Kommentare zu den
eingescannten CV-Ausgaben
CV 212
In Fortsetzung ihrer
Berichterstattung über das Buch des Raymond Franz (zu einem
Zeitpunkt wo es im Buchhandel
der BRD noch nicht deutschsprachig erhältlich war), kommt diese
CV-Ausgabe unter anderem,
auch auf den von Franz mit angesprochenen Fall des Edward Dunlap zu
sprechen.
CV CHRISTLICHE
VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR
NR. 212 GERA MÄRZ 1987
R. FRANZ BRICHT SEIN
SCHWEIGEN (2)
Einer „Organisation Gottes" unwürdig
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen den den WT 19/1986
WTG ZWINGT ZEUGEN, AUF SAND ZU BAUEN
Nach Bedarf wechselnde Glaubensinhalte
… NICHT LÄNGER ZEUGE JEHOVAS SEIN
DOKUMENTE
die zum Nachdenken anregen
DIE FRAGEN DES INTERESSIERTEN
Unangenehme Fragen
DER WACHTTURM UND DIE
BIBEL
Sind Zeugen Jehovas Christen?
Die Wachtturm-Gesellschaft lehrt:
GESALBTE CHRISTEN
Lehrmäßig durch die Wachtturm-Organisation gesteuert,
erklären heute
fast 100 % aller Zeugen Jehovas spontan, nicht durch Gottes heiligen
Geist gesalbt und
wiedergeboren zu sein. Ohne den Bibelnachweis zu erbringen, wird
behauptet, die
Einsammlung von Gesalbten habe besonders im Jahre 1931 ihr Ende
gefunden.
(Gottes ewiger Vorsatz, Seite 178,183; Erwachet 22.9.1976, Seite 28,29
und Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 139)
Die Bibel lehrt
GESALBTE CHRISTEN
Im biblischen Sinn ist nur der ein Christ, ein Gesalbter, der die
Salbung (chrisma), die Gabe des heiligen Geistes empfangen hat.
(2. Korinther 1:21,22)
Johannes schrieb:
„Ihr aber habt die Salbung (die Gabe des heiligen Geistes) von dem
Heiligen (von Christus) empfangen … Und die Salbung, die ihr von mir
empfangen habt,
die bleibt in euch."
(1. Johannes 2:20,27, Albrecht)
Dem Titus schrieb Paulus:
„In seinem Erbarmen hat er uns errettet durch das Bad der
Wiedergeburt und die Erneuerung, die gewirkt durch den heiligen Geist,
der durch Jesus
Christus, unseren Retter, reichlich über. uns ausgegossen hat".
(Titus 3:5,6, Albrecht)
Die
Wachtturm-Gesellschaft lehrt:
ABENDMAHL
Ebenfalls lehrmäßig durch die Wachtturm-Organisation
gesteuert,
weigern sich heute Millionen Zeugen Jehovas, vom Abendmahl-Brot und vom
Gewächs des
Weinstocks zu genießen, Sie weisen das Brot und den Kelch mit
aller Entschiedenheit von
sich, um anzuzeigen, daß sie als „Große Volksmenge" nicht
zum
„geistlichen Israel" gehören.
(Auf den großen Lehrer hören, Seite 170; Ewiges Leben in der
Freiheit
der Söhne Gottes, Seite 154)
Die. Bibel lehrt:
ABENDMAHL
Paulus schrieb
„Wir alle teilen uns in das eine Brot, haben Anteil an dem einen
Brote". (1. Korinther 10:17, Menge)
Jesus erklärte unmißverständlich:
„Wenn ihr nicht meinen Leib esst und mein Blut trinkt, habt ihr
kein bleibendes Leben. Wer meinen Leib ißt und mein Blut trinkt,
gewinnt daraus das ewige
Leben". (Johannes 6:53,54, Zink)
Die
Wachtturm-Gesellschaft lehrt;
GEBETE
Keiner der Zeugen Jehovas darf Gebete an Jesus Christus, dem alles
überragenden Haupt und Herrn richten. Jehovas Zeugen beten
ausschließlich zum
himmlischen Vater. (Die. Wahrheit, die zu ewigen Leben
führt, Seite 153)
Die Bibel lehrt:
GEBETE
Christen beten nicht nur zum Vater (Matthäus 6:9), sie beten auch
zu
ihrem Herrn und Haupt Jesus Christus, Johannes 14:13, 14, Albrecht,
Luther, Menge.
Konkordanz NT, Herder, Kürzinger u. a.; Apostelgeschichte 7:59,60;
Offenbarung 22:20.
Nach dem Übersetzungstext von Dr. Wiese gab :Jesus folgende
Zusicherung:
„Wenn ihr etwas von mir erbitten werdet in meinem Namen, so werde
ich es tun".
(Johannes 14:13,14)
Jehovas Zeugen sind
keine Christen
Jehovas Zeugen ist bekannt, daß Christen „Gesalbter"
bedeutet. Trotzdem bekennen sie in ihrer überzahl bewußt,
keine Gesalbten (= Christen)
zu sein.
Obwohl Jehovas Zeugen wissen, daß die Rettung allein im Namen
Jesu
Christi möglich ist (Apostelgeschichte 4:12; Philipper 2:9-11),
beten sie nicht zu ihm.
Fast alle Zeugen Jehovas weisen Christi Leib und Blut beim Abendmahl
abwehrend und mit allem Nachdruck von sich. Sie bezeugen ohne Regungen
des Gewissens,
weder durch Gottes heiligen Geist gesalbt, noch wieder geboren zu sein.
EIN UNHEIMLICH
WIRKUNGSVOLLES MITTEL!
Die Traktate und Flugschriften der Ketzer gehörten zu den
wirkungsvollsten Mitteln, im 16. Jahrhundert die reformbedürftige
damalige Weltkirche zu
erschüttern und die Reformation auszulösen! Auch die
Wachtturm-Weltorganisation hat nun
ihre Ketzer! Die zunächst gar nichts weiter wollten, als „allein
die Schrift"
gelten zu lassen. Wie der seinerzeit unbekannte Mönch Martin
Luther. Aber die
Rechthaberei der WTG, verrannt in ihre eigenen unchristlichen Dogmen,
zündet ebenfalls
die „Scheiterhaufen" an (WTG-Scheiterhaufen- Drama „Hüte dich vor
rebellischen Reden"), anstatt sich zu reformieren.
