Kommentar zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 32

Die wenigsten werden darauf geachtet haben. Ohne Erläuterung weist die CV ab dieser Ausgabe eine neue Kontonummer auf. Der Leitartikel ist (zum letzten Mal) noch mit Willy Müller gezeichnet. Am Ende dieser CV-Ausgabe taucht ein neuer Hinweis auf, über ein Büro der Studiengruppe "Christliche Verantwortung". Das war's dann aber auch schon. Keine näheren Erläuterungen. Auch in den nachfolgenden Ausgaben nicht. Man erinnert sich: Über den Personalwechsel bei der WTG von Franke zu Kelsey hatte die CV halb im Nebel herumstochernd, dennoch mit "großartigen" Schlagzeilen aufgemacht. Man ist geneigt ihre eigene Schlagzeile auch auf sie selbst anzuwenden. Die müsste dann (leicht abgewandelt) lauten: "Willy Müller, Begründer der CV, wegen Differenzen mit DDR-Bürokraten, seines Amtes enthoben!"

In dieser CV-Ausgabe wird auch kommentiert:
In "Erwachet" Nr. 16 vom 22. 8. 69, werden die jungen Br
uder und Schwestern daran erinnert, "daß dieses verderbte System in einigen wenigen Jahren enden wird" und daß sie deshalb in diesem System "nie alt werden". Sie werden also auch nie das Ende einer beruflichen Laufbahn erreichen, wenn diese viele Jahre erfordert, die ihnen dieses System in dieser Endzeit bietet.

Dazu vermerkt der Artikelschreiber ergänzend:
Im Jahre 1924 gab man den Brüdern und Schwestern den gleichen Rat, weil 1925 dieses System enden sollte. Man gab sogar noch den Rat, keine Versicherungsbeiträge, wie Altersrente usw. mehr zu zahlen. da dies zwecklos sei. Diese Brüder hatten dann nach 1925 den Schaden, den sie erlitten, selbst zu tragen. Trotzdem sie den Rat der WTG-Leitung befolgten, entschädigte man sie nicht und hatten im Rentenalter dann den Schaden bis an ihr Lebensende zu spüren. Mir persönlich sind solche geschädigten Brüder bekannt geworden. Weil man ihre Briefe nicht beantwortete, fuhr man persönlich nach Magdeburg in das Zweigbüro und trug ihnen dort die Notlage, in die sie geraten waren, vor. Die Antwort war: "Es tut uns leid, lieber Bruder, aber wir glaubten, euch damit zu helfen, daß es anders kam, ist der Wille des Herrn, das System sollte eben noch nicht zu Ende sein. Leider können wir dir hier auch nicht helfen. Übrigens hättest du es ja auch nicht tun brauchen, unseren Rat zu befolgen, es war ja unser Rat und nicht der Rat des Herrn. Vielleicht kann euch die Gruppe eurer Stadt ab und zu etwas geben, es darf aber nicht aus der "Guten Hoffnungskasse" genommen werden, sondern muß gesondert gesammelt werden. Dies ist der Rat, den wir dir erteilen können. Wir hoffen, daß du dort Erfolg haben wirst.


CV Christliche Verantwortung
Informationen der Studiengruppe Christliche Verantwortung
Konto-Nr. 4562-43-8015 bei der Kreis- und Stadtsparkasse Gera

Nr. 32 Gera Mai 1970

CV - ihr Zweck
Christliche Verantwortung leitet an zu rechtem Forschen in der Heiligen Schrift und zu verantwortungsbewußtem Verhalten als Christ und Bürger. Übereinstimmend damit befaßt sich CV mit Verkündigung und Organisation der Wachtturmgesellschaft. CV ist hier die erste Schrift verantwortungsvoller freier Diskussion für alle Versammlungen der WTG und ihrer einzelnen Glieder. Ehemalige möchten ihre Erfahrungen in CV kundtun, um zu helfen.

Das Sektentum - seine Kennzeichen - sein Nährboden und seine Überwindung. Eine Studie, geschrieben für die Brüder und Schwestern in der Wachtturm-Organisation
Liebe Brüder und Schwestern!
Vorausschicken möchte ich, daß ich mit dem Begriff "Sekte" nicht eine so leicht dabei herausgehörte Abwertung ihrer Anhänger verbinde, sondern ihren armen Opfern die Realität und das Ausmaß ihrer Gebundenheit vor Augen zu führen. CV ist immer von dem Grundsatz ausgegangen: Irrende und Irregeführte brauchen nicht Schläge, sondern Hilfe in aller Liebe.

Daß sie diese angebotene Hilfe annehmen, setzt voraus, daß sie ihre Hilfsbedürftigkeit erkennen. Darum ist es nötig, die folgenschweren Tatsachen aufzuzeigen. Nun ist es mein Gebet und meine Hoffnung, daß das Wort sich erfüllen möchte: "Der Kluge sieht die Gefahr und birgt sich" (Sprüche 27:12, Menge). Ich will hier nicht über die Gemeinde X sprechen, ob sie als eine Sekte zu gelten hat oder nicht, sondern nur die Brüder und Schwestern in der WTG anregen, darüber nachzudenken, ob ihre Organisation als eine Sekte zu gelten hat oder nicht. Ich will dein Leser einen Maßstab in die Hand geben, der ihn befähigen soll, von Fall zu Fall zwischen Sekte und wahrer Christengemeinde zu unterscheiden.

Was ist überhaupt eine Sekte? Viele redliche Christen wurden schon als Ketzer und Sektierer angesehen und behandelt. Andererseits konnten zu allen Zeiten des Christentums und durchaus auch in unseren Tagen christliche Leute unbiblische Lehren verbreiten, ohne daß auch nur der Schatten eines leichten Verdachtes auf sie fiel, sie könnten Sektierer sein. Diese Tatsache verrät allzu deutlich die allgemeine Unklarheit in dieser Frage.

Die wichtigsten Definitionsversuche (Begriffsbestimmung)
1. Man hat gefragt, ob die Bibel uns nicht einen klaren Hinweis darüber gibt, was eine Sekte ist. - Im alten Testament ist weder über den Begriff noch über die Sache etwas ausgesagt. Im neuen Testament wird der Begriff "Sekte" auf drei ganz verschiedene Menschengruppen angewandt:
a) auf die Richtungen der Pharisäer (Apg. 15:5; 26:5; 5:17)
b) auf verderbliche Strömungen, die falsche Lehrer im Raum der christlichen Gemeinden einfuhren würden. (2. Petr. 2:1)
c) von seiten der Nichtchristen auf die Jünger Jesu (Apg. 24:5; 28:22).

Diese sehr begrenzte und zugleich uneinheitliche Verwendung des Begriffes "Sekte" im NT einerseits und das überaus vielgestaltige Bild des heutigen Sektentums auf der anderen Seite, scheint mir eine Klärung vom Gebrauch des Wortes im NT unmöglich zu machen.

2. Manche haben die sehr naheliegende Erklärung für richtig gehalten: Eine Sekte sei ganz einfach die kleine Religionsgemeinschaft im Gegensatz zu großen Christengemeinden Aber hängt denn die Wahrheit von der Masse ihrer Bekenner ab? Darf man etwa von der Größe einer Menschengruppe auf den geistlichen Wert des von ihr vertretenen Glaubens schließen? Sicherlich nicht. Die Wahrheit ist unumschränkt. Sie büßt nichts ein, wenn ihr nur wenige zustimmen, und sie wird nicht wahrer durch den Applaus der vielen. Eine Sekte wird nicht dadurch zur wahren Kirche, daß sie groß wird.
3. Andere sahen das Charakteristische einer Sekte darin, daß sie im Gegensatz zu anderen nicht behördlich anerkannt ist. Aber dieser Maßstab ist nicht richtig, der reicht nicht aus.
4. Es ist versucht worden, das Wesen einer Sekte damit zu erklären, daß sie eine auf freiwilligen Beitritt und freiwillige Opfer begründete Gemeinschaft sei, während man einer Kirche von Haus aus angehört und ihr lebenslänglich eine Steuer zahlt. Jedoch diese Versuche, damit eine Glaubensgemeinschaft in die Reihe der Sekten einzureihen, bleibt ein Versuch, es reicht nicht aus.

Auch von der Wortbedeutung her hat man das Wesen der Sekte zu erklären versucht. Dabei gäbe es zwei Möglichkeiten: Entweder wäre das Wort "Sekte" herzuleiten von dem lateinischen "secare", was abschneiden heißt oder vom lateinischen "sequi", das heißt folgen, nachfolgen, jemanden Partei ergreifen. Dabei kommen wir wohl zu einer formalen, nicht aber zu einer vollen inhaltlichen Erklärung.

Da uns die genannten Definitionsversuche nicht weiterhelfen, werden wir versuchen müssen, einen anderen Weg einzuschlagen, die Frage nach dem Wesen einer Sekte zu lösen. Gibt es etwas, was für Sekten kennzeichnend ist? Ja, es sind vor allem vier typische Erscheinungen, an denen eine Sekte als solche erkannt werden kann.

Vier Kennzeichen einer Sekte
1. Eine zusätzliche Autorität neben der Bibel
Zwar rühmt sich das Sektentum im allgemeinen, besonders bibeltreu zu sein. Jede Bewegung behauptet von sich, die einzige schriftgemäße Lehre zu verkündigen Aber bei genauem Hinsehen wird sofort offenbar, daß ihre Treue nicht der Heiligen Schrift selbst gilt, sondern einer "bestimmten Bibelauslegung". Sie wird in der Regel in ihrer Literatur verbreitet, und ist für alle Glieder verbindlich. Zwar heißt es gern, diese Literatur sei nur als eine Hilfe zum Bibelstudium gedacht. Aber in Wirklichkeit tritt mit ihr doch eine zweite Autorität neben die Bibel. Sie ist nun nicht mehr, das allen genügen müßte, Gottes Wort, die Nebenbibel tritt an ihre Seite.

