Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 237
In dieser CV-Ausgabe auch,
erstmals der Hinweis auf die im Claudius-Verlag erschienene Deutschsprachige Ausgabe des
Raymond Franz-Buches. Damit wird einmal mehr die Beobachtung bestätigt, dass die
DDR-Ausgabe unter der (auch im Titel) abweichendenden Überschrift) Krise des
Gewissens", zeitlich eher vorlag. Über die DDR-Ausgabe wurde in der CV schon
berichtet, bevor es einen Hinweis auf die im Claudius-Verlag erschienene Variante gab.
- 30 JAHRE -
CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR., DDR
Nr. 237 GERA APRIL 1989
UNSERE BRÜDER IN CHRISTO
Ein Besuch bei dem Kreis freier Brüder
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen die WT Nr. 19 und 20/1988
WAS WIR SIND UND WAS WIR TUN (II)
30 Jahre CV 1959 bis 1989
WARUM IMMER ANONYM?
Eine Anfrage an CV
"DER GEWISSENSKONFLIKT"
Das R. -Franz-Buch jetzt auch in der BRD
DER WACHTTURM UND DIE OBRIGKEIT
Hast du das gewußt?
IST EINE ORGANISATION ZUR RETTUNG
NOTWENDIG?
Ein "Müller-Brief", an seine Glaubensbrüder
AN ALLE LIEBEN IM VOLKE GOTTES DIE NACH WAHRHEIT UND GERECHTIGKEIT TRACHTEN!
Was würdest du von einem Menschen sagen, der fortwährend die Fehler anderer kritisiert,
selbst aber die gleichen Fehler begeht?
Nach katholischer Auffassung bedeutet die Gegenwart des Papstes zugleich die Gegenwart
Gottes.
Dies kritisiert die WTG in ihren Schriften, jedoch gleichzeitig heißt es im WT vom
15.1.57, Seite 58/7:
"Jehova Gott wohnt bei euch, weil seine Gesalbten sein sichtbarer Tempel sind."
Darum sollen "Jehovas Zeugen" auch ihren Befehlen so folgen, als seien es Gottes
Befehle. WT vom 15.8.57, Seite 498/7.
Ist diese Darstellung, daß die Gegenwart der WTG die Gegenwart Gottes bedeutet, nicht das
oben KRITISIERTE?
Was sind das für (AB)GÖTTER? Gilt für
die WTG oder NWG nicht mehr das Wort des lebendigen Gottes
"Ich bin Jehova, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir!"
(5. Mose 5:6,7)
Sind diese Erscheinungen der Vergötterungen einer Glaubensrichtung etwa schon Vorläufer
von 2. Thessalonicher 2:3,4??
Überprüft es selbst und laßt Gottes Wort entscheiden. Daraus entsteht die Frage:
Ist denn überhaupt eine Organisation zur Rettung notwendig? Was sagt die Heilige Schrift
dazu? Die im Jahre 1302 herausgegebene Bulle von Papst Bonifatius VIII. "Unali
sanktam" erklärte schon, daß es
"zur Errettung für jedes Menschengeschöpf notwendig ist, der Autorität des
römischen Pontifex unterworfen zu sein."
Die WTG lehrt, daß die Rettung des Menschen von der Anerkennung ihrer Organisation und
deren Führung abhängig sei:
"Anerkennung der theokratischen Organisation führt zum Leben".
(WT vom 1.11.54, Überschrift)
"Jehova Gott hat einen ganz bestimmten
Mitteilungskanal geschaffen, durch den er mit seinem Volke verkehrt.
... Laßt uns nun den Mitteilungskanal unmißverständlich erkennen ... damit wir in
seinem Geist bleiben mögen." (WT vom 15.8.57, Seite 498/6,7)
"Nur Anarchisten weigern sich, eine Organisation anzuerkennen und sich ihr zu
entziehen. Zu sagen, es gäbe keine theokratische Organisation, riecht nach
Gesetzlosigkeit oder Anarchie." (WT vom 1.11.54, Seite 656)
Aber hängt denn die Errettung eines Menschen wirklich von der Anerkennung einer
Organisation oder der Unterwürfigkeit dieser Leitung ab?? Warum sagt die Heilige Schrift
nirgends, daß direkter Glaube an Gott unmittelbarer Gehorsam zum Worte der Schrift
"Gesetzlosigkeit oder Anarchie" sei? Sind diese Forderungen an den einzelnen
nicht doch schriftwidrig und lästerlich und deshalb von Christen abzulehnen?? Keine Sekte
oder Organisation ist berechtigt, zu sagen oder gar zu behaupten, daß das Heil der
Gläubigen von der Mitgliedschaft einer Organisation abhänge. Wer ist Mittler zwischen Gott und Menschen? l .Tim. 2:5,6 gibt
Antwort. Jehova bewahrt nicht jene, die in der Organisation der NWG sind, sondern er
bewahrt alle, die ihn lieben Ps.145:20. Wer in Zukunft durch Jehova bewahrt wird, steht
geschrieben:
Ps. 37:11,29,37,39,30;149:41; Spr. 2:21.
Was zur Errettung nötig ist, finden wir weiter aufgezeichnet in Ps.103:13 ...
Es gibt keinen schriftgemäßen Beweis,
welcher die Behauptung, das Heil und Rettung hänge von der Mitgliedschaft einer
Organisation ab, stützt. Nur auf Grund der Gnade Jehovas und nicht der Predigtwerke der
Organisation, deren sie sich so gern rühmen, ist Rettung möglich. Eph.2:8,9:2; Tim.l:9.
Kein Fleisch soll sich vor Gott rühmen. 1. Kor. 1:29,31.
Möchten alle die Worte in Zeph. 2:1-3 zuerst auf sich persönlich anwenden. Dieses
"Vielleicht werdet ihr geborgen", gilt für alle, auch für die "leitenden
Diener der NWG", an solchen hat Jehova Gefallen. Jak. 4:6; l .Petr: 5:5,6. Die Bibel
sagt klar und deutlich, wovon das Heil abhängt. "Glaube an den Herrn Jesus und du
wirst errettet werden." (Apg. 16:31) Jesu selbst sagt, "Wer an mich glaubt"
(nicht an die NWG oder WTG) "wird leben.". Joh. 11,:25; 6:47; 3:16. Paulus
berichtet:
"Jeder, der an ihn glaubt, wird, nicht
zu schaden werden." (Rö. 10:8-11)
Leider ist der Raum zu beschränkt, um alle Behauptungen der WTG diesbezüglich mit der
Bibel richtigzustellen. Denkt bitte über die Lehren und Aufforderungen der WTG selbst
nach und vergleicht sie mit dem Worte Gottes. Hier (von der NWG) ergeht der Ruf zur
Rettung von Menschen, von Menschen, welche, fordern, daß man sich ihnen unterwerfen muß,
um gerettet zu werden und zu leben.
