"Christliche Verantwortung" zusammengefasst 1982 Teil II

CV 156 - 161

Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 156
Johann Rachuba war ein Zeuge Jehovas, der im KZ umgekommen ist. Inwieweit ein Erich Rachuba, der für die Boulevardpresse einmal zum Thema wurde, mit ihm verwandt ist, kann man nur vermuten. In der veröffentlichten Literatur gibt es dafür bisher keine Belege.
Der Boulevard-Zeitungs-Artikel über Erich Rachuba, in dieser CV-Ausgabe.


CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR

NR. 156 GERA JULI 1982

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wachtturm Nr. 5 und 6/1982
VERANTWORTUNG - (K)EINE EINFACHE SACHE
Der Teufel sitzt in Brooklyn (Schluß)
AUS DER VERSAMMLUNG - FÜR DIE VERSAMMLUNG
An eine Versammlung im Bezirk Karl-Marx-Stadt (II)
WIR MAHNEN ZUR WACHSAMKEIT
Tatsachen, die sich immer wieder bestätigen
ALS "FALSCHE PROPHETEN" ERWIESEN
E. Rachuba 1974 in der Westberliner Presse

WOHIN SOLLEN WIR GEHEN?
In Ruhe und Besonnenheit alles überprüfen
Liebe Leser! Liebe Mitverbundene !
WIR glauben fest, daß es nach und nach wirklich unverzichtbar wird für jeden, der aufrichtig der WTG folgt und CV in Händen hält, diese Informationen ständig zu haben. Ganz abgesehen von denen, die das aus unterschiedlichsten Gründen auch interessiert. Natürlich kann jede CV-Ausgabe nur ein Stück des Gesamtbildes enthalten, das wir vermitteln. Was man zunächst auch davon halten mag, was hier geschieht, was da mit CV verfolgt wird, ist für die Betroffenen überall ein ganz bestimmtes christliches, humanistisches und darum auch gesellschaftliches Anliegen.

MANCHER stellt natürlich sogleich in Abwehr zumeist noch die bekannte Gegenfrage:
Wohin sollen wir denn gehen? Habt Ihr etwas Besseres? Nun, sei's denn.
IN der Tat, eine bessere Illusion als die "Neue-Welt-Gesellschaft" der WTG, die als Fata Morgana von Horizont zu Horizont geschoben wird, von Termin zu Termin, von Generation zu Generation, haben wir allerdings nicht. Dessenungeachtet ergibt sich natürlich schließlich etwas Besseres, als auf diese ständigen illusorischen Weltendetermine des WT zu hoffen und zu harren von 1799 an schon.

DOCH wir wissen nur allzu gut aus eigener Erfahrung, wie durch die WT-Verteufelung und Sehwarzmalerei allen anderen der Blick für die Realitäten verstellt ist, ja die eigene Vernunft wird vom WT verteufelt wo sie ihm widerspricht. Die erforderliche Umwandlung kann nur durch die Umgestaltung des Sinnes erfolgen, der zunächst freigemacht werden muß von der Beherrschung und Bevormundung durch WT-Illusionen. Die WTG bzw. der WT ist wie eine Negativbrille abzusetzen. Nur danach wird Neues einsichtig und faßbar. Bis dahin sind jedoch viele geneigt, die WTG als das "kleinere Übel" besser beizubehalten. Sie zu verlassen erscheint als das "größere übel". Also keuchen sie seufzend unter der WTG weiter.

BEI manchen dauerte es bis zur WTG-Taufe ziemlich lange. Ähnlich wird man eine neue Sicht der Dinge meist auch nur nach und nach bekommen, meist nur nebenbei. Denn es gibt schließlich auch noch einige andere Pflichten zu erfüllen, wenn einer Familie, Kinder, Beruf usw. hat. Erst am Ende kann der neue innerliche Entschluß stehen, den man letztlich keinem aufzwingen kann. Nur wenige revoltieren in einem Sofortaufbruch und zerbrechen so die WT- Fesseln. Meistens hat sich bei .solchen zuviel innerlich angestaut, so daß CV-Argumente dann nur der Zündfunke am bereits aufgebauten Pulverfaß sind. CV gibt solchen dann die letzte Sicherheit und Bestätigung.

VORM WTG-"bald" sollte sich niemand mehr fürchten. Davon sollte sich niemand mehr beeinflussen lassen. Die WTG hat das sog. "Ende" jetzt nicht nur auf das Jahr 2000 hingeschoben. Die neueste Variante ist, es komme nun erst, "wenn alle Nationen atheistisch sind". Das ist vielleicht das nächste Jahrtausend. In Wahrheit der Sanktnimmerleinstag.

