GERA CV 200 - DOKUMENTATION MÄRZ 1986
DIE
ENDZEITLEHREN DER WTG SEIT DEM JAHR 1799
UND IHR BLEIBENDER GESELLSCHAFTLICHER
ZWECK
EIN
TURM AUF SAND GEBAUT
Matthäus 7:22-27
Liebe Brüder und
Schwestern!
Wir sind im Jahre 1986
angekommen Eine Rückschau führt uns eine von der WTG - immer als
"von Gott" - "verzögerte Zeit des Endes der Welt" mit anschließendem
Paradies vor Augen. Seit sie das Jahr 1799 als den "biblisch begründeten"
Beginn dieser Endzeit festsetzte, wird das nun schon Generation um Generation
fast 200 Jahre lang dahingeschoben. Es kann wirklich nicht oft genug gesagt
werden: Die entscheidende Frage, nach der das gesamte WTG-Werk beurteilt werden
muß, ist die Frage nach der Zuverlässigkeit, dem Eintreffen und
der Glaubwürdigkeit dieser Endzeitverkündigung! Alles andere ist
wirklich zweitrangig. Jeder Betroffene prüfe das selbst. Wäre er
unter seinen Angehörigen und Mitmenschen ein WTG-Verkündiger, wenn
es mit der WTG-Endzeit nicht stimmt?
Diese Frage wiederum kann jedoch nur mit einer hinreichenden Rückschau auf dieses WTG-Werk sicher beantwortet werden. Und wenn wir Jesu eigene Worte in Matthäus 7: 22-27 zugrunde legen, dann hat jeder Angesprochene sogar ein Recht darauf, bei diesem "Turmbau" die Kosten zuvor zu berechnen, d. h. was damit in Wirklichkeit alles auf ihn zukommt, was er sich mit der WTG auflädt, was die WTG bisher auf ihrem Konto hat. Wie anders sollte jemand die "Kosten berechnen" können, ehe er sich "hingibt" und das gar anderen verbindlich auf Leben oder Tod predigt?
Es kommt jetzt noch ein aktueller Hauptgesichtspunkt hinzu. Die WTG ist seit 1914 in einen neuen Countdown ihrer derzeitigen Endzeitverschiebung eingetreten, der mit einem neuen Kollaps enden muß, der wieder eine "Generation" getäuscht und enttäuscht "vergehen" lassen wird. Denn nach Psalm 90:10 umfaßt ein Menschenleben oder eine Generation nur 70, höchstens 80 Jahre. Das ist ein biblischer Befund, der letzter Maßstab ist. Was die WTG da sonst noch ausrechnet, weil da und dort noch jemand gar 100 Jahre alt wird, ist nichts als fragwürdige Spekulation, um ihre Endzeittäuschungen fortzusetzen. Der Countdown läuft also wieder! Wie einst von 1799 auf 1914, so jetzt von 1914 auf 1994! Was wird dann alles passieren?
Diese Dokumentation lenkt nun die Aufmerksamkeit auf entscheidende "Säulen" dieses WT-Endzeitkartenhauses, das sich damit wieder als auf Sand gebaut erweist. Nichts ist davon zuverlässig, glaubhaft und haltbar. Nichts davon kann ernsthaft als unanfechtbare "heutige" endzeitliche "Erfüllung" anderen verkündet werden. Ja, man muß sich hüten, einem Angesprochenen die wirkliche Vergangenheit der WTG erkennen zu lassen. Man muß die alte Literatur zwangsläufig unterschlagen, abstreiten oder verleugnen. Manche gehen so weit, sie wider besseres Wissen als Fälschungen "des Feindes" zu bezeichnen, wird sie ihnen vorgelegt. Es ist nichts in dieser Dokumentation aus dem Zusammenhang gerissen. Es sind vielmehr ausgewählte Kern- oder Schlüsselfragen, die das Wesentliche und Entscheidende hervorheben.
Informiere
Dich und triff Deine Entscheidungen, denn Neuorientierung und Neuentscheidung
ist früher oder später ehrlicherweise unvermeidlich.
Eure Studiengruppe
Christliche Verantwortung
DIE
"HAUPTSÄULEN" DES WACHTTURM -
MIT DENEN ALLES FÄLLT
DAS JAHR 1914 - DAS
ENDE DER "ZEITEN DER NATIONEN"
Fast beispiellos in
der Geschichte der WTG sind die Vielfalt von Lehränderungen, leeren Versprechungen,
ja sogar Lügen, die in bezug auf das Ende der Zeiten der Nationen gegeben
wurden. Hunderrtausende Menschen wurden irregeführt und wandten deshalb
der WT-Organisation den Rücken.
Und
doch besitzen die Schreiber des "Wachtturm" die Unverschämtheit, zu
behaupten:
"In Veröffentlichungen
der Watch Tower Society war zwar jahrzehntelang darauf hingewiesen worden,
daß das Ende der Zeiten der Nationen in das Jahr 1914 fallen werde,
doch die irdischen Herrscher waren entschlossen, sich der Übernahme der
Weltherrschaft durch den himmlischen Messias zu widersetzen."
(WT 21,/83, Seite 23)
Dies
ist eine handfeste Lüge! Rechnet man in Brooklyn aber damit, daß
die ZJ keine Literatur mehr besitzen, die vor Jahrzehnten von der WTG herausgegeben
wurde?l Jedenfalls muß man lesen:
"Nun rufe dir die Schritte
ins Gedächtnis zurück, die in dem 'festen prophetischen Wort' so
wohl gegründet, uns zu dieser herzerfrischenden und geisterfrischenden
Erkenntnis geleitet haben. Hinter uns sind all die prophetischen Marksteine,
die auf diese Zeit als die wunderbarste Periode der ganzen Weltgeschichte
hinweisen. Sie haben uns gezeigt ..., daß das Lehn der Herrschaft der
Heiden, 'Die Zeiten der Nationen', mit dem Jahr 1894 ausläuft."
(C. T. Russell, "DEIN
KÖNIGREICH KOMME",
Ausgabe 1914, Seite
296f)
Aber
auch andere Deutungen waren einmal aktuell. Danach sollte z. B. Harmagedon
im Jahre 1914 schon abgeschlossen sein.
"Man verwundene sich
daher nicht, wenn wir in den nachfolgenden Kapiteln Beweise beibringen, daß
das Aufrichten des Königreiches Gottes schon begonnen habe, daß
in der Prophezeiung aufgezeichnet stehe, daß das Jahr 1878 die Zeit
sei, da die Ausübung seiner Macht beginnen sollte, und daß der
'Krieg des großen Tages Gottes des Allmächtigen' (Offenbarung 16:14),
der im Jahre 1914 zu Ende gehen soll, bereits angefangen ist."
("SCHRIFTTUDIEN II",
Seite 97 (1889), Magdeburg 1926)
Die
alten Glaubenstreuen, wie Abraham, Isaac und Jakob, sollten ab 1914 auferstehen
und über die Erde regieren.
Der Nachteil: Die Vorhersage
wer falsch!
"Die Einsetzung der
irdischen Regenten aber dürfen wir nicht vor Ablauf der 'Zeiten der
Heiden', Nationen, im Oktober 1914 erwarten. Darin liegt keine Abweichung
von Gottes unabänderlichem Plan."
("SCHRIFTSTUDIEN IV",
S. 325, Barmen 1916)
Statt
einer Entschuldigung drehte der damalige Präsident der WTG, Russell,
den Spieß um.
SEINE FALSCHEN VORHERSAGEN
WÄREN EIN SEGEN FÜR "JEHOVAS VOLK".
Wie müssen sich
seine Anhänger veralbert vorgekommen sein!
"Der Autor gibt zu,
daß er in diesem Buch den Gedanken nahelegt, daß des Herrn Heilige
erwarten dürfen, am Ende der Zeiten der Nationen bei ihm zu sein in
Herrlichkeit. Dies war ein Fehler, den zu machen sehr natürlich war,
doch der Herr überwaltete ihn zum Segen seines Volkes. Der Gedanke, daß
die Kirche vor Oktober 1914 in Herrlichkeit vereint sein wurde, übte
zweifellos einen anspornenden und heiligenden Einfluß auf Tausende
aus,. von denen demgemäß alle den Herrn preisen können, selbst
um des Fehlers willen." (C. T. Russell, "DIE ZEIT IST HERBEIGEKOMMEN'", Ausgabe
1926, Seite 7)
Jeder,
der diese objektiv falschen Voraussagen belächelte, wurde als ein Feind
Gottes hingestellt. Diese Methodik hat sich bis heute nicht verändert!
"Unsere Feinde hatten
geglaubt, daß unsere Reihen ordentlich gelichtet werden würden,
wenn der Oktober 1914 vorbei und wir noch im Fleische da wären ... Wenn
es des Herrn Wille ist, daß wir ein weiteres Jahr hierbleiben, oder
noch länger...
Immerhin sind noch ungefähr
700 unserer Anzahl in der Feuerlinie - voll Mut und voll Kraft
("DER WACHTTURM", März
1916. Seit Adam: 6044, Nr. 3, Seite 39 dt.)
700 Unentwegte waren nur noch übrig geblieben. Und auf dieses kleine Häuflein sollte die ganze Menschheit schauen? Macht sich der WT nicht lächerlich, wenn er im Ernst behauptet, die irdischen Herrscher hätten auf die damaligen Bibelforscher hören sollen?
"In der Ausgabe vom März 1880 hieß es: 'Die 'Zeiten der Heiden' dauern bis 1914, und das himmlische Königreich wird erst dann die volle Macht erlangen.' Zugegeben, die Bibelforscher, die diese Artikel schrieben, hatten damals nicht das genau biblische und historische Verständnis über die eigentliche Bedeutung des Endes der 'bestimmten Zeiten der Nationen', wie wir es heute haben. Wichtig war jedoch, daß sie 'wachsam' waren und ihren Mitchristen halfen, in geistiger Hinsicht auf der Hut zu sein."
„Es
stimmt, damals dachten die Bibelforscher, die Aufrichtung des Königreiches
im Himmel werde unmittelbar die Vernichtung des irdischen Königreiches
mit sich bringen und gleichzeitig würden die gesalbten Christen 'entrückt',
um mit den verstorbenen gesalbten Christen vereint zu werden, die zur Zeit
der Gegenwart Christi auferstehen würden (2. Thessalonicher 2:1)."
(WT 23/84, Seite 16
und 17)
Tatsachen
werden auch heute bewußt von der WTG unter den Tisch gekehrt.
Der „treue und kluge
Knecht" hatte sich als falscher Prophet entpuppt. Dies ist die Tatsache und
kann durch keine noch so schön klingenden Phrasen widerlegt werden.
DIE
GENERATIONSFRAGE
Jahrzehntelang wurde
den Zeugen Jehovas folgendes gelehrt:
„Jesus sprach offensichtlich
von Personen, die alt genug waren, um das, was sich beim Beginn der 'letzten
Tage' ereignete, mit Verständnis zu verfolgen. Jesus sagte, daß
einige der Personen, die lebten, als das 'Zeichen der letzten Tage' in Erscheinung
trat, noch leben wurden, wenn Gott dieses böse System vernichten würde.
Wenn
wir annehmen, daß fünfzehnjährige Jugendliche genügend
Verständnis hatten, um die Bedeutung dessen zu begreifen, was 1914 geschah,
wären die Jüngsten 'dieser Generation' heute ungefähr siebzig
Jahre alt. Die meisten der Generation, von der Jesus sprach, sind somit bereits
gestorben. Die anderen, die noch leben, nähern sich dem Greisenalter.
Und man denke daran, daß alle, die zu dieser Generation gehören,
gestorben seien."
(ERWACHET 8.4.1969,
Seite 13f)
„Die
Generation, die… 1914 gesehen hat, nun bereits sehr alt und nahe daran 'zu
vergehen'. Daher muß die Zeit… sehr nahe herbeigekommen sein."
(WT 15.9.1974, Seite
531)
Zehn
Jahre später sind eigenartigerweise dieselben Menschen plötzlich
nicht mehr „sehr' alt". Im Gegenteil:
„Sehr viele Personen"
dieser Generation sind noch am Leben!
„In der südafrikanischen
Zeitung 'Die Vaderland' erschien kürzlich ein Bericht über die Volkszählung
1980, aus dem hervorgeht, daß viele von der Generation von 1914 heute
noch am Leben sind. Bei einer großen Zahl der Einwohner Südafrikas
handelt es sich um Personen, die im Jahr 1914 beim Ausbruch des Weltkrieges
14 Jahre oder älter waren. Zur Zeit der Volkszählung lebten noch
fast 50 000 Männer und Frauen, die im Jahre 1900 oder früher geboren
worden waren - ungefähr einer von 500 Bewohnern.