Dort steht Jesus und bietet das Heil, die
Rettung an, die Jehova Gott schenkt durch den Glauben an ihn. (Rö. 10:17; l. Kor. 2:5) Du
hast die Wahl zwischen "beiden", eine Wahl zwischen Leben und Tod!
(5. Mose 30;19,20)
Wem glaubst Du "Der Heiligen Schrift oder?
... Kinder hütet euch vor Götzen!" (1. Joh. 5:21)
Weshalb, meine Lieben, immer diese
Menschenfurcht?? Eine wesentliche Hilfe, um Menschenfurcht zu überwinden, ist die
Erkenntnis Jehovas. Wer Jehova erkennen möchte, muß sein Wort und Gesetz sorgfältig
Studieren. Erkenntnis Jehovas zerstreut die Furcht.
Durch das Studieren der Heiligen Schrift (nicht des WT) erkennt man, daß der Name Jehovas
ein starker Turm ist; der Gerechte läuft dahin und ist in Sicherheit.
(Spr. 18:10; Ps. 27:1)
Christen sollten ihr Vertrauen in Jehova
setzen und sich niemals vor Menschen fürchten, noch versuchen, Menschen zu gefallen. Wen
werden wir fürchten, wenn Jehova mit uns ist?
Meine Lieben, daß wir nicht nur Fehler sehen, sondern auch Gutes, soll der vorstehende
Abschnitt beweisen, er ist entnommen aus dem WT vom 1.11.59, Seite 664/1. Diese
Aufforderung begrüßen wir, sie weicht vollkommen vom Üblichen ab und bitten Euch:
Überprüft mit dieser Aufforderung beim Studium, ob
"die Bibel und Deine Kirche oder Organisation in Übereinstimmung sind!"
So studiert und lernt Jehova fürchten,
niemals aber Menschen. (Jes. 51:7,8)
Erkennt die Verweltlichung der theokratischen Organisation. Erkennet, daß die Augen
Jehovas auf das Tun seines ganzen Volkes gerichtet sind, und Frieden geben wird nach
seinen Werken, (Hiob 34:21; Spr.15:3; Jer. 16:17; Ps. 34:16,17; Jer.18:10,13.32). Bedenkt,
alle Ermahnungen der Heiligen Schrift gelten zuerst für sein Volk, die wir Jehova zu
dienen suchen. Laßt uns die Wege gehen," die "Ihm" Wohlgefallen und nicht
die Menschen gefallen. (1. Kor. Kap.2; Jes. 40:18)
Seid alle, die Jehova und Christus Jesus
lieben und gehorchen, herzlichst gegrüßt mit Ps. 72: 18,19 von allen, die den Herrn
lieben und gefallen möchten durch
beauftragten Bruder
gez. Willy Müller
EIN BESUCH BEI DEM KREIS FREIER BRÜDER
Liebe Geschwister!
... Wir waren knapp 50 Personen, .aber beileibe nicht alles ehemalige ZJ, sondern auch
solche, die ganz einfach das Wort unseres himmlischen Vaters und unseres Herrn Jesus
hören wollten. Andere wollten ganz einfach lernen, wie sie im Interesse ihrer Familie
oder ihrer Freunde der aggressiven Verkündigung der Zeugen Jehovas besser entgegentreten
können. Und dann gab es da noch zwei oder drei Redner, die wollten ganz einfach durch
ihren persönlichen Beitrag - obwohl sie religiös anders gebunden waren - zum guten
Gelingen dieser Tagung beitragen. Rückblickend darf ich sagen, es waren für mich
herrliche Tage und ich habe mir mehr als einmal gewünscht, alle unsere Brüder und
Schwestern könnten an diesem Segen teilhaben. ich habe in diesen Tagen sehr viel gelernt
und habe von seiten der Brüder und Schwestern sehr viel Liebe erfahren.
Nach den Lehren der WTG war dieses
Beisammensein wahrheitsliebender Christen bestenfalls, ein vergnüglicher "Ball des
Teufels", lassen wir ihnen ihren Glauben, sie haben schon mehr als einmal geirrt.
Fest steht, obwohl wir aus 5 Nationen kamen und in verschiedenen christlichen
Gemeinschaften Gott zu dienen suchen, gab es doch so viel Gemeinsames, daß wir guten
Gewissens einander mit Bruder anreden konnten. Schließlich glauben alle an den einen Gott
und Schöpfer aller Dinge.
Daß sein Wort Wahrheit ist und folglich
seine Verheißungen .zuverlässig eintreffen werden.
Daß alle Dinge durch Jesus, seinen Sohn ins Dasein kamen.
Daß wir Sünder sind und Jesus Mensch wurde, um durch seinen Tod uns von der Sünde und
deren verhängnisvollen Folgen zu befreien und so wieder mit Gott zu versöhnen.
Daß Versöhnung mit Gott und Annahme an Sohnes Statt niemals das Verdienst des einzelnen
zufolge von Werken sein kann, sondern einzig und allein durch Gnade geschieht.
Daß Jesus keine "2-Klassen-Gesellschaft" berufen hat, sondern alle Menschen zu
der einen Berufung nach oben, dort, wo der Christus sitzt - der himmlischen also.
Daß er (Christus) in Joh. 10:16 nicht von der
"Großen Volksmenge" spricht, sondern von den Berufenen aus den Nationen.
Es gibt sicherlich noch mehr Gründe, die hier aufzuführen wären, mir fallen im Moment
einfach keine weiter ein. Aber meint Ihr nicht auch, daß wir ganz einfach vor Gott
verpflichtet sind, jeden, der so glaubt, als unseren Bruder in Christo anzusehen, ja
anzunehmen!?
Was tut es da schon, wenn unsere persönlichen Ansichten und Meinungen im Detail da
mitunter auseinandergehen? Wer von uns kann schon sagen, den ganzen Ratschluß Gottes
erfaßt zu haben? Wir alle sind dem Irrtum unterworfen und bedürfen der Hilfe und des
Verständnisses anderer, damit wir nicht abgleiten. Und wir dürfen dankbar sein, wenn wir
wiederum anderen helfen können im Glauben zu stehen, ja überhaupt erst einmal den Weg zu
unserem Herrn und Erlöser zu finden. Nutzen wir lieber diese uns eingeräumten
Gelegenheiten Leben zu retten, statt endlos lange Streitgespräche zu führen, welches
wohl der bessere Weg sei. So wir das begriffen haben und dementsprechend handeln, ehren
wir Gott und das Opfer unseres Herrn Jesus, und dürfen hoffen, auch von IHM gesegnet zu
werden. Hoffentlich betrachtet Ihr mich nun nicht als einen "Moralapostel", aber
ich mußte das einfach loswerden. In Liebe mit Euch verbunden Euer R.I.H.
