Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgabe
CV 235

Zu den Voten (respektive Kurznotizen) dieser Ausgabe, die vielleicht der Beachtung wert, gehört auch das Statement des kubanischen Staatschefs Castro. Erwähnenswert auch die Kurznotiz in Sachen Carl G. Falkner, einer jener Zeitzeugen der Russell noch persönlich kannte, dessen Weg letztendlich aber auch wohl von der WTG wegführte.


- 30 JAHRE -
CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD. GERA/THÜR., DDR

Nr. 235 GERA FEBRUAR 1969

RAYMOND FRANZ INTERNATIONAL
Auch in Polen diskutiert
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen die WT Nr. 15 und 16/88
KINDER- UNSER WERTVOLLSTES GUT?
Die WTG-Forderungen- an die Kinder
WOHIN GEHEN UND WAS TUN?
Glaubenskampf an falscher Front
UNTER FALSCHER FLAGGE
WTG-Autoren anonym
BRUDER FALKNER VERSTORBEN
Einer von uns

"STEINE STATT BROT"
WTG-KONGRESSE 1988 "GÖTTLICHES RECHT"
"WIR KÖNNEN SICHER SEIN, DASS JEHOVA FÜR UNS EIN 'FESTMAHL' GUTER DINGE BEREITEN WIRD."
(Einladung im WT 15. 2. 1988, S. 29)
"GÖTTLICHES RECHT" ist im Grunde genommen nur die Verpackung für dieses Anspornen, Wer wollte sich göttlichem Recht widersetzen? Wer sich gegen göttliches Recht auflehnen? Wäre das nicht Widerstand gegen Gott? so erfolgt die WTG-Einbindung aller diesmal unter dem kategorischen und keinen Widerspruch duldendem Anspruch, "göttliches Recht" durchzusetzen. Es muß wohl seinen tiefen Grund haben 1988 in "GÖTTLICHES RECHT" gekleidet aufzutreten und für das "vor uns Liegende Werk anzuspornen, sprich anzutreiben.

Daß es unter diesem Motto die Wachtturm-Zeugen selbst betreffend nur darum geht, sie wie immer in Bevormundung und diensteifrig zu halten, beweisen schon die Überschriften der gehaltenen Vorträge und .gegebenen Berichte. Alles läuft darauf hinaus, mehr zeit für den WTG-Dienst herauszuschlagen, sich darin so zu benehmen, wie die WTG es für erforderlich hält, und zu verbreiten, was sie angeblich "von Gott", aus seinem Mund, da spricht. Jahr um Jahr war dies immer das gleiche. Was die WTG da nun alles zum Zusammenhalt, zur "Stärkung", zur "Reinerhaltung", zum "Zeitauskaufen" und zum "Ansporn" ihrer Anhängerschaft vortragen läßt, es ist nicht Selbstzweck ...

Der öffentliche Vortrag "Gerechtigkeit für alle durch den von Gott ernannten Richter", er wurde von der WTG für die Öffentlichkeit gewählt, heißt die Frage stellen, warum die WTG überhaupt existiert und inzwischen schon eine "Zeit. des Endes" von fast 200 Jahren kolportieren läßt.
Der öffentliche Vortrag beweist auch für alle anderen Menschen, die da angesprochen sind, für die Öffentlichkeit, nicht nur die Fragwürdigkeit dieses sog« "GÖTTLICHEN RECHTS". Die Überprüfung unter dem Gesichtspunkt "für alle" zeigt geradezu eine Absurdität, eine Unmöglichkeit, eine Verantwortungslosigkeit dieses "Rechts", dieser "Gerechtigkeit.
Halten wir noch einmal fest, was die WTG hier tut. Sie erhebt ihr: "GÖTTLICHES RECHT", ihr Rechtsverständnis zum Maßstab auch für alle anderen Menschen, auf Leben und Tod. Jedermann habe dieses "Recht" einzuhalten, will er nicht in Kürze sein Leben verlieren. Es wird also versucht, jedermann dieses "Recht" unter Glaubens- und Gewissenszwang aufzuerlegen - unter Zwang, weil er mit dem Tode bedroht wird, wenn er sich diesem "Recht" nicht beugt. Daß jeder Andersglaubende und Andersdenkende das als psychologischer Terror und Erpressung, durch Todesandrohung empfinden muß, ist ein Gesichtspunkt, den wir, hier nicht weiter verfolgen wollen.

"GÖTTLICHES RECHT - WELCH EIN GROSSARTIGES UND ERHABENES MOTTO! UND VON WELCHER BEDEUTUNG!"
(Einladung im WT vom l .5.1988, S. 30)
Prüfen wir also die Bedeutung!
Die Positionen, die wir da durchgehen müssen, alle Menschen betreffend, sind sehr zahlreich. Wir können uns nur auf das Wesentliche und Bedeutendste beschränken.
Das „GÖTTLICHE RECHT" der WTG bedeutet für alle:
1. Kein Menschenrecht der: Glaubens- und Gewissensfreiheit mehr. Anderen Glauben, andere Religion duldet die WTG nicht und wird mit dem Tode mit der Vernichtung bestraft.
2. Wenn es nach der WTG ginge gäbe es keine Freiheit für andere Religionen. Wer sich von der WTG wieder abwendet, hat sofort den Tod verdient!
Sie hat keine Vorurteile gegenüber Rassen und Nationen, da ist sie tolerant in ihren Reihen. Aber in bezug auf Religionen nicht.
3. Keinerlei Menschenrecht in politischer Hinsicht mehr;
"Jene die Politik treiben, sind Feinde Gottes und kommen dadurch zur Vernichtung in Betracht." (WT 1. 1. 1957)
4. Kein aktives und passives politisches Wahlrecht mehr. Niemand darf mehr in ein politisches Amt gewählt werden.
5. Kein Recht mehr dazu, die Welt zu verbessern, also keine sozialen Rechte mehr. Keinen Kampf gegen das Elend auf der Welt, gegen Umweltverschmutzung.
6. Kein Recht der "obrigkeitlichen Gewalten" mehr, zu regieren, die ihre politische Macht seit 1914 an Christus im Himmel abzutreten hatten. :
7. Kein Recht mehr, die UNO zu unterstützen, Mitglied der UNO zu sein, da sie "das Tier" sei.
8. Kein Recht auf Friedenskampf. Kein Kampf für Abrüstung, kein Kampf gegen Atomwaffen, keine Friedensgespräche. Die WTG auf keiner Friedenskonferenz.
9. Beschnitten wird das Recht auf höhere bzw. wissenschaftliche Bildung. Es ist verschwendete Zeit, die im Dienst für die WTG fehlt. Außerdem, Bildung birgt die Gefahr in sich, des Nachdenkens über; die WTG und ihre Lehren.
10. Das "GÖTTLICHE RECHT" der WTG, ihre "Gerechtigkeit für alle", daß alle Andersdenkenden .und Andersglaubenden kein Lebensrecht haben. Schon 1914, 1925, 1945 und 1975 sollten sie alle deswegen vernichtet sein. Damit sind dann alle Menschenrechte für jeden anderen ausgelöscht und vorbei.