So ist und gilt für die Glieder der Wachtturm-Organisation die Schriftauslegung der Wachtturm- Literatur als der alleinige Maßstab. Eine Schriftauslegung, die der Wachtturm nicht vertritt, ist von vornherein dem Verdacht ausgesetzt, "eigene Ansicht", Irrlehre oder der eigenen Ehre dienenden Ketzerei zu sein. Sie trägt den Stempel der "Abtrünnigkeit" und bringt den Vertreter dieser nicht linientreuen Schriftdeutung in Gefahr, aus der theokratischen Organisation hinausgeworfen zu werden, was nach Wachtturmdeutung "ewige Vernichtung" in den Flammen des Weltgerichts von Harmagedon zur Folge hat.

Für die Glieder der Wachtturm-Organisation dagegen sind alle christlichen Kreise "Sekten". Nur die Neue-Welt-Gesellschaft ist "Jehovas Volk" und theokratische Organisation. Der Beweis für diese simple Erklärung: Alle christlichen Kreise führen Mitgliederlisten, nur die NWG nicht. Daß sie aber Verkündigerkarteien führen, in denen nicht nur die Personalien, sondern auch die Leistungen im "Felddienst" und Schriftenumsatz erfaßt wird, ist "natürlich eine ganz andere Sache"!

2. Eine Vereinseitigung der Schriftauslegung
Die Wachtturm-Leitung bringt es fertig, unter mißbräuchlicher Verwendung alttestamentlicher, aus dem Zusammenhang gerissene Bibelstellen oder biblische Berichte ganze neutestamentliche Grundwahrheiten niederzureißen Ein Beispiel: Der Wachtturm verweist auf Sprüche 19:17 "Wer sich des Armen erbarmt, gibt dem Herrn ein Darlehen." Der WT-Schreiber baut darauf Gedankengänge, die ein bibelgläubiger Christ nur als einen Schlag gegen die Gnadenbotschaft des Neuen Bundes empfinden kann. Der WT sagt unter Berufung auf die genannte Bibelstelle: "Wenn Jehovas Knechte dem Armen geben, leihen sie in Wirklichkeit ihm . . . und so betrachtet sich Jehova selbst als solchen großherzigen Gebern verschuldet. Und wie zahlt er seine Schuld jenen zurück? Indem er seine Verheißungen an ihnen erfüllt und eine dieser Verheißungen besagt, daß ihre Gerechtigkeit ewiglich währen wird" (WT, 1. 2. 56) Auf nicht weniger leichtfertiger Weise kann der Wachtturm mit ein paar Zahlen des Buches Daniel und einer widerrechtlich damit kombinierten Stelle aus Hesekiel die neutestamentliche Wiederkunftshoffnung bekämpfen, indem er in aller Welt das "neue Evangelium" verbreiten läßt, der Herr Jesus sei 1914 schon unsichtbar wiedergekommen In beiden Fällen setzt sich der WT über das ganze neutestamentliche Zeugnis hinweg, und die Brüder und Schwestern glauben dieser einseitigen Schriftauslegung, weil sie daran gewöhnt sind, die Bibel durch die Brille ihrer Nebenbibel, des Wachtturms, zu lesen.

3. Die Verwässerung der Gnadenbotschaft
Nach Epheser 2:5 und 8, ist ersichtlich, daß Rettung ganz und gar Gottes Gnadengeschenk ist durch Jesus Christus. Die Grundlage dieser Rettung ist keine eigene, menschliche Leistung, keine Stimmung, kein Gefühl, nicht einmal mein Glauben, meine Erkenntnis, meine Umkehr! - Wenn irgendein innermenschlicher Vorgang die Grundlage unserer Errettung sein müßte, wären wir alle verloren. Nun aber hat Gott selbst den Grund zur Rettung gelegt in Jesus Christus. (l. Kor. 3:11) Wir haben also einen objektiven Rettungsgrund. Er liegt nicht in uns, sondern in IHM. Durch Jesus Christus kam Freiheit und Leben durch seine Gehorsamstat. (Rö. 5:12-19). Diese Gabe Gottes ist da. Sie muß weder gesucht, noch gemacht, noch ergänzt werden. Aber sie muß angenommen werden! Und das geschieht mit der Hand des Glaubens. Ergreife ich sie, so ist meine Rettung nicht mein Verdienst, sondern Gottes Gnade.

Zum besseren Verständnis folgendes: Ein Ertrinkender, dem man den Rettungsring zuwarf und der ihn zu seiner Rettung ergriff, kann sich doch nicht rühmen, seine Rettung bewirkt zu haben! Umgekehrt, ergreift er den Ring nicht, so ist es seine Schuld, wenn er ertrinkt. - So ist auch Unglaube schuld - Glaube indes kein Verdienst! Rettungsgrundlage ist die Tat des Retters, nicht mein Zugreifen! Rettung ist und bleibt Gnade!

Nun aber kommt die Wachtturm-Gesellschaft und verlegt die Rettung ins Subjektive (Persönliche). An die Stelle der objektiven (tatsächlichen) Rettungsgrundlage in Jesus Christus, tritt ein menschliches Tun, das zur Rettung förderlich, ja sogar notwendig sein soll. Die WTG-Leitung lockt: Du mußt dich von der Weltorganisation Satans lösen, biblisches Wissen an Hand der Wachtturm-Schriften annehmen, dich Jehova hingeben und als treues Glied der NWG - fleißig "Felddienst" verrichten - von Haus zu Haus und im Straßendienst. Dann wirst du die Schlacht von Harmagedon überleben und in Gottes neue Welt gelangen.

Demnach ist nach den WT-Lehren die Rettung nicht mehr allein aus Gnaden, sondern durch menschliches Handeln zu erwirken. Sie haben keine objektiven Grundlagen der Rettung. Sie liegt bei der WTG nicht mehr in Gott und seinen Rettungstaten, sondern weitgehend in einem innermenschlichen Vorgang, in der Erfüllung einer ethischen, moralischen, religiösen oder kultischen Anforderung und im besonderen im Anschluß an die WTG. Diese hat das Rezept gefunden, das ewige Leben zu erwerben. Die Rettung ist die Antwort Gottes auf die von Menschen vollbrachten Taten (Felddienst, Literaturverkauf). Nach der Schrift ist es aber genau umgekehrt, da geht Gottes Rettungstat voraus. Alle menschlichen Werke für ihn sind Antwort auf die empfangene Gnade und Rettung. Eine solche Umkehrung von Ruf und Antwort kann nicht ohne Folgen bleiben. Wenn eine gewisse menschliche Handlungsweise eine Garantie zur Erlangung der Rettung ist, so liegt es doch nahe, daß die Leitung der WTG als die Führer zur Rettung angesehen werden und die Organisation als "Arche Noahs", worin allein Rettung ist. Dies ist aber eine Verwässerung der Gnade.

4. Die Erhebung der WTG zur Rettungsanstalt
Da die Leitung der WTG das "Allein aus Gnade" verlassen hat, tritt Jesus als Rettungsmittler in den Hintergrund. (1. Tim. 2:5). Da die WTG selbst die neuen Rettungsvoraussetzungen bestimmt, konnte sie entscheiden, was zur Rettung dient, so entscheidet sie nun auch, wer die Rettung erlangt.

"Nur ihr seid es!", sagt die WTG-Führung ihren gehorsamen Schülern. "Nur wir sind es!", so klingt das Echo aus dem Munde der Schüler vielfältig über den Zaun, mit dem sie sich umgeben haben, damit niemand unerwünscht eindringen kann. "Wer zu uns kommt, ist gerettet, wenn er unsere Lehren bedingungslos annimmt!" Alle, die vor dem Zaune stehen, ist "Welt", ist "Babylon" und wird zum Untergang verurteilt.

Eigenartig ist, daß bei der Wachtturm-Führung als Rettungsmittler eine juristische Person ist, die Watch Tower Bible and Tract Society, bzw. der von ihr vertretene Überrest. Die Leitung fordert: "Anerkennung des Mitteilungs- und Verbindungskanals. Durch ihn verkehrt Jehova mit seinem Volk." (WT, 15. 8. 1957, Seite 498). Darum kann der Schreiber des Wachtturms auch sagen: "Jene, die Gott und den gesalbten Überrest preisen, werden gesegnet werden" (WT 15, 1. 57, S. 60). Auf Grund dieser theokratischen Führung und Verbindungslinie zwischen Jehova und der WTG-Leitung, ist die WTG eine theokratische Organisation, die alleinige Rettungsstation für alle, die den Krieg von Harmagedon überleben möchten, das Endgericht Gottes über diese Welt. "Auf Erden ist heute die Neue Weltgesellschaft die einzige Bewegung, die wahre Aufbauarbeit tut. Alle anderen . . . werden ihr Schicksal mit denen teilen, die die Erde verderben . . . sich Ruin und Verderben zuziehen am Tage des Zornes Gottes in Harmagedon" (Neue Himmel und eine neue Erde, Seite 326).