DER WACHTTURM
EDLER GESINNT SEIN
UND PRÜFEN APG 17:11
WIR PRÜFEN DIE WT NUMMER 19 UND 20/1988
Das Zeichen
HAST DU ES GESEHEN?
Der WT will hier weiter glauben machen, daß die Kriege, Erdbeben, Seuchen,
Lebensmittelknappheit, Flugzeuge und Raumschiffe als "Zeichen vom Himmel her"
seit 1914 der Beweis seien, daß wir seit diesem Jahr in der "Zeit des Endes"
leben, und daß "die Generation von 1914" diejenige sei, die "auf keinen
Fall vergehen" wird. Es war zu erwarten, daß zum l. Oktober 1988 dieses Thema kommt,
da der l. Oktober bzw. der Herbst des Jahres 1914, auch schon 1799, der typische Monat
für die WTG-Endzeit ist. (Harfe Gottes, 1922, S. 214)
Der WT malt jenes Zeichen" seit
1914 natürlich beeindruckend aus, damit davon jedermann überwältigt werde. Und weil es
jene Ereignisse seit 1914 tatsächlich gibt, mag man unkritisch glauben, die WTG habe mit
ihrer Deutung recht. Und da die WTG ihre früheren Falschprophetien in dieser Sache
verschweigt, fallen viele darauf herein. Man verlange von der WTG Kapitel 9 des Buches
"Die Harfe Gottes" von 1922. Darin wurden "nach den eigenen Worten des
Propheten" jene "Zeichen" für den Beginn der "Zeit des Endes" im
Jahre 1799 mit den Kriegen Kaiser Napoleons konstruiert und proklamiert! Zum Glück für
die WTG kann das allerdings keiner mehr bezeugen, da jene Generation längst
"vergangen" ist. Zur Entlarvung aber haben wir glücklicherweise noch jene
damaligen "Predigtbücher"! Lassen wir nun gelten, was in 5. Mose 18;20-22 über
falsche Propheten gesagt wird, dann ist auch die WTG mit ihren Endzeit-Zeichen als ein
falscher Prophet erwiesen. Im übrigen schreiben wir inzwischen das Jahr 1989, Das sind.
75 Jahre seit 1914. Damit ist auch jene Generation, die 1914 das "Zeugnis"
bekam, längst "vergangen" und tot. Nur wer die WTG-Vergangenheit nicht kennt,
kann auf WTG-Zeichenschwindel von 1988 noch hereinfallen.
Wir können jedem nur dringend raten, sich ernstlich um die WTG-Vergangenheit zu kümern,
so, wie sie wirklich war!
Wendet euch hierfür freimütig an CV.
"WERTSCHÄTZUNG FÜR UNSERE
BRÜDER"
Diese nachdrückliche Herausstellung von "ungeheuchelter brüderlicher
Zuneigung" und "liebt einander inbrünstig" hat natürlich ihre Gründe,
Das sind die Heucheleien und Lieblosigkeiten, wie sie mehr oder weniger in jeder
ZJ-Versammlung herrschen. Und die schon manchem die Augen geöffnet haben über das
angebliche "Geistige Paradies". Der WT zitiert hier nun eine ganze Anzahl von
Bibelaussagen über Brüderlichkeit und Liebe, wogegen in keiner Weise etwas eingewandt
werden könnte, würden sie nicht dazu benutzt, um im Dienst zusammenzuhalten und
brüderlich und in Liebe einem falschen Propheten zu dienen. Die WTG ist mit ihrer
falschen Endzeit im Namen Gottes wie ein Hochstapler, der keine Liebe und Hingabe
verdient. Es ist 1988/89 nun die 4. Generation seit den Endzeitdaten 1799, 1874 und 1914,
die dieser falsche Prophet mißbraucht! Für jedermann nachzuprüfen, wenn er nur will!
"HALTET MÄNNER VON DIESER ART
..."
Kommen wir nun zu den "Männern von dieser Art". Der WT meint die Ältesten,
auch ihre Beauftragten und natürlich ihre leitende Körperschaft. Auch hier könnte man
nichts einwenden. Außer auch hier einen ungeheuerlichen Mißbrauch von Bibelstellen
festzustellen, Bibelstellen, die richtig und gut sind. Wie das? Die gesamte sog.
"Ältestenschaft" in allen Ländern der Erde müßte vor allem die eine
christliche Glaubenshoffnung haben, wie sie in Epheser 4:1-6 und Philipper 3:17-21
gefordert sind. Danach geurteilt ist für fast alle diese "Ältesten" oder
"Männer dieser Art", ihr Gott der Bauch", weil auch ihr Sinnen
"nur auf das Irdische gerichtet ist"! Nichts, was in der Heiligen Schrift für
wirkliche christliche Älteste gesagt und natürlich vom WT zitiert wird, ist eigentlich
an diese "Irdischen" gerichtet. Die WTG kennt diesen Umstand natürlich ganz
genau! Bis auf die 8 808 "Überrestglieder", die kaum irgendwo
"Älteste" sind, müßte die gesamte WTG-"Ältestenschaft" eigentlich
abtreten! Doch je ungeheuerlicher ein Schwindel, um so eher wird er geglaubt, leider auch hier in der WTG.
-D.P.-
WACHTTURM NUMMER 20/1988
Das Zeichen
Der Beweis, daß die neue Welt nahe ist?
Ein Fragezeichen? soll es bedeuten, wer will das wissen? Doch die WTG weiß das! Schon
1917 wußte sie es. Das steht gleich am Anfang dieses Wachtturms.
Daß sich Jesu Worte erfüllen werden, ist klar; aber für Zeugen Jehovas haben sie sich so zu erfüllen, wie es die Wachtturmschreiber bestimmen. So wird an der geschichtlichen Vergangenheit, sogar an der eigenen, herumgefeilt, hinzugefügt oder weggelassen, ganz wie es denen gerade paßt, bis es stimmt so wie sie es haben wollen. Allerdings sind ihre Lieblingsworte solche geworden, wie z. B. wahrscheinlich, zweifellos, offensichtlich u. a. m. Solche, die Aussage einschränkenden Worte, werden, in Wachtturmpublikationen letzte Zeit sehr häufig gebraucht - ist man sich seiner Erkenntnis nicht mehr so sicher? Auch andere Quellen außer der Bibel kommen zu Wort, von Gorbatschow bis zum Bibelgelehrten C. F. Keil; angeblich bestätigen sie die Richtigkeit der WTG-Erkenntnis. Doch meines Erachtens sind sie vielmehr klüger als die WTG, sonst hätte sie es ja nicht nötig, sie zu zitieren. Ich zitiere nun wörtlich aus dem Wachtturm:
Auf Seite 4;
(endlich mal ne kluge Feststellung):
"Kein Mensch kann das Datum für das Ende des gegenwärtigen bösen Systems
errechnen."
Auf Seite 6:
" . . . sowie durch das Studium biblischer Publikationen wie der, die du gerade
liest."
Auf Seite 12;
"... Christen waren von aufsprießendem 'Unkraut', das heißt, von Abtrünnigen
umgeben."
Auf Seite 13:
"Wenn sie sich demütigen und alle Fehler bereuen, die sie begangen hatten, sollten
sie befreit und von Jehova gesegnet werden ..."
Auf Seite 16:
"Sie selbst ist ebenfalls trunken - wie widerlich! -, weil sie das Blut von Dienern
Gottes getrunken hat."
"... dieser abscheulichen alten Hure ..."
Auf Seite 18;
"... so, daß., Satan immer wieder einen kleinen Sieg für sich verbuchen
konnte."
Auf Seite 19:
Dadurch fühlen wir uns wirklich in Harmonie mit Jehovas großer unsichtbarer,
himmlischer Organisation treuer Geistgeschöpfe."
Soviel der Zitate - es mag genügen.
Der Leser möge mir verzeihen, daß ich aus
dem Zusammenhang zitierte, aber der Wachtturm tut es auch.
Was ich aber nicht tue, ist, die Zitate in mein eigenes Vorstellungsgebäude von der WTG
einzumauern wie die WTG es tut. Wenn sie, weil ihr die Bibel nicht mehr ausreicht, andere
Persönlichkeiten zu Wort kommen läßt, um sich bestätigen zu lassen. Ich glaube, sie
würde sogar den Teufel zitieren, wenn er bloß eine Äußerung gemacht hätte, die ihr
nützlich wäre.
Es ist wohl schade für die Zeit, wenn Zeugen Jehovas diesen Wachtturm studieren; keiner
wird klüger von der Versammlung nach Hause gehen, es sei denn, er denkt wie ich.
-J.M.-
30 JAHRE CV 1959 - 1989
WAS WIR SIND UND WAS WIR TUN (II)
ZUNÄCHST DEN SINN FREI MACHEN
Es gab Anfang der 50er Jahre einen WT-Titel, "Ein zu gottgemäßem Kampf befreiter
Sinn". Die WTG ging hier, allerdings für ihre Zwecke, von der allgemeinen richtigen
Erkenntnis aus, daß man den Sinn zuvor von bisherigen hemmenden und blockierenden
Vorstellungen frei machen muß, soll sich der Sinn wandeln, sollen andere Einsichten Platz
finden, soll eine Sinneswandlung erfolgen, so wurde zunächst von einem Werk des
Niederreißens gesprochen, das im Sinn stattfinden müsse. "Der Kampfplatz ist der
Sinn, hier steht Argument gegen Argument". Was die WTG als falsche Anbetung
bezeichnete, sollte zunächst niedergerissen werden, um neue Einsichten möglich zu
machen. In der Tat ist das so. Der "siegreiche Glaube an die Organisation" muß
zunächst erschüttert werden, sonst kann man auch von der WTG nicht frei werden. Dies
zeigt zugleich, daß es CV in keiner Weise um einen Kampf gegen den Glauben an Gott,
Christus und die Bibel geht. Es geht allein gegen den WTG-Organisationsglauben, gegen den
Mißbrauch des Glaubens an Gott, Christus und die Bibel.
Ein notwendiges Wort dazu, warum in CV die
Bezeichnung WTG-ZJ verwendet wird.
Die Bezeichnung Bibelforscher könnte man bedenkenlos übernehmen. Die Bezeichnung
"Zeuge Jehovas" jedoch nicht. Sich ZJ zu nennen, ist christlich gesehen eine
Anmaßung. Wie bekannt, ist ZJ lt. Jes. 43:10 nur eine gelegentliche Bezeichnung für das
Volk Israel unter dem Alten Bund gewesen. Wenn die WTG behauptet, Gott selbst habe 1931
ihren Angehörigen diesen Namen gegeben, so müssen wir in CV sagen, daß das Anmaßung
ist. Seit Beginn der Endzeit vor 1900 Jahren redet Gott überhaupt nur noch "durch
den Sohn" (Hebr. 1:1,2). Und nach den Worten dieses Sohnes Gottes in Apg. l:8 kann
sich ein Christ allenfalls Zeuge Jesu Christi nennen. Urchristlich, d. h. unter dem Neuen
Bund, ist nur die Bezeichnung Christ gerechtfertigt. Apg.11:26, 26: 28; 1. Petr. 4:16. ZJ
geht über das hinaus, was für Christen geschrieben steht. Nicht nur ist die heutige
ZJ-Bezeichnung 1931 von der WTG auferlegt worden, auch was darunter bezeugt werden soll,
ist ausschließlich die WTG-Auslegung der Bibel und der Glaube an die WTG-Organisation als
"göttlicher Kanal" und "letzte Instanz". wie der Ausschluß aller WTG-Kritiker beweist. So ist die Bezeichnung WTG-ZJ eine
durchaus sachliche Bezeichnung. Wer Christ sein und bleiben will, muß also von dem Titel
ZJ Abstand nehmen, wie lieb ihm diese auferlegte Selbstbezeichnung auch geworden sein mag.
Christen stehen unter dem Neuen Bund.
Da die 1914-Endzeit nun das zentrale oder entscheidende Thema ist, mit dem die WTG
überall "jagt und fischt", ist und bleibt für CV diese Thematik an erster
Stelle, soll der Sinn frei gemacht werden. So wird in CV nachgewiesen, daß diese gesamte
WTG-Endzeitweltanschauung, von Anfang an, seit 1799, 1874 und 1914, über 1925, 1945, 1975
und nun über 1989 hinaus auf 2000, eine einzige Falschprophetie ist (5. Mose 18:20-22),
eine religiös-politische WTG-Konstruktion, die keiner realen und biblischen Kritik
standhält. Wir müssen darauf beharren, daß dieses Thema unbedingt im Blickfeld bleibt
bei allem anderen, was natürlich auch behandelt werden muß. Denn vieles ist nur vor dem
Hintergrund dieser schon bald 200 Jahre übergreifenden sog. Zeit des Endes, heute richtig
zu beurteilen oder richtig einzuschätzen. Vieles wird nur vor dem Hintergrund dieser
WTG-Falschprophetie als Glaubensmißbrauch offenbar.