ALSO kann man in aller Ruhe und Besonnenheit CV verfolgen um zu sehen, wer wohl recht hat . In der großen CV-Lesergemeinschaft kann sich jeder nach und nach jene Einsichten verschaffen, auch jenen Zugang zu den Dingen, und schließlich auch jenen inneren Zuspruch erhalten, daß er nur allzu recht handelt, in dieser Nach-1975-Zeit der WTG nicht mehr bedenkenlos zu folgen.

DENN die Zeit für die WTG ist mit "1975" unwiderruflich herbeigekommen. Kein neuer Massenzulauf irgendwo aus irgendwelchen Gründen kann darüber hinwegtäuschen, daß ihre Weltanschauungs-, Bibelauslegung und Weltendeillusionen endgültig in die Krise geraten sind. Es mehren sich die Anzeichen des Versuchs, durch Zurückschalten um 3 Generationen auf C.T. Russell zunächst heil in das nächste Jahrhundert zu kommen. Aufs Haupt geschlagen wird sie zudem überall durch die soziale Besinnung, auch im Namen Jesu, die sie überall zu Unterdrücken sucht mit ihrem asozialen Dogma, nirgends "die Welt verbessern" zu helfen. Wer zu dieser sozialen Besinnung kommt, fegt die WTG empört aus seinem Leben hinweg. Denn auch der Christ ist überall ein soziales Wesen. Denn der Mensch lebt zwar nicht vom Brot allein, aber auch und bei Strafe des Verhungern vom Brot! Und wo es das nicht hinreichend oder gar nicht gibt. müssen die Verhältnisse verbessert werden, Das ist der soziale Konflikt, der die Krise der WTG bedingt. Und für den einzelnen ein politischer Konflikt. Denn Brot haben bedeutet buchstäbliches Leben.

DIE WTG hat zwar keine Zeit. Sie steht unter dem Druck ihrer Krise. Wir aber haben Zeit. In dem Maße, wie wir die WT-Illusionen erkennen, finden wir Verständnis für die Realitäten, auf die wir uns besinnen müssen. Sie sind das Bessere. Und sie sind so schlecht nicht, wie der WT sie uns hinstellt. Auch bleiben sie für Christen eine Aufgabe. Jedoch eine, die man echt vor Gott und Menschen verantworten kann, da sie keinen asozialen Mißbrauch des Glaubens mehr bedeutet, den die Gesellschaft berechtigt zurückweisen muß. Wie es alle ja auch erleben, mit seinen Konsequenzen tief ins eigene Leben hinein, so daß man sich einfach besinnen muß. Mit CV aber steht darin niemand allein. Durch CV wird ein besserer Weg erkennbar.
Schritt für Schritt.
In christlicher Verbundenheit Studiengruppe CV

ALS "FALSCHE PROPHETEN" ERWIESEN
WT-Beauftragter Erich Rachuba 1974 in der Westberliner Presse
BZ 19.3.1974. Ein ehemaliger Bauarbeiter spricht vor Zeugen Jehovas:
DER MANN, DER DEN WELTUNTERGANG PROPHEZEIT.
"In fünf bis zehn Jahren, vielleicht auch schon früher, wird die Welt untergehen, Nur die Zeugen Jehovas werden durch göttliches Eingreifen gerettet".

DAS prophezeite der "Reisende im Dienste Gottes" im Königreichssaal in der Weddinger Hochstraße. Prediger Erich Rachuba (52) verkündete den Gläubigen, daß Krieg, Hunger und Seuchen nun die Heiden vernichten werden.
SEINEN Anhängern gab er Tips zum Überleben: Täglich die Bibel lesen, missionieren, ein demütiges Leben führen, und mit Geld die Aufgaben der Zeugen Jehovas unterstützen.

DER BZ sagte der ehemalige Bauarbeiter, der seit 26 Jahren für das "kommende Königreich" wirbt :
"IM Buch Daniel, das um 607 vor Christus geschrieben wurde, steht, daß in 2500 Jahren die Welt untergeht. Aber dann erscheint Gott und schafft alles neu. Die Menschen sollten die letzten Jahre zur Umkehr nützen,
Nur wenn sie Zeugnis vor Jehova ablegen, haben sie eine Chance".

Der WT 1980: Falsche Erwartungen, falsche Hoffnungen
5 IN der Neuzeit hat ein solcher Eifer, der an und für sich lobenswert ist, dazu geführt, daß man versucht hat, für die ersehnte Befreiung von den Leiden und Problemen, die die Menschen überall auf Erden plagen, ein Datum festzusetzen. Als das Buch "Ewiges Leben in der Freiheit der Söhne Gottes" erschien und man darin lesen konnte, es sei sehr passend, wenn die Tausendjahrherrschaft Christi mit dem siebenten Millennium der Existenz des Menschen parallel liefe, wurden Erwartungen bezüglich des Jahres 1975 geweckt.