Schlußfolgerung
Aus den gezeigten vier Punkten ist wohl leicht festzustellen, daß die WTG diese voll und ganz erfüllt und deshalb in diesem Sinne zur "Sekte" gerechnet werden muß, obgleich die Führung der WTG dies in Abrede stellt, so beweisen doch die Tatsachen, daß sie niemals die "wahre Kirche" sein können, als die sie gehalten werden will. Diese Darlegung kann wohl von jedem Bruder und jeder Schwester verstanden werden, dazu bedarf es nicht des Heiligen Geistes. Die WTG-Lehrer versuchen Gott und alles Ewige in grober Schwarz-Weiß-Malerei faßlich und dem Verstand des Menschen mundgerecht zu präsentieren. Darum erreichen sie oft gerade die Leute mit ihrer Botschaft, die durch das biblische Evangelium nicht ansprechbar waren. Aber ihre so "klare" Lehre ist und bleibt Irrlehre, weil sie die eine Hälfte der Wahrheit auf Kosten der anderen überbetont. Auch eine halbe Wahrheit ist ein ganzer Irrtum! Eines hat die WTG mit ihrer Vereinseitigung, zusätzliche Autorität neben der Bibel, der Verwässerung der Gnade und die Erhebung ihrer Organisation zur Rettungsanstalt erreicht, die meisten Menschen nehmen ihre Lehre leichter an. Alle vier Kennzeichen sind auf den Geschmack und die Einstellung der Menschen zugeschnitten. Sie sind die starken Waffen beim organisierten Angriff auf die wenig denkenden Massen der christlichen Völker. Diese Blindheit, dieser Unglaube gegenüber der biblischen Wahrheit aber ist geradezu der ideale Nährboden für die irreführende Wachtturmbotschaft. Deshalb, liebe Brüder und Schwestern, ist es erforderlich, in der Aufklärungsarbeit nicht zu erlahmen und alles in aller Liebe zu tun, um den Irregeführten zu helfen. Ein jeder ist aufgerufen mitzuhelfen und nicht mehr abseits zu stehen, ganz gleich, ob in- oder außerhalb der WTG.
Es grüßt Euch in brüderlicher Verbundenheit
Brd. Willy Müller
65 Gera, Lutherstraße Nr. 16 und Mitverbundene

Erwartungsvolles Hoffen in bezug auf 1975 ist dies biblisch begründet?
(5. Fortsetzung)
Die dritte Enttäuschung: 1925
Lieber Werner, wir setzen heute unser Antwortschreiben fort und hoffen damit die versprochenen Beweise Dir gegeben zu haben, die sich allerdings noch weiter ausbauen ließen, dazu aber leider der Platz in CV nicht ausreicht. Nichts beweist schlagender, daß die Wachtturm-Gesellschaft mit ihren Endzeiterwartungen für 1914 und 1918 total Schiffbruch erlitt, als die Tatsache, daß sie dasselbe Weltende-Programm wieder für das Jahr 1925 auf die Tagesordnung setzte:

1925 Verherrlichung der Gemeinde und Beginn des Königreiches auf Erden: "Der Gedanke ist der, daß das Jahr 1925 einen Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte bringen werde . . . das messianische Königreich . . . auf der Erde." (Das goldene Zeitalter, Jahrgang 1924) - l925 Ende der großen Drangsal: "Wir erwarten mit voller Gewißheit, daß die jetzige große Drangsal im Jahre 1925, etwa im Herbst, ihren furchtbaren Höhepunkt erreicht und alsdann zum endgültigen Abschluß kommen wird" (Das Goldene Zeitalter, 1924 - Ausgabe vom 15. 3.).

1925 geschah nichts, aber auch nichts, was die WTG mit so großer Sicherheit in Wort und Schrift prophezeit hatte. Urteile selbst, lieber Werner, ob dieser "kollektive Prophet" sich als wahrer oder falscher Prophet erwiesen hat. Entscheide selbst, ob es nicht in besonderer Weise ein Wort Gottes für Dich und alle Zeugen Jehovas ist im Hinblick auf die Prophezeiungen für 1914, 1918 und 1925: "Wenn der Prophet im Namen Jehovas redet (und das tat er), und das Wort geschieht nicht und trifft nicht ein (so war's doch!), so ist das das Wort, welches Jehova nicht geredet hat; mit Vermessenheit hat der Prophet es geredet, du sollst dich nicht vor ihm fürchten." (5. Mose 18:21, 22).

Kurzer Rückblick - was geschah nach 1925?
Daß auch nach 1925 wieder "einige", "etliche" und "die Gesalbten" im allgemeinen in vielen Wachtturm-Artikeln die Schuld an der falschen Erwartung bekamen, war schon Methode geworden bei der WTG-Leitung. Wir werden Dir, lieber Werner und Deinen Brüdern und Schwestern in der Organisation den Beweis erbringen, daß die "leitende Körperschaft" und ihre Vertreter Euer Vertrauen rücksichtslos mißbraucht haben. Anhand ihrer eigenen verbreitenden Schriften werden wir nachweisen, daß sie Euch die Unwahrheit gesagt hat, wenn sie mit den Erwartungen für 1925 gar nichts zu tun haben will, indem sie vorgibt, davor gewarnt zu haben, und indem sie "den Gesalbten im allgemeinen" die Schuld gibt. (Jenen Gesalbten also, die sie zu vertreten behauptet … ) Die Wachtturrn-Leitung ist verantwortlich, nicht die Glieder Der nachfolgende Auszug aus dem "Goldenen Zeitalter" (heute Erwachet) von 1924 beweist schlagend, wie schon kurz angeführt, daß es die WTG war, die die kühnen Prophezeiungen für 1925 ausgesprochen hat. Es heißt hier: "Wir erwarten mit voller Gewißheit . . ." "Wir erwarten mit absoluter Zuverlässigkeit . . ." Wir, das ist aber die Herausgeberschaft, die verantwortliche "Wachtturm-Bibel- und Traktat-Gesellschaft" selbst. (Das Goldene Zeitalter vom 15. März 1924, Artikel: "Weltwirtschaft und Schöpfung").

Vielleicht sagst Du, lieber Werner: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, und ein Zitat, vielleicht aus der Feder des damaligen Zweigdieners und verantwortlichen G. Z. Redakteurs, beweist noch nicht völlig, daß die Watchtower-Society in den USA das auch wirklich gelehrt hat. Darum bringen wir noch zwei Auszüge aus einem von der Gesellschaft in den USA publizierten Werk, betitelt: "Der Weg zum Paradies", erschienen 1924. Dort ist zu lesen auf Seite 214: "das bürgerliche zivile Jahr der Juden beginnt im Herbst, ungefähr an unserem 1. Oktober Das Jahr 1926 wurde darum ungefähr am 1. Oktober 1925 beginnen. Es würde darum ganz vernünftig sein, zu erwarten, daß kurz nach diesem Zeitpunkt die Gnade Gottes zum jüdischen Volke zurückkehrt." Auf Seite 215:

"… Wir sollten darum kurz nach 1925, dem letzten vorbildlichen Jubeljahr die Auferweckung von Abraham, Henoch, Noah, Melchisedek, Abraham, Isaak, Jakob, Hiob, Moses, Samuel, David, Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Daniel, Johannes dem Täufer und vielen anderen erwarten, die im 11. Kapitel des Hebräerbriefes erwähnt werden.

Diese werden gewissermaßen auf der Erde den Kern des neuen Königreiches bilden. Eines der ersten Dinge, die geschehen müssen, wird sein, Jerusalem zur Hauptstadt der Welt herzurichten, das wird ein großes Werk sein.. ." Wie überzeugt (?) der damalige Präsident, Richter Rutherford, selbst war (oder doch zu sein schien), daß 1925 die von der WTG vorhergesagten Dinge kommen würden, zeigen seine Ausführungen in der bekannten Broschüre: "Millionen jetzt Lebender werden nie sterben"' (In diesem Buche wird sogar das, was nach 1925 kommen soll, in schillernden Farben bekanntgemacht). Auch rechnet der Präsident selbst seinen Lesern sogar den chronologischen Beweis dafür vor. Er schreibt:

". . . Schriftstellen zeigen, daß 70 Jubeljahre gehalten werden sollten (Jer. 25:11; 2. Chr. 36:17-21). Eine einfache Berechnung dieser Jubeljahre bringt uns zu dieser wichtigen Tatsache: 70 Jubeljahre zu je 50 Jahren würde uns zu einer Gesamtzahl von 3500 Jahren bringen. Da diese Zeitperiode 1575 vor dem Jahre 1 beginnt, würde sie notwendigerweise im Herbst des Jahres 1925 zu Ende gehen, zu welcher Zeit das Vorbild endet und das große Gegenbild beginnen muß. Was sollten wir also zu jener Zeit erwarten? Im Vorbilde mußte eine volle Wiederherstellung stattfinden, daher muß das große Gegenbild den Beginn der Wiederherstellung aller Dinge markieren. Das menschliche Geschlecht zum Leben zurückzubringen ist es hauptsächlich, was wiedergebracht werden soll; und da andere Schriftstellen der Tatsache bestimmt Ausdruck geben, daß eine Auferstehung Abrahams, Isaaks, Jakobs und anderen Treuen des alten Bundes stattfinden wird, und daß diese die erste Gunsterweisung empfangen werden, können wir erwarten, im Jahre 1925 Zeuge zu sein von der Rückkehr dieser treuen Männer Israels aus dem Zustande des Todes . . ., um gemacht zu werden zu sichtbaren gesetzlichen Vertretern der neuen Ordnung der Dinge auf Erden". (Millionen-Broschüre Seite 79, 80).

Mithin, lieber Werner, ist wohl der Beweis erbracht, daß, die WTG-Leitung selbst für alle Prophezeiungen von 1925 verantwortlich ist!