Das "Wort Gottes" ist eine
mächtige Waffe. (Eph. 6:17) Selbst der Versucher nahm sie in die Hand (Matth. 4:6,7). So
wäre gegen vieles, was die WTG kolportiert, eigentlich nichts einzuwenden, wenn es nicht
dazu gebraucht würde, ihre falsche religiös-politische Endzeitkonstruktion mit ihrem
Organisationsglauben an den Mann zu bringen, in Mißachtung der Menschenrechte aller
Andersglaubenden und Andersdenkenden. Die christliche "Zeit des Endes" begann
mit dem Kommen Christi vor 1900 Jähren, wie es 1. Kor. 10:11 und Hebr. 9:26 aussagen.
Damit entbehrt die WTG-Endzeitkonstruktion unwiderlegbar der christlichen Grundlage
überhaupt, wie jede andere ähnlich auf die Neuzeit bezogene Auslegung auch. Mehr als
das, was geschrieben steht, ist uns als Christen nicht gegeben.
(l. Korinther 4:6)
So richtet sich die Aussage in CV nach wie
vor unverzichtbar und als eine grundsätzliche Kritik gegen die
WTG-Endzeitfalschprophetie, deren Haltlosigkeit im Sinn aller Betroffenen unbedingt
offenbar werden muß.
Die CV-Ausgaben, die diese grundsätzliche Thematik vorrangig in Gesamtübersicht und auch
zusammengefaßt behandeln und auch dokumentieren, sind u. a. die folgenden:
CV Nr. 73
"Erfüllt sich heute eine Zeit des Endes?" CV-Sonderausgabe zum
"Frühherbst des Jahres 1975", als das WTG-Harmagedon wieder einmal geschlagen
sein sollte.
CV Nr. 100
Die WTG 1969: "Im Höchstfall dauert es nur noch wenige Jahre". - 1914, 1925 und
1972, 1975 - waren das "nur" Irrtümer?
CV Nr. 139
Die Zeit ist herbeigekommen.
100 Jahre Wachtturm 1879 - 1979.
CV Nr. 200
Die Endzeitlehren der WTG seit dem Jahr 1799 und ihr bleibender gesellschaftlicher Zweck.
- Die "Hauptsäulen" des Wachtturm, mit denen alles fällt.
AN DIE WT-ÄLTESTEN
Es kann euch unmöglich nach dem Lesen von Offenbarung 9,1-11 verborgen bleiben,
einschließlich des nahezu 3 Millionen aufrichtig glaubenden und treuen Wachtturm-Gefolge,
"wessen Geistes Kind" man als Zeuge Jehovas ist!
Unmöglich kann es euch beim näheren Nachprüfen und Vergewissern nun auch nicht mehr
verborgen bleiben, daß nicht Christus - nicht sein Geist und Wahrheit, hinter euch steht,
seit über 100 Jahren -, sondern "DER ENGEL DES ABGRUNDS", DESSEN NAME VERDERBER
BEDEUTET!
Wie perfekt doch eure 100jährigen Bücher,
Schriften, ja die gesamte "geistige Speise jeweils zur rechten Zeit", doch
diesem von euch so eifrig verkündeten "Verderber-Geist" gleichen! Und voll
entsprechen!
Es müßten sich nun Schleusen auftun! Ja, Schleusen der wahrhaftigsten GOTTES-ERKENNTNIS,
beim sich Überzeugen, wie unmöglich es für die Wachtturm-Funktionäre nun werden wird,
sich in Bibel- und Gottesfragen zu drehen und zu wenden, wie sie es gerade brauchen - wie
es für sie gerade als passend erachtet wird! Sie werden sich hüten - den CHRISTUS als
Engel des Abgrunds - als den VERDERBER weiterhin zu proklamieren!!!
Sie werden sich weiterhin davor hüten
müssen, gegenüber allen, die nicht in ihre Fänge geraten und geblieben sind - und ihrer
abgrundtiefen, schadenstiftender Behandlung brutal ausgesetzt waren, den regelmäßigen
Vernichtungsproklamationen auszuliefern.
Sie, und ihr alle, werden an dieser Ohnmachts-Tatsache nicht mehr vorbeikommen! Kein
anderer Weg wird uns als Rettung aus der Bibel genannt und gezeigt, außer JESUS CHRISTUS!
Keine Organisation! Keiner mit dem Namen Verderber, Abaddon oder Apollyon! Kein Engel des
ABGRUNDS, der über euch und euren "aber Millionen" Bücher und Schriften steht!
Ihr alle tätet gut daran, solange es noch "HEUTE" heißt: "In Sack und
Asche, Buße zu tun! Der wahre GOTT helfe euch! Amen."
Eingesandt von M. W.
"CHRISTLICHE" HANDLUNGSWEISE DER
ÄLTESTEN
Die christlichen Anforderungen an einen Ältesten finden wir in der Bibel in Tim. 3:1-7,
wo es u. a. heißt: "Der Aufseher muß untadelig sein, Mann einer Ehefrau, gesunden
Sinnes, vernünftig, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend, dem eigenen Haushalt in
vortrefflicher Weise vorstehend, und er muß von Außenstehenden ein vortreffliches
Zeugnis haben ..."
Rein vom menschlichen Standpunkt aus gesehen, anspruchsvolle Eigenschaften, die derjenige
haben muß, der Ältester sein will. Unterstützen könnte man dies noch durch 1. Petrus
5:1-3, wo es u. a. heißt:
"... auch nicht aus Liebe zu unehrlichem Gewinn, sondern voll Eifer, doch nicht als solche, die über die Herde herrschen, die Gottes Erbe
ist, sondern indem ihr Vorbilder für die Herde werdet."
Nun mag jemand sagen: "Na, vollkommen wird wohl niemand sein, und es wird immer etwas
geben, was man jemand vorhalten kann, also was soll die Erwähnung von solchen
Geschichten?"