Es wurde damals und auch später erklärt, dies sei lediglich eine Möglichkeit. Unglücklicherweise wurden jedoch zusammen mit diesen vorsichtigen Äußerungen auch andere Erklärungen veröffentlicht, die durchblicken ließen, daß die Erfüllung solcher Hoffnungen in Jemen Jahr eher wahrscheinlich als nur möglich sei. Es ist zu bedauern, daß diese späteren Erklärungen offensichtlich die vorsichtigen überschatteten und dazu beitrugen, daß die bereits geweckten Erwartungen noch gesteigert wurden.

6 IN der Ausgabe vom 15. Oktober 1976 schrieb "Der Wachtturm": Es sei nicht ratsam, sein Augenmerk auf ein bestimmtes Datum zu richten. In diesem Zusammenhang hieß es: "Falls jemand enttäuscht worden ist, weil er nicht diese Einstellung hatte, sollte er sich jetzt bemühen, seine Ansicht zu ändern, und sollte erkennen, daß nicht das Wort Gottes versagt und ihn betrogen und enttäuscht hat, sondern daß sein eigenes Verständnis auf falschen Voraussetzungen beruhte". Wenn der Wachtturm hier "jemand" sagte, so meinte er damit alle enttäuschten Zeugen Jehovas, also auch diejenigen, die an der Veröffentlichung von Informationen beteiligt waren, die dazu beitrugen, daß in bezug auf dieses Datum Hoffnungen geweckt wurden.

Der biblische Maßstab
20 SOLLTE sich aber ein Prophet vermessen, in meinem Namen etwas zu verkünden, dessen Verkündigung ich ihm nicht geboten habe, oder sollte er im Namen anderer Götter reden: ein solcher Prophet soll sterben!
21 SOLLTEST du aber bei dir denken; "Woran sollen wir das Wort erkennen, das der Herr nicht geredet hat"?
22 SO wisse:
WENN das, was ein Prophet im Namen des Herrn verkündet, nicht eintrifft und nicht in Erfüllung geht, so ist das ein Wort, das der Herr nicht geredet hat; in Vermessenheit hat der Prophet es ausgesprochen: dir braucht vor ihm nicht bange zu sein"!

VERANTWORTUNG - (K)EINE EINFACHE SACHE
Der Teufel sitzt in Brooklyn
Nachdenken und prüfen verboten?
EIN Zeuge Jehovas, soviel ist wohl jedem deutlich geworden, vor allem durch eigene Einsicht und Erfahrung, hat nur wenig Gelegenheit, sich seiner Verantwortung bewußt zu werden, also, das ist ganz natürlich, wird er auch kaum darüber nachdenken. Es ist nicht im Sinne der WTG, daß ihre Mitglieder allzu viel denken, denn dann wäre es nicht zu vermeiden, daß sie sich auch mancherlei Gedanken über ihre Stellung in der Organisation machen. Das wiederum würde dazu führen, daß sie merken, wie weitgehend ihnen alles abgenommen wird, was mit eigener Entscheidung zusammenhängt. Bei jeder Entscheidung, sei es nun in der Familie oder in ganz persönlichen Dingen, steht zuerst die Frage: Wie urteilt die Heilige Schrift in dieser Sache? Soweit, so gut, wenn es bei einer Orientierung an der Schrift bliebe, aber eben da liegt der Hase im Pfeffer, denn, wie die Schrift zu verstehen und ihre Ratschlage zu beurteilen sind, das bestimmt die WTG, eine menschliche Organisation mit all ihren Fehlern und Unvollkommenheiten. Denn daß auch die Brüder in Brooklyn unvollkommen und anfällig sind, haben sie selbst nie in Zweifel gezogen. So ergibt sich also das paradoxe Bild einer "gottgefälligen" Organisation, die nicht nur ihre eigene Stellung hält, indem sie die Bibel so auslegt, wie es ihr am günstigsten paßt, sondern die auch die Bibel benutzt, um die Zeugen Jehovas in geistiger Unmündigkeit zu halten.

Ein Zeuge Jehovas soll nicht prüfen, rein zeitlich und von der Literatur, die ihm zur Verfügung steht, hat er auch nur begrenzte Möglichkeiten dazu. Wer kennt schon die Originalschriften von Russell oder Rutherford und hat Zeit und Gelegenheit, diese mit der heutigen Lehrmeinung der WTG zu vergleichen?

