Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 224
CV CHRISTLICH VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR
NR. 224 GERA MÄRZ 1998
ANDERE SCHAFE" RICHTEN
ÜBERREST"
R. Franz bricht sein Schweigen (14)
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen die WT Nr. 18 und 19/1987
SIND ZJ ZEUGEN DER WAHRHEIT?
Eine Aufklärungsschrift (III)
DAS MONDJAHR UND 1975"
Überprüfung der WTG-Chronologie
SCHLECHTE NEIGUNGEN
Nachdenkliches
WO BLEIBT DIE REUE DER WTG?
- Ein Vergleich -
DER WACHTTURM NICHT GOTTES WORT - SONDERN
MENSCHENWERK
Intensive Prüfung des Wachtturms durch CV
Liebe Brüder und Schwestern!
Wenn wir den Dingen aufrichtig auf den Grund gehen, dann sind es doch nicht in erster
Linie Glaube an Gott, Christus und die Bibel, die ausschlaggebend sind. Denn dies weisen
auch andere Christen, Kirchen und Gemeinschaften auf.
Ist es in Wirklichkeit nicht so, daß DU letztlich so an Gott. Christus und die Bibel glauben mußt als Zeuge Jehovas, wie es der WT-Erkenntnis entspricht? Mit dem WT hast DU nicht Gottes Wort in der Hand, sondern nur die rein menschliche und irrtumsfähige bis sündhafte WT-Bibelauslegung oder -deutung in einer langen Geschichte von Widersprüchen und Falschdeutungen in der Hand, die man allerdings überblicken muß. Gott kann gar nicht durch die WT-Schreiber zu DIR sprechen, da er zuletzt durch Christus gesprochen hat am "Ende dieser Tage", die folglich schon damals mit Jesus begannen, vergewaltigt man nicht die Bibel. (Hebräer l:1,2)
Christliche Liebe ist nach l. Kor. 13 erkenntnismäßig tolerant, die WTG hingegen richtet jeden am Ende nicht nach seiner Liebe zu Gott und Christus, sondern nach seinem Ja oder Nein zur jeweiligen WTG-Erkenntnis. Jede Probe aufs Exempel beweist das"! Glaubst DU der Organisation, ist die Frage auf Leben oder Tod für jeden! Nicht, ob DU an Gott glaubst. Die behauptete besondere Verbindung der WTG-Führung zu Gott ist wie geheim und verborgen, wäre also eine Art Okkultismus. Etwas anderes bliebe nicht übrig bei dem "von Gott-Anspruch, der sich doch letztlich auf die engste WTG-Führung reduziert. Wenn die WTG-Führung allerdings jede okkulte Beziehung bestreitet, dann bleibt für sie nur pures Menschenwerk übrig, wie ihre hundertjährige Geschichte auch ausweist. Wir sind gern bereit, den Gegenbeweis zu hören, und zu lesen, und auch zu veröffentlichen.
Da also bisher die WT-Erkenntnisrechthaberei, der Glaube an die WTG-Organisation, über DEIN Recht und DEINE Freiheit, DEIN Leben und DEINEN Tod als ein Zeuge Jehovas entscheiden und DU als ein solcher Zeuge gedrängt wirst durch die Organisation andere Arglose ebenfalls dafür zu "jagen und zu fischen", muß, wo christliche Verantwortung gilt, gehandelt werden.
Und das heißt in erster Linie, das
Hauptsprachrohr der WTG. den Wachtturm, beständig unter die Lupe zu nehmen.
Allein erscheint der allerdings halbmonatlich in zusammen über 60 Seiten, ein richtiges
Magazin. Nicht zu reden von auch über 60 Seiten Erwachet! u. a. m. Die wenigsten können
diese monatlichen Quantitäten wirklich bewältigen. Für die Überprüfung nach Apg.
17:11 genügt es allerdings vollauf, die Hauptaussage eines jeden WT herzunehmen. Wir
wissen, daß die WTG-Führung unsere Überprüfungen für "kreuzgefährlich"
hält und CV nicht zuletzt auch deswegen verleumdet, verteufelt und ungelesen vernichtet
haben will. Sie weiß sehr wohl, wie steter Tropfen den Stein höhlt und ein kleiner Wurm,
ist er beständig, einen dicken Stamm zerfressen kann.
Im Moment magst DU nicht klar sehen, wohin
zu gehen wäre, vom WT-Glauben befreit. Das kann zunächst kaum anders sein angesichts der
Verteufelung und Schwarzmalerei aller Dinge und Wege außerhalb der WT-Organisation. Im
CV-Leserkreis wirst DU jedoch nach und nach alle WT-Brillen absetzen und die Mitmenschen
in ihrem Glauben, Leben und Streben so sehen, wie sie wirklich sind, und DU wirst DEINEN
Weg mit ihnen fortsetzen können, selbstverständlich auch als Christ. Mit CV bist DU
nicht hilflos und allein, wo DU auch bist. Und wenn DEIN Herz DICH am Ende dazu treibt,
dann hilf mit uns auch anderen.
Eure CV-Studiengruppe
ANDERE SCHAFE" RICHTEN
ÜBERREST"
Raymond Franz bricht sein Schweigen (14)
DER FALL EDWARD DUNLAP
Wir verwirklichen auch mit diesem Beitrag, was Ray Franz sagte, in "eigener
Entscheidung" seine Ausführungen an alle Betroffenen weiter zu vermitteln, um ihnen
zu helfen. Diesmal wollen wir uns dem Schicksal von Edward Dunlap zuwenden, das uns eine
unglaubliche geistige Korruption enthüllt. Wir verstehen völlig, wenn die WTG in ihrer
Ohnmacht, solche Tatsachen zu widerlegen, zu dem psychologischen Terror greift, zu dem
ihresgleichen immer Zuflucht nehmen, wenn ihnen die Argumente ausgehen, zur Verbreitung
von Verleumdung und Haß gegen die von ihr "Abtrünnigen", sie seien
"glattzüngige Schwätzer", ihre Schriften seien "wie Gift". (WT
1.11.1987) Auch der Fall Edward Dunlap zeigt uns. Wer hier von wem wirklich abtrünnig
ist.
