Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 236

In dieser Ausgabe auch eine Einschätzung des Martin Pötzinger, anlässlich seines Todes.
Pötzinger spielte in seinem 73 bis 84 Lebensjahre, auch mal eine „Rolle" in der sogenannten „Leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas".


- 30 JAHRE -
CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR., DDR

Nr. 236 GERA MÄRZ 1989

GEDÄCHTNISMAHL
Wer darf daran teilnehmen?
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen die WT Nr. 17 und 18/1988
M, PÖTZINGER GESTORBEN
R. Franz bricht sein Schweigen (22)
WENN ZWEI ODER DREI...
Ein völlig neues Erlebnis
ZUM WAHREN WESEN DER WTG
Sie bleibt immer im Hintergrund
AUS DER WELT DER ZEUGEN
Die WTG im Leben der Zeugen Jehovas

OSTERGEDANKEN
Verkündigung der Frohbotschaft
Als der Herr Jesus Christus Seine Kirche gründete, war das noch nicht das Himmlische Jerusalem. Die irdische Kirche war und ist eine Gemeinschaft von Menschen, sündiger, fehlbarer Menschen, natürlich, die aber entschlossen sind, sich als Nachfolger Jesu auf den Weg zu begeben, dem Ziel entgegen.
So, wie in Jesus reinster Weise, war auch in seinen Nachfolgern, ihren Möglichkeiten entsprechend, "Das Wort Fleisch geworden". In der Kirche und durch sie sollte Gottes liebende Güte sichtbar und fühlbar zum Ausdruck kommen. Die Jünger sollten das "Salz der Erde" sein. Ihnen obliegt die Verkündigung der Frohbotschaft, das weitersagen der Wahrheit, ihnen von Jesus anvertraut.

Zu allen Zeiten haben eitle Menschen diese Botschaft durch Gedanken eigener Prägung verfälscht, nicht ohne sich dabei auf Jesus zu berufen. Dieses Vorgehen wurde und wird damit begründet, daß Gott ja in der Zeit, die seit Jesu Erdenwandel vergangen ist, nicht geruht, sondern gemäß seinem Vorhaben weitere Schritte unternommen habe. Sie, die Gründer neuer Gemeinschaften seien es dann gewesen, denen Gott offenbart habe, welche weiteren Schritte Er nun zu unternehmen gedenke, um dann die eigenen Ansichten unter dem Deckmantel christlicher Legalität verbreiten zu können, bedienten und bedienen sie sich des Hinweises auf den Predigtauftrag Jesu. Alle diese besserwisserischen Neugründungen sind, denkt man an ihre ursprüngliche Zielstellung, gescheitert und steckengeblieben. Ihr geistiges Fundament erwies sich als von zeitlicher und nicht als von ewiger Natur.

Die WTG will ihre Anhänger glauben machen, sie sei der von "Jehova" gebrauchte Kanal, um all das "Neue Licht aus Seinem Tempel" der Menschheit zugänglich zu machen. Damit Hand in Hand geht die Verteufelung deren, die das "Neue Licht" mit Skepsis betrachteten oder als illegitim ablehnen.
In der Literatur der WTG erscheint Gott als einer, der die Menschen trotz ihres gebrochenen Verhältnisses zu Ihm zwar bestehen läßt, sie aber gleichzeitig verurteilt, weil sie zu nichts Vollkommenen im Stande sind. So wird Gott als Naivling dargestellt, der sich über den Zustand der Menschen nicht im klaren ist und auch selbst nicht recht weiß, was Er will.

Einer der "Lichtblitze", die den Kanal erleuchteten, besagte, daß die Christenheit als erste in Harmagedon vernichtet werden sollte, weil sie den ersten Weltkrieg nicht verhindert hat. (Der Länder aber, die KEINEN Krieg führten, waren aber mehr, als derer, die am Krieg beteiligt waren) Gott selbst aber hat ihn bekanntlich auch nicht verhindert. Ginge Er nun SO vor, wie es die WTG die Menschen glauben machen will, dann müßte Er von unvollkommenen Menschen weit mehr erwarten und verlangen als von Sich selbst.

Angesichts dieser Methoden kann man sicher nicht behaupten, daß diejenigen, die auf die Ehrung des Namens "Jehova" sogroßen Wert legen, Gott in einer Weise darstellen, daß man Ihn lieben, ehren und achten könnte. Für einen Gott nach dem Zuschnitt des WT wären die Menschen nur zur eigenen Erheiterung Gottes da. Da hätte eher die griechische Götterlehre Recht oder die Spötter, als die Heilige Schrift. Sie hätten dann das Wesen Gottes besser erfaßt als die Schreiber der Bibel!

Dieser "Gott" hätte eine verteufelte Ähnlichkeit mit einem Götzen.
Was wäre an einem "Gott" liebenswert, der Seine Geschöpfe unter völlig unzureichenden Bedingungen "herumwursteln" läßt, um sie dann für den unvermeidbaren, weil vorprogrammierten Mißerfolg auf das härteste zu bestrafen?
Nun schließt Gottes Liebe zu den Menschen natürlich nicht aus, daß Er uns unmißverständlich sagt, daß wir Sünder sind. Im Gegenteil, was wäre Liebe ohne Wahrheit!? Gottes Wahrheit soll ja nicht der Unterdrückung dienen, sondern sie soll uns dazu bewegen, daß wir uns seine Hilfe gefallen lassen. Das ist doch für uns die Frohe Botschaft: DASS UNS GOTT LIEBT, OBWOHL WIR SÜNDER SIND!

Daß wir es sind, ist: einf Tatsache wie die, daß wir Luft zum Atmen brauchen, daß wir essen und trinken müssen, um am Leben zu bleiben. So schenkte uns Gott Seinen Sohn, daß wir hinauagelangen können aus dem unfruchtbaren Kreislauf unseres beschränkten Daseins.

Hin zu wahrem Leben in seinem Reich.
Es ist Gottes großzügige Art, mit EINEM Maße zu messen und mit EINER Liebe zu lieben. Er kennt nur das gerüttelte, gedrückte gehäufte Maß! Er kennt weder Mittelmaß noch Herabsetzung. Er räumt, bildlich gesprochen, das gute Geschirr, das Er aufgelegt hat, nicht fort, wenn „nur wir" kommen. Sünder, Menschen in "schlechter Kleidung". Er sagt nicht zu dem einen, "komme hierher, an meine Seite", und zu einem anderen, "geh, setz dich dort hinten hin, wo dich kein anständiger Mansch sieht!" Gott liebt alle mit einer Liebe, denn, Er hat nur diese eine. Nicht ohne Grund sagte Jesus, das erste Gebot sei, Gott über alles zu lieben, aber das zweite, DIESEM GLEICHE sei, seinen Nächsten zu lieben wie sich selbst! Gott erwartet von uns nicht, daß wir den Mitmenschen mit einer geringeren Qualität von Liebe bedenken sollten, als Ihn; Gott, selbst!

