Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 219
In einem mit dem Namenskürzel D. P. (was wohl für Dieter Pape stehen soll) gezeichneten Kommentar, welcher das sogenannte "Schuldbekenntnis" der Evang. Kirchen nach 1945 zum Anlass nimmt, findet sich in dieser CV-Ausgabe auch der Satz:
"Sie (die WTG) hat 1933 und davor unter den Christen u. a. Nichtwählen gepredigt und damit viele Kräfte gegen Hitler lahmgelegt und somit dazu beigetragen, daß sich "das deutsche Volk in die Hände Adolf Hitlers begab".
Diesen Vorhalt kann man in der Tat als noch berechtigt ansehen; obwohl er meines Erachtens die Politikabstinenz der Zeugen nicht ausreichend, in allen wesentlichen Facetten beleuchtet.
Dann aber versteigt sich Pape im gleichem Kommentar auch zu der Holzschnittsartig (ohne ins Detail zu gehen) vorgetragenen Behauptung:
"Sie (die WTG) hat sich noch nach Hitlers "Machtergreifung" 1933 mit der antisemitischen faschistischen Religionspolitik in Übereinstimmung erklärt und mit gegen die Juden gehetzt und sich so an der Stabilisierung des Hitlerregimes mitschuldig gemacht (WT-Kongreß Juni 1933 Berlin)."
Was Pape mit dieser Aussage liefert, ist lediglich eine Schlagzeile, eine üble noch dazu. In dieser pauschalen Form von "Judenhetze" zu reden, verkennt die Rahmenbedingungen, und dass innerhalb dieser Rahmenbedingungen, die WTG allenfalls ein unbedeutender "Waisenknabe" und "ferner liefen" war. Für einen Diplom-Historiker, der ja Pape laut Abschluss sein will, ein mehr als blamables Armutszeugnis!

CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR


NR. 219 GERA OKTOBER 1987

FALSCHE RELIGIOSE FUNDAMENTE
R. Franz bricht sein Schweigen (9)
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen den WT 8/1987
TOTALE RATIONALISIERUNG DER WTG?
Keine Verschwendung von WTG-Geldern
SCHULDERKLÄRUNG
Wo bleibt die der WTG?
MACHTMISSBRAUCH
GEDANKEN zum WT 16/86
DAS GESCHÄFT MIT DEN ARGLOSEN
Eindrücke eines ev. Christen

DER SCHRITT DER TRENNUNG
Mit Gottes Hilfe ist nichts unüberwindlich
... Die Schwierigkeiten, die auf jemanden zukommen, der sich vom WT trennen will, sind vielgestaltig, schon von daher gesehen, daß es sich um solche innerer und äußerer Natur handelt. Das sich daraus ergebende Problem ist dementsprechend auch sehr ernst und ernst zu nehmen. Man kann und darf es weder verniedlichen oder verharmlosen, noch darf man es verdrängen. Aber: mit Gottes Hilfe ist es nicht, unüberwindlich. Mit gutem Grund sagte Jesus, daß wir, wenn wir Glauben hätten, und sei er nicht, größer als ein kleines Samenkorn, mit seiner Hilfe Berge versetzen könnten. Für den, der fest entschlossen ist, von nun an mit Christus, statt mit dem WT zu gehen, ist die Situation gekommen, in der er diesen Glauben braucht. Ist es nicht schon ein neues Denken, wenn man sagt: mit Christus, statt mit dem WT!, wo für einen Zeugen doch bislang der Wille des WT mit dem Willen Gottes und Christi identisch war? Wenn man so sprechen kann, dann hat der Glaube bereits begonnen, seine Wirkung zu tun. Schon hat Gottes Kraft in uns zu wirken begonnen.

Nicht das Verhalten Gottes ist es, das zu Problemen führt, wenn einer entschlossen ist, die WTG zu verlassen, sondern es ist immer die Art und Weise, wie Menschen auf unsere neue Lebensweise reagieren.
Ich setze hier voraus, daß es sich dabei nicht um das handelt, was man gemeinhin als "Rückkehr in die Welt" bezeichnet, wobei jemand Gott und Christus den Rücken kehrt, um von nun an viel "nachzuholen" und einen mehr oder weniger liederlichen Lebenswandel zu führen.

Aus dem Gleichnis vom "Verlorenen Sohn" wissen wir, welche Reaktion wir von Gott zu erwarten haben. Wir wissen auch, daß im Himmel mehr Freude ist über einen Sünder, der bereut, als über neunundneunzig Gerechte. Gott bietet uns das Bild des liebenden Vaters.
So muß auch bei dem, der den Schritt der Trennung tut, die Liebe die Antriebskraft sein. Er darf nicht die Absicht haben, jemanden zu verletzen, sondern der Beweggrund muß sein, sich Gott gegenüber weiter zu öffnen. Er muß gewillt sein, Mauern niederzureißen, nicht aber neue aufzurichten. Am schwersten wird es sein, den Entschluß vor jenen zu vertreten, die man mit großem Aufwand auf eben den Weg zu bringen bemüht gewesen ist, den man jetzt zu verlassen im Begriff ist. Doch, wie heißt es so oft im WT? "Wem wollen wir mehr gefallen, Gott, oder Menschen?" Jeder Entschluß hat Folgen, und wenn jemandem der Entschluß, den WT-Weg zu verlassen, als unvermeidbar erscheint, müssen die möglichen Folgen ins Auge gefaßt werden.

Die WT-Organisation hat nie mit Rat gegeizt, für den Fall, daß sich jemand als einziger in der Familie entschließen würde, den bisherigen Weg zu verlassen, um ein Zeuge Jehovas zu werden. Kaum-wird es denen, die die Ratschläge erteilten, in den Sinn gekommen sein, daß Tausende der so belehrten eines gar nicht fernen Tages diese Ratschläge für den Schritt in der umgekehrten Richtung benötigen würden. Alle jene nämlich, die eingesehen haben, daß sie den bisherigen Weg verlassen müssen, weil er sich als Irrweg erwiesen hat, der nicht zu Gott, sondern in die Abhängigkeit einer skrupellosen Organisation geführt hat. Sie werden nicht von Gott geführt, sondern von einem seelenlosen, modernen Moloch manipuliert, verführt und zu einem Teilchen einer Maschinerie gemacht.

Nun kann man den Glauben ja nicht „beweisen", aber man kann anhand der vielen Voraussagen, die die Maschine „ausgespuckt" hat, und die alle an den Tatsachen vorbei prophezeit worden sind, wohl sagen, daß das NICHT DIE WAHRHEIT,. DIE GOTTES WÜRDIG IST, SEIN KANN!