…
Wenn der größte Teil der Welt ähnliche Bevölkerungszahlen
aufzuweisen hat, wird deutlich, daß heute immer noch sehr viele Personen,
die der Generation von 1914 angehören, am Leben sind." (WT 1/64, Seite
19)
Offensichtlich wissen
die WT-Schreiber selber nicht, was sie wollen. Oder liegt auch in den Widersprüchen
Methode? So heißt es plötzlich wieder:
„Wie du zweifellos beobachten
kannst, wird nur eine kleine Minderheit über 80 Jahre alt."
(WT 16/84, Seite 3)
Man
kann sicher sein: Die WT-Autoren überlegen sich jedes Wort, welches
sie veröffentlichen!
Und so muß der
Leser erkennen, daß die WTG-Führung den Harmagedon-Termin auf
einmal bis zum Ende dieses Jahrhunderts verschiebt.
„Er
(Jesus) hat uns gesagt, daß die 'Generation' von 1914 - dem Jahr, in
dem das Zeichen in Erscheinung zu treten begann auf keinen Fall vergehen
wird, bis alle diese Dinge geschehen' (Matthäus 24:34). Einige von dieser
'Generation' könnten bis zum Ende des Jahrhunderts leben. Aber es gibt
viele Anzeichen dafür, daß das 'Ende' viel näher ist!"
WT 10/84, Seite 20)
Durch die Erwachet-Hintertür, die Zeitschrift Nr. 2, erscheint plötzlich „helleres Licht". Die Generationsspanne wird in Widerspruch zu Psalm 90:10 auf 100 Jahre verlängert. Kein Wort mehr davon, daß nur derjenige zu „dieser Generation" zählt, welcher 1914 bewußt miterlebt hat. So werden wieder kostbare Jahre eingespart und der Harmagedontermin theoretisch bis auf das Jahr 2014 verschoben.
„Jesus gebrauchte das Wort 'Generation' mehrere Male, und zwar in verschiedenen Zusammenhängen und mit unterschiedlichen Bedeutungen. Doch was meinte er, als er von einer Generation sprach, die nicht vergehen werde? Einige deuten eine 'Generation' als eine Zeitspanne von 30, 40, 70 oder sogar 120 Jahren. Die Bezeichnung Generation bezieht sich jedoch auf Menschen und Ereignisse, nicht auf eine bestimmte Zahl von Jahren.
Das
in der Bibel mit 'Generation' wiedergegebene griechische Wort wird als 'die
in der gleichen Zeit Geborenen' definiert. 'Hier schließt die Bedeutung
Zeitgenossenschaft, Zeitalter ein.'
(Theologisches Begriffslexikon
zum Neuen Testament) D. Reihe d. gleichzeitig Geborenen d. Generation, d.
Zeitgenossen' (Wörterbuch zum Neuen Testament von Walter Bauer, 5. Aufl.,
1971).
Diese
Definitionen schließen sowohl diejenigen ein, die um die Zeit eines
historischen Ereignisses geboren warmen, als auch diejenigen, die zu jener
Zeit am Leben sind. Wenn Jesus den Begriff 'Generation' in diesem Sinn gebrauchte
und wir ihn auf das Jahr 1914 anwenden dann sind diejenigen, die damals Babys
waren, heute 70 Jahre oder älter. Viele andere, die 1914 am Leben waren,
sind nun über 80 Jahre alt, und so mancher hat sogar 100 Jahre erreicht.
Viele Millionen aus jener Generation sind noch am Leben, und einige von ihnen
werden am Leben bleiben, so daß man wirklich sagen kann: 'Diese Generation
wird auf keinen Fall vergehen, bis alle Dinge geschehen' (Lukas 21:32)."
(ERWACHET 20,/84, Seite
5)
„DIESE
GENERATION"
WIRD IN DEN TOD GESCHICKT
Was ist nun noch von
den „Zeichen der Zeit" übrig geblieben?
Das Einfachste ist
nun wirklich, daß die ZJ das „Zeichen" selber sind.
„Doch der stärkste
Beweis für die Nähe des Endes dieses Systems ist zweifellos das
weltweite Königreichspredigtwerk, das von Jehovas Zeugen durchgeführt
wird."
(WT 22,/84. Seite 20)
Deutlicher
geht es wirklich nicht. Es gibt tatsächlich nur zwei Möglichkeiten:
Entweder man stirbt, oder man erlebt das verheißene Paradies!
Wahrscheinlich ist
aber nun wohl, daß man stirbt …
„Entweder überleben
wir das Ende des Systems, oder unser Leben geht vorher zu Ende. Das Leben
ist von kurzer Dauer; es fliegt dahin. Niemand weiß, ob er morgen noch
lebt. Wir haben nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung, in der wir unsere
Treue und Lauterkeit gegenüber Gott beweisen können.
Mögen wir deshalb
einen starken Glauben bewahren, und im Königreichsdienst eifrig tätig
bleiben, und mögen wir auf keinen Fall zweifeln."
(WT 23/84, Seite 24)
„Wir
können sicher sein, daß noch einiges vor uns liegt. Erstens hat
Jehova weitere Mehrung verheißen. (Siehe Jesaja 60: 22.) Zweitens gibt
es noch gewaltige Möglichkeiten zur Ausdehnung, wie die Zahlen … zeigen."
(ERWACHET 8/85, Seite
23)
Und
so muß zwangsläufig diese - ach so verderbte Welt bestehen bleiben.
Dafür gibt es
einen stichhaltigen Grund:
Die WTG erwartet immerhin
noch Zuwachs! Jehova muß also mit Harmagedon warten!
„Der Fortschritt während
der letzten zehn Jahre ist für uns von besonderem Interesse. Es waren
Jahre der Prüfung und des Sichtens, da einige Verärgerte abtrünnig
wurden und die Organisation verließen. Aber es waren auch wunderbare
Jahre weltweiten Bauens und einer weltweiten Reorganisation, Jahre, in denen
die Brüder für das zukünftige Werk gestärkt wurden."
(WT 7/84, Seite 12)
„Verärgerte
wurden abtrünnig",
Wer hat sie denn verärgert?
Ja, eine weltweite Reorganisation
wurde von der WTG tatsächlich eingeleitet, in dem nämlich die alte
Generation durch eine jüngere ersetzt wurde. Seither wird frisches,
junges, doktrinäres Blut gebraucht.
„In den beiden abschließenden
Ansprachen wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, weiterhin vorauszuschauen
und eine positive Einstellung zu bewahren. 'Obwohl es gut ist, so vielen
Oldtimern zuzuhören', begann Dan Sydlik, 'möchte Gott doch, daß
wir in die Zukunft blicken, die er uns verheißen hat.' D. Sydlik baute
seine Ansprache auf die Worte des Apostels Paulus aus 1. Korinther 15:19
auf: 'Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus gehofft haben. sind wir die
bemitleidenswertesten aller Menschen.' Er betonte: 'Unsere Hoffnung ist auf
Jehova gerichtet und nicht auf Menschen. Seine Verheißungen sind absolut
zuverlässig. Gottes Organisation ist hier, um zu bleiben, ganz gleich,
was Menschen sagen oder tun.
Und das Beste kommt
noch."
(WT 9/84, Seite 12
und 13)
„Das
Beste kommt erst noch".
Nur steht die Frage:
Für wen?
Die 'Oldtimer' haben
nur noch eine geringe Zukunftserwartung.
Sie werden bald sterben.
Einverstanden: Gottes
Erwartungen sind zuverlässig! Nicht aber die der WTG. Die „Oldtimer"
bekommen es zu spüren!
„Es
stimmt, daß sich einige Erwartungen, die auf der biblischen Chronologie
zu beruhen schienen, nicht zur erhofften Zeit erfüllten. Ist es jedoch
nicht weitaus besser, in der übereifrigen Erwartung der Verwirklichung
der Vorsätze Gottes einige Fehler zu machen, als die Erfüllung
biblischer Prophezeiungen zu 'verschlafen'?'
(WT 23/84, Seite 18)
Muß
nach diesen Sätzen sich nicht ein alter Mensch veralbert vorkommen?
Anscheinend hat der
„kluge Knecht" vor nichts und niemandem Respekt. So ist auch das Abendmahl
ihm nicht heilig. Es soll offensichtlich ganz abgeschafft werden.
„Wenn der Überrest der geistigen Israeliten zu der von Gott bestimmten Zeit seinen irdischen Lauf vollendet und 'seine himmlische Belohnung empfängt, wird der neue Bund, der auf dem Blut des Mittlere, Jesus Christus, beruht, keine Gültigkeit mehr haben; er wird seinem Zweck erfolgreich gedient haben.
Die
jährlich am Passahtag begangene Feier des Abendmahle des Herrn wird
dann aufhören. Auch 'diese Hürde', die Hürde für die
Herde der geistigen Israelilten, wird dann zu bestehen aufhören."
(WT 10/84, Seite 20)
Die
Ereignisse des Jahres 70 u. Z. nimmt die WTG als Vorbild für Harmagedon
an.
Nun, einverstanden …
Wieviel Steine bleiben
denn aber bei der Zerstörung aufeinander stehen? Kein einziger? Und
trotzdem erhofft man sich im „Gegenbild" etwas anderes:
„Warum errichtet die
Gesellschaft solche Gebäude, wenn doch die Weltlage so unsicher ist?
fragte Bruder Barry. Er erklärte, Jehovas Organisation erwarte, diese
schwierige Zeit zu überleben. Gottes Volk werde ausgerüstet und
organisiert, um in den abschließenden Jahren, bevor Harmagedon das
Ende des Systeme der Dinge herbeiführe, das größtmögliche
Zeugnis zu geben. Und man hoffe, viele der neuen Gebäude in dem großen
Reorganisationswerk nach Harmagedon zu verwenden."
(WT 3/84, Seite 30)
Während
man hofft, daß Gebäude erhalten bleiben, wünscht die WTG
der Masse der Menschheit nur das Schlechteste.
Selbst ein nuklearer
Holocaust wird durch das in den Schatten gestellt werden, das lt. ZJ-Ansicht
die Menschen durch Gottes Vernichtungsstreitkräfte ereilen wird.
Alle Menschen, die
nicht der Ansicht von Jehovas Zeugen sind, sollen hingemetzelt werden.
Greise, Frauen, Kinder,
Säuglinge
„Ja, Blut wird in Strömen fließen, wenn Gottes Hinrichtungsstreitkräfte zur Tat schreiten. Die 69 Millionen Toten der zwei Weltkriege werden nichts sein im Vergleich zu den Opfern des Krieges Gottes von Harmagedon. … Die Menschheit wird weltweit durch brennende Geschosse, Feuerregen und andere verheerende elementare Kräfte, die mit dem Gericht Gottes einhergehen, in Schrecken versetzt werden. In der allgemeinen Verwirrung wird sich ein jeder gegen seinen Nächsten wenden. Und Gottes Hinrichtungsstreitkräfte werden ohne Rücksicht auf Alter oder Geschlecht zuschlagen." (WT 3/85, Seite 4)
DIE
POLITISCHE MACHT AN CHRISTUS ABTRETEN
„Ihre Zeit ist um!
Besonders seit dem Ende des Ersten Weltkrieges im Jahre 1918 haben Jehovas
Zeugen alle Nationen in diesem Sinne gewarnt. Die Nationen haben sich geweigert,
auf die untheokratische Herrschaft des Menschen zu verzichten und ihre Souveränität
an Jesus Christus, den theokratischen König der Könige Jehovas,
abzutreten".
(„NACH HARMAGEDON GOTTES
NEUE WELT", Seite 13, WTG 1953/54)
„Dort,
weit außerhalb der Reichweite der von Menschen geschaffenen Raumraketen
setzte er ihn zu seiner Rechten … Sind aber die Nationen angesichts dieser
unleugbaren Tatsachen bereit, Gott, den Schöpfer, als ihren König
und als König der ganzen Erde anzunehmen? Wer es wagte, diesen Gedanken
in der Vollversammlung oder im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorzubringen,
würde nicht nur von kommunistischer Seite, sondern von allen Delegierten
der hundertelf Mitgliedstaaten ausgelacht."
(„WENN GOTT KÖNIG
IST ÜBER DIE GANZE ERDE", Seite 18, WTG 1963)
„Als
in den Jahren 1914 bis 1918 der Erste Weltkrieg … tobte, ging es um die politische
und wirtschaftliche Vorrangstellung auf Erden … Im Hinblick auf diese Tatsache
kann gesagt werden, daß die menschlichen Herrscher unserer Erde es ablehnen,
die Oberherrschaft über die Erde dem von Gott eingesetzten König,
Jesus Christus, zu überlassen. Unvermeidbar ist Gott daher gezwungen,
in Harmagedon Gewalt anzuwenden".
