Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 219
In einem mit dem Namenskürzel D. P. (was wohl für Dieter Pape stehen soll) gezeichneten
Kommentar, welcher das sogenannte "Schuldbekenntnis" der Evang. Kirchen nach
1945 zum Anlass nimmt, findet sich in dieser CV-Ausgabe auch der Satz:
"Sie (die WTG) hat 1933 und davor unter den Christen u. a. Nichtwählen gepredigt und
damit viele Kräfte gegen Hitler lahmgelegt und somit dazu beigetragen, daß sich
"das deutsche Volk in die Hände Adolf Hitlers begab".
Diesen Vorhalt kann man in der Tat als noch berechtigt ansehen; obwohl er meines Erachtens
die Politikabstinenz der Zeugen nicht ausreichend, in allen wesentlichen Facetten
beleuchtet.
Dann aber versteigt sich Pape im gleichem Kommentar auch zu der Holzschnittsartig (ohne
ins Detail zu gehen) vorgetragenen Behauptung:
"Sie (die WTG) hat sich noch nach Hitlers "Machtergreifung" 1933 mit der
antisemitischen faschistischen Religionspolitik in Übereinstimmung erklärt und mit gegen
die Juden gehetzt und sich so an der Stabilisierung des Hitlerregimes mitschuldig gemacht
(WT-Kongreß Juni 1933 Berlin)."
Was Pape mit dieser Aussage liefert, ist lediglich eine Schlagzeile, eine üble noch dazu.
In dieser pauschalen Form von "Judenhetze" zu reden, verkennt die
Rahmenbedingungen, und dass innerhalb dieser Rahmenbedingungen, die WTG allenfalls ein
unbedeutender "Waisenknabe" und "ferner liefen" war. Für einen
Diplom-Historiker, der ja Pape laut Abschluss sein will, ein mehr als blamables
Armutszeugnis!
CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG BEGRÜNDET 1959 VON WILLY
MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR
NR. 219 GERA OKTOBER 1987
FALSCHE RELIGIOSE FUNDAMENTE
R. Franz bricht sein Schweigen (9)
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen den WT 8/1987
TOTALE RATIONALISIERUNG DER WTG?
Keine Verschwendung von WTG-Geldern
SCHULDERKLÄRUNG
Wo bleibt die der WTG?
MACHTMISSBRAUCH
GEDANKEN zum WT 16/86
DAS GESCHÄFT MIT DEN ARGLOSEN
Eindrücke eines ev. Christen
DER SCHRITT DER TRENNUNG
Mit Gottes Hilfe ist nichts unüberwindlich
... Die Schwierigkeiten, die auf jemanden zukommen, der sich vom WT trennen will, sind
vielgestaltig, schon von daher gesehen, daß es sich um solche innerer und äußerer Natur
handelt. Das sich daraus ergebende Problem ist dementsprechend auch sehr ernst und ernst
zu nehmen. Man kann und darf es weder verniedlichen oder verharmlosen, noch darf man es
verdrängen. Aber: mit Gottes Hilfe ist es nicht, unüberwindlich. Mit gutem Grund sagte
Jesus, daß wir, wenn wir Glauben hätten, und sei er nicht, größer als ein kleines
Samenkorn, mit seiner Hilfe Berge versetzen könnten. Für den, der fest entschlossen ist,
von nun an mit Christus, statt mit dem WT zu gehen, ist die Situation gekommen, in der er
diesen Glauben braucht. Ist es nicht schon ein neues Denken, wenn man sagt: mit Christus,
statt mit dem WT!, wo für einen Zeugen doch bislang der Wille des WT mit dem Willen
Gottes und Christi identisch war? Wenn man so sprechen kann, dann hat der Glaube bereits
begonnen, seine Wirkung zu tun. Schon hat Gottes Kraft in uns zu wirken begonnen.
Nicht das Verhalten Gottes ist es, das zu Problemen
führt, wenn einer entschlossen ist, die WTG zu verlassen, sondern es ist immer die Art
und Weise, wie Menschen auf unsere neue Lebensweise reagieren.
Ich setze hier voraus, daß es sich dabei nicht um das handelt, was man gemeinhin als
"Rückkehr in die Welt" bezeichnet, wobei jemand Gott und Christus den Rücken
kehrt, um von nun an viel "nachzuholen" und einen mehr oder weniger liederlichen
Lebenswandel zu führen.
Aus dem Gleichnis vom "Verlorenen Sohn" wissen
wir, welche Reaktion wir von Gott zu erwarten haben. Wir wissen auch, daß im Himmel mehr
Freude ist über einen Sünder, der bereut, als über neunundneunzig Gerechte. Gott bietet
uns das Bild des liebenden Vaters.
So muß auch bei dem, der den Schritt der Trennung tut, die Liebe die Antriebskraft sein.
Er darf nicht die Absicht haben, jemanden zu verletzen, sondern der Beweggrund muß sein,
sich Gott gegenüber weiter zu öffnen. Er muß gewillt sein, Mauern niederzureißen,
nicht aber neue aufzurichten. Am schwersten wird es sein, den Entschluß vor jenen zu
vertreten, die man mit großem Aufwand auf eben den Weg zu bringen bemüht gewesen ist,
den man jetzt zu verlassen im Begriff ist. Doch, wie heißt es so oft im WT? "Wem
wollen wir mehr gefallen, Gott, oder Menschen?" Jeder Entschluß hat Folgen, und wenn
jemandem der Entschluß, den WT-Weg zu verlassen, als unvermeidbar erscheint, müssen die
möglichen Folgen ins Auge gefaßt werden.
Die WT-Organisation hat nie mit Rat gegeizt, für den Fall, daß sich jemand als einziger in der Familie entschließen würde, den bisherigen Weg zu verlassen, um ein Zeuge Jehovas zu werden. Kaum-wird es denen, die die Ratschläge erteilten, in den Sinn gekommen sein, daß Tausende der so belehrten eines gar nicht fernen Tages diese Ratschläge für den Schritt in der umgekehrten Richtung benötigen würden. Alle jene nämlich, die eingesehen haben, daß sie den bisherigen Weg verlassen müssen, weil er sich als Irrweg erwiesen hat, der nicht zu Gott, sondern in die Abhängigkeit einer skrupellosen Organisation geführt hat. Sie werden nicht von Gott geführt, sondern von einem seelenlosen, modernen Moloch manipuliert, verführt und zu einem Teilchen einer Maschinerie gemacht.
Nun kann man den Glauben ja nicht beweisen", aber man kann anhand der vielen Voraussagen, die die Maschine ausgespuckt" hat, und die alle an den Tatsachen vorbei prophezeit worden sind, wohl sagen, daß das NICHT DIE WAHRHEIT,. DIE GOTTES WÜRDIG IST, SEIN KANN!