So ist nun ihre Zeit herbeigekommen, und die Aufbrüche werden unvermeidlich. Natürlich kann das alles zunächst nur sehr unterschiedlich sein, immer aus den gegebenen Anlässen und Umständen heraus. Dieses Traktat kommt aus der Gruppe „christen", ins Leben gerufen von Werner Vetter, aus Lauchheim/BRD, eben aus den Gründen, die in den Feststellungen zuvor dargelegt worden sind. Bemerkenswerterweise ist diese Thematik auch, Inhalt der „Rebellion" unter Raymond V. Franz in der WTG-Weltzentrale selbst! Ja, Christ sein heißt gemäß dem Evangelium Gesalbter sein. Unbestreitbar. Danach sind fast alle WT-Zeugen tatsächlich keine Christen! Das ist ungeheuerlich für sie! Und für die WTG eine der „Zeit- bomben" unter ihrem Fundament.
DARUM HANDLE, WER CHRIST
SEIN WILL!
Ihr seid unter dem Wachtturm als „andere Schafe" gar keine
Christen gemäß dem Evangelium Jesu und der Apostel!
Geht darum allerorts über zur Teilnahme an den Abendmahlsymbolen.
Laßt
euch nicht länger vom Christsein abhalten.
Selbst wo sich so nur „zwei oder drei im Namen Jesu"
versammeln, wird er mitten unter ihnen sein. (Matthäus 18:20)
Das WTG-Werk, die WTG-Organisation, hat sich nach Matthäus 24:34
längst zeitlich überlebt und selbst ad absurdum geführt.
Die
„reformatorischen" Aufbrüche im Namen Jesu sind unvermeidlich.
Auch die WTG-
„Scheiterhaufen" lodern vergeblich, und wenn sie noch so „dramatisch"
aufgezogen werden!
-CVN-
… EINER „ORGANISATION
GOTTES" UNWÜRDIG
Raymond Franz bricht sein Schweigen (2)
Es ist wahrhaft ungeheuerlich!
Ja, es ist wahrhaft .ungeheuerlich, was wir bei Raymond Victor Franz,
ehemals Mitglied der. leitenden Körperschaft der WTG und damit
WTG-Kronzeuge des
Jahrhunderts, weiter über die WT-Organisation zu Gesicht bekommen.
Man muß das alles
schließlich selbst lesen. Wir setzen deshalb unsere Vorschau fort
nach dem, was er im
ersten Kapitel unter „Preis des Gewissens" veröffentlicht hat.,
Sein
Gesichtspunkt dabei war, daß es „weder sicher noch recht ist,
gegen das Gewissen zu
handeln" (Martin Luther 1521 vor Kaiser und Reich in Worms).
In der Tat, ein „unverletztes Gewissen vor Gott und Menschen"
ist für einen Christen unabdingbar. (Apg. 24:16 Menge)
Da werden - Raymond
Franz erlebt es - im Interesse der WT-Organisation
Familienbeziehungen der verschiedensten Art rücksichtslos
zerschlagen. Guter Name und
guter Ruf, das ganze Leben hindurch erworben und bewährt, werden
angeschwärzt und
zerstört. Rufmord also. Das trifft Menschen, Zeugen, die in keiner
Weise etwa „aus
hartnäckigem Stolz, zur Befriedigung des Wunsches nach materiellem
Gewinn, für Prestige,
Macht oder einfach fleischliches Vergnügen" handelten.
Nein, sie waren zwanzig, ,dreißig, vierzig und mehr Jahre
hingegebene
Zeugen! Männer des WTG-Hauptbüros, reisende Aufseher,
Älteste und ihre Frauen.
Ihre ganzen
Lebenspläne waren aufgebaut, wie die Organisation es
vorgegeben hatte und wollte.
„In geheimen WTG-Sitzungen von nur wenigen Stunden war solches wie
ausgelöscht! Weshalb? Weil die WTG-Treue sie an einen Scheideweg
geführt hatte, wo genau
das „unverletzte Gewissen vor Gott und Menschen" auf dem Spiel stand!
Gegen die
WTG! Wie das? Raymond Franz läßt es vor unseren Augen
abrollen. Du mußt das lesen! Es
kann doch nicht sein, daß alle Welt es erfährt und DU nicht.
Wird man doch von nun an
auch hier unweigerlich und unabwendbar darauf stoßen!
Der Fall des
Gilead-Unterweisers Ed Dunlap
Raymond Franz enthüllt, wie die WTG zu denen gehört, die im
Namen von
Gewissensfreiheit und mit der Forderung nach Gewissensfreiheit
gegenüber Kirchen und
Staat die schlimmste Gewissensbeschränkung ,und
Gewissensunterdrückung betreiben. Es
geht u. A. um keinen Geringeren wie Edward Dunlap. Jahrelang in den
WT-Berichten über die
Graduierung von Gilead-Absolventen-als Registrator und Unterweiser
für Missionare der
WTG-Gilead-Schule ausgewiesen und in international bekannten
Hauptmitarbeiter am
maßgeblichen WTG-Bibelwörterbuch „Hilfe zum Verständnis
der Bibel", Verfasser
des weltweit verwendeten WTG-Lehrbuches „Kommentare zum Jakobusbrief"
und
anderer sog. geistiger Speise. (Ed Dunlap in Gilead siehe u. a. WT
1.8.1973, S.476.)
Lies, wie ein WTG-Komitee aus „anderen Schafen" eingesetzt wurde, um das „Überrestglied" Edward Dunlap zu richten und auszuschließen! Nichts konnte ihm gegen Gott und Christus nachgewiesen werden! Im Gegenteil! Er wollte sein Gewissen unter der WTG allein vor Gott und Menschen unverletzt erhalten. „Andere Schafe" richten unter der WTG „Überrestglieder"!
Gibt es
Ungeheuerlicheres?
Die WTG-Position war, wie in allen solchen Fällen: Einheit auf
Kosten
der Wahrheit! Womit die WTG zu einem Moloch geworden ist. Eine
„Mutter"" so
will sie ja wohl genannt werden, die ihre kritischen „Kinder
verschlingt"!
Raymond Franz erhebt hierzu die Frage nach dem Gewissen jener vor Gott
und Menschen, die hinter verschlossenen Türen und nach außen
geheim derartiges
praktizieren. Wir erleben in der leitenden Körperschaft der WTG
ein Abweichen von den
Lehren Jesu und der Apostel, ein Umwandeln von gehörigem Respekt
vor Autorität in
bedenkenlose Unterordnung und Kriecherei, eine Preisgabe der
persönlichen Verantwortung
vor Gott: Einheit auf Kosten der Wahrheit!
Was nichts Geringeres bedeutet, als Gott zu spielen, diejenigen in der leitenden Körperschaft, die zugleich als WTG-Direktoren, genauer als entscheidende Männer im WTG-Direktorium, die reale Macht und Verfügungsgewalt, auch personell, innehaben, mit den Gesetzen der US-Bundesstaaten im Hintergrund, nach denen sie die WTG-Institution führen und verwalten.