"GEWOGEN UND ZU LEICHT BEFUNDEN"
Man kann es niemandem vorwerfen oder gar übelnehmen, wenn er seine Rechte nicht wahrnehmen kann oder will. Man kann sich auch seiner Stimme enthalten.. Aber das trifft für die WTG und ihre Zeugen nicht zu. Im übrigen haben die Zeugen ohnehin nichts unabhängig zu entscheiden.
Was nun die WTG betrifft, was sie da als "GÖTTLICHES RECHT" kolportieren läßt, widerspricht nicht nur allen grundsätzlichen Menschenrechten, dem allgemeinen Völker- und Lebensrecht, es zerstört und vernichtet - diese Rechte für jeden, der sich der WTG anschließt, und es würde die ganze Menschheit in diesen Fragen entrechten, würde alle von der WTG angesprochenen Völker, Nationen und Regierungen die WTG akzeptieren oder ernst nehmen. So muß die WTG-Religion in bezug auf allgemeine Menschenrechte oder Völkerrecht, als ein destruktiver Kult zurückgewiesen werden.

Man betrügt sich selbst mit der Meinung, für die WTG-Hörigen isst dieses "GÖTTLICHE RECHT" doch annehmbar, sie: beweisen das doch durch ihren WTG-Gehorsam und sie existieren damit doch nicht schlecht. Was für ein gedanklicher Bocksprung. Natürlich kann ein einzelner Mensch oder eine Menschengruppe dieses WTG-Recht akzeptieren und damit leben. Aber dieser einzelne Mensch oder diese Gruppe kann das nur, weil alle Andersdenkenden und Andersglaubenden das nicht tun, das ablehnen und zurückweisen!

Weil eben diese anderen die Menschenrechte, die obrigkeitlichen oder Völkerrechte, aufrechterhalten! Weil sie "das Brot für die Wachtturm-Zeugen mitbacken"!
So reicht die verteufelte Welt den Zeugen trotz deren destruktiver Aktivität das benötigte "Brot", während sie dafür von der WTG nur "Steine" angeboten bekommt.
Die Entrechtung in und; unter der WTG-Organisation ist schon gewaltig. Für alle anderen würde dies die soziale und gesellschaftliche Katastrophe bedeuten, die WTG-Anhänger eingeschlossen.

Das ist die Antwort, die auf die WTG-Kongresse "GÖTTLICHES RECHT" 1988 gegeben werden muß, neben der Herausstellung der menschlichen Entrechtung, die in und unter den Rechtsanmaßungen der WTG-Organisation betrieben wird. Auch unter den Schlagzeilen "GÖTTLICHES RECHT" und "GERECHTIGKEIT FÜR ALLE" werden den angesprochenen Menschen und Völkern und ihren obrigkeitlichen Gewalten "Steine statt Brot" angeboten, und das auf Leben und Tod, angeblich durch die Hand Gottes. Das ist der reale Sachverhalt.

Nicht Gerechtigkeit für alle, sondern Entrechtung für alle, ausgenommen die WTG-Hörigen. Nicht Frieden für alle anderen, sondern den Friedhof.
"Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand behauptet, Glauben zu besitzen, dabei aber keine Werke (aufzuweisen ) hat? Vermag etwa der Glaube ihn zu retten? Wenn z.B. ein Bruder oder eine Schwester keine Kleidung hat und an der täglichen Nahrung Mangel leidet, und dann jemand von euch zu ihnen sagt: Geht hin in Frieden, wärmt euch (kleidet euch warm) und eßt euch satt, ohne ihnen jedoch das zu geben, was ihr Leib bedarf, welchen Nutzen hat das für sie?
Willst du wohl einsehen, du gedankenloser Mensch, daß der Glaube ohne die Werke unnütz (oder wertlos) ist?"
(Jakobus 2:14-16,20, Menge)
-D.P.-

RAYMOND FRANZ INTERNATIONAL
Das WTG-kritische Buch des ehemaligen Mitgliedes der Leitenden Körperschaft (LK), "Krise des Gewissens", wird auch in Polen weiter vom Inhalt her diskutiert und verbreitet , Es gibt einen weiteren Artikel in der polnischen Zeitschrift "Duch Czasow" (Geist der Zeit) 1/2, 1988. Sie wird in Bielsko-Biala von der christlichen Kirche Dnia Sobotniego herausgegeben.
Der jetzige Artikel bringt einige Enthüllungen von R. V. Franz über die LK der WTG, u. a. wie sie in der LK über Personen abstimmen mußten, die sie gar nicht kannten« Oder wie man das alte LK-Mitglied. Thomas Sullivan, mit Spitznamen "Pfannkuchen" nannte, wie er in der LK dahindämmerte
und man ihn bei Abstimmungen lieber schlafen ließ. Und schließlich, wie man in der LK feststellte, daß man sich mit allen möglichen fragen an die LK wandte, um sie zu entscheiden, woraus erkennbar wurde, daß eher ein grenzenloser Glauben an die LK gefördert wird und besteht, der Glaube an Gott da nichts zu besagen hat, wie sozusagen die Organisation das letzte Wort hat.

Es ist interessant zu verfolgen, wie und woran Außenstehende erkennen, daß die WTG zwar immer „im Namen Gottes" und „von Gott" sagt, aber in Wirklichkeit dies nur Fassade ist und sie selbst es ist, die in allem das letzte Wort hat. „Unsere Entscheidungen hatten großen Einfluß auf das Leben vieler Menschen", wird Raymond Franz selbst zitiert. Und seine Feststellung, daß die LK zugleich das „höchste Gericht" für die ZJ war, und daß sie durch Fehlentscheidungen Schäden und Auseinandersetzungen herbeigeführt haben, die "sich nicht zu ereignen brauchten".

