick mehr begünstigt wird...

JOchen

Geschrieben von Drahbeck am 07. September 2007 05:42:01:

Als Antwort auf: PEGGY geschrieben von Drahbeck am 19. April 2007 06:25:14:

Was ist ein Roman? In den seltensten Fällen eine naturalistische Erzählung. In der Regel versuchen doch ihre Verfasser über die Metapher einer vielleicht erfundenen Geschichte, gewisse Erkenntnisse herüberzubringen. Was den Faktor "erfunden" anbelangt, kann man sich allerdings nicht selten des Eindruckes erwehren. Da liegen reale Geschehnisse zugrunde.
Als Beispiel verweise ich da auf den Roman des Stefan Heym mit dem Titel "Der König David Bericht", der einerseits zwar erfunden, in seíner substanziellen Aussage jedoch durchaus Wirklichkeits ädaquat ist.

Dazu kann man etwa vergleichen:
Heym

Nun soll es Leute geben, die da sehr gerne mit dem Schlagwort hausieren gehen. Alles was in der CV geschrieben steht, sei "erfunden". Konkrete, dokumentenmäßig belegte Beweise für diese These können sie in der Regel zwar nicht vorlegen. Aber als "Schutzbehauptung" hat solch eine These durchaus einen gewissen Sinn.
Ich will jetzt hier und heute mit diesen geistigen Tieffliegern über diese These nicht streiten. Mögen sie bei ihrer Meinung bleiben, ich bleibe bei meiner.
Also unterstellen wir mal, der nachfolgende aus der CV 211 mit dem Kürzel "R. S. W." gezeichnete Bericht sei "erfunden". Ich teile diese Erfindungsthese zwar nicht. Aber wenn es den Unterstellern "hilfreich" ist, mögen sie denn bei "ihrer" Meinung bleiben.
Selbst wenn also jener Bericht erfunden sein sollte, so hat er zumindest im Sinne der eingangs genannten Roman-Kriterien durchaus gewisse Wirklichkeitsnahe Elemente.
Aber bilde sich jeder sein Urteil selbst dazu.

Nachstehend der genannte Bericht aus der CV 211

Bernhard war ein einfacher, sensibler und in sich gekehrter junger Mann, der seiner Umwelt gegenüber sehr schüchtern und zurückhaltend auftrat. So fiel ihm der Kontakt zu anderen Menschen, insbesondere aber zum anderen Geschlecht, den Frauen, sehr schwer. Gerade darüber war er sehr unglücklich, denn wie gern hätte er eine Frau und Kinder, ja eine vollständige Familie gehabt.

Eines Tages standen zwei junge Pionierschwestern der WTG vor seiner Tür. Bernhard ließ sie gerne herein und es gefiel ihm, was die beiden ihm da alles so erzählten, von bevorstehendem Glück und Frieden, von der Eintracht und der guten Harmonie der Zeugen untereinander. Besonders neugierig aber wurde Bernhard, als er von den beiden Schwestern erfuhr, was für glückliche Familien es unter den Zeugen gibt und daß auch die beiden Besucherinnen noch ledig waren. Ja, das soeben Gehörte ließ sofort große Hoffnungen in ihm auf keimen, denn man könnte doch ...

Na, das wäre doch eine prima Sache, günstiger würde es ihm doch nie wieder geboten werden, seine Hoffnungen und Wünsche zu erfüllen. Und dazu noch alles gratis und frei Haus, also da muß man ja zugreifen, man wäre ja schön dumm, wenn man es nicht täte, sagte er sich. So kam es wie es kommen mußte, ein Heimbibelstudium wurde eingerichtet. Bernhard machte schnell Fortschritte, ließ sich nach etwa zehn Monaten taufen, lernte auch die eine der beiden Pionierschwestern, die Schwester Frieda näher kennen und kurze Zeit nach seiner Taufe heirateten sie. Er war sehr glücklich, daß alles so gekommen war und sich für ihn zum Guten gewendet hatte. Bernhard brauchte nicht mehr allein zu sein, hatte eine gute Freizeitbeschäftigung, nämlich den Predigtdienst, so meinte er und vor allem eine gute Frau. Nun fehlten nur noch Kinder und das Familienglück wäre vollständig.

Aber es kam alles ganz anders, das Glück dauerte nicht lange an für Bruder Bernhard und seine Frau.
Eines Tages, es war der letzte Tag im Jahr, erlitt seine Frau einen schweren Unfall, sie kam in's Krankenhaus und die Ärzte hätten sie retten können, aber nur, wenn eine Bluttransfusion damit verbunden gewesen wäre.

Bruder Bernhard wurde in das Krankenhaus zu seiner Frau gerufen. Auch ihm legte man ärztlicherseits nahe, daß seine Frau unbedingt sofort eine Blutübertragung erhalten müsse, wolle man sie durchbringen, aber die Lehren der WTG hatten auch bei Bernhard schon ihr übriges getan, und er lehnte strikt ab. So verstarb seine Frau an den Unfallfolgen ein paar Stunden nach ihrer Einlieferung in das Krankenhaus. Der Blutkult der WTG hatte wieder einmal eine glückliche Ehe zerstört. Wie Hohn hörte es sich für Bruder Bernhard an, als er aus dem nahe gelegenen Schwesternzimmer die Worte aus einem Rundfunkempfänger vernahm: "Wir wünschen ihnen ein frohes und glückliches neues Jahr."

Diesen schmerzlichen Verlust konnte Bruder Bernhard nicht verwinden, er erholte sich nie wieder davon und verstarb einige Jahre später, geistig irre geworden, in einer psychiatrischen Einrichtung.

Die WTG hatte mit ihren verdrehten, menschenverachtenden Lehren wieder einmal ganze Arbeit geleistet und das Leben zweier Menschen zerstört, die im Begriff waren, sich ein glückliches Familienleben aufzubauen.

Geschrieben von Drahbeck am 13. September 2007 03:23:14:

Als Antwort auf: Re: Bernhard war ein einfacher, sensibler und in sich gekehrter junger Mann geschrieben von Drahbeck am 07. September 2007 05:42:01:

Re: Eine Horrormeldung - Oder ein Tatsachenbericht???

Ich lasse die Beantwortung dieser Frage meinerseits offen. Ich zitiere einfach nur, was in der CV Nr. 223 (Februar 1988) zu lesen war. Ich kenne den Schreiber jenes Berichtes nicht. Hardliner-Zeugen werden wahrscheinlich in Richtung „Horror" tippen. Jene welche sich nicht zu dieser Spezies zählen, werden eher sagen:
„Geschichten - die das Leben schrieb".

Wie auch immer. Es steht jedem frei seine eigene Meinung dazu zu haben. Nachstehend also - unkommentiert - was in jener CV-Ausgabe zu lesen war:

Wir waren auf einer Rüste im Bez. Rostock. Diese wurde von den Freikirchlichen Evangelischen Gemeinden durchgeführt.
Am ersten Abend stellte sich jeder vor, um uns kennenzulernen. Als wir dran waren, sagten wir, daß wir 20 Jahre Zeugen Jehovas waren, aber seit 4 Jahren der jetzigen Gemeinde angehören. Der Name Zeuge Jehovas sagte den Anwesenden etwas, denn die meisten hatten schon mit ihnen zu tun gehabt. Wir wurden nun nicht mehr in Ruhe gelassen und mit Fragen bestürmt.

Alle beschwerten sich über die Zeugen. Sie wurden allgemein als lästig und aufdringlich bezeichnet. Nun, ihr Zeugen, ist das euer Auftrag? Ihr tut damit eurer Organisation nur schaden. Die Bibel spricht:

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst".
Uns wurde dort ein Fall erzählt, der fast unglaublich ist.
Es handelt sich um die 75jährige Frau Erna ... die in Sophienhof wohnt. Ihre Kinder, bei denen sie wohnt, sind Zeugen Jehovas. Die Mutter hingegen ist evangelisch.
Es wurde alles versucht, sie vom Glauben abzubringen, aber sie will keine Zeugin Jehovas werden.
Als das Reden nicht half, wurden andere Maßnahmen ergriffen. Sie wurde nun in jeder möglichen Situation geistig drangsaliert. Man sagte ihr, wenn du keine Zeugin werden willst, wird ab sofort für dich keine Wäsche mehr gewaschen. Das Bad und die Küche darfst du auch nicht mehr benutzen. Sie erhält auch keine Kohlen mehr zum Heizen. In die Kirche darf sie auch nicht mehr gehen. Auch das haben die Kinder ihr verboten.

