"Hätten Sie gern eine Antwort?"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 04. Oktober 2008 15:21

WTG- Traktat 2008 Hätten Sie gern eine Antwort?
Seite 1
,,EINE Antwort worauf?

Auf einige der wichtigsten Lebensfragen, über die sich Menschen Gedanken machen.


Seite 4
Mit dem Buch Was lehrt die Bibel wirklich? können Sie in kurzer Zeit die klaren Antworten der Bibel auf wichtige Lebensfragen kennenlernen.

Wenn Sie mehr erfahren möchten . . .

www.watchtower.org"


Unser Königreichsdienst! September 2008 S.1
,,Falls das Versammlungsgebiet sehr groß ist, könnten die Ältesten empfehlen, schon beim ersten Besuch überall dort, wo niemand zu Hause ist, ein Traktat in den Briefkasten zu werfen, allerdings nur in Briefkästen ohne die Aufschrift ,,Keine Werbung"."
>>> http://forum.mysnip.de/read.php?27094,12837,14310#msg-14310

Ich hätte gern eine Antwort.

Eine Antwort worauf?

Machen Sie Werbung für ihr Buch und ihre Organisation?

Steven Hassan - Ausbruch aus dem Bann der Sekten S.191,192
Versuchen Sie, mich in irgendeine Organisation zu werben?

Direkt auf den Versuch einer Anwerbung angesprochen, wird der Werber häufg antworten:

>>Nein, ich finde Sie einfach nett und möchte etwas mit ihnen teilen. Was Sie dann mit dieser Information anfangen, bleibt ganz Ihnen überlassen.<<

Na gut. Behalten Sie diese Frage einfach im Hinterkopf, denn wenn es sich um eine totalitäre Sekte handelt, dann werden Sie irgendwann merken, daß man Sie tatsächlich anwerben will. Dann sollten Sie sich erinnern, daß der Werber Sie damals angelogen hat. Sie sollten sich gebührend empören und gehen.


>>> http://forum.mysnip.de/read.php?27094,12489,14537#msg-14537

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort? - Werden Tote irgendwann wieder leben?"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 05. Oktober 2008 14:54

WTG-Traktat 2008 Hätten Sie gern eine Antwort? S.1
,,EINE Antwort worauf? Auf einige der wichtigsten Lebensfragen, über die sich Menschen Gedanken machen. Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt:

Liegt Gott etwas an uns?

Werden die Kriege und all das Leid je aufhören?

Was geschieht beim Tod?

Werden Tote irgendwann wieder leben?

Wie betet man richtig?

Was macht wirklich glücklich?


Viele suchen in Bibliotheken oder Buchhandlungen nach Antworten auf diese Fragen. Schließlich gibt es Tausende von Büchern, die eine Antwort versprechen. Allerdings widersprechen sich diese Bücher oft. Nicht selten sind sie schon nach kurzer Zeit überholt und werden überarbeitet oder durch andere Bücher ersetzt."

WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes
S.60 ,,Wie stand es aber unterdessen mit dem Oktober 1914? Jahrzehntelang hatten Russell und seine Gefährten verkündigt, daß die Zeiten der Nationen 1914 zu Ende gehen würden."
S.635 ,,Je näher das Jahr 1914 rückte, umso größer wurden die Erwartungen. Was würde es bringen?"
S.135 ,,Zuerst glaubten sie, das Königreich Gottes hätte bis dahin die volle, universelle Herrschaft erlangt."
S.62 ,,Der Oktober 1914 verging . . ."

S.78 ,,Man erwartete 1925 nicht nur die Auferstehung treuer Männer aus alter Zeit, sondern manch einer hoffte, daß gesalbte Christen in jenem Jahr ihren himmlischen Lohn erhalten würden.*
Das Jahr 1925 kam und ging . . ."

S.104 ,,Die Zeugen hatten lange geglaubt, die Tausendjahrherrschaft Christi werde auf 6000 Jahre Menschheit folgen. Aber wann würden 6000 Jahre der Existenz des Menschen enden? Das Buch Ewiges Leben - in der Freiheit der Söhne Gottes, das 1966 auf den Bezirkskongressen freigegeben wurde, wies auf 1975 hin."

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - "Was sagt die Bibel über Menschen, die andere absichtlich täuschen?"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 11. Oktober 2008 13:12

WTG-Traktat 2008 Hätten Sie gern eine Antwort? S.1
,,EINE Antwort worauf? Auf einige der wichtigsten Lebensfragen, über die sich Menschen Gedanken machen. Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt:

Werden die Kriege und all das Leid je aufhören?

Werden Tote irgendwann wieder leben?


Viele suchen in Bibliotheken oder Buchhandlungen nach Antworten auf diese Fragen. Schließlich gibt es Tausende von Büchern, die eine Antwort versprechen. Allerdings widersprechen sich diese Bücher oft. Nicht selten sind sie schon nach kurzer Zeit überholt und werden überarbeitet oder durch andere Bücher ersetzt."

WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes
S.60 ,,Wie stand es aber unterdessen mit dem Oktober 1914? Jahrzehntelang hatten Russell und seine Gefährten verkündigt, daß die Zeiten der Nationen 1914 zu Ende gehen würden."
S.635 ,,Je näher das Jahr 1914 rückte, umso größer wurden die Erwartungen. Was würde es bringen?"
S.135 ,,Zuerst glaubten sie, das Königreich Gottes hätte bis dahin die volle, universelle Herrschaft erlangt."
S.62 ,,Der Oktober 1914 verging . . ."

S.78 ,,Man erwartete 1925 nicht nur die Auferstehung treuer Männer aus alter Zeit, sondern manch einer hoffte, daß gesalbte Christen in jenem Jahr ihren himmlischen Lohn erhalten würden.*
Das Jahr 1925 kam und ging . . ."

S.104 ,,Die Zeugen hatten lange geglaubt, die Tausendjahrherrschaft Christi werde auf 6000 Jahre Menschheit folgen. Aber wann würden 6000 Jahre der Existenz des Menschen enden? Das Buch Ewiges Leben - in der Freiheit der Söhne Gottes, das 1966 auf den Bezirkskongressen freigegeben wurde, wies auf 1975 hin."

,,Was sagt die Bibel über Menschen, die andere absichtlich täuschen? Wem schaden sie"

Wachtturm 15.August 2008 S.2
,,Der Wachtturm bietet den Menschen Trost durch die gute Botschaft, dass Gottes Königreich, eine wirkliche Regierung im Himmel, bald allem Bösen ein Ende setzen und die Erde zu einem Paradies machen wird. . . .
Er fördert den Glauben . . . seit 1879 . . ."


WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes S.715, 716
,,Ähnlich verhält es sich mit denen, die heute beständig wachen. Sie sind sich dessen voll bewußt, daß es immer schwieriger wird, auf das Kommen Jesu zu harren, je länger die Zeit des Endes andauert. Sie haben aber den Glauben an die Worte Jesu nicht verloren: ,,Wahrlich, ich sage euch, daß diese Generation auf keinen Fall vergehen wird, bis alle diese Dinge geschehen." (Mat. 24:34). Mit dem Ausdruck ,,diese Dinge" sind die verschiedenen Bestandteile des kombinierten ,,Zeichens" gemeint. Dieses Zeichen ist seit 1914 zu sehen und wird in der ,,großen Drangsal" seinen Höhepunkt erreichen (Mat. 24:21). Die ,,Generation", die 1914 am Leben war, schwindet nun sehr schnell dahin. Das Ende kann nicht allzuweit entfernt sein. "

Wachtturm vom 15.August 2008 S.9
,,Ein alter Prophet ,,täuschte ihn
... ,,Auch ich bin ein Prophet wie du, und ein Engel selbst hat zu mir durch das Wort Jehovas geredet, indem er sprach: 'Lass ihn mit dir zu deinem Haus zurückkommen, damit er Brot esse und Wasser trinke.' " Doch die Bibel ergänzt: ,,Er täuschte ihn" (1.Kö. 13:11-18).

9 Ganz gleich welche Beweggründe der alte Prophet gehabt haben mag: Er hat gelogen. Vielleicht war der alte Mann ja früher einmal ein treuer Prophet Jehovas. Doch jetzt handelte er trügerisch, und das wird in der Bibel deutlich verurteilt. (Lies Sprüche 3:32.) Wer seine Mitmenschen absichtlich täuscht, setzt nicht nur sein eigenes Verhältnis zu Jehova aufs Spiel, sondern oft auch das der anderen.

9. Was sagt die Bibel über Menschen, die andere absichtlich täuschen? Wem schaden sie?"

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort? - Es kostet Sie nichts, außer ein wenig Zeit."

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 12. Oktober 2008 21:19

WTG-Traktat 2008 Hätten Sie gern eine Antwort?
Seite 4
,,Es kostet Sie nichts, außer ein wenig Zeit. Auf der ganzen Welt haben schon Millionen Menschen davon profitiert. Und viele sind voller Begeisterung zu dem Schluß gekommen: ,,Ich habe die Antwort auf meine Fragen gefunden!"

WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes
S.283, 284 ,,Um des Königreiches alles aufgeben
Sie erkannten, daß sie, wenn sie sich als würdig erweisen wollten, an Gottes Königreich teilzuhaben, dieses an die erste Stelle setzen mußten, indem sie ihr Leben, ihre Fähigkeiten, und ihre Mittel gern in den Dienst des Königreiches Gottes stellten.Alles andere mußte in ihrem Leben zweitrangig sein. . . ."

S.342 ,,Auf ihren Bezirkskongressen 1985/86 wurde das Thema besprochen: ,,Jehova mit unseren wertvollen Dingen ehren" (Spr. 3:9). Es wurde betont, daß nicht nur Besitz, sondern auch unsere Körper- und Verstandeskraft sowie geistige Güter zu diesen wertvollen Dingen gehören.
Bruder Russell machte bereits 1904 darauf aufmerksam, daß jemand, der sich Gott völlig geweiht (oder wie wir heute sagen, hingegeben) hat, ,,dem Herrn schon alles gegeben" hat. Er solle sich daher ,,als bloßer Verwalter seiner Zeit, seines Einflusses, seines Geldes betrachten und darauf bedacht sein . . ., dies alles nach Kräften zur Ehre des Herrn zu verwenden". Er fügte hinzu, der Betreffende werde ,,unter der Leitung der Weisheit von oben" durch die Liebe zum Herrn, die täglich ,,durch die Kenntnis der Wahrheit und die Erfüllung mit seinem Geiste" wachse, ,,mehr und mehr Zeit, mehr und mehr Einfluß, mehr und mehr andere Mittel zum Dienste an der Wahrheit verfügbar finden" (Schriftstudien, ,,Die Neue Schöpfung", S. 348, 349)."


Steven Hassan Ausbruch aus dem Bann der Sekten S.190, 194
Fragen stellen: Wie man sich vor gefährlichen Sekten wappnet
Ein kundiger Verbraucher zu sein kann Ihnen viel Zeit, Energie und Geld sparen. Wenn es um totalitäre Sekten geht, kann es Ihnen sogar ihre Seele bewahren. Für den Fall, daß sie einmal von jemandem angesprochen werden, der versucht, Informationen aus Ihnen herauszuholen, oder Sie zur Teilnahme an einem Programm einlädt, gibt es ganz spezifische Fragen, mit deren Hilfe Sie über 90 Prozent aller Sektenwerber entlarven oder meiden können. Diese Fragen erfüllen ihren Zweck am besten, wenn man sie freundlich, aber sehr direkt stellt und aussagekräftige Antworten verlangt. . . .


Wie stehen Sie zu Ex-Mitgliedern Ihrer Gruppe?

Haben Sie sich mal mit einem Ex-Mitglied zusammengesetzt, um herauszubekommen, warum derjenige ausgetreten ist?

Falls nicht, warum nicht?

Beschränkt die Gruppe den Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern?


Diese Fragen zählen zu den aufschlußreichsten, die man einem Sektenanhänger stellen kann.

Eine rechtmäßig handelnde Organisation würde niemals den Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern zu verhindern suchen.

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" 1881 bis 2008

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 14. Oktober 2008 21:25

WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes
S.575, 576 ,,1879 . . . Herausgabe von Zions Wacht-Turm und Verkündiger der Gegenwart Christi . . .

Im folgenden Jahr wurde das erste Traktat einer umfangreichen Serie, . . . vorbereitet. . . .
1881 wurden innerhalb von vier Monaten 1 200 000 Traktate mit insgesamt 200 000 000 Seiten herausgegeben. . . .
Danach stieg die Produktion von Bibeltraktaten, die kostenlos verbreitet wurden, schnell auf zigmillionen Jahr für Jahr. Die Traktate wurden in ungefähr 30 Sprachen gedruckt . . ."

S.421 ,,Bevor der Erste Weltkrieg große Verwüstungen anrichtete, war weltweit ein umfassendes Zeugnis gegeben worden. . . .

S.422 ,,Die Bibelforscher hatten . . . Hunderte von Millionenen Traktate . . . verbreitet.

Während dieser ersten Jahrzehnte in der neuzeitlichen Geschichte der Zeugen Jehovas wurde bestimmt ein beachtliches, gründliches, weltweites Zeugnis gegeben. Aber eigentlich begann das Werk gerade erst.

Anfang der 1880er Jahre beteiligten sich nur ein paar Hundert rege an der Verbreitung der biblischen Wahrheit. 1914 nahmen nach vorhandenen Berichten ungefähr 5 100 an diesem Werk teil. Andere verbreiteten möglicherweise gelegentlich Traktate. Es waren relativ wenige tätig.

Diese kleine Schar von Evangeliumsverkündigern hatte in der zweiten Hälfte des Jahres 1914 auf verschiedene Weise die Verkündigung des Königreiches Gottes bereits auf 68 Länder ausgedehnt. Und ihr Werk als Prediger und Lehrer des Wortes Gottes wurde in 30 dieser Länder ziemlich beständig durchgeführt.

Ehe die Zeiten der Nationen endeten, waren Millionen von Büchern und Hunderte von Millionen Traktate verbreitet worden. Außerdem druckten 1913 2 000 Zeitungen regelmäßig Predigten C.T. Russells ab, und im Jahre 1914 sahen auf drei Kontinenten insgesamt über
9 000 000 Menschen das ,,Photo-Drama der Schöpfung".

Man hatte wirklich ein erstaunliches Zeugnis gegeben. Aber es sollte noch viel mehr folgen."

UNSER KÖNIGREICHSDIENST!

September 2008

,,Besondere Traktataktion vom 20.Oktober bis 16.November!"


>>> http://forum.mysnip.de/read.php?27094,12837,14310#msg-14310

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - "apokalyptische Grundausrichtung schon seit mehr als 100 Jahren"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 15. Oktober 2008 21:48

Wachtturm 15.August 2008 S.2
,,Der Wachtturm bietet den Menschen Trost durch die gute Botschaft, dass Gottes Königreich, eine wirkliche Regierung im Himmel, bald allem Bösen ein Ende setzen und die Erde zu einem Paradies machen wird. . . .
Er fördert den Glauben . . . seit 1879 . . ."


WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes S.715, 716
,,Ähnlich verhält es sich mit denen, die heute beständig wachen. Sie sind sich dessen voll bewußt, daß es immer schwieriger wird, auf das Kommen Jesu zu harren, je länger die Zeit des Endes andauert. Sie haben aber den Glauben an die Worte Jesu nicht verloren: ,,Wahrlich, ich sage euch, daß diese Generation auf keinen Fall vergehen wird, bis alle diese Dinge geschehen." (Mat. 24:34). Mit dem Ausdruck ,,diese Dinge" sind die verschiedenen Bestandteile des kombinierten ,,Zeichens" gemeint. Dieses Zeichen ist seit 1914 zu sehen und wird in der ,,großen Drangsal" seinen Höhepunkt erreichen (Mat. 24:21). Die ,,Generation", die 1914 am Leben war, schwindet nun sehr schnell dahin. Das Ende kann nicht allzuweit entfernt sein. "

Auszüge: Elmar Köppl DIE ZEUGEN JEHOVAS - Eine psychologische Analyse 1985 3.Auflage 2001 S.63, 64
>>> http://forum.mysnip.de/read.php?27094,2277,3257#msg-3257
3.5.2. Kognitive Dissonanz und die Falsifikation religiöser Prophezeiungen

Das Dissonanzkonzept stellt für uns insofern ein wertvolles Instrument dar, als es einige Ableitungen über die Folgen von empirisch widerlegten religiösen Überzeugungen zuläßt, insbesondere im Zusammenhang mit folgender Fragestellung:

Wie läßt es sich erklären, daß die WTG ihre apokalyptische Grundausrichtung schon
seit mehr als 100 Jahren beibehalten konnte, obwohl sie breits des öfteren den Weltuntergang vorausgesagt und zeitlich fixiert hat. Ihre Endtermine verstrichen, ohne daß nur ein apokalyptisches Zeichen sichtbar geworden wäre, aber solche wiederholten "Ent-Täuschungen" konnten weder die Überzeugung ihrer Anhängerschaft zunichtemachen, noch die Expansion der Sektenmitgliederzahl aufhalten.

Wir möchten hier nicht alle Endzeitberechnungen, die zum Teil äußerst kompliziert sind, explizit darstellen, sondern es geht uns primär darum, wie die ZJ den kognitiven Konflikt, der durch die Falsifikation ihrer berechneten Termine entstand, bewältigten. Dabei werden wir uns auf die drei bedeutensten "Weltuntergangstermine", auf die Jahre
1914, 1925 und 1975, beschränken.

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - 1914 -

geschrieben von: X ~ mysnip

WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes
S.60 ,,Wie stand es aber unterdessen mit dem Oktober 1914 ?"
S.135 ,,Zuerst glaubten sie, das Königreich Gottes hätte bis dahin die volle, universelle Herrschaft erlangt."

Auszüge: Elmar Köppl DIE ZEUGEN JEHOVAS - Eine psychologische Analyse S.64, 65
3.5.2. Kognitive Dissonanz . . .

a) für das Jahr 1914:

Im Band 2 seines Hauptwerkes "Schriftstudien" sagte
RUSSELL - unter Berufung auf seine biblische Chronologie - für das Jahr 1914 die Wiederherstellung des irdischen Paradieses und den Abschluß des Universalkrieges Gottes voraus.

Er schrieb:


"Man verwundere sich daher nicht, wenn wir in den nachfolgenden Kapiteln Beweise beibringen . . ., daß der 'Krieg des großen Gottes des Allmächtigen' (Offb. 16:14), der im Jahre 1914 zu Ende gehen soll, bereits angefangen hat" (43).