"Sünde" ist ja auch unsere Unfähigkeit, alle unsere Gaben auf die bestmögliche Weise anzuwenden, und sie ist auch unsere mangelnde Fähigkeit, in allen Dingen das rechte Maß zu halten. Wann könnten wir von uns behaupten, daß wir alle unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten nur wohltätig anwendeten?
Die Priester im Tempel zu Jerusalem mußten sich immer von neuem einer rituellen Reinigung unterziehen, ohne dabei jemals wirklich rein zu werden. Ihnen wurde damit nur die Notwendigkeit geoffenbart, daß sie eigentlich vor Gott in reinem Zustand erscheinen müßten, ein Zustand; den sie nie erreichen konnten. Noch so viele Waschungen konnten nicht erreichen, was die "Waschung im Blute des Lammes (Christus)" bewirkt. Jesus gab sich bewußt mit "Sündern" ab - sie waren es nicht mehr als alle anderen Menschen auch -, um die Unteilbarkeit der Liebe Gottes zu demonstrieren. Denn auch jene, die sich für gerecht hielten, waren doch nur Sünder in Gottes Augen. Sie waren aber im Nachteil, weil sie meinten, Jesus nicht zu brauchen. So blieb ihre Sünde auf ihnen ruhen. Hätte Sich Jesus NICHT mit Sündern abgeben sollen? Ja, wozu wäre Er dann in die Welt gekommen? Ohne selbst mit Sünde befleckt zu sein, stellte Er sich auf eine Stufe mit den Menschen, wenn er sagte:

Was Ihr einem der geringsten meiner Brüder getaa (nicht getan) bebt , das habt ihr auch mir getan (nicht getan)."
Wir können uns nicht selbst von unserem sündigen Zustand befreien, indem wir vielleicht einige Schönheitsreparaturen an uns vornähmen. Wir könnten das so wenig, wie ein "Pardel seine Flecken tilgen" könnte. Die Sünde ist uns wesenseigen, wir haben keinen Nutzen davon, wenn wir unsere Natur leugnen. Nützen kann uns nur das Annehmen des Angebotes Gottes in Christo. Einen Kranken, der seine Krankheit nicht zur Kenntnis nimmt, kann nicht geholfen werden, er bleibt ein Kranker, bleibt ohne Hilfe und wird immer kränker.

Jesus starb für uns am Kreuz wie ein Verbrecher. Er überwand in seiner Auferstehung den Tod. Er überschritt die Grenze, die der biologische Tod dem menschlichen Leben setzt. So machte Jesus deutlich, daß das irdische, „fleischliche", biologische Dasein nur eine Etappe auf dem Wege der Seele zu „wirklichen Leben" ist , wie es Paulus in seinem Brief an Timotheus nennt. Wirkliches Leben ist wirkendes Leben, es ist die Lebensform Gottes.
"Seele", d. h. die gesamte menschliche Existenz, ist mehr als nur die kurze spanne Zeit zwischen Geborenwerden und biologischen Tod. Warum sonst wohl hätte Jesus Seine Nachfolger ermäahnt, nicht die zu fürchten, die zwar den (vergänglichen) Leib, nicht aber die SEELE zu töten vermöchten?

Ehe Jesus auch diese Wahrheit brachte, schien es den Menschen so, daß der biologische Tod identisch sei mit dem Ende des Lebens überhaupt. Jesus besiegte den Tod, indem Er über den engen Gesichtskreis hinauswies. In der Auferstehung hat Er den Tod vernichtet, ihn zunichte, zu nichts gemacht.
In Jesus wurde der Beweis erbracht, daß das Leben stärker ist als der Tod. Er, Jesus, besiegte den Tod und wurde selbst ein, nein, DER Weg zum Leben, wenn wir unter Leben das Ewige Leben verstehen. Er wurde es für alle, die dieses Leben wünschen und glauben, daß wahres Leben, d. h. Leben in Fülle, nur in Verbindung mit Gott möglich ist. Das ist der Sieg Christi, der den Tod besiegt hat und die Welt überwand. Dieser Sieg wird nicht errungen angesichts einer mit Milliarden von Leichen bedeckten Erde, wie es sich die Wachtturm-Gläubigen erträumen.

Dieser irre Traum wird so wenig Erfüllung finden wie die Phantastereien, die "Anderen Schafe" Brooklyner Prägung betreffend, die angeblich NIE zu sterben brauchen. Tausende, Abertausende sind schon mit dieser "Hoffnung" gestorben. Damit dürfte hinreichend bewiesen sein, daß Gott eine Hoffnung DIESER Art niemals gegeben hat! Diese "Lehre" gehört in die Reihe der Hirngespinste, von denen eingangs die Rede gewesen ist. Es ist eine der Besonderheiten, mit denen Sekten ihre eigene Existenzberechtigung begründen möchten.

Die Hoffnung, die auf dem unerschütterlichen Fundament der wahren Aussagen Gottes in Christo beruht besagt nicht, daß Gott den biologischen Tod aufhören ließe, sondern sie besteht darin, daß die Tat Gottes größer ist als der Tod, den Er durch sich selber im letzten Sinne wirkungslos gemacht hat.

Der Wille Gottes, Leben zu geben, scheitert nicht an unserer Hinfälligkeit.
Gott wird weder die Erde mit Leichen füllen, noch wird Er sein eigenes Gesetz vom Werden und Vergehen alles IRDISCHEN (materiell-biologischen) aufheben. Nicht wird aufhören Saat und Ernte ... wie es in ersten Mose 8:22 ff- heißt.
Stets ist den Menschen der Tod als der Verschlinger des Lebens erschienen. In Umkehrung dieses Gedanken öffnet uns Gottes Wort die Augen dafür, daß der Tod verschlungen wird vom Leben.
JESUS ABER IST DAS LEBEN!
H. G.

