Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 91
Diese Ausgabe zitiert aus einigen Ausgaben des "Untergrund-Königreichsdienstes". Die Zeitschrift "Unser Königreichsdienst" gilt bei den Zeugen Jehovas als intern. Außenstehenden soll sie nicht zugänglich gemacht werden. Im Widerstreit der Gefühle hatte sich die WTG zwar entschlossen sie auch mit auf die CD-ROM-Ausgaben ihrer Literatur aufzunehmen, was denn in der Praxis ein weiterer Grund dafür war, ihrer Anhängerschaft einzubläuen. Kein Außenstehender soll die WTG CD-ROM erhalten. Gilt schon die Westausgabe des "Königreichsdienstes" als intern, um so mehr noch die spezielle Ausgabe für die DDR.

Die Stasi der DDR wäre nicht die Stasi gewesen, hätte sie nicht auch dazu Zugang gehabt. Ihre Leute (die "Hans Voss" und Co) saßen ja ohnehin mit an den führenden Stellen. Also ist es für das Stasiblatt CV ein leichtes gewesen, gegebenenfalls auch daraus zu zitieren. So in dieser Ausgabe.

Tendenz der Jahre 1975/76 war selbstredend das lavieren bezüglich des 1975-Datums. Der Anhängerschaft wurde weiter auf der "internen Schiene" suggeriert, die hochgestochenen Erwartungen werden sich allen Unkenrufen zum trotz schon "bald" erfüllen. Das ist es denn auch gewesen was so mancher am liebsten hören w o l l t e.

Die Betreffenden wurden denn auch mit solchen Angeboten via "Königreichsdienst" bedient wie den flotten Spruch:
"Dieses Einsammlungswerk ist also noch nicht abgeschlossen. Könnt ihr euch den Schock vorstellen für alle Anhänger der falschen Religion, wenn wir in eine Zeit der Religionslosigkeit eintreten, in der nur noch die wahren Anbeter ihren Dienst verrichten? Die Ereignisse werden spannungsgeladen sein." -

Aha, so deren Reaktion. Die Zeit der Religionslosigkeit haben wir ja in der DDR schon. So sorgten also "selbsterfüllende Prophezeiungen" weiter für die nötige "Stimmung" bei den Zeugen Jehovas!


 

CV Christliche Verantwortung

Informationen zu christlichem Wandel und vermehrtem Verständnisvermögen
- 1. Thess. 4:12, 1. Kor. 14:20 -
Begründet 1959 von Willy Müller, GD, Gera/Thür., DDR

DER ZWECK DIESER ZEITSCHRIFT
ist freie, christlich und menschlich verantwortungsbewußte Information zu Verkündigung und Organisation der Zeugen Jehovas und ihrer Leitenden Körperschaft, der Wachtturm-, Bibel- und Traktat-Gesellschaft, (WTG) und WTG-bedingten Konfliktlage der Zeugen Jehovas in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung. Die Vielseitigkeit der Darlegungen in CV widerspiegelt diese Situation und weist Wege zu ihrer Lösung. -
Wir rufen zur Mitverantwortung und Mitarbeit.

Nr. 91/77 Gera Februar 1977

Jahrestext für 1977
"IHR BEDÜRFET DES AUSHARRENS, DAMIT IHR … DIE ERFÜLLUNG DER VERHEISSUNG EMPFANGEN MÖGT". Hebr. 10:36
Ihr Zeugen bedürft? Ein kaltblütiger Bibelmißbrauch, um nach 1975 weiter hinzuhalten
Liebe Leser
Die Jahrestexte verraten zwangsläufig immer ein Stückchen Wahrheit über die weiteren Pläne der WTG. Sie muß sich damit immer mindestens bis ins übernächste Jahr festlegen, und man kann ein wenig voraussehen, was tatsächlich zu erwarten ist. Denn der Jahrestext muß bis Anfang des übernächsten Jahres durchgehalten werden, wird er doch jedem in die Hand gedrückt. Wie unwohl der WTG dabei ist, sich jetzt nach 1975 weiter durch länger geltende Losungen oder Mottos festzulegen, wie sie es vorziehen würde, jeden völlig geistig "von der Hand in den Mund" leben zu lassen, damit möglichst nichts überschaubar wird, wird deutlich durch den Umstand, daß für das Jahr 1977, das zweite Jahr noch 1975, keine Monatsmottos mehr ausgegeben werden.

Der Jahrestext 1977 ist einfach empörend. Die Zeugen Jehovas bedürfen des Ausharrens? Das jetzt, nachdem die WTG die Weltöffentlichkeit mit dem 1975-Weltende-Termin zum wiederholten Male irregeführt hat? Möchten wir erst die Kerngedanken ansehen, um zu sehen, wer da etwas bedarf.

"Über 3900 Jahre sind vergangen, seitdem Jehova Abraham zum erstenmal verhieß", beginnt der Kommentar. Ein größerer Keulenschlag ist kaum möglich. "Das unerschütterliche Beispiel Abrahams und anderer . . . sollten uns anspornen … festzuhalten, k o m m e , w a s d a w o l l e." Was da wolle? Was sind denn das für Töne! Die WTG weiß, daß mit 1975 nur zu leicht zu erkennen ist, daß ihr Endzeitspiel verloren ist. "Komme, was da wolle" ist das letzte Register, das Register des Trotzes, der Sturheit, des Fanatismus: Das Visier herunter, die Augen zu, die Stirn hart. Und wenn es die Stunde der Wahrheit ist, die da kommt! Was Wahrheit ist, bestimmt die WTG! Vorwärts, weiter, wie sie befiehlt, komme was da wolle, wohin es auch geht, hieß es an anderer Stelle. So sind immer "verlorene Haufen" geführt worden.

Ein altbewährtes Mittel ist auch das Zusammenschweißen durch "Verfolgung". Es heißt: "In unseren 1970er Jahren fegt eine Woge des Nationalismus über Afrika und andere Kontinente . . . Satan führt einen 'heißen Krieg' gegen Jehovas Zeugen, und viele von ihnen müssen um ihre Existenz kämpfen. Ihr Werk ist jetzt in über 40 Ländern verboten oder eingeschränkt Wirst du . . . ausharren?" Daß die jede sozialpolitische Bereitschaft und Tätigkeit lähmende WTG-Verkündigung insbesondere für Entwicklungsländer, die sich aus Armut, Elend, Hunger, Not und Rückstandigkeit erheben müssen, unerträglich erscheinen muß, wird nicht gesagt. Das hat mit Satan überhaupt nichts zu tun. Die "Obrigkeiten von Gott", die politischen Regierungen sind verpflichtet, "das Beste" für alle zu tun, also für eine bessere Zukunft, für ein besseres Leben zu sorgen. (Römer 13:3,4). Die WTG macht die Menschen sozialpolitisch untätig. Um des religiösen Glaubens willen wird sie da nicht verfolgt.

"Denn noch eine ganz kleine Weile". Diese sei am besten mit mehr Dienst denn je auszufüllen. "Wer tätig ist, dem fällt es leichter auszuharren." Diese Worte sind für 1977 der Gipfel an Kaltblütigkeit und Skrupellosigkeit. Als in der vorigen Generation aller Welt für den zweiten Weltkrieg Harmagedon versprochen wurde und dann nicht kam, hieß es auf dem ersten WTG-Europa-Kongreß Pfingsten 1945 in Zürich: "Selbst wenn die Schlußabrechnung von Harmagedon noch um zehn oder zwanzig Jahre verziehen sollte - es wurde nicht gesagt, daß es wirklich so sein wird … Dauert es jemand zu lange, dann sei daran erinnert, daß Zeit niemals lang wird, wenn man alle Hände voll zu tun hat. Haben wir etwa nichts mehr zu tun?" (Trost 1. 6. 1945 Nr. 545, Bern) Die Zeugen bedürfen mehr als 30 Jahre hiernach weiter des Ausharrens? Sollen sie als Narren mit ihrer Endzeit herumlaufen? Die WTG bedarf eher ihrer endzeitlichen Bankrotterklärung! Die sie natürlich nicht abgeben wird. Wird ihr Rezept, die Stirnen hart und stur zu machen mit "komme was da wolle", was da wolle, und alle in vermehrten Dienst zu stürzen, ihre Rettung auch in die nächste Generation sein? Wird sie damit ihren endzeitlichen Kollaps verhindern können? "Tell a lie and stick to it", sagt ein englisches Sprichwort, was bedeutet, predige Unwahrheit und halte trotzdem daran fest. Will die WTG am Ende so mit ihrer wehenden Fahne untergehen? Vielleicht muß es so kommen. Nicht früh genug kann man darum dieses wie ein "verlorener Haufe" mit "kornme, was da wolle" und "wohin es auch gehe" gleichsam auf Teufel komm raus weiter angetriebene Schiff verlassen. "3900 Jahre", diese "beispielhafte" Wartezeit soll wie eine Keule in alle Sinne niedersausen, die da immer unruhiger werden, weil nun auch Jahr um Jahr nach 1975 nichts wirklich in Sicht kommt. Jede Silbe des Jahrestextkommentars ist in Absicht, Bedeutung und Auswirkung genau durchdacht und kalkuliert!

Aber nur "Arglose" kann die WTG mit biblischer Beschäftigung wie "alle Hände voll zu tun" über die Unglaubwürdigkeit und Haltlosigkeit ihrer Endzeitausrichtung Generation auf Generation hinwegtäuschen. Römer 16:18. Wir hoffen, daß auch dieser CV-Ausgabe beschieden sein möge zu helfen, an "genauer Erkenntnis" zuzunehmen und den Weg als freier Christ in unserem Lande zu finden.
Vergewissert euch über alle Dinge
haltet fest an dem, was recht ist
1. Thess. 5:21 NW
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IN DIESER AUSGABE - W TYM WYDATKU
Entsetzliche Bluttat. Zeugin Jehovas ermordete ihre blinde katholische Schwägerin. Okropne morderstwo Swiatka Jehowej zabilo swoja siepa katolicka szwaqierka. Der Weltendeglaube noch 1975 und der 60. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution. Wiara na konca swiatu po 1975 roku i 60. rocznicy o Duzei Socjalistycznej Pazdziernikowej Rewolucji.
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DIE WTG-HINHALTEMETHODEN IM ERSTEN "DIENSTJAHR" NACH 1975
Kerntexte der Dienstanweisungen 1976 des WTG-Ostbüros geprüft
Bekanntlich gibt das WTG-Ostbüro in Wiesbaden für die Untergrundarbeit in der DDR einen sog. Ersatz-"Königreichsdienst" mit entsprechenden Chiffren (I/75, II/75 usw.) heraus, der speziell den Verantwortlichen zugeleitet wird, um die Organisation religiös und politisch anzuleiten. Wir wollen sehen, was die WTG hier getan hat, um im ersten "Dienstjahr" nach 1975 alle weiter hinzuhalten.

September 1975
"Wir beginnen ein neues Dienstjahr, das uns in das Jahr 1976 bringen wird. Seit vielen Jahren haben wir mit großem Interesse dieser Zeit entgegengeblickt. So wurden wir durch die Zeitberechnung für diese Zeit wachgemacht. Für uns hat Anfang September das Dienstjahr 1976 begonnen, und wir bleiben uns der Dringlichkeit der Zeit bewußt. Wir alle sind mit tiefer Freude und Wertschätzung erfüllt und entschlossen, in unserer Arbeit nicht nachzulassen." -

Die Endberechnung auf 1975 war also wieder nur Ankurbelungsmittel, alle "wachzumachen". Was für eine WTG-Überheblichkeit, denn niemand "schlief", daß er solcher Mittel bedurfte, die die Öffentlichkeit nur irreführen, mit denen man sich nur als unglaubwürdig blamiert. "Wir alle sind . . . "? Das ist purer Zweckoptimismus zur Verdrängung des 1975-Bankrotts.

Oktober 1975
". . . Dienstjahr 1976 erreicht . . . in die Zeitepoche eingetreten, die zwischen Adams Erschaffung und dem Beginn des Ruhetages Gottes liegt, deren Länge unbekannt ist. Wir . . . den Tag Jehovas . . . weiterhin erwarten, so lange, bis er kommt. Je länger wir leben, desto näher kommen wir ihm."

Die Wahrheit ist, daß das Jahr 1975 als "biblisch" berechnetes Ende der 6000 Jahre des Ruhetages Gottes proklamiert wurde, wann das "Ende" und die "neue Welt" kommen Jetzt eine "unbekannte Länge" einzuschieben erweist dies nur als weltweiten Trug und um möglichst viel Zeit nach 1975 zu gewinnen. "Je länger, desto näher?" Ein Gummiparagraph, der verdecken soll, daß überhaupt nichts kommt!

"An diesen Sklaven halten, und uns nicht durch Souveränitätsansprüche von Machtblöcken auseinanderreißen lassen und nationale Versammlungen bilden." -

Dies ist das Bangen der WTG, daß man sie als unglaubwürdig fallen läßt. Die Furcht, daß man ihre antikommunistische Politik gegen den "östlichen Machtblock" nicht länger mitmacht und als Dienst für den kapitalistischen "Machtblock" durchschaut, daß sie ihre Rolle verliert, zu einem antikommunistischen religiös-politischen Untergrund beizutragen unter den Christen. Niemand kann und will "national" aufteilen. Die Kirchen und Gemeinschaften bewahren in den sozialistischen Ländern noch wie vor ihren internationalen Charakter. Es ist die Furcht der WTG, daß man zurückkehrt in die christliche Freiheit und nicht mehr ihr "Sklave" ist.

November 1975
"Dieses Einsammlungswerk ist also noch nicht abgeschlossen Könnt ihr euch den Schock vorstellen für alle Anhänger der falschen Religion, wenn wir in eine Zeit der Religionslosigkeit eintreten, in der nur noch die wahren Anbeter ihren Dienst verrichten? Die Ereignisse werden spannungsgeladen sein." -

Wir haben gleich nach 1967 gesagt, daß 1975 ein Betrug ist, daß danach alles weitergehen wird. Nun kommt erst noch eine Zeit der Religionslosigkeit? Das ist die absurdeste Phantasterei, die nur glauben kann, wer keine Ahnung hat, wie fest die Religion in den Völkern verwurzelt ist. Es ist ein "Haltet-den-Dieb-Geschrei", was den Schock verhindern soll, den alle Zeugen bekommen, begriffen sie die Unglaubwürdigkeit der WTG! Die Spannung in den eigenen Reihen soll verdrängt werden!

"Wenn Personen uns Lesestoff senden oder überreichen. Ihre Mitteilungen zu lesen wäre das gleiche, wie ihnen unser Ohr zu leihen. Wie könnten wir ihre schriftlichen Äußerungen zur Kenntnis nehmen wollen, auch nur informationshalber So vernichten wir auch ihre schriftlichen Äußerungen ungelesen." Das richtet sich gegen CV. Nicht einmal zur Information soll es jemand lesen! Man wird an die mittelalterlichen Verbrennungen von Ketzerschriften erinnert. Die Furcht der WTG vor CV muß sehr groß sein.

Dezember 1975
"Unser gegenwärtigen geistiges Paradies. Hier wohnen wir an friedlichen Orten und an Wohnsitzen völliger Zuversicht und an ungestörten Ruheorten. Nicht von Panik ergriffen werden. Furchtlos und mutig weiterhin den Tag der Rache Gottes ankündigen." -

Diese Gedanken sind auch ein Zugeständnis an die allgemeine Weihnachtsstimmung in diesem Monat. Wahrheit ist, daß es weder völlige Zuversicht noch ungestörte Ruhe unter den Zeugen nach 1975 gibt. Die Warnung vor Panik läßt das durchblicken. Die mit 1975 überfällige "Rache"-Verkündigung soll durch weiteren Angriff nach außen ablenken. Die WTG dürfte selbst in panischer Furcht davor sein, daß ihr Endzeitbankrott mit 1975 bewußt wird.

Januar 1976
"Da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes. Ein Ansporn, der uns für das Kalenderjahr 1976 unseren gemeinsamen Weg zeigen sollte. Wir kennen den "treuen und verständigen Sklaven", den unser Herr für diese Zeit gesetzt hat, um uns zu leiten." -

Ja, das Äußerste tun! Nicht die geringste Zeit und Muße zur Besinnung soll bleiben, daß die Endzeitverkündigung ein verlorenes Spiel ist. Ein seltenes Eingeständnis: Der "Sklave", d. h. die WTG habe zu leiten! Ein Ausrutscher? Denn zu leiten hat allein der Herr! Im Gleichnis teilt der "Sklave" nur Speise aus, da ist ihm keine Leitung überlassen! So wird gar mancher WTG-Bibelmißbrauch offenbar. Doch wer merkt das schon. WTG-Hörigkeit "über alles in der Welt", könnte man abwandeln, was die WTG auch aus der Schrift herausliest oder in sie hineinliest. Diese Hörigkeit soll gefestigt werden, denn nur sie allein hält alles zusammen.

Februar 1976
"Das Jahrbuch 1976 begeistert uns. Die Mehrung wird euch mit großer Freude erfüllen . . . daß wir viele weitere demütige Menschen erwarten können, bis das Werk von unserem großen Schöpfer selbst zum Abschluß gebracht wird." -

Mit der Verordnung von Begeisterung soll der Abgrund der Unglaubwürdigkeit und Haltlosigkeit übertüncht werden, über dem alles in Wirklichkeit schwebt. Was hat sich nicht schon alles vermehrt. War es deswegen Wahrheit? Richtig? Die Betonung der Demütigkeit soll die Aufmuckenden warnen Weiter einsammeln, bis der Herr selbst? So wird wieder Gott "vors Loch geschoben". Denn wer möchte schon nicht auf den Herrn warten? Immer ist dieser Glaube mißbraucht worden, wenn alles weiter verschoben wurde.

März 1976
"Uns seiner Herrschaft nicht entziehen. Aufopfernde, grundsatztreue Liebe pflegen. Darin nie versagen. Heute nähern wir uns schnell dem Ende. In Erwartung der sicheren Erfüllung leben." -

Der Herrschaft der WTG soll sich keiner entziehen, denn sie ist es doch, die praktisch leitet! Denn wer sie nicht anerkennt, kommt angeblich nicht zu Gott durch. So hat sie in Wahrheit alles in der Hand. Der Abfall von ihr soll gestoppt werden. Darum geht es. Es gibt keine "sichere Erfüllung" Es gibt vielmehr nichts, was die WTG da nicht schon mehrere Male umgedeutet und weiter verschoben hat.

