Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben

CV 225
Einer Selbstdarstellung der Gruppierung „Freier Brüder" um Joachim Wiechioczek in Hamburg kann man in dieser CV-Ausgabe begegnen. Etwaige kritische Aspekte indes wird man in ihr nicht vorfinden. Wie auch. Analoges würde dann ja auch für das CV-Unternehmen gelten müssen.

Die einen fahren auf der evangelikalen Schiene (Wiechioczek). Die anderen gar versuchen den Spagat, ähnliches, kombiniert mit DDR-staatlichen Politikinteressen. Beiden ist ihr „Spagat" nicht sonderlich „geglückt".


CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR

NR. 225 GERA APRIL 1988

ÜBER DEN FRÜHEN ENDZEITSCHWINDEL
R. Franz bricht sein Schweigen (15)
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen WT Nr. 20 und 21/1987
BIST DU ABERGLÄUBISCH?
Rotes Titelblatt und schwarze Katze
SIND ZJ ZEUGEN DER WAHRHEIT?
Eine Aufklärungsschrift (IV)
HAST DU DAS GEWUSST?
Zweierlei Maß
DAS ANGEBOT EINER ALTERNATIVE
CV über einen Kreis "Freier Brüder"

JÜDISCHES PASSAHFEST UND CHRISTLICHES ABENDMAHL

CV225.JPG (14848 Byte)

"Und auch zum Abendmahl des Herrn, das das Passah ersetzte, gehört echter Wein",
(WT 15/1987, Seite 5, Zeile 6).
Diese bedeutungsvollen Worte sind in einem Thema gemacht worden, daß die Blutfrage, aber nicht das Passah und das Abendmahl behandelte.

ERINNERUNGEN WURDEN WACH
Sie lagen allerdings schon rund 25 Jahre zurück. Damals machte ich die WTG ausführlich auf die Lehre und Handhabung der Abendmahlsfeier aufmerksam, die in dieser Form keine biblische Stütze hat. Es gibt in der Heiligen Schrift keine Beweise, daß es zwei Klassen von Teilnehmern beim Mahl gibt, die da die Symbole nehmen und solche, die sie nicht nehmen. Es steht ja auch einem Menschen nicht zu, seinen Weg selbst zu bestimmen. (Jer. 10:23)

DIE PASSAHFEIER EIN GUTES. JA DAS BESTE BEISPIEL FÜR DAS ABENDMAHL
Worum ging es denn damals bei dem ersten Passah? Doch in erster Linie um die Rettung der Erstgeburt Israels in Ägypten, die in Gefahr war das Leben zu verlieren, wenn die Bestimmungen für die Durchführung beim Passah nicht eingehalten wurden. Aber trotzdem gelten die Vorschriften allen Teilnehmern an der Feier, ob Männer, Frauen, Kinder, auch Fremdlinge, sofern sie die Beschneidung hatten, aßen und tranken ohne Ausnahme alle vom Passahlamm und vom Brot und Wein. (2. Mo. Kap. 12)
Warum sollte das beim Abendmahl nicht möglich sein. denn es spricht aus Jesu Worten nichts dagegen, sondern im Gegenteil alles dafür. "Er ist der Körper, der seinen Schatten für zukünftige Dinge vorauswarf." (Kol. 2:17)
Er sagte nach Joh. 6:53-56:
"Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben ..."

Bei der Einsetzung des Abendmahls erklärte Jesus seinen Jüngern, daß er mit seiner Rede, über sein Fleisch und sein Blut zu essen und zu trinken, nicht buchstäbliche, sondern symbolische Dinge meinte, nämlich: Brot und Wein! (Matth. 26:26-28)
Das ist auch allgemein bekannt, und deshalb soll darüber auch hier nicht diskutiert werden. Paulus nennt Jesus Christus unser Passah, das geschlachtet wurde. (l. Kor, 5:7.8)
Warum sind denn alle diese Aussprüche gemacht worden, nur weil sie miteinander nichts zu tun haben?

KURZ WAR DIE STELLUNGNAHME DER WTG DAZU
"Das Passah ist kein Vorbild für das Abendmahl, es hat nur für das Volk Israel seine Bedeutung gehabt. Doch das Abendmahl ist für die 144 000 Nachfolger Jesu Christi eingesetzt und angeordnet zu feiern und die Symbole zu nehmen. Während andere Schafe, als anwesende Zuschauer und Zuhörer, dabei auf die Symbole verzichten, auch Nutznießer des Abendmahls sind."
So lautete sinngemäß die Antwort aus Brooklyn, ohne einen einzigen biblischen Beweis für ihre Stellungnahme anzuführen. Man kann es sich auch gar nicht leisten, sich eine Blöße zu geben, zu oft schon mußte man, als einziger Kanal Gottes und treuer Sklave, Daten und Ansichten ändern.

RAYMOND FRANZ HAT UNS AUFGEKLÄRT
Wenn große Dinge im Spiel sind, die unangenehme Auswirkungen zur Folge haben könnten, dann spricht und schreibt man darüber lieber nicht. Später, wenn sich alles beruhigt hat, bringt man sie in einem Nebenartikel als vollendete Tatsache so, als wäre es schon immer so erkannt und gelehrt worden. Denn bei so zahlreicher Literatur, Dienst und Zusammenkünfte, sind es nur wenige, die etwas merken und noch viel weniger, die sich trauen, etwas darüber zu sagen. Doch, so Gott will, gibt es einige, bei denen die Erinnerung geweckt wird, sie durchschauen diese unchristlichen Machenschaften und ziehen ihre Konsequenzen, Indem sie für die Wahrheit des Wortes Gottes Stellung nehmen, riskieren sie einen Gemeinschaftsentzug und werden Abtrünnige genannt. Wer hier aber der Abtrünnige ist, könnte man an Hand der Bibel leicht feststellen, Wo steht geschrieben, daß eine Klasse von Christen die Symbole beim Abendmahl nehmen soll, eine zweite viel größere Klasse aber nicht! Dagegen lauten die Worte Jesu an seine Jünger:

"... Geht daher hin und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe ..." (Matth. 28:19,20 NW)
Ihr Abtrünnigen vom Worte Gottes und Jesu Christi, wie lange noch wollt ihr die Bibel vergewaltigen, ihr macht auch vor eurer eigenen NW-Übersetzung nicht halt, die es in diesem Punkt an Klarheit nicht mangeln läßt. Alles zu halten, bedeutet eben ALLES, davon ist auch das Abendmahl nicht ausgeschlossen, und zwar so, wie Jesus es eingesetzt und angeordnet hat, mit dem Nehmen der Symbole. Denn sie haben die Garantie für Auferstehung und ewiges Leben. (Joh. 6:48-58)