Der Vorhang öffnet
sich nun
Das bisher Gesagte ist nur der Auftakt. Es zeigte uns die
Beweggründe
von Raymond Franz, seine unbedingte Bindung an das geschriebene Wort
Gottes, auch
gegenüber der Autorität der WTG! Unerhört für die
WTG allerdings! Raymond Franz ein
„Luther" der Organisation? Ja und mehr vergleichsweise: Kronzeuge aus
dem
WTG-Kardinalskollegium, der leitenden Körperschaft!
Was uns hier schon vorab erregt, ist die Tatsache, daß
maßgebliche
Verfasser der „geistigen Speise" der WTG, mit der die ZJ operieren
müssen, der
WTG als Menschenwerk den Rücken gekehrt haben. In diesem
Zusammenhang wird offenbar
werden, was da insbesondere im „Hilfe„-Buch verfälscht ist!
Desgleichen lernen
wir endlich einmal kennen, wer die WTG-Bücher eigentlich
verfaßt bzw. schreibt. Das wird
sehr erstaunlich! Soll doch jedermann von dieser „Speise" sein Leben
abhängig
machen.
Stelle dir vor, wenn
andere das alles erfahren, denen diese
„Speise" angeboten wird. Aber das wird nun der Fall sein!
Ja, der Vorhang öffnet sich nun. Wenn du alles gelesen haben
wirst,
wird - wie wir eingangs sagten - ehrlicherweise hinterher nichts mehr
sein wie zuvor.
Raymond Franz selbst sagt, daß alle Betroffenen, also alle
WT-Zeugen,
ein Recht darauf haben zu erfahren, was er als einer der
Hauptverantwortlichen für das
weltweite WTG-Werk, als Mitglied der leitenden Körperschaft, in
den neun Jahren seiner
Mitgliedschaft in dieser Körperschaft erfahren und begriffen hat.
Wer hat bisher schon
erfahren, auch erfahren, was echt gegen die WTG spricht, gegen den
Wachtturm? So hat wohl
kaum jemand echt die Kosten, das Für und Wider, erwägen
können, als er den
Wacht-„Turm" baute, für sich, für seine Familie, für die
Menschen, an die er
sich damit wendet.
(Lukas 14:28,29)
Auch mit Raymond Franz, einem Kronzeugen dafür, ist das nun
möglich. -
EDLER GESINNT SEIN UND
PRÜFEN APG 17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DEN WT 19/1986
STUDIENARTIKEL
„Trost von dem „Gott des Friedens" und
„Frieden von Gott - Wann?"
DER WT-JEHOVA - EIN „Gott des Friedens"?
Wen meinen denn die Zeugen Jehovas, wenn sie von dem „Gott des
Friedens" reden?
Der Jehova, welcher lt. Lehrmeinung der WTG in Kürze Milliarden
Menschen darunter Frauen, Kinder, gar Säuglinge - hinschlachtet,
damit drei Millionen ZJ
in Frieden leben können?
Und was heißt dann: „In Frieden leben"?
Sollen nicht auch noch
während der Tausendjahrherrschaft Jesu Christi
Menschen ungehorsam bzw. am Ende dieser Zeitspanne von Satan ins
Verderben gestürzt
werden? Wann dürfen denn Zeugen Jehovas überhaupt in Frieden
leben?
Doch zurück zu den Kindern: Zu Recht wird auf S. 25 dieses
Wachtturms
die abscheuliche Praxis der Kinderopfer während der Zeit der
jüdischen Könige Ahas und
Manasse verurteilt. Zu Recht wird Gottes Ausspruch in Jeremia 19:4
zitiert:
„Sie haben diesen Ort mit dem Blut der Unschuldigen erfüllt."
Aber derselbe Gott soll in Harmagedon unschuldige Kinder vernichten?!
Kann nach diesen Überlegungen überhaupt noch von einem „Gott
des Friedens" die
Rede sein?
KEINE ZEIT ZUM STREIT
Gern hören es Zeugen Jehovas, wenn Außenstehende den
angeblichen
Frieden in ihren Versammlungen, bei Kongressen u. a. loben. Sie
vergessen dann auch nie zu
erwähnen, daß dieser Friede Ergebnis der „brüderlichen
Liebe" wäre, die sie
untereinander hätten.
Interessanterweise lüftet die WTG auf S. 12 ein Geheimnis:
„Wir können unsere brüderliche Liebe immer erweitern. Diese
vorzügliche Eigenschaft ist vor allem dann reichlich vorhanden,
wenn Älteste und
Dienstamtgehilfen im Königreichsdienst eifrig vorangehen, 'zuerst
das Königreich zu
suchen', werden Differenzen, die durch die menschliche
Unvollkommenheit, durch
Persönlichkeitsunterschiede und ähnliche Probleme bedingt
sind, zweitrangig."
Eine eigenartige Methode, brüderliche Liebe anzuregen: Wenn man
nur die
Leute „reichlich im Herrn" beschäftigt, können sie nicht auf
dumme Gedanken
kommen. Infolge dessen entsteht auch kein Streit.
So einfach ist das mit der „brüderlichen Liebe". Oder doch
nicht?
ERWARTUNGEN DIE
ENTTÄUSCHT WERDEN
So werden die Zeugen Jehovas verdummt:
Unter der verheißungsgsvollen Überschrift
„Frieden von Gott - wann?" läßt die WTG einen 5-seitigen
Studienartikel schreiben. Die ZJ platzen vor Neugier.
Wann kommt denn nun Harmagedon???
Auf Seite 18 kommt der „kalte Guß":
„Obwohl wir nicht den genauen Zeitpunkt kennen, rückt jener Tag
der Urteilsvollstreckung immer näher."
Wer kann mit einem solchen blah-blah schon etwas anfangen …
Vor allem aber:
WAS NUTZT DIESER STUDIENARTIKEL?
NEBENARTIKEL
„Welches ist die wirksamste Art,
'den Nächsten zu lieben'?"
WTG VERSPOTTET DIE ARMEN
„Zum Beispiel ist die Anwendung biblischer Grundsätze in bezug auf
die Arbeit und in bezug auf die Einstellung zu materiellen Dingen eine
Hilfe, nicht zu
verarmen." (S. 23)
Das mußte sich die WTG einmal von Seele reden. Die Hungernden und
die
vor Hunger Sterbenden sind selber schuld! Warum sind sie auch keine
Zeugen Jehovas? Warum
arbeiten sie nicht anständig?
Nun dürfen sie sich nicht wundern, sie krepieren.