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DIE WT NUMMER 17 UND 18/1988
SATAN - EINE REALITÄT?
GEGEN DIE MACHENSCHAFTEN DES TEUFELS STANDHALTEN
EINE VERDAMMT-BENÖTIGTE WELT
Er (der Teufel Anm. D. CV-Red.) hat es darauf abgesehen, alle wahren Christen zu verderben (2. Timotheus 3:12). Und dabei kann er sich aus einem ganz einfachen Grund ausschließlich auf; Jehovas Volk konzentrieren - die übrige Welt hat er bereits in seiner Gewalt (l. Johannes 5:12)." Welche unbeschreibliche Arroganz - spricht aus diesen Worten! Da wird das neugeborene Baby eines "weltlichen" Ehepaares ebenso verdammt wie die kirchliche Ordensschwester, die sich ihr Leben lang uneigennützig um kranke oder behinderte Menschen sorgte. Da wird das rastlose Wirken eines Wissenschaftlers verteufelt der seine ganze Kraft und sein ganzes Wiesen in den Dienst der Menschheit (u. a. auch zum Wohle der Zeugen Jehovas) einsetzte.

ÜBERZEUGUNGSARBEIT IM VORBEIGEHEN?
Und noch einem anderen Aspekt gilt unsere Aufmerksamkeit: Beurteilen die Zeugen Jehovas Ihre eigene Tätigkeit überhaupt realistisch? Den gut drei Millionen ZJ stehen mehr als fünf Milliarden "Weltmenschen" gegenüber! In Algerien besteht ein Verhältnis von l zu 500 000, in Bangladesh l zu 5 000 000, in Nepal T zu 450 000. In der VR China leben mehr als eine Milliarde Menschen. Demgegenüber existieren dort nicht viel mehr als eine Hand voll ZJ! Es gibt somit zwangsläufig Millionen Menschen, die noch nie etwas von den Zeugen Jehovas gehört haben. Selbst bei Kenntnis dieses Namens, wäre das allein noch kein Grund für sie, mit "wehenden Fahnen" überzulaufen.

Weiter: Darf ein Mensch verachtet werden, der aus einem informellen Gespräch von vielleicht; fünf Minuten mit einem ZJ noch keine Konsequenzen im Sinne der WTG vornimmt? - Nun, diese Gedanken machen sich viele Zeugen Jehovas nicht. Allen Ernstes sind sie der Meinung, daß jede Person, die ihnen auf der Straße begegnet, kraft des Heiligen Geistes die "Wahrheit" annehmen müßte. Im gegenteiligen Fall ist sie eben vom Satan besessen ...
- G.R.-

HÖRE ZU! Jehovas Wächter spricht -
JEHOVA zieht sein Schwert aus der Scheide
ALLE REDEN VOM FRIEDEN -
Jehovas „Wächter" nicht!
Es ist mal wieder soweit! Die Asche von 1975 hat die Zeit inzwischen verweht, der noch verbliebene Rest wird gleichsam auf und mit den Köpfen derer, die sie sich auf 's Haupt streuen mußten, begraben sein, hofft die inzwischen 3. Generation der "Wächter" Jehovas.

Im Gewände Hesekiels bemühen eich die Brüder in der Aussichtsetage des Wachtturm, den Anschluß nicht zu verpassen und verkünden: "Die feurige Vernichtung steht bevor!" Und dieses Mal wird es keinen Aufschub mehr geben! (Seite 17) Eine recht deutliche Warnung an diejenigen, die immer noch zaudern, oder sich gar erinnern, daß Jehova in diesem Jahrhundert schon einige Male sein Schwert ziehen sollte, und es dann aus unerklärlichen Gründen doch stecken ließ. Aber sind diese Gründe wirklich so unerklärlich? Beruhen sie nicht doch auf der simplen Tatsache, daß Gott bisher keinem, der vorgab, in seinem Lichte zu sehen - und darob zur Prophezeiung berufen - die Maske heuchlerischer Liebe im Gesicht beließ, sondern vielmehr die Vernunft aller derer anmahnte, die jenen "Wächtern" zuhörten!?!

In Hesekiel 13:6-8 finden wir möglicherweise die Begründung, warum bisher alle Visionen des Wächters auf dem Turm, nicht mehr sein konnten, als die Offenbarung der Lüge selbstgegebener Vertrautheit mit dem Willen Gottes.
Doch um was geht es dem selbstherrlichen "Wächter" und "Sprachrohr" Jehovas denn nun wirklich?
Nun, alle diejenigen Brüder und Schwestern, welche da immer noch auf ihre gottgegebene Vernunft vertrauen wird verheißen,daß sie das Schwert Jehovas zu spüren bekämen, wenn sie nicht auf den Wächter hörten. Gleich der Christenheit würden sie
hingerichtet! Denn - der „Tag Jehovas" steht (wieder mal) bevor, und wer möchte sich da schon vom heiligen Dienet und Kennzeichnungswerk zurückziehen, sich den sechs Männern mit den todbringenden Keulen womöglich gar in den Weg stellen?

Das entsprechende Bild auf Seite 15 verfehlt sicherlich kaum seine Wirkung, denn die Alternative der Kennzeichnung mit den Pinsel ist weit angenehmer zu ertragen, als das Bersten des Schädels unter dem Hieb einer dieser Keulen. Auch die, welche sich schon allzuweit vom Wachtturm entfernt haben, ihn aus menschlichen Gründen weder sehen noch hören (wollen), wird verkündet, daß reumütige Umkehr möglich ist und Überleben garantiert. Liest man nun dazu den angeführten Vergleich 2. Petrus 3:9 nun mal wortwörtlich, so kann man zweifellos erkennen, daß hier die vorausgehenden Verse 2:17-22, in denen von der „aufbehaltenen Schwärze der Finsternis" die Rede ist, aber auch davon, daß die "zum eigenen Gespei zurückgekehrten Hunde ...", nicht gleichermaßen diejenigen sein können, welche Jehova als reumütige Schafe akzeptiert. Dennoch, der „Wächter" sieht in seiner jetzigen Deutung dieses Textes des geringere Übel, kann man doch auf die „perfektionierte Erkenntnis" der Reumütigen effektiver zurückgreifen, indem sie ja ihre "Reue" erst mal nachhaltig unter Beweis stellen müssen! Obendrein bewirkt ein "reumütiger Schafsbock" oft mehr, als die vielen willkürlichen und an den Haaren herbeizitierten Schrifttexte, denn JENER täte es wohl nicht, hätte er noch den geringsten Zweifel an der Wahrhaftigkeit der "Worte des Wächters".