Edward Dunlap war Unterweiser in Seminaren
für WTG-Zweigkomitee-Mitglieder, Registrator der WTG-Missionarschule Gilead,
Hauptmitarbeiter am WTG-Hilfe-Buch, Verfasser der Bücher "Das Leben hat doch einen
Sinn" und "Kommentare zum Jakobusbrief", ferner beauftragt, ein Buch
"Das Leben Jesu" zu schreiben. Wahrscheinlich handelt es sich bei den
gegenwärtigen WT-Nachdrucken "Jesu Leben und Wirken" um dieses Buch, ungeachtet
dessen, daß man seinen Verfasser längst gerichtet hat. Und nicht zuletzt
Ed Dunlap war ein Glied des
"Überrestes", der "Gesalbten", die eigentlich vor allem geistig die
letzte Entscheidung im WTG-Werk haben müßten. Weil er jedoch schriftgemäß davon
Gebrauch machte, wurde er von einem Rechtskomitee aus "anderen Schafen"
gerichtet. In Wahrheit ein Skandal vor Gott und Menschen.
Dies war einer der Gründe der Erschütterung der Organisationsloyalität von Ray Franz,
nicht jedoch seines Gottesglaubens und Christusnachfolge.
Es war 1980, Ed Dunlap war wegen seines
kritischen Durchdenkens entscheidender WTG-Positionen seit einiger Zeit schon
"Gegenstand persönlicher Angriffe innerhalb der leitenden Körperschaft und auch
außerhalb". Die Angriffe waren derart, daß er das Hauptbüro verlassen wollte.
Er hatte das Schreibkomitee aufgefordert, ihm gegen diese Belästigungen Unterstützung zu
geben. Es war vor allem das Mitglied der leitenden Körperschaft (LK) Karl Klein, der in
Eds Büro gegen ihn vorging. Auch innerhalb der LK gingen die Angriffe weiter.
Dessenungeachtet entschied er, das Hauptbüro nicht zu verlassen.
Es ist erschütternd zugleich und für die WTG entlarvend, was uns Raymond Franz über
diese Entscheidung berichtet:
Er sei zu dem Schluß gekommen, daß es für ihn nicht ausführbar wäre, das Hauptbüro zu verlassen. In seinem vorgeschrittenen Alter und seiner wirtschaftlichen Situation sähe er nicht, wie er vernünftigerweise hoffen könnte, sich und seine Frau zu unterstützen. Wenn er bleibt, würden sie wenigstens einen Ort haben, um zu leben, Ernährung und medizinische Fürsorge. So hätte er entschieden, zu bleiben und fügte hinzu;
Wenn sie mir in der Schreibabteilung zu
sehr zusetzen, werde ich eben eine Versetzung in die Zimmerei verlangen, oder eine andere
Art der Arbeit.
An dem Tage, an dem ich ihn sah, sagte er: Ich werde sehr freimütig mit ihnen sein, es
ist gegen meine Natur, sich zu verbergen. Er habe wenig Zweifel darüber, was das Komitee
tun würde.
Ja, es ist eine große Gefahr, mittellos
dazustehen, wenn man die WTG verläßt. Ein gewaltiges Druckmittel der Organisation. Wer
hat schon die Natur, es mit der WTG freimütig aufzunehmen? Gegen ihre Mittel und Methoden
aufzustehen und durchzuhalten? Man frage sich selbst.
Die Schlimmsten aber sind ihre Helfershelfer, ihre willigen Werkzeuge. Lesen wir nun
weiter, wie sie Ed richteten;
Ein Komitee von fünf Männern des Stabes des Hauptbüros wurde beauftragt, das Werk zu tun, Ed Dunlap zu richten. Die leitende Körperschaft blieb im Hintergrund. Alle fünf beauftragten Männer waren jünger als Ed, keiner bekannte, von den "Gesalbten" zu sein. Nach Beratung von gerade einem Tag kamen sie zu ihrer Entscheidung. Typisch für ihr Verhör und für Eds Haltung waren folgende Äußerungen:
Als Ed nach seiner Ansicht über die Lehren der Organisation über zwei Klassen von Christen gefragt wurde, lenkte Ed ihre Aufmerksamkeit auf Römer 8:14, daß "alle, die durch Gottes Geist geleitet werden", Gottes Söhne sind. Er fragte: Wie sonst könnt ihr das verstehen?
Fred Rusk, der verschiedene Jahre als ein
Gileadschulunterweiser gedient hatte, während Ed Registrator war, sagte:
0 Ed, das ist eben deine Interpretation dessen. Ed fragte: Wie sonst dann würdest du es
erklären? Rusks Erwiderung war:
Siehe Ed, du bist derjenige, der vor Gericht steht, nicht ich.
Als Ed über das Aufstellen von Regeln durch die Organisation befragt wurde, betonte er
daß Christen nicht unter Gesetz sind, sondern unter unverdienter Güte oder Gnade. Er
sagte, Glaube und Liebe wären größere Kräfte für Gerechtigkeit, als Regeln jemals
sein könnten.
Robert Wallen sagte:
Aber Ed, ich möchte jemanden haben, der mir sagt. was zu tun ist.
In Gedanken an die Worte in Hebräer 5:13, 14, daß Christen nicht wie kleine Kinder sein
sollten, sondern wie erwachsene Personen, die durch Gebrauch ihr Wahrnehmungsvermögen
geübt haben. Recht und Unrecht zu unterscheiden, antwortete Ed:
Dann hast du nötig, deine Bibel mehr zu lesen. Robert Wallen lächelte und sagte:
Ich und zwei Millionen andere.
Ed erwiderte:
Die Tatsache, daß sie es nicht tun,
entschuldigt dich nicht, es nicht zu tun. Er betonte, daß dies das Hauptproblem wäre,
die Brüder studieren einfach nicht die Bibel, sie verlassen sich auf die Publikationen,
ihr Gewissen war nicht echt bibelgeübt.
Das Komitee drängte ihn, "auf die Organisation zu warten":
"Wer weiß? Vielleicht werden fünf Jahre später viele oder alle diese Dinge, die du
sagst, veröffentlicht und gelehrt".
Sie kannten die Fluktuationsnatur der Lehren der Organisation. Wenn sie willens waren, die Möglichkeit anzuerkennen, daß die Lehren der Organisation in diesen Punkten nicht mehr solide und dauerhaft sein mochten, wie konnten sie diese möglicherweise als Grundlage gebrauchen zu entscheiden, ob dieser Mann ein loyaler Diener Gottes wäre oder ein Abtrünniger? Das kann nur verstanden werden, wenn man akzeptiert, daß die Interessen eines einzelnen einschließlich seines hart verdienten Ansehens, seiner Lebensjahre, die er im Dienst verbracht hat, sozusagen für nichts achtet, wenn sie den Zielen der Organisation entgegenstehen.