VERHEISSUNG UND BESTIMMUNG
Jesus Christus hat seinen Nachfolgern verheißen, daß sie durch den Glauben an ihn "ewiges Leben" erlangen werden. (Joh. 3:16; Kap. 17:2; Rö. 6:22)
Er hat ihnen aber nicht erlaubt, ihren Platz im Reiche Gottes selbst zu bestimmen, wie es die WTG den 144 000 samt Überrest einräumt und beim Abendmahl weltweit demonstriert. Solches steht im Widerspruch zu Jer. 10:23: danach liegt es nicht beim Menschen, seinen Weg zu bestimmen. Selbst zwei seiner Jünger erhielten diesbezüglich keine Zusage auf ihr Verlangen, neben Jesus zu sitzen im Reich Gottes.
(Matth. 20:23; Mark. 10:40)
-E.A.B.-

ÜBER DEN FRÜHEN WTG-ENDZEITSCHWINDEL
Raymond Franz bricht sein Schweigen (15)
WAS DAS ENTSCHEIDENDE IST:
Man kann nicht genug warnend darauf hinweisen: Was die WTG heute an moralischen und anderen attraktiv aufgemachten Artikeln und Schriften veröffentlicht - es ist nicht das Entscheidende. Wenn sie sich da vor anderen auszeichnet, "nicht so ist, wie andere".
Schaut man aber tiefer, so "zeichnet sie sich" nur "aus", weil sie ihre "Fälle" durch rechtzeitigen Ausschluß den anderen aufhalst, um selbst "rein" dazustehen. Was die anderen nicht können.
Woran die WTG entscheidend gemessen werden muß. ist ihre Endzeitverkündigung. Damit steht oder fällt sie. Ist diese haltlos und unglaubwürdig, dann rettet sie nichts anderes, mag es noch so bunt und attraktiv aufgemacht sein.

Sie ist als "Endzeitprophet" seinerzeit auf die Bühne getreten. Nur zu oft hat sie sich mit dem "Propheten" verglichen, der in Hesekiel 2:5 genannt ist. So darf man getrost anwenden, was andererseits über die Glaubwürdigkeit von "Propheten" gesagt ist. (5. Mose 18:20-22)
Lassen wir uns also nicht ablenken. Tugendpredigt aller Art ist nicht das alleinige WTG-Vorrecht. Und Tugendhaftigkeit auch nicht allein das der Zeugen Jehovas.

RAYMOND FRANZ ROLLT VOR UNSEREN AUGEN AUF
Als Jüngling wurde er einst von jener WTG-Prophetie gefangen genommen, wonach der 2. Weltkrieg das Harmagedon-Ende bringen sollte. Den Endzeitbetrug, den die WTG an der Generation vor ihm begangen hatte, kannte er zunächst nicht. Es ist erschütternd zu lesen, was er als ehemaliges Mitglied der leitenden Körperschaft rückblickend heute darüber enthüllt! Was er ausführlich mit den WTG-eigenen Verkündigungen von damals dokumentiert. Dokumentierungen. die den heutigen Zeugen fast nicht mehr zugänglich sind.

Die WTG hat Angst davor und will es nicht! Hier sind seine dokumentierten Feststellungen über den WTG-Endzeitschwindel, der vor ihm betrieben wurde:
- C. T. Russell, der sich "Gottes Mundstück" nannte, machte Zeitprophezeiungen, von denen nicht eine die vorausgesagten Ergebnisse gebracht hatte.
- Es gab keinen vollständigen Sturz aller
Königreiche und menschlicher Einrichtungen und keine Übernahme aller irdischen Herrschaft durch Christi Königreich, keine Verwandlung der Gesalbten, keine Vernichtung "Babylons", keine Bekehrung Israels zum Christentum, keine weltweite Anarchie, alles für 1914 von der WTG prophezeit!
- Um die Schuld von sich zu wälzen, seien dann Gott und Christus in die gemachten Fehler verwickelt worden. Gott habe die Fehler überwaltet, eine sehr bequeme Ausflucht davon, die Verantwortung dafür übernehmen zu müssen, fälschlich als Gottes Daten Dinge dargeboten zu haben, die nicht Gottes Daten waren, sondern das Produkt menschlicher Spekulation.
- In den falschen Voraussagen wurde sogar eine Verdienstlichkeit gesehen, wegen des "anspornenden und heiligenden Einflusses", den das ergibt, so daß man "den Herrn preisen" darf, "sogar für die Fehler"! Dieses Herangehen habe noch mehr falsche Vorhersagungen erlaubt. Man werde an die Prophetenworte erinnert:
"Wehe denen, die sagen, daß gut böse ist und böse gut, denen, die Dunkelheit für Licht setzen und Licht für Dunkelheit". (Jes. 5:20)

- J. F. Rutherford habe dann 1917 vor der Wahl gestanden, freimütig Irrtum einzugestehen oder weiter zu rechtfertigen. Er habe das zweite gewählt und von 1914 auf zunächst 1918 verschoben. Dann auf 1920 und 1921. Und ehe dann 1921 "eintreten" konnte, kam er mit der Sensation für 1925, "Millionen jetzt Lebender werden niemals sterben"!
Nun sollte 1925 Harmagedon vorbei sein und das Paradies beginnen. Eine Sensation, auch in den Methoden, das öffentlich zu verkündigen, die alle wieder elektrisierte und gefangen nahm.
- Zu dem Millionen-Betrug sagte Ray Franz, die WTG gebrauche "diesen spektakulären
Slogan" sogar heute. Worüber sie ihre Leser nicht informiert, ist, daß der Millionen-Slogan auf den Voraussagen über 1925 beruhte, was sich als falsch erwiesen habe.
WTG UNFEHLBAR? - RAYMOND FRANZ ANTWORTET Er zitier die WTG-Begründung für das erste Datum des damaligen Endzeitschwindels:
"Dies ist ohne Frage eine Erfüllung der Prophezeiung ... Diese physischen Tatsachen können nicht bestritten werden und sind genügend, jeden vernunftfähigen Sinn zu überzeugen, daß wir seit 1799 in der 'Zeit des Endes' gewesen sind,"
(Harfe Gottes. Abs. 408. 410 von 1922)