Nur ein "zum Turm Zurückgekehrter" in jeder Versammlung vermag ein Dutzend Skeptiker, bezüglich der Vorhersagen biblischer Prophezeiungen durch den "Wächter", zum Schweigen zu bringen ...
Nun, die "Wächter" auf dem Turm haben sich schon viele Kuckucks-Eier ins Nest gelegt, doch wenn es wieder daran geht, sich die Asche der kommenden und ausbleibenden "Rechtfertigung" ihrer "Warnrufe" auf's Haupt zu streuen, können sie auch diesmal darauf vertrauen, daß ihre Häupter am Rumpf verbleiben, und dessen sind sie sich nun wirklich sicher!
-H.J.H.-

WER DARF AM GEDÄCHTNISMAHL TEILNEHMEN?
Diese Frage sollte sich am besten jeder selbst stellen! Einfach deshalb, weil nur er selbst wissen kann, ob bei ihm irgendwelche Heuchelei oder Geltungsbedürfnis im Spiel ist. Jeder andere kann, und viele davon werden sich irren! Dann, Gnade ihnen, die ihnen niemand gewähren wird! Übereifer, der sich in Richtgeist verläuft, stößt auf kein Verständnis bei Gott. Sondern er wird den mit Recht bestrafen, der sich zu Unrecht erdreistete, andere nach seinem Dafürhalten für schuldig zu erklären!

Paulus schrieb zu diesem Punkt;
"Wer aber auf unwürdige Weise das Brot des Herrn ißt und aus seinem Becher, trinkt, der macht sich schuldig. Darum soll s i c h jeder prüfen, bevor er das Brot ißt und aus dem Becher trinkt, wenn er sich nicht klarmacht, daß er es mit dem Leib des Herrn zu tun hat, zieht er sich mit seinem Essen und Trinken die Verurteilung zu".
(l. Korinther 11, 27-29 DGN)
Wir sind es also nicht, die berufen oder berechtigt sind, irgend jemand die Teilnahme am Mahl zu verweigern oder streitig zu machen! Der Herr bestimmt .selbst, wer s e i n ist! Es gibt nur ein Entweder ... Oder! Entweder bin ich als hilfesuchender "Weggefährte" des Herrn angenommen, dann teile ich auch die Gemeinschaft des Geistes mit ihm, und gehöre an seinen Tisch, oder ich bin als Heuchler erkannt, und er hat mir seine Gemeinschaft verwehrt.

Im letzteren Falle nützt mir auch das "Zugucken" nichts! Der Apostel spricht von Selbstprüfung und warnt vor Unwürde, sind das nicht "Globalbegriffe", denen die konkrete Bezugnahme fehlt? Wäre es nicht angebracht, sich einmal konkrete Gedanken darüber zu machen, worüber "Experten" meinen, alles am besten zu wissen? Um keine falschen Vorstellungen aufkommen zu lassen, sei hier erst einmal festgestellt, daß es

a) keinen Katalog gibt, aus dem jeder ablesen kann und soll, ob er berechtigt ist, das Gedächtnismahl des Herrn mitzufeiern;
b) dabei nicht darauf ankommt, wie lange jemand einer Organisation angehört, die sich selbst zum einzig segensreichen Werkzeug Gottes avanciert hat;
c) auch, und gerade bei der Selbstprüfung um den Stand der individuellen Beziehungen jedes einzelnen zu seinem Gott und Heiland geht;
d) nach dem Evangelium, das uns der Sohn vom Vater brachte, nur eine Berufung zu nur einer Hoffnung gibt;
e) unter dem Strich, in der Ergebnisrechnung des Wirkens des Wortes Gottes, nur z w e i Kategorien feststellbar sein werden:

1. Gerechtfertigte durch Glauben, die durch Gnade gesegnet worden sind, und ewig leben werden. 2. Heuchler und Frevler, die in der Wirksamkeit der Sünde zum Tode verblieben, oder zurückgekehrt sind.
Wer im Reiche Gottes, unter der Führung des Christus Haupt und Leib, welchen Platz einnehmen wird, entscheidet Gott ganz allein! Er kennt und hat keine Organisation, in der ER die jetzt schon von ihm gesegneten deponiert und der Herrschaft aufgeblasener Lästerer aussetzt!
Nach dem zuverlässigen Wort des Herrn und der Apostel ist unsere nächstliegende Hoffnung: Die Wiederkunft des Herrn wie sie sich nach Joh. 14,2-3 und Joh. 17,24 erkennbar zeigt. Bis zur unübersehbaren Erfüllung dieser Versicherung, die der Herr seinen Jüngern gab, und die er vom Vater selbst erbat, wird sich daran nichts ändern! Wir können auch ganz gewiß sein, daß alle, die der Vater dem Sohne zuführte, mit demselben Maß gemessen worden sind! Er kennt sie alle mit Namen! Aus Israel, und aus den übrigen Nationen. Für alle hat er gleichermaßen sein Blut und Leben gegeben Sie sind alle sein! Seine Schafe! Eine Herde! Abziehbilder (schafähnliche Gebilde) hat ER nicht berufen, nicht geschaffen, und er ist auch weiterhin nicht daran interessiert! An schafähnliche Gebilde als Zaungäste
ohne Recht und stimme, hat er nie gedacht!

Auch nicht in Erwägung gezogen!
Außerdem, wer da Angst hat, beim Gedächtnismahl des Herrn eine verbindlichere Rolle zu spielen, als geduldeter Zaungast zu sein, weil sich damit Pflichten gegenüber dem Herrn ergeben könnten, zu denen er von vornherein nicht bereit ist, der ist sogar als „Feldarbeiter der Organisation" fehl am Platze!
-H.B.-
(Auszugsweise aus dem "Weggefährten")

LK-MITGLIED MARTIN PÖTZINGER GESTORBEN
Raymond Franz bricht sein Schweigen (22)
Erst im WT vom 15.9.1988 engl. gab die WTG bekannt, daß das Mitglied der Leitenden Körperschaft Martin Pötzinger am 16. 6.1988 mit knapp 84 Jahren gestorben ist.
Noch als 73jährigen
hatte man ihn im September
1977 in die Leitende Körperschaft der WTG nach Brooklyn geholt. In der BRD hatte er bis dahin im Kreisdienst gearbeitet. Zwischendurch hatte er 1958 die WTG-Missionarschule Gilead in den USA besucht. Im WTG-Welthauptquartier, sie benutzen in den USA diese militärische Bezeichnung - world headquarter -, arbeitete Pötzinger im Dienstkomitee der LK und im Komitee der Dienstabteilung.

