Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 217

Bezüglich des von Raymond Franz in seinem Buch der „Gewissenkonflikt" berichteten Umstandes, dass in höchsten WTG-Kreisen das Jahr 1957 als Spekulationsdatum im Gespräch war, gibt es in dieser Ausgabe eine etwas mehr ins Detail gehende Ausführung.

In einer Art Selbstdarstellung der CV, die darin gipfelt sich für unverzichtbar zu erklären, findet man in dieser Ausgabe einen staatlichen (von Weltfremdheit) gekennzeichneten Forderungskatalog. Unter anderem glänzt der auch mit dem Ansinnen:

„Sofort Schluß zu machen ...indem das notwendige Vertrauen in die unverzichtbaren demokratischen bzw. sozialen Einrichtungen und ihre "obrigkeitlichen Personen"vernichtet bzw. verhindert wird"

A ja. Das wusste man zwar schon vorher, das dies genau der nie erreichte Zweck der CV war. Nun aber bekam es auch der Allerbegriffstutzigste nochmals schwarz auf weis zu lesen!


CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG

MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR. DDR

NR. 217 GERA AUGUST 1987

VORGEHEN VON CV GERECHTFERTIGT!

Aufforderung an die WTG

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN

,Wir prüfen WT 3 - 5/87

EIN KONGRESSBESUCH

Erinnerungen

... NICHT LÄNGER ZEUGE JEHOVAS SEIN

"Treue und verständige Sklave" (III)

FRÜCHTE DES GEISTES

Zeugen Jehovas schreiben an CV

AUS DER WELT DER ZEUGEN

Br. Wolny berichtet aus Polen

DIE 1914-GENERATION SOLLTE AUF 1957 VERSCHOBEN WERDEN
Das Dokument aus der Leitenden Körperschaft
An Mitglieder der Leitenden Körperschaft -
Auf Tagesordnung für Mittwoch 5. Marz 80.
Frage: Was ist "diese Generation (genea')?"
Mt.24:34; Mark . 13:30; Lukas 21:32)
TDNT (viele Kommentare) sagen: genea'
"bezeichnet meistens den Sinn von Zeitgenossen." Bd. 1, S. 663
Meist alle sagen, genea' unterscheidet sich von genes', genos bedeutet Nachkommenschaft, Volk, Rasse. Siehe TDNT Bd. 1, S. 685 (genos in 1. Petr. 2:9)
Antwort mag gebunden sein an Frage über Mt. 24:33. Was ist gemeint mit: "Wenn ihr alle diese Dinge seht"?
Langes Kommentar (Bd. 8) deutet an, daß "diese Dinge" nicht auf 70 n. Chr. verweisen, noch die parousia 1914, .sondern auf Vs. 29,30 die himmlischen Phanomene, die wir nun sehen, begannen mit dem Raumzeitalter ab 1957. In jenem Fall wurde es dann die zeitgenössische Generation der Menschheit sein, die seit 1957 lebt.
Drei Teile
Langes Kommentar teilt Matthaus 24. Kapitel in "drei Zyklen".
Sein 1. Zyklus - Matth. 24: 1-14
2. Zyklus - Matth. 24:15-28
3. Zyklus - Matth. 24:29-44
(synteleia oder Abschluß)
(Siehe Bd. 8, S. 421, 424 und 427):
Gegründet auf Matth. 24:3
Frage in drei Teilen.
Der Wachtturm und Gottes tausendjähriges Königreich (ka), haben nun auch Matthaus 24 in drei Teile geteilt sozusagen.
(1) Matth.: 24:3-22 Hat parallele Erfüllungen im 1. Jahrhundert und heute seit 1914. (Siehe w 75, S. 273, ka S. 205)
(2) Matth. 24:23-28 Periode in Christi parousia von 1914 hinein. (Siehe w 75, S. 275)
(3) Matth. 24:29-44 "Himmlische Phänomene" haben buchstäbliche Anwendung, seit das Raumzeitalter 1957 begann und von da an, um Christi erkhomenon einzuschließen. (Kommen als der Scharfrichter zu Beginn der "großen Drangsal".)
(Siehe w 75, S. 276 Abs. 18; ka S. 323 bis 328)
"Alle diese Dinge" wurde zuruckschalten müssen in den Zusammenhang zu den nächsten Punkten, die in dem zusammengesetzten Zeichen aufgelistet sind, nämlich, die himmlischen Phänomene der Verse 29 und 30.
Wenn dies wahr ist:
Dann wurde sich "diese Generation" auf zeitgenossische Menschheit beziehen, die als Erkenntnisfähige leben von 1957 an. Bestatigt in Gedanke bei C. T. Russell in Beroer Kommentare, S. 217:
"Genea, zeitgenossisch lebende Menschen, die Zeugen der gerade erwähnten Zeichen sind". Bd. 4, S. 604.
Komitee des Vorsitzenden 3/3/8