(WT 15.10.1964, Seite
624f)
„Nur
Jehovas Zeugen machen diese Wahrheit bekannt. Wäre es nicht im Interesse
der Völker das beste, wenn ihre Herrscher die vom Schöpfer verheißene
himmlische Regierung, die er selbst für die Menschheit aufgerichtet
hat, anerkannt und ihre eigene Macht abgetreten hätten, als die Zeit
für seine bessere Verwaltung der Zustände auf der Erde kam?"
(WT 1.8.1965, Seite
472)
„1914
… Zeiten der Nationen abgelaufen
Durch diese Predigttätigkeit
setzten sie alle Staaten der Erde davon in Kenntnis, daß die Zeit abgelaufen
sei, die Gott ihnen eingeräumt hatte, die Welt ungehindert zu regieren.
Nun sollten sie seine universelle Souveränität anerkennen und ihre
Regierungsgewalt den Messias abtreten, den Gott im Himmel auf den Thron gesetzt
hatte".
(„RETTUNG AUS DER WELTBEDRANGNIS
STEHT BEVOR", Seite 238, WTG 1975
„Dadurch,
daß die Regierungen die Atombombe als Abschreckungsmittel herstellen
lassen, suchen sie die Herrschaft über die Erde aufrechtzuerhalten,
statt die Interessen des unter Jesus Christus stehenden Königreiches
Gottes zu fördern . Sie ärgern sich über die Verkündigung
… und suchen dagegen einzuschreiten… Sie glauben, sie könnten sich der
Angelegenheiten auf der Erde selbst annehmen, da dies ihre Sache sei."
(WT 15.3.1984, Seite
5,7)
Wir
fragen:
Was ist der Zweck und
Inhalt der Herrschaft des Menschen, auf die da verzichtet werden soll?
Worin besteht die Oberherrschaft
und Machtausübung, die seit 1918 schon an Christus abgetreten sein sollte?
Was ist der Inhalt der
Regierungsgewalt, die seit 1918 an den Messias abzutreten gewesen sei?
Was sind die Angelegenheiten
auf der Erde, derer sie sich da seit 1918 nicht mehr annehmen dürfen?
Das ist schlicht und
einfach die Gestaltung und Verwaltung eines Landes durch Recht, Gesetzgebung
und Verordnung für Handel und Wandel, Import und Export, Abkommen und
Verträge, Volksbildung und Gesundheitswesen, Wirtschaft und Soziales,
in Notlagen und Schwierigkeiten, Arbeit und Beschäftigung , Schutz von
Person Eigentum - kurzum, man gehe die Positionen des Staatshaushaltes durch,
die jedes Jahr veröffentlicht werden, da hat man den Inhalt von Herrschaft,
Macht, Regierungsgewalt und die Angelegenheiten der Erde. Das alles seit
1918 an Christus im Himmel abtreten?
Wie das? Wohin dort? In die Wolken? Nein? Oder an die WTG, die das predigen läßt? Auch nicht? Also doch an Christus? Wie wo findet man ihn im Himmel? In der Nähe des Siebengestirn und der Plejaden, der Thron Gottes sei (lt. WTG-Buch „SCHÖPFUNG)? Wie kommt ein Ministerpräsident oder Regierungschef dorthin, um die irdischen Macht im Lande abzutreten? Das geht nicht? Und trotzdem wird das gepredigt? Von erwachsenen Menschen? Dreht sich hier nicht förmlicher Unsinn im Kreise? Muß man hier nicht mit dem süddeutschen Journalisten Horst Knaut sagen:
„DELIRIEN DES GLAUBENSLEBENS UNSERER ZEIT. AUS DENEN SICH BEREITS EIN POLITIKUM ABZEICHNET"? (1975)
POLITISCHE
EINBINDUNGEN
FRÜHER BIBELMISSBRAUCH
1891/92 erste Weltreise
von C.T. Russell in Zionistenzentren Kischinew/Rußland und Jerusalem/Palästina.
Beginn einer WTG-Hilfskampagne, Judenauswanderung nach Palästina zu fördern.
1910 erneute Reise durch Rußland und. Palästina zu diesem Zweck.
Zusammenarbeit mit der jüdischer, bzw. zionistischen Presse in New York,
u. a. Hebrew American, Hebrew Standard, Maccabean, Jewish Weekly, H'Yom.
Ziel:
Staatsgründung in Palästina.
Hintergrund: US-Ölinteressen.
(CV Nr. 139, Februar
1981).
Die
WTG-Endzeitlegende hierfür, 40 Jahre lang gepredigt:
„Jesus sagte weiter,
daß das Wiedereinsammeln Israels nach Palästina (Lukas 2 24) einer
der überzeugendsten Beweise seiner Gegenwart und des Endes der Welt
sein würde."
(„DIE HARFE GOTTES",
Seite 234, 1926)
„Richter
Rutherford, der in der ganzen Welt als uneigennütziger Freund des jüdischen
Volkes bekannt ist, unterstützt den Anspruch der Juden auf das heilige
Land in tatkräftiger Weise.
(„TROST FÜR DIE
JUDEN", WTG 1925)
„Ein
menschliches Skelett besteht aus 206 Knochen. Der Zionismus wurde im Jahre
1897 in Basel" Schweiz, zu einer Körperschaft organisiert, und an jenem
Kongreß .. waren genau 206 Delegierte anwesend, genau wie die Zahl
des Menschenskeletts. Das war kein bloßer Zufall, sondern eine augenscheinlich
vom Herrn angeordnete Tatsache, und zeigt, daß der Herr auch die kleinsten
Dinge in Verbindung mit der Wiederherstellung der Juden und ihrer Wiederbringung
zu Gott überwaltet."
(„LEBEN", Seite 177,
WTG 1929)
1932.
C. T. Russell und J. F. Rutherford 40 Jahre im Satansdienst:
„Durch die Veröffentlichung
von Band 2 des Buches RECHTFERTIGUNG in jenem Jahre erkannten Jehovas Zeugen,
daß eine solche 'Zurück-nach-Palästina'-Bewegung vom Geiste
des Erzfeindes Jehovas in die Wege geleitet wurde, von Satan, der die ganze
Erde betrogen hat."
(WT 15. Juli 1955; Seite
424, CV Nr. 73)
1933 gipfelte das darin, daß „eine ca. 5.000 Personen umfassende und mehrere Millionen Deutscher repräsentierende Vertreterkonferenz der Bibelforscher Deutschlands (Zeugen Jehovas)" mit J. F. Rutherford und N. H. Knorr in Berlin-Wilmersdorf in einem Brief an Hitler die judenfeindliche und antisemitische Rassenpolitik der Nazis als GERECHTE GRUNDSÄTZE anerkannte. (DOKUMENTATION ÜBER DIE WTG, Urania 1970)
IM
REISEDIENST DES PENTAGON
Auf einem WTG-Kongreß
1911 in Washington wurde mit C. T. Russell ein Weltreisekomitee gebildet,
dem der USA-Brigadegeneral William P. Hall vom USA-Kriegsministerium angehörte.
Höhepunkt waren nach China, Japan, Korea, Indien, Arabien und Ägypten
die von den USA eroberten Philippinen.
USA-Ziel war, den Widerstand auf den Philippinen zu brechen. C. T. Russell hatte die Aufgabe, eingeführt von dem sich hier mit Russell identifizierenden Oberkommandierenden der 20.000 US-Streitkräfte auf den Philippinen, General J Franklin Bell, vor Tausenden junger Filipinos die Handlungsweise der USA als „hochherzig und gütig und nobles Beispiel" für die Behandlung „aller Heidennationen" zu preisen, eine außenpolitische WTG-Mission für die USA-Regierung, die voll erfüllt wurde. (WT 15.8.1968, Seite 506, CV NR. 139, 148)
FINANZIELLE
BEZIEHUNGEN MIT DEM GROSSKAPITAL
„Unter der Direktion
und Kontrolle" von C. T. Russell bestand eine Stiftung an einem „geheimen
Platz" außerhalb des Bethel aus 70 000 Dollar in Gold, 30.000 Dollar
in Währung und 62 000 Dollar in Schuldscheinen der Regierung der Vereinigten
Staaten. Dieser Geheimfond wurde J. F. Rutherford 1919 übergeben, als
er aus dem Zuchthaus Atlanta kam.
(CV Nr. 132)
In
einer Krisensituation gestand WTG Präsident J. F. Rutherford 1932:
„Etliche der Gottgeweihten
in der Gegenwart sind durch ihre Geldinteressen in Transaktionen mit dem Großgeschäft
hineingezogen worden…
Zur bestimmten Zeit
wird Jehova auch diese Männer des Großgeschäfts davon überzeugen,
daß er sein Werk ohne sie ausfahren kann …
Wir dachten einmal,
der Herr würde vielleicht die Herzen einiger weltlich Reichen berühren
und sie würden eine Menge Geld beisteuern und so die finanzielle Kraft
zur Ausbreitung seiner Botschaft der Wahrheit mächtig vergrößern
…"
(„RECHTFERTIGUNG II",
WT 1932, Seite 74f, 126f, DOKUMENTATION" 1970, Seite 90f)
BETHEL
BROOKLYN ALS GEHEIMDIENSTSTATION
1915 im 1. Weltkrieg
ließ C. T. Russell im Bethel Brooklyn (WTG-Hauptzentrale) ein Empfangsgerät
für geheime, verschlüsselte Nachrichten aufstellen. Daß Gerät
wurde im Februar 1918 vom geheimen Armee-Nachrichtendienst der USA beschlagnahmt.
Inzwischen
liegen darüber schon 5 WTG-Eingeständnisse vor (1919 - 1975). Das
4. erfolgte offensichtlich als Antwort auf eine kritische Untersuchung dieser
Sache in der ZJ-WTG DOKUMENTATION von 1970.
Bisher ergibt sich:
C. T. Russell bekam das Empfangsgerät von einem „Bruder", der zuvor Direktor
der beschlagnahmten Funkstationen in Tuckerton und Sayville (USA) war, Richard
Pfund, Stationen, die mit Deutschland in Verbindung standen. Pfund experimentierte
damit für die US-Kriegsmarine. „Jüngeren Brüdern wurde die
Gelegenheit gegeben, den Gebrauch der Anlage zu erlernen". „Sie waren jedoch
nicht sehr erfolgreich mit dem Auffangen von Botschaften".
(WT 1919, WT 15.6.1955,
WTG-Buch „JEHOVAS ZEUGEN IN GOTTES VORHABEN", S.76 1960, WTG-JAHRBUCH 1973,
S. 106f, WTG-JAHRBUCH. 1975, S. 94f, CV Nr. 139)
Der
vormalige Chef des USA-Geheimdienstes A. W. Dulles schreibt in seinem Buch
„IM GEHEIMDIENST" Seite 42 (Econ-Verlag Düsseldorf, BRD 1962):
„Der erste Weltkrieg
brachte jedoch eine Reihe von Neuerungen auf dem Gebiet der Spionage. Eine
davon war der Gebrauch von Radiosignalen zur Nachrichtenübermittlung
in Kriegszeiten, damit bot sich die Möglichkeit, Nachrichten von ungeheurer
taktischer und wohl auch strategischer Tragweite zu erlangen, indem man die
Radiosignale auffing und die geheimen Codes und Chiffren entschlüsselte."
DAS
USA-STATE DEPARTMENT
(AUSSENMINISTERIUM)
IM HINTERGRUND
Dies wurde schon 1921/23
dokumentiert, jedoch nicht für die Öffentlichkeit. Ein amtliches
WTG-Dokument vom 19.12.1934 für das damalige Reichs- und Preußische
Ministerium des Innern in Berlin weist aus:
„Die WTG war schon vor
dem 1. Weltkrieg in Deutschland tätig (seit 1903 Niederlassung/Büro
in Barmen). Die amtliche Zulassung von 1921 erfolgte im Ergebnis der Wiederherstellung
der Beziehungen USA-Deutschland im Vertrag vom 25. August 1921, ergänzt
durch einen Vertrag von 1923. Damit wurde der deutsche WTG-Zweig der Kontrolle
des State Department unterstellt. Die WTG. hat in Washington einen ständigen
Vertreter für die Verbindung zum State Department. Berichte für
die WTG aus Deutschland wurden nach dem WTG-Verbot 1935 über die Zweigstelle
des State Department, das Amerikanische Konsulat in Berlin, Bellevuestraße
geleitet. Das State Department erteilte selbst Aufträge an den WTG-Sonderbevollmächtigten
für Deutschland zur Beschaffung von Informationen über die Situation
amerikanischer Gesellschaften in Deutschland, ohne über die WTG in Brooklyn
zu gehen."
(DIE ZJ, EINE DOKUMENTATION
ÜBER DIE WTG, Urania-Verlag 1970, Seite 120f f)
Der erste deutsche WTG-Zweigdiener nach 1945, Erich Frost, „wurde durch den Präsidenten N. H. Knorr, Brooklyn USA, zunächst durch eine Schweizer Vollmacht vom Jahre 1945, später jedoch durch eine von der amerikanischen Regierung in Washington beglaubigte Original-Vollmacht vom 25. Juni 1946 zum Bevollmächtigten der Watch Tower Bible and Tract Society und ihrer gesamten Tätigkeit für alle vier Besatzungszonen Deutschlands ernannt." (DIE ZJ, EINE DOKUMENTATION ÜBER DIE WTG, Seite 149)
POLITISCHE
NEUTRALITÄT
Seit Jahrzehnten gründet
sich die gesamte WTG-Verkündigung auf die Behauptung, politisch neutral
und unpolitisch zu sein, wie im WT in der Zweckerklärung jedermann gesagt
wird. Die WTG ist politisch nie neutral gewesen, es gibt keinen unpolitischen
WT, jede WT-Ausgabe enthält irgendwelche politischen Äußerungen,
für oder gegen etwas. Am deutlichsten wird dies am Beispiel der WTG-Attacken
gegen den Kommunismus über 100 Jahre lang schon, womit klar wird, in
welcher politischen Front die WTG steht.
Die
Fakten sprechen für sich:
„Wer in den offiziellen
Publikationen der Zeugen Jehovas nachforscht, wird finden, daß sie unter
den ersten waren, die den Irrtum des Kommunismus erkannten und die Menschen
vor diesen Gefahren warnten. Vor nicht weniger als achtundachtzig Jahren
erwähnte die Zeitschrift DER WACHTTURM vom September 1879 (engl.), daß
wir ausgelacht wurden, weil wir damals vor einem möglichen Sturz der
Regierungen durch den Kommunismus warnten."
(WTG-Traktat 1967, JEHOVAS
ZEUGEN CHRISTEN ODER KOMMUNISTEN, Wiesbaden)
1879
war das Gründungsjahr des WT unter C. T. Russell.
Unter J. F. Rutherford
war in dieser Frage folgendes politisches Vorgehen typisch:
„Jedermann, der die
Dinge ruhig und nüchtern beobachtet, weiß wohl, daß der
Bolschewismus niemals eine zufriedenstellende Regierung für das Volk
beschaffen kann. Der Bolschewismus ist zum sicheren und vollständigen
Mißerfolg verurteilt.
Dasselbe muß über
den Kommunismus gesagt werden. Die Sowjetregierung ist kein-Erfolg-gewesen
und wird es nie sein". (WTG-Buch „REGIERUNG", Seite 13.239/1928.)
In
der Periode des kalten Krieges unter N. H. Knorr bestimmte folgende politische
Grundhaltung die Attacken:
„Der Kommunismus wurde
mittels verderbter Religion und erbarmungsloser Politik durch Satan den Teufel
gezeugt, genährt und zur Reife gebracht. Diese teuflischste Religion
von allen. Befremdender unsinniger Wahn. Gleich ungezügelten wilden
Tieren zwingen sie dem Volke hinter dem Eisernen Vorhang ihre Ideen und wilden
Träume auf. Hitler war von einem ähnlichen Wahnsinn besessen."
(WT
1. 6.1952 dt.) „JEHOVAS ZEUGEN STELLEN MIT DER BIBEL DEN KOMMUNISMUS ALS
EINE FALSCHE RELIGION, EINE EITLE HOFFNUNG, BLOSS", (ERWACHET 8.6.1955)
In den 60er Jahren bot
die WTG ihr Werk in Afrika der liberianischen Regierung als „die beste Verteidigung
gegen den atheistischen Kommunismus" an , (WTG-Jahrbuch 1977, Seite 180)
Unter F. W. Franz wird im WT-Jubiläumsjahr 1979 deutlich erinnert, daß nichts von dem WTG-Antikommunismus des kalten Krieges der 50er Jahre wie Kampf gegen „die rote Religion" (WTG-Buch „WAS HAT DIE RELIGION .DER MENSCHHEIT GEBRACHT", 1953) ungültig geworden ist. Dieser politische Dolch gehört also unzweideutig weiter zur „Waffenrüstung" der WTG. (WT 1.12.1979, Seite 20) Mit dem WT Nr. 20/1981 wurde er wieder in voller Schärfe gezückt: Ein rotes Titelblatt mit der politischen Hetzkarikatur eines aggressiv bestialisch zähnefletschenden Sowjetbären mit dem Wart „Machtpolitik" als erstes Wort zum Thema, die Reagan-Politik sekundierend, daß die Sowjetunion „Zentrum des Bösen" sei.
Seit
der ersten Ausgabe bringt CV Tatsachen über Tatsachen, die das politische
Engagement der WTG nachweisen: Die eigenen Äußerungen der WTG.
Wer dies zur Kenntnis genommen hat und es dennoch bestreitet oder leugnet,
sollte darüber nachdenken, daß er damit dasteht als Naivling,
unzurechnungsfähig oder einfach als politischer Heuchler, der sehr wohl
weiß, was unpolitisch und neutral ist und was nicht! Jüngste CV-Ausgaben
über die WTG-Lüge, unpolitisch zu sein:
CV Nr. 139, 166, 174,
181, 190, 194, 195.
OBRIGKEITLICHE
GEWALTEN
Im Juli 1929 verwarf
die WTG die richtigen und mit dem allgemeinen kirchlichen Verständnis
übereinstimmenden Lehren über die obrigkeitlichen Gewalten:
„Ist es nicht klar,
daß die Worte des Apostels Paulus ganz entschieden verkehrt ausgelegt
worden sind, wenn man sie a ui die Regierungen der Welt anwandte? … Ist es
nicht vernünftiger anzunehmen, daß Gott seine Worte ausschließlich
an jene obrigkeitlichen Gewalten richtet, die in der Organisation Gottes bestehen
und funktionieren … Viele Schrifttexte und weitere Argumente folgten, um
diese Forderung zu stützen … Dieser neue Gesichtspunkt vom Verhältnis
der Christen zu den Regierungen dieser Welt erfüllte Jehovas Zeugen mit
neuem Eifer".
(WT Juli 1929, „JEHOVAS
ZEUGEN IN GOTTES VORHABEN", Seite 215, 1960, CV 73/1975)
Die
Begründung wie immer „vom Herrn":
„Der Herr hat seit seinem
Kommen zum Tempel seinem Volk seine Wahrheit klargemacht … Sie sind nun fähig,
deutlich zu sehen - und sehen es auch -, daß sich die 'höheren
Mächte' oder 'obrigkeitlichen Gewalten' nicht auf jemand in der Organisation
Satans beziehen, wie sie früher geglaubt hatten, sondern daß diese
'höheren Gewalten' die Herrschenden in der Organisation Gottes sind."
(WTG „RECHTFERTIGUNG"
II, S. 270, 1932)
Als
„Schutz und Fürsorge, die Jehova Gott denen angedeihen läßt,
die der Gerechtigkeit unerschütterlich ergeben sind und Gott mit reinem
Herzen dienen", verkündete die WTG 1932 die Ausrottung jener aus ihrer
Organisation, die ihrem Obrigkeitstaumel ab 1929 nicht folgten:
„Sie wurden zum Königreich
berufen, wurden Anwärter auf einen Platz im Königreich und hatten
Gelegenheit, ewige Träger der himmlischen Krone zu werden. Sie erklärten,
Glieder des Leibes des Christus und daher die Braut der Königin zu sein.
Aber anstatt gehorsam zu sein, bestanden sie auf dem persönlichen Recht,
nach ihrer Weise frei und ungehindert zu wandeln. Sie weigerten sich, sich
der Ordnung zu fügen und das Hochzeitskleid anzuziehen. Sie lehnten
es ab, das Werk des Herrn auf die von ihm bestimmte Weise zu tun. Sie folgten
der Berufung zum Königreich, aber aus einem eigennützigen Beweggrund.
Sie weigerten sich, der 'Obrigkeit' in Gottes Organisation untertänig
zu sein indem sie sogar daran festhielten, daß sich die betreffende
Schriftstelle auf die irdischen Regenten bezöge (Römer 13:1; Offenbarung
19-9). Weil sie nicht festgehalten hatten, was sie besaßen, wurde ihnen
die Krone weggenommen".
(WTG „BEWAHRUNG", 1932,
Seite 31)
In
diesem Obrigkeitstaumel wurde 1948 das WTG-Buch „GOTT BLEIBT WAHRHAFTIG"
verbreitet, in dem die so Verjagten wie auch alle anderen Christen international
verächtlich gemacht wurden mit den Worten:
„Solche Religionisten
behaupten, daß diese Herrscher die in der Bibel erwähnten 'obrigkeitlichen
Gewalten' seien.' (S.259)
In Verdrehung des Religionsbegriffes
war 'Religionist' die übelste Beschimpfung (gleich Satanist) durch die
WTG.
Dazu
wurde 1949 unter der Schlagzeile „Gangster in Amt und Würden überzeugender
Beweis dafür, daß Politiker nicht die 'von Gott verordneten obrigkeitlichen
Gewalten' sind", eine internationale öffentliche Kampagne durchgeführt.
(ERWACHET 8.11.1949)
Etwa
35 Jahre lang währte der Taumel dieser Obrigkeitsphantasterei. Wie viele
Tränen, Opfer, Verfeindungen, zerrüttete Familien, sinnlose Verdammungen
und Verteufelungen, ja Verluste an Freiheit, Gut und Leben haben diese WTG-Obrigkeitsdelirien
gekostet.
Da kam wie aus heiterem
Himmel eine weitere Drehung, zurück ins Gegenteil! Als ob es nie anders
gewesen wäre, heißt es plötzlich nach dem WT vom 1,1.1963,
von der eigenen Schandtat ablenkend:
„Der Ausdruck 'obrigkeitliche
Gewalten' bedeutet politische Regierungen oder Gewalten … Gemäß
dem, was der Apostel Paulus vor und nach diesen Versen (Römer 13: 1,2)
schreibt, ist es leicht verständlich, daß er nicht 'Gewalten' innerhalb
der 'Versammlung Gottes' meint, sondern außerhalb der Versammlung und
daher die politischen Regierungsgewalten …
Die
Religionssysteme der Christenheit sind beschämenderweise der Übertretung
dessen, was der inspirierte Apostel Paulus hier zu sagen hatte, schuldig
geworden." (WTG-Buch „EWIGES LEBEN IN DER FREIHEIT DER SÖHNE GOTTES",
S, 188, Abs. 4.5. 1967)
Ist es nicht skrupellos,
andere genau dessen zu bezichtigen, was man hier selbst begangen hat? Mit
der Verkündigung, daß die, nun wieder „anerkannten" politischen
Regierungsgewalten oder Obrigkeiten rückgreifend auf 1914 ihre Macht
an Christus im Himmel abtreten sollen, was gar nicht möglich ist, geht
dieses Obrigkeitsdelirium bis heute weiter.
DAS
OFFENBARUNGS-„TIER"
Auf den WTG-Kongressen
1985 wurde für das Frühjahr 1986 unter der Devise „Die UNO - Satans
Trugbild" (ERWACHET 22.10. 85, S.11) eine internationale WTG-Hetzkampagne
gegen die UNO und das UNO-Jahr des Friedens 1986 ausgerufen, von den WT-Zeugen
durchzuführen. In Wirklichkeit wird den WT-Zeugen hier die letzte politische
Version eines haarsträubenden WTG-Schwindels mit dem „Tier" aus Offenbarung
17:8 in die Hand gedrückt.
Als
„vollendetes Geheimnis" ließ die WTG zuerst verkünden:
„17:8. Das Tier, welches
du sahest:
Der Antichrist.
War: übte tatsächliche
Herrschaft bis 1799 n. Chr. aus.
Und ist nicht: Hat
nicht einmal eine Spur weltlicher Macht seit 1870 gehabt. Seitdem ist es
im Zustande der Vergessenheit, dem 'Abgrund' gewesen.
Wenn sie das Tier sehen,
daß es war und nicht ist und WIEDER da sein wird:
Das päpstliche
Reich wiederhergestellt." (WTG „SCHRIFTSTUDIEN" VII, 1917, S, 355, Magdeburg
1925)
Als
die Generation von C. T. Russell gestorben und „vergangen" war, besagte das
angebliche „Licht" von Gott in dieser Sache:
„Das achte 'Tier' ist
1899 als das 'Haager Weltgericht' ins Dasein gekommen. Es ging 1914 in den
Abgrund und 'war nicht' und kam nach dem Kriege wieder hervor in der Gestalt
der Völkerbundsliga aus dem Abgrund.'
(WTG-Buch „LICHT", II,
S. 103f, 1930)
Die
Weltgeschichte entwickelte sich doch nicht gemäß dem WTG-„Licht
von Gott" von 1930" wonach der Völkerbund in Harmagedon enden sollte.
So konstruierte die WTG wieder neues „Licht", als wenn es nie anders gewesen
wäre:
„… als damals der katholische
Nazi-Diktator Hitler im September 1939 den Zweiten Weltkrieg entfachte Damals
ging der Völkerbund … in den Abgrund… Mit verblüffender Übereinstimmung
damit erkannten Jehovas Zeugen 1942, also mitten im Zweiten Weltkrieg, daß
dieses internationale Tier gleichsam im Abgrund war, und sie wiesen auf Offenbarung
17:8 hin, wo die Voraussage enthalten war, daß das Tier nach dem Zweiten
Weltkrieg aus dem Abgrund heraufsteigen werde … die Vereinten Nationen …
Jehovas Zeugen erkannten sogleich, daß das -scharlachfarbene wilde
Tier nun dem Abgrund heraufgestiegen war." (WTG-Buch „BABYLON DIE GROSSE
IST GEFALLEN". Seite 586f, 1965)
Mit
dem internationalen WTG-Kongreß im Jahr des kalten Krieges 1953 in
New York wurde mit dem Buch „DEIN NAME WERDE GEHEILIGT" speziell auch die
traditionelle Politik des Antikommunismus mit diesem erneuten neuen „Licht
von Gott" begründet:
„Als das abscheuliche
Ding' im Jahre 1945 aus dem Abgrunde heraufkam, gehörten gleich von seinem
Anfang an mächtige Glieder des kommunistischen anti-religiösen Blocks
der Nationen dazu." (Seite 339, 1963)
Offenbar
auf Grund einer politischen Taktik, denn diese windige WTG kann unmöglich
Gottes Werk sein, wurden für Mitte der siebziger Jahre die sozialistischen
Länder aus dieser Anti-UNO-Hetze der WTG wieder ausgeklammert:
„Auf die Ostblockstaaten
treffen die Worte 'das wilde Tier', (das) war, nicht ist und doch gegenwärtig
sein wird, nicht zu. - Offenbarung 17:8."
(WTG-Buch „GOTTES TAUSENDJÄHRIGES
KÖNIGREICH HAT SICH GENAHT", S, 309, 1973)
In den zahlenmäßigen WTG-Angaben über die Mitgliedstaaten der UNO (ERWACHET vom 22.10.1985. S. 11) sind die sozialistischen Länder wieder inbegriffen. Damit richtet sich die jetzige WTG-Hetze im Rahmen ihres Tierschwindels gegen die UNO als „Satans Trugbild" auch gegen die DDR als Mitgliedstaat und ihre Friedenspolitik in der UNO.
HARMAGEDON
1889 schon im Gange,
1914 zu Ende:
„Man verwundene sich
daher nicht, wenn wir in den nachfolgenden Kapiteln Beweise beibringen …
daß der 'Krieg des großen Tages Gottes des Allmächtigen'
(Offb. 16: 14), der im Jahre 1914 zu Ende gehen soll, bereits angefangen ist."
(WTG „SCHRIFTSTUDIEN"
II von 1889, dt, 1926 Magdeburg. Seite 97)
80
Jahre später schreibt die WTG hierüber:
„Inmitten der Verfolgungen
während des Ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918 gab es gesalbte Christen,
die glaubten, der Weltkrieg werde unmittelbar zu einer Weltrevolution und
zu einem Harmagedon der Anarchie führen.'
(WTG „DANN IST DAS
GEHEIMNIS GOTTES VOLLENDET", Seite 75, 1970)
Irgendwelche gesalbten
Christen glaubten? Ist das nicht eine Halbwahrheit zur Ablenkung von der Hauptverantwortung
der WTG für diese Falschprophetie?
Auf
1925 verschoben:
Als sich 1914 und auch
l918 als WTG-Falschprophetie erwiesen hatte, wurde ab 1920 der Welt verkündigt:
„Wir haben, wie zuvor
dargelegt, überzeugende Beweise dafür, daß die alte Ordnung
der Dinge, die alte Welt zu Ende geht und deshalb gänzlich vergehen
wird; daß die neue Ordnung hereinbricht, und daß das Jahr 1925
Zeuge der Auferstehung der alttestamentlichen Überwinder und des Beginns
eines Wiederaufbaus der zertrümmerten Welt sein wird."
(WTG „MILLIONEN JETZT
LEBENDER MENSCHEN WERDEN NIEMALS STERBEN", Seite 103f, 1920)
1928
schreibt die WTG über 1925:
„Wie notwendig war
es, daß 1925 vorüberging, damit es offenbar werde, wer nicht 'von
nun an bis in Ewigkeit', sondern nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, also
unter Vorbehalt, sein Leben und Herz des Höchsten geweiht hatte."
(WTG-BULLETIN 1.7. 1928,
Magdeburg)
Waren damit die WTG-Beweise
für 1925 nicht ein weltweiter Betrug? Für 1975 wird das gleiche
Manöver wiederholt!
Auf
1939-45 verschoben:
Am Vorabend des 2.
Weltkrieges wird den „anderen Schafen" der WTG, damals Jonadabe genannt, die
Tatsache gepredigt:
„Jonadabe , die jetzt
ans Heiraten denken, würden, wie es scheinen will, besser tun, einige
wenige Jahre zu warten, bis der feurige Sturm Harmagedons vorüber ist."
(WTG „SCHAU DEN TATSACHEN
INS AUGE", S. 50)
1942
wieder verscheucht:
„Der öffentliche
Vortrag des Präsidenten (N. H. Knorr, Kongreß 1942 Cleveland, USA)
verscheuchte alle Gedanken daran, daß der 2. Weltkrieg in dem universellen
Krieg von Harmagedon enden würde." (WTG „DEIN NAME WERDE GEHEILIGT";
S.329)
Auf
1955-1965 verschoben:
„Theokratischer Kongreß"
Pfingsten 1945 in Zürich/Schweiz, verkündet:
„Selbst wenn die Schlußabrechnung
von Harmagedon noch um zehn oder zwanzig Jahre verziehen sollte - es wurde
nicht gesagt; daß es wirklich so sein wird - so muß doch das
Evangelium mit aller Kraft allen Nationen verkündet werden. Dauert es
jemandem zu lange, dann sei daran erinnert, daß Zeit niemals lang wird,
wenn man alle Hände voll zu tun hat.
Haben wir nichts mehr
zu tun?" (TROST - ERWACHET 1, Juni 1945, Nr. 545)
1966
ein neues Harmagedon-Datum 1975
Mit dem WTG-Buch „EWIGES
LEBEN IN DER FREIHEIT DER SÖHNE GOTTES auf den WTG-Kongressen 1966 proklamiert!
Der WT vom 1.8.1968,
S.463 erläuterte das:
„Der siebente Tag. Gottes
siebenter Tag und die Zeit, in der der Mensch auf der Erde ist, laufen demnach
parallel. Demnach fehlen noch acht Jahre, bis die 6000 Jahre des siebenten
Tages voll sind. Zählen wir vom Herbst 1967 acht Jahre vorwärts,
so kommen-wir zum Herbst 1975, zum Ende der 6000 Jahre des siebenten Tages
oder des Ruhetages Gottes. Wenn daher Christen an Hand der göttlichen
Zeittafel feststellen, daß das Ende der 6000 Jahre Menschheitsgeschichte
bevorsteht, erfüllt sie das mit freudiger Erwartung. Einige Angehörige
der Generation, die den Anfang der Zeit des Endes im Jahre 1914 bewußt
miterlebte, werden noch leben und Zeugen des Endes … in der Schlacht von
Harmagedon sein. Es dauert höchstens noch ein paar Jahre bis … die Menschen.
die dann noch am Leben sind, durch die herrliche Tausendjahrherrschaft Christi.
befreit werden."
(WT 1.8.1968, Seite
463f)
Mit der Berechnung des Jahres 4026 v. Chr. als Beginn des Ruhetages Gottes (in dem Buch „EWIGES LEBEN …„) war in der Tat für 1975 das Ende von Harmagedon, die Bindung Satans und der Beginn der Tausendjahrherrschaft Christi berechnet und festgesetzt.
1928-Manöver
wiederholt:
Wohlweislich wurde schon
im Vorfeld von 1975 das 1928-Manöver wiederholt:
„Statt also Mutmaßungen
über ein bestimmtes Datum anzustellen, als ob wir nur bis zu diesem Datum
Gott dienen würden, konzentrieren wir uns auf die wichtige Predigttätigkeit,
sollten wir daran denken, daß nicht ein bestimmtes Datum, sondern die
Ewigkeit unser Ziel ist." (WT 15.9.1974, Seite 568f.)
1977
in
„eine sehr lange Zeit"
weitergeschoben:
„Wir werden noch weiter
ausharren müssen. Können wir noch 'eine ganz kleine Weile' ausharren?
Wenn ja, dann werden wir es erleben, daß Gott 'der Kommende' zur rechten
Zeit eintreffen u. die Verheißung, die er uns gegeben hat, erfüllen
wird.
Was für den ewigen
Gott 'eine ganz kleine Weile' ist. könnte für uns zwar eine sehr
lange Zeit sein.'
(WT 15.3.1977 Seite
175f)
DIE
VERORDNETE DARSTELLUNG DER ZEUGEN JEHOVAS
ALS HEUSCHRECKEN NACH
JOEL 2:2-11
Zunächst noch nicht:
„Betrachten wir die
prophetische Beschreibung dieser großen Armee (Joel 2:2-11): Ein großes
und mächtiges Volk, desgleichen von Ewigkeit her nicht gewesen und nach
ihm nicht mehr sein wird bis in die Jahre der Geschlechter und Geschlechter.
Vor ihm her verzehrt das Feuer, und nach ihm lodern die Flammen, vor ihm
ist das Land wie der Garten Eden, und nach ihm eine öde Wüste'.
Der Herr wird sich dieser Unzufriedenen, Unwissenden und Hoffnungslosen, ihrer
Träume, Befürchtungen, Torheiten und ihrer Selbstsucht bedienen,
um die gegenwärtige Ordnung zu vernichten. Nur deshalb heißen sie
'des Herrn großes Heer'.
Die
Heiligen, alle , die sich von Gottes Geist leiten lassen als seine 'lieben
Kinder', haben nichts zu schaffen mit diesem Teile des 'Streites'."
(WTG „SCHRIFTSTUDIEN
IV von 1897; S. 418)
Dann
auch noch nicht:
In Ablenkung von der
1925-Harmagedonfalschprophetie wurden auch die Joel-Heuschrecken umgedeutet,
in eine schockierende antikommunistische Konstruktion:
„Die gelbe Gefahr in
ihrer neuesten Form". Unwillkürlich wird man da an das Prophetenwort
erinnert (Joel 2:1-11):
„Sie rennen wie die
Helden, wie Kriegsleute ersteigen sie die Mauer (also auch die chinesische)
… daß Moskau hinter den sich bekämpfenden chinesischen Generälen
steht und diese der Sowjetregierung Millionenheere zur Bolschewisierung Europas,
im Falle des Sieges, zugesichert haben, so muß der zerrüttete Westen
mit Recht sorgenvoll seine Blicke nach Osten wenden".
(WTG „DAS GOLDENE ZEITALTER".
15,2.1925, Seite 9, 15, Magdeburg)
Nun
sind sie es:
„Die Einheit der symbolischen
Heuschrecken ist in Joel 2:2-11 noch ausführlicher beschrieben.
Sie werden dort als
ein Volk geschildert, und das sind sie wirklich in der Erfüllung der
Prophezeiung.
In jenem denkwürdigen
Jahr (1926) begann die symbolische Heuschreckenplage, die in der Prophezeiung
Joels und in der Offenbarung beschrieben wird.
… und auch die Mauern,
die der russische Kommunismus errichtete, konnten Jehovas symbolisches Heuschreckenheer
an seinem Vormarsch nicht hindern".
(WT 1.3.1962, Seite
144 ff)
Nun sollen es die WT-Zeugen sein, die wie Heuschrecken unter den Menschen umherziehen und über die „Mauern steigen" und überall den „Garten Eden" kahlgefressen wie „eine öde Wüste" hinter sich lassen! Was für eine „christliche" Empfehlung! (Siehe auch CV 73, Faksimile.)
ALS
FÜRSTEN NACH PSALM 45:16
Zunächst noch nicht:
„Die Einsetzung der
irdischen Regenten (alttestamentlich Überwinder, Anm.) aber dürfen
wir nicht vor Ablauf der 'Zeiten der Heiden', Nationen, im Oktober 1914 erwarten.
Darin liegt keine Abweichung von Gottes unabänderlichem Plan." (WTG
„SCHRTFTSTUDIEN" IV, S. 325, 1916)
Dann
langsam vorbereitet:
Einige Bibelaussagen
und prophetische Dramen deuten an, daß sie noch vor der Schlacht von
Harmagedon zum Leben erweckt werden."