Äußerlich wird der Anschein erweckt, als könne jeder Zeuge sich frei entscheiden und jedes Für und Wider genau prüfen und abwägen, aber dieser Schein trügt, weil in den Studienschriften und in der Studienzeit sowie durch das Drängen auf viele Predigtstunden dem Zeugen gar nicht genug Spielraum für gründliches Prüfen bleibt. Viele sind zufrieden mit dem Gedanken:

Wenn ich will, dann kann ich ja nachlesen und vergleichen! In der Praxis erprobt hat es wohl kaum einer.
Lügen und Verdrehungen
ICH habe mir vor einigen Monaten einmal die Mühe gemacht und habe Zeugen Jehovas verschiedener Altersstufen gefragt, sehr vorsichtig gefragt: Habt ihr einmal die Zeitschriften der WTG von vor 1914, von. 1925, von nach 1945 mit denen von heute verglichen, was die Lehrmeinung und Ausdeutung der Schrift betrifft? Ist euch einmal aufgefallen, daß bestimmte Änderungen in der Auffassung immer mit einem helleren Licht und neuer, gründlicherer Erkenntnis und Einsicht begründet wurden,. in Wirklichkeit aber nur Vorwände waren, um eine WTG-Politik, die sich festgefahren hatte, wieder in Gang zu bringen. Bei jeder fehlgeschlagenen Endzeitverkündigung, bei jedem Absinken der Mitgliederzahlen, bei jedem Schwanken in den eigenen Reihen wurde schnell und geschickt der Kurs gewechselt . Viele haben es gar nicht bemerkt, daß kleine Lügen und Verdrehungen und geschickte Heuchelei plötzlich alles bisher Gepredigte verdrängte und neue Lügen dafür Raum bekamen. Verfolgt man über den Zeitraum von 40 bis 50 Jahren das Gehabe der WTG und die Vertuschung der Fehlschlage, so kann man nicht nur zweifeln, sondern man .verzweifelt.

Lobend kann man bei der WTG nur eines erwähnen:. Sie hat Lügner, die psychologisch geschickt genug sind, ein einmal gewecktes Mißtrauen in den Reihen ihrer einfachen Zeugen Jehovas schnell wieder einzuschläfern und zu beruhigen. Und bisher hat sie es immer geschafft. Zwar gab es Unruhe und auch so manchen, der enttäuscht und verbittert die WTG verließ, aber das wurde mit dem vielstrapazierten Gleichnis von den schwarzen und weißen Schafen schnell erklärt.

NACHDENKLICHES
Mißvergnügt die WT-Fahne eingezogen
ZEIGTE "Rudis Tagesshow" im Oktober 1981, wie ein Kosmonaut in seinem Raumschiff in das, Weltall fliegt. Plötzlich hält ein ältlicher WT-Verkündiger einen "Wachtturm" vors Raumschiffenster. Der Kosmonaut sieht und ignoriert es. Wieder hält der Verkündiger erwartungsvoll seiner "Wachtturm" vor die Scheibe, Nun wird er vollends ignoriert und nicht beachtet. Verschnupft - zerkraut seht zieht er seinen "Wachtturm" ein und wendet sich mißvergnügt ab. Das Raumschiff saust weiter. Es bleibt auch nichts anderes übrig. Wer den "Wachtturm" ernst nehmen wollte, dürfte keine Raumfahrtprogramme durchführen geschweige planen. In Wiesbaden wird man dem lieben Rudi Carell nun gram sein. Ja, Nachdenkliche müssen sich ob der WT-Zumutungen an den Kopf fassen.

JETZT sind mehr als 6 Jahre seit 1975 vergangen, seit jenem Jahr, von dem im nachhinein behauptet wurde, es sei ja nie in dem Sinne als Endzeitdatum bezeichnet worden. Mehr als 6 Jahre also, und nun die Frage an Brooklyn: Wo bleibt eine Erklärung dafür, daß noch immer nichts geschehen ist? Wo bleibt ein neues Lehrgebäude. Soll es etwa das 1981 erschienene Buch "Dein Königreich komme" sein, eine neuaufgelegte Schwindelproduktion, die so verworren ist, daß man kaum einen Zusammenhang richtig erfaßt oder soll das so berechnet sein? Der Teufel ist ein Lügner und Fälscher, er spiegelt den Menschen etwas Schönes, Verlockendes vor, um sie desto eher in seine Gewalt zu bekommen. Er nimmt die Verantwortung ab, um Hörigkeit und Abhängigkeit zu erreichen. Nun, wie seht IHR in diesen Zusammenhängen die Situation der WTG, die ebenfalls die Verantwortung allein tragen will, um ