Michael Jackson
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 26. Juni 2009 07:32
Nun vernimmt man die Kunde vom Tode des Michael Jackson

Über seinen Wert für die Musikszene möchte ich mir kein Urteil erlauben.
Lediglich seine Reise durch die „Weltanschauungslandschaft" ist ja irgendwie skurill.
Mal Zeugen Jehovas-Kreisen entstammend, eine Meldung will gar wissen, dass WTG-Anwesen in Russland, sei zu wesentlichen Teilen von ihm gesponsert worden.
Und dann spätere Meldungen, welche davon berichteten, es habe ihn gar zum Islam hin verschlagen.
Erinnert sei auch an die seinerzeitigen zweideutigen Aussagen in der WTG-Literatur, die wieder mal das Urteil nahelegten, Es gäbe auch in der WTG-Relgion einige, die dann „gleicher als die Gleichen sind", wenn die WTG von ihnen finanziell partizipiert.


Was seinen Zeugen Jehovas-Part anbelangt, siehe auch das Buch seiner Schwester La Toya Jackson „Mein Leben mit dem Jackson-Clan"

Parsimony.8508

Thematisch (verstreute) Meldungen auch in:

ForumsarchivA111

ForumsarchivA126.
ForumsarchivA144
ForumsarchivA154

Re: Michael Jackson
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 26. Juni 2009 17:50
Can You Feel It - Jackson 5
http://www.youtube.com/watch?v=bYPqZlhpbQo&feature=related
Re: Michael Jackson
geschrieben von: frau von K.
Datum: 03. Juli 2009 22:18
interessanter Artikel, vielleicht war das DER Grund seiner zerklüfteten und verkorksten Persönlichkeit. Den Vater sieht man doch ab und an im Fernsehen, der wurde wohl nie zu Rechenschaft gezogen, traurig eigentlich....
Entdeckt ...
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 28. Juni 2009 07:03
„Die Bilder gleichen sich ..."
http://quo-vadis-nak.foren-city.de/topic,1522,30,-missionsarbeit-in-neuem-stil-promotion-fuer-die-nak.html
Der „Shootingstar" (zur Zeit) was Aufrufe auf der Gebhard-Webseite anbelangt
(Offenbar über Suchmaschinen wie Google und Co, dort gelandet).
Parsimony.8508
Senioren als Pioniere in Hilfe-Not-Gebiete?
geschrieben von: Frau von x
Datum: 29. Juni 2009 11:51

Über dieses Thema wurde hier: http://forum.sektenausstieg.net/index.php?topic=18703.0 schon berichtet und erwähnt, daß Briefe in den Versammlungen diesbezüglich vorgelesen wurden oder der KD dazu ermuntert. Der Studien-WT vom 15.APRIL 2009 fragt:

Kannst du
dorthin ziehen,
wo mehr Verkündiger
gebraucht werden?

____________________________
Wir hatten ein schönes Leben
in den Vereinigten Staaten, wollten aber auf
keinen Fall, dass der materialistische Lebensstil
in unserer Umgebung auf uns und unsere
beiden Söhne abfärbt. Meine Frau und ich
waren früher Missionare gewesen und wir
wünschten uns wieder so ein einfaches,
glückliches Leben."

ANGETRIEBEN von diesem Wunsch, informierten Ralph und Pam 1991 verschiedene Zweigbüros darüber, dass sie gern dort mithelfen möchten, wo mehr Königreichsverkündiger benötigt werden. Das Zweigbüro in Mexiko schrieb ihnen, es würden dringend Verkündiger gebraucht, ... . Schon bald sagten Ralph und Pam zu. ...
Ralph erzählt: "... Wir hatten jahrelang darauf hingearbeitet, hatten uns nicht langfristig verschuldet, hatten gespart und als Familie häufig darüber gesprochen, welche Schwierigkeiten auf uns zukommen könnten."
:::
Bald kamen noch weitere Brüder und Schwestern, die mehr tun wollten, unter anderem auch Bill und Kathy aus den Vereinigten Staaten. ...

Ken und Joanne aus Kanada wollten gern ihr Leben vereinfachen und mehr Zeit im Predigtdienst verbringen. Auch sie zogen nach Mexiko. Ken erzählt: "Wir brauchten erst mal Zeit, uns daran zu gewöhnen, dass es an unserem Wohnort tagelang kein Warmwasser, keinen Strom und keine Telefonverbindung gab." Doch der Predigtdienst war die reinste Freude. Binnen Kurzem wurde Ken Dienstamtgehilfe und zwei Jahre später Ältester. ...

Patrick und Roxanne aus Texas waren begeistert, als sie von einem Missionargebiet hörten, dass nicht allzu weit entfernt war und in dem auch noch Englisch gesprochen wurde. ... Innerhalb von fünf Tagen konnten sie ihr Haus verkaufen ... . Für den Lebensunterhalt zu sorgen ist in Mexiko nicht leicht. ...

Auch Jeff und Deb vereinfachten ihr Leben, ... . Sie verkauften ihr geräumiges Haus in den USA und kauften ein kleines Appartement in Cancún an der Ostküste Mexikos. ...
...
:::
Es ist daher herzerfrischend, dass viele Brüder und Schwestern, die in ihrem Glauben aufgehen - ob alt oder jung, verheiratet oder unverheiratet -, bereit sind, dorthin zu ziehen, wo noch Verkündiger gebraucht werden. ... Könntest du Änderungen vornehmen und dorthin ziehen, wo man deine Hilfe gut gebrauchen kann, ganz gleich ob in deinem Heimatland oder anderswo? ... Wenn dir das möglich ist, warten zahllose Segnungen auf dich!
Hervorhebung von mir

Re: Senioren als Pioniere in Hilfe-Not-Gebiete?
geschrieben von: Conzaliss
Datum: 29. Juni 2009 14:23
Diese "Erfahrungen" habe ich fast immer bezweifelt.
Zu oft habe ich erlebt, dass Erfahrungen zu einem Programmpunkt der WTG "passend gemacht" wurden...
Erwachet! JULI 2009
geschrieben von: Frau von x
Datum: 03. Juli 2009 06:42
S.28/29
Ist es verkehrt,
wenn man den
Glauben wechselt?

Als Avtar anfing, sich mit der Bibel zu beschäftigen, waren
ihre Verwandten, die der Sikhreligion angehören, aufgebracht.
Avtar erklärt: "In meiner Heimat wird man, wenn man seinen
Glauben wechselt, von der Gesellschaft ausgestoßen. ...
Wer einen anderen Glauben annimmt, gilt als jemand, der seine Identität
aufgibt und die eigene Familie verleugnet."

____________________________________________________________
Avtar wurde schließlich eine Zeugin Jehovas. Hätte sie ihren Glauben nicht wechseln sollen? ... Viele denken, dass die Religion, die man von zu Hause mitbekommt, ... nicht gewechselt werden darf.
...
:::
Die Bibel lehrt nicht, dass im Endeffekt jede Religion zu Gott führt. Sie rät ausdrücklich ab, etwas unkritisch zu übernehmen, ...
Wie die Bibel versichert, wünscht Gott, dass wir ihn "wirklich finden" (Apostelgeschichte 17:26, 27). Wenn der Schöpfer das also möchte und wenn man ihn gefunden hat, dann kann es auf keinen Fall verkehrt sein, auch entsprechend zu handeln - selbst wenn das einen Glaubenswechsel bedeutet. Aber was ist mit eventuellen Schwierigkeiten?
:::
Niemand sollte zu religiösen Handlungen gezwungen werden, die er für unvertretbar hält. Und niemand sollte gezwungen werden, sich zwischen seiner Familie und seinem Glauben zu entscheiden. Die Bibel bringt Familien keineswegs auseinander. Sie rät Ehepaaren unterschiedlicher Konfessionen sogar ausdrücklich zusammenzubleiben (1.Korinther 7:12,13).
...

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,28980,29057#msg-29057

Re: Erwachet! JULI 2009
geschrieben von: Belliwell
Datum: 04. Juli 2009 18:56
Man stelle sich Avtar mal in ein paar Jahren vor. Kann ja sein, das sie irgendwann die Nase voll hat und das das alles für sie zu viel wird. Nun steckt sie in der Zwickmühle.

Zur Familie kann sie nicht zurück, denn die hat sie verstoßen. In der Gesellschaft ist sie auch verstoßen und tritt sie aus wird sie von den Brüdern und Schwestern auch verstoßen werden.

Was ist denn das für ein Leben?
Re: Erwachet! JULI 2009 / Junge Leute fragen sich
geschrieben von: Frau von x
Datum: 08. Juli 2009 12:04
S.24-27:
Warum habe ich
Angst, über meinen
Glauben zu reden?

"Ich hatte in der Schule schon super Gelegenheiten, über meinen Glauben zu sprechen, aber ich hab sie nicht gernutzt" (Kaleb).

"Unsere Lehrerin hat uns im Unterricht gefragt, wie wir über Evolutionstheorie denken. Das war natürlich die Chance, von meiner Überzeugung zu erzählen. Aber ich hab einfach kein Wort rausgekriegt. Hinterher hatte ich voll das schlechte Gewissen" (Jasmine).

Ist es dir auch schon so gegangen wie Kaleb und Jasmine? Wahrscheinlich bist du von dem, was du aus der Bibel gelernt hast, begeistert und möchtest mit anderen darüber reden. Doch schon der Gedanke daran versetzt dich in Panik. ...
...
Christopher (14) sagt ganz offen: "Ich hab Angst, die anderen lachen mich aus und erzählen überall herum, ich wäre ein komischer Typ. Kaleb meint: "Ich hatte immer Panik, dass mir jemand eine Frage stellt, die ich nicht beantworten kann."

... Ashley erzählt: "Einige haben so getan, als würden sie sich für meinen Glauben interessieren. Aber dann haben sie mir das Wort im Mund umgedreht und haben mich vor den anderen fertiggemacht."

Mich machen die Aussagen der Jugendlichen sehr betroffen und es tut mir leid unter welchem Druck sie stehen, aber alles was die WTG dazu sagen kann ist:

Solche Situationen können einem ganz schön Angst machen. Allerdings muss man als Christ immer mit so etwas rechnen (...). Nimm deshalb die Herausforderung an, statt dich davor zu drücken.

Denk an die Vorteile. ...
Leg los. ...

WIE DU STARTEN KANNST

Was hast du für den Sommer geplant?"
[Nach der Antwort könntest du erzählen, dass du einen Kongress besuchst oder mehr Zeit fürs Predigen einsetzen möchtest.]
...
:::
Hast du schon eine Vorstellung, was du nach der Schule einmal machen wirst?"
[Nach der Antwort könntest du über deine Ziele im Dienst für Gott sprechen.]

ETWAS ZUM NACHDENKEN

Könnte auch jemand an deiner Schule so denken?
"Ich weiß, dass du ein Zeugen Jehovas bist. Vielleicht denkst du, ich würde dich deswegen auslachen. Doch in Wirklichkeit habe ich großen Respekt vor dir. ... Ich hab Fragen über Fragen, doch für dich scheint immer alles klar zu sein. Liegt das an deiner Religion? Ich würde so gern mit dir darüber diskutieren, trau mich aber nicht, dich darauf anzusprechen. Ich wünschte, du würdest den ersten Schritt machen."
Hervorhebung von mir

Also verstanden würde ich mich als Jugendliche(r) durch diesen Artikel nicht fühlen, eher noch mehr unter Druck gesetzt. Ich weiß ja nicht wie es euch geht.

Re: Erwachet! JULI 2009 / Junge Leute fragen sich
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 08. Juli 2009 12:20

Frau von x
Also verstanden würde ich mich als Jugendliche(r) durch diesen Artikel nicht fühlen, eher noch mehr unter Druck gesetzt. Ich weiß ja nicht wie es euch geht.

Das individuelle „Wohlbefinden" steht bei der WTG auf den hinteren Plätzen.
Ihr geht es
n u r
um ihren eigenen Organisations-Egoismus.
Der macht weder vor Jugendlichen, überlasteten im Berufsleben stehenden, noch älteren, oder Kränklichen halt.
Die Zeiten haben sich in Mitteleuropa dahingehend geändert, dass kaum einer wegen der WTG-Doktrinen ins Gefängnis wandern muss.
Zu den Zeiten, wo das noch anders war, war die eigene Anhängerschaft für die WTG-Spitze, fallweise nur wert, als Kanonenfutter zu dienen.
Die Rahmenbedingungen haben sich zwar geändert, die Gesinnung dieses Egoistenvereins indes nicht

Ein Stein des Anstosses
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 02. Juli 2009 08:42
Ein Beitrag des Inhalts findet nun Kritik:
Der Ausgangs „Stein des Anstosses":

Zitat von ...
„Bin gerade dabei, das Buch über die "13 satanischen Blutlinien" zu lesen..."
Daraufhin der Kommentar:

Wer den die sogenannten „13 Satanischen Blutlinien" als „Evangelium" (in meiner Sicht eines aus der „Hölle" so es sie denn gäbe) anzuerkennen bereit ist, der bewegt sich zwar gewissermaßen weiterhin in den WTG-Denkmustern, nur etwas variiert. Und nicht als Verschwörungstheorien pur wird in diesem Pamphlet offeriert

Was die Sogenannten „Illuminaten", ein Kernbegriff in ihnen anbelangt, so kommen jedenfalls seriöse Forscher dabei zu grundlegend anderen Resultaten, als jene Verschwörungstheoretiker. Siehe unter anderem:
Parsimony.14723

Vielleicht ist es vergebliche Liebesmüh, dieweil „Hopfen in Malz verloren"

Wo das noch nicht ganz so ist, würde ich doch mal empfehlen sich mit dieser Kritik zu beschäftigen.
Ruiter

Und sofern noch die Fähigkeit vorhanden sein sollte, Texte zu verkraften, die den Umfang einer Bildzeitungs-Meldung, oder eben ihr WTG-Aquivalent übersteigen, würde ich auch die Linksammlung empfehlen.
TheoriederVerschwoerung
Dort gibt es weiter ergänzendes zur Thematik.


Daraufhin unter anderem ein Kommentar des Inhalts:

Es gäbe ja beispielsweise Entwicklungen in Richtung Überwachungsstaat.
Und einige der Verschwörungstheoretiker würden das ja auch thematisieren. Zugleich aber in diesem Votum eingeräumt den Stein des Anstosses, die berüchtigten „13 satanischen Blutlinien" des Herrn de Ruiter nicht aus eigener Anschauung zu kennen.
Wer von dieser Basis der Unkenntnis faktisch den Herrn de Ruiter in Schutz nimmt, darf von meiner Seite kaum mit Wohlwollen rechnen.
Herr de Ruiter ist kein „kleiner User" sondern der Verfasser mehrerer aus meiner Sicht sehr kritisch gewerteter Bücher.

Zudem (abgesehen von Frankreich wo eines seiner Bücher verboten wurde, und wie mir scheint sind die Gründe dafür sogar nachvollziehbar).
Abgesehen davon noch in diversen anderen Ländern (insbesondere auch Spanischsprachige) präsent.

In besagten „Blutlinien" des Herrn de Ruiter kann man unter anderem auch die skandalöse (unbewiesene) Behauptung lesen, Hitler sei 1945 aus seinem Bunker lebend entkommen.
Weiter die unbewiesene Behauptung, von einem „Rauschgiftkönig" den er Russell nennt, und zwar so formuliert, dass der Eindruck entstehen kann, der stände in der Familienlinie des Russell der Zeugen Jehovas.
Diese ungeheuerliche Behauptung ist indes völlig unbewiesen.
Mit Beweisen hält es Herr de Ruiter ohnehin nicht sonderlich; und das nicht nur bei diesen genannten Beispielen.
Oder auch den Kommentar

man hätte fast Angst, diesbezüglich Stellung zu nehmen.
Man traut sich kaum zuzugeben, dass es gewisse Parallelen doch existieren. ..."


Ja wenn denn solche Voten ohne jegliche (direkte oder indirekte) Erwähnung des Herrn de Ruiter zu stande kommen, dann gehe selbstredend auch ich zur Tagesordnung kommentarlos über.
Das Faktum das Verschwörungstheorien Konjunktur haben, werde auch ich, mit Sicherheit nicht ändern.
Hier aber fand eine Spezifizierung auf eine besonders üble "schwarzbraune" Variante selbiger statt.
Schon vor Jahren, bis in die Gegenwart, habe ich mich zu selbiger deutlich genug erklärt.
Kommen daher also unbedarfte "Nichtwisser" daher und rühren just in dieser "schwarzbraunen Brühe" herum, kann es passieren, ist passiert, und wird aller Wahrscheinlichkeit auch zukünftig passieren, von mir eine Entgegnung zu bekommen, die keineswegs den Wunschvorstellungen der "Rühr-mich-nicht-an" ach so "Unwissend"-Naiven entsprechen muss.
Als Mit-Verursacher dieses Missklanges, komme ich dann nicht umhin noch ein weiteres Wort dazu zu sagen.

Das was gemeinhin als „Verschwörungstheorien" betitelt wird
(ohne das jetzt in Details zu spezifizieren) hat sicherlich in der Regel immer einen „Kern". Völlig aus der „Luft gesaugt" ist es garantiert nicht.
Der entscheidende „Knackpunkt" ist aber der. Es wird nicht objektiv, sondern tendenziös aufbereitet, mit Theorien gekoppelt, die zum Widerspruch herausfordern, herausfordern müssen (oder sollten).

Beispiel: Herr Adolf Hitler war auch ein glühender Verschwörungstheoretiker.
Beleg unter anderem sein Aussage bezüglich der tendenziösen Hetzschrift „Protokolle der Weisen von Zion":
„Der 'Frankfurter Zeitung' stöhne, selbige seien gefälscht.
Das aber - so Hitler - sei nur zusätzlicher „Beweis" ihrer „Echtheit".
Den „Hauptbeweis" sah er in den Zeitverhältnissen.

Musste Deutschland nicht als Folge der verlorenen Weltkrieges Reparationen zahlen?
Es musste.
Hatte Deutschland nicht aus dem gleichen Grunde nebst allen vormaligen Kolonien, auch Landteile verloren, die einstmals zu Deutschland gehörten?
Es hatte.
Und das der Hitlerismus dann politisch stark wurde, ist eben dieser Gemengelage zuzuschreiben.
Wohin dann der Rattenfänger Hitler dann Deutschland letztendlich hinführte, bedarf wohl jetzt keiner näheren Erläuterung.

Die Konjunktur-Ritterlinge von Verschwörungstheorien können also sehr wohl auf einen beängstigenden Ausgangstatbestand verweisen.
Auch Religion pflegt ja solche Tatbestände zu nutzen, um die so Verängstigten in ihre enge Hürde hineinzutreiben
(und dort seelisch und materiell nach Strich und Faden auszunutzen).

Klassische Religiosität sieht sich hierzulande zunehmender Konkurrenz ausgeliefert.
Die sehe ich nicht so sehr in den betonten Atheisten.
Dafür erheblich mehr in den Verschwörungstheoretikern.
Denen gelang es, (die Namen Jo Conrad oder Helsing belegen es auch), schon beachtliche Marktanteile von jenem „Acker" für sich abzuzweigen, der vordem von der klassischen Religion „beackert" wurde.

Und sieht man sich die Ex-ZJ-Szene näher an, stellt man dort nicht selten, Sympathien, bis gar Bejubelungen jenes „Religionsersatzes" fest.
Beide, klassische Religion und Verschwörungstheorien, offerieren einfache Antworten, auf weit kompliziertete Sachverhalte.

Nun ist die Verschwörungstheoriker-Szene mit Sicherheit nicht „homogen". Da geht es auch hüh und hot her.
Und diesem variierten Kontext ist auch der Pamphlet-Autor Robin de Ruiter zuzuordnen.

In seinem Falle kommt noch hinzu. Er hat nicht nur die Verschwörungstheoretiker-Szene „bedient". Er verkauft sich zudem als „Fachmann" auch beim Zeugen Jehovas-Thema.
Und dieweil das so ist, wird von meiner Seite zu ihm eindeutig festgestellt.

„Gewogen und für zu leicht befunden".

Das Beispiel Hitler belegt aber auch.
Es reicht keineswegs aus, jemand nur als Spinner zu klassifizieren.
Auch solche Konjunktur-Ritterlinge können eine Bedeutung erlangen, noch dazu eine solche gefährlicher Art.

Dem schwarzbraunen Sumpf a la Robin de Ruiter, wird meinerseits kein Pardon gewährt.
Wo immer er auftaucht, gilt:

Wehret den Anfängen!

Nun kann man niemand in einer freiheitlichen Gesellschaft verwehren, sich auch seine Pamphlete über die '"13 santanischen Blutlinien" zu „Gemüte zu führen".
Denjenigen die das tun, möchte ich allerdings auch die Frage stellen.

Und wieviel an seriöser Literatur zum Zeugen Jehovas-Thema (eingeschränkt jetzt mal auf die Ebene Buchhandel; also Internet so nicht gewertet) habt ihr denn gelesen? Und wer denn das Internet als
"Verschwörungstheorien-Freie" Zone ansehen wollte.
Für den könnte ich dann allerdings ein nur mehr als mitleidiges Lächeln übrig haben.
Dort wimmelt es nur so davon.
Was aber nicht im gleichem Umfange ausgebildet ist, stellt die Fähigkeit dar, Rattenfänger auch als solche zu erkennen.
Das dem so ist, wurde ja vielfach schon durch die eigene ZJ-Kariere unter Beweis gestellt.
Und dann kam bei Einzelnen mal der Punkt, wo sie sagten.
Jetzt ist Schluss mit der WTG.
Sind sie nun durch diesen Umstand, über Nacht quasi zu "hochgebildeten" Persönlichkeiten geworden?
Es würde mir mehr als schwer fallen, das generell zu bejahen.
Wenn das Wort Bildung in dem Kontext Verwendung finden soll, drängt sich mir eher eine Variation jener Vokabel dann auf.
"Bild-Zeitungs-Gebildet".
Das alles kann man zutiefst bedauern, aber kaum ändern.
Aber manchmal kommen halt "Schnittpunkte", wo es dann heisst den Status des Schweigens dazu zu verlassen.
Der Fall Robin de Ruiter ist mit Sicherheit solch ein Fall.

Um nochmal die Buchhandels-Literaturfrage aufzunehmen:
Ich fürchte, die Antwort darauf fällt eher mager aus.

Und dann offerieren solch „Unterbelichtete" auch noch die gleichfalls nur über den Buchhandel erhältlichen Machwerke des de Ruiter.
Da ist dann jedenfalls der Punkt erreicht, wo bei mir „Schluss mit lustig" ist!
Weiterhin: Mieser Stil !
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 09. Juli 2009 07:03
Frau R. meint jetzt eine „Richtigstellung" bringen zu sollen.
Dazu zitiert sie am 8. Juli 2009, einen Text vom 5. April 2009
Ob man das als „zeitnah" bewerten kann, erscheint mir eher zweifelhaft.
In der Sache wiederholt sie darin nur, dass sie keine gute Meinung von Herrn Tjaden habe.
Das sagte sie ja schon früher, so auch jetzt mit den Worten:

„Der von Drahbeck beschriebene Salto rückwärts war tatsächlich das Ziehen der Notbremse, nachdem wir Tjaden persönlich kennengelernt haben. Ich mache seitdem einen weiten Bogen um diesen Mann."

Weiter meint sie:
„Das ist nun mal meine persönliche Meinung."

Ihre persönliche Meinung sei ihr ja unbenommen.
Meine persönliche Meinung ist weiterhin die:

Mieser Stil.

Der von Frau R. vermittelte Zeuge, dessen „Freimaurerthesen" im Stil des Robin de Ruiter mir mehr als suspekt sind.
Und bezüglich dieses Punktes (Freimauerthesen) lasse ich nicht mit mir verhandeln.
Siehe beispielsweise:
Ruiter

Wie auch immer, besagter Zeuge kam ja überhaupt nicht zum Gerichtseinsatz.
Das Tjaden-Urteil ist zudem rechtskräftig geworden.
Ob es in dieser Gesamtlage dann noch notwendig ist, die vermeintliche „Notbremse" in der Form zusätzlicher Gerichtsauseinandersetzungen (mit damit verbundenen finanziellen Folgewirkungen) zu führen.

Wie man diesen Stil denn nennen soll???
Ich für meine Person nenne es einen miesen Stil.
Das ist meine Meinung.
Und auch ich habe das Recht eine Meinung zu artikulieren.

www.zeugenjehovas-ausstieg.de/01-forum-zj/index.php?topic=1442.msg11879#msg11879

Warum bringt Frau R. diese vermeintliche "Richtigstellung" gerade erst jetzt?
Sieht man sich die Blogseite des Herrn Tjaden an, kann man fast den Eindruck gewinnen, das Thema ist noch nicht beendet.
Wer da am Ende als "Sieger" dasteht, oder ob es letztendlich
nur Verlierer geben wird (ich persönlich tendiere eher zu letzterer Meinung) scheint mir noch nicht so ausgemacht zu sein.

Da ist da unter anderem von einem verschwundenen Paket die Rede.
Von Erklärungen - und Gegenerklärungen.
Möglicherweise ist darin auch eine Motivation für diese späte "Richtigstellung" zu sehen.
Denn das Frau R. und die von ihr vermittelte Anwältin eng zusammenarbeiten, dürfte wohl auch offenkundig sein.
Gelesen
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 10. Juli 2009 09:33
(Auszugsweise zitiert)
„ ... Man munkelt also, ich (d. i. Frau R.) würde demnächst Hamburger Sektenbeauftragte werden, sei in einer Partei aktiv, schriebe an drei Büchern gleichzeit, studiere an der Uni - und das alles sei Größenwahn. wenn man das so unkommentiert stehen ließe, dann könnte man das vielleicht vermuten. ... Tja, Drahbeck, auch mein Tag hat 24 Stunden. ..
wenn ich an der Elbe sitze, dann lese ich oft ein Fachbuch - ich studiere - es sei denn ich bin in der Vorlesung. Mein Notizheft habe ich auch dabei und notiere mir gute Gedanken für meine (mehr als) drei Bücher, die ich, wenn mir Zeit bleibt zuhause am PC ins Reine schreibe. ..."

www.zeugenjehovas-ausstieg.de/01-forum-zj/index.php?PHPSESSID=7f9b1c747276ea1ead2fb8e234f48ce0&topic=1442.msg11906#msg11906

Nun, da ich ja in diesem Zitat (erneut) - in meiner Sicht ziemlich spät - namentlich genannt werde, dann dazu mal dieses.
Ich wäre wohl mit der letzte, der Bildungsbestrebungen (außerhalb des „Bild-Zeitungs-Niveaus") negativ werten würde. Das ist für mich wahrlich kein Thema.
Das mit den „drei Büchern schreiben" stammt ja nicht von mir, es ist lediglich zitiert worden.
Da ich ja mal selbst ein Buch schrieb, kann ich ja vielleicht in etwa nachvollziehen,
Sofern man nicht blos die Absicht hat Papier mit wenig aussagekräftigem Gewäsch zu füllen, welcher tatsächlicher - enormer - Zeitaufwand damit verbunden ist.

Macht dann einer dann die Aussage, er schreibe zeitgleich an „drei Büchern".
Wenn das als verwunderlich kommentiert wird.
Über dessen späten Kommentar kann ich mich dann in der Tat nur noch heute wundern.
Die Vokabel „Größenwahn" im Zitat (nicht von mir) erscheint mir da durchaus passend.
Damit lasse ich dann mal meinerseits diese Replik ausklingen.
Richtigstellung
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 12. Juli 2009 10:36
Bezugnehmend auf:
www.zeugenjehovas-ausstieg.de/01-forum-zj/index.php?PHPSESSID=c470760ac6e6297cdf39ab47d21d66c9&topic=159.msg11964#msg11964

Ich habe zwar keinen Auftrag zu dieser Richtigstellung, will ihn auch namentlich von der involvierten Person auch gar nicht haben.
Aber zur Motivation darf ich dann ja wohl darauf hinweisen.
Kommt in irgend einem Kontext der Begriff „ehemalige DDR" vor, dass ich mir dann (in der Regel) diesen Kontext sehr wohl etwas genauer ansehe.

In dem fraglichen Text liest man auch:
„D... aus der Ex-DDR stammt und sehr plötzlich bei infolink aufgetaucht ist und sofort im Vorstand landete. Da gibt es also durchaus unbeantwortete Fragen."

Ohne jetzt alle einschlägigen Postings bei Infolink selbst nochmals zu sichten, meine ich dort sehr wohl gelesen zu haben, dass Herr D. in der alten Bundesrepublik Deutschland geboren und dort auch aufgewachsen ist.
Den Gegenbeweis müsste dann Frau R. antreten.
Sie müsste belegen, wo und wann denn ihre Behauptung zu lesen war, denn sie verwendet ihre Behauptung in einem ehrenrührigen Kontext.

Was „Völkerwanderungen" nach 1989 anbelangt, hat es ja so manchen Alt-Bundesrepublikaner in Gebiete verschlagen, welche geographisch der früheren DDR zugehören.
Offenbar auch Herrn D.

Ich habe weder zu Herrn Wolf eine sonderlich gute Meinung (nunmehr nicht mehr bei Infolink), welche ja offenbar der dortige „Türöffner" für Herrn D. war, noch habe ich generell eine gute Meinung (die „Jacke" darf sich auch Frau R. anziehen aus meiner Sicht), zu Personen, des gefühlten oder tatsächlichen Mittelstandes, die dann in der ZJ-Szene dominierend in Erscheinung treten.

Ist diese Dominanz durch sachliches Wirken, begründet, respektiere selbstredend auch ich das.

Tendiert das eher in der Richtung, die eigene Mittelstandsposition, auch noch dadurch zu stützen, zu erweitern, ist der Punkt „keine Sympathie mehr", jedenfalls bei mir erreicht.

Man vergleiche thematisch, etwas zurückliegend in der Geschichte auch:

Parsimony.22698

Dieses, und themenverwandte Postings werden auch nachgewiesen in:

ForumsarchivA220

Dort ziemlich am Ende des Thread's

Empfehlung, alternativ die Suchfunktion von Windows nutzen
Über f3 erreichbar.
In die Suchmaske dann den Begriff eingeben:
Max Muster

Dann landet man dort, kann über weitere Link's sich in das Thema vertiefen (sofern man denn „möchte").

Re: Ein weiterer Kommentar
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 17. Juli 2009 08:26
Ich kann mir eine weitere Kritik nicht ganz verkneifen.
Das nennen von Klarnamen von Personen der Öffentlichkeit ist legitim, und auch andernorts üblicher Brauch.
Indes jeder hat ja mal in seiner „ZJ-Karriere" auch mit dortigen Personen zu tun gehabt, wo es ihm vielleicht in den Fingern juckt, sich über diese Personen - nunmehr als Ex - zu verbreiten.

Erreichen besagte Personen dadurch schon den Status von „Personen der Öffentlichkeit"?
Ich fürchte wohl eher nein, und im Fall der Fälle hat der/diejenige der das mißachtet wohl nicht unbedingt „die besten Karten".

Dann las ich auf jener Plattform, für die vorstehendes zutrifft, (sinngemäß) auch noch die perspektivische Vorstellung, dass deren Macherin das ZJ-Thema am liebsten zur Arbeitungsbeschaffungsmaßnahme für Juristen entwickeln möchte.
Ein diesbezügliches Trauerlied kann dann ja wohl bereits Herr Tjaden singen, der in der Tat den Fehler gemacht hatte, auf die Offerten besagter Arbeitsbeschaffungsvermittlerin einzugehen.

Nun mag ja Herr Tjaden in einer Zwangslage gewesen sein. Er hätte sich so oder so um juristischen Beistand bemühen müssen. Hätte er selbigen dann selbst ausgesucht - und das Ergebnis wäre auch dann für ihn nicht „beglückend" gewesen, könnte er wohl schwerlich anderen dann die Schuld in die Schuhe schieben.
Aber er ging ja (vielleicht aus mangelnder ausreichender eigener Sachkenntnis), auf die Offerten einer sich ihm Anbiedernden an.
An den Folgen dieser Fehlentscheidung, hat er dann wohl noch heute zu „knappern".

Zum grundsätzlichen noch. Wer sich mit meiner Biographie mal mit Detail beschäftigt hat, der weis, schon zu DDR-Zeiten habe ich einigen Leuten, die sich damals überaus wichtig vorkamen, empfindlich mal auf „die Füsse getreten".
Die DDR gibt es heutzutage so nicht mehr.
Den Typus der sich überaus wichtig vorkommenden - in anderen Konstellationen - sehr wohl.

Ich glaube mich deutlich ausgesprochen zu haben, wenn ich definitiv erkläre. Ich halte es für einen grundsätzlichen Irrweg, dem ZJ-Thema auf der Justizebene begegnen zu können.
Diejenigen, die nicht in der Lage - oder willens - sind, das zu erkennen, werden letztendlich, perspektivisch, Verlierer sein.

Ich finde es auch mehr als bedenklich, dass diejenigen auch noch Unterstützung aus Userkreisen in Form von Feedback erhalten.
Das spricht nicht unbedingt für die Feedback-Gewährer, ist allenfalls der Ausdruck, des eigenen nicht ausreichend „durchblickens".

Sollte also Infolink denn sein „Waterloo" erleben oder auch nicht.
Ich warne davor, das als Anlass zu nehmen, sich neuen oder anderen Rattenfängern in die Arme zu werfen!
Die Verfolgung geht weiter - Die Angst der Kirchen
geschrieben von: Pressesprecher
Datum: 14. Juli 2009 06:35
Ein Schreiberling konnte einen unsäglichen Beitrag plazieren....


Redaktioneller Hinweis:
Das Ursprungsbild umfaßte 1,8 MB.
Durch Wegschneiden von nicht zum eigentlichen Text gehörendem, jetzt redaktionell etwas verkleinert. Es ist auch so noch groß genug.
Re: Die Angst der ... wessen Angst ???
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 14. Juli 2009 07:01
Ob denn der Hinweis auf die Nazizeit in dem Kontext sonderlich überzeugend ist, kann man wohl unterschiedlich werten.
Im übrigen habe ich meine Meinung zum Fall Baden-Württemberg schon dahingehend geäußert:
Theaterdonner - und sonst nichts.
Herr Oettinger als dortiger Regierungschef hat sich ja schon ziemlich deutlich positioniert in der Sache.
Alles andere ist allenfalls die Frage des wahrens von „Schamfristen", des „Gesichts wahrens".
Also die künstliche Aufregung entpuppt sich als „Sturm im Wasserglas".

Einer wirklichen Trennung von Staat und Kirche steht auch Baden-Württemberg Lichtjahre entfernt gegenüber; vielleicht sogar größere Lichtjahre als andernorts.

Immerhin wenn man auf die sich in dem Zusammenhang sichtbar gewordene Auch-Kritik an den Zeugen Jehovas, so dünnhäutig reagiert, offenbart man letztendlich nur eines.
Wie nötig man es hat.

Also „Willkommen im Club von Babylon der Großen, der Mutter aller Huren".
Re: Die Thesen von Günter L... betreffend
geschrieben von: Jochen4321
Datum: 14. Juli 2009 10:12
Es ist aber schon recht bezeichnend, wenn man dahingeht und die heutigen Kirchen mit den Kirchen aus der NS-Zeit gleichstellt, nur weil diese eine Sekte nicht zur Kirche zulassen möchten.
Gegner in aller Öffentlichkeit derart zu diffamieren kenne ich sonst nur von den Scientologen.
Ist über diesen Günter L... noch weiteres bekannt?
Was ihn wohl motivieren mag frag ich mich....
__________________
Thema NS-Zeit:
Trifft ein totalitäres Systhem (NS) auf ein anderes (WTG), dann kommt es logischerweise zu Konfrontationen - würde die WTG ihren Mitgliedern lehren, das sie die von Gott verliehende Macht besäße Menschen zu Tode bringen zu dürfen, dann würden ihre Anhänger auch vor solchen Tötungen nicht zurückschrecken.
Die Verurteilungen zum Tode in Harmagedon vollzieht diese Organisation ja ohnehin schon, trotz mangelnder göttlicher Fügung, schon seid jahrzehnten an den Andersglaubenden.
Krieg ist immer ein Wahnsinn, weswegen der Mensch auf seine Hoffnungen setzt, welche dank der menschlichen Vorstellungskraft und der Phantasie, ihn solche schwere Zeiten überbrückend helfen mögen.
Hitler, ohne etwas schönreden zu wollen, konnte mit seinem suggestiven Propagandaverhalten zwar beim deutschen Volke Punkten, doch bei religiösen Fanatikern, welche bereits eine Geistmanipulation hinter sich haben, eher weniger. Mit den Zeugen Jehovas konnte er also nichts anfangen, da deren Manipulation tiefer geht:
Schlimm ist es daher, wenn eine christliche Sekte darangeht ihre Mitgliedern zu phantasielosen Robotern zu programmieren, gerade zu solchen Kriegszeiten.
Denn das was den Menschen normalerweise und aufgrund seines natürlichen Überlebenswillens einen solchen Krieg hätte überleben lassen, wurde mit religiösen Sumpfdenken ausradiert, verdrängt und mit Unsinn ersetzt.
Die Bibelforscher im ersten Weltkrieg waren der beste Beweis dafür, das es mit gezielt vermittelten religiösen Wahnvorstellungen möglich war, das gläubige Mitglied zur Waffe zu führen. Ähnlich mag es auch bei anderen Kirchen der Fall gewesen sein.
Im zweiten Weltkrieg führten diese gezielten Wahnforstellungen der WTG dazu, als Christ verfolgt zu werden - und für eine Sache umsonst gelitten zu haben, will niemals einer glauben. So bitter dieses Regime auch war. Unter so einer Doppelbelastung, unter zwei totalitären Strukturen leiden zu müssen, hat keiner verdient. Dennoch leideten diese armen Menschen zusätzlich deswegen, weil sie meinten durch ihre Zugehörigkeit zu einer Wachtturmorganisation Gott zu gefallen.
__________________
Ich frage mich, ob ich überhaupt das recht habe, solche Überlegungen anzustellen.
Andererseits hat sich so ein Günter L... wahrscheinlich überhaupt nie solche Gedanken gemacht.
Re: Die Thesen von Günter L... betreffend
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 14. Juli 2009 11:53
Das da von diesem Herrn eingespeiste Thema NS-Zeit ist ohne Frage ein diffiziles.
Notwendige Differenzierungen fehlen allemal in diesem Votum.

Zum einen ist die Behauptung zurückzuweisen, die Kriegsdienstgegnerschaft sei „alleiniges" Motiv des Hitlerverbotes. Die Wehrpflicht wurde im Naziregime erst 1935 wieder eingeführt. Beim 33er Verbot spielte sie noch, so gut wie keine relevante Rolle.
Gerade jetzt sind mir wieder mal meine Notizen zu dem Buch des (späteren) evangelischen Bischof Otto Dibelius mit dem Titel „Ein Christ ist immer im Dienst", in die Finger geraten.
Was Dibelius von sich sagt, gilt auch exemplarisch für viele andere seiner Zunft. Etwa teilt er auf S. 165 mit, er sei Mitglied der „Deutschnationalen Partei".
Er begründet das mit dem Satz:
„Ich (Dibelius) war durchdrungen, daß auch der Pastor Staatsbürger sei und staatsbürgerliche Pflichten zu erfüllen habe."

Genau diese Bereitschaft war ja bei den WTG-Hörigen nicht gegeben (exemplarisch demonstriert an ihrer Obrigkeitslehre von 1929 - 1962).

Kirchliche Kreise damaliger Zeit, waren was den aufziehenden Hitlerismus anbelangt, „ganz hin- und hergerissen". Deutschnational bis auf die Knochen, war für viele, auch für einen Martin Niemöller (als weiteres Beispiel) eine Selbstverständlichkeit.
Aber, jetzt kommt das große aber.
In der Hitlerpartei gab es aber auch einen Alfred Rosenberg. Das war nicht unbedingt ein „Hinterbänkler", sonst hätte er es ja wohl nicht zum Chefredakteur des „Völkischen Beobachters" gebracht. Von seinem in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten (gleichwohl Kirchenvertretern sehr wohl bekannten „Weltkampf" erst gar nicht zu reden).