DIE HILFE FÜR
GLAUBENSBRÜDER KOMMT NICHT VON DER
WACHTTURM-GESELLSCHAFT
„Zugegeben, Predigen löst nicht jedes Problem." (S. 24)
Selbst dieses teilweise Eingeständnis ist falsch. Einem Hungernden
nützt die ZJ-Predigt gar nichts. Er will leben, nicht irgendwann -
nein, er will jetzt
leben und dazu braucht er materielle Nahrung. Und derjenige ist sein
Nächster, der ihm
etwas zu essen gibt.
Nun ja, Zeugen Jehovas spenden hin wieder Geld, um Glaubensbrüder
aus
Bedrängnis zu helfen. Für „Weltmenschen" haben sie aber kaum
etwas übrig. Und
selbst die Hilfe für die geistigen Geschwister soll auf „privater
Ebene"
organisiert werden. (S. 24) Die WTG, die monatlich Hundertausende
(Millionen d. Red.) aus
ihren Anhängern herauspreßt, sieht überhaupt nicht ein,
dieses Geld für solche Zwecke
auszugeben.
Was ist schon die Not der Glaubensbrüder, verglichen mit ihrem so
wichtigen Werk?!
DIE WTG ZWINGT IHRE
ZEUGEN, AUF SAND ZU BAUEN
Der Glaube die Sonderlehren des WT ist Voraussetzung dafür, ein
Zeuge
Jehovas sein zu können. Weil diese Lehren einer fortwährenden
Änderung unterworfen
sind, werden die Gläubigen von der Leitung gezwungen, dem
dringenden Rat Jesu entgegen,
auf Sand zu bauen. Mit Sicherheit kann gesagt werden, daß die
gegenwärtigen Lehren der
WTG das gleiche Schicksal erleiden werden, wie ihre Vorgänger.
Wieder einmal hat die
„leitende Körperschaft" auf ihre Lügen aufmerksam gemacht,
damit niemand ohne
seinen eigenen Willen betrogen werden kann. Die hauseigenen Lehren
sollen (wie das Zitat
in CV von Sept. 1986 beweist) an erste Stelle gesetzt werden. Indem die
Anhänger diese
selbst gemachten und nach Bedarf wechselnden „Glaubensinhalte, die nur
JZ
vertreten", im Rahmen der Verkündigung zur eigenen Ansicht
erklären müssen,
müssen sie auch die Verantwortung für alles übernehmen,
was sich aus der Anwendung und
Verkündigung dieser Lehren ergibt. Die. Nachläufer
müssen schuldig werden, weil die
Urheber auf diese Weise die ganze Last von sich abwälzen.
Muß die Lehre wieder einmal
geändert werden, dann hat sich nicht die Gesellschaft geirrt,
sondern einige dachten
…
Neue Gemeinschaften verdanken in der Regel ihr Entstehen dem Umstand, daß jemand auf Gedanken kommt, die er der Welt als die letzte Erkenntnis anbietet. In den meisten Fällen führt das zur Trennung von der Kirche. Ein weiteres Verbleiben in ihr würde sich nicht mit dem eigenen Ausschließlichkeitsanspruch vertragen. Aus den so entstehenden Abspaltungen ergeben sich folgerichtig immer wieder neue mit dem gleichen Anspruch.. Weil diese zweifelhaften Erkenntnisse überschätzt werden, maßen sich die geistigen Väter derselben an, der „Alten Kirche" das Attribut „erstarrt" anhängen zu können. Damit erklären sie sie als tot. Man wirft ihr vor, den Gläubigen ganz bewußt wichtige Tatsachen vorzuenthalten. Diesen Gedankengang verfolgt die WTG konsequent weiter und bezeichnet die Kirche als babylonische Hure, die mit „ihren Buhlen" zusammen der sicheren Vernichtung geweiht ist. Daraus ergibt sich die Forderung, aus ihr hinauszugehen.
Nichts kann verkehrter sein, als vorauszusetzen, die Kirche sei erstarrt. Denn wäre ,sie das, dann hätte sie nicht über zwei Jahrtausende hinweg lebendig und wirksam sein und bleiben können. In der Geschichte der Bibel im allgemeinen und in der Kirchengeschichte im besonderen sehen wir Stufen der Erkenntnis über das Wirken Gottes in der Welt und in Seinem Volke, geprägt von der Zeit, den Umständen und den Erfahrungen. Dieser Prozeß ist ein fortwährender und dauert an. Nur dann kann man die Kirche als erstarrt ansehen, wenn man ihr zum Vorwurf machen will, daß sie an der Lehre Christi festhält. Das aber muß die von Christus gegründete Kirche tun und sie muß von der Gründung an ununterbrochen bestanden haben.
Es kann nun mal nicht der Auftrag dieser Kirche sein, einen „anderen Christus" zu predigen, oder so zu tun, als hätte ER es Sich anders überlegt und wolle sich nun doch den Ansichten und Absichten der Mehrheit lauer Christen beugen. Darüber würde, sich wohl mancher freuen, aber die, die es mit dem Glauben ernst nehmen, würde es verunsichern und die Wahrheit würde versickern wie ein Bach in der Wüste.
Der Herr; an den wir
glauben, hat zum Trost und zur Gewißheit
hinterlassen, daß ER derselbe ist und bleibt, gestern, heute und
auch morgen.
In so vielen Jahrhunderten sind die Zeitumstände für jede
Generation
von Gläubigen andere, aber das, was einen Christen er wartet,
muß das gleiche sein, weil
es nur eine Hoffnung gibt. Dieses Gleicheitsprinzip wird auch von Jesus
im Gleichnis von
den Arbeitern im Weinberg veranschaulicht.
Zeit und Umstände beeinflussen zwar den kurzlebigen Menschen, aber
nicht den ewigen Gott. Schon darum nicht, weil alle Weisungen Gottes
und Seines Sohnes auf
Liebe Güte und Menschlichkeit hinauslaufen.
Was kann das sein, daß es auf Menschen eine solche Faszination ausübt, daß sie es für möglich halten, die Kirche Christi wäre erst zu ihrer Zeit wirklich ins Dasein gekommen, und nicht schon zur Zeit Christi, um dann „bis zum Ende" ohne Unterbrechung zu bestehenden? Wie halten es die Splittergruppen für möglich, das Evangelium auf der ganzen Erde zu predigen, wie es Gottes Auftrag ist? Um eine Begründung für die eigene „Erwählung" finden zu können, muß man die Bibel selbst in Mißkredit bringen. Wenn man das tut, schneidet man gleichzeitig die Möglichkeit ab, sich in Zukunft legal auf die Bibel berufen zu können. Ist es so schwer, zu verstehen, daß eine Berufung auf eine entwertete Bibel auch zwangsläufig die eigenen Lehren entwerten muß, sofern man diese mit der Bibel begründen will? Und das muß man ja schließlich, wenn man den Anspruch erhebt, christlich zu sein!