Dies also ist das besagte LK-Dokument. Es wurde im Zusammenhang mit einem Bericht der USA-Zeltung NEWSWEEK vom 15. Oktober 1984 weltweit bekannt. Viele außenstehende Anzusprechende sind damit inzwischen vertraut. Man muß dieses Dokument selbst im Buch von R. V. Franz lesen! Wenn wir dies nicht könnten, wie würde Jeder doch weiter in Seiner Arglosigkeit von der WTG getäuscht! (Römer 16:18)
Es ist für alle WT-Zeugen ungeheuerlich und hat inzwischen international Aufsehen erregt, was da am Mittwoch, den 5. Marz 1980 in der leitenden Körperschaft der WTG in geheimer Sitzung geschah! Raymond Franz nahm als Mitglied der LK daran teil, erschüttert über den Unglauben in der LK an das, was den WT-Zeugen weltweit zu glauben und zu predigen zugemutet wird. Es geschah in der LK nichts Geringeres. als daß die LK-Mitglieder Albert Schroeder, Karl Klein und Grant Suiter ein Dokument produziert und zur Abstimmung darüber vorlegten, mit dem die Endzeit-Generation von 1914 auf 1957, dem Start des sowjetischen Sputnik und damit Raumfahrtzeitalterbeginn, verschoben werden sollte.
Die Verschiebung scheiterte lediglich daran, daß dieses Dokument mehrheitlich z.Zt. in der LK keine Zustimmung fand.
Man überlege, was das bedeutet!
Das fragliche Dokument aus der genannten LK-Geheimsltzung wurde von Ray Franz dann auch in seinem Buch, "Krise des Gewissens" veröffentlicht. Es ist klar, daß dieses Dokument von außerordentlicher Bedeutung ist. Entlarvt es doch wie kaum etwas anderes die WTG-Heuchelei, ein "Kanal Gottes" zu sein, das "Licht von Gott" zu bekommen.
Selbst denken sie sich dort alles aus und erheben es dann in geheimer demokratischer LK-Abstimmung zur "göttlichen Wahrheit", wenn es ihnen nützlich erscheint.
MACHEN WIR ES UNSKLARI
Eine bedeutende Gruppe von LK-Mitgliedern glaubt also überhaupt nicht mehr an die 1914-Generation und damit an die 1914-Endzeit der WTG! Diese ganze WTG-Weltanschauung ist für sie also haltlos. Sie werden natürlich keineswegs als "Abtrünnige" ausgeschlossen. Nur die "Kleinen" werden derartig "gehenkt", die "Großen" keineswegs. Damit ist klar: Die ganze WTG-Weltendeverkündigung für "diese Generation" (nebenbei seit 1799 schon! Siehe "Die Harfe Gottes") ist nur eine menschliche Konstruktion, ein Trugbild, das umgedeutet und verschoben wird, inhaltlich wie zeitlich, wie man es gerade braucht! So muß man sich zwangsläufig Gedanken machen über den wirklichen Zweck, was unter dem Strich für das praktische menschliche und soziale Leben real dabei herauskommt, folgt man da der WTG.
Wer CV verfolgt, erkennt, wie gerade dies systematisch versucht wird.
Von England und Frankreich aus wird jenes LK-Dokument über 1957 anstelle von 1914 in Schriften verbreitet. So wird die Wahrheit über den WTG-Endzeitschwindel in alle Welt getragen, dank der mutigen christlichen Entscheidung von Ray Franz, seinem eigenen christlichen Gewissen vor Gott in Treue zu folgen.
Sein Buch "Krise des Gewissens" ist wahrlich ein Höhepunkt in der langen Reihe ähnlicher Gewissenskonflikte und Gewissensentscheidungen vor ihm. -
-Raymond Franz bricht sein Schweigen (7)-

DAS VORGEHEN VON CV IST GERECHTFERTIGT!
Es ist nicht übertrieben, wenn gesagt wird CV sei die einzige derartig kontinuierliche WTG-ZJ-kritische Zeitschrift, die es gibt. Tausendfach wird sie unter den WTG-Zeugen gelesen und weitergereicht. Natürlich versucht die WTG, die "Stirn" ihrer Zeugen gegen CV "hart wie Stein" zu machen und jedes Lesen zu verhindern. Aber auch sie kann sich der einfachen Wahrheit nicht entziehen: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Nicht umsonst wird in jüngster Zeit sogar von der Tribüne von WTG-Kongressen gegen solches Lesen zufelde gezogen.
Zwar nimmt CV unkontrollierbar seinen Weg von Hand zu Hand, inzwischen international. Hergestellt wird CV jedoch grundsätzlich zur Aufklärung der WTG-Zeugen in unserem Land, um ihnen hier zu helfen. Einen Weg vor Gott und Menschen als Christen zu finden und zu gehen. Dabei hat CV einen völlig gemeinnützigen Status als "nonprofit organisation", wie man international sagt. Es ist zugleich auch eine Handreichung für die eigenen Mitarbeiter wie für jeden anderen, der durch die WTG-Tätigkeit irgendwie betroffen ist, in Kirchen und Gesellschaft. Es steht jedem frei, CV in eigener Verantwortung zu verwenden.

Christliche Hilfe muß frei sein. Natürlich kann CV auch entstellt und mißbraucht werden. Das konnten wir ohnehin nicht verhindern. Wer CV jedoch selbst prüft, wird das Anliegen schließlich verstehen.
Wie gesagt, können auch andere Leser aus CV viel entnehmen. Denn zwangsläufig werden auch Grundfragen behandelt, die andere Christen ebenfalls bewegen. Konkret ist CV nicht gegen die WTG-Zeugen gerichtet, soweit sie ehrlich Christen sein wollen. CV richtet sich vielmehr gegen die Wachtturm-Gesellschaft (WTG), die da eigentlich alles in der Hand hat. Und leider ist die Aufklärung über den religiösen und politischen Glaubens- und Bibelmißbrauch der WTG nach wie vor erforderlich. Es ist eine schlimme WTG-Abhängigkeit vorhanden.

Ja ohne WTG und ohne WT waren die ZJ auf Dauer als solche existenzunfähig! Die WTG hat sich derartig zwischen sie und die Bibel geschoben, daß ohne WT sich alles über kurz oder lang auflösen wurde. Das mag bestritten werden. Es ist aber so. Es durfte nicht schwerfallen, eine Aufstellung entsprechender WT-Zitate zu machen!

CV KANN IHRE TÄTIGKEIT NICHT EINSTELLEN
Angesichts des von der WTG nach wie vor fortgesetzten Bibel- und Glaubensmißbrauches kann CV ihre Tätigkeit in Verantwortung vor Gott und Menschen nicht einstellen. Es ist unter jeder christlichen Würde, hier auf das Schmutz- und Gossenniveau einzugehen, in dem WTG-Hörige CV in diesem Zusammenhang begeifern. Wer will, kann sich da selbst überzeugen.

In Jakobus 3:1 heißt es, daß die "Lehrer ein umso strengeres Gericht empfangen werden". Und nach 1. Kor.5:12 haben Christen sehr wohl das Recht. in der Gemeinde zu "richten". Man lese das nach. So mögen es sich die WTG-"Lehrer" hinter die Ohren schreiben: Was CV veröffentlicht hat, ist nur ein Teil der bisherigen Tatsachen und Erkenntnisse über die WTG, die CV zur Verfügung stehen!
So erleben wir, wie mit dem Absetzen von "1914" (Erwachet!-Praambel Dez.86/Jan.87) wieder eine Generation in Mißbrauch der Worte Jesu ins Vergehen geschickt wird, "verheizt" ist!
Wieder haben sie in Brooklyn "Millionen" auf dem Gewissen, "die nicht mehr sterben" sollten! Und kein Geringerer als das Mitglied der leitenden Körperschaft der WTG, Karl Klein, schlug vor, ÜBER DIESES HALTLOSE "1914" NICHT MEHR S0 LAUT ZU SPRECHEN, DAMIT ES AUS DEM BLICKPUNKT GERÄT UND MIT WENIGER AUFSEHEN ABGESETZT WERDEN KANN

Zu lesen bei Raymond Franz in "Krise des Gewissens"'. worüber in CV übrigens ganz im Sinne des Autors berichtet wird, seine Ausführungen in eigener Verantwortung zu verwenden, da sie keinem Betroffenen vorenthalten werden dürften.
Auch andere christliche Institutionen sind derartig frei.
Weil die WTG fortfahrt in ihrem religiösen und politischen Glaubensmißbrauch, geschickter als je zuvor nicht zuletzt auf Grund der entsprechenden Enthüllungen durch CV, verweisen wir darauf, daß Christen verpflichtet sind, gerecht zu sein und sich ehrlich dem Gewissensurteil zu stellen, das Wort vor Gott und Menschen unverfälscht darzubieten.
(Römer 14:17,18; 2. Korinther 2:17; 4:1,2.)