Und viele Kirchenfunktionäre haben auch Rosenbergs Buch „Der Mythus des XX. Jahrhunderts" gelesen.
Und namentlich kirchliche Funktionäre haben um jenes Buch (1931 erschienen) eine heftige Anti-Kampagne entfacht, die sich sogar (zumindest in der ersten Zeit), auch nach 1933 fortsetzte.
Wer sich mit den diesbezüglichen Details einmal auseinandergesetzt hat (ich jedenfalls habe es getan), der weis. Was für den Stier das rote Tuch, das war für die zeitgenössischen Kirchen der Rosenberg.

Der sah sich als Apostel eines germanischen Deutschglaubens (von der Sorte gab es noch einige mehr). Er (Rosenberg) aber ging weiter und forderte expressis verbi, die Kirchen haben zugunsten dieses Deutschglaubens in der „Mülltonne" zu verschwinden.

Eben weil die Nazis auch ihren Rosenberg hatten, sind durchaus nicht alle bis auf die Knochen deutschnationale, auch zu den Hitleristen übergelaufen.
Die Partei der kirchlichen Hitleristen, die sogenannten „Deutschen Christen", erlebten schon im November 33 (anlässlich der Sportpalastkundgebung ihres Funktionärs Krause) ihren ersten größeren Zusammenbruch.

Redete die Welt alsbald danach, von der sich im Nazistaat formierenden oppositionellen „Bekennenden Kirche", so ist die Motivation dafür in den Kreisen um Rosenberg zu sehen, der es (indirekt) schaffte, selbst vormalige stramm deutschnationale Pastoren, auf die Palme der Opposition hochzujagen.

Die Ereignisse des Jahres 1933 überschlugen sich förmlich.
Hitler hatte zwar den Kirchen in seiner Reichtstagserklärung vom März 33 allerkräftigst Honig ums Maul geschmiert.
Nur, dieser „Honig" besaß keinen realen Marktwert, denn Rosenberg und Co konterkarierten ihn allerkräftigst.
In dieser „Honigphase" gab es in der Tat eine Einbeziehumg auch der Kirchen in das Verbot der WTG-Religion für Preußen.

Die sagten artig „Ja und Amen" dazu. Hätten sie es nicht gesagt, darüber kann nicht der allergeringste Zweifel bestehen. Das Naziregime hätte seine Verbotsentscheidung auch ohne sie durchgeboxt. Es hatte eigene Interessen, die es durch die WTG-Religion tangiert sah.

Gaben sich die Kirchen in der Sache als Stafette her, auch „gut", aber garantiert nicht wesensbestimmend. Auf die kirchlichen Marionetten hätte das Naziregime in der Sache auch ebensogut verzichten können.

Ab 1934 verzichtete es ohnehin auf die kirchlichen Marionetten. 1933 war es halt noch nicht ganz soweit.

Dann vergesse man nicht, das Preussische Verbot war das Schlusslicht der diesbezüglichen Entwicklung. Weitaus früher (im März 33) hatte bereits Sachsen (eine WTG-Hochburg) mit der WTG-Religion „kurzen Prozess" gemacht. Bayern übrigens auch.
Nach dem sächsischen Verbot offerierte der Verhandlungsführer auf der WTG-Seite (Dollinger) der „verehrlichen Reichsregierung", Rutherford selbst wolle gegenüber der Reichsregierung Rede und Antwort stehen, um die vermeintlichen „Missverständnisse" auszuräumen, und erbat dazu einen entsprechenden Termin
Er offerierte der Regierung auch schon mal die Kommission, die da unter seiner Führung bei der Regierung vorsprechen wollte. Und sicherlich nicht unbedacht, findet man unter den diesbezüglichen Namen, auch den eines eingeschriebenen NSDAP-Mitgliedes, des Rechtsanwaltes Horst Kohl aus München.
Jedenfalls, dass kann man auch feststellen.
Einen Rechtsanwalt, mit vormaliger SPD oder KPD-Mitgliedschaft, gab es in dieser Kommission nicht. Einen Nazi-Rechtsanwalt sehr wohl!.

Derselbe Dollinger teilte auch der „verehrlichen Reichsregierung" mit, Jehovas Zeugen in Deutschland hätten sich neu organisatorisch aufgestellt, in Form einer „Norddeutschen" und „Süddeutschen" Bibelforschervereinigung, in der nur Deutsche Sitz und Stimme hätten! Das alles lobte Dollinger als „Anpassung" an die Entwicklung. Und er versäumt auch nicht anzumerken. Auf den Begriff "International" lege man nunmehr keinen Wert mehr, dieweil der ja für die Nazis suspekt sei.

Das Naziregime ließ sich davon weder blenden noch beeindrucken, das ist auch offenkundig.
Es ließ sich auch nicht von der Berlin-Wilmersdorfer „Erklärung" vom Juni 33 beeindrucken. Sofern sich Nazifunktionäre, die tatsächlich näher angesehen haben sollten (vieles spricht dafür eher nicht). Deren einzige Reaktion war. Weiterleitung an die Gestapo zwecks Realisierung des „kurzen Prozesses" gegenüber allen, welche den Machtanspruch der Nazis tangierten.

Immerhin einer hat sich diese „Resolution" näher angesehen. Der „Kanonenpastor" Gerecke. Und der hat sogar zu Händen der Naziregierung ein Gutachten dazu verfasst, dass man noch heute im Aktenbestand des Bundesarchivs „bewundern" kann.
Und darin echauffiert er sich auch besonders über den Umstand, dass jene Resolution versuche sich bei den Nazis

Anzubiedern.

Heute WTG-Vertreter hören es nicht gerne, bewertet man ihr Verhalten im Jahre 1933 als Anbiederung.
Dann sollten sie sich mal mit genannten Herrn Gerecke auseinandersetzen.
Der sprach es nämlich schon 1933 aus, dass die 1933er Erklärung der WTG auf der Berlin-Wilmersdorfer Veranstaltung eine einzige Anbiederei sei.

Spätestens bei der Volkszählung vom November 1933 als „Wahlen" firmierend, aber auch schon davor, war dann für die Nazis ohnehin endgültig „Schluss mit lustig".

Wird in diesen sich überschlagenden Ereignissen, die Rolle von einzelnen Kirchenvertretern isoliert, und überhöht dargestellt (jene Kirchenvertreter waren für die Nazis nur zeitweilig brauchbare Marionetten, und keinen Zoll mehr), dann offenbaren die Vertreter solcher neuzeitlichen Zerrbilder, nur ihre historische Unbildung
- deutlicher ausgesprochen Dummheit -

was bei den WTG-Hörigen bis in die höchsten Etagen hinauf, auch nicht verwundert!
Günter L... wer ist das?
geschrieben von: Presssprecher
Datum: 14. Juli 2009 13:42
Ups,

da hat wohl eine sich geoutet:
fipps-freiburg.de/impressum___kontakt.html
gruß
PS
Weniger der inhaltlichen Substanz wegen ...
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 03. Juli 2009 05:52
Weniger der inhaltlichen Substanz wegen ... sei einmal aus der CV 237 (April 1989) eine Ausführung zum Thema Obrigkeitslehre zitiert.
Grundsätzlich „neues" wird in ihr nicht mitgeteilt. Zudem hatte da die CV offenbar einen Beitrag aus dem „Bruderdienst" übernommen, lieferte somit keineswegs eine selbständige Ausarbeitung.

Nun soll ja jeder Verfasser so seinen eigenen Stil haben.
Manch einer schafft es, mit vielen Worten wenig zu sagen.
Aber auch den umgekehrten Fall soll es ja geben. Mir scheint diese Ausführung ist eher der letzteren Variante zuortbar.

Es wird also im folgenden nunmehr kommentarlos zitiert, was in genannter CV-Ausgabe zu lesen war:


Vor 1929 schrieb die Wachtturm-Gesellschaft; die Regierungen sind von Gott zugelassen ... Römer 13 meint die weltliche Obrigkeit.
"Wohl waren diese heidnischen Regierungen böse, doch um eines weisen Zweckes willen zugelassen, oder von Gott verordnet", (Römer 13,1). (Bd. l Schriftstudien, 1886/1901, S. 258)

"Christen sollten ... ihnen doch gebührende Achtung und schuldigen Gehorsam leisten, weil Gott ihnen zu herrschen erlaubt hat, wie Paulus lehrt: 'Jede Seele unterwerfe sich den obrigkeitlichen Gewalten, denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott, und diese, welche sind, sind von Gott verordnet.' - Römer 13, l
(Bd. 2 Schriftstudien, 1926, Seite 77)

In diesem Sinne lehrte man richtig - nach der Schrift - bis 1929. Und dann?
URSPRÜNGLICHE AUSLEGUNG ALS „BIBELVERDREHUNG" VERDAMMT
Nach 1929 schrieb man : die Regierungen sind vom Teufel, Rom. 13 meint "Jehova und Jesus Christus", sowie die Führung innerhalb der Organisation der "Zeugen".