Ich bin sicher, daß dieses Rechtskomitee
erkannte, daß Ed Dunlap eine tiefe Liebe zu Gott, zu Christus und zur Bibel hatte,
dennoch empfanden sie, daß sie gegen ihn vorgehen mußten. Organisationsloyalität
verlangte solches Vorgehen,
So schlossen sie Ed Dunlap aus, und er wurde aufgefordert zu verlassen, was sein Zuhause
im Bethelhauptbüro gewesen war.
Er kehrte nach Oklahoma City zurück, wo er
aufgewachsen war. Nun 72 Jahre alt ernährte er sich und seine Frau durch Tapezieren, eine
Tätigkeit, die er ausgeübt hatte, bevor er seine vierzig Jahre Vollzeitdienst für die
WTG begonnen hatte.
Wie jene, die verantwortlich sind für all dies, sich im Gebet Gott nahen können und
sagen können, erweise uns Barmherzigkeit, wie wir anderen Barmherzigkeit erwiesen haben,
ist für mich schwierig zu verstehen. - Soweit Raymond Franz hierzu.
WAS ERKENNEN WIR?
Die WTG-Führung ist tatsächlich geistig korrupt. Sie schickt "andere Schafe"
vor, um ein "Überrest-Glied trotz tiefer Liebe zu Gott, Christus und Bibel, also
wider besseres Wissen, in den "zweiten Tod" zu schicken! Und dies unter dem
Eingeständnis, daß die Lehren, deretwegen das vollzogen wird, sich laufend ändern und
einige Jahre später sogar zum Inhalt haben können, weswegen sie jetzt jemanden als
"Abtrünnigen" vom Leben "abschneiden".
Was regiert da die WTG? Gottesfurcht?'
Organisationshörigkeit, Loyalität genannt, regiert! Ob Wahrheit oder Gottesfurcht oder
nicht, interessiert sie am Ende überhaupt nicht!
Die fähigsten Männer, die sie aus ihrer Krise zufolge ihres 100jährigen
Endzeitschwindels endlich herausführen könnten. wie Ed Dunlap und nicht zuletzt Ray
Franz selbst, werden abgehackt und ausgeschlossen! Wie nie zuvor treffen auf diese
WTG-Führung die Worte zu angesichts dieser Organisations-Taktik und Strategie: "Sie
wandeln als die Feinde des Kreuzes Christi, ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der
Bauch, und ihre Ehre besteht in ihrer Schande, ihr Sinnen ist nur auf das Irdische
gerichtet". (Phil. 3:17-19)
Ist es da verwunderlich, wenn wir, dazu übergehen herauszufinden, wozu dieser
WTG-Mißbrauch des Glaubens wirklich betrieben wird?
-D.P.-
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG 17:11
Der WACHTTURM
WIR PRÜFEN DIE WT NR. 18 UND 19/1987
TITELBILD: Wie findet man WAHRE FREUNDE?
Ein Wort zu den lächelnden Bildern.
Freunde lächeln und strahlen nicht nur.
So wirkt das alles vordergründig aufdringlich, zu sehr wie Reklame, gewollt beeindruckend
und gestellt.
Dann die Stereotypen: "die
unfreundliche Welt von heute ... eine undankbare, gefühllose, egoistische Einstellung ist
heute die Regel ... die gegenwärtigen traurigen Zustände ..." usw. So wird wieder
alles andere schwarzgemalt« Wer ehrlich ist, weiß und sieht, daß das nur halbe
Wahrheiten sind. Die Organisation hat die Grundsätze für wahre Freundschaft nicht für
sich allein gepachtet.
An Überheblichkeit fehlt^es auch nicht:
Unter der WTG habe Freundschaft ein "viel höheres Niveau". Sollen wir
aufrechnen, was es in jeder ZJ-Versammlung für Zwist, Knatsch, Hickhack, Ohrenbläserei
und Mißgunst gibt?
Auch Lügen fehlen nicht, wenn behauptet wird, die ZJ seien "eine unpolitische
Familie von Freunden". Sollen wir eine Liste der hochpolitischen Äußerungen der WTG
beifügen?
STUDIENARTIKEL; Die "Luft" der
Welt einzuatmen ist todbringend
Gemeint ist der "allgemeine Geist oder die vorherrschende, von Selbstsucht und
Ungehorsam geprägte Einstellung, die Gott entfremdete Menschen offenbaren" (Abs. 5).
Nun gut. Doch genauer hingeschaut, wird auch hier schon wieder ein Verwirrspiel getrieben:
Es ist nicht allgemein, wenn es auf die Gott Entfremdeten bezogen ist. Es ist auch
unwahrhaftig, alle außerhalb der WT-Organisation als von Gott entfremdet hinzustellen.
Wer ehrlich alles andere religiöse Leben beobachtet, sieht das.
Das Hauptproblem scheint für die WTG der
sogenannte SEX zu. sein:
"Bedauerlicherweise mußte im 86er-Dienstjahr 37 426 die Gemeinschaft ... Entzogen
werden, der Mehrzahl von ihnen, weil sie geschlechtliche Unmoral trieben. Darin ist nicht
die noch größere Zahl derer eingeschlossen, die wegen Unmoral zurechtgewiesen ... worden
sind ..." (Abs. 13)
. Da hatten sie also etwa 80 000 derartige
Fälle, "Unsittlichkeit, Hurerei, Homosexualität" usw. Man stelle sich da
Ablauf und Inhalt der Sittenprozesse in den WTG-"Rechtskomitees" vor, was die
Intimsphäre der Betroffenen betrifft, die Tränen, die Zerrüttungen, die
Schamlosigkeiten der "Richter", die es möglichst genau wissen wollen. Nun, das
ist ihre eigene Angelegenheit. Nur sollen sie den Außenstehenden da nichts von ihrem
"geistigen Paradies" vormachen, den "Saubermann" spielen. Zudem
müßte näher untersucht werden, was die WTG alles als unsittlich betrachtet, um es zu
verurteilen.
Sie hat sich da schon selbst ein paarmal gedreht, die Bibel mißbraucht. Man denke nur an
ihre Vorschriften für Geschlechtsverkehr in einer Ehe (WT 15.5.78, CV 123).
Alles in allem: Um sauber zu leben, muß
man sich nicht unter die WTG begeben, die zudeckt, was sie zudecken will, da es dort keine
demokratische Kontrolle von unten gibt. Möge sie indessen ihre "schmutzige
Wäsche" selber waschen. Das Entscheidende ist, daß ihre Endzeitverkündigung nicht
stimmt, der auch ihr Moralisieren letztlich dient. Wie vor 100 Jahren heißt es dazu
wieder:
Die Zeit des Endes ist nun schon sehr weit vorgerückt, und wir stehen an der
Schwelle der neuen Welt" (Abs. 8).
