Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 98
Wladimir Kurojedow, seines Zeichens oberster
Repräsentant der sowjetischen Kirchenpolitik, wird in dieser Ausgabe, mit seinem auf die
Zeugen Jehovas bezogenen Ausspruch zitiert:
"In einer Reihe von Fällen versuchen die
Führer der Sektierergruppen die Gläubigen zu zwingen, an den Wahlen der Organe der
Sowjetmacht nicht teilzunehmen, offizielle Dokumente nicht entgegenzunehmen oder zu
vernichten, darunter auch den Paß, den Dienst in der Sowjetarmee mit der Motivierung zu
verweigern, daß sie angeblich alle den 'christlichen Heerscharen' angehörten und die
Fahnenflucht aus diesen 'Heerscharen' die Strafe Gottes nach sich ziehen werde.
Gerade solche 'Persönlichkeiten' sind
es. die die reaktionäre Propaganda über den grünen Klee lobt...".
Damit wird deutlich wo "der Schuh drückt". Dort nämlich, wo eine religiöse Weltsicht zugleich politische Außenwirkungen zeitigt. Liberale Staaten pflegen solche Klippen manchmal (nicht immer) mit eben liberalen Reaktionen darauf zu umschiffen.
CV Christliche Verantwortung
Informationen zu christlichem Wandel und vermehrtem Verständnisvermögen
- 1. Thess. 4: 12, 1. Kor. 14:20 -
Begründet 1959 von Willy Müller, GD, Gera/Thür., DDR
DER ZWECK DIESER ZEITSCHRIFT
ist freie, christlich und menschlich verantwortungsbewußte
Information zu Verkündigung und Organisation der Zeugen Jehovas und ihrer Leitenden
Körperschaft, der Wachtturm-, Bibel- und Traktat-Gesellschaft, (WTG) und WTG-bedingten
Konfliktlage der Zeugen Jehovas in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung Die
Vielseitigkeit der Darlegungen in CV widerspiegelt diese Situation und weist Wege zu ihrer
Lösung. -
Wir rufen zur Mitverantwortung und Mitarbeit.
Nr. 98 Gera Oktober 1977
WIR GEHEN AUF DIE AKUTEN FRAGEN UND
PROBLEME EIN!
Hilfe, um nicht mehr alles widerspruchslos hinnehmen zu
müssen und zutreffende Argumente in der Hand zu. Haben
Warum kann CV verändern? Weil CV näher auf die Probleme der
einzelnen Verkündiger eingeht!
Es ist ein großes Anliegen unserer Leser, daß ihnen
geholfen wird, nicht mehr alles widerspruchslos hinnehmen zu müssen, was ihnen die
WT-Gesellschaft als wahre Lehre anbietet. Wir alle wissen, wer in Widerspruch zur Leitung
der Gesellschaft kommt, für den beginnt eine regelrechte Verfolgung unter der Vorgabe
christlicher Nächstenliebe, für manche bis zum psychischen und körperlichen
Zusammenbruch.
Nur wer die wahren Beweggründe der falschen Lehre der WT-Gesellschaft erkannt hat und begreift, wie das im Widerspruch zur echten Christenlehre steht, kann sich erfolgreich gegen falsche Ansprüche wehren und mithelfen, Veränderungen herbeizuführen. Wir haben Brüder, die sich an uns wandten, gebeten, mitzuhelfen. In gemeinsamer Beratung wurde beschlossen, dies besser als bisher zu tun. Ein wichtiger Punkt ist dabei, immer auf die Probleme im Zusammenhang mit dem laufenden WT-Studium einzugehen. Uns geht es nicht darum, den Gebrauch von Bibelstellen, die zu der Argumentation herangezogen werden, zu negieren. Wir wollen vielmehr am Lehrstück, das gerade studiert wird, aufzeigen, welchem wahren Zweck es dient, was die Absicht ist, die euch gegenüber damit verfolgt wird.
Wir wollen weiterhin Probleme des Alltags ansprechen und einen Meinungsaustausch möglich machen. Wer kann sich schon mit seinen echten Problemen an die Gruppe wenden. Und die Probleme treten überall auf. Seien es Probleme im Zusammenhang mit dem Alleinsein von Brüdern oder Schwestern Oder Probleme von älteren Geschwistern, die der Hilfe anderer bedürfen und vielfach von sog. Weltmenschen mehr Unterstützung erhalten, als von den eigenen Glaubensgeschwistern Es gibt auch Probleme der Ehepartner, der Kinder, der Verheirateten mit den Eltern und mit den Schwiegereltern Es gibt auch Probleme, die sich aus der Lebens- und Wesensfremdheit der Lehren der Wachtturmgesellschaft ergeben im Zusammenhang mit der Ausübung der weltlichen Tätigkeit oder der geförderten Kontaktlosigkeit mit den Arbeitskollegen Wo könnt ihr eure Probleme unverdächtig ansprechen?
Der Kampf der Wachtturmgesellschaft richtet sich aus Angst vor der eigenen Meinungsbildung der Brüder gegen das Fernsehen, gegen die Literatur, gegen Theater, Kino, ja auch gegen die Zeitungen. Vor allem auch gegen das natürliche Bedürfnis nach Weiterbildung und Weiterqualifizierung im Berufsleben.
Wo könnt ihr euch über Probleme, die ihr mit euren Kindern haben mögt, beraten, ohne daß man auch Vorwürfe macht, sie nicht streng genug im (WT)-Glauben erzogen zu haben? Nach Ansicht der Leitung durfte es nur, wenn überhaupt - jetzt Kinder zu bekommen, wird als verantwortungslos angesehen - gehorsame, stille Kinder geben, die sich allerdings gegen die "weltliche Umwelt" auflehnend aber ohne spezielle Berufsausbildung aufwachsen. Könnt ihr dazu die Verantwortung tragen? Entspricht das wirklich eurer inneren Einstellung? Treffen nicht viele Ereignisse, als "Zeichen der Zeit" deklariert, wie Verelendung, Arbeitslosigkeit, Zunahme der Brutalität und des Drogenmißbrauchs gar nicht auf unser Land zu?
CV fordert euch zur Stellungnahme auf und gibt jedem, der ernsthaft
gewillt ist Antworten zu geben und zu suchen, die Möglichkeit, sich in dieser Zeitschrift
zu äußern. Nutzt die Möglichkeiten! Wir werden auch auf Nebenartikel der Zeitschriften
der Wachtturmgesellschaft eingehen, auf die Probleme der wöchentlichen
"Dienstversammlungen" und der dabei gegebenen "Anleitungen zum
Handeln". Macht euch frei von dem geforderten bedenkenlosen Gehorsam gegenüber der
Wachtturmgesellschaft.
In aufrichtiger Verbundenheit - Eure Brüder
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Liebe Leser!
IN DIESER AUSGABE FINDEN WIR:
Wir gehen auf die akuten Fragen und Probleme ein!
Hilfe, um nicht mehr alles widerspruchslos hinnehmen zu
müssen und zutreffende Argumente in der Hand zu haben.
Auseinandersetzung mit den von der Wachtturmgesellschaft
vorgegebenen Studienartikeln "Schätzt du Gottes Geduld?" und "Bleibe
geduldig"
(WT 15. Juli 1977, Nr. 14)
WTG gebietet gegenüber CV zu schweigen, nichts zu widerlegen
Doch Tatsachen lassen sich auf die Dauer nicht unterdrücken
und Fragen verlangen eine Antwort, sonst . . . Neuestes Vorgehen der WTG gegen CV
WTG-Politik: Antikommunistische Staatsfeindschaft sei
christlich
Jehovas Zeugen und die religiöse Weltkonferenz Moskau 1977
Keine Organisation, sondern dem allein wahren Gott Jehova
hingeben?
Aufbruch in der WTG Versammlung Frankfurt/Main-Rödelheim
- Eine Dokumentation -
Wollte WTG-Präsident N. H. Knorr vor seinem Tode die
Falschheit des Werkes der WTG aufdecken?
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AUSEINANDERSETZUNG MIT DEN VON DER WACHTTURM-GESELLSCHAFT VORGEGEBENEN STUDIENARTIKELN
"SCHÄTZT DU GOTTES GEDULD?" UND "BLEIBE GEDULDIG"
(WT 15. Juli 1977 Nr. 14)
In diesen Lehrstücken stellt die Wachtturmgesellschaft die Pflicht eines jeden
Verkündigers heraus, der mit der Gesellschaft verbunden bleiben möchte, auszuharren.
Ausharren wird mit Geduld- und Glauben-haben im Zusammenhang behandelt. Es wird im
wesentlichen ausgeführt, daß "man sich in Geduld üben" muß, wenn man sieht,
wie Menschen ungerecht behandelt und bedrückt" werden, und daß es "Glauben
erfordert", daß sie dabei ein reines Gewissen haben können, auch wenn sie nichts
tun, es ändern zu helfen, untätig sind.
