Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 225
Einer Selbstdarstellung der
Gruppierung „Freier Brüder" um Joachim Wiechioczek in Hamburg kann
man in
dieser CV-Ausgabe begegnen. Etwaige kritische Aspekte indes wird man in
ihr nicht
vorfinden. Wie auch. Analoges würde dann ja auch für das
CV-Unternehmen gelten müssen.
Die einen fahren auf der evangelikalen Schiene (Wiechioczek). Die anderen gar versuchen den Spagat, ähnliches, kombiniert mit DDR-staatlichen Politikinteressen. Beiden ist ihr „Spagat" nicht sonderlich „geglückt".
CV CHRISTLICHE
VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR
NR. 225 GERA APRIL 1988
ÜBER DEN
FRÜHEN ENDZEITSCHWINDEL
R. Franz bricht sein Schweigen (15)
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen WT Nr. 20 und 21/1987
BIST DU ABERGLÄUBISCH?
Rotes Titelblatt und schwarze Katze
SIND ZJ ZEUGEN DER WAHRHEIT?
Eine Aufklärungsschrift (IV)
HAST DU DAS GEWUSST?
Zweierlei Maß
DAS ANGEBOT EINER ALTERNATIVE
CV über einen Kreis "Freier Brüder"
JÜDISCHES PASSAHFEST UND CHRISTLICHES ABENDMAHL
"Und auch zum Abendmahl
des Herrn, das das Passah
ersetzte, gehört
echter Wein",
(WT 15/1987, Seite 5, Zeile 6).
Diese bedeutungsvollen Worte sind in einem Thema gemacht worden,
daß
die Blutfrage, aber nicht das Passah und das Abendmahl behandelte.
ERINNERUNGEN WURDEN WACH
Sie lagen allerdings schon rund 25 Jahre zurück. Damals machte ich
die
WTG ausführlich auf die Lehre und Handhabung der Abendmahlsfeier
aufmerksam, die in
dieser Form keine biblische Stütze hat. Es gibt in der Heiligen
Schrift keine Beweise,
daß es zwei Klassen von Teilnehmern beim Mahl gibt, die da die
Symbole nehmen und solche,
die sie nicht nehmen. Es steht ja auch einem Menschen nicht zu, seinen
Weg selbst zu
bestimmen. (Jer. 10:23)
DIE PASSAHFEIER EIN
GUTES. JA DAS BESTE BEISPIEL
FÜR DAS ABENDMAHL
Worum ging es denn damals bei dem ersten Passah? Doch in erster Linie
um
die Rettung der Erstgeburt Israels in Ägypten, die in Gefahr war
das Leben zu verlieren,
wenn die Bestimmungen für die Durchführung beim Passah nicht
eingehalten wurden. Aber
trotzdem gelten die Vorschriften allen Teilnehmern an der Feier, ob
Männer, Frauen,
Kinder, auch Fremdlinge, sofern sie die Beschneidung hatten, aßen
und tranken ohne
Ausnahme alle vom Passahlamm und vom Brot und Wein. (2. Mo. Kap. 12)
Warum sollte das beim Abendmahl nicht möglich sein. denn es
spricht aus
Jesu Worten nichts dagegen, sondern im Gegenteil alles dafür. "Er
ist der Körper,
der seinen Schatten für zukünftige Dinge vorauswarf." (Kol.
2:17)
Er sagte nach Joh. 6:53-56:
"Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben
..."
Bei der Einsetzung des
Abendmahls erklärte Jesus
seinen Jüngern, daß
er mit seiner Rede, über sein Fleisch und sein Blut zu essen und
zu trinken, nicht
buchstäbliche, sondern symbolische Dinge meinte, nämlich:
Brot und Wein! (Matth.
26:26-28)
Das ist auch allgemein bekannt, und deshalb soll darüber auch hier
nicht diskutiert werden. Paulus nennt Jesus Christus unser Passah, das
geschlachtet wurde.
(l. Kor, 5:7.8)
Warum sind denn alle diese Aussprüche gemacht worden, nur weil sie
miteinander nichts zu tun haben?
KURZ WAR DIE
STELLUNGNAHME DER WTG DAZU
"Das Passah ist kein Vorbild für das Abendmahl, es hat nur
für
das Volk Israel seine Bedeutung gehabt. Doch das Abendmahl ist für
die 144 000 Nachfolger
Jesu Christi eingesetzt und angeordnet zu feiern und die Symbole zu
nehmen. Während
andere Schafe, als anwesende Zuschauer und Zuhörer, dabei auf die
Symbole verzichten,
auch Nutznießer des Abendmahls sind."
So lautete sinngemäß die Antwort aus Brooklyn, ohne einen
einzigen
biblischen Beweis für ihre Stellungnahme anzuführen. Man kann
es sich auch gar nicht
leisten, sich eine Blöße zu geben, zu oft schon mußte
man, als einziger Kanal Gottes
und treuer Sklave, Daten und Ansichten ändern.
RAYMOND FRANZ HAT UNS
AUFGEKLÄRT
Wenn große Dinge im Spiel sind, die unangenehme Auswirkungen zur
Folge
haben könnten, dann spricht und schreibt man darüber lieber
nicht. Später, wenn sich alles beruhigt hat, bringt man sie in
einem Nebenartikel als vollendete Tatsache so, als wäre es schon
immer so erkannt und
gelehrt worden. Denn bei so zahlreicher Literatur, Dienst und
Zusammenkünfte, sind es nur
wenige, die etwas merken und noch viel weniger, die sich trauen, etwas
darüber zu sagen.