Ungeheuerliche Irreführung und Verdrehung der Tatsachen
Lieber Werner, ist es aber dann nicht eine ungeheuerliche Irreführung ihrer 1925 enttäuschten Anhänger, wenn die WTG heute den Eindruck zu erwecken versucht, als habe sie selbst mit den Erwartungen für das Jahr 1925 nichts zu tun? Heißt es doch beständig: "Viele", "einige' oder "die Gesalbten im allgemeinen" waren es, nicht die WTG-Leitung So klingt es doch die Jahrzehnte hindurch in der offiziellen Literatur zum Zeugnis gegen sie:

1925: "Viele haben zuversichtlich erwartet, daß alle Glieder des Leibes Christi während des Jahres zu himmlischer Herrlichkeit verwandelt werden. Dies mag vielleicht erfüllt werden. Es mag vielleicht nicht so sein . . . Christen sollten nicht so tief bekümmert sein um das, was sich in diesem Jahre ereignen mag . . . WT 1925, S. 35. Dies ist jene Stelle, die im Buch "J. Z. in Gottes Vorhaben" als Nachweis dienen muß, daß der WT die "Brüder gewarnt" habe.
1926: "Einige dachten, daß das Werk 1925 enden würde, aber der Herr hat das nicht gesagt!" WT 1926 S. 264.
1949: ". . . . wir können nicht . . ., wie es einige versucht haben, . . , indem sie für gewisse Ereignisse . . . im voraus Daten festlegten" WT 1949/ S. 124.
1955: "Das Jahr 1925 war ein Jahr besonderer Erwartungen, da viele der Gesalbten dachten …" WT 1955/S. 463.
1960: "… Aber schon die ersten Jünger erwarteten das in ihren Tagen . . . Richtig, aber sie wurden davor gewarnt, so wie die Brüder 1925 gewarnt wurden.
Der Wachtturm führt aus: "Christen sollten nicht so tief bekümmert sein . . ." Buch: "Jeh. Zg. in Gottes Vorhaben", Seite 107.

Noch einmal, lieber Werner: Wer hat "zuversichtlich erwartet" . . . "gedacht", . . . "versucht" und die "Ansicht vertreten" . . .? Die Wachtturm-Gesellschaft selbst! Ist es nicht unaufrichtig und unfair, andere für eine Sache verantwortlich zu machen, für die man selbst die Schuld trägt? Von hier aus fällt auch Licht auf ihre Hoheitsansprüche. Ist durch solches unlauteres Verhalten der WTG nicht endgültig der Beweis erbracht, das sie nicht das ist, was sie zu sein beansprucht, sie bzw. der Überrest, den sie zu vertreten vorgibt, nämlich: "Gottes bewährter Kanal", WT 15. 9. 1960/Seite 571, "dieser einzigartige Kanal", Seite 567, "ein Wunderwächter vor den Völkern der Nationen", Seite 566, "Gottes einziger kollektiver Kanal…, um den Menschen auf Erden beständig biblische Wahrheiten zu übermitteln". Seite 567. Klingt es nicht angesichts dieser Tatsache als ein Hohn, wenn wir heute im WT lesen:

"Die Bibel beschreibt diesen Kanal als die 'Straße' des neuen Jerusalems. Inmitten dieser Straße ergießt sich ein ,Strom von Wasser des Lebens', eine Flut von Publikationen, kristallklare Wahrheit, die allen, die sich an diesem erfrischenden Trunk laben, lebenbringende Segnungen bringt . . . Somit hat die Klasse des 'verständigen Sklaven' als Organisation seit 1919 einen stets zunehmenden Strom von Millionen biblischer Publikationen durchgeschleust, die das Wasser des Lebens' enthalten und in denen Jehovas Wille, als von Gottes Thron im Himmel ausgehend beschreiben wird." (Siehe CV Nr. 25: "Warum die WT-Botschaft kein Wasser des Lebens ist").

Der WT preist das Werk der Organisation als ein modernes Wunder. Ein modernes Wunder ist es allerdings, wenn Hunderttausende sich solch eine Schönfärberei vorgaukeln lassen. Lieber Werner, wann werden die Brüder und Schwestern endlich mal zum Nachdenken kommen, wenn der WT äußert: Die Flut der Watchtower-Publikationen sei identisch mit dem "Strom lebendigen Wassers", der in Offbg. 22 verheißen ist. Gut, dann gehört zu diesem Strom auch die Literatur, die jene Großerwartungen für 1925 prophezeite, mit denen sie heute nichts zu tun haben möchte? Zu der erwähnten "kristallklaren Wahrheit" gehört dann auch jene erschütternde, allen Tatsachen ins Gesicht schlagende Unwahrheit, daß "die Gesalbten im allgemeinen" die Prophezeiungen für 1925 aufgestellt hätten, während der Wachtturm "warnte"?

Du weißt ja selber, lieber Werner, daß es in der Organisation gar keine Eigenmeinungen gibt, noch geben darf. Warum diese Verherrlichung der unrühmlichen Vergangenheit der Gesellschaft? Will man darüber hinwegtäuschen, daß die WTG mit ihrer damaligen Botschaft nicht von Gott bestätigt wurde? Jeder kann doch sehen, das, Jehova Gott diesen "Kanal" zum falschen Propheten gestempelt hat, indem er das von diesem Kanal Verkündigte nicht eintreten ließ? Wir kennen doch den Schlüssel zur Ermittlung falscher Propheten in 5. Mose 18:21, 22. So ist die WTG-Leitung durch das Schriftwort durch ihre eigene Literatur und die offenbarten Tatsachen als falscher Prophet überführt. Sie hat 1. in ihrer Vermessenheit und Anmaßung, das von ihr Verkündete als Gottes Wort ausgegeben. Sie ist 2. durch ihre Falschprophezeiungen, die große Enttäuschung brachten, deutlich als falscher Prophet erkennbar geworden. Sie ist seither 3. ständig bemüht, die Täuschung ihrer enttäuschten Brüder und Schwestern fortzusetzen. Vergeßt es nicht, ihr irregeführten Brüder in der WTG. Man hat euer Vertrauen, lieber Werner, in sehr unfairer Weise mißbraucht. Könntest Du Dir nun noch vorstellen, daß eine solche Führung "das Werk Gottes" auf Erden treibt? Wird Gott in ihre Hände "alle Königreichsinteressen" auf Erden gelegt haben, wie sie es immer wieder behaupten? (WT 1950/296; 1957/503). Kannst Du Dir verstellen, daß die von ihr verkündete Botschaft, wonach Jesus Christus sein Reich 1914 aufrichtete, glaubwürdiger ist, als das noch schärfer von der Schrift gekennzeichnete (WT 1925/15) - aber durch die Tatsachen widerlegte 1925 Datum? Da nun das Jahr 1975 noch weit schärfer von der Schrift gekennzeichnete Endjahr dieser Welt ist, wie es die WTG verkündet, kann man dies noch als glaubhaft annehmen? Nach all dem Vorhergegangenen wohl nicht!

Schlußfolgerung
Wird damit nicht für jeden ehrlichen Zeugen Jehovas offenbar, daß seine Führung nicht von Gott gebraucht wurde, wie sie es seit Jahrzehnten mit beharrlichem Eifer behauptet, sondern daß sie zu alldem auch noch unehrlich, unaufrichtig und bußfertig ist? Hat nicht dieser "kollektive Prophet" und selbsternannte "kluge und verständige Sklave" für seine Unglaubwürdigkeit bestens gesorgt? Ob Du, lieber Werner, und mit Dir alle Brüder und Schwestern, nicht an dieser Stelle zu ahnen beginnst, warum so viele redliche, gläubige Menschen, die ihr an den Türen kennenlerntet, mit denen Ihr vielleicht sogar eine Zeitlang eine gewisse Verbindung hattet, zu dieser WT-Gesellschaft "nein" sagten? Ob Euch an dieser Stelle auch ein Licht aufgeht, warum im Laufe der Jahrzehnte Tausende und Abertausende, die einmal mit großen Erwartungen zu der Organisation der Zeugen Jehovas kamen, ihre Bindung an sie lösten - und das aus Glaubens- und Gewissensbedenken heraus? Kannst Du ahnen, lieber Werner, warum Du mit solchen '"Abtrünnigen", wie man sie verachtungsvoll nennt, keine Gespräche führen sollst? Unter ihnen sind ja solche, die allzuviel Theokratie-Internes wissen, besonders diejenigen, die hohe und höchste Dienstämter in der Wachtturm-Leitung innehatten Um die bekanntesten Namen zu nennen: Georg H. Fisher, USA, Verfasser der Schriftstudien Band 7, wandte sich von der WTG ab, C. C. Binkele, Leiter des Zentraleuropäischen WTG-Büros in Bern, wandte sich von der WTG ab. F. W. Salter, WTG-Zweigdiener von Kanada, wandte sich von der WTG ab. Paul Balzereit, WTG-Zweigdiener Deutschland, wandte sich von der WTG ab. Jesse Hemery, WTG-Zweigdiener England, wandte sich von der WTG ab. Olyn P. Moyle, Brooklyn, Oberster WTG-Rechtsberater, wandte sich von der WTG ab. Hayden C. Covington, Brooklyn, Oberster WTG-Rechtsberater, wandte sich von der WTG ab. William J. Schnell, Bethelangehöriger in Magdeburg und später in Brooklyn, wandte sich von der WTG ab.