Hier lernte Raymond Franz ihn kennen. Im WT wurde verschiedentlich über ihn berichtet.
WT 1.3.1970, er über sich selbst.
WT 1 .10.1984 seine Frau Gertrud über ihn,
WT 1.1.1985, seine Äußerungen anläßlich 100 Jahre WTG. in Pittsburgh.
1979 wandte er sich als "Beauftragter der WTG" (!) im Rheinstadion in Düsseldorf mit dem Vortrag "Jesus Christus - der siegreiche König, mit dem die Nationen rechnen müssen!" gar an die Weltöffentlichkeit! Nun der Nachruf über ihn mit einem Vierteljahr Verspätung unter der Überschrift "Ein standhafter Kämpfer für die Wahrheit" mit einem Foto von ihm. Man hat bewußt ein begeisterungstrahlendes Foto von ihm gewählt. Selbst sein Tod soll die anderen zum Weitermachen drängen.

Bei soviel Darstellung und Selbstdarstellung ist es nur zu berechtigt, auch nach dem zu fragen, was er in der Leitenden Körperschaft für eine Rolle gespielt hat, worüber der WT nichts sagt.
Bei Raymond Franz können wir darüber folgendes nachlesen.
Martin Pötzinger erzählt selbst, daß er erst 1926 die WTG-Religion angenommen habe. In seiner Überprüfung, wo die LK-Mitglieder 1914 waren, stellt R. Franz fest, daß Pötzinger da erst ein Kind von 10 Jahren war. Da stimmt es mit der 1914-Generation also schon in der LK nicht.

In der LK-Sitzung am 15.9.1979, für die Öffentlichkeit wie immer geheim, stand eine "demokratische" Abstimmung über die Frage auf der Tagesordnung, Wehrersatzdienstverweigerung, weiter Ja oder fortan nein. Die Abstimmung ergab 50:50.
Pötzinger gehörte hier zu der Machtgruppe in der LK, die darauf beharrte, die Brüder weiter ins Gefängnis gehen zu lassen.
Wohlgemerkt, keineswegs wegen Wehrdiensverweigerung, sondern wegen Wehrersatzdienst (also ohne Waffe), der auch weiter verweigert werden solle, was nun völlig über die Schrift hinausgeht. Auch die Jünger Jesu trugen Waffen. Man lese nach:
2. Mose 20:13; 5. Mose 24:5; Matthäus 26:52, Lukas 3:14; Lukas 22:35,36; Apostelg. 10; Römer 13:1-6; l. Kor. 7:20.
Die Machtgruppierung in der LK, wie sie in den Abstimmungen sichtbar wurde, sah u. a. so aus: Wenn die Hände von, F. W. Franz, M. Henschel, T. Jaracz und L. Barry hochgingen, berichtet R. Franz, dann gingen dazu auch die Hände von M. Pötzinger hoch. So hielt er sich in der LK immer zu der Gruppe der Mächtigsten, die auch die materiellen Mittel und die Administration, d. h. die Befehlsgewalt in der Hand haben sowie auch das Gesetz.

Einmal wurde Pötzinger von Raymond Franz darin zurechtgewiesen, sein Urteil über andere im Bethel nicht auf Hörensagen zu gründen. Man hatte wieder einmal WT-Literatur im Schmutztrichter der Toilette des Bethel gefunden. Die "wahre Haltung" erkenne man erst, sagte er zu ihm, wenn man hier nicht nach Hörensagen beschuldigt. M. Pötzinger habe ihn da nur angestarrt, aber nichts gesagt.
Das Dienstkontitee der LK, dem M. Pötzinger angehörte, hatte alle wichtigen Briefe zu billigen, die hinausgingen.
Wenn man bei R. Franz nachliest, was alles auf das Konto des Dienstkomitees geht, dann rundet sich das Bild ab. Wir sehen auch, daß die ganze LK nach Psalm 90:10 in Kürze in den Tod geht, wenn wir das Alter der anderen Mitglieder lesen.
Alles in allem zeigt auch die Rolle von M. Pötzinger in der LK, wie sie dort hinter, theokratischem Aushängeschild selbst Gott spielen, indem sie als "letzte Instanz" selbst demokratisch abstimmen, was "göttliche Wahrheit" sei und was nicht. So daß es zu ihren Irrtümern und falschen Prophezeiungen kommen muß.
-P.-

WENN ZWEI ODER DREI IN MEINEM NAMEN VERSAMMELT SIND...
Von den Zeugen Jehovas zur Christlichen Verantwortung
Einige Jahre lang war ich mit zweien oder dreien oder auch mehreren versammelt und ich hatte die Hoffnung, daß Jesus unter uns sein möge! Und die bei mir waren, versicherten mir auch, daß der Heiland bei uns sei; ich lauschte dem Bibelwort und mir, dem vielbelesenen Materialisten, ging eine neue Erkenntnis auf: Das Wort Gottes war einfach, er, Jehova, war ein guter Lehrer! Wie hieß es doch bei Matth. 23:8:
"Ihr aber laßt euch nicht Rabbi nennen, denn EINER ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid!"
Und die bei mir waren, wollten alle Lehrer sein und einer sprach sogar von Karriere, die man bei den Zeugen Jehovas machen könne! Waren sie nicht auch wie diejenigen, die Jesus meinte, wenn er sagte:
„Alle Werke, die sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden!"??
Was ist gemeint, wenn der Apostel Paulus im ersten Brief an die Korinther, im Kapitel 3:19 ausführt:
„Die Weisheit der Welt ist Torheit vor Gott", und im Vers 18 rät der Apostel Paulus, daß der, der sich in dieser Welt für weise hielte, schleunigst zum Toren werden sollte!

