Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 213
Rückblickend hat man zu konstatieren. Der Ostblock, insbesondere die Sowjetunion, wurden vom Westblock, besonders den USA, „totgerüstet". Das die USA-Politik der Reagan-Administration sich (religiös verbrämt) auch in der Publizistik der WTG wieder findet, verwundert überhaupt nicht. Nun meint diese CV-Ausgabe dieses brandmarken zu sollen.
Man muss da wohl einen Vergleich mal bemühen, der zwar „hinkt", aber doch wohl den Kern trifft. Wenn die Zeugen Jehovas in der Regel Nichtraucher sind, so gibt es durchaus einige unter ihnen, auf die das nicht immer zutraf. Die sich also am ehesten in die Befindlichkeit aktiver Raucher hinein versetzen können. Und die wissen sehr wohl, was alles für rationale Argumente gegen das Rauchen vorgebracht werden. Gleichwohl prallen diese Argumente bei den aktiven Rauchern in der Regel resonanzlos ab. In einer ähnlichen Situation befand sich auch die CV. Das Mißtrauen in der Form der Zeugen Jehovas einem verlängerten Arm der US-Politik gegen über zu stehen, wäre das Eine.
Das Andere hingegen ist, wie denn solcher Art Argumentation bei den ZJ (in diesem Falle den „symbolischen Rauchern" „ankommt"). Und genau dieses ist der springende Punkt. Eine Argumentation, die eigene Interessen gebührend artikuliert, ist nicht schon deshalb allein „erfolgversprechend". Man hätte das wissen können; wollte es aber nicht wissen. Ergo drehte man sich im Kreis, bis es nichts mehr zu drehen gab (sprich das inzwischen eingetretene Ende der DDR).
Der Rubrik „Ungenießbar" ordne ich auch den in dieser CV-Ausgabe lesbaren Satz zu:
„ Wenn sie aber (die WTG), sei es vordergründig, sei es hintergründig, behauptet, daß die von Christus gegründete Kirche eben NICHT bis jetzt ununterbrochen bestanden hat."
Offensichtlich stammt solch ein Satz aus der „katholischen Ecke".
Es ist schon ein starkes Stück, auf das man ja gefasst ist, dass der DDR-Staat und seine Politik in diesem Blatt nur in allerrosarotesten Farben dargestellt wird. Das nun jedoch als vermeintliches „Kontrapalaver" noch die Ergüsse aus der katholischen Ecke dazu kommen, ist wirklich zuviel des „Guten".


CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR

NR. 213 GERA APRIL 1987

IN TREUE ZUR ORGANISATION
Raymond Franz bricht sein Schweigen (3)
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen WT 20/1986
CHRISTUS STARB DOCH AN EINEM KREUZ!
WTG in eigener Schlinge gefangen
WIEDERKUNFT CHRISTI
Wie, wann und wo kommt Jesus?
… NICHT LÄNGER ZEUGE JEHOVAS SEIN
1. Thema - Die Wiederkunft Christi
DER ERNSTE WUNSCH, GOTT ZU DIENEN
WTG zwingt ihre Zeugen auf Sand zu bauen

NICHT WÜRDIG FÜR DEN HIMMEL UND DAS ABENDMAHL
Erinnerungen einer alten Zeugin Jehovas
Beim Lesen des Artikels der Japanerin Yuriko Eto im WT 17/86 „Warum ich. nicht: mehr in den Himmel kommen will" wurden. bei mir wieder Erinnerungen wach, die ich gern aufschreiben möchte, damit sie der Nachwelt erhalten bleiben, denn bald wird es keinen mehr geben, der aus Erinnerungen der heutigen Generation erzählen kann wie es damals war - damals in den zwanzigern, dreißigern Jahren.
Auch ich weiß einiges nur, weil ich alte Menschen befragte, sie bat, doch zu erzählen wie es damals war, damals in den dreißigern Jahren, als die sogenannte „große Volksmenge", oder auch „andere Schafe" genannt, aufgekommen ist.

„Damals", so sagte ich, „glaubtet ihr doch alle noch, daß alle gläubigen Christen in den Himmel kommen werden, und wenn das Abendmahl gefeiert wurde, da habt ihr doch alle noch von dem Brot und dem Wein gemeinsam genossen. Heute glauben wir nicht mehr, daß wir in den Himmel kommen werden, und wenn die Gedächtnisfeier ist, nimmt keiner mehr von Brot und Wein etwas zu sich?"
„Ja", sagte die alte Schwester (heute lebt sie wohl nicht mehr), „was soll ich dir sagen. Willst wissen, wie es damals wirklich war. Gerne erzähle ich nicht von den damaligen Zeiten. In den Wachttürmen liest man auch nie wie es damals wirklich war und vielleicht sollte man sowas auch nicht weitererzählen.
Aber dir will ich es sagen.
Also, es war so:
Als im Wachtturm das hellere Licht erschien, sollten wir demnach nicht mehr glauben, daß wir in den Himmel kommen und dort mit Jesus Christus zusammen sein werden, auch sollten wir beim Abendmahl nicht mehr vom Brot und Wein etwas essen, denn wir wären nicht würdig dazu.

Das schockierte uns alle natürlich und wollten uns der neuen Lehre nicht so recht anpassen. Waren wir doch alle überzeugt, daß wir endlich den richtigen Glauben gefunden hatten und wollten treu daran festhalten. Und als das Abendmahl gefeiert wurde, nahmen die meisten wieder vom Brot und Wein zu sich. Das muß wohl so um 1935 gewesen sein. Damals waren auch schon die Verfolgungen unter Hitler und wir alle hielten viel fester zusammen wie heute.

Dann kam aber ein Bruder, den wir alle kannten, weil er sowas ähnliches war wie heute unsere Kreisdiener und er war ein glänzender Redner. Er wollte uns einen sehr wichtigen Vortrag halten und wir alle kamen in großer Zahl heimlich zusammen. Wir waren damals immer sehr gespannt auf jede Neuigkeit, weil wir das Ende jeden Augenblick sozusagen erwarteten.
In seiner Ansprache malte uns der Bruder in den schönsten Farben das künftige Paradies auf Erden vor. Unsere Augen glühten und wir waren begeistert. Es hätte nur noch gefehlt, daß er uns sagte wann es soweit ist und wir wären bereit, sofort in den Verfolgungen für unsern Glauben zu sterben, um in dieses schöne Paradies zu gelangen. Aber er fragte uns unvermittelt 'wer von euch möchte nicht in so einem schönen Paradies auf Erden leben, der möchte die Hand heben.'