Ja, was soll nun jemand tun, der jahrelang andere „auf den Weg gebracht" hat, der sich mit Feuereifer darum bemühte, anderen „die Wahrheit" Punkt für Punkt auseinanderzusetzen und zu erklären? Und nun weiß er um die Notwendigkeit der Kursänderung, wenn er sich nicht, und nun bewußt!!, noch weiter als bisher von Gott entfernen will. Ihm wird erinnern müssen, daß man Gott mehr gehorchen muß, als Menschen. Er wird vor Gott und Menschen die Schuld seines Irrens eingestehen wollen und müssen. Was geschehen ist, ist geschehen und kann nicht rückgängig gemacht werden, aber neuerliches Fehlverhalten in dieser Sache kann und muß verhindert werden.

Vergebung wird gewährt, aber er muß bereit sein zu sagen, daß er gegen Gott gegen Gott gesündigt und sich geirrt hat, obwohl in den meisten Fällen die persönliche Ehrlichkeit nicht abgestritten werden kann. Nur, man kann nicht für alle Zeit "ehrlich" die unglaublichsten Widersprüche verkündigen. Um nach Erkenntnis all dessen ehrlich bleiben können, muß er sich nun, doch das muß ureigenster Entschluß sein!, von seiner bisherigen Lehre distanzieren. Mit denen, die diese Auffassung nicht, oder noch nicht teilen können, muß er liebevoll und geduldig bleiben. Wirkliches Denken geschieht eben nicht auf Befehl und im selben Augenblick. Das ist nun vorbei! Wieviel Verständnis hätte er selbst für jene aufbringen können, die vor ihm selbst einen solchen Schritt gewagt haben? ...
-H. G.-

WTG AUF FALSCHEN RELIGIÖSEN FUNDAMENTEN
Raymond Franz bricht sein Schweigen (9)
WEITERES GEHEIMDOKUMENT ENTHÜLLT
Am 28. April 1980 verfaßte das Komitee des Vorsitzenden der leitenden Körperschaft der WTG ein Dokument, zur Geheimhaltung bestimmt, was die ZJ draußen betrifft. Nur für die LK-Mitglieder bestimmt, hatte es auch Raymond V. Franz auf seinem Tisch. Es enthält zusammengefaßt die fundamentalen religiösen Irrlehren, auf denen die gesamte Endzeitlehre und Organisation der WTG beruht. Natürlich enthält dieses Dokument nur die Dinge aus der WTG-Sicht. Dank Raymond V. Franz wird uns das nun zugänglich. Hier ist der Wortlaut, um es auch hier bekannt zu machen:

(An leitende Körperschaft)
Jüngste Beweise verbreiteter falscher Lehren.
Folgendes sind einige der falschen Lehren, die vom Bethel ausgehend verbreitet werden. Diese sind vom Feld vom 14. April an zur Aufmerksamkeit der Leitenden Körperschaft gebracht worden.
1. Daß Jehova heute auf Erden keine Organisation hat und ihre Leitende Körperschaft nicht von Jehova Gott geleitet wird.
2. Jeder Getaufte von Christi Zeit (33 u. Zt.) an bis zum Ende sollte die himmlische Hoffnung haben. All diese sollten an den Symbolen zur Gedächtniszeit teilnehmen und nicht bloß solche, die beanspruchen, vom gesalbten Überrest zu sein.
3. Es gibt mit Recht keine Einrichtung als Klasse eines "treuen und verständigen Sklaven", gebildet aus den Gesalbten und ihrer Leitenden Körperschaft, um die Angelegenheiten von Jehovas Volk zu leiten. In Matthäus 24:45 gebrauchte Jesus diesen Ausdruck nur als eine Veranschaulichung der Treue einzelner. Regeln sind nicht nötig, nur der Bibel folgen.
4. Es gibt keine zwei Klassen heute, die himmlische Klasse und jene von der irdischen Klasse, auch "andere Schafe" genannt in Johannes 10:16.
5. Daß die Zahl 144 000, erwähnt in Offenbarung 7:4 und 14:1, symbolisch ist und nicht als buchstäblich genommen werden soll. Jene der "großen Volksmenge", erwähnt in Offb. 7:9, dienen ebenfalls im Himmel, wie angezeigt wird in Vs. 15, wo beansprucht wird, daß solche Volksmenge "Tag und Nacht in seinem Tempel (nao)" dient oder K. Int. sagt: "in der göttlichen Wohnung von ihm".
6. Daß wir jetzt nicht in einer besonderen Periode der "letzten Tage" leben, sondern daß die "letzten Tage" vor 1900 Jahren begannen, 33 u. Zt., wie durch Petrus in Apostelgeschichte 2:17 angezeigt wird, wenn er vom Propheten Joel zitiert.
7. Daß 1914 kein befestigtes Datum ist. Christus Jesus wurde damals nicht inthronisiert, sondern herrscht in seinem Königreich seit 33 u. Zt. Daß Christi Gegenwart noch nicht ist (parousia), sondern wenn das "Zeichen des Sohnes des Menschen im Himmel erscheinen wird" (Matth. 24:30) in der Zukunft.
8. Daß Abraham, David und andere treue Männer von Alters auch himmlisches Leben haben werden, gegründet auf solche Sicht in Hebr. 11:16.

Anmerkungen:
Die obigen biblischen Gesichtspunkte wurden von einigen akzeptiert und werden nun an andere als "neues Verständnis" weitergegeben. Solche Ansichten sind im Gegensatz zum grundlegenden biblischen "Gebäude" der christlichen Glaubensansichten der Gesellschaft. (Röm. 2:20; 3:2.) Sie sind ebenfalls im Gegensatz zum "Muster gesunder Worte'", die über die Jahre dazu gekommen sind, von Jehovas Zeugen biblisch akzeptiert zu werden. (2. Tim. 2:13.) Solche "Änderungen" sind in Sprüche 24:21,22 verdammt. Das Obige sind daher 'Abweichungen von der Wahrheit, die den Glauben einiger untergraben' (2. Tim. 2:18). Alles betrachtet, ist dies nicht Abtrünnigkeit und für Versammlungszucht, zu belangen.
Siehe ks 77 Seite 58.
Komitee des Vorsitzenden
4/28/80.

