Kommentar zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 23

In dieser Ausgabe findet sich auch der Satz:
"Die Brüder in anderen Ländern erwarten sicherlich gar nicht, daß in CV ihre Probleme mit der WTG gelöst werden. Sie möchten viel eher sehen, wie man hier die Dinge in Angriff nimmt, wie man woanders die Dinge anpackt. Und muß man nicht sagen, daß die WTG-Frage in unserem Lande von beispiellosem Interesse ist?

Was ist nun das Hauptproblem? Das Hauptproblem ist die schwierige und bisher ungelöste Situation der Brüder und Schwestern in unserem Lande, einerseits bedingt durch die besondere Haltung der WTG und andererseits durch die fortschreitende gesellschaftliche Entwicklung. Hier prallen sozusagen Welten aufeinander. Man muß schon sagen, daß Deutschland auch in dieser Sache ein Brennpunkt ist. Das ist der Kern der Sache, damit hängt alles andere zusammen."

Dazu mag man als nachträglichen Kommentar nur noch sagen: Problem wohl erkannt. Indes gesetztes Ziel nicht erreicht. Warum nicht? Nicht zuletzt, weil das Totalitarismusklima der DDR, zugleich auch eine Art unterschwellig politisch motivierte Antihaltung provozierte, die sich im Falle der Zeugen Jehovas in religiöser Verbrämung widerspiegelte.

Nur Willi Heinicke und Friedrich Adler, waren in dem ersten 1950-er Schauprozess gegen die Zeugen Jehovas, hauptamtliche Mitarbeiter des Magdeburger Zweigbüros der WTG. Einige der anderen Angeklagten kann man zwar auch als hauptamtliche Mitarbeiter der WTG bewerten. Indes war ihr Wirkungskreis nicht die Magdeburger WTG-Zentrale. Heinicke hatte dort die Funktion des juristischen Leiters. Ein Artikel der CV 23 befaßt sich mit seinem Fall näher. Es wird ausgeführt, daß er zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung sich in seinem 55 Lebensjahr befand. Rechnet man zurück, kommt man zu dem Ergebnis, das er als "blutjunger Jüngling" sich schon auf dem Posten eines "juristischen Leiters" befand. Die Diktionen dieses Artikels sind nicht die meinigen. Nicht genügend herausgearbeitet ist meines Erachtens auch die akute Endzeiterwartung bei den Zeugen Jehovas in jenen Jahren. Sie veranlasste Adler beispielsweise nach der Urteilsverkündigung (die für ihn auf lebenslänglich lautete) zu dem Ausruf gegenüber dem Obersten Gericht der DDR: "Sie meinen wohl ein Jahr".

Jener Artikel führt bezüglich Heinicke aus:
"Eine Diktatur, in der der Leiter der juristischen Abteilung die juristische Weisungs- und Befehlsgewalt innehatte, wurde erstellt. Er zögerte dann auch nicht, in seinem Sachbereich in der gleichen anmaßenden und höhnischen Weise, sowohl nach innen wie nach außen, vorzugehen. "In der Tat, Diktatur ist das richtige Wort. Gespeist aus religiösem Fanatismus, der Endzeiterwartung, wurden politische Systeme brüskiert. Die Nazis und die "DDR". Wie die Geschichte weiter ausgegangen ist, dürfte zur Genüge bekannt sein.
 


CV Christliche Verantwortung

Informationen der Studiengruppe Christliche Verantwortung
Konto-Nr. 4564-49-20156 Bank für Handel und Gewerbe 65 Gera Straße des 7. Oktober

Nr. 23 Gera März 1969

CV ihr Zweck
Christliche Verantwortung leitet an zu rechtem Forschen in der Heiligen Schrift und zu verantwortungsbewußtem Verhalten als Christ und Bürger. Übereinstimmend damit befaßt sich CV mit Verkündigung und Organisation der Wachtturmgesellschaft. CV ist hier die erste Schrift verantwortungsvoller freier Diskussion für alle Versammlungen der WTG und ihrer einzelnen Glieder. Ehemalige möchten ihre Erfahrungen in CV kundtun, um zu helfen.

Bringen Jehovas Zeugen die biblische Wahrheit?
Einige Fragen an unsere Brüder und Schwestern in der Organisation von Jehovas Zeugen
(Auszug aus "Wegweiser" vom Bruderdienst)
Liebe Brüder und Schwestern!
In CV Nr. 22 fragten wir: "Warum man seine Religion prüfen sollte. Dazu stellen wir Euch heute noch einige weitere Fragen. Der WT hebt immer wieder hervor, daß das WT-Evangelium, die "gute Botschaft" vom 1914 aufgerichteten Königreiche" ist. Auf der ganzen Erde . . . predigen Jehovas Zeugen diese gute Botschaft von 1914 vom aufgerichteten Königreich . . . Sie ist die einzige gute Botschaft . . .' (WT 15. 12. 54, 1. 8. 68/149). Das Evangelium oder die frohe Botschaft der ersten Christen aber war "das Wort vom Kreuz" (oder Pfahl nach NW. Übers.). (1. Kor. 1:18). "Wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit", betont der Apostel Paulus im 1. Kor. 1:23. Dann lesen wir in Rö. 10:8, 9: "Denn wenn du dieses Wort in deinem Munde, daß Jesus Herr ist, öffentlich verkündest und in deinem Herzen Glauben übst . . . wirst du gerettet werden Denn mit dem Herzen übt man Glauben . . . mit dem Munde aber legt man eine öffentliche Erklärung zur Rettung ab". Rö. 10:9, 10 (NW. Ü.).). Diese Gnadenbotschaft von der Erlösung durch Jesu Opfertod auf Golgatha, war das Evangelium der apostolischen Urkirche. Sie muß darum auch heute noch das einzige Evangelium derer sein die am ursprünglichen Christentum festhalten. Die Heilige Schrift warnt eindringlich: " … nur das etliche sind, die euch verwirren und das Evangelium des Christus verkehren wollen. Aber wenn auch wir, oder wenn ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium verkündigte außer dem, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht . . . Denn suche ich jetzt Menschen zufrieden zu stellen oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen?" Gal. 1:7-10. Liebe Brüder, kann man da noch behaupten, die "einzige gute Botschaft" der WTG vom 1914 aufgerichteten Königreich sei ursprüngliches Christentum?

Gibt es einen Schriftbeweis für das neue Evangelium?
Weil das Evangelium von der Erlösung durch Christus zugleich ein Ruf Gottes ist "zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit" (1. Thessl. 2:12) und eine Ankündigung des zukünftigen Gottesreiches unter der Oberherrschaft Christi (Dan. 2:44; Jes. 9:6, 7). bezeichnete Jesus selbst d i e s Evangelium als "das Evangelium vom Reich" (Matth. 24:14). Wörtlich sagte er: "Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen." Auf diese Schriftstelle pflegt sich die WTG-Leitung zu berufen, um ihr neues Evangelium zu rechtfertigen Der WT lehrt: "Dann sagte Jesus das Werk seiner Nachfolger voraus, daß sie das dann, also in unserer Zeit, tun würden … Auf ein freudebringendes, trostvolles Werk hinweisend, das seine Nachfolger durchfuhren sollten, sagte Jesus. Und diese gute Botschaft vom Königreich wird (nach dem 1. Weltkrieg) (fügt der WT-Verfasser ein) gepredigt werden auf der ganzen bewohnten Erde, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das vollendete Ende kommen." (WT 1. 2. 57/57; 1. 3. 68/149, 150).

Wollte Jesus mit seinen in Matthäus 24:14 aufgezeichneten Worten wirklich, das "nach dem ersten Weltkrieg" begonnene "Werk" der Verkündigung der "WT-Botschaft" vom "1914 aufgerichteten Königreich" ankündigen! Jesu Auftrag von der Verkündigung des Evangeliums vom Reich wird nicht erst seit dem ersten Weltkrieg getan. Hören wir Jesu selbst: "Das Gesetz und die Propheten waren bis auf Johannes; von da an (!) wird das Evangelium des Reiches Gottes verkündigt." (Luk. 16:16). Die Verkündigung des 1914 aufgerichteten Königreiches, also nach dem 1. Weltkrieg, wie es die WTG-Lehrer verkünden, hat gar nichts mit der Vorhersage Jesu, Matth. 24.14 und Lukas 16:16 zu tun, denn dies liegt in der Zukunft. Welcher Meinung seid ihr, liebe Brüder?

Ist Gottes Reich künftig oder gegenwärtig?
Das apostolische Evangelium vom Reich kündigt das zukünftige Gottesreich an. Jesu lehrte seine Jünger beten: "Dein Reich komme". (Matth. 6:10). Das neue Evangelium der WTG verkündet dagegen ein gegenwärtiges Gottesreich, welches seit 1914 da sein soll. Das urchristliche Evangelium vom kommenden Reich wurde als alt und unzeitgemäß abgetan. Im WT heißt es: "Somit war vom Jahre 1914 an die gute Botschaft eines kommenden Reiches alt und unzeitgemäß geworden. Die Botschaft . . . muß fortan die Botschaft eines gekommenen Königreiches Gottes sein. Es muß die Botschaft eines bereits geborenen Reiches Gottes sein, das in den Himmeln aufgerichtet und inmitten aller seiner Feinde im Himmel und auf Erden in Tätigkeit ist." (WT. 15. 4. 58/239; 1. 3. 68/152). Liebe Brüder, sind das nicht eigenartige Kämpfer für das "ursprüngliche Christentum", die selbst das Evangelium des ursprünglichen Christentums als alt und unzeitgemäß verwerfen, um es durch ein neues und "zeitgemäßes" zu ersetzen? Liebe Brüder, wie denkt ihr darüber?