Keiner hob die Hand - was ja auch zu erwarten war. Da sagte der Bruder so etwa:
'ALSO BRÜDER UND SCHWESTERN, ICH SEHE, DASS IHR ALLE DIE IRDISCHE HOFFNUNG HABT UND NICHT DIE HIMMLISCHE, WIE AUCH ICH ÜBRIGENS UND BRÜDER UND SCHWESTERN IN DEN ANDEREN VERSAMMLUNGEN.
WARUM HÄLT IHR DENN NOCH IMMER FEST AN DER HIMMLISCHEN HOFFNUNG?'
Wir müssen wohl plötzlich sehr dumme Gesichter gemacht haben, jedenfalls schien mir, daß unser Bruder uns nicht mehr so sympathisch anlächelte, sondern eher angrinste. Ich war sehr böse auf ihn. Dann folgten noch sehr lange Erklärungen von ihm, warum wir auch beim Abendmahl von Brot und Wein nicht genießen sollten, aber wir alle, glaube ich, hörten nicht mehr so richtig hin. Ich jedenfalls kann mich an nichts mehr so richtig erinnern, was er noch sagte. Nach dem Vortrag gingen wir gleich wieder auseinander, nur paar Brüder blieben noch zurück. Du kannst dir ja denken was für Debatten wir in der Folgezeit unter uns führten. Zwar fanden die Überrumplung des Bruders nicht ganz fair, aber wir fügten uns allmählich dem neuen Licht. Und als wieder das Abendmahl - jetzt sagen wir ja dazu Gedächtnisfeier - war, nahm keiner mehr von den Symbolen - denn sie sollten jetzt Brot und werden -, aber einige waren dabei. Sie wandten sich ab und sind bis heute nicht zurückgekommen. Aber einige nahmen nach der Feier doch noch heimlich von Brot und Wein zu sich, meistens erst zu Hause, damit es keiner sieht. Mein Mann gehörte auch zu denen. Jetzt, wo er schon gestorben ist, kann ich dir das ja sagen.

Der Bruder, der die Begräbnisrede hielt, hat das gewußt und hat in seiner Ansprache gesagt, 'daß er zu den 144 000 gehört er wird mit Christus tausend Jahre wie ein König auf Erden regieren.'
Das hätte er aber lieber nicht sagen sollen, denn wir sind in dieser Kleinstadt hier zu gut bekannt und es waren sehr viele Bekannte, sogar alte Schulfreunde von uns zur Beerdigung gekommen und sie haben gelacht über das, was sie hörten. Es wurde zum Stadtgespräch und über uns wurde gespöttelt: 'was, der soll uns mal regieren? wie ein König? mit Christus zusammen 1000 Jahre?' Na du weißt ja wie die Leute sind.

Aber ich muß ehrlich sagen, daß mir das nicht so ganz gefallen hat, daß mein Mann die himmlische Hoffnung hatte und ich nur die irdische. Es soll ja eine Auferstehung der Toten geben und demnach werde ich meinen Mann ja nie wiedersehen, denn er wird im Himmel sein und ich auf der Erde.
Wir hatten eine sehr lange glückliche Ehe geführt, denn wir beide kannten uns schon von der Schule und hatten sehr jung geheiratet. Vier Kinder hatten wir in der Wahrheit großgezogen und drei leben noch heute und auch unsere Enkel sind alle der Wahrheit. Die jungen Leute heute glauben ganz anders als wir damals, damals, als wir in den zwanziger Jahren zu den Bibelforschern kamen. Die wissen immer alles besser und wollen uns noch belehren. Aber ich weiß, daß die Menschen damals besser waren als heute.- Wir hatten nicht viel, wir waren arm, aber wir verstanden es, glücklicher zu sein ..."

IN TREUE ZUR ORGANISATION
40 Jahre Vollzeitdienst als Pionier, Sonderpionier, Kreisaufseher, Bezirksaufseher und Missionar, Zweigaufseher, Bethelmitarbeiter und dann Mitglied der leitenden Körperschaft der WTG bzw. ZJ in Brooklyn, New York, USA, der "Weltzentrale der Zeugen -.Jehovas" - das ist Raymond Victor Franz,- Neffe des WTG-Präsidenten Frederick William Franz, nunmehr ein Kronzeuge gegen die WTG, wie es ihn noch nie gab! Vertraulich wurde er Ray genannt.

Er war ZJ in der 3. Generation, schon Eltern und Großeltern vor ihm waren das, damals Bibelforscher genannt. Die WTG-Verkündigung, die dann sein Leben entschied, waren die Darlegungen von. WTG-Präsident Rutherford 1938 "Schaut den Tatsachen ins Auge" und "Füllet die Erde". Danach sollte im 2. Weltkrieg Harmagedon beginnen und dann auch gleich das Paradies. Nur wenige Jahre noch sollten die damaligen Jugendlichen warten mit Heiraten und Kinderzeugen. Das muß man heute einmal nachlesen! So ließ sich Ray 1939 mit 17 Jahren im Sinne der WTG taufen, um sein Leben ihrem Werk zu verschreiben"

Nach Schulende 1940 gings gleich in den WTG-Vollzeitdienst, 1940 würde der letzte Sommer vor Harmagedon sein. Man lese das! Und in welchem Trubel das dann alles verdrängt wurde und unterging! 1940 sogleich in den USA verhaftet und Prozesse erlebt, Dann 1940/41 der Gegensatz von J. F. Rutherford und F. W. Franz, weil alles weiterging und nichts endete, Dann wie Ray von Minenarbeitern beschossen wurde. Dann erlebt er als 19jähriger Jugendlicher ZJ den WTG

Kongreß 1941 in St. Louis, der Kinder und Jugendkongreß, der die Alten abschrieb und die Jugendlichen für die nächste Generation begeisterte. Danach als Sonderpionier das opferreiche und spartanische Wohnwagenleben in Ohio. Wieder verhaftet, So wurde er sozusagen im Feuer gehärtet"
Dann kam 1944 die Gileadschule und ein Besuch in "Beth Sarim", dem "Haus der Fürsten", in Wirklichkeit eine Villa für WTG Präsident Rutherford. Man muß lesen, Ray das aufnahm. Wer schon heute kennt diesen ganzen WTG-"Fürsten"-Schwindel? Man kann nur staunen!

1946 wird Ray als "Gesalbter" WTG-Aufseher in Puerto Rico. Für seinesgleichen war die Heirat damals unerwünscht. Wer diesen WTG-"Rat" nicht befolgte, verlor seine Dienstvorrechte, seine "Zuteilung". Die Probleme blieben nicht aus. Erst als es WTG-Präsident N. H. Knorr 1950 selbst nicht mehr aushielt und heiratete, wurde das anders. Das soll also von, Gott gewesen sein? Man muß es lesen. Im zu engen Missionarheim in Puerto Rico dann keine geringen Probleme. Gefahren wie Paratyphus, Ruhr, Liebes-Probleme, Nervenzusammenbruch unter den Brüdern und Schwestern. Alles menschlich, allzu menschlich,.