Sie hat keine Skrupel, das nun schon der 4. Generation zu predigen, Paulus mißbrauchend,
der da sagt:
"... für uns geschrieben, auf welche die Enden der Systeme der Dinge gekommen
sind" (l. Korinther 10:1-11).
Danach begann nämlich die "Zeit des Endes" in Wahrheit mit Paulus und den
Korinthern, zu ihrer Zeit, wenn man nicht über das hinausgeht, was geschrieben steht, was
die WTG aber tut. (l. Korinther 4:6)
STUDIENARTIKEL: Unterwirf dich weiterhin
dem 'Geist, der Leben gibt'.
Ohne Zweifel läßt sich mit einem Auftreten gegen Unsittlichkeit bei vielen Menschen
zunächst Eindruck machen, um sie dann für die falsche Endzeit zu mißbrauchen. Wir
wissen das sehr wohl. So stellt der WT das auch an die erste Stelle. Danach, z.T. in
Verbindung damit, werden nun die wichtigsten anderen Dinge behandelt, die der WTG zu
schaffen machen: Kleider- und Haarmoden. Propaganda und Werbung, Essen, Trinken und
Unterhaltung. Obszönitäten, Schimpfwörter und Lügen, Rassen- und Nationalstolz, wie es
heißt.
Gegen Rassen- und Nationalstolz? Das beweist zunächst wieder, daß die WTG keineswegs
unpolitisch ist. In der Rassenfrage betreibt sie sogar ein Doppelspiel, was die
diskriminierende Rassentrennung betrifft, wo sie selbst in den USA eine Unterwerfung
predigt (WT 15.5.1965, S. 316ff, Bericht von Thomas E. Banks).
Gegen Lügen?
Und wie steht es mit den Lügen für die WTG in der sog. "theokratischen
Kriegslist"?
Zu Schimpfwörtern muß man doch in Wahrheit ja und nein sagen. Jesus hat ja in Matth. 23
z.B. ganz schön über die Pharisäer geschimpft.
Obszönitäten verabscheuen auch andere, auch da muß man nicht unter die WTG.
Gewisse Kleider- und Haarmoden auch.
Über Propaganda könnte man nachdenken, denn sie muß ja nicht unbedingt falsch sein!
Unterhaltungen mit anderen können auch die Augen über die WTG öffnen.
Mäßigkeit im Essen und Trinken, da muß man auch nicht unbedingt unter die WTG,
desgleichen wegen des Nichtrauchens.
Wenn der WT aber zitiert:
"Laßt uns essen, trinken und fröhlich sein, denn morgen sterben wir
vielleicht" (l. Kor. 15:32, Abs. 11), dann ist das beinahe zwangsläufig die Folge
ihres schon 100jährigen Endzeitbetruges, Generation auf Generation.
Was bleibt angesichts dessen weiter übrig?
Wer über die gestorbenen Generationen, die nicht mehr sterben sollten, zurückblickt,
über 1975, 1945, 1925, 1914, 1874 bis 1799 (Die Harfe Gottes), der sieht das doch.
Natürlich verschweigt der WT solche Gründe geflissentlich. Die WTG selbst stürzt mit
ihrem Endzeittrug, wo dieser dämmert, in solche Folgen.
Und was die WTG politisch will angesichts
Ungerechtigkeit, Leiden, soziale Probleme, Raub des Lebensnotwendigen usw.:
"Wenn wir Ungerechtigkeiten beobachten oder erleiden, und dann diejenigen hören, die
auf soziale Veränderungen drängen, könnten wir beeinflußt werden, sofern wir nicht
vorsichtig sind. Das mag dazu führen, daß wir unsere neutrale Haltung aufgeben und
Partei ergreifen". (Abs. 14)
Einem Volk im Elend, in der sog. Dritten
Welt etwa, gepredigt, heißt das praktisch:
Hungert, leidet, siecht und sterbt weiter.
WTG-Neutralität? Einem Volk im Elend gepredigt, ist das der beste Dienst für die
Unterdrücker und Ausbeuter dieses Volkes!
In der Tat drängt die WTG besonders in der sog. dritten Welt voran, wo man ihre
Vergangenheit noch nicht kennt. -
WACHTTURM NUMMER 19/1987
TITELBILD; Ist die Religion heute noch von praktischem Wert?
Um zu beweisen, daß alle andere Religion keinen praktischen Wert habe, wird irgendein
Ronald zitiert, der seine Bibel wegwarf und sagte, "Mit der Religion bin ich
fertig". Eine Frau wird zitiert, die in ihrer Kirche das Wort "Sünde"
überhaupt nicht mehr hört. Dazu werden Meinungen zitiert, religiöse Ratgeber seien zu
lax, geistliche Führer seien schwach und versagen. Der ganze geistliche Berufsstand sei
in der Krise, die jüdischen Geistlichen voran, dann das katholische Priesteramt, auch die
schwedische lutherische Staatskirche. Schließlich wird die steigende Zahl von
Kirchenaustritten in den vorwiegend protestantischen Ländern zitiert.
So werden alle anderen Kirchen gründlich schwarzgemalt. Üble Halbwahrheiten, denn natürlich geben diese Kirchen vielen Millionen Halt und Kraft in ihrem Leben. Dieses Titelbild ist eine einzige Verleumdung. Auch die jüdischen Geistlichen so schwarzzumalen, erinnert sehr bedenklich an das Übel des Antisemitismus. Damit allein schon gehört dieser WT in den Papierkorb.
NEBENARTIKEL: Kann man die richtige
Religion finden
Ja, natürlich nur unter der WTG. Das war ja der Sinn der vorhergeschickten Verleumdung
aller anderen. Und dann folgt eitel Selbstlob: "Eine liebevolle Bruderschaft,
friedlich, neutral, richtige Einstellung zur Arbeit, ein glückliches Familienleben, den
'Killerinstinkt' abgelegt" u. a. m.
Wer ehrlich hinschaut, sieht, daß es diese
Tugenden auch in anderen Kirchen und Gemeinschaften gibt und nicht nur dort. Andererseits
gibt es keine Lieblosigkeit, keinen Unfrieden, keine negative Arbeitsmoral und keinen
Familienstreit, der nicht auch unter den Zeugen vorkommt. Man schau sich nur an, was sich
vor den WTG-Rechtskomitees überall abspielt. 1986 waren es allein ca. 80 000 Fälle von
Unsittlichkeit (WT 18/87).
Und nie steht es mit dem "Killerinstinkt". Wenn man an das Ja zu dem von der WTG
konstruierten Harmagedon-Massenmord denkt? Die Menge-Übersetzung spricht in dem
WTG-mißbrauchten Hesekiel 9 sehr wohl von Gemetzel und Mord.