Doch, so Gott will, gibt es einige, bei denen die Erinnerung geweckt
wird, sie
durchschauen diese unchristlichen Machenschaften und ziehen ihre
Konsequenzen, Indem sie
für die Wahrheit des Wortes Gottes Stellung nehmen, riskieren sie
einen
Gemeinschaftsentzug und werden Abtrünnige genannt. Wer hier aber
der Abtrünnige ist,
könnte man an Hand der Bibel leicht feststellen, Wo steht
geschrieben, daß eine Klasse
von Christen die Symbole beim Abendmahl nehmen soll, eine zweite viel
größere Klasse
aber nicht! Dagegen lauten die Worte Jesu an seine Jünger:
"... Geht daher hin und
macht Jünger aus
Menschen aller Nationen,
tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes,
und lehrt sie,
alles zu halten, was ich euch geboten habe ..." (Matth. 28:19,20 NW)
Ihr Abtrünnigen vom Worte Gottes und Jesu Christi, wie lange noch
wollt
ihr die Bibel vergewaltigen, ihr macht auch vor eurer eigenen
NW-Übersetzung nicht halt,
die es in diesem Punkt an Klarheit nicht mangeln läßt. Alles
zu halten, bedeutet eben
ALLES, davon ist auch das Abendmahl nicht ausgeschlossen, und zwar so,
wie Jesus es
eingesetzt und angeordnet hat, mit dem Nehmen der Symbole. Denn sie
haben die Garantie
für Auferstehung und ewiges Leben. (Joh. 6:48-58)
VERHEISSUNG UND
BESTIMMUNG
Jesus Christus hat seinen Nachfolgern verheißen, daß sie
durch den
Glauben an ihn "ewiges Leben" erlangen werden. (Joh. 3:16; Kap. 17:2;
Rö. 6:22)
Er hat ihnen aber nicht erlaubt, ihren Platz im Reiche Gottes selbst zu
bestimmen, wie es die WTG den 144 000 samt Überrest einräumt
und beim Abendmahl weltweit
demonstriert. Solches steht im Widerspruch zu Jer. 10:23: danach liegt
es nicht beim
Menschen, seinen Weg zu bestimmen. Selbst zwei seiner Jünger
erhielten diesbezüglich
keine Zusage auf ihr Verlangen, neben Jesus zu sitzen im Reich Gottes.
(Matth. 20:23; Mark. 10:40)
-E.A.B.-
ÜBER DEN
FRÜHEN WTG-ENDZEITSCHWINDEL
Raymond Franz bricht sein Schweigen (15)
WAS DAS ENTSCHEIDENDE IST:
Man kann nicht genug warnend darauf hinweisen: Was die WTG heute an
moralischen und anderen attraktiv aufgemachten Artikeln und Schriften
veröffentlicht - es
ist nicht das Entscheidende. Wenn sie sich da vor anderen auszeichnet,
"nicht so ist,
wie andere".
Schaut man aber tiefer, so "zeichnet sie sich" nur
"aus", weil sie ihre "Fälle" durch rechtzeitigen Ausschluß
den
anderen aufhalst, um selbst "rein" dazustehen. Was die anderen nicht
können.
Woran die WTG entscheidend gemessen werden muß. ist ihre
Endzeitverkündigung. Damit steht oder fällt sie. Ist
diese haltlos und unglaubwürdig, dann rettet sie nichts anderes,
mag es noch so bunt und
attraktiv aufgemacht sein.
Sie ist als
"Endzeitprophet" seinerzeit auf die
Bühne
getreten. Nur zu oft hat sie sich mit dem "Propheten" verglichen, der
in
Hesekiel 2:5 genannt ist. So darf man getrost anwenden, was
andererseits über die
Glaubwürdigkeit von "Propheten" gesagt ist. (5. Mose 18:20-22)
Lassen wir uns also nicht ablenken. Tugendpredigt aller Art ist nicht
das alleinige WTG-Vorrecht. Und Tugendhaftigkeit auch nicht allein das
der Zeugen Jehovas.
RAYMOND FRANZ ROLLT VOR
UNSEREN AUGEN AUF
Als Jüngling wurde er einst von jener WTG-Prophetie gefangen
genommen,
wonach der 2. Weltkrieg das Harmagedon-Ende bringen sollte. Den
Endzeitbetrug, den die WTG
an der Generation vor ihm begangen hatte, kannte er zunächst
nicht. Es ist erschütternd
zu lesen, was er als ehemaliges Mitglied der leitenden
Körperschaft rückblickend heute
darüber enthüllt! Was er ausführlich mit den WTG-eigenen
Verkündigungen von damals
dokumentiert. Dokumentierungen. die den heutigen Zeugen fast nicht mehr
zugänglich sind.
Die WTG hat Angst davor
und will es nicht! Hier sind
seine
dokumentierten Feststellungen über den WTG-Endzeitschwindel, der
vor ihm betrieben wurde:
- C. T. Russell, der sich "Gottes Mundstück" nannte, machte
Zeitprophezeiungen, von denen nicht eine die vorausgesagten Ergebnisse
gebracht hatte.
- Es gab keinen vollständigen Sturz aller
Königreiche und menschlicher Einrichtungen und keine
Übernahme aller
irdischen Herrschaft durch Christi Königreich, keine Verwandlung
der Gesalbten, keine
Vernichtung "Babylons", keine Bekehrung Israels zum Christentum, keine
weltweite
Anarchie, alles für 1914 von der WTG prophezeit!
- Um die Schuld von sich zu wälzen, seien dann Gott und Christus
in die
gemachten Fehler verwickelt worden. Gott habe die Fehler
überwaltet, eine sehr bequeme
Ausflucht davon, die Verantwortung dafür übernehmen zu
müssen, fälschlich als Gottes
Daten Dinge dargeboten zu haben, die nicht Gottes Daten waren, sondern
das Produkt
menschlicher Spekulation.
- In den falschen Voraussagen wurde sogar eine Verdienstlichkeit
gesehen, wegen des "anspornenden und heiligenden Einflusses", den das
ergibt, so
daß man "den Herrn preisen" darf, "sogar für die Fehler"!
Dieses
Herangehen habe noch mehr falsche Vorhersagungen erlaubt. Man werde an
die Prophetenworte
erinnert:
"Wehe denen, die sagen, daß gut böse ist und böse gut,
denen,
die Dunkelheit für Licht setzen und Licht für Dunkelheit".
(Jes. 5:20)
- J. F. Rutherford habe
dann 1917 vor der Wahl
gestanden, freimütig
Irrtum einzugestehen oder weiter zu rechtfertigen. Er habe das zweite
gewählt und von
1914 auf zunächst 1918 verschoben. Dann auf 1920 und 1921. Und ehe
dann 1921
"eintreten" konnte, kam er mit der Sensation für 1925, "Millionen
jetzt
Lebender werden niemals sterben"!
Nun sollte 1925 Harmagedon vorbei sein und das Paradies beginnen. Eine
Sensation, auch in den Methoden, das öffentlich zu
verkündigen, die alle wieder elektrisierte und gefangen nahm.
- Zu dem Millionen-Betrug sagte Ray Franz, die WTG
gebrauche
"diesen spektakulären
Slogan" sogar heute. Worüber sie ihre Leser nicht informiert, ist,
daß der Millionen-Slogan auf den Voraussagen über 1925
beruhte, was sich als falsch
erwiesen habe.