"Während des ersten Weltkrieges kamen jene geistlichen Israeliten (gemeint sind die damaligen Bibelforscher) unter die Gewalt der babylonischen politischen Systeme dieser Welt ... großenteils wegen der immer noch herrschenden religiösen Ansicht, daß die politischen Behörden der sichtbaren Organisation Satans (!) die obrigkeitlichen Gewalten seien, denen alle Christenseelen, wie in Rom. 13,1 befohlen, untertan sein sollten. Durch solche Bibelverdrehung vermochte die gewalthabende 'Religionshierarchie als 'geistlicher Berater' der politischen Mächte zu handeln ... Solch religiöse Falschanwendung ..."
(Die Wahrheit wird euch frei machen, 1946, Seite 312)

"Solche ('irdischen Könige, Fürsten und Mächtige') sind nicht die 'von Gott verordneten obrigkeitlichen Gewalten', wie die religiöse Geistlichkeit dies behauptet."
("Die neue Welt", Seite 293)

Wer wären sie aber? Antwort: Jehova Gott und Jesus Christus und die Führung in der „theokratischen Organisation" (nicht zuletzt)!
"Im Jahre 1929 brach das helle Licht hervor. In Jenem Jahr veröffentlichte der Wachtturm die biblische Erklärung von Rom. 13. Er zeigte, daß
n i c h t weltliche Herrscher und Regenten, sondern Jehova Gott und Christus Jesus 'die obrigkeitlichen Gewalten' sind ... sowie daß alle menschliche Einrichtung, der sie untertan sein müssen alle schriftgemäße Einrichtung jener Menschen ist, die ... IN GOTTES ORGANISATION als Diener tätig sind. Diese Enthüllung einer ungemein wichtigen Wahrheit machte den Geist des geweihten Volkes Gottes frei wie nie zuvor".
("Die Wahrheit wird euch frei machen", Seite 313)

Die Führer der „Neuen-Welt-Gesellschaft" schmücken sich mit dem „gestohlenen Purpurmantel" der Obrigkeit, indem sie Röm. 13 mehr und mehr auf s i c h bezogen:
„Diesen theokratischen höheren Obrigkeiten ist große Macht zu Strafsanktionen anvertraut: Sie haben die Macht, das Gericht an allen Gegnern zu vollziehen."

Und dann zitiert der Wachtturm seine self-made Neue-Welt-Übersetzung von Römer 13, 2-4. Darauf folgt die Drohung:
"Wahrlich, als Untergeordneter unter Gottes theokratische Organisation gebracht zu werden, bedeutet ein äußerst ernstes Verhältnis. Nie darf vergessen werden, daß Übeltun, grobe Untreue und Widerstand gegen Gottes theokratische Regierungsobrigkeiten f u r c h t b a r e Folgen nach sich ziehen."
(Wachtturm vom 15.8.1952, Seite 253)

1962: RÜCKKEHR ZUM URSPRÜNGLICHEN
Der Wachtturm-Kanal verkündigte auf den Bezirksversammlungen 1962 "neues Licht"! Neu war daran nichts! Was man gestern noch als "Finsternis" und "Bibelverdrehung" verdammt hatte, wurde nun als "helles Licht" wiederentdeckt: DIE ALTE, 1929 EINGEMOTTETE BIBELFORSCHERAUFFASSUNG über Römer 13! Und was "1929 als helles Licht hervorbrach", das war nun im Lichte des neuen-alten "Lichts" dazu verurteilt, als Finsternis abgetan zu werden. Die "ungemein wichtige Wahrheit", die den Geist der Zeugen frei gemacht hatte, "wie nie zuvor", sie ist nun nicht mehr wahr.

1963 SCHREIBT DER WACHTTURM WIEDER:
DIE REGIERUNGEN SIND VON GOTT ZUGELASSEN!
RÖMER 13 MEINT DIE WELTLICHE OBRIGKEIT!

"ZEUGEN JEHOVAS" IN DER ZWICKMÜHLE

„UNTERORDNUNG UNTER REGIERUNGEN" lautet die Überschrift auf Seite 81 des Wachtturms vom 1.2.1963) Und dann heißt es:
"Heute ist es noch dringlicher als zu der Zeit, da Paulus den Römerbrief schrieb, daß das befolgt wird, was er im Kapitel 13 zu tun gebietet ... Die obrigkeitlichen Gewalten, die heute mit Gottes Zulassung existieren, können dazu beitragen, daß wir Christen ein ruhiges und stilles Leben führen können".

Hat man diese Auslegung nicht 33 Jahre lang verworfen?! Warum nun diese Kehrtwendung um 180 Grad? Vielleicht aus Gründen bloßer Zweckdienlichkeit?
Daß viele "Zeugen Jehovas", die für die von 1929 bis 1962 geltende Wachtturm-Lehre über Röm. 13 fanatisch gekämpft und z. T. schwer gelitten haben, bei diesem neuen-alten "Licht" des Wachtturms IN EINE ZWICKMÜHLE gekommen sind, ist klar:
Ist diese neue, in Wahrheit also uralte Auslegung von Römer 13 richtig, dann war zwangsläufig die andere Auslegung, die man seit 1929 als „helles Licht" von Jehova gepriesen hat, ein Irrtum?
Dann hat man 33 Jahre lang Finsternis für Licht gehalten!

Irrlicht von Jehova? Finsternis von Jehova? Das ist
Doch undenkbar, denn „Gott ist Licht und gar keine Finsternis ist in ihm." (1. Joh. 1,5) ...

Ergänzend (und das stand nicht in der CV) sei noch auf einen Zeitzeugen hingewiesen, der jenen 1962er Obrigkeitslehrschwenk selbst miterlebte, und der in der Form eines Tondokuments auch seine diesbezüglichen damaligen Eindrücke mal zusammenfasste.

Brünigs Ausführungen zum Thema Obrigkeit
Re: Weniger der inhaltlichen Substanz wegen ...
geschrieben von: Gerd
Datum: 03. Juli 2009 08:17
Also das war doch ein klarer Fall!

Gerrit Lösch, von den geistlichen Spitzen zu Brooklyn, erklärte mir das so:

1. Bis 1929 hatte Gottes Organisation zwar die richtige Sicht, aber zur "Welt" die falsche unterwürfige Einstellung.

2. Ab 1929 hatte die Organisation zwar die falsche Lehre, aber die richtige Einstellung zur Welt.

3. Der Höhepunkt bei Gottes Volk: die richtige Lehre und die richtige Einstellung!

Hurra!!
Re: Erich Brüning
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 04. Juli 2009 07:32
Es ist zwar ein grundlegend anderes Thema. Da aber der Name des Erich Brüning schon genannt wurde, sei noch auf ein anderes Tondokument von ihm hingewiesen.
In selbigen hält er Rückschau auf die 23 Jahre seiner „ZJ-Karriere"

Wer denn die von Brüning verfassten Bücher einmal selbst gelesen hat, wird darin auch etlichen Details begegnen, die man dort so nicht vorfindet.
Mein Kommentar zu Brüning (wie auch einigen anderen) besteht in der Feststellung:
Auch „ein Herausgebrochener", durch gewisse Umstände.

Hätte es die so nicht gegeben wäre er wohl zeitlebens in der WTG-Organisation verblieben.
Inwieweit er sich denn für die WTG-Interessen einsetzte, mag ja allein schon der Umstand verdeutlichen, dass er der WTG-Aufforderung nachkam (zur Förderung der WTG-Interessen) in ein „Hilfe-tut-Not-Gebiet" umzuziehen.

In seinem Falle also in einem Umzug von Deutschland nach Südtirol in Italien.
Jetzt kam - eines Tages - dort für ihn die Ernüchterung.
Ein Wirtschaftskrimineller in Amt und Würden bei den Zeugen Jehovas, fand seine Kritik, die er dann eben auch aussprach. Und das über einen Zeitraum von etwa 18 Monaten.
Pech für Brüning war allerdings, jener Wirtschaftskriminelle wurde von den höchsten Stellen der Zeugen Jehovas gedeckt.
Man wollte diese Kritik partout nicht wissen.

Und da Brüning in der Sache seinen Mund eben nicht verschloss, wurde er dann - wie er es nennt - mittels KGB-Methoden von ihnen ausgeschlossen.

Er erlebte später zwar (nicht bei den Zeugen Jehovas) wohl aber im weltlichem Sinne noch eine Rehabilitation dergestalt, dass jener Wirtschaftskriminelle gar per Interpol gesucht, in Fernsehsendungen (steckbrieflich ausgeschrieben wurde).
Das aber war keinerlei Anlass für die KGB-Organisation der Zeugen Jehovas, ihm noch die verdiente Rehabilitation zu gewähren!

Auch im Falle Brüning dann das Trauerspiel.
Seine inzwischen volljährigen Kinder verblieben weiter im WTG-Sog.
Ein besonders makabrer Umstand dabei ist noch dahingehend zu registrieren, dass seine älteste Tochter (auch im WTG-Sog), dann im WTG-Büro in Rom Selbstmord durch Erhängen beging.
Von der ZJ-KGB-Organisation, auch geflissentlich dieser Umstand totgeschwiegen!

http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=11988&title=&biblevers=&searchstring=&author=0&language=0&category=0&play=1
Re: Erich Brüning
geschrieben von: Gerd
Datum: 04. Juli 2009 08:09
Brünings Bücherinhalte waren nicht immer gut recherchiert.

In einem meinte er, dass die WTG falsch zitiere, was nicht stimmte.
Er bezog sich auf ein Zitat der WTG auf das "Greek/english Lexicon" von Arndt und Gingrich, auf Seite 94, ich habe den Wälzer.

Dort schrieb die WTG zum Wort "apollion" das bedeute "ewige Vernichtung", was B. als Falschzitat darstellte.

Aber in besagtem Lexikon wird das griechische Wort eindeutig als "eternal destruction" übersetzt, also das war völlig korrekt von den Wachttürmlern wiedergegeben.
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Auch seine "Beweise" bezüglich: WTG sei in der Hand der Freimaurer, sind bedenklich.
Matthäus 19,9
geschrieben von: Conzaliss
Datum: 05. Juli 2009 21:09
In der Interlinar-Übersetzung wird für Ehebruch das griechische Wort porneia angeführt.
Muss es aber nicht moikheia heißen?
Ich meine mich zu erinnern, dass Raymond Franz dies in einem seiner Bücher anführte...
Re: Matthäus 19,9
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 06. Juli 2009 11:25

Conzaliss

Ich meine mich zu erinnern, dass Raymond Franz dies in einem seiner Bücher anführte...

Franz „Der Gewissenskonflikt" (2. Auflage) S. 55
4. Revidierte Aufl. dito S. 60

Siehe thematisch auch:

Parsimony.17490

Dort ziemlich am Ende, des umfänglichen Textes

Re: Matthäus 19,9
geschrieben von: Conzaliss
Datum: 06. Juli 2009 12:55
Danke!
Re: Matthäus 19,9
geschrieben von: X ~ mysnip
Datum: 06. Juli 2009 22:11

Conzaliss
In der Interlinar-Übersetzung wird für Ehebruch das griechische Wort porneia angeführt.

Muss es aber nicht moikheia heißen?