Geht nicht durch die ganze Heilige Schrift wie ein roter Faden - der Hinweis, daß Gottes Weisheit eine ganz einfache ist und wo ist diese Weisheit erkennbar wenn nicht "in der herrlichen Natur!!?? Ist nicht die Tatsache, daß die Weisheit unseres Systems der Dinge scheinbare "Errrungenschaften" erzeugt, die - wie heute in drastischer Weise sichtbar wird - in Wirklichkeit zur Zerstörung der herrlichen Schöpfung führt!?? All das sagten mir die Brüder und Schwestern, mit denen ich mehrere Jahre des öfteren versammelt war; aber sie hielten sich nur da an die Schrift, wo es ihnen in den Kram paßte, und das genau darf nicht sein; es steht geschrieben, daß Gottes Weisheit, vorbestimmt ist seit Jahrtausenden!! Sie ist kein Resultat der Evolution oder geschliffener Definitionen oder genialer Erfindungen, sondern sie ist von Ewigkeit zu Ewigkeit; sie ist völlig anders als unsere Schulweisheit, sie ist die Weisheit! die uns noch im Paradies zuteil war. Unsere Weisheit ist die, die uns das Böse aufgeschwatzt hatte und die wir unter keinen Umständen hätten annehmen dürfen! Das alles und noch viel mehr lehrten mich die Zeugen Jehovas, aber was verbanden sie damit?!

Sie legten die Bibel so aus, daß in der Gottesschlacht von Harmagedon nur sie in das herrliche Königreich Jehovas eingehen würden und Milliarden Leichen sollten rings um sie her herumliegen; eine bestialische Vorstellung und eine Perversion des Denkens und Fühlens!! Außerdem ist es absurd, warum sollte Jehova Menschen umbringen, die Gutes getan hatten oder gar nichts von ihm wußten? Das wäre doch, eines gerechten Gottes unwürdig! Die Zeugen Jehovas sind oft einander spinnefeind, sie tun alles, was Gott und die Welt verboten hat, versteckt und im kleinerem Rahmen; und sie haben auch eine diebische Freude, wenn sie z.B. ihr gebrauchtes Auto, zu einem überhöhten Preis, einem "Weltmenschen" andrehen konnten!
Und so war mir dann doch an dem Zusammensein mit meinen "Lehrern" nicht mehr viel gelegen; aber die Frage kam auf, ob es nicht Christen gäbe, die Wort und Tat treu und unbeirrt nach dem Wort Gottes ausrichteten!??

EIN VÖLLIG NEUES ERLEBNIS
Ich war mit meiner lieben Gattin in einer Versammlung von Schwestern und Brüdern, die, wie wir, dem verderblichen Einfluß der Wachtturmgesellschaft entronnen waren. Mit Bangen hatte ich mich zu der Versammlung begeben, denn ich wurde die Sorge nicht los, wieder auf Christen zu treffen, die Jehova sagen und sich meinen.
Aber schon der erste Kontakt mit den Brüdern und Schwestern war so zutiefst natürlich, offen und herzlich, daß, mir diese Sorge bald genommen war.
Meine Gattin und ich hatten uns vorgenommen, erst einmal in Reserve zu bleiben, aber die Gespräche waren von einer so großen Duldsamkeit gegenüber der Meinung des anderen geprägt, daß wir uns veranlaßt sahen, einmal unser Herz auszuschütten.

Ich war geradezu glücklich, daß ich auch Verständnis fand als ich den Marxismus als etwas im wesentlichen Positives darstellte, denn ich war mein ganzes bisheriges Leben Marxist gewesen. Inzwischen - auch das sagte ich den Schwestern und Brüdern - glaube ich, daß die Existenz Gottes beweisbar ist, denn wäre der Mensch ein Produkt der natürlichen Evolution, so würde er sich der Natur gegenüber nicht so zerstörerisch verhalten! In uns Menschen steckt etwas, was uns unfähig macht, im Rahmen der Gesetze der Natur zu leben! Und so wird klar, daß die in der Bibel dargestellte geistige Rivalität zwischen Jehova-Gott und dem Satan, nicht als ein "Ammenmärchen" abgetan werden kann; sondern es wäre an der Zeit, daß sich die sog. materialistische Wissenschaft sich mit diesem Phänomen beschäftigt! Es gälte die Wahrheitsgehalte aller Ideologien und Religionen vorurteilslos zu prüfen, und zwar gemeinsam alle Menschen, die guten Willens sind, müssen ergründen, was sagt uns der Schöpfer unseres Lebens?! Was müssen wir tun, um der Vernichtung zu entgehen?

Welche Kräfte sind es, die zwar immer wieder von Umweltschutz reden, aber permanent die Umwelt verseuchen? Oder jene verbrecherischen Potentaten, die ständig ihre Friedensliebe beteuern, aber insgeheim die furchtbarsten Waffensysteme entwickeln?
Die Scheinliberalen, die jede Abartigkeit in der Sexualität zu rechtfertigen suchen, auch wenn der Schöpfer drastische Grenzen setzt, wie in unseren Tagen mit dem AIDS-Virus! Die Menschheit muß zur Besinnung kommen, es ist schon fünf Minuten NACH 12! Wie immer man die Verfallserscheinungen definieren mag, philosophisch, idealistisch oder materialistisch, Jetzt gilt es nicht Inaktivitäten durch apokalyptische Endzeittheorien zu provozieren, sondern durch massives Zusammenwirken aller positiven Kräfte, die Weltvernichtung zu verhindern!

Das alles konnte ich bei den Geschwistern der Studiengruppe "Christliche Verantwortung." zum Ausdruck bringen, ohne als Verfälscher der Heiligen Schrift verteufelt zu werden, wie mir das bei den Zeugen Jehovas geschehen ist.
Wie die Brüder, die in aufopfernder Weise die Zeitschrift „Christliche Verantwortung" über lange Zeit fertigten, zum Ausdruck brachten, ist der Erfolg der Tätigkeit der Studiengruppe größer als es den Anschein hat und doch gibt es sicher weitere Ansätze für eine noch bessere Arbeit. Die Studiengruppe versteht sich nicht als alternative Religionsgemeinschaft, und so war es für mich erbauend, daß es Brüder gab, die alternative Religionsgemeinschaften zur Diskussion stellten. Es erscheint mir unabdingbar, notwendig, daß verantwortungsbewußte Christen, sich auch außerhalb der Studiengruppe, in Christengemeinschaften engagieren, die die Bibel, im Gegensatz zu den Zeugen Jehovas, konstruktiv - und nicht destruktiv verstehen! Die aber auch nicht den Erlösernamen nur als Parteiname benutzen, um die Menschen noch besser täuschen zu können. Es müssen sich Christen zusammenfinden, die Gottes Wort nicht nur im Munde führen, sondern euch danach handeln.
Meine Frau und ich danken allen Brüdern und Schwestern für die "Herzlichkeit und des Verständnis, mit dem sie uns begegneten, wir danken den Frauen, die die Mühe der Bewirtung auf sich genommen hatten.
Wir freuen uns auf ein gedeihliches Zusammenwirken und weitere Versammlungen, wozu wir im Gebet Christus bitten; wollen, anwesend zu sein.
-G.N.L.-