WTG UNFEHLBAR? - RAYMOND FRANZ ANTWORTET Er zitier die
WTG-Begründung
für das erste Datum des damaligen Endzeitschwindels:
"Dies ist ohne Frage eine Erfüllung der Prophezeiung ... Diese
physischen Tatsachen können nicht bestritten werden und sind
genügend, jeden
vernunftfähigen Sinn zu überzeugen, daß wir seit 1799
in der 'Zeit des Endes' gewesen
sind,"
(Harfe Gottes. Abs. 408. 410 von 1922)
Seine Antwort lautet :
"Das, was ohne Frage ist, ist logischerweise unfehlbar. Das Wort
'unfehlbar' wird nicht gebraucht - aber für alle Absichten und
Zwecke, der Anspruch wird gemacht. Und wenn einige zweifeln oder nicht
überzeugt sind, gut, dann kommen sie einfach nicht in die
Kategorie jener, die einen 'vernunftfähigen' Sinn haben. Dies ist
ebenfalls intellektuelle Einschüchterung, eine Waffe, die niemals
nötig hat, solide Wahrheit anzuwenden."
Und : "Beachte den wiederholten Gebrauch von Begriffen wie
unbestreitbar, korrekt jenseits eines Zweifels, göttlich
bekräftigt, absolut und unbedingt korrekt, unumstößlich
festgesetzt, bewiesene Zuverlässigkeit, von göttlichem
Ursprung - Begriffe, die auf das ganze chronologische Schema angewandt
wurden einschließlich 1799, 1874, 1878, 1881, 1914, 1918 und
1925, von dem gesagt wurde, daß es 'so viel
schriftgemäße Unterstützung wie 1914' habe."
Und; "Loyalität zu den Lehren der
Gesellschaft, die von Russell
empfangen wurden, war gleichgesetzt mit Loyalität zu Gott und
Christus. Russells Lehren zu verleugnen war, Christus zu verleugnen.
Diese Argumentationslinie ist genau dieselbe wie jene die ein halbes
Jahrhundert später gebraucht wird, in den 1980er Jahren, um jene
zu verdammen, die 'Abtrünnige' genannt wurden." Alles in allem:
Die verfehlten Erwartungen werden auf das Konto des Herrn geschoben,
Gott und Christus würden Falschheit als ihre Mittel gebrauchen.
Und jene Leichtfertigkeit wurde in der Tat durch Rutherfords Erkenntnis
zugegeben, daß er sich selbst zu einem "Esel" gemacht hatte.
Doch die einschüchternde Sprache in dem "Kanal" Gottes
beeinflußte zweifellos die Mehrheit, "dem Führer zu folgen",
wenn er eselhafte Behauptungen aufstellte.
-D.P.-
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG
17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DIE WT NR. 20 UND 21/1987
NEBENARTIKEL: Liebe zu
Gott, die Kraft, die zu
moralisch einwandfreiem
Handeln antreibt
Natürlich "muß der Unmoral Einhalt geboten werden".
Natürlich wird das Sittengesetz durch "einzelne und ganze
Gesellschaftsschichten
ignoriert", durch "Kriege, Inflation, Watergate und Anarchie". Aber es
ist
falsch, wenn der WT weiter sagt, "die großen Religionen der Welt"
hätten
"sich keineswegs als eine Kraft erwiesen, die zu moralisch
einwandfreiem Handeln
antreibt", man müsse sich "einer anderen Autorität
unterwerfen". Da geht
wieder die Fälschung bzw. Verleumdung mit Halbwahrheiten los!
Auch die anderen Religionen haben im Laufe ihrer langen Geschichte zu moralisch einwandfreiem Handeln angetrieben. Allerdings nicht nur. Der WT-Leser brauchte nur die kirchliche Diakonie und Caritas näher betrachten, so sähe er, wie übel der WT die anderen moralisch verleumdet. Liebe zu Gott gab es vor der WT-Religion, gibt es unabhängig von ihr und neben ihr, und wird es nach ihr geben. Übrigens hat auch die WTG ihr "Watergate" hinter verschlossenen Türen eingestanden (CV 200, R. V. Franz). Und damit schon ihre Unmoral.
Was der WT dann seitenlang aus der Bibel an moralischen Vorbildern herauszieht als andere Autorität, um sich ihr zu unterwerfen, das tun mit mehr oder weniger Erfolg auch andere Kirchen. Da hat die WTG kein Privileg. Die Kraft dieser Vorbilder ist doch nicht abhängig von dem, der sie aus der Bibel herauszieht, macht den auch nicht besser, der sie zitiert. Die Vorbilder selbst sind entscheidend, unterbreiten kann sie jeder.
So betreibt die WTG auch hier eine Täuschung, als ob sie die alleinige Institution für das Heil sei, das aus der Beachtung jener moralischen Vorbilder kommt. Denn ihr Daseinszweck ist doch nicht, die Menschen allgemein moralisch zu verbessern, sondern Menschen an sich zu binden, um sie für sich tätig sein zu lassen. Als Institution ist die WTG doch höchst unmoralisch mit ihrem Endzeitschwindel vor Gott und aller Welt von 1799 nun schon weit über 1975 hinaus.
Was die Kraft der vom WT
zitierten guten Vorbilder in
den eigenen Reihen
betrifft, so mußten allein 1986 vor den WTG-Rechtskomitees ca. 80
000 Fälle von
"Unsittlichkeit" in den eigenen Reihen behandelt werden, verbunden mit
37 426
Gemeinschaftsentzügen! (WT 18/1987) So sollte der WT nicht die
Kirchen beschmutzen und
verleumden wegen der dortigen "schwarzen Schafe" unter den Hirten und
ihrer
Herde.
Man könnte den Spieß
umdrehen!
Die glatteste Täuschung der Herzen der Arglosen sind die letzten
Worte des Artikels :
"... die Liebe zu Gott, wie sie in der wahren Religion zum Ausdruck
kommt", sei die Kraft usw.
Denn mit der wahren Religion ist doch die WT-Religion
gemeint. Nein, die
Liebe zu Gott selbst ist die Kraft! Laut l. Korinther 13! Was die wahre
Religion angeht
lt. WT, so ist das in Wahrheit die größte
Endzeit-Falschreligion, seit 1799 schon, die
es heute gibt. Denn die christliche Endzeit begann mit Jesu Kommen vor
(fast) 2000 Jahren!
(l. Kor. 10:11; Hebr. 9:26)
STUDIENARTIKEL:
Dinge zwischen Gott und dir richtigstellen
Ja, das kann man von Christen verlangen. Sollen sie dazu
die Bibel
nehmen. Man kann dazu auch wie der WT Jesajas Verhalten zitieren.
Bedenklich wird es,
Jesaja u. a. zum Ansporn für die heutige falsche
Endzeitverkündigung zu benutzen.