Der Verfasser des Artikels sagt, daß sich, der Leser "mit den Reflexen beschäftigen" soll. D.h. er soll selbst die Schlußfolgerungen aus dem beschriebenen Verhalten der LK ziehen. Dazu müßte man als Leser, sagen, daß die sich ergebenden Schlußfolgerungen für den göttlichen Anspruch der WTG so ungeheuerlich, weil vernichtend sind, daß sie mancher WT-Anhänger kaum zu ziehen wagt, sie also besser für ihn gezogen werden müssen. Aber auch für sonst Betroffene sollte man deutlich aussprechen, was die Enthüllungen über die WTG bedeuten, welche Tragweite sie haben, damit sie sich der WTG gar nicht erst zuwenden.
-CVN-

DER WACHTTURM
EDLER GESlNNT SEIN UND PRÜFEN APG 17:11
WIR PRÜFEN DIE WT NUMMER 15 UND 16/1980
RELIGIÖSE BILDNISSE
WIE BETRACHTEST DU SIE?
Diese WT-Ausführungen sind ein Gipfel pharisäischer Heuchelei, vor allem gegen die katholischen, aber auch anderen Christen und gläubigen Menschen gerichtet.
Stellen wir zunächst fest: Was der WT da eingangs zitiert; 1. Thess. 1:9 und l .Kor. 6:9-11, sagt aus, daß der Apostel .hier heidnische, also nicht- oder antichristliche Bilder meint. Dies auch gegen christliche Bilder ins Feld zu führen, ist der erste Schriftmißbrauch, die erste Verfälschung, die der WT hier betreibt. Sodann beruft sich der WT darauf (S.4 Abs. 2), daß die Christen bei der Anbetung angeblich keine Bilder verwendeten. Dazu benötigen wir nur noch die WT-Äußerung auf S 7 wie folgt:

"Kann ein Geist durch ein materielles Bild dargestellt werden? Nein, selbst das beeindruckendste Bild reicht nicht im entferntesten an die Herrlichkeit Gottes heran. Eine solche Darstellung Gottes kann niemals der Wahrheit entsprechen.
...fühlten sie sich veranlaßt, Bilder aus ihrer Wohnung zu entfernen und sie nicht mehr in der Anbetung zu verwenden."
Mit dieser Äußerung hat sich die WTG hier selbst gerichtet. Denn die in der WTG-Anbetung gebrauchte Literatur ihre "gedruckten Predigten", strotzen nur so von "materiellen Bildern", durch die "ein Geist dargestellt wird", nämlich die Engel, Dämonen, der verherrlichte Christus oder Gott selbst im Himmel zwischen den Wolken, äußerst bunt und beeindruckend. Sie zitieren zuvor sogar selbst Joh. 4:23, 24, daß, "Gott ein Geist ist"! wie können sie dann selbst bunte Bilder von ihm malen und in Ihrer Anbetung, in ihrem Gottesdienst öffentlich verwenden?
So sind sie selbst Gott ein Greuel, dem zweierlei Maß ein Greuel ist. Mögen sie erst einmal vor ihrer eigenen Tür kehren" und ihre eigene Anbetung von Bildern befreien. Dann könnte man sie ernst nehmen.

ELTERN BEMÜHT EUCH VON ANFANG AN, DAS HERZ EURES KINDES ZU ERREICHEN
Wenn es nur darauf ankäme, das Herz der Kinder zu erreichen, aber die Frage ist doch, wozu. Für was nicht alles wurde das Herz schon hingegeben! Auch vor dem Kinderherz hat die Demagogie zu keiner Zeit, haltgemacht. Auch die WTG macht hier keine Ausnahme. Wir erinnern nur an den WTG-Kongreß 1941 in St. Louis, USA. J. .F. Rutherfords Kinder-Kongreß als sein letzter Auftritt, wo er die ZJ-Kinder im Namen Jehovas auf die WTG-Weltende-Irrlehre einschwor. Nun - sehen wir (Abs. 6) wie man fast 5 Jahrzehnte später wieder angeblich "letzte Tage" und "kurze Zeit noch" beschwört. Wieder werden alle guten Ratschläge der Bibel für Kindererziehung für die falsche Endzeitprophetie vereinnahmt, während man auf den "dargebotenen moralischen Schmutz" und die bedenkliche Rolle des Fernsehens verweist.

Um die Kinder schon so früh wie möglich zu "Aussteigern" zu machen, wird auch wieder gegen Geburtstagsfeiern zufelde gezogen. Auch hier wird bewußt verlogen argumentiert. Die Bibel berichtet eben nicht, nur über "zwei Geburtstagsfeiern". Da gibt es auch den Bericht über eine dritte Geburtstagsfeier die nicht von "Heiden" begangen wurde, die Feier der Geburt Jesu, sogar von den "himmlischen Heerscharen" freudig gefeiert! (Lukas 1:14;.2:8-14)

Wie fälsch ist /da die WT-Frage, allein jene zwei Feiern im Sinn und die Geburtsfeier Jesu zu unterschlagen:
"Was möchte uns Gott also deiner Meinung nach über Geburtstagsfeiern zeigen?"
Es geht besonders um die Kinder, die die Verführung noch nicht: überprüfen können. Lt. Abs. 20 möchte die WTG sie am liebsten schon als Dreijährige in ihren . "Dienst" mißbrauchen, um ihre Schriften zu verbreiten. Ein klarer Mißbrauch der Kinder, wall man mit ihnen eindeutig auf die Gefühle der Menschen abzielt, um „Schriften" loszuwerden.

Wie können Eltern solchem nur zustimmen!

JUGENDLICHE, HÜTET EUCH DAVOR, EIN DOPPELLEBEN ZU FÜHREN
Der Artikel ist Beweis, daß es nichts Falscheres gibt, als ein "Geistiges Paradies" unter der Wachtturmgesellschaft. Die WTG nennt sie hier "Doppelleben, Falschspieler, Betrüger, Heuchler, Nachahmer Satans, Pharisäer", die da .in der Organisation auch herumliefen, mit Worten der WTG hörig. Man verlangt sogar offen, solche Personen "zu melden", "zu verpetzen", also zu verfolgen, anzuzeigen und zur Strecke zu bringen. Jeder WTG-Hörige soll also bedenkenlos auch ein WTG-Spitzel sein (S. 21). Man ist skrupellos genug, hierfür das von Jesus für Christen außer Kraft gesetzte Mosaische Gesetz (3. Mose 5:1) zu zitieren, gegebenenfalls ein tödlicher Bibelmißbrauch, gar zu Selbstmord treibend, wie es schon oft geschehen ist..