Dann. auch "theokratische Kriegslist" wie Schmuggel, eine gefährliche Halbwahrheit für den Diktator Trujillo, eine Ray-Attrappe im Bett. Lüge, Täuschung, Betrug, Tarnung, Verdeckung, Irreführung, Falschheit, Ablenkung, Bluff, Schwindel, alles erlaubt, wenn es der WTG dient. Da gab es keine Skrupel, weithin bis heute nicht.
1959 ist Ray 36 Jahre alt und heiratet endlich auch. Cynthia, eine Missionarin. Die Ehe bleibt im Sinne der WTG kinderlos, ein Sichversagen, am Ende eine Tragik.

Dann als dieser WTG-Unsinn begriffen wurde, war es zu spät. Tausende Leser werden ihr eigenes WTG-Schicksal wie in einem Spiegel sehen. Ein unsagbares Herzeleid.
1984 ist Ray dann Absolvent der 39. Klasse in Giliead, um anschließend 1965 Mitglied des WTG-Hauptbüros in Brooklyn zu werden. Er tritt in die Schreibabteilung der WTG ein, wo die "geistige Speise" fabriziert wird. Er ahnt noch nicht, was damit für ihn beginnt. Zunächst ist er glücklich zu wirken, wo er den "Tisch des Herrn" wähnt.

Der Organisation treu bis zum Tode?
Mit dem Eintritt in die WTG-Schreibabteilung muß sich Ray wie nie zuvor dem Studium widmen. Nach und nach gehen ihm da förmlich die Augen über. "An den Zitzen von Babylon saugen", um "geistige Speise" zu schaffen? Erstaunlich! Sie spotten, aber sie "saugen"! Am 20.10..1971 wird er schließlich Mitglied der leitenden Körperschaft der Organisation, Mitglied des höchsten Gremiums. Die Produktion der "geistigen Speise" und die Vorgänge in den geschlossenen bzw. geheimen Sitzungen der leitenden Körperschaft (LK) lassen es schließlich wie Schuppen von seinen Augen fallen. Er lernt Dinge kennen, die er niemals
erwartet und für möglich gehalten hatte, geschweige für denkbar.

Was nun vor unseren Augen abrollt! Es widerstrebt Ray, falsche WTG-Lehren herstellen zu helfen. Er erlebt einen ungeheuerlichen Schwindel um die LK, von der es bis 1975 nur eine Illusion gewesen.
Er sieht in Wirklichkeit "Monarchen" regieren. Gegen Mehrheiten in der LK werden falsche Lehren auferlegt. Ray muß heute das und morgen das Gegenteil davon als "göttliche Wahrheit" formulieren. Er weigert sich als LK-Mitglied, WT-Artikel als gültige "geistige Speise" zu signieren, seine Zustimmung zu geben, da er das nicht verantworten kann und will. Damit macht er sich verdächtig. Die von den eigentlichen Machthabern in der WTG und LK durchgeführte Politik in Mexiko und Malawi, wo es am Ende um Freiheit, Leben und Tod der einfachen Verkündigter geht, ist einer scheidenden Faktoren. In ungeheuerlichen inneren Konflikten reift es in ihm heran, das nicht länger mitzumachen, ohne zum bewußten Heuchler und Schuldigen vor Gott
und Menschen zu werden.

Schließlich "ergreifen" sie ihn und bringen ihn als "Verschwörer" - nichts war falscher als das - vor eine hörige, gnadenlose LK-Inquisition, um ihn auf ihrem Altar der "Einheit auf Kosten der Wahrheit" zu "opfern". Denn seine Positionen sind auf eine erschütternde Weise lauter und wahrhaftig, wie sich jeder Leser überzeugen kann. "Ray, gib nicht auf, dies sind alte Männer, sie werden nicht ewig leben!" und' "Wenn König Saul (WTG-Präsident Franz) stirbt, dann werden. sich die Dinge ändern", rieten ihm die Ängstlichen im WTG-Hauptbüro.
Er gab nicht auf. Sein Buch, das nun seinen Lauf um die Welt nimmt, beweist es uns. -

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG 17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DEN WT 20/1986
NEBENARTIKEL:
Der Kampf um die Weltherrschaft
Wer wird ihn gewinnen?"
WER BEDROHT WEN?
„Der heutige überwiegend atheistische „König des Nordens" verneint die Existenz Gottes, und er ist dafür bekannt, daß er die Religion unterdrückt. Er vertraut mehr auf die Macht seiner Rüstung und den Militarismus als auf andere Möglichkeiten, internationalen Einfluß auszuüben. Daher verwendet er einen großen Teil seiner finanziellen Mittel, um dem „Gott der Festungen" Herrlichkeit zu geben. Der „König des Südens" verherrlicht zwar ebenfalls die Rüstung und den Militarismus, er erkennt jedoch andere Götter an, und viele seiner Untertanen sind religiös sehr engagiert." …
„Der „König des Südens" versucht jedoch, ihn (den „König des Nordens", Anm. d. Red.) an seinen Übergriffen auf die sogenannte freie Welt zu hindern." (S. 4)

EIN „REAGAN-HARMAGEDON"
DARF ES NICHT GEBEN!
Kann ein Zeuge Jehovas nach dem Lesen dieser Sätze noch davon überzeugt sein, daß der Wachtturm unpolitisch ist?
(Vergleiche Seite 2).
Dieses Zitat ist doch Politik in Reinkultur. Ja mehr noch - es ist ein Verleumdung der Sowjetunion und der anderen sozialistischen Staaten.
Die SU würde sich an der „freien Welt" vergreifen, sie unterdrückt die Religion, die Aufrüstung zieht sie den Verhandlungen vor …
Zwar muß dieser WT noch zugeben, daß die USA die Rüstung und den Militarismus verherrlicht. Die Brooklyner Leithirten zeigen dafür aber volles Verständnis.
Schließlich müssen die Vereinigten Staaten von Amerika sich sowie ihre Verbündeten vor den „Übergriffen" der Sowjetunion schützen. Zudem ist ja „Gottes geheiligtes Land" s o religiös! Einem kommen fast die Tränen …

Das Treffen der führenden Repräsentanten der SU und der USA, Michael Gorbatschow und Ronald Reagan, welches übrigens auf Initiative der Sowjetunion in Reykjavik stattfand, hat ein weiteres Mal gezeigt, wer willens ist, abzurüsten und wer nicht. Schließlich scheiterte dort ein mögliches Abkommen zur Rüstungsbegrenzung und Abrüstung an der starrer Haltung des USA-Präsidenten, der unbedingt seine SDI-Pläne im Weltraum verwirklicht sehen möchte.
Zwangsläufig entsteht der Eindruck, daß Reagans Religion sich SDI nennt. Eine solche Religion aber kann für die gesamte
Welt den Tod bedeuten!
Seine Rederei von einen Harmagedon könnte Dann doch noch Gestalt annehmen.
(Siehe WT 19/86, Seite 3.)