ZUM WAHREN WESEN DER WACHtTURM-GESELLSCHAlFT
Wenn wir es recht bedenken, so fallen uns zwei Faktoren auf, derer sich die WTG bedient. Sie selbst bleibt bei all ihren Veröffentlichungen immer schön im Hintergrund und schreibt ihre sich nicht erfüllenden Prophezeiungen letztlich immer den Zeugen Jehovas zu. Die Zeugen sind aber schließlich nicht die Gesellschaft, sondern nur Kolporteure, die die WTG am Funktionieren hält, und diese haben weder etwas zu erkennen noch zu erforschen oder zu prophezeien. Das tut der „treue und verständige Sklave", also die WTG für sie und wehe dem Zeugen, der eigene Gedanken oder kritische Bemerkungen parat hat: der Gemeinschaftsentzug wäre sein Los. Die Zeugen Jehovas als Gesamtheit werden gleich einer Marionette gegängelt und mißbraucht, ohne es zu bemerken.

Der zweite Faktor für die WTG ist Gott selbst. Erst wird von ihr "im Auftrag Gottes" etwas prophezeit und, wenn es nicht eintrifft, dann hat Gott es sich in seiner "liebenden Güte", plötzlich anders überlegt. Dafür muß dann 2. Petrus 3:9 herhalten. Dabei wäscht die WTG ihre Hände in Unschuld, darin sie kann ja nichts dafür, daß Gott es sich ständig anders überlegt. Das ist meiner Ansicht nach eine glatte Verhöhnung Gottes.
Auch handelt es sich bei dieser Praxis nicht um Atheismus, sondern um Antitheismus. Solche Leute können nicht an Gott glauben, sondern benutzen ihn als Aushängeschild für sich und ihre unchristlichen, politischen Machenschaften.

Die WTG tritt gegen jeden sozialen Fortschritt in dar Welt auf. Jesus Christus hingegen läßt man nur im Schatten Gottes segeln und stellt ihn als den Vernichter der Menschheit nach dar Art Heinrich Himmlers dar. Außerdem ist Jesus Christus nur dazu da, die Wangen derer zu tätscheln, die im 1000-Jahrreich den Willen der „Neuen-Welt-Gesellschaft" tun. Die WTG hat sich an die stelle des Messias gesetzt, und Jesus Christus ist für sie nur hoch eine Attrappe. Dies ist ein einwandfreier Verstoß gegen den heiligen Geist und ich möchte nicht in der Haut der Brooklyner Führer stecken.
Es ist wirklich sehr interessant die WTG-Literatur unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten.
-M.S.H.-

30 JAHRE CV 1959 - 1989
WAS WIR SIND UND WAS WIR TUN
30 JAHRE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
dazu möchten wir einen aktuellen Überblick geben, was CV für Ziele hat, worauf CV ausrichtet und orientiert.
Eine Abfolge entsprechender Beiträge soll dies darlegen.

IN CHRISTLICHER VERANTWORTUNG
Was man in christlicher Verantwortung auch tut oder unterläßt, die unverzichtbare Grundlage ist, mit dem Apostel gesprochen, „ein unverletztes Gewissen Gott und den Menschen gegenüber zu haben". (Apg. 24:16) Es wird und muß auffallen, daß wir dabei in unserem Vorgehen, für manchen sehr wohl ungewöhnlich, die Frage der Gewissenhaftigkeit gegenüber den Mitmenschen ins Blickfeld rücken. Das jedoch ergibt sich aus dem besonderen Grad der Vernachlässigung, ja Mißachtung und darum folgenschweren Verletzung eben dieses Gesichtspunktes seitens der Institution, mit der wir es zu tun haben. Es muß auch. gesagt werden, daß dies unser Vorgehen in Wahrnehmung des guten demokratischen Rechtes erfolgt, nicht schweigen zu müssen, sondern ebenfalls die Stimme zu erheben, und dies um so mehr, als wir es gar mit einer Mißachtung grundlegender Menschenrechte zu tun haben.

Wie unsere CV-Zeitschrift ausweist, befassen wir uns in erster .Linie mit den wesentlichsten Fragen, die durch die Wachttum Bibel- und Traktat-Gesellschaft der Zeugen Jehovas mit dem Anspruch, allein wahres Christentum zu vertreten und zu verbreiten, aufgeworfen werden. Vornehmlich zwar im Blick auf unser Land, aber zwangsläufig auch international, operiert die Wachtturmgesellschaft doch letztlich global. Es ist uns keine Organisation mit dem genannten religiösen Anspruch bekannt, die wie sie heute in 210 Ländern, gegebenenfalls auch illegal, derartig ausgerichtet und organisiert arbeitet.

Wir geben zu, daß wir damit auch Fragen behandeln, die weit über den unmittelbar anzusprechenden Kreis von Interesse sind, da wir schließlich im dargelegten Sinn von Apg. 24:16 allgemeingültig christlich bzw. schriftgemäß Position beziehen müssen, wollen wir "nicht hinausgehen über das, was geschrieben steht". (1. Kor. 4:6)
Andererseits zwingt uns die Gesellschaft auch zu solcher Reaktion, da sie alle tatsächlichen oder vermeintlichen Defizite aufgreift, die in Stadt und Land, Kirchen und Gesellschaft, Welt und Umwelt vorhanden sind, um ihrer Ziel- und Aufgabenstellung nachzukommen, wie sie in der Weltzentrale in Brooklyn, von der Leitenden Körperschaft formuliert wird.

Wir sagen auch unseren unmittelbar angesprochenen Lesern ganz offen: Natürlich greift die WTG in erster Linie unsere Gewissensposition "Gott und den Menschen gegenüber", auf das Heftigste an. Generell muß man solche Anfechtungen im Wissen um das „Stückwerk jeder Erkenntnis" (1. Kor. 13:9), jedes Bekenntnisses, ertragen. Es gehört andererseits aber zu unserer Aufgabe uns mit der Verteufelung jeder anderen Form der Anbetung des einen und gleichen Gottes und Christus seitens der Gesellschaft zu befassen.
Was uns betrifft, so hält unser christlicher Standpunkt jeder Prüfung stand, wenn man "nicht über das hinausgeht, was geschrieben steht". (1. Kor. 4:6).

Es ist auf die Mißachtung der Menschenrechte aller Andersglaubenden und Andersdenkenden seitens der Organisation zurückzuführen, wenn wir in CV auch die Gewissensverantwortung gegenüber den Mitmenschen behandeln, vernichtet sie doch geradezu solche Gewissenhaftigkeit gegenüber den Andersglaubenden und Andersdenkenden mit dem Dogma, solche seien am Ende nur vernichtungswürdig.

Wir halten es demgegenüber mit der von Jesus Christus gelehrten Duldsamkeit, wo eine andere Art seiner Nachfolge stattfindet, die dennoch "nicht unbelohnt bleiben wird", wie es in Markus 9:38-41 zum Ausdruck kommt. So kann jedermann in beliebiger Verbindung mit CV sehr wohl in gewissenhafter christlicher Verantwortung vor Gott und Menschen bleiben. -
(Fortsetzung in den nächsten CV-Ausgaben)

AKTUELLES IN KÜRZE
NT ALS ZEITSCHRIFTENSERIE
In der Sowjetunion soll das Neue Testament als Serie in einer Zeitschrift erscheinen. Dies hat das Mitglied der sowjetischen Akademie der Wissenschaften, Sergej Awerintzew (Moskau) mitgeteilt. Ihn habe die Redaktion der Zeitschrift "Die Welt der Bücher" gebeten, die Fußnoten für die Reihe zu schreiben, sagte Awerintzew. Das Monatsblatt wird von der Staatskommission für Verlage, Druckereien und den Buchhandel herausgegeben und hat eine Auflage von 40 000. In der Literaturzeitschrift "Ogonjok". war darauf hingewiesen worden, daß die Bibel der sowjetischen Öffentlichkeit stärker bekannt gemacht werden müsse. Die atheistische Erziehung werde unglaubwürdig, wenn sie keine Kenntnis von dem Gedankengut vermittle, gegen das sie sich wende« (Aus "Glaube und Heimat". Nr. 48)

NEUE BIBELÜBERSETZUNGEN GEFORDERT
Für eine Überwindung der „verwirrenden Vielfalt konkurrierender Bibelübersetzungen" hat sich der Wuppertaler Neutestamentler Professor Klaus Haacker ausgesprochen. In einem Vortrag rief er die evangelische und die katholische Kirche sowie die Freikirchen dazu auf, in den nächsten 20 bis 30 Jahren drei Standard-Übersetzungen zu schaffen und mit "kirchlicher Autorität" zu versehen: eine Fassung für Bibelunkundige (wie die "Bibel im heutigen Deutsch"), eine philologisch exakte Übersetzung (wie die Zürcher oder die Elberfelder Bibel) und eine ökumenische deutschsprachige Einheitsbibel.
Diese sollte an die Stelle der katholischen Einheitsübersetzung und der Lutherbibel treten, meinte Haacker.
(Bibelreport 2/88)

AUS DER WELT DER ZEUGEN
Der Bruder T. wuchs mit noch vier Geschwistern bei der Mutter auf. Die lebte unverheiratet mit einem Mann zusammen.
Er wurde aus der 9. Klasse entlassen und lernte den Beruf eines Straßenbauers. Nach der Lehre übte er mehrere Berufe aus. Seit 1975 ist er ein getaufter Zeuge Jehovas.
Er hatte große Schwierigkeiten mit den Mädels. Endlich hatte er eine gefunden. Er war restlos von ihr begeistert. Leider war es eine aus Groß-Babylon.
Laut Organisation muß er seine Freundin zum WT-Glauben bekehren, wenn er mit ihr eine Familie gründen will. Er versuchte es einige Zeit Doch dann drängte sein Ältester N., er solle Schluß mit ihr machen. So wurde T. in eine Zwangslage gepreßt, denn er wollte sich nicht von seiner Freundin trennen. Nun aber mußte er, denn sie wollte den Mann, aber keine Zeugin werden. Die Trennung fiel T. so schwer, daß er einen Nervenzusammenbruch erlitt. Seit 1980 ist er nun in nervenärztlicher Behandlung. Mit der Zeit wurde er immer verstörter. Diesen Zustand haben nur die ständigen Ermahnungen seines Ältesten N. ausgelöst. So lebte er nur noch als Einsiedler, Mädels sah er nicht mehr an.

Nun aber hat Gott den Mann so geschaffen, daß er eine Gefährtin braucht. Da kann die WTG auch nicht helfen, ihre Verbote verschlimmern nur noch alles. So mußte kommen, was dann kam.
Bruder T. fuhr nach Ue. zum Strandbad. Da er allein war, trank er viel Bier. Als er dann nach Hause fahren wollte, sah er ein hübsches Mädchen von ungefähr 7-8 Jahre, die zur Toilette ging. Auf einmal war er nicht mehr er selbst.

Er folgte dem Mädchen.
... Erst bekam das Mädchen einen Schreck, dann schrie sie. Es kamen gleich Leute gelaufen, die ihn wegführten und der Polizei übergaben. Als diese seine Personalien überprüften, wußten sie, welch Geistes Kind er war. So kam er mit einer Verwarnung davon.
Nun, war diese Entgleisung nötig gewesen? Hätte er nicht auch normal wie andere Menschen leben können? Er ist auch dafür geschaffen, ein ordentlicher Familienvater zu sein. Die Organisation und ihre Lehre haben ihn so beeinflußt. Nun ist er ein Eigenbrötler.

In der Studiengruppe wurde die Angelegenheit nicht bekannt, aber unter den Leuten war diese Sache bald herum.
Nun lesen wir im WT vom September/1988, daß Tausende von Zeugen wegen Sex entfernt werden mußten. Aber es ist kein Wunder. Wenn man wirklich so leben will wie es die Organisation verlangt, dann lebt man wider die Natur. Unser aller Vater und Gott sagte zu den Menschen, werdet ein Fleisch, mehret euch und macht euch die Erde untertan.
Laßt diesen Artikel nicht an euch vorübergehen ohne nachzudenken. Überprüft einmal, wie weit die WTG-Organisation schon in euer Leben eingedrungen ist, wie weit sie euer Leben schon bestimmt!
-E.B.T.-

„Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2,- M; Versand auch kostenlos Konto-Nr: 4564-30-1952
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Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera
A 190/89 V 7 1455 N2

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