Die WTG lehrt zu vieles, was zunächst ganz harmlos ins Doppelspiel führt, wie z. B. ihre Geburtstagsverlogenheit. Ein Höhepunkt an Verlogenheit in diesem Artikel ist die Behauptung, "Die Welt hat tatsächlich keine Werte mehr zu bieten" (Abs. 16). Man durchdenke die Bedeutung dieser WTG-Behauptung! Diese Behauptung beinhaltet alles außerhalb der WTG-Organisation in Staat, Gesellschaftsordnung, Gesetzgebung, Wissenschaft, Moral, Religion usw., usw. Wie kann man solche ungeheuerlichen Behauptungen aufstellen und als verantwortungsbewußter Mensch verbreiten? Was die WTG da als Doppelspiel in ihren Reihen durch ihre Spitzel entlarvt haben will, ist oft die zunächst eintretende innere Zerrissenheit, an deren Ende die dann offene Abkehr von der WTG steht.
-D.P.-

WACHTTURM NUMMER 16/1988

ERFOLG
um jeden Preis?

Wird wohl so sein - bei der Wachtturmgesellschaft. Das haben mittlerweile schon viele mitbekommen. Und wenn auf Seite drei steht, daß eine höhere Bildung der Schlüssel zur Verbesserung ihres Loses sei, dann haben sie nicht unrecht.
Obwohl der Wachtturm auch glaubt, etwas Besseres zu wissen, so ändert es trotzdem nichts an der Tatsache, daß jeder Erfolg haben will - nicht unbedingt um jeden Preis, sondern auch auf ehrliche Weise.
Wenn aber z. B. auf Seite fünf die Wachtturmsehreiber glauben, guten Rat erteilen zu müssen, so haben ihn Jehovas Zeugen tatsächlich am nötigsten. Denn gerade in .ihren Reihen sind viele vom wahren Glauben abgeirrt. Besonders ihre Altesten sind eine herrschsüchtige Klasse geworden.

ENTWICKLE VERTRAUEN ZU JEHOVA DURCH FLEISSlGES STUDIUM SEINES WORTES
Aber wenden wir uns dem so wichtigen WT-Studienartikel zu: "Entwickle Vertrauen zu Jehova durch fleißiges .Studium seines Wortes" soll das Thema sein, aber .schon im Abschnitt 12 schiebt sich der "treue und verständige Sklave" - gemeint ist die Führungsspitze der WTG - in Pose und steht fortan an erster Stelle. Da er von sich behauptet, von Jehova eingesetzt, worden zu sein und für die Ernährung verantwortlich ist, scheint das auch gerechtfertigt zu sein. So ist es jetzt auch kein Wunder daß er wieder seinen Abtrünnigen seine Aufmerksamkeit zuwendet, und das wörtlich noch so im Abschnitt 16:
"Hetzschriften von Abgefallenen mögen uns unaufgefordert zugesandt werden. aus Neugier haben einige Brüder solche besudelnden Schriften gelesen - und an ihrem Glauben Schiffbruch erlitten."
Nun ja, wenn sie meint, Glauben an die Speise vom Sklaven, daß sie so gut wäre, dann hat sie in der Tat auch recht, denn daran zweifeln wirklich schon viele; hat sie doch keinen bisher im Glauben so stark gemacht, daß sogenannte "Hetzschriften" von Abtrünnigen - ihnen nichts anhaben können. Deshalb im Abschnitt 18 noch mal die Mahnung: "Wenn wir unsern sinn ständig mit guten Dingen füllen, die aus Gottes Wort und von seinem treuen Verwalter stammen, können wir es vermeiden, in Satans Schlingen zu geraten. Überall ... in den Publikationen der Wachtturmgesellschaft werden wir aufgefordert, uns vor dem ... Gedankengut Abtrünniger... zu hüten."

So steht es da gekürzt wörtlich und dazu gibt gleich Abschnitt 19 zu, daß so was zu studieren schwere Arbeit ist, deshalb in Abschnitt 20 die selbstverständlichste Feststellung:
"... .nimmt es (das Wachtturmvolk ist gemeint) die Hilfe der Organisation Jehovas dankbar an - und welch großartige Hilfe das doch ist! der Wachtturm und Erwachet!"
Weitere Kommentare dazu wohl überflüssig, deshalb gehen wir gleich zu Abschnitt 21 über und .studieren die lauernde Frag
"ziehst du vollen Nutzen aus den Veröffentlichungen der Gesellschaft ...?"
Und bißchen weiter folgt dann ein wirklich guter Rat für alle Zeugen Jehovas: ,.
"Wenn du es bisher versäumt hast, dir eine eigene Bibliothek der theokratischen Literatur anzulegen, so solltest du das unbedingt nachholen, damit auch du intensiv studieren kannst. Bewahre diese Publikationen gut zugänglich und übersichtlich auf, ... suche dir einen ruhigen, gut beleuchteten Platz zum studieren."
Na also! Aber CV hatte schon nach diesem Rat gehandelt, lange bevor er im Wachtturm stand und in Gera sowie Berlin Bibliotheken von WTG-Literatur angelegt, um die selbst Zweigbüros sie beneiden könnten.
Herrlich für einen unechten Zeugen Jehovas, in solchen Bibliotheken mal kramen zu dürfen, wahre Goldgruben von Erkenntnis sind siel ...
-J.M.-

Liebe Brüder und Schwestern!
Christliche Verantwortung und christliche Wahrheit bilden ein Ganzes! Ihr habt die Möglichkeit. jederzeit nach vorheriger Anmeldung im CV-Büro Gera und Berlin Original-Dokumente der WTG, die wir in unseren Artikeln zitieren, einzusehen und zu prüfen

KINDER - UNSER WERTVOLLSTES GUT?
Sicher wird niemand bestreiten, Kinder sind unser wertvollstes Gut. Sie sind unsere Nachfolger und Träger der Zukunft. Sie sind aber zugleich auch die schwächsten Glieder der Gesellschaft und auch der Familie. Nun müßte man annehmen, in einer christlichen Familie sind alle Voraussetzungen vorhanden, wohlbehütet den Weg ins Leben anzutreten.

Da Jehovas Zeugen immer wieder bescheinigt wird, wie liebevoll, selbstlos, aufopfernd usw. sie sind, finde ich es geradezu absurd, was sie schon ihren Kleinkindern abverlangen. Die gleiche Standfestigkeit und Konsequenz, die Erwachsene an den Tag legen, erwartet man von einem dreijährigen Kind, das noch nicht einmal die Sprache richtig beherrscht, gerade dabei ist, die Welt für sich zu erkunden.