Man hat schon seine guten Gründe, aufzufordern, diese Abtrünnigen zu meiden, denn durch sie würde zu viel Wahres kund werden, das man vermeiden möchte. Doch unter mißbräuchlicher Anwendung von Johannes 2:9, 10 läßt sich solches Redeverbot ja bestens "biblisch belegen". Es ist dabei aber zu überlegen, ob die WTG noch die Lehre des Christus vertritt, vorstehendes zeigt das Gegenteil Es ist nur gut, lieber Werner, daß Du zusammen mit vielen anderen - Dir die Freiheit nicht in dieser Weise hast rauben lassen. Möchte Dir und anderen das hier Dargelegte eine Hilfe sein, um vieles in der rechten Weise zu erkennen.
Für heute, lieber Werner, viele Grüße und Gott befohlen!
Brd. D. und W. M.
Fortsetzung folgt

Zwölf Jahre meines Lebens
von Gerhard Peters (6. Teil)
Zum Schluß des 5. Teiles:
Das Brüderkomitee der Versammlung Hamborn hatte entschieden, daß Schwester Hannelore Peters wieder zu ihrem Mann Gerhard Peters zurückgehen sollte. Ihr zufällig von ihrem Mann gefundenes Haushaltsbuch, das sie korrekt geführt hatte, hatte sie überführt, ihren Mann böswillig verlassen zu haben, das Komitee und auch ihre Eltern belogen zu haben. Natürlich stimmte das nicht ganz, weil im Hintergrund die Eltern selbst standen, die wollten, dass sie sich diesen Mann vom Halse schafft. Sie könnte eine bessere Partie machen, und das alles unter Zeugen Jehovas. Diese Feststellung sollte nach und nach immer schwerwiegender werden, für die am Ende stehende Erkenntnis, ein Wirken Gottes in der Organisation und in den Beziehungen unter den Zeugen Jehovas betreffend.

Das Komitee hatte das Haushaltsbuch zurückbehalten, und Gerhard Peters hatte es nicht wieder gefordert. Das sollte sich bald als ein verhängnisvoller Fehler von ihm erweisen.

Neuer Haß
Nach ein paar Tagen - ich hatte Nachtschicht gehabt - höre ich plötzlich im Halbschlaf, daß jemand nebenan in der Küche herumhantiert, und mein erster Gedanke ist auch gleich: "Aha, Hannelore ist wieder da."

Zuerst wollte ich gleich aufstehen, um nachzusehen; aber dann hörte ich, daß auch meine Schwiegermutter anwesend war. Leider konnte ich nicht verstehen, was die beiden miteinander sprachen; denn sie unterhielten sich im Flüsterton.

Ich blieb also noch liegen und dachte mir: Sie haben die Sachen alleine rausgeschafft, und nun sollen sie auch das Vergnügen haben, vor den Augen der Nachbarn die gewiß hinter den Gardinen alles mit ansehen - alles wieder ohne mich reinzuschaffen." Mir war es jedenfalls äußerst peinlich, daß gerade bei uns Zeugen Jehovas solche Dinge passierten.

Nach einer Weile bin ich dann aber doch aufgestanden, und als ich die Küche betrat, kam auch gerade meine Schwiegermutter mit den letzten Sachen, die sie von unten heraufgeholt hatte, herein. Ausweichen konnte sie mir also nicht mehr, und so sagte ich zu ihr, obwohl sie nicht einmal "Guten Tag" herausgebracht hatte: "Siehst Du, das wäre Euch alles erspart geblieben, wenn Ihr nicht so untheokratisch gehandelt hättet."

An sich wollte ich noch mehr sagen, und ich hatte auch vor, ihr am Ende die Hand zur Versöhnung zu reichen; aber dazu kam ich gar nicht. Sie verließ nämlich sofort meine Wohnung. Doch bevor sie die Tür hinter sich schloß, drehte sie sich noch einmal um und zischte mich mit haßblitzenden Augen an: "Glaube ja nicht, daß wir Dir diese Demütigung vor dem Komitee verzeihen werden", und damit meinte sie das Urteil des Komitees über ihre Tochter und vor allem den Beschluß, daß ihre Tochter zu ihrem Mann zurückgehen muß, wenn ihr nicht die Gemeinschaft entzogen werden soll. Die Rechnung meiner Schwiegermutter war nicht aufgegangen, und das hatte sie natürlich sehr getroffen; denn sie stand ja in erster Linie im Hintergrund aller Intrigen und Lügen, und nur das Auftauchen des Haushaltsbuches hatte ihren Plan vereiteln können.

Ich antwortete ihr: "Was solltest Du mir denn verzeihen? Etwa, daß ich nicht mitgelogen habe? Daß ich mich verteidigt habe gegen Eure Unwahrheiten? Oder, daß Ihr auf diese abscheuliche Art und Weise etwas gemacht habt, was Ihr gar nicht verantworten konntet?"

Statt einer Antwort, winkte sie aber nur ab und ging. Meine Schwiegereltern sind seit dieser Zeit auch nie mehr zu uns gekommen, d. h., wenn ich anwesend war. Auch in der Versammlung gingen sie an mir vorbei, als wenn ich Luft sei, und auch die Brüder, mit denen meine Schwiegereltern freundschaftlich verkehrten, benahmen sich mir gegenüber nicht viel anders. Und das unter Zeugen Jehovas, bei denen eines der obersten Gebote heißt: "Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst!"

Noch am selben Tage, an dem meine Frau wieder zu mir zurückgekehrt war, entdeckte ich noch etwas sehr Deprimierendes. Meine Frau hatte nur ihr Bett bezogen und meines nicht. Ich frug sie also, was das zu bedeuten hat und erhielt nun eine Erklärung, die mich völlig aus der Fassung brachte.

Meine Frau sagte mir nämlich folgendes: "Die Mutti hat meine ganze Aussteuer zurückbehalten. Sie sagt, daß meine Aussteuer von ihr oder von ihrer Verwandtschaft gekommen sei, und daß Du Dir selber Bettbezüge kaufen sollst. Auch die Trauringe, die sie uns zur Hochzeit geschenkt hat, hat sie zurückbehalten." Ich war also gezwungen, im unbezogenen Bett zu schlafen; denn ich besaß ja keine Bettbezüge, und ich hatte ja auch gar keine Veranlassung gehabt, mir welche zu kaufen, denn meine Frau brachte ja reichlich davon mit in die Ehe.

Am folgenden Sonntag berichtete ich natürlich dem Versammlungsdiener von diesem Sachverhalt, doch der sagte mir nur, daß das Privatangelegenheiten sind, in die sie nicht eingreifen.

Was sollte ich nun machen? Sollte ich vor ein weltliches Gericht gehen und die Versammlung dadurch noch mehr in Mißkredit bringen? Doch gegen diesen Gedanken sträubte sich alles in mir, und so schrieb ich dann an meine Mutter in der DDR, damit sie mir Bettbezüge schickt. -

Meine Frau war wohl wieder zurückgekommen; aber ein Problem entstand nun, das unter anderem die Rolle des Brüderkomitees in ganz spezieller Weise beleuchtet. Von Stund an hat meine Frau mit mir nicht mehr in ehelicher Weise verkehrt, trotzdem sie vor dem Brüderkomitee versprochen hatte, wieder eine ordentliche Ehefrau zu sein.

Schon vom ersten Tag unserer Ehe an hatte ich bemerkt, daß meine Frau bedenkenlos alles tat, was ihre Mutter sagte, und auch in diesem Falle befolgte sie genau die Anweisungen, die ihr ihre Mutter mit auf den Weg gegeben hatte.

Ich ahnte natürlich, was hier gespielt wurde, und ich litt unsagbar darunter; denn hier lag ganz eindeutig eine Provokation vor, die von meiner Schwiegermutter gesteuert wurde.

Das Verhalten meiner Frau änderte sich erst nach fast einem halben Jahr, denn nach Ablauf dieser Frist hatte ich mich eines Tages nach dem Felddienst einem Bruder vom Komitee anvertraut. Ich sagte, hier stimmt doch etwas nicht - könnt ihr nicht mal mit meiner Frau sprechen Es geht doch nicht, daß sie mir immer wieder demonstriert, was sie für eine Abneigung gegen mich habe. Tatsächlich sprach jemand vom Komitee mit ihr und plötzlich war ihr ehewidriges Verhalten vorbei. Selbst bis in die intimsten Lebensbereiche einer Ehe reicht das Brüderkomitee, und in meinem Falle hatte es sogar mehr Macht über meine Frau als deren eigene Mutter.

Sollte oder wollte sie das Kind nicht haben?
Eines Tages sagte meine Frau zu mir: "Du, Gerhard, ich glaube, wir müssen uns noch ein zweites Kinderbettchen anschaffen. Ich war nämlich heute beim Arzt, und obwohl er mir noch nichts Sicheres sagen konnte, ich bin fest davon überzeugt, daß ich in Umständen bin. Alle Anzeichen sprechen jedenfalls dafür."

Selbstverständlich versuchte ich meine Frau zuerst einmal davon zu überzeugen, daß vielleicht doch alles nur ein Irrtum sei usw. Als sie mir dann aber erzählte, daß bereits acht Wochen vergangen seien, da war auch ich fest davon überzeugt, das ein Irrtum nicht mehr möglich war. Die nächsten Stunden verbrachten wir nun damit, alle gemachten Zukunftspläne neu zu durchdenken, und als meine Schwester wenig später bei uns hereinschaute, da erzählte meine Frau auch ihr, was geschehen war. Mit keiner Silbe erwähnte meine Frau an jenem Tage, daß dieses Kind ihr unerwünscht sei. Im Gegenteil, in Gegenwart von meiner Schwester suchten wir bereits schon nach einem passenden Namen.