Ja, was soll nun jemand tun, der jahrelang andere auf den Weg gebracht" hat, der sich mit Feuereifer darum bemühte, anderen die Wahrheit" Punkt für Punkt auseinanderzusetzen und zu erklären? Und nun weiß er um die Notwendigkeit der Kursänderung, wenn er sich nicht, und nun bewußt!!, noch weiter als bisher von Gott entfernen will. Ihm wird erinnern müssen, daß man Gott mehr gehorchen muß, als Menschen. Er wird vor Gott und Menschen die Schuld seines Irrens eingestehen wollen und müssen. Was geschehen ist, ist geschehen und kann nicht rückgängig gemacht werden, aber neuerliches Fehlverhalten in dieser Sache kann und muß verhindert werden.
Vergebung wird gewährt, aber er muß
bereit sein zu sagen, daß er gegen Gott gegen Gott gesündigt und sich geirrt hat, obwohl
in den meisten Fällen die persönliche Ehrlichkeit nicht abgestritten werden kann. Nur,
man kann nicht für alle Zeit "ehrlich" die unglaublichsten Widersprüche
verkündigen. Um nach Erkenntnis all dessen ehrlich bleiben können, muß er sich nun,
doch das muß ureigenster Entschluß sein!, von seiner bisherigen Lehre distanzieren. Mit
denen, die diese Auffassung nicht, oder noch nicht teilen können, muß er liebevoll und
geduldig bleiben. Wirkliches Denken geschieht eben nicht auf Befehl und im selben
Augenblick. Das ist nun vorbei! Wieviel Verständnis hätte er selbst für jene aufbringen
können, die vor ihm selbst einen solchen Schritt gewagt haben? ...
-H. G.-
WTG AUF FALSCHEN RELIGIÖSEN FUNDAMENTEN
Raymond Franz bricht sein Schweigen (9)
WEITERES GEHEIMDOKUMENT ENTHÜLLT
Am 28. April 1980 verfaßte das Komitee des Vorsitzenden der leitenden Körperschaft der
WTG ein Dokument, zur Geheimhaltung bestimmt, was die ZJ draußen betrifft. Nur für die
LK-Mitglieder bestimmt, hatte es auch Raymond V. Franz auf seinem Tisch. Es enthält
zusammengefaßt die fundamentalen religiösen Irrlehren, auf denen die gesamte
Endzeitlehre und Organisation der WTG beruht. Natürlich enthält dieses Dokument nur die
Dinge aus der WTG-Sicht. Dank Raymond V. Franz wird uns das nun zugänglich. Hier ist der
Wortlaut, um es auch hier bekannt zu machen:
(An leitende Körperschaft)
Jüngste Beweise verbreiteter falscher Lehren.
Folgendes sind einige der falschen Lehren, die vom Bethel ausgehend verbreitet werden.
Diese sind vom Feld vom 14. April an zur Aufmerksamkeit der Leitenden Körperschaft
gebracht worden.
1. Daß Jehova heute auf Erden keine Organisation hat und ihre Leitende Körperschaft
nicht von Jehova Gott geleitet wird.
2. Jeder Getaufte von Christi Zeit (33 u. Zt.) an bis zum Ende sollte die himmlische
Hoffnung haben. All diese sollten an den Symbolen zur Gedächtniszeit teilnehmen und nicht
bloß solche, die beanspruchen, vom gesalbten Überrest zu sein.
3. Es gibt mit Recht keine Einrichtung als Klasse eines "treuen und verständigen
Sklaven", gebildet aus den Gesalbten und ihrer Leitenden Körperschaft, um die
Angelegenheiten von Jehovas Volk zu leiten. In Matthäus 24:45 gebrauchte Jesus diesen
Ausdruck nur als eine Veranschaulichung der Treue einzelner. Regeln sind nicht nötig, nur
der Bibel folgen.
4. Es gibt keine zwei Klassen heute, die himmlische Klasse und jene von der irdischen
Klasse, auch "andere Schafe" genannt in Johannes 10:16.
5. Daß die Zahl 144 000, erwähnt in Offenbarung 7:4 und 14:1, symbolisch ist und nicht
als buchstäblich genommen werden soll. Jene der "großen Volksmenge", erwähnt
in Offb. 7:9, dienen ebenfalls im Himmel, wie angezeigt wird in Vs. 15, wo beansprucht
wird, daß solche Volksmenge "Tag und Nacht in seinem Tempel (nao)" dient oder
K. Int. sagt: "in der göttlichen Wohnung von ihm".
6. Daß wir jetzt nicht in einer besonderen Periode der "letzten Tage" leben,
sondern daß die "letzten Tage" vor 1900 Jahren begannen, 33 u. Zt., wie durch
Petrus in Apostelgeschichte 2:17 angezeigt wird, wenn er vom Propheten Joel zitiert.
7. Daß 1914 kein befestigtes Datum ist. Christus Jesus wurde damals nicht inthronisiert,
sondern herrscht in seinem Königreich seit 33 u. Zt. Daß Christi Gegenwart noch nicht
ist (parousia), sondern wenn das "Zeichen des Sohnes des Menschen im Himmel
erscheinen wird" (Matth. 24:30) in der Zukunft.
8. Daß Abraham, David und andere treue Männer von Alters auch himmlisches Leben haben
werden, gegründet auf solche Sicht in Hebr. 11:16.
Anmerkungen:
Die obigen biblischen Gesichtspunkte wurden von einigen akzeptiert und werden nun an
andere als "neues Verständnis" weitergegeben. Solche Ansichten sind im
Gegensatz zum grundlegenden biblischen "Gebäude" der christlichen
Glaubensansichten der Gesellschaft. (Röm. 2:20; 3:2.) Sie sind ebenfalls im Gegensatz zum
"Muster gesunder Worte'", die über die Jahre dazu gekommen sind, von Jehovas
Zeugen biblisch akzeptiert zu werden. (2. Tim. 2:13.) Solche "Änderungen" sind
in Sprüche 24:21,22 verdammt. Das Obige sind daher 'Abweichungen von der Wahrheit, die
den Glauben einiger untergraben' (2. Tim. 2:18). Alles betrachtet, ist dies nicht
Abtrünnigkeit und für Versammlungszucht, zu belangen.
Siehe ks 77 Seite 58.
Komitee des Vorsitzenden
4/28/80.
WAS BESAGT DIESES DOKUMENT?
Jedem WT-Zeugen sind diese 8 Punkte vertraut. Sie betreffen in der Tat das Fundament der
gesamten WTG-Endzeitweltanschauung. Mit ihnen steht und fällt das alles. Die Punkte sind
hiermit auch hier zur Diskussion gestellt! In ihnen wird dargelegt, die WTG-Ansprüche
haltlos sind und im eine gewaltige "endzeitliche" Irreführung bedeuten!
Besonders Punkt 6 versetzt den Todesstoß: Man durchdenke nur die Konsequenz! Eng
verbunden hiermit war letzte falsche WTG-Harmagedon-Termin 1975, was in der
WTG-Dienstabteilung gar als das WTG-"Watergate" befürchtet wurde. Es war Howard
Zenke aus der Dienstabteilung, der dies äußerte. "Watergate" ist der Inbegriff
für einen kriminellen Akt, über den USA-Präsident Nixon seinerzeit stürzte. Es ist
wahrlich eine Ungeheuerlichkeit auf die andere, was uns nun durch Raymond Franz bekenn
wird, was nun um die Welt geht. Man möge sich nicht täuschen! Wir wissen, wie auf die
WTG auf die Vergeßlichkeit und das "kurze Gedächtnis" setzt! Das wird nunmehr
nicht mehr sein!
Unser nächster Beitrag behandelt das WTG-"Watergate".
-CVR-
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG 17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DEN WACHTTURM NR. 8/1987
STUDIENARTIKEL: Durch die Hingabe und die Taufe Frieden mit Gott erlangen."
DIE BEZIEHUNGEN DER SCHWESTER SUSANNE
Eine Christin namens Susanne, die früher einen starken Hang zur Unabhängigkeit
hatte, erklärte, was Hingabe für sie bedeute: 'Ich habe mein ganzes Ich jemand anders
übergeben. Jetzt bestimmt Jehova mein Leben, sagt mir, was ich zu tun habe und was das
Wichtigste im Leben ist.'"
(Seite 12)
Nun, die Schwester Susanne scheint eine
begnadete Christin zu sein, die einen heißen Draht zu Jehova unterhält. Oder macht sie
sich selber und den anderen nur etwas vor? Was erzählt ihr denn Jehova konkret? Daß sie
die christlichen Zusammenkünfte regelmäßig besuchen soll, ein möglichst großer Anteil
am Königreichspredigtwerk erforderlich ist, daß sie mit Gottes weltweiter
Versammlung" verbunden bleiben soll...? (Siehe Seite 12).
Oder erzählt er ihr gar, daß man ein viereinhalbjähriges Mädchen zusammen mit seinen
Eltern in einem abgelegenen Gebiet in einem Monat 160 Predigtdienststunden abdienen lassen
soll, damit es 27 Bücher, 66 Broschüren und 47 Zeitschriften verkaufen kann? (Siehe
Seite 25.)
UNFÄHIG ZU DIFFERENZIEREN
Der große Irrtum, dem die Schwester Susanne und mit ihr die meisten Zeugen Jehovas -
unterliegen, besteht in der Ansicht, daß die Wachtturmgesellschaft von Jehova geleitet
wird. Ja, mehr noch: In den WTG-Schriften geäußerte Lehrmeinungen werden als von Jehova
kommend betrachtet. Letztlich reduziert es sich auf die Formel:
WACHTTURMGESELLSCHAFT GLEICH JEHOVA!
Auch wann sich das Brooklyner Hauptbüro sehr wohl hütet, diese Formel so auszusprechen,
kommt schon ein Interessierter mit ihr in Berührung (ohne allerdings den tieferen Sinn zu
diesem Zeitpunkt schon zu begreifen):
"Vor kurzem wurden die beiden Fragen, die Taufbewerbern gestellt werden, vereinfacht,
damit diese völlig verstehen, was es bedeutet, ein enges Verhältnis zu Gott u n d zu
seiner irdischen Organisation zu erlangen, und damit sie entsprechend antworten
können." (Seite 12, Fußnote.)
Ein "ausgewachsener" Zeuge Jehovas muß aber schon folgende Zitate verdauen (WT
15.9.1965, Seite 560):
"Da sein heiliger Geist auf die leitende Körperschaft dieser Organisation einwirkt,
stimmt deren Rat mit seinem Willen überein." Und noch deutlicher:
Daher ist der Wille des Sklaven der Wille Jehovas. Rebellion gegen den Sklaven ist
Rebellion gegen Gott." (WT 1. 8. 1956)
Wem wundert es da noch, wenn Schwester
Susanne und mit ihr viele andere Zeugen nicht mehr in der Lage sind, zwischen den
Begriffen Wachtturmgesellschaft" und Jehova" zu differenzieren.
Somit begeben sie sich in eine fast leibeigene Abhängigkeit zur WTG. Und diese nutzt es
bis zur Genüge aus (siehe obige Zitate)
Welch eine Tragik auch für die Schwester Susanne! Möge der Prozeß zu einer besseren
Erkenntnis bei ihr nicht zu schmerzvoll verlaufen. -Gerd R ...-
TOTALE RATIONALISIERUNG DER
WACHTTURM-GESELLSCHAFT?
KEINE VERSCHWENDUNG VON WTG-GELDERN DURCH NICHT AUSGELASTETE KONGRESSE!
Wie von den Bezirkskongressen berichtet wurde, ist die WTG auf absoluten Sparkurs
gegangen.
Die Bezirkskongresse 1987 waren, im Gegensatz zu den vorigen Jahren, nur auf 3 Tage
geplant. Die Argumente dafür waren einleuchtend, denn die ZJ mußten ja mit ihren
Arbeitgebern, in irgendeiner Form, die zusätzlichen freien Tage aushandeln.
(Bei dem Arbeitsplatzmangel immer mit einem gewissen Risiko verbunden) .
WAS ERWARTETE NUN DIE ZEUGEN BEIM
EINTREFFEN AN IHREM KONGRESSORT?
Die Ablaufprogramme waren "namenlos", weder Kongressort, noch Verantwortliche,
noch Redner waren angegeben. Warum?:
Würde die WTG für jeden Ort, wie vorher, ein eigenes. Programm drucken,
hieße das 20mal zusätzliche Arbeit in der Druckerei. Außerdem besteht die Gefahr, mehr
zu drucken als am Ort gebraucht werden.
Also "Einheitsprogramme".
Die "Cafeteria" suchten alle
vergebens, es gab sie nicht mehr. Warum?:
Dafür werden zusätzliche Räume, Ausrüstungen, Materialien, Menschen und Gelder für
Mieten gebraucht.
Es war angenehm für die Zeugen zwischen den Strapazen des Kongresses, eine warme Mahlzeit
zu bekommen, aber nur für die Zeugen. Für die Gesellschaft hieß es zusätzliche Arbeit,
zusätzliche Kosten und weniger Gewinne. Man deklarierte das so:
Die Brüder sollten durch die Einsparung der Cefeteria" nun voll in den Genuß
des Kongresses kommen können!
(Hatte man nicht immer "der Welt"
stolz berichtet, wie schnell die "Speisung der Tausende" vor sich geht. Und daß
trotz der Arbeit die Brüder den Kongreß voll verfolgen und miterleben können?) Nun gibt
es zwei Verpflegungsbeutel! Einen für das Frühstück zum Preis von 4 DM und einen
größeren für Mittag und Abend, zum Preis von 10 DM.
Bei großzügigster Berechnung der Warenpreise ergibt das maximal 7 DM für beide Beutel.
(Nur 7 DM Gewinn, ist wirklich im Sinne der WTG-Bescheidenheit!)
Noch mehr Gewinn bringt es, wenn man die
Wertbons verkauft, aber keine Beutel dafür liefert! (Wer will Geld zurück!)
Noch nie war ein so ein armseliges
Literaturangebot! Warum?
Die WTG baut erst mal alte Literaturbestände ab, bevor sie "NEUES" auf den Markt bringt. "Täglich in den Schriften
forschen 1987", zwei Stück für eine Mark, war das Sonderangebot. (Es waren ja auch
schon 6 Monate der Tagestexte verbraucht!) Verabschiedet wurde nur ein Traktat "Warum
man der Bibel vertrauen kann", das schnell vergriffen war. Dazu kam ein
Kassetten-Album "Auf den großen Lehrer hören", 1972, zum Preis von 20 DM, und
eine Kassette mit "Königreichsmelodien Nr. 8", konzertant. Das war alles! Es kamen dann nur noch die Ankündigungen von 3
weiteren Traktaten und für eine Taschenausgabe der "Neuen-Welt-Übersetzung" im
nächsten Jahr. (Die vierte Variante der neuen Bibel!)
Das waren die Kongresse 1987! ...
WIE GEHT ES 1988 WEITER?
Es finden statt 20 Bezirks-Kongresse nur 7 statt! Warum?
Halbvolle Stadien kosten genausoviel wie volle! Halbleere Stadien bringen weniger Umsatz
in Verpflegung, Literatur, und vor allen Dingen, weniger Spenden!
Es wird sogenannte "Schlüsselstädte" geben, von denen die Programme an andere
Kongreßorte übertragen werden.
Die ZJ an der Grenze zur DDR müssen nach Westberlin. Die an der österreichischen Grenze
nach Wien.
Das heißt für die Zeugen Jehovas:
1. Die Kongresse dauern wieder 4 Tage.
(Argumente für 1987 gelten nicht mehr)
2. Die Zeugen müssen weiter und reisen und sie müssen übernachten.
3. Die Kosten werden einseitig den Zeugen aufgebürdet.
4. Da es keine Cafeteria mehr geben wird, schlechtere Lebensbedingungen.
5. Für Kranke und Behinderte wird es keine guten Besuchsmöglichkeiten geben.
Das heißt für die Wachtturm-Gesellschaft:
1. Einsparung von ca. 13 Stadien-Mieten
2. Durch starke Konzentration höhere Effektivität beim:
a Essensumsatz
b Literaturumsatz
c Spendeneinnahmen
d Einsatz der Redner aus dem Bethel
Der totale Verkauf der WTG-Ladenhüter geht
weiter. Sie hat sich nun eine neue Einnahmequelle erschlossen. Die noch brauchbare alte
WTG-Literatur wird auf Kassetten gesprochen und so noch einmal verkauft! Ja, sie braucht
Geld und immer mehr Geld!
-H.W.-
GEBURTSDATUM JESU BLEIBT OFFEN
Papst J o h a n n e s P a u l II. erklärte Mitte Januar bei der wöchentlichen
Generalaudienz, daß die Frage nach dem genauen Geburtsdatum Jesu offen bleibe. Nach
jahrhundertelanger wissenschaftlicher Diskussion stimmten bis auf den heutigen Tag die
Experten in der Berechnung des Geburtsdatums Jesu nicht überein. Eine verbreitete Theorie
gehe davon aus, daß Jesus möglicherweise vier Jahre vor der christlichen Zeitrechnung
geboren sein könnte, aber die Frage sei noch weit von einer endgültigen und sicheren
Klärung entfernt, sagte der Papst. -
Begegnung 1/87
NT ALS VERKAUFSSCHLAGER
Die 50 000 Exemplare einer vierfarbigen Ausgabe des Neuen Testaments, die Mitte Mai in die
Tschechoslowakei geliefert worden waren, sind in kurzer Zeit verkauft worden. Der Prager
Bibelabteilung des Ökumenischen Rates der Kirchen in der Tschechoslowakei lagen
Bestellungen über 70 000 Exemplare vor. Das Papier für den Bibeldruck hatte der Weltbund
der Bibelgesellschaften zur Verfügung gestellt, der Druck erfolgte in Polen.
G+H Nr. 30
EV. SCULDERKLARUNG - WO BLEIBT DIE WTG?
BUSSFERTIGKEIT
Am 19. Oktober 1945 war es. Führende Männer der ev. Kirche, Martin Niemöller u.a.,
verfaßten eine Erklärung, worin eine Mitschuld der ev. Kirche am Aufkommen des
Hitlerfaschismus bekannt wurde.
UNBUSSFERTIGKEIT
Auch die WTG hatte es bitter nötig und hat es noch, nach 1945 ein Mitschuldbekenntnis
abzulegen. Denn:
- Sie hat 1933 und davor unter den Christen u. a. Nichtwählen gepredigt und damit viele
Kräfte gegen Hitler lahmgelegt und somit dazu beigetragen, daß sich "das deutsche
Volk in die Hände Adolf Hitlers begab". (Karl Barth)
- Sie hat sich noch nach Hitlers "Machtergreifung" 1933 mit der antisemitischen
faschistischen Religionspolitik in Übereinstimmung erklärt und mit gegen die Juden
gehetzt und sich so an der Stabilisierung des Hitlerregimes mitschuldig gemacht
(WT-Kongreß Juni 1933 Berlin).
haben ...", womit sie immer ihre ZJ in die Verantwortung dessen
gestellt hat, was allein sie als "Lehrer" zu verantworten hat! Jak. 3:l Bis
heute ist sie ein Meister darin, sich auf die Weise die Hände in Unschuld zu waschen! Und
allein ihre "Schafe zur Schlachtbank" gehen zu lassen!
DARUM "GEHT HINAUS AUS IHR. MEIN
VOLK"
Das ist nur ein Teil dessen, was die WTG da auf dem Kerbholz hat. Unbußfertig und
arrogant wird das alles vertuscht, würde doch diese folgenschwere Mitschuld ihren
"göttlichen" Nimbus im Sinn Aufrichtiger zerstören. Was ist das für ein
Christentum? Das ist überhaupt kein Christentum, an dessen Anfang nämlich die Buße
steht! Wahrlich, darum "geht hinaus aus ihr, mein Volk"! Es gab Christsein lange
vor der WTG, und es gibt es außerhalb und nach der WTG, zugegeben unvollkommen und
kritisierbar, glücklicherweise. Doch die WTG ist weit davon entfernt. Wo oder wann ließ
auch nur ein hauptverantwortlicher "Hirte" der leitenden Körperschaft der WTG
sein Leben für die "Schafe", die schon zu Tausenden wegen der verschiedenen
WTG-Lehren sterben mußten? Nein, diese "Hirten" sind in Wahrheit Mietlinge nach
Christi Worten, die eher finanzielle Kaution anbieten und sich freikaufen! Wie Rutherford
und die Seinigen.
-D.P.-
TÖDLICHE ENTMÜNDIGUNG UND BEVORMUNDUNG
Die WT-BLUTKULTSACHE mit der Transfusion ist eindeutig eine erst seit 1945 aufgebrachte
Frage von übergeordnetem WT-Gehorsam, WT-Unterordnung, WT-Folgsamkeit, also
WT-Bevormundung. Denn es gibt keine eindeutige Schriftaussage dazu. Es erfordert vielmehr
eine Deutung oder Auslegung, so daß man in Wirklichkeit dem Ausleger und nicht einer
eindeutigen Bibelaussage folgt und gehorcht. Das ist hinreichend bewiesen und
nachprüfbar. Man muß einen bestimmten Sinn in bestimmte Bibelverse hineinlegen, der in
der Bibel selbst gar nicht darin enthalten ist bzw. der von den Aposteln gar nicht
beabsichtigt war. Das Schlimme dabei ist, daß diese WT-Willkür im gegebenen Fall für
die Betroffenen zum Tode führt. Wie viele unmündige Kinder sind so schon von ihren
Eltern auf diesem Altar des WT-BLUTKULTES geopfert worden. Verstößt das nicht gegen das
Gebot "Du sollst nicht töten"? Die Schrift sagt:
"Rette die, welche zum Tode geschleppt werden und die zur Hinrichtung Wankenden, oh halte sie zurück! Wolltest du sagen: Wir haben ja nichts davon gewußt - wird nicht er, der die Herzen wägt, es durchschauen, und er, der deine Seele beobachtet, es wissen? Und er wird jedem nach seinem Tun vergelten". (Spr. 24:11.12 Me.)
MACHTMISSBRAUCH
Einige Gedanken zum WT Nr. 16/86
Dieser WT wurde in CV Nr. 210/87 schon besprochen. Ich wurde an diesen interessanten WT
erinnert, als ich das Buch "Krise des Gewissens" von Raymond Franz las.
Aber zunächst noch mal WT Nr, 16/86.
Da wird aufgelistet, wer Macht hat und wer in der Gefahr steht, diese Macht zu
mißbrauchen. Es beginnt mit Jehova, dem Schöpfer, der darauf bedacht ist, seine Macht
gerecht zu gebrauchen. Dann folgt Jesus Christus.
Zu den verschiedenen Personen, die dann aufgeführt werden, gehören Gideon, Saul, Samuel,
David und Paulus.
Im zweiten Studienartikel folgen dann Personen, die Macht haben, und bei denen es möglich
ist, ihre Macht zu mißbrauchen.
Da sind zunächst die Ältesten und reisenden Aufseher. Es wird auf die für diese verantwortlichen Brüder mögliche Gefahr des Machtmißbrauches in Form des Nepotismus oder der Simonie hingewiesen. Daß Älteste ihre Macht vor allem als unbarmherzige Richter in den "Rechtskomitees" mißbrauchen, wird völlig verschwiegen. Wie viele "Rechtsfälle" wurden inszeniert, nur weil es ein Bruder oder eine Schwester gewagt haben, einen Ältesten zu kritisieren oder "Mangel an Gehorsam" bekundeten. Die "Strafe" des Gemeinschaftsentzuges wird grundsätzlich dann ausgesprochen, wenn jemand die Autorität der Wachtturm-Organisation in Frage stellt.
Ob jemand ein "schwerwiegendes Vergehen" begangen hat, ist völlig unerheblich. Das Bekunden von "Reue" (womit loyales Verhalten gegenüber der "Organisation" gemeint ist) erspart einem "Sünder" den Gemeinschaftsentzug. Andererseits muß jeder Zeuge Jehovas mit Gemeinschaftsentzug und allen sich daraus ergebenden Konsequenzen rechnen, wenn er Kritik an der Wachtturm-Organisation übt oder Gemeinschaft mit Ausgeschlossenen pflegt.
- Aber es werden weitere Personen
aufgeführt, die ihre Macht mißbrauchen könnten.
Ehemänner, Ehefrauen, Kinder, Arbeitgeber, Arbeitnehmer und am Ende unverheiratete junge
Brüder und Schwestern.
Wahrhaftig, eine beeindruckende Liste, von Jehova über Jesus Christus, Propheten.
Könige, Apostel, Älteste über die Glieder der christlichen Familie bis zu jungen
Menschen, die sich nach Liebe und Glück sehnen. Alle Personen und Gruppen werden betr.
Macht und Machtmißbrauch ausführlich behandelt. Und doch wird gerade die für einen
Zeugen Jehovas mächtigste Gruppe, die Watch Tower Bible and Tract Society of
Pennsylvania, aus deren Vorstandsmitgliedern sich die "leitende Körperschaft der
Zeugen Jehovas" zusammensetzt, vollständig aus den Betrachtungen ausgeklammert.
Nach dem Lesen des WT Nr. 16/86 hat man den Eindruck, daß die WTG gegen Machtmißbrauch immun ist. Das Machtverhalten von Gott und Christus wird ausführlich erläutert; das Machtverhalten der WT-Organisation wird nicht einmal erwähnt, sie steht offensichtlich über Jehova und Christus und wie hat diese Organisation ihre Macht mißbraucht. Das Buch von R. Franz ist eine einzige Anklage dieses Machtmißbrauches.
Bruder Raymond Franz schreibt;
"... zu sehen, wie solche Menschen litten aufgrund der Starrheit, Engstirnigkeit,
sogar Arroganz von Männern in Funktion, Ältesten und anderen, oder schmerzvolle
Auswirkungen gewisser Anordnungen der Organisation zu beobachten, die auf keiner soliden
schriftgemäßen Grundlage beruhten." -
Am Ende mußte er die gleichen bitteren Erfahrungen machen, über die er sich hier so
beklagt. Ihm wurde die Gemeinschaft entzogen, weil er mit Peter Gregerson, seinem
damaligen Hausherrn und Arbeitgeber, der die "Organisation" am 18.3.81 von sich
aus verlassen hatte, eine Mahlzeit in einem Restaurant einnahm.
Raymond Franz hatte 40 Jahre seines Lebens
im Vollzeitdienst verbracht, als Pionier, Sonderpionier, Kreisaufseher, Bezirksaufseher,
Missionar, Zweigaufseher, Mitglied der Bethelfamilie und schließlich Mitglied der
leitenden Körperschaft.
Das Buch "Hilfe zum Verständnis der Bibel" ist zu einem beträchtlichen Teil
sein Werk. Er ist der Verfasser zahlreicher Wachttürme, u. a. der bemerkenswerten
Ausgaben vom l. und 15.11.74, in denen Gottes Barmherzigkeit gegenüber Sündern
besprochen wurde, und die bewirkten, daß Ausgeschlossene zumindest für einige Jahre
etwas menschlicher behandelt wurden. Es ist mehr als bitter, daß ein bewährter Christ
wegen eines Mittagessens mit einer Person, welche die Gemeinschaft verlassen hat,
ausgeschlossen wurde. Die Mahlzeit der beiden Christen und ihrer Ehefrauen wurde im August
1981 von einem "Bruder" beobachtet und erst am 15.9.198l wurde dann im Wachtturm
der neue harte Kurs gegenüber "Abtrünnigen" veröffentlicht. In dieser
Wachtturm-Ausgabe wurde festgelegt, daß Abtrünnige nicht gegrüßt werden dürfen und
daß mit ihnen auch keine gemeinsame Mahlzeit eingenommen werden darf. Zuwiderhandlungen
sollten mit Gemeinschaftsentzug bestraft werden. Der Verfasser der
"Barmherzigkeit-Artikel" von 1974 wurde nun eines der ersten Opfer des neuen
"Unbarmherzigkeits-Kurses".
Die ganze Tragik dessen, was sich 1980 und 1981 im Hauptbüro Brooklyn abgespielt hat, kann wohl nur jemand ermessen, der mit den inquisitorischen Verfahrensweisen der "Rechtskomitees" schon Bekanntschaft gemacht hat. Die "Abtrünnigen" von 1980/81 waren weder unmoralische Menschen, noch verwarfen sie Jehova, Christus oder die Bibel. Sie äußerten sich lediglich im engen Freundeskreis kritisch zu einigen fragwürdigen Bibelauslegungen und chronologischen Berechnungen der Wachtturm-Gesellschaft. Obwohl sie nie daran dachten, ihre Ansichten zu veröffentlichen, wurden sie exkommuniziert. Darunter Ed Dunlap. Er kehrte nach Oklahoma City zurück, wo er aufgewachsen war, nun 72 Jahre alt ernährte er sich und seine Frau durch Tapezieren, eine Tätigkeit, die er ausgeübt hatte, bevor er seine 40 Jahre des Dienstes als Vollzeitvertreter der Wachtturm-Gesellschaft begonnen hatte.
Ed Dunlap war einer der befähigsten
Unterweiser der Wachtturm-Bibelschule-Gilead und Verfasser der Bücher "Das Leben hat
doch einen Sinn" sowie "Kommentar zum Jakobusbrief".
Die Wachtturm-Organisation hat ihre Macht mißbraucht, in dem sie einige der ehrlichsten
und befähigsten Brüder aus der Leitung entfernte. Die Wahrheit wird sie damit nicht
unterdrücken können.
-Ernst Aufrichtig-
DAS GESCHÄFT MIT DEN ARGLOSEN
Ursehnsüchte enttäuschter Menschen nach Geborgenheit und Schutz, nach Befreiung von
Sünde, das Verlangen nach Liebe und letzten Glück sowie die Suche des Menschen nach
Gott, kulminieren bei den WT-Zeugen in der Falschprophetie von Menschenwerken. Dies zeigt
sich deutlich in der Anerkennung der LK als Kanal Gottes und der Verbindlichkeit ihrer
"Bibelauslegungen".
Für den Außenstehenden ist es unverständlich, wie moderne Menschen unserer Zeit die
wörtliche Erfüllung apokalyptischer Offenbarungen auf sich und eine selbsternannte
menschliche Gesellschaft beziehen können. Genannt sei hier nur die so oft in Wachtturm
und Erwachet comic-artig illustrierte Gesellschaftsform im "Tausendjahrreich".
Die allzuoft schon fehlgeschlagenen "Harmagedonprophezeiungen" setzen dann wohl
allem die Krone der Vermessenheit auf.
Aber warum dies alles? Von Christen, die
den Tod und die Auferstehung Jesu Christi für sich in Anspruch nehmen und sich an Gottes
Wort halten, ist gemäß Offb. 22:18, 19 der willkürliche Schnitt bzw. das phantasievolle
Anfügen an die Heilige Schrift abzulehnen. Ja, es ist zu verurteilen.
Hier sind nach 5. Mose 18:20-22; l. Joh. 4:1; Matth. 7:15 falsche Propheten am Werke.
Sucht man nach einem Beispiel für die Aktualisierung der urchristlichen Charakteristika
eines falschen Endzeitpropheten, so bietet die WTG das Paradebeispiel unter den falschen
Propheten der Neuzeit. Der Grund dafür liegt in ihrer Lehre und den Früchten, die aus
ihr hervorgehen.
(Matth. 7:16; Matth. 12:33)
Die Sensibilisierung für Gottes Wort in Jesu Christus und all die Geheimnisse der
christlichen Hoffnung gehen leider für den streßgeplagten WT-Zeugen verloren. Er wird
von der WTG auf Trab gehalten, damit er gar nicht erst zum Nachdenken kommt.
Die Früchte sind bitter: innere Unruhe,
geheuchelter Frieden, Zerrüttung. Neurosen, Vereinsamung und leider nicht selten
Selbstmord. Diesen Preis zahlen WT-Zeugen an die Gesellschaft allein des Profites wegen.
Das Geschäft blüht ja auch, wie ihr den Wachttürmen entnehmen könnt.
Auf der Strecke bleibt dabei die Liebe und somit jeder einzelne WT-Zeuge in seinem Frieden
mit Gott.
Darum mein Aufruf! Haltet euch an 1. Thess. 5:2l! Dann erkennt jeder, daß nur die Heilige
Schrift für unser Leben maßgebend ist. (1. Joh. 2:24-27)
-Thomas-
HAST DU DAS GEWUSST?
AUS DER SONDERPIONIER-GEBIETSZUTEILUNG
BERICHT UND TASCHENGELD:
Wenn die Sonderpioniere über ihre Felddienst-Tätigkeit berichten und eine Anforderung
für ihr monatliches Taschengeld einreichen, benutzen sie Sonderformulare.
Die Sonderpionierquote beträgt 150 Stunden und 50 Nachbesuche pro Monat. Für jene. die
diese Quote erreichen, kommt ein Taschengeld bis zu 120.- DM pro Monat in Betracht, falls
sie es anfordern. Außerdem sind sie zum Empfang des monatlichen Sonderbonus berechtigt,
der in einem folgenden Absatz erläutert ist. Wenn DU eine Mindestquote von 140 Stunden
und 50 Nachbesuchen erreichst, kannst DU ein Taschengeld bis zu 60 DM anfordern.
Zufolge von Krankheit oder einigen anderen unvermeidlichen Umständen kommt es manchmal vor, daß ein Sonderpionier seine Quote von 150 Stunden oder das Mindestmaß von 140 Stunden pro Monat nicht erreicht. Deshalb kann er das reguläre Taschengeld nicht erhalten. Das hat für einige eine Härte mit sich gebracht. Um dafür einen Ausgleich zu schaffen, hat die Gesellschaft es so eingerichtet, daß diejenigen, die 125 Stunden im Monat berichten, ein Taschengeld anfordern können, dessen Höhe aber nicht die Hälfte der regulären Vergütung übersteigen darf. Diese Vorkehrung ist getroffen worden, um Sonderpionieren beizustehen, die aus irgendeinem verständlichen Grund während ein oder zwei Monaten im Jahr nicht die volle Zeit in den Dienst kommen können. Wenn jemand ohne einen guten Grund in zwei aufeinanderfolgenden Monaten nur 125 Stunden berichtet, kann er vom Sonderpionierdienst gestrichen werden.