April 1976
"Wieder ist etwas geplant, was euch nicht nur erfreuen, sondern auch in Staunen versetzen wird . . . wieder etwas Besonderes . . . indem die leitende Körperschaft die Manuskripte für die drei neuen Broschüren herausgegeben hat . . . an diesem großartigen Werk einen Anteil haben." Hochstimmung und Euphorie scheinen bewährte psychologische Mittel zu sein, kritische Besinnung zu verhindern. Staunen sollen gar alle! Buchstäblich wie Kinder manipuliert die WTG alle. Niemand staunt über drei neue WTG-Broschüren Mit solcher Stimmungsmache überspannt sie immer mehr den Bogen. Es gibt auch keine perfekte Irreführung. Ein "großartiges Werk", alle, mit 1975 irregeführt zu haben ?

Mai 1976
"Diese gedruckten Predigten sind wirklich geeignete Hilfsmittel, die Einsammlung zu beschleunigen. Wir verbleiben in diesem wichtigen Werk mit euch verbunden. Da nun der Sommer beginnt . . . besondere Anstrengungen . . ."- Gott bedürfte keiner Beschleunigungen durch die WTG. Das ist eitles Geschwätz. Erfindungen um "anzuspornen". Die WTG wird in jedem Fall "verbunden verbleiben". Ihre Literatur ist nicht zuletzt auch ihre Existenz. Gott jedoch müßte ein Endzeitbankrotteur sein, wäre die WTG-Endzeit seit 1799 sein Werk.

Juni 1976
"Wir leben wirklich in einer einzigartigen Zeit. Die Mehrung ist überall zu spüren. Von vielen Zweigen neue Höchstzahlen Was wären Ferien ohne Dienst. Indem ihr ohne Unterlaß dient." -

Die Mehrung ist einzigartig? Es kann sogar noch mehr Mehrung geben. Je größer das Heer der Elenden und Arbeitslosen durch die kapitalistischen Krisen z. B. wird, desto mehr mag die WTG finden. Ein Werk Gottes ist damit jedoch überhaupt nicht bewiesen. Nicht Mehrung, sondern Glaubwürdigkeit ist entscheidend. Äußerer Triumphalismus, Zahlenbegeisterung, soll keinen zu kritischer Besinnung kommen lassen. Nicht mal in den Ferien, in denen die WTG diesbezügliche gefährliche Ruhepausen sieht.

Juli 1976
"Es ist deutlich zu erkennen, daß wir uns einem Höhepunkt in der Menschheitsgeschichte nähern. Erwarten, daß noch viel mehr Menschen Stellung nehmen. Bei dieser Weltsituation erschien es der leitenden Körperschaft angebracht, weitere Änderungen vorzunehmen. Es ist bestimmt an der Zeit, das Werk auszudehnen." -

Hat die WTG nicht zuvor gepredigt, "Mitte der 70er Jahre", also 1975, sei der Höhepunkt? Ist nicht vielmehr "deutlich zu erkennen", daß die WTG ein falscher Endzeitprophet ist? Ja, die "Weltsituation" zwingt die WTG. Sie muß sich anpassen, um ihre Unglaubwürdigkeit weiter zu verdecken. Es ist die politische Situation, von der sie getrieben wird, zu fragen bleibt, weiche politischen Kräfte darin. Mit dem jetzigen Vergehen der 1914-Generation wäre es in Wahrheit an der Zeit, das Werk zu beenden.

August 1976
"Der treue und verständige Sklave erklärt uns, wie wir Jehova anbeten müssen. Unseren Brüdern gegenüber vertreiben wir negative Gedanken, auch wenn wir ihre Handlungsweise nicht gleich verstehen und die Zusammenhänge nicht erkennen. Vermeiden, Gerüchte zu verbreiten und auf Vermutungen einzugehen, die unbegründet sind. Predigtauftrag vorrangig."

Ja, nicht die Schrift bestimmt letztlich, sondern der "Sklave" die WTG will das letzte Wort haben. Selbst wenn nicht verstanden wird, warum und wieso. Selbst wenn die Zusammenhänge nicht zu begreifen sind! So dirigiert man doch nur Unmündige und Unzurechnungsfähige! Die Gerüchte und Vermutungen scheinen schon bedrohliche Ausmaße zu haben. Pure Diktatur.

September 1976
"Am heiligen Dienst ganzherzig beteiligen. In schwierigen Situationen keine Kompromisse machen. Atheistischen Menschen die Bibel zugänglich machen. Bei jedem könnte die Neigung entstehen, das zu tun, was am leichtesten erscheint. Jetzt an der Zeit, die Warnung hören zu lassen." -

Das Wort heilig soll bedenkenlos gehorchen lassen. Hinter "keine Kompromisse" steckt die politische Drohung, sich ja nicht auf soziales Nachdenken einzulassen. Die Anti-Atheismus-Offensive dient der Ablenkung von innen durch Fixierung auf einen vermeintlichen Gegner. Und Schwerstarbeit soll jeder möglichst leisten, weil man da tatsächlich wenig Neigung hat zur Besinnung. "Jetzt an der Zeit" hieß es zu jeder Zeit.

Oktober 1976
"In Zukunft wird unser Leben noch mehr den heiligen Dienst als Mittelpunkt haben. Personen, die Sünde treiben, vor aller Augen zurechtweisen, damit auch die anderen Furcht haben. Die Nähe des Abschlusses . . . fest im Sinn haben, Ausharren." -

Damit hat das Dienstjahr 1977 begonnen, das zweite nach 1975. Die Zukunft heißt nur noch, noch mehr Dienst. Die "Nähe" darf man natürlich im Sinn behalten, fest sogar. Es wird also weiter "endzeitlich" hingehalten. Ohne Zweifel wird mit 1977 die Gefahr des Ausbruchs aus den WTG-Endzeitillusionen immer größer, zwangsläufig. Die Vollmacht für die Ältesten zu öffentlichem Verbreiten von Furcht zur Abschreckung, d. h. der Griff der WTG zu offenem psychologischem Terror, dürfte aber die Situation nur noch mehr verschärfen und Explosionen zutreiben. -
Ko.

ANTIKATHOLISCHER GLAUBENSHASS UND EINE ENTSETZLICHE BLUTTAT
"Zeugin Jehovas brachte ihre blinde Schwägerin um. Sie hatte ihre Kinder katholisch taufen lassen."
von Udo Pobel, Trimberg/Unterfranken. BRD.
Trimberg (Unterfranken), 28. 6. 1976.
Gnadenlos trieb die "Zeugin Jehovas" ihr hilfloses blindes Opfer vor sich her, stach immer wieder mit Messern zu, dann holte sie ein Beil, dann eine Sichel.
Die blinde Annemarie Sauer kam noch bis in den ersten Stock ihrer Wohnung im fränkischen Dorf Trimberg. Sie wankte ans Fenster: "Helft mir, ich verblute."
Sie ist gestorben, noch ehe ihr jemand helfen konnte, umgebracht von ihrer Schwägerin Helga Sauer (41), einer religiösen Fanatikerin.

Die Blinde war überzeugte Katholikin. Ihr Mann und ihre Schwägerin aber gehören den "Zeugen Jehovas" an. Die Schwägerin verkaufte die Zeitschrift "Wachtturm", predigte Andersgläubigen den bevorstehenden Weltuntergang und versuchte sie zu "bekehren".
Endstation Heilanstalt.
Es gelang ihr nicht mal im eigenen Haus: Die Blinde blieb katholisch ("lieber lasse ich mich scheiden"), und vor zwei Jahren ließ sie auch ihre beiden Kinder Elke und Frank katholisch taufen. Das hatte den "abgrundtiefen Haß" (so die Polizei) der Sektiererin ausgelöst: Als die beiden, Frauen allein zu Hause waren, kam es zur Tat.
Die "Zeugin Jehovas" wirkte danach völlig geistesabwesend, sie kam in die Heilanstalt.

Der katholische Ortspfarrer sagte verbittert: "Frau Sauer, hat oft geklagt, daß sie von ihrer Familie stark unter Druck gesetzt wird. Hier sieht man, wohin religiöser Fanatismus führen kann." -
(eingesandt von Bildzeitung, Hamburg, Juli 1976)

Wie kann eine Zeugin Jehovas zur Mörderin an einer überzeugten Katholikin werden? Ist das Fanatismus, Geistesgestörtheit oder eine Folge des von der WTG gepredigten antikatholischen Glaubenshasses? Wo liegen die Motive für solche bestialische Mordtat? In dieser antikatholischen Glaubensfeindschaft? Was ist im Hintergrund, im Untergrund? Was ist verantwortlich, mitverantwortlich, hauptverantwortlich für solche Bestialitäten mit Messern, Sichel und Beil im so viel gepriesenen "geistigen Paradies" der Zeugen Jehovas unter Führung der WTG? Mache dich auf einige schockierende Antworten gefaßt.

Wie lehrt die WTG Jehovas Zeugen im Namen Gottes über Katholiken zu denken und zu urteilen?
Empört wird sicher jeder Zeuge Jehovas zunächst ausrufen: Das kommt nicht auf unser Konto! Das mag durchaus aufrichtig gesagt sein, aus voller eigener Überzeugung. Dennoch, es war ein buchstäbliches Niedermetzeln einer Katholikin durch eine Zeugin Jehovas, die religiösen Ansichten spielen da schon eine Rolle. Warum metzelt sie denn keinen anderen nieder, sondern eine Katholikin? Das war doch kein Zufall, wie die Vorgeschichte der Bluttat zeigt. Hat der katholische Dorfpfarrer recht -

Pfarrer Werner Siegler aus Eifershausen, wozu die Kirchengemeinde Trimberg gehört wenn er sagt: "Hier sieht man, wohin religiöser Fanatismus führen kann?"

Wie werden Jehovas Zeugen generell von der WTG gelehrt, über die katholische Kirche und damit über die sie bildenden und tragenden Gläubigen zu denken und zu urteilen? Was ist der Katholizismus durch die WTG-Brille gesehen? Was ist somit ein überzeugter katholischer Christ, für einen Zeugen Jehovas?

Im WTG-Buch "Licht" I von 1930 wird in willkürlicher Auslegung der mystischen Offenbarungszahl 666 der Katholizismus als verbrecherisches System - der Papst als bluttriefende Marionette des Teufels - in einem blutrünstigen farbigen Bild dargestellt. (Zu Seite 306, 307) - Im WTG Buch "Die Wahrheit wird euch freimachen" von 1943 (dt. 1946) wird der Katholizismus in einem Bild als verbrecherisches Hurenweib auf einem wilden Tier reitend vorgestellt (S. 346). Im WTG-Buch "Theokratische Hilfe für Königreichsverkündiger" von 1945 (dt. 1950) wurden unter der falschen Losung, "Religion ist jedes Tun, das Jehovas Willen widerspricht" (S .303), Katholizismus, Katholische Kirche und katholischer Glauben u. a. wie folgt "bloßgestellt": "Knechtschaft der Dämonenverehrung, jede erdenkliche Art von Dämonenanbetung, eine von Satan errichtete antichristliche Organisation, ein Meisterstück der Täuschung, der Schlechtigkeit und der Bedrückung, eine Teufelsreligion, der Papst ein Werkzeug Satans des Teufels, voll unersättlicher Sucht, eine machttolle Hierarchie, Todfeind der biblischen Wahrheit…" (S. 303, 307, 318, 322, 323, 342, 355). Dazu wurde proklamiert, diese "Dämonenanbetung" werde "die jetzige Generation nicht überleben" (S. 319). Seit 1945 ist jetzt genau wieder eine Generation von 30 Jahren vergangen. Schauen wir uns um. Was für eine Falschproklamation war das doch!

In dem WTG-Buch "Babylon die Große ist gefallen" von 1963 (dt. l965) wurden Katholizismus, katholische Kirche und katholische Gläubige wie folgt dargestellt und "bloßgestellt". Auf S. 580 in einem Bild als durchsichtig gekleidete verführerische Hure auf einem wilden Tier mit einem Becher Hurenwein in der Hand. Im WTG-Buch "Die Wahrheit wird euch freimachen" von 1943 (dt. 1946) hat diese Figur eine päpstliche Krone auf dem Kopf. Dann geht es in folgender Tonart gegen die katholische Kirche insbesondere: "Uneheliche Frucht des Götzendienstes. Mit dem Wein ihrer Hurerei trunken gemacht. Mutter der Greuel oder abscheulichen Dinge der Erde. Gleich einer vor den Augen der Öffentlichkeit entblößtem Frau der Schande aussetzen, damit jeder erkennen kann, wie falsch und nutzlos ihre Religion ist. Gleich einer Hure verdient (sie) den Tod. Die Hure hassen und kein Vergnügen mehr an ihr haben. Babylonische Tempelprostituierte. Schlupfwinkel jedes unreinen und gehaßten Vogels. Ekelhafter Geruch, unreine Ausdünstung. Räuberhöhle. Religiöse Hurerei. Religiöses Spektakel. Weltreich der falschen Religion mit seinen Priestern, Kirchenführern, Mönchen, Nonnen, Astrologen, Spiritisten und Zauberern. Hure durch den internationalen Kommunismus und Radikalismus vernichtet. Dafür Jehova die Ehre geben." (S. 584, 603, 604, 605, 607, 608, 620). -

Diese wörtlichen Auszüge aus den WTG-"Predigten" sind nur ein Bruchteil jener antikatholischen Schlagworte, Begriffe, Entstellungen, Diffamierungen und haßerfüllten Verteufelungen, mit denen Jehovas Zeugen durch die WTG von Anfang an, seit Jahrzehnten unaufhörlich bearbeitet und ausgerichtet werden. Es ist sehr gut, dies einmal konzentriert vor Augen zu haben. Ein überzeugter Katholik, der die WTG-Lehren in klarer Erkenntnis ihrer Unglaubwürdigkeit und verleumderischen Tendenz ablehnt, erscheint damit nur noch als ein ekelhafter Hurendiener, ein vernichtungswürdiger Dämonen- und Teufelsanbeter, als ein "sexueller" Verbrecher, der von Gott in "Harmagedon" letztlich ausgerottet wird. Diese WTG-Doktrinen vor Augen, kann man vielleicht ermessen, was sich in Familien abspielen muß, in katholischen Familien, in die Jehovas Zeugen "einbrechen". Es kommt z. T. zu unbeschreiblichen Szenen des Hasses und der Verteufelung eigener Kinder, Ehegatten oder Eltern. Immer wieder durch die Presse gehende Scheidungsprozesse veranschaulichen das. Jugendliche werden zu Ausreißern. Kinder verlassen ihre Eltern. Selbst WTG-Bezirksaufseherfamilien können namhaft gemacht werden. Es ist furchtbar, was sich in derart betroffenen Familien abspielen kann.

Wenden wir uns nun dem eingangs dargestellten Fall der Ermordung einer blinden Katholikin durch eine Zeugin Jehovas in Trimberg/Unterfranken zu. Welche Rolle mag die antikatholische Verhetzung durch die WTG dabei gespielt haben?

Zur Bedeutung der antikatholischen Provozierungen, "Bloßstellungen" und Verteufelungen durch die WTG
Hätte die Zeugin Jehovas in Trimberg ihre blinde Schwägerin auch mit Messer, Beil und Sichel ermordet, wenn diese Schwägerin keine überzeugte Katholikin gewesen wäre, die sich der "Bekehrung" durch die Zeugin widersetzte und stattdessen sogar ihre Kinder katholisch taufen ließ? Hätte diese Zeugin Jehovas dieses Niedermetzeln inszeniert, wenn sie durch die WTG dahingehend belehrt worden wäre, daß Katholiken und ihre Kirche keine "Räuberhöhle, Teufelsreligion, Hurerei", kein "Todfeind der biblischen Wahrheit", kein "ekelhafter Geruch", keine "Mutter der Greuel und abscheulichen Dinge der Erde", keine "Hure, die den Tod verdient" sind? Hätte diese Zeugin Jehovas auch zu Messer, Beil und Sichel gegriffen, wenn ihr die WTG gelehrt hätte, daß auch Katholiken Christen sind, daß sie vielleicht nur eine andere Form der Gottesanbetung und Nachfolge Jesu haben, die man nicht teilen könne, daß jegliches Gericht aber nur Gott zustehe, die Katholiken vielleicht "getrennte Brüder in Christus" sind?

Die angedeutete Vorgeschichte der Bluttat zeigt, daß der antikatholische Haß in der Tat eine Rolle gespielt hat. Wenn man sich die Thesen der WTG gegen Katholizismus, Katholiken und katholische Kirche vor Augen führt, kann man sich den Druck in etwa vorstellen, der auf die Katholikin in dieser Familie ausgeübt wurde, wovon der katholische Ortspfarrer berichtete. Es hat mit Sicherheit in der Familie fürchterliche Auseinandersetzungen gegeben. Nur zu eilfertig sind gar zu viele Zeugen Jehovas bei der Hand, die Verteufelungen Andersglaubender, wie sie die WTG lehrt, im Umgang mit ihren Mitmenschen anzubringen und die Beziehungen damit völlig zu vergiften und zu zerstören. Denn wer läßt sich denn so etwas ohne weiteres bieten.

Nein, mit Sicherheit hätte diese Zeugin Jehovas diesen Mord nicht begangen, wenn sie über Katholizismus, Katholiken und katholische Kirche von der WTG anders belehrt worden wäre. Es ist ein gefährliches Gift, was die WTG da mit ihren antikatholischen Verteufelungen ausstreut und in die Sinne und Gefühle pflanzt! Es kann furchtbar aufgehen, es kann sich furchtbar auswirken, wenn der Zorn aufzusteigen beginnt, eben, wenn die "Bekehrungsversuche" erfolglos waren und gar in der eigenen Familie auf diesen "Teufelsglauben" des Katholizismus getauft wird. Wie leicht kann dann Zorn in Unbeherrschtheit übergehen, in unkontrollierte Ausbrüche, in Handlungen, die in Handgreiflichkeiten, Totschlag, Mord und Verbrechen enden. Nur weil die Barriere durch jene maßlose WTG-betriebene Verhetzung und Verteufelung niedergerissen war, die im Anderen ohnehin nur noch einen vernichtungswürdigen Teufeldiener erblicken läßt.

Eine andere religiöse Einstellung zu Katholizismus, Katholiken und katholischer Kirche hätte diese Mordtat mit Sicherheit nicht zugelassen. So manche erlebte Familienszene, wo nur ein Teil Zeuge Jehovas ist, der den anderen auf Grund von Ablehnung der WTG-Lehren in die Nähe des Teufels rückt, gibt ein schwaches Abbild von dem, was da möglich ist. Bis hin zu Verprügelungen "ungläubiger" Kinder und Ehegatten. Bis hin zu Affekthandlungen Labiler, nach denen jede Reue zu spät, kommt. Wodurch man erst verstört werden mag und nur noch in einer Heilanstalt unter Irren einen dauernden Platz findet. Mit Sicherheit hätte eine andere religiöse Einstellung zum Katholizismus diese Mordtat an einer Katholikin nicht zugelassen, ohne Zweifel durch Zuspitzung der Szene im ständigen Zusammenleben ausgelöst. Hat die zur Mörderin gewordene Zeugin Jehovas schon vorher einen "psychischen Defekt" gehabt, was Sache der Psychiater sein wird, so wäre sie unter anderen Umständen vielleicht eine harmlose "Wachtturm"-Verkäuferin am Straßenrand geblieben. Es gab aber andere Umstände. Wahrlich, die antikatholische Verteufelung und Verhetzung von Sinn und Gefühl, wie sie die WTG betreibt, ist eine gefährliche Saat, ein gefährliches Gift in psycholgischer Hinsicht, eine gefährliche Unterminierung des Gewissens, ein gefährliches Niederreißen von Barrieren gegen Zorn und Unbeherrschtheit, gegen Labilitat und Entgleisung, gegen Absturz ins Verbrechen, wie es hier gegen eine Katholikin von einer WTG-hörigen Zeugin Jehovas begangen wurde. Die WTG muß sich darüber im klaren sein, was sie mit ihrer antikatholischen Verhetzung und Verteufelung möglicherweise freisetzt, wofür sie damit letzte Barrieren niederreißt, wie dieser Same aufgehen kann. Denn die Menschen sind verschieden. Es ist eine Verantwortungslosigkeit sondergleichen, was die WTG da betreibt. Mit Sicherheit wäre diese Zeugin Jehovas ohne die antikatholische Verteufelung seitens der WTG nicht zur Mörderin an ihrer katholischen blinden Schwägerin geworden. Es hätte ohne diese Verteufelungen durch die WTG überhaupt keinen diesbezüglichen Konfliktstoff gegeben, so daß diese Zeugin Jehovas jetzt nicht, vielleicht zeitlebens, als Mörderin in einer Heilanstalt sitzen würde.

Was für ein Trugbild von einem "geistigen Paradies" unter der WTG. Was muß noch passieren, damit das alle begreifen? Nach einer Mitteilung aus einer Versammlung in München, BRD, befanden sich allein bis 1966 in der Landesanstalt (für Geistesgestörte), in München 35 irregewordene Zeugen Jehovas, mit denen sich vier Ärzte beschäftigen mußten.-

EINBLICKE IN DIE RELIGIÖSE SITUATION IN DEN USA, IN DER AUCH DIE WTG EXISTIERT UND WIRKT
Zur Erklärung der Ungereimtheiten und Zumutungen der naiven und haltlosen WTG-Endzeitbibelauslegung für 1975
Die Wahl des ehemaligen baptistischen Erweckungspredigers und Evangelisten, Erdnußfarmers, U-Bootfahrers, Nuklear-Ingenieurs und Gouverneurs des USA-Bundesstaates Georgia, James (Jimmy) Earl Carter, zum 39. Präsidenten der USA hat u. a. eine Reihe Betrachtungen und Untersuchungen zur gegenwärtigen religiösen Situation in den USA ausgelöst. In den Beiträgen hierzu kommt auch das amerikanische "Sektierertum" zur Sprache. Bekanntlich wird religionssoziologisch auch die in den USA entstandene und nach wie vor von dort aus geleitete Gemeinschaft der Zeugen Jehovas unter Führung der WTG in Brooklyn, New York, zu diesem "Sektierertum" gerechnet, das sachlich besser als Gruppe der kleinen Religionsgemeinschaften zu bezeichnen wäre. Angesichts der jüngsten Zumutungen von einem Weltende 1975, mit denen die WTG in einer erschreckenden Bibelauslegung "alle Nationen" nach früheren ähnlichen haltlosen Bibeldeutung (u. a. 1914 und 1925) erneut "warnte", sind einige Feststellungen in den zuvor genannten Beiträgen speziell zum religiösen Niveau in den USA sehr aufschlußreich.

Unter dem Thema "Zurück zur Old-Time-Religion" trifft der ehemalige Amerika-Korrespondent Joachim Schwelien u. a. folgende Feststellungen:
"Der Evangelismus und der ihm sinnesverwandte Fundamentalismus mancher protestantischer Kirchen Amerikas mit ihren Lehren von der unfehlbaren und wörtlich zu verstehenden Aussage der Bibel hat noch bis in die Gegenwart sektiererische Auswüchse des Antikatholizismus und des Antisemitismus hervorgebracht."

"Naive, unkomplizierte Religiosität ist somit in Amerika heute noch sehr viel lebendiger und wird vor allem in der unmittelbaren Verbindung mit dem Alltag des Bürgers stärker praktiziert als in den protestantischen Nationen Europas."

"Die protestantischen Kirchen Amerikas haben einen ausgesprochenen Klassencharakter: bei den Episkopalen und Presbyterianern finden sich überwiegend Protestanten der materiell gehobenen Bildungsschichten, die Methodisten beherbergen den Mittelstand, die Baptisten sind die Kirchengemeinden des kleinen Mannes, daneben bestehen zahllose Sekten."

"Die bis heute lebendige, an die Gemeinde gebundene, manchmal primitive und bisweilen fanatisch-sektiererische Religiosität des Amerikaners ist in der Gegenwart erheblichen Prüfungen ausgesetzt. Das rasche Wachsen der höheren Bildung . . . Die extrem gesteigerte Mobilität und Aktivität der technisierten, industriellen Umwelt . . . Daneben schwellen, oft nur Kurzlebige Wellen eines primitiv-religiösen Populismus an wie die der Jesus People in der Jugend. Nebenprodukte sind Hinwendung zu Aberglauben, Okkultismus oder Pseudoreligiosität in der sektiererischen Kopie vorwiegend asiatischer Glaubenslehren."

Zum Thema "10 Millionen Amerikaner hungern" schreibt der Amerika-Korrespondent der ARD Hans Kirchmann, Washington u. a. dies:
"Im Flecken Wheaton, eine halbe Stunde vom aufgeklärten Regierungssitz der USA entfernt, prügelte dieser Tage eine junge Mutter mit den Fäusten ihr Baby tot und erklärte sich nachher damit, sie habe dem Kind den Teufel austreiben wollen.'

"Amerika ist abergläubisch. Im feuchten Grasland von Mississippi gedeihen derzeit sich christlich nennende Kulte, bei denen der Priester zischelnde Schlangen um den Altar trägt. In New York residiert, im roten Plüsch eines Sessels mit Krönchen darauf, der schwarze Reverend Eikerenkoetter, der nicht weiß, wie viele Chromkarossen er sein eigen nennt, wohl aber, wie er an das Geld seiner Gläubigen kommen kann. Immer nach gibt es die Jesus People, wenn auch inzwischen vom Hunger bedroht, da ihre Mode vorbei ist. Und immer noch zieht der Koreaner Moon Massen ins Stadion, seine Dollarmillionen mehrend. Amerika will fromm sein."

"Sicher, von Slums hat schon jeder gehört. Doch das Lumpenproletariat haust nicht nur in den kaputten Städten, sondern auch in den engen, industrieverqualmten Tälern der Appalachen, auf den öden Flächen Alabamas oder in den Halbwüsten Neu-Mexikos, wohin der Geist der Pioniere trieb und dann strandete. Daß dies ein Problem sein könne, daß eine Demokratie, in der nur die Hälfte der Bürger an die Wahlurnen geht, fragwürdige Gundsatzmängel zeigt, das geht den meisten Amerikanern im Gespräch darüber nicht auf. Sie leugnen erbittert, was statistisch belegbar ist. Sie haben nicht gehört, daß Hubert Humphrey als Vizepräsident die Zahl der Armen auf 35 Millionen bezifferte. Sie kennen nicht die im Staatsauftrag vorgenommene Studie der texanischen Universität Austin, wonach 23 Millionen Amerikaner Analphabeten sind und rund die Hälfte der Bevölkerung funktionale Analphabeten, was bedeutet, daß sie zur einfachsten Anwendung ihres Wissens nicht in der Lage sind. Eher glauben sie schon, das alles sei Teil kommunistischer Propaganda, böswillige Lüge. Nach der moralischen Motivation ihrer Abwehr gefragt, verhalten sie sich wie christliche Soldaten, die den Endsieg schon errungen haben. Denn der christliche Glaube, wie schlecht verstanden auch immer, wird als Wurzel allen Tuns ausgegeben, in wieviel Einzelkirchen und Sekten er sich auch spaltet."

"Zwei typisch amerikanische Denkweisen: Sozialer Wohlstand wird nicht als absoluter Wert gemessen, sondern in der Konfrontation mit Moskau begriffen. Und sozialpolitische Errungenschaften wie Erziehung oder Krankenfürsorge werden aus dem Vergleichssystem ausgeklammert. Daher rührt es auch, daß die Gewerkschaften der USA bis heute Kündigungsschutz, Mindestarbeitszeit oder Krankenversicherung nicht erkämpfen konnten oder wollten. Der Arbeiter wird als Kleinunternehmer betrachtet, für den die volle Lohntüte zählt und sonst nichts. Bricht aber eine Rezession so nachhaltig über den Arbeitsmarkt herein, wie nun schon seit fast zwei Jahren, dann fehlt plötzlich schmerzlich, was vorher als sozialer Schnickschnack oder sozialistisches Teufelszeug diskriminiert wurde."

"Der moralische Imperialismus Amerikas hat stets auch seine religiöse Rechtfertigung gesucht.'
(DAS 4. 7. 76)

Gemäß diesen Bedingungen operiert auch die WTG, mit naiven, haltlosen Endzeitversprechen, Auswüchsen von Antikatholizismus, tödlichem Blutkult, in "Konfrontation mit Moskau", in Abwehr jeder höheren Bildung, gegen "sozialistisches Teufelszeug", usw. usw. ebenfalls erbitternd leugnend, was gegen sie zeugt. -

DER WELTENDEGLAUBE NACH 1975 UND DER 60. JAHRESTAG DER GROSSEN SOZIALISTISCHEN OKTOBERREVOLUTION VON 1917 IN RUSSLAND
Als Christ die Unausweichlichkeit sozialer Mitverantwortung erkennen und wahrnehmen
Eigentlich hätte es gar nicht mehr sein dürfen
Ja, eigentlich hätte es gar nicht mehr möglich sein dürfen, daß 1977 der 60. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution von 1917 begangen werden kann. Warum nicht? Nach der Weltendeverkündigung der WTG seit 1967/1968 sollten 1975 die bekannten 6000 Jahre des "Ruhetages Gottes" enden und damit das "Ende der Welt" in der "Schlacht von Harmagedon" und die "Tausendjahrherrschaft Christi auf Erden" kommen. Das ist nun weltweit erneut als internationale Falschverkündigung und Irreführung der Menschheit offenbar. Man sollte darum erkennen können, daß den Menschen gar nichts anderes bleibt, als sich selbst um alles in sozialer, wirtschaftlicher, kultureller, gesellschaftlicher, gesetzlicher und damit politisch-"obrigkeitlicher" Hinsicht zu kümmern. Der WTG-1975-Bankrott hat erneut wie die früheren bankrotten Termine 1799, 1874, 1914, 1918, 1925 u. a. m. erwiesen, daß es eine Katastrophe wäre, je auf diese Weltendeverkündigung vertraut und gebaut zu haben.

Oktoberrevolution wäre 1917 im Keim erstickt
Was wäre, wenn die Revolutionäre mit Lenin 1917 auf den nächsten WTG-Weltendetermin von 1918 vertraut und deswegen die Revolution unterlassen hätten? Das Weltsystem des Sozialismus wäre schon im Keim erstickt. Denn was hatte denn die WTG damals den Armen, Elenden, Unterdrückten, Ausgebeuteten und Verzweifelten im Namen Gottes gepredigt? Bekanntlich wurden Revolution, Sozialismus und Kommunismus schon mit Band 4 der WTG-"Schriftstudien" von 1897 als eine völlig aussichtslose Sache angeprangert. Man müsse sich davon fernhalten und allein auf Gott schauen, was die Lösung der sozialen Probleme der Menschen betrifft Gott werde 1914, was dann zunächst auf 1918 verschoben wurde, das Weltende eintreten lassen und sein Reich errichten, was alle Probleme löse.

Schon lange vor 1917 versuchte die WTG, mit dieser als "von Gott" vorgetragenen Verkündigung auch unter den sozial Elenden und Unruhigen in Rußland Fuß zu fassen. WTG-Präsident C. T. Russell reiste 1891 u. a. auch nach Südrußland, "um das Werk außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas auszudehnen". Die Ausdehnung ins vorrevolutionäre Rußland war zunächst über ein Zusammenwirken mit der zionistischen religiös-sozialen Bewegung unter den Juden Rußlands gedacht, deren Zentrum in Kischinew C. T. Russell 1891 aufsuchte. 1883 bis etwa 1893 war die Zeit des Aufkommens der revolutionären sozialdemokratischen Bewegung in Rußland. Auch das "Sektenwesen" spielte dabei eine gewisse Rolle, was u. a. Gegenstand des Studiums für Lenin in seiner Samarer Zeit um 1890 war. (Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, Bd. 1, S. 241 ff, Moskau)

Welche politische Bedeutung das nordamerikanische "Sektenwesen" hatte, bezeugt der westdeutsche Historiker Karl-Theo Humbach mit der Feststellung, daß es sich schon damals "quer durch die Interessen des Proletariats" legte, wie die WTG mit ihrer gegen soziales Engagement, Revolution, Sozialismus und Kommunismus gerichteten Verkündigung. Das hat sich nicht verändert. Aus den dabei erzielten Erfolgen wurden oft große internationale Propaganda-Schlager gemacht. Ein jüngeres Beispiel liefert die WTG-Zeitschrift "Erwachet" vom 22. Mai 1970 mit der Schlagzeile "Ich war Kommunist". In der Tat wird hier das politische Ziel schlaglichtartig beleuchtet, denn das Weltende wird doch immer wieder verschoben, seit 1799 schon. Es war somit wohl nur "folgerichtig", wenn jemand im Bezirk Dresden auf die Vorhaltung, die Behauptung politischer Neutralität von WTG und Zeugen Jehovas sei bei ihrem Antikommunismus nichts als Lüge und Heuchelei, Verstellung und Täuschung, einfach antwortete, das könne nicht anders sein, die Verkündigung müßte sich gegen den Kommunismus wenden. Sicherlich war sich der Betreffende der Tragweite dieser Antwort nicht bewußt Er hat wohl auch kaum die objektive politische Funktion der WTG durchschaut, die man mit Sicherheit nur "an ihren Früchten" erkennen kann, d. h. an dem, was sie sozialpolitisch bewirkt.

Wir können also festhalten, was die politische Bedeutung der WTG betrifft, daß sie von Anfang an angetreten ist dazu beizutragen, jedes soziale oder revolutionäre, auf Verbessern oder gar Verändern der Verhältnisse gerichtete Denken und Handeln unter den Christen zu verhindern oder wieder auszulöschen. Diese politische Wirkung ihrer Tätigkeit kann zwar bestritten, aber nicht widerlegt werden.

Aus der Asche von zwei durch die kapitalistischen Hauptländer entfesselten Weltkriegen hat sich der Sozialismus zu dem erhoben, was er jetzt im Weltmaßstab ist. Mit dem wütendsten und gehässigsten antikommunistischen Gekläff wie "wilde Tiere hinter dem Eisernen Vorhang" oder "Rote Faschisten" hat die WTG das in ihrer haltlosen Endzeitverkündigung begleitet. Was wäre, hätte man sie seit 1914 nur ernst genommen? Die Nationen lägen womöglich heute noch in der Agonie des ersten Weltkrieges. Andererseits gäbe es keine Arbeiterbewegung und nichts, was sie in vielen sozialen Kämpfen errungen und erzwungen, geschaffen und aufgebaut hat. Es gäbe nicht die geringste soziale Veränderung in der Welt, keinerlei sozialen Fortschritt, geschweige denn die sozialistischen Länder. Die Menschen wären zu sozial tatenlosem Hoffen und Harren von einem haltlosen Weltendeversprechen zum anderen verdammt und verurteilt, immer im Namen Gottes und Christi natürlich, ohnmächtig dem herrschenden kapitalistischen Kolonial- und Ausbeutungssystem ausgeliefert. Die Gründer und Förderer von Organisationen und Gemeinschaften machen sich sehr wohl Gedanken über Bedeutung, Ziel und Auswirkung dessen, was sie da gründen und fördern! Wenn sie das auch verschweigen Doch "an den Früchten" kann man es erkennen.

Der 60. Jahrestag der Oktoberrevolution für Christen ein fundamentaler Anstoß
Nach dem Endzeitbankrott von 1975 einfach zu erklären, "im Herbst 1975 ist nichts passiert, es hätte einfach nicht anders kommen dürfen" (WTG-Kongresse 1976), ist bei der Bedeutung dieser Verkündigung, wenn man sie ernst nimmt, eine Verantwortungslosigkeit, Gewissenlosigkeit und Skrupellosigkeit ohnegleichen. Denkt man an das Elend, an die Armut, an den Hunger und all die anderen sozialen Fragen, die man anpacken muß, sollen nicht Jahr für Jahr weitere ungezählte Menschen einfach zugrundegehen, dann müßte man die WTG für ihre falsche Prophetie von 1975 hinwegfegen Natürlich spricht sie die Elenden und Armen immer wieder in "ergreifender Weise" an. Aber wie denn! Damit sie sich regen und erheben und ihr elendes Los abschütteln Sozialpolitisch entrechtet und entmachtet werden sie durch die WTG verdammt dazu, sich von den WTG-Weltendeverkündigungen Generation um Generation hinhalten zu lassen! Wer will denn das bestreiten! Daß die Mehrheit aller Menschen diese Verkündigung nicht annimmt, weil sie nicht ernstzunehmen ist, ändert nichts an dem verantwortungslosen Charakter solcher Verkündigung.

Wie wurde das Verlangen noch sozialer Gerechtigkeit, wie wurden die hohen Ideale christlicher Nächstenliebe durch die haltlose Endzeitverkündigung "an alle Menschen" in irreale Bahnen gelenkt und für antikommunistische politische Zwecke mißbraucht! Wie gut, daß der WTG darin nur verhältnismäßig wenige Menschen gefolgt sind und daher die negativen Auswirkungen dessen nur gering waren, wiewohl schlimm genug für die Betroffenen wenn sie am Ende ihres Lebens, manchmal erst auf dem Sterbebett, alles begriffen. Die WTG gleicht in sozialer Hinsicht buchstäblich dem Priester und Leviten im Gleichnis Jesu vom barmherzigen Samariter, die an dem Elenden tatenlos vorübergingen.

Bei der sozialpolitisch antikommunistischen Bedeutung der haltlosen Endzeitverkündigung muß es zur Konfrontation mit dem seit 1917 zur Realität gewordenen Sozialismus und Kommunismus kommen. Der 60. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution straft die Endzeitverkündigung allein schon über zwei Generationen Lügen, wenn wir nur die zwei Generationen von 1917 bis 1977 sehen, ohne die Generationen, denen die WTG vor 1914 das Ende zu ihrer Lebzeit gepredigt hatte. Ist doch die Endzeitpredigt das Wesen dieser Verkündigung, womit sie steht oder fällt. Niemand lasse sich das von der WTG im Sinn verdrängen! Alles andere steht oder fällt damit! Der 60. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution 1977 lehrt, wie richtig es war und ist, auf die WTG und ihre Endzeit nicht zu hören, sie darin nicht ernstzunehmen, sie vielmehr zurückzuweisen und die Menschen entgegen der WTG und Zeugen Jehovas zu lehren, alle sozialen Probleme eher rechtzeitig anzupacken, um sie zu lösen. Andernfalls würden wir heute nicht in einem sozialistischen Land leben, in dem wir Arbeit und Brot und soziale Sicherheit haben. So sehen die Konsequenzen aus!

Eine Bibelauslegung, die darauf hinausläuft, den, der sie annimmt, zur Tatenlosigkeit zu verdammen, in seiner sozialen Verantwortung zu lähmen, ist politischer Bibelmißbrauch. Sie steht im Widerspruch zu dem biblisch verbrieften Auftrag und Recht für alle Menschen, unabhängig vom Glauben, "sich die Erde untertan zu machen", d. h. das menschliche und soziale Leben selbst zu gestalten. Die antikommunistische und immer wieder verschobene und umgedeutete Endzeitverkündigung ist darum in Wahrheit eine Verantwortungslosigkeit vor Gott und den Menschen.

So lehrt der 60. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution Jehovas Zeugen, wenn sie aufrichtige Christen sein wollen, die bankrotten Endzeitlehren aufzugeben, ihre soziale Pflicht und Mitverantwortung als Christen zu begreifen und nach ihrem Vermögen - niemand kann allein auf der Welt leben - ihren Anteil beizutragen. Das betrifft die großen, alle bewegenden Fragen sozialer Gerechtigkeit und des Friedens und eines menschenwürdigen Daseins für alle, wie auch die kleinen bis alltäglichen zwischenmenschlichen Beziehungen. Der nun entgegen aller bisherigen WTG-Endzeittermine, im Namen Gottes verkündigt und daher den Namen Gottes hierfür mißbrauchte, erreichte 60. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution erweist, daß die WTG nur als Endzeitbankrotteur betrachtet werden kann, der selbst an seine Termine nie glaubte, die er andere glauben machte, indem er sie immer wieder "rechtzeitig" verschob und verschiebt. Die Bedeutung einer Endzeitverkündigung ist viel zu ernst, als daß man der WTG verzeihen könnte, damit die Menschen laufend irrezuführen. Alle Aufrichtigen müssen darum aufhören, der WTG weiter zu folgen, den Weg freien Christentums suchen und entschlossen beschreiten.
F. F.

WENN IHR NUR EURE BRÜDER GRÜSST, WAS TUT IHR DA BESONDERES?
Beitrag zum Dienst am Wort als freier Christ - 7
So spricht der Herr: "Wenn ihr in meinem Worte bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch freimachen." -
Joh. 8: 32,33
Der letzte Beitrag endete mit einer Gedankenfolge zu den Worten Jesu Christi, wie sie in Matth. 5, 17-18 zu lesen sind. Also, der Herr sagte, daß er nicht gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen, sondern zu erfüllen. Ja, er warnt nachdrücklich davor, das Gesetz teilweise und ganz als erledigt anzusehen und es außer Kurs zu setzen. Wie ist das zu verstehen?

Richtunggebend für die weitere Betrachtung ist das Wort des Herrn nach Matth. 5,20 wo es heißt: "Denn ich sage euch: Wenn nicht eure Gerechtigkeit vorzüglicher ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen." Im Anschluß daran, beginnend mit dem Vers 21 bezieht sich der Herr auf einzelne Wortlaute der Gesetzgebung und der dazu erlassenen speziellen Vorschriften und nimmt seinerseits Stellung dazu. Er macht deutlich, daß die Übertretung oder Verfehlung gegenüber dem Gesetz weit eher beginnt als im perfekten Vergehen Das war das erste Bemühen des Herrn begreiflich zu machen, daß die Erfüllung des Gesetzes einer veränderten Gesinnung als Voraussetzung bedarf.

Worin kommt die veränderte oder neue Gesinnung zum Ausdruck? Ohne Umschweife läßt sich die Frage damit beantworten, was Jesus deutlich macht, als er bezüglich des vornehmsten Gebotes konsultiert wurde. Wir lesen in Matth. 22,36-40: "Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz Er aber sprach zu ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken. Dies ist das erste und größte Gebot. Das zweite ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten." (Zür. Übers.) Es war nicht das einzige Mal, daß der Herr nach dem vornehmsten oder größten Gebot befragt wurde, aber jedesmal war sein besonderer Hinweis, daß in der Nächstenliebe die Erfüllung des Gesetzes liege. Mehr noch, daß darin zum Ausdruck kommt "in welchem Maße die Liebe zu Gott vorhanden ist. Denselben Gedanken bestätigen die Apostel in ihren Briefen in vielfacher Weise.

Diese Frage stellte ein Gesetzeskundiger an Jesus, um ihn herauszufordern. Er beantwortete sie mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Es steht in Luk. 10,25-37 geschrieben Es ist so bekannt, daß sein Wortlaut hier nicht zitiert zu werden braucht. Bezeichnend ist, wie der Herr die Verhaltensweisen der Beteiligten kennzeichnet! Ein Priester und ein Levit (Priesteranwärter) gehen kalt und ohne jegliche Regung von Mitleid und Hilfsbereitschaft im Herzen an dem Unglücklichen, in Lebensgefahr Schwebenden, vorüber. Gerade sie, die des Gesetzes kundig sind und beauftragt, im Namen Gottes das Volk zu lehren und hinsichtlich der Erfüllung des Gesetzes anleiten sollen. Ist es da verwunderlich, daß der Herr sagte: "Wenn es mit eurer Gerechtigkeit nicht weit besser bestellt ist, als mit der der Pharisäer und Schriftgelehrten, werdet ihr nicht ins Himmelreich eingehen?" Ein Samariter aber, ein Mensch von denen, die sowohl von der Geistlichkeit wie auch vom ganzen Volk der Juden verachtet wurden, erbarmte sich - ohne danach zu fragen, w e n er vor sich hatte - und tat, was sein Herz (auf Grund seiner Gesinnung) ihm gebot. Kann ob dieses Beispiels die Frage nach dem Nächsten noch entstehen? Hat der Herr nicht deutlich gemacht, daß j e d e r jedermanns Nächster ist?

Jesus läßt es nicht bei der Nächstenliebe bewenden, sondern steigert seine Ausführungen dahingehend, daß er gebietet, auch die Feinde zu lieben. So lesen wir ab Vers 38 im 5. Kapitel des Matthäus-Evangeliums, daß wir nicht nach dem Grundsatz handeln sollen, "Wie du mir so ich dir", sondern Unrecht und Übervorteilung über uns ergehen lassen sollen, ohne uns gleichermaßen zu revanchieren. Und im Vers 44 heißt es: "Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, bittet für die, die euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist." Mit diesen Worten offenbarte der Herr sein eigenes Charakterbild und unterstrich es immer wieder durch seine Haltung und Handlungen bis zu seinem Tode.

Wir nun, die wir ihm nachfolgen wollen, kommen nicht umhin, uns mit derselben Gesinnung und Handlungsweise auszuweisen, wenn wir als Gotteskinder angesehen werden wollen.

Was ist Feindesliebe? Diese Frage haben sich schon viele gestellt. Wie auch die Antwort ausgefallen sein mag, so sei hier festgestellt: Was der Herr in dieser Beziehung von seinen gleichgesinnten Nachfolgern verlangt, ist gar nicht so absurd, wie es mitunter hingestellt wird. Um eine reale Vorstellung von der Feindesliebe in der Praxis zu bekommen, muß man erst einmal Klarheit über den Begriff, d. h. Form und Inhalt der Liebe selbst haben. Wissen wir Menschen überhaupt, was Liebe ist und worin sie zum Ausdruck kommt? Bestenfalls kennt und weiß der Mensch, was er liebt, nämlich sich selbst und alles, was ihm sein Leben noch seinen Wünschen und Vorstellungen verschönt. Diese Liebe ist aber mehr ein Begehren, das sich bis zur Schwärmerei oder hellen Begeisterung steigern kann. Wenn man es auf einen kurzen Nenner bringt: Liebe um seiner selbst willen. Natürlich verschließen wir die Augen vor Mutterliebe und anderer mitunter selbstloser Hingabe nicht.

Liebe, wie sie der Herr lehrte und praktizierte und wie wir sie täglich von Gott erfahren, ist keine Gefühlsregung im Dienst der Eigenliebe, sondern basiert auf einem Bedürfnis uneigennützigen Wohlwollens und barmherziger Nachsicht und Hilfsbereitschaft. Darin lassen sich a l l e Menschen einbeziehen Verständlicher wird diese Einstellung, wenn man sich erinnert, was der Apostel Paulus über die Liebe schreibt und wie er sie charakterisiert: "Die Liebe ist langmütig, ist gütig, die Liebe neidet nicht, die Liebe tut sich nicht groß, sie bläht sich nicht auf, sie gebärdet sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihrige, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit, sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles." 1. Kor. 13,4-7. Knüpfen wir wieder an den Faden der Bergpredigt an, so verstehen wir, was der Herr meint, wenn er sagt: "Denn wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, was für einen Lohn habt ihr da? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonders? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr aber sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist." Matth. 5, 46-48.

Was meinte der Herr mit "vollkommen"?
Gerade dieser Begriff wird so ausgiebig zu undurchsichtigen und unvorstellbaren Beschaffenheitserklärungen gebraucht, daß darüber hinaus noch aller Illusionstheorie Tür und Tor offen stehen. Der Fehler liegt offenbar darin, daß der Begriff Vollkommenheit auf die physische Substanz des Wesens anstatt auf die geistigen Willens- und Verhaltensregeln angewandt wird. Der Zusammenhang, in dem der Herr die dem Vater eigene Vollkommenheit als erstrebenswert empfiehlt, gibt schon die Richtung an, auf die sie sich bezieht. Heißt es doch im Vers 45: "Denn er läßt seine Sonne aufgehen über Gute und Böse und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte." Zusammengefaßt heißt das: Er schließt niemand aus, so sollt auch ihr niemand ausschließen.

Im 6. Kapitel des Matthäus-Evangeliums fährt der Herr fort, fruchtbringende Verhaltensregeln zu erteilen, die geeignet sind, einen Anteil am verheißenen Himmelreiche zu haben. Er spricht das Heuchlertum, die Scheinheiligkeit an, vor der er warnt. "Habet Acht, daß ihr eure Gerechtigkeit nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden, wo nicht, so habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater in den Himmeln." Vers 1. Als Beispiele nennt er das Almosengeben, das Beten und das Fasten. In allen drei Beispielen lautet sein Urteil: Sie haben ihren Lohn dahin! Es lohnt sich, eingehend zu lesen und darüber nachzudenken, was der Herr dazu bis zum 18. Vers zu sagen hatte. Daran hat sich nichts geändert. Wir sind heute damit genauso angesprochen wie damals das Volk der Juden. Folglich ergibt sich auch für uns dieselbe Konsequenz. Geltungsbedürfnis, Selbstgefälligkeit und eingebildete Selbstgerechtigkeit sind keine Grundlagen für die Nachfolge Jesu.

Deshalb lautet seine Einladung: "Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach." Matth. 16.24. Selbstverleugnung ist das gerade Gegenteil von öffentlich zur Schau getragener Frömmigkeit. - (Fortsetzung der Betrachtung in der nächsten Ausgabe von CV)

ZUSCHRIFTEN /INFORMATIONEN/BERICHTE
Zeitungswitz in Studiengruppe als ernste Mahnung "verkauft"
In der "Tribüne" Nr. 233 vom 26. 11. 1976 wurde in der Witzspalte folgende Kuriosität zum Besten gegeben:
Transfusion
Wegen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit wurde in Turin ein Fabrikant bestraft. Vor Gericht entschuldigte er sich: "Bis vor einem Jahr fuhr ich ganz vernünftig. Nach einer Bluttransfusion trat dann eine Wandlung ein. Wie ich erfuhr, war der Spender ein - Rennfahrer."
Natürlich ist ein Zusammenhang zwischen der Transfusion des Blutes eines Rennfahrers und der danach begangenen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beim Autofahren genauso absurd und unmöglich, wie wenn man glauben wollte, wenn ich einem Hund ein Katzenfell überziehe, müßte er miauen. Wäre das nicht ein erschreckendes Glaubensniveau?

Dennoch wurde dieser "Tribüne"-Witz ernsthaft als Warnung vor Bluttransfusionen unter Jehovas Zeugen auf den Weg gegeben, man wisse doch nicht, wer und was der Spender sein könnte und könnte also als Kraftfahrer gegen einen Baum fahren. So geschehen im November 1976 in der WTG-Studiengruppe Dresden-Zschachwitz. Auch so kann man natürlich die Zeitung lesen.

CV häuft an, bis es in eine neue Qualität umschlägt
Angeregt durch CV habe ich mitunter Gespräche mit Zeugen Jehovas gesucht. Ich wollte sehen, ob sie wirklich glauben, was in CV über die "WTG" ohne Zweifel als haltlos aufgedeckt wird. Wie sie z. B. immer wieder mit einem neuen Weltendedatum "angekurbelt" wurden oder nicht begreifen, daß Antikommunismus keine politische Neutralität ist oder ob sie wirklich bedenkenlos der "WTG" gehorchen. Die Bilanz ist für mich mehr als erschütternd. Ich stellte fest, daß sie, abgesehen von einigen "schwarzen Schafen", gutwillige, ehrliche, meist einfache und leider zu wenig gebildete Menschen sind, soweit es um die Wahrheit über die "WTG" geht. Sicher, wir alle kommen ungebildet auf die Welt und müssen durch Belehrung und Erfahrung, durch Lernen, Arbeiten und nochmals Lernen und Erfahren unsere kindliche Einfalt, die uns alles glauben läßt, ablegen und überwinden, erwachsen werden, um zu begreifen, wie alles wirklich ist. Auch die Bibel verlangt, "kindliches Wesen" abzulegen und "zur Mannesreife" heranzuwachsen. Ich habe den Eindruck. daß die "WTG" die Bibel entstellt, um bildungsmäßig niederzuhalten, damit ihre Unglaubwürdigkeiten nicht erkannt werden können. Aber christliche Demut, Schlichtheit, Milde, Gläubigkeit und Einfachheit oder "Einfalt" bedeuten doch nicht, Ungereimtes und Absurdes glauben zu müssen. Etwas nicht zu wissen, ist andererseits noch keine Schande, wenn man bisher mangelhaft informiert wurde. Nur wenn man Einsicht bewußt verweigert, wird es unverzeihlich. Darum denke ich daß durch CV Wissen und Erkenntnis über die "WTG" aufgehäuft werden, bis es eines Tages in Sinn und Denken umschlägt in eine neue Qualität des Denkens und Handelns.
-eingesandt-

DAS WORT DER WAHRHEIT RICHTIG DARBIETEN
Liebe Leser
Mit dem für Christen verbindlichen Wort des Apostels Paulus in 2. Tim. 2:15, wo es heißt, "Sei eifrig bestrebt, vor Gott als bewährt dazustehen, als ein Arbeiter, der sich seiner Arbeit nicht zu schämen braucht, da er das Wort der Wahrheit richtig darbietet; möchten wir diese CV-Ausgabe schließen.
In christlicher Verbundenheit
Eure Brüder und Schwestern und alle
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
CV-Leitung Gera/Thür.
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"Christliche Verantwortung"; Monatsschrift der Studiengruppe Christliche Verantwortung. Herausgeber: Wolfgang Daum, DDR 65 Gera, Otto-Dix-Straße 6. Preis: M 0,20 Jahresabonnement M 2,-. Versand auch kostenlos.
Kto.-Nr.: 4562-43-8015 bei Kreis- und Stadtsparkasse Gera

A 4096-77 V 7 1 487

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