Absatz 17 zeigt diese WT-Absicht:
- mehr Zeit für die WTG-Literatur,
- größeren Anteil am WT-Dienst,
- den Lebensstil ändern,
- Kürzung des Einkommens in Kauf nehmen,
- weltliche Arbeit verringern,
- Rückbesuchstätigkeit erweitern,
- Zeit für regelmäßige Heimstudien aufbringen.
Dann letztlich liegst du richtig! Siehst du das jedoch nicht so mit dem WT, dann zitiert der WT Jesajas Urteil über Israel damals: Dann kennst du nicht die Krippe deines Besitzers und bist weniger als ein Esel! (Abs. 19). Über wirkliche WTG-Eselei kann man bei R. Franz nachlesen in CV 218. Bemerkenswert sind noch die drei Hauptbereiche, die der WTG heute in den eigenen Reihen so zu schaffen machen, daß sie sie nicht mehr verschweigen kann: "Insgeheimes Akzeptieren einer Bluttransfusion, Masturbation und Alkoholmißbrauch." (Abs. 16).
STUDIENARTIKEL; Wirst du
sagen; "Hier bin ich! Sende
mich."?
Natürlich lag bei Jesaja damals ein zwingender Grund vor, dies zu
sagen. Aber die WTG ist l. nicht gleich Gott, und 2. ist ihre
Verkündigung Kolportage
einer falschen Endzeitreligion.
Für diesen Schwindel rufen "Hier bin ich"? "Weltliche Arbeit mit
weniger Geld"? "Vorzeitig pensionieren lassen mit einer niedrigen
Rente"? (Abs. 17-20)
Zum Schluß wirst du skrupellos übertölpelt (Abs. 20):
"Jehova hat gefragt; Wen soll ich senden? Beweise, daß du wie
Jesaja eingestellt bist, der sagte: Hier bin ich! Sende mich,
nämlich um Gottes Botschaft auszurufen." Die Wahrheit: Jehova
fragt da heute nicht, der WT benutzt lediglich ein Gotteswort mit
anderem Sinn aus anderer Zeit für ihren Zweck der Kolportage ihrer
falschen Endzeitreligion.
WACHTTURM NR, 21/1987
STUDIENARTIKEL: Ihr sollt heilig sein ...
Der Artikel läßt zugleich eine unheilvolle Entwicklung
innerhalb der
WTG-Organisation erkennen: "Offensichtlich fehlt es einigen an der von
Herzen
kommenden Wertschätzung für die Heiligkeit Jehovas. Wieso
kann man das sagen? Weil sich
jedes Jahr Tausende auf irgendeine Form der Unsittlichkeit einlassen.
Weitere Tausende
beschwören das Unheil herauf durch Handlungen, die fast einer
Übertretung biblischer
Gesetze gleichkommen" (Abs. 2). Es folgen dann Auszüge aus der
Bibel, um zu zeigen,
wie die Gesetze und Gebote Gottes "heilig, gerecht und gut" sind, um
bestimmte
Maßstäbe zu setzen. Um das nachzulesen, braucht man
eigentlich keinen WT. So hat die
WT-Organisation anderen auch hier nichts voraus.
Tausendfaches Unheil in den eigenen Reihen trotz dieser Gebote. Etwas hat sie allen anderen aber doch voraus! Sie schlägt sich schon über 100 Jahre an die Brust, daß sie besser sei als die anderen. Nun ja, alle ihre "Sünder" werden eben ausgeschlossen und den anderen aufgehalst. Da kann sie immer wieder "rein" dastehen und mit dem Finger auf die anderen zeigen! So ist sie in Wahrheit wie die Pharisäer! Luk. 18:11. Soll die WTG doch ihre "Sünder" einmal selbst behalten müssen. Das Fallbeil stünde unter ihr nicht still, wenn man bedenkt. was bei ihr alles den Tod verdient, spätestens in ihrem Harmagedon.
Nein, alle anderen sind
keineswegs heilig, da
müßte man ja fast wie
Gott sein. Aber sie sind humaner. Gott sei Dank, daß die WTG
keine reale Macht besitzt,
ihre "Urteile zu vollstrecken,, Das wäre finsterstes Mittelalter
für alle anderen!
Auf jeden Fall scheint die "Sünde" aller Art die WTG-Organisation
mächtig
anzufallen, hat sie doch alle nun schon wieder über 10 Jahre mit
ihrem "Bald"
nach der letzten Harmagedonfalschprophetie von 1975. "Lange
verzögerte Hoffnung
macht das Herz krank, aber ein erfüllter Wunsch ist ein Baum des
Lebens" Sprüche 13:12.
So müssen alle Art "Krankheiten" die Organisation befallen,
weil sich ihre Endzeitversprechen nicht erfüllen.
STUDIENARTIKEL:
Bleibst du in jeder Hinsicht rein?
Dieser Artikel zeigt uns, was der WTG im einzelnen zu schaffen macht.
Da
wird ein "Lebenswandel" in "einer Art Heuchelei" geführt. Es
werden
schmutzige Haare, Hände und Fingernägel, schmutzige
Zähne und unangenehmer
Körpergeruch gerügt, während man die "Geräte
Jehovas" tragt. Es wird gute
Körperhygiene verlangt, von Unrat freie Versammlungsstätten
und Wohnungen. Die Bibeln
sollen weder abgegriffen sein noch Eselsohren haben. Gerügt wird.
Pornofilme mit
Videorecordern anzusehen. Gemieden werden sollen billige
Sensationsblätter,
pornografische Zeitschriften, erotisierende Romane und Filme sowie
entwürdigende Musik.
Gerügt wird weiter Unsittlichkeit im Urlaub,
übermäßiger Alkoholgenuß mit
homosexuellen Handlungen "junger Diener". "Physische Reinheit hat
Priorität", sagt der WT dazu.
Da scheint es in der Organisation ja ziemlich schlimm zu stehen.
Aber auch das „geistig rein bleiben" gerät in Schwierigkeiten. So warnt der WT vor „geistiger Verunreinigung durch religiöse Radio- und Fernsehsendungen". Besonders wird die Wirksamkeit der "Abtrünnigen" aufs Korn genommen. An erster Stelle stehen deren Feststellungen, daß unter der WTG keine Freiheit mehr besteht, auch nicht mit Bezug auf die Bibel. Sie wollten die ZJ nur beschmutzen. Sie hätten nichts weiter zu bieten, als die "widerlichen Lehren Großbabylons". Sie seien "glattzüngige Schwätzer", geistig unrein, stolz und "unabhängiger Denkweise verfallen". Man solle den "Abtrünnigen" kein Gehör schenken, ihre Schriften nicht lesen. Alles meiden "wie Gift". Es ist doch aber nur folgerichtig, daß man nach nun schon über 100 Jahre falscher WT-Endzeit mehr und mehr auf die hört, die damit irgendwie Schluß gemacht haben.
Die WTG möchte sie
nur zu gern auch sittlich und
moralisch abstempeln,
werden sie doch immer gleich mit den "Sittensündern" zusammen
genannt. Nichts
fürchtet die WTG mehr als die Äußerungen und Schriften
der "Abtrünnigen",
weil diese die Wissenden sind, gegen die sie sachlich nicht ankommt.
-D.P.-
BIST DU
ABERGLÄUBISCH?
"Wird dein Leben vom Aberglauben beeinflußt?" so fragt der
Wachtturm Nr. 21/87. Rotes Titelblatt und schwarze Katze darauf machen
schon neugierig, um
mal reinzuschauen, was da drin steht. Aber außer paar Beispielen
aus dem täglichen
Leben, wo manche etwas verschrobene Vorstellungen haben, ist doch die
Aufklärung über
Aberglauben recht mager ausgefallen. So z. B. ist es Aberglaube, wenn
ein Geistlicher ein
goldenes Kreuz in tiefes Wasser wirft und sagt, daß derjenige,
der als erster dieses
Kreuz wiederfindet, sein Leben lang Glück haben wird. Wer daran
glaubt, soll
abergläubisch sein.
Wer es aber schafft in diesem Wachtturm weiterzulesen bis zur S. 19, wird schließlich doch noch für seine Mühe belohnt, wenn er feststellen will, wer abergläubisch ist: Es sind nämlich Zeugen Jehovas selbst! Zwar sollen sie nicht an ein ins Wasser geworfenes goldenes Kreuz glauben - das wäre doch allzu primitiv, nein, an den "treuen, verständigen und klugen Sklaven" sollen sie glauben! Sein letztes Wort steht doch erhaben über der Bibel! Die Bibel alleine nützte gar nichts, wenn es den klugen, ja sozusagen sogar heiligen Sklaven, gemeint ist wohl die Führungsspitze der Wachtturm-Gesellschaft, nicht gäbe. Nur er hat die reine Lehre; alle anderen Lehren sind nur widerliche Lehren Groß-Babylons!
So ist es denn gekommen, daß viele Zeugen Jehovas geradezu abergläubische Furcht vor Schriften sog. Abtrünniger haben. Findet er so eine Sendung, z. B. von der Studiengruppe Christliche Verantwortung im Briefkasten, so wird sie sofort unbesehen verbrannt, als wenn man auf diese Weise einen bösen Geist aus dem Hause verbannen will.
(Der kluge Sklave hat das Verbrennen aller Gegenstände, die mit bösen Geistern etwas zu tun haben könnten, angeordnet; es soll das beste Mittel sein, sich vor ihnen zu schützen.) Aber geradezu panische Angst haben die wachtturmtreuen Zeugen Jehovas vor einer zufälligen Begegnung mit einem "Abtrünnigen" auf der Straße, Sie fürchten, daß er sie womöglich freundlich grüßen könnte und das könnte sie womöglich verhexen, daß sie selbst abtrünnig werden und so des ewigen Lebens verloren gingen.
Nun scheint mir aber
noch der "Sklave" auch noch
selbst
abergläubisch zu sein: Die "Abtrünnigen" rauben ihm den
Schlaf, verursachen
Alpträume, sind ihm wohl im Halse wie ein spitzer Knochen
steckengeblieben und er kann
ihn weder wieder herauswürgen noch gänzlich
herunterschlucken. Und nun warnt er
beschwörend jeden, irgend etwas von diesen Abtrünnigen zu
schlucken, sie gehen sonst des
ewigen Lebens verlustig. Diese "glattzüngigen Schwätzer" - so
nennt er seine
Abtrünnigen - sehen noch zu allem Arger äußerlich in
jeder Hinsicht rein aus, aber
innerlich, ja innerlich, wo man nicht reinschauen kann, sind sie
unsauber. Sie haben doch
nicht die herrliche Hoffnung in sich wie der Sklave sie dir macht.
Irreführende
religiöse Propaganda machen sie - meide sie wie Gift! Rühre
nichts an, was die schon mal
angefaßt hatten. und wenn es selbst der Wachtturm wäre, in
den du gerne mal reinschauen
würdest, weil du ihn noch nicht hast. Trägt er den Stempel
von CV, dann rühre ihn nicht
an; es ist Gift von Abtrünnigen, womit sie dich ködern wollen.
Wenn das der wahre Glaube sein soll?! Ich weiß nicht. Sieht mir
'alles
wirklich sehr nach Aberglauben aus nicht wahr?
-J.M.-
SIND ZEUGEN JEHOVAS
WIRKLICH ZEUGEN DER WAHRHEIT? (IV)
5. DIE ANBETUNG DES HERRN JESUS CHRISTUS BEZEICHNEN SIE ALS
GOTTESLÄSTERUNG.
Wenden wir uns nun der Lehre zu, die besagt, man dürfe den Herrn
Jesus
Christus nicht anbeten. Es wurde bereits auf Hebr. 1,6 verwiesen, wo zu
lesen ist:
"... alle Engel Gottes sollen ihn anbeten." Auch in ihrer eigenen
Neuen-Welt-Übersetzung heißt es diesbezüglich in der
Ausgabe von 1963 ganz klar:
"... Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten." Da dies jedoch nicht in
ihr
Lehrgebäude paßt, hat man es später abgeändert in:
"... und alle Engel Gottes
sollen ihm huldigen." Diese Veränderung in ihrer Übersetzung
ist nichts anderes als
der Versuch einer bewußten Irreführung, weil huldigen das
gleiche bedeutet wie anbeten.
Daß dem Sohn Gottes Anbetung gebührt, wird, uns des weiteren
in Offb.
5,8 und 11-14 gezeigt. Wir lesen dort:
"Und als es (das Lamm
Gottes) das Buch nahm, fielen
die vier
lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem
Lamme, und hatten ein
jeder eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk, das sind
die Gebote der Heiligen.
Und ich sah: Und ich hörte eine Stimme vieler Engel rings um den
Thron
die mit lauter Stimme sprachen; würdig ist das Lamm . zu empfangen
die Macht und
Reichtum und die Weisheit und die Stärke und Ehre und Herrlichkeit
und Lobpreis.
Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meere ist, und alles, was darinnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme Lobpreis und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Und die vier lebenden Wesen sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an."