Bis auf weiteres sendet die Gesellschaft jedes Jahr im November allen Sonderpionieren eine Extrazahlung in Höhe von 15 % des jetzigen monatlichen Taschengeldes für die Monate, in denen der Sonderpionier mindestens 150 Stunden und 50 Nachbesuche berichtet hat. Wenn der Sonderpionier zum Beispiel in einem Jahr während acht Monaten je 150 Stunden und 50 Nachbesuche berichtet, wird er einen Bonus von 144.- DM (18.- DM pro Monat) erhalten. Diesen Zuschuß erhält der Pionier im November. Die Höhe des Betrages ergibt sich aus seinem Bericht für das vergangene Jahr. Voraussetzung ist natürlich, daß er noch Sonderpionier ist ...
CV-Anmerkung; Das ist das Kleingedruckte,
genau wie in einem Vertrag eines Betriebes
mit seinen Vertretern, und genau so behandelt die WTG auch ihre Sonderpioniere!
LEBENSNOTWENDIGES NACHDENKEN
Liebe Brüder und Schwestern von der CV!
Ich schicke Euch diesen Brief, daß Ihr ihn so veröffentlicht wie er ist, um allen zu
helfen, die dies lesen, aus ihrem Elend herauszukommen.
Wenn man zum Glauben an den allein wahren Gott kommt, der sich uns in Jesus Christus
offenbart, so betrachtet man seine Vergangenheit und zieht Lehren und Schlüsse daraus.
Man erkennt, daß keine Werkgerechtigkeit zu Gott führt, sondern nur die große
unermeßliche Gnade Gottes. Ganz wichtig dabei ist das fragende, suchende offene Herz für
Gottes liebende Gerechtigkeit und die Frage nach Sinn und Ziel des Lebens. Mt. 7,1 und 7.7
bekommen ganz konkrete Bedeutung für jemanden, der meint Christ zu sein und ist es doch
nicht, wie er erkennen muß. Wer Menschen und Menschengemeinschaften generell alle
verurteilt, Andersdenkende und -handelnde als Hurer bezeichnet, der sollte doch vollkommen
sein, diese Organisation oder Kirche gibt es in Wirklichkeit nicht. Diese ist bzw. sind
es, die die Schrift auslegen wie sie es brauchen und denken, dabei aber Christus, die
Gebote Gottes eigenwillig gebrauchen, Verheißungen bezüglich des ewigen Lebens
verdrehen, eine neue Klassengesellschaft von Gläubigen aufstellen, das Blut Christi beim
Abendmahl den Gläubigen vorenthalten, Jesu unsichtbares Wiederkommen predigen, indirekte
politische Stellung beziehen, obwohl sie als neutral gelten wollen, für Arme und Kranke
nichts übrig haben, welche sagen ich bin die Arche, nur in mir gibt es Rettung, nur wir
haben Jesus als geschöpfliche Mittlerfigur - diese, die solches sagen und zu erkennen
geben und zusätzlich Gott den Vater und den Sohn mit Menschenverhältnissen gleichsetzen,
sie haben den Vater im Himmel nicht; sie haben nicht erkannt, daß Jesus wahrer Gott ist
und wahrer Mensch gewesen ist auf Erden um unserer Rettung willen. Diese haben IHN
abgewertet um ihrer selbst willen, oder?
Der Sohn Gottes, einziggeboren als Mensch
vor rund 1985 Jahren, ER, der alles mitschuf l. Mose 1,26; ER, der unser ewiger Vater und
Friedefürst ist, von IHM der Vater sagt glaubet an seinen Namen und naht Euch mir durch
IHN, ER, unser Erlöser, ER, der uns den Heiligen Geist als Tröster und Helfer bis zu
seiner Wiederkunft gegeben hat und vieles mehr - wem sollten wir glauben Gott oder
Menschen?
Wer in Vater, Sohn und Heiligen Geist nicht Gott erkennt, der ist kein Christ, wer sich
Gott in Bildern macht, wer sich Gott in Vorstellungen dieser Welt darlegt und IHN
Menschenverhältnissen gleichstellt, der hat Gottes größtes Gebot übertreten, dieser
tue sofort Buße, vielleicht findet er noch Gnade vor den Augen Gottes.
Gott in der Person Jesu, zu unserem Verständnis gesagt, will zu jedem Menschen ein persönliches Verhältnis haben, deshalb Anbetung in Geist und Wahrheit, deshalb öffne das Herz, damit der verheißene Heilige Geist wirken kann, damit der Mensch zur Umkehr zur Buße findet und zur Wiedergeburt Joh. 3,3.5.
Da bedarf es keines irdischen Mittlers von in Sünde geborener Menschen, der das geistig geistliche Speisenangebot für sich in Anspruch nimmt und es glaubt einzig auszuteilen, wie sich manche Organisation oder Kirche einbildet. Die Kirche an sich regelt, organisiert und hilft in Glaubens und Lebensbedürfnissen und sie sollte das geachtete notwendige Hilfsmittel der Gemeinschaft der Gläubigen auf dieser Erde sein bis zur Wiederkunft Christi, Ihr Maßstab sollen die Richtlinien der Heiligen Schrift, die Gebote und der Glauben an Jesus sein. Darin hilft sie als Institution den Christen und den Suchenden, so ruht der Segen Gottes auf der Gemeinde.
Ein geistliches Vorwärtsschreiten im Denken und Handeln ist die Folge durch die fortschreitende Liebe zum Herrn Jesus Christus, welche in den Prozeß der Heiligung mündet und große Freude und Verantwortung mit sich bringt. Das Bewußtsein allzeit Gutes zu tun, die gesunde Schöpfung zu achten, entsprechend zu handeln ist richtig. Denn dieses unser Erdenleben bestimmt unser Ziel als Christ, das ist, das ewige Leben im Reiche Gottes.
Gedanken und Hinweise dazu in l. Mose 5,
24; l. Thess. K. 4; l. Kor. K. 15; Jesaja K. 65; 2. Petrus K. 3; Offb. K. 2l und 22,
bedenkt Hebr. 9,27.
Was der Wille Gottes ist, heute und in Ewigkeit, dies sollten wir täglich lernen, lieben
und tun und nicht mit Gesetzeswerken um uns schlagen und sagen "seht, wie gut und
gerecht ich bin, deshalb ist Gott nur mit mir", dies ist Hochmut - Gott widersteht
den Hochmütigen. Dies soll jeder bedenken und verstehen! Der Widersacher Gottes, Satan,
wirkt nicht nur im Detail,
siehe auch Mk. 13,6.
Agape-Liebe im Christsein bedeutet außer
schriftgemäßer Distanz besonders auch Toleranz und Verständnis zu den Mitmenschen jeder
Art. Offb. 14,12.
Der Wille Gottes in erster Linie ist. Die Menschen aus ihrer Hoffnungslosigkeit zu retten,
die sich IHM anvertrauen, dies steht jedem offen zu tun.
Der Widersacher hat ein anderes Ziel, das ist wie plus und minus.
Unser Glaube bleibt Stückwerk bis wir zum
Ziel zum Schauen kommen. Wer in Jesus bleibt, ist nicht ohne Hoffnung Hebr.11. 1.
Jeder möge Heilsgewißheit suchen und finden und im Gebet verharren, nachforschen, in den
66 Büchern der Bibel nachforschen.
Wir können nie alles richtig machen, doch können wir uns zum Guten im Herrn ändern.
Ein wohl wegweisendes Zitat Goethes im hohen Alter soll mein Anreiz zum notwendigen
Nachdenken beschließen.
Je höher die Jahrhunderte an Bildung steigen, je mehr wird die Bibel zum Teil zum
Fundament, zum Teil als Werkzeug zur Erziehung, freilich nicht von naseweisen, sondern von
wahrhaft weisen Menschen benutzt werden ..." Johannes 1,1-18; Eph. 2,8-9.
Ich war Mitglied der WTG - konfessionslos zur Zeit.
-H.B./Zella-Mehlis-
AKTUELLES IN KÜRZE
WTG AUF VERLORENEM POSTEN
Die Weltbevölkerung wird nach UNO-Berechnungen bis zum Jahre 20l0 auf sieben Milliarden
angewachsen sein. Das höchste Bevölkerungswachstum wird in Afrika, Lateinamerika,
Südasien und Ostasien erwartet.
Schon Mitte 1987 wurde die Fünf-Milliarden-Grenze überschritten. - Was bedeutet das für
den Glauben an die Wachtturm-Organisation?
Das entlarvt ein weiteres Mal die WTG-Endzeit ab 1799 (Die Harfe Gottes) und dann ab 1914
unter Verwendung der Worte Jesu "diese Generation" als falsche Prophetie.
Ab 1799 zerrt die WTG diese Worte schon
für sich zurecht. Nun beginnt sie sie gar ins nächste Jahrtausend zu zerren. Sie hat mit
ihrem Auftreten da nie etwas "erfüllt" noch kann sie das jemals. Die wirkliche
Bevölkerungs- und damit Gesellschaftsentwicklung warf und wirft das alles über den
Haufen. Die WTG-Endzeitkonstruktionen sind haltlos. Die Weltbevölkerungsentwicklung
läuft ihr davon. Sie kann nie alle erreichen. So steht man unter der WTG auf verlorenem
Posten, Generation um Generation seit 1799 schon! Laut Evangelium begann die Endzeit mit
dem ersten Kommen Jesu.
(l. Kor. 10:11; Hebr. 9:26. 1:2)
Es ist eine völlige Neuorientierung im Glauben erforderlich. -
EVANGELIUM NICHT GEHÖRT
Auf einer Tagung der WELTWEITEN EVANGELISCHEN ALLIANZ mit ca. 200 Vertretern aus 55
Ländern, wurde in einem Brief an die Kirchen u. a. mitgeteilt, daß 3 Milliarden Menschen
die Botschaft noch immer nicht gehört haben.
Was bedeutet das für die WT-Zeugen?
Von der speziellen WT-Botschaft haben noch viel mehr Menschen als bloß 3 Milliarden nicht
gehört! Man betrachte nur die Situation im islamischen, indischen und sonstigen
asiatischen Raum. Dazu die laufende Zuwachsrate der Weltbevölkerung. Die Zeugen schaffen
es ja nicht einmal, hier alle ihre Nachbarn zu erreichen. So hat die WTG immer wieder
einen scheinbar plausiblen Grund, ständig weiter zu verschieben. Nur Einfältigen und
Naiven fällt das auf die Dauer nicht auf und solchen, die ihren eigenen Verstand in
puncto WT abgegeben haben. Oder?
-CVN-
AUS DER WELT DER ZEUGEN
PEGGY!
"Es hat geklingelt, Mutti."
"Ich hab gehört, Kati; gehst mal bitte zur Tür und schaust nach. wer da ist."
...
"Es sind Kinder, die fragen, ob sie Peggy ausführen und ein bißchen mit ihr spielen
dürfen."
"Ach, diese Göhren, die lassen einen doch nicht in Ruhe. Sag ihnen, Peggy fühlt
sich heute nicht wohl und muß deswegen zu Hause bleiben."
"Ja, Mutti, ich mach das schon." ...
"Ich mag das überhaupt nicht mehr.
daß die immer unser Peggylein zum Spielen haben wollen, als wenn es nicht noch andere
Hunde in unserer Straße gibt. Aber gibt man mal den kleinen Finger, dann wollen sie bald
die ganze Hand. Aber damit mach ich jetzt Schluß!"
"Ja, Mutti. Ich kann das eigentlich auch nicht verstehen, daß du überhaupt damit
angefangen hast den Kindern von der Straße Peggy anzuvertrauen, damit sie auf sie
aufpassen, wenn du in den Dienst gehst, wo wir doch die wunderbaren Belehrungen der
Brüder haben, uns nicht mit Weltmenschen einzulassen noch Umgang mit ihnen zu pflegen.
Wir wissen doch, wie roh die Menschen sind und Peggy ist doch ein so sanftes
Geschöpf."
"Ja Kati, du hast recht. Aber seitdem Vati und ich alleine sind, blieb uns manchmal nichts anderes übrig, wenn wir Peggy nicht alleine im Zimmer einschließen wollten. Wo wir aber gerade den wunderbaren Vortrag gehört haben, daß wir keine Gemeinschaft mit Weltmenschen pflegen sollen, auch unsere Kinder nicht mit ihren Kindern spielen sollen, weiß ich, daß das falsch war, was ich machte. Peggy bekommen sie nicht mehr in ihre Hände! Ich laß mir doch mein Hündchen nicht verderben!"
"Das ist fein, Mutti! Auch ich fand den Vortrag wunderbar. Es ist wirklich immer Speise zur rechten Zeit, was die Gesellschaft uns bringt. Ich meine, du sollst auch Peggy in Zukunft nur noch mit Hunden von Zeugen Jehovas spielen lassen, die sind viel besser eis die von der Welt."
"Gut. daß du das sagst, Kati. Ich
werde das auch in Zukunft so machen. Peggy wird dafür bestimmt volles Verständnis haben.
Nicht wahr. Peggylein, mein Süßes?'"
"Wau, wau".
-H.-.
"Christliche Verantwortung":
Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str, 6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos
Konto-Nr.: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera
A 474/87 V 7 1 1811 N2