Da geht so ein Würmchen ein paar Monate in den Kindergarten und Weihnachten naht. Das durch den Wachtturm geprägte Gewissen der Eltern schlägt Alarm, was tun? Man kann es sich einfach machen (sofern .die Möglichkeiten vorhanden), das Kind) besucht in der Adventszeit nicht den Kindergarten. Geht dies nicht, so nimmt ein treuer Zeuge sich noch einmal, den Erwachet! 23/87 zur Hand und im Artikel "Ganztägige Betreuung für das Kind das Beste wählen" liest er auf Seite 11:

"daß Kinder von ZJ von solchen Aktivitäten Abstand nehmen sollen, die mit gewissen religiösen Feiertagen verbunden sind. Obwohl sie alles daransetzen, um ihren Kleinen den biblischen Standpunkt zu vermitteln, erfassen sie nicht immer völlig, worum es geht. Christliche. Eltern müssen sich daher für ihre Kinder einsetzen und die Betreuerinnen genau informieren, welche Handlungen nicht in Frage kommen und entsprechende Ausweichmöglichkeiten erörtern."

Es erhebt sich die Frage, werden Weihnachtssterne gebastelt, was bastelt das Kind der Zeugen?
Im Grunde ist es unwichtig zu wissen, was als Ersatz gebastelt wird. Nur, warum darf ich eben diese Sterne nicht mitbasteln, fragt sich das Kind. Aber nein, dem Erwachet! nach zu urteilen fragt ein Zeugen-Kind so etwas nicht, denn es ist aufgeklärt, geschult und weiß genau, das dient dem Götzendienst. Die Schrift aber lehrt:
"So wissen wir, daß ein Götze nichts ist in der Welt. Dessenungeachtet haben nicht alle diese Erkenntnis«" (1. Kor. 8x4/7 NW)
Fragen wir uns, gegen welches biblische Gebot verstößt denn so ein kleines bastelndes Vorschulkind?

Fordern hier die Eltern nicht zuviel und setzen sie sich nicht, über die Gefühle der Kinder hinweg? sind sie überhaupt imstande nachzuvollziehen, was in solch kleinem Köpfchen .für Gedanken kreisen? Wollte es nicht - gleich den anderen Kindern - Vati und Mutti eine Freude bereiten?
Was will man dem Kind erklären, geht es zur Schule und im Unterricht werden ähnliche Bastelarbeiten benotet? Ist dies dann plötzlich erlaubt, oder sieht man dann darüber großzügig hinweg? Werden die Kinder nicht schon beizeiten in eine Außenseiterrolle gedrängt? Ein gesundes und normales Kind möchte aber sicher kein Außenseiter sein. Es möchte vielmehr von anderen akzeptiert werden. Außerdem steht noch nicht einmal fest, ob dieser Sproß später in die Fußtapfen der Eltern tritt. Leicht fällt den Schreibern des Erwachet! 15/88 über andere Religionen zu fragen unter der Überschriftx "Ist das, was wir ererben, immer das Beste?"

Auf Seite 8 lesen wir:
"So gibt es auf der ganzen Erde Menschen, die ihre von den Vorfahren ererbte Religion überdenken. Sie betrachten dies nicht als Verrat an eine Familientradition, die bedingungslos hochgehalten werden muß, sondern ihre geistigen Bedürfnisse haben sie bewogen, nach etwas Besserem zu suchen."
Wir brauchen nicht lange rätseln, was das sogenannte "Bessere", sein soll. Für Menschen anderer Religionen ist vollstes Verständnis vorhanden! Ja, sie werden sogar in höchsten Tönen gelobt, wenn sie ihre Religion wechseln und sich der "Wahrheit" zuwenden. Das ist auch kein Verrat an der abgelegten Religion. Die WTG erwartet immer Toleranz von anderen. Wo aber bleibt die Toleranz in ihren eigenen Reihen? Entsprechend hart die Erziehung der Zeugen-Kinder, damit sie auch im Alter nicht von der Leitung des "Sklaven" abweichen. Oder sollte es etwa doch Eltern geben, die der Linie des "Sklaven" nicht mit letzter Konsequenz folgen und ihren Kindern Freiräume belassen, die den Kindern anderer Zeugen nicht gewährt werden; die neben der "Rute der Zucht" vor allem Liebe bei der Erziehung ihrer Kinder einsetzen? Es gibt sie - und das läßt hoffen.
-B. I. H.-

"NACHTGESPRÄCHEMIT FIDEL"
in dem Buch des Dominikanerpaters Frei Betto "Nachtgespräche mit Fidel" äußert sich der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro auch über die WTG-Zeugen, wie die "Zeugen Jehovas" sachlich richtig bezeichnet werden müssen, da sie doch nur so Zeugnis geben, wie die WTG es bestimmt gemäß ihrem Grundsatz "der Wille des Sklaven ist der Wille Gottes" (Wachtturm 1.8.1956, Seite 474).
Fidel Castro:
Innerhalb der evangelischen Kirchen hatte die Revolution Probleme mit bestimmten Kirchen aufgrund ihrer spezifischen Eigenarten, wie es etwa der Fall war bei den Zeugen Jehovas. Aber ich habe schon gelesen, daß diese Leute überall Probleme bereiten. Sie treten in Konflikt zu den patriotischen Symbolen, zur Schule, zur Gesundheit, zur Verteidigung des Landes und zu vielen anderen Dingen.

Wenn sie uns dann mit einer Predigt kommen, die sich gegen den Militärdienst wendet, sind wir sehr betroffen, angesichts der Bedrohung durch die Vereinigten Staaten und der Notwendigkeit, eine starke Verteidigung organisieren zu müssen. Die Konflikte beruhten nicht einfach auf den religiösen Oberzeugungen, sondern eher auf den politischen Konzeptionen ...
Ich erwähnte schon den Fall einiger Sekten, die überall Probleme schaffen, nicht nur dem Sozialismus oder der Kubanischen Revolution. Wenn man jedoch das Verhältnis zwischen Kuba und der Vereinigten Staaten betrachtet, dann kam das Verhalten der Sekten diesem Land sehr entgegen. Als ein sehr mächtiges Land, das uns bedroht, hatte es ein Interesse daran, daß eine Sekte hier predigte, "keiner solle zu den Waffen greifen, um das Vaterland zu verteidigen, keiner solle die Fahne ehren und die Nationalhymne singen". Objektiv ging das gegen die Integrität, die Sicherheit und die Absichten der Revolution, und kam den Interessen des Imperialismus zugute, ich weiß daß einige dieser Sekten vielerorts Probleme geschaffen haben, bloß nicht in so einem mächtigen Land wie in den Vereinigten Staaten. Es ist besser, sie bleiben dort und ziehen gegen den "Krieg der Sterne" zu Felde. Damit können sie der Welt einen großen Dienst erweisen. -

(Bekanntlich werden Atomkrieg und "Krieg der Sterne" zum WT-Harmagedon gehörig von der WTG mitgepredigt.)
"Weltweite Sicherheit ...", WTG 1986 S..156

WOHN GEHEN UND WAS TUN? - 30 JAHRE CV 1959-1989
Liebe Brüder und Schwestern!
Weil die WTG-Endzeit in Wahrheit ab 1799 schon einhergeschoben wird, ist das ZJ-Sein wirklich ein sinn- und hoffnungsloses Engagement. Solches ZJ-Sein ist damit auch eine Vergeudung von Hingabe, Opferbereitschaft und Glaubenskraft in falscher Richtung. Durch die CV-Aufklärüng ist das eigentlich jedem Betroffenen klar geworden, wenn er nur ehrlich will.

Folgerichtig erhebt sich für alle so Betroffenen die schon so oft gestellte Frage, wohin gehen und was tun, wenn das so ist. Hierauf kann und muß natürlich vielfältig geantwortet werden, weil das letztlich alle Lebensbereiche betrifft. Heute folgender Hauptgesichtspunkt.
Die WTG-Verkündigung hat alle eigentlich bei ihrem ganz natürlichen Sehnen und Verlangen nach Wohlfahrt und Glück, Leben und Frieden angesprochen. Angesprochen in gewisser Hinsicht bei ihrer Bereitschaft auch, für ein glückliches und friedliches Leben für sich und die Mitmenschen zu kämpfen. Es ist ein WTG-Bezirksdiener bekannt, der erklärte, wäre er nicht ein ZJ, dann wäre er ein Kommunist geworden.

Angesichts der WTG-Endzeitunglaubwürdigkeit wurden alle diese in Mißbrauch ihres Sehnens und Verlangens und ihres christlichen Glaubens von der WTG in den Kampf für ein, Trugbild geführt. Was die WTG selbst dabei betrifft, steht fest, daß sie damit die gesellschaftspolitische Absicht zu verfolgen hat, Betroffene vom Kampf für tatsächliche Gerechtigkeit auf Erden abzuhalten und abzulenken. Aber das soll jetzt nicht unser Thema sein.

Wir wollen darüber nachdenken und darauf orientieren, wie die Bereitschaft Betroffener zum Wirken für Wohlfahrt, Glück und Frieden in einer Weise verwirklicht werden kann, die nicht irreal und vergeblich ist. Es gibt durchaus ein solches reales Wirken aus christlichem Glauben, für sich, seine Familie und für Jeden, der da nur ehrlich will. Ein Wirken, das die WTG verächtlich als "soziales Evangelium" verteufelt« (Wachtturm 15. 1. 1987)

Immer wichtiger werden für alle jetzt die Fragen der Erhaltung und Bewahrung der Schöpfung. Ein ganzer, konziliarer Prozeß ist deswegen unter den anderen Christen in diesem Zusammenhang ausgelöst: Gott sei wirklich Dank, daß, da keiner auf die WTG-Endzeit lehren hört. Wer von allen Betroffenen wirklich Gott und den Menschen als Christ weiter dienen will, hat in diesem Kampf zur Bewahrung der Schöpfung jede Möglichkeit tatsächliche gute Werke im Sinn von Jakobus 2:14-17 zu tun, praktisch und wirklich für den Mitmenschen und Bruder, ist doch der Erkenntnis- bzw. Bekenntnisunterschied zweitrangig. (1. Kor. 13;9,12,13)

Gesellschaftliche Orientierung in diesen für alle jetzt immer wichtiger werdenden Fragen muß folgerichtig auch für Christen von den zuständigen "obrigkeitlichen Personen", im Lande kommen (Römer 13:3,4), die man. zu diesem Zweck beachten muß, will man mitreden und mittun.
Mitverantwortung zu übernehmen für die Bewahrung der Schöpfung kann auch von daher ein erfülltes christliches Leben mit ermöglichen, hat man den WTG-Endzeitschwindel hinter sich gelassen« Auch so kann man Gott weiter dienen, etwa im Sinne von 1. Mose 1:28,29« -
Eure CV-Studiengruppe

UNTER FALSCHER FLAGGE
Jene Organisation, die sich den Wachtturm zu ihrem Wappen erkoren hat, die sich in ihrem Selbstverständnis als "Neue-Welt-Geseilsohaft" begreift, die also vorgibt, "Jehovas Vorhaben" genau zu kennen, und die in ihrem Bestehen zugleich die Erfüllung der göttlichen Verheißungen anbietet, ist in Wirklichkeit ein seelenloser Apparat. Sie ist für die Mehrheit ihrer Mitverbundenen anonym.
Niemand weiß - außer den Verfassern selbst und ihren engsten Mitarbeitern -,. wer die Artikel für WT und Erwachet!, oder wer die Bücher schreibt. Verantwortlich zeichnet die WTG, d. h., wieder gemäß dem Eigenverständnis, Gott selbst durch Jesus Christus, der die Gesellschaft angeblich als Kanal benutzt. Wer aber sollte wohl die Stirn besitzen, das, was von Gott kommt, für Irrtum zu halten, oder Gott für Irrtümer verantwortlich zu machen!? Lieber ist man, bewußt oder unbewußt, dazu bereit, Gott als den Urheber der ungereimten Lehren zu akzeptieren, oder die widersprüchlichen Aussagen für neues Licht zu halten. Doch nicht einmal Hiob in all seinem Schmerz; schrieb Gott etwas ungereimtes zu! Doch um im Sinne des WT ein "Mensch guten Willens" zu sein, muß man bereit sein, in Gott den Quell widersprüchlichster Aussagen zu sehen.

Im Gegensatz zur WT-Organisation verträgt Gott, der den Menschen mit freiem Willen und mit dem Sinn für Verantwortlichkeit ausstattete, Widerspruch ohne weiteres Am Ende verdichtete sich der Widerspruch so sehr, daß er in  demWunsch gipfelte, sich von IHM zu befreien. Dieses Vorgehen fand seinen Höhepunkt darin, daß Jesus Christus, in dem sich Gott den Menschen auf noch nie dagewesene Art offenbart hatte, von Gottes Feinden am Kreuz zu Tode gebracht wurde. Und ER ertrug alles geduldig wie ein Lamm.
Wie anders verhält sich die seelenlose Organisation! Wenn ich von der "Organisation" höre oder lese, denke ich eher an ein Wirtschaftsunternehmen, als. an eine religiöse Einrichtung, oder, es kommen Namen in den Sinn wie Mafia, Cosa nostra oder Camorra. Ich denke an etwas das kalt, empfindungslos, seelenlos ist.