DARUM ERHEBT CV DIE CHRISTLICHE FORDERUNG
das im Widerspruch zu Römer 13:1-7 eingerichtete WTG-Ostbüro in Selters/BRD sofort zu schließen und den von dort aus kolportierten religiösen und politischen Glaubensmißbrauch gegen die "obrigkeitlichen Gewalten" bzw. "obrigkeitlichen Personen" (1. Tim.1-4; Titus 3:1,2) in den sozialistischen Ländern, die DDR insbesondere, zu beenden - aufzuhören, die entsprechenden antidemokratischen, antisozialen und antikommunistischen Druckerzeugnisse unter der WTG-Lüge, "politisch neutral" und "unpolitisch zu sein", gesetzwidrig in unser Land zu verbringen, dazu arglose Menschen unter fadenscheinigen Versprechungen zu mißbrauchen, „Engel des Herrn" würden sie "beschützen", weil dies ein "Werk Gottes" sei, während in Wahrheit alles nur von der WTG berechnete unchristliche "theokratische Kriegslist" ist, wofür es keinen Engelschutz gibt, deren Christen sich vielmehr zu schämen haben (2. Kor. 4:2 NW) - sofort Schluß zu machen mit der bibelmißbräuchlichen politischen Einmischung in unser Land, indem das notwendige Vertrauen in die unverzichtbaren demokratischen bzw. sozialen Einrichtungen und ihre "obrigkeitlichen Personen" vernichtet bzw. verhindert wird. diese in Mißbrauch von Ps. 146:3,4 und in Widerspruch zu 1. Petr. 2:13-17 zu "Feinden" erklärt werden, denen nicht vertraut werden dürfe -

ab sofort zu unterlassen, sich WT-gemäß politisch einzumischen und den Mitmenschen beizubringen durch sog. Heimbibelstudien, ihre verfassungsgemäßen demokratischen Rechte und Pflichten zu ignorieren, zu mißachten bzw. zu verteufeln, und sie damit in grundsätzliche staatsfeindliche Außenseiterrollen zu bringen, ist doch für Christen "Obrigkeit von Gott" -
schließlich die politische Heuchelei und Doppelzüngigkeit sog. politischer Neutralität, sog. Unpolitischseins zu beenden, womit nur Arglose getauscht (Rö. 16:18), aber Jugendliche schon zu politischen Heuchlern erzogen werden. Christen müssen sich durch "Wahrheit jedem Gewissensurteil der Menschen vor den Augen Gottes empfehlen". (2. Korinther 4:2 Menge.)
CV wird die Auseinandersetzung einstellen; wenn die WTG zu echtem christlichen Verhalten übergeht, nicht mehr "über das hinaus, was geschrieben steht" (1. Kor. 4:6), und so ihren Bibelmißbrauch beendet.
Hört das jedoch nicht auf, so wird an Dokumenten herangezogen zur Aufklärung, wovon sie noch nichts ahnen.
Der Millionen sind mehr als genug, die die WTG mit ihren widersprüchlichen Endzeitlegenden in Mißbrauch von Matth. 24:34 Generation um Generation auf dem Gewissen hat, die enttäuscht, getäuscht und um ihr wirkliches gegenwärtiges und zukünftiges Leben als Christ und Mensch betrogen "vergehen" mußten. Die Stimme muß "vor den falschen Propheten" erhoben werden. (Matth. 7:15.)

EDLER GESINNT SEIN
UND PRÜFEN APG 17:11
DER WACHTTURM
Wir prüfen die WT 3 - 5/87
STUDIENARTIKEL:
"Bekunde Eifer in der
Verkündigung der guten Botschaft" und
"Unser Äußerstes tun, die gute Botschaft zu verkündigen"
DER PREDIGTDIENST - VON DER WAHL ZUR QUAL
Umfangreicher Predigtdienat gilt als Markenzeichen der Zeugen Jehovas.
Tatsachlich lassen sie so gut wie keine Gelegenheit aus, ihre Ansichten anderen kund zu tun. Aufgrund ihres hartnackigen - teilweise gar unhöflichen - Auftretens werden sie in bestimmten Gebieten zur „Landplage", worauf sie allerdings noch stolz sind, Vergleichen sie sich doch selber mit Heuschrecken.
Die leitende Körperschaft ist trotzdem mit den Aktivitaten ihrer Untergebenen noch nicht zufrieden. Deshalb übt sie immer mehr Druck auf die Zeugen aus. Längst sind die Zeiten vorbei, als Zeugen Jehovas (damals "Bibelforscher" genannt) aus freien Stücken predigten. Das Evangelisierungswerk wurde mit der Zeit bei ihnen ein Geschäft - zumindest zu einem Geschäft mit Zahlen.
Je mehr Stunden am Monatsende auf dem Zettel standen, umso bssser war der Bruder (oder die Schwester) in der Versammlung angesehen.
Auch dies reicht nun nicht mehr. Jetzt soll jeder Zeuge ein Pionier werden!
"Da es fast in jeder Versammlung soviele Pioniere gibt". bemerkte ein Ältester, "ist man allgemein der Auffassung, jeder könne es sein." (S. 19)
Jeder ZJ, der noch kein Pionier ist, müßte nun nach dem folgenden Zitat Komplexe bekommen:

"Wenn wir jedoch diejenigen betrachten, die im Vollzeitdienst stehen, stellen wir fest-, daß zu ihnen Menschen aus jeder möglichen Lebenssituation gehören — junge und alte, ledige und verheiratete, gesunde und kränkliche, mit und ohne familiäre Verpflichtungen usw.
Statt jedoch diese Faktoren zum Hindernis werden zu lassen, haben sie wie der Apostel Paulus gelernt, sie zu überwinden oder damit zu leben (2. Korinther 11:29, 30; 12;7)." (S.16)
Doch damit nicht genug. Sollte einer dennoch zögern, Vollzeitpionier zu werden, wird ihm gedroht;
"Wenn wir uns mit ein bißchen Dienst zufriedengeben, um gerade noch durchzukommen, dann könnte es sein, daß wir zu denen gerechnet werden, die beschämt und "in die Finsternis draußen" geworfen werden."
(S. 17,18)
Diese Sprache versteht schließlich jeder, nicht wahr?

NEBENARTIKEL:
"Bekunde Eifer in der Verkündigung der guten Botschaft"
WAS DIE LIEBE NICHT ERREICHT.
SOLL DEM SCHULDGEFÜHL GELINGEN
"Empfindest du eine solche persönliche Schuld gegenüber den Menschen in deinem Gebiet?" (S. 12)
Es ist erstaunlich, auf welche Argumente die WTG verfallt, um ihre "Schafe" in den Predigtdienst zu zwingen.
Wenn sie schon die Liebe zu ihren Mitmenschen nicht motiviert, dann soll das Schuldgefühl sein übriges tun. Der Zeuge soll keine Ruhe bei dem Gedanken finden, er habe noch nicht alle Menschen in seinem Gebiet erreicht.
Man kann sicher sein: Viele Zeugen haben Schuldgefühle!
Teilweise so starke, daß sie bis in die Irrenanstalten getrieben werden ...

AUCH DEN ZJ NICHT FREMD ...
Eine ZJ-Verkündigerin bot einer Frau ihre Hilfe an, eine erschwingliche Wohnung zu finden. Nun erst kamen sie ins Gespräch ... (S.14) Was ist daran bemerkenswert?
Im WT 2/87 hatte man ähnliche Situationen beschrieben (S. 3 bis 9).
Statt der ZJ-Verkündigerin war es da aber die Kirche, die Interessierten ihre Hilfe anbot. Und der Kommentar?
"Was lernen wir aus diesen Bericht? Er zeigt unter anderem ganz deutlich, daß es relativ leicht ist, die Menschen durch materielle Vorteile anzulocken." (S. 5)
Offensichtlich ist diese Methode auch den Zeugen Jehovas nicht ganz fremd!

WACHTTURM NR. 4/1987
NICHTS NEUES, DAS GLEICHE WIE IM WT 3/1987
WACHTTURM NR. 5/1987
STUDIENARTIKEL:
"'Auf dem Wachtturm stehe ich '"
EIN MANN UND SEINE MISSION
"Ein gottesfürchtiger 21jähriger Mann, der im Nordosten der Vereinigten Staaten lebte, hatte eine Mission. Es war sein Ziel, die falschen religiösen Lehren seiner Zeit bloßzustellen, vor allem die Lehre von der ewigen Qual und die Vorherbestimmungslehre. Außerdem wollte er die Wahrheit (über das Loskaufopfer sowie über den Zweck und die Art und Weise der Wiederkunft Christi verfechten." (S. 10)

So beginnt der erste Studienartikel des vorliegenden Wachtturms, der unter dem Leitzitat aus Jesaja 21:8 steht.
Welch ein Anspruch! Ein junger Mann hatte eine "Mission". Der Leser wird neugierig. Sicher erschien dem 21jährigen der Heilige Geist, der damaligen Situation vergleichbar, als aus dem Saulus ein Paulus wurde?)
Nun, das sagt zwar der Wachtturm nicht. Spricht dar Begriff "Mission" aber nicht für sich?
Dieser Mann war Charles T. Russell, der erste Präsident der Watch Tower Society und er beschloß im Jahre 1873 religiöse iteratur herzustellen, um das Licht der iblischen Wahrheit in den Brennpunkt zu rücken." (S. 10)

EIN MANN UND SEINE IRRTÜMER
Solche Äußerungen grenzen an Personenkult, zumal die WT-Schreiber genau wissen, daß dem Charles T. Russell - wie übrigens allen nachfolgenden WTG-Präsidenten auch zahlreiche grobe Fehler in seinen Lehren nachgewiesen werden können.
Trotzdem behauptet dieser W stur:
"Der Wachtturm und Erwachet! halten auf einzigartige Weise das Banner der Wahrheit hoch, so daß alle es sehen können." (S.13)
Ja, einzigartig ist die Weise tatsachlich, mit welcher Unverfrorenheit die WTG lügt.
Weiß sie es doch besser:
"Es stimmt, damals dachten die Bibelforscher, die Aufrichtung des Königreiches im Himmel werde unmittelbar die Vernichtung der irdischen Königreiche mit sich bringen und gleichzeitig würden die gesalbten Christen "entrückt", um mit den verstorbenen gesalbten Christen vereint zu werden, die zur Zeit der Gegenwart Christi auferweckt würden (2. Thessalonicher 2:1)." (WT 23/84, S. 17) Hinsichtlich seiner irrigen Feststellungen in bezug auf das, was, wir im Jahre 1925 erwarten konnten, sagte er (Rutherford) einmal vor uns allen im Bethel: "Ich habe mich lächerlich gemacht."
(WT 24/84, S. 26; kleingedruckte Fußnote).
Mögen diese zwei Zitate reichen, um die
Behauptung der Wachtturmschreiber zu widerlegen. Hunderte weitere Beweise, die, die Irrtümer in der Geschichte der WT- Organisation belegen würden, konnte man aufstellen .
-Gerd R ...-

EINE BEMERKUNG AM RANDE
"WAHRSAGEN IMMER NOCH IN MODE"
So die Überschrift des einleitenden Nebenartikels (WT 5/87). Ob die darin erwähnten Fakten der Wahrheit entsprechen, soll an dieser Stelle nicht überprüft werden.
Allerdings müssen einem Zweifel kommen,
wenn man liest:
"In derselben Zeitschrift bestätigte der amerikanische Kongreßabgeordnete Charles Rose, daß sich die Russen ebenfalls übersinnlicher Kräfte bedienen." (S. 4)

Woher weiß er denn das?
Das haben ihm wohl die 34 Personen mit dem "Zweiten Gesicht" gesteckt, die angeblich das Pentagon beschäftigen soll. (S. 4).
Mister Rose sollte allerdings solchen Behauptungen wenig Aufmerksamkeit schenken. So sind diese zwielichtigen Personen offensichtlich noch nicht einmal in der Lage, ihrem Land den Weg zum Wohlstand zu weisen.
Bevor sie aber befähigt sind, Prophezeiungen über die Sowjetunion zu geben, sollten sie lieber noch einen Aufbaulehrgang unter der Leitung Satans absolvieren ...
-Gerd R ...-

Liebe Brüder und Schwestern!
Christliche Verantwortung und christliche
Wahrheit bilden ein Ganzes! Ihr habt die Möglichkeit, jederzeit nach vorheriger Anmeldung im CV-Büro Gera und Berlin Original-Dokumente der WTG, die wir in unseren Artikeln zitieren, einzusehen und zu prüfen.