Was ist erforderlich, Zuflucht zu Jesu oder zu einer Organisation?
"Wie dringend notwendig ist es doch, sich in der noch verbleibenden kurzen Zeit als ein Glied der "Neuen-Welt-Gesellschaft zu kennzeichnen . . . !" mahnt der WT (1958, S. 408). Diese Einladung wird bald nicht mehr ergehen . . . komme eilends . . ." (WT Nr. 5/1968, S. 155). Außerhalb dieser "Neuen-Welt-Gesellschaft" soll es keine Rettung geben, darum sollen alle in dieser Organisation Zuflucht suchen. Aber "um Harmagedon zu überleben, müssen sie in der NWG bleiben". (Neue Himmel und eine neue Erde, S. 309). So erhebt die WTG-Leitung die Organisation zur eigentlichen Zufluchtsstätte. Daher ist Ziel und Zweck der Verkündigung, die Einsammlung von Menschen in die Organisation der WTG.

Das ursprüngliche Christentum kannte ein Herzurufen von Menschen zu einer Organisation nicht. Zweck und Ziel ihrer Verkündigung war, die Menschen zu Jesus Christus zu fuhren. Jesus selbst sagte: "Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken" (Matth. 11:28). Auch nach seinem Tode, Auferstehung und Himmelfahrt, gab es für die urchristliche Verkündigung nur ein Ziel, Menschen zu Christus zu führen. "Und es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen". (Apg. 4;12).

Wenn die Leitung der WTG ihre Behauptung aufrecht erhalten will, das ursprüngliche Christentum zu vertreten, dann müssen sie Jesus als einzige Zuflucht verkündigen, anstatt wie bisher ihre Organisation zum Heiland und Retter zu machen. Liebe Brüder, denkt darüber nach und äußert Euch freimütig.

Wer ist Mittler zwischen Gott und Menschen?
Die Führung der Zeugen Jehovas, die Wachtturm-, Bibel- und Traktatgesellschaft, beansprucht, der von Gott eingesetzte Mitteilungs- und Verbindungskanal zu sein. Der WT erklärt: "Jehova hat einen ganz bestimmten Mitteilungskanal geschaffen, durch den er mit seinem Volke verkehrt" (gemeint ist mit den Zeugen Jehovas) WT 15. 8. 57/498; WT 15. 3. 68 Seite 167).

Wenn Gott durch diesen Kanal mit seinem Volke verkehrt, dann ist dieser Kanal der Mittler zwischen Gott und den Menschen. Die Heilige Schrift bezeugt aber mit aller Entschiedenheit: "Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung . . ." (1. Tim. 2:5, 6). Die Urchristen kannten überhaupt keinen Mitteilungs- und Verbindungskanal. Diese Einrichtung ist eine Erfindung der WTG-Leitung, die dem Zweck dient, Jesus Christus aus seiner Mittlerstellung zu verdrängen, damit andererseits die WTG-Führung in dieser angemaßten Rolle ihre Anhänger in immer größere Abhängigkeit und Furcht bringen kann. Liebe Brüder, wie ist Eure Auffassung dazu?

Dem "Kanal" folgen wie der Stimme Gottes!?
Die Gegenwart der Gesalbten, die den Wachtturm-Kanal bilden, ist für die WTG-Anhänger gleichbedeutend mit der Gegenwart Gottes. Jehova Gott wohnt bei euch, weil seine Gesalbten sein sichtbarer Tempel sind"! (WT 15. 7. 57/58). "Laßt uns nun den Mitteilungskanal unmißverständlich erkennen, dessen sich Jehova in unseren Tagen bedient, damit wir in seiner Gunst bleiben mögen … Besonders seit dem Jahr 1919 hat er die kollektive Körperschaft des gesalbten Überrestes, über all die sichtbaren Interessen des Königreiches gesetzt … Es ist höchst wichtig, daß wir diese Tatsache verstehen und den Anweisungen des Sklaven des (des Kanals) so folgen, wie wir der Stimme Gottes folgen würden, weil es Gottes Vorkehrung ist". (WT 15. 7. 57/498). Die Apostel würden sicher mit Jes. 42:8 darauf antworten, denn Gott teilt seine Macht nicht mit diesem Kanal. Die übermäßige Selbstempfehlung dieser Gesalbten ist mit Joh. 5:31 und 2. Kor. 3:1, 5:12 nicht im Einklang. Der WT Nr. 5/1968, S. 156 sagt: "Bestimmt haben Jehova Gott und der Herr Jesus Christus dadurch, daß sie uns Gottes Wort in so reichem Maße verständlich gemacht und Hunderttausende schafsähnliche Menschen eingeladen haben, zu kommen und von dem Wasser des Lebens kostenfrei zu trinken, auf wunderbare Weise ihre unverdiente Güte zum Ausdruck gebracht . . . und schließlich wirst du . . . den vollen Nutzen aus diesem Wasser des Lebens ziehen". Liebe Brüder, ist dem wirklich so nach der Schrift?

Liebe Brüder und Schwestern, laßt Ihr Euch von Gefühlen leiten, von Voreingenommenheit oder gar von der Furcht vor Menschen und menschlichen Organisationen? Laßt Ihr Euch durch äußeren Glanz blenden? Das wäre falsch und unbiblisch 1. Thessl. 5:21; Apg. 17:11. Darum sollten auch die Lehren der WTG anhand des Wortes Gottes nachgeprüft werden. Wir hoffen, Euch mit diesen Fragen eine Anregung gegeben zu haben und werden Euch weitere Fragen zur Prüfung vorlegen
Fortsetzung folgt.
In christlicher Verbundenheit
Bruder Willy Müller,
65 Gera
Lutherstraße Nr. 16
und Mitverbundene

Guter Rat für junge und alte Eheleute
Das Gebet, das Ehen rettet
Viele junge Menschen, die alt genug zum Heiraten sind, glauben, daß sie die meisten ihrer Probleme dadurch lösen können, daß sie ein eigenes Heim und eine eigene Familie gründen. Aber die Ehe bringt viele unbequeme Tatsachen zutage, und eine davon ist, daß sie an sich keine Probleme löst. Dazu wurde sie auch nicht geschaffen. Ein Mensch, der vor der Ehe unglücklich war, wird in der Ehe genau so unglücklich sein, oft sogar noch unglücklicher. Wenn zwei Menschen heiraten, kombinieren sie ihre Probleme, und ihr Leben wird höchstens komplizierter.

Es gibt eine grundlose Annahme, daß man eine gescheiterte Ehe durch äußerliche Veränderungen rettet. Wohl kann ein Wechsel vorteilhaft sein; z. B. ist es ratsam, von ihren Verwandten wegzuziehen, wenn diese sie daran hindern, ihr eigenes Leben zu führen oder ihre Kinder nach eigenen Maßstäben zu erziehen. Aber in den meisten Fällen helfen veränderte Umstände nichts. Ein schöneres Haus, mehr Geld oder mehr Kinder - nichts davon ändert wirklich etwas an dem Verhältnis der Ehepartner zueinander. Eheliche Unstimmigkeiten gehen viel tiefer. Das Sprichwort scheint jedoch nur halb wahr zu sein: "Liebe ist der Stern, zu dem Menschen hinaufgehen, und Ehe ist die Kohlengrube, in die sie hinabstürzen."

Die Ehe, wie Gott sie haben will, bedeutet, daß keiner der beiden Ehepartner so weiterleben kann, wie es ihm allein gefällt. Keine erfolgreiche Ehe ist möglich, wenn ein Partner die Rechte und Gefühle des anderen verletzt oder mißachtet. Sinn der Ehe ist nicht, das Leben des anderen nach eigenem Willen umzuformen, sondern sich selbst anzupassen Eine christliche Ehe bedeutet, das wir den anderen so sehen und verstehen, wie er wirklich ist, und daß wir ihn so lieben.

Meist sind es Frauen, die unter Eheproblemen leiden, wenigstens äußern sie sich dazu. Männer reden wohl nicht so gern darüber, sie können einer unglücklichen, häuslichen Atmosphäre auch besser entfliehen. Viele Frauen fragen, was sie tun können, um ihre Männer zu ändern - wie zu Hause mehr Verantwortung tragen, sich mehr um die Kinder kümmern, zum Gottesdienst gehen usw. Die Frauen möchten, daß ihre Kinder zu Hause eine gute christliche Erziehung erfahren und ihren Vater achten. Dabei stoßen sie jedoch auf mancherlei Schwierigkeiten.

Sicher ist es leicht, Ratschläge zu erteilen, aber eines ist wohl verständlich: Kein Ehemann wird sich zum Guten ändern, bis seine Frau sich zum Guten ändert. Gewöhnlich trägt irgend etwas zur männlichen Sturheit bei, und nur eine veränderte Frau wird hier eine Änderung herbeiführen können. Dies mag ein langer und langsamer Prozeß sein. Aber wir können uns darauf verlassen, daß er notwendig ist, wenn eine Ehesituation geändert werden soll.

C. S. Lewis schrieb: "Aus keiner noch so geschickten Vermischung fauler Eier kann je ein gutes Omelett werden" Mit anderen Worten, Gott kann keine Ehe verwandeln und die Ehepartner unverändert lassen. Es ist Tatsache daß manche Ehefrauen Hunderte von Gebeten vergeblich boten, Gott möge ihre Männer ändern, wenn einige wirklich aufrichtige Gebete für sich selbst mehr geholfen hätten Natürlich ist das im umgekehrten Falle genau so wahr.

Es ist sehr schmerzlich, wenn man von christlichen Frauen hört oder in Briefen liest, daß sie gezwungen sind, mit leichtfertigen Ehemännern oder gar mit Trinkern zusammenleben müssen. Diese bitten oft um Rat. Die meisten von ihnen sehen die einzige Lösung in einer Trennung oder Scheidung. Ihre Briefe erzählen von zahllosen Versuchen, ihren Männern zu Selbstachtung und Verantwortungsbewußtsein zu verhelfen. Sie haben gebettelt, diskutiert, angeklagt, gepredigt, die Bibel zitiert, mit Fortgehen gedroht und gebetet - alles ohne Erfolg. Die meisten haben die gleiche Klage: "Ich habe alles versucht, aber nichts hat geholfen!" Es gibt keine Patentantwort, keine "Wunderkur". Aber diese geplagten Frauen möchten sich selbst mal fragen: Ob sie je daran gedacht haben, für sich s e 1 b s t zu beten, statt für ihre Männer. Wieviele von den Frauen werden such irgendwann mal die Frage vorgelegt haben: Ist vielleicht in in m e i n e m Leben etwas in Unordnung?

Manche Frauen mögen dies übelnehmen. Aber ich mochte betonen, daß es die erste Aufgabe einer Ehefrau ist, ihren Mann      g l ü c k l i c h zu machen, nicht ihn "gut" zu machen. Ich verteidige natürlich keinen faulen Kompromiß, wie z. B. schlechte Gesellschaft, um dem Manne zu gefallen. Aber manche Frauen denken, sie dürften überhaupt keinen Kompromiß mit ihrem Manne schließen, weil ein normales Eheleben zwischen einer christlichen Frau und einem Andersdenkenden Mann sowieso unmöglich ist. Dies ist die Wurzel von mehr unglücklichen Ehen, als man glaubt.

Es gibt christliche Ehefrauen, die Abend für Abend zu Gemeindeveranstaltungen laufen und ihre Ehemänner allein lassen, und dies alles im Namen einer "Absonderung von der Welt" oder eines "kompromißlosen Wandels". Jeder Christ ist sicher sehr für ein aktives und treues Gemeindeleben, aber ich glaube, daß eine harmonische Ehe ebenso wichtig ist, besonders wenn Kinder mit betroffen sind. Wenn jemand sagt, er schließe in der Ehe keine Kompromisse, dann antworte ich ihm, daß Kompromisse das Herz der Ehe sind. Wer in der Ehe nicht anpassungsfähig ist, stellt damit die Weichen zu einer gescheiterten Ehe!

Wenn zwei Menschen heiraten, werden sie eins. Aber die Frage ist wem sie gleich werden, ihm oder ihr? Stellen wir uns einmal zwei Sonnensysteme vor, die zur gleichen Zeit im Weltraum an der gleichen Stelle sein wollen oder denken wir an zwei Sonnen, die beide der Mittelpunkt eines Sonnensystems sein wollen. Das muß zum Chaos oder Zerstörung führen. Genau so ist es in der Familie. Nur einer kann der Mittelpunkt sein. In der christlichen Ehe ist dies Jesus Christus. Ehemann, Ehefrau und Kinder kreisen sozusagen um IHN. In einer Ehe ohne Christus werden aus zwei Menschen nicht eins, sondern es bleiben zwei. Und wo Kinder sind, werden es entsprechend mehr. Das gibt dann mehrere Mittelpunkte. Deshalb sind solche Familien manchmal die Hölle auf Erden (wenn sie keine anderen Ideale haben).

Im 1. Kor. 6:16 sagt Paulus, das Mann und Frau in der Ehe körperlich eins sein sollen. Vom mathematischen Standpunkt klingt das unsinnig. Aber die Bibel meint es so. Und auf wunderbare Weise wird dies sichtbar, wenn aus der Gemeinschaft von Mann und Frau ein neues Menschenleben entsteht.

Manche Männer und Frauen sind (wenigstens äußerlich) überhaupt nicht daran interessiert, ob ihre Ehe funktioniert oder nicht. Eheliche Rechte bedeuten ihnen wenig oder nichts. Aber für die, denen an einer Lösung für ihre nach der Hochzeit offenbarte Unverträglichkeit wirklich etwas liegt, möchte ich diese Worte zu bedenken geben: Deine Ehe wird sich kaum ändern, bis du dich änderst! Alle deine Gebete werden nichts helfen, bis du dich änderst Und solltest du sagen: Gut, ich will mich ändern, wenn er (oder sie) sich ändert - dann gibst du damit zu, daß du etwas anderes für wichtiger hältst als das Glück deiner Ehe. Der einzige Fortschritt in einer schwierigen, christlichen Ehe beginnt dann, wenn einer der Ehepartner aufrichtig zu beten beginnt: "Herr, schaffe unsere Ehe neu, indem du bei mir anfängst!"
John D. Jess

Im Verkehr mit den Nichtchristen ehrbar wandeln'
Die Hauptprobleme sehen. 1. Thess. 4:12
Die bisherige Arbeit, wie sie in den CV-Veröffentlichungen, in Zuschriften, Kritiken, Aussprachen, Gegenargumenten von verschiedenen Seiten, Gegenmaßnahmen seitens der WTG, in neuen Fragestellungen und in weiterer Bereitschaft zur Mitarbeit zu überschauen ist, macht es nötig, eine nähere Betrachtung der Hauptaufgaben vorzunehmen, auf die es in der CV-Tätigkeit ankommt.

Das Feld der erforderlichen Prüfung der religiösen und anderen Lehren und Praktiken der WTG ist in der Tat weit und vielschichtig. Was soll getan werden? Wo muß man ansetzen, um rechte Gespräche, Unterhaltungen und Auseinandersetzungen zu führen? Soll man überhaupt etwas direkt angreifen? Soll man nicht einfach darlegen, was man für richtig erachtet, ohne Irrtümer, Falschheiten und Verantwortungslosigkeiten, besonders aufzugreifen? Oder worauf muß der Streit für den Glauben gerichtet werden? Dazu kommen Meinungen aus anderen Ländern, aus den USA, aus der Schweiz, Westdeutschland, Polen, Afrika. Es kommen Stellungnahmen aus anderen Kirchen und Gemeinschaften. Alles das möchte berücksichtigt werden.

Die Hauptorientierung scheint jedoch darin zu bestehen, die Probleme der Brüder und Schwestern in unserem Lande zu sehen. Die Brüder in anderen Ländern erwarten sicherlich gar nicht, daß in CV ihre Probleme mit der WTG gelöst werden. Sie möchten viel eher sehen, wie man hier die Dinge in Angriff nimmt, wie man woanders die Dinge anpackt. Und muß man nicht sagen, dar die WTG-Frage in unserem Lande von beispiellosem Interesse ist?

Was ist nun das Hauptproblem? Das Hauptproblem ist die schwierige und bisher ungelöste Situation der Brüder und Schwestern in unserem Lande, einerseits bedingt durch die besondere Haltung der WTG und andererseits durch die fortschreitende gesellschaftliche Entwicklung. Hier prallen sozusagen Welten aufeinander. Man muß schon sagen, daß Deutschland auch in dieser Sache ein Brennpunkt ist. Das ist der Kern der Sache, damit hängt alles andere zusammen.

Es ist im Grunde genommen eine Frage des richtigen Beachtens des christlichen Hauptgebotes, das da lautet, "liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst." Mit anderen Worten, eine Frage des richtigen Verhältnisses zu Gott und den Mitmenschen, des richtigen Verhaltens als Christ und Bürger. Denn die christliche Nächstenliebe ist untrennbar mit einem ehrbaren Wandel im Verkehr mit den Nichtchristen verbunden, wie es der Apostel Paulus im 1. Brief an die Thessalonicher, Kapitel 4:9-12 feststellt Dieser Wandel ist der Ausdruck des Vollkommenerwerdens in der Liebe zum Nächsten. Denn wissen wir, wer morgen zu ihnen gehören mag? Aber nicht nur deshalb Es ist eine grundsätzliche christliche Forderung.

Was sind nun die Hauptfragen christlichen Wandelns, die untersucht und geklärt werden müssen? Es sind jene falschen Lehren und Praktiken der WTG, die die Brüder und Schwestern in die Konflikte führen, die die gegenwärtige Situation der Organisation bestimmen. Darauf muß man sich konzentrieren.
1. Es gibt zur Zeit für die Evangeliumsverkündigung keine biblische Berechtigung dafür, die e i n e von Christus und den Aposteln verkündigte Hoffnung durch eine irdische zu ersetzen. Es mag eingewendet werden, Petrus sagt aber doch, daß wir einen neuen Himmel und eine neue Erde zu erwarten hätten. Ja, er sagte das. 2. Petr. 3:13. Dennoch blieb es bei der einen Berufung und Hoffnung, und niemand ist zur Zeit berechtigt, davon abzuweichen. Dazu dürfte noch manches zu sagen sein in späteren CV-Ausgaben.
2. Mit der Festsetzung des neuen Endzeitdatums 1975 führt die WTG die Organisation in eine neue Krise, die den Zusammenbruch des ganzen Werkes bedeuten kann. Es ist biblisch und erfahrungsgemäß unzulässig, irgendwelche Jahreszahlen festzulegen. Selbst WTGPräsident Rutherford sagte nach 1925, "die Treuen" hätten jetzt gelernt, keine Daten wieder festzulegen. Rechtfertigung 1, S. 332.
3. Die Lehre daß Christus 1914 wiedergekommen sei und seither keine Regierung auf Erden mehr das Recht habe zu herrschen, ist eine Hinzufügung zu den Bibellehren, eine private Auslegung, weil sie im Widerspruch steht zu den Weisungen der Schrift die irdische Obrigkeit als von Gott und damit als rechtmäßig anzuerkennen. Rö. 13:1.
4. Die WTG verfährt zu einer falschen Frontstellung, wenn sie den Sozialismus unter dem Vorzeichen des Atheismus bekämpft. Die Schrift gebiete nicht, Nichtchristen zu bekämpfen, sondern ehrbar mit ihnen zu wandeln. Die sozialistische Ordnung bietet jeden Raum für echtes Christentum, so daß vom Glaubensstandpunkt aus kein Kampf gegen den Sozialismus geführt zu werden braucht, es sei denn, es werden offene oder versteckte feindliche politische Ziele und Absichten verfolgt. Der Minister für Kultur der DDR, K. Gysi machte auf der 13. Sitzung des Staatsrates der DDR (ND 18. Okt. l968) klar, das es nicht um gemeinsames Handeln allein im Namen des Materialismus geht, woran Christen in der Tat Anstoß nehmen könnten, sondern um eine Gemeinsamkeit im Namen des Humanismus, die die Ideale des Christentums einschließt. Hierüber sollte man in Wiesbaden und Brooklyn endlich anfangen nachzudenken, verbunden mit einer echten Durchdringung des Problems der sozialen Mitverantwortung des Christen im Leben. (l. Tim. 4:12, Röm. 13:1-8).
5. Kritische Betrachtung der WTG und ihrer Ansprüche bedeutet keine Abkehr vom Glauben an Gott. Denn die WTG-Lehren sind auch nur eine bestimmte Form der Gottesanbetung. Ihre Kritik bedeutet daher nicht Abschaffung der Gottesanbetung bzw. des Glaubens, sondern nur eine Änderung der Form, in grundsätzlicher Übereinstimmung mit dem Ringen um die rechte "Form der Anbetung" nach Jakobus 1:26, 27 NW.
6. Der Anspruch der WTG, ihr Regime sei theokratisch, ihre Lehren seien göttliche Wahrheiten, die weder angezweifelt noch kritisiert werden dürfen, kommt einem Unfehlbarkeitsanspruch gleich. Die WTG stellt sich damit auf eine Stufe mit Jesus Christus und den Aposteln. Das ist jedoch nicht schriftgemäß, da jene in Lehrfragen inspiriert wurden, die WTG-Führung dies aber nicht ist.
7. Christen dürfen sich nicht isolieren, als ginge sie das gesellschaftliche Leben nichts an. Sie haben die gleichen sozialen Bedürfnisse wie andere Menschen und tragen deshalb die gleiche soziale Mitverantwortung im Leben. Unter den Urchristen in Cypern war sogar ein Bruder, Sergius Paulus, in der Stellung eines politischen Statthalters. Apostelgeschichte 13:12.

Dies sind einige der Hauptfragen, um die es heute im Glaubenskampf, die WTG betreffend, geht. Sie zu erkennen und zu lösen ist offensichtlich das Wesentliche. Dies würde zu einer echten Hilfe für alle führen und auch die Fragen der Organisation grundlegend klären. Dabei kann man das Verhalten als Christ nicht von dem Verhalten als Bürger trennen. Das muß wahrscheinlich mehr beachtet werden. Der Christ ist zugleich auch Staatsbürger, wie es in Apostelgeschichte 22:25-29 zum Ausdruck kommt, wo der Apostel Paulus diese Frage offen anspricht Und er tut dies gerade in einer schwierigen Situation, wenn sie auch von den Ursachen her anders gelagert ist, als die Situation der Brüder bzw. der Organisation heute.

An diese Hauptfragen schließt sich alles andere an. Um sie zu lösen müssen viele Bibelauslegungen und religiöse Lehren der WTG überprüft werden, die zu einer falschen Haltung als Christ und zur gesellschaftlichen Ordnung führen Dazu gehören u. a. die Lehren über die Obrigkeiten, Fürsten, Neutralität, Stellung der Diener in den Versammlungen, Paradieshinweise in der Bibel, Endzeithinweise in der Bibel, Zeitrechnungen, Grenzen der WTG-Führung, Loyalität, christliche Mündigkeit, Verhältnis zur Welt und zu anderen Christen, um nur einiges zu nennen. Die WTG könnte sich freimütig jeder Kritik stellen, wenn bei ihr alles biblisch in Ordnung wäre. Aber sie unterdrückt jede Kritik.

Im WT vom 1. Juli 1957, S. 408, hieß es: "Es mögen in der Organisation Dinge geschehen, die wir nicht verstehen. Die Diener mögen einer Handlungsweise folgen, die wir als unrichtig erachten. Deswegen Kritik zu üben, würde eine unvernünftige Haltung verraten … Nun, wenige von uns verstehen die Tatsachen bezüglich der Kernphysik, nicht wahr? Aber die Wasserstoffbombe beweist sicherlich, daß die Folgerungen ihrer Hersteller auf Tatsachen beruhen und daher richtig sind. Somit wären wir nicht so töricht, und würden die Explosion einer Wasserstoffbombe im eigenen Garten zulassen, nur weil wir ihre Wirkung nicht kennen! Nun kann sich aber eine unvernünftige, respektlose Haltung innerhalb der Familie Gottes ebenso unheilvoll auswirken, wie die Auslösung einer Wasserstoffbombe!" Die Furcht der WTG vor Kritik muß unvorstellbar groß sein, nach diesem WT-Zitat zu urteilen, und wohl auch die Furcht vor einer Aufdeckung der Dinge in der Organisation und der Handlungsweise der höchsten Diener.

Doch niemand sollte sich durch diese massiven Drohungen der WTG mit der "Wasserstoffbombe" einschüchtern lassen Die Hauptverantwortung für die Überprüfung der WTG-Lehren und WTG-Tätigkeit tragen die örtlichen Diener, die unmittelbar als "Hirten" dienen. Wir sehen dies am Beispiel der örtlichen Diener in der urchristlichen Gemeinde in Beröa, die selbst die Reden von Paulus und Silas zuvor anhand der Schrift überprüften, eine kritische Einstellung, die Paulus sogar als edel lobt. Apostelgeschichte 17:10, 11. Wie weit ist die WTG doch von dem Geist des Urchristentums entfernt!

So kann man getrost daran gehen, sich die wesentlichsten Fragen, die es heute für die Brüder und die Organisation gibt, vorzunehmen. Denn es gehört zu den christlichen Glaubensgrundsätzen, auch bei den Nichtchristen in gutem Rufe zu stehen. 1. Timotheus 3:7. Noch mehr wird gefordert Ein gutes Gewissen vor Gott ist untrennbar mit einem guten Gewissen auch vor Menschen verbunden. Apostelgeschichte 24:16. C. Th.

Wie handelte der Leiter der juristischen Abteilung des WTG-Zweigbüro (Bibelhaus) in Magdeburg von 1945 his 1950?
Mißbilligend Zeugnis ablegen
Viele Brüder und Schwestern machen sich Gedanken darüber, wie es möglich wäre, aus der verfahrenen Situation der Organisation in unserem Lande herauszukommen und zu einem "stillen und ruhigen Leben" als Christen zurückzufinden, wie es in der Schrift gefordert wird. 1. Tim. 2:1, 2. Der schriftgemäße Weg besteht offenbar darin, alles Vergangene und noch Gegenwärtige zu bewältigen, was als hinderlich in Erscheinung getreten ist und diesen Ausweg weiter verbaut. Paulus nennt sie im Epheser 5:11 unfruchtbare Werke der Finsternis, "mit denen Christen keine Gemeinschaft" haben dürften, "legt vielmehr mißbilligend wider sie Zeugnis ab". Werke der Finsternis, weil sie das Verständnis für die wirklichen Bedingungen der Lage trüben oder gar verdunkeln. Paulus nahm unbeirrt die Auseinandersetzung mit derartigen Schwierigkeiten auf: "Der Schmied Alexander hat mir viel Böses angetan, der Herr wird ihm nach seinem ganzen Tun vergelten. Nimm auch du dich vor ihm in acht, denn er ist unseren Aussagen entschieden entgegengetreten". 2. Tim. 4:14, 15. So kann auch nur die Klarstellung der heutigen Probleme und Schwierigkeiten, daß mißbilligende Zeugnis wider die Unwahrheit, einen Ausweg eröffnen.

Politische Verblendung
Einer der verantwortlichen Brüder, die die Organisation in der DDR in die Katastrophe geführt haben, ist der jetzt 55-jährige ehemalige Leiter der juristischen Abteilung des Magdeburger Zweigbüros. Die Heilige Schrift anerkennt die entscheidende Rolle der Diener, indem sie mit "Hirten" verglichen werden, die Verantwortung für die "Herde" tragen Falsche "Hirten" oder "blinde Leiter", wie Christus sagt, können eine ganze "Herde" in die Grube führen. Der juristische Leiter hat einen Hauptanteil daran, daß die ganze Organisation in eine Feindschaft zu den obrigkeitlichen Behörden geführt wurde, die das Ende der Legalität bedeutete.

Der Umstand, daß der Leiter der juristischen Abteilung, wie auch die anderen verantwortlichen Brüder Erich Frost, Konrad Franke, Ernst Wauer, Ernst Seliger, Paul Großmann, Friedrich Adler und andere in den ernsten politischen Fragen, um die es ging, in einer politischen Verblendung handelten, entschuldigt nichts. Es war die politische Verblendung, die Regierung wäre keine Obrigkeit von Gott, der als solcher zu gehorchen sei, was man bekanntlich erst 1962 änderte, aber auch nur formal. Auch daß diese Verblendung von Brooklyn ausging, entschuldigt nichts. Alle diese verantwortlichen Brüder wußten sehr genau, daß es bis 1929 eine göttliche Wahrheit war, daß die politischen Regierungen als Obrigkeiten von Gott zu respektieren sind. (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, S. 124). Sie handelten in Magdeburg, Wiesbaden und Brooklyn folglich klar wider besseres Wissen, nicht dem Worte Gottes ergeben, sondern einem persönlichen Machtstreben verfallen, weswegen man das Wort Gottes vergewaltigte. Die Schuld vorn juristischen Leiter, die mißbilligend bekannt werden muß, besteht darin, daß zahlreiche Brüder und Schwestern durch seine verantwortungslosen juristischen Weisungen auf der Grundlage der Obrigkeitsverblendung bitter leiden mußten. Nicht nur bitter, sondern sinnlos, weil es keine Leiden um Christi willen waren. Man stieß die Brüder und Schwestern in eine grundsätzliche bibelwidrige Obrigkeits- oder Staatsfeindschaft, die jetzt vor allem antikommunistisch aufgeladen wurde.

Heute ist es folgenschwer, das zuzugeben, weil dann der ganze Untergrundwiderstand seit 1950 als sinnlose Fanatisierung dasteht. Damit wäre die Glaubwürdigkeit der Leitung der Organisation gefährlich erschüttert. Einzusehen, daß nach 1945 in den grundsätzlichen Fragen des Verhaltens zur biblischen Obrigkeit von einer Verblendung ausgegangen wurde, könnte aber einer der erste sein, die Schwierigkeiten wirklich zu lösen. Es muß eine grundlegende Überprüfung der Haltung zu Staat und Regierung vorgenommen werden, und die Brüder, die einst die Hauptverantwortung trugen, haben hierin ihre letzte Chance. Zu ihnen gehört auch der ehemalige Leiter der juristischen Abteilung des Bibelhauses in Magdeburg. Unlösbar verknüpft mit diesen Fragen ist aber auch eine Revision der Lehre, alle Regierungen sollten seit 1914 ihre Macht an Christus im Himmel als einzig rechtmäßigen Herrscher aller Nationen abtreten, was praktisch unannehmbar ist und von einem anderen Gesichtspunkt aus in vernunftwidrige Zurückweisung der Rechte der Obrigkeiten und damit in sinnlose Staatsfeindschaft führt.

Die wirkliche Hauptverantwortung liegt biblischerweise jedoch nicht bei dem Organisationsapparat von Kreisdienern, Bezirksdienern, Zweigdienern und Präsidenten. Sie liegt allein bei den Ältesten und Aufsehern in den Versammlungen: So gebt denn acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, bei der euch der heilige Geist zu Aufsehern bestellt hat, um die Gemeinde des Herrn zu weiden", sagte Paulus zu den Ältesten aus Ephesus in Milet. Apg. 20:28. (Zu bedenken wäre, ob die Aufseher in der WTG vom "Heiligen Geist" bestellt sind). Der Apostel Petrus sagt: "Weidet die euch anvertraute Herde Gottes und überwacht sie, nicht aus Zwang, sondern mit freudiger Willigkeit nach Gottes Willen, mit Lust und Liebe, nicht als Gewaltherrscher, sondern als Vorbilder für die Herde." 1. Petr. 5:2, 3. Konsequenterweise steht nach diesen Worten der Heiligen Schrift niemand mehr über den Ältesten und Aufsehern in den Versammlungen und Gemeinden. Jeder Diener in den Versammlungen ist in seinem Gewissen unmittelbar Gott verantwortlich. Die Versammlungen sind nach der Bibel freie christliche Gemeinden. Der höhere Organisationsapparat der Gesellschaft mit seiner Dienerhierarchie sollte gerechterweise wieder auf seine ursprüngliche Funktion als Geschäftsfirma für Druckerzeugnisse für die Versammlungen zurückgeführt werden, wie sie von C. T. Russel gegründet wurde Mögen die örtlichen Aufseher wieder in ihre biblischen Funktionen als Älteste zurückfinden. Das Beispiel des juristischen Leiters zeigt, wie unheilvoll die Unterwerfung der Versammlungen unter die unkontrollierbare Hierarchie der höheren WTG-Diener ist und immer sein wird.

Anmaßung und Hohn statt Vernunft und Sachlichkeit
Bald nach 1945 fing es an. Im Jahrbuch 1947 verhöhnte Zweigdiener Erich Frost weltweit die antifaschistischen Kräfte, die die politische Führung in Ostdeutschland übernommen hatten, mit den Worten: "Kleine Popanze aus den politischen Lagern dieser Welt, die meisten noch um mehr krimineller als wirklich idealer Angelegenheiten willen (unter Hitler) gefangen waren" (S. 122, dt.). Auf diese Weise prägte Erich Frost die politische Einstellung in den höheren Dienerkreisen im Bibelhaus gegenüber der neuen demokratischen Obrigkeit.

Wie ist mit jemandem, der seinen notwendigen Gesprächspartner auf solche Weise öffentlich politisch verhöhnt und kriminellen Verbrechern gleichsetzt, eine ruhige, vernünftige und sachliche Klärung von Problemen möglich? Überhaupt nicht. Aber die Bibelhausleitung war doch auf die neuen antifaschistisch-demokratischen Behörden oder Obrigkeiten angewiesen. Ein Geist sinnlosen Fanatismus, beherrscht von der Anmaßung, zu den obrigkeitlichen Gewalten zu gehören, herrschte im Bibelhaus unter allen höheren Dienern. Jedermann kannte Titus 3:1, 2, wo untersagt ist, jemanden zu schmähen. Doch gegen den fanatischen Geist im Bibelhaus kam niemand auf. So mußte das Verhängnis seinen Lauf nehmen. Die christliche Verantwortung, die sich leiten läßt von der Sanftmut, der Liebe, dem Frieden und der Demut, lag völlig darnieder. Demütig hatten nur die Versammlungen und einfachen Verkündiger zu sein. Wer sich gegen das angemaßte obrigkeitliche Regime der höheren Dienerschaft auflehnte, wurde als Rebell bekämpft Eine Diktatur, in der der Leiter der juristischen Abteilung die juristische Weisungs- und Befehlsgewalt innehatte, wurde erstellt. Er zögerte dann auch nicht, in seinem Sachbereich in der gleichen anmaßenden und höhnischen Weise, sowohl nach innen wie nach außen, vorzugehen.

Ein erster größerer Angriff richtete sich gegen die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). Auf einer Dienerversammlung am 11. März 1948 im Bibelhaus Magdeburg wies der juristische Leiter im Namen der juristischen Abteilung diejenigen an, die in der VVN waren, "die Machinationen der politischen Kesseltreiber in der VVN aufzustechen", wie er wörtlich sagte. Ein "Angriff von seiten der VVN gegen die Zeugen Jehovas ist nicht erfolgt", sagte der jur. Leiter weiter, aber es gäbe "extreme Angehörige dieser Vereinigung, die es nicht zulassen wollen, daß Jehovas Zeugen ihre Tätigkeit innerhalb der VVN ausüben können", begründete er das Vorgehen. Ausgerechnet mit der VVN, die die größten antifaschistischen Widerstandskämpfer Europas vereinigte, mußte er es anlegen.

Haushoch fühlte sich der juristische Leiter als Glied der Bibelhausleitung der "Politik dieser Welt" überlegen, jeder Behörde, Regierung und Institution. Wähnte man sich doch als Teil der einzig wahren Obrigkeit von Gott in der Welt, befugt, selbst der VVN seine Politik aufzuzwingen, wenn nötig durch "Aufstechen" von mißliebigen "Machinationen". Man muß das anmaßende Urteilen, Bevormunden und Besserwissen der hohen Diener kennen, bar jeder psychologischen, soziologischen und politischen Einsicht und Sachkenntnis. Hinter der Forderung, Jehovas Zeugen wollten "ihre Tätigkeit innerhalb der VVN ausüben", stand das Bestreben, die VVN zu einer Tribüne auch für die Verkündigung zu machen. Das ging dann wohl doch ein bißchen zu weit. Schließlich war die VVN nicht für die Tätigkeit der Zeugen Jehovas gegründet. Dafür hatten sie ihre eigene Gemeinschaft. Offensichtlich aber konnte man das im Bibelhaus nicht recht unterscheiden, in der Illusion, niemand habe ein Recht, dem Streben der "einzig wahren Vertreter der Obrigkeit Gottes und seines Christus" eine Grenze zu zeigen. Dazu kam, daß Zweigdiener Erich Frost, der seinem "Juristen" dieses Vorgehen gegen die VVN "geraten" hatte, sehr gut in den Kreisen der Verfolgten des Naziregimes als einer bekannt war, der im KZ Sachsenhausen ein Günstling der SS gewesen war. Er spielte dort die Rolle eines "musikalischen Gesellschafters des Lageroffiziers", des KZ-Kommandanten, wie es im WT vom 15. 4. 1956, S. 247, ausgedruckt wird. Es wäre eher angebracht gewesen, das Verhalten der Bibelhausführer in der Nazizeit "aufzustechen", als sich in provokatorischer Überheblichkeit mit der VVN anzulegen.

Doch der Wahn, selbst zur obrigkeitlichen Gewalt zu gehören, die über allem stehe, die rechtmäßigen Obrigkeiten dagegen seien "kleine Popanze dieser Welt", ließ im Bibelhaus und seiner juristischen Abteilung keine politische Vernunft und Sachlichkeit aufkommen. So mußten die politischen Spannungen und damit die Schwierigkeiten für die einfachen Verkündiger immer mehr zunehmen.

Zuträger für den amerikanischen Geheimdienst
Eine andere Folge der Einstellung, alles, was die "Obrigkeiten" in Brooklyn und Wiesbaden anordnen, entspreche dem Willen Gottes, waren die Anweisungen der juristischen Abteilung des Bibelhauses vom Juni 1949 an alle Diener in den Versammlungen. Die Gruppendiener wurden beauftragt, alle erreichbaren Adressen von Ministern, Landräten, Bürgermeistern, Polizeidienststellen, Staatsanwälten und sonstigen Persönlichkeiten in Behörden, Polizei und Sicherheitsorganen zu beschaffen und an das Bibelhaus abzuliefern. Dazu kam die Weisung, auch Angaben aller Art über die Kommandanturen der damaligen sowjetischen Besatzungsstreitkräfte zu übermitteln. Alles, was die juristische Abteilung diesbezüglich von den Gruppendienern erhielt, übergab sie dem damaligen Leiter der Organisation in Ostdeutschland, Ernst Wauer, der es dem "gesamtdeutschen" Zweigdiener Erich Frost zur Auswertung oder Übermittlung nach dem Hauptbüro in Brooklyn, USA, übergab. Nun muß man wissen, daß alle Nachrichten und Berichte von Wiesbaden nach Brooklyn der "amerikanischen Militärpost", also dem amerikanischen Militärnachrichtendienst, d. i. Geheimdienst, zur Übermittlung übergeben wurden. Dabei war das Bibelhaus dumm genug, muß man schon sagen, das auch noch selbst im Bericht über den Besuch von Präsident N. H. Knorr 1947 in Westdeutschland im WT vom 15. 2. 1948, S. 60, auszuplaudern. Es kümmerte niemanden in der juristischen Abteilung des Bibelhauses, wo alle gesammelten Nachrichten zusammenliefen, daß durch diese Tätigkeit die Gruppendiener allenthalben faktisch zu Zuträgern des amerikanischen Geheimdienstes gemacht wurden, dessen Aufgabe auch ist, überall abzuschöpfen, wo etwas zu holen ist. Möglicherweise hat der juristische Abteilungsleiter trotz seiner Verantwortung niemals darüber nachgedacht, was die Zusammenarbeit im Zweigbüro in Wiesbaden mit der "amerikanischen Militärpost" in Wahrheit bedeutete. Nicht die Sorge als "Hirte" für die ihm anvertrauten "Schafe" bestimmte sein Denken und Handeln, sondern einzig allein der Gehorsam gegenüber den Anweisungen der angemaßten "obrigkeitlichen Gewalt" in Brooklyn. Wenn die "Schafe" dabei geschlachtet werden mußten, was tuts. Leiden müssen sein. Es ist schlimm, daß in der oberen Dienerschaft völlig abhanden gekommen ist, daß jeder unmittelbar an das Wort gebunden sein muß und nicht an die Organisation. "Die Organisation" oder "die Gesellschaft" - das ist förmlich zum Abgott, zum Fetisch für, die Diener geworden, wobei man nicht merkt, wie weit man sich dabei vom individuellen Glaubensgehorsam zur Bibel als dem Worte Gottes entfernt.

Lehren aus der Vergangenheit ziehen
Der juristische Leiter wurden, wie viele andere im bedenkenlosen Organisationsglauben erzogen. Geboren 1913 in Leipzig, soll er schon 1924, mit 11 Jahren, unter die Fittiche der Organisation gekommen sein. Es gab damals in den Versammlungen sogenannte Kindergruppen. Er besuchte die Volksschule und wurde anschließend Kaufmannslehrling Dann arbeitete er als "selbständiger Handelsvertreter" Das war meistens nichts weiter als ein Hausieren mit Artikeln irgendwelcher Firmen. Solche Tätigkeit wurde von vielen Brüdern ausgeübt und oft vom Bibelhaus empfohlen, da sich das gut mit der Bücher- und Zeitschriftenverbreitung verbinden ließ, Kolportage genannt. Von einer juristischen Ausbildung kann bei ihm keine Rede sein. Als die nazistische Verfolgung kam, war er 20 Jahre alt. 1945 wurde auch er aus den Klauen der faschistischen Verfolger befreit. Er trat dann hauptamtlich in den Bibelhausdienst in Magdeburg.

Der antifaschistische Widerstand war überall gerechtfertigt, das steht außer Frage. Leider aber hat die nazistische Verfolgung bei vielen politisch einfältigen Gemütern zu der Auffassung geführt, die Organisation würde auch weiterhin politisch immer im Recht sein. Brief und Siegel dafür liefert die herrschende Verblendung, politische Regierungen seien grundsätzlich als falsche Obrigkeiten zu behandeln, wobei die nazistische mit den demokratischen prinzipiell gleichgesetzt wurden! Alle seien mehr oder weniger "Gangster in Amt und Würden", wie es im Erwachet vom 8. November 1949 formuliert wurde. Diese Verblendung bestimmte die juristische und politische Grundhaltung der Organisation noch bis 1962/63, wie bekannt ist. Seither hat man Wesentliches kaum geändert, wenn auch die Regierung nunmehr formell als Obrigkeit von Gott laut Bibel anerkannt wird.

Für die Organisation in Deutschland müßte die politische Obrigkeitsverblendung sich besonders folgenschwer auswirken, weil in diesem Land die politischen Auseinandersetzungen der letzten 50 Jahre wohl die schärfsten und schlimmsten in der Welt waren, wenn man an die beiden Weltkriege und ihre Auslösung denkt. Es konnte von politischer Seite nicht unwidersprochen hingenommen werden, wenn eine Gemeinschaft unter Ausnutzung ihrer antifaschistischen Ansprüche eine Massenpropaganda entfaltet, die die nach 1945 bitter notwendige Entwicklung der Demokratie im Namen des Christentums und einer willkürlichen, "über allen Regierungen" stehenden obrigkeitlichen Anmaßung in der christlichen Bevölkerung untergräbt. Dilettanten wie der Leiter der juristischen Abteilung und seine Vorgesetzten Ernst Wauer und Erich Frost mußten die Organisation unter diesen Bedingungen in die Katastrophe führen. Offenbar hat man in Brooklyn die kleinbürgerliche Überheblichkeit der deutschen Bibelhausführer völlig unterschätzt.

Aber noch immer wurden aus der Obrigkeitsverblendung, in der die Organisation 1950 unter maßgeblicher Verantwortung der Leitung des Bibelhauses in Magdeburg in die Katastrophe geführt wurde, keine grundsätzlichen Lehren gezogen. Niemand wagt es, die Versammlungen über den fatalen Irrweg, auf den man sie führte, offen aufzuklären Die Hauptursache dafür, daß die Änderung der Obrigkeitslehre und damit der Haltung zur Regierung seit 1962/ 63 nur formalen Charakter hat, liegt in der ebenfalls erst von Präsident Rutherford im Namen Gottes konstruierten Bibelauslegung, die Regierung hat kein Recht zu herrschen, allein Christus sei seit 1914 rechtmäßiger Herrscher. Die Obrigkeitsverblendung hatte die politischen Auswirkungen dieser Herrschaftslehre vor allem äußerlich ins Maßlose verschärft. Was nötig ist, ist aber nicht nur eine formale Änderung der Politik des Bibelhauses, sondern eine grundsätzliche Änderung der für alle verantwortungsbewußten Menschen unannehmbaren Herrschaftslehren, weil man die Verantwortung für das gesellschaftspolitische Leben nicht aufgeben kann.

Brüder, wie der juristische Leiter in Magdeburg, haben eine schwere schuldhafte Verantwortung auf sich geladen. Die Organisationserziehung hatte sie zu bedenkenlosen Werkzeugen gemacht. Selbst das Schicksal der "Schafe", die sie als "Hirten" ins sinnlose Unglück führten, hat ihr eigenes Gewissen vor Gott nicht geweckt. Doch die Schrift sagt in Römer 13:11, daß mann aus dem Schlaf aufwachen sollte. -

Dieser Teil der Ausführungen über die Rolle des Leiters der juristischen Abteilung im Bibelhaus Magdeburg befaßte sich mit einigen folgenschweren Verantwortungslosigkeiten, was seine Anweisungen an die damaligen Gruppendiener betrifft und mit ihren größeren Hintergründen und Zusammenhängen. Der folgende zweite Teil wird das konkrete politische Auftreten der Bethel-Leitung in Magdeburg mit entsprechenden Schlußfolgerungen zum Inhalt haben.
0. L.

Zeitungsberichte in Sachen Kennedy
Zusammengestellt von A. Z.
Es ist zu beachten, daß dieser Bericht nicht aus sensationellen Gründen gebracht wird, sondern um den Brüdern und Schwestern ein Bild über die Sachlage zu geben, da auf Grund von westlichen Pressenachrichten mancherlei Behauptungen im Umlauf sind. Möge dieser Bericht dazu beitragen, daß sich jeder ein Bild nach eigenem Ermessen erstellen kann. Wir würden uns freuen, dazu weiteres von Euch zu hören.

WTG-Hauptbüro in Brooklyn dementiert, daß der Mörder von Senator Robert F. Kennedy, USA, Präsidentschaftsbewerber, durch die Zeugen-Organisation in die USA gebracht worden sei.

Eine Darstellung bisheriger Veröffentlichungen.
Am 5. Juni 1968 wurde der USA-Senator und USA-Präsidentschaftsbewerber, Rob. F. Kennedy, Bruder des 1963 ermordeten USA-Präsidenten John F. Kennedy, nach einer erfolgreichen Wahlkampagne in Los Angeles, Kalifornien, USA, mit einem Revolver niedergeschossen. Der Senator erlag am nächsten Tag diesem Mordanschlag. Der Mörder war der 24-jährige Jordanier Sirhan Bishara Sirhan aus Jerusalem. Der Generalstaatsanwalt von New Orleans, USA, Jim Garrison, der seit Jahren Hintergründe der Ermordung des USA-Präsidenten John F. Kennedy untersucht, stellte fest, daß Robert F. Kennedy auch das Opfer einer Verschwörung wurde. Alle wichtigen Beweismaterialien über den Mord an John F. Kennedy wurden jedoch auf Weisung des USA-Präsidenten Lyndon B. Johnson für 70 Jahre unter Verschluß gelegt und können erst veröffentlicht werden, wenn alle zur Zeit der Ermordung von Präsident Kennedy lebenden Personen tot sind. Es muß damit gerechnet werden, daß auch die Hintergründe der Ermordung von Robert F. Kennedy kaum restlos aufgeklärt werden.

Kurz nach der Ermordung von Robert F. Kennedy ging durch die amerikanische und internationale Presse die Meldung, der Mörder, Sirhan Bishara Sirhan, komme aus einer Familie der Zeugen Jehovas und die Wachtturm-Organisation habe die Einreise der Familie des Mörders nach den USA finanziell unterstütz. Dieser Bericht bringt eine Darstellung dieser Meldungen und auch der Stellungnahme des Hauptbüros der WTG in Brooklyn, soweit es bisher ermittelt werden konnte.

Unter der Überschrift "Kennedys jordanischer Mörder und seine Familie" berichtete der Reporter Shraga Har-Gil am 14. Juni. 1968 in der Zeitung "Christ und Welt", Stuttgart:
"Als der Name des Attentäters bekannt wurde, begann man nach den verschiedenen Familien mit dem Namen Sirhan zu forschen. In Jerusalem und Umgebung gibt es einige Dutzend solcher Familien. In dem kleinen Dorf Taibe bewohnt Bishara Salameh Sirhan, der 52 Jahre alte Vater, ein zweistöckiges Zehn-Zimmer-Haus. "Mein Junge war immer brav, zurückhaltend und sehr ruhig, der lieber Bücher las, als mit Kameraden auf der Straße zu spielen", sagte er, als wir auf dem Diwan seines Gästezimmers saßen. Erst als man ihm ein Bild seines Sohnes zeigte, betrachtete er es, tastete es ab, als ob er es untersuchen wollte, und erklärte dann: "Ja er ist es", und fügte hinzu: "Lange habe ich nichts von ihm gehört. Wir gaben unseren Kindern weder Spielgewehre noch andere militärische Spielsachen. Woher hat er das nur?"

Vater Sirhan betonte, daß sein Sohn ein guter Christ war, und regelmäßig die griechisch-orthodoxe Kirche besuchte und dort auch konfirmiert worden war. In eine lutherische Schule ging er nur, weil diese eine gute Schule war und sich ganz in der Nachbarschaft seiner Wohnung befand. Nach Taibe ist Sirhan erst nach, Rückkehr aus den USA im Jahre 1963 gezogen.
Bishara Salameh Sirhan arbeitete in den 30-er Jahren in den Steinbrüchen bei Jerusalem. Er hatte Erfolg bei seiner Arbeit und wurde Vorarbeiter und festangestellter Beamter der Abteilung für öffentliche Arbeiten der britischen Mandatsregierung. Der Bürgermeister von Taibe, Salim Muaddi, erzählte, daß die Familie Bishara Salameh Sirhan schon in den 30-er Jahren Verbindung mit der christlichen Sekte "Die Zeugen Jehovas" aufgenommen hatte. Diese Sekte wurde im Jahre 1959 in Jordanien verboten, doch man behauptete, daß der Vater des Mörders auch nach seiner Rückkehr aus Amerika weiter dieser Sekte die Treue hielt.

Im Jahre 1957 wurde der Familienvater arbeitslos. Nach langen Überlegungen wurde beschlossen, nach Amerika auszuwandern, wo Sirhan Freunde unter den "Zeugen Jehovas" hatte. Erst fuhr die Mutter mit den vier Söhnen und ihrer Tochter nach Pasadena, und einige Monate später folgte ihnen der Familienvater. Sirhan sen. siedelte sich in New Jersey an, konnte dort aber nicht Fuß fassen und kehrte nach fünfjähriger Abwesenheit nach Palästina zurück, während die Mutter mit den Kindern in Pasadena verblieb. In Taibe bearbeitete Familienvater Sirhan einige Hektar Boden mit Hilfe von Lohnarbeitern. Woher hatte er das Geld für den Ankauf des Bodens und den Bau des Hauses? "Die Söhne haben es geschickt", meinte er vielsagend Der Bürgermeister von Taibe hingegen glaubte, daß die "Zeugen Jehovas" dazu beigetragen hätten.

Wir verabschiedeten uns von dem Vater des Mörders, der zum Abschied Kapitel 3 Vers 13 aus dem Buche "Exodus" zitierte: "Moses sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Und sie mir sagen werden: Wie ist sein Name? Was soll ich ihnen sagen? Gott sprach zu Moses: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: Du sollst zu den Kindern Israel sagen: Ich werde sein, der hat mich zu euch gesandt."

In der gleichen Stuttgarter Zeitung berichtet der Reporter Norbert Muehlen jedoch über die Kindheit des Mörders: "Sein Vater war ein prügelnder Haustyrann, seine verbitterte Mutter kühl gegenüber ihren Kindern, die sie in religiösem Eifer zu starrem Gehorsam erzog. Ihr Sohn war verschlossen, enthaltsam, ein stilles Wasser, niemandem zur Last - bis er am 4. Juni seine Mordwaffe auf Kennedy richtete." Der Bericht im Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vom 10. Juni 1968 besagt andererseits, daß der Mörder das Musterkind von Vater Sirhan gewesen sei.

Verständlicherweise hatte vor allem die Organisation und Leitung der Zeugen Jehovas in den USA nach diesen Veröffentlichungen keine Ruhe mehr. Das Hauptbüro in Brooklyn, New York, war gezwungen, Nachforschungen anzustellen und öffentlich Stellung zu nehmen, ob der Mörder aus einer Familie der Zeugen Jehovas kommt und mit Hilfe der Organisation der Zeugen nach den USA gebracht wurde.

Die amerikanische Zeitung "Los Angeles Times" vom 3. September 1968 berichtete über die Situation der Zeugen-Organisation und über die Stellungnahme des Hauptbüros der WTG in Brooklyn unter der Überschrift "Sirhans Förderer":
"Jehovas Zeugen erhalten immer noch Telefon-Anrufe und unterschriftliche Zeitschriften-Widerrufe über einen irrigen Bericht vom Juni, daß Sirhan B. Sirhans Familie durch die Zeugen-Organisation nach den USA gebracht wurde. Der Bericht zitiert den Bürgermeister im Israel-okupierten Jordanien, der sagt, daß der Vater des angeklagten Mörders von Senator Robert F. Kennedy finanzielle Unterstützung von den Zeugen Jehovas erhielt und der Familie geholfen wurde, Jordanien zu verlassen.

Die Wachtturm-, Bibel- und Traktatgesellschaft der Zeugen veröffentlichte ihre eigenen Nachforschungen, die fanden, daß keine Mitglieder ihrer Organisation der Familie zu irgendeiner Zeit irgendeine finanzielle Unterstützung gaben. Früher hatte die "Times" berichtet, daß die große Sirhan-Familie in zwei Ausreisen nach den Vereinigten Staaten gebracht wurde - eine gefördert durch zwei Mitglieder der Ersten Nazarener Kirche von Pasadena und die andere gefördert durch die Erste Baptistenkirche von Pasadena.

Aus diesem Bericht geht hervor, daß die Leitung in Brooklyn wohl eine finanzielle Unterstützung der Einreise der Familie des Mörders in die USA dementiert, aber nicht die Zugehörigkeit.
Dann werden besonders in der westdeutschen Presse Untersuchungen darüber veröffentlicht, wer alles einen Nutzen aus dem Mord an Robert F. Kennedy zieht.

"Kennedy der Ältere zeigte sich entschlossen, die politische Macht, die ihm sein Amt (als Präsident) kraft Gesetzes verlieh, zur Beseitigung der Armut anzuwenden. Kennedy der jüngere strebte diese Macht an, um das Werk des Bruders fortzusetzen." (Junge Stimme, Stuttgart, 6. 7. 1968).
Robert F. Kennedy war wie sein Bruder John F. Kennedy Sucher nach einer besseren, friedlicheren und gerechteren Innen- und Außenpolitik der USA. Was die religiösen Aspekte dieser Politik betrifft so gehöre dazu, sagte Präsident Kennedy, daß der Mensch der heutigen Zeit lerne, "sich in der Sprache des Friedens und des Fortschritts über die Grenzen einzelner Sekten und Glaubensbekenntnisse hinweg zu verständigen" (KNA, Bonn, 23. 4. 1963). Bekanntlich gehört die WTG-Organisation zu denen, die sich am entschiedensten jeder Verständigung mit anderen Glaubensbekenntnissen widersetzen. Ein Bericht nach dem Mord an Robert F. Kennedy, der auch die religiösen Ziele seines Bruders weiterverfolgte, besagt über die Situation in den USA: "Große Bevölkerungsschichten sind so völlig vor den Kopf geschlagen, daß sie sich danach aus dem öffentlichen Leben zurückzogen. Vielen, besonders den Schwarzen, die Kennedy als wahrhaftigen Bruder ansahen, ist der Mut genommen, da Hoffnung auf Anfang dieser Gesellschaft nicht mehr möglich und erstrebenswert erscheint." (Junge Stimme, Stuttgart, 22. 6. 1968). Je weniger glauben, daß es menschlich möglich ist, bessere Verhältnisse zu schaffen, desto mehr Menschen hofft bekanntlich auch die WTG zu gewinnen. "Wer mag die Leute zahlen, die in Amerika über die Dezimierung der Kennedys innerlich jubeln und sich vom Tode des Senators die Rettung und Sicherung ihres Status, ihrer Habe und Güter, ihrer geliebten Lebensführung versprechen, auch wenn sie tausendmal auf Kosten ihrer Mitbürger existieren," lautet der Kommentar von Eberhard Erne in der "Jungen Stimme", Stuttgart, 6. 7. 1968 zu dieser Frage.

Am 4. September 1968 erschien dazu in der Abendzeitung, München, offensichtlich im Auftrag des Zweigbüros der Wachtturmgesellschaft in Wiesbaden, folgende Meldung:
Sirhan - kein Zeuge Jehovas.
Nach dem Tode von Senator Robert F. Kennedy wurde in Pressemeldungen aus Taiyeba (der von Iraelis besetzte Teil Jordaniens) weltweit verbreitet, daß Bishara Sirhan, der Vater des angeblichen Mörders, ein Zeuge Jehovas sei.
Auf Grund dieser Meldung haben die Versammlungen der Zeugen Jehovas und das Zweigbüro der Wachtturm-, Bibel und Traktat-Gesellschaft viele Briefe und Telefonanrufe erhalten.
Die Sirhan-Familie ist der Wachtturm-Gesellschaft nicht bekannt Die Watch Tower Society in New York, Brooklyn, hat sich die Mühe gemacht, die Tatsachen aus mehreren Ländern zu ermitteln. Jetzt ist aus allem Zweifel ermittelt worden, daß niemand aus der Sirhan-Familie ein Zeuge Jehovas ist. Die Zeitung Los Angeles Times vom 8. Juni berichtet, daß Mitglieder der First Nazarene Church in Pasadena, Kalifornien, die Familie bei der Auswanderung in die Vereinigten Staaten unterstützte, aber Frau Sirhan besucht jetzt die presbyterianische Kirche. Die beiden Zeitungen "New York Times" und "Washington Post" bestätigen dies. Bishara Sirhan, der wiederholt die Berichte, wonach er mit Zeugen Jehovas Verbindung habe, zurückgewiesen hat, besteht darauf, das er der griechisch-orthodoxen Kirche angehört.
Helmut Knöller
8 München 13
Schwindstraße 7

H. Knöller ist Mitarbeiter des Zweigbüros in Wiesbaden und war u. a. 1951 Kongreßdiener des WTG-Kongresses "Reine Anbetung" in Frankfurt/Main. Es ist bemerkenswert, daß er diesen Bericht in der Münchener Abendzeitung vom 4. September 1968 mit vollem Namen und Adresse unterzeichnet Diese Frage ist ohne Zweifel ernst genug. Denn wenn der Mörder aus einer Familie der Zeugen Jehovas kommen wurde, so wäre die Organisation unlöslich in die geistige Vorgeschichte eines weltpolitischen Kapitalverbrechens verstrickt.

In der amerikanischen Zeitung "Los Angeles Times" vom 3. September 1968 war hierzu veröffentlicht worden:
"Die Wachtturm-, Bibel- und Traktat-Gesellschaft der Zeugen Jehovas veröffentlichte ihre eigenen Nachforschungen, die fanden, daß keine Mitglieder ihrer Organisation der Familie zu irgendeiner Zeit finanzielle Unterstützung gaben." Damit war die erklärte Verbindung des Vaters des Mörders zur Zeugen-Organisation allerdings nicht bestritten Doch der Bericht von H. Knöller soll dies jetzt auch bestreiten.

Aber Vater Sirhans Erklärungen, er hätte seinem Sohn nie militärische Spielsachen gegeben und die Zitierung von 2. Mose 3:13 mit dem exakten Sinn des Namens Jehova verraten deutlich eine Verbindung mit dem Glauben der Zeugen Jehovas. Nach der Knöller-Stellungnahme zu urteilen, haben Vater Sirhan, der Bürgermeister von Taibe und die genannten Reporter nun auf einmal alle die Unwahrheit gesagt oder geschrieben oder ihre früheren Aussagen aus bestimmten Gründen geändert

Eine Erklärung hierfür mag jedoch folgendes aus einer Meldung des "Evening Standard", London, vom 13. Juni 1968 (nach "Morgenpost", Berlin, vom 27. Sept. 1968) geben: "Aufsehenerregendes neues Material betreffend die Identität des Mannes, der des Mordes an Robert Kennedy beschuldigt wird, ist von einer arabischen Regierung ans Licht gebracht worden.

Die betreffende arabische Regierung ist davon überzeugt, daß ihre Unterlagen zutreffend sind und hat beschlossen, diese nach Washington zu schicken. Unter den vorhandenen Zeugen macht sich jedoch eine offensichtliche und immer stärker werdende Abneigung gegen weitere Aussagen bemerkbar, und diejenigen, die zuerst Erklärungen abgegeben hatten - wie z. B. der Vater Sirhans - sind jetzt dazu übergegangen, diese zu berichtigen.

"Der Druck, der jetzt auf Leute, die von 1964 bis 1966 im Nahen Osten mit Sirhan zusammengekommen sind, ausgeübt wird, um sie zum Schweigen zu bringen oder zur Abänderung ihrer früheren Aussagen zu bestimmen, spricht Bände'." A. Z.

Über Kritik
Es gibt immer wieder Brüder, die meinen, man sollte nicht nur am WT keine Kritik üben, sondern der Christ sollte grundsätzlich überhaupt nicht kritisieren. Kritik sei überhaupt etwas Unbiblisches, denn das Wort Kritik gäbe es in der Bibel gar nicht.
Das stimmt nicht. Das Wort Kritik erklärt sich auf eine sehr biblische Weise. Es ist nämlich mit dem Wort Richter identisch, und dieses Wort heißt im griechischen Urtext der Bibel krites, woraus die Form Kritik entstanden ist und in die deutsche Sprache einging.

Wenn man es genau betrachtet, ist die ganze Bibel eine Kritik am Verhalten des Menschen. "Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer, denn ein zweischneidiges Schwert und dringt durch bis daß es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein und ist ein Richter (kritikos, griechisch) der Gedanken und Sinne des Herzens" Hebräer 4:12.
Aber auch in den urchristlichen Gemeinden wurde Kritik geübt, das heißt, über das, was vorgetragen wurde, gerichtet und geurteilt. Sehr bekannt sind hierfür die Christen in Beröa, die alles überprüften, was ihnen gepredigt wurde. Apg. 17:10, 11. Die Korinther wies der Apostel direkt an, sich gegenüber den Predigten kritisch zu verhalten und sie zu prüfen. "Wenn ihr zusammenkommt, laßt zwei oder drei Propheten reden, und die anderen laßt die Rede prüfen (diakrinestai, griechisch)" 1. Kor. 14 :29. Es ist also völlig biblisch, wenn man sich als Christ selbst gegenüber den Brüdern in den Versammlungen, die etwas predigen, kritisch verhält und ihre Worte anhand der Bibel überprüft. Das gleiche gilt natürlich auch für die gedruckten Predigten des WT.

Es müssen somit in Wahrheit sehr leichtgläubige Versammlungen und Diener sein, die Kritik nicht vertragen können oder sie gar unterdrücken.
0. S.

A 5023-69 V 7 1 240

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