STUDIENARTIKEL: Bist du zufrieden mit Jehovas geistigen Vorkehrungen? Die Illustration dazu auf Seite 10 sagt eigentlich alles: Die Gebäude des WTG-Hauptbüros in zwei Händen, die aus den Wolken ragen, gleichsam von Gott kommend, aus dem Himmel, daraus eine Flut von WTG-Literatur in den "Königreichsaal" und von da in die Hände lächelnder Verkündiger!
Im Klartext; Was aus Brooklyn kommt, kommt von Gott, wehe, du bist damit nicht zufrieden! Jeden geistig erschlagend wird dazu Maleachi 3:10 mißbraucht, "Jehova darin auf die Probe zu stellen", ob es so ist. Nichts als scheinheiliges WTG-Gedröhn! Denn jede wirkliche Probe beweist: In allen entscheidenden WTG-Endzeitverkündigungen seit ihrem ersten Termin von 1799 (Die Harfe Gottes) nichts als falsche Prophetie! Generation auf Generation, Millionen auf Millionen vergangen, getäuscht, und tot im Grabe! Und wieder wird versucht, mit Furcht und Drohung niederzuhalten: "Über Unzufriedene kommt Unglück" (S. 11), was dann bibelmißbräuchlich ordentlich ausgemalt wird, fast als ob die Propheten die WTG im Sinn gehabt hätten. Und damit die falsche WTG-Prophetie weiter geschluckt wird, sind alle anderen nur "ausgedörrte, ausgebleichte weltliche Organisationen". Nein, ganz so ist es nicht! Allein mit der Konstruktion ihres Harmagedon-Gemetzels weltweit selbst an unschuldigen Kindern und Säuglingen ist die WTG nicht nur menschlich ausgedörrt, sie ist auf die Denkweise von Inquisitoren und Atombombenwerfern gesunken.
Was die verleumderische WT-Äußerung von den "ausgedörrten" anderen betrifft, so wäre es nützlich gewesen, unsere lieben ZJ hätten einmal den X. Kongreß des Schriftstellerverbandes der DDR im November 1987 verfolgt, wo auch Christen wie Rosemarie Schuder auftraten. Mit Empörung muß man da solche WT-Äußerungen zurückweisen! Nicht umsonst verteufelt die WTG ihren ZJ alle andere Presse und Literatur!
STUDIENARTIKEL:
Zucht trägt eine friedsame Frucht ein
Jeder kann sich an Hand einer Konkordanz die Bibelaussagen über Zucht zusammenstellen.
Dazu braucht man keinen WT. Natürlich kann man unter Zucht Verschiedenes verstehen. Wir
wollen nicht darüber streiten, daß die WTG in der Zucht-Definition auch für Prügel und
Schläge eintritt (Abs. 6), was allerdings psychischen und physischen Terror gleichkommt,
wo Kinder damit zu WT-Organisations- bzw. -Lehrgehorsam gezwungen werden. Erwachsene zu
diesem Zweck zu prügeln - müßte man das dann nicht auch? - wäre wohl was für den
Staatsanwalt. Da hütet sich der WT. Kommen wir indes zur Hauptabsicht der WTG, die
schlecht und recht verborgen dahintersteckt:
"Jeder von uns sollte also, wenn er
gezüchtigt wird, auf Gott warten" (Abs. 19). Wo also die WTG dich züchtigt, um dich
ihr gehorsam zu halten, ob du das verstehst oder nicht, beuge dich, werde nicht kritisch,
hinterfrage es nicht, lehne dich nicht auf oder rebelliere gar, ertrage es geduldig, das
ist doch letztlich der Sinn ihrer Forderung, "auf Gott zu warten"! Der dann
wiederum konkret nur durch die WTG sprechen würde. Die Wahrheit ist, die WTG spielt hier
selbst Gott, und du wirst unter ihr allein im Kreise ihrer Weisungen gedreht, wie sie es
jeweils braucht. Wären sie nicht alle längst gestorben und "vergangen", so
warteten die ersten WT-Hörigen von 1879 in diesem Sinne immer noch auf Gott! Der Artikel
ist ein ungeheuerlicher Mißbrauch vieler Bibeltexte, über Zucht durch den falschen
WTG-Endzeitpropheten!
-D.P.-
SIND ZEUGEN JEHOVAS WIRKLICH ZEUGEN DER
WAHRHEIT?
4. SIE LEUGNEN, DASS JESUS CHRISTUS ALS SOHN GOTTES GOTT, DEM VATER WESENSGLEICH UND
GÖTTLICHER NATUR IST.
Zum Beispiel, indem sie in ihrer Lehre die Gottheit Jesu leugnen. Nach ihrer Aussage ist
Jesus Christus nicht in dem Sinne "Sohn Gottes" in der Gleichheit der
göttlichen Natur und Wesensart mit dem Vater und somit Gott, sondern nur "ein"
Sohn
Gottes, wie auch die Engel als Söhne Gottes bezeichnet werden gemäß l. Mose 6,2 (Revd.
Lu.) oder Hiob l, 6 und 2,1. Wie diese allesamt Schöpfungen'' Gottes sind, so ist auch er
eine Schöpfung Gottes.
Sie erklären:
Gott war ursprünglich. Irgendwann vor alten Zeiten, allein. Da er aber vollkommen ist,
war er trotzdem niemals einsam. Doch irgendwann begann er mit der unsichtbaren Schöpfung,
den Engeln. Unter diesen war der später im Fleisch geoffenbarte Jesus Christus, der erste
Engel, den Gott schuf. Als dieser zuerst geschaffene Engel nimmt er in der
Schöpferordnung eine Vorrangstellung ein. Sie behaupten, er sei der Erzengel Michael,
nicht aber Sohn Gottes in der völligen Natur- und Wesensgleichheit mit dem Vater. Aus
diesem Grunde darf man ihn auch nicht anbeten, da nach der Aussage der Heiligen Schrift
nur der Schöpfer, nicht aber das Geschöpf angebetet werden darf. - Bezüglich der
Anbetung Jesu hören wir später mehr. -
Zur Begründung ihrer Aussage führen sie
mancherlei Schriftstellen an, die diejenigen, die die Bibel nicht kennen, was leider oft
zu beklagen ist, einfach umwerfen.
Es wird Bezug genommen auf Joh. 1,1-3, wo es heißt:
"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott, Dies war
im Anfang bei Gott ..."
Oder sie lesen aus Offb. 3,14:
... Dies sagt ... der Anfang der Schöpfung Gottes."
Dann fordern sie ihre Zuhörer auf, sich
selbst davon zu überzeugen, daß dort klar und deutlich geschrieben steht, daß Jesus
Christus der Anfang der Schöpfung Gottes ist.
Zudem wird auch gern Joh. 14,28 ins Feld geführt, wo es heißt:
"Mein Vater ist größer als ich."
Diese und viele andere Schrifttexte werden von ihnen, was die diesbezügliche
Gesamtaussage des Wortes Gottes betrifft, entweder falsch verstanden oder bewußt
verdreht, weil es sonst nicht in ihr Lehrkonzept paßt. Daß im Vater/Sohn-Verhältnis ein
Unterschied besteht, ist logisch, und dies besonders, als Jesus Christus auf Erden war, wo
er sich, was seine Menschwerdung betraf, seiner göttlichen Natur entkleidete, wie dies in
Philipper 2,5-11 zu lesen ist.
Sie verkennen des weiteren, daß im
Hebräerbrief, Kap. l, von Jesus Christus nicht als von einer Schöpfung, sondern von
einer Zeugung Gottes gesprochen wird.
In Kol. 1,15 wird er als der Erstgeborene vor aller Schöpfung bezeichnet. Wer diese
Aussagen im Kontext liest, erkennt, daß es hier um mehr, um Höheres, als nur um
Sohnschaft im Sinne der Engel geht, wie es in Mose und Hiob aufgezeigt wird.
Lesen wir einmal den Text in Hebräer l,5a.
Dort heißt es:
"Denn zu welchem der Engel hat er jemals gesagt: Mein Sohn bist du, ich habe dich
heute gezeugt."
Auch der dann folgende Satz 5b hebt ihn unmißverständlich von den Engeln ab, wenn dort
gesagt wird:
"... ich will ihm Vater und er soll mir Sohn sein."
Im Vers 6 wird bezeugt:
"Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er; Und
alle Engel Gottes sollen ihn anbeten."
Wo wird in der Heiligen Schrift von den Engeln auch nur ähnliches angedeutet?
Diese Aussagen zeigen klar, daß zwischen
dem Vater; dem Herrn Jahweh-Zebaoth, und dem Sohn, dem Herrn Jesus Christus, ein ganz
anderes Verhältnis besteht als zwischen den Engeln und dem Schöpfer.
Was die Worte in Joh. 1,1-3 betrifft, so verkennen die Zeugen Jehovas, daß Gott
bezüglich der Schöpfung nicht mit dem Wort begann, sondern daß dies bereits im Anfang
der Schöpfung da war! Es heißt nicht: "Im Anfang wurde das Wort ...", sondern
"Im Anfang war das Wort"! Aus diesem Wort, welches im Anfang der Schöpfung da
war (!), ist alles geworden, wie wir es sogleich erkennen werden.
Wenn des weiteren in Offb. 3,14 zu lesen ist: "... Dies sagt der Amen ... der Anfang der Schöpfung Gottes", so ist auch dies nicht so zu verstehen, daß Jesus Christus zu allererst, vor allem anderen, geschaffen wurde, sondern, wie es die Gesamtaussage des Wortes Gottes sagt, daß der Vater durch ihn und in ihm alle Dinge geschaffen hat.
Diesbezüglich lesen wir in
a) Joh. 1,3+4: "Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde nicht eines, das
geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen."
b) Kol. 1,15-17: "... Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde
geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, . ... alles ist durch ihn und für
ihn geschaffen."
c) Hebr. 1,10: (im Hinblick auf den Sohn) "Und du Herr, hast im Anfang die Erde
gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk."
In Kol. 2,3 wird uns gesagt, daß in
Christus alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind!
Er, Jesus Christus, gleicht einer Quelle. Ein Fluß beginnt zwar an der Quelle, nimmt dort
seinen Anfang, und doch ist sie selbst unergründlich. Genau dies will uns das griechische
Wort "arche" sagen, das in Offb. 3.14 mit Anfang übersetzt ist. Jeder, der die
griechische Sprache kennt, wird bestätigen, daß "arche" richtig mit
"Ausgang oder Ursprung'' (Quelle) der Schöpfung Gottes übersetzt werden müßte,
was durch die bereits angeführten Schriftaussagen in Joh. 1,3.4; Kol. 1,16; Hebr.
1.2.3.10; Eph. 4,10 u. a. bestätigt wird, da alles für ihn geschaffen wurde, alles durch
ihn, aus ihm heraus und in ihm seinen Anfang nahm!
Daß der Herr Jesus Christus kein
Geschöpf, sondern Gott, göttlicher Natur und göttlichen Wesens ist. wird uns des
weiteren in Hebr. 1.7-9 bestätigt. Dort lesen wir:
"Von den Engeln zwar spricht er: Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu
einer Feuerflamme, von dem Sohn aber: Dein Thron, o Gott, ist in alle Ewigkeit ... du hast
Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehaßt, darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt
mit Freudenöl vor deinen Gefährten."
Von diesem Geheimnis wußte sogar schon ein alttestamentlicher Schreiber, der bereits in Psalm 45,7.8 darauf hinwies, aber die Zeugen Jehovas wollen es nicht wissen, und dies, obwohl in den revd. Ausgaben der Neuen-Welt-Übersetzung (ihrer eigenen Bibel) in dem Vers 9 klar und deutlich in bezug auf den Sohn zu lesen ist: "Darum hat dich Gott, dein Gott, mit dem Öl des Frohlockens gesalbt ..."
Lesen wir noch einige andere Aussagen in
ihrer eigenen Bibelübersetzung, aus denen deutlich hervorgeht, daß Jesus Christus Gott
ist, z. B.
Joh. 1,1: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war ein
Gott."
Also, sie bekennen zumindestens. daß er "ein" Gott ist. Im Vers 18 des gleichen
Kapitels heißt es:
"Kein Mensch hat GOTT jemals gesehen, der einziggezeugte Gott, der am Busenplatz beim
Vater ist, der hat über ihn Aufschluß gegeben."
Dadurch, daß sie in diesem Vers das Wort
"Gott" in der ersten Anwendung in Großbuchstaben und Fettdruck, aber beim
zweiten Gebrauch normal wiedergeben, bringen sie zum Ausdruck, daß es sich beim ersten
Mal auf den Vater und beim zweiten Mal auf den Sohn bezieht. Auch hierdurch bestätigen
sie, daß er ein einziggezeugter Gott, und somit göttlicher Natur, also Gott, ist.
Welch ein Gegensatz zu den Engeln als Geschöpfen!
Erstaunlich, daß sie trotz dieser klaren Aussagen in ihrer eigenen Bibel in ihren Lehren
die Gottheit Jesu leugnen und ihm die Anbetung verwehren.
-H.S.-
HAST DU DAS GEWUSST?
DAS MONDJAHR UND "1975"
Ein Mondjahr besteht aus 12 Umläufen des Mondes um die Erde, wobei jeder Mondumlauf 29
1/2 Tage dauert. Die 12 Mondmonate des Mondjahres werden deshalb in sechs Monate zu 30
Tagen und in sechs Monate zu 29 Tagen eingeteilt. Die Gesamtzahl der Tage eines Mondjahres
beträgt somit 354. Allerdings berechnet die WTG ihre Chronologie nicht mit diesen 354
Tagen, sondern sie rundet alle Monate, die 29 Tage zählen, auf 30 Tage auf. Somit
beträgt die Gesamtzahl ihres Mondjahres 360 Tage. Diese Aufrundungspraxis begründet sie
mit der Verfahrensweise der alten Juden, die dies ebenfalls taten.
Und nun zu der Frage: "Wo stehen wir
(WTG) nun laut Mondkalender!?"
Für die Beantwortung dieser Frage erkennen wir zwei Lösungen.
Als Vergleichsgröße für diese Ergebnisse nehmen wir dabei die heutige Zeitrechnung nach
dem Sonnenkalender, wobei wir nicht auf die Feinheiten des Gregorianischen Kalenders
achten möchten.
l. Um die Differenz zwischen 6000 Mondjahren (l Jahr = 354 Tage) und 6000 Sonnenjahren zu berechnen, gehen wir folgendermaßen vor: Von den 365 Tagen eines jeden Sonnenjahres müssen die 354 Tage des Mondjahres abgezogen werden. Es bleiben pro Jahr 9 Tage übrig. Diese 9 Tage werden mit den 6000 Jahren der Menschheitsgeschichte multipliziert. Zu diesem Ergebnis (54 000 Tage) werden noch die l 500 Schaltjahrtage hinzugezählt, die in den 6000 Sonnenjahren enthalten sind. Die Gesamtzahl von 55 500 Tagen ergibt gerundet 152 Sonnenjahre.
Diese ziehen wir von 1975 u. Z. des Sonnenkalenders ab, und somit wären die 6000 Mondjahre Menschheitsgeschichte etwa 1823, u. Z zu Ende.
2. Rechnen wir dagegen das Mondjahr mit 360
Tagen, wie es laut WTG-Darstellung auch die alten Juden taten, so ergibt sich anhand des
gleichen Rechenweges, nur eben mit einer Differenz von 5 Tagen, eine Gesamttagezahl von 30
000 Tagen plus l 500 Schaltjahr-Tagen, also insgesamt 31 500 Tagen. Das sind rund 86
Jahre: Zieht man diese von 1975 u. Z. ab. ergäbe sich also das Jahr 1889 unserer Zeit.
Rechnet man dagegen dem Jahr 4026 v, u. Z. (laut WTG das Erschaffungsjahr Adams) 6000
Sonnenjahre hinzu, kommt man tatsächlich in das Jahr 1975 u. Z.
Anmerkung.
Bei ihren Berechnungen (7 Zeiten oder die bestimmten Zeiten der Nationen) läßt die WTG
allerdings die Tatsache völlig außer Acht, daß die Juden in 19 Jahren siebenmal einen
13. Monat (Ve Adar) einschoben, um ihre Zeitrechnung dem Sonnenjahr anzugleichen. Dieses
System ist als der Metonische Zyklus bekannt und er wurde im fünften Jahrhundert v. u. Z.
eingeführt.
Buch: ("Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich", S. 277 Abs.
20)
Der damalige Vizepräsident F. W. Franz
hätte hinzufügen müssen, daß er bei seiner Berechnung der 6000 Jahre
Menschheitsgeschichte mit dem Metonischen Zyklus das Mondjahr dem Sonnenjahr angeglichen
hat.
Anders wäre er nie auf das Jahr 1975 u. Z. gekommen, sondern zum Jahre 1823 oder 1889 u.
Z. Seine Darstellung, daß diese Berechnung auf der Basis des Mondkalenders fuße, ist
hier zumindest irreführend'.
Wie wir sehen, berechnet die WTG die 6000
Jahre Menschheitsgeschichte offensichtlich mit anderem Maß (dem, Sonnenjahr angeglichenes
Mondjahr) als die "bestimmten Zeiten der Nationen", die sie mit reinen
Mondjahren zu 360 Tagen ermittelt. -MSH-
SCHLECHTE NEIGUNGEN
Rechthaberei ist eine verbreitete Neigung, wobei meist Logik und besonnenes Denken zu kurz
kommen. Es hängt damit zusammen, vorschnell und zunächst nur emmotionell zu urteilen und
zu verurteilen, anstatt die Sache erst einmal zu bedenken und zu beschlafen.
"Morgenstunde hat Gold im Munde". - Nichts ist nun günstiger für die WTG, als
eine rechthaberische Neigung vorzufinden. Denn die WTG hat bekanntlich immer Recht, und
wenn es morgen als falsch verworfen wird.
Wie das in der über 100jährigen WTG-Geschichte 1000fach geschah.
Mit der Berufung auf WTG und WT kann man
also einer Neigung zur Rechthaberei, also immer Recht haben zu wollen, ausgezeichnet
frönen, braucht keine Kritik zu dulden noch anzuhören. Wird doch jede Kritik an z.B.
WTG-Älteste fast einer Kritik an Gott selbst gleichgesetzt bzw. an "seiner"
Organisation, was aufs gleiche hinausläuft.
Wer also bisher wie auch immer an Rechthaberei zu kurz gekommen ist, findet unter dem WT
ausgezeichnete Bedingungen, sich fortan schadlos zu halten. Eine gefährliche
psychologische Verführung zur Befriedigung einer Neigung, die das Zusammenleben in Ehe.
Familie, mit Kindern, mit Mitmenschen in Haß und Feindschaft verwandeln kann. Denn Kritik
und Widerspruch gegenüber den WT-Doktrinen, wie begründet das auch immer ist, führt auf
selten der WT-Hörigen letztlich zu mittelalterlicher Intoleranz, die den Widersprechenden
nur noch für vernichtungswürdig hält. Denn mit der WTG wird und bleibt man ein
absoluter Rechthaber. Kommt man durch Anstöße und Konflikte nicht rechtzeitig zur
Besinnung, wird diese Rechthaberei zur beherrschenden Norm, bis man am Lebensende selbst
als WT-betrogen dasteht, weil das WT-Ende und WT-Paradies immer nur eine Fata Morgana, ein
Trugbild, eine Illusion, eine Legende war, ist und bleibt. 1799, 1874, 1914, 1925, 1945.