(WTG „DIE WAHRHEIT WIRD
EUCH FREI MACHEN", Seite 360, 1946)
Dann
sind sie rückwirkend ab 1919 da!:
Sollten wir aus dem
Umstand, daß Christus Jesus zur Zeit der Geburt des Königreiches
im Jahre 1914 zu regieren begonnen hat folgern, daß seine Fürsten
seither in Gerechtigkeit sichtbar auf Erden geherrscht haben?
Jawohl, doch vom Jahre
1919 an. (WT 1. 3.1952)
Mit
„gewaltigem" anhaltenden Applaus und Jubel" wurde diese „Wahrheit"' von über
100 000 Zeugen Jehovas auf dem internationalen Kongreß 1950 in New
York aufgenommen.
(WTG „JZ IN GOTTES VORHABEN",
S.252, 1960)
Nun
sind sie es nicht mehr:
„Der ruhmreiche König
Jesus Christus wird am Anfang seiner Tausendjahrherrschaft aus seinen irdischen
Kindern 'Fürsten für die ganze Erde' auswählen. Eine Anzahl
dieser 'Fürsten' wird aus den 'Lebenden' hervorgehen, die die 'große
Drangsal' überlebt haben."
(WTG „GOTTES TAUSENDJÄHRIGES
KÖNIGREICH HAT SICH GENAHT" Seite 134f, 1973)
ALS
ÄLTESTE NACH APOSTELGESCHICHTE 14:23
Anfangs waren sie es:
Unter Präsident
C. T. Russell (gestorben 1916) wurden die Versammlungen von schriftgemäß
gewählten Ältesten geleitet, wie ausführlich in Band VI SCHRIFTSTUDIEN
von 1904 (1926) im Kapitel „Die Neue Schöpfung - ihre Organisation"
dargelegt ist. Um das geplante diktatorische sog. theokratische Befehlssystem
der WTG durchzusetzen (1938 unter J. F. Rutherford vollendet), wurde das
Ältestenamt ab 1932 in übelster Weise ausgerottet.
Dann
nur noch
„stößige,
hochnäsige, riechende Böcke":
„Ein Ältester mag
wie ein stößiger, rücksichtsloser Bock geartet sein … Diese
hochnäsigen und riechenden Böcke sind fett geworden … Diese Egoisten
trampeln auf der vom Herrn bereiteten Speise herum, suchen sie mit ihren
schmutzigen Füßen zu besudeln … Der treue Überrest hat sich
aber nun vom Einfluß der 'Böcke' abgekehrt, sie gehen mit dem
Werke voran und verkündigen das Zeugnis, das nach Gottes Willen gegeben
werden soll".
(WTG „RECHTFERTIGUNG"
II, S. 239 ff, 1932)
Die
Bibeltexte über Älteste
wurden bedenkenlos umgedeutet:
„Diese Verse können
schriftgemäß nicht so gedeutet werden, als ob man Männer in
den Versammlungen als 'Älteste' titulieren müßte, die ein
Ältestenamt' innehätten. Der Ausdruck 'Ältestenamt. kommt
in der Schrift nicht vor.
(WT Oktober 1945. Abs.
39 „Zum Schlußwerk organisiert", dt)
Mit
den WTG-Kongressen 1971 wurde das alles wieder umgestoßen und die „Ältesten"
wieder eingeführt:
Sicherlich erinnerst
du dich noch, daß in dem Vortrag 'Die theokratische Organisation inmitten
der Demokratien und des Kommunismus' gesagt wurde … Gemäß der
biblischen Darlegung, die wir gehört haben, ist der Versammlungsdiener
sowohl ein 'älterer Mann oder Ältester.'
(WT 15.2.1972, Seite
119)
Die WTG hatte damit ein relativ leichtes Spiel. Wieder war eine Generation vergangen. Wer wußte schon noch von der einstigen Vertreibung der Ältesten als „stößige, hochnäsige und riechende Böcke", was jetzt natürlich geflissentlich verschwiegen wurde. Reuelos und ohne sich im geringsten bei den einst schriftwidrig Diffamierten zu entschuldigen kehrte man rechthaberisch zu dem einst selbst Zertrampelten zurück. Mit vielen besonderen und internen Anweisungen wurde die Organisation wieder umgekrempelt.
Da
gab es einen Brief an alle Kreis- und Bezirksdiener vom 16.9.1971. Einen
Brief der LEITENDEN KÖRPERSCHAFT an die Versammlungskomitees vom 1.12.1971
auf dem die Bezirksdiener mit einem Brief der WTG vom 9.11.1971 vorbereitet
wurden. Der WT vom 15. 4.1972 in „Fragen von Lesern" beantwortete dazu „gestellte
Fragen". Intern wurde mitgeteilt, daß selbst WTG-Präsident N. H.
Knorr ab 1.10.1971 nicht mehr 1. Vorsitzender der LEITENDEN KÖRPERSCHAFT
sei, was auf eine Entmachtung des Präsidenten und eine „Palastrevolution"
hinauslief.
Ein Vorsitzender unterwirft
sich den Entscheidungen der gesamten Ältestenschaft.
(Vortrag DisPos. 5,
III, B 2b WTG)
ALS
DAS „ERSEHNTE ALLER NATIONEN'"
Unter C. T. Russell
ließ die WTG alle Welt „das Königreich Gottes" als das „Ersehnte
aller Nationen" predigen.
(Haggai 2:7,8; „SCHRIFTSTUDIEN"
I, S. 257)
Als
1914/18 weder das verkündete Harmagedon noch das „Königreich" wie
gepredigt gekommen war, wurde in dem Nachkriegsschlager von 1922 „DIE HARFE
GOTTES" auf eine „gerechte Regierung" ausgewichen:
„Wenn diese große
Erschütterung vorüber ist, dann wird das Ersehnte aller Nationen
kommen, nämlich eine aufrichtige, gerechte Regierung, die im Interesse
der Menschheit unter der Aufsicht des großen Messias ausgeübt wird".
(Seite 258, Magdeburg
1926)
Als
nach dem 2. Weltkrieg Harmagedon wieder verscheucht worden war, mußten
die Zeugen sich selbst aller Welt als das „Ersehnte aller Nationen" vorstellen.
„Jedoch wurde erst im
Jahre 1953 auf dem unvergleichlichen internationalen Kongreß der Zeugen
Jehovas im Yankee-Stadion der Stadt New York enthüllt, daß 'das
Ersehnte aller Nationen', das herbeikommen sollte, diese große Volksmenge
ist, diese große Volksmenge von Anbetern Jehovas, die Gefährten
des geistlichen Überrestes geworden sind".
(WTG „AUCH DU KANNST
HARMAGEDON ÜBERLEBEN" Seite 265)
Diese
schriftwidrigen WTG-Zumutungen fielen noch in die Zeit der WTG-Obrigkeitsanmaßungen,
sie, die WTG-Führung gehöre zu diesen Obrigkeiten, und nicht die
politischen Regierungen.
Seit dann 1975 Harmagedon,
wieder nicht vorbei war und die Tausendjahrherrschaft Christi wieder nicht
begonnen hatte, wie vernünftigerweise vorauszusehen war, stehen alle
Zeugen wieder als von der WTG begossene Pudel da, denn nun ist es wieder
das „Königreich", wie etwas verklausuliert zu predigen ist:
„Darum,
da wir (Glieder des geistigen Israel) ein Königreich empfangen sollen,
das nicht erschüttert werden kann, mögen wir fernerhin unverdiente
Güte haben, durch die wir Gott auf annehmbare-Weise mit Gottesfurcht
und Scheu heiligen Dienst darbringen können".
(WTG „RETTUNG AUS DER
WELTBEDRÄNGNIS STEHT BEVOR", Seite. 354, dt 1975)
Sind
die hier behauptete Gottesfurcht und Scheu bei solcher haltlosen Bibeldeuterei
im Namen Gottes nicht Sand in die Augen der Öffentlichkeit?
Wie wollen die Zeugen
selbst bestehen vor jemandem, der diese ganze Deuterei vor Augen hat? Sie
können da nur mi der Unwissenheit und Uninformiertheit derer rechnen,
die sie ansprechen.
DANIELS
„KÖNIG DES NORDENS"
Die ursprüngliche
und keinen Widerspruch duldende „Endzeiterfüllung" von Daniel 11:40 war
Napoleon:
„Der Feldzug des großen
Feldherrn Napoleon Bonaparte ist eine klare Erfüllung dieser Prophezeiung,
wie aus den historischen Ereignissen dieses Feldzuges deutlich hervorgeht.
Der 'König des Südens' von welchem in dieser Prophezeiung die Rede
ist, bezeichnet Ägypten; der König des Nordens bedeutet Großbritannien.
Der Feldzug ist kurz aber anschaulich in dieser Prophezeiung Vers 40-44 beschrieben
und da dieser Feldzug 1799 zu Ende ging, so bezeichnet er nach den eigenen
Worten des Propheten, den Beginn der 'Zeit des Endes'."
(WTG „DIE HARFE GOTTES",
S. 215f, 1926)
Nachdem
sich die Harmagedonverkündigungen von 1889, 1914, 1925 und 1938 als
falsche Prophezeiungen erwiesen hatten, wurde 1942 mitten im 2. Weltkrieg
eine neue Auslegung konstruiert:
„Können wir bestimmt
wissen, daß die Welt ihrem endgültigen Ende nahe ist, wie es Jehovas
Zeugen so zuversichtlich erklären? Man beachte … (Daniel 11:40)… September
1939… Ein Blitzkrieg durch den König des Nordens … Die erstaunliche
Prophezeiung, die vor langem über den 'König des Nordens' und den
'König des Südens' ausgesprochen worden ist, erfüllt sich
jetzt, ja steht vor ihrer Enderfüllung, was beweist, daß wir dem
endgültigen Ende dieser alten Welt der Bosheit nahe sind".
Die
frühere Falschprophetie völlig verschweigend, wird dazu gedroht:
„Der große Urheber
aller wahren Prophezeiungen erleuchtet jetzt den forschenden Sinn … Seine
Taten und. sein Verfahren sind erhaben über alle Zensur, die Geschöpfe
ausüben mögen und, verdienen nicht, daß man sich darüber
beschwere, selbst wenn man sie nicht verstünde".
(WTG „DIE NEUE WELT",
S, 339f. 347ff, 1942)
Zu
dieser Neukonstruktion auf den Hitlerfaschismus und den 2. Weltkrieg ließ
die WTG folgendes Halleluja verbreiten:
„Hoch erfreut waren
wir alle am Samstagabend, als über die Prophezeiung Daniels gesprochen
und ihre gegenwärtige Erfüllung gezeigt wurde. Man konnte wahrnehmen,
wie Jehova die Schleusen des Himmels öffnete, um seinem Volke ein Verständnis
über diese wunderbare Prophezeiung zu geben. Jetzt sehen wir ganz klar
und dürfen voller Vertrauen und Zuversicht in die Zukunft blicken."
(TROST, 15.5.1942, Kongreßbericht)
Und
diese Zukunft
wurde wie folgt vorausgesagt:
„Man beachte, daß
der 'König des Südens' vom vierzigsten Verse an aus de Prophezeiung
ausscheidet. Dies ist ein schlechtes Zeichen. Diese und andere Schriftstellen
deuten darauf hin, daß vor dem endgültigen Ende alle Nationen totalitär
werden und die Interessen des 'Nord'- und 'Südkönigs' - unter Religion
als Bindeglied - eins werden … Wenn sie verschmolzen sind und dadurch beide
'Könige' ihr Ziel erreicht haben, werden sie, um als nächstes jede
Gefahr einer Störung ihrer Pläne zur Weltbeherrschung auszuschließen,
nur eines tun: zum Schlage gegen das Reich Gottes, die Theokratie, ausholen.
Wie denn? Indem sie dessen Vertreter und Verkündiger, die Zeugen Jehovas,
angreifen. Dann wurden sie 'Friede und Sicherheit' ausrufen, daraufhin käme
eine Warnung von Jehova, und .nicht Friede und Sicherheit, sondern Hermagedon
und Vernichtung!" (WTG "DIE NEUE WELT", Seite 344f)
Alles erwies sich als üble Spekulation! Es war in Wirklichkeit der sog. Nordkönig der ausschied, ja vernichtet wurde, es gab keine 'Verschmelzung' mit dem Hitlerfaschismus und kein faschistisches Totalitärwerden aller Nationen, d. h. Sieg des Faschismus in allen Nationen.
So wurde alles erneut umkonstruiert, nunmehr auf die nach dem 2. Weltkrieg entstandene Situation des kalten Krieges zwischen Ost und West, Sozialismus/Kommunismus und Kapitalismus/Imperialismus, entsprechend der erneuten Einordnung der WTG in die Front des Antikommunismus.