Weil der Beitritt zur
Splittergruppe einerseits meist freiwillig erfolgt
und andererseits in eine gewisse Isolierung führt, herrscht bei
den Mitgliedern oft ein
hohes Maß an Eifer, Treue und Sendungsbewußtsein.
Natürlich sind in der Menge der Gedankenspreu auch einige
„Körner" verborgen. Dazu gehören solche Gedanken, die den
Zusammenhang des
Alten und des Neuen Testaments, der die Bedeutung des. Gottesnamens
JHWH; zum Inhalt haben. Darüber
macht man sich auch in der Kirche Gedanken, ohne daß die
Beschäftigung mit diesen
Gegenständen zur Einzelgängerei führen muß. Nicht
zuletzt hat der intensiver gewordene
Dialog mit dem Judentum zu beachtlichen Ergebnissen geführt. Wer
daran interessiert ist,
mehr darüber zu erfahren, dem sei das Buch von Professor Ingo
Baldermann, Göttingen,
empfohlen:
„Die Bibel, ein Buch des Lernens".
Eifrig zu sein wird in der WTG so aufgefaßt, als müsse jeder
ein
Apostel Paulus en miniature sein. In diesem Zusammenhang kann man sich
gleich mal die
Frage stellen, ob denn Paulus auch Berichtszettel ausfüllen
mußte! Jeder kann und sollte
sich natürlich für das engagieren wofür auch der Apostel
lebte, doch nicht jeder kann
es auf die gleiche ausschließliche Weise. Das anzustreben,
führt unweigerlich zu
Frustation und schließlich zu Heuchelei, zu Zwangsvorstellungen
und endlich zu Leerlauf.
Das Kleine im Bereich des Möglichen liegende wird versäumt,
das Große aber nicht
erreicht. Jeder kann Gott seinem Lebensbereich dienen, wobei jeder die
Intensität seines
Dienstes bestimmen kann. Sind aber nicht Liebe und freier Wille die
Triebfedern für das
Tun eines Menschen, dann steht seine Tätigkeit von vornherein
unter negativen Vorzeichen.
Man kann trotz allen Eifers in die falsche Richtung laufen und man kann
mit eben solchem
Eifer etwas lehren und verkünden, im Widerspruch zu Jesu Lehre
steht.
Die Treue zu den Lehren einer menschlichen Organisation und zu dieser selbst haben, nichts mit der Treue zu Gott und zu Seinem Wort zu tun, wie es vielleicht bei oberflächlichem Hinschauen erscheinen mag. Es kann bei genauem Betrachten als Treue zu einem Idol oder Götzen erkannt werden. Wirft man der Kirche wegen ihrer Treue zu einigen Dogmen vor, starr und abhängig von der Tradition zu sein (lt. WTG die „leeren Hülsen der Religion"), so kommt es gerade in den Splittergruppen zu dem eigenartigen Phänomen, daß sie, um nicht den Grund unter den Füßen zu verlieren, selbst in höchsten Maße an ihren Traditionen festhalten müssen. Doch stehen diese Traditionen in einem gravierenden und sogar degradierenden Widerspruch zur Glaubenstradition der Kirche. Man muß nämlich, um den Schein einer festgefügten Kirche Christi wahren zu können, an den menschlichen Irrtümern festhalten, die einst zur Gründung der Gemeinschaft führten, und die längst als das ausgewiesen sind, was sie in Wirklichkeit darstellen, eine Täuschung gröbster Art!
Treue an sich ist noch
nicht viel wert. Erst dann entfaltet sie ihre
positive, Kraft, wenn ihr Bezugspunkt würdig und wahrhaftig ist,
wenn es sich um Gott
selbst handelt und nicht um seine Epigonen.
-H.G.-
… DARUM KANN ICH NICHT
LÄNGER ZEUGE JEHOVAS. SEIN
An die
Ältesten der Versammlung
Jehovas Zeugen … z. Hd. des Sekretärs Br. …
Liebe Brüder,
hiermit erkläre ich, daß ich die Gemeinschaft der Zeugen
Jehovas
verlasse, da ich nach sorgfältiger Prüfung erkannt habe,
daß die Lehren der
Wachtturm-Gesellschaft nicht in Übereinstimmung mit dem
wahrhaftigen Wort Gottes sind.
In dem Buch „Organisiert, unseren Dienst durchzuführen"
heißt es auf Seite 149:
„Der Begriff „Verlassen der Gemeinschaft" bezeichnet die Maßnahme einer Person, die, obwohl sie ein getauftes Glied der Versammlung ist, ihre Stellung als Christ absichtlich aufgibt, die Versammlung verwirft und erklärt, daß sie nicht mehr als ein Zeuge Jehovas angesehen oder bekannt sein möchte."
Auf Seite 150, erster
Satz, heißt es weiter:
„Die Versammlung wird durch eine kurze Bekanntmachung davon
unterrichtet, daß der Betreffende aus eigenem Wunsch die
Versammlung verlassen hat."
Da ein Verlassen der Gemeinschaft aus eigenem Wunsch nach diesen
Ausführungen möglich ist, bitte ich, meine Entscheidung zu
akzeptieren und nach der
zitierten Anweisung zu verfahren.
Feststellen möchte ich jedoch, daß ich in keinster Weise
meine
„Stellung als Christ" aufgebe. im Gegenteil: Ich habe, erkannt, daß ein Christ im Sinne
der Bibel nicht der
Gemeinschaft der Zeugen Jehovas angehören kann. Zu dieser
Überzeugung bin ich durch den
Vergleich der Wachtturm-Literatur mit dem Wort Gottes gelangt. mir ist
vieles aufgefallen,
was nicht im Einklang mit der guten Botschaft Jesu ist, möchte
aber nur 4 Themen
aufgreifen und zum besseren Verständnis meiner Entscheidung
erläutern:
1. DIE WIEDERKUNFT
CHRISTI
2. DIE GUTE BOTSCHAFT
3. DER „TREUE UND VERSTÄNDIGE SKLAVE"
4. DIE „ORGANISATION JEHOVAS"
M. S. aus S.
CV-Hinweis
In den folgenden CV-Ausgaben legt M. S. ihre Erkenntnisse dar,
über die
von ihr angeführten 4 Themen, die sie zum Verlassen der
Gemeinschaft der Zeugen Jehovas
(u. a.) veranlaßt haben.
HAST DU DAS GEWUSST?