Wem bringen sowohl Engel als auch jedes Geschöpf im Himmel, auf Erden, unter der Erde, auf dem Meere und was in ihm ist, Lobpreis. Ehre usw. dar? Dem Lamm! Angesichts dieser klaren Aussagen kann man Jesus, dem Herrn der Herren, doch nicht die Huldigung versagen! Zudem, wenn in Vers 8 gesagt wird, daß die vier Wesen und die vierundzwanzig Ältesten mit goldenen Schalen voll Räucherwerk bzw. den Gebeten der Heiligen vor dem Lamm niederfallen, dann zeigt dies in zweifacher Hinsicht, daß dem Lamm alle Anbetung gebührt:
1. Indem die lebendigen
Wesen und die 24
Ältesten vor dem Lamm
niederfallen, wodurch in der Bibel immer die Anbetung zum Ausdruck
gebracht wird.
2. Daß sie mit goldenen Schalen voll Weihrauch bzw. den Gebeten
der
Heiligen erscheinen und diese vor dem Lamm emporsteigen lassen (siehe
Kap. 8, 3.4).
In Joh. 5.23 wird uns gesagt, daß alle den Sohn ehren sollen, wie
sie
den Vater ehren. Wie aber wollen wir ihn in gleicher Weise ehren wie
den Vater, wenn wir
ihm die ihm zustehende Anbetung verwehren? In Kap. 14,14 sagt der Herr
selbst:
"Wenn ihr mich etwas bitten werdet in meinem Namen, werde ich es
tun." Leider fehlt in einigen deutschsprachigen Übersetzungen das
Wort
"mich", doch in den ältesten Schriften ist es enthalten, siehe z.
B.
Konkordante Übersetzung. Wuppertaler Studienbibel u. a.
Als Stephanus gesteinigt
wurde, betete er:
"Herr Jesus, nimm meinen Geist auf." Zu wem betete er? Zum
Vater? Nein, zum Sohn!
Der Apostel Paulus schreibt in l.Kor. 1,2:
"An die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in
Christus Jesus, den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Ort
den Namen unseres
Herrn Jesus Christus anrufen ..."
Diese und weitere Schriftaussagen bezeugen, daß dem Herrn Jesus
Christus Anbetung gebührt, und dies, weil er kein Geschöpf,
sondern Gott. göttlichen
Wesens und göttlicher Natur ist.
6. GEMÄSS IHRER HEILSLEHRE HÄNGT DIE ERRETTUNG DER MENSCHEN NICHT ALLEIN VON DEM GLAUBEN AN JESUS CHRISTUS AB. SONDERN VON
DER ZUGEHÖRIGKEIT
ZU DEN ZEUGEN JEHOVAS.
In ihrer Heilslehre behaupten die Zeugen Jehovas. daß alle, die
nicht
zu ihrer Organisation gehören, in Harmagedon umkommen werden.
Hierdurch bringen sie
unzweideutig zum Ausdruck, daß der Glaube an Jesus Christus
allein nicht genügt. Dies entspricht jedoch nicht der
biblischen Aussage! Wir alle kennen sicher die Worte, die der Herr
selbst in Joh. 3:16-18
spricht, wo es heißt:
"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen
eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubte nicht verloren
gehe, sondern ewiges
Leben habe ... Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet ..."
Vers 36: "Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben ..."
Kap. 5,24: "...Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt
hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus
dem Tode ins ewige
Leben übergegangen."
Siehe auch Kap. 6.35-40; Apg. 10.43; 16, 31; l. Joh. 5,9-13 u. a. mehr.
Wir können diese und viele andere Schriftstellen immer und immer wieder lesen, nirgendwo finden wir auch nur einen Hinweis darauf, daß wir zu irgendeiner Organisation - und sei es die der Zeugen Jehovas - gehören müssen. Im Gegenteil, diesbezüglich wird uns schon zu der Zeit, als der Herr Jesus Christus noch auf Erden lebte und mit den Jüngern von Ort zu Ort zog, das Evangelium zu verkündigen, in Luk. 9,45-50 ein geradezu klassisches Beispiel gegeben.
Nachdem Jesus seinen
Jüngern gem. V. 43-45
angekündigt hatte, daß er
in die Hände der Menschen überliefert werden würde und
sie sich dann (V. 46) Gedanken
darüber machten, wer wohl unter ihnen der Größte sei,
erteilte ihnen der Herr Jesus
eine klare Lektion (V. 47.48) mit dem Beispiel des Kindes und sagt am
Schluß des Verses
48:
"... Denn wer unter euch der Kleinste ist, der ist groß."
Darauf sagt Joh. im Vers 49:
"Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen und
wir wehrten ihm, weil er - dir - nicht mit uns nachfolgt."
Der Herr Jesus antwortete darauf (V. 50):
"Wehr - es ihm - nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für
euch."
Nicht einmal ER machte geistliches Wirken oder die Errettung vom Tode von der Bindung an den Jüngerkreis abhängig. Wie können dann Menschen in unserer Zeit so vermessen sein, dies zu tun? Daher ist grundsätzlich zu sagen: Jeder, der die Errettung der Menschen von einer Bindung an
sich (also an irgendeine
Person), an eine
Organisation oder Kirche und
nicht allein vom Glauben an Jesus Christus abhängig macht, stellt
sich gegen Gottes Wort
und ist als Verführer und Irrlehrer abzulehnen! Um errettet zu
werden, bedürfen wir
keiner Organisation der Zeugen Jehovas o. ä., sondern Jesus
Christus allein!
Wer sein Leben bewußt in seine Hände gelegt hat oder legt,
hat die
göttliche Verheißung des ewigen Lebens und einst dort zu
sein, wo er, Jesus Christus,
ist.
H.S.
HAST DU DAS GEWUSST?
ZWEIERLEI MASS GEGENÜBER DEN ZEUGEN
Was Jupiter darf, darf der Ochs noch lange nicht - ein Sprichwort aus
dem alten Rom, was sich genau auf die leitende Körperschaft in
Brooklyn anwenden läßt.
Mit anderen Worten gesagt: Was die Zeugen Jehovas in einem Lande
dürfen, das dürfen sie in einem anderen noch lange nicht. Da
dieser Artikel ja für Christen
geschrieben ist, wollen wir doch einmal sehen, was die Bibel zu einer
Handlungsweise mit
zweierlei Maß sagt:
"Zweierlei Gewicht ist etwas Verabscheuungswürdiges für
Jehova,
und eine betrügerische Waage ist nicht gut."
(Sprüche 20:23)
Ja, ihr Zeugen Jehovas, für die der Wehrdienst ansteht, laßt
ihr euch
gerne ungerecht behandeln? Sofern ihr nicht gerade in Mexiko wohnt, ist
es aber so. daß
ihr vielleicht auch unwissentlich euch von der WTG benachteiligen
laßt. Warum?
Nun, IN MEXIKO
DÜRFEN JUNGE MÄNNER MIT
BILLIGUNG DER LEITENDEN
KÖRPERSCHAFT IN BROOKLYN EINE BESTECHUNGSSUMME BEZAHLEN, UM VON DEN BEHÖRDEN EINE "BESCHEINIGUNG ZU ERHALTEN. DIE
BESAGT, DEN
MILITÄRDIENST ABGELEISTET ZU HABEN!
Ja, ihr habt richtig gelesen - eine unglaubliche Tatsache - aber leider
ist es so, traurig, aber wahr. Und das gibt es in einer Organisation,
die behauptet, die
einzig richtige Religion zu sein und die Bibel immer richtig
anzuwenden! Wie sagt doch
gleich die Bibel dazu:
"An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen" (Matth. 7:15-20).
Rechtfertigt die Bibel
vielleicht Bestechung oder
zweierlei Maß?
Bestimmt nicht! Und ihr Zeugen hier habt die Richtlinie der wtg zu
befolgen, die nicht
für Mexiko gilt, nämlich den Wehrdienst und auch den
Wehrersatzdienst abzulehnen und
eine Bestrafung dafür in Kauf zu nehmen, falls ihr nicht so
handelt?
Wollt ihr tatsächlich noch weiterhin das doppelte Maß der
WTG
tolerieren und euch weiterhin benachteiligen lassen?
Natürlich, die WTG braucht Märtyrer, und da schickt sie gerne
euch
vor, die jungen Brüder, die dann dafür herhalten müssen.
Denkt einmal darüber nach!
-R.S.W.-
CV BERICHTET ÜBER
GEMEINSCHAFTEN EHEMALIGER
ZEUGEN JEHOVAS
EIN KREIS „FREIER BRÜDER"
DAS ANGEBOT EINER ALTERNATIVE
Jeder Mensch, der einer religiösen Vereinigung, Sekte oder
Organisation
angehört, kommt irgendwann, wenn er dem Bericht des Neuen
Testamentes glaubt, in
Glaubenskonflikte.
Seine religiösen Bedürfnisse finden in der Organisation kaum
noch
Erfüllung; er sieht die Mißdeutung der Schriften des NT. In
den meisten Fallen wird ihm
das Christsein abgesprochen und erklärt, daß er nur ein
"schafähnlicher
Mensch" ist und kein Christ; denn die Zahl der Christen (Gesalbten) ist
schon seit
Mai 1935 voll.
Der neu gewonnene Zeuge
Jehovas bekommt keine Chrisma
(Salbung) mit dem
Heiligen Geist. In der Zeitschrift "Der Wachtturm" steht
ausdrücklich
geschrieben:
Viele Nationen haben sich mit dem Namen Christi bezeichnet, jedoch ist
keiner ein Christ, der nicht von J e h o v a Gott gesalbt worden ist ...
("Der Wachtturm" 36. Jahrgang, Seite 323)
In den europäischen
Ländern und Amerika
verlassen jährlich Tausende
enttäuschte und irregeführte Menschen solche religiöse
Organisationen. Diese Menschen
sind oft von ihren ehemaligen Glaubensgenossen verachtet, als
Abtrünnige und
Ausgeschlossene markiert; ja sie werden sogar niederträchtig
behandelt.
Jedes Glied der Zeugen Jehovas., das nur eines der vielen
"gültigen Glaubensansichten" (Dogmen) dieser Organisation aus
Gewissensgründen
ablehnt, wird als Abtrünniger (Apostat) aus dieser
Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen.
Zu diesen Dogmen gehört unter anderen die Anerkennung dieser
Gesellschaft als den sichtbaren Vertreter Gottes hier auf der Erde.
(Gemeint ist die in
Amerika in Brooklyn residierende Gesellschaft.)
(Buch: Dein Wille geschehe auf Erden, Seite 217 Abs. 49. Siehe auch WT
Vol. LXXXIX, Seite 495 Abs. 2.)
Ein anderes Dogma
lautet: "Wenn wir Jehova und die
Organisation
seines Volkes lieben, werden wir nicht mißtrauisch sein, sondern
werden, wie die Bibel
sagt, alles glauben, nämlich alles, was Der Wachtturm darreicht,
..."
Jeder Mensch, der mit solchen oder dergleichen Dingen in seinem
Gewissen
Konflikte hat, kann sich mit Vertrauen an uns wenden. Wir sind eine
Gemeinschaft freier
Bruder, die sich z. Zt. zwei (drei) mal im Jahr zu gegenseitigen
Belehrungen und
Erfahrungsaustausch versammelt. Wir wollen jedem ein Gespräch
über die Bibel anbieten
und soweit wir imstande sind zu helfen, sein Leben nach der Ethik des
Neuen Testamentes
auszurichten.
In der Bundesrepublik z,
B. wird in der Oster- bzw.
Pfingstzeit eine
mehrtägige Versammlung veranstaltet, zu der in den Jahren 1982 bis
1987 Brüder aus
einigen Ländern anwesend waren. Im Herbst finden zwei regionale
Versammlungen statt. Eine
im Süden des Landes und eine im Norden.
Was wird während solcher Versammlungen behandelt? Eine Schwester
sagte
mal: Das, wo einem der Schuh drückt, dies soll erörtert
werden.
Z. B. wurden auch diese
Themen behandelt:
Ein Volk für seinen Namen, Apg. 15,14.
Die Botschaft vom Kreuz, l. Kor. 2,2.
Ihr müßt von neuem geboren werden, Evang. Nach Johannes
3,3-8.
Die Geister prüfen, 1. Brief des Joh. 4,1.
Christus der Retter, An die Römer 10,9-13.
Wer Ohren hat, der höre, was Offenbarung der Geist den Gemeinden
sagt, 2,7.
Alle Treffen werden mit
einer Diskussion und
Schlußgedanken beendet.
In den Schlußgedanken ist unter anderem auch die Frage
erörtert
worden: Was wollen wir für die Zukunft, und wollen wir all die
Brüder nur für diese
zwei oder drei Treffen ermuntern? Bruder M. Hirschmüller
erklärte, daß wir für jeden
Menschen, der aus einer Organisation, wie es die Wachtturm-Gesellschaft
ist, die erste
Gemeinschaft bieten wollen. Wir wollen diesen Menschen zeigen,
daß er nicht allein
dasteht. Wenn er nun an einem Ort wohnt, an dem es mehrere christliche
Religionsgemeinschaften gibt, so kann er eine dieser Gemeinden, die
nach dem Grundsatz des
Neuen Testaments lehrt, besuchen und auch dort die Gemeinschaft
pflegen. Natürlich soll er prüfen, ob diese Gemeinde nach dem
Gesetz des Christus
ausgerichtet ist. (An die Galater 6, 2-5)
Diese Darlegungen wurden von dem Bruder
Joachim Wiechoczek gemacht,
. in einem
Gespräch mit dem Herausgeber der "Christlichen Verantwortung"
Henry Werner.