1975. und nun für die nächste Generation. -
NACH DEM GLAUBEN FRAGEN? NEIN!
Wahrer Samariter sein -
jedem, der in Not und Pein.
Bruderschaft nur so allein.
Statt "unseresgleichen, wir allein!"
Sonst kann es nur frommer Schein
für den Ausgeraubten sein.
Also nach dem Glauben fragen? Nein
Stimmst du ein?
-P.-
WO BLEIBT DIE REUE DER WTG?
EBF-KONGRESS, AUGUST 1984, HAMBURG
"Scham und Trauer erfüllen uns, besonders, wenn wir an die Verfolgung und
Massenvernichtung von Juden denken ...
Es beugt uns tief, daß wir als deutscher Bund der ideologischen Verführung jener Zeit
oft erlegen sind ... Wir sehen uns in die Schuld unseres Volkes und unserer
Bundesgemeinschaft verflochten und tragen sie mit. Wir bekennen dies heute auch vor Euch
unseren Brüdern und Schwestern der baptistischen Unionen Europas ..."
So hieß es in einem "Wort zur
nationalsozialistischen Zeit" als "Bekenntnis und Schuld in verworrener
NS-Zeit".
(Günter Hitzemann, Präsident des Bundes der Ev.-Freikirchlichen Gemeinden, BRD)
Zur "Schuld unseres Volkes"
sollte man wohl sagen, daß da Kinder und Jugendliche, auch Opfer und vor allem
Widerstandskämpfer besser ausgeklammert werden sollten.
Dennoch - die Antwort war:
"Wir, die nichtdeutschen Teilnehmer ... haben mit Dankbarkeit und Respekt die
Erklärung gehört, die der Bund der Ev.-Freikirchlichen Gemeinden in Deutschland über
die Rolle der Baptisten in der Zeit des Naziregimes abgab, und wissen den Mut und die
Demut zu schätzen, die diese Worte zeigten ...."
Gez. The Rev. Dr. David Russell
The Rev, Peter Barber
DAS SCHULDKONTO DER WTG SEHEN
Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft
nicht gestalten - wie wahr!
Um nicht Opfer der faschistischen Judenverfolgung zu werden, begann die WTG den jüdischen
Zionismus nach jahrzehntelanger Verherrlichung als Werk Gottes ab 1931/32 mit ihren
Büchern "RECHTFERTIGUNG" öffentlich als "Werk Satans" zu verteufeln
und so dem verbrecherischen Antisemitismus in die Hände zu arbeiten.
Wenn die Weimarer Republik angesichts der
hitlerfaschistischen Drohung 1933 u. a. auch aus Mangel an Kämpfern für die Demokratie
zugrundegegangen ist, so hat daran auch die WTG Mitschuld. Hat sie doch bis dahin
hunderttausendfach ihr "Goldenes Zeitalter" in Massenauflagen vor allem ins
ärmere Volk geworfen und viele vom Kampf für Demokratie und gegen den Faschismus
abgehalten und abgebracht.
-D.P.-
WOHIN GEHEN?
E I N L A D U N G
In Ausübung unseres Werkes, offen zu sein für jedermann und Hilfe zu leisten, ladet
die Studiengruppe
"CHRISTLICHE VERANTWORTUNG"
alle Zeugen- und ehemalige Zeugen Jehovas herzlich ein.
Willkommen sind auch engagierte Christen, die sich mit der Lehre der Wachtturmgesellschaft
beschäftigen,
Unsere Veranstaltungen im CV-Büro Berlin,
1040 Berlin, Albrechtstraße 16/1:
Frühjahrstagung: 9. April 1988
Herbsttagung: l. Oktober 1988
Die Zusammenkünfte beginnen um 10 Uhr und enden gegen 16 Uhr.
Anmeldunq ist nicht erforderlich.
Unsere Zusammenkünfte sind zwanglos und es wird von niemandem verlangt, seine Motive oder
seinen Namen zu nennen.
Absolute Diskretion wird zugesichert.
Die Geschwister unserer Studiengruppe sind
immer bereit, den Brüdern und Schwestern, die in Gewissenskonflikte durch die Lehren
ihrer Wachtturmgesellschaft geraten sind, hilfreich zur Reite zu stehen,
CV-Studiengruppe
Gera - Berlin
Liebe Brüder und 'Schwestern!
Wir möchten nicht versäumen Ihnen für ihre Spenden ganz herzlich zu danken.
Sie helfen sehr, unser Werk zu verrichten.
AUS DER WELT DER ZEUGEN
WTG-METHODEN ANSTÖSSIG
"ZEUGEN JEHOVAS"
Erst heute finde ich die Ruhe, Ihnen eine Frage zu stellen, die mich seit Monaten
beschäftigt. Vor zwei Monaten habe ich meine geliebte Frau zu Grabe getragen. Als meine
Traueranzeige im Hamburger Abendblatt erschienen war, schrieben mir zwei wildfremde Leute
zwei lange Kondolenzbriefe, die ich Ihnen beilege. Die Leute müssen meine Adresse aus der
Zeitung herausgesucht haben. Sie schrieben von Auferstehung und Königreich, zitieren
andauernd einzelne Sätze aus der Bibel und haben mir ein dichtbedrucktes Heft beigelegt.
Ich bin zwar alleine und brauche Trost. Aber diese Art finde ich sehr aufdringlich und
weiß nicht, was ich davon halten soll. Wissen Sie, ob es sich um eine Sekte handelt und
was das Ganze soll? -M.N.-
Sehr geehrter Herr N...!
Verständlich, daß Sie die beiden mir vorliegenden Briefe in dieser Situation eher
merkwürdig als hilfreich finden, zumal es den Absendern nicht nur darum zu gehen scheint,
Sie zu trösten. Viel wichtiger dürfte ihnen sein, was gegen Ende des beigelegten Heftes
steht; "Deine Sicherheit und deine ganze Zukunft wie auch diejenigen deiner
Angehörigen hängt davon ab, daß ihr jetzt die Bibel studiert, euch mit der
theokratischen Gesellschaft der Zeugen Jehovas verbindet, euch eurem .Schöpfer, Jehova
Gott, hingebt und für ihn Zeugnis ablegt."
Aus "Blickpunkt Kirche" Hamburg, März 1987
"Christliche Verantwortung":
Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos
Konto-Nr.: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera
A 182/88 V 7 1546 N2