CV-DOKUMENTATION
Jehovas Zeugen lassen es sich immer noch von ihrer leitenden
Körperschaft einreden, daß nur durch ihre Organisation Gott
zu allen Menschen redet. In
den Schriften der Zeugen Jehovas kann man es deutlich nachlesen. Wir
zitieren einige
Sätze daraus:
Um dem Souverän des ganzen Universums zu dienen und ihn zu
preisen,
muß man mit der Organisation der christlichen Zeugen Jehovas
verbunden sein."
„Wir sollten auch daran denken, daß Jehova Organisation die
einzige Organisation in der ganzen Welt ist, die durch heiligen Geist …
geleitet
wird."
(Wachtturm 1. Oktober 1973, Seite 593)
WIR ERINNERN DARAN
Ehe die Organisation der Zeugen Jehovas gegründet wurde, gab es
auch
schon gottesfürchtige Menschen, die sich in Gruppen zusammenfanden
und Gottesdienste
durchführten. Auch sie predigten schon damals in aller
Öffentlichkeit. Auch sie
benutzten die Bibel und halfen den Menschen, Vorhaben besser verstehen
zu lernen.
WIR ERINNERN DARAN
Russell, Gründer der Vereinigung „Ernste Bibelforscher",
später auch als „Jehovas Zeugen" bekannt, holte sich seine Nahrung
lange Zeit
aus den Reihen Adventisten. In einer Schilderung über seinen
Lebenslauf heißt es:
„Wegen der Ähnlichkeit ihrer Ansichten las er noch mehr von dieser
Publikation
… Obwohl er sie als eine Schrift der Adventisten erkannte, für
deren Lehren er bis zu jener Zeit wenig übrig hatte. Russell war
jedoch geneigt, von
jeder Richtung das zu lernen, was Gott ihm lehren wollte."
WIR FRAGEN NUN
Warum versuchten Jehovas Zeugen überhaupt alle anderen
Religionsgemeinschaften und prahlen damit, was sie alles wissen? Was
wissen sie denn
eigentlich wirklich?
Hat es die Vergangenheit nicht eindeutig bestätigt, daß sie
von
anderen Religionsgemeinschaften noch sehr viel lernen können? Es
liegt doch klar auf der
Hand, daß alle Endzeitbibelauslegungen der WTG bis zum heutigen
Tage nicht der Wahrheit
entsprachen. Trotz mehrmaliger Überarbeitung haben sie damit
weiter nichts als Schaden
angerichtet. Millionen von gläubigen Menschen haben sie dadurch
den Glauben an Gott
geschwächt und ihre Hoffnungen getrübt. War das der Wunsch
Gottes und Christus Jesus?
WACHT ENDLICH AUF!
„Verschließt nicht weiterhin willentlich EUER Herz vor der
Wahrheit. Überdenkt noch einmal in Ruhe, was IHR Gott und Christus
Jesus vor dem
Richterstuhl sagen werdet, wenn er EUCH die Frage stellt: 'Warum hast
DU DICH nicht von
meinem Geist und den Worten der Bibel leiten lassen. Waren DIR die
Worte von falschen
Propheten mehr wert als mein Wort und das Wort meines Sohnes?"
W. W.
DIE FRAGEN EINES
INTERESSIERTEN
Ein ZJ berichtet
„Wer ist eigentlich euer 'treue und kluge Sklave, der euch Speise
zur rechten Zeit gibt'", fragte mich mal ein Interessierter als ich bei
ihm einen
Nachbesuch machte. Wirklich, eine unangenehmere Frage hätte er mir
nicht stellen können!
Sind wir ZJ doch gut vorbereitet Fragen zu beantworten, die sich auf
Himmel, Hölle,
Fegefeuer, Dreieinigkeit, unsterbliche Seele, Harmagedon, Paradies und
ähnliche
religiöse Lehrdogmen beziehen, aber ausgerechnet solche Fragen zu
beantworten - nein,
dazu sind wir doch nicht so gut ausgerüstet worden. In meinem Fall
verbanden sich im
Laufe des Gespräches zum Thema Hauptfrage auch noch andere
Wortformulierungen, welche ich
erklären sollte, wie z. B, Sklavenklasse, Geistiger Überrest,
Gesalbte Christen, kleine
Herde, andere Schafe, große Volksmenge usw. Alles Wörter aus
dem Büchlein, das ich das
letztemal bei ihm zurückgelassen hatte und mit welchem ich ein
Heimbibelstudium mit ihm
zu beginnen hoffte. Das erstemal, wo es mir nicht so fließend und
wortgewandt gelang,
Fragen eines Interessierten zu beantworten. Im Herzen verwünschte
ich schon, hergekommen
zu sein und hätte gern das Thema abgebrochen und wäre
gegangen, mir einredend, das ist
ja ein „Bock" und es hat somit keinen Zweck, mit ihm noch weiter zu
diskutieren,
wenn ich nicht gemerkt hätte, meinem Gesprächspartner lag
nicht daran mich
„reinzulegen", sondern er wollte wirklich verstehen, was er glauben
sollte. Aber
wie soll ich etwas erklären, was ich selbst nicht so recht
verstehen kann!
Ich versprach, zur
Beantwortung dieser Fragen besser ausgerüstet
wiederzukommen; es gäbe zu diesem Thema noch eine Menge anderer
Literatur unserer
Gesellschaft und die muß man auch gelesen haben, um alles zu
verstehen!
Ich suchte Rat und Hilfe bei unseren Ältesten und sie kamen auch
eines Abends zu dritt zu uns,
worüber wir hocherfreut waren, Ohne Umschweife kamen wir zur
Sache. Ich legte alle Fragen
meines Interessierten auf den Tisch und fragte, wie sie sie wohl
beantwortet hätten.