Seine Antwort lautet :
"Das, was ohne Frage ist, ist logischerweise unfehlbar. Das Wort 'unfehlbar' wird nicht gebraucht - aber für alle Absichten und Zwecke, der Anspruch wird gemacht. Und wenn einige zweifeln oder nicht überzeugt sind, gut, dann kommen sie einfach nicht in die Kategorie jener, die einen 'vernunftfähigen' Sinn haben. Dies ist ebenfalls intellektuelle Einschüchterung, eine Waffe, die niemals nötig hat, solide Wahrheit anzuwenden."
Und : "Beachte den wiederholten Gebrauch von Begriffen wie unbestreitbar, korrekt jenseits eines Zweifels, göttlich bekräftigt, absolut und unbedingt korrekt, unumstößlich festgesetzt, bewiesene Zuverlässigkeit, von göttlichem Ursprung - Begriffe, die auf das ganze chronologische Schema angewandt wurden einschließlich 1799, 1874, 1878, 1881, 1914, 1918 und 1925, von dem gesagt wurde, daß es 'so viel schriftgemäße Unterstützung wie 1914' habe."

Und; "Loyalität zu den Lehren der Gesellschaft, die von Russell empfangen wurden, war gleichgesetzt mit Loyalität zu Gott und Christus. Russells Lehren zu verleugnen war, Christus zu verleugnen. Diese Argumentationslinie ist genau dieselbe wie jene die ein halbes Jahrhundert später gebraucht wird, in den 1980er Jahren, um jene zu verdammen, die 'Abtrünnige' genannt wurden." Alles in allem: Die verfehlten Erwartungen werden auf das Konto des Herrn geschoben, Gott und Christus würden Falschheit als ihre Mittel gebrauchen. Und jene Leichtfertigkeit wurde in der Tat durch Rutherfords Erkenntnis zugegeben, daß er sich selbst zu einem "Esel" gemacht hatte.
Doch die einschüchternde Sprache in dem "Kanal" Gottes beeinflußte zweifellos die Mehrheit, "dem Führer zu folgen", wenn er eselhafte Behauptungen aufstellte.
-D.P.-

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG 17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DIE WT NR. 20 UND 21/1987

NEBENARTIKEL: Liebe zu Gott, die Kraft, die zu moralisch einwandfreiem Handeln antreibt
Natürlich "muß der Unmoral Einhalt geboten werden". Natürlich wird das Sittengesetz durch "einzelne und ganze Gesellschaftsschichten ignoriert", durch "Kriege, Inflation, Watergate und Anarchie". Aber es ist falsch, wenn der WT weiter sagt, "die großen Religionen der Welt" hätten "sich keineswegs als eine Kraft erwiesen, die zu moralisch einwandfreiem Handeln antreibt", man müsse sich "einer anderen Autorität unterwerfen". Da geht wieder die Fälschung bzw. Verleumdung mit Halbwahrheiten los!

Auch die anderen Religionen haben im Laufe ihrer langen Geschichte zu moralisch einwandfreiem Handeln angetrieben. Allerdings nicht nur. Der WT-Leser brauchte nur die kirchliche Diakonie und Caritas näher betrachten, so sähe er, wie übel der WT die anderen moralisch verleumdet. Liebe zu Gott gab es vor der WT-Religion, gibt es unabhängig von ihr und neben ihr, und wird es nach ihr geben. Übrigens hat auch die WTG ihr "Watergate" hinter verschlossenen Türen eingestanden (CV 200, R. V. Franz). Und damit schon ihre Unmoral.

Was der WT dann seitenlang aus der Bibel an moralischen Vorbildern herauszieht als andere Autorität, um sich ihr zu unterwerfen, das tun mit mehr oder weniger Erfolg auch andere Kirchen. Da hat die WTG kein Privileg. Die Kraft dieser Vorbilder ist doch nicht abhängig von dem, der sie aus der Bibel herauszieht, macht den auch nicht besser, der sie zitiert. Die Vorbilder selbst sind entscheidend, unterbreiten kann sie jeder.

So betreibt die WTG auch hier eine Täuschung, als ob sie die alleinige Institution für das Heil sei, das aus der Beachtung jener moralischen Vorbilder kommt. Denn ihr Daseinszweck ist doch nicht, die Menschen allgemein moralisch zu verbessern, sondern Menschen an sich zu binden, um sie für sich tätig sein zu lassen. Als Institution ist die WTG doch höchst unmoralisch mit ihrem Endzeitschwindel vor Gott und aller Welt von 1799 nun schon weit über 1975 hinaus.

Was die Kraft der vom WT zitierten guten Vorbilder in den eigenen Reihen betrifft, so mußten allein 1986 vor den WTG-Rechtskomitees ca. 80 000 Fälle von "Unsittlichkeit" in den eigenen Reihen behandelt werden, verbunden mit 37 426 Gemeinschaftsentzügen! (WT 18/1987) So sollte der WT nicht die Kirchen beschmutzen und verleumden wegen der dortigen "schwarzen Schafe" unter den Hirten und ihrer Herde.

Man könnte den Spieß umdrehen!
Die glatteste Täuschung der Herzen der Arglosen sind die letzten Worte des Artikels :
"... die Liebe zu Gott, wie sie in der wahren Religion zum Ausdruck kommt", sei die Kraft usw.
Denn mit der wahren Religion ist doch die WT-Religion gemeint. Nein, die Liebe zu Gott selbst ist die Kraft! Laut l. Korinther 13! Was die wahre Religion angeht lt. WT, so ist das in Wahrheit die größte Endzeit-Falschreligion, seit 1799 schon, die es heute gibt. Denn die christliche Endzeit begann mit Jesu Kommen vor (fast) 2000 Jahren! (l. Kor. 10:11; Hebr. 9:26)

STUDIENARTIKEL:
Dinge zwischen Gott und dir richtigstellen
Ja, das kann man von Christen verlangen. Sollen sie dazu die Bibel nehmen. Man kann dazu auch wie der WT Jesajas Verhalten zitieren. Bedenklich wird es, Jesaja u. a. zum Ansporn für die heutige falsche Endzeitverkündigung zu benutzen.
Absatz 17 zeigt diese WT-Absicht:

- mehr Zeit für die WTG-Literatur,
- größeren Anteil am WT-Dienst,
- den Lebensstil ändern,
- Kürzung des Einkommens in Kauf nehmen,
- weltliche Arbeit verringern,
- Rückbesuchstätigkeit erweitern,
- Zeit für regelmäßige Heimstudien aufbringen.

Dann letztlich liegst du richtig! Siehst du das jedoch nicht so mit dem WT, dann zitiert der WT Jesajas Urteil über Israel damals: Dann kennst du nicht die Krippe deines Besitzers und bist weniger als ein Esel! (Abs. 19). Über wirkliche WTG-Eselei kann man bei R. Franz nachlesen in CV 218. Bemerkenswert sind noch die drei Hauptbereiche, die der WTG heute in den eigenen Reihen so zu schaffen machen, daß sie sie nicht mehr verschweigen kann: "Insgeheimes Akzeptieren einer Bluttransfusion, Masturbation und Alkoholmißbrauch." (Abs. 16).

STUDIENARTIKEL; Wirst du sagen; "Hier bin ich! Sende mich."?
Natürlich lag bei Jesaja damals ein zwingender Grund vor, dies zu sagen. Aber die WTG ist l. nicht gleich Gott, und 2. ist ihre Verkündigung Kolportage einer falschen Endzeitreligion.

Für diesen Schwindel rufen "Hier bin ich"? "Weltliche Arbeit mit weniger Geld"? "Vorzeitig pensionieren lassen mit einer niedrigen Rente"? (Abs. 17-20)
Zum Schluß wirst du skrupellos übertölpelt (Abs. 20):
"Jehova hat gefragt; Wen soll ich senden? Beweise, daß du wie Jesaja eingestellt bist, der sagte: Hier bin ich! Sende mich, nämlich um Gottes Botschaft auszurufen." Die Wahrheit: Jehova fragt da heute nicht, der WT benutzt lediglich ein Gotteswort mit anderem Sinn aus anderer Zeit für ihren Zweck der Kolportage ihrer falschen Endzeitreligion.

WACHTTURM NR, 21/1987
STUDIENARTIKEL: Ihr sollt heilig sein ...
Der Artikel läßt zugleich eine unheilvolle Entwicklung innerhalb der WTG-Organisation erkennen: "Offensichtlich fehlt es einigen an der von Herzen kommenden Wertschätzung für die Heiligkeit Jehovas. Wieso kann man das sagen? Weil sich jedes Jahr Tausende auf irgendeine Form der Unsittlichkeit einlassen. Weitere Tausende beschwören das Unheil herauf durch Handlungen, die fast einer Übertretung biblischer Gesetze gleichkommen" (Abs. 2). Es folgen dann Auszüge aus der Bibel, um zu zeigen, wie die Gesetze und Gebote Gottes "heilig, gerecht und gut" sind, um bestimmte Maßstäbe zu setzen. Um das nachzulesen, braucht man eigentlich keinen WT. So hat die WT-Organisation anderen auch hier nichts voraus.

Tausendfaches Unheil in den eigenen Reihen trotz dieser Gebote. Etwas hat sie allen anderen aber doch voraus! Sie schlägt sich schon über 100 Jahre an die Brust, daß sie besser sei als die anderen. Nun ja, alle ihre "Sünder" werden eben ausgeschlossen und den anderen aufgehalst. Da kann sie immer wieder "rein" dastehen und mit dem Finger auf die anderen zeigen! So ist sie in Wahrheit wie die Pharisäer! Luk. 18:11. Soll die WTG doch ihre "Sünder" einmal selbst behalten müssen. Das Fallbeil stünde unter ihr nicht still, wenn man bedenkt. was bei ihr alles den Tod verdient, spätestens in ihrem Harmagedon.

Nein, alle anderen sind keineswegs heilig, da müßte man ja fast wie Gott sein. Aber sie sind humaner. Gott sei Dank, daß die WTG keine reale Macht besitzt, ihre "Urteile zu vollstrecken,, Das wäre finsterstes Mittelalter für alle anderen! Auf jeden Fall scheint die "Sünde" aller Art die WTG-Organisation mächtig anzufallen, hat sie doch alle nun schon wieder über 10 Jahre mit ihrem "Bald" nach der letzten Harmagedonfalschprophetie von 1975. "Lange verzögerte Hoffnung macht das Herz krank, aber ein erfüllter Wunsch ist ein Baum des Lebens" Sprüche 13:12.
So müssen alle Art "Krankheiten" die Organisation befallen, weil sich ihre Endzeitversprechen nicht erfüllen.

STUDIENARTIKEL:
Bleibst du in jeder Hinsicht rein?
Dieser Artikel zeigt uns, was der WTG im einzelnen zu schaffen macht. Da wird ein "Lebenswandel" in "einer Art Heuchelei" geführt. Es werden schmutzige Haare, Hände und Fingernägel, schmutzige Zähne und unangenehmer Körpergeruch gerügt, während man die "Geräte Jehovas" tragt. Es wird gute Körperhygiene verlangt, von Unrat freie Versammlungsstätten und Wohnungen. Die Bibeln sollen weder abgegriffen sein noch Eselsohren haben. Gerügt wird. Pornofilme mit Videorecordern anzusehen. Gemieden werden sollen billige Sensationsblätter, pornografische Zeitschriften, erotisierende Romane und Filme sowie entwürdigende Musik. Gerügt wird weiter Unsittlichkeit im Urlaub, übermäßiger Alkoholgenuß mit homosexuellen Handlungen "junger Diener". "Physische Reinheit hat Priorität", sagt der WT dazu.
Da scheint es in der Organisation ja ziemlich schlimm zu stehen.

Aber auch das „geistig rein bleiben" gerät in Schwierigkeiten. So warnt der WT vor „geistiger Verunreinigung durch religiöse Radio- und Fernsehsendungen". Besonders wird die Wirksamkeit der "Abtrünnigen" aufs Korn genommen. An erster Stelle stehen deren Feststellungen, daß unter der WTG keine Freiheit mehr besteht, auch nicht mit Bezug auf die Bibel. Sie wollten die ZJ nur beschmutzen. Sie hätten nichts weiter zu bieten, als die "widerlichen Lehren Großbabylons". Sie seien "glattzüngige Schwätzer", geistig unrein, stolz und "unabhängiger Denkweise verfallen". Man solle den "Abtrünnigen" kein Gehör schenken, ihre Schriften nicht lesen. Alles meiden "wie Gift". Es ist doch aber nur folgerichtig, daß man nach nun schon über 100 Jahre falscher WT-Endzeit mehr und mehr auf die hört, die damit irgendwie Schluß gemacht haben.

Die WTG möchte sie nur zu gern auch sittlich und moralisch abstempeln, werden sie doch immer gleich mit den "Sittensündern" zusammen genannt. Nichts fürchtet die WTG mehr als die Äußerungen und Schriften der "Abtrünnigen", weil diese die Wissenden sind, gegen die sie sachlich nicht ankommt.
-D.P.-

BIST DU ABERGLÄUBISCH?
"Wird dein Leben vom Aberglauben beeinflußt?" so fragt der Wachtturm Nr. 21/87. Rotes Titelblatt und schwarze Katze darauf machen schon neugierig, um mal reinzuschauen, was da drin steht. Aber außer paar Beispielen aus dem täglichen Leben, wo manche etwas verschrobene Vorstellungen haben, ist doch die Aufklärung über Aberglauben recht mager ausgefallen. So z. B. ist es Aberglaube, wenn ein Geistlicher ein goldenes Kreuz in tiefes Wasser wirft und sagt, daß derjenige, der als erster dieses Kreuz wiederfindet, sein Leben lang Glück haben wird. Wer daran glaubt, soll abergläubisch sein.

Wer es aber schafft in diesem Wachtturm weiterzulesen bis zur S. 19, wird schließlich doch noch für seine Mühe belohnt, wenn er feststellen will, wer abergläubisch ist: Es sind nämlich Zeugen Jehovas selbst! Zwar sollen sie nicht an ein ins Wasser geworfenes goldenes Kreuz glauben - das wäre doch allzu primitiv, nein, an den "treuen, verständigen und klugen Sklaven" sollen sie glauben! Sein letztes Wort steht doch erhaben über der Bibel! Die Bibel alleine nützte gar nichts, wenn es den klugen, ja sozusagen sogar heiligen Sklaven, gemeint ist wohl die Führungsspitze der Wachtturm-Gesellschaft, nicht gäbe. Nur er hat die reine Lehre; alle anderen Lehren sind nur widerliche Lehren Groß-Babylons!

So ist es denn gekommen, daß viele Zeugen Jehovas geradezu abergläubische Furcht vor Schriften sog. Abtrünniger haben. Findet er so eine Sendung, z. B. von der Studiengruppe Christliche Verantwortung im Briefkasten, so wird sie sofort unbesehen verbrannt, als wenn man auf diese Weise einen bösen Geist aus dem Hause verbannen will.

(Der kluge Sklave hat das Verbrennen aller Gegenstände, die mit bösen Geistern etwas zu tun haben könnten, angeordnet; es soll das beste Mittel sein, sich vor ihnen zu schützen.) Aber geradezu panische Angst haben die wachtturmtreuen Zeugen Jehovas vor einer zufälligen Begegnung mit einem "Abtrünnigen" auf der Straße, Sie fürchten, daß er sie womöglich freundlich grüßen könnte und das könnte sie womöglich verhexen, daß sie selbst abtrünnig werden und so des ewigen Lebens verloren gingen.

Nun scheint mir aber noch der "Sklave" auch noch selbst abergläubisch zu sein: Die "Abtrünnigen" rauben ihm den Schlaf, verursachen Alpträume, sind ihm wohl im Halse wie ein spitzer Knochen steckengeblieben und er kann ihn weder wieder herauswürgen noch gänzlich herunterschlucken. Und nun warnt er beschwörend jeden, irgend etwas von diesen Abtrünnigen zu schlucken, sie gehen sonst des ewigen Lebens verlustig. Diese "glattzüngigen Schwätzer" - so nennt er seine Abtrünnigen - sehen noch zu allem Arger äußerlich in jeder Hinsicht rein aus, aber innerlich, ja innerlich, wo man nicht reinschauen kann, sind sie unsauber. Sie haben doch nicht die herrliche Hoffnung in sich wie der Sklave sie dir macht. Irreführende religiöse Propaganda machen sie - meide sie wie Gift! Rühre nichts an, was die schon mal angefaßt hatten. und wenn es selbst der Wachtturm wäre, in den du gerne mal reinschauen würdest, weil du ihn noch nicht hast. Trägt er den Stempel von CV, dann rühre ihn nicht an; es ist Gift von Abtrünnigen, womit sie dich ködern wollen.
Wenn das der wahre Glaube sein soll?! Ich weiß nicht. Sieht mir 'alles wirklich sehr nach Aberglauben aus nicht wahr?
-J.M.-

SIND ZEUGEN JEHOVAS WIRKLICH ZEUGEN DER WAHRHEIT? (IV)
5. DIE ANBETUNG DES HERRN JESUS CHRISTUS BEZEICHNEN SIE ALS GOTTESLÄSTERUNG.
Wenden wir uns nun der Lehre zu, die besagt, man dürfe den Herrn Jesus Christus nicht anbeten. Es wurde bereits auf Hebr. 1,6 verwiesen, wo zu lesen ist: "... alle Engel Gottes sollen ihn anbeten." Auch in ihrer eigenen Neuen-Welt-Übersetzung heißt es diesbezüglich in der Ausgabe von 1963 ganz klar: "... Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten." Da dies jedoch nicht in ihr Lehrgebäude paßt, hat man es später abgeändert in: "... und alle Engel Gottes sollen ihm huldigen." Diese Veränderung in ihrer Übersetzung ist nichts anderes als der Versuch einer bewußten Irreführung, weil huldigen das gleiche bedeutet wie anbeten.
Daß dem Sohn Gottes Anbetung gebührt, wird, uns des weiteren in Offb. 5,8 und 11-14 gezeigt. Wir lesen dort:

"Und als es (das Lamm Gottes) das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamme, und hatten ein jeder eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk, das sind die Gebote der Heiligen.
Und ich sah: Und ich hörte eine Stimme vieler Engel rings um den Thron die mit lauter Stimme sprachen; würdig ist das Lamm . zu empfangen die Macht und Reichtum und die Weisheit und die Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Lobpreis.

Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meere ist, und alles, was darinnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme Lobpreis und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Und die vier lebenden Wesen sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an."

Wem bringen sowohl Engel als auch jedes Geschöpf im Himmel, auf Erden, unter der Erde, auf dem Meere und was in ihm ist, Lobpreis. Ehre usw. dar? Dem Lamm! Angesichts dieser klaren Aussagen kann man Jesus, dem Herrn der Herren, doch nicht die Huldigung versagen! Zudem, wenn in Vers 8 gesagt wird, daß die vier Wesen und die vierundzwanzig Ältesten mit goldenen Schalen voll Räucherwerk bzw. den Gebeten der Heiligen vor dem Lamm niederfallen, dann zeigt dies in zweifacher Hinsicht, daß dem Lamm alle Anbetung gebührt:

1. Indem die lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm niederfallen, wodurch in der Bibel immer die Anbetung zum Ausdruck gebracht wird.
2. Daß sie mit goldenen Schalen voll Weihrauch bzw. den Gebeten der Heiligen erscheinen und diese vor dem Lamm emporsteigen lassen (siehe Kap. 8, 3.4).
In Joh. 5.23 wird uns gesagt, daß alle den Sohn ehren sollen, wie sie den Vater ehren. Wie aber wollen wir ihn in gleicher Weise ehren wie den Vater, wenn wir ihm die ihm zustehende Anbetung verwehren? In Kap. 14,14 sagt der Herr selbst:
"Wenn ihr mich etwas bitten werdet in meinem Namen, werde ich es tun." Leider fehlt in einigen deutschsprachigen Übersetzungen das Wort "mich", doch in den ältesten Schriften ist es enthalten, siehe z. B. Konkordante Übersetzung. Wuppertaler Studienbibel u. a.

Als Stephanus gesteinigt wurde, betete er:
"Herr Jesus, nimm meinen Geist auf." Zu wem betete er? Zum Vater? Nein, zum Sohn!
Der Apostel Paulus schreibt in l.Kor. 1,2:
"An die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christus Jesus, den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen ..."
Diese und weitere Schriftaussagen bezeugen, daß dem Herrn Jesus Christus Anbetung gebührt, und dies, weil er kein Geschöpf, sondern Gott. göttlichen Wesens und göttlicher Natur ist.

6. GEMÄSS IHRER HEILSLEHRE HÄNGT DIE ERRETTUNG DER MENSCHEN NICHT ALLEIN VON DEM GLAUBEN AN JESUS CHRISTUS AB. SONDERN VON

DER ZUGEHÖRIGKEIT ZU DEN ZEUGEN JEHOVAS.
In ihrer Heilslehre behaupten die Zeugen Jehovas. daß alle, die nicht zu ihrer Organisation gehören, in Harmagedon umkommen werden. Hierdurch bringen sie unzweideutig zum Ausdruck, daß der Glaube an Jesus Christus allein nicht genügt. Dies entspricht jedoch nicht der biblischen Aussage! Wir alle kennen sicher die Worte, die der Herr selbst in Joh. 3:16-18 spricht, wo es heißt:
"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubte nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe ... Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet ..."
Vers 36: "Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben ..."
Kap. 5,24: "...Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode ins ewige Leben übergegangen."
Siehe auch Kap. 6.35-40; Apg. 10.43; 16, 31; l. Joh. 5,9-13 u. a. mehr.

Wir können diese und viele andere Schriftstellen immer und immer wieder lesen, nirgendwo finden wir auch nur einen Hinweis darauf, daß wir zu irgendeiner Organisation - und sei es die der Zeugen Jehovas - gehören müssen. Im Gegenteil, diesbezüglich wird uns schon zu der Zeit, als der Herr Jesus Christus noch auf Erden lebte und mit den Jüngern von Ort zu Ort zog, das Evangelium zu verkündigen, in Luk. 9,45-50 ein geradezu klassisches Beispiel gegeben.

Nachdem Jesus seinen Jüngern gem. V. 43-45 angekündigt hatte, daß er in die Hände der Menschen überliefert werden würde und sie sich dann (V. 46) Gedanken darüber machten, wer wohl unter ihnen der Größte sei, erteilte ihnen der Herr Jesus eine klare Lektion (V. 47.48) mit dem Beispiel des Kindes und sagt am Schluß des Verses 48:
"... Denn wer unter euch der Kleinste ist, der ist groß."
Darauf sagt Joh. im Vers 49:
"Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen und wir wehrten ihm, weil er - dir - nicht mit uns nachfolgt."
Der Herr Jesus antwortete darauf (V. 50):
"Wehr - es ihm - nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch."

Nicht einmal ER machte geistliches Wirken oder die Errettung vom Tode von der Bindung an den Jüngerkreis abhängig. Wie können dann Menschen in unserer Zeit so vermessen sein, dies zu tun? Daher ist grundsätzlich zu sagen: Jeder, der die Errettung der Menschen von einer Bindung an

sich (also an irgendeine Person), an eine Organisation oder Kirche und nicht allein vom Glauben an Jesus Christus abhängig macht, stellt sich gegen Gottes Wort und ist als Verführer und Irrlehrer abzulehnen! Um errettet zu werden, bedürfen wir keiner Organisation der Zeugen Jehovas o. ä., sondern Jesus Christus allein!
Wer sein Leben bewußt in seine Hände gelegt hat oder legt, hat die göttliche Verheißung des ewigen Lebens und einst dort zu sein, wo er, Jesus Christus, ist.
H.S.

HAST DU DAS GEWUSST?
ZWEIERLEI MASS GEGENÜBER DEN ZEUGEN
Was Jupiter darf, darf der Ochs noch lange nicht - ein Sprichwort aus dem alten Rom, was sich genau auf die leitende Körperschaft in Brooklyn anwenden läßt.
Mit anderen Worten gesagt: Was die Zeugen Jehovas in einem Lande dürfen, das dürfen sie in einem anderen noch lange nicht. Da dieser Artikel ja für Christen geschrieben ist, wollen wir doch einmal sehen, was die Bibel zu einer Handlungsweise mit zweierlei Maß sagt:
"Zweierlei Gewicht ist etwas Verabscheuungswürdiges für Jehova, und eine betrügerische Waage ist nicht gut."
(Sprüche 20:23)
Ja, ihr Zeugen Jehovas, für die der Wehrdienst ansteht, laßt ihr euch gerne ungerecht behandeln? Sofern ihr nicht gerade in Mexiko wohnt, ist es aber so. daß ihr vielleicht auch unwissentlich euch von der WTG benachteiligen laßt. Warum?