Weitere Auskünfte erteilt das:
CV-Büro Gera
Otto-Dix-Str. 6
DDR 6500 Gera
AKTUELLES IN KÜRZE
CV-BEITRAG ÜBER RAY FRANZ IN DER BRD
Unter der roten Überschrift "Raymond Franz Neffe des
Wachtturm-Präsidenten und
früheres Mitglied der leitenden Körperschaft, brach sein
Schweigen"
veröffentlichte die Zeitschrift "Brücke zum Menschen" des
Bruderdienstes in
Hamburg. Nr. 89/90 1987, in der Bundesrepublik speziell unter den
Zeugen Jehovas
verbreitet, den CV-Beitrag über Ray Franz in CV 213 vom April
1987.
WO IST DIE BESSERE: MORAL?
"Die Russische Orthodoxe Kirche erzielte mit dem Vatikan
Einmütigkeit darüber,
daß der Einsatz von Massenvernichtungswaffen im Widerspruch zu
den Grundlagen
christlicher Moral steht". (NZ 22.12.87)
Die WTG läßt ihre Zeugen den Einsatz von
Massenvernichtungswaffen gegen alle
Andersdenkende und Andersglaubende vom "Säugling bis zum Greis"
als christlich
verkündigen.
(WTG-Buch "Weltweite Sicherheit" S.156/57)
KIRCHE IN POLEN
Von den rund 36 Millionen Polen sind mehr als 94 Prozent Katholiken. 2
Prozent
Orthodoxe und l Prozent Protestanten.
In den 8528 Pfarreien, die sich auf 27 Diözesen verteilen, stehen
21 887 katholische
Priester (davon 4670 Ordensgeistliche) im Dienst.
Vor 50 Jahren gehörten nur 11 394 Priester zum
Diözesanklerus. Die angehenden Pfarrer
werden in 48 höheren und 10 niederen Seminaren ausgebildet.
Außerdem unterhält die
katholische Kirche in Polen 2 Berufsschulen, l Krankenschwesternschule
und l Fachschule
für Gastronomie.
Wesentlich am regen kirchlichen Leben
beteiligt sind die 50
männlichen
Ordensgemeinschaften mit mehr als 6000 Mitgliedern sowie die 102
weiblichen Orden, denen 27 000 Schwestern angehören.
Im Jahre 1937 gab es in Polen 7237 katholische Gotteshäuser; heute
sind es 14 229.
Dazu kommen 1508 Kirchen im Bau.
Unter Leitung der katholischen Kirche produzieren 35 Verlage im Jahr
durchschnittlich
800 Titel mit einer Gesamtauflage von rund 15 Millionen Exemplaren.
Außerdem erscheinen
113 religiöse Zeitschriften.
UNSERE BRÜDER IM GLAUBEN ABRAHAMS
Im St. Benno-Verlag in Leipzig ist ein Buch über den Islam
erschienen von dem aus dem
Orient stammenden kath. Theologen A.T. Khoury. U.a. werden
ausführlich die Aussagen des Koran über die Propheten des
Alten
Testaments und über Jesus behandelt, die als Propheten Gottes
anerkannt werden. Es wird
ein großes Bemühen um ein besseres Verständnis des
Islam deutlich, der allerdings kein
Verständnis für Jesus als Sohn Gottes hat, da Allah, das ist
Gott, sich nicht sexuell
betätige und zeuge.
Papst Johannes Paul II wird zitiert: "Wie ich bei anderen Treffen mit
Muslimen oft
gesagt habe, ist euer und unser Gott ein und derselbe und wir sind
Brüder und Schwestern
im Glauben Abrahams".
Welcher Kontrast zum WTG-Denken. Wonach Gott in einem globalen Kreuzzug
in
mittelalterlicher Intoleranz alle Muslime ausrotten soll. Muß
noch ein "1975"
kommen, um endlich umzudenken?
AUS DER WELT DER ZEUGEN
Liebe Ex-Zeugen-Geschwister!
... Ich denke an meine Zeugen-Zeit zurück; ich war bekannt
dafür, daß ich viel las.
Und da hatten wir wieder einmal das GM. Bruder Alfred hielt die
Ansprache. Und am Ende kam
die gewohnte Schimpfkanonade, die eigentlich gar nicht dazu
gehörte.
Seine Ausführungen waren ungefähr folgendermaßen: "Man
darf keine Bücher
lesen, auch keine über die Bibel oder die Geschichte der Bibel,
wenn sie von anderen
Gemeinschaften oder Verfassern stammen. Man darf nur Publikationen von
der Gesellschaft
lesen. Das andere ist geistige Hurerei."
Die Schwester Elfriede, die auch gegenwärtig war, sagte nachher zu
mir: "der
greift dich aber an."
Ich erinnerte mich damals gleich an das Konzil von Toulouse mit seiner Inquisition und seinem Bibelverbot. Ja, ein Laie durfte damals nicht mal eine Bibel in Latein besitzen. Ich hielt es damals für eine persönliche Schrulle von ihm, da ja der Älteste in dieser Beziehung einen weiteren Horizont hatte und nicht so engstirnig und beschränkt war. Aber dann kam ich auch durch die Urlauber und Bekannte mit anderen Geschwistern zusammen. Und so hörte ich eben aus Löbau, Wittenberg, Görlitz und Dresden dieselbe Meinung; Die "Mutter" versorgt uns mit allem, was wir brauchen, wir brauchen keine fremde Literatur. Außer, wenn wir unseren theokratischen Dienst und Versammlungen alles schaffen, dann können wir noch was anderes lesen, meinte die eine Schwester aus Wittenberg. Das erinnert alles sehr an die Unfehlbarkeit des Papstes, die 1870 proklamiert wurde.
Dabei zitiert die Gesellschaft selbst
dauernd andere Werke. Ich
denke an Flavius
Josephus und den Judäischen Krieg. Dieses
Werk hat mir die Erkenntnis gebracht, daß der Greuel der
Verwüstung sich nie auf die
Vereinten Nationen beziehen kann.
Es gilt eben zweierlei Maßstab.
Das bedeutet ferner, daß die Nachfolge Christi von Thomas a
Kempis nie gelesen werden
darf usw. - Für heute verbleibe
ich mit freundlichen Grüßen.
Margit Strohbach
"Christliche Verantwortung";
Herausgeber Henry Werner; DDR 6500
Gera,
Otto-Dix-Str. 6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos
A 205 88 V 7 1 647 N2