WAS BESAGT DIESES DOKUMENT?
Jedem WT-Zeugen sind diese 8 Punkte vertraut. Sie betreffen in der Tat das Fundament der gesamten WTG-Endzeitweltanschauung. Mit ihnen steht und fällt das alles. Die Punkte sind hiermit auch hier zur Diskussion gestellt! In ihnen wird dargelegt, die WTG-Ansprüche haltlos sind und im eine gewaltige "endzeitliche" Irreführung bedeuten! Besonders Punkt 6 versetzt den Todesstoß: Man durchdenke nur die Konsequenz! Eng verbunden hiermit war letzte falsche WTG-Harmagedon-Termin 1975, was in der WTG-Dienstabteilung gar als das WTG-"Watergate" befürchtet wurde. Es war Howard Zenke aus der Dienstabteilung, der dies äußerte. "Watergate" ist der Inbegriff für einen kriminellen Akt, über den USA-Präsident Nixon seinerzeit stürzte. Es ist wahrlich eine Ungeheuerlichkeit auf die andere, was uns nun durch Raymond Franz bekenn wird, was nun um die Welt geht. Man möge sich nicht täuschen! Wir wissen, wie auf die WTG auf die Vergeßlichkeit und das "kurze Gedächtnis" setzt! Das wird nunmehr nicht mehr sein!
Unser nächster Beitrag behandelt das WTG-"Watergate".
-CVR-

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG 17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DEN WACHTTURM NR. 8/1987
STUDIENARTIKEL: „Durch die Hingabe und die Taufe Frieden mit Gott erlangen."
DIE BEZIEHUNGEN DER SCHWESTER SUSANNE
„Eine Christin namens Susanne, die früher einen starken Hang zur Unabhängigkeit hatte, erklärte, was Hingabe für sie bedeute: 'Ich habe mein ganzes Ich jemand anders übergeben. Jetzt bestimmt Jehova mein Leben, sagt mir, was ich zu tun habe und was das Wichtigste im Leben ist.'"
(Seite 12)

Nun, die Schwester Susanne scheint eine begnadete Christin zu sein, die einen heißen Draht zu Jehova unterhält. Oder macht sie sich selber und den anderen nur etwas vor? Was erzählt ihr denn Jehova konkret? Daß sie die christlichen Zusammenkünfte regelmäßig besuchen soll, ein möglichst großer Anteil am Königreichspredigtwerk erforderlich ist, daß sie mit „Gottes weltweiter Versammlung" verbunden bleiben soll...? (Siehe Seite 12).
Oder erzählt er ihr gar, daß man ein viereinhalbjähriges Mädchen zusammen mit seinen Eltern in einem abgelegenen Gebiet in einem Monat 160 Predigtdienststunden abdienen lassen soll, damit es 27 Bücher, 66 Broschüren und 47 Zeitschriften verkaufen kann? (Siehe Seite 25.)

UNFÄHIG ZU DIFFERENZIEREN
Der große Irrtum, dem die Schwester Susanne und mit ihr die meisten Zeugen Jehovas - unterliegen, besteht in der Ansicht, daß die Wachtturmgesellschaft von Jehova geleitet wird. Ja, mehr noch: In den WTG-Schriften geäußerte Lehrmeinungen werden als von Jehova kommend betrachtet. Letztlich reduziert es sich auf die Formel:

WACHTTURMGESELLSCHAFT GLEICH JEHOVA!
Auch wann sich das Brooklyner Hauptbüro sehr wohl hütet, diese Formel so auszusprechen, kommt schon ein Interessierter mit ihr in Berührung (ohne allerdings den tieferen Sinn zu diesem Zeitpunkt schon zu begreifen):
"Vor kurzem wurden die beiden Fragen, die Taufbewerbern gestellt werden, vereinfacht, damit diese völlig verstehen, was es bedeutet, ein enges Verhältnis zu Gott u n d zu seiner irdischen Organisation zu erlangen, und damit sie entsprechend antworten können." (Seite 12, Fußnote.)
Ein "ausgewachsener" Zeuge Jehovas muß aber schon folgende Zitate verdauen (WT 15.9.1965, Seite 560):
"Da sein heiliger Geist auf die leitende Körperschaft dieser Organisation einwirkt, stimmt deren Rat mit seinem Willen überein." Und noch deutlicher:
„Daher ist der Wille des Sklaven der Wille Jehovas. Rebellion gegen den Sklaven ist Rebellion gegen Gott." (WT 1. 8. 1956)

Wem wundert es da noch, wenn Schwester Susanne und mit ihr viele andere Zeugen nicht mehr in der Lage sind, zwischen den Begriffen „Wachtturmgesellschaft" und „Jehova" zu differenzieren. Somit begeben sie sich in eine fast leibeigene Abhängigkeit zur WTG. Und diese nutzt es bis zur Genüge aus (siehe obige Zitate)
Welch eine Tragik auch für die Schwester Susanne! Möge der Prozeß zu einer besseren Erkenntnis bei ihr nicht zu schmerzvoll verlaufen. -Gerd R ...-

TOTALE RATIONALISIERUNG DER WACHTTURM-GESELLSCHAFT?
KEINE VERSCHWENDUNG VON WTG-GELDERN DURCH NICHT AUSGELASTETE KONGRESSE!
Wie von den Bezirkskongressen berichtet wurde, ist die WTG auf absoluten Sparkurs gegangen.
Die Bezirkskongresse 1987 waren, im Gegensatz zu den vorigen Jahren, nur auf 3 Tage geplant. Die Argumente dafür waren einleuchtend, denn die ZJ mußten ja mit ihren Arbeitgebern, in irgendeiner Form, die zusätzlichen freien Tage aushandeln.
(Bei dem Arbeitsplatzmangel immer mit einem gewissen Risiko verbunden) .

WAS ERWARTETE NUN DIE ZEUGEN BEIM EINTREFFEN AN IHREM KONGRESSORT?
Die Ablaufprogramme waren "namenlos", weder Kongressort, noch Verantwortliche, noch Redner waren angegeben. Warum?:
Würde die WTG für jeden Ort, wie vorher, ein eigenes. Programm drucken, hieße das 20mal zusätzliche Arbeit in der Druckerei. Außerdem besteht die Gefahr, mehr zu drucken als am Ort gebraucht werden.
Also "Einheitsprogramme".

Die "Cafeteria" suchten alle vergebens, es gab sie nicht mehr. Warum?:
Dafür werden zusätzliche Räume, Ausrüstungen, Materialien, Menschen und Gelder für Mieten gebraucht.
Es war angenehm für die Zeugen zwischen den Strapazen des Kongresses, eine warme Mahlzeit zu bekommen, aber nur für die Zeugen. Für die Gesellschaft hieß es zusätzliche Arbeit, zusätzliche Kosten und weniger Gewinne. Man deklarierte das so:
Die Brüder sollten durch die Einsparung der „Cefeteria" nun voll in den Genuß des Kongresses kommen können!

(Hatte man nicht immer "der Welt" stolz berichtet, wie schnell die "Speisung der Tausende" vor sich geht. Und daß trotz der Arbeit die Brüder den Kongreß voll verfolgen und miterleben können?) Nun gibt es zwei Verpflegungsbeutel! Einen für das Frühstück zum Preis von 4 DM und einen größeren für Mittag und Abend, zum Preis von 10 DM.
Bei großzügigster Berechnung der Warenpreise ergibt das maximal 7 DM für beide Beutel. (Nur 7 DM Gewinn, ist wirklich im Sinne der WTG-Bescheidenheit!)
Noch mehr
Gewinn bringt es, wenn man die Wertbons verkauft, aber keine Beutel dafür liefert! (Wer will Geld zurück!)

Noch nie war ein so ein armseliges Literaturangebot! Warum?
Die WTG baut erst mal alte Literaturbestände ab,
bevor sie "NEUES" auf den Markt bringt. "Täglich in den Schriften forschen 1987", zwei Stück für eine Mark, war das Sonderangebot. (Es waren ja auch schon 6 Monate der Tagestexte verbraucht!) Verabschiedet wurde nur ein Traktat "Warum man der Bibel vertrauen kann", das schnell vergriffen war. Dazu kam ein Kassetten-Album "Auf den großen Lehrer hören", 1972, zum Preis von 20 DM, und eine Kassette mit "Königreichsmelodien Nr. 8", konzertant. Das war alles! Es kamen dann nur noch die Ankündigungen von 3 weiteren Traktaten und für eine Taschenausgabe der "Neuen-Welt-Übersetzung" im nächsten Jahr. (Die vierte Variante der neuen Bibel!)
Das waren die Kongresse 1987! ...

WIE GEHT ES 1988 WEITER?
Es finden statt 20 Bezirks-Kongresse nur 7 statt! Warum?
Halbvolle Stadien kosten genausoviel wie volle! Halbleere Stadien bringen weniger Umsatz in Verpflegung, Literatur, und vor allen Dingen, weniger Spenden!
Es wird sogenannte "Schlüsselstädte" geben, von denen die Programme an andere Kongreßorte übertragen werden.
Die ZJ an der Grenze zur DDR müssen nach Westberlin. Die an der österreichischen Grenze nach Wien.
Das heißt für die Zeugen Jehovas:
1. Die Kongresse dauern wieder 4 Tage.
(Argumente für 1987 gelten nicht mehr)
2. Die Zeugen müssen weiter und reisen und sie müssen übernachten.
3. Die Kosten werden einseitig den Zeugen aufgebürdet.
4. Da es keine Cafeteria mehr geben wird, schlechtere Lebensbedingungen.
5. Für Kranke und Behinderte wird es keine guten Besuchsmöglichkeiten geben.

Das heißt für die Wachtturm-Gesellschaft:
1. Einsparung von ca. 13 Stadien-Mieten
2. Durch starke Konzentration höhere Effektivität beim:
a Essensumsatz
b Literaturumsatz
c Spendeneinnahmen
d Einsatz der Redner aus dem Bethel

Der totale Verkauf der WTG-Ladenhüter geht weiter. Sie hat sich nun eine neue Einnahmequelle erschlossen. Die noch brauchbare alte WTG-Literatur wird auf Kassetten gesprochen und so noch einmal verkauft! Ja, sie braucht Geld und immer mehr Geld!
-H.W.-

GEBURTSDATUM JESU BLEIBT OFFEN
Papst J o h a n n e s P a u l II. erklärte Mitte Januar bei der wöchentlichen Generalaudienz, daß die Frage nach dem genauen Geburtsdatum Jesu offen bleibe. Nach jahrhundertelanger wissenschaftlicher Diskussion stimmten bis auf den heutigen Tag die Experten in der Berechnung des Geburtsdatums Jesu nicht überein. Eine verbreitete Theorie gehe davon aus, daß Jesus möglicherweise vier Jahre vor der christlichen Zeitrechnung geboren sein könnte, aber die Frage sei noch weit von einer endgültigen und sicheren Klärung entfernt, sagte der Papst. -
Begegnung 1/87

NT ALS VERKAUFSSCHLAGER
Die 50 000 Exemplare einer vierfarbigen Ausgabe des Neuen Testaments, die Mitte Mai in die Tschechoslowakei geliefert worden waren, sind in kurzer Zeit verkauft worden. Der Prager Bibelabteilung des Ökumenischen Rates der Kirchen in der Tschechoslowakei lagen Bestellungen über 70 000 Exemplare vor. Das Papier für den Bibeldruck hatte der Weltbund der Bibelgesellschaften zur Verfügung gestellt, der Druck erfolgte in Polen.
G+H Nr. 30

EV. SCULDERKLARUNG - WO BLEIBT DIE WTG?
BUSSFERTIGKEIT
Am 19. Oktober 1945 war es. Führende Männer der ev. Kirche, Martin Niemöller u.a., verfaßten eine Erklärung, worin eine Mitschuld der ev. Kirche am Aufkommen des Hitlerfaschismus bekannt wurde.

UNBUSSFERTIGKEIT
Auch die WTG hatte es bitter nötig und hat es noch, nach 1945 ein Mitschuldbekenntnis abzulegen. Denn:
- Sie hat 1933 und davor unter den Christen u. a. Nichtwählen gepredigt und damit viele Kräfte gegen Hitler lahmgelegt und somit dazu beigetragen, daß sich "das deutsche Volk in die Hände Adolf Hitlers begab". (Karl Barth)
- Sie hat sich noch nach Hitlers "Machtergreifung" 1933 mit der antisemitischen faschistischen Religionspolitik in Übereinstimmung erklärt und mit gegen die Juden gehetzt und sich so an der Stabilisierung des Hitlerregimes mitschuldig gemacht (WT-Kongreß Juni 1933 Berlin).
haben ...", womit sie immer ihre ZJ in die Verantwortung dessen gestellt hat, was allein sie als "Lehrer" zu verantworten hat! Jak. 3:l Bis heute ist sie ein Meister darin, sich auf die Weise die Hände in Unschuld zu waschen! Und allein ihre "Schafe zur Schlachtbank" gehen zu lassen!

DARUM "GEHT HINAUS AUS IHR. MEIN VOLK"
Das ist nur ein Teil dessen, was die WTG da auf dem Kerbholz hat. Unbußfertig und arrogant wird das alles vertuscht, würde doch diese folgenschwere Mitschuld ihren "göttlichen" Nimbus im Sinn Aufrichtiger zerstören. Was ist das für ein Christentum? Das ist überhaupt kein Christentum, an dessen Anfang nämlich die Buße steht! Wahrlich, darum "geht hinaus aus ihr, mein Volk"! Es gab Christsein lange vor der WTG, und es gibt es außerhalb und nach der WTG, zugegeben unvollkommen und kritisierbar, glücklicherweise. Doch die WTG ist weit davon entfernt. Wo oder wann ließ auch nur ein hauptverantwortlicher "Hirte" der leitenden Körperschaft der WTG sein Leben für die "Schafe", die schon zu Tausenden wegen der verschiedenen WTG-Lehren sterben mußten? Nein, diese "Hirten" sind in Wahrheit Mietlinge nach Christi Worten, die eher finanzielle Kaution anbieten und sich freikaufen! Wie Rutherford und die Seinigen.
-D.P.-

TÖDLICHE ENTMÜNDIGUNG UND BEVORMUNDUNG
Die WT-BLUTKULTSACHE mit der Transfusion ist eindeutig eine erst seit 1945 aufgebrachte Frage von übergeordnetem WT-Gehorsam, WT-Unterordnung, WT-Folgsamkeit, also WT-Bevormundung. Denn es gibt keine eindeutige Schriftaussage dazu. Es erfordert vielmehr eine Deutung oder Auslegung, so daß man in Wirklichkeit dem Ausleger und nicht einer eindeutigen Bibelaussage folgt und gehorcht. Das ist hinreichend bewiesen und nachprüfbar. Man muß einen bestimmten Sinn in bestimmte Bibelverse hineinlegen, der in der Bibel selbst gar nicht darin enthalten ist bzw. der von den Aposteln gar nicht beabsichtigt war. Das Schlimme dabei ist, daß diese WT-Willkür im gegebenen Fall für die Betroffenen zum Tode führt. Wie viele unmündige Kinder sind so schon von ihren Eltern auf diesem Altar des WT-BLUTKULTES geopfert worden. Verstößt das nicht gegen das Gebot "Du sollst nicht töten"? Die Schrift sagt:

"Rette die, welche zum Tode geschleppt werden und die zur Hinrichtung Wankenden, oh halte sie zurück! Wolltest du sagen: Wir haben ja nichts davon gewußt - wird nicht er, der die Herzen wägt, es durchschauen, und er, der deine Seele beobachtet, es wissen? Und er wird jedem nach seinem Tun vergelten". (Spr. 24:11.12 Me.)

MACHTMISSBRAUCH
Einige Gedanken zum WT Nr. 16/86
Dieser WT wurde in CV Nr. 210/87 schon besprochen. Ich wurde an diesen interessanten WT erinnert, als ich das Buch "Krise des Gewissens" von Raymond Franz las.
Aber zunächst noch mal WT Nr, 16/86.
Da wird aufgelistet, wer Macht hat und wer in der Gefahr steht, diese Macht zu mißbrauchen. Es beginnt mit Jehova, dem Schöpfer, der darauf bedacht ist, seine Macht gerecht zu gebrauchen. Dann folgt Jesus Christus.
Zu den verschiedenen Personen, die dann aufgeführt werden, gehören Gideon, Saul, Samuel, David und Paulus.
Im zweiten Studienartikel folgen dann Personen, die Macht haben, und bei denen es möglich ist, ihre Macht zu mißbrauchen.

Da sind zunächst die Ältesten und reisenden Aufseher. Es wird auf die für diese verantwortlichen Brüder mögliche Gefahr des Machtmißbrauches in Form des Nepotismus oder der Simonie hingewiesen. Daß Älteste ihre Macht vor allem als unbarmherzige Richter in den "Rechtskomitees" mißbrauchen, wird völlig verschwiegen. Wie viele "Rechtsfälle" wurden inszeniert, nur weil es ein Bruder oder eine Schwester gewagt haben, einen Ältesten zu kritisieren oder "Mangel an Gehorsam" bekundeten. Die "Strafe" des Gemeinschaftsentzuges wird grundsätzlich dann ausgesprochen, wenn jemand die Autorität der Wachtturm-Organisation in Frage stellt.

Ob jemand ein "schwerwiegendes Vergehen" begangen hat, ist völlig unerheblich. Das Bekunden von "Reue" (womit loyales Verhalten gegenüber der "Organisation" gemeint ist) erspart einem "Sünder" den Gemeinschaftsentzug. Andererseits muß jeder Zeuge Jehovas mit Gemeinschaftsentzug und allen sich daraus ergebenden Konsequenzen rechnen, wenn er Kritik an der Wachtturm-Organisation übt oder Gemeinschaft mit Ausgeschlossenen pflegt.

- Aber es werden weitere Personen aufgeführt, die ihre Macht mißbrauchen könnten.
Ehemänner, Ehefrauen, Kinder, Arbeitgeber, Arbeitnehmer und am Ende unverheiratete junge Brüder und Schwestern.
Wahrhaftig, eine beeindruckende Liste, von Jehova über Jesus Christus, Propheten. Könige, Apostel, Älteste über die Glieder der christlichen Familie bis zu jungen Menschen, die sich nach Liebe und Glück sehnen. Alle Personen und Gruppen werden betr. Macht und Machtmißbrauch ausführlich behandelt. Und doch wird gerade die für einen Zeugen Jehovas mächtigste Gruppe, die Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania, aus deren Vorstandsmitgliedern sich die "leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas" zusammensetzt, vollständig aus den Betrachtungen ausgeklammert.

Nach dem Lesen des WT Nr. 16/86 hat man den Eindruck, daß die WTG gegen Machtmißbrauch immun ist. Das Machtverhalten von Gott und Christus wird ausführlich erläutert; das Machtverhalten der WT-Organisation wird nicht einmal erwähnt, sie steht offensichtlich über Jehova und Christus und wie hat diese Organisation ihre Macht mißbraucht. Das Buch von R. Franz ist eine einzige Anklage dieses Machtmißbrauches.

Bruder Raymond Franz schreibt;
"... zu sehen, wie solche Menschen litten aufgrund der Starrheit, Engstirnigkeit, sogar Arroganz von Männern in Funktion, Ältesten und anderen, oder schmerzvolle Auswirkungen gewisser Anordnungen der Organisation zu beobachten, die auf keiner soliden schriftgemäßen Grundlage beruhten." -
Am Ende mußte er die gleichen bitteren Erfahrungen machen, über die er sich hier so beklagt. Ihm wurde die Gemeinschaft entzogen, weil er mit Peter Gregerson, seinem damaligen Hausherrn und Arbeitgeber, der die "Organisation" am 18.3.81 von sich aus verlassen hatte, eine Mahlzeit in einem Restaurant einnahm.

Raymond Franz hatte 40 Jahre seines Lebens im Vollzeitdienst verbracht, als Pionier, Sonderpionier, Kreisaufseher, Bezirksaufseher, Missionar, Zweigaufseher, Mitglied der Bethelfamilie und schließlich Mitglied der leitenden Körperschaft.
Das Buch "Hilfe zum Verständnis der Bibel" ist zu einem beträchtlichen Teil sein Werk. Er ist der Verfasser zahlreicher Wachttürme, u. a. der bemerkenswerten Ausgaben vom l. und 15.11.74, in denen Gottes Barmherzigkeit gegenüber Sündern besprochen wurde, und die bewirkten, daß Ausgeschlossene zumindest für einige Jahre etwas menschlicher behandelt wurden. Es ist mehr als bitter, daß ein bewährter Christ wegen eines Mittagessens mit einer Person, welche die Gemeinschaft verlassen hat, ausgeschlossen wurde. Die Mahlzeit der beiden Christen und ihrer Ehefrauen wurde im August 1981 von einem "Bruder" beobachtet und erst am 15.9.198l wurde dann im Wachtturm der neue harte Kurs gegenüber "Abtrünnigen" veröffentlicht. In dieser Wachtturm-Ausgabe wurde festgelegt, daß Abtrünnige nicht gegrüßt werden dürfen und daß mit ihnen auch keine gemeinsame Mahlzeit eingenommen werden darf. Zuwiderhandlungen sollten mit Gemeinschaftsentzug bestraft werden. Der Verfasser der "Barmherzigkeit-Artikel" von 1974 wurde nun eines der ersten Opfer des neuen "Unbarmherzigkeits-Kurses".

Die ganze Tragik dessen, was sich 1980 und 1981 im Hauptbüro Brooklyn abgespielt hat, kann wohl nur jemand ermessen, der mit den inquisitorischen Verfahrensweisen der "Rechtskomitees" schon Bekanntschaft gemacht hat. Die "Abtrünnigen" von 1980/81 waren weder unmoralische Menschen, noch verwarfen sie Jehova, Christus oder die Bibel. Sie äußerten sich lediglich im engen Freundeskreis kritisch zu einigen fragwürdigen Bibelauslegungen und chronologischen Berechnungen der Wachtturm-Gesellschaft. Obwohl sie nie daran dachten, ihre Ansichten zu veröffentlichen, wurden sie exkommuniziert. Darunter Ed Dunlap. Er kehrte nach Oklahoma City zurück, wo er aufgewachsen war, nun 72 Jahre alt ernährte er sich und seine Frau durch Tapezieren, eine Tätigkeit, die er ausgeübt hatte, bevor er seine 40 Jahre des Dienstes als Vollzeitvertreter der Wachtturm-Gesellschaft begonnen hatte.

Ed Dunlap war einer der befähigsten Unterweiser der Wachtturm-Bibelschule-Gilead und Verfasser der Bücher "Das Leben hat doch einen Sinn" sowie "Kommentar zum Jakobusbrief".
Die Wachtturm-Organisation hat ihre Macht mißbraucht, in dem sie einige der ehrlichsten und befähigsten Brüder aus der Leitung entfernte. Die Wahrheit wird sie damit nicht unterdrücken können.
-Ernst Aufrichtig-

DAS GESCHÄFT MIT DEN ARGLOSEN
Ursehnsüchte enttäuschter Menschen nach Geborgenheit und Schutz, nach Befreiung von Sünde, das Verlangen nach Liebe und letzten Glück sowie die Suche des Menschen nach Gott, kulminieren bei den WT-Zeugen in der Falschprophetie von Menschenwerken. Dies zeigt sich deutlich in der Anerkennung der LK als Kanal Gottes und der Verbindlichkeit ihrer "Bibelauslegungen".
Für den Außenstehenden ist es unverständlich, wie moderne Menschen unserer Zeit die wörtliche Erfüllung apokalyptischer Offenbarungen auf sich und eine selbsternannte menschliche Gesellschaft beziehen können. Genannt sei hier nur die so oft in Wachtturm und Erwachet comic-artig illustrierte Gesellschaftsform im "Tausendjahrreich". Die allzuoft schon fehlgeschlagenen "Harmagedonprophezeiungen" setzen dann wohl allem die Krone der Vermessenheit auf.

Aber warum dies alles? Von Christen, die den Tod und die Auferstehung Jesu Christi für sich in Anspruch nehmen und sich an Gottes Wort halten, ist gemäß Offb. 22:18, 19 der willkürliche Schnitt bzw. das phantasievolle Anfügen an die Heilige Schrift abzulehnen. Ja, es ist zu verurteilen.
Hier sind nach 5. Mose 18:20-22; l. Joh. 4:1; Matth. 7:15 falsche Propheten am Werke. Sucht man nach einem Beispiel für die Aktualisierung der urchristlichen Charakteristika eines falschen Endzeitpropheten, so bietet die WTG das Paradebeispiel unter den falschen Propheten der Neuzeit. Der Grund dafür liegt in ihrer Lehre und den Früchten, die aus ihr hervorgehen.
(Matth. 7:16; Matth. 12:33)
Die Sensibilisierung für Gottes Wort in Jesu Christus und all die Geheimnisse der christlichen Hoffnung gehen leider für den streßgeplagten WT-Zeugen verloren. Er wird von der WTG auf Trab gehalten, damit er gar nicht erst zum Nachdenken kommt.

Die Früchte sind bitter: innere Unruhe, geheuchelter Frieden, Zerrüttung. Neurosen, Vereinsamung und leider nicht selten Selbstmord. Diesen Preis zahlen WT-Zeugen an die Gesellschaft allein des Profites wegen. Das Geschäft blüht ja auch, wie ihr den Wachttürmen entnehmen könnt.
Auf der Strecke bleibt dabei die Liebe und somit jeder einzelne WT-Zeuge in seinem Frieden mit Gott.
Darum mein Aufruf! Haltet euch an 1. Thess. 5:2l! Dann erkennt jeder, daß nur die Heilige Schrift für unser Leben maßgebend ist. (1. Joh. 2:24-27)
-Thomas-

HAST DU DAS GEWUSST?
AUS DER SONDERPIONIER-GEBIETSZUTEILUNG
BERICHT UND TASCHENGELD:
Wenn die Sonderpioniere über ihre Felddienst-Tätigkeit berichten und eine Anforderung für ihr monatliches Taschengeld einreichen, benutzen sie Sonderformulare.
Die Sonderpionierquote beträgt 150 Stunden und 50 Nachbesuche pro Monat. Für jene. die diese Quote erreichen, kommt ein Taschengeld bis zu 120.- DM pro Monat in Betracht, falls sie es anfordern. Außerdem sind sie zum Empfang des monatlichen Sonderbonus berechtigt, der in einem folgenden Absatz erläutert ist. Wenn DU eine Mindestquote von 140 Stunden und 50 Nachbesuchen erreichst, kannst DU ein Taschengeld bis zu 60 DM anfordern.

Zufolge von Krankheit oder einigen anderen unvermeidlichen Umständen kommt es manchmal vor, daß ein Sonderpionier seine Quote von 150 Stunden oder das Mindestmaß von 140 Stunden pro Monat nicht erreicht. Deshalb kann er das reguläre Taschengeld nicht erhalten. Das hat für einige eine Härte mit sich gebracht. Um dafür einen Ausgleich zu schaffen, hat die Gesellschaft es so eingerichtet, daß diejenigen, die 125 Stunden im Monat berichten, ein Taschengeld anfordern können, dessen Höhe aber nicht die Hälfte der regulären Vergütung übersteigen darf. Diese Vorkehrung ist getroffen worden, um Sonderpionieren beizustehen, die aus irgendeinem verständlichen Grund während ein oder zwei Monaten im Jahr nicht die volle Zeit in den Dienst kommen können. Wenn jemand ohne einen guten Grund in zwei aufeinanderfolgenden Monaten nur 125 Stunden berichtet, kann er vom Sonderpionierdienst gestrichen werden.

Bis auf weiteres sendet die Gesellschaft jedes Jahr im November allen Sonderpionieren eine Extrazahlung in Höhe von 15 % des jetzigen monatlichen Taschengeldes für die Monate, in denen der Sonderpionier mindestens 150 Stunden und 50 Nachbesuche berichtet hat. Wenn der Sonderpionier zum Beispiel in einem Jahr während acht Monaten je 150 Stunden und 50 Nachbesuche berichtet, wird er einen Bonus von 144.- DM (18.- DM pro Monat) erhalten. Diesen Zuschuß erhält der Pionier im November. Die Höhe des Betrages ergibt sich aus seinem Bericht für das vergangene Jahr. Voraussetzung ist natürlich, daß er noch Sonderpionier ist ...

CV-Anmerkung; Das ist das Kleingedruckte, genau wie in einem Vertrag eines Betriebes
mit seinen Vertretern, und genau so behandelt die WTG auch ihre Sonderpioniere!

LEBENSNOTWENDIGES NACHDENKEN
Liebe Brüder und Schwestern von der CV!
Ich schicke Euch diesen Brief, daß Ihr ihn so veröffentlicht wie er ist, um allen zu helfen, die dies lesen, aus ihrem Elend herauszukommen.
Wenn man zum Glauben an den allein wahren Gott kommt, der sich uns in Jesus Christus offenbart, so betrachtet man seine Vergangenheit und zieht Lehren und Schlüsse daraus. Man erkennt, daß keine Werkgerechtigkeit zu Gott führt, sondern nur die große unermeßliche Gnade Gottes. Ganz wichtig dabei ist das fragende, suchende offene Herz für Gottes liebende Gerechtigkeit und die Frage nach Sinn und Ziel des Lebens. Mt. 7,1 und 7.7 bekommen ganz konkrete Bedeutung für jemanden, der meint Christ zu sein und ist es doch nicht, wie er erkennen muß. Wer Menschen und Menschengemeinschaften generell alle verurteilt, Andersdenkende und -handelnde als Hurer bezeichnet, der sollte doch vollkommen sein, diese Organisation oder Kirche gibt es in Wirklichkeit nicht. Diese ist bzw. sind es, die die Schrift auslegen wie sie es brauchen und denken, dabei aber Christus, die Gebote Gottes eigenwillig gebrauchen, Verheißungen bezüglich des ewigen Lebens verdrehen, eine neue Klassengesellschaft von Gläubigen aufstellen, das Blut Christi beim Abendmahl den Gläubigen vorenthalten, Jesu unsichtbares Wiederkommen predigen, indirekte politische Stellung beziehen, obwohl sie als neutral gelten wollen, für Arme und Kranke nichts übrig haben, welche sagen ich bin die Arche, nur in mir gibt es Rettung, nur wir haben Jesus als geschöpfliche Mittlerfigur - diese, die solches sagen und zu erkennen geben und zusätzlich Gott den Vater und den Sohn mit Menschenverhältnissen gleichsetzen, sie haben den Vater im Himmel nicht; sie haben nicht erkannt, daß Jesus wahrer Gott ist und wahrer Mensch gewesen ist auf Erden um unserer Rettung willen. Diese haben IHN abgewertet um ihrer selbst willen, oder?

Der Sohn Gottes, einziggeboren als Mensch vor rund 1985 Jahren, ER, der alles mitschuf l. Mose 1,26; ER, der unser ewiger Vater und Friedefürst ist, von IHM der Vater sagt glaubet an seinen Namen und naht Euch mir durch IHN, ER, unser Erlöser, ER, der uns den Heiligen Geist als Tröster und Helfer bis zu seiner Wiederkunft gegeben hat und vieles mehr - wem sollten wir glauben Gott oder Menschen?
Wer in Vater, Sohn und Heiligen Geist nicht Gott erkennt, der ist kein Christ, wer sich Gott in Bildern macht, wer sich Gott in Vorstellungen dieser Welt darlegt und IHN Menschenverhältnissen gleichstellt, der hat Gottes größtes Gebot übertreten, dieser tue sofort Buße, vielleicht findet er noch Gnade vor den Augen Gottes.

Gott in der Person Jesu, zu unserem Verständnis gesagt, will zu jedem Menschen ein persönliches Verhältnis haben, deshalb Anbetung in Geist und Wahrheit, deshalb öffne das Herz, damit der verheißene Heilige Geist wirken kann, damit der Mensch zur Umkehr zur Buße findet und zur Wiedergeburt Joh. 3,3.5.

Da bedarf es keines irdischen Mittlers von in Sünde geborener Menschen, der das geistig geistliche Speisenangebot für sich in Anspruch nimmt und es glaubt einzig auszuteilen, wie sich manche Organisation oder Kirche einbildet. Die Kirche an sich regelt, organisiert und hilft in Glaubens und Lebensbedürfnissen und sie sollte das geachtete notwendige Hilfsmittel der Gemeinschaft der Gläubigen auf dieser Erde sein bis zur Wiederkunft Christi, Ihr Maßstab sollen die Richtlinien der Heiligen Schrift, die Gebote und der Glauben an Jesus sein. Darin hilft sie als Institution den Christen und den Suchenden, so ruht der Segen Gottes auf der Gemeinde.

Ein geistliches Vorwärtsschreiten im Denken und Handeln ist die Folge durch die fortschreitende Liebe zum Herrn Jesus Christus, welche in den Prozeß der Heiligung mündet und große Freude und Verantwortung mit sich bringt. Das Bewußtsein allzeit Gutes zu tun, die gesunde Schöpfung zu achten, entsprechend zu handeln ist richtig. Denn dieses unser Erdenleben bestimmt unser Ziel als Christ, das ist, das ewige Leben im Reiche Gottes.

Gedanken und Hinweise dazu in l. Mose 5, 24; l. Thess. K. 4; l. Kor. K. 15; Jesaja K. 65; 2. Petrus K. 3; Offb. K. 2l und 22, bedenkt Hebr. 9,27.
Was der Wille Gottes ist, heute und in Ewigkeit, dies sollten wir täglich lernen, lieben und tun und nicht mit Gesetzeswerken um uns schlagen und sagen "seht, wie gut und gerecht ich bin, deshalb ist Gott nur mit mir", dies ist Hochmut - Gott widersteht den Hochmütigen. Dies soll jeder bedenken und verstehen! Der Widersacher Gottes, Satan, wirkt nicht nur im Detail,
siehe auch Mk. 13,6.

Agape-Liebe im Christsein bedeutet außer schriftgemäßer Distanz besonders auch Toleranz und Verständnis zu den Mitmenschen jeder Art. Offb. 14,12.
Der Wille Gottes in erster Linie ist. Die Menschen aus ihrer Hoffnungslosigkeit zu retten, die sich IHM anvertrauen, dies steht jedem offen zu tun.
Der Widersacher hat ein anderes Ziel, das ist wie plus und minus.

Unser Glaube bleibt Stückwerk bis wir zum Ziel zum Schauen kommen. Wer in Jesus bleibt, ist nicht ohne Hoffnung Hebr.11. 1.
Jeder möge Heilsgewißheit suchen und finden und im Gebet verharren, nachforschen, in den 66 Büchern der Bibel nachforschen.
Wir können nie alles richtig machen, doch können wir uns zum Guten im Herrn ändern.
Ein wohl wegweisendes Zitat Goethes im hohen Alter soll mein Anreiz zum notwendigen Nachdenken beschließen.
„Je höher die Jahrhunderte an Bildung steigen, je mehr wird die Bibel zum Teil zum Fundament, zum Teil als Werkzeug zur Erziehung, freilich nicht von naseweisen, sondern von wahrhaft weisen Menschen benutzt werden ..." Johannes 1,1-18; Eph. 2,8-9.
Ich war Mitglied der WTG - konfessionslos zur Zeit.
-H.B./Zella-Mehlis-

AKTUELLES IN KÜRZE
WTG AUF VERLORENEM POSTEN
Die Weltbevölkerung wird nach UNO-Berechnungen bis zum Jahre 20l0 auf sieben Milliarden angewachsen sein. Das höchste Bevölkerungswachstum wird in Afrika, Lateinamerika, Südasien und Ostasien erwartet.
Schon Mitte 1987 wurde die Fünf-Milliarden-Grenze überschritten. - Was bedeutet das für den Glauben an die Wachtturm-Organisation?
Das entlarvt ein weiteres Mal die WTG-Endzeit ab 1799 (Die Harfe Gottes) und dann ab 1914 unter Verwendung der Worte Jesu "diese Generation" als falsche Prophetie.

Ab 1799 zerrt die WTG diese Worte schon für sich zurecht. Nun beginnt sie sie gar ins nächste Jahrtausend zu zerren. Sie hat mit ihrem Auftreten da nie etwas "erfüllt" noch kann sie das jemals. Die wirkliche Bevölkerungs- und damit Gesellschaftsentwicklung warf und wirft das alles über den Haufen. Die WTG-Endzeitkonstruktionen sind haltlos. Die Weltbevölkerungsentwicklung läuft ihr davon. Sie kann nie alle erreichen. So steht man unter der WTG auf verlorenem Posten, Generation um Generation seit 1799 schon! Laut Evangelium begann die Endzeit mit dem ersten Kommen Jesu.
(l. Kor. 10:11; Hebr. 9:26. 1:2)
Es ist eine völlige Neuorientierung im Glauben erforderlich. -

EVANGELIUM NICHT GEHÖRT
Auf einer Tagung der WELTWEITEN EVANGELISCHEN ALLIANZ mit ca. 200 Vertretern aus 55 Ländern, wurde in einem Brief an die Kirchen u. a. mitgeteilt, daß 3 Milliarden Menschen die Botschaft noch immer nicht gehört haben.
Was bedeutet das für die WT-Zeugen?
Von der speziellen WT-Botschaft haben noch viel mehr Menschen als bloß 3 Milliarden nicht gehört! Man betrachte nur die Situation im islamischen, indischen und sonstigen asiatischen Raum. Dazu die laufende Zuwachsrate der Weltbevölkerung. Die Zeugen schaffen es ja nicht einmal, hier alle ihre Nachbarn zu erreichen. So hat die WTG immer wieder einen scheinbar plausiblen Grund, ständig weiter zu verschieben. Nur Einfältigen und Naiven fällt das auf die Dauer nicht auf und solchen, die ihren eigenen Verstand in puncto WT abgegeben haben. Oder?
-CVN-

AUS DER WELT DER ZEUGEN
PEGGY!
"Es hat geklingelt, Mutti."
"Ich hab gehört, Kati; gehst mal bitte zur Tür und schaust nach. wer da ist." ...
"Es sind Kinder, die fragen, ob sie Peggy ausführen und ein bißchen mit ihr spielen dürfen."
"Ach, diese Göhren, die lassen einen doch nicht in Ruhe. Sag ihnen, Peggy fühlt sich heute nicht wohl und muß deswegen zu Hause bleiben."

"Ja, Mutti, ich mach das schon." ...

"Ich mag das überhaupt nicht mehr. daß die immer unser Peggylein zum Spielen haben wollen, als wenn es nicht noch andere Hunde in unserer Straße gibt. Aber gibt man mal den kleinen Finger, dann wollen sie bald die ganze Hand. Aber damit mach ich jetzt Schluß!"
"Ja, Mutti. Ich kann das eigentlich auch nicht verstehen, daß du überhaupt damit angefangen hast den Kindern von der Straße Peggy anzuvertrauen, damit sie auf sie aufpassen, wenn du in den Dienst gehst, wo wir doch die wunderbaren Belehrungen der Brüder haben, uns nicht mit Weltmenschen einzulassen noch Umgang mit ihnen zu pflegen. Wir wissen doch, wie roh die Menschen sind und Peggy ist doch ein so sanftes Geschöpf."

"Ja Kati, du hast recht. Aber seitdem Vati und ich alleine sind, blieb uns manchmal nichts anderes übrig, wenn wir Peggy nicht alleine im Zimmer einschließen wollten. Wo wir aber gerade den wunderbaren Vortrag gehört haben, daß wir keine Gemeinschaft mit Weltmenschen pflegen sollen, auch unsere Kinder nicht mit ihren Kindern spielen sollen, weiß ich, daß das falsch war, was ich machte. Peggy bekommen sie nicht mehr in ihre Hände! Ich laß mir doch mein Hündchen nicht verderben!"

"Das ist fein, Mutti! Auch ich fand den Vortrag wunderbar. Es ist wirklich immer Speise zur rechten Zeit, was die Gesellschaft uns bringt. Ich meine, du sollst auch Peggy in Zukunft nur noch mit Hunden von Zeugen Jehovas spielen lassen, die sind viel besser eis die von der Welt."

"Gut. daß du das sagst, Kati. Ich werde das auch in Zukunft so machen. Peggy wird dafür bestimmt volles Verständnis haben.
Nicht wahr. Peggylein, mein Süßes?'"
"Wau, wau".
-H.-.

"Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str, 6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos
Konto-Nr.: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera

A 474/87 V 7 1 1811 N2

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