Nun, IN MEXIKO DÜRFEN JUNGE MÄNNER MIT BILLIGUNG DER LEITENDEN KÖRPERSCHAFT IN BROOKLYN EINE BESTECHUNGSSUMME BEZAHLEN, UM VON DEN BEHÖRDEN EINE "BESCHEINIGUNG ZU ERHALTEN. DIE BESAGT, DEN MILITÄRDIENST ABGELEISTET ZU HABEN!
Ja, ihr habt richtig gelesen - eine unglaubliche Tatsache - aber leider ist es so, traurig, aber wahr. Und das gibt es in einer Organisation, die behauptet, die einzig richtige Religion zu sein und die Bibel immer richtig anzuwenden! Wie sagt doch gleich die Bibel dazu:
"An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen" (Matth. 7:15-20).

Rechtfertigt die Bibel vielleicht Bestechung oder zweierlei Maß? Bestimmt nicht! Und ihr Zeugen hier habt die Richtlinie der wtg zu befolgen, die nicht für Mexiko gilt, nämlich den Wehrdienst und auch den Wehrersatzdienst abzulehnen und eine Bestrafung dafür in Kauf zu nehmen, falls ihr nicht so handelt?
Wollt ihr tatsächlich noch weiterhin das doppelte Maß der WTG tolerieren und euch weiterhin benachteiligen lassen?
Natürlich, die WTG braucht Märtyrer, und da schickt sie gerne euch vor, die jungen Brüder, die dann dafür herhalten müssen.
Denkt einmal darüber nach!
-R.S.W.-

CV BERICHTET ÜBER GEMEINSCHAFTEN EHEMALIGER ZEUGEN JEHOVAS
EIN KREIS „FREIER BRÜDER"
DAS ANGEBOT EINER ALTERNATIVE
Jeder Mensch, der einer religiösen Vereinigung, Sekte oder Organisation angehört, kommt irgendwann, wenn er dem Bericht des Neuen Testamentes glaubt, in Glaubenskonflikte.
Seine religiösen Bedürfnisse finden in der Organisation kaum noch Erfüllung; er sieht die Mißdeutung der Schriften des NT. In den meisten Fallen wird ihm das Christsein abgesprochen und erklärt, daß er nur ein "schafähnlicher Mensch" ist und kein Christ; denn die Zahl der Christen (Gesalbten) ist schon seit Mai 1935 voll.

Der neu gewonnene Zeuge Jehovas bekommt keine Chrisma (Salbung) mit dem Heiligen Geist. In der Zeitschrift "Der Wachtturm" steht ausdrücklich geschrieben:
Viele Nationen haben sich mit dem Namen Christi bezeichnet, jedoch ist keiner ein Christ, der nicht von J e h o v a Gott gesalbt worden ist ...
("Der Wachtturm" 36. Jahrgang, Seite 323)

In den europäischen Ländern und Amerika verlassen jährlich Tausende enttäuschte und irregeführte Menschen solche religiöse Organisationen. Diese Menschen sind oft von ihren ehemaligen Glaubensgenossen verachtet, als Abtrünnige und Ausgeschlossene markiert; ja sie werden sogar niederträchtig behandelt.
Jedes Glied der Zeugen Jehovas., das nur eines der vielen "gültigen Glaubensansichten" (Dogmen) dieser Organisation aus Gewissensgründen ablehnt, wird als Abtrünniger (Apostat) aus dieser Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen.
Zu diesen Dogmen gehört unter anderen die Anerkennung dieser Gesellschaft als den sichtbaren Vertreter Gottes hier auf der Erde. (Gemeint ist die in Amerika in Brooklyn residierende Gesellschaft.)
(Buch: Dein Wille geschehe auf Erden, Seite 217 Abs. 49. Siehe auch WT Vol. LXXXIX, Seite 495 Abs. 2.)

Ein anderes Dogma lautet: "Wenn wir Jehova und die Organisation seines Volkes lieben, werden wir nicht mißtrauisch sein, sondern werden, wie die Bibel sagt, alles glauben, nämlich alles, was Der Wachtturm darreicht, ..."
Jeder Mensch, der mit solchen oder dergleichen Dingen in seinem Gewissen Konflikte hat, kann sich mit Vertrauen an uns wenden. Wir sind eine Gemeinschaft freier Bruder, die sich z. Zt. zwei (drei) mal im Jahr zu gegenseitigen Belehrungen und Erfahrungsaustausch versammelt. Wir wollen jedem ein Gespräch über die Bibel anbieten und soweit wir imstande sind zu helfen, sein Leben nach der Ethik des Neuen Testamentes auszurichten.

In der Bundesrepublik z, B. wird in der Oster- bzw. Pfingstzeit eine mehrtägige Versammlung veranstaltet, zu der in den Jahren 1982 bis 1987 Brüder aus einigen Ländern anwesend waren. Im Herbst finden zwei regionale Versammlungen statt. Eine im Süden des Landes und eine im Norden.
Was wird während solcher Versammlungen behandelt? Eine Schwester sagte mal: Das, wo einem der Schuh drückt, dies soll erörtert werden.

Z. B. wurden auch diese Themen behandelt:
Ein Volk für seinen Namen, Apg. 15,14.
Die Botschaft vom Kreuz, l. Kor. 2,2.
Ihr müßt von neuem geboren werden, Evang. Nach Johannes 3,3-8.
Die Geister prüfen, 1. Brief des Joh. 4,1.
Christus der Retter, An die Römer 10,9-13.
Wer Ohren hat, der höre, was Offenbarung der Geist den Gemeinden sagt, 2,7.

Alle Treffen werden mit einer Diskussion und Schlußgedanken beendet.
In den Schlußgedanken ist unter anderem auch die Frage erörtert worden: Was wollen wir für die Zukunft, und wollen wir all die Brüder nur für diese zwei oder drei Treffen ermuntern? Bruder M. Hirschmüller erklärte, daß wir für jeden Menschen, der aus einer Organisation, wie es die Wachtturm-Gesellschaft ist, die erste Gemeinschaft bieten wollen. Wir wollen diesen Menschen zeigen, daß er nicht allein dasteht. Wenn er nun an einem Ort wohnt, an dem es mehrere christliche Religionsgemeinschaften gibt, so kann er eine dieser Gemeinden, die nach dem Grundsatz des Neuen Testaments lehrt, besuchen und auch dort die Gemeinschaft pflegen. Natürlich soll er prüfen, ob diese Gemeinde nach dem Gesetz des Christus ausgerichtet ist. (An die Galater 6, 2-5)

Diese Darlegungen wurden von dem Bruder Joachim Wiechoczek gemacht, . in einem Gespräch mit dem Herausgeber der "Christlichen Verantwortung" Henry Werner.
Weitere Auskünfte erteilt das:
CV-Büro Gera
Otto-Dix-Str. 6
DDR 6500 Gera

AKTUELLES IN KÜRZE
CV-BEITRAG ÜBER RAY FRANZ IN DER BRD
Unter der roten Überschrift "Raymond Franz Neffe des Wachtturm-Präsidenten und früheres Mitglied der leitenden Körperschaft, brach sein Schweigen" veröffentlichte die Zeitschrift "Brücke zum Menschen" des Bruderdienstes in Hamburg. Nr. 89/90 1987, in der Bundesrepublik speziell unter den Zeugen Jehovas verbreitet, den CV-Beitrag über Ray Franz in CV 213 vom April 1987.