Ich meine mich zu erinnern, dass Raymond Franz dies in einem seiner Bücher anführte...

Raymond Franz Der Gewissenskonflikt S. 59
In der Neuen-Welt-Übersetzung der Gesellschaft werden Jesu Worte an dieser Stelle wie folgt wiedergegeben:

,,Ich sage euch, daß wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen aufgrund von Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht."

Zwei verschiedene Begriffe werden verwendet, ,,Hurerei" und ,,Ehebruch".

Die Menge-Übersetzung liest sich ähnlich:

,,Ich sage euch aber: Wer sich von seiner Frau scheidet - außer wegen Unzucht - und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch ..."

http://www.bibelwissenschaft.de/online-bibeln/menge-bibel/lesen-im-bibeltext/bibelstelle/mt%2019/cache/f5b4119838/#v9
Die Luther-Bibel 1984 beschränkt sich auf den Begriff ,,Ehebruch".
Hier ein griechischer Text:
http://www.bibelwissenschaft.de/online-bibeln/novum-testamentum-graece-na-27/lesen-im-bibeltext/bibelstelle/mt%2019/cache/f5b4119838/#v9

Das griechische Wort für ,,Ehebruch".
http://www.goreo.de/index.html?search=Ehebruch&button=Suche

Berliner Zahlen
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 10. Juli 2009 01:13
Bezüglich des derzeit (auch) in Berlin tagenden ZJ-Kongresses (Olympiastadion) vermeldet ein Blatt (unter anderem) eine Veranstaltung dieser Größenordnung der Zeugen, gab es zuletzt vor elf Jahren.
Namentlich die aus etlichen anderen Ländern herangekarrten Zusatzbesucher bringen die Masse. Denn in Berlin selbst (ein sogenanntes „Hilfe tut not Gebiet" in der Lesart der WTG), sind die Zeugen numerisch eher geschrumpft.
Von etwa 4000 Zeugen in Berlin ist die Rede.
„Etwa 60 Gemeinden mit je bis zu 70 Mitgliedern gäbe es in Berlin"
Vergleicht man frühere Jahrbuchberichte (bis etwa 1984 wurde die Zahl der Westberliner Zeugen dort noch separat ausgewiesen. Ab 1985 dann in die Zahl für die BRD mit eingerechnet.
So wurden damals für Westberlin ausgewiesen
1961 etwa 5107.
Spitzenwert war dann wohl etwa 1974 mit 5436.
Und die letzte Separatzahl für 1984 redete noch von 4907 (Durchschnittsverkündigerzahl). Da immer zwei Zahlen ausgewiesen wurden; auch noch die Höchstzahl, betrug selbige etwa im Jahre 1976 = 5620.
Heutzutage aber zählt auch der Bestand des ehemaligen Ostberlins mit.
Und wie bereits vernommen, ist jetzt die Zahl für Gesamt-Berlin geringer als zu den Spitzenzahlenwerten nur für Westberlin
Zum Beispiel Herr M...
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 11. Juli 2009 04:46
Benjamin M..., offenbar der für die Journalisten abgestellte Schönredner, anlässlich des ZJ-Kongresses, Variante selbigen in Frankfurt/M, worüber eine Großbürgerliche Zeitung in einem Artikel berichtet. .

In der vierten Generation seiner Familie sei also Herr M... schon Zeuge Jehovas, wohnt „standesgemäß" in Selters, dort ebenfalls „standesgemäß" wohl verheiratet, aber keine Kinder habend.

Das wiederum sollte er zu einer anderen Entscheidung letzteren Punkt mal gelangen, hätte die Exmittierung aus Selters zur Folge.
Ob Herr M... glaubt, in solch einem Fall, sich in der freien Wirtschaft dann behaupten zu können (noch dazu in der heutigen wirtschaftlichen Gesamtlage). Darüber hüllt sich der Artikel der  in „wohldosiertes" Schweigen.
Schade eigentlich, wo doch insbesondere jenes Blatt in dem Rufe steht, Wirtschaftsorientiert zu sein (jedenfalls etwas mehr als andere Blätter).

Noch so ein charakteristischer Satz in diesem Bericht.
Zitat:
„„Für manche", sagt M..., „sind wir aber auch die letzte Rettung, weil sonst keiner mehr mit ihnen spricht."

Das ist dann wohl ein Symptom der „besonderen Art".
In der Lesart - auch der  sei ja der Kapitalismus, namentlich der Raubtierkapitalismus - der „Weisheit letzter Schluss".

„Pech" nur, das aber wiederum interessiert die Kreise der Stammleserschaft jenes Blattes am allerletzten, Pech nur, dass solcher Art „Weisheit letzter Schluss", eben auch „Strandgut" schafft, je länger, um so mehr dann sogar.
Und siehe da, mit seinem Zitat des Herrn M..., scheint sogar diesen Kreisen das dann mal zu deuchten.

Diese Kreise  haben in der Regel mit der Religion, wenig bis nichts am Hut. Letzteres ist zwar nicht ganz korrekt. Natürlich haben auch sie eine Religion. Nur reicht ihnen meistens eine Religion. Zwei zugleich, dass ist wohl weniger auch ihr Geschmack. Und da ihre Hauptreligion eben Money heisst, liegt sogar eine gewisse Folgerichtigkeit darin, dass diese Kreise  den Spruch des ollen Bismarck, zu ihrem alles überragenden Credo, wenn auch vielleicht nicht immer in Worten, so doch garantiert in der Sache, erhoben haben.

Und bekanntlich lies ja Herr Bismarck verkünden.
Die Religion müsse zuerst und vor allem, dem Volke erhalten bleiben.

Und das  diese Grunderkenntnis sehr wohl beherzigt wird, sah man zur Genüge auch bei ihren seinerzeitigen Kommentaren in der KdöR-Angelegenheit.
Denn wie ja auch dieses Blatt  (faktisch) feststellt, die in ihrer Lesart „beste aller Welten", produziert eben auch „Strandgut".
Denjenigen wirklich zu helfen, fühlt sie sich aber zu allerletzt berufen.
Ihr „Hiftsangebot" bestehrt dann wohl in der Aussage.
Man verpasse dem „Strandgut" eine ordentliche Dröhnung „Opium" (religiöses Opium versteht sich), dann werden die schon ruhig sein.

Und so wäscht denn - wieder einmal - „eine Hand die andere".
Auch der-Artikel kündet ja davon.
Selbst eher dem Großbürgertum zugehörig, hat man für sich selbst wenig bis keine Verwendung für die ZJ-Religion. Ergo kann man ja auch ein paar kritische Akzente in den Artikel mit einfliessen lassen.
Die aber, tuen der WTG letztendlich nicht weh.

Weis sie doch zur Genüge. Sollte sie je mit einer ernsthaften Opposition zu sich und Scientology-gleichen Feldern auf der Politikebene konfrontiert werden.
Diese Kreise  werden zu ihr jedenfalls nicht gehören!

„ ... Und auch das klingt wie manches andere an diesem sonnigen Vormittag wie eine Aussage aus einer längst vergangenen Zeit."
Mit diesen Worten lässt ein anderer ZJ-Kongresbericht,  seinen Artikel ausklingen.
Dessen Verfasserin hat sich dann vielleicht etwas mehr an notwendiger Kritikfähigkeit bewahrt, als etwa der vorzitierte-Artikel, wenn sie denn unter anderem auch noch konstatierte:

„der Leitspruch „Wacht beständig". Dieses Motto scheint auch für den Fall fremden Besuchs zu gelten, denn trotz der als „öffentlich" bezeichneten Großveranstaltung werden Journalist und Fotograf hier auf Schritt und Tritt begleitet.".

Oder auch den durchaus als charakteristisch zu bezeichnenden Satz:

„In vermeintlich spontanen Gesprächsrunden erzählt da zum Beispiel ein ... Jugendlicher in – wie bei allen Teilnehmern – spürbar auswendig gelernten Worten von einem Erlebnis in der Schule ..."

Kostenlose Bücher über Zeugen Jehovas bei Google
geschrieben von: Wolfgang S...
Datum: 15. Juli 2009 22:51
Guten Abend,

jede Menge online lesbarer Bücher finden sich unter der Url:

http://books.google.com/books?q=Zeugen+Jehovas&btnG=Nach+B%C3%BCchern+suchen&hl=de

Gruß
wolfgang

PS: Auch Herr Drahbecks Buch steht vollständig zur Verfügung.

http://books.google.com/books?id=dYVWgHsYxJkC&printsec=frontcover&dq=Zeugen+Jehovas&lr=&hl=de
Re: Kostenlose Bücher über Zeugen Jehovas bei Google
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 16. Juli 2009 05:22
Zum thematischen Weiterlesen auch:

Extern

Was indessen das Google Buch-Einscann-Programm anbelangt.
Es ist richtig, man kein einzelne Seiten darin lesen. Solche Bücher sind mit der Zusatzangabe "Eingeschränkte Vorschau" ausgewiesen.
Aus eigener Erfahrung indes weis ich, es kommen dann immer wieder Seitenblöcke darin vor, worin Google mitteilt, jene Seiten stünden Online nicht zur Verfügung. Kopien etwa sind auch nicht möglich; jedenfalls nicht als html-Text.
Es ist also eher nur ein etwas umfänglicheres Blättern in solchen Büchern möglich.

Zudem gibt es weiterhin beträchtliche Mengen von Büchern, die auf diesem Wege nicht zugänglich sind. Die Bücher welche Google mit der Angabe "Eingeschränkte Vorschau" nachweist, sind in der Minderzahl.
Zudem beschränkt sich Google auf die eigenen Unterlagen.
Es gibt durchaus - vereinzelt - auch andernorts Volltexte.
Die wiederum werden so von Google nicht registriert.

In der Regel ist ja die Voraussetzung dass die Verlage/Autoren damit einverstanden sind, dass Google dieses Angebot zur Verfügung stellt.
Wirklich komplette Bücher, ohne vorgenannte Einschränkungen, gibt es nur bei solchen Büchern (einigen), deren Erscheinungsdatum vor 1850 (etwa) liegt.