Als sie ihre Tochter in K. besuchte, hat sie sich an den dortigen Pfarrer gewandt mit ihren Sorgen und um Hilfe gebeten.
Bei ihrer Tochter in K. würde sie gerne bleiben, aber der Wohnraum ist zu klein.
Nun würde sie gerne in ein Altersheim ziehen. So, das wäre es! -

Nun, ihr Ältesten, was sagt ihr dazu? Ihr meint, es ist alles erlogen? So überzeugt euch von dem Vorfall! Was aber sagt die Bibel dazu? Ihr solltet sie doch kennen? Darf diese Familie noch länger bei den Zeugen Jehovas sein?
Oder ist es ein Grund, den Mann wegen seiner Tatkraft zum Ältesten vorzuschlagen?
-E.B.T.-.

Geschrieben von Drahbeck am 27. September 2007 15:25:19:

Als Antwort auf: Re: Eine Horrormeldung - Oder ein Tatsachenbericht??? geschrieben von Drahbeck am 13. September 2007 03:23:14:

Zu dem nachfolgenden aus der CV 226 entnommen Bericht, meinerseits die Anmerkung. Ich kenne den Fall persönlich nicht.
Ich kenne aber sehr wohl der Zweckthese aus Zeugenkreisen, alles in selbiger sei „erfunden". Ich mache mir durchaus nicht alles von der CV zu eigen. Aber der überwältigende Eindruck spricht jedenfalls dafür, dass genannte Zweckthese eine reine Schutzbehauptung ohne sachlich begründete Substanz ist. Wie gesagt den nachfolgend geschilderten Fall kenne ich nicht persönlich. Bis zum Beweis des Gegenteils hat er allerdings für mich den Geruch, eben nicht widerlegt zu sein. Einer Antreiberorganisation traue ich vieles zu, nur nicht sonderlich viel „Gutes".

Es sei da als eines von vielen Beispielen nur der Fall Clarisse Greutmann aus dem zweiten Raymond Franz-Buch verwiesen. Der ist bis heute nicht widerlegt, dieweil es nichts zu widerlegen gibt.
Schon Josy Doyon davor brachte es in ihrem Buch „Hirten ohne Erbarmen" dergestalt auf den Punkt, dass sie sagte:

Nach solchen Begegnungen fing ich mich immerhin an zu fragen, ob nicht die Neue-Welt-Gesellschaft, diese «rettende Arche Noah unserer Zeit», bedenkliche Lecks aufweise. Und ich fing an, Schwestern und Brüder zu verstehen, die es für besser ansahen, sich wieder in die Fluten der alten Welt zu stürzen, anstatt zusehen zu müssen, wie ihnen innerhalb der Arche das Wasser bis zum Halse stieg. Das Hauptleck, das ich allgemach selbst entdeckte, war die Wahrnehmung, dass unsere wunderbare Wachtturmorganisation vergessen hatte, liebende Vorkehrungen für ihre Alten und Kranken oder Armen zu organisieren. Sie, die sich doch eines so einmaligen Organisationstalentes rühmte!

Vollends bewies mir das das Musterbeispiel eines alten Bruders. Erst hatte er sein ganzes Leben und Vermögen dem Werk geopfert. Er hatte gepredigt und sich aller Mittel entäussert, bis er alt wurde. Plötzlich wurde aber seine Frau krank und zwar so, dass sie die Versammlungen nicht mehr besuchen konnte. Auch im Haushalt war sie nicht mehr fähig, etwas zu leisten. Mit der Zeit geriet sie ganz in Vergessenheit, weil man sie nicht mehr zu sehen bekam. Der alte Bruder, der noch immer in seinem Beruf tätig war, wandte sich an verschiedene Schwestern um Hilfe. Aber man bedauerte und sagte, man könne unmöglich beistehen, der Predigtdienst gehe vor. Harmagedon stehe vor der Tür und man müsse vorher die Botschaft vom aufgerichteten Königreich auf dem ganzen Erdkreis predigen. So habe es doch Jesus geboten.

Schliesslich blieb dem Zeugen nichts anderes übrig, als sich an die «verdammte, alte Welt» zu wenden. Die Kirchgemeinde schickte eine Gemeindehelferin, welche seine Frau pflegte und auch ihm stets eine Suppe auf den Herd stellte, dass er wieder ungehindert seiner Arbeit nachgehen konnte, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Er hatte ja sein Vermögen der Gesellschaft zufliessen lassen, statt für sein Alter vorzusorgen. In dieser bitteren Zeit gingen dem Mann die Augen für die wunderbare Organisation auf. Er sagte mir, als er von all diesen Dingen erzählte:
«Nun hat die Kirche glühende Kohlen auf mein Haupt gesammelt. Meine Brüder haben mich liegen lassen, samt meiner Frau, und die Kirche, die ich bis anhin mitsamt den ändern Zeugen als Lügnerin und Heuchlerin bezeichnete, hat mir geholfen, wie der barmherzige Samariter. Ich gehe zurück zur Kirche.»

Kaum aber erfuhren die leitenden Brüder, was für eine «Schmach» ihnen der alte Bruder angetan habe, indem er von ihren «reinen Quellen der Wahrheit» zur «Hure Babylon» übergelaufen sei, da sprachen sie bei ihm vor, nahmen ihn ins Verhör und schlössen ihn dann aus.

DER GEBURTSTAGSSPION IM KRANKENHAUS
WIE SICH DIE WTG UM IHRE ALTEN UND KRANKEN KÜMMERT
Hanna war eine einfache Frau, die unauffällig und bescheiden dahinlebte. Nach 40 Jahren Ehe war sie vor kurzem Witwe geworden. Auch Kinder oder Verwandte besaß sie keine mehr, so daß Hanna sich sehr einsam fühlte.
Eines Tages bekam sie Besuch von einem jungen Zeugenehepaar, fand Gefallen an dem, was die beiden erzählten. Es wurde ein Heimbibelstudium vereinbart, das nach acht Monaten mit ihrer Taufe endete.

Aber als getaufte Zeugin mochte es nicht so recht klappen (vor allem mit dem Predigtdienst), auch nicht mit der so erhofften freundlichen Gemeinschaft mit Zeuginnen ihres Alters und so fand sich Hanna bald unter der Kategorie "Ferner liefen ..." in der Versammlung wieder und wurde in eine Studiengruppe versetzt, die weit von ihrem Wohnort (etwa 20 Minuten mit dem Bus) entfernt lag. Auch im Winter bei Schnee und Glatteis mußte sie dies in Kauf nehmen. Eines Abends rutschte sie aus und zog sich einen komplizierten Beinbruch zu. Zwei freundliche Frauen, die gerade von der Volkssolidarität unterwegs waren, fanden Hanna im Dunkeln am Straßenrand liegen und brachten sie in ein Krankenhaus, wo Hanna nun mehrere Wochen verbringen mußte.

Woche um Woche verging und niemand von den Zeugen ihrer Versammlung besuchte sie, obwohl Hanna mehrmals an einige Zeugen geschrieben hatte und um Besuch gebeten, Aber die zwei Frauen von der Volkssolidarität kamen einige Male zu Besuch, brachten ihr einiges Notwendige für ihren Krankenhausaufenthalt und versuchten sie aufzumuntern. Sonst wäre es auch kaum erträglich gewesen nur immer zuzusehen, wenn die anderen Frauen aus dem Zimmer Besuch bekamen und sie selbst blieb allein. Es wurde Hanna vieles klar, was ihren neuen Glauben betraf, obwohl sie es nicht recht wahrhaben wollte, aber Zeit zum Nachdenken war ja genug da. Ja - wie sagt man so schön:

"In der Not erkennst du deine wahren. Freunde" und so war es konkret hier in diesem Fall.
Wie es im Krankenhaus nun einmal ist - man vertreibt sich die Zeit mit Lesen, Gesprächen mit den Zimmernachbarn usw. So tauscht man auch Lesestoff untereinander aus und da war auch ein CV-Heft dabei, was Hanna in die Hände bekam. Eigentlich ist es ja für Zeugen Jehovas verboten, CV zu lesen, so wie ihr Studienleiter es immer sagte, aber es war wirklich interessant für Hanna, was darin stand, besonders wenn man dabei genug Zeit zum Nachdenken hat. So war auch ein Artikel dabei, der enttäuschte Zeugen darauf hinwies, es auch mit einer anderen Freizeitbeschäftigung zu versuchen, wie z. B. etwas im gesellschaftlichen Bereich, oder in einer anderen Glaubensrichtung und daß man da auch ein zufriedenes, ausgefülltes Leben führen kann, ohne unbedingt Zeuge sein zu müssen.

Nun nach den ersten vier Wochen im Krankenhaus hatte Hanna Geburtstag und bekam kleine Geschenke, Blumen und Glückwunschkarten von den Frauen aus dem Zimmer, der Volkssolidarität, ihrem ehem. Betrieb und Besuch von einem Ältesten aus der Versammlung, womit Hanna schon gar nicht mehr gerechnet hatte. Aber er gratulierte ihr nicht zum Geburtstag, sondern machte Hanna Vorhaltungen wegen der Blumen und Geburtstagskarten. Er war nämlich von der Versammlung geschickt worden, um nach dem "Rechten" zu sehen.

Alles, was folgt, läßt sich denken. Zwei Wochen nach ihrer Krankenhausentlassung fand eine Rechtskomitee - Verhandlung statt, wo Hanna wegen ihrer "Geburtstagsfeier" im Krankenhaus ausgeschlossen wurde wegen Verstoß gegen die Weisungen der WTG.

Aber Hanna ist heute nicht mehr allein. Sie ist Mitglied in einer Gemeinschaft der evangelischen Kirche, hat dort viele echte Freunde gewonnen und besucht auch regelmäßig Veranstaltungen der Volkssolidarität und feiert natürlich nach wie vor - ohne jetzt Angst vor Bespitzelungen seitens der Zeugen haben zu müssen - ihren Geburtstag, in Ruhe und Frieden, denn sie hat erkannt, wer ihre wahren Freunde sind.

Geschrieben von Frau von x am 01. September 2007 21:51:

Wachtturmstudienartikel für den 2.September 2007

Thema: WERDEN WIR 'BESTÄNDIG DURCH DEN GEIST WANDELN'?

"... Wenn wir 'beständig durch den Geist wandeln', bewegt uns Gottes wirksame Kraft dazu, Jehova zu gehorchen. ...

Weisen wir daher jede Form der Abtrünnigkeit zurück, damit unser Verhältnis zu unserem himmlischen Vater gefestigt bleibt. ...

Als Jesu Nachfolger sind wir an der Liebe zueinander zu erkennen ...

Zu der einzig wahren Bruderschaft zu gehören ist eine weitere Quelle der Freude ... Unsere Königreichshoffnung und das große Vorrecht, die gute Botschaft zu verkündigen, erfüllen uns mit Freude ...

Der Glaube ... 'ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht'(Hebräer 11:1). Wer Glauben hat, für den ist alles, was Jehova verheißen hat, so gut wie geschehen. Der überzeugende Beweis für die unsichtbaren Wirklichkeiten ist so stark, dass der Glaube daran diesem Beweis gleichgesetzt ist. ...

Wer durch den Geist wandelt, ist auch ein eifriger Königreichsverkündiger ... Wer sich vom heiligen Geist leiten läßt, ermuntert auch andere im Dienst für Jehova ..."

___________________________________________________________

Hallo Manfred, wie können wir dir helfen deinen Traum zu verwirklichen? Kann man dieses Buch besorgen, oder muß man den Text von O.Mahrun abschreiben? Wie müssen wir uns das vorstellen?

Geschrieben von Bluna am 02. September 2007 14:00:40:

Hallo liebe Mitstreiter,

aus "technischen" Gründen werde ich in den nächsten Wochen nicht online sein können.
Also macht Euch keine Sorgen, wenn Ihr nichts von mir hört.
Ich bin ja sowieso keine eifrige Schreiberin, da fällt es kaum auf.
Ich denke an Euch, ich werde Euch vermissen, und ich komme wieder!
Liebe Grüße an Alle,

Bluna

Geschrieben von Frau von x am 02. September 2007 15:37:35:

Als Antwort auf: Pause geschrieben von Bluna am 02. September 2007 14:00:40:

Danke Bluna, für deine Nachricht. Ich hoffe, daß die Wochen schnell für dich vergehen. Für uns war die Zeit der Pause nicht leicht, sicher wird es dir auch so gehen. Wir freuen uns darauf "bald" wieder von dir zu hören. Bis dahin alles Gute, halte durch

Grüße auch von meinem Mann.

P.S. Manfred, dein (Alb)Traum geht uns nicht aus dem Kopf. Müssen noch Vorbereitungen treffen, melden uns, wenn es soweit ist.

Geschrieben von Jochen am 03. September 2007 23:56:

Als Antwort auf: Wachtturmstudienartikel für den 2.September 2007 geschrieben von Frau von x am 01. September 2007 21:51:

hallo

so wie du das darstellst hatte der artikel eigentlich sein Thema verfehlt.
gab es denn da überhaupt aussagen über den "Geist" - obwohl ich mir schon denken kann, das die Dinge die du angeführt hast dann als Zeichen dargestellt werden, und zwar als positive, ob man denn nun sich vom Geist leiten lässt oder nicht....

LG

Geschrieben von Frau von x am 04. September 2007 11:22:04:

Als Antwort auf: Re: Wachtturmstudienartikel für den 2.September 2007 geschrieben von Jochen am 03. September 2007 23:56:

Hallo Jochen!

>gab es denn da überhaupt aussagen über den "Geist" ...<


"Es ist möglich, Befürchtungen, gegen Jehovas heiligen Geist zu sündigen, zu zerstreuen. Man muss nur beachten, was der Apostel Paulus sagte: 'Wandelt beständig durch den Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches überhaupt nicht vollbringen' (Galater 5:16). Wer sein Leben vom Geist Gottes bestimmen lässt, wird fleischlichen Begierden nicht erliegen (Römer 8:2-10).

Wenn wir 'beständig durch den Geist wandeln, bewegt uns Gottes wirksame Kraft dazu, Jehova zu gehorchen. ... Die Frucht des Geistes wird im Umgang mit unserem Ehepartner, unseren Kindern, unseren Brüdern und Schwestern und anderen sichtbar.

Wenn wir, 'was den Geist betrifft, vom Standpunkt Gottes aus leben', können wir von Sünde abstehen (1.Petrus 4:1-6). Solange wir unter dem Einfluss des Geistes stehen, begehen wir bestimmt keine Sünde, die nicht vergeben werden kann. Aber wie werden wir sonst noch gut beeinflusst, wenn wir beständig durch den Geist wandeln?

Weil wir durch den heiligen Geist wandeln, können wir zu Gott und zu seinem Sohn ein enges Verhältnis bewahren. Paulus schrieb an seine Brüder in Korinth über Geistesgaben: '[Ich] möchte ... euch [frühere Götzendiener] wissen lassen, dass niemand, wenn er durch Gottes Geist redet, sagt: >Jesus ist verflucht<, und niemand kann sagen: >Jesus ist Herr!<, ausgenommen durch heiligen Geist' (1.Korinther 12:1-3). Jede Art Geist, die einen Menschen dazu bringt, Jesus zu verfluchen, kann nur von Satan, dem Teufel, ausgehen. Da wir durch den heiligen Geist wandeln, sind wir überzeugt, dass Jehova Jesus von den Toten auferweckt und ihn über alle Geschöpfe erhöht hat (Philipper 2:5-11). ...

Dazu kommt es jedoch nicht, wenn wir durch heiligen Geist wandeln. ...

Paulus ... erklärte: ... 'Wenn wir durch den Geist leben, lasst uns auch weiterhin durch den Geist ordentlich wandeln' (Galater 5:19-21, 24,25). Welche Eigenschaften ruft Gottes wirksame Kraft in denen hervor, die ihr Leben vom Geist bestimmen lassen? 'Die Frucht des Geistes', schrieb Paulus, [ist] Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung' (Galater 5:22,23). Befassen wir uns jetzt mit diesen Bestandteilen der Frucht des Geistes.

Liebe - ein Bestandteil der Frucht des Geistes - geht einher mit tiefer Zuneigung und selbstloser Sorge um andere, begleitet von liebevoller Anhänglichkeit. ...

Wenn wir uns vom heiligen Geist leiten lassen, lieben wir Gott, unsere Brüder und Schwestern sowie andere. ...

Frieden - ein weiterer Bestandteil der Frucht des Geistes - ist ein Zustand der Ruhe und der Ungestörtheit. ...

Der Frieden, den Jesus seinen Jüngern gab, verlieh ihnen innere Ruhe und zerstreute ihre Befürchtungen. Den Frieden verspürten sie besonders, als sie den verheißenen heiligen Geist erhielten (Johannes 14:26). Unter dem Einfluss des Geistes und als Antwort auf unsere Gebete verspüren wir heute den unvergleichlichen 'Frieden Gottes', der Herz und Sinn beruhigt (Philipper 4:6,7) Überdies fällt es uns mit der Hilfe des Geistes Gottes leichter, im Umgang mit Brüdern und anderen ruhig und friedsam zu bleiben ... .

... Wenn wir weiterhin durch den Geist wandeln, fällt es uns noch leichter, freundlich zu sein. ...

Der Glaube - auch zur Frucht des Geistes gehörend - 'ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht' (Hebräer 11:1). ... Diese Art Glauben ist bei uns zu sehen, wenn wir weiterhin durch den Geist wandeln.

Wir müssen uns auf den Geist Gottes stützen, dann können wir uns von den glaubenszerstörenden Weken des Fleisches, dem Materialismus und den Irrlehren distanzieren ... . Der Geist Gottes erzeugt in Jehovas Dienern heute einen Glauben, wie ihn Zeugen der vorchristlichen Zeit und andere in der Bibel erwähnte Zeugen hatten (Hebräer 11:2-40). ...

Geistig Befähigte sind angehalten, diejenigen, die einen Fehltritt begehen, 'im Geist der Milde zurechtzubringen (Galater 6:1). ... Es gelingt uns, Mit Milde vorzugehen, wenn wir beständig durch den Geist wandeln, und uns beherrschen.

... Eigentlich können sich alle, die sich vom heiligen Geist leiten lassen, beherrschen und dadurch Unmoral, eine ordinäre Sprache und sonst etwas vermeiden, was zu Jehovas Mißbilligung führen könnte. Wenn wir dem Geist Gottes gestatten, in uns Selbstbeherrschung zu erzeugen, werden andere dies an unserer Sprache und an unserem Verhalten bemerken.

Wer durch den Geist wandelt, ist auch ein eifriger Königreichsverkündiger (Apostelgeschichte 18:24-26) ... Wer sich vom heiligen Geist leiten lässt, ermuntert auch andere im Dienst für Jehova (Philliper 2:1-4) Möchten wir das nicht alle?

Da Satan die Welt beherrscht, ist es nicht leicht, durch den Geist zu wandeln (1.Johannes 5:19). ... Und wir können weiterhin auf den gerechten Wegen unseres Gottes gehen, der und liebevoll heiligen Geist gibt. ..."

___________________________________________________________

Danke für deinen Hinweis!!! Deine Schlußfolgerung war richtig.

Geschrieben von Frau von x am 03. September 2007 11:48:51:

Ausgeglichenheit erforderlich?

WT vom 15.Juli 2007 S.13-15

Thema: BARSILLAI Er kannte seine Grenzen

"Der Bericht über Barsillai verdeutlicht, wie wichtig Ausgeglichenheit ist. Einerseits sollten wir ein Dienstvorrecht nicht deshalb ablehnen oder gar nicht erst danach streben, weil wir ein bequemes Leben führen möchten oder uns für unfähig halten, Verantwortung zu übernehmen. ...

Andererseits müssen wir unsere Grenzen kennen. Nehmen wir einmal an, jemand hat bereits viele theokratische Aufgaben. Ihm ist bewußt, dass er biblische Verpflichtungen - wie die Verpflichtung, für seine Familie zu sorgen - wahrscheinlich vernachlässigen müsste, wenn er weitere Aufgaben übernehmen würde. Wäre es da nicht ein Zeichen von Bescheidenheit und Vernunft, momentan darauf zu verzichten? ...

Barsillai gibt uns ein nachahmenswertes Beispiel, über das wir nachdenken sollten. Er war treu, mutig, großzügig und bescheiden. Und das Wichtigste: Er stellte unbeirrt die Interessen Gottes den eigenen voran (Matthäus 6:33)."

Läßt der letzte Satz einem wirklich die Wahl? Vor allem wenn neben diesen Absätzen eine Landkarte abgedruckt ist und daneben als Erlärung steht: "Der 80-jährige Barsillai unternahm eine anstrengende Reise, um David zu unterstützen."

Geschrieben von schmellie am 04. September 2007 11:55:16:

Als Antwort auf: Ausgeglichenheit erforderlich? geschrieben von Frau von x am 03. September 2007 11:48:51:

hallo,

"Ihm ist bewußt, dass er biblische Verpflichtungen - wie die Verpflichtung, für seine Familie zu sorgen - wahrscheinlich vernachlässigen müsste, wenn er weitere Aufgaben übernehmen würde. Wäre es da nicht ein Zeichen von Bescheidenheit und Vernunft, momentan darauf zu verzichten? ..."

worauf jetzt genau ??? Auf die Familie und deren Glück oder auf seine ("neuen") Aufgaben ?
Wobei für mich die Antwort ja klar ist.
lg
schmellie

Geschrieben von schmellie am 03. September 2007 17:14:00:

Stimmt vollkommen , wenn ein neues Gesicht anwesend ist wird demjenigen äußerst großzügig Interesse bekundet.
Ich bin Langzeitinteressierte (8 Jahre gewesen !!)und mir war das schon immer sehr unangenehm! Freundlichen Besuch bekomme ich immer noch wobei nicht vergessen wird mich aufmerksam zu machen auf einen Vortrag der bald kommt und um welches Thema es sich handelt. Wie langweilig es ist doch eh , ja wirklich immer das gleiche dabei . Den Wachturm habe ich noch nie gerne gelesen , das ist für mich ein Traktat voller Eigenlob ! Meine Güte , ich bin froh auch nicht mehr Interessierte zu sein , habe mich schliesslich auch einsäuseln lassen und das bewusst !
Heute besuche ich ab und zu die freie ev. Gemeinden die sind noch ein bisschen humaner im Umgang mit Ihresgleichen.
Aber höchstwahrscheinlich ende ich als Atheist und habe somit keine "Hoffnung" lt. JZ. Naja Schau mer mal
lg
schmellie

Geschrieben von Andre am 04. September 2007 10:30:18:

Als Antwort auf: zur manipulation erzogen usw. geschrieben von schmellie am 03. September 2007 17:14:00:

"Aber höchstwahrscheinlich ende ich als Atheist und habe somit keine "Hoffnung" lt. JZ. Naja Schau mer mal"

Hallo schmellie,

natürlich hast Du als Atheist (wenn Du Dich dahingehend entwickeln solltest) keine "Hoffnung". Denn als Atheist wirst Du wohl kaum glauben, dass Gott etwas vorhat. Aber keine "Hoffnung" laut ZJ? Meine bisher gewonnene Einsicht: Die "Hoffnung" der ZJ gründet sich auf eine Manipulation - im Grunde verkauft ihnen die WTG eine Hoffnung, die gar keine Hoffnung ist. Sie verspricht ihnen das Überleben in Harmagedon, nun jeder Mensch wird Harmagedon überleben (ganz egal ob Atheist, Buddhist, Christ, Agnostiker, Gnostiker, Islamist, usw.). Sie verspricht Ihnen, dass sie 1000 Jahre im Paradies leben werden um nach und nach zur Vollkommenheit zu gelangen, nun jeder Mensch wird diese 1000 Jahre im Paradies verbringen um nach und nach zur Vollkommenheit zu gelangen. Die WTG verkauft ihren "nackten" Anhängern unsichtbare Kleider, wie des Kaisers neue Kleider. Alle Menschen laufen "nackt" rum, aber ZJ glauben, angezogen zu sein. Das unterscheidet sie von anderen Menschen. Da kann nur noch ein kleines Kind rufen: "Aber die ZJ sind doch auch nackt, wie wir!" und der Ruf erschallt ihnen irgendwann...

LG
Andre

Geschrieben von D. am 04. September 2007 10:39:27:

Als Antwort auf: Re: zur manipulation erzogen usw. geschrieben von Andre am 04. September 2007 10:30:18:

„Die WTG verkauft ihren "nackten" Anhängern unsichtbare Kleider, wie des Kaisers neue Kleider. Alle Menschen laufen "nackt" rum, aber ZJ glauben, angezogen zu sein. Das unterscheidet sie von anderen Menschen. Da kann nur noch ein kleines Kind rufen: "Aber die ZJ sind doch auch nackt, wie wir!" und der Ruf erschallt ihnen irgendwann..."

Der Ruf ist schon erschallt ...
Die neuen Kleider der Zeugen Jehovas!

Geschrieben von X am 03. September 2007 22:37:

Als Antwort auf: zur manipulation erzogen usw. geschrieben von schmellie am 03. September 2007 17:14:00:

Hallo schmellie,

falls du etwas lesen möchtest (Auszüge)

"Steven Hassan: Die wichtigsten Anwerbemethoden

Es gibt drei grundlegende Methoden der Annäherung:
durch einen Freund oder Verwandten, der bereits Mitglied in der Gruppe ist, durch eine Fremden, der sich mit einem anfreundet (oft vom anderen Geschlecht), oder durch eine von der Sekte gesponserte Veranstaltung, z.B.einen
VORTRAG, Symposium oder Film. ...

Es ist wichtig zu erkennen, daß eine Anwerbung nichts ist, was einfach passiert. Vielmehr ist es ein Prozeß, der einem durch andere aufgezwungen wird. ...

Der Werber versucht nun, alles über den zu Werbenden in Erfahrung zu bringen ... Je mehr Informationen er entlocken kann, desto besser werden seine Chancen, den Betreffenden zu manipulieren. Der Werber legt sich eine Strategie zurecht, wie er die Zielperson Schritt für Schritt in die Gruppe locken kann. Dazu können etwa gehören: überschwengliches Lob und Schmeicheleien, Bekanntmachen mit einem anderen Mitglied mit ähnlich gelegenen Interessen und einem ähnlichen Hintergrund, bewußte Täuschung über die Gruppe, Ausweichmanöver, um Fragen nicht zu beantworten. ..."
Parsimony.22458

schmellie, dein Beitrag ist kein "Re", ich nehme an, er wurde dadurch ausgelöst ?

Parsimony.23340

Zu Hassan vergleiche bitte UNSER KÖNIGREICHSDIENST April 2007:

Parsimony.23347

>Aber höchstwahrscheinlich ende ich als Atheist und habe somit keine "Hoffnung" lt. JZ.<

Keine Hoffnung?

Keiner hat Weisheit gepachtet und schon gar nicht Brooklyn.
Wenn es Gott gibt, brauchen wir nicht viel mehr tun als halbwegs vernünftig mit dem Nächsten umzugehen.
Ein menschlicher Vater wird doch sicher nicht von seinen Kindern verlangen, daß sie ihm was beweisen. Wir müssen genug durchmachen.
Wenn es einen liebevollen himmlischen Vater gibt dann erhoffe ich Gutes, nicht Böses.

>Naja Schau mer mal<

Ganz genau! :-)

Viele Grüße!

_______________________________________________________

Hallo "+",

war seit längerer Zeit mal Leser bei IL.
Super, deine Reaktion auf Nils, als er zu den früheren WTG-Erziehungsmethoden seine Ablehnung zum Ausdruck brachte.
Ich denke es war nicht "Lovebombing" (grins), dein Posting wirkte glaubhaft.
Die Reaktionen der Nachfolger waren auch spitze.
Er nimmt so etwas Positives von euch mit.

>Gläubige Menschen die viel alleine sind, befinden sich oft ständig im Dialog mit Gott<
Parsimony.23627

Interessant, der obige Satz.

Ansonsten freut es mich, dir mal helfen zu können.

>Wieso gelingt es der Wachtturm Gesellschaft das eine Gläubige Person aufhört nach der Wahrheit zu suchen?<
Parsimony.23627

Weil die Wachtturmgesellschaft der Person sagt:

"Wir besitzen die Wahrheit, und wir wissen das"

KÖNIGREICHSDIENST August 1971
Parsimony.23584

;-)

LG

Geschrieben von + am 03. September 2007 18:41:06:

Als Antwort auf: zur manipulation erzogen usw. geschrieben von schmellie am 03. September 2007 17:14:00:

Hallo schmellie!

Das ist genau das was ich gerade sagte.

Parsimony.23627

Ich weiß natürlich nicht wie es bei Dir war.
Aber Angenommen der Wohnungsinhaber befindet sich im ständigen Dialog mit seinem Gott.
Was bringen die Zeugen des Wachtturms dem Wohnungsinhaber als erstes bei?

Das der Wohnungsinhaber den falschen Gott angebetet hat.
Irgendwann Mal nimmt der Wohnungsinhaber sein Kreuz von der Wand und stellt seinen Dialog mit Gott ein.
Jetzt weiß er nicht mehr ob er denn damals nicht mit einem Teufel sprach.
Sein einstmals gutes Vertrauensverhältnis zu Gott ist zerrüttet und wird von der Wachtturm Gesellschaft durch ein Sündhaft beladenes schlechtes Gewissen ersetzt.

Fortan wird das Gottbild des Wohnungsinhabers durch Vernichtungsängste und Leistungsdruck geprägt.

Ob sich die hier angeführten Beispiele wirklich so zugetragen haben wissen wir nicht.

Parsimony.23618

Ich wäre mir aber heute auch nicht mehr so sicher ob diese Menschen in Wirklichkeit nicht von Gott weggezogen wurden.

„Der Gott, der die Welt und alles, was darin ist, gemacht hat, dieser, der der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind,"
(Apostelgeschichte 17:24)

Geschrieben von schmellie am 04. September 2007 11:28:46:

Als Antwort auf: Re: zur manipulation erzogen usw. geschrieben von + am 03. September 2007 18:41:06:

Hi,
also ich wollte natürlich ein "RE" machen und kein eigenes Thema eröffnen... is nich so schlimm oda ?

genau so erging es mir in der frühen Anfangsphase, ich habe ein Haufen CDs weggeschmissen sowie mehrere Bücher weil icheben in einem Gespräch mit zwei JZ darauf aufmerksam gemacht wurde dass man sich so Dämonen ins Haus holt (meine Güte war ich dumm ! )
In der Anfangsphase habe ich übrigens mit einem Ältesten studiert aber das war mir zu streng regelmentiert !! Nach zwei Jahren warf ich das Handtuch bis eines Tages eine junge "moderne" JZ vor meiner Tür stand , ich fing wieder an zu studieren. Sie hatte eigentlich ihre Sache gut gemacht, es ändert jedoch nichts an der Tatsache wie der WT geschrieben ist !! Mein Hauptproblem war jedoch dass ich vor der Taufe oder zur Taufe anerkennen muss das der "treue und verständige Sklave" (sorry könnte gerade abko**)das Sprachrohr von oben ist ! Genauso habe ich diese Klausel verstanden !! Ich kann einfach dazu kein ehrliches JA geben.
Der Vorschlag seitens meiner treuen JZ Freundin bestand darin weitere Bücher zu studieren um meine Erkenntnis zu vertiefen , die Wahrheit weiter in mich aufzunehmen . Vielleicht habe ich ja eines Tages ein Sinneswandel in mir :-)
Atheisten: leben einfacher !
Na Schmarrn , ich glaube immer noch an Gott und Jesus und das hier irgendwann auf Erden rein Schiff gemacht wird aber für mich bitte ungetauft und hoffentlich als guter Mensch überlebensfähig.
lg
schmellie

Geschrieben von schmelie am 04. September 2007 11:37:00:

Als Antwort auf: Re: zur manipulation erzogen usw. geschrieben von schmellie am 04. September 2007 11:28:46:

fällt mir doch noch was ein...
war ich mal beim Buchstudium ....später gab es Wein ....unbefangen sag ich "prost" ....sagt mir doch ein JZ leise ins Ohr das ist hier nicht üblich ...wegen Geister?? -Habs vergessen weil es so doof war !!
am Abend bei der Verabschiedung erzählte mir dann die Dame des Hauses das sie bei einem Homöopathen war und er sie von verschiedenen Dingen geheilt hat . Mit esoterischen Mitteln übrigens ....ich war so sprachlos!! Aber Prost sagen ist verboten.
"Bachblüten sowie Japanische Kristallalgen gehören eindeutig zum natur/esoterischen Kreis"

Das nur mal so am Rande...erzählt
lg schmellie

Geschrieben von Andre am 04. September 2007 12:05:31:

Als Antwort auf: Re: zur manipulation erzogen usw. geschrieben von schmelie am 04. September 2007 11:37:00:

Hallo schmellie,

zu den Bachblüten fällt mir ein: beim Surfen bin ich auf eine Internetseite eines christl. Arztes gelandet (kein ZJ), der auch gegen Homöopathie wetterte, dass dies alles dämonisch ist usw. Mit Links zu einer anderen christl. Site, in der auf die ganzen Gefahren hingewiesen wurde mit Lebensberichten und wie gefährlich alles ist.

Dazu fällt mir dann spontan ein, dass damals das Fleisch in den Götzentempeln zur Zeit der ersten Christen auch in heidnischen Ritualen geopfert wurde. Über das Fleisch wurden bestimmt auch irgendwelche magischen Sprüche oder Formeln gesprochen, bevor es den Götzen geopfert wurde. Aber anscheinend sind die ganzen Götzen Vegetarierer, denn anschließend wurde das geopferte Fleisch auf dem Fleischmarkt verkauft. Viele Tempel hatten auch eine Art angeschlossenen Restaurantbetrieb, in denen auch die ersten Christen essen gingen und das den Götzen geopferte Fleisch aßen.

Wie Paulus sagte, das Fleisch bleibt Fleisch, auch wenn es Götzen geopfert wurde und selbst wenn darüber magische Formeln benutzt wurden. Deshalb wurde das Fleisch nicht von Dämonen besessen und konnte auch keinen Menschen mit einem Dämonen in Verbindung bringen. Fleisch blieb Fleisch.

So ist es auch bei den ganzen Homöopathischen Präparaten. Die ganze Aufregung und Argumentation dieser oben erwähnten Christen ist völlig idiotisch, wenn man sich mit den Argumenten des Paulus beschäftigt. Egal welchen Ritus Homöopahten auch Anwenden mögen, die Bachblüten bleiben Bachblüten und die Heilung beruht wohl in großen Teilen auf den Placeboeffekt oder auf eine tatsächliche Wirkung, die überhaupt nichts mit Dämonen oder übernatürlichen Wirkungen zu tun hat.

Allein die Einbildung, dadurch mit Dämonen in Berührung zu kommen, mögen manche Christen zu ihren Erfahrungen gebracht haben. Man darf nicht vergessen, als sich die Naturmedizin entwickelte, hatten die Menschen keine Ahnung von bestimmten medizinischen Wirkstoffen und brachten vieles mit Naturgottheiten in Verbindung, wie eben damals zur Zeit der ersten Christen die Heiden dachten, mit Fleischopfern ihre Götter besänftigen zu können. Da entwickelte man eben den Brauch, bestimmte Pflanzen nur bei Vollmond zu ernten. Das war eben oft auf Aberglauben gegründet.

LG
Andre

Geschrieben von Susi am 31. August 2007 21:52:

halli,hallo ihr lieben alle,
ich brauche eure hilfe ;-)

habt ihr vielleicht schon mal das thema über den namen jehova gehabt? brauche soviele infos wie es nur geht :-)

liebe grüsse und schönes woende für euch

susi

Geschrieben von + am 01. September 2007 10:10:

Als Antwort auf: der Name "JEHOVA" geschrieben von Susi am 31. August 2007 21:52:

Hallo Susi!

Ich Antworte Dir.
Wie lange habe ich Zeit?

Geschrieben von Susi am 01. September 2007 17:14:14:

Als Antwort auf: Re: der Name "JEHOVA" geschrieben von + am 01. September 2007 10:10:

Hallo +

das ist sehr nett von Dir (und den anderen).
wie lange Zeit ? grins... ist kein Problem, muss nicht heute und morgen sein ;-)

wie es gerade bei Dir passt ;-)

liebe Grüße
Susi

Geschrieben von + am 02. September 2007 15:07:15:

Als Antwort auf: der Name "JEHOVA" geschrieben von Susi am 31. August 2007 21:52:

´ Hallo susi!

Oft hört man von Jehovas Zeugen das der Name Gottes notwendig ist um von Gott erhört zu werden.
Sie behauptet die Gebete der Kirchen wären nutzlos da sie nicht den Namen Gottes verwenden.

Gibt es jedoch Beweise dass dies nicht so ist?

Unfreiwillig liefert die Wachtturm Gesellschaft diese Beweise selber.
Sie sagt selber dass Gott Gebete erhört obwohl man den Namen Gottes nicht verwendet.
Menschen aller Konfessionen Beten zu Gott und werden von ihm erhört.

Wachtturm 2006 1. 9.

S. 31 Abs. 17 ‘Lasst eure Bitten bei Gott bekannt werden’

Einer Frau, der sie ein Traktat überreichten, traten Tränen in die Augen und sie sagte: „Gestern Abend habe ich zu Gott gebetet, er möge mir jemand schicken, der mir die Bibel erklärt, und ich glaube, das ist die Antwort auf mein Gebet.“

Jahrbuch 1997

S. 44 Weltweiter Bericht

Die Frau sagte: „Ich habe zu Gott gebetet, er möge mir jemand schicken, der mir helfen kann.“ Mit ihr ein Studium zu beginnen war nicht schwierig.

Wachtturm 1970 15. 6.

S. 376 Abs. 24 Der Himmel unterstützt das Predigen des Königreiches

„Heute Nacht habe ich zu Gott gebetet, er möge jemand zu mir schicken, der mir helfen würde, die Bibel zu verstehen.“ Der Zeuge begann mit diesem schafähnlichen Menschen sogleich ein Bibelstudium.

Wachtturm 1980 15. 9.

S. 32 Ihre Anstrengung wurde gesegnet

Sie war gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden und sagte, sie sei mitten in der Hausarbeit; sie habe allerdings gebetet, Gott möge ihr jemanden schicken, der sie trösten könne.“

Wachtturm 1979 15. 10.

S. 15 Abs. 6 In einer gesetzlosen Welt predigen

Und im Zusammenhang damit unterstützen Engel auch die Verkündigung der „guten Botschaft“, denn es kam schon oft vor, daß eine aufrichtige Person Gott um Hilfe bat, und kurze Zeit danach stand ein Zeuge Jehovas an ihrer Tür.

Wachtturm 1970 15. 6.

S. 376 Abs. 23 Der Himmel unterstützt das Predigen des Königreiches

An einem Samstagabend knieten er und seine Frau nieder und beteten zu Gott, er möge, sofern dies seine Wahrheit sei, ihnen jemand schicken, der ihnen seine Wege erkläre. Am nächsten Morgen sprach ein Zeuge Jehovas mit der Königreichsbotschaft bei ihnen vor!

Erwachet 1976 8. 2.

S. 22 Was man von den Kongressen der Zeugen Jehovas lernen kann

Sie kaufte sich also eine Waffe, mit der sie sich erschießen wollte. Aber dann betete sie doch noch erst zu Gott, er möge ihr jemand schicken, der ihr helfe. Am folgenden Tag standen Zeugen Jehovas vor der Tür.

Wachtturm 1970 15. 6.

S. 377 Abs. 25 Der Himmel unterstützt das Predigen des Königreiches

In der Nacht zuvor hatte sie zu Gott gebetet, er möge sie zu seinem Volk führen. Nun bat sie mich, mit ihr ein Bibelstudium zu beginnen, und wollte unbedingt, daß ich sogleich bei ihr eintrete.“

Jahrbuch 1971

S. 278 Berichte aus verschiedenen Ländern (Teil 2)

und erzählte ihm, daß sie gerade am Abend zuvor gebetet hätte, Gott möge jemand zu ihr schicken, damit er ein Bibelstudium mit ihr durchführe, da sie sich so einsam fühle.

Wachtturm 1970 15. 6.

S. 377 Abs. 27 Der Himmel unterstützt das Predigen des Königreiches

Später erzählte sie, daß an dem Tag, an dem die Zeugin Jehovas sie besucht habe, sie sich wegen ihrer vielen Sorgen das Leben habe nehmen wollen. Bevor sie ihren Entschluß jedoch ausgeführt habe, habe sie zu Gott gebetet, er möge doch die Frau zu ihr schicken, mit der sie sich in der Münzwäscherei unterhalten habe, denn vielleicht könne diese ihr helfen. Fast in demselben Augenblick habe es geklingelt, und die Zeugin Jehovas habe vor der Tür gestanden!

Ist das nicht Begeisternd?

Menschen aller Konfessionen Beten zu Gott und werden von ihm erhört.

Menschen die weder die Sonderform des Gottesnamens der Wachtturm Zeugen kennen geschweige denn ihn verwenden.

Das Internet ist voll von Geschichten in denen Menschen erzählen wie Gott ihre Gebete erhört hat.

Geschichten wie diese von Rim Georges:

Ich bemerkte die drei erst, als sie mich schon fast erreicht hatten und der Strandkies unter ihren Füssen knirschte.
Als ich mich umdrehte, sah ich drei junge Männer - Militär Uniformen - ihre Gewehre waren auf mich gerichtet - Angst in mir.
Es brannte Lust in ihren Augen, und plötzlich fühlte ich mich hilflos, allein.
Niemand war hier um mir zu helfen, nur der Feind und ich.
Ich weiß nicht, welche Angst größer war, die dass sie mich töten könnten oder die Angst, dass sie mich vergewaltigen könnten.
Genauso, wie andere Soldaten und Männer es mir angetan hatten.
Das Blut in meinen Adern erstarrte und mein Atem stockte.
Ich musste spüren, wie der feuchtwarme Urin an meinem Bein entlang lief.
Und als die drei mich in meine Hosen pissen sahen, fingen sie an zu lachen.
Sie hatten Spaß und ich Angst.
Du weißt nicht, wie es ist, gedemütigt zu werden, dein Leben an dir vorbeiziehen zu sehen und zu wissen, in einigen Sekunden ist alles vorbei.

So betete ich, ich dachte, es würde mein letztes Gebet auf Erden sein und weil ich betete fing ich an zu weinen.

Aber im nächsten Moment hörte und sah ich eine Granate genau in der Mitte der drei Soldaten einschlagen.
Sie wurden in die Luft gesprengt, in Stücke zerrissen und ihre Fetzen fielen zu Boden.
Nach einiger Zeit des Dahinstarrens, erholte ich mich vom Schock.
Ich stellte fest, ich war ein kühles feuchtes Etwas.
Ihr Blut klebte an meinem Körper, aber nicht an meinen Händen.
Also entschloss ich, mich erneut zu waschen, um ihr Blut und den anderen Dreck loszuwerden.
Nachdem ich vom Wasser gekommen war und die Sonne mich getrocknet hatte, stand ich auf und ging zu den Körperteilen in der Hoffnung, dort etwas Essbares zu finden.
Da war wieder der Gestank von verbranntem Fleisch.
Ich war immer noch mit Furcht erfüllt, aber dennoch ging ich näher an die Toten heran und als ich in eine Jackentasche griff, fand ich ein zerfleddertes Buch und ein Stift.
Es war sein Tagebuch.
Ich riss die beschriebenen Seiten heraus und schrieb meine Geschichte hinein.

Ich hoffe, falls du – egal wer du bist - meine Geschichte findest, dass du weißt, dass der Krieg ein Verbrechen ist.
Ich hoffe, dass du allen meine Geschichte erzählst - deiner Familie, deinen Freunden, der Öffentlichkeit - in der Hoffnung, dass ich in meiner Geschichte weiter leben werde.
Denn ich weiß, ich kann in diesem Krieg nicht mehr überleben.
Ich werde sterben.
Hier am Strand gibt es nichts zu essen, das Wasser ist verseucht.

Ich weiß, dass du auf die drei toten Soldaten zeigen und mich auf den Geruch von gegrilltem Fleisch hinweisen wirst - aber ich bin ein Mensch und kein Tier!
Bitte, wirf meine Geschichte nicht weg, lass mich leben, ich habe das Recht, in Frieden zu leben und zu sterben.

www.interweb.ch/cgi/emailinglist.exe?ShowListEntries&ListNo=5039918849

Geschrieben von Raccoon am 03. September 2007 11:42:50:

Als Antwort auf: Jehova Nur Anschluss unter dieser Nummer? geschrieben von + am 02. September 2007 15:07:15:

Wenn jemand im Gebet darum bittet, die Bibel besser zu verstehen oder getröstet zu werden und als Antwort auf dieses Gebet kommen die Zeugen Jehovas ...

... WER hat dann das Gebet erhört? Gott? Order doch eher jemand anderes?

Geschrieben von Susi am 03. September 2007 13:12:58:

Als Antwort auf: Re: Jehova Nur Anschluss unter dieser Nummer? geschrieben von Raccoon am 03. September 2007 11:42:50:

da die zj TÄGLICH unterwegs sind.. ist es nicht auszuschließen, dass sie leute treffen die gott gerade um hilfe gebeten haben.

und das ist eben die taktik der zj, dadurch das sie JEDEN tag menschen SUCHEN die gerade angeschlagen sind (also hilfe in psychischer hinsicht benötigen)

siehe die vielen beispiele...

in dem sinne lg
susi

Geschrieben von + am 03. September 2007 14:26:21:

Als Antwort auf: Re: Jehova Nur Anschluss unter dieser Nummer? geschrieben von Susi am 03. September 2007 13:12:58:

Wir wissen nicht ob sich diese Situationen überhaupt so zugetragen haben.
Wir wissen auf jeden Fall nicht ob es sich tatsächlich um einen Eingriff Gottes handelte.
Und wenn ich das Beispiel der bedrängten Frau brachte der Gott mit einer einschlagenden Granate Antwortete stelle ich zur Gänze einen Eingriff Gottes in Frage.

Das einzige was wir mit Sicherheit sagen könnten wäre: es handelte sich um Zufall.

Bleiben wir aber bei einer höheren Fügung möchte ich folgende Frage aus meinem persönlichen Erfahrungen stellen:

Gläubige Menschen die viel alleine sind, befinden sich oft ständig im Dialog mit Gott.
Wie hat es also der Wohnungsinhaber gemeint als er sagte er bettete gerade zu Gott?

Die Frage wäre doch interessant ob sich diese gläubige Person nach einem „Bibelstudium" mit den Zeugen des Wachtturms weiter, in einem so ungezwungenen freien Verhältnis zu Gott befindet.
Oder ob nicht die Reglementierung des Gebetes, die formalistische Handhabung des Gebetes (Namen Gottes, im Namen Jesu, Mindestforderungen zu bestimmten Gelegenheiten das Gebet zur Schau zu stellen (z.B. vor dem Essen am Kongress) etc.) und das häufige Beten für den Gläubigen dazu führt das der Wohnungsinhaber sich eher von Gott entfremdet.

Das Gebet wird zu einer geforderten Amtshandlung.
Zwischen die gläubige Person und Gott drängelt sich nun eine Organisation.