„Selbstverständlich müssen wir immer so antworten, wie uns die Gesellschaft lehrt, denn sie ist der treue und verständige Sklave, den der Herr über alles gesetzt hat. Er wird direkt vom Heiligen Geist geleitet, ist sozusagen inspiriert", begann sofort der Ältere in unserer Runde „und in unseren Schriften steht alles drin, wie wir es zu verstehen haben" und sogleich holte er einen alten Wachtturm hervor und zitierte unter anderem: „die Stimme des Sklaven ist die Stimme Gottes" usw. „Ja, ja" sage ich, „das weiß ich, daß das und ähnliches in unseren Schriften steht. Mich sollst du auch nicht überzeugen, aber wie soll ich es so einem Interessierten sagen, damit er es versteht und mich nicht mit solchen endlosen Fragen in die Enge treibt. Er glaubt nämlich, daß auch seine Kirche richtig lehrt, wenn sie sich auf die Bibel stützt, aber in unseren Schriften stünde so vieles Neues, was er noch nie aus der Bibel herausgelesen hat und da möchte er wissen, wer denn eigentlich dazu berechtigt ist so fast grundlegend Neues zu lehren, was sich zwar schön anhört - fast zu schön, um wahr zu sein - aber es könnten doch nur menschliche Wunschvorstellungen sein. Also, ich möchte ihm gern biblisch beweisen, daß es heute solche Menschen gibt, die dazu berufen sind, neue göttliche Wahrheiten zu lehren, aber - entschuldigt bitte - ich sehe da selbst nicht so durch. 'Stimme des Sklaven - wie die Stimme Gottes', sagst sogar inspiriert. Aber wer ist denn eigentlich der Sklave? Laut dem Buch soll es der letzte Rest von den 144 000 sein, also noch über 9 000, aber selbst hab noch nie einen von ihnen gesehen. Als ich zur Wahrheit kam sagte man noch, der Sklave wäre Br. Russell und das konnte einem schon einleuchten; denn immerhin war er es, der die schönen neuen Wahrheiten vom Königreiche Gottes neu lehrte und später Rutherford. Ich habe seine Bücher sehr gerne gelesen, aber heute soll das alles nicht mehr wahr sein. Und heute - besonders seit den letzten Jahrzehnten - gibt es eine Fülle neuer Begriffe und Behauptungen, die - und da muß ich ehrlich sein - auch mich verwirren. Und nun will dieser Interessierte ausgerechnet in diesen Punkten von mir eine ausreichende Erklärung, wo ich selbst nicht durchsehe.
Habt ihr noch nie selbst
Interessierte gehabt die euch solche Fragen
stellen? Heute interessieren sich die Menschen nicht mehr so sehr
dafür, ob es eine
Hölle gibt, aber sie möchten gerne wissen, wer es ist, der
neue Lehren lehrt, ob sie ihm
glauben können."
Schweigen setzte ein.
Noch während ich
sprach, versuchte man mich zu unterbrechen, aber
jetzt? Endlich machte der Jüngste seinen Mund auf.
„Man sollte das alles nicht so wörtlich nehmen, was bei uns steht.
Die Bibel verstehen wir doch auch geistig und da machen es die
Brüder, die uns die
Bücher schreiben, schon richtig, wenn sie uns ihre neuesten
geistigen Erkenntnisse
mitteilen und wir sie studieren. Wir müssen nur glauben, die
anderen tragen dann die
Verantwortung für uns."
Damit war ich überhaupt nicht einverstanden. Eine rege Diskussion setzte eine. Inspiriert - nicht inspiriert? 9 000 oder leitende Körperschaft, Sklave, große Herde, kleine Herde, irrt sich, oder sich nie, wer im Namen Gottes spricht. Engel, Teufel, Dämonen usw. Viele, typisch unsere Wörter wurden gebraucht, alte und neue Schriften wurden zitiert, auch manchmal die Bibel.
Widersprüchliches trat zutage, und es wurde immer später. Meinen Interessierten und seine Fragen hatten wir ganz vergessen - wir selbst wurden uns zu Problemen. Wir waren auch zu laut geworden zueinander bis der älteste Älteste den Schlußstrich zu ziehen schien mit der lauernden Frage an mich: „Glaubst du etwa, daß auch wir eine falsche Religion haben?" „Nein, nein" eilte ich mich zu sagen, „aber hältst du so etwas für unmöglich?"
Eine Antwort bekam ich
nicht mehr,
dafür aber einen giftigen Blick. Da meldete sich meine Frau, die
die
ganze Zeit seits still in einem Sessel. gesessen und in einer
Broschüre blätterte.
„Das hier ist die allerneueste Broschüre, die die Gesellschaft
herausgegeben hat
hier steht drin, daß sie nicht inspiriert sind und auch schon
Fehler gemacht haben
…„ „Aber wir werden vom heiligen Geist geleitet" fuhr der Älteste
ihr
ins Wort. Da konnte ich mich selbst nicht mehr enthalten und gab giftig
zurück: „Du
tust ja gerade so, als wenn du die Gedanken eingeben willst, der
Heilige Geist ist schuld
daran, wenn wir etwas Falsches gelehrt haben und es glauben."
Meine Besucher waren
aufgestanden und begannen sich anzuziehen.
„Wir werden uns mit dir noch mal eingehend unterhalten müssen",
verabschiedete
sich mit deutlicher Betonung der Älteste von den Dreien. Auch die
anderen gaben mir die
Hand, aber es war nicht mehr so freundlich wie bei der
Begrüßung.
Ich begleitete sie noch bis zur Straße und rief „Gute Nacht"
hinterher.
Meinen Interessierten
besuchte ich noch einige Male, aber als ich wieder
einmal fragte, wann ich wiederkommen kann, da bedankte er sich
höflich und freundlich mit
der Frage, ob er mich wohl auch mal besuchen dürfte mit der
Absicht, mich zum
katholischen Glauben zu bekehren? Doch dafür bedankte ich mich nun
gleichermaßen.
Wir treffen uns hin und wieder auf der Straße und
grüßen uns stets
freundlich. Nur das ist uns geblieben. Aber es hätte schlimmer
kommen können.
-J.M.-
AKTUELLES I N KURZE
1987 IN BERLIN GROSSE HERAUSFORDERUNGEN!
1987 wird Berlin einmal geprägt sein von den Feierlichkeiten zum
750jährigen Bestehen der Stadt mit einem Wiederaufbau und
Neuaufbau besonders seit 1945,
der nur vollzogen werden konnte, weil alle sozial und kulturell bzw.
politisch
verantwortungsbewußten Menschen dieser Stadt und natürlich
darüber hinaus n i c h t auf
die Verkündigung der WT-ZJ gehört haben! Bekanntlich
ließ die WTG 1949 von der
WESTBERLINER WALDBÜHNE aus mit Ausstrahlung über den Sender
RIAS eine Resolution los,
worin u.a. wie folgt gegen den Aufbau in der „östlichen
Besatzungszone
Deutschlands" bibelmißbräuchlich gehetzt wurde:
„… bezeugen allen
Menschen guten Willens, daß ohne Gottes
Führung und ohne Beachtung seines vollkommenen Gesetzes kein
Aufbau möglich ist, wie in
Psalm 127:1 geschrieben steht: Wenn Jehova das Haus nicht baut,
vergeblich arbeiten daran
die Bauleute …„ (WT 1. 4. 1950)
Das Berlin von 1987 wird diesen Bibelmißbrauch nicht nur
Lügen
strafen. Es ist ein Anstoß, sich der sozialen Mitverantwortung im
Leben bewußt zu
werden.
Erfreuen sich doch viele Zeugen selbst einer Neubau-Vollkomfortwohnung.