Der Tag der Rache Jehovas wäre noch nicht gekommen, aber er wird seine Gunst bald zum Abschluß bringen. (Dazu wird 2. Kor. 6:2 angegeben). Biblische Prophezeiungen und Zeitangaben sollen erkennen lassen, daß Verbrechen und Gewalttat, Kriege und Hungersnöte unvermeidbar sind, da wir seit 1914 in den "letzten Tagen" leben. Christen jedoch müssen dabei untätig ausharren. Die Propheten werden als Vorbilder dargestellt, die es weit schwerer hatten, da sie den "Tag" noch nicht herannahen sahen.
Nach der Lehre der Wachtturmgesellschaft kann man nichts gegen die Verhältnisse in dieser Weit tun. Es wird Jakobus 5:7,8, herangezogen: Der Landwirt kann nichts tun, um Regen zu erhalten und das Wachstum zu beschleunigen. Er hat keine Macht über den Regen, und er kann auch die vom Schöpfer festgelegten Gesetze über das Wachstum der Saat nicht abändern. "Der Geduldige (d. h. Zeuge) läßt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen und lauft wahrscheinlich weniger Gefahr, vorschnell zu handeln. Er behält ein gutes Gewissen und vermeidet unnötigen Zank und Streit." Wenn es sich allerdings um alltägliche Probleme handelt, z. B. Familienangelegenheiten, kann man ungeduldig sein. Es wird herausgestellt, was passiert, wenn man ungeduldig wird.
Zuletzt wird als Kernproblem nochmals eindeutig darauf verwiesen, daß wir unbedingt warten müssen und darin nicht nachlassen dürfen, bis zur gegebenen Zeit. "Wir wollen nicht ungeduldig werden, weil Gottes großer Tag der Urteilsvollstreckung noch nicht gekommen ist. Stattdessen wollen wir zuversichtlich sein und wie Micha sagen: Was mich aber betrifft, nach Jehova werde ich ständig Ausschau halten. Ich will eine wartende Haltung gegenüber dem Gott meiner Rettung bekunden. Mein Gott wird mich hören. Ja, lassen wir nie zu, daß Geduld und Stolz eine Gefahr werden für unser Verhältnis zu unserem geduldigen Gott Jehova." Dazu wird Ps. 131:3 zitiert: "Harre auf Jehova von nun an bis auf unabsehbare Zeit."
Was ist der eigentliche Zweck dieser Lehrstücke über Geduld?
Die Wachtturmgesellschaft hat mit ihrer unverantwortlichen Endzeitprophezeiung (1975)
Schiffbruch erlitten. Nun verlangt sie konsequent von jedem Zeugen, der sich getreulich,
ja bis zum Tod, auf dieses Ende eingestellt hatte und verständlicherweise auf Ereignisse,
die da kommen sollten, wartet, daß er weiter getreulich ausharrt. Sie erwartet weiter
treue Ergebenheit und bestraft streng jedes Aufbegehren.
Sie hat Angst vor der einsetzenden Aktivität der Brüder und
Schwestern, nachdem seit 1975 schon zwei Jahre vergangen sind.
Die Wachtturmgesellschaft m u ß sich mit dieser Thematik beschäftigen. Überall besteht
ein Aufbegehren. Dieses muß unter dem Deckmantel der christlichen Geduld zurückgedrängt
werden. Soweit eine Allgemeineinschätzung.
Nun wollen wir näher auf Lehrtexte eingehen, die die Wachtturmgesellschaft in die Argumentation einbringt. Sie sagt also, daß es Not, Elend und Verbrechen gibt. Sie sagt aber nicht, welche Ursachen dafür vorhanden sind. Sie verlangt Stillschweigen zu bewahren und zuzusehen, wie sich andere bemühen, etwas für das Wohl der Menschen zu tun. Um euer Gewissen zu beruhigen, sagt sie, daß ihr dabei ein reines Gewissen haben könnt, auch wenn ihr untätig seid. Sie hat Angst, daß immer mehr Geschwister tätig werden, und legt Jakobus 5:7,8, für sich, aber falsch aus.
Wenn der Landwirt tatsächlich so, wie die Wachtturmgesellschaft es darstellt, untätig wäre, könnte die Erdbevölkerung heute nicht mehr ernährt werden. Der Landwirt bewässert zusätzlich den Boden und schafft schon eine weitgehende witterungsunabhängige Feuchtigkeitsbehandlung des Bodens Er nimmt auch durch die Auswahl des Saatgutes Einfluß auf das Wachstum der Saat.
Weshalb hat die Wachtturmgesellschaft Angst vor dem Tätigwerden Weil damit eine Veränderung, ein Denkprozeß eintritt und nicht mehr alles kritiklos hingenommen wird. Da man Menschen nicht zur ständigen Untätigkeit erziehen kann - ihr wißt selbst, daß ihr heimlich tätig seid - wird die strengste Bestrafung angedroht.
Man laßt zwar zu, daß man in Familienangelegenheit ruhig einmal ungeduldig sein kann, da das sich nicht gegen die Organisationsleitung richtet. Dann wird geschickt nochmals eingeflochten: Ausharren bis auf unabsehbare Zeit. Also was wollt ihr denn, sagt die Organisation, wir sagen doch unabsehbare Zeit, auch wenn wir sagen, 1914 Beginn der Zeit des Endes und 1975 sechstausend Jahre Menschheitsgeschichte abgelaufen und der große Tag der Urteilsvollstreckung kommt.
Merkt ihr nicht selbst wie geschickt man die Verantwortung für das
bereits schon einmal Gesagte negieren will? Überlegt selbst und prüft die Lehrstücke
von diesem Aspekt aus. Ihr werdet selbst dann weitere Widersprüche finden. In der
Hoffnung, euch weiter zu helfen, verbleiben wir bis zur nächsten Ausgabe in christlicher
Verbundenheit
Eure Brüder
WTG GEBIETET GEGENÜBER CV ZU SCHWEIGEN,
NICHTS ZU WIDERLEGEN
Doch Tatsachen lassen sich auf die Dauer nicht unterdrücken
und Fragen verlangen eine Antwort sonst
Neuestes WT-Vorgehen gegen CV
CV wird unaufhaltsam gelesen. Das widerspiegeln sich auch
darin, daß die WTG gezwungen ist, im WT-Studium anonym gegen das Lesen von CV vorzugehen:
"Wer viel Zeit damit verbringt, Literatur zu lesen, in der Jehovas Zeugen angegriffen werden, und dann nach Möglichkeiten sucht, diese Anschuldigungen zu widerlegen, könnte sich leicht aufregen. Es könnte für ihn entmutigend und deprimierend sein, besonders weil es menschlich gesehen, nicht möglich ist, alle Falschankläger zum Schweigen zu bringen. Durch derartige Bemühungen in der Öffentlichkeit würden Lügen nur noch weiter verbreitet werden. Bei einigen Personen könnten solch eifrige Bemühungen sogar dazu führen, den erhobenen Anschuldigungen noch mehr Gewicht beizumessen.
Würden sich Jehovas Zeugen darauf einlassen, alle gegen sie erhobenen Falschanklagen zu widerlegen, so könnten sie auch in eine Falle des großen Anklägers, Satans des Teufels, geraten. Wieso? Weil es dazu führen könnte, daß das Werk, durch das aufrichtigen Menschen geholfen wird, die Wahrheit kennenzulernen, behindert wird. Das würde dem Teufel bestimmt gefallen.
Niemand braucht also übermäßig besorgt
zu sein über die unwahren Anschuldigungen verärgerter Personen, deren Interesse einzig
und allein darin besteht, die Einheit der Zeugen Jehovas zu zerstören und ihr Werk
zunichte zu machen. Für Personen, die wissen möchten, was Jehovas Zeugen tun und lehren,
ist es nicht schwierig, Informationen darüber aus erster Hand zu erhalten. Jehovas Zeugen
verbreiten allmonatlich Millionen von Druckschriften." (WT 15. Februar 1977, S. 126)
Ohne Zweifel steht CV in der hier angesprochenen
"Literatur" im gesamten deutschen Sprachraum an erster Stelle.
Aufs falsche Gleis geschoben
Es geht überhaupt nicht einfach um Jehovas Zeugen. Es geht
gar nicht um Falschanklagen gegen Jehovas Zeugen, sondern um Tatsachen über die WTG, die
Leitende Körperschaft, der Jehovas Zeugen untergeordnet sind. Es geht auch gar nicht um
Lügen und falsche Anschuldigungen, sondern um den religiösen und politischen
Bibelmißbrauch, den die WTG betreibt. Es handelt sich auch nicht um "verärgerte
Personen", sondern um Personen, die durch eigene Erfahrung und gründliches Studium
der Dinge die WTG durchschaut haben! Die "Einheit der Zeugen Jehovas" ist doch
nichts weiter als der Zusammenhalt unter einer Endzeitfahne, die in ihrer
Unglaubwürdigkeit und Unhaltbarkeit nur nicht erkannt wird. Verliert diese
"Endzeit" ihre Glaubwürdigkeit, laufen denn nicht alle auseinander? Auch ist
dies gar nicht das Werk der Zeugen Jehovas, sondern der WTG. Sie hat die alleinigen
juristischen Rechte an allem und die Verfügung über alles. Die Versammlungen der Zeugen
Jehovas haben nicht einmal das Recht, ohne das Ja der WTG-Körperschaft einen einzigen
verantwortlichen Ältesten einzusetzen! Sie sind selbst in den Lehren, die sie zu
verbreiten haben, durch die WTG völlig entmündigt und dem WT verpflichtet. So schiebt
die WTG Jehovas Zeugen immer nur vor, vor sich her, damit sie "geprügelt"
würden und sie sich heraushalten kann. Nein, es betrifft alles in erster Linie die WTG.
Das Herz des Gerechten überlegt, um eine
Antwort zu geben
So heißt es in Sprüche 15:28. Natürlich ist es zunächst
sehr aufregend, entmutigend und deprimierend, wenn man merkt, daß es nicht so ist, wie
man von der WTG gehalten ist zu glauben. Angst vor solcher Aufregung, Entmutigung und
Deprimierung soll darum deinen Sinn beherrschen und jede Frage und Überlegung im Keim
schon ersticken. Angst, als sei die erste kritische Überlegung schon gar eine Falle des
Teufels! Denn wer überlegt, um eine Antwort zu geben, kommt unweigerlich zu der
Erkenntnis, daß es weder Lügen noch Falschanklagen sind! Diese will die WTG
psychologisch verhindern.
Informationen aus den Millionen
WTG-Druckschriften?
Ja, sie informieren. Doch wer hat sie alle zur Verfügung?
Wer überschaut sie 100 Jahre lang schon? Wem gibt die WTG überhaupt hinreichende
Einsicht? Aber so meint die WTG das gar nicht. Sie meint die Millionen-Auflagen die sie
gerade verbreitet, die doch aber immer nur den letzten Stand der "biblischen
Grundlage" oder Bibelauslegung enthalten, nie aber die ganze Wahrheit über einen
fraglichen Gegenstand.
Denn wer die 100 Jahre WTG-Millionenschriften wirklich überschaut und hinsichtlich der Lehren überprüft, erkennt durch eine unglaubliche Veränderung, Umdeutung, Umdrehung und Verschiebung die völlige Unglaubwürdigkeit und Haltlosigkeit der gesamten Endzeitverkündigung. 100 Jahre WTG-Millionenschriften zeigen durch Tausende von Widersprüchen und Falschauslegungen und Falschprophezeiungen, die widerrufen werden mußten, schließlich nichts Geringeres, als daß kein Gott mit diesem WTG-Werk etwas zu tun hat! 5. Mose 18:20-22.
Die WTG-Informationen "aus erster
Hand", die immer gerade verbreitet werden, lassen das jedoch schwerlich erkennen.
Sie enthalten immer nur den letztfrisierten Stand der Dinge.
Da muß man schon zu den früheren Schriften greifen, um zu vergleichen. Und das tut CV.
Und das fürchtet die WTG.
Was kann die WTG effektiv machen?
Erwähnt sie CV konkret und geht nicht nur anonym darauf ein,
dann werden nur noch mehr auf sie aufmerksam. Läßt sie sich auf eine Diskussion ein,
dann bestätigt sie nur Gewicht und Bedeutung der ihr gestellten Fragen. Antwortet sie
öffentlich, dann wird es noch peinlicher. So ist es zwar das kleinere Übel, aber das
geringere Risiko, einfach zu schweigen, Schweigen zu gebieten und sich konkret auf nichts
einzulassen. Wenn sie nichts bestätigt und nichts dementiert, würden alle zumindest im
Zweifel bleiben müssen und wenigstens insofern in Unsicherheit ihr gegenüber.
So setzt sie anstelle konkreter Antworten die Methode der moralischen Verunsicherung, Verdächtigung und Verteufelung der Fragesteller und ihrer Beweggründe, die Methode der Abschreckung, d. h. des psychologischen Terrors, der Angstschürung vor "teuflischen Fallen". Die WTG weiß aus langer Erfahrung sehr gut, wieviel leichter und schneller Emotionen entfacht werden können, als rationelles und vernünftiges Denken und Erkennen zu entwickeln. Sie weiß sehr gut um die reale Kraft des Emotionalen, mit der zu leicht Logik, Vernunft und Erkenntnis verdrängt und niedergehalten werden konnten und können! Sie weiß sehr gut welche Wirkung und Auswirkung es hat, jemanden als Lügner, Falschankläger, Judas, Verräter, Treulosen, Satansdiener u. a. m. zu verteufeln, ob es stimmt oder nicht. So hatte sie z. B. seinerzeit die erfolgreiche Vertreibung der Altesten aus ihrem Werk in den 30er Jahren nicht dank besserer biblischer Erkenntnis erreicht, sondern vornehmlich dadurch, daß sie in unglaublicher Weise emotional bzw. psychologisch "fertiggemacht" wurden, sie seien "stinkende, riechende Böcke, hochnäsig, die mit ihren schmutzigen Füßen die Speise des Herrn besudeln" und ähnlich und schlimmer. (Rechtfertigung I, II, 1931) Die Bibel wurde dabei rücksichtslos vergewaltigt.
Die unheilbare und darum tödliche
Krankheit der WTG
"Lange verzögerte Hoffnung macht das Herz krank, aber
ein erfüllter Wunsch ist ein Baum des Lebens." Sprüche 13:12. Es ist nur eine Frage
der Zeit, wann allen zum Bewußtsein kommen muß, daß die WTG-Endzeitverkündigung eine
völlig vergebliche Hoffnung ist, daß sie zu ganz anderen Zwecken von der WTG Generation
auf Generation einhergeschoben wird, vom ersten Endzeitdatum 1799 über 1874, 1914, 1925,
1975 bis "wer weiß wielange noch". Die WTG kann nur immer weiter verzögern,
wie ja auch jeder Überblick zeigt. Jede "Rebellion" ist ein Symptom dieser
Krankheit des Werkes, das sich nie erfüllt hat und nie erfüllen kann, wie die
Hinschiebung beweist, und darum ein tödliches Ende finden muß. Denn eines Tages hat sie
es zu lange verzögert. CV aber will helfen, dieser Krankheit nicht zum Opfer fallen zu
müssen.
K. O.
WTG-POLITIK: ANTIKOMMUNISTISCHE
STAATSFEINDSCHAFT SEI CHRISTLICH
Jehovas Zeugen und die religiöse Weltkonferenz Moskau 1977
In Vorbereitung und Durchführung der Weltkonferenz
religiöser Vertreter für dauerhaften Frieden, Abrüstung und gerechte Beziehungen unter
den Völkern vom 6. bis 10. Juni 1977 in Moskau wurde eine Broschüre veröffentlicht
"Kirche und Religion in der UdSSR". Sie wurde verfaßt vom Vorsitzenden des
Rates für Religionsangelegenheiten beim Ministerrat der UdSSR, Wladimir Kurojedow.
(Verlag der Presseagentur Nowosti 1977) In diesem Material werden auch die Zeugen Jehovas
beurteilt.
Was sagt die sowjetische Gesetzgebung zur
Lage der Gläubigen?
Zu dieser einleitenden Frage heißt es: "Die sowjetische
Gesetzgebung hindert die Kirchen und Gläubigen nicht daran, ihre religiösen Bedürfnisse
zu befriedigen, sie sieht darüber hinaus eine strenge Bestrafung für diejenigen vor, die
die Rechte der Gläubigen antasten und damit die Gesetze verletzen. Dadurch wird die
Einhaltung des Prinzips der Gewissensfreiheit garantiert. Die sozialistische Demokratie,
die wahre Freiheit der Persönlichkeit, bedeuten nicht Freiheit von der Verantwortung
gegenüber der Gesellschaft und nicht Freiheit von Einhaltung der Normen und Regeln des
sozialistischen Gemeinschaftslebens."
Zur Situation heißt es dann: "Ebenso wie in der orthodoxen Kirche vollzieht sich auch in allen mehr oder weniger großen Konfessionen (mit Ausnahme einzelner Sektenorganisationen) in der Nachkriegszeit ein Prozeß der Festigung der Loyalität zum Sowjetstaat". Genannt werden der Islam, der Buddhismus, der jüdische Glaube, die georgische, armenische, römisch-katholische Kirche, die Kirche der Altgläubigen, die evangelisch-lutherische Kirche, die Kirche der evangelischen baptistischen Christen und andere. Jehovas Zeugen fallen offensichtlich unter die Ausnahme einzelner Sektenorganisationen, wie erwähnt.
Zu den Zeugen Jehovas in der Sowjetunion
Der Vorsitzende des Rates für Religionsangelegenheiten beim
Ministerrat der UdSSR, Wladimir Kurojedow:
"in der sowjetischen Gesetzgebung gibt es keine einzige
Norm und hat es auch niemals eine gegeben, die die Bestrafung für religiöse
Überzeugungen oder irgendwelche Überzeugungen vorsieht. Zur Verantwortung werden nur
Leute gezogen, die die sowjetischen Gesetze verletzen oder andere Leute dazu anstiften.
Einzelne Personen versuchen, das Gesetz zu umgehen, bei den Gläubigen Unzufriedenheit mit der Religionspolitik des Sowjetstaates hervorzurufen, eigennützige Ziele zu verfolgen und sich hinter der Religion zu verstecken. Auf solche Fakten stoßen wir hauptsächlich in den Sekten (der Z e u g e n J e h o v a s , der Pentekosten und einiger anderer). Ein kennzeichnender Zug solcher Gruppen ist der grausame Charakter der Gottesdienste, die die Gesundheit der Gläubigen schädigen.
Um die Gläubigen unter ihrem Einfluß zu halten, verbieten einige Leiter von Sekten ihnen, am öffentlichen Leben teilzunehmen, kulturelle Aufklärungseinrichtungen zu besuchen Radio zu hören, Zeitungen zu lesen, sich um medizinische Hilfe an Ärzte zu wenden, und sie versuchen zuweilen, die Gläubigen zur Verweigerung des Dienstes in der Sowjetarmee zu nötigen. Alle diese Handlungen sind eine Verletzung der sowjetischen Gesetze, der Rechte und Pflichten der Bürger der UdSSR.
In einer Reihe von Fällen versuchen die
Führer der Sektierergruppen die Gläubigen zu zwingen, an den Wahlen der Organe der
Sowjetmacht nicht teilzunehmen, offizielle Dokumente nicht entgegenzunehmen oder zu
vernichten, darunter auch den Paß, den Dienst in der Sowjetarmee mit der Motivierung zu
verweigern, daß sie angeblich alle den "christlichen Heerscharen" angehörten
und die Fahnenflucht aus diesen "Heerscharen" die Strafe Gottes nach sich ziehen
werde.
Gerade solche "Persönlichkeiten" sind es, die die
reaktionäre Propaganda über den grünen Klee lobt
".
Es ist bekannt, daß die WTG mittels von ihr selbst erstellter Bibelauslegungen die Zeugen Jehovas zu nötigen versucht selbst zu praktizieren und andere zu lehren, Wahlen, Wehrdienst und andere soziale und demokratische Verantwortlichkeiten abzulehnen, Presse, Rundfunk und Fernsehen zu verteufeln (Fernsehen sei das "Glasauge Satans"), und auch ihre Kinder gegebenenfalls durch Verweigerung von Bluttransfusionen grausam sterben zu lassen.
Das konterrevolutionäre Verhalten des
Patriarchen Tichon und die WTG
In den zitierten Materialien der Weltkonferenz stellt W.
Kurojedow die einstige konterrevolutionäre Rolle und anschließende Reue des orthodoxen
Patriarchen Tichon dar.
Wir lesen:
"Der der volksfeindlichen Tätigkeit überführte
Patriarch Tichon wurde Anfang Mai 1922 gerichtlich zur Verantwortung gezogen. Er wurde
nicht nur wegen des Aufrufs vom 28. Februar 1922 vor Gericht gestellt, der Unruhen mit
Blutvergießen und Opfern hervorgerufen hatte, sondern auch wegen vieler anderer
antisowjetischer Handlungen.
Nach langem Nachdenken und Überlegen sagte sich Patriarch Tichon von der antisowjetischen Tätigkeit los. 'Ich halte es für eine Pflicht meines Gewissens als Priester, schrieb er an das Oberste Gericht der RSFSR, folgendes zu erklären: Ich, der ich meine Erziehung in der monarchistischen Gesellschaft erhalten habe und bis zu meiner Verhaftung unter dem Einfluß antisowjetisch eingestellter Personen stand, war der Sowjetmacht wirklich feindlich gesinnt . . . Gleichzeitig erkläre ich dem Obersten Gericht, daß ich künftig kein Feind der Sowjetmacht sein werde. Ich lehne unwandelbar und endgültig sowohl die ausländische als auch die innere monarchistische weißgardistische Konterrevolution ab.' Die Sowjetregierung übte gegen Patriarch Tichon Humanität und Großmut Er wurde vorfristig entlassen."
Was lehrt die WTG den Zeugen Jehovas und der Öffentlichkeit im Hinblick auf das Verhalten des Patriarchen Tichon? Unter dem verlogenen Titel "Wie erfolgreich ist die Sowjetunion in ihrem Kampf gegen die Religion?" (Erwachet 8. September 1973) predigt die WTG: "Aber im Laufe der Zeit schlossen immer mehr Geistliche Kompromisse und wurden Werkzeuge der kommunistischen Regierung Ein Beispiel dafür war der Patriarch Tichon. Im Gegensatz zu Jesus Christus, der lieber sterben wollte, als Kompromisse zu schließen, ging Tichon einen Kompromiß ein. Nachdem er 1923 aus dem Gefängnis entlassen worden war, unterzeichnete er eine Erklärung, in der er versprach, nichts zu unternehmen, was den Interessen des Staates schaden könnte, Kurz vor seinem Tod im Jahre 1925, rief er alle Russen auf, 'aufrichtig für die Sowjetmacht einzustehen, für das Gemeinwohl zu arbeiten und jegliche offene oder geheime Agitation gegen die neue Staatsordnung zu verurteilen' ". (S. 7, 8, WTG Wiesbaden).
Wir stellen fest: Die WTG verurteilt hier die Ablehnung des Patriarchen Tichon, weiterhin die Konterrevolution zu befürworten, weiterhin den Interessen des Staates zu schaden, weiterhin offen oder geheim gegen den Staat zu arbeiten, als einen im Gegensatz zu Jesus Christus stehenden Kompromiß. Wissen Jehovas Zeugen überhaupt was sie tun, wenn sie diese WTG-Lehren verbreiten? Sie tun nichts Geringeres, als antikommunistische Staatsfeindschaft, Schädigung der Interessen des Staates und offene oder geheime Agitation gegen die sozialistische Staatsordnung, die einstige konterrevolutionäre Aktivität des Patriarchen Tichon, als christlich zu predigen! Was kann die WTG Jehovas Zeugen nur alles in die Hand drucken, um es zu verbreiten! Wie werden sie doch von der WTG geistig beherrscht, wenn sie das nicht erkennen!
Wahres christliches Verhalten
Auch hinsichtlich der sozialistischen, Gesellschafts- und
Staatsordnung gilt das Wort der Schrift: "Seid aller die Menschen betreffenden
Ordnung um des Herrn willen untertan."
1. Petrus 2:13. Danach müssen Jehovas Zeugen die
antikommunistischen und staatsfeindlichen Lehren der WTG ablehnen.
CVN
Auf einen groben Klotz gehört ein grober
Keil:
DAS WELTENDE, DAS 1975 NICHT KAM, ODER DER SCHEITERHAUFEN VON
HARMAGEDON
Wider barbarische Bibelverdrehung und unchristlichen
Glaubenshaß gegen Andersdenkende
Vorwort
Wer sich näher in den Versammlungen, Familien,
Verwandtschafts und Bekanntenkreisen der WT-Zeugen umschaut, findet z. T. die
furchtbarsten Verhältnisse vor. Andersdenkende, Angehörige, Verwandte und Bekannte,
Arbeitskollegen, Mitarbeiter und vor allem Menschen in gesellschaftlicher Verantwortung
werden verleumdet und verteufelt. Kinder verlassen das Elternhaus oder worden mehr oder
weniger hinausgetrieben. Ehen wurden zerrüttet, Ehepartner dämonisiert, man läßt
Spießrutenlaufen durch Nichtgrüßen und Verachten. Wenn sich gar einer gegen die WTG und
ihren Bibelmißbrauch wendet, dann entstehen Haß und Feindschaft schlimmster Art. Es
kommt mitunter zu Wutausbrüchen, daß man einen solchen lieber mit dem Revolver aus dem
Hause jagen und niederschießen würde, was man natürlich nicht tut. Andersdenkende
Angehörige werden aber in "theokratischer Kriegslist" belogen und betrogen,
getäuscht und hintere Licht geführt. Mord und Totschlag, Affekthandlungen unter dem
Einfluß der WT-gelehrten Verteufelung Andersdenkender hat es in Zeugen-Familien schon
gegeben WT-Blutkult tötet elterliche Liebe soweit ab, daß Kinder dem Tode überliefert
werden. Die folgenden Ausführungen fahren ähnlich dazwischen, wie Jesus in Matthäus 23
vorging und aufrüttelte. Vielleicht wird mancher erschüttert und erkennt, wie barbarisch
und unchristlich das WT-Weltendedenken in Wirklichkeit ist. Manchmal sind harte
Vergleiche, wie in Matthäus 23, auch das einzige Mittel, das helfen kann.
Dies sollte jetzt umso leichter fallen, da das WT-Weitendedenken mit 1975 wieder als unglaubwürdig offenbar ist und die WTG die furchtbarste Schuld auf sich geladen hat an all denen, die es geglaubt haben.
Wie Jehovas Zeugen in allen
Andersdenkenden vernichtungswürdige Feinde Gottes und Verbrecher sehen sollen
"Es fehlt ihnen (den Menschen) an der brennenden Liebe
zur Gerechtigkeit und am verzehrenden Haß gegen Bosheit . . . Herrscher und Beherrschte
wälzen sich im Morast eines internationalen moralischen Zusammenbruchs'. (WT 1952 dt. S.
234).
"Doch ringe nicht die Hände noch weine um sie! Die sich zur Bibel bekennende Christenheit offenbart ihre Verachtung für Gottes Wort durch ihre krasse Unwissenheit über die wahren biblischen Lehren (wie von der WTG verkündigt, Anm.). Sie verdient nichts Besseres als die barbarischen Kriege, die Flut von Verbrechen, die Kriminalität, die allgemeine Unsittlichkeit und die sich mehrenden Drangsale, in die sie geraten ist" (WTG-Traktat, Die einzige Hoffnung auf Frieden, Wiesbaden. Watch Tower T 10-X).
"Lobet Jehova! Die weisen jungen Leute, die diesen beglückenden Platz (unter der WTG, Anm.) finden, werden nicht zu den Pflichtvergessenen, zu den K r i m i n e l l e n des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge gezählt" (WT 15. 9. 58, S. 565).
"Wie man früher Trauben auspreßte, indem man sie mit Füßen trat, bis aller Saft ausgeflossen war, so wird Christus die von Blutschuld belastete Welt zerstampfen und das Blut der Menschen wird in Strömen fließen. Diese Vernichtung ist nicht zu schrecklich, um wahr zu sein. Dieser Krieg wird gerecht und ein Anlaß zur Freude sein." (Erwachet 22. 7. 57, S. 7)
"Harmagedon wird für die Feinde Gottes eine furchtbare Überraschung sein. Sie werden von lähmender Furcht ergriffen werden, Regierungen werden fallen, Panik und wilde Anarchie werden ausbrechen, und die Hand des einen wird wider die Hand des anderen sein. Auch werden die Menschen von widerwärtigen Krankheiten befallen werden. In der Luft, auf der Erde und im Meer wird Schrecken sein. Wer wird umkommen? Alle, die das gegenwärtige böse System der Dinge wissentlich oder unwissentlich unterstützten." (Erwachet 8. 8. 56, S. 7)
"Die auferstandenen Glieder des Leibes Christi folgen dem Lamme wohin es irgend geht, zweifellos auch In das Schlachtgewühl Das Blut wird in Strömen fließen. Kein Mensch, der nicht auf der Seite des Königreiches Jehovas steht (bei der WTG, Anm.) wird am Leben bleiben." (Erwachet 8. 3. 57, S. 25)
"Schlaget, euer Auge schone nicht und
erbarmet euch nicht. Mordet bis zur Vertilgung Greise, Jünglinge, Jungfrauen, Kinder und
Weiber. Warum müssen aber auch kleine Kinder den Zorn der Scharfrichter Jehovas erleiden?
Weil die Bibel zeigt daß Kinder, die noch nicht das Alter der Verantwortlichkeit erreicht
haben, das Geschick ihrer Eltern teilen."
(WT 15. 1. 53 S. 39)
"Ein Sohn soll nicht leiden wegen der Ungerechtigkeit seines Vaters - Hes. 18:20. Einige mögen argumentieren, dieser Text widerlege die Ansicht, daß kleine Kinder mit ihren bösen Eltern umkommen werden. Als Dathan und Abiram gegen Jehovas theokratische Einrichtung der Dinge in der Wüste rebellierten, verschlang sie die Erde, mit ihnen zusammen ihre Weiber, ihre Söhne, ihre Kindlein." (WT 1953, S. 233 Wiesbaden)
"Doch ringe nicht die Hände noch, weine um sie! Die sich zur Bibel bekennende Christenheit . . . verdient nichts besseres als die barbarischen Kriege, die Flut von Verbrechen, die sich mehrenden Drangsalen Die auferstandenen Glieder des Leibes Christi folgen dem Lamm wohin es irgend geht, zweifellos auch in das Schlachtgewühl. Das Blut wird in Strömen fließen" - lauten die Durchhalte-Grundsätze der WTG, um ihre Zeugen nicht "pflichtvergessen", sondern hart zu machen, wenn es soweit ist.
1975 war es dann soweit. Viele hatten bis dahin Haus und Hof, Beruf und Familie vernachlässigt und gar manchen Hausgiebel verfallen lassen. Jeder Warnung hatten sie ihre durch den WT "hart gemachte Stirn" entgegengesetzt. Wer gar argumentierte, die ganze Weltendeverkündigung einschließlich der Ausrottung unschuldiger Kinder sei ein Rückfall in eine barbarische Gesinnung, dem wurde nur zu oft die "Ermordung durch die Scharfrichter Jehovas" an den Hals gewünscht. Selbst die Leichen der unschuldigen Kinder in Harmagedon waren für sie Gerechtigkeit. Wie lange wollen sie nun nach dem Fehlschlag mit 1975 ihre Menschlichkeit noch unterdrücken lassen?
Ein harter Vergleich
Wie soll man jemanden rühren, der seine Stirn durch das, was
die WTG ihre Harmagedon-Gerechtigkeit nennt, hart gemacht hat? Wie soll man "Glieder
des Leibes Christi", wie sie sich in der WTG-Führung nennen, rühren, die in den
Blutströmen des Schlachtgewühls zu waten bereit sind, in Blutströmen, die selbst aus
kleinen Kindern herausgepreßt werden sollen? Wie soll man solche Menschen in ihrem
Gewissen rühren? Damit sie nun wenigstens noch dem WTG-Fiasko von 1975 die
Unmenschlichkeit dieses Weltendedenkens begreifen? Wagen wir darum den wohl härtesten
Denk und Gesinnungsvergleich. Wenn die WTG fordert, weder "die Hände zu ringen noch
zu weinen", sondern es als "Anlaß zur Freude" zu betrachten, wenn das von
ihr gepredigte "Morden von Greisen, Jünglingen, Jungfrauen, Kindern und
Weibern" losgehe - ja, es heißt "morden" im WT - dann dürfte das einen
Spiegel erfordern, der derartig WT-gehärtete Stirnen vielleicht sogar einen Schock
versetzt.
Bekanntlich vernichtete der Hitlerfaschismus rund 6 000 000 Juden, weil sie einer anderen "Rasse" bzw. dem jüdischen Glauben angehörten. In dem Buch "Judenmörder Eichmann", Dietz-Verlag Berlin 1961, lesen wir über die faschistische Völkervernichtungspolitik:
"Himmler forderte von seinen SS-Leuten immer wieder Grausamkeiten
und die unbedingte Erfüllung jedes Befehls. Der ganze Erziehungsprozeß innerhalb der
faschistischen Eliteorganisation beruhte darauf, willenlose und gewissenlose Werkzeuge
für die verbrecherischen Plane der Nazi-Clique und ihrer Hintermänner zu gewinnen.
Systematisch wurden der Chauvinismus, die Lehre von 'Herrenrassen' und 'Untermenschen'
gepredigt. 'Ein Grundsatz muß für den SS-Mann absolut gelten: ehrlich, anständige treu
und kameradschaftlich haben vor zu den Angehörigen unseres eigenen Blutes zu sein und
sonst zu niemandem', erklärte Himmler. 'Wie es den Russen geht, wie es den Tschechen
geht, ist mir total gleichgültig. Das, was in den Völkern an gutem Blut unserer Art
vorhanden ist, werden wir uns holen, indem wir ihnen, wenn notwendig, die Kinder rauben
und sie bei uns großziehen. Ob andere Völker in Wohlstand leben oder ob sie verrecken
vor Hunger, das interessiert mich nur soweit, als wir sie als Sklaven für unsere Kultur
brauchen. Anders interessiert mich das nicht. Ob bei dem Bau eines Panzergrabens 10 000
russische Weiber an Entkräftung umfallen oder nicht, interessiert mich nur insoweit, als
der Panzergraben für Deutschland fertig wird. Das ist es, was ich dieser SS einimpfen
möchte und, wie ich glaube, eingeimpft habe als eines der heiligsten Gesetze der Zukunft.
Von euch werden die meisten wissen, was es heißt wenn 100 Leichen beisammenliegen, wenn
500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Das durchgehalten zu haben, und dabei - abgesehen
von Ausnahmen menschlicher Schwachen - anständig geblieben zu sein, das hat uns hart
gemacht.
Dies ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmesblatt unserer
Geschichte'." (S. 66/67)
Zuletzt wurden noch innerhalb zweier Monate 430 000
ungarische Juden vernichtet.
Wer es als einen "Anlaß zur Freude" bezeichnet, wenn das Blut wissentlich und unwissentlich Handelnder, das Blut von Greisen, Jünglingen, Jungfrauen und Kindern, noch unverantwortlichen Kindern und Kindlein, in Strömen fließt indem sie von Christus und seinen Leibesgliedern ausgepreßt werden wie Trauben, bis aller Saft ausgeflossen ist, wer alle, die den "beglückenden Platz" der Zeugen Jehovas nicht einnehmen, zu den Kriminellen, zu den Verbrechern zählt, wer dieses "Morden bis zur Vertilgung" bejaht, für richtig hält und anderen predigt, dem kann man nur noch die SS-Gesinnung vor Augen halten, um sein Gewissen aufzurütteln.
WTG macht Gott und Christus zu
Großinquisitoren und verkehrt Gottes Barmherzigkeit in einen mittelalterlichen
Scheiterhaufen
Was bei den Menschen furchtbarstes Verbrechen ist, nämlich
Menschen um ihres anderen Glaubens und Denkens willen vom Kind bis zum Greis zu verachten,
zu ermorden, soll bei Gott und Christus Gerechtigkeit sein? Das WTG-Harmagedon wäre ein
einziger mittelalterlicher Scheiterhaufen, von dem der Rauch der verkohlten Leichen selbst
unschuldiger Säuglinge zum Himmel emporsteigen würde. Das 1975-Fiasko dieses
WT-Harmagedon sollte Anstoß sein, aus diesem barbarischen Denken und Glauben aufzuwachen.
- 1. Tim. 2:4.
A. Z.
KEINER ORGANISATION, SONDERN DEM
ALLEINWAHREN GOTT JEHOVA HINGEGEBEN?
Aufbruch in der WTG-Versammlung Frankfurt/Main-Rödelheim -
Eine Dokumentation - Johanna Epstein
Im Füldchen 20
6000 Frankfurt 90
Einschreiben
Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft
e. V.
Postfach 5920 - 6200 Wiesbaden 1
Ffm., den 16. 5. 1977
Betr.: Kirchenaustritt
Werte Damen und Herren,
Aufgrund meiner langjährigen betrüblichen Erfahrungen, die
ich innerhalb der "Gemeinschaft der Zeugen Jehovas" (Wachtturm-Gesellschaft)
machen mußte, sind mir schon des öfteren Zweifel an der Liebe und Wahrhaftigkeit dieser
Organisation gekommen. Diese Zweifel wurden nun durch die Erfahrungen, die u. a. Familie
Gerd Wunderlich und Rudolf Martens, aus der Versammlung Ffm-Bockenheim, machen mußten, in
erschreckender Weise bestätigt worden. Durch die, mir von Herrn Wunderlich, vorgelegten
Beweise, wie die Wiedergabe von verstümmelten und wider den Sinn zitierten Zitaten in der
Wachtturm-Literatur, bewußtes Lügen und Unterdrückung der christlichen Freiheit durch
die Ältestenschaft, kann ich es mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren, diese
Organisation zu unterstützen.
Gemäß der christlichen Aufforderung aus
Offenbarung 18, 4 erkläre ich hiermit meinen f r e i w i l l i g e n Austritt aus
der "Gemeinschaft der Zeugen Jehovas" Versammlung Ffm.Rödelheim Ich erwarte
nun, entweder von Ihnen oder durch die Aufseher der Versammlung Ffm.-Rödelheim, eine
schriftliche Bestätigung, daß ich sofort nicht mehr der "Gemeinschaft von Jehovas
Zeugen" angehöre. Von persönlichen Besuchen durch die Aufseher bitte ich Abstand zu
nehmen, da mein Entschluß endgültig ist. Ihrer baldigen Antwort entgegensehend,
verbleibe ich mit Gruß
gez. Johanna Epstein
Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft, deutscher Zweig e. V., Wiesbaden-Dotzheim, Greifstraße 5, Postfach 5920, 6200 Wiesbaden 1, Deutschland
- SCB:SSB 8. Juni 1977
Frau
Johanna Epstein, Im Füldchen 20, 6000 Frankfurt 90
Liebe Schwester Epstein!
Wir bestätigen den Eingang Deines Schreibens vom 16. Mai 1977. Wir glauben, keine
Veranlassung zu haben, Dir die brüderliche Anrede zu verweigern und bedauern aufrichtig
daß Du Veranlassung hast, Anklagen gegen Deine Mitbrüder zu erheben.
Wir alle sind unvollkommen und machen Fehler (l. Johannes 1 :8). Doch die Erkenntnis der eigenen Unzulänglichkeit und die Liebe zu unseren Brüdern sollte uns veranlassen den Grundsatz aus 1. Petrus 4:8 anzuwenden. Auch Jesus gibt uns gemäß Matthäus 18:15-17 ausgezeichneten Rat, der uns helfen kann, Schwierigkeiten in brüderlicher Liebe zu bereinigen.
Wir bedauern außerordentlich, daß Du Deinen "Austritt" aus der "Gemeinschaft der Zeugen Jehovas", Versammlung Frankfurt-Rödelheim" erklärst. Wir können Dich jedoch nicht daran hindern, gemäß Deinem Gewissen zu handeln. In unseren Unterlagen ist kein "Eintritt" in die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas registriert. Auch die Versammlung Frankfurt-Rödelheim besitzt darüber keine Unterlagen. Du hast Dich auch keiner Organisation, sondern dem allein wahren Gott Jehova hingegeben. Wir haben keine Mitgliedskarten, noch erheben wir Mitgliedsbeiträge, Steuern oder Abgaben.
Es trifft zu, daß wir Personen, denen die
Gemeinschaft entzogen wurde, bescheinigt haben, daß sie nicht mehr zu uns gehören (l.
Korinther 5:13). Diese Voraussetzung ist aber bei Dir nicht gegeben. Auch sollte nicht
übersehen werden, daß Du bei Deiner Meinungsbildung durch andere Personen negativ
beeinflußt wurdest. Wir schließen Dich in unsere Gebete mit ein und wünschen, daß Du
dem Glauben Ausharren hinzufügen und weiterhin zu den glücklichen Menschen gehören
kannst, die in Offenbarung 7:9,10 beschrieben werden. In dem Bemühen, uns der
Lösegeldvorkehrung Jehovas würdig zu erweisen, senden wir Dir unsere herzlichen Grüße.
Deine Brüder
Wachtturm B. u. T. Gesellschaft Deutscher Zweig e. V.
Johanna Epstein
Im Füldchen 20
6000 Frankfurt/M. 90
Einschreiben
Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft
e. V.
Postfach 5920 - 6200 Wiesbaden 1
Betr.: Kirchenaustritt, Ihr Brief SCB:SSB vom 8. Juni 1977
Werte Damen und Herren,
Eigentlich sollte ich gar nicht mehr auf den Inhalt Ihres
Briefes eingehen, in meinem Schreiben vom 16. 5. 77 habe ich mich doch deutlich genug
ausgedruckt. Jedoch verlangen Ihre bauernfängerischen Formulierungen eine angemessene
Antwort.
Sie scheinen wohl aufgrund meines Alters zu glauben, ich könnte noch auf die gängigen Sprüche Ihrer Funktionäre hereinfallen. Ihr Gerede von "Unzulänglichkeit, unvollkommen, Fehler" dient doch nur dazu, den wahren Zustand Ihrer Organisation zu verschleiern. Langjährige schlimme Erfahrungen haben mich gelehrt, daß es bei Jehovas Zeugen keine Liebe und Wahrhaftigkeit gibt. Der Öffentlichkeit konnten Sie bisher diese Tatsachen verbergen, aber ich habe inzwischen hinter die Kulissen geschaut und meine eigenen Erfahrungen gemacht. Auch Ihr Jonglieren mit Bibelstellen und Ihre Unterstellung, ich sei bei meiner "Meinungsbildung durch andere Personen negativ beeinflußt" worden, hilft Ihnen da nicht weiter!
Ich zitiere (Ihr Brief 8. Juni 1977) "Du hast Dich auch keiner Organisation, sondern dem alleinwahren Gott Jehova hingegeben." Ist das das letzte Aufgebot von Argumenten, über die Sie verfügen, um mich bei der Stange zu halten? Mein Entschluß steht fest. Gemäß der christlichen Aufforderung aus Offenbarung 18,4 erkläre ich nochmals meinen freiwilligen Austritt aus der "Gemeinschaft der Zeugen Jehovas".
Ich erwarte darüber eine schriftliche
Bestätigung Ihrerseits. Ihre Einlassung, es sei kein "Eintritt in die Gemeinschaft
der Zeugen Jehovas registriert" (Ihr Brief 8. 6. 77) kann ich an dieser Stelle
getrost übergehen, scheint er doch zu Ihrem üblichen Winkelzug-Repertoire zu gehören:
Ich darf Sie hierbei an den Brief an Frau Karin Wunderlich (SCB:SSB vom 21. 4. 1977)
erinnern. Da durch Ihr Vorgehen Zeit verloren gegangen ist muß ich Ihnen für die
Erledigung dieser Angelegenheit eine Frist von vier Wochen setzen. Denken Sie bitte nicht,
daß ich wegen meines Alters diese Sache nicht durchfechten könnte. Auch mit den
Aufsehern (ein schönes Wort für solche Leute) möchte ich, wie Sie sich gut denken
können, nichts mehr zu tun haben! Ihrer baldigen Antwort sehe ich mit Interesse entgegen
und verbleibe mit freundlichen Grüßen
gez. Johanna Epstein
Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft
Frau
Johanna Epstein, Im Füldchen 20, 6000 Frankfurt 90
SCB:SSB 27. Juni 1977
Werte Frau Epstein!
Wir bedauern aufrichtig, Ihrem Schreiben vom 16. Juni 1977
entnehmen zu müssen, daß sie das brüderliche Verhältnis zu uns keineswegs
aufrechterhalten wollen. Das kommt auch durch Ihre Anrede und den Inhalt Ihres Schreibens
unmißverständlich zum Ausdruck. Wir geben zu, daß ein solches Verhältnis niemanden
aufgezwungen werden kann und daß es auf Gegenseitigkeit beruhen muß. Deshalb gebrauchen
wir auch obige Anrede, damit Sie erkennen können, daß wir Ihren Wunsch jederzeit
respektieren. Was jedoch Ihre Bitte betrifft, so haben wir unseren Zeilen vom 8. Juni 1977
nichts mehr hinzuzufügen, und wir bitten Sie, unsere Entscheidung ebenfalls zu
respektieren. Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen
Wachtturm B. u. T. Gesellschaft Deutscher Zweig e. V.
"Mit schönklingenden Reden und
glatten Worten täuschen sie die Herzen der Arglosen", Römer 16:18, denn:
in Wahrheit einer Organisation hingegeben, die jede Kritik
als atombombengefährlich unterdrückt!
Die WTG verlangt von jedem Zeugen Jehovas bezüglich ihrer
Organisation, laut WT vom 1. Juli 1957, "Respektiert
Jehovas Organisation":
"Wenn wir im Lichte der Wahrheit
wandeln wollen, müssen wir nicht nur Jehova Gott als unseren Vater, sondern auch seine
Organisation als unsere Mutter anerkennen." (Abs. 3) "Gehorsam, Ehre und
Respekt. Diese müssen nicht nur dem lebendigen Gott selbst, sondern auch seiner
weibesgleichen Organisation dargebracht werden." (Abs. 4)
"Ob wir Schafe oder Böcke werden, hängt von unserer
eigenen Handlungsweise gegenüber Jehovas Organisation ab." (Abs. 10)
Die WTG läßt niemanden ohne Hingabe an
ihre Organisation zu Gott. "Bringe die Sache auf dem rechten Wege unserem Vater durch
seine Organisation vor . . . Das ist der Weg des Respekts.' (Abs. 3 II)
"Es mögen Dinge in der Organisation geschehen, die wir
nicht verstehen. Die Diener mögen einer Handlungsweise folgen, die wir als unrichtig
erachten. Deswegen Kritik zu üben, würde eine unvernünftige Haltung verraten.
Nun, wenige von uns verstehen die Tatsachen bezüglich der
Kernphysik, nicht wahr? Aber die Wasserstoffbombe beweist sicherlich, daß die Folgerungen
ihrer Hersteller auf Tatsachen beruhen und daher richtig sind. Somit wären wir nicht so
töricht und würden die Explosion einer Wasserstoffbombe im eigenen Garten zulassen, nur
weil wir ihre Wirkung nicht kennen! Nun kann sich aber eine unvernünftige, respektlose
Haltung innerhalb der Familie Gottes ebenso unheilvoll auswirken wie die Auslösung einer
Wasserstoffbombe." (S. 408f)
F. F
WOLLTE WTG-PRÄSIDENT N. H. KNORR VOR
SEINEM TODE DIE FALSCHHEIT DES WERKES DER WTG AUFDECKEN?
In Polen wird unter den Zeugen ein Schriftstück verbreitet,
in dem es heißt:
N. H. Knorr wurde am 23. April 1905 in Bethlehem, Staat
Pennsylvania, USA, geboren. Mit 17 Jahren war er bereits Anhänger der Gruppe (der WTG),
arbeitete in der Brooklyner Zentrale der ZJ, mit 29 Jahren gehörte er dem Direktorium an,
seit 1940 Funktion als Stellvertreter Rutherfords, seit dessen Tod sein Nachfolger (als
Präsident der WTG). Er starb noch einer schweren Krankheit und Operation an Kopfkrebs am
8. Juni 1977 in New York. Knorr wollte anläßlich der jährlichen Zusammenkunft in
Brooklyn eine Ansprache halten, die vom Fernsehen der USA und Kanadas gesendet wurde.
Schon als er zu sprechen anfangen wollte, einige Tage vor seiner Operation, am 1. Oktober
1976, brach er wie ein Kind in Weinen aus, so daß ihn zwei Direktoriumsmitglieder vom
Pult und Mikrofon hinaustrugen, so daß er dem Fernsehen entschwunden war und seine
Ansprache nicht mehr gehört werden konnte. Dies ist bereits kein Geheimnis mehr, obgleich
Brooklyn noch diesem Zwischenfall schweigt, sogar weder von seinem Tod noch Begräbnis die
WTG-Anhänger informierte, obgleich er doch die Organisation seit 35 Jahren
repräsentierte. Er wußte, daß diese Organisation Mißbrauch mit der Bibel und dem
Glauben betrieb und kannte auch die ganze Wahrheit darüber. Vielleicht, weil ihm bewußt
war, daß es seine letzte Rede sein wird, daß er aussagen oder "beichten"
wollte, daß er sich damit herumplagte, aber keine Ruhe fand, so daß er nun die Wahrheit
sagen wollte, aber nicht mehr dazu kam, weil man ihn gewaltsam hinwegtrug. Durchgesickert
ist, daß Knorr etwa 3 Wochen vor dieser Zusammenkunft die Rechnung machte, indem er alle
Zweifel seines Lebens begrub.
Er schrieb in der Einsamkeit alles das
auf, worüber er sprechen wollte, über den Irrtum der WTG. Aber es wurde ihm nicht
ermöglicht, darüber zu sprechen, Weltrettung durch Falschauslegungen, verdrehte Lehren
und ihre Methoden der Anwendung. Sein Weinen wie ein Kind, hat es bewiesen. Man hatte ihn
schon lange vorher aufs Nebengleis geschoben
Juni 1977. -
(Josef W. Grabina, noch Übers. v. H. S.)
NEUES IN KÜRZE
Gruppen unabhängiger Zeugen Jehovas gebildet
Einfache Zeugen Jehovas in Polen haben die WTG-Lehren
betreffs des Jahres 1975 blind geglaubt. Diese falsche Endzeitlehre hat nun sehr schwere
Folgen und Unruhen in den Reihen der Zeugen Jehovas hervorgerufen. Sehr viele treue
Anhänger haben noch September 1975 die Organisation verlassen, auch viele Prediger und
Aufseher. In vielen Städten und auf dem Lande haben sie Gruppen gebildet. Sie tragen den
Namen "Unabhängige Zeugen Jehovas" polnisch "Niezalezni Swiadkowie
Jehowy". Das Wort "unabhängig" bedeutet, daß sie von der WTG unabhängig
sind. Diese "unabhängigen Zeugen Jehovas", (polnische Abkürzung: N. Sw. Jeh.)
benutzen nichts mehr von der WTG, keine WTG-Publikationen, sie forschen nur in der Bibel,
um sie zu verstehen. Sie weisen jede weitere Bevormundung durch die WTG zurück.
In der BRD: Jehovas Zeugen prophezeien
seit etwa hundert Jahren grundsätzlich falsch
In einem von der BRD aus verbreiteten Traktat "Jehovas
Zeugen prophezeien falsch", wird nachgewiesen, wie die Zeugen Jehovas unter der WTG
seit rund 100 Jahren falsche Weltenden verkündigten, speziell für 1914, 1925 und 1975.
Dazu wird der WT selbst zitiert: "Jehovas Zeugen werden manchmal als 'falsche
Propheten' bezeichnet, weil sie, wie das aus ihren offiziellen Schriften hervorgeht, im
Laufe der Zeit ihre Ansichten über einige Dinge geändert haben . . . Falsche Propheten
verbessern sich nicht, Gottes Volk tut das aber" (WT 1. 9. 67, S. 523).
Jehovas Zeugen werden dann gefragt: Sind das überzeugende Worte? Wäre nach 100 Jahren
Irrtum, noch diesem unchristlichen Spiel mit Jahreszahlen, dem inzwischen Millionen
Menschen zum Opfer fielen, nicht längst eine Bankrotterklärung der Wachtturm-Religion
fällig? Kann ein falscher Prophet, den die nackte Wirklichkeit
zur Revision zwingt, noch einen Anspruch auf Glaubwürdigkeit erheben?
In der Tat, wahre Propheten brauchen sich nicht zu verbessern, weil sie nicht falsch prophezeien können, wenn sie Propheten Gottes sind. Die WTG tut das aber. Merkt keiner, wie die zitierte WT-Äußerung im Widerspruch steht zu der Charakterisierung falscher Propheten in 5. Mose 18:20-22?
Wird die WTG wegen ihrer falschen
Prophezeiungen untergehen Nicht voreilig urteilen
Ich glaube nicht, daß die WTG wegen ihrer falschen
Lehren so schnell ein Ende findet und untergeht. Ich verfolge aufmerksam die soziale und
geistige Situation in Ländern wie USA oder BRD, wo die WTG traditionell am stärksten
ist. Denn zu glauben, daß sie trotz ihrer falschen Prophezeiungen und Widersprüche kein
Menschenwerk, sondern "von Gott" ist, erfordert ein Niveau von Aberglauben und
gänzlichem sozialem Unverständnis. Wie aber sieht es z. B. in USA aus? Ich las kürzlich
die Feststellung eines höheren New Yorker Polizeibeamten, daß sie es in den
Armenvierteln z. B. wie Harlem, Queens, Bronx oder Brooklyn "mit einer großen Masse
von Arbeitslosen zu tun haben, einer Klasse von Armen, die alle Hoffnung aufgegeben haben,
die ohne Ziel durchs Leben treiben". Tausende von sozial Ausgestoßenen Aus der BRD
las ich zu einer kürzlich tödlichen "Teufelsaustreibung" aus einem
epileptischen Mädchen (Klingenberg/Franken), wie Ende 1976 ein sozialwissenschaftliches
Institut festgestellt hat, daß jeder zehnte Bundesbürger noch den Aberglauben bejaht. Da
kann die WTG viele Ausgestoßene, Treibende, mangelhaft Gebildete und Leichtgläubige
finden, die jeden Strohhalm ergreifen und auch die nächsten wieder geschickt verpackten
falschen Prophezeiungen glauben, bis sie an ihrem Lebensende enttäuscht werden.
Inzwischen aber sind schon wieder aus den geschilderten Kreisen gewonnen. Auf diese Weise
kann die WTG durchaus immer weitermachen. Ich möchte das CV ernst zu bedenken geben.
- eingesandt
BRD: Jehovas Zeugen rechtsradikal und für
die Demokratie sehr gefährlich
In Sulz/Neckar ist die Errichtung eines ständigen und festen
Kongreßzentrums, die die WTG jetzt für die Zukunft nach 1975 in verschiedenen Orten der
BRD baut, verweigert worden Der Stadtrat entschied aus vorwiegend ökonomischen Gründen
gegen die WTG. - Der evangelische Dekan von Sulz, Karl Hartmann (D 7247 Sulz,
Dekanatsstraße 6) nahm u. a. wie folgt öffentlich Stellung:
Bei den Zeugen Jehovas handele es sich um
eine "rechtsradikale Bewegung", die für "die Demokratie sehr gefährlich
ist".
Hartmann informierte ferner darüber, daß die Landeskirche
bereits angekündigt habe, sie werde für den Fall, daß das Zentrum gebaut wird, die
Verträge über die Sozialstation nicht unterzeichnen, da Sulz dann als Hochburg der
Zeugen Jehovas angesehen wird. Der Bau des Zentrums führe zum Ende jeder kommunalen
Selbständigkeit, da die Zeugen Jehovas es grundsätzlich ablehnen würden zu wählen,
soziale Hilfeleistungen zu geben oder die Kommunen in irgendeiner Weise zu unterstützen,
da für sie praktisch alles "satanisch" ist. Entsprechende Unterlagen über die
Zeugen Jehovas sind zugesagt.
Anonyme Morddrohungen gegen ehemalige
Zeugen Jehovas, die über die WTG aufklären
Wir möchten über CV die Tatsache mitteilen, daß per
Telefon anonyme Morddrohungen gegen ehemalige Zeugen Jehovas ausgestoßen werden, die
heute über die WTG aufklären Es wird gedroht, daß sie ähnlich ermordet und ihr Ende
finden würden, wie es angeblich dem Leiter der Mission unter Jehovas Zeugen, William
Schnell, Florida, USA, widerfuhr, der in den USA über die WTG aufklärte.
(Aus den USA)
F. W. Franz soll Nachfolger von N. H.
Knorr sein
Nach Informationen aus den USA (WT 1. 8. 77 Brooklyn) soll am
22. Juni 1977 der bisherige WTG-Vizepräsident F. W. Franz WTG-Präsident als Nachfolger
von N. H. Knorr (gest. 8. 6. 77) geworden sein. Da auch F. W. Franz schon in sehr hohem
Alter ist, dürfte das nur eine Not- und Übergangslösung sein, wird das Werk doch in die
nächste Generation verschoben.
Kämpft den guten Kampf des Glaubens
Liebe Leser!
Wir möchten diese CV-Ausgabe beenden mit der Ermunterung,
daß jeder gemäß seiner Erkenntnis und gemäß seinen Mitteln und Möglichkeiten dazu
beitragen möge, der Wahrheit über den rechten christlichen Weg, den wir gehen müssen,
zu dienen. Es ist ein großes Vorrecht dies zu tun, wo man es erkannt hat.
Vergewissert euch über alle Dinge
haltet fest an dem, was recht ist
1. Thess. 5:21 NW
In christlicher Verbundenheit
Eure Brüder und Schwestern
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
Mitverbundene und Freunde
CV-Leitung Gera/Thür.
Betr.: CV Sondernummer 100
Wir erinnern daran, da nur z. T. bisher bekannt, daß wir
Vorschläge und Artikel zur Gestaltung der Nr. 100 aus den Versammlungen entgegennehmen.
Wir bitten darum, uns so bald wie möglich zu verständigen,
welche Themen in Arbeit sind.
- Chronologie.
Zu diesem Thema weisen wir auf WT 14/1958, Seite 425f hin.
Bitte informiert uns rechtzeitig über den Stand Eurer Überprüfungen, spätester Termin
ist hier der 20. 12. 1977.
Als Grundlage zu diesem Thema (Voraussetzung) wäre zu
klären:
Wie entsteht die Zeitdifferenz von 60 Jahren zw. WT- und
jüdischer Chalafta-Chronologie, siehe WT Seite 428.
Und zwar in der Zeitangabe von:
Adam bis z. Flut = 1 655 1656
Bis Abrahams Geburt = 352 292 ( = - 60 Jahre)
- Wir können nur vollständige Beweise verarbeiten. Es muß
also eindeutig sein, wie eine Zahl i. d. Chronologie entsteht. Es muß genau zu erkennen
sein, ob nach Mond- oder Sonnenjahren gerechnet wurde.
Mit herzlichem Dank
W. Daum
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"Christliche Verantwortung": Monatsschrift der
Studiengruppe Christliche Verantwortung. Herausgeber: Wolfgang Daum, DDR 65 Gera,
Otto-Dix-Straße 6. Preis: M 0,20. Jahresabonnement M 2,-- Versand auch kostenlos.
Kto.-Nr.: 4562-43-8015 bei Kreis- und Stadtsparkasse Gera
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