Nach den Berechnungen sollte der Weltuntergang am 1.Oktober (1914) eintreten, wovon neben vielen anderen auch RUSSELs enger Glaubensbruder
A.H. MacMILLAN überzeugt war, der in seinem Buch "Faith on the March" schrieb:

"Ich war gebeten worden, am Mittwoch (30.Sept. 1914) einen Vortrag über das Thema zu halten: 'Das Ende aller Dinge hat sich genaht; seid daher gesunden Sinnes, und seid wachsam im Hinblick auf Gebete'. Nun, das war so richtig nach meinem Geschmack. Ich selbst glaubte es aufrichtig, daß die Kirche im Oktober 'heimgehen' werde. Während dieses Vortrages machte ich folgende unglückliche Bemerkung: 'Das ist wahrscheinlich der letzte öffentliche Vortrag, den ich je halten werde, denn wir werden bald heimgehen". (44)

(43) Russel, Ch.T., Die Zeit ist herbeigekommen, Schriftstudien Band 2, 1889, S. 97.
(44) Jahrbuch der Zeugen Jehovas, Wien 1975, S 71.

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - 1925 -

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 17. Oktober 2008 22:35

WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes
S.78 ,,Man erwartete 1925 nicht nur die Auferstehung treuer Männer aus alter Zeit, sondern manch einer hoffte, daß gesalbte Christen in jenem Jahr ihren himmlischen Lohn erhalten würden."

Auszüge: Elmar Köppl DIE ZEUGEN JEHOVAS - Eine psychologische Analyse S.65
3.5.2. Kognitive Dissonanz . . .

b) für das Jahr 1925:

Nach dem Tod von RUSSELL begeisterte der neue Präsident
RUTHERFORD die Gläubigen erneut mit einer bemerkenswerten Hoffnung:

"Die Welt ist am Ende - Millionen jetzt lebender Menschen werden niemals sterben!", verkündete er auf einem öffentlichen Vortrag in Los Angeles (Kalifornien) am Sonntag, dem 24. Februar 1918 (45).

RUTHERFORD war von den "Beweisen" überzeugt, daß "die alte Ordnung der Dinge, die alte Welt zu Ende geht und deshalb gänzlich vergehen wird; daß die neue Ordnung hereinbricht, und daß das Jahr 1925 Zeuge der Auferstehung der alttestamentlichen Überwinder und des Beginns eines Wiederaufbaus der zertrümmerten Weltordnung sein wird" (46).

(44) Jahrbuch der Zeugen Jehovas, Wien 1975, S.71.
(45) vgl. The Watch Tower, 1.März 1918, S.80.
(46) Rutherford, J.F., Millionen jetzt lebender Menschen werden niemals sterben, Brooklyn 1920, S.104.

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - 1975 -

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 18. Oktober 2008 20:55

WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes
S.104 ,,Die Zeugen hatten lange geglaubt, die Tausendjahrherrschaft Christi werde auf 6000 Jahre Menschheit folgen. Aber wann würden 6000 Jahre der Existenz des Menschen enden? Das Buch Ewiges Leben - in der Freiheit der Söhne Gottes, das 1966 auf den Bezirkskongressen freigegeben wurde, wies auf 1975 hin."

Auszüge: Elmar Köppl DIE ZEUGEN JEHOVAS - Eine psychologische Analyse S.66, 67
3.5.2. Kognitive Dissonanz . . .

c) für das Jahr 1975:

Um das "apokalyptische Heute", das Gefühl der Unmittelbarkeit des Reiches Gottes unter der Änhängerschaft wachzuhalten, stellte die
WTG im Jahre 1966 ihre jüngste Endzeitversion auf.

Im
Buch "Ewiges Leben - in der Freiheit der Söhne Gottes" (47) wird für den Frühherbst des Jahres 1975 die Inauguration des Milleniums in Aussicht gestellt und damit die Hoffnungen tausender Überzeugter geweckt. Gemäß der in diesem Buch veröffentlichten Bibelchronologie, die zuverlässiger sei, als alle bisherigen Berechnungen, "werden 6000 Jahre, von der Zeit der Erschaffung des Menschen an, mit dem Jahre 1975 enden, und die siebente Periode von eintausend Jahren Menschheitsgeschichte beginnt im Herbst des Jahres 1975 u.Z. . . . . Wie passend es für Jehova Gott sein würde, diese kommende siebente Periode von tausend Jahren zu einer Sabbatperiode der Ruhe und Befreiung zu machen, zu einem großen Jubeljahrsabbat, um Freiheit auf der ganzen Erde allen ihren Bewohnern auszurufen! . . . Es würde sich nicht nur lediglich um Zufall oder Wahrscheinlichkeit handeln, sondern es würde gemäß dem liebenden Vorhaben Jehovas Gottes sein, daß die Herrschaft Jesu Christi, des 'Herrn über den Sabbat', parallel mit dem siebenten Millenium der Existenz des Menschen läuft . . . . Folglich ist nun jeglicher Grund dafür vorhanden, daß die menschliche Schöpfung, nicht durch Menschen, sondern durch den allmächtigen Gott, noch frei gemacht werden wird. Die langersehnte Zeit dafür ist herbeigekommen!" (48)

Obwohl in diesem Zitat im Konjunktiv gesprochen wird, um vielleicht einem eventuellen Fehler vorzubeugen, geht aus ihm unmißverständlich hervor, daß man im Jahre 1975 mit hoher Wahrscheinlichkeit den Anbruch des Tausendjahrreiches Gottes erwarten könne. Daß ein Großteil der ZJ auch wirklich davon überzeugt war, kann man daraus schließen, daß ihr durchschnittlicher Missionseifer - wie aus dem Aktivitätsindex (s. Tab. 1) hervorgeht - anstieg und viele ihre beruflichen Verpflichtungen aufgaben, um sich der Sondertätigkeit eines Pioniers (49) zu widmen.

Darüber hinaus erklärte der heutige Präsident der WTG
F.W.FRANZ am 30.August 1975 auf dem Bezirkskongreß der ZJ in Gelsenkirchen (BRD), daß am Freitag, den 5.September des genannten Jahres mit Sonnenuntergang 6000 Jahre Menscheitsgeschichte enden würden (50). Dieses Berechnungsschema ähnelt der Chronologie von RUSSELL, derzufolge jeder Schöpfungstag von Gen. 1 siebentausend Jahre dauere, wobei sich während der ersten 6000 Jahre des siebten Tages die Menschheitsgeschichte abspiele; am Beginn des letzten Jahrtausends dieses Tages werde schließlich gemäß Offb. 20 Jesus Christus sein 1000-jähriges Reich errichten.

(47) vgl. Ewiges Leben - in der Freiheit der Söhne Gottes, Brooklyn 1966 (deutsche Ausgabe, Wiesbaden 1967).
(48) Ebd., S.30 f.
(49) Vollzeit- bzw. Teilzeitprediger mit einem festgesetzten Predigtstundenziel, das damals 150 bzw. 100 Stunden/Monat betrug.
(50) vgl. Materialdienst, 1976,19:294.

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - "Das Ausbleiben der 'Stunde Null'"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 19. Oktober 2008 23:00

Auszüge: Elmar Köppl DIE ZEUGEN JEHOVAS - Eine psychologische Analyse S.67-69
3.5.2. Kognitive Dissonanz . . .

Wie aus Tab. 1 klar ersichtlich ist, wurden vor dem vermeintlichen Datum vermehrte Anstrengungen unternommen, um die Menschen vor den dramatischen Ereignissen zu warnen. Als jedoch diese ausblieben, ließ die Aktivität deutlich nach und erst seit dem Jahre 1979 ist wieder ein Aufwärtstrend zu verzeichnen, der bis heute anhält.

Tab. 1: Aktivitätsindex (51) und durchschnittliche Anzahl der Pioniere von 1972 - 1983

Jahr       Aktivitätsindex in Stunden       Pioniere
1972       182,84                            92.026
1973       181,37                            94.604
1974       197,34                           127.135
1975       185,36                           130.225
1976       167,99                           113.926
1977       151,82                           119.289
1978       147,25                           115.389
1979       152,10                           127.558
1980       156,03                           137.861
1981       159,55                           151.180
1982       164,28                           172.859
1983       174,57                           206.098

Was geschah nun, als die ZJ mit der Nichterfüllung ihrer gepredigten Vorhersagen konfrontiert wurden?

Das Ausbleiben der "Stunde Null" konnte nicht verleugnet werden und stand im Widerspruch zu der angespannten und affektiv besetzten Erwartung, daß zum festgesetzten Datum die "alte Welt" untergehen werde.

Diese klar erkennbare Kluft zwischen Prophezeitem und der tatsächlichen Wirklichkeit mußte zu starker kognitiver Dissonanz führen.

Für die Reduktion dieser Spannung boten sich zwei Alternativen an:

- Aufgabe des Überzeugungssystems und Austritt aus der Sektengemeinde
- Suche nach konsonanter Information, nach neuen Deutungsmöglichkeiten, Vermutungen und "Beweisen" (z.B. Verweis auf einen Rechenfehler) für die Tatsache, daß die Erwartungen unerfüllt geblieben sind.


(51) Der Aktivitätsindex wird wie folgt berechnet:
Aktivitätsindex = Gesamtzahl der Predigtstunden : Verkündigerdurchschnittszahl

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - "Modifikation ihres Überzeugungssystems"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 20. Oktober 2008 20:22

Auszüge: Elmar Köppl DIE ZEUGEN JEHOVAS - Eine psychologische Analyse S.69
3.5.2. Kognitive Dissonanz . . .

Gemäß der Dissonanztheorie kommt man zur Voraussage, daß die ZJ nach der Falsifikation ihrer Prophezeiung eher eine Modifikation ihres Überzeugungssystems, im konkreten Fall eine Verschiebung des Datums (kognitionsbezogene Änderung) akzeptieren würden, als ihr Dasein als ZJ aufzugeben (verhaltensbezogene Änderung), da es für eine Person leichter ist, eine neue Erklärung zu "er-finden", als sich eingestehen zu müssen, daß die öffentlich gepredigte Überzeugung eine Illusion, ein Irrtum war und daß alle freiwilligen Opfer und Kraftanstrengungen die ganzen Jahre hindurch umsonst gewesen sind und zu nichts führten.

Diese Voraussage traf auch zu.

So führte die Widerlegung ihrer Prophezeiungen weder zur Falsifikation der Sektenprinzipien noch zur Bankrotterklärung des religiösen Glaubenssystems, sondern lediglich zu Neuinterpretationen.

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - "Neuinterpretationen für - 1914 -"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 21. Oktober 2008 21:52

WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes
S.60 ,,Wie stand es aber unterdessen mit dem Oktober 1914 ?"
S.135 ,,Zuerst glaubten sie, das Königreich Gottes hätte bis dahin die volle, universelle Herrschaft erlangt."

Auszüge: Elmar Köppl DIE ZEUGEN JEHOVAS - Eine psychologische Analyse S.69, 70
3.5.2. Kognitive Dissonanz . . .

Durch die Integration neuer kognitiver Elemente und mit Hilfe von ex post facto Rationalisierungen konnten die kognitiven Diskrepanzen erfolgreich überwunden werden und die Glaubwürdigkeit ihrer Bewegung bis heute unangetastet bleiben. Die Wirklichkeit wurde so verzerrt, daß man sein bisheriges Handeln und Tun als ZJ wieder vor sich selbst rechtfertigen konnte.
Die folgenden Neuinterpretationen und Zusatzannahmen halfen, den Schock der sichtbaren Fehlschläge zu überwinden und die Glaubwürdigkeit der WTG zu retten:

a) für 1914:

Dieses Jahr wurde wegen seiner zeitgeschichtlichen Bedeutung bis heute als endzeitliches Datum beibehalten, aber retrospektiv so interpretiert, daß die 2.Wiederkunft Christi zu diesem Zeitpunkt doch stattgefunden habe, wenn auch unsichtbar und nicht auf der Erde, sondern im Himmel. Obwohl RUSSELL für das Jahr 1914 das absolute und sichtbare Ende der Weltgeschichte und den Beginn des 1000-jährigen Reiches auf Erden prophezeit hatte, sehen die ZJ im Ausbruch des Ersten Weltkrieges nicht etwa die Falsifikation dieser Prophezeiung, sondern im Gegenteil, den Beweis ihrer Richtigkeit, wie aus folgendem Zitat hervorgeht:
"Schon Jahre im voraus erkannten Erforscher der Bibel, daß 1914 ein Jahr von großer Bedeutung sein würde. Die biblische Chronologie weist ausdrücklich auf dieses Jahr hin; sorgfältige Erforscher des Wortes Gottes wußten das. Sie erwarteten große Veränderungen, und die Tatsachen bestätigen, daß 1914 tatsächlich ein gekennzeichnetes Jahr war" (52).

Obwohl also 1914 etwas ganz anderes in der Weltgeschichte eintrat, als RUSSELL prognostiziert hatte, wird heute in den Publikationen der WTG dieser prophetische Fehler unterschwellig in einen Erfolg umgewandelt und gewissermaßen als Beweis für die Validität ihrer Prophezeiungen angeführt.

(52) Die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt, Wien 1968, S.91.

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - "Neuinterpretationen für - 1925 -"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 22. Oktober 2008 22:45

WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes
S.78 ,,Man erwartete 1925 nicht nur die Auferstehung treuer Männer aus alter Zeit, sondern manch einer hoffte, daß gesalbte Christen in jenem Jahr ihren himmlischen Lohn erhalten würden."

Auszüge: Elmar Köppl DIE ZEUGEN JEHOVAS - Eine psychologische Analyse S.71
3.5.2 Kognitive Dissonanz . . .

b) für 1925:


"Besonders das Jahr 1925 erwies sich für viele Glieder des Volkes Jehovas als ein Jahr großer Prüfungen. Einige gaben das Warten auf und gingen mit der Welt. Jene aber, die diese kritische Zeit überstanden, wurden durch die Segnungen, die Jehova vom Mai 1926 an für sie bereithielt, in der Tat glücklich gemacht" (53).
Das Ausbleiben der Apokalypse wurde dieses Mal als Test Jehovas gedeutet, als eine Prüfung und wer sie bestand, hatte jetzt noch mehr Anrecht darauf, als Glied des Volkes Gottes gelten zu dürfen.

(53) Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Wiesbaden 1960, S.110.

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - "Neuinterpretationen für - 1925 -"

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 23. Oktober 2008 06:02

Das Ausbleiben der Apokalypse wurde dieses Mal als Test Jehovas gedeutet, als eine Prüfung und wer sie bestand, hatte jetzt noch mehr Anrecht darauf, als Glied des Volkes Gottes gelten zu dürfen

5. Mose Kapitel 18

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - "Neuinterpretationen für - 1925 - Wenn - hätte - wäre"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 23. Oktober 2008 23:18

WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes
S.632
,,In dem Vortrag ,,Millionen jetzt Lebender werden nie sterben", den J.F.Rutherford am 21. März 1920 im Hippodrom in New York hielt, wurde auf das Jahr 1925 aufmerksam gemacht. Aus welchem Grund dachte man, dieses Jahr sei bedeutend? Wie in einer Broschüre, die ebenfalls 1920 herauskam, gezeigt wurde, ergäbe sich ein Hinweis auf das Jahr 1925, . . .
Aufgrund dessen, was in der Broschüre gesagt wurde, hofften viele, daß die Übriggebliebenen der kleinen Herde 1925 ihren himmlischen Lohn empfangen würden. Für dieses Jahr rechnete man auch mit der Auferstehung treuer vorchristlicher Diener Gottes, die als irdische fürstliche Vertreter des himmlischen Königreiches dienen sollten. Wenn sich das wirklich so ereignet hätte, hätte es bedeutet, daß für die Menschheit eine Zeit angebrochen wäre, in der der Tod nicht mehr Herr ist, und Millionen damals Lebender hätten die Hoffnung haben können, niemals sterben zu müssen. Was für eine herrliche Aussicht! Voller Eifer erzählten sie anderen von ihren - wenn auch irrtümlichen - Erwartungen in Verbindung mit diesem Jahr."

1926

,,. . . kein weiteres Jahrhundert . . ."
>>> http://forum.mysnip.de/read.php?27094,9678,10034#msg-10034

5. Mose Kapitel 18

 

 

 

 

Zitat:


 

 

Zitat:


 

 

 

 

 

Bibelverse 21 und 22 finden sich nicht im WTG-Buch Unterredungen anhand der Schriften zur Thematik Falsche Propheten S.146.
>>>http://forum.mysnip.de/read.php?27094,4415,4416#msg-4416

Warum nicht?

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - "Neuinterpretationen für - 1975 -"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 24. Oktober 2008 22:50

WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes
S.104 ,,Die Zeugen hatten lange geglaubt, die Tausendjahrherrschaft Christi werde auf 6000 Jahre Menschheitsgeschichte folgen. Aber wann würden 6000 Jahre der Existenz des Menschen enden? Das Buch Ewiges Leben - in der Freiheit der Söhne Gottes, das 1966 auf den Bezirkskongressen freigegeben wurde, wies auf 1975 hin."

S.632, 633 ,,Zwischen 1935 und 1944 stellte sich bei einer Prüfung des gesamten Rahmenbaus der biblischen Chronologie heraus, daß man sich bei der Berechnung der Chronologie aufgrund einer schlechten Übersetzung von Apostelgeschichte 13:19, 20 in der King-James-Bibel* und aufgrund anderer Faktoren um mehr als ein Jahrhundert vertan hatte. Dadurch entstand später die Vorstellung - die teils als Möglichkeit, teils auch nachdrücklicher formuliert wurde -, daß die mit dem Anfang der Millenniumsherrschaft Christi verbundenen Ereignisse eventuell von 1975 an eintreten würden, weil in jenem Jahr das siebte Jahrtausend der Menschheitsgeschichte anbreche."

Auszüge: Elmar Köppl DIE ZEUGEN JEHOVAS - Eine psychologische Analyse S.71, 72
3.5.2. Kognitive Dissonanz . . .

c) für 1975:


Abgesehen davon, daß viele ZJ behaupten, es hätte für 1975 überhaupt keine Prophezeiung gegeben, wird heute von der WTG darauf hingewiesen, daß es richtig sei, daß seit der Erschaffung Adams (4026 v.u.Z.) im Jahre 1975 sechs tausend Jahre vergangen seien, jedoch sei die Schöpfung des Menschen erst mit der Erschaffung Evas vollendet gewesen. Mit dem Hinweis auf diese Zeitspanne zwischen der Erschaffung der ersten beiden Menschen konnte erneut eine Erklärung für die Nichterfüllung der Prophezeiung gefunden werden.

Solche willkürlichen Abänderungen und Re-Interpretationen, die sich empirisch nicht mehr überprüfen lassen, schützten die ZJ davor, sich den prophetischen Reinfall öffentlich eingestehen zu müssen.

Man erinnerte sich wieder daran, daß man schon immer vor privaten Spekulationen gewarnt habe und erklärt heute die vorgenommenen Korrekturen im Auslegungsgebäude damit, daß ein genaueres Studium der Bibel neue Erkenntnisse erbracht hätte. Mögen sich die ZJ darauf berufen, daß in Sprüche 4:18 steht, daß das Licht der Erkenntnis
"immer heller und heller" werde, so war es doch letztendlich die geschichtliche Realität, die sie zu einer Revidierung ihres Überzeugungssystems zwang.

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - Traktat = "neue Mitglieder"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 25. Oktober 2008 21:22

September 2008 UNSER KÖNIGREICHSDIENST S.1
,,Ab Montag, den 20.Oktober verbreiten wir vier Wochen lang in einer besonderen Aktion ein neues Traktat. Es trägt den Titel Hätten Sie gern eine Antwort?. . . .
Zweck dieses Traktats ist, uns dabei zu helfen, Bibelstudien einzurichten."

WTG-Buch 2005 Organisiert, Jehovas Willen zu tun S.4
,,Das Buch Organisiert, Jehovas Willen zu tun ist für Jehovas Zeugen veröffentlicht worden. Es erklärt, was erforderlich ist, um Gott zu gefallen und Freude am Tun seines Willens zu finden. . . .
Neue müssen mit Jehovas Organisation vertraut werden und lernen, wie sie sich in der heutigen Zeit am Predigtwerk beteiligen können."

>>> http://forum.mysnip.de/read.php?27094,3877,3891#msg-3891


Auszüge: Elmar Köppl DIE ZEUGEN JEHOVAS - Eine psychologische Analyse S.72
3.5.2. Kognitive Dissonanz . . .

Ein weiteres kognitives Element, das dissonanzreduzierend wirkt, ist die Erfahrung, daß trotz dem Ausbleiben der Prophezeiung und dem Spott der Ungläubigen neue Mitglieder gewonnen werden können.

Eine Bestätigung für die Richtigkeit unseres Tuns sind immer andere Menschen und deshalb ist für jede Sektengruppe die Erfahrung des Zugangs neuer Mitglieder von besonderer Bedeutung. Denn je größer die soziale Unterstützung ist und umso mehr Personen, besonders Spötter, bekehrt werden können, desto mehr wird der Überzeugte in seinem Glauben bestärkt, daß dieser "wirklich" wahr sein muß. Und wenn der Sektierer schlußendlich "die ganze Welt von der Richtigkeit seiner Vorstellungen überzeugen könnte, würde die Dissonanz zweifellos verschwindend gering werden" (54).

(54) Festinger, L., Theorie der kognitiven Dissonanz, hrsg. v. Irle, M., Möntmann, V., Bern, Stuttgart, Wien 1978, S. 200.

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - "fehlgeschlagene Weltuntergangsprognosen"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 26. Oktober 2008 21:48

WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes
S.107 ,,. . . 1972 . . . In den nächsten drei Jahren erlebten Jehovas Zeugen ein eindrucksvolles Wachstum - mehr als eine Dreiviertelmillion Personen ließen sich taufen. Aber nun ging es auf den Herbst 1975 zu. Was wäre mit ihrem Eifer für die globale Predigttätigkeit und ihrer weltweiten Einheit, wenn sich all die Erwartungen für 1975 nicht erfüllten?"
S.633 ,,In manchen Versammlungen in Frankreich und der Schweiz ging der Besuch der Zusammenkünfte nach 1925 drastisch zurück. Ebenso herrschte 1975 erneut Enttäuschung, als sich die Erwartungen in bezug auf den Beginn des Millenniums nicht erfüllten."
S.111 ,,* Von 1980 bis 1985 nahm die Zahl derer, die sich am Predigtwerk beteiligten, um 33 Prozent zu und von 1985 bis 1992 um weitere 47,9 Prozent."

Auszüge: Elmar Köppl DIE ZEUGEN JEHOVAS - Eine psychologische Analyse S.72, 73
3.5.2. Kognitive Dissonanz . . .

Die paradoxe Situation, daß fehlgeschlagene Weltuntergangsprognosen sogar einen Bumerangeffekt auslösen können, konnten FESTINGER et al. (55) in ihrer, schon klassisch gewordenen Feldstudie beobachten. So führte das Ausbleiben der Prophezeiung einer gewissen Mrs. Marian Keech aus Lake City, derzufolge große Teile Amerikas zu einem bestimmten Datum durch eine Flutwelle vollständig vernichtet und die Gläubigen durch fliegende Untertassen von anderen Planeten gerettet würden, nicht zur Auflösung ihrer Mikrosekte, im Gegenteil, der Glaubens- und Bekehrungseifer der Sektierer stieg sogar an.

Ein solcher Bumerangeffekt konnte global gesehen (vgl. Tab.1)
>>> http://forum.mysnip.de/read.php?27094,14539,15482#msg-15482 bei den ZJ 1975 nicht beobachtet werden, denn ihr Missionseifer tendierte nach der Enttäuschung eher zu einer Abnahme. Erst nach einem länger andauernden Prozeß der Neuorientierung konnte eine Intensivierung ihrer Bemühungen, andere Leute zu bekehren, beobachtet werden.

(55) vgl. Festinger, L., Riecken, J., Schachter, S., When prophecy fails, Minneapolis 1956.


Ein weiterer Kommentar von:

Prof. Dr. Helmut Lukesch
>>>
rpss23.psychologie.uni-regensburg.de/download/lehre/vl/sozialpsychologie_vortrag-11_Prophecy.pdf
Das Forschungsteam, führte eine Studie über eine kleine Sekte in der Nachfolge einer Marian Keech durch, einer Hausfrau, die behauptete, sie habe Botschaften von Außerirdischen per automatischen Schreiben erhalten (,,Besucher vom Planeten Clarion"). Festinger gelang es, in die Teilgruppen der Sekte verdeckte Beobachter einzuschleusen.

Die Botschaft der Außerirdischen besagte, dass eine Weltkatastrophe bevorstehe, doch die Hoffnung bestände, dass Auserwählte, die durch Keech und andere erwählte Medien auf sie hörten, sie überleben könnten.

Was Festinger und seine Mitarbeiter am Ende zeigten, war, dass der Fehlschlag einer Vorhersage oft den gegenteiligen Effekt von dem hat, was der Durchschnittsmensch erwarten würde - die Sekte wird oft noch stärker und die Mitglieder noch mehr überzeugt von der Wahrhaftigkeit ihrer Handlungen und Gaubenssätze!

Weitere Beispiele
. . .
- Wachtturm-Bewegung (=Zeugen Jehovas)
- Adventisten (heute: Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten)
. . .

vgl. auch:
Steven Hassan Ausbruch aus dem Bann der Sekten S.101, 102 - Festinger -

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - "kein spezifisches Datum"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 27. Oktober 2008 22:02

Erwachet! 22.Oktober 1995
ALT S.4 ,,Vor allem aber stärkt diese Zeitschrift das Vertrauen zum Schöpfer, der verheißen hat, noch zu Lebzeiten der Generation, die die Ereignisse des Jahres 1914 erlebt hat, eine neue Welt zu schaffen, in der Frieden und Sicherheit herrschen werden."

WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes
S.716
,,Die ,,Generation", die 1914 am Leben war, schwindet nun sehr schnell dahin. Das Ende kann nicht allzuweit entfernt sein."

>>> http://forum.mysnip.de/read.php?27094,5725,5763#msg-5763

Erwachet! 8.November 1995
NEU S.4
,,Vor allem aber stärkt diese Zeitschrift das Vertrauen in die vom Schöpfer verheißene neue Welt, in der Frieden und Sicherheit herrschen werden und die binnen kurzem das gegenwärtige böse und gesetzlose System der Dinge ablösen wird. "

Köppl's hervorragende Analyse wurde im Jahr 1985 erstmals veröffentlicht. Der damalige WTG-Zeitrahmen ist nun ebenfalls Geschichte.

Was sagt die neue Formulierung "binnen kurzem" aus?
Das WTG-Buch Lebe mit dem Tag Jehovas vor Augen zitiert auf S.4 Zephanja 1:14 ,,Der große Tag Jehovas ist nahe".
Die Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift (S.1588) datiert die Vollendung der Niederschrift dieses Bibelbuches auf v. 648 v. u. Z..

Auszüge: Elmar Köppl DIE ZEUGEN JEHOVAS - Eine psychologische Analyse 1985 3.Auflage 2001 S.73
3.5.2. Kognitive Dissonanz . . .

Eine weitere mögliche Form des Dissonanzabbaus ist es, sich auf kein spezifisches Datum mehr einzulassen, sondern nur mehr einen Zeitrahmen vorzugeben, innerhalb dessen sich alles abspielen sollte. Dementsprechend liest man heute im Wachtturm:
,,Wir brauchen nicht im voraus 'den Tag und die Stunde' zu wissen, wann die 'große Drangsal' mit aller Wucht über die Welt hereinbricht" (56). In der Doktrin der ZJ heißt es nur mehr, daß die Welt kurz vor ihrem Ende stehe und daß die Generation, die die Ereignisse im Jahre 1914 sehen und begreifen konnte, auf keinen Fall mehr völlig vergehen werde, bevor nicht das irdische Paradies weltweit wiederhergstellt sein würde.
(56) Der Wachtturm, 1. August 1982, S. 12.

Re: "Hätten Sie gern eine Antwort?" - "die wahre Anbetung"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 28. Oktober 2008 22:09

WTG-Traktat 2008 Hätten Sie gern eine Antwort
S.4 ,,Mit dem Buch Was lehrt die Bibel wirklich? können Sie in kurzer Zeit die klaren Antworten der Bibel auf wichtige Lebensfragen kennenlernen."

WTG-Buch 2005 Was lehrt die Bibel wirklich?
S.153
,,Die Bibel lehrt, dass Gott dem gegenwärtigen bösen System der Dinge bald ein Ende machen und es durch eine gerechte neue Welt unter seiner Königreichsherrschaft ersetzen wird (2.Petrus 3:9, 13). Was für eine herrliche Welt das doch sein wird! In diesem gerechten neuen System gibt es dann nur noch eine Religion, die wahre Anbetung."
S.151,,Wie die Tatsachen deutlich zeigen, sind es Jehovas Zeugen (Jesaja 43:10-12)."

Auszüge: Elmar Köppl DIE ZEUGEN JEHOVAS - Eine psychologische Analyse S.73, 74
3.5.2. Kognitive Dissonanz . . .

Die Geschichte hat uns aber gezeigt, daß die Anhänger von Weltuntergangsbewegungen nur bis zu einem gewissen Punkt Dissonanz tolerieren und wiederholte Enttäuschungen einfach so hinnehmen; wird dieser Punkt überschritten, kommt es zur Aufgabe des Überzeugungssystems. Darum wird auch die WTG in ihrer heutigen Form nur solange erfolgreich bestehen können, solange es ihr gelingt, den Glauben an die Erreichbarkeit ihrer Zielvorstellung unter ihren Anhängern aufrechtzuerhalten und solange sie "Beweise" dafür liefern kann, daß wir dem Ende ein Stück näher gekommen sind. Dies aber wird für die Zukunft ihr größtes Problem darstellen.


Manfred Gebhard 2002 Die Endzeit der Zeugen Jehovas S.86
Es wäre müßig sich mit der Forderung aufzuhalten, die Zeugen Jehovas hätten endgültig aus der Religionsgeschichte zu verschwinden. Dies könnte man nur dann fordern, könnte man sagen, die Weltverhältnisse geben keinen Grund zur Klage. Genau dies kann man aber nicht tun.
Was man hingegen sehr wohl fordern kann ist, daß auch die Zeugen Jehovas sich dem in der Legende Martin Luther zugeschriebenen Spruch stellen:

"Und wenn morgen der Jüngste Tag anbricht - so will ich dennoch heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen!"
Sie sind noch sehr, sehr weit von der praktischen Realisierung dieser Erkenntnis entfernt.
Ihre Kinderstube in den USA hat im übrigen wesentlich dazu beigetragen, dass bei ihnen ein hartes, ja geradezu ausbeuterisches Management vorherrscht. Auch dieser Punkt wird immer wieder aufs neue, zur Kritik herausfordern!

Talk Talk
It's My Live

>>> http://www.youtube.com/watch?v=vvAVJTQeFiQ

- Schluß -

Die Wachtturmwächter japsen und schlummern

geschrieben von: . +

Datum: 26. September 2008 16:31

Es geht weiter Abwärts.

Wer hätte das gedacht.
Trotz der Neuerung, dass beide Eltern automatisch zu Verkündiger werden, ob nun beide Verkünden oder nicht lässt sich der fortschreitende Verkündigerrückgang nicht aufhalten.

Königreichsdienst November 2008

Seite 2

Schrieb ich vor vier Wochen noch dass wir mit einem Rückgang von etwa sechshundert Verkündigern zum Vorjahr rechnen müssen…

http://forum.mysnip.de/read.php?27094,11307,11307#msg-11307

…zeichnet sich nun schon ein Rückgang von 852 Verkündigern im Jahresdurchschnitt ab.

„Was also tun?“ sprach Zeus.

Nachdem wir schon die untätigen Elternteile künstlich Aktiviert haben, dann wäre es doch an der Zeit die Karteileichen auferstehen zu lassen.

Interner Wachtturm vom 15.11.2008
unter der Überschrift auf Seite 12

heißt es auf Seite 14

Ja also äh…
Na ja.

Es würde doch wirklich mal etwas zur Abwechslung beitragen, wenn der Supersklave hervorragende Speise verteilen würde.

Heißt das jetzt dass der Supersklave eine repräsentative Befragung unter den „Rückenkehrern“ durchgeführt hat oder schreibt der Wachtturm hier eventuell selbstische Unwahrheiten?
Sollten jetzt die Zeugen des Wachtturms sich erkundigen ob die „Rückenkehrer“ reichhaltigere geistige Speise gefunden haben?

Richtig ist, das ich keinen zweiten kenne der s o l c h e r a r t „reichhaltige“ Speise verteilt.
Wollen wir doch hoffen das es nicht noch jemanden gibt der solcherart Krampf verstreut.

Aber etwas Besseres lässt sich an jeder Ecke finden.
Selber schuld wenn man das nur in muffigen Majestätssälen danach sucht.

Wo juckt dem Wachtturm der Pelz?

Seite 16

…untätige Verkündiger…

Aber sein wir nicht unfair.

Der Wachtturm will nicht nur kostenlose Neumitglieder-Anwerber.
Um wirklich Objektiv zu sein, müssen wir noch auf die Seite 6 und 7 verwiesen:

„Seine Wachtturm-Wächter sind blind.
Keiner von ihnen hat Notiz genommen.
Sie alle sind stumme Hunde, sie können nicht bellen,
[sie] japsen, liegen da, lieben zu schlummern.“
(Jesaja 56:10)

Re: Die Wachtturmwächter japsen und schlummern

geschrieben von: want2x@web.de

Datum: 27. September 2008 00:23

"Off"-Topic:

In unserer dieswöchigen Dienstzusammenkunft wurde eine Bekanntmachung vorgelesen, dass die Ältesten in den USA nun eine Schule besuchen und das in Deutschland bald auch sein soll.

Damit könne den Ältesten geholfen werden, die Brüder noch besser zu informieren, wie der TVS Dinge getan haben will und natürlich Jehova auch.
(no comment)!!!

Re: Die Wachtturmwächter japsen und schlummern

geschrieben von: prozessor

Datum: 27. September 2008 07:50

want2x@web.de

In unserer dieswöchigen Dienstzusammenkunft wurde eine Bekanntmachung vorgelesen, dass die Ältesten in den USA nun eine Schule besuchen und das in Deutschland bald auch sein soll.


Das könnte wohl mit den u. g. (natürlich noch nicht öffentlichen) Ankündigungen in den USA zusammenhängen (siehe auch http://forum.sektenausstieg.net/index.php?topic=14779.msg364788):
- Anfang Oktober werden die Pioniere über die Änderung des Stundenziels (AP 50 Stunden, HP 35 Stunden) informiert

- Viele Bezirksaufseher und einige Kreisaufseher werden alt und müssen kürzertreten. Es werden viele weitere geeignete Ersatzmänner gebraucht

- Weitere Brüder müssen geschult werden, bei von Verfolgung oder Isolation als "Aufseher" zu dienen

- Die vorsitzführenden Aufseher werden in Patterson für zusätzliche Aufgaben geschult werden

- Nachdem alle VAs geschult wurden, wird es eine Königreichsdienstschule für alle Ältesten geben

- Alle Gebäude in Brooklyn sollen bis ca. 2015 - 2020 verkauft werden

Zum Beginn des Dienstjahres 2011 (1. September 2010) treten folgende Änderungen in Kraft:

- Verschiedene vorsitzführende Aufseher aus dem Kreis werden die Versammlungen besuchen

- Der Besuch des "Aufsehers" beginnt am Donnerstag Abend, eine weitere Zusammenkunft findet am Samstag Abend statt und die Zusammenkunft für die Öffentlichkeit am Sonntag.

- Der "Aufseher" wird die Versammlung am Freitag, Samstag und Sonntag im Predigtdienst begleiten

- Der "Aufseher" wird eine Zusammenkunft mit den Ältesten und Pionieren durchführen

- Die Versammlungen werden dreimal im Jahr besucht werden (statt, wie bisher, zweimal)

- Einige der bisherigen Kreisaufseher werden als Bezirksaufseher zugeteilt werden

- Andere Kreisaufseher werden als Sonderpioniere zugeteilt, um im Predigtwerk zu helfen

- Da es genügend Kreisaufseher geben wird, um die Bezirksaufseher zu ersetzen, wird die Größe der Bezirke von bisher 13 bis 15 Kreise auf 10 Kreise reduziert werden. Dadurch können die Bezirksaufseher mehr Zeit mit den Kreisen verbringen

Vorteile:
- Es wird mehr geschulte Brüder geben, die im Fall von Verfolgung Verantwortung übernehmen können

- Statt nur einem "Kreisaufseher", der 20 Versammlungen zugeteilt ist, werden mehrere Brüder die Bedürfnisse der verschiedenen Versammlungen kennen und sich in Zeiten der Verfolgung ihrer Bedürfnisse
annehmen können

- Wenn einige Versammlungen aus irgendeinem Grund isoliert werden, stehen Brüder bereit, die mit der Aufsicht vertraut sind

- Wenn ein Aufseher verfolgt oder verhaftet wird, stehen genügend qualifizierte Brüder bereit, die die Führung übernehmen könne

 

Re: Erwachet!: "Kinder im Internet"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 27. September 2008 12:28

. +
Interner Wachtturm vom 15.11.2008

Aber sein wir nicht unfair.

Der Wachtturm will nicht nur kostenlose Neumitglieder-Anwerber.
Um wirklich Objektiv zu sein, müssen wir noch auf die Seite 6 und 7 verwiesen:

Erwachet! Oktober 2008 S.3,5
,,IN DIESEM Moment sind Millionen junge Leute online. Sei es zu Hause, in der Schule, bei Freunden, ja praktisch überall, sofern sie ein mobiles Gerät beziehungsweise ein Handy mit Internetzugang haben. Eltern stehen vor einer frustrierenden Realität: Ihre Kinder finden sich in dieser neuen virtuellen Welt sehr wahrscheinlich besser zurecht als sie und wissen vielleicht sogar, wie man seine Internetaktivitäten verheimlichen kann.
Ist das ein Grund zur Sorge? Absolut! . . .

Es gibt Millionen von Websites, die jungen Leuten endlose Möglichkeiten bieten, . . . , sich zu informieren."


Durch das Internet, wie durch das Fernsehen, werden die Schlauen immer schlauer und die Dummen immer dümmer.

Internet: Eine vielfältige Bereicherung!
Talk Talk - Talk Talk Video 1982
>>> http://www.youtube.com/watch?v=-bdEhtDoh88

Re: Erwachet!: "Kinder im Internet"

geschrieben von: want2x@web.de

Datum: 27. September 2008 14:18

Insgesamt muss ich aber sagen, der Artikel ist ziemlich gut.
Sind die gleichen Dinge, die oft auch in Elternratgebern stehen, sehr praktisch und praktikabel 

Mir ist im Wachtturm bzgl. "Bibel und Voraussagen" bei der Leserfrage etwas aufgefallen, das ich nicht verstehe. Es heißt dort, dass Jesus nicht anfällig für Versuchungen war, weil er durch Heiligen Geist empfangen wurde.

Ähm, wie versteht ihr das? Ich seh das anders.

Re: Erwachet!: "Kinder im Internet"

geschrieben von: Frau von x

Datum: 27. September 2008 19:52

want2x@web.de
Mir ist im Wachtturm ... bei der Leserfrage etwas aufgefallen, das ich nicht verstehe. Es heißt dort, dass Jesus nicht anfällig für Versuchungen war, weil er durch Heiligen Geist empfangen wurde.

Hallo! Meinst du den Absatz S.27 im WT vom 1.Oktober 2008 wo es heißt:

"Es hat auf der Erde noch einen Menschen gegeben, der ebenso vollkommen war wie Adam: Jesus. Da er durch heiligen Geist empfangen wurde, war er nicht wie alle Nachkommen Adams anfällig für Versuchungen (..."). Selbst unter stärkstem Druck blieb Jesus seinem Vater aus eigenem freien Willen treu. Adam handelte ebenfalls aus freiem Willen; deshalb war er auch persönlich für sein Versäumnis verantwortlich, Gottes Gebot zu gehorchen."

Ich sehe das anders.

Wie?

Re: WT: "Fragen unserer Leser"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 27. September 2008 22:52

want2x@web.de

Mir ist im Wachtturm bzgl. "Bibel und Voraussagen" bei der Leserfrage etwas aufgefallen, das ich nicht verstehe. Es heißt dort, dass Jesus nicht anfällig für Versuchungen war, weil er durch Heiligen Geist empfangen wurde.

Ähm, wie versteht ihr das? Ich seh das anders.

Um Antworten zu können ist Nachfragen, wie meine Frau es bereits tat, nötig.
Zum Wort anfällig vorab meine Gedanken.

Wachtturm 1.Oktober 2008 S.27
,,Da er durch heiligen Geist empfangen wurde, war er nicht wie alle Nachkommen Adams anfällig für Versuchungen ..."

Die WTG schreibt, Jesus war nicht anfällig für Versuchungen: ,,wie alle Nachkommen Adams ..."

Adams Nachkommen sind aufgrund der ererbten Unvollkommenheit für Versuchungen anfällig, im Sinne von empfänglich.
Anfällig gegenüber bestimmten Krankheiten z.B. sind Menschen mit gewissen Prädispositionen (Anlage, Empfänglichkeit).
>>> synonyme.woxikon.de/synonyme/anfällig.php

Re: WT: "Fragen unserer Leser"

geschrieben von: want2x@web.de

Nun, man kann das Wort "wie" zweierlei verstehen:

a) allgemein nicht anfällig so wie die Nachkommen Adams
oder aber b) als Vergleich, dass er in einem anderen Maße anfällig war.

Ich verstehe es als kategorische Aussage, "für Jesus war es kein Problem, mit Versuchungen umzugehen". Nun, ich denke aber, dass das nicht so ist, denn er sagte z. B. auch, dass er sich Engel kommen lassen könnte, die ihn retten würden. Doch er tat es nicht, sondern tat den Willen seines Vaters.
Das zeigt doch, dass er durchaus überlegt hat, was und wie er handelt.

Der Satz aus dem WT signalisiert mir aber - korrigiert mich, wenn ich falsch liege - Jesus war überhaupt nicht anfällig für Versuchungen.

Re: WT: "Fragen unserer Leser"

geschrieben von: . +

Datum: 28. September 2008 01:41

Sehr gut.

1:0 für Dich.

Du meinst die Leserfrage vom 1.10.2008 Seite 27

Wenn Jesus nicht für Versuchungen anfällig gewesen wäre, hätte sein Kollege es gewusst und erst gar nicht probiert ihn zu versuchen.

Durch was wurde Adam erschaffen, wenn nicht auch durch den Heiligen Geist?

Es ist aber hier einfach nur zu kurz formuliert.
Jesus war weniger anfällig w i e die Nachkommen Adams.

Er war aber weder für Versuchungen resistent noch durch das Schicksal von dem freien Willen beraubt.
Er war genauso anfällig für Versuchungen wie Adam.

Nach der jüdischen Tradition war Eva bereits die zweite Frau Adams.
Die erste Frau war ein verkörperter Engel wie Adam.
Dieser Engel namens Lilith wollte aber mit Adam nichts zu tun haben.
So schuf Gott für Adam eine irdische Gehilfin aus den Genen des Adam, in der Hoffnung dass die Frau sich nicht auch von Adam abwendet.

„Dies ist endlich Bein von meinem Gebein“

Wenn Eva „sündigte“ war dies deswegen nicht so schwerwiegend, wie wenn der verkörperte Engel Adam gegen Gott rebellierte.

Jesus war demnach nichts anderes als ein Engel der sich eines menschlichen Körpers bediente und diesen wieder verließ.

Wenn vollkommene Wesen (z.B. unter psychischen Verlustängsten) gegen Gottes Gebote rebellierten, werden die Engel und die vollkommenen Geschöpfe auf der Erde (sofern darin überhaupt ein Unterschied besteht) immer in der Gefahr stehen, gegen Gott zu Rebellieren.
Auch und insbesondere in der ewigen neuen Ordnung.

Gott muss dann seine Schöpfung nachbessern.
Entweder den freien Willen abschaffen, das Böse beseitigen (den Lackmustest ob seine Geschöpfe treu sind), die Einführung des „sudden death“ oder die Schöpfung an sich ihrer selbst überlassen und sich neuen Dingen zuwenden.

Re: Die Wachtturmwächter japsen und schlummern

geschrieben von: . +

Datum: 28. September 2008 13:35

Endlich die lang ersehnte Verfolgung:

Re: WT: "Fragen unserer Leser"

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 28. September 2008 23:40

want2x@web.de
Nun, man kann das Wort "wie" zweierlei verstehen:
a) allgemein nicht anfällig so wie die Nachkommen Adams
oder aber b) als Vergleich, dass er in einem anderen Maße anfällig war.

Ich komme zu keinem Ergebnis wie die WTG diesen Satz über Jesus meint:
,,Da er durch heiligen Geist empfangen wurde, war er nicht wie alle Nachkommen Adams anfällig für Versuchungen."

Der Verfasser müßte erklären was er unter "anfällig" versteht.

Mir ist außerdem nicht klar, in welcher Beziehung obige Aussage zur Überschrift des Artikels steht:
,,Wieso konnte Adam sündigen, wenn er doch vollkommen war?"

Ich verstehe es als kategorische Aussage, "für Jesus war es kein Problem, mit Versuchungen umzugehen".

Die Organisation möchte das sicher nicht so verstanden wissen. Man könnte sonst argumentieren :

"für Jesus war es kein Problem, mit Versuchungen umzugehehen".

. . . im Gegensatz zu uns, den unvollkommenen Nachkommen Adams. 

Nun, ich denke aber, dass das nicht so ist, denn er sagte z. B. auch, dass er sich Engel kommen lassen könnte, die ihn retten würden. Doch er tat es nicht, sondern tat den Willen seines Vaters.
Das zeigt doch, dass er durchaus überlegt hat, was und wie er handelt.

Sehe ich auch so.

Der Satz aus dem WT signalisiert mir aber - korrigiert mich, wenn ich falsch liege - Jesus war überhaupt nicht anfällig für Versuchungen.

Ich kann leider kein Urteil abgeben. Der Text im WT ist im Kern nichtssagend. Etwas soll jedoch vermittelt werden:

,,Da Adam sündigte, bevor er Nachkommen zeugte, sind wir alle von Geburt an unvollkommen. Wie Adam hat jeder von uns einen freien Willen."

Wir sind unvollkommen und haben somit ungünstigere Ausgangsbedingungen.
Trotzdem wird unser "freier Wille" mit dem des vollkommenen Adam verglichen mit der Aufforderung zum "Gehorsam".

Er war genauso anfällig für Versuchungen wie Adam.

Schreibt "+" über Jesus.

Genau!

Unvollkommene Menschen sind in ihrer Natur zu 100% für Versuchungen anfällig.
Zwei vollkommene Menschen: Adam und Jesus. Einer sündigt, einer nicht.
Sind vollkommene Menschen demnach zu 50% anfällig?

Hauptsache es macht Spass!

Re: WT: "Fragen unserer Leser"

geschrieben von: want2x@web.de

Datum: 29. September 2008 18:56

Habe mir das noch mal genau angeschaut.
Für mich macht es nun (ein bisschen / mehr) Sinn:

In dem Satz werden zwei Parteien angeführt:
Adams Nachkommen und Jesus.

Zwar ist es irreführend, dass Jesus mit uns verglichen wird, da im Absatz von zwei vollkommenen Personen - Adam und Jesus - gesprochen wird.

Doch er macht insofern Sinn, als dass er sagt: Jesus war nicht wie WIR anfällig für Versuchungen.

Und das stimmt nun mal.

Trotzdem verwirrt der Satz und hat da nix verloren. Man kann nicht sagen, es gab zwei vollkommene Menschen und dann kommt der Vergleich mit der unvollkommenen Gruppe. Und das fehlende Wort "so" würde vieles erleichtern:

nicht "so" anfällig...

Re: WT: "Fragen unserer Leser" - Worum geht es eigentlich?

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 29. September 2008 22:41

want2x@web.de
Habe mir das noch mal genau angeschaut.
Für mich macht es nun (ein bisschen / mehr) Sinn:


Habe den Artikel auch mehrmals gelesen. Die Gedanken springen weil der WT-Text Mehrdeutigkeiten zuläßt. Das ist an sich kein Problem. Glaube kann und sollte Mehrdeutigkeiten zulassen. Problematisch wird es, wenn organisierter Glaube Wahrheitsansprüche auf die von ihm verbreiteten Ansichten ableitet, die alle akzeptieren müssen.
>>> http://forum.mysnip.de/read.php?27094,4501,4940#msg-4940

Beim durcharbeiten des WT-Themas dachte ich an das Hervorgehobene :

,,Verwirrung entsteht gewöhnlich dann, wenn widersprüchliche Informationen in kongruenter Form kommuniziert werden, z.B. wenn der Hypnotiseur mit autoritärer Stimme sagt: >>Je mehr Sie versuchen zu verstehen, was ich sage, desto weniger werden Sie jemals in der Lage sein, es zu verstehen. Verstehen Sie? Das Ergebnis ist ein vorübergehender Verwirrungszustand. Bei mehrmaligem Lesen mag die Aussage schließlich einen Sinn ergeben. Doch wenn sich jemand lange genug in einer kontrollierten Umgebung aufhält, in der er mit derart verwirrender Sprache und Information konfrontiert wird, so wird er häufig seine kritische Vernunft ausblenden und sich an das anpassen, was er bei allen anderen sieht. In einer solchen Umgebung tendieren die meisten Menschen dazu, an sich selbst zu zweifeln und sich der Gruppe zu fügen.
Steven Hassan - Ausbruch aus dem Bann der Sekten - Aufbrechen S.114

In dem Satz werden zwei Parteien angeführt:
Adams Nachkommen und Jesus.

Zwar ist es irreführend, dass Jesus mit uns verglichen wird, da im Absatz von zwei vollkommenen Personen - Adam und Jesus - gesprochen wird.

Ja!
Mit der Antwort auf Fragen unserer Leser wollen die Autoren ein Problem lösen und schaffen neue.

Doch er macht insofern Sinn, als dass er sagt: Jesus war nicht wie WIR anfällig für Versuchungen.

Und das stimmt nun mal.

Der Auslegung schließe ich mich an!

Folgende Frage richtet sich an die WTG:
Was haben die unvollkommenen Nachkommen Adams mit dem eigentlichen Thema zu tun:
,,Wieso konnte Adam sündigen, wenn er doch vollkommen war?"

Trotzdem verwirrt der Satz und hat da nix verloren. Man kann nicht sagen, es gab zwei vollkommene Menschen und dann kommt der Vergleich mit der unvollkommenen Gruppe. Und das fehlende Wort "so" würde vieles erleichtern:

nicht "so" anfällig...

Hier ist der Knackpunkt. Der zentrale Kern.
Fragen wir uns: Was will der Wachtturm bei uns, der unvollkommenen Gruppe erreichen?

Das letzte Wort in der Ausführung vor den Bibelstellen lautet:

,,Gehorsam"

Wem gegenüber?

Blankoscheck

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 04. Oktober 2008 04:23

Ein Blankoscheck ist ein „feine Sache". Namentlich für den, der sich seiner bedienen kann.
Steht es doch in seinem freiem Belieben, großzügig das Konto seines Ausstellers um jene Summe zu „erleichtern", die ihm da angemessen erscheint.

Sollten sich Aussteller und Nutzer jenes Scheck's näher stehen, mag sich das alles ja noch in halbwegs „zivilisierten" Bahnen bewegen.
Wehe aber der Fall, jene zivilisierten Rahmenbedingungen sind nicht gegeben.
Dann „gnade Gott" dem leichtfertigen Aussteller eines Blankoschecks!

Der Scheckaussteller mag ja auch noch nähere Angehörige haben. Und sollten die dann erfahren, was da vorgefallen. Ob deren Kommentare in den Ohren des „Scheckausstellers" wie „Musik" klingen. Das würde ich doch eher bezweifeln.

Nun ist die katholische Kirche für ihre „Einkaufspolitik" ja nicht unbekannt. Bekannt ist auch. Die Totalitarismus-Religion der Zeugen Jehovas hat schon einige produziert, die selbst nach vielen langen Jahren ihr noch Ade! sagten.

Und ergibt sich dann vielleicht örtlich die Situation, dass die Einkäufer der Catholica ihr Geschäft wittern, dann braucht man sich über das Resultat wohl nicht zu verwundern.

Nun befinde ich mich nicht in der Situation eines „näheren" Angehörigen des „Blanko-Scheckausstellers" Aber als in weitläufigem Kontext dazu stehend, kann man sicherlich auch meine Person bewerten.
Und da ergibt es sich, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, wie denn andere Angehörige über solch einen Blanko-Scheckaussteller denken mögen!
Und ich sage wohl nichts falsches, rekapituliere ich.
Die Mehrheit jener Angehörigen wird kommentieren.
O je, ausgerechnet die Catholica!
Jede andere (meinetwegen auch exotische) Sekte, notfalls „ja".
Aber doch um Himmelswillen nicht in den Verein des Herrn Papstes!

Nun ist wieder mal zu registrieren. Der Verein des Herrn Papstes, hat einen Überläufer aus dem vormaligen Zeugen Jehovas-Milieu „aufgekauft". Das ist nicht seine Formulierung; zur vorbeugenden Feststellung. Es ist meine Formulierung auf Meinungsebene.

So oft kommt das wohl selbst im Verein des Herrn Papstes nicht vor. Und weil nun solch ein relativ seltener Fall vorliegt, nutzen die Einkäufer des Herrn Papstes auch gleich die Chance, das „kunstgerecht" zu vermarkten.

Ergo will das im konkreten Fall sagen. Man bot ihm Chance zu einer Buchveröffentlichung.

Nun haben die Einkäufer des Herrn Papstes dabei allerdings ein gewisses Manko. Keine reguläre Buchhandlung interessiert sich für dieses Buch. Es ist schon eine Direktbestellung beim Verlag vonnöten.

Aber irgend was muss ich ja zu dem Buch nun doch noch sagen.
Sein Autor heißt Manfred Blank. Und sein Familienname war mir „Inspiration" zu vorstehender Einleitung.
Wer darüber nicht erfreut sein sollte (was ja durchaus nachvollziehbar wäre) der sei daran erinnert, dass mich auch das Buch des Herrn Raimund Kurz zu einer ähnlichen Persiflage veranlasste („Zu kurz gegriffen") worüber ja bekanntermaßen, auch Herr Kurz nicht erfreut war.
Siehe dazu:
Parsimony.20131

Wie weis schon der Volksmund zu berichten:
„Ist der Ruf erst ruiniert - lebt es sich ganz ungeniert".
Ergo habe ich jedenfalls keine „Bauchschmerzen" das nun im Fall Blank zu wiederholen.
Der Titel seiner Schrift;
„Zeugen Jehovas und ihre Botschaft - Wie kann man ihnen als katholischer Christ begegnen?"

22 Jahre sei der Autor Zeuge Jehovas gewesen. Nun ja, andere brachten es auf eine noch höhere Jahreszahl, vor ihrem letztendlichem WTG-Ausstieg.

So meint der Autor etwa:

„Die Ablehnung der katholischen Tradition durch die Zeugen Jehovas, macht es zwar Katholiken schwerer, ihnen das eigene Glaubensverständnis und die Schätze des katholischen Glaubens nahe zu bringen, aber es ist nicht unmöglich."

Nun ja, im einsamen Wald gibt kräftiges Singen wohl auch Kraft, wäre mein Kommentar dazu.

Unvermeidlich, bietet auch dieser Autor erst mal einen allgemein gehaltenen Geschichtsabriss.
Wer dabei neues mitgeteilt zu bekommen erhoffen sollte, täte gut daran, seinen Erwartungshorizont zurückzuschrauben.

Jene Formulierung „Allgemein gehalten" scheint mir das Charakteristikum des ganzen Buches zu sein.
Sein Verfasser hat zwar 230 Buchseiten „gefüllt", ist aber dabei kaum über Allgemein-gehaltenes hinausgelangt. Zumindest in der Sicht jener, die vordem schon einiges thematisches gelesen haben.
So ortet er etwa Rutherford's Beth Sarim schon dem Jahre 1925 zu. Sachlich falsch. Jener Coup fand erst ein paar Jahre später statt.

Da er ja nun speziell Katholiken ansprechen will, kann es ja sein gemäß dem Weisheitsspruch, dass „unter Blinden der Einäugige König ist", dass dieser Leserklientel vielleicht der eine oder andere Aha-Ausruf entfährt.

Ich kann auch nicht erkennen, dass er nun spezifisch Kontroversen zwischen Zeugen Jehovas und der katholischen Kirche aufgearbeitet hätte.
Sein Buch hätte, fast ohne wesentliche inhaltliche Abstriche, ebensogut etwa in einem evangelikalen Verlag erscheinen können.

Der Knackpunkt dürfte allerdings dann der sein, dass letztgenannte Verlage dem Autor unmissverständlich zu verstehen geben würden. Wenn er denn seine Ausführungen in konventioneller Form gedruckt lesen möchte, müsse er halt auch in finanzielle Vorleistung dafür treten, was heutzutage in der Verlagslandschaft, gar kein so seltener Fall mehr ist.

Ein evangelikaler Verlag würde jedenfalls nach meiner Einschätzung, nicht das finanzielle Risiko zu eigenem Lasten, in diesem Falle übernehmen.

Da hat der Autor, dieweil er wohl doch noch einigen Katholiken eine gewissen „Aha-Ausruf" abzutrotzen vermag, eben in dieser Klientel etwas mehr Glück.

Aber auch das sage ich. Etwa der renommierte katholische Herder-Verlag würde sein Buch wohl kaum herausgebracht haben. Da müssen halt schon „Nischenverlage" gesucht und gefunden werden.

Man liest in diesem Buch auch weiter etwa den Satz:

„Es ist sicher keine Überraschung, dass im Lehrgebäude der Zeugen Jehovas für die, in der katholischen Kirche gebräuchliche Verehrung der Gottesmutter Maria und der Anrufung von Heiligen kein Platz ist."

Ja und? Wäre meine Rückfrage dazu. Muss ich erst 230 Seiten durchlesen, um das zu erfahren?
Den Aufwand kann man sich doch sicher sparen. Man weis es auch schon vorher.

Nun werden die Katholiken bei ihrer genannten Verehrung bleiben, und die Zeugen Jehovas bei der Ablehnung selbiger.
Was hat der Autor in der Substanz also „bewegt"?
Meines Erachtens hat er nichts „bewegt".
Die Katholiken bleiben bei ihrer Auffassung „wie recht sie denn hätten"; und die Zeugen bei ihrer Ablehnung. Also hat er um des Kaisers Bart herumgeredet.
Man kann seine Zeit wahrlich auch sinnvoller verwenden!

Zu seinen Allerwelts-Weisheiten zähle ich auch die Aussage:

„In vielen Pfarrgemeinden sind diejenigen, die Gottesdienste besuchen und die Aktivitäten der Gemeinde unterstützen, sehr gut bekannt. Meistens gibt es da einen festen Kreis von Mitarbeitern, wo jeder jeden kennt und jeder vom anderen weiß, wo er sich engagiert und auf welchem Gebiet man ihn zur Mitarbeit motivieren kann. Taucht jemand Neues im Gottesdienst oder bei irgendwelchen Veranstaltungen auf, ist man leider oft sehr zurückhaltend. Es findet zwar noch die obligatorische Begrüßung statt, aber Fragen nach der Person oder dem Grund seines Kommens werden in unserer, auf Distanz bedachten Gesellschaft, kaum gestellt. Man möchte einem Fremden auf keinen Fall zu nahe treten. Das hat dann allerdings zur Folge, dass jemand eine Veranstaltung zum letzten Mal besucht hat."

Ja und, wieder die Rückfrage an Herrn Blank.
Glaubt er im Ernst, weil nun auch er darauf hinweist, dass sich deswegen die eingeschliffen Stukturen in der katholischen Kirche wirklich ändern?

Das erscheint mir dann doch wohl eine zu starke Portion von unberechtigtem Optimismus zu sein.

Damit mag denn mein Urteil seinen Abschluss gefunden haben. Eine Leseprobe des Buches gibt es auf der Verlagsseite auch im Internet.


www.bernardus-verlag.de/product_info.php/info/p1485_Zeugen-Jehovas-und-ihre-Botschaft.html

Verklärung mit "Nachgeschmack"

Apropos Zensursystem.
Dann mal noch ein anderes Zitat. Gleichfalls im nachfolgenden Kommentarlos vorgestellt.
Allerdings kann ich mir nicht versagen, anzumerken, dass ich das im nachfolgenden Zitat ausgesagte, auch nicht"gut" finden kann.
Also wer mit dem Finger blos auf Ostdeutschland und Hitlerdeutschland zeigt, was denn Zensurpraktiken anbelangt, ist wohl nicht sonderlich gut informiert.
Nachstehendes Zitat wurde der „Allgemeinen Evangelisch-lutherischen Kirchenzeitung" (Jahrgang 1918 Sp. 765 entnommen):

„Die Dorpater Universitätsbibliothek kann ihre Hundertjahrfeier begehen. Auch eine Abteilung „verbotener Bücher" gab es in einem besonderen Raume, darunter Strauß „Leben Jesu", Marx „Kapital" und Büchners „Kraft und Stoff".

Was den mit genannten David Friedrich Strauß anbelangt. Siehe zu letzterem auch:


Parsimony.25710

Wachtturmnebenartikel

geschrieben von: Frau von x

Datum: 26. September 2008 12:16

WT vom 15.JULI 2008 S.29-32

Thema: Freude an dem finden, was man
vernünftigerweise tun kann

_____________________________________________________________________________________________________________
"Wieder nicht geschaftt!" Kommt uns das bekannt vor? ... Da ist die junge Mutter, die sich das womöglich sagt. ..., weil das Neugeborene sie völlig beansprucht, und ist frustriert, weil sie sich ihren Glaubensaktivitäten nicht mehr so widmen kann. ... Und da ist die ältere Schwester, die sich vielleicht niedergeschlagen fühlt, weil sie im Dienst nicht mehr so viel tun kann wie früher, ... . Christiane würde im Dienst für Jehova auch gern aktiver sein, aber ihre familiäre Situation lässt das nicht zu. Sie sagt: "Manchmal reicht schon ein Vortrag, in dem zum Pionierdienst ermuntert wird, und ich fange an zu weinen."
...

Vernünftig sein... Um in unserem Dienst Freude und Zufriedenheit zu empfinden, müssen wir lernen, unsere Möglichkeiten und Umstände im richtigen Licht zu sehen und dann in dem, was wir von uns erwarten, vernünftig zu sein. Fassen wir unvernünftige Ziele ins Auge und versuchen, diese auf Biegen und Brechen zu erreichen, setzen wir uns selbst nur unnötig unter Druck. Andererseits müssen wir natürlich auch aufpassen, dass wir nicht zu nachsichtig mit uns sind: Schließlich sollen die Grenzen, die wir sehen, nicht als Entschuldigung dafür herhalten, dass wir unseren Dienst für Jehova mehr als nötig einschränken.
Wie unsere persönliche Situation auch aussieht, Jehova erwartet von uns, dass wir ihm unser Bestes geben - unser Dienst muss immer von Herzen kommen (...). ...
...
Die eigenen Grenzen vernünftig abzuschätzen kann umso schwieriger sein, wenn man von Eltern erzogen wurde, die eine überzogene Erwartungshaltung hatten. Man hatte als Kind vielleicht immer das Gefühl, man müsse sich die Liebe der Eltern verdienen und deswegen noch besser sein oder noch mehr tun. ...
Wenn das bei dir so ist, könntest dich an einen erfahrenen Christen wenden, mit dem du gut befreundet bist (...). Wärst du zum Beispiel gern Pionier? Das ist ein sehr schönes Ziel. ... Vielleicht brauchst du Tipps, um dein Leben zu vereinfachen. Dein guter Freund könnte aber auch mit dir durchsprechen, ob der Pionierdienst angesichts deiner vielen Familienpflichten derzeit wirklich ein erreichbares Ziel für dich ist. ... In der Ehe ist der Mann gut in der Lage, seiner Frau zu helfen, ihren persönlichen Rhytmus zu finden. Er könnte ihr zum Beispiel ans Herz legen, sich etwas Ruhe zu gönnen, bevor ein neuer Monat beginnt, in dem sie vermehrt tätig sein will. Das wird ihr helfen, ihre "Batterien aufzuladen" und im Dienst freudig zu bleiben.

Überlegen, was man tun kannManchen sind durch das Alter oder durch eine nachlassende Gesundheit in dem, was sie im Dienst für Jehova tun können, bestimmte Grenzen gesetzt. ...
...
Ein schönes Beispiel dafür ist unsere Glaubensschwester Nerlande in Kanada, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Sie hatte das Gefühl, ihrem Dienst wären dadurch sehr enge Grenzen gesetzt. Doch dann sah sie die Sache anders. In ihrer Nähe gibt es nämlich ein Einkaufzentrum, das sie nun als ihr persönliches Predigtdienstgebiet betrachtet. Nerlande erzählt: "Ich sitze in meinem Rollstuhl neben einer Bank in der Ladenpassage. Wenn dann Leute kommen und sich einen Moment hinsetzen. gebe ich ihnen gern Zeugnis." Nerlande leistet damit einen wertvollen Dienst, der sie sehr erfüllt.

Sich wenn nötig
auf Veränderungen einstellen
... Aber unser Leben, dass können wir bis zu einem gewissen Grad steuern, indem wir uns auf Veränderungen einstellen und uns immer wieder überlegen, wie wir unsere ... Kräfte einsetzen. So können wir uns unsere Zufriedenheit und unsere Freude im Dienst für Gott erhalten (...).
Dazu einige Beispiele: ... Eine Mutter, die nicht in den Haus-zu-Haus-Dienst kommt, weil ihr Kind krank ist, findet es vielleicht praktisch, sich eine Gaubensschwester nach Hause einzuladen und - während das Kind schläft - gemeinsam mit ihr Rückbesuche per Telefon zu machen.
...
...
Unsere Schwester Odile in Frankreich ist in den 70ern. Da sie Arthritis in den Knien hat, kann sie nicht lange stehen. ... Sie hat sich der Situation angepasst und gibt nun telefonisch Zeugnis. ...

......
... Und mit einer ausgewogenen Erwartungshaltung und erreichbaren Zielen vor Augen können wir als Christen Jehova noch freudiger und noch zufriedener dienen. "

Hervorhebung von mir

Notiert

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 28. September 2008 18:59

4,3 Millionen Euro habe eine Gliedkirche aus dem Spektrum der deutschen evangelischen Kirchen, durch ihren Finanzeinsatz bei einer US-Bank, die ins Trudeln geriet, gleichfalls (voraussichtlich) verloren.

Weiter notiert in dem gleichen Text.
Zu den „Errungenschaften" der USA gehört auch dieses, Zitat:

„Parallelen zur «Technologieblase», die Anfang 2000 an den Börsen platze, ... Damals hätten viele Menschen in der USA ihre Altersvorsorge verloren und müssten mit jetzt im Alter von 70 Jahren noch arbeiten."

Re:Kölbel & Levy

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 30. September 2008 10:12

Derzeit machen ja gewisse Meldungen über Turbulenzen an den Finanzmärkten in den USA (aber wohl auch andernorts) die Runde.
Da bietet sich vielleicht ein kleiner Rückblick an. Nicht auf die Problemlage insgesamt. Aber gezielt heraus-selektiert, auf einen Detailaspekt.

Die deutsche „Wachtturm"-Ausgabe vom 15. Juni 1930 (S. 190f.) berichtet in der Form eines namentlich gezeichneten und auch abgedruckten Leserbriefes, dass nachfolgende:


Wenn auch der Inf. Brief Nr 14 uns tröstet:
„Der Verlust ist eingetreten, aber nicht zu beklagen, so fühlt doch jedes geweihte Herz tiefen Schmerz über den schweren Verlust der das Bibelhaus betroffen war. Aus diesen Wunden, die der Feind uns schlagen durfte, ist deutlich ersichtlich, dass eben Krieg ist .... War die Organisation des Teufels schon gezwungen, mit gebundenen Händen zuzusehen, dass uns gerechter Weise Zugeständnisse gemacht wurden ... (finanzieller Art) so können wir uns lebhaft seine Wut und das Indianergeheul seiner Söhne angesichts dieses Erlasses vorstellen.

Satan musste im Laufe der Zeit erkennen, dass seine Macht von außen gegen die Organisation Gottes nichts auszurichten vermag, und so versuchte er sicherlich die Zersetzung des Werkes von innen heraus, indem er seit langen Uneinigkeit und Zwietracht unter die Brüder säte. Auch das hat ihm nicht viel Vorteil gebracht, - es war im Gegenteil nur von Nutzen für die völlig Gottergebenen und das Werk, wenn so die Mehrzahl der Nörgler, der Drohnen und Spötter und Unreinen sich selbst absonderten.

Nun versucht der Verruchte einen tödlichen Schlag - das Werk finanziell zu zerstören! Das soll ihm aber nicht gelingen! ...
Wo bekommen bloß die Bibelforscher das Geld her, diese Riesensummen, so jammern die Söhne des Teufels von jeher. Die Legende Juden - Freimaurer - Bolschewiken - ist nicht mehr zugkräftig und einleuchtend
Karl Kipper

Die Pfingstversammlung fällt aus, mein Reisegeld ist dafür eingesetzt gewesen, und ich werde dieses zu diesem Zweck Euch überweisen. ... Die durch Wegfall der Pfingsthauptversammlung Berlin ersparten Gelder an Fahrtkosten usw. wollen wir dem Herrn zur Verfügung stellen."

Dem Nichteingeweihten erscheinen vorstehende Ausführungen vielleicht etwas nebulös. Da der „Wachtturm" auch in anderen Kreisen gelesen wurde, braucht man sich nicht zu wundern, dass auch in besagten „anderen Kreisen", dieses Gefühl des Nebulösen vorherrschte.

Einer davon wollte es aber dabei nicht bewenden lassen, sondern mühte sich um weitere Informationen dazu.
Selbiger von Beruf Pfarrer. Was also tut ein Pfarrer, der sich um weitere Informationen bemüht? Genau, man ahnt es schon. Er setzt einen Fragebrief an eine dafür in Frage kommende Stelle in seiner Kirche auf. Und so ist es denn auch abgelaufen. Die in Frage kommende Stelle nannte sich „Apologetische Centrale".

Selbige auch eine wechselvolle Geschichte aufweisend. Unter anderem sollte sie denn auch mal den Nazis „auf die Nerven gehen".
Und wenn selbiger Umstand besteht, dann verstanden auch die Nazis „keinen Spass".

In etwas andere Worte übersetzt. Eines Tages machten die Nazis dann den „Laden" der „Apologetischen Centrale" dicht. Es war für die Nazis „Ehrensache", gleich bei der Gelegenheit, ihren gesamten Aktenbestand mit zu beschlagnahmen.

Selbigem Aktenbestand sollte dann insbesondere nach 1945, noch eine Odyssee bevorstehen. Jahrelang galt er als „verschollen". Und siehe da, nach dem, Ende der DDR tauchte er doch wieder auf. Zeitweilig sich dann auch in der Trägerschaft des Bundesarchivs befindend.

Und eben aus dieser Phase seiner Odyssee sei denn man etwas thematisches daraus zitiert.

Ein Pfarrer G. Richter in Leipzig wollte es etwas genauer wissen und wandte sich dazu mit einer Anfrage an die Apologetische Centrale. In ihrer Antwort vom 21. 7. 1930, müsste selbige dem Fragesteller aber dahingehend bescheiden. Der mit zitierte „Informationsbrief Nr. 14" sei auch ihr nicht zugänglich.

Aber die Apologetische Centrale streckte ihrerseits ihre Fühler aus. Unter anderem kontaktierte sie einen weiteren Pfarrer in Leipzig mit Namen Gerhard Riester. Selbiger Herr Riester teilte ihr nun in seinem Antwort-Schreiben mit:


Nach Mitteilungen der Leipziger Geschäftsstelle der Internationalen Bibelforschervereinigung handelt es sich bei dem im "Wachtturm" Nr. 12 und im "Informationsbrief Nr. 14" der Bibelforscher mitgeteilten Verlust um einen Bankkrach der Firma Kölbel & Levy in Leipzig - C1, Nikolaistr. 39/45, deren beiden Inhaber "Brüder" der Bibelforscher waren. [Hervorbung redaktionell. Nicht im  Original]
Das Magdeburger Bibelhaus der Bibelforscher und deren Finanzzentrale hatte bei der erwähnten Bankfirma ein größeres Finanzdepot stehen, das wohl restlos verloren gegangen ist.
Aus "Sparsamkeitsgründen" ist deshalb das Berliner Haupttreffen abgesagt worden.

Wie wir in Erfahrung bringen konnten, ist die verloren gegangene Summe für eine Neuauflage der "Prophezeiungen", die mit etwa 90 - 100.000 Mark veranschlagt war, bestimmt gewesen. Die Berliner Haupttagung der Bibelforscher mußte aus Sparsamkeitsgründen abgesagt werden, da das Bibelhaus den in Aussicht gestellten Zuschuß von etwa 12 - 45.000 Mk. nicht geben konnte. Ein in Angriff genommener Neubau in Magdeburg soll weitergeführt werden."

Ein Disput

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 10. Oktober 2008 09:30

Gelesen in einem hitzigen Disput zum Thema Finanzkrise

.. Der Untergang ist bereits seit Jesus besiegelt und nur noch eine Frage der Zeit !!

Darauf die Antwort:

Bitte behalte doch deine unhaltbaren Weltuntergangsprognosen für dich. Finanzkrisen wird es immer wieder geben. Das ist der Lauf der Welt. Oft schon wurde so aus arm reich und umgekehrt.
Also kein Grund für euch - ich nehme an : Jehovas- wie in den 70ern? auf nen Berg zu steigen und umsonst auf den Weltuntergang zu warten....
Eines vielleicht noch : Ich achte Menschen, die Glauben haben, auch wenn ich den nicht teilen und verstehen kann. Doch gibt´s leider auch immer wieder welche wio Sie, die es mir schwer machen, diese Achtung zu bewahren

Nun ist wohl zu sagen das mit „auf den Berg steigen" ist auf Faktenebene nicht zutreffend.
Allerdings, verdient es nicht jede Äusserung auf Meinungsebene, auf die Apothekerwaage gelegt zu werden, was ja bei gewissen Leuten der Zeugen Jehovas, an die da in Sonderheit zu denken wäre, nicht gerade selten zu beobachten ist

Die Frage wäre allerdings, ob denn diesen Apothekenwaagen-Verwendern denn auch mit dem Maß gemessen wird, dass sie mit Vorliebe anderen gegenüber anwenden möchten???

Zeitgeist

geschrieben von: Garwain

Datum: 10. Oktober 2008 13:16

Hallöchen allerseits.

Habe mal ein nettes Video gesehen. Ist in 3 Teile unterteilt.
Vielleicht kennt es ja schon einer.
Im ersten Teil wird hauptsächlich die Prophezeiungen über Jesus mit anderen Religionen verglichen und im 2ten Teil geht es um 11/9 - auch sehr interessant. Der dritte Teil handelt von Banken und dergleichen. Da ich mich damit auskenne eher uninteressant für mich jedenfalls.

Auf folgender Seite kann man sich das laden:
infokrieg.tv/zeitgeist_deutsch.html

Viel Spass beim schauen:

Re: Zeitgeist

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 10. Oktober 2008 14:11

Tja, da fragt man sich (zumindestens ich), wie ist denn so die dem zugrunde liegende Webseite einzuordnen?
Nun habe ich in der Tat nicht alle drei Videos gesehen, sondern nur das erste, und dann schon bei etwa der Hälfte des ersten Videos, dessen weitere Konsumtion abgebrochen.

Es hatte mir von der da zutage tretenden „Diktion" eigentlich gereicht.
Und für mich war denn viel interessanter die Frage, wie denn die diesbezüglichen Webseiten-Betreiber einzuordnen sind.
Also was tut man? Man „wirft Google an" um zu versuchen, seiner Fragestellung etwas näher zu kommen, was ich denn ja auch getan habe.

Nun habe ich wahrlich nicht alle Angebote, die da Google „ausspuckt" gesichtet.
Aber unter den gesichteten, erschienen - zumindest mir - die nachfolgenden Aussagen den Kern wohl zu erfassen.
Es folgen, unkommentiert, diese Auszüge:

infokrieg.tv ist das deutsche Franchise von infowars.com, die vertonen dort großteils Filme von Alex Jones, übersetzten Nachrichten von dessen Seiten und machen eine eigenen "Podcast".

Infokrieg.tv ist was für die Verschwörungsanhänger, denen Esoterik und UFOs zum Halse raus hängen und denen es nichts ausmacht wenn ihre Infos aus dubiosen Quellen stammen, solange sie dabei nur in mit ihren Weltbild von der bösen Globalen Elite decken. Leute die damit nicht konform gehen und Kritik an einzelnen Theorien üben, haben, soweit mein Eindruck, keine lange Überlebenszeit in deren Forum.

Übrigens ist Infokrieg.tv auch immer wieder gut für Ankündigungen von Terroranschlägen und Kriegsplänen

Infokrieg.tv ist eine Seite, die es sich zum Ziel gesetzt hat eine umfangreiche Verschwörung des internationalen Finanzkapitals, ganz traditionell verortet in den USA und Israel, aufzudecken.
Diese Weltverschwörung steckt, in der Wahrnehmung von infokrieg.tv, sowohl hinter den islamistischen Terroranschlägen auf das World-Trade-Center, bei denen über 3000 Menschen ermordet wurden, mit dem Ziel das imaginierte Zentrum des „weltweit agierenden Finanzjudentums" zu treffen (was in der Grundkonzeption mit der personalisierten Weltwahrnehmung und der Unterscheidung in gutes („schaffendes") und böses („raffendes") Kapital zu 100% mit der der NSDAP, der NPD, sonstiger Nazis aber auch attac und vielen, vielen anderen VertreterInnen der „globalisierungskritischen Bewegung" übereinstimmt), als auch hinter der globalen Erderwärmung, dem fallenden Dollar-Kurs und auch dem jüngsten Amoklauf an der technischen Universität in Virginia (Das waren jetzt keine willkürliche Beispiele. Das steht da alles so!).

Um das Ganze ein wenig konkreter zu gestalten hier einmal ein paar Zitate dieser Website samt unserer Bemerkungen dazu:
„Wie nimmt man einer Bevölkerung die Meinungsfreiheit? Indem man sie zuerst unbeliebten und sozial nichtakzeptierten Minderheiten wegnimmt (z.B. Holocaust-Leugnern, anti-westliche Muslime, usw. ) und die einschränkenden Gesetze dann schließlich auf alle menschen ausweitet."

Dieses Zitat fällt in einem Artikel, welcher darüber spekuliert, dass wohl in Zukunft Skeptiker der „Theorie über globale Erderwärmung" mit Holocaust-Leugnern gleichgesetzt werden um sie mundtot zu machen.

Die Leugner des barbarischsten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit werden hier zum Opfer einer intoleranten Gesellschaft erklärt, die einen regelrechten Kampf gegen diese „unbeliebten und sozial nichtakzeptierten Minderheiten" führt.

„Die Bombardierung des Libanons durch Israel ist die nächste Eskalation eines Konflikts welcher nach einer festgelegten roadmap orchestriert wird die direkt zum 3. Weltkrieg führt. Israel, die USA und Großbritannien sind in zahlreichen Fällen dabei erwischt worden, wie sie im mittleren Osten in einem Zeitraum von über 50 Jahren Terroranschläge und Provokationen unter falscher Flagge durchgeführt hatten."

Hier werden ganz offen die antisemitsichen Terroranschläge die zu Hochzeiten fast jeden Tag Todesopfer forderten, umgemünzt zu einer jüdischen Verschwörung, die dadurch einen Weltkrieg herbeiführen will.

Hierzu passt auch der Banner auf infokrieg.tv hervorragend, welcher zum Boykott israelischer Produkte aufruft und auch gleich hilft diese anhand ihres Strichcodes zu erkennen. JedeR sollte den Slogan „Kauft nicht beim Juden!" kennen und wissen woher dieser stammt. In ihrer grundlegenden Ausrichtung sind diese beiden Slogans völlig identisch.

Da das alles sehr abgedreht klingt hier noch ein Zitat, in dem es um die angeblich viel zu nachsichtige Behandlung von kriminalisierten ImmigrantInnen in die USA geht, welches ganz klar zeigt, was für rassistische Politik auf dieser Seite betrieben wird:

„Illegale haben bereits durch ihre unerlaubte Einreise das Gesetz gebrochen und sie sind per Definition bereits Kriminelle; aber anstatt als solche behandelt zu werden, erhebt der Staat sie in einen Status von Unantastbaren, wo sie sich außerhalb der Gesetze bewegen welche den Rest von uns kontrollieren. Warum werden illegale Einwanderer von der Regierung und von Großkonzernen behütet und warum werden amerikanische Bürger, ganz gleich ob weiß, schwarz oder latino, herumgeschubst und überwacht von Big Brother? Antwort: Es soll die Agenda weitergetrieben werden, die USA, Mexiko und Kanada zu einer nordamerikanischen Union zu verbinden. Deshalb ist die ungezügelte illegale Einwanderung und die Beschützung von illegalen Einwanderern in den USA eine sorgfältig geplante Politik des kriminellen Kartells, welches die Regierung der USA gekapert hat."

Ihr wollt wissen welches „kriminelle Kartell" hier gemeint ist?
Na gut hier noch ein (unwidersprochener!) Auszug aus dem Forum dieser Seite:
„Es ist nun mal Fakt dass die Zionisten (und etliche Wallstreet-Banker incl. Prescott Bush) maßgeblich an dem "Verbrechen", dass als Holocaust bezeichnet wird, mitschuldig sind. Und da ist dieser "gegen das Vergessen und nie wieder Bullshit" unsererseits nicht angebracht (zumal dabei völlig übersehen wird, dass die gleichen Leute ein sehr ähnliches System um uns herum errichten)."

An anderer Stelle findet sich ein Artikel, welcher zum Ziel hat einen amerikanischen Politiker zu diskreditieren und hierzu nichts weiter heranzuziehen für nötig hält als dessen Homosexualität.

Wir sehen hier insgesamt eine ganz klare Grenzüberschreitung:
Die Tatsache, dass diese Inhalte auf der Seite allgegenwärtig und wirklich nicht zu übersehen sind.

Es handelt sich also nicht mehr nur um falsche Inhalte, zustandegekommen dadurch, dass die Menschen die diese verbreiten es einfach nicht besser wissen, was eine konstruktive Aufklärung nötig und möglich gemacht hätte.
Wenn sich jedoch solche Inhalte in solcher Zahl und Vehemenz finden müssen wir dem Ganzen auch den einzig passenden Namen geben:
rassistische, strukturell und explizit antisemitische, revisionistische, homophobe
Nazischeisse!

Jedoch zeigt es auch sehr drastisch wie nötig eine radikale Kritik der Antiglobalisierungsbewgung ist, da solche Schnittmengen zwischen ihrer und neonazistischer Politik hier zu Hauf zu finden sind und auf keiner „Unterwanderung von rechts", sondern auf den gleichen falschen und gefährlichen Grundannahmen, wie zum Beispiel der bereits angesprochenen Trennung in guten-völkischen-schaffenden Kapitalismus und bösen-jüdischen-raffenden Kapitalismus, beruhen.

Noch ein Zitat erscheint mir dazu thematisch beachtlich.
Das stammt allerdings nicht von der in Rede stehenden Webseite.

Indes, sein Autor ist klar bekannt. Sein Name: Friedrich Engels.
Und selbiger rekapitulierte auch einmal:

Mit einer Religion, die das römische Weltreich sich unterworfen und den weitaus größten Teil der zivilisierten Menschheit 1.800 Jahre lang beherrscht hat, wird man nicht fertig, indem man sie einfach für von Betrügern zusammengestoppelten Unsinn erklärt. Man wird erst fertig mit ihr, sobald man ihren Ursprung und ihre Entwicklung aus den historischen Bedingungen zu erklären versteht, unter denen sie entstanden und zur Herrschaft gekommen ist. Und namentlich beim Christentum.
Es gilt eben die Frage zu lösen, wie es kam, daß die Volksmassen des römischen Reiches diesen noch dazu von Sklaven und Unterdrückten gepredigten Unsinn allen andern Religionen vorzogen, so daß endlich der ehrgeizige Konstantin in der Annahme dieser Unsinnsreligion das beste Mittel sah, sich zum Alleinherrscher der römischen Welt emporzuschwingen.

Re: Zeitgeist

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 10. Oktober 2008 16:27

Hallo Garwain,

falls du lesen möchtest:
http://forum.mysnip.de/read.php?27094,7146,7146#msg-7146

http://forum.sektenausstieg.net/index.php?topic=14848.msg345192#msg345192

http://forum.sektenausstieg.net/index.php?topic=14848.msg348936#msg348936

Re: Zeitgeist

geschrieben von: Conzaliss

Datum: 10. Oktober 2008 17:44

Ich habe mir alle 3 Teile angesehen.

Einige Darstellungen leuchten mir ein.

Aber unter dem Strich kann ich nur sagen:

Das ist eine Verbreitung von Verschwörungstheorien..

Re: Zeitgeist

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 10. Oktober 2008 19:42

Conzaliss
Ich habe mir alle 3 Teile angesehen.

Einige Darstellungen leuchten mir ein.

Aber unter dem Strich kann ich nur sagen:

Das ist eine Verbreitung von Verschwörungstheorien..
.

Eben, dass ist ja das Grundproblem.
Ein gewissen Kern enthalten die Verschwörungstheorien in der Regel immer.
Aber in der "Gesamtkomposition", wie sie denn offeriert werden, kommt ein unannehmbares "Gebräu" heraus.

Auch wenn ich nur die Hälfte des ersten Teils sah, weil ich da schon "bedient" war.

Die plakative These, "Gott braucht Geld".

Ja sicher, welche Organisation, keineswegs "nur" religiöse, wäre darauf nicht auch darauf ausgerichtet.
Will man also "anprangern", muss man konkret werden. Fallweise "Namen und Hausnummern" nennen können. Und noch besser, auch begründen, weshalb man etwaiges Finanzgebaren kritisch sieht.

Aber so nur auf stumpfe Emotionen abzielend, wie es denn ja der Film tut, ist zu "billig". Billig im doppeltem Sinne des Wortes.

Re: Zeitgeist

geschrieben von: Gerd B.

Datum: 11. Oktober 2008 09:0

Einer der der Realität besser ins Auge sah, als all die Verschwörer und diversen Kaffeesudleser, ist dieser:

picture: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ztm36eUFL._SL500_AA240_.jpg

Kommentar vor über einem Jahr bei Amazon:

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Zitat:

Dr. Otte
Was, wenn sich der Traum von der Steuerbarkeit der Wirtschaftsentwicklung als große Illusion entpuppt? Wenn der anhaltende globale Aufschwung der letzten Jahrzehnte in einem großen Crash zu Ende geht und in eine lange Ära der Depression mündet? Der bekannte Finanzprofessor und Buchautor Max Otte ist sich sicher: Der Crash kommt. So heißt das neue Buch des Wormser Ökonomieprofessors, der sich der Rolle des ökonomischen Ketzers zeigt. Sein Buch ist eine flammende Anklageschrift gegen die herrschende Lehrmeinung der ökonomischen Zunft. Und eine dringende Mahnung: Es ist wichtiger denn je, Vorsorge zu treffen -- bevor es zu spät und der Crash da ist.

Ottes Anklage gilt dem Machbarkeitsglauben der Ökonomen, durch die Steuerung der Geldmenge die Inflation beeinflussen zu können. „Genau das kann sie nicht!“, proklamiert Otte. Denn der Geldsegen aus der Notenpresse fließe vor allem „in immer spekulativere Investments“. Und irgendwann werde „die Masse der Schulden unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen“, prophezeit der Autor: „Nach allem, was mir meine Daten sagen, ist eine Weltwirtschaftskrise in den nächsten fünf Jahren sehr wahrscheinlich. Die Globalisierung selbst hat eine große Blase erzeugt, die über kurz oder lang entweder schnell platzen oder langsam in sich zusammensinken muss.“ Die Folge: Vermögen wird vernichtet. Die Wirtschaft schrumpft. Deflation regiert -- mit drastischen Auswirkungen: Staatsbankrott, Währungsreform. Das Gespenst von 1929, der letzten großen Weltwirtschaftkrise.

Ottes Mahnung: „Treffen Sie die notwendigen Vorbereitungen, seien Sie gelassen, und vermeiden Sie Verluste!“ Den Vorkehrungen gegen die kommende Krise ist der zweite Teil des Buches gewidmet. Otte verrät hier Anlagestrategien, die es ermöglichen sollen, eine Weltwirtschaftskrise zu überstehen. Seine Empfehlung: sich vorbereiten und seine Vermögensangelegenheiten in die eigenen Hände nehmen. Dabei kommen als antiquiert angesehene Formen der Wertanlage zu neuen Ehren: Bargeld und Gold sollen helfen, die Krise zu überdauern.

Ottes Warnungen sind drastisch. Ob man ihnen Glauben schenkt oder nicht, ist letztlich wiederum eine Frage des Glaubens. Oder der theoretischen Vorentscheidung: Ist man ökonomischer Pessimist oder Optimist? Sieht man in der Krise einen normalen Begleitumstand des Wirtschaftens oder hält man sie für eine vermeidbare Panne? Ob man richtig lag, weiß man leider immer erst nachher.-- Winfried Kretschmer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen
»Otte argumentiert weder prophetisch noch besserwisserisch, sondern nüchtern und faktenreich.« 21.09.06, Rheinischer Merkur, deg (Stefan Deges) »Otte malt ein von vielen Ökonomen für möglich gehaltenes Katastrophengemälde. ...

Re: Zeitgeist

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 11. Oktober 2008 10:05

Otte-Kritiker meinen, dass der Finanzexperte mit seinem Büchlein genüsslich auf der Weltuntergangswelle reite, aber eigentlich auch nicht wisse, wohin die Weltwirtschaft driftet. Seine Panikmache auf dem angeschlagenen Dampfer Weltwirtschaft, dessen bevorstehendes Absaufen die Menschen zwinge, sich "eine finanzielle Schwimmweste oder besser ein Rettungsboot" (Otte) zu verschaffen, lese sich zwar gut, bringe aber letztlich nichts Neues. "Insgesamt also viel Geld für ein so dünnes Buch, nur damit wir lesen können, dass der Verfasser in Princeton mal im Hörsaal bei Fed-Chef Ben Bernanke gesessen hat", meint eine Kommentatorin. Auf der Taschenbuch-Bestsellerliste machte Ottes Wirtschafts-Schocker trotzdem einen Riesensprung in dieser Woche - vom 81. auf den 15. Rang.

Eine gewisse „Folgerichtigkeit" kann man wohl auch nicht dem Umstand absprechen, dass Herr Co Conrad, dann besagtem Herrn Otte auch in einem im Internet kursierendem Video interviewt.
Zu Herrn Conrad, habe ich allerdings auch so meine Meinung, unabhängig von diesem Anlass, und schon davor.

Die letzte Ausgabe Nr. 41/2008 eines bekannten Magazins nahm das Thema Finanzkrise auch auf „Die Angst vor der Angst", so deren Titel. Deren Herausgabedatum der 6. 10. 08.
„Pikant" vielleicht auch deren Seite 2.
Dort wieder mal ein ganzseitiges Inserat der Isländischen Bank „Kaupthing Edge". Und in diesem Inserattext auch der Satz:
„Vertrauen auf lange Sicht".

Der fällt mir doch gleich als Illustration ein anderer Zeitungsartikel ein, welcher zu berichten weis. Kunden dieser Bank haben derzeit nicht mehr die Möglichkeit an ihr dort Angelegtes heranzukommen.

Re: Geschichtlicher Rückblick

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 12. Oktober 2008 10:09

m "Goldenen Zeitalter" vom 15. 8. 1933 gelesen. Und angesichts dieser Meldungen, wird deutlich, wie nun auch in den USA, der "Weizen" der WTG zu reifen begann.
Man muss ja sagen, bis einschliesslich der 1920er Jahre, war die WTG-Religion in den USA selbst, eine Religion der Rubrik "ferner liefen". Die wirklichen Zuwachsraten, allen Progandaaufwand zum Trotz, wurden zu damaliger Zeit, nicht in den USA, wohl aber im von Inflation und heraufziehendem Nazismus, geschüttelten Deutschland erzielt.

Nun als Folge der Weltwirtschaftskrise, begann der WTG-"Weizen", selbst in den USA zu reifen.
Drei Meldungen aus der genannten GZ-Ausgabe, künden indirekt auch davon.

Meldung Nummer 1:
"Geschäftliche Zusammenbrüche in drei Jahren
In den Jahren 1930—1933 sind in Amerika nicht weniger als 89 590 geschäftliche Zusammenbruche erfolgt Die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten beträgt 2 322 000 000 Dollars. In der Stadt New-York allein wurden während dieser Zeit mehr als 18000 Hypotheken für verfallen erklärt"

Meldung Nummer 2:
"Hilfe für die heimatlosen jungen Leute
Der Kongress der Vereinigten Staaten hat beschlossen, die Summe von 22500000 Dollars zur Fürsorge für die 88 000 jungen Burschen zu verwenden, die jetzt heimatlos im Lande umherwandern. Die jungen Leute werden in Armeezelten wohnen, Uniformen tragen und eine militärische Ausbildung erhalten, die für einen jeden nicht ein Jahr überschreiten darf. Sie werden sofort entlassen, wenn sie Arbeit finden."

Meldung Nummer 3
"Böse Zeiten für die Farmer
Es sind böse Zeiten für die Farmer. In Aurora, Nebraska, wurde eine Farmeinrichtung für 10 Cents verkauft In Ivesdale, Illlnois, wurde für eine Farmeinrichtung, die 2500 Dollar Wert hat, 4,90 Dollar gezahlt. 1300 Farmer richteten den Vertreter einer Hypothekenhaltungs-Gesellschaft
zu Grunde, weil er versuchte, in Cherokee, Staat Oklahoma, die Hypotheke einer Witwe für verfallen zu erklären. In Watertown, lowa, kauften 200 Farmer 12 Stück Vieh und eine Zentrifuge für 1,35 Dollar. In Shelby, Nebraska, wurde eine Farm, die samt Einrichtung für 4100 Dollar verpfändet war, für 49,50 Dollar verkauft. In Ithaca, Michigan, gab man für eine Getreidebindemascbine 2 Cts. In Ohoopee, Ga., wurden für 6 Kühe 3,25 Dollar gezahlt. In Virginien kam ein Viertel des Landes wegen unbezahlter Steuern unter den Hammer. Es wurde teilweise für 30 Cts. pro Acker versteigert. In Wisconsin belagerte ein Gerichtsweibel einen Farmer mit Maschinengewehren, Flinten und Tränengasbomben. Als in Pilger ein Rechtsanwalt eine Hypotheke für verfallen erklären wollte, hörte man den Farmer in der Gegenwart von 1000 Männern nach einem Strick rufen. In Greencastle, Pennsylvanien, wurden Pferde, Kühe und Schweine das Stück für 10 Cts. verkauft, ein Getreidebinder und Pferdegeschirre für l Dollar, ein Chevroletwagen vom Jahre 1927 für 60 Cts. Die Farmer sind entschlossen, nicht mehr zuzulassen, dass ihre Nachbarfarmer ruiniert werden."

Re: Geschichtlicher Rückblick

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 12. Oktober 2008 11:07

Noch eine ergänzende Meldung.
Die Zeit der Weltwirtschaftskrise, fiel bezogen auf die USA, in die Regierungszeit des ähnlich wie Herr Bush, lauthals den Wirtschafs-Liberalismus als „Allheilmittel" verkündenden amerikanischen Präsidenten Hoover.

Und Dogma der Wirtschaftsliberalen ist halt, der „Markt müsse sich eben selbst heilen".
Zu diesem vermeintlichen „Heilungsprozess" gehören halt auch Gehälter wie sie der Chef der Deutschen Bank oder auch der Firma Porsche zu kassieren pflegen.
Geht ihr Geschäft nicht ganz so flott mehr, ja dann aber nur dann, müsse halt auch mal der Staat helfen.

Und zur anderen Seite gehört dann auch, dass jene die auf der Schattenseite jenes Systems sich befinden, halt Pech gehabt haben.
Und Pech ist für die Wirtschaftsliberalen ein genau so ehenes, nicht umstürzbares Gesetz, wie die „Erfolgsgehalter" auf der anderen Seite.

Einer der diese Grundsätze, mit besonderer Virtuosität, bis zu seiner Ablösung durch Roosevelt durchsetzte, war halt der USA-Präsident Hoover.

Über letzteren konnte man dann in der „Goldenen Zeitalter"-Ausgabe (Schweizer Ausgabe) vom 15. 7. 1933 die nachfolgende Meldung lesen:

„J. P. Morgan ist ein persönlicher Freund Herbert Hoovers und Franklin Roosevelts und ein häufiger Gast im Weissen Hause. Durch seine Gesellschaft und deren Dependenzen, die Banktrust-Kompanie, die Garantie-Trust-Kompanie und die erste Nationalbank, wie durch seine Verbündeten, die Chase-Nationalbank und die National-Stadtbank, beherrscht er das Direktorium von 2450 Korporationen mit einem Gesamtvermögen von 74 000 000 000 Dollar oder 22 Prozent des Gesamtvermögens des Landes. Man glaubt allgemein, dass er mehr Macht über das Geschäftsleben und die Regierung hat, als irgend ein anderer Mensch."

Und in der Ausgabe des GZ vom 1. 6. 1933 gab es auch eine Hoover bezügliche Reflexion. Selbige führte aus (auszugsweise zitiert)

"Prosperity steht an der nächsten Ecke"
(Über Amerika)
Die Überschrift dieses Artikels ist ein Ausspruch von Ex-Präsident Hoover. Aber man fragt sich oft, ob diese Politiker wirklich das glauben, was sie den Menschen sagen. Wenn nicht sind sie schreckliehe Lügner.

Und wenn sie es glauben, zeigt das, dass sie furchtbar wenig über den wahren Stand der Dinge, mit denen sie sich beschäftigen, wissen.
Zum Beweis dafür braucht man nur einmal zu
vergleichen, was diese Männer vor wenigen Jahren in bezug auf das Gedeihen der Weltwirtschaft sagten, und wie wir die Weltlage in Wahrheit heute finden.

Folgende Auszüge ... zeigen uns, was Präsident Hoover im Jahre 1928 prophezeit hat. Er erklärte in seiner Rede m Palo Alto:
"Die Stabilisierung von Handel und Industrie hat grosse Fortschritte gemacht. Die Stellung eines jeden Mannes ist gefestigter geworden. Arbeitslosigkeit im Sinne der Not ist in hohem
Masse verschwunden.
Wir In Amerika sind heute dem endgültigen Triumph über die Armut näher als zu irgendeiner Zeit in der Geschichte des Landes. Das Armenhaus verschwindet ganz aus unserem Lande. Wir haben das Ziel noch nicht erreicht, aber wenn uns Gelegenheit geboten wird, mit der Politik der letzten acht Jahre fortzufahren, werden wir mit Gottes Hilfe bald den Tag sehen, wo die Armut von unserer Nation gewichen ist. Es gibt keine bessere Gewähr gegen Armut, als dass ein jeder eine Anstellung haben wird. Das ist der Hauptzweck der wirtschaftlichen Politik, die wir betreiben.
Bei dem überzeugenden Beweis eines ausserordentlichen Fortschrittes auf allen Seiten kann niemand die fundamentale Richtigkeit unseres Wirtschaftssystems bezweifeln."

Re: Zeitgeist

geschrieben von: Garwain

Datum: 17. Oktober 2008 22:54

Also das es eigentlich um Verschwörungstheorien geht ist mir klar.
Aber ich fand die Erklärung und gegenüberstellung der ganzen religionen mit Jesus und damit ni Verbindung die Astrologie sehr interessant. Und diverse genannten Gottheiten habe ich mir mal gegoogelt und habe festgestellt das es wirklich so ist das sich alle Religionen in den Grundlegenden DIngen sehr stark ähneln.
In dem Buch "Sakrileg" von Dan Brown - der sehr gut recherchiert und dessen Grundgerüst auf Tatsachen beruht - wurde am Anfang eine Szene beschrieben wo der Professor seinen Studenten nach seinem Vortrag die Aufgabe stellt ihm auch nur eine Sache zu nennen aus der christlichen Religion, die es nicht schon vorher in einer anderen Religion gab. Keiner konnte ihm etwas nennen. Alles was genannt wurde konnte der Professor aus einer anderen Religion - die vor der Christenheit existierte - wiederfinden.
Genau das sehe ich auch so. Jede Lehre, jedes Gleichnis, jedes Wunder etc. gab es vorher schon einmal. Die WTG behauptet zB oft in Verbindung mit der Flut, das diese Lehre auch in anderen Völkern zu finde ist. DAs stimmt zwar, nur sagt die WTG nicht, das diese Geschichten schon VOR der Niederschirft der Bibel existierten in anderen Völkern. Das zeigt ganz deutlich das keine Religion die wahre sein kann. Denn Religion sind immer ein erzeugnis von Menschen die Macht haben wollen

Re: MISSION !!!

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 18. Oktober 2008 19:40

Garwain
keine Religion die wahre sein kann.

Dazu eine Gegenüberstellung zweier religiöser Gemeinschaften.
Wahrheit
WTG-Buch 1993 Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes S.51
,,C.T. Russell und seine Gefährten waren fest davon überzeugt, daß sie in einer Zeit der Ernte lebten und daß die Menschen die befreiende Wahrheit hören mußten."

Fundament-Missionsausgabe Denn am Sabbat darfst du Ruhen Bestellfrist: bis zum 31. Oktober 2008
,,Die Botin des Herrn fordert uns auf: >>Schriften [mit der gegenwärtigen Wahrheit] sollen wie Herbstblätter verbreitet werden. Das ist die Botschaft, die uns der Herr schon viele Jahre übermittelt.<< (Ellen White, Review and Herald, 19.Juli 1906)"

vgl. Traktataktion der Zeugen Jehovas > 20.Oktober - 16.Nov. 2008

Fundament Publikationen
,,. . . wollen wir die Leser gewinnen, denn Jesus kommt bald."
www.hoffnung-weltweit.de/

Worum geht es?

Re: Zeitgeist

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 19. Oktober 2008 04:53

Ohne inhaltliche Detail-Bewertung

Ein satirischer Versuch zur Thematik, offenbar "inspiriert" von "Secret tv", "Jan von Helsing" und ähnlich verwandte "Geistesblüten"

topsecretspottlighttv.blogspot.com/

Re: Zeitgeist

geschrieben von: Hula

Datum: 19. Oktober 2008 12:38

Einwand Israel

Genau hier liegt das Problem. Wenn antisemitische Theorien sich in die Israelkritik einmischen. Die Kritik kann so poblemlos zurückgewiesen werden und Israel kann unter dem Deckmantel Verteidigung und Existenzrecht den einheimischn Palästinensern ihre letzten Lebensgrundlagen rauben, den Zugang zu Wasser und den eigenen Olivnheinen...den Zugang zu Krankenhäusern, sie können entrechtet unterdrücket und vertrieben werden. Diese Politik hat nichts mit dem jüdischen Glauben zu tun sondern steht ihm diametral entgegen. Sie wird am besten mit dem Begriff Apardheit beschrieben.

Der Satireblog der oben eingefügt wurde wird von einer Person betrieben die sich auch wegen ihrer jüdischen Wurzeln sehr für die Rechte der Palästinenser einsetzt.

Guten Tag
Hula

www.juedische-stimme.de/

Ein paar Schwalben machen noch keinen Sommer

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 29. September 2008 07:41

Mit Begeisterung dabei war auch die neunjährige Nina P.... Sie befreite zusammen mit Mutter Sabine ein beachtliches Stück der Freiligrathstraße von dem unerwünschten Kastanienlaub. Zahlreiche Nachbarn schlossen sich im Verlauf des Sonnabendvormittags an. ...
In der Posener Straße glänzten viele Anwohner hingegen mit Abwesenheit. Der Großteil des Laubs der 196 Bäume blieb liegen. Nicht so allerdings im Bereich des Gotteshauses der „Zeugen Jehovas". Die Mitglieder der Glaubensgemeinschaft befreiten nicht nur den Bereich vor ihrem Grundstück, sondern auch die nähere Umgebung vom Kastanienlaub. Die Helfer engagieren sich bereits seit zehn Jahren für den Schutz der Bäume in der Posener Straße, sie werden auch in Zukunft mit viel Fleiß dabei sein

Es sei ja keine Kritik an dem mitgeteilten Sachverhalt in der Sache geübt.
Was mir allerdigs fraglich erscheint wäre, ob denn dieses Art von Engagement „Exklusiv"-Charakter hätte.

Wer in der früheren DDR lebte, hat ähnliche Kommando-Aktionen miterlebt ...

Nun ja, sollte sich der ZJ-typische Predigtdienst auf diese Art mal umformieren?
Warten wirs ab.
Ein paar Schwalben machen noch keinen Sommer

Wenn einer eine Reise macht ...

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 02. Oktober 2008 19:28

dann kann er was erzählen.

Das sagte sich schon der Verfasser der auf den Namen „All" hören will und berichtert über
Das zerfetzte Gewand das er so zu Gesicht bekam.

Es gibt wohl nichts, wo sich nicht auch Nachahmer einstellen würden. Diesmal eine Nachahmerin,
Zwar nicht als Buch, wohl aber als Internettext offeriert sie nun ihre Eindrücke.

Und innerhalb selbiger dann auch die Sätze:
„Nach diesen Wahrheiten sieht mir der Eintritt ins Himmelreich nach erschreckend harter Arbeit aus, die sich vielleicht nicht mal auszahlt."
Oder auch den
„Aus der Reihe tanzen kommt nicht gut an bei diesen Freikirchlern."

Das ganze präsentiert als:
„Sekten"-Hopping
Vier Wege zur Erleuchtung

www.zoomer.de/news/topthema/glaubensbekenntnisse/sekten-hopping/artikel/vier-wege-zur-erleuchtung

Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 24. September 2008 15:18

Verdammter fragt den Teufel: „Und? Was haben sie ausgefressen?“

Teufel: „Nichts“

Verdammter: „Ach, hören sie auf! Wer von uns ist schon freiwillig hier!“

Teufel: „Ich“

Verdammter: „Na, ich wäre jedenfalls lieber im Himmel“

Teufel: „Ich bin lieber unter Leuten“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: Gerd B.

Datum: 24. September 2008 16:14

Honni ist tot - und kam natürlich in die Hölle. Dort wird er vom Teufel gefragt: - "Willst Du in die Ost- oder in die Westhölle?" - "Kann ich mir erst mal die Westhölle anschauen?" - "Klar, kein Problem..." Der Teufel führt ihn in die Westhölle. Dort werden die Verdammten ans Kreuz genagelt, mit Benzin übergossen und angezündet.

Honni meint: - "Mensch, das ist ja grausam. Da schau ich mir doch lieber die Osthölle an." Dort hocken die Leute überall in den Ecken rum und machen garnix. Honni fragt einen: - "Sag mal, in der Westhölle ist ja der Teufel los. Dort foltern sie die Leute mit Kreuzen und zünden sie an. Und hier? Nix?" Darauf der Verdammte: - "Ja, Genosse, Du weisst ja, wie das ist. Mal fehlts am Holz, mal am Benzin, mal an den Streichhölzern."

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 24. September 2008 16:23

Verdammter: „Soll ich mich frei machen?“

Teufel: „Was?“

Verdammter. „Na Ausziehen. Soll ich mich Ausziehen?“

Teufel: „Warum?“

Verdammter: „Ja, was weiß ich denn warum!
Bin ich jetzt der Teufel oder was? Auf allen Höllenbildern sind die Leute nun mal immer nackig.“

Teufel: „Ach ja, früher. Sex sells! Aber heute rennen die Leute einem ja von alleine die Bude ein“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 24. September 2008 16:32

Ok.
Die Pointe war nicht der Hit aber einen hab ich noch:

Zeuge mit Verkündigertasche und dem neusten Wachtturm bewaffnet kommt in die Hölle und weiß nicht wohin.

Zeuge: „Äh?“

Teufel: „Ihr Tisch ist da drüben!“

Zeuge: „Bei dem scharfen Blondinenkäferchen? WOW! Das nennen Sie eine Strafe?“

Teufel: „Sie sind die Strafe!“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 24. September 2008 16:39

Gerd B.
... Du weisst ja, wie das ist. Mal fehlts am Holz, mal am Benzin, mal an den Streichhölzern."

Apropos Streichhölzer.
Nachfolgendes Zitat kommentiere ich nicht.
Ich zitiere nur.
Gelesen in der Schweizer Ausgabe des „Goldenen Zeitalters" vom 15. 12. 1932:

„In London werden unter dem Namen "Jesus Christus Sicherheitszündhölzchen" russische Zündhölzer verkauft. Die Bezeichnungen auf den Schachteln sind verschieden; sie tragen aber alle den Namen Christi oder das Bild des Gekreuzigten. Auf eine Anfrage im Unterhaus, welche Massnahmen der Innenminister zwecks Verhinderung des Verkaufs solcher Zündholzschachteln ergreifen wolle, erwiderte Sir John Gilmour, er müsse zunächst Beweise für diesen Verkauf sammeln."

 

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 24. September 2008 16:55

Langgediente Verkündigerin: „Wo bin ich?“

Teufel: „na wo schon!“

Verkündigerin: „Na erlauben sie mal! Meine Kassenbrille ist so dick das man im Winter darauf Eis laufen kann! Wenn ich sie also höflichst um etwas Respekt vor dem Alter bitten darf! – Danke!

Teufel: „Dies ist der Ort ewiger Pein! Hören sie denn nicht das entsetzliche Gejaule?“

Verkündigerin: „Die Königreichslieder?“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: Gerd B.

Datum: 24. September 2008 17:21

Noch ein Witz:

Gibt man bei google Wörter wie "Zeugen Jehovas Witz Himmel Hölle" ein, kommt man auch zu Manfreds Seiten. Es ist köstlich diese Witze wieder mal zu genießen:

Cartoon

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 24. September 2008 19:38

Der Teufel ist ja für seine sadistische Ader bekannt wenn er seine Höllenqualen zuteilt, aber manchmal geht selbst er echt zu weit.

Gepierster und tätowierter Sado-Maso Grufti: „Geil!“

Teufel: „?“

Sado-Maso Grufti: „Echte Profis! Komm, quäl mich! Quäl mich! Mach mir Schmerzen! Bitte! Bitte! Bitte!

Teufel: „Is’ ja gut. Is’ ja gut. Mikrophondienst in Anzug und Krawatte!“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 24. September 2008 19:42

Neulich in der Hölle

Verdammter: „?“

Engel: „Nein, Nein. Ich mache hier nur Urlaubsvertretung.“

Verdammter: „Ach so! Und…?“

Engel mit angesengten Flügeln: „Es ist die Hölle“

Re: Neulich in der Hölle - 99,9%

geschrieben von: . +

Datum: 25. September 2008 06:36

Vaterschaftsklagen sind heutzutage wirklich keine Seltenheit mehr.
Doch seit Johannes 8:44 wird einem nachgesagt ganz besonders fleißig gewesen zu sein:

C.T. Russell: „Da bin ich!“

Teufel: „…“

Russell: „Mutter meinte immer, ich wäre ein echter Satansbraten!“

Teufel: „Das kann man wohl sagen!“

Russell sich dem Teufel um den Hals werfend: „Papa!“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 25. September 2008 17:05

Verdammter: „Oh je, oh je, oh je. Ohgottohgottohgott.“

Teufel: „Na, na. Ach was. Alles halb so schlimm.“

Verdammter: „Was ist die Hälfte von Schlimm?“

Teufel: „Schlimm genug“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: Gerd B.

Datum: 25. September 2008 17:30

Wie falsche Propheten dereinst gepeinigt werden. Sie müssen immer wieder ihre eigenen Falschvoraussagen lesen, indem sie täglich die Dokumente von Manfred und .+ zum Lesen bekommen.

Na, DAS ist höllisch, etwa so:

picture: http://i17.photobucket.com/albums/b65/Gerdy1/thanime.gif

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 25. September 2008 18:37

Gerd B.
Wie falsche Propheten dereinst gepeinigt werden. Sie müssen immer wieder ihre eigenen Falschvoraussagen lesen, indem sie täglich die Dokumente von Manfred und .+ zum Lesen bekommen.

Na, DAS ist höllisch, etwa so:

picture: http://i17.photobucket.com/albums/b65/Gerdy1/thanime.gif

War die "Strafart" nicht bereits belegt?
Gab es da nicht die Strafankündigung, die Auferstandenen oder so ähnliches, müssten Russells Band 7 noch lesen?!

Wenn mal das nicht eine noch "höllerische" Strafe ist!

Schriftstudien lesen als vorgesehene Strafe „von Gott"

So wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buche geschrieben sind: Seine Strafe wird die sein, daß er, wenn er in den Zeiten der Wiederherstellung aus dem Grabe hervorkommt, die sieben Bände der S c h r i f t s t u d i e n zu lesen haben wird, die ihm dann das Fehlerhafte seines Tuns zeigen werden.

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 25. September 2008 19:35

Verdammter: „Na, das war ja klar!“

Teufel: „Was?“

Verdammter: „Na, das ich hier lande! Ich bin ein echter Pechvogel! Wahrscheinlich wird gleich noch dort ein Plätzchen auf dem Holzofengrill frei!“

Teufel in seine Unterlagen nachsehend: „Hmmmm… Nein… Da muss ich sie enttäuschen. Aber wie ich gerade höre ist das bestellte Cerankochfeld endlich geliefert worden.“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 25. September 2008 19:39

Verdammter: „Heißt das, ich muss einfach nur Fernsehen?“

Teufel: „Rund um die Uhr!“

Verdammter: „Ha! Ha! – Klasse!“

Einen Augenblick später.

Verdammter: „Äh?“

Teufel: „Ja, was denn noch?“

Verdammter: „Da laufen aber nur Wachtturm Videos!“

Teufel: „Gewiss“

Verdammter: „Ich werde erblinden!“

Teufel: „Über mildernde Umstände sprechen wir später…“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: Gerd B.

Datum: 25. September 2008 20:14

Aber die Qual geht auch nach Harmagedon weiter - Auszug eines Briefes von einem Mitglied der "Leitenden Körperschaft":

"...Sollte dann 200 Jahre nach Harmagedon jemand das Vertrauen in die Weltzentrale verlieren?

Sollte jemand dann sagen: Wären wir bei der Bibel geblieben, dann wäre diese Änderung nicht nötig?

Es ist dann nicht weit bis zu dem Punkt, wo jemand die Meinung vertreten könnte, die Bibel sei genug und wir bräuchten nicht zusätzliche Erklärungen von der Organisation. Die Bibel ist aber nicht genug. Die Speise besteht nicht nur in der Bibel, sondern auch in den Erklärungen über biblische Lehren, Grundsätze und Prophezeiungen. Erwarte heute also bitte nicht schon etwas, was erst am Ende des Milleniums eintreten wird. Es ist auch sicher nicht richtig, bis zum Ende der tausend Jahre mit Auslegungen oder Erklärungen, mit dem Verteilen geistiger Speise zu warten, bloß weil man bis dahin fehlerhafte Erklärungen machen wird.

Wenn jemand die Bibel auch auswendig kennt, so mag er dennoch geistig hungern, oder im Dunkeln wandeln, weil das "Licht" nicht der Text der Bibel allein ist, sondern die Erklärungen, was die Texte in der Bibel bedeuten. Die Israeliten zur Zeit hatten die Bibel, aber was sie brauchten, waren die Auslegungen oder Erklärungen, was es bedeutet, damit sie es für sich im Leben richtig anwenden konnten. Ein Beispiel dafür kannst Du in Nehemia 8:8 lesen. ..."

Solche seltsame Ideen sind schon höllisch auf Erden, im noch fleischlichen Körper 

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 25. September 2008 21:25

Einen hab ich noch! Einen hab ich noch!

Verdammter: „Sie können mir sicher Helfen! Es heißt doch: „Alles geht zum Teufel“.
Aber andererseits „Fährt man zur Hölle“?!

Teufel: „Kommt drauf an mit wen sie Anreisen…
Mit dem Pionier kommen sie von Haus zu Haus, mit der leitenden Körperschaft fahren sie per Limousine.“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 25. September 2008 22:07

Ok. Der war nicht der Hit.

Verdammter: „Dreißig Jahre für den Wachtturm die Kastanien aus dem Feuer geholt!
Dreißig Jahre an der Felddienstfront verheizt!“

Verdammter: „Dreißig Jahre im Bethel die Gesundheit Aufgerieben!
Und dann einfach gefeuert!“

Teufel: „Na, dann kennen sie sich hier ja aus.“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 25. September 2008 22:11

Verdammter: „Ach Herjeh! Das ist ja Fürchterlich! Der arme Mann dort in dem Wachtturmstudium! Was hat er denn Verbrochen?“

Teufel: „Er hat es erfunden.“

Re: Neulich in der Hölle - Schon wieder ein Grufti

geschrieben von: . +

Datum: 26. September 2008 14:24

Grufti mit gepiersten Nasenring: „Oh – Geil!
Ja! Demütigen sie mich! Geben sie mir niedere Arbeiten!“

Teufel: „Tut mir leid. Wir vergeben keine Dienstämter.“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 26. September 2008 14:29

Verkündigerin hochgeschlossen: „Puh – Diese Hitze...
Sie müssen ja enorme Betriebskosten haben!“
Teufel: „Es geht. Ein Teil decken wir durch die Körperwärme.“

Verkündigerin: „Und der Rest?“

Teufel: „Was hat man ihnen denn erzählt wo die ganzen alten Zeitschriften hinkommen?“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 28. September 2008 12:52

Verkündiger hält noch die Zeitschriften vom Straßendienst hoch: „-“

Teufel: „Hören Sie auf! Sie sind nicht mehr in der Fußgängerzone.
Außerdem sind lebende Statuen schon seid Jahren so was von out…“

Verkündiger: „-“

Teufel: „…und sie sind nicht mal gut“

Verkündiger: „Ha! Ich kann ewig so stehen“.

Teufel zu seinem Kollegen: „Tu ihn zu den Litfasssäulenplakatklebern!“.

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 28. September 2008 12:55

Franz, Frederick W.: „Aber das ist doch absolut lächerlich!
Ich sagte doch nur, 1975 könnte sein!
Ich mache doch die Wahrheit™ nicht!
Ich bringe sie doch nur an die Haustüren der Menschen!“

Teufel zu seinem Kollegen: „Tu ihn zu den Dealern“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: . +

Datum: 28. September 2008 13:00

Schwester mit groß geblümten Kleid: „Gott ist dass voll hier!
Die ganzen Weltmenschen – wie grässlich“

Teufel: „-“

Schwester: „Ich hab’s ihnen doch gleich gesagt.
Und so viele Götzendiener auf einen Haufen!
Das ist ja fast Strafe genug!“

Teufel: „Oh – Sie haben das Klo schon gesehen?“

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 28. September 2008 13:35

. +
Teufel zu seinem Kollegen: „Tu ihn zu den Litfasssäulenplakatklebern!“.
Etwa so: ?!?

Nochmals Litfaßsäulen
B. Z. am Mittag
Dienstag, 30. August 1927

Christian Bouchholtz
„Millionen jetzt Lebender werden nie sterben!"
Das Bibel-Meeting im Sportpalast
Der Amerikaner, Richter J. F. Rutherford, spricht vor 15 Tausend Berlinern im Sportpalast
Was ist los?

Riesenrote Plakate schreien an Litfasssäulen:
Rutherford spricht im Sportpalast. Sein Bild prangt
Worüber will er sprechen? Man weiß es nicht genau. Vage Andeutungen, daß man in der ganzen Welt wieder zum Krieg rüstet und daß deshalb alle Regierungen der Welt gestürzt werden müssen. Das „goldene Zeitalter" beginne ...
Die Berliner haben zu Tausenden von Malen diese Worte schon von den Litfasssäulen läuten hören, und immer waren es Glocken ohne Klang, ...
Passiert man als Pressevertreter, heiß beneidet, den Polizeikordon, kommt man auf den geräumten Vorhof. Plakate an Mauern und Baumstämmen. I, II, III usw. in Abteilungen sind die Gläubigen der Gemeinden Stettin, Stendal usw. erschienen, tragen beim Hinausgehen Plakate mit dem Namen der Stadt hoch.

Lastautos stehn da. Ein halbes Dutzend. Darauf Plakate „Das Goldene Zeitalter". Sie kommen aus Magdeburg, wo die Zentrale der „ernsten Bibelforscher" eingerichtet ist. ...
Packend ist der Vortrag nicht. Kühl-sachlich spricht er. Fast (nur) Gemeinplätze ...

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: Gerd B.

Datum: 28. September 2008 14:43

Wichtig ist, dass die edlen Rassen Mitleid haben mit den Unterrassen. Sie wünschen ihnen eine gute Höllenfahrt:

picture: http://i17.photobucket.com/albums/b65/Gerdy1/SoldatenpflichtDeix.jpg

Auch die Harmagedonüberleber werden die Leichen bedauern, die nicht auf ihre Botschaft hören wollten. Die Ignoranten der 1914-Botschaft waren nur mehr reif für die Hölle. Die Johannesklasse wird die Korpusse der Elenden dann in Dünger umwandeln, denn das ist nützlich für das Paradies.

Re: Neulich in der Hölle

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 28. September 2008 15:12

Gerd B.
Wichtig ist, dass die edlen Rassen Mitleid haben mit den Unterrassen. Sie wünschen ihnen eine gute Höllenfahrt:

picture: http://i17.photobucket.com/albums/b65/Gerdy1/SoldatenpflichtDeix.jpg

Auch die Harmagedonüberleber werden die Leichen bedauern, die nicht auf ihre Botschaft hören wollten. Die Ignoranten der 1914-Botschaft waren nur mehr reif für die Hölle. Die Johannesklasse wird die Korpusse der Elenden dann in Dünger umwandeln, denn das ist nützlich für das Paradies.

Der historische Kontext veranschaulicht in Form eines Linkhinweises:

www.holocaust-history.org/himmler-poznan/

Nach anklicken der Bilder (unter entsprechender zu berücksichtigender Ladezeit) gibt es auch Deutschsprachiges.

Fernsehtipp!

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 24. September 2008 20:16

TV-info ARD 24.9.08 23:30 Die Jagd nach Dr. Tod - Protokoll einer Fahndung (Film)
,,Ein Mann wird gesucht, der seit fast einem halben Jahrhundert verschwunden ist: ein mutmaßlicher Massenmörder. Dr. Aribert Heim steht auf der Liste der meistgesuchten NS-Verbrecher ganz oben. Im österreichischen Konzentrationslager Mauthausen soll er hunderte Menschen auf äußerst grausame Weise ermordet haben. Nach dem Krieg hat er zunächst unbehelligt in Baden-Baden als Frauenarzt gearbeitet. . . ."

Re: Fernsehtipp!

geschrieben von: Frau von x

Datum: 29. September 2008 10:54

Heute um 21.00 Uhr auf arte:
Das Leben der Anderen (Spielfilm)

www.tvinfo.de/web3/tvinfo/system/_program_detail.php?pID=70548803

und danach:

Alltag einer Behörde (Dokumentarfilm)

Das Ministerium für Staatssicherheit

www.tvinfo.de/web3/tvinfo/system/_program_detail.php?pID=70548849

Re: Fernsehtipp!

geschrieben von: Frau von x

Datum: 08. Oktober 2008 13:27

Heute um 20.15 Uhr auf RTL:

Die Super Nanny

" ... Mit ihrem ältesten Sohn Paul (17) streitet sich Sylvia oft wegen ihrer intensiven Beziehung zur Pfingstgemeinde, einer religiösen Glaubensgemeinschaft. Paul wünscht sich, ... dass er so akzeptiert wird wie er ist - auch ihne Glauben.
... "
www.tvinfo.de/web3/tvinfo/system/_program_detail.php?pID=71728839

Re: Fernsehtipp!

geschrieben von: Frau von x

Datum: 09. Oktober 2008 12:51

Heute um 23:15 im ZDF

Johannes B.Kerner

" ... 18.November 1878: die sektenähnliche Bewegung 'Peoples Temple' lebt in Jonestown/ Guyana. An diesem Tag beschließt Anführer Jim Jones, seine Anhänger durch ein Massaker in den Tod zu schicken. Mehr als 900 Menschen sterben bei dem schrecklichen Massenmord- und Massenselbstmord. Tim Carter (60) überlebt wie durch ein Wunder - seine Frau Gloria und der damals 15 Monate alte Sohn Malcolm werden vergiftet und sterben in seinen Armen. Eine bewegende Geschichte - heute Abend bei Kerner. "

(Quelle TVinfo)

Re: Fernsehtipp! / Im Namen Gottes hingerichtet

geschrieben von: Frau von x

Datum: 15. Oktober 2008 11:33

Heute 21:15 Uhr, 3sat:

Iran - Galgen für eine 16-jährige

Warum Atefeh hingerichtet wurde

www.tvinfo.de/web3/tvinfo/system/_program_detail.php?pID=71799595&step=2

Re: Fernsehtipp! / Im Namen Gottes hingerichtet

geschrieben von: Conzaliss

Datum: 16. Oktober 2008 12:42

Ein sehr bewegender Filmbericht.

So und schlimmer stelle ich mir das Leben in einer von der WTG beherrschten Welt vor.

Gott sei Dank, dass die nie kommt...

Re: Fernsehtipp! / Im Namen Gottes hingerichtet

geschrieben von: Frau von x

Datum: 16. Oktober 2008 13:08

 

Conzaliss
Ein sehr bewegender Filmbericht.

Fand ich auch. Furchtbar was angeblicher Glaube alles anrichten kann und wozu Menschen sich im Namen Gottes das Recht rausnehmen. Zum Glück gibt es das Internet, wodurch so etwas wenigstens ein bißchen ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt wird.

Re: - Link -

geschrieben von: X ~ mysnip

Datum: 16. Oktober 2008 23:40

Galgen für eine 16 Jaehrige
>>> http://www.youtube.com/watch?v=kK-IfiadQu8

Die Grünen machen wieder mal von sich reden.

geschrieben von: Drahbeck

Datum: 18. September 2008 17:43

Nach Bayern, ist jetzt zur Abwechslung Bremen Ort der „Selbspräsentation".

Flotte Sprüche klopfen schön und gut. Und was ist dann wenn der Gegenwind anfängt zu wehen. Siehe Bayern.
Meine Zweifel an der „Standhaftigkeit" der Grünen bestehen unverändert fort.

Nun ist nebst Berlin, auch Bremen, eines der wenigen Bundesländer, wo kirchlicher Religionsunterricht zwar angeboten, aber nicht mit der Zwanghaftigkeit durchgesetzt wird, wie in anderen Bundesländern. Das ist aber nicht erst seit heute so, sondern hat sich schon unmittelbar nach 1945 so ergeben.

Einer Meldung zufolge, schwant den Grünen in Bremen vor. Weg von der streng konfessionellen Orientierung hin zu einer Art „Geschichtsunterricht" in dem

„auch die bedeutendsten Traditionen und Erzählungen anderer Religionen unterrichtet werden"

Da in Bremen derzeit eine rot-grüne Koalition am Ruder ist, mag ja die dortige Ausgangslage anders sein, als etwa in Bayern.

Allerdings, ist damit der „Fisch noch lange nicht gegessen".

Denn die Kirchen sähen am liebsten streng konfessionellen Unterricht. Jede der „anerkannten" Kirchen für sich.

Und wenn's denn ums „Anerkennen" gilt, kann man fallweise auch schon mal in den Erfahrungsaustausch mit der Rusisch-Orthodoxen Kirche treten, die da liebend gerne auch nur sich selbst „anerkennt".

Das steht zwar nicht in der Meldung. Braucht es auch nicht. Die „Spatzen pfeifen es auch so von den Dächern".

Nun haben die Kirchen in Bremen schon seit 1947 mit einer ungeliebten „Kröte" zu kämpfen.
Zitat:
„Für Schüler ist die Teilnahme freiwillig." Und weil das so ist, wieder Zitat, „fällt seit Jahren ein Großteil des Unterrichtes aus"

Den Grünen schwant nun, mit ihrem Reförmchen auch den Ausfallzustand zu beenden.
Dagegen hätten die Kirchen ja nichts.

Aber wie in Brandenburg und Berlin, nun auch in Bremen geht der Eitertanz um die Inhalte.

In Berlin etwa, versuchen die Kirchen, die ihnen nicht genehme Entwicklung, noch durch ein „Volksbegehren" zu stoppen. Die CDU mitten drin in diesem Stoppversuch.

Nun mag ja die CDU derzeit sich auf ihre traditionellen „Hinterzimmer" und fallweise denn auch mal auf die Unterstützung durch die Springerpresse konzentrieren.

Aber sicherlich ist es verfrüht zu sagen, wie denn der Volksbegehren-Vorstoß letztendlich ausgeht.

Man kann den Grünen auch in Bremen prophezeien. Sofern sie nicht schon von vornherein selbst einknicken, stehen ihnen in der Sache noch einige heiße Schlachten bevor!

Re: Die Grünen machen wieder mal von sich reden.

geschrieben von: Freier Mensch

Datum: 19. September 2008 01:44

parteipolitik ist für mich in deutschland eine form der demokratischen diktatur...
eine echte demokratie würde bedeuten, dass der vertreter der wähler in seiner "hirarchie" die interessen der wähler des wahlkreises vertritt!!!

Re: Die Grünen machen wieder mal von sich reden.

geschrieben von: Conzaliss

Datum: 19. September 2008 13:01

Die Poliktik der Grünen ist manchmal menschenfeindlich.

Z. B. blockieren sie seit Jahren die Fertigstellung der BAB 49 Kassel - Marburg.
Stattdessen wälzt sich der Schwerverkehr durch viele Dörfer, da die Autobahn unmittelbar auf nicht einmal halber Strecke endet.

Die gesundheitlichen Gefahren durch Abgas und Lärm scheinen überhaupt keine Rolle zu spielen...

Re: "Danke" ich bin "bedient"

geschrieben von: Freier Mensch

Datum: 02. Oktober 2008 22:59

Drahbeck
Besagter Herr Pflüger, in seiner Laufbahn denn auch schon mal im Verteidigungsminsterium tätig gewesen.
Ist nun solch ein Mann „der" Prädestinierte, um sich Religionsthemen im Besonderen anzunehmen?

inwiefern soll das denn eine relation zueinander haben?

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