WO IST DIE BESSERE: MORAL?
"Die Russische Orthodoxe Kirche erzielte mit dem Vatikan Einmütigkeit darüber, daß der Einsatz von Massenvernichtungswaffen im Widerspruch zu den Grundlagen christlicher Moral steht". (NZ 22.12.87)
Die WTG läßt ihre Zeugen den Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen alle Andersdenkende und Andersglaubende vom "Säugling bis zum Greis" als christlich verkündigen.
(WTG-Buch "Weltweite Sicherheit" S.156/57)

KIRCHE IN POLEN
Von den rund 36 Millionen Polen sind mehr als 94 Prozent Katholiken. 2 Prozent Orthodoxe und l Prozent Protestanten.
In den 8528 Pfarreien, die sich auf 27 Diözesen verteilen, stehen 21 887 katholische Priester (davon 4670 Ordensgeistliche) im Dienst.
Vor 50 Jahren gehörten nur 11 394 Priester zum Diözesanklerus. Die angehenden Pfarrer werden in 48 höheren und 10 niederen Seminaren ausgebildet. Außerdem unterhält die katholische Kirche in Polen 2 Berufsschulen, l Krankenschwesternschule und l Fachschule für Gastronomie.

Wesentlich am regen kirchlichen Leben beteiligt sind die 50 männlichen Ordensgemeinschaften mit mehr als 6000 Mitgliedern sowie die 102 weiblichen Orden, denen 27 000 Schwestern angehören.
Im Jahre 1937 gab es in Polen 7237 katholische Gotteshäuser; heute sind es 14 229. Dazu kommen 1508 Kirchen im Bau.
Unter Leitung der katholischen Kirche produzieren 35 Verlage im Jahr durchschnittlich 800 Titel mit einer Gesamtauflage von rund 15 Millionen Exemplaren. Außerdem erscheinen 113 religiöse Zeitschriften.

UNSERE BRÜDER IM GLAUBEN ABRAHAMS
Im St. Benno-Verlag in Leipzig ist ein Buch über den Islam erschienen von dem aus dem Orient stammenden kath. Theologen A.T. Khoury. U.a. werden ausführlich die Aussagen des Koran über die Propheten des Alten Testaments und über Jesus behandelt, die als Propheten Gottes anerkannt werden. Es wird ein großes Bemühen um ein besseres Verständnis des Islam deutlich, der allerdings kein Verständnis für Jesus als Sohn Gottes hat, da Allah, das ist Gott, sich nicht sexuell betätige und zeuge.
Papst Johannes Paul II wird zitiert: "Wie ich bei anderen Treffen mit Muslimen oft gesagt habe, ist euer und unser Gott ein und derselbe und wir sind Brüder und Schwestern im Glauben Abrahams".
Welcher Kontrast zum WTG-Denken. Wonach Gott in einem globalen Kreuzzug in mittelalterlicher Intoleranz alle Muslime ausrotten soll. Muß noch ein "1975" kommen, um endlich umzudenken?

AUS DER WELT DER ZEUGEN
Liebe Ex-Zeugen-Geschwister!
... Ich denke an meine Zeugen-Zeit zurück; ich war bekannt dafür, daß ich viel las. Und da hatten wir wieder einmal das GM. Bruder Alfred hielt die Ansprache. Und am Ende kam die gewohnte Schimpfkanonade, die eigentlich gar nicht dazu gehörte.
Seine Ausführungen waren ungefähr folgendermaßen: "Man darf keine Bücher lesen, auch keine über die Bibel oder die Geschichte der Bibel, wenn sie von anderen Gemeinschaften oder Verfassern stammen. Man darf nur Publikationen von der Gesellschaft lesen. Das andere ist geistige Hurerei."
Die Schwester Elfriede, die auch gegenwärtig war, sagte nachher zu mir: "der greift dich aber an."

Ich erinnerte mich damals gleich an das Konzil von Toulouse mit seiner Inquisition und seinem Bibelverbot. Ja, ein Laie durfte damals nicht mal eine Bibel in Latein besitzen. Ich hielt es damals für eine persönliche Schrulle von ihm, da ja der Älteste in dieser Beziehung einen weiteren Horizont hatte und nicht so engstirnig und beschränkt war. Aber dann kam ich auch durch die Urlauber und Bekannte mit anderen Geschwistern zusammen. Und so hörte ich eben aus Löbau, Wittenberg, Görlitz und Dresden dieselbe Meinung; Die "Mutter" versorgt uns mit allem, was wir brauchen, wir brauchen keine fremde Literatur. Außer, wenn wir unseren theokratischen Dienst und Versammlungen alles schaffen, dann können wir noch was anderes lesen, meinte die eine Schwester aus Wittenberg. Das erinnert alles sehr an die Unfehlbarkeit des Papstes, die 1870 proklamiert wurde.

Dabei zitiert die Gesellschaft selbst dauernd andere Werke. Ich denke an Flavius Josephus und den Judäischen Krieg. Dieses
Werk hat mir die Erkenntnis gebracht, daß der Greuel der Verwüstung sich nie auf die Vereinten Nationen beziehen kann.
Es gilt eben zweierlei Maßstab.
Das bedeutet ferner, daß die Nachfolge Christi von Thomas a Kempis nie gelesen werden darf usw. - Für heute verbleibe
ich mit freundlichen Grüßen.
Margit Strohbach

"Christliche Verantwortung"; Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos

Konto-Nr. 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera

A 205 88 V 7 1 647 N2

ZurIndexseite