NEUES WTG-EVOLUTIONSBUCH
BEDENKLICH
In seinem „Foto-Drama der Schöpfung", 5. Tag, vertrat der
WTG-Gründer C.T. Russell den Standpunkt, daß die Tiere durch
Evolution entstanden sind.
Damit ist das Thema des neuen WTG-Buches „Das Leben - Wie ist es
entstanden? Durch
Evolution oder durch Schöpfung?" glatt aus den Angeln gehoben. In
der Tat kommen
für die Tiere nachweislich Jahrmillionen in Betracht. Man verfolge
die Fachliteratur.
ZEUGEN JEHOVAS SIND AUCH
NUR. MENSCHEN
Im Erwachet vom 8. Mai 1966 war folgender Bericht zu lesen: Armero,
eine
Stadt von 28 000 Einwohnern, lag 50 km vom. Vulkan Nevada del Ruiz
entfernt, in einer
engen Schlucht. Der Vulkan war sehr unruhig. Eines Tages geschah es,
mit furchtbarem
Donnergetöse explodierte der Vulkan an der Nordostflanke der
Kuppe. Riesige Schlamm und
Geröllmassen wälzten sich zu Tal. Eine über 12 m hohe
Schlammflut fegte wie
todbringender Besen alles hinweg.
Über 21 000 Tote
und Vermißte soll es gegeben haben. Armero ist von
der Landkarte verschwunden …
Von den 59 Zeugen Jehovas der Stadt waren 40 verschwunden, Der war
zerstört und nicht mehr auffindbar Der Staat und die Welt halfen
sofort mit allem, was
menschenmöglich war, ohne Ansehen der Person und Religion.
Was aber taten die Zeugen Jehovas der näheren Umgebung? Sie
schickten
zwei LKW mit Decken und Lebensmittel für ihre Brüder. Nicht
für die Weltmenschen, die
ihrer Meinung nach ja sowieso früher oder später sterben
müssen. Also was soll's?
Nun, den gestorbenen
Brüdern kann keiner mehr helfen. Also ist der Fall
für sie erledigt. Die Brüder werden ja auferstehen. So ist
nichts verloren.
Ja, so hart und brutal sind die Zeugen. Nun kommt aber laut
Bericht die große Erkenntnis! Zeugen sind auch nur Menschen. Es
heißt jetzt, Zeugen sind
also Unfällen und Naturkatastrophen genauso ausgesetzt wie jeder
Mensch.
In Zeiten, wie die beschriebenen, wird offenbar, daß der
Grundsatz in
Pred. 9:11, 12 unterschiedslos auf alle Menschen zutrifft.
Durch diese Feststellung ist bei den Zeugen wieder eine Illusion
geplatzt.
-E.B.T.-
AUS DER WELT DER ZEUGEN
DAS ALTKLUGE MÄDCHEN
Als in einer Berufsschule in Gera über Kriege gesprochen wurde und
jede
Schülerin dazu eine Meinung sagte, fiel die von Katrin Seifert auf..
Sie sagte in etwa:
'Es läge nicht in der Macht der Menschen den kommenden Krieg zu
verhindern, auch nicht in der Macht der menschlichen Regierungen.
Allein Christus werde
die Herrschaft nach einem bald kommenden Krieg auf Erden
übernehmen und an seiner Seite
stünden die Zeugen Jehovas,'
Woher ein junger Mensch eine solche Meimung haben kann, mag sich
mancher
fragen. Wer jedoch Leser des Wachtturm ist, der kann eine Antwort geben.
Zur Probe ein Beispiel:
Im WT, 15. Oktober 1986, Seite 3-5, ist zu lesen, wie „Der Kampf um
die Weltherrschaft" ausgeht. Die Frage: „Wer wird gewinnen?" wird
gleich
mit beantwortet.
Der Ausgangspunkt ist erst einmal einfach: „Der König des
Nordens" und „Der König des Südens" sind heute Ost und West,
anders
gesagt, Moskau und Washington. In der „Rivalität, zwischen den
Supermächten"
und: „durch den Rüstungswettlauf besteht außerdem die
permanente Gefahr eines alles
vernichtenden Krieges", erkennt der WT und weicht mit seiner Meinung
nicht von den
Stimmen anderer internationaler Presseerzeugnisse ab. Der WT stellt
auch nicht die Frage:
Krieg oder Frieden, sondern schätzt ein, daß es sich um
einen alles vernichtenden Krieg
handeln wird. Die wichtige Frage bettet er dann auch in einen
historischen Zusammenhang
und datiert die Anfänge der heutigen Verhältnisse 2.300
Jahre zurück.
Darüber könnte man sich streiten. Aber nun verliert er sich
wieder, wie so oft, in Prophezeiungen, die der Bibel entnommen, aber
von
der WTG für ihre Organisation zugeschnitten wurden. Es entsteht
der Eindruck, daß die
WTG sehr leichtsinnig mit diesem großen Thema umgeht. Wie
können sie alles in die
Prophezeiung einmünden und fortlaufen lassen als gäbe es
nichts, das der Mensch dazu tun
könnte? Der WT verneint in seinem Artikel ganz einfach, daß
die Menschen die Gestalter
der Welt waren und sind. Die WTG ist ja auch Mitgestalter der Welt,
sogar an
hervorragender Stelle. Sie operiert in 205 Ländern in den Hirnen
von 2 650 000 Zeugen
Jehovas.
Weiter geht der WT
wieder davon aus, daß das Königreich mit Jesus, dem
König, seit 1914 bereits herrscht.
Ist doch jedem, der die Bibel ohne WTG-Brille liest, eindeutig,
daß
Jesus seine Jünger lehrte um das Kommen des Königreiches zu
bitten: „Dein
Königreich komme!" Es geht eindeutig um ein kommendes
Königreich, nicht um ein
vorhandenes seit 1914 nach der WTG-Einbildung.
„Lügen werden sie an einem Tisch ständig reden." (Daniel
11:27)
Dieses Zitat aus dem
WT-Artikel können sich die Schreiber selbst über
ihre Schreibtische hängen. Ist es nicht so, daß die WTG mit
Hilfe des Wachtturm aus den
Lesern Stillhalteopfer machen will?
Ist es nicht so, daß die WTG mit Hilfe des WT bei ihren Lesern
den
natürlichen Drang, eigenes zur Verhinderung eines alles
vernichtenden Krieges, zu tun,
lähmt? Wie deutlich sind Katrin Seifert's Worte, um erkennen zu
müssen, welche
Verblendung und Einfalt aus einem jungen Mädchen der Zeugen
Jehovas im Jahre 1986
sprachen.
„Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6 Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos Konto-Nr.: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera