Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 55

Es ist schon bald nicht mehr zählbar, wie oft in der CV das Problem Geldtransfer durch Jehovas Zeugen, angesprochen wurde. Will man den Grundsatz, dass der "Ton die Musik" macht, dabei noch mit zur Anwendung bringen, dann ergibt sich ein düsteres Szenario. Handfeste Drohungen direkter und indirekter Art. Das ist die Substanz der diesbezüglichen Ausführungen. Der DDR-Staat muss es offenbar nötig gehabt haben. Seine Schergen in seinem Dienst, wollten gut leben. Also brauchten sie Buhmänner. Das Thema Geldtransfer war für sie ein solch ergiebiges, bis zum Überdruss ergiebiges Thema.

"Diplomatie oder Konfrontation"? das ist auch im Falle der zeitgenössischen Einschätzung von CV die Frage.

Leute, die die "Weisheit mit Löffel gegessen" haben, wie der Heidelberger Theologieprofessor B..., möchten es aus heutiger Sicht gerne so interpretieren, dass es im Falle CV, und genauer, überhaupt im Falle "DDR", nur eines hätte geben dürfen: Konfrontation und nochmals Konfrontation. Wie man weiß war die Wirklichkeit etwas differenzierter. Jene Möchtegerne-Konfrontäre waren zur fraglichen Zeit nicht immer die "gefragtesten". Auch die evangelische Kirche in der alten Bundesrepublik stand schon zeitgenössisch vor der Frage. Wie soll sie die CV einschätzen. Wichtiger noch. Wie soll sie diese ihre Einschätzung in der Öffentlichkeit artikulieren. Ihr damals zuständiger Referent, Dr. Hans-Diether Reimer entschied sich offenbar für den Weg der "Diplomatie", für das "durch die Blume durchblicken lassen", des zu kritisierenden. In Heft 5/73 des "Materialdienstes" war sein diesbezügliches Statement abgedruckt, dass in dieser CV-Ausgabe genüsslich zitiert wird.

Die Konfrontäre hatten und haben sicherlich keine "Freude" an dieser Stellungnahme. Indes auch das sei noch gesagt. Zeitgenössisch schwiegen die Zeugen Jehovas und ihre genannten Hilfstruppen dazu. Ergo haben sie sich selbst des Rechtes beraubt, heute nun diesbezüglich groß in "Entrüstung" sich zu produzieren.

CV Christliche Verantwortung

Informationen zu christlichem Wandel und vermehrtem Verständnisvermögen
- 1. Thess. 4:12, 1. Kor. 14:20
Begründet 1959 von Willy Müller, GD, Gera/Thür., DDR

DER ZWECK DIESER ZEITSCHRIFT
ist freie, christlich und menschlich verantwortungsbewußte lnformation zu Verkündigung und Organisation der Zeugen Jehovas und ihrer Leitenden Körperschaft, der Wachtturm-, Bibel- und Traktat-Gesellschaft, (WTG) und WTG-bedingten Konfliktlage der Zeugen Jehovas in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung Die Vielseitigkeit der Darlegungen in CV widerspiegelt diese Situation und weist Wege zu ihrer Lösung. -
Wir rufen zur Mitverantwortung und Mitarbeit

Nr. 55 Gera Januar 1974

Christliche Verantwortung Jahrgangsmäßig zusammengefasst 1974

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