Dabei auch die Beobachtung.
Grundlage des Google-Einscann-Programmes sind in der Hauptsache wissenschaftliche Bibliotheken des Englischsprachigen Raumes. Haben die - einzelne - auch Deutschsprachige Bücher in ihrem Bestand, hat man Glück gehabt. Nur, das was als Deutschsprachige Bücher auch in dortige Bestände gelangte, ist eher gering. Also man kann auch für diesen Zeitraum nur einzelne Titel ermitteln.

Und diejenigen, die sich für Bücher des Zeitraumes vor 1850 interessieren, sind eher dünn gesät. Die „Otto Normalverbraucher" dürften wohl zu ihnen nicht zählen.

Das Google-Bucheinscann-Programm sieht sich weiterhin massiven Sperrfeuer ausgesetzt. Mir ist jedenfalls keine Deutschsprachige Bibliothek bekannt, die da ihre Bestände auch zur Verfügung stellen würde.
Soweit es denn Deutschsprachige Bibliotheken anbelangt, ist deren Devise offenbar eher die, wenn - dann kochen wir unser eigenes Süppchen - .

Der „Karlruher Virtueller Katalog" weist mittlerweile auch einen Link für Online zugängliche Buchbestände nach. (Elektronische Volltexte).
Fragt man den indessen gezielt ab, ist das dabei herauskommende Ergebnis eher mager bis Supermager!

Karlsruher Virtueller Katalog
Re: Kostenlose Bücher über Zeugen Jehovas bei Google
geschrieben von: wos
Datum: 17. Juli 2009 15:47
Hallo,
danke für die Hinweise in der Tat sind nicht alle Bücher bei Google lesbar aber man kann die Suche modifizieren, damit man nur Bücher erhält, die mindestens eingeschränkt verfügbar sind.

alturl.com/rm9a
Gruß
wos
Heydemann
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 10. Juli 2009 14:06
Eine Personalentscheidung ist zu registrieren.
Das Dresdner „Hannah Arendt Institut", in der letzten Zeit ohne Führungsspitze, hat nun einen neuen Direktor erhalten.

Nicht so sehr die eigenen Bücher bzw. Aufsätze von Günther Heydemann, sind mir persönlich ein „Begriff". Wohl eher schon seine Herausgebertätigkeit.

Jens-Uwe Lahrtz, Verfasser einer auch Zeugen Jehovas-spezifischen Dissertation etwa, nennt ihn als Gutachter, der mit Einfluss auf die Erscheinung seiner Arbeit nehmen konnte.
Angenehmer empfinde ich besonders den Umstand, dass von Herrn Heydemann eben keine die Scientology bagatellisierenden Arbeiten vorliegen.

Und auch keine ausgesprochene Lobbyistenarbeit (unter anderem) auch für die WTG.
Das war ja, wie man weis, bei seinem letzten Amtsvorgänger grundlegend anders.

Im Jahre 2003 etwa, fungierte Günther Heydemann zusammen mit Heinrich Oberreuter als Herausgeber einer von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebenen Publikation mit dem Titel:

„Diktaturen in Deutschland
- Vergleichsaspekte, Strukturen, Institutionen und Verhaltensweisen"
Selbige ist dann wohl für hiesige Verhältnisse auch dahingehend interessant, dass sie unter anderem einen Aufsatz enthält von Gerald Hacke zum Zeugen Jehovas-Thema.
Grundlegend neues arbeitet Hacke in selbigem wohl eher weniger heraus. Wer seine selbstständige Schrift zum ZJ-Thema bereits kennt, wird in genanntem Aufsatz kaum darüber hinausgehendes vorfinden.

Immerhin schreibt Hacke in genanntem Aufsatz auch die Sätze:

„Für die Beantwortung der Frage, warum die Zeugen Jehovas im zwanzigsten Jahrhundert sowohl in demokratischen Staaten als auch unter autoritären und totalitären Regimen Verfolgungen ausgesetzt waren, ist aber das Wissen über die Grundzüge ihrer Glaubenslehre, insbesondere ihres Staats- und Politikverständnisses, unabdingbar."

Das ist dann ja wohl zurückhaltend formuliert, in der Sache aber sehr wohl richtig. Und im Kontext dieser Grundthese, wirkt die ZJ-KdöR-Angelegenheit, einmal mehr als befremdlich.

Weiter so Hacke:

„Eine Radikalisierung erfuhr diese "Absonderung", als der "Wachtturm" ... 1929 in zwei Artikeln die frühere Interpretation der "obrigkeitlichen Gewalten" (Römer 13, 1-7)
auf eine völlig neue Grundlage stellte
Die Konsequenzen der neuen Auslegung waren beträchtlich."

Wiederum dazu die Feststellung. Zwar „zurückhaltend" formuliert, aber in der Sache nicht falsch.

Um es auch mal so zu formulieren.
Stützte sich B... auch auf den WTG-Apologeten Waldemar Hirch, dem ich weitgehend die Objektivität bei seinen Ausarbeitungen abspreche.
So würde ich nicht davon reden, dass Heydemann sich nun im gleichen Umfange vor den WTG-Karren spannen ließe.

Von Heydemann gibt es beispielsweise kein apologetisches Filmopus von Poppenberg realisiert.
In selbigem unter anderem B... als „Hauptstar".
Ich würde zwar nicht mit Hacke in allen Details übereinstimmen. Gleichwohl ihm konzedieren, weitaus näher dem Kriterium der Objektivität zu sein, als etwa Herr Hirch.

Etwa zehn Jahre früher - also 1993 - ist mir ein weiteres von Heydemann zusammen mit Lothar Kettenacker herausgegebenes Buch, auch partiell zu einem Begriff geworden.
Selbiges trug den Titel:
"Kirchen in der Diktatur"

Darin gab es unter anderem einen Aufsatz von Olof Klohr mit dem Titel „Atheismus in der DDR".
In westlichen Kreisen, namentlich den kirchlich orientierten, zeichnet man ja gerne das Bild vom Religionsvernichtenden Osten.
Bei näherem Hinsehen ein Zerrbild.

Selbstredend verstand der Osten, bei allem was seine politischen Machtansprüche tangierte, keinerlei „Spaß" und antwortete fallweise auch darauf mit seiner Repressionsmaschinerie.
Indessen unterhalb dieser Ebene kuschte sogar die SED vor ihrer Blöckflöte namens CDU.
Klohr kann's bezeugen, wie er auf CDU-Druck hin in die symbolische Wüste gejagt wurde.

Das alles spielte sich weniger im Bewusstsein der westlichen Öffentlichkeit ab. Aber Symptome dafür, dass jenes von Klohr und noch ein paar Gesinnungsgenossen herausgegebene Schrifttum atheistischer Art, praktisch als „Geheime Verschlusssache" gehandhabt wurde, blos um die Blöckflöte CDU nicht in ihrem Dogma zu stören, gibt es etliche.

Zu DDR-Zeiten konnte (und wollte) Klohr als strammer Parteisoldat darüber nicht reden.
Hier in dem genannten Buch nennt er, nach dem Ende der DDR, erstmals einige der Fakten dazu.

Fühlen sich heute noch einige CDU-Politiker dazu berufen, jedes Wort eines kirchlichen Amtsträgers als „heiliges Evangelium" zu kanonisieren, könnte für manchen lehrreich sein, wie es denn der Gegenseite so erging (eben im genannten Fall dem Klohr als exemplarisches Beispiel).
In dem genannten von Heydemann mit herausgegebenen Buche, konnte man auch dazu, erhellendes lesen!
Frau von x
geschrieben von: Fernsehtipps
Datum: 25. Juni 2009 12:47

Heute, 21 Uhr, 3sat

scobel
Die Therapiegesellschaft

"Wenn das Leben immer komplizierter und schwieriger wird, wenn die eigenen psychischen Kräfte für eine Krisenbewältigung nicht mehr ausreichen, dann wird es Zeit für eine Therapie. ... Der Philosoph Peter Sloterdijk, ..., argumentiert, dass auch Religionen im Kern Therapie und Übungssysteme sind. ..."


Heute, 22.35 Uhr, mdr
Nah dran
"...
Kann denn Bus fahren Sünde sein?
Der Impuls kam von den Straßen Londons. Dort störte sich die Journalistin Ariane Sherine an religiöser Werbung, die Ungläubigen die 'Ewigkeit in den Qualen der Hölle' androhte. Sie pfiff zur Gegenaktion und ließ atheistische Werbung an Busse schlagen - ...

Re: Das System der Thread-Schliessung
geschrieben von: Drahbeck
Datum: 25. Juni 2009 17:08

X ~ mysnip
Hallo Manfred,
wieviel Zeit bleibt mir bis dieser Thread geschlossen wird?
Viele Grüße!

Das System der Threadschliessung ist dahingehend.
Die Startseite umfasst cirke 50 Thread's.
Kommen neuen Thread's hinzu rutschen jene, auf die nicht mehr geantwortet wird, immer weiter nach unten, bis sie dann nicht mehr auf der Startseite, sondern der davorliegenden sich befinden. Das sind dann die „Kandidaten" der Thread-Schliessung.
Aus dem Grunde auch, weil in gewissen Intervallen auch manuelle Forumsarchive erstellt werden. Für letztere ist aber unabdingbar, dass sie sich inhaltlich nicht mehr verändern.

Als Überlegungsempfehlung noch, besonders wenn sich innerhalb eines Thread's die Thematik verschiebt. Zwar einem Grundgedanken folgt, aber doch mit zunehmender anderer Tendenz. Dann wäre meine Empfehlung an die Thread-Starter, ob sie nicht selber einen neuen Thread aufmachen, und dann vielleicht selbst einleitend eine Verlinkung auf den Vorgängerthread vornehmen.

Ist das alles in überschaubaren Dimensionen, mag es nicht zwingend erforderlich sein.
Wird aber ein Thread zu groß wächst auch seine Unübersichtlichkeit.

Aber um nochmals auf den angefragten Thread zurückzukommen. Solange er immer wieder ergänzt wird, sofern er nicht schon ganz unten auf der Startseite war, kann sich seine Schliessung bis zum „unendlichem" hinauszögern.
Der Ausnahmefall, dass aus sachlichen Gründen, selten (aber es kam auch schon vor), auch auf der Startseite Thread's geschlossen werden, mal jetzt unberücksichtigt bleibend.

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