Wie war ich darum nach einigen Tagen überrascht, als ich zwei Stunden früher (ein Lehrer war plötzlich erkrankt) aus der Schule kam. In der Küche empfängt mich eine wahre Tropenhitze und ein Dampf, fast wie in einer Waschküche Zuerst wußte ich gar nicht was los ist. Doch dann bemerkte ich die Badewanne auf dem Fußboden und auf dem Tisch die ziemlich geleerte Rotweinflasche.

Ein furchtbarer Verdacht stieg plötzlich in mir auf, und als ich nun auch noch meine Schwiegermutter sah, die gerade aus dem Nebenzimmer kam, da gab es für mich kaum noch Zweifel, was hier getrieben worden war. Die letzte Gewißheit erhielt ich dann aber, als ich nun meine Frau im Bett liegen sah. Ihr Herz überschlug sich fast, und als ich sie frug, was los sei, da konnte sie mir vor Erschöpfung kaum antworten.

Zornentbrannt ging ich nun in die Küche, und dort sagte ich zu meiner Schwiegermutter: "Was Ihr hier getrieben habt, ist Abtreiberei!" Natürlich stritt meine Schwiegermutter bis zum Steinerweichen; denn sie war der Meinung, daß man mit heißen Sitzbädern, heißem Rotwein und Fiebertabletten keine Abtreibung durchführen kann. Angeblich wollte sie nur mal ausprobieren, ob meine Frau wirklich schwanger sei oder nicht.

Was sollte ich nun machen? Die Sache war nun "ausprobiert", und meine Erregung änderte nun auch nichts mehr. Meine Schwiegermutter hatte es jedenfalls nun sehr eilig mit dem Weggehen. Sie hatte ja ihr Vorhaben ausgeführt - nicht ohne Erfolg -, wie ich dann wenig später von meiner Frau erfuhr.

Abtreiberei ist gesetzwidrig, auch für Zeugen Jehovas. Aber hier schien es dennoch keine Gewissensbisse zu geben. Auch von der Versammlung und vom Brüderkomitee kam nichts, obwohl hier nichts verborgen geblieben war.

Von diesem Mann, den sie sich vom Halse schaffen soll, noch ein Kind? Das mußte offensichtlich verhindert werden Wo kein Kläger ist, ist kein Richter - auch unter Zeugen Jehovas nicht. Reinheit der Organisation? Was verbirgt sich hinter dieser Behauptung nicht alles!

Nur die Zeugen Jehovas nicht in Mißkredit bringen.
Ich habe mir jetzt doppelt Mühe gegeben, als Zeuge Jehovas zu leben. Immer noch glaubte ich fest, es ist Jehovas Organisation, bei der ich nun in mancher Hinsicht schlecht angeschrieben war, wie man so sagt. Sie hatten auch meine Verkündigerkarte eingesehen, auf der meine Gottesdienstleistungen verzeichnet waren. Felddienststunden, Nachbesuche, Heimbibelstudien, Literaturverkauf und sonstige wichtige Vermerke. Auf dieser Karte war natürlich weniger verzeichnet als bei anderen, weil ich beruflich mehr belastet war. Diese Mängel hatte man mir auch vorgehalten: Hör mal zu, Bruder Peters, wir sehen hier, du erreichst deine Quoten (ein bestimmtes Soll an Haus-zu-Haus-Dienst und Literaturverkauf) nicht mehr, du liegst unter dem Durchschnitt. Was machst du überhaupt? Und häussliche Schwierigkeiten hast du auch? Ich sagte mir also, so geht das nicht weiter. Aber was tun? Ich antwortete den Brüdern: Es geht nun zu Ende mit meiner Berufsausbildung, das Examen rückt immer naher, und da habe ich natürlich wieder etwas mehr zu tun.

Sie hatten hierfür aber kein Verständnis: Du weißt ganz genau, in der Heiligen Schrift steht geschrieben, daß der Baum, der keine Früchte trägt, umgehauen und ins Feuer geworfen wird.

Wieder hatte man den gewissen Zeigefinger drohend vor mir erhoben.

Ich war verzweifelt und wußte weder ein noch aus. War bei mir wirklich etwas nicht in Ordnung? Ich stellte mir immer wieder dieselben Fragen: Hast du nicht vielleicht doch selbst Schuld an allem? Bist du nicht selbst die Ursache, daß alles so gekommen ist? Ich steigerte mich immer mehr in eine gewisse Panik hinein, daß ich vielleicht unter Mißachtung des Wachtturm und der Bibel mir selbst diese unglücklichen Zustände geschaffen hätte. Vielleicht hat dir Jehova tatsächlich seinen Segen entzogen. Andererseits hatte ich doch in meinem Glauben nie nachgelassen oder gar gezweifelt. Ich hatte eben nur weniger getan als viele andere. Aber kommt es auf viel oder wenig an?

Ich arbeitete nun in den folgenden Wochen wie ein Irrsiniger; denn auch in der Schule hatten meine Leistungen durch die häuslichen Schwierigkeiten und seelischen Kontlikte rapide nachgelassen. Ja, ich war oft gar nicht mehr in der Lage, etwas in mir aufzunehmen. Der Dozent stand vorn und rechnete etwas vor, Formeln, Daten, und ich schaute hin und hatte ganz andere Dinge im Kopf. Ich rutschte immer mehr ab und verhaute eine Arbeit nach der anderen. Was ich sonst mit Leichtigkeit schaffte, wuchs mir nun einfach über den Kopf.

Ich wurde zur Schulleitung gerufen, und dort machte man mir Vorhaltungen, was mit mir los sei. Hätte ich dem Bergschuldirektor damals ehrlich gesagt, was mit mir los war, dann wäre alles noch gut gegangen. Aber nein, ich habe alle in Schutz genommen. Die Organisation, meine Frau - nichts habe ich gesagt. Stattdessen schob ich eigenes Unwohlsein und Krankheit meiner Frau vor, um mein Nachlassen zu erklären, und ich habe offensichtlich gelogen, nur um Jehovas Zeugen nicht in schlechtes Licht zu stellen. Denn, hätte ich erzählt, was ich durchmachen muß, mit den Schwiegereltern, mit meiner Frau, mit dem Komitee, die Drohungen mit dem Baum, der ins Feuer geworfen wird, die Gegnerschaft des Komitees gegen meine Berufsausbildung, weil das Zeit und Kraft fordert, die Lügen und Gemeinheiten gegen mich, Ich weiß nicht, was das geworden wäre. Also verschwieg ich meine Probleme und log etwas anderes zusammen. Ich war nämlich sonst immer offen als Zeuge Jehovas aufgetreten - auch meinen Berufskollegen gegenüber, und ich bin nicht selten von denen verspottet und verhöhnt worden; denn die meisten von ihnen waren strenge Katholiken. Wie konnte ich also nun offen über meine Probleme als Zeuge Jehovas sprechen. Damit hätte ich doch Schande über die Organisation gebracht.

Ich wollte meinen Klassenkameraden von der wahren christlichen Nächstenliebe predigen und hatte selber einen seelischen Beistand am nötigsten; denn sie führten zum größten Teil eine gute Ehe und wußten vor allen Dingen, was sie wollten. Ihre Frauen kamen auch häufig zur Schule und holten sie ab; aber meine Frau brachte das nicht fertig. Sie ging stattdessen lieber zu anderen Menschen und heuchelte denen vor, wie groß doch die Liebe in Gottes Organisation sei. Mich von der Schule abzuholen wäre ja Zeitvergeudung gewesen. -

Unter unendlichen Mühen habe ich es dann aber doch geschafft; denn durch das schriftliche Examen ging ich mit einer glatten 3.

Bin ich denn ganz von Gott verlassen?
Trotz meines beruflichen Erfolges wurden meine häuslichen Schwierigkeiten immer größer; denn der Entschluß, mich endgültig abzuservieren, war ja bereits schon lange gefaßt. Nur ich wollte es einfach nicht glauben. In diese Spannung fehlte nur noch ein Zündfunke, und der ließ auch nicht lange auf sich warten.

Eines Tages, ich saß unten in der Bremskammer und machte mir Notizen. Unter Tage ist nun mal die Beleuchtung ziemlich schlecht und hier hatte man eine Neonbeleuchtung angebracht, die durch Preßluft betrieben wurde. Hier hatte ich mich wegen der guten Beleuchtung also kurz mal hingesetzt, um mir einige wichtige Notizen zu machen; denn mein Reviersteiger, dem ich als Lehrsteiger beigegeben war, war plötzlich kank geworden, und nun mußte ich für ihn den Betrieb leiten.

Als ich nun so sitze und schreibe, sagt plötzlich jemand: "Glück auf!" Vor mir steht der Fahrsteiger. Ich stehe natürlich sofort auf und stelle mich vor; denn ich war ja erst wenige Tage in diesem Teil der Grube tätig und war bisher mit dem Fahrsteiger noch nicht persönlich bekannt geworden.

Dieser Fahrsteiger hielt es aber nicht für nötig, sich mir gegenüber auch vorzustellen, sondern er fuhr mich gleich an: "Sagen Sie mal, was machen Sie denn hier in der Bremskammer?"

Höflich erwiderte ich ihm: "Herr Fahrsteiger, ich mache gerade meine Anwesenheitsliste fertig, und außerdem habe ich für den morgigen Tag telefonisch für die Förderstrecke ein breiteres Förderband angefordert; denn das alte ist zu schmal und schafft die Fördermengen nicht mehr." Eigentlich wollte ich ihm noch über weitere Mängel berichten, aber dazu ließ er es gar nicht mehr kommen, sondern er unterbrach mich wütend mit den Worten: "Hören Sie mal, ich möchte Sie in Zukunft nicht noch ein mal sitzend antreffen; denn Sie befinden sich hier im Bergbau und nicht in der Schreibstube."

Dies war genau der Ton, den ich noch aus meiner Militärzeit in Erinnerung hatte, und so reagierte ich dann auch. Ein Wort gab nun das andere, und als der Herr Fahrsteiger merkte, daß er mit mir nicht umspringen konnte wie mit einem dummen Jungen, entfernte er sich mit den Worten: "Sie werden sich heute nach der Schicht beim Betriebsführer melden."

Nach der Schicht erwartete mich der Betriebsführer bereits im Steigerbüro; aber auch der ließ mich gar nicht richtig zu Worte kommen. Für ihn schien es eine Todsünde zu sein, daß ich es gewagt hätte, den anmaßenden Ton meines Vorgesetzten zu kritisieren, und so brüllte er unter anderem, daß es durch die ganze Lohnhalle schallte: "Wenn Sie nicht spuren wollen, dann müssen wir uns eben trennen!"

Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ich geschwiegen hätte; aber plötzlich war bei mir das Maß voll, und so sagte ich dem Betriebsführer, daß ich unter diesen Bedingungen nicht gewillt sei, den Sündenbock oder dem dummen Jungen zu spielen.

Gewiß hätte ich unter normalen Umständen die eben geschilderten Begebenheiten gar nicht einmal so tragisch genommen; denn Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten ähnlicher Art zwischen Steiger und Betriebsführer gehören in den Zechen an der Ruhr zur Tagesordnung. Schon die Tatsache, daß man mir vertretungsweise - obwohl ich ja noch Lehrsteiger war - volle Verantwortung übertragen hatte, beweist doch hinreichend, daß die Betriebsleitung volles Vertrauen zu mir hatte.

An jenem Tage war aber einfach das Maß bei mir übergelaufen - leider gerade im unrechten Moment; denn der dauernde seelische Druck durch die häuslichen Ereignisse und durch die Zeugen-Organisation, mußte früher oder später zur Entladung führen. Ich schmiß also alles hin und forderte meine Papiere, und was das bedeutete für mein weiteres berufliches Fortkommen, wurde mir erst bewußt, nachdem sich meine Erregung gelegt hatte. Wohl war ich moralisch im Recht; aber was spielt dieser Begriff schon für eine Rolle in einem Gesellschaftssystem, das den Untertanengeist noch für die höchste Tugend hält.

Wenige Tage später wurde ich zur Schulleitung gerufen, und dort machte man mir dann auch in unmißverständlicher Weise klar, daß ich, obwohl ich ja das Examen bestanden hatte, mit der Aushändigung eines Steigerpatentes aus "moralischen Gründen" nicht zu rechnen habe; denn immerhin sei es der Betrieb gewesen, der meine ganze Ausbildung bezahlt habe.

Wohl hätte ich mit rechtlichen Mitteln gegen den Beschluß der Schulleitung ankämpfen können, aber in meiner damaligen Verfassung fehlte mir einfach die Kraft und auch der Wille, um diesen Kampf durchzusetzen. Zu lange hatte ich ja schon vorher immer wieder mit dem Gedanken gespielt, diese schweren beruflichen Belastungen zugunsten meiner religiösen Überzeugung einfach abzuschmeißen.

Ich lies mir dann noch bescheinigen, daß ich freiwillig die Bergschule verlassen habe, um später den Brüdern beweisen zu können, wie willig ich ihrem Wunsche entgegengekommen war.

Ich ging dann nach Hause. Nun würde sich alles klären mit meiner Frau, mit der Organisation und mit dem Brüderkomitee Endlich hatte ich die belastende Bergschule hinter mir, und ich glaubte auch fest daran, endlich über den kritischen Berg hinweg zu sein.

Gereichen denen, die Gott lieben, nicht alle Dinge zum Guten? Endlich konnte ich mich dem Hauptwerk widmen, wie es die Organisation Jehovas erwartet, dem Dienst der Verkündigung. Arbeit für den Lebensunterhalt würden wir immer haben, doch leider hatte ich die Rechnung nicht mit dem Wirt gemacht!

Eine Frau, die mit dem ganzen Herzen Zeuge Jehovas ist und fest im Glauben steht, hätte sich gefreut, daß ihr Mann nun endlich so weit ist und alles Materialistische abgeschüttelt hat, was die Organisation nicht für nötig hält, Sie hätte sich gefreut, daß ihr Mann sich durchgerungen hat, auch das Letztmögliche für den Glauben einzusetzen. Bei meiner Frau wirkten aber meine Erklärungen wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Sie hatte sich nämlich vorgestellt: "Na, wenn dein Mann erst einmal Steiger ist, dann beginnt gewiß ein sehr schönes Leben - schönes Gehalt, freie Dienstwohnung mit allem Komfort, schöner Wagen usw. Ja, und nun kam ich - Schulabschlußfeier usw. war alles schon festgelegt - und erklärte ihr, daß alles aus und vorbei sei. Daß dies aber auch auf meine Ehe zutreffen wurde, damit hatte ich jedoch nicht gerechnet.

Gegen den Osten ist jedes Mittel recht
Ich hatte nun aber versucht, meiner Frau die Dinge klar zu machen, daß doch alles nicht so schlimm sei. Ich kann doch auch andere Arbeit machen, und es gibt doch noch mehr Berufe, in denen ich arbeiten kann, und die mir auch gewiß besser liegen", sagte ich. "Weißt Du was, fuhr ich fort, "ich nehme mir jetzt erst einmal meinen Urlaub und fahre zu meinen Eltern in die DDR. Ich habe nämlich bei früheren Besuchen erfahren, daß einem dort die Gründung einer neuen Existenz bedeutend leichter gemacht wird als hier, und wirtschaftlich besser wird es ja dort auch einmal, und wo es besonders darauf ankommt: Brüder gibt es dort auch."

Fast schien es mir so, daß meine Frau mit meinen neuen Vorschlägen einverstanden war; denn wir überlegten bereits was wir mit unseren Möbeln tun würden, wenn wir einmal umsiedeln. -

Am Nachmittag desselben Tages hatte ich noch einige Besorgungen zu machen, und als ich nach einigen Stunden wieder zurück kam, saß bei mir in der Wohnung der Bruder Josefowski (Mitglied des Brüderkomitees). Dieser eröffnete mir auch sogleich: "Hör mal zu, ich habe gehört, Du willst in die Ostzone übersiedeln?"

"Na und" - sagte ich. Doch da braust er gleich auf: "Ja, ist denn das die Möglichkeit? Hast Du schon mal an Deine Frau dabei gedacht? - Andere Brüder verlassen die Ostzone und kommen nach dem Westen zu uns, und Du willst dahin? Das kann doch nicht dein Ernst sein, das kannst Du doch Deiner Frau nicht zumuten!" Ich sagte: "Wieso, sie hat doch lange genug drüben gewohnt, und es ist für sie darum auch nichts Neues. Dort reißt man keinem Menschen den Kopf ab. Im Gegenteil, was berufliche Ausbildung anbetrifft, so habe ich dort sogar weit bessere Möglichkeiten als hier."

Er ließ sich von mir aber nicht überzeugen und wurde mit seinen Äußerungen und Drohungen immer deutlicher. Zuletzt sprang er sogar auf, fuchtelte mir mit den Händen wild vor dem Gesicht herum und sagte: "Ich sehe, Du bist unbelehrbar, und darum werde ich es zu jeder Zeit befürworten, daß Deine Frau das nicht mitmachen braucht." Natürlich kam nun auch bei mir langsam das Blut in Wallung; denn was hatte dieser Bruder für ein Recht, sich in meine familiären Angelegenheiten einzumischen? Ich sagte ihm darum: "Es ist komisch, auf eine Art heißt es immer, wir sollen als Zeugen Jehovas immer bestrebt sein, möglichst an der vordersten Front zu stehen, und keiner soll davor zurückschrecken, wenn es möglich ist, sich in die Höhle des Löwen zu begeben. Sich in der Etappe herumdrücken, das kann jeder. Aber dort, wo ich hinzugehen beabsichtige, ist die vorderste Front.

Der Bruder ließ sich aber auf nichts ein. Empört über mich, sagte er zu meiner Frau: "Ja, unter diesen Umständen werden wir Dir nichts mehr in die Wege legen, wenn Du Dich ganz von Deinem Mann trennst." Ich war einfach sprachlos. Der Bruder ging, und meine Frau ging gleich mit.
Fortsetzung folgt.

Im Vorschatten des Jahres 1975
Das Jahr 1975 wirft seine Schatten immer stärker voraus. In "Erwachet" Nr. 16 vom 22. 8. 69, werden die jungen Bruder und Schwestern daran erinnert, "daß dieses verderbte System in einigen wenigen Jahren enden wird" und daß sie deshalb in diesem System "nie alt werden". Sie werden also auch nie das Ende einer beruflichen Laufbahn erreichen, wenn diese viele Jahre erfordert, die ihnen dieses System in dieser Endzeit bietet. Langes Studium ist unsinnig und verlorene Zeit. Darum finden es Eltern, die ihr Leben nach Gottes prophetischem Wort ausrichten, viel nützlicher, ihren Kindern einen Beruf erlernen zu lassen, der nicht eine so lange Studienzeit erfordert. Und Berufe wie der des Zimmermanns, des Installateurs und anderer Handwerker sind nicht nur nützlich, sondern werden vielleicht noch nützlicher bei dem Wiederaufbau, der in Gottes neuer Ordnung erfolgen wird." Im übrigen wird den Jugendlichen empfohlen, viel mehr Zeit für den Verkündigungsdienst zu verwenden.

Man fragt sie: "Was ist wirklich praktisch: sich auf seine Stellung in dieser Welt vorzubereiten, die bald vergehen wird, oder darauf hinzuarbeiten, das Ende dieses Systems zu überleben und ewiges Leben in Gottes gerechter neuer Ordnung zu erlangen?"

Warum versucht die Leitung der WTG, junge Menschen in ihrer Berufswahl zu beeinflussen resp. die Eltern? Ist sie besorgt, daß die Produktion in der neuen Druckerei in Brooklyn lahmgelegt wird, wenn der Felddienst in bezug auf berufliche Ausbildung ins Hintertreffen kommt? Übernimmt sie die Garantie, wenn ihre Prophezeiung nicht eintrifft, alle die Brüder und Schwestern zu entschädigen auf Grund ihrer Behinderung in der Berufswahl Ist sich die Leitung bewußt, daß sie diesen jungen Brüder und Schwestern für ihr ganzes Leben schädigt, wenn sie ihnen quasi verbietet, alle Möglichkeiten, sich zu qualifizieren, zu nutzen?

Ist sie sich nicht bewußt, daß sie mit solchem Rat alle Menschen schädigt?

Liebe Brüder und Schwestern, denkt darüber nach und beantwortet euch die Fragen selbst. Ein Beispiel dazu: Im Jahre 1924 gab man den Brüdern und Schwestern den gleichen Rat, weil 1925 dieses System enden sollte. Man gab sogar noch den Rat, keine Versicherungsbeiträge, wie Altersrente usw. mehr zu zahlen. da dies zwecklos sei. Diese Brüder hatten dann nach 1925 den Schaden, den sie erlitten, selbst zu tragen. Trotzdem sie den Rat der WTG-Leitung befolgten, entschädigte man sie nicht und hatten im Rentenalter dann den Schaden bis an ihr Lebensende zu spüren. Mir persönlich sind solche geschädigten Brüder bekannt geworden. Weil man ihre Briefe nicht beantwortete, fuhr man persönlich nach Magdeburg in das Zweigbüro und trug ihnen dort die Notlage, in die sie geraten waren, vor. Die Antwort war: "Es tut uns leid, lieber Bruder, aber wir glaubten, euch damit zu helfen, daß es anders kam, ist der Wille des Herrn, das System sollte eben noch nicht zu Ende sein. Leider können wir dir hier auch nicht helfen. Übrigens hättest du es ja auch nicht tun brauchen, unseren Rat zu befolgen, es war ja unser Rat und nicht der Rat des Herrn. Vielleicht kann euch die Gruppe eurer Stadt ab und zu etwas geben, es darf aber nicht aus der "Guten Hoffnungskasse" genommen werden, sondern muß gesondert gesammelt werden. Dies ist der Rat, den wir dir erteilen können. Wir hoffen, daß du dort Erfolg haben wirst. Ob es heute anders sein wird? Beantwortet euch die Frage selbst.

Eheverbot
Weil die Brüder oder Schwestern unter den Zeugen Jehovas keinen geeigneten Ehepartner finden konnten, haben einige von ihnen "Ungläubige" (aus anderen Gemeinschaften, die ja in der WTG als Ungläubige gelten) geheiratet.

Der Wachtturm vom 15. 9. 1969, Nr. 18, tadelt dies als eine "Mißachtung dessen, was Jehovas Wort in dieser Hinsicht gebietet."
Es sei eine gefährliche Handlungsweise und lasse "eine Schwächung des Willens auszuharren erkennen." Zur Begründung wird das Beispiel Jeremias herangezogen. Dieser erhielt von Jehova das Gebot: "Du sollst dir kein Weib nehmen und weder Söhne noch Töchter haben an diesem Orte" (Jeremia 16:1 f). Er durfte nicht nur keine ungläubige Frau, sondern überhaupt nicht heiraten. Jehova nannte als Grund des Verbots das bevorstehende Gericht, das den Massentod durch Hunger und Schwert über Israel bringen wird.

Diese Begründung gilt auch heute im Blick auf 1975 "Sollten wir, die wir in einer viel ernsteren Zeit leben als damals Jeremia, nicht beweisen, daß wir gewillt sind auszuharren, indem wir dem Wort Jehova gehorchen und, wenn wir heiraten, "nur im Herrn" heiraten? Wäre es nicht besser, wenn nötig, zu warten, bis einem Jehova das, was man zum Ausharren persönlich benötigt, zu kommen läßt, als ihm zu mißfallen?

Liebe Brüder und Schwestern, sind diese Worte der Aufforderung nicht die gleichen, welche im Suche "Kinder" erschienen 1941 und verteilt an 15 000 Kinder auf dem Kongreß vom 6.-10. August 1941 in St. Louis, USA. Dort hieß es unter anderem: "Unsere gegenwärtige Pflicht ist klar, wir müssen jetzt Zeugen für den Namen Jehovas und sein Königreich sein". Harmagedon in nur wenigen Jahren, seit 1935. Jetzt 1975, mithin 40 Jahre später, als damals den Kindern bis zu 18 Jahren versprochen wurde von Präsident Rutherford. Wurde hier nicht eine ganze Generation unter den Zeugen Jehovas mit schönen Worten um ihr Recht auf Liebe gebracht? Was sagen diese Kinder von 1941 heute? (Siehe CV Nr. 24, S. 6).

Wenn man die WT-Literatur aufmerksam verfolgt, wiederholt sich früher Verkündetes oft als "Neues Licht".
Deshalb die Aufforderung der WTG-Leitung, alle alte Literatur zu vernichten, da sie wertlos geworden sei. Wertlos für die Leitung, von Wert aber für alle prüfenden Brüder und Schwestern. Das Alte sind nun die Vorschatten von 1975 geworden, rnerket auf!
B. M.

Aus eingegangenen Briefen:
Aus dem Bezirk Gera:
CV Nr. 25 ist wieder sehr interessant. Der Artikel: "Warum die Wachtturm-Botschaft kein Wasser des Lebens ist" ist sehr aufklärend und man sollte meinen, daß dies jeder bejahen muß, daß die WTG kein Wasser des Lebens geben kann. Auch die Überschrift des Leitartikels ist sehr treffend. Schon die Frage: "Bringen Jehovas Zeugen die biblische Wahrheit?" kann mit einem großen "Nein" beantwortet werden . . . Fahrt weiter so fort in Eurer Aufklärungsarbeit, der Erfolg wird nicht ausbleiben.

Aus dem Bezirk Gera:
Die Nr. 24 ist wieder ganz vorzüglich. Außerordentlich gut gefällt mir Dein Leitartikel: "Bringen Jehovas Zeugen die biblische Wahrheit?" Wenn jemand aus der Wahrheit ist, dann müssen diese Wahrheiten wirken . . . Sende bitte CV an die angeführten Adressen …

Aus Schweden:
Besten Dank für CV und Brief. Ich lese CV sehr gern, trotzdem mir das Deutsch sehr schwer fällt. Muß eben das Wörterbuch gebrauchen. Ich verstehe aber die Abhandlungen vollkommen und besonders interessierten mich die beiden ersten Artikel von Nr. 24. Ich habe alle Literatur von Bruder Goodrich und Schnell gelesen, aber es scheint, daß Deine Zeitung bis jetzt die beste dieser Art ist . . . .

Aus dem Bezirk Dresden:
Ja, die WTG ist ein Trauerspiel. Sie behaupten, daß die andere Glaubensgemeinschaften von der Bibel sprechen, aber nicht danach leben und handeln. Wie freute ich mich, als ich die ZJ damals kennen lernte, daß ich endlich das Richtige gefunden zu haben glaubte. Leider stellte ich aber bald fest, daß sie noch weit schlimmer waren; denn sie handelten fortgesetzt entgegen den biblischen Lehren. Dies erkennen zu müssen, war ein furchtbarer Schlag und ein elendes Erwachen für mich. Viele Jahre meines Lebens habe ich hier nutzlos verbracht, immer im Glauben, es wird sich alles zum Guten wenden. Es ging aber nicht zum Guten aus, sondern der Zustand in der Organisation wurde immer schlimmer, so darf ich es aufgab, hier noch länger zu weilen. - Ich hätte es viel eher tun müssen, mir wäre viel erspart geblieben. In der WTG-Organisation ist keine Liebe und Verstehen. Jeder sollte diese Warnung beachten und fern bleiben . . .

Schatten über den neuen westdeutschen Zweigdiener:
Bei CV gingen Anfragen ein, in denen um Auskunft über den neuen westdeutschen Zweigdiener gebeten wird. Im Namen aller Interessierten fordert CV in aller Öffentlichkeit die WTG auf, Auskunft über den neuen westdeutschen Zweigdiener zu erteilen.
Wie aus den bei CV eingegangenen Anfragen ersichtlich, bitten wir, besonders auf solche Fragen dabei einzugehen, wie seine Haltung gegenüber den Machenschaften der WTG, seine Einstellung zu den angeblich 1975 bevorstehenden Ereignisse zum Ausdruck kommt und wie er versuchen wird, die "theokratischen Prinzipien" von Brooklyn durchzusetzen.
Wir empfehlen der WTG eine öffentliche Antwort

Büro der Studiengruppe "Christliche Verantwortung", 65 Gera, Böttchergasse 1

A 6097-70 V 7 1 513

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