Besitzt der Wohnungsinhaber nun die Wahrheit geht ihm sein wichtigstes Element des Glaubensgebetes verloren.
Die Suche nach Gott.
Der Weg zu Gott.
Die Bitte nach Glauben.

Die Frage die sich aus meiner Erfahrung nun Aufdrängt ist:

Wieso gelingt es der Wachtturm Gesellschaft das eine gläubige Person aufhört nach der Wahrheit zu suchen?

Geschrieben von Gerd B. am 03. September 2007 19:29:52:

Als Antwort auf: Re: Jehova Nur Anschluss unter dieser Nummer? geschrieben von + am 03. September 2007 14:26:21:

Es gibt manchmal Erlebnisse wo man glaubt, da hätte eine höhere Kraft mitgewirkt:

Vergangenen Juni: von meinem Haus nur 8 Minuten entfernt ein Teich. Dort hörte ich ganz seltsame Vogelstimmen, die man selbst nicht nachahmen kann. Also war ich enttäuscht, denn ich dachte mir, dass ich nie heraus bekommen werde, wie der Vogel heißt.

Gleicher Tag am Abend. Ich zappte im Fernsehen herum und im Bayrischen TV wurden Vögel gezeigt. Der zweite Vogel der vorgestellt wurde, war mein Gesuchter: ein Drosselrohrsänger.

Wer seine seltsamen Laute hören möchte:

http://www.vogelwarte.ch/home.php?cap=voegel&file=detail.php&lang=d&WArtNummer=4450#

Rechts auf "Stimmen" klicken.

Jedenfalls dachte ich mir im Juni, dass es sowas gibt, noch am gleichen Tag werde ich aufgeklärt...

Geschrieben von Susi am 02. September 2007 21:24:

Als Antwort auf: Jehova Nur Anschluss unter dieser Nummer? geschrieben von + am 02. September 2007 15:07:15:

super, vielen dank deiner mühe.

das zeigt doch deutlich das gott alle gebete erhört und nicht nur deren der zj.
echt super beispiele für argumentationen, da müsste es eigentlich bei den zj klingeln...
aber ich denke die würden so argumentieren: "das steuert gott so, dass sie die wahre religion unter seinem namen (jehova) kennenlernen."

wie kam der name und die anmaßung des namens zj, überhaupt zu stande?

;-) lieb grins susi

Geschrieben von Drahbeck am 03. September 2007 07:57:42:

Als Antwort auf: Re: Jehova Nur Anschluss unter dieser Nummer? geschrieben von Susi am 02. September 2007 21:24:

„wie kam der name und die anmaßung des namens zj, überhaupt zu stande?"

Eine Auseinandersetzung mit den geschichtlichen Hintergründen der Verwendung des Namens Jehova, gibt es unter anderem in der CV Nr. 108
(dort zur zweiten Hälfte des Heftes herunterscrollen. Etwa beginnend mit dem Artikel „Sie nennen sich fälschlicherweise 'Zeugen Jehovas'"
Und noch weitere Artikel in diesem Heft).

Eine der Rubrik „Inhaltlich knapp" zuzuordnende Auseinandersetzung zum Thema, gibt es auch in dem neueren Buch von Martin Doering: „Der schiefe Turm von Brooklyn" (S. 30 - 33).

Von den etwas älteren Büchern (1996) sei hingewiesen auf Eckhard Türk „Die Zeugen Jehovas kommen" S. 103 - 111). Letzteres befindet sich aber nicht mehr im regulärem Buchhandelsangebot. Fallweise kann man dazu doch antquarisch (zumindest zeitweise) noch fündig werden.

Geschrieben von Jochen am 01. September 2007 17:53:27:

Als Antwort auf: der Name "JEHOVA" geschrieben von Susi am 31. August 2007 21:52:

Parsimony.20008

da hatte ich schon mal meinen "Senf" zugegeben - da nannte ich noch einfach "JZ"

danke für die email

Geschrieben von Oskar am 01. September 2007 18:17:06:

Als Antwort auf: Re: der Name "JEHOVA" geschrieben von Jochen am 01. September 2007 17:53:27:

Um das Tetragrammaton richtig zu verstehen, müssen wir zu den alten Völkern und Menschen, d.h. zum Ursprung der Sprache, zurückgehen. Zu Beginn der sprachlichen Entwicklung gab es noch keine komplizierten und langen Wörter mit vielen Vokalen und Konsonanten, die Wörter waren kurz, vielfach sogar einsilbig. Genauso ist das Tetragrammaton zu verstehen. Wenn damals einer die vier Himmelsrichtungen bezeichnen wollte, benutzte er genau jene vier Zeichen um sein Anliegen dem Gesprächspartner verständlich zu machen. Warum alles so komplizieren, wenn es doch so einfach ist?!

Geschrieben von gert am 02. September 2007 18:50:55:

Als Antwort auf: Re: der Name "JEHOVA" geschrieben von Oskar am 01. September 2007 18:17:06:

Warum sagt Gott dann: " ich bin, der ich bin"

Die Aussage lässt doch darauf schlissen, daß Gott an einer Verherrlichung eines Buchstabennames nichts gelegen ist.

Das wäre auch gut so, denn diese Betonung des NAMENS könnte zu einer Urheberechtsdebatte führen, die sowohl ungerecht, als auch sinnlos ist. Ist eine Kirche besonders "erwählt", wenn sie den korrekten Namen Gottes im Mund führt???
Warum?
Hat Gott den korrekten Sprachgebrauch für die Erlangung eines "Himmelreichs" vorgeschrieben?
Warum hat er dann vorwiegend arme und ungebildete Menschen in seinem damaligen Wirkungskreis in Israel erwählt?

Diese "Magie" des Namens bewirkt nichts, sie ist eine Abgötterei, die auch von den Frei-Evangelikalen mit dem namen "Jesus Christus" betrieben wird. All das ist lächerlich, und gehört in die Mottenkiste eines müde geworden Aberglaubens.
Es zählen die TAT und der Geist der Lehre, nicht irgendein Gestokel mit weihevollen Gebetsmurmeleien

Geschrieben von Susi am 01. September 2007 17:35:31:

hallo an alle,
was ich auch sehr heftig finde ist:
wie über jeden einzelnen Buch geführt wird !
genaue Predigtdienst-Stundenzahl !
genaue Zusammenkunftsanwesenheitszahl !
usw.
als wenn Gott was davon hätte !!!
er sieht doch eh von jedem einzelnen was er leistet, also wozu die Buchführung ???
Hat Jesus vielleicht Buch geführt, als er auf der Erde war?

Als wenn das für Gott wichtig wäre ;-)

liebe Grüße
Susi

Geschrieben von Jochen am 03. September 2007 23:39:

Als Antwort auf: Motto der WTG: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! geschrieben von Susi am 01. September 2007 17:35:31:

.... weit entfernt von 2.Kor.9,7:

"Jeder tue so, wie er es in seinem Herzen beschlossen hat, nicht widerwillig oder aus Zwang, denn Gott liebt einen fröhlichen Geber."

Wusstest du das König David in ernsthafte Schwierigkeiten kam, weil er einen Bericht über die Zahl des Volkes Israel haben wollte?
Nachzulesen in 1.Chroniker Kapitel 21.
Gleich der erste Vers zeigt eigentlich, wer den David dazu veranlasst hat, das Volk zu zählen - der "Satan" selber.

Das zählen der Stunden des Dienstes und der Anwesenden bei Votträgen hat nichts mit Christ sein zu tun, wie du es ja zu Recht anprangerst.
Eher mit einer Art von Paranoia, das überspielen von Angst indem man mit Zahlen etwas festhalten vermag - es sind die Zahlen die einen paranoiden Menschen im Leben halt geben mögen.
Die WTG sucht halt in diesen Zahlen, da sie damit ihre Leistung, ja ihre Daseinberechtigung aufzeigen kann, dies insbesondere von ihren Anhängern.
Denn ohne diese - ohne ihren Zahlen - hätte sie keinen Halt und damit keinen Grund zu sein.

Sie hat eben kaum was anderes zum vorzeigen...

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