Um den eigenen Status als eine Organisation aufzuwerten, wird kurzerhand das Reich Gottes als "Gottes himmlische Organisation" bezeichnet. Doch scheint es, daß die WTG diese Bezeichnung wählen MÜSSTE, um die Schafe Jesu, der sie alle mit Namen kennt, vor sich selbst zu warnen.
Jeder Hirte in Israel wurde von seinen Schafen an seiner Stimme erkannt. Jeder Hirte hätte von sich selbst das sagen können, was auch Jesus vom sich; sagte: „Meine Schafe hören meine Stimme". Jedes Schaf reagiert auf die Stimme dessen, dem es zugehört. In heutiger Redeweise kann man verallgemeinernd sagen: Jemand liegt auf jemandes Wellenlänge. Auf wessen Stimme hören, auf wessen Wellenlänge liegen indes jene, die auf die Stimme einer seelenlosen Organisation hören?

Gott achtet Namen und Persönlichkeit selbst des gefallenen Menschen, und ER war: auch selbst nicht beleidigt, als Mose von Ihm wissen wollte, wie Sein Name sei, wer ihn gesandt habe!
Wer aber greifbar ist der ist auch angreifbar, verletzlich. Man kann Gott verletzen. Ihn betrüben, z. B. in der Person des heiligen Geistes oder in seinem menschgewordenen Sohn Jesus Christus. Ihn konnte man demütigen, schlagen, peinigen, verspotten, verhöhnen und Ihn endlich ans Kreuz nageln.
Unantastbar aber ist die Organisation, sie läßt sich nichts gefallen und schlägt zurück, z. B. mit Ausschlüssen aus allen möglichen Gründen. Den Menschen aber, die sie sich als Bestandteile einverleibt hat, suggeriert sie, daß ihr Vorgehen von Liebe diktiert sei.

Gleich dem sagenhaften Moloch, verschlingt die Organisation Menschen. Die, bei denen .ihr das gelungen ist, werden zu Bestandteilen dieser Organisation, und damit zur Nicht-Person. Für das, was nun gefordert wird, könnte man auch Maschinen benutzen, doch wäre der Erfolg nicht so groß als wenn die WT-"Botsohaft" zwar auf mechanische Weise, aber doch von Menschen verkündet wird, denen aber wertvolle menschliche Eigenschaften wie Kritikfähigkeit, Mitleid, Reue, Einsicht, sowie normal menschliches Verhalten systematisch aberzogen wurden!

Der Verkündiger soll wohl wie ein Mensch erscheinen, aber als Diener der Organisation keine wirklich menschlichen Gefühle mehr haben. Diese Organisation braucht nur gutfunktionierende Rädchen, die keine Fragen stellen, außer .denen, die vorgedruckt sind; die sich über nichts wundern, die nie enttäuscht sind - wie ja auch ihr Großer Meister Russell nicht darüber enttäuscht war, daß seine unwiderruflich richtige Rechnung nicht aufging - sie braucht Rädchen, die sich reibungslos drehen, das ist ihre Aufgabe.
Rädchen fragen nichts!

Nur mit Menschen, die nach nichts mehr fragen, und die, WENN sie mal fragen, ihre Fragen nur an die Organisation selbst richten, kann ungehindert jene geistig Falschmünzerei betrieben werden, die aus "Glaube, Liebe, Hoffnung", Leichtgläubigkeit, Eigenliebe und Scheinhoffnung macht aus denen dann im Handumdrehen Unglaube, Lieblosigkeit und Hoffnungslosigkeit werden. Gott selbst aber wird zur Karikatur, ER wird zum "Gott" der erst im Wachtturm nachsehen muß, was als nächstes zu tun ist.
Unter der Flagge der „Neuen-Welt-Gesellschaft" betreibt die WTG mit dem Organisationsschiff, das sie als neuzeitliche Arche tarnt, ihre Freibeuterei auf allen Meeren und versucht, Menschen aller Art als Beute heimzubringen. Doch ihr Tun entspricht nicht dem von Jesus gegebenen Auftrag "Menscbenfischer" zu sein, auch wenn sie es gern, als dieses "weltweite. Werk" darstellen möchte. Jesus nämlich bleibt immer derselbe, d. h., daß auch seine Lehre immer dieselbe bleibt. Im Gegensatz dazu wechselt die Lehre der WTG ihr Gesicht so häufig wie der Mond.

Nicht bei einer "Organisation" ist die Rettung, sondern bei Gott dem Vater, dem Sohne und dem heiligen Geiste. ER, Gott, ist in Jesus Mensch geworden. ER versteht die Menschen und ER handelt menschlich mit ihnen.
-H.G.-

HAST DU DAS GEWUSST?
WER GEHÖRT ZU "JEHOVAS ZEUGEN e. V."?
In aller Regel umfassen diese Vereine nur die zur Gründung notwendigen 7 Mitglieder. Der kleine Versammlungsverkündiger gehört - juristisch gesehen - den Zeugen Jehovas nicht an, er ist nur - in der Sprache der Wirtschaft ausgedrückt - "freier Mitarbeiter" des Verlages "Watch Tower Bible and Tract Society!", für den er im ehrenamtlichen Dienst von; Haus zu Haue und auf den Straßen Bücher und Zeitschriften - ausschließlich dieses Verlages - verkaufen darf.

Die Schulung für diese ehrenamtliche Werbe-Arbeit erfährt er in den Versammlungen der ZJ, deren Funktionieren durch hauptamtliche Beauftragte der Wachtturm-Gesellschaft bzw. des jeweiligen Zweigbüros im eigenen Land überwacht wird.
Wenn ihm im Vollzug dieser Tätigkeit ein Unfall zustößt, er erkrankt oder lebenslänglich arbeitsunfähig wird; so ist das alles sein eigenes Risiko. Er ist ja kein Mitglied; seine Rechte und Pflichten sind nirgends vertraglich geregelt. Verpflichtungen der Gesellschaft ihm gegenüber gibt es nicht. Und wenn er sich im Jahrzehntelangen Dienst aufgerieben und verzehrt hat, - an eine Altersversorgung ist nicht gedacht. ("Harmagedon" - das Weltende macht so etwas überflüssig!)

Ich kenne "WT-hauptamtliche" Brüder, die nach einem Leben des Dienstes „für Jehova" - infolge dieser Versäumnisse - im Rentenalter noch in einem "weltlichen Betrieb" Arbeit suchen mußten (und zum Glück/auch fanden), um sich ihren Unterhalt zu verdienen. Andere suchten bei lieben Geschwistern in der Schweiz Nahrung und Obdach.
- Auch das sind Wirkungen der genannten Versäumnisse. -
(Auszugsweise H.-J.T.)

EIN BRIEF AUS AUSTRALIEN
Als Beilage sende ich Dir ein interessantes Dokument aus dem Jahre 1943.
Ich war schon dabei und habe jenen "Trost" im Missionsdienst für die Wachtturm-Gesellschaft an Interessierte verkauft. Es war die Nummer vom l. Oktober 1943.
Während die Brüder in Deutschland um des Glaubens willen in den KZ litten und starben, durften die Zeugen Jehovas in der Schweiz ruhig Militärdienst leisten! So geht es einem, wenn man auf Menschen hört und auf Menschen vertraut; das gilt auch für einen Verein oder ein Governing Body.
Heute haben wir ja eine ähnliche Situation in Mexiko nicht wahr? Was sagst Du dazu?
Die Heilige Schrift warnt nicht umsonst immer wieder davor, auf Menschen zu vertrauen. In diesem sinne verbleibe ich mit herzlichen christlichen Grüßen
Dein Bruder im Herrn

Was ich Dir noch sagen wollte: Am letzten Sonntag habe ich wieder einmal in alten Rutherford-Büchern gestöbert und gesehen, wie schnell doch menschliche Phantasie überholt ist und wie viele seiner Ideen falsch waren, die man aber als absolute WAHRHEIT in den Versammlungen akzeptieren mußte, wollte man nicht ausgeschlossen werden. In seinen Büchern wimmelt es von falschen Auslegungen. Solchen Mist hätten wir auch selbst schreiben können.

Und dann ist mir auch folgendes aufgefallen: Als einziger Fürst in seiner VILLA in San Diego California - weit weg "vom Geschütz" schreibt er z. B. von der Hitler-Regierung in Deutschland:
"Hitler, ein Fanatiker, absoluter Diktator und Führer der Nazis ... Diese Horde politischer Gangster ..."
Solche Ausdrücke waren doch nicht nötig, haben aber viele Brüder in Deutschland ans Messer geliefert, während Rechtsanwalt J. F. Rutherford auf seinem Balkon in der VILLA BETH SAR IM die Aussicht auf das schöne CALIFORNIA genoß ...
Das oben erwähnte Zitat stammt aus dem Buch FEINDE, 1937 Seite 14.

Und überhaupt ist die Geschäftlichemacherei mit dem millionenfachen Bücherverkauf ganz und gar unchristlich.
Ja, man glaubt es nicht, wieviel Unsinn in diesen ehemaligen "göttlichen Wahrheits-Büchern" zum Vorschein kommt".
Meine Frau sagt immer, die Männer seien selber schuld wenn sie jeden Blödsinn glauben, aber diejenigen, die ihn schreiben, tragen die größere Schuld.

AKTUELLES IN KURZE
AUS DEM KREIS UNSERER MITVERBUNDENEN
Erst kürzlich erfuhren wir, daß unser Bruder Carl G. Falkner in sehr hohem Alter im vorigen Jahr gestorben ist. Er wohnte zuletzt in Bülsch/Schweiz. Er gehörte mit seinen langjährigen Erfahrungen und Erkenntnissen über die WTG, die er auch niederschrieb, zu den Beratern derer, die wie wir mit .der Geschichte der WTG befaßt sind. Besonders geholfen hat er dabei, die Frühgeschichte der WTG unter ihrem Präsidenten C.T. Russell (gest. 1916) zu erforschen und darzustellen. Er hatte Russell noch persönlich kennengelernt, während er u. a. 1913/1914 im Bethel Brooklyn war zur Zeit der Herstellung des sog. "Photodramas der Schöpfung", mit dem er dann auch auf Reisen ging als einer der frühen "reisenden Aufseher" der Wachtturmgesellschaft.

Unter andere» stellte er Unterlagen zur Verfügung über die Reisen von Russell nach China, Rußland und Ägypten .sowie über die Zusammenarbeit Russells mit den USA-Generälen Hall und Bell vom US-Kriegsministerium. Auch über die Spionageaffäre 1918 im Bethel Brooklyn (siehe WTG-Jahrbuch 1975) konnte er Auskunft geben, des weiteren über die finanziellen zusammenhänge um die WTG. Schließlich war er auch mit dem Werk von Raymond Victor Franz, LK-Mitglied, "Krise des Gewissens" befaßt.

Er starb in dem gesegneten hohen Alter von 96 Jahren, als ein "Zeitzeuge dieses Jahrhunderts" über die WTG.
-CVN-

AUS DER WELT DER ZEUGEN
MAN KOMMT NICHT ZUR BESINNUNG
Man nehme den WTG-Kalender zur Hand und sehe:
Montags WT-Bibellesen mit schriftlicher Wiederholung wie Schulkinder.
Samstag Predigtdienst und zweimal WT-Zeitschritendienst.
Sonntags zweimal im Monat wieder WT-Predigtdienst.
Die paar Tage dazwischen 2 WT und 2 Erwachet durcharbeiten, den Königreichsdienst und was sonst noch kommt, wie Studien vorbereiten, WTG-Bücher lesen usw. Dienst, Dienst und nochmals Dienst.

"Die Zeit auskaufen" ist bekanntlich der hierfür mißbrauchte Bibelvers. Praktisch heißt das, immer auf dem letzten Loch pfeifen, immer an der Grenze des Menschenmöglichen, immer die Höchstleistung. Immer die Motorhöchstgeschwindigkeit.
Man ist richtig froh, daß das hier nicht mehr so einfach geht und sie nicht mehr so kontrollieren können. Keine Gemeinschaft treibt ihre Angehörigen derart, stellt man immer wieder fest. Selbst auf dem Krankenbett soll man bekanntlich noch Dienst tun: Die Leute per Telefon ansprechen, auf eigene Kosten natürlich.
Letztlich läuft alles darauf hinaus, die WTG-Literatur an den Mann zu bringen, die "gedruckten Predigten". Wobei man sich ehrlicherweise vor sich selbst schämen muß, weil man den Leuten erzählt, es sei "umsonst", den kleinen "Profit" lt. WTG-Pionier- und Verkündigersatz verschweigt. Wer alle Hände voll zu tun hat und derart die Zeit "auskauft", kommt kaum zur Besinnung, Das will die WTG-Leitung, um jede kritische Besinnung zu verhindern. Man schafft Ja kaum die Literatur, geschweige denn dann noch etwas anderes zu lesen. Höchstinteressant wäre zu wissen, wie da CV unter den ZJ gelesen wird:
Heimlich oder gar unheimlich?
Hat es doch schon WTG-Kongreßvorträge gegen das Lesen einer solchen Schrift wie die "Christliche Verantwortung" gegeben! -
-CVN-

"Christliche Verantwortung" Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto~Dix-Str,
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos Konto-Nr.: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera

A 165/89 V 7 1 369 N2

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