So
behauptete die WTG nunmehr einfach:
"Indem Rußland
auf der Seite der westlichen Demokratie kämpfte, trug es dazu bei, Nazideutschland
zu schlagen und die Stellung des totalitären, diktatorischen Königs
des Nordens zu übernehmen." (WTG "DEIN WILLE GESCHEHE AUF ERDEN", Seite
277, 1960)
So waren auch für diese Umkonstruktion wieder "eigene Worte des Propheten" zur Hand, wie für Napoleon 1799. Zugleich eine "biblische" Scheinbegründung für die seit dem 2. Weltkrieg wieder aufgenommene antikommunistische WTG-Politik. Die antikommuni:tische Konstruktion scheint nun die bleibende zu sein.
Jüngster Höhepunkt dieser nunmehr antikommunistischen Nordkönighetze waren die internationalen WTG-Kampagnen mit ERWACHET vom 8, 9. 1981. eine Vernichtungsrakete aus rotem Himmel im Sturzflug auf eine westliche Großstadt, und mit WT vom 15.10.1981 mit einem bestialisch aggressiv zähnefletschenden "Sowjetbären" vor rotem Hintergrund, als "unpolitisch" ausgegeben. (Siehe auch CV Nr. 73, 100, 139)
EHE
- FAMILIE - SEXUALITÄT
Strahlende Ehepaare
in voller Eintracht mit ihren Kindern!
Dieses Bild vom ZJ-Familienleben
versucht die WTG Außenstehenden zu vermitteln. Dabei werden Tatsachen
verschwiegen, die nur dem Kenner der ZJ-Szene bekannt sind. Welchen Stellenwert
nimmt die Ehe im Leben eines Zeugen Jehovas nun wirklich ein?
Dazu
Auszugs aus der WTG-Literatur:
"Daraus geht hervor,
daß christliche Ehemänner, obwohl sie ihren christlichen ehelichen
Pflichten nachkommen müssen, die Ehe nicht als das wichtigste im Leben
betrachten sollten. Beim Tod werden geistgezeugte Christen die irdischen Bindungen,
Freuden, Sorgen und Güter für immer aufgeben. Ja, heute schon können
Christen ob sie die himmlische oder die irdische Hoffnung haben - ihre Frau
oder materielle Besitztümer verlieren."
(WT 19/84, Seite 121
Die
Auswirkungen solcher Familienpolitik lassen nicht lange auf sich warten.
Die Frauen werden von ihren Ehemännern oft vernachlässigt.
"Doch unter manchen
Eheleuten - selbst bei Gott hingegebenen Christen - herrscht ein äußerst
gespanntes Verhältnis."
"Angesichts
all der Forderungen, die an einen Mann gestellt werden, einschließlich
der größeren Pflichten in der Versammlung, gibt es zwangsläufig
Zeiten, wo der Ehemann nicht alle eure seelischen Bedürfnisae befriedigen
kann."
"Viele von euch Ehefrauen
haben schon oft in selbstloser Weise gewartet, während sich der Ehemann
notwendiger Aufgaben in der Versammlung annahm. Ihr seid wirklich zu loben!"
(WT 17/83, Seite 12,
21 und 22)
Auf
den Frauen ruht so in der Regel die Verantwortung für die gesamte Hausarbeit
und die Kindererziehung. Trotzdem soll sie ihren "heiligen Dienst" nicht
vernachlässigen. Und die Folgen? Eine 40jährige christliche Mutter
erzählt:
"Ich war bemüht,
niemand zu enttäuschen und weder im Familienleben noch im Dienst irgend
etwas auch nur im geringsten zu vernachlässigen. Ich versucnte, einen
Zeitplan einzuhalten, der das Letzte von mir forderte. Das ging acht Jahre
lang so, und schließlich sagte der Arzt, ich sei 'abgewirtschaftet'.
Zurückblickend denke ich, daß ich das zwar nicht aus belanglosen
Gründen getan habe, doch ich hätte vernünftiger sein sollen."
(WT 17/82, Seite 13)
Sie
hätte vernünftiger sein sollen? Wie denn? Die Weisung der WTG ist
eindeutig:
"In Jerusalem durfte
man damals keine Schlafmütze sein. Gehorsam ging das Volk daran, 'sich
früh am Morgen zu erheben und nach der Wildnis von Tekon hinauszuziehen'
(2. Chronika 20.20) ... Auch heute müssen sich viele Diener Gottes schon
früh an die Arbeit machen. Hausfrauen, die als Pioniere dienen, und
andere Pioniere müssen früh aufstehen, damit sie ihren häuslichen
Pflichten nachkommen und den ganzen Vormittag im Dienst Jehovas verbringen
können.'
(WT 13/84, Seite 17)
Sollte
eine Frau mit ihrem Los nicht einverstanden sein, darf sie trotzdem nicht
"aufmucken".
"Außerdem klagte
ich Bruder Erich Frost, dem damaligen Aufseher des Predigtwerkes in Deutschland,
mein Leid. Ich erklärte ihm, daß die Rückkehr meines Mannes
für mich nichts anderes bedeutete, als seine Socken und seine Unterwäsche
zu waschen. Bruder Frost mag gedacht haben, er ermuntere mich, als er sagte,
ich solle mich darüber freuen, wenigstens das tun zu können. Aber
mit dieser Antwort stellte er mich eigentlich nicht zufrieden.
Trotz allem hielt ich
durch."
(WT 19/84, Seite 31.
Erlebnisbericht von Gertrud Pötzinger)
Der
Predigtdienst ist nicht nur für die Frauen obligatorisch. Auch die Kinder
sollen sich daran beteiligen. Und diese Pflicht bekommen sie von dogmatischen
Eltern mitunter sehr nachhaltig zu spüren.
„Der Predigtdienst am
Wochenende war ein fester Bestandteil unseres Lebens, selbst bei minus 30
C. Einige mögen es für extrem halten, Kinder bei solch einem Wetter
hinauszuschicken, doch es prägte unseren Kindern ein, daß uns
nichts daran hindern sollte, unseren Dienst für Jehova durchzuführen."
(WT 7/85, Seite 25)
Auch
auf den intimsten Gebieten der Ehe versuchte die WTG, das Leben ihrer Anhänger
zu reglementieren.
„Unter dem Ausdruck
'Hurerei' sind alle Arten von unsittlichen Geschlechtsbeziehungen, Perversitäten
und unzüchtigen Handlungen zu verstehen, wie sie zum Beispiel in einem
Freudenhaus getrieben werden mögen, einschließlich oralen und analen
Geschlechtsverkehr."
„Um
sich nicht ein weiteres Mal der Unzucht preisgeben zu müssen, mag sich
eine christliche Ehefrau entschließen, die Scheidung einzureichen.
Sie könnte bei der Versammlung die Beweise dafür erbringen, daß
der eigentliche Grund porneia ist, und dann aus irgendeinem tatsächlich
vorhandenen Grund, der von den Gerichten des Landes anerkannt wird, eine
legale Scheidung erwirken."
(WT 4/75, Seite 127
und 128)
Mit
dieser Methode konnten sich Frauen von ihren Ehemännern mit Billigung
der WTG trennen. Dabei spielte diese den von Gott beauftragten Moralapostel.
Den Ehemännern wurde überdies die Gemeinschaft entzogen; sie wurden
vom Leben abgetrennt.
Drei Jahre später
tritt die WTG ihren ersten Rückzug an. Das Eisen war ihr zu heiß
geworden und sie wälzt ihre Verantwortung auf die ihr hörigen Anhänger
ab.
„Nach sorgfältiger weiterer Erwägung dieser Frage gelangen wir jedoch aufgrund des Fehlens deutlicher biblischer Anweisungen zu der Überzeugung, daß es sich dabei um etwas handelt, wobei ein Ehepaar selbst die Verantwortung vor Gott übernehmen muß, und daß es nicht die Aufgabe der Versammlungsältesten ist, das Verhalten in solchen ehelichen Intimbeziehungen zu bestimmen oder jemandem lediglich aufgrund derartiger Handlungen die Gemeinschaft zu entziehen."
„Sie
(eine verheiratete Person - Anm. d. Red.) mag der Auffassung sein, daß
die Umstände sie zu einer schriftgemäßen Ehescheidung berechtigen.
In einem solchen Fall muß die betreffende Person die volle Verantwortung.
vor Gott übernehmen, wenn sie eine Scheidung anstrebt."
(WT 10/78, Seite 30
und 31)
Fünf
Jahre vergehen, bis sich die WTG endlich zu folgender Erklärung durchringt:
„Demnach wären
erzwungene perverse Handlungen (z. B. oraler oder analer Geschlechtsverkehr)
innerhalb der Ehe kein schriftgemäßer Scheidungsgrund, der den
beiden das Recht zur Wiederverheiratung gäbe."
(WT 12/83, Seite 31)
Was
passiert nun mit den geschiedenen Ehen und den zu Unrecht ausgeschlossenen
Personen? Darüber schreibt die WT-Gesellschaft nichts. Fakt ist aber
eines:
Sie hat sich als ein
falscher Lehrer erwiesen. Sie hat ihre Schafe in die Irre geleitet. Und welchen
Lohn wird sie dafür von Gott erhalten?!
DAS
„VERHEISSENE PARADIES"
DIE BISHERIGEN „WIEDERHERSTELLUNGEN"
Hierzu zunächst
nochmals die falschen WTG-Harmagedonprophetien.
Das Paradies soll ja
bekanntlich am Ende jenes Harmagedonkrieges beginnen.
Zuerst hatte die WTG,
wie wir sehen, in ganzen „Kapiteln Beweise" beigebracht, daß dieser
„Krieg 1914 zu Ende gehen soll". Damit war der Paradiesbeginn 1914 fällig.
Dann
hat sie „überzeugende Beweise dafür. daß 1925 Zeuge des Beginns
eines Wiederaufbaus der zertrümmerten Welt sein wird", womit das Paradies
nun 1925 fällig war. Dazu gab es 1924 das WTG-Buch „Der Weg zum Paradiese"!
Dann sollte „einige
wenige Jahre" nach 1938 „der feurige Sturm Harmagedons vorüber" sein
und das paradiesische Heiraten und Kinderzeugen beginnen.
Dann
sollte, als 1945 wieder nichts war, es höchstens „noch zehn oder zwanzig
Jahre verziehen". Damit hatte das Paradies 1965 anzubrechen.
Dann, als bis 1966 wieder
nichts war wurde mit „es dauert höchstens noch ein paar Jahre" 1975
festgesetzt, wann alle „durch die herrliche Tausendjahrherrschaft Christi
befreit werden".
Schließlich
wurde die „Verheißung" dann 1977 geschickt „um eine sehr lange Zeit"
weiter in die Zukunft verschoben, wie wir sahen.
Damit ist das Kerbholz
der WTG auch hier übervoll, um 5. Mose 18:20-22 zu erfüllen. Alles
ist wie Treibsand, immer wieder von der Wirklichkeit verweht. Wem das weiter
zumuten?
UND WAS SAGST DU DAZU?
Ein „verlorenes Paradies", das „wiederhergestellt" werden muß, gab es nicht! Das Alte Testament kennt diesen Begriff überhaupt nicht, bleibt man bei dem, was geschrieben steht (Spr. 30:6; 1 .Kor. 4:6; Konkordanz). Nur „Eden", und das wird nicht wiederhergestellt. So haben Millionen WTG-Bücher schon gänzlich falsche Titel!
Im
Neuen Testament gibts ein Paradies nur in Luk. 23:43; 2. Kor. 12:4 und Offb.
2:7, bezogen auf künftiges MIT-JESUS-SEIN, auf ein Paradies im dritten
Himmel und auf die Zukunft der urchristlichen Überwinder. Das WTG-Paradies
mißachtet das völlig! Und in den WTG-Broschüren „Für
immer auf der Erde leben" 1982 und „Die Regierung, die das Paradies wiederherstellen
wird" 1985 werden diese Schriftstellen gar unterschlagen! Womit diese knallbunten
Massenbroschüren, 1985 mit einem keck-verschmitzten Konterfei von WTG-Präsidenten
F. W. Franz, ein unchristlicher Massenbetrug sind. Rückblickend ohnehin
nie erfüllt.
UND EINE VERHÖHNUNG
CHRISTI!
Im
Wissen um ihre Paradiesillusion, und damit alle nunmehr nicht immer nur leer
dastehen, hat die WTG mit 1975 in „Erfüllung" von Jes. 11:6-9 „schon
jetzt" auch ein „geistiges Paradies" parat:
Der Geist, den sie
durch ihre Organisation bringt, das Schwelgen darin.
(WT 1.1.1978, Seite
16)
Soll das eines Tages zur „Enderfüllung" werden? In der Tat müßte man das jahrelang vorbereiten und eingewöhnen. Das allen gepredigte knallbunte Paradies jedoch ist letztlich sowohl eine Zumutung an den Verstand wie eine Verhöhnung des Loskaufopfers Jesu Christi!
Die
WTG:
„Das Tierreich muß
ein Spiegelbild der menschlichen Gesellschaft sein, es muß die Verhältnisse
unter den Menschen widerspiegeln".
(WTG-Buch „RETTUNG AUS
DER WELTBEDRÄNGNIS STEHT BEVOR" 1975, Seite 180)
In
Mißbrauch von Jes. 11:6-9 für den bunten Betrug also:
Auch die Tiere werden
„gut", „friedlich", fressen sich nicht mehr. Katzen keine Mäuse, Schlangen
keine Frösche, Spinnen keine Mücken, Vögel keine Raupen usw.
Was für ein absoluter Unsinn! Sucht die WTG Tölpel und Naivlinge?
Tiere können nie wie Menschen werden. Sie sind weder gut noch böse.
Das kommt nur dem verstandesbegabten Menschen zu. 1. Mose 2:9,17. So fielen
sie nie in Sünde, müssen nicht erlöst werden.
Was
die WTG da mit Jesaja 11:6-9 macht, heißt, daß Christi Blut letztlich
auch für Schweine, Affen und Spatzen floß, sie zu erlösen!
-
(Siehe auch CV Nr.
116.)
Anläßlich
der kath. Sondersynode 1985 sagte Kardinal Höffner,/BRD u. a.:
„Wer einem Paradies
folgt, folgt einer Utopie und fällt die Treppe hinunter."
(ZDF 18.12.1985)
Wie wollte man je mit
dem WTG-Paradies davor bestehen?
DER
BLEIBENDE GESELLSCHAFLICHE ZWECK.
DAS „ENDZEITLICHE" DER
SACHE
Die hier aufgezeigten
„SÄULEN" der ganzen WTG-Endzeitweltanschauung wie:
Das Jahr 1914 - Politische
Macht an Christus abtreten Beziehungen zu .Zionismus, Pentagon, Großkapital,
US Geheimdienst, US-State Department Politische Neutralität - „Diese
Generation" - „Obrigkeitliche Gewalten" UNO / Offenbarungstier - Harmagedon
Daniels „König des Nordens" - ZJ als Heuschrecken, Fürsten, Älteste,
Ersehntes aller Nationen - moralische Integrität - Das „verheißene
Paradies" u. a. m.
sind, wie nachgewiesen, unzuverlässig, unglaubhaft, haltlos. Es gibt keine glaubhaften „Erfüllungen" dafür. Nichts hält einer Überprüfung stand. Es gibt keine entsprechende Endzeit. Wer sie dennoch konstruiert, muß damit scheitern und dazu absinken, christlich nicht mehr ernst genommen zu werden. Wer das dennoch gar wiederholt tut, ist verantwortungslos vor Gott und allen Menschen.
Die
aktuellen Dokumentierungen hierüber nehmen international immer mehr
zu. Die WTG erntet, was sie sät. Gal. 6:7.
Buch auf Buch erscheint,
in USA, Kanada, England, Schweden, Niederlande, Frankreich, Italien, Schweiz,
BRD, Polen, Sowjetunion und wer weiß noch wo. Nach und nach wird das
unübersehbar und unignorierbar! Hauptdokumentierungen dessen hierzulande
in „DIE ZEUGEN JEHOVAS", Urania-Verlag Leipzig 1970, sowie in CV 73/1975,
100/1977, 139/1981.
Ja, alle entscheidenden „endzeitlichen" Säulen der WTG s i n d auf Sand gebaut! Laufend von der Wirklichkeit wieder verweht. Aber e t w a s nicht!
WAS
DA WAR, IST UND BLEIBT!
Das ist die ganz bestimmte,
mit dieser unglaubwürdigen „Endzeit" beigebrachte grundsätzliche
soziale und gesellschaftspolitische Verhaltensweise und Aktivität! Von
Anbeginn antidemokratisch, antisozial, antisozialistisch, antikommunistisch,
antirevolutionär, keinen Klassenkampf, nicht einmal caritativen bzw.
diakonischen Samariterdienst. So unterhält die millionenschwere (milliardenschwere?)
WTG nicht ein einziges Krankenhaus oder Altersheim,- geschweige denn, ein
Behindertenheim.
Mit
den verschiedenen „SÄULEN" wurde diese grundsätzlich soziale und
gesellschaftspolitische Verhaltensweise und Aktivität deutlich veranschaulicht.
Unter jedem Präsidenten
blieb das die Grundlinie.
Unter
C. T. Russell (1879-1916)
„Wir sind nicht der
Meinung, daß die Vereinigung des Kapitals als solche verwerflich ist,
wir machen nur darauf aufmerksam, daß dieselbe die Macht des Kapitals
von Jahr zu Jahr steigert und damit die Interessen, ja die Freiheit des Volkes
gefährdet… SO steht die Menschheit hilflos jenen Riesenauswüchsen
unseres ökonomischen Systems gegenüber, und die einzige Hoffnung
ist - Gott … Gegen das eiserne Gesetz von Angebot und Nachfrage vermögen
sie gar nichts. Die Arbeiter haben nur von einer Seite Hilfe zu erwarten,
von Gott, und nicht von Fleisch und Blut … Der Kommunismus ist als Ganzes
undurchführbar … Er würde alle zu Faulenzern machen. so daß
die Menschheit rasch in Barbarei zurückfallen und dem Ruin entgegentreiben
würde."
(„SCHRIFTSTUDIEN" 4.
Seite 190f, 243f, WTG engl. 1897, dt. 1916)
Unter
J. F. Rutherford (1917-1941):
„Die Zeit ist gekommen,
wo Gottes gerechte Regierung beginnt. Warum sollte man da den kraft- und fruchtlosen
Lehren und Bemühungen der Menschen weitere Aufmerksamkeit zuwenden?"
(„REGIERUNG", Seite
290, WTG 1928)
Unter
N. H. Knorr (1942-1977):
„Laut der Bibel geht
die Antwort dahin, daß wahre Christen weder die Demokratie, den Sozialismus,
Kommunismus noch irgendeine andere menschliche Regierungsform befürworten
oder predigen. Sie stehen davon ab, selbst an Wahlen teilzunehmen …
Wahre
Christen zeigen also, daß sie Nachfolger Christi sind, indem sie nicht
versuchen, diese Welt zusammenzuflicken oder sie durch Politik zu verbessern."
(WT 1.1.1957, Seite
5-8)
Unter
F. W. Franz (seit 1977):
„Warum beteiligen sich
die Zeugen Jehovas nicht an Politik und helfen auf diese Weise die Zustände
zu verbessern?"
(„ZJ IM ZWANZIGSTEN
JAHRHUNDERT" Seite 29 WTG 1978)
„Auch heute müssen
Christen … sich angesichts der in der Welt bestehenden Klassenunterschiede,
die auf sozialen, kulturellen, russischen und religiösen Unterschieden
beruhen, davor hüten, selbst parteiisch zu sein und Klassenunterschiede
zu machen".
(„KOMMENTARE ZUM JAKOBUSBRIEF",
Seite 70)
HEUTE
WIE VOR 100 JAHREN
Und „vor Ort" sieht
das dann so aus:
„Ein 27jähriger
Grieche, der sich ursprünglich mit dem Kommunismus beschäftigt hatte,
erkannte ebenfalls den Sinn des Lebens.
Er
hatte in der Bundesrepublik Deutschland Maschinenbau studiert, war nach Griechenland
zurückgekehrt und diente in der Armee. Alles, was er erlebt hatte, überzeugte
ihn schließlich davon, daß die Menschen nicht in der Lage sind,
ihre Probleme zu lösen und die Lebensqualität zu verbessern. Bevor
dieser Mann in die Bundesrepublik gegangen war, hatte ein Zeuge Jehovas aus
der Nachbarschaft ihm etwas über die Bibel erzählt, und nun erinnerte
er sich an diese Gespräche … Ja, er hat den Sinn des Lebens erkannt
…
Seine Hoffnung besteht
darin, ewiges Leben in Gottes neuer Ordnung der Gerechtigkeit zu erlangen".
(WT 1.10.1985, Seite
29)
WIR
STELLEN ABSCHLIESSEND FEST
Die „Informationen aus
erster Hand" aus der WTG-Literatur selbst, die die WTG in ihrer demagogischen
Unterdrückung, „Literatur zu lesen, in der Jehovas Zeugen angegriffen
werden" (WT 15.2.1977, S. 126), fordert, machen klarer denn je:
Die
WTG-Endzeitlehre ist nicht mehr das Evangelium, der eine christliche Glaube
nach Eph. 4:1-5; Phil. 3:17-21; Rö. 6:1-4 und Gal. 1:6-8, der sein muß.
Mit ihrem trügerischen
Paradiesziel packt die WTG statt dessen bei unerfüllten materiellen,
kulturellen, sozialen irdischen Lebensinteressen, Bedürfnissen und Sehnsüchten
und damit verbundenen Emotionen und Gefühlen. Vor allem mit letzterem
wird das verstandesgemäße, rationale Durchschauen der Dinge blockiert,
dem andererseits oberflächliches Denken und Urteilen entgegenkommt.
Die WTG verfolgt so unter Mißbrauch der Bibel einen ganz handfesten
„irdischen", d.h. sozialpolitischen Zweck.
In aller Welt orientiert auf jene, die da „seufzen und jammern über die Greuel" allenthalben, geht es der WTG vorab um die Menschen, die keinen Halt mehr im Bestehenden finden, davon nicht mehr überzeugt werden können, die Gescheiterten, Gestrandeten, Elenden, Verzweifelten, Entwurzelten, Hinausgeworfenen, nach Alternativen Suchenden - die Opfer jener „Riesenauswüchse unseres ökonomischen Systems" (C.T. Russell). Sie sollen vom „Verbessern" der Verhältnisse abgebracht und abgehalten werden.
Überall,
wo durch , die „Auswüchse unseres ökonomischen Systems" (C.T. Russell),
d. h. durch die Krisen des kapitalistischen Systems speziell ein Christ als
„Weltverbesserer" aufsteht, soll ihm das Rückgrat geistig dafür
gebrochen werden. Will er gar den entschiedensten „Weltverbesserern", den
Kommunisten, die Hand reichen, dann wird er in üblem psychologischen
Terror geschmäht und als „unmoralisch", als „Hurer" und als offener oder
geheimer Agent „roter Regime", mit denen es keine Koexistenz geben dürfe,
verleumdet und verteufelt, um ihn zum Zusammenbruch zu bringen.
(WT 1.3.1975, „Warum
ist die Religion um Frieden mit dem Kommunismus bemüht?")
Nach
außen hatte ein WTG-Höriger andererseits gerade dieses Bemühen
in seinen „Predigten" zu bekämpfen, mit dem WT. Und das alles nach wie
vor „inmitten der Demokratien und des Kommunismus".
(WT 15.2.1972)
Die politische Einflußnahme der WTG also, gegen soziale, demokratische, progressive, revolutionäre, sozialistische, kommunistische Aktivität oder Veränderung bzw. „Verbesserung", Lähmung jeder Auflehnung gegen Elend, Not, Unterdrückung, Ausbeutung und Kriegspolitik. Darum geht es! Das ist das Bleibende! Darauf kommt es an! Wie immer auch die Bibel dazu „endzeitlich" gedeutet wird, um das bei allen möglichen „Verbesserern" an den Mann zu bringen, vor allem unter Christen. So ist die WTG-Religion d i e Religion für alle Arten kapitalistischer Krisenbereiche geworden, um entsprechende Auflehnungen und Aufbrüche verhindern zu helfen. Das waren im Grunde ihre Bedingungen, und das ist ihre „Zukunft" Überall in der Welt. Dazu wird sie gebraucht, geduldet oder gefördert. Nicht zuletzt auch „inmitten des Kommunismus" dazu, diesen wieder „zurückzurollen", „einzudämmen", „aufzuweichen" oder auf den „Müllhaufen der Geschichte" zu befördern. Das Evangelium Jesu Christi und der Apostel ist das nicht mehr. Wahre Nachfolger Jesu Christi können sich davon nur abwenden. (Gal. 1:6-9)
Das
ist das Ergebnis, heute „sich hinzusetzen" und „zuerst" auch „die Kosten"
des WTG-"Turmes" zu „berechnen", ehe man ihn „baut". (Lukas 14:28 Me.)
Für sich und andere.
-
DAMIT
BEGINNT DIE NOTWENDIGE VOR ALLEM SOZIALE NEUORIENTIERUNG ALS CHRIST
- UND CV HILFT DIR
DABEI! -
„Christliche
Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement:
2.- M; Versand auch kostenlos
Konto-Nr.: 4564-30-1952;
Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera
A 198/86 V 7 1 477 N 2