STUDIENARTIKEL
„Sag nicht nur:
'Haltet euch warm und wohlgenährt'"
PROBLEME MIT DEN ALTEN
Solange die Zeugen Jehovas jung bzw. wenigstens rüstig sind und im Sinne der WTG arbeiten, sind die besten. Was aber, wenn sie alt und gebrechlich werden?
Zwar haben „die Ältesten die Möglichkeit für eine materielle Unterstützung durch die Versammlung zu sorgen." Da dieses Geld der Wachtturm-Gesellschaft dann nicht mehr Verfügung stehen würde, ist sie an derartigen Hilfeleistungen nicht interessiert. Und plötzlich erinnert man sich daran, daß es ja einen - wenn auch zum Untergang geweihten - Staat gibt, der „Sozialleistungen" für Betagte, für Gebrechliche und für diejenigen, die einer Arbeit nachgehen wollen, aber keine finden können", vorsieht. Dazu ist der Staat also noch gut genug, die von der WTG abgewrackten Brüder und Schwestern bis zu ihrem Tod zu betreuen,

„Fähige Brüder" sollen solchen Geschwistern helfen, ihre „Schüchternheit" zu überwinden, damit sie entsprechende Anträge an Staatsorgane richten (S. 18).
Dann sind die „fähigen Brüder" endlich diese unnützen Esser los. Sie bekommen dann im Krankenhaus, im Alters- oder Pflegeheim bzw. in der Irrenanstalt ab und an mal einen alten WT oder ein Buch, welches schon von anderen studiert wurde. Schließlich kann man sich mit ihnen nicht weiter belasten. Ihre ganze Aufmerksamkeit widmet die WTG den fähigen Interessierten die noch jung und tatendurstig sind.
-G.R.-

CHRISTUS STARB DOCH AN EINEM KREUZ!
CV VOR JAHREN SCHON
IN ,den Jahren 1978/79 (CV 113, 120, 121) wurde nachgewiesen, daß Christus nach den historischen Quellen doch an einem Kreuz starb und die WTG-Pfahltheorie eine falsche Lehre ist, wie so vieles bei der WTG. Um die anderen Christen und ihre Kirchen in diesem Zusammenhang so schlecht wie möglich zu machen, hatte sie das Kreuz sogar in die Nähe von Sexkultgegenständen gerückt. Nicht eilig genug kann sie immer zum Bösen hinlaufen, um andere zu diffamieren und zu verleumden. Und noch immer sie Leichtgläubige, Unkritische und die alles mitmachen.

JETZT RADIO FREIER WACHTTURM, US,
DAS sind Christen, ehem.-WT-Zeugen, die mit Beginn der 80er Jahre aus den Endzeitirrlehren der WTG aufgebrochen sind, jener großer Aufbruch, in dem auch Raymond Victor Franz von der leitenden Körperschaft der WTG hervorgetreten ist. Sie haben auch einen internationalen Informationsdienst, genannt 'Radio' Free Watch Tower ('Radio' Freier Wachtturm), ins Leben gerufen, mit Zentrum in Stoughton, Massachusetts, USA.
In ihrem Bericht (617) 584-4467 „Warum ruft die Wachtturm-Gesellschaft nach Königreichseinheit?" (WT-Kongreßthema 1983) entlarven sie auch die WTG-Behauptung, Jesus sei seinerzeit nicht gekreuzigt, sondern gepfählt worden. Es heißt:
„Wachtturmbilder zeigen Jesus an einen geraden Pfahl genagelt, anstatt an ein Kreuz, mit nur EINEM NAGEL durch seine Hände. In Johannes 20:25 sagt die Bibel, daß da NAGEL (Mehrzahl) in Jesu Händer waren".
JA, das stimmt! Man prüfe Johannes 20:25 nach! Selbst die NW-Übersetzung der WTG sagt
„....Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Spur der Nägel sehe und meine Finger in die Spur der Nägel lege will ich es bestimmt nicht glauben."
SO bestätigen selbst die Jünger, daß Jesus mit ausgestreckten Armen angenagelt, also jeder Arm extra, getrennt, d.h. gekreuzigt war!
Alle WT-Bilder von Jesu Tod sind daher seit Jahrzehnten Fälschungen!
 -CVN-

WIEDERKUNFT CHRISTI
Von der Zeitenwende an bis in unsere Tage hinein hat eines die Menschen nicht mehr losgelassen, das Evangelium Jesu Christi. Diese weltbewegende frohe Botschaft beinhaltet in ihrer Gesamtheit den einzig und erstgeborenen Sohn Gottes (Johannes 3:16; Kolosser, 1:15), seine Selbstentäußerung aus göttlicher Gestalt und seine Erniedrigung bis hinab zum Menschen (Philipper 2: 5-7), das damit in seiner Person zu 'uns gekommene Reich Gottes (Lukas 17:21), das uns von Sünde und Tod befreiende „Wort vom Kreuz" (1. Korinther 1:18; Philipper 2:8) und die Ankündigung seiner Wiederkunft in großer Kraft und Herrlichkeit (Markus 13: 26). Letzterem soll hier unsere Aufmerksamkeit gelten. Jesu Jünger fragten ihn auf dem Ölberg folgendes:
„Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung der Weltzeit"?
(Matthäus 24:3)

Für uns heute ist die Klärung zweier Begriffe in dieser Frage wichtig. Es ist der der „Ankunft" und der des „Zeichen". PARUSIA (griech.) muß ja nach dem Textzusammenhang mit „Ankunft, Wiederkunft, Kommen" oder aber mit „Gegenwart" übersetzt werden. „Gegenwart" aber setzt eine Wiederkunft voraus, wenn zwischen der Jüngerfrage und Christi zukünftiger Gegenwart die Abwesenheit des Herrn liegt. Da dies der Fall ist, muß seine Gegenwart logischerweise mit seiner Wiederkunft beginnen und genau danach haben ihn seine Jünger gefragt.

SEMEION (griech.) steht hier im Grundtext im Singular und nicht im Plural Demzufolge entfällt damit jede Deutungsmöglichkeit auf ein kombiniertes Endzeitzeichen hin in Gestalt vieler Endzeitereignisse (Matthäus 24:6-8). Die Frage der Jünger, die Jesus im Vers 30a beantwortet hat, bezieht sich nicht auf mehrere Geschehnisse als Zeichen innerhalb der Endzeit, sondern vielmehr auf d a s Zeichen seines Kommens. Damit ist wohl der Zeichenspekulation der Wachtturm-Gesellschaft der Boden entzogen,

WIE KOMMT JESUS SICHTBAR ODER UNSICHTBAR
Beides, Unsichtbar, also im Geiste, ist er schon seit seiner Himmelfahrt bei der Gemeinde auf Erden gegenwärtig.
(Matthäus 28:20)
Jedoch die sichtbare Wiederkunft steht noch aus und wenn sie kommt, geschieht sie mit großer Kraft und Herrlichkeit und jedes Auge wird sie wahrnehmen,
(Matthäus 24: 30; Offenbarung 1:7)

WO KOMMT JESUS?
Kommt er vielleicht in die Wüste oder in eine versteckte Kammer, also in das Verborgene, so daß ihn nur einige wenige - eine bestimmte Elite - erkennen können?
Wer so etwas behauptet, ist mit Sicherheit ein falscher Prophet oder gar ein falscher Christus, also gefährlicher Verführer, vor denen Jesu warnt. (Matthäus 24:23-26)
Die Wachtturm-Gesellschaft spricht vom verborgenen unsichtbaren Kommen Jesu Jahre 1914. Gibt das nicht zu denken? Jesus kommt gewiß unübersehbar. So wie ein Blitz den Himmel erhellt, so werden alle Erdbewohner sein Erscheinen wahrnehmen.

WANN KOMMT JESUS?
Am Ende dieser Welt wird er mit dem Zeichen seiner Kraft und Herrlichkeit in den Wolken des Himmels kommen und die Weltzeit beenden. Jedem wird dann klar sein, daß der Herr nicht unsichtbar 1914 gekommen sein kann. Wie sollte er auch, da er doch schon seit seiner Himmelfahrt durch seinen Geist, also unsichtbar, gegenwärtig ist. (Matthäus 28:20)

„DER 'FÜRST DES FRIEDENS' HERRSCHT INMITTEN VON FEINDEN"
Gedanken zu dem 1986 erschienenen Buch der WTG - 3. Kapitel
Auf Seite 24 steht geschrieben:
„Doch die größere Erfüllung von Psalm 2 und Apostelgeschichte 4 für heute nicht zu entnehmen. Das ist WTG-Konstruktion. hat sich … seit 1914 eingestellt. Daß die 'bestimmten Zeiten der Nationen' … Und 1914 ist so „hinreichend bewiesen worden", daß selbst WTG-Präsident Knorr an allem betreff 1914 gezweifelt hat, was man nach außen verschweigt.

Seite 26
„Doch die Nationen, selbst die der Christenheit weigerten sich, anzuerkennen, daß die Zeit für sie gekommen war, ihre Souveränität auf der Erde dem neu inthronisierten 'Sohn Davids' abzutreten … Ihre schamlose Ablehnung des rechtmäßigen Königs ließen sie durch ihre Beteiligung am 1. Weltkrieg erkennen".
Irdische Souveränität, d.h. die politische Landesregierung oder obrigkeitliche Gewalt in einem Land kann nicht in den Himmel abgetreten werden, das sind Hirngespinste und widerspricht obendrein Römer 13. Auch hätte das schon seit 1914 überhaupt nicht erfolgen können, da die WTG selbst das erst seit 1925 mit dem WT „Die Geburt der
Nation" ihren ZJ einmal „klarzumachen" begann! Die WTG selbst wußte 1914 zu Beginn des 1. Weltkrieges nichts in dieser Sache. 1914-1917 haben sich. auch die WTG-Anhänger am Militärdienst beteiligt, in der Schweiz auch im 2. Weltkrieg. Dies alles ist also nichts als Unsinn und Fälschung des Sachverhaltes.

Seite 27
„Diese Erniedrigung, der satanischen Mächte war wahrscheinlich 1918 … vollendet"
Das als wahrscheinlich zu bezeichnen, ist neu. Früher galt das als gewiß. Die WTG beginnt hiermit, von Daten abzurücken, die sie bald mit 1914 verwerfen bzw. umdeuten muß.

Seite 28
„Er hatte die Situation völlig im Griff. Tag und Nacht stehen seine loyalen heiligen Engel zur Verfügung … Sie dienen als Schutzmacht für den gesalbten Überrest und seine Gefährten … in der heutigen schnell verrinnenden Zeit …"
Das saloppe „völlig im Griff" ist WTG-Trug. Es gibt keine derartige Schutzmacht für die ZJ heute. Verbrecher können selbst Bomben in WTG-Königreichssäle legen, wie in Australien, die Unschuldige verletzen und töten.

… DARUM KANN ICH NICHT LANGER ZEUGE JEHOVAS SEIN
1. Thema - DIE WIEDERKUNFT CHRISTI
Die Wachtturm-Schriften lehren, seit 1914 sei Jesus unsichtbar gegenwärtig:
„Zweifellos hat sich seine Prophezeiung durch die Weltkriege seit 1914 erfüllt. Diese Schlußfolgerung wird bestätigt, wenn wir all die anderen Merkmale des 'Zeichens seiner Gegenwart' betrachten, die wir in Matthäus 24 und an anderen Stellen in der Bibel finden …
Jesu 'Gegenwart' bedeutet nichts Geringeres, als daß er, der König des Königreiches Gottes, zu regieren begonnen hat. Wir können dies nicht mit unseren buchstäblichen Augen sehen, denn Gottes Königreich ist himmlisch, nicht irdisch" (Erwachet!, 8.10.1984, S. 5).
„Da Christi Wiederkunft unsichtbar ist, erhebt sich die Frage: Gibt es eine Bestätigung dafür, daß sie stattgefunden hat? Ja, die gibt es."
Wachtturm-Buch: „Du kannst für immer im Paradies …" S. 147 (17).

„Genauso bedeutet Christi Wiederkunft nicht, daß er buchstäblich auf die Erde, zurückkehrt. Es bedeutet vielmehr,. daß er seine Königreichsmacht über die Erde antritt und ihr seine. Aufmerksamkeit zuwendet.." „Du kannst für immer im Paradies …" S. 147 (16).
Seine unsichtbare Gegenwart hat Jesus uns jedoch schon für die Zeit nach seiner Himmelfahrt zugesichert. Seine Aufmerksamkeit war immer .der Erde und seinen Nachfolgern zugewandt, nicht erst seit dem Jahr 1914:
„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte". (Matthäus 18,19.20)
Auch in seinen letzten Worten verheißt Jesus den Seinen nach dem Matthäus-Evangelium. „Und siehe! ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge" (Matthäus 28,20).
Folgerung: Wenn Jesus schon seit mehr als. 1900 Jahren unsichtbar bei den Seinen ist, muß dann nicht seine verheißene Wiederkunft mehr bedeuten als „unsichtbare Gegenwart"?
Da Jesus bereits nach seiner Himmelfahrt von Jehova „über alle Dinge" erhöht wurde, kann dies nicht erst im Jahre 1914 geschehen sein:

„Es ist der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke gemäß, mit der er in Christi Fall gewirkt hat, als er ihn von den Toten auferweckte und ihn in den himmlischen Örtern zu seiner Rechten setzte, hoch über jede Regierung und Gewalt und Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht nur in diesem System der Dinge, sondern auch in dem künftigen. Auch hat er alle Dinge seinen Füßen unterworfen" (Epheser 1, 19 - 22).
Ferner: Jesus sprach niemals davon, daß seine Wiederkunft und die Aufrichtung seines Reiches auf Erden in zwei - zeitlich voneinander getrennten - Phasen stattfinden - einmal unsichtbar beim Antritt seiner Königreichsmacht im Himmel und zum
zweiten „nach Harmagedon". Im ERWACHET! heißt es auf Seite 6:

„Daher ist die Geburt des Königreiches Gottes im Jahre 1914 von zentraler Bedeutung in der Weltgeschichte (1. Phase)… Nach Harmagedon wird das Königreich Gottes ein Zeitalter des Friedens und der Ruhe herbeiführen" (2. Phase).
Matthäus, Markus und Lukas schildern übereinstimmend, was Jesus antwortete auf die Frage der Jünger: „Sag uns, wann wird das geschehen und woran werden wir erkennen, daß du kommst, und das Ende der Welt da ist?" (Matthäus 24,3, Die gute Nachricht).
Jesus nennt in seiner Antwort folgende Reihenfolge der Ereignisse:

1. Auftreten falscher Propheten (Matthäus 24,4.5, Markus 13,5.6, Lukas 21,8), Kriege, Erdbeben, Hungersnöte, Christenverfolgungen und erst danach (Matthäus 24,29.30; Markus 13,24.26; Lukas 21,27):
2. Kriege, Erdbeben, Hungersnöte, Christenverfolgungen und erst danach (Matthäus 24, 29.30; Markus 13, 24. 26; Lukas 21, 27):
3. seine Wiederkunft.
Nach Jesu Worten gehen also die „Zeichen" voraus, und erst nach der 'Drangsal wird er wiederkommen und sein Reich auf Erden aufrichten.
Nach der Lehre der Zeugen Jehovas dagegen findet Jesu Wiederkunft zuerst statt (1914); danach folgen die „Zeichen" als Beweis dafür, daß er da und die Aufrichtung seines Reiches auf Erden nahe sei.
Übrigens warnte Jesus davor, denen zu glauben, die in der Zeit des Endes vorgeben zu wissen, wo er ist:

„Wenn dann jemand zu euch sagt: 'Siehe! Hier ist der Christus' oder 'Dort !' glaubt es nicht. Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werten große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, selbst die Auserwählten
irrezuführen. Siehe, ich habe euch im voraus gewarnt! Wenn man daher zu euch sagt: 'Siehe! Er ist in der Wildnis', geht nicht hinaus. 'Siehe, er ist in den Gemächern', glaubt es nicht"
(Matthäus 24,23-26).

Jesus sagt uns auch den Grund, warum wir diesen falschen Propheten nicht zu glauben brauchen: Sein Kommen wird für jeden offensichtlich sein!
„Denn so, wie der Blitz von östlichen Gegenden ausgeht und zu westlichen Gegenden hinüberleuchtet, so wird die Gegenwart des Sohnes des Menschen sein" (Vers 27).

Auch Offenbarung 1,7 zeigt, daß die Wiederkunft Jesu nicht nur von den „geistigen Augen" weniger Eingeweihter gesehen wird:
„Siehe! Er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, die ihn durchstochen haben."
Auch Matthäus 24,30 beweist, das Kommen Jesu ist ein Ereignis, das der Welt nicht verborgen bleiben kann:
„Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen im Himmel erscheinen dann werden sich alle Stämme der Erde wehklagend schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen mit Macht und großer Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen."

Die Aussage im Buch „Dein Königreich komme", S. 110 (12), ist - milde. ausgedrückt - Respektlosigkeit gegenüber Jesus Christus:
„Da der Glanz dieser Herrlichkeit für das Menschenauge schädlich wäre, muß König für die Menschheit unsichtbar bleiben."
Wenn der Sahn Gottes, der Herr über Leben und Tod, sagt, daß die Menschheit seine Herrlichkeit sehen wird, dann wird sie auch sehen!

Daß die Wiederkunft Jesu noch in der Zukunft liegt, wird auch im folgenden deutlich. Die Wachtturm-Gesellschaft lehrt:
„Die Wiederkunft Christi bedeutet somit nicht, daß Christus wiederkommt, um als Mensch auf Erden zu leben, sondern sie bedeutet, daß er seine Königreichsherrschaft über die Erde antritt und seine kleine Herde auferweckt, damit sie im Himmel ihre Belohnung empfange. Von dort aus trägt sie dazu bei, daß Gottes liebevolles Vorhaben durch sein Königreich ausgeführt wird." Wachtturm-Buch: „Die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt", S. 81 (16).

„Sie schliefen im Grabe his zur Zeit der ersten Auferstehung, die gekommen war, als Christus Jesus im Jahre 1918 zum Tempel Jehovas kam, worauf sie auferweckt wurden, um, an der Herrlichkeit mit ihm, ihrem Haupte, teilzuhaben."
Wachtturm-Buch: „Gott bleibt wahrhaftig", S. 139 (12).
Der Apostel Paulus aber schildert die erste Auferstehung so:
„… dies sagen wir euch durch Jehovas Wort, daß wir, die Lebenden, die bis zur Gegenwart des Herrn am Leben bleiben, denen keineswegs zuvorkommen werden, die im Tode entschlafen sind; denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die Lebenden, welche überleben, mit ihnen zusammen in Wolken entrückt werden zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft; und so worden wir allezeit beim Herrn sein" (1. Thessalonicher 4,15-17).

In 1 Korinther 15,51.52 wird dasselbe bezeugt:
„Seht, ich sage euch ein heiliges Geheimnis: Wir werden nicht alle im Tode entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblick (nicht nach und nach beim Tod jedes einzelnen Auserwählter) zur Zeit der letzten Posaune. Denn die Posaune wird erschallen und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden."
Das heißt doch: Wäre Jesus im Jahr 1914 wiedergekommen und hätte 1918 die Auserwählten auferweckt, dann hätte er die zu der Zeit lebenden Auserwählten mit den Entschlafenen zusammen in sein himmlisches Reich genommen. Das aber ist nicht geschehen, somit ist die erste Auferstehung 1918 nicht gewesen; folglich müssen wir auch auf Jesu Wiederkunft noch warten.
M. S. aus S.
„Brücke zum Menschen" 85/86, Itzehoe.
In der nächsten CV „Die gute Botschaft".

HAST DU DAS GEWUSST? CV-Dokumentation
EINIGE ZAHLEN AUS DEM ZWEIGBÜRO WIESBADEN!
Literaturumsatz 1964/65;
Zeitschriften ohne Abonnement: 23 351 961
Bücher: 2 942 779
Abonnements: 223 075
Umsatzsumme:
Zeitschriften: 5 760 490, 25
Bücher: 10 944 927, 50
Abonnements: 1 115 375, 00
DM 17 730 792, 75
Geschätzter Umsatz der Kreis-, Bezirks- u. Hauptversammlungen:
104 Kreisversammlungen: ca. 40 000 000, 00
4 Bezirksversammlung ca 20 000 000, 00
1 Hauptversammlung: ca 7 000 000, 00
DM 67 000 000, 00
Geschätztes Spendenaufkommen;
100 000 Prediger je
Prediger und Jahr DM 50, 99 = 5 000 000, 00
104 Kreisversammlungen
je Kreis DM 400, 00 = 41 600, 00
10 000 Verpflichtungen
je DM 100,00 pro Jahr = 1 000 000, 00
DM 6 041 600, 00
Gesamteinnahmen:
aus Literatur: DM 17 730 792, 75
aus. Versammlungen: DM 67 000 000, 00
DM 84 730 792, 75
Gewinnspanne ca. 38 % DM 32 197 701, 34
+ Spenden DM 6 041 600, 00
ca. Gewinn DM 38 239 301, 34

Diese Zahlen belegen, daß es sich bei der WTG um einen Medienkonzern mit hohem Gewinn handelt. Der 1. Präsident machte aus dem kommerziellem Ziel der WTG nie einen Hehl und schrieb: „Das ist der Name einer Geschäftsfirma, die sich mit der Herausgabe von wichtigen religiösen Büchern und Zeitschriften befaßt." der jährliche Profit hat sich gegenüber 1964/65, weltweit auf über ½ Milliarde gesteigert.
Frage: „Wem kommt dieses Geld zugute"?

DER ERNSTE WUNSCH, GOTT ZU DIENEN
WTG zwingt ihre Zeugen auf Sand zu bauen (II)
Viele Menschen, die einer Gemeinschaft wie der ZJ angehören, haben bestimmt echten Eifer und den ernsten Wunsch, Gott zu dienen. Doch die besonderen Lehren, die sie als Mitverbundene der WTG annehmen und verkünden müssen, sind nur menschliche Erfindungen und somit wertlos. Sie. wirken wie ein Sauerteig, der den ganzen übrigen Teig durchsäuert, so daß selbst das Gute, das vorhanden ist, völlig seinen Wert verliert. In Gesellschaft von Erfindungen wird selbst die Wahrheit zur Erfindung.
Das Sprichwort sagt: „wer einmal lügt, dem glaubt man nicht: und wenn er gleich die Wahrheit spricht." In der Bibel heißt es, daß schlechter Umgang gute Sitten verdirbt. Wenn also Unwahres verkündet wird, noch so großer Verkündigungseifer es nicht wahr.

Ebensowenig können im umgekehrten Falle menschliche Lauheit und Sündhaftigkeit die auf Christi Autorität beruhende Lehre ungültig machen. Christus als das Fundament der wahren Kirche ist so stark und tragfähig, daß ER alle Last ertragen kann. Hat ER nicht die Sünden aller Menschen, die da waren, sind und noch sein werden, mit sich an das Kreuz genommen?
Je länger die Verkündigung dieser verwirrten Lehren dauert, desto öfter fragt man sich, was trotz aller Enttäuschungen, Fahlerwartungen und Fehleinschätzungen immer noch so viele Menschen an eine Gemeinschaft bindet, deren Voraussagen niemals eingetroffen sind.
Viele suchen in einer christlichen Gemeinschaft Nestwärme, aber wo der WT regiert, ist sie nicht echt, weil sie nicht menschlich motiviert ist und nur auf gegenseitiger Bestätigung beruht.
Wenn einer das Fenster öffnet, wird es sofort eisig kalt.
In den Menschen wird der Wunsch geweckt, ohne je sterben zu müssen, ewig auf der Erde leben zu können. Daseinsängste werden. bewußt zur Agitation genützt. Doch ist auch diese Erwartung je länger desto mehr illusorisch geworden. Schon viele, die diese Hoffnung nährten, sind lange tot. Statt einer schriftgemäßen Hoffnung bietet der WT drei verschiedene Hoffnungen an: die himmlische, die irdische für Überlebende, sie dürfen „die Erde füllen", und die irdische für die Auferstandenen, die am Füllen der Erde keinen Anteil haben.

Der Glaube an die Berechenbarkeit der Endzeit ist eine weitere Verlockung, die sich eher an Glaubensschwäche als an Glaubensstärke wendet.. Weil die Sekte immer behauptet hat, mit .Hilfe des Geistes Gottes wäre eine Berechnung möglich, hat sie sich selbst ein Bein gestellt. Und wieder hat sich die Abneigung der Kirche gegen solche Experimente als richtig und realistisch erwiesen.
Diese Sonderlehre ist geplatzt wie alle anderen auch. Daß das fadenscheinige Gewand immer aufs neue geflickt worden ist, macht es nicht ansehnlicher. Für einen Christen ist immer Endzeit und immer Lebenszeit.
Ein Götze besteht weiter, auch wenn seine Verheißungen nicht in Erfüllung gehen,
Mit den Verheißungen Gottes, JHWH, ist das anders.
Wäre nach den Verheißungen, die Gott dem Abraham oder dem Mose gab, nichts mehr erfolgt, so wären es leere Versprechungen gewesen. Es wäre nicht notwendig, sie zu kennen. Und würden sie zufällig aufgefunden, wäre die Welt um eine. Sage reicher, sonst nichts.

Hätte es nach Jesus und seiner Zusagen keine Kirche ergeben, die ohne Unterbrechung bestanden hätte, könnte man das NT vergessen. Würde es zufällig entdeckt, hätte man ein Dokument des Versagens gefunden, das nur einen begrenzten historischen Wert besäße. Es wäre als Glaubensgrundlage nicht geeignet. Die wichtigste Voraussetzung wird der Bibel, der Kirche und dem Herrn Jesus Christus von den Gründern eschatologischer Sekten abgesprochen. Die Voraussetzung, eine zuverlässige Grundlage für die Lebensführung von Menschen zu sein. daran, daß die meisten das nicht erkennen, erweist sich das Wort als wahr: Blinder Eifer schadet nur!

In ihrem Eigenverständnis preist die WTG seit den Tagen der Ernsten Bibelforscher ihre Liebe, Treue und Ergebenheit zur Bibel als eine ihrer hervorragendsten Eigenschaften. Wenn sie aber, sei es vordergründig, sei es hintergründig, behauptet, daß die von Christus gegründete Kirche eben NICHT bis jetzt ununterbrochen bestanden hat, bescheinigt sie der Bibel doch im gleichen Atemzug, mit dem sie sie rühmt, daß sie NICHT das ist, als was sie angesehen wird. Das WORT GOTTES!
Und sind sie der Bibel dennoch "treu ergeben", dann widmen sie Treue und Ergebenheit eigentlich einem Buch, dem sie eben bescheinigt haben, daß seine Zusagen nur Phantasieprodukte eines Jesus von Nazareth sind; die kurze Zeit von von ein paar Leuten geglaubt wurden.
Die wahre Bibel wurde unterminiert, Eifer und Hoffnung stützen sich auf eine Bibel von Wachtturms Gnaden, eine Karikatur der Bibel
-H. G.-

AKTUELLES IN KÜRZE
HARMAGEDON ERST IM NÄCHSTEN JAHRTAUSEND!
Seit den WTG-Kongressen 1986 wird von WTG-Bezirksaufsehern in der BRD mündlich unter den ZJ verbreitet, es gehe noch lange weiter. 1975 habe es ein Murren unter den ZJ gegeben wegen der damals letzten WTG-Weltendelehre. Nun müsse man deswegen noch 40 Jahre warten, wie einst die Kinder Israel, die einst unter Mose in der Wüste murrten und deswegen 40 Jahre lang weiter in der Wüste wandern mußten, ehe sie ins "verheißene Land" einziehen konnten. Dazu wurde die Ansicht geäußert, die WTG lasse auf diese Weise zunächst nur durch Hörensagen ihre beabsichtigte langfristige Weiterverschiebung des "Endes" unter ihren ZJ einfließen, ohne das schon zu drucken, um der gefürchteten Opposition allenthalben nichts in die Hand zu geben. Außerdem gehöre die gerüchteweise Vorverbreitung von geplantem "neuen Licht" zu den WTG-Taktiken, die Arglosen möglichst verlustlos zu täuschen. (Römer 16:18) -

RAY-FRANZ-BUCH IN POLEN BEKANNTGEMACHT!
In der Zeitschrift "Duch Czasow" der Kirche der Christen des Sabbattages Nr. 7/8 1986 wurde eine Einführung
Buch "Krise des Gewissens" von Raymond Franz für polnische Leser veröffentlich Genannte Schwerpunkte sind dabei u. a. die WTG-1975-Weltende-Irrlehre und die moralische Verantwortung von Ray Franz, seine Erfahrungen in der WTG-Führung allen "Zeugen Jehovas" zugänglich zu machen, angesichts der Irreführungen durch die Wachttürmgesellschaft. -

Liebe Mitverbundene!
Auch 1986 konnten wir, dank Eurer Spenden, unser Werk im vollen Umfang weiterführen und ausbauen.
Für die Spenden aus Zeugen-Kreisen einen besonderen Dank an diese Geschwister
Studiengruppe CV

AUS DER WELT DER ZEUGEN
MEINE ERFAHRUNGEN MIT DEN ZEUGEN JEHOVAS!
Ich ließ mich mit 17 Jahren bei einem Bezirkskongreß taufen. Danach hatte ich die gleichen Vorrechte wie andere Jugendliche in der Versammlung. Doch als meine Mutter ausgeschlossen wurde, erntete ich immer mehr schiefe Blicke der anderen Glaubensbrüder. Später wurde mein Vater ausgeschlossen, und ich war der einzige, mit dem die Brüder den wenigsten Kontakt hatten. Ich durfte nur noch selten Wachtturm-lesen, beten und andere Dinge verrichten. Beim Sonntagsvormittags Predigtdienst hat man mich sogar überhaupt nicht eingeteilt.

Eines Tages, ich arbeitete als Bäcker in einer großen Bäckerei mit noch zwei anderen Glaubensbrüdern, erschien unser Ältester Br. Meyer. Er stellte mir Fragen in bezug auf meinen Vater und wie ich mich verhalten würde. Ich erklärte ihm, daß ich das nicht glauben kann und werde, was man ihm in die Schuhe schob. (Steuerhinterziehung etc.)
Daraufhin sagte Br. Mayer, ich mache mich schuldig vor Gott, wenn ich davon weiß und es billige.
Ich wurde in den Königreichssaal "eingeladen" zu einem Gespräch mit drei Ältesten.
Es war damals ein Sonntag-Nachmittag. Wie bei einem Polizeiverhör redeten sie unentwegt auf mich ein, das Gericht, das über mich kommen werde usw. Wenn ich mich weigerte noch verhärten würde und nicht zugeben würde, daß mein Vater unrechte Dinge tut, dann müßten sie mir die Gemeinschaft entziehen. Die Besprechung dauerte fast 2 1/2 Stunden, ich war total fertig. Eine Woche darauf, ich hatte kein einziges Vorrecht in der Versammlung, wurde ich erneut "eingeladen" bzw. vorgeladen zu einer Komiteeverhandlung. Dasselbe in grün, der Endeffekt war, daß sie sagten, ich würde ausgeschlossen werden.
Ich legte Berufung ein, darauf kamen noch 2 Älteste aus anderen Versammlungen zur "Berufungsverhandlung", doch es änderte nichts. - Sie waren mich los.
Roland G.
Wr. Neustadt

Dieser mißlungene Erpressungsversuch war das Ende einer beispiellosen "Vernichtungsjagd" der WTG-Ältesten aus der Versammlung Wiener-Neustadt, auf die Familie Peter G.
CV berichtet ausführlich darüber in den nächsten Ausgaben!

"Christliche Verantwortung : Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6 Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand, auch kostenlos Konto-Nr.: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera

A 19787 V 7 1 453 N 2

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