ERINNERUNGEN AN EINEN KONGRESSBESUCH
Nun waren wir in Karlsruhe zum Kongreß "Göttliche Herrschaft" der Zeugen Jehovas.
Wir mußten uns erst an die dortige Obrigkeit wenden, ehe wir auf dem Kongreßgelände ankamen. Diese war, sehr zuvorkommend, als sie hörten, wir kommen aus der DDR und waren Zeugen. Es war also dort eine gute Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der Wachtturm-Gesellschaf't .

Wir wurden zur Kongreßleitung geführt. Das war aufregend. Überall standen Brüder herum, welche die Leitungsglieder beschützen sollten. Wir wurden durch lange Gänge geführt. Dann kamen wir beim Bruder Peter an. Es gab eine freundliche Begrüßung. Der Reisepaß wurde abgenommen und registriert.

"Also Geschwister, ihr kommt aus Torgelow?" Dann kamen eine Reihe von Fragen:
"Wer sind eure Ältesten? Wie steht es mit dem Verkündigen? Bei euch ist doch viel Armee? Konnt ihr sagen, was für Einheiten?'"
Wir verneinten, denn es gab ein striktes Verbot in den Armeesiedlungen zu verkündigen.
Noch eine Frage:
"Wie kommt die Bevölkerung mit der Armee zurecht?"
Wir sagten, man hat sich daran gewöhnt.

Nun erhielten wir unsere Essenmarken für die Kongreßtage. Wir fragten uns, warum die Frage nach der Armee? Das ist doch auch eine politische Frage, wenn nicht noch mehr.
Der Kongreß hatte schon angefangen. Es war überwaltigend, die Menschenmenge und alles Zeugen. Es herrschte eine gute Stimmung.
Das Fotografieren wurde über den Lautsprecher verboten. Alles verlief nach dem ausgedruckten Programm. Uns fiel auf, daß ein Mann im Parterre an einen Pfeiler gelehnt stand, wo doch alle saßen. Der Redner hatte gerade seine Ausführungen beendet, als der Mann loslief und schrie "alles Lüge".

Er hatte das Rednerpult aber noch nicht erreicht, da war das Mikrofon schon abgeschaltet. Nun war seine Stimme nicht mehr zu hören. Schon erschienen vier Zeugen auf der Bildflache (als Rausschmeißer). Sie ergriffen den Mann und schleppten ihn raus. Wir fragten unseren Nachbarn, geschieht so etwas öfter? Er sagte, "wir haben uns schon daran gewohnt. Übrigens, diesen Mann kennen wir. Er ist ein evangelischer Pfarrer." Was geschieht mit ihm?, fragten wir. "Das ist ganz einfach. Er hat sich des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht. Seine Personalien werden aufgenommen, dann wird er verhört und schließlich der Polizei übergeben."

Haben sich die Zeugen eine eigene Justiz zugelegt? Sie als eine so starke Organisation können nicht einmal eine Gegenstimme vertragen, ist das nicht lachhaft? Wie schwach sie doch sind.
Die Biblischen Dramen waren für uns unfaßbar. Ja, sie waren für Auge und Ohr bestimmt. Wir dachten, daß man uns einmaliges, großartiges bot. Aber leider stimmten die Worte und Musik vom Tonband (Playback) nur selten überein, mit den Gesten und der Mimik der Darsteller. Aber alle nahmen es freudig an, "denn es kam ja von Jehova"!

Als der Kongreß beendet war, durften wir Druckerzeugnisse mitnehmen, soviel wie jeder wollte. Bruder Peter wußte, daß das Mitbringen eine strafbare Handlung ist. Aber was kümmerte es ihn. Er konnte ja nicht bestraft werden, wie ja eventuell die Zeugen, die zuruckfuhren.
—E.B.T.-

IST DEIN ZUHAUSE EIN ORT DER RUHE UND DES FRIEDENS?
Warum wohl war es für die WTG-Oberen so wichtig, für die Kongresse 1986 gerade dieses Thema zu wählen?
Nun es ist für die WTG ein altes, ungeschriebenes Gesetz, Themen auszusuchen, deren Problematik Dinge behandelt, die der Verbesserung bedürfen.
Da mag ein unvoreingenommener ZJ sich fragen, der noch keine schlechten Erfahrungen mit der WTG gemacht hat, es ist doch alles in Ordnung, wo sollte es in meiner Versammlung noch Verbesserungen betreffs Familienleben oder verderblichen Handlungen von Familienmitgliedern geben?

Alles ist eine Frage der Aufklärung, denn nur zu vieles wird von der WTG vertuscht, "Brandmauern" verhindern auch, daß vieles gar nicht erst an die Öffentlichkeit gelangt . Ja und CV liest ja angeblich niemand, der ein eifriger ZJ ist, denn in CV wurde gerade in den letzten Jahren vieles offengelegt, wie die Handlungsweise von vielen WTG-Anhängern, ja oft sogar Ältesten ist und was es ist, das falsch gemacht wurde. Wer nämlich in der Materie Bescheid weiß und mit Hilfe von CV hinter die Kulissen sieht, der weiß daß es praktisch bei den Zeugen Jehovas alles an sogenannten Übeltatern gibt, wie in der von der WTG so geschmähten Welt.

Da gibt es wirklich alles. Familienväter, die Frau und Kinder schlagen und tyrannisieren (siehe CV 175), well diese die "gute Botschaft" nicht annehmen wollen.
Oder der gewaltsamen Unterdrückung der Frau, ja ihre Disqualifizierung zum ja-sagenden Dienstmädchen?
Oder der Fall des "Bruders" aus Rathenow (CV 191) der ständig seinen Stiefsohn schlägt und damit brutale Gewalt statt elterliche Liebe demonstriert, genauso wie ein Ältester aus Obergrafenhain, der ähnlich mit seinen Kindern verfahrt.
Diese wenigen Beispiele mögen genügen, um zu veranschaulichen, wie viele ZJ in der eigenen Familie verfahren, wenn ihnen etwas gegen den "Strich" geht.

Es gibt auch Zeugenfamilien, in denen die Kinder systematisch von den Eltern zur Überheblichkeit und Schadenfreude gegenüber Mitmenschen, die keine Zeugen sind, erzogen werden. So wird den Kindern erklärt, wenn im Fernsehen von einem Unglück oder einer Naturkatastrophe berichtet wird: "Alle die, die dort umgekommen sind, sind böse Menschen, weil sie nicht an Jehova glauben. Also hört immer auf das, was euch Jehova im Wachtturm sagt."

So werden Kinder in ZJ-Familien schon von klein auf an Einschüchterung durch den Wachtturm oder andere "bibelerklärende Schriften" der WTG gewohnt, so daß sie später willige Werkzeuge der WTG-Oberen in Brooklyn sind und gar nicht erst den Versuch machen, selbst nachzudenken. Absolute Ja-Sager sind es, die von der WTG gewünscht sind. Leute, die ihren Verstand gebrauchen, um selbst nachzudenken, sind unerwünscht.

Deshalb gibt es auch von Zeit zu Zeit immer wieder neue Hinweise auf den jährlich stattfindenden Kongressen, wie Eltern ihre Kinder zu unselbständigen sich selbst verleugnenden, ganz auf den menschenfeindlichen Kurs der WTG eingeschworenen Menschen erziehen können.
Jeder Zeuge Jehovas sollte sich aber einen Bibelspruch besonders zu Herzen nehmen, statt blind den WTG-Schriften zu glauben, nämlich Apostelgeschichte 17:11.
"Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalonich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge auch so verhielten."
Also, IHR Zeugen, prüft es nach, was man EUCH lehrt, macht EUCH Gedanken, aber anhand der Bibel. Studiert die Bibel einmal ganz unvoreingenommen für EUCH selbst, ohne die WTG-Schriften dabei und IHR werdet erkennen, was IHR bisher falsch gemacht habt. -R.S.W.-

HAST DU DAS GEWUSST?
Bis zum Jahre 1929 stand die WTG in der Obrigkeitsfrage auf dem gleichen Standpunkt wie die anderen christlichen Kirchen und Religionsgemeinschaften. Sie lehrte, daß die von Paulus, in seinem Brief an die Römer beschriebenen Obrigkeiten, die jeweiligen politischen Regierungen sind.
Bedingt u. a. auch durch ihre erschütterte Autorität, durch die 1925-Irrlehre, stellte sie nun in unglaublicher Skrupellosigkeit die bisherige Lehre auf den Kopf.
Sie schreibt im WT vom Juli 1929:

"DIE HÖHEREN GEWALTEN"
"Ist das nicht klar, daß die Worte des Apostel Paulus ganz entschieden verkehrt ausgelegt worden sind, wenn man sie auf die Regierungen dieser Welt anwandte?
Wenn er sagt: "Diese (obrigkeitlichen Gewalten), welche sind, sind von Gott verordnet", bezieht er sich da irgendwie auf die Nationen der Erde? Ist es nicht vernünftiger, anzunehmen, daß Gott seine Worte ausschließlich an jene obrigkeitlichen
Gewalten richtet, die in der Organisation Gottes bestehen und funktionieren, und nicht an die Gewalten in der Organisation Satans?" '

Dieser neue WTG-Gesichtspunkt befähigte die Zeugen Jehovas, der nun über sie hereinbrechenden Flut von Anklagen, vor dem Gericht nicht nur standzuhalten, sondern auch die Strafen hinzunehmen. So gingen sie zu Tausende in die Gefängnisse, nicht etwa ihres christlichen Glaubens willen, sondern wegen der Skrupellosigkeit ihrer eigenen Organisation.
Dann kam helleres Licht! Die WTG konnte ihre Lehre nicht mehr durchhalten.

Sie schreibt im WT vom 1. Januar 1963;
„ORDNET EUCH UNTER"
"... Wen hat Paulus mit dem Ausdruck "Obrigkeit" und "Behörden" gemeint, denen die Christen untertan sein oder denen sie sich unterordnen sollten? Hat er jene innerhalb der Christenversammlung gemeint?
Oder sind damit die politischen Obrigkeiten oder Regierungen und Behörden außerhalb der Christenversammlungen, damals jene unter der Herrschaft des kaiserlichen
Roms gemeint? Wem untertan zu sein, sollte Titus den kretischen Versammlungen einschärfen?
Offenbar den politischen Obrigkeiten oder Regierungen und Behörden dieser Welt."
... Wenn die Christen nichts mit den Regierungen und Behörden dieser Welt zu tun haben wollten, mußten sie die Erde verlassen ...
Für die vielen Tausenden kam diese Einsicht zu spät. Ihr Leben war ruiniert!

Nicht mit einem Wort wird der über 30 Jahre währende Bibelmißbrauch zugegeben. Es gab keine Erklärung, noch wurden die Opfer dieser Irrlehre rehabilitiert.
Die menschlichen Schicksale "IHRER ZEUGEN JEHOVAS" interessiert die Wachtturm-Gesellschaft überhaupt nicht. Wichtig ist für sie nur, was ihr und nur ihr alleine nutzt.
-CVR-

... DARUM KANN ICH NICHT LÄNGER ZEUGE JEHOVAS SEIN
DER "TREUE UND VERSTANDIGE SKLAVE" (III)
... Sie fragten Jesus: 'Herr stellst du in dieser Zeit für Israel das Konigreich wieder her?' Er antwortete; 'Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat' (Apg. 1, 6.7).
Derselbe grundlegende Gedanke gilt heute für die Klasse des "treuen Sklaven". Sie ist wachsam, bemüht sich, Gottes Vorsatz zu erkennen, und ist mitunter sogar übereifrig, das Ende des bösen Weltsystems zu sehen - doch die genaue zeitliche Einordnung von Ereignissen steht in der Rechtsgewalt Jehovas (Matth. 24, 34-36, 45-47).
Apg. 1, 6.7 war also durchaus bekannt, und doch wurde abermals ein Datum bekanntgemacht: Herald Toutjian, S. 25:

"Schnell vergingen die Jahrzehnte eifriger Tätigkeit, und schließlich entstand die Frage: Was werden die 70er Jahre bringen? .... Gemäß unserer Erkenntnis sollten im Jahre 1975 6000 Jahre der Existenz der Menschen ablaufen. Würde dieses Jahr den Beginn der Tausendjahrherrschaft Christi bringen? Wir waren von dieser Möglichkeit fasziniert."
Ihr wißt ja selbst, wie es mit dem Datum um 1975 war. Es wurde nach der Veröffentlichung der Chronologie in dem Wachtturm-Werk "Ewiges Leben in der Freiheit der Söhne Gottes" (S. 32-36) in bezug auf das Ende dieser Welt (und "Harmagedon") anfänglich zwar nur gesagt:

"Es könnte das bedeuten! Es könnte das bedeuten! Alle Dinge sind "bei Gott möglich. Doch wir sagen das nicht. Und möge auch niemand von Euch sich irgendwie bestimmt äußern und etwas sagen, was zwischen der Gegenwart und dem Jahre 1975 vor sich gehen soll" (so Fred Franz).
Doch fast alle Zeugen waren davon überzeugt, daß 1975 das Ende des sechsten 1000-Jahr-Tages des Menschen gekommen sei und das tausendjährige Königreich des Christus beginnen würde. In dem Buch "Ewiges Leben in der Freiheit der Söhne Gottes" (S 30) und 31 Abs. 42.43) wird diese Überzeugung auch bestärkt:

„So erreichen wir in nicht vielen Jahren innerhalb unserer Generation das, was Jehova Gott als den siebenten Tag der Existenz des Menschen ansehen könnte.
Wie passend es für Jehova Gott sein würde, diese kommende siebente Periode von tausend Jahren zu einer Sabbatperiode der Ruhe und Befreiung zu machen, zu einem großen Jubeljahrsabbat, um Freiheit auf der ganzen Erde allen ihren Bewohnern auszurufen! Das würde für die Menschheit äußerst zeitgemäß sein, denn erinnere dich bitte daran die Menschheit hat nur noch das vor sich, was das letzte Buch der Heiligen Schrift über die Tausendjahrherrschaft Jesu Christi über die Erde, die Millenniumsherrschaft Jesu Christi, sagt ...

Es würde sich nicht nur lediglich um Zufall oder Wahrscheinlichkeit handeln, sondern es würde gemäß dem liebenden Vorhaben Jehovas Gottes sein, daß die Herrschaft Jesu Christi des 'Herrn über den Sabbat', parallel mit dem siebenten Millennium der Existenz des Menschen ablauft."

Auch die Erwachet-Ausgabe vom 22. 4.1967 (S. 19 und 20) äußerte sich präziser als Bruder Franz:
"Die Tatsache, daß wir uns dem Ende der ersten 6000 Jahre Menschheitsgeschichte nähern, ist von großer Bedeutung. Fällt Gottes Ruhetag mit der Zeit zusammen, die seit der Erschaffung des Menschen vergangen ist? Offenbar ...

In welchem Jahr wären dann die ersten 6000 Jahre Menschheitsgeschichte und auch die ersten 6000 Jahre des göttlichen Ruhetages zu Ende? Im Jahre 1975. Das ist beachtenswert, besonders wenn man bedenkt, daß im
Jahre 1914 die 'letzten Tage' begannen und daß die Geschehnisse unserer Tage, durch die sich biblische Prophezeiungen erfüllen, diese Generation als die letzte dieser bösen Welt kennzeichnen. Wir können daher erwarten, daß sich in naher Zukunft Dinge abspielen werden, die alle, die an Gott und seine Verheißungen glauben, begeistern werden. Es bedeutet, daß wir im Laufe verhaltnismäßig weniger Jahre Zeugen von der Erfüllung der restlichen Prophezeiungen sein werden, die mit der 'Zeit des Endes' zu tun haben."

Bruder Toutjian, S. 25:
"Heute können wir auf dieses Jahr zurückblicken und verstehen, daß uns Jesu Worte aus Matth. 24, 36 nicht erlauben, ein Datum for das Ende festzusetzen. Er sagte: 'Von jenem Tage und jener Stunde hat niemand Kenntnis, weder die Engel im Himmel noch der Sohn, sondern nur der Vater."
Die gestellte Frage, ob es wirklich klug sei, alles zu glauben, was der "treue und verständige Sklave" darreicht, kann ich - nach allem - nur verneinen. Dieser von sich selbst ernannte "Sklave" hat sich in der Vergangenheit zu oft geirrt und anschließend in seinen Veröffentlichungen die Tatsachen bewußt verschleiert.

Ich frage mich: Wie wollen die Brüder, die glauben, die leitende Körperschaft sei der "von Jesus vorausgesagte Sklave", dieses Verhalten rechtfertigen? Daß Menschen sich irren, ist verständlich und verzeihlich.
Wenn man aber den Anspruch erhebt, der "Vertreter des Herrn auf Erden" zu sein und von Jesus Christus geleitet zu werden, dann sind derartige Verschleierungsmaßnahmen unverzeihlich.
Wer diesen hohen Anspruch der Wachtturm-Gesellschaft vergessen hat, sei nur an folgende Resolution erinnert:
"... anerkennen, daß Gottes Regierung eine reine Gottesherrschaft ist, daß Christus Jesus sich im Tempel befindet und den vollen Befehl und die volle Gewalt; über die sichtbare Organisation Jehovas wie auch uber die unsichtbare innehat und daß 'DIE GESELLSCHAFT' der sichtbare Vertreter des Herrn auf Erden ist."
"Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben", S. 148/149.

Jesus sagt, nicht einmal er hätte Kenntnis von "jenem Tag und jener Stunde" (Matth. 24, 36). Wäre er wirklich der "Befehlshaber über die sichtbare Organisation Jehovas" (also auch über die WT-Gesellschaft), hätte er dann nicht bemerkt, daß sich diese an seine Worte in Apg. 1, 7 gehalten hatte:
"Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat"?
Daß sich der "treue und verständige Sklave" nicht daran gehalten hat und seine Prophezeiungen nicht eintrafen, macht ihn als falschen Propheten kenntlich:
"Wenn der Prophet im Namen Jehovas redet und das Wort trifft nicht ein oder bewahrheitet sich nicht, so ist dieses das Wort, das Jehova nicht geredet hat. Mit Vermessenheit hat der Prophet es geredet."
(5. Mose 18, 22)
M.S. aus S.
"Brücke zum Menschen"

FRÜCHTE DES GEISTES
Vor mir liegen 43 Briefe von Zeugen Jehovas, die CV nicht mögen. Nur 5 davon bleiben im Rahmen des Anstands. Mehr als die Hälfte der Schreiber, 23 genau, scheuen sich auch, mit ihrem Namen für ihre Worte einzustehen, obwohl es im 1. Petr. 3;l5,16 heißt: "Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Grund fordert der Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmut und Gottesfurcht ..."

In 8 Fallen wird mit Polizei. gerichtlichen Schritten oder "schärferen Maßnahmen" gedroht. So etwas hat noch nie einer der "Abtrünnigen", die an CV mitarbeiten, getan, denn von Jesus wird in 1. Petrus 2:23 gesagt: "... welcher nicht widerschalt, da er gescholten ward, nicht drohte da er litt ..."
Ähnlich berichft Juda 9: "Michael aber, der Erzengel, als er mit dem Teufel stritt ..., hat nicht gewagt, gegen ihn ein lasterndes Urteil zu fällen, sondern sprach:
Der Herr strafe dich!"
Häufig erscheinen in jenen Briefen Ausdrücke wie: Mist, Scheiße, dreckige Wäsche, Schmierblatt. Ferner: Saubande, Sauhaufen, Armleuchter, Ochsentruppe, Scheißhausfliegen. "zum Hintern abwischen (einmal buchstäblich; "schnier-Pienken geschniere Fu-Fu-Fu"). Klosettpapier, Dreck, Schund, Pornographie, können uns mal kreuzweise und dergleichen mehr.
Welch ein Widerspruch zu Kol. 4:6; "Eure Rede sei allezeit lieblich und mit Salz gewürzt, daß ihr wisset, wie ihr einem jeglichen antworten sollt."
Könnte man sich solche Ausdrücke wie die genannten aus dem Munde Jesu vorstellen?

Aus Halle erreichte uns ein zwei Seiten langes, unsagbar albernes und nichtssagendes "Gedicht". Hier fiel mir Epheser 4:29 ein: "Laßt kein faules Geschwätz aus eurem Munde gehen, sondern was gut ist und das Nötige fördert, das redet, auf daß es Segen bringe denen. die es hören."
Zweimal wird CV der Papierverbrauch vorgeworfen, sechs andere hingegen wollen diesen wertvollen Rohstoff im Mülleimer oder Ofen sehen. Man vergleiche einmal, wieviel tausendmal mehr die WTG für ihre Propagandaflut verschwendet, wovon das meiste auch verloren geht. Auch zu dem oft gebrauchten
Ausdruck "Belastigung" könnte man Vergleiche anstellen: Wie viele Menschen mögen sich wohl durch die ständigen Hausbesuche der Zeugen und deren Literaturkolportage belästigt fühlen?
Auch ein Brief voll erzpolitischem Zynismus aus Hannover war dabei, der die Behauptung Lügen straft, die Wachtturm-Ideologie sei unpolitisch. Ein anderer Schreiber wundert sich, woher wir seine Adresse haben. Wir waren ja alle selbst viele Jahre oder Jahrzehnte unter den Zeugen und kennen darum viele von ihnen. Unter diesen wiederum sind viele CV-Leser die uns weitere Adressen von vielleicht zur Einsicht zu bringenden geben.

Es kommt uns dabei darauf an, aus unseren eigenen Erfahrungen zu zeigen, daß die WTG nicht besser ist als irgend eine andere extreme Sekte auch, nur anmaßender und herzloser. Irgendwann kommt fast jeder selbst dahinter, doch möchten wir möglichst vielen die schweren und sinnlosen Opfer auf diesem langen Weg ersparen. Und das tun wir neben unserem Broterwerb und ohne Bezahlung, so daß die Empfehlung von K. aus Dittersbach und Sch. aus Bautzen, "doch lieber arbeiten zu gehen", genauso deplaziert ist wie die bereits genannten Ungezogenheiten.

Möge jeder selbst urteilen, ob die Schreiber jener Briefe besser als wir, die wir uns von der WTG abgewandt haben, den Worten aus Gal. 5:22 und Phil. 4:5 entsprechen, mit denen ich meine Betrachtung abschließen mochte:
"Die Frucht des G e i s t e s - aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit.
Eure Gelindigkeit lasset kundwerden allen Menschen!"
-Erich K...

AKTUELLES IN KÜRZE
AUF VERLORENEM POSTEN
Da wird im neuen WTG-Buch „Sicherheit" auf S. 149 und an anderen Stellen erneut politisch spekuliert. Vor dem "Ende" müßten "die politischen Mächte die Vernichtung des Weltreiches der falschen Religion übernehmen". Eine Taktik der WTG, um die für sie nun verhängnisvolle letzte Naherwartung wieder aus den Köpfen zu bringen. Nur entwickein sich die Dinge entgegengesetzt. Kein "Reich" der Religion wird vernichtet. So wurde vom VEB Spezialbau Magdeburg am 15.8.86 mit einem Hubschrauber die goldene Kuppelfigur "Triumphierende Tugend" in Berlin auf den wiederhergestellten Deutschen Dom (Neue Deutsche Kirche) am Platz der Akademie gesetzt, neben die Figur "Religion" auf dem wiederhergestellten Französischen Dom. Alles im Rahmen der historischen, auch religiösen Erbepflege in unserem Land, für heute und alle Zukunft zu gestalten.
Die WTG steht da mit ihren "prophetischen" Spekulierungen auf verlorenem Posten.
Die Tatsachen zeugen gegen sie.
-CVN-

UNBIBLISCHES WT-GESCHWÄTZ ÜBER GOTT
"Welche Kraft steht hinter dem Universum?"
So wirbt die WTG in ERWACHET vom 22.1.1986 Seite 31 für ihren Ladenhüter "Der heilige Gelst - die Kraft hinter der künftigen neuen Ordnung".
Gott h i n t e r dem endlsen Universum?
Haben sie damit Gott nicht ins Niemandsland verbannt? Hinter der Endlosigkeit ist doch gar nichts möglich!
Psalm 115:3 dagegen sagt: "Unser Gott ist i n den Himmeln". Und Jesus lehrte beten:
"Unser Vater i n den Himmeln"!
Matthaus 6:9, Bergpredigt (NW 1985)
Schaut da nicht ein unbiblischer, unchristlicher und gottloser Pferdefuß aus der "LEITENDEN KÖRPERSCHAFT" hervor, der hier nicht einmal Jesu Mustergebet in den Sinn kommt?
Wie könnte man anders 10 480 000mal (ERWACHET-Auflage) so die Bibel mißachten?

AUS DER WELT DER ZEUGEN
IN POLEN WÜTET GEISTIGER WACHTTURM-TERROR!
Bruder J. Wolny berichtet;
"Große Erweckung des Gewissens und Aufstand unter den Zeugen Jehovas in der VR Polen. In den letzten Jahren haben Tausende von Zeugen die Organisation verlassen. Die Leitung der Organisation in Polen ist erschrocken und hat für das ganze Land eine strenge Informationsblockade verhängt. Die Zeugen, die die Organisation verlassen haben, werden verfolgt und terrorisiert.
Nicht nur ihre ehemaligen Brüder und Schwestern beteiligen sich daran, auch ihre eigenen Familien, sofern sie aus verstockten Zeugen Jehovas bestehen.
Die Kinder werden aus den Elternhäusern vertrieben. Fanatische Zeuginnen verlassen ihre Männer, die die Organisation verlassen haben und auch umgekehrt.
Kinder verachten Vater und Mutter und sagen sich von ihnen los.
Die Korrespondenz wird kontrolliert und vernichtet, die von ehemaligen Zeugen kommt, wie z. B. bei Bruder Lucki aus Inowroclaw. Sein Vater (fanatischer Zeuge) kontrolliert nicht nur und vernichtet, sondern schreibt auch noch an die Schreiber Droh- und Schimpfbriefe.
Alle, die von der Organisation weggegangen sind, und das werden immer mehr, werden in den Dreck gezogen. Es gibt Fälle, wo die Andersdenkenden (ehemalige Zeugen) geschlagen werden von ihren eigenen Familienmitgliedern.
DAS IST WACHTTURM-TOLERANZ!
DAS IST WACHTTURM-FREIHEIT und LIEBE!

"Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos
Konto-Nr.: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera

A 415/87 V71 1556 N2

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