Nun, soweit einverstanden, falls jemand solche Meinung vertritt, aber wenn jemand wie die
WTG, die ja von sich behauptet alles richtig zu machen und besser zu sein als die anderen
Religionen, weil sie ja von Gott geleitet ist (auch bei der Ernennung von Ältesten) und
mit dem Finger auf Andersgläubige zeigt (weil sie ja alle der "falschen"
Religion angehören), dann muß es sich die WTG schon gefallen lassen, wenn man sie
genauer unter die Lupe nimmt. Schließlich muß man ja überprüfen, ob es sich
tatsächlich so verhält wie die WTG es behauptet, denn die Bibel gebietet uns das und
führt die Beröer als vortreffliches Beispiel an (Apg. 17:10,11) "... indem sie
täglich in den Schriften forschten, ob sich diese Dinge so verhielten."
Wenn man dies tut und mit den tatsächlichen Handlungen von Ältesten vergleicht, dann
muß man sich schon sehr wundern, was für Älteste unter der WTG dienen.
-R.S.W.-
WARUM IMMER ANONYM?
Herr Werner!
Seit einigen Monaten lese ich ihre "CV". Jetzt möchte ich auch mal schreiben,
was mir gefällt und was nicht und Anregung geben.
Meine Meinung ist, daß die allgemeine Lehre der Zeugen nicht die richtige ist. Besonders,
was 1975 anbetrifft. Das können Sie nicht oft genug betonen. Aber was hilft es? Die alten
Zeugen sterben weg und die jungen wissen von nichts und glauben, alles ist Lüge, das wird
ihnen schon eingeimpft. Also, die Zeugen, die ich kenne, die bleiben auf ihrem Weg, da
kann niemand was machen und auch die Kinder sind wieder so. Traurig, aber wahr! Was soll
man machen? Ich meine Aufklärung; zum Beispiel in der Schule. Ein Kind von
Zeugen wird doch dort zurückgestellt, benachteiligt, ausgelacht usw. Erfahrene Pädagogen
sollten doch auf das Kind eingehen und es behutsam mit guten Argumenten auf einen anderen
Weg führen. Nicht nur sagen: das ist Quatsch und Blödsinn. Eben dadurch wird ein Kind im
Herzen verhärtet und in seiner Ansicht bestärkt. Erreicht wird so nichts.
Mir gefällt nicht, wenn unter den Artikeln immer nur Buchstaben und keine Namen stehen. Was sagt das? Die Zeugen haben den Eindruck, die Leute gibt es bestimmt gar nicht. Nicht gut ist es, wenn Sie schreiben, wenn Zeugen von hier zu Kongressen nach der BRD fahren, daß sie dann ausgefragt werden über Militärobjekte hier bei uns usw. Das glaube ich nicht und ist wohl nicht wahr. Die brauchen doch nicht die Aussage einer Rentnerin, die vielleicht mal ein paar Panzer auf einem Feld gesehen hat. Solche Artikel schaden Ihrer Zeitung. Mein Vorschlag: Artikel speziell für junge Leute so etwa bis Anfang 20. Dann, speziell für Kinder, aber ich meine jetzt Ratschläge für Lehrer und Erzieher, wie sie auf solche Kinder besonders eingehen können, ohne sie zu verletzen.
Mir gefallen Berichte von Zeugen mit
jahrelanger Erfahrung, die über ihr Leben berichten.
Vorsicht ist geboten, wenn sich die Kirchen über die Zeugen äußern. Die sind auch nicht
fehlerfrei und haben vor ihrer Tür zu kehren. Jede hält sich für richtig, nicht nur die
Zeugen, auch andere Sekten,
Alles Gute bei der weiteren "CV"-Arbeit. Es wäre zu hoffen, daß es den
Menschen hilft, von der Sekte frei zu werden, ich habe aber wenig Hoffnung. Die meisten
sind von der harten Sorte. CV-Anmerkungen:
Es gibt Brüder und Schwestern unter unseren Autoren, die auch mit vollem Namen zeichnen
würden. Andererseits schreiben auch viele für CV, die nicht unmittelbar zu unserer
Studiengruppe gehören. Es sind engagierte Christen und auch aktive Zeugen Jehovas. Ihre
Wünsche auf Anonymität werden von uns voll respektiert und garantiert.
Viele unserer Geschwister haben auch noch
Verwandte und Freunde unter den Zeugen Jehovas denen sie, durch ihre Haltung gegenüber
der WTG, nicht schaden möchten. Dazu kommt noch, daß auch viele Autoren Angehörige in
der Bundesrepublik haben, die sie vor Repressalien durch die WTG bewahren möchten. Hinter
unseren Buchstaben stehen Brüder und Schwestern, die gerne bereit sind, auf ehrliche
Anfragen mit ihrem vollen Namen Antwort zu geben.
Ihnen empfehle ich, sich die WTG-Schriften genau zu betrachten, dort finden Sie weder die
Anfangsbuchstaben eines Namens, geschweige denn überhaupt einen Namen. Alle WTG-Artikel
und andere Veröffentlichungen sind anonym. Nicht einmal im Schriftverkehr mit der WTG
wird ein Name unter das Schreiben gesetzt, sondern nur der WTG-Firmenstempel.
Auf den Kongreß-Programmen wird kein Redner mehr mit Namen ausgewiesen. Es ist alles bei
der WTG total ANONYM!
Fragen Sie die WTG doch einmal, WARUM? Und Sie? Warum schreiben sie anonym?
Henry Werner
KRISE DES GEWISSENS" NUN AUCH IN
DER BRD
Unter dem Titel "DER GEWISSENSKONFLIKT" ist das Werk von Raymond Franz, ehemals
Mitglied der Leitenden Körperschaft der Wachtturmgesellschaft in Brooklyn, "Krise
des Gewissens", 1988 auch im Claudius-Verlag in München erschienen. Kommentare dazu
lauten:
Das vorliegende Buch ist ein sehr persönlicher und offener Bericht eines ehemaligen
Zeugen Jehovas.
Raymond Franz war in den letzten Jahren vor seinem Ausschluß in der Führungsspitze der
Zeugen Jehovas in Brooklyn, New York tätig. Sein Buch gibt erstmals einen tiefen Einblick
in die Strukturen und Abläufe im inneren Machtzentrum dieser Religionsorganisation und
zeigt, welchen massiven Einfluß das Führungsgremium auf das Leben des einzelnen
Anhängers hat.
- Der Verlag -
Das Werk geht weit über die Darstellung
des persönlichen Konfliktes des Autors hinaus. Es beschreibt den viel größeren
Konflikt, den sich Zeugen üehovas weltweit gegenübersehen.
- Zeitschrift Christianitv Today,:USA -
Eine freimütige und äußerst aufschlußreiche Analyse der Autoritätsstruktur und der
inneren Abläufe der Religionsorganisation der Zeugen Jehovas. Das Buch ist ein
ergreifendes Dokument, das den Grundwert der Gewissensfreiheit aufs neue betont und zu
frischem Nachdenken über die alte Frage auffordert, wie sich dieser Grundwert angesichts
des ständigen Wiederauflebens bürokratischer und autoritärer Strukturen
aufrechterhalten läßt.
- Prof, Dr. Joseph Zygmunt, Soziologe an der Universität, von Connecticut, USA
Hervorragend! immer wieder verblüfft hat mich die überaus große Zahl von Parallelen
zwischen den Erlebnissen des Verfassers und meinen eigenen. Augenscheinlich verfallen alle
kleinen Glaubensgemeinschaften in dieselben Fehler und Verhaltensweisen, sofern sie nicht
durch ein genaues Verständnis der göttlichen Gnade dagegen gewappnet sind.
- Dr. Desmond Ford, ehemaliger Theologe der
Siebten-Tags-Adventisten, Professor am Pacific Union College, wegen Fragen des Gewissens
seines Amtes enthoben -
Das Gewissen wird wachgerüttelt ... eine Warnung davor, was passieren kann, wenn man sein
von Gott verliehenes Recht Entscheidungen selbst zu treffen, einer Organisation
überträgt,
- Kim Kimmons, Zeitungsherausgeber,
The Franklin Press -
- CVN-
HAST DU DAS GEWUSST?
DER WACHTTURM UND DIE OBRIGKEIT Ursprüngliche Auslegung
Vor 1929 schrieb die Wachtturm-Gesellschaft; die Regierungen sind von Gott zugelassen ...
Römer 13 meint die weltliche Obrigkeit.
"Wohl waren diese heidnischen Regierungen böse, doch um eines weisen Zweckes willen
zugelassen, oder von Gott verordnet", (Römer 13,1).
(Bd. l Schriftstudien, 1886/1901, S. 258)
"Christen sollten ... ihnen doch gebührende Achtung und schuldigen Gehorsam leisten,
weil Gott ihnen zu herrschen erlaubt hat, wie Paulus lehrt: Jede Seele unterwerfe sich den
obrigkeitlichen Gewalten, denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott, und diese, welche
sind, sind von Gott verordnet.' - Römer 13, l
(Bd. 2 Schriftstudien, 1926, Seite 77)
In diesem Sinne lehrte man richtig - nach der Schrift - bis 1929. Und dann?
URSPRÜNGLICHE AUSLEGUNG ALS
BIBELVERDREHUNG" VERDAMMT
Nach 1929 schrieb man : die Regierungen sind vom Teufel, Rom. 13 meint "Jehova und
Jesus Christus", sowie die Führung innerhalb der Organisation der
"Zeugen".
"Während des ersten Weltkrieges kamen jene geistlichen Israeliten (gemeint sind die
damaligen Bibelforscher) unter die Gewalt der babylonischen politischen Systeme dieser
Welt ... großenteils wegen der immer noch herrschenden religiösen Ansicht, daß die
politischen Behörden der sichtbaren Organisation Satans (!) die obrigkeitlichen Gewalten
seien, denen alle Christenseelen, wie in Rom. 13,1 befohlen, untertan sein sollten. Durch
solche Bibelverdrehung vermochte die gewalthabende 'Religionshierarchie als 'geistlicher
Berater' der politischen Mächte zu handeln ... Solch religiöse Falschanwendung ..."
(Die Wahrheit wird euch frei machen, 1946,
Seite 312)
"Solche ('irdischen Könige, Fürsten und Mächtige') sind nicht die 'von Gott
verordneten obrigkeitlichen Gewalten', wie die religiöse Geistlichkeit dies
behauptet."
("Die neue Welt", Seite 293)
Wer wären sie aber? Antwort: Jehova Gott und Jesus Christus und die Führung in der
theokratischen Organisation" (nicht zuletzt)!
"Im Jahre 1929 brach das helle Licht hervor. In Jenem Jahr veröffentlichte der
Wachtturm die biblische Erklärung von Rom. 13. Er zeigte, daß
n i c h t weltliche Herrscher und Regenten, sondern Jehova Gott und Christus Jesus 'die
obrigkeitlichen Gewalten' sind ... sowie daß alle menschliche Einrichtung, der sie
untertan sein müssen alle schriftgemäße Einrichtung jener Menschen ist, die ... IN
GOTTES ORGANISATION als Diener tätig sind. Diese Enthüllung einer ungemein wichtigen
Wahrheit machte den Geist des geweihten Volkes Gottes frei wie nie zuvor".
("Die Wahrheit wird euch frei machen", Seite 313)
Die Führer der Neuen-Welt-Gesellschaft" schmücken sich mit dem
gestohlenen Purpurmantel" der Obrigkeit, indem sie Röm. 13 mehr und mehr auf s
i c h bezogen:
Diesen theokratischen höheren Obrigkeiten ist große Macht zu Strafsanktionen
anvertraut: Sie haben die Macht, das Gericht an allen Gegnern zu vollziehen."
Und dann zitiert der Wachtturm seine
self-made Neue-Welt-Übersetzung von Römer 13, 2-4. Darauf folgt die Drohung:
"Wahrlich, als Untergeordneter unter Gottes theokratische Organisation gebracht zu
werden, bedeutet ein äußerst ernstes Verhältnis. Nie darf vergessen werden, daß
Übeltun, grobe Untreue und Widerstand gegen Gottes theokratische Regierungsobrigkeiten f
u r c h t b a r e Folgen nach sich ziehen."
(Wachtturm vom 15.8.1952, Seite 253)
1962: RÜCKKEHR ZUM URSPRÜNGLICHEN
Der Wachtturm-Kanal verkündigte auf den Bezirksversammlungen 1962 "neues
Licht"! Neu war daran nichts! Was man gestern noch als "Finsternis" und
"Bibelverdrehüng" verdammt hatte, wurde nun als "helles Licht"
wiederentdeckt: DIE ALTE, 1929 EINGEMOTTETE BIBELFORSCHERAUFFASSUNG über Römer 13! Und
was "1929 als helles Licht hervorbrach", das war nun im Lichte des neuen-alten
"Lichts" dazu verurteilt, als Finsternis abgetan zu werden. Die "ungemein
wichtige Wahrheit", die den Geist der Zeugen frei gemacht hatte, "wie nie
zuvor", sie ist nun nicht mehr wahr.
1963 SCHREIBT DER WACHTTURM WIEDER:
DIE REGIERUNGEN SIND VON GOTT ZUGELASSEN!
RÖMER 13 MEINT DIE WELTLICHE OBRIGKEIT
"ZEUGEN JEHOVAS" IN DER ZWICKMÜHLE
UNTERORDNUNG UNTER
REGIERUNGEN" lautet die Überschrift auf Seite 81 des Wachtturms vom 1.2.1963) Und
dann heißt es:
"Heute ist es noch dringlicher als zu der Zeit, da Paulus den Römerbrief schrieb,
daß das befolgt wird, was er im Kapitel 13 zu tun gebietet ... Die obrigkeitlichen
Gewalten, die heute mit Gottes Zulassung existieren, können dazu beitragen, daß wir
Christen ein ruhiges und stilles Leben führen können".
Hat man diese Auslegung nicht 33 Jahre lang verworfen?! Warum nun diese Kehrtwendung um
180 Grad? Vielleicht aus Gründen bloßer Zweckdienlichkeit?
Daß viele "Zeugen
Jehovas", die für die von 1929 bis 1962 geltende Wachtturm-Lehre über Röm. 13
fanatisch gekämpft und z. T. schwer gelitten haben, bei diesem neuen-alten
"Licht" des Wachtturms IN EINE ZWICKMÜHLE gekommen sind, ist klar:
Ist diese neue, in Wahrheit also uralte Auslegung von Römer 13 richtig, dann war
zwangsläufig die andere Auslegung, die man seit 1929 als helles Licht" von
Jehova gepriesen hat, ein Irrtum?
Dann hat man 33 Jahre lang Finsternis für Licht gehalten!
Irrlicht von Jehova? Finsternis von Jehova? Das ist
Doch undenkbar, denn Gott ist Licht und gar keine Finsternis ist in ihm." (1.
Joh. 1,5) ...
Auszugsweise aus dem Bruderdienst
-H.J.T.-
AKTUELLES IN KÜRZE
DIE FALSCHANWENDUNGEN IN DER WTG-EIGENEN WTG-BIBELÜBERSETZUNG
Im November 1988 fand ein Gespräch statt zwischen der Studiengruppe CV und der Ev.
Haupt-Bibelgesellschaft zu Berlin.
Es ging um die Fragwürdigkeit der WTG-eigenen NW-Bibelübersetzung in bestimmten
Bereichen von WTG-Zeugen mit Dumpingmethoden verbreitet und vertrieben, und um die
Fälschungen darin. Bekanntlich hat die Ev. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in
Stuttgart diese NW-Übersetzung als der gravierendsten Bibelfälschung in der
Geschichte der Christenheit nachgewiesen mit dem Ziel, andere in das Denken der
Zeugen Jehovas, d. h. der WTG einzubinden sogar von ihrer Organisation abhängig zu
machen. Auf Grund der Auseinandersetzungen um dieses WTG-Machwerk muß diese Übersetzung
schon mehrfach revidiert werden. Ein WTG-Trick hatte darin bestanden, mittels eines
geschickten Systems von Parallelstellen bestimmte WTG-Irrlehren in diese NW-Übersetzung
hineinzu manipulieren, u. a. die folgenschwere WTG-Obrigkeitslehre von 1929 bis 1962. Man
vergleiche das Parallelstellensystem in der NW-Übersetzung von 1950 mit der von 1985. Es
ist klar, daß die WTG trotz ihrer Bezeichnung keine seriöse Bibel-Gesellschaft ist,
schon gar nicht unter ihrem Anspruch, Gott geleitet zu werden. -
AUS DER WELT DER ZEUGEN
Liebe Brüder und Schwestern!
Da es nun dauernd regnet und ich keine Fenster streichen kann, will ich doch den Tag
benutzen, um zu einigen Punkten von CV und meinen Erfahrungen mit der
Wachtturmgesellschaft Stellung zu nehmen.
Punkt 1. 1975:
Dazu wäre zu sagen, daß dieser Termin in der Gruppe, zu der ich gehörte, keine Euphorie
ausgelöst hat. Der Älteste, Bruder Sturm, der gleichzeitig viele Jahre auch mein Chef
auf meiner Arbeitsstelle war, sagte mal diesbezüglich; "Nehmt euch bei eurem
Felddienst in acht mit dem Datum 1975. Hebt das nicht so hervor, seid vorsichtig
damit."
Später, als 1975 nun schon ca. 2 Jahre vorüber war, kam es mal in meiner Gruppe zu einem
Gespräch darüber. Und, was mußte ich hören. Schwester Elfriede, die nun nicht mehr zu
den Lebenden gehört und die 7 Jahre ihres Lebens für das Eintreten für die
Wahrheit" hinter Gittern verbracht hatte, sagte, das hätten so einige
Voreilige aufgebracht, die alles besser wissen wollten. Von einer Fehlinformation durch
die WTG war überhaupt keine Rede.
Aber Bruder W. D. sagte darauf, daß er es im Wachtturm Nummer soundso gelesen habe.
Ein anderes Beispiel für krampfhaftes Zurechtbiegenwollen der Falschprophetie der WTG lieferte das Ehepaar Klenke (ebenfalls nach einem lebenslangen Eintreten für für die WTG vor Harmagedon verschieden).
Ja, sagten sie, es gehen massenweise die Zeugen aus der WTG raus. Aber die haben ja nie richtig zu uns gehört.
Die müssen doch einen Grund haben, sagte ich. Da, sagten sie, viele haben große Baukredite aufgenommen, weil sie dachten, daß sie selbige nach 1975 nicht mehr zurückzahlen brauchten.
Das kann ja nicht stimmen, war meine Erwiderung. Ich arbeite in einem Baubetrieb und habe da einen Einblick, so dumm ist der Staat heute nicht mehr. Da kann sich keiner mehr so verrammeln in die Schulden, wie der Schwiegersohn von den Buddenbrocks, Grünling. Da wird ganz genau das Einkommen geprüft und einen Teil des Geldes müssen die Leute selbst aufbringen, wenn sie bauen wollen.
Das akzeptierte man schließlich, aber die Leitung der WTG verteidigte man weiterhin. Und das waren sehr intelligente Geschwister. Sie weilten immer in unserem Dorf als Urlauber. Ich kannte sie von der Beerdigung unserer Verwandten in Dresden, sie kamen oft zu mir, grüßten dann nicht mehr. Und schließlich, als ich sie das letzte Mal vor ihrem Tode im Dorfe traf, grüßten sie freundlich ...
Für heute soll das genügen. Das nächste Mal mehr.
Herzliche Grüße von Schwester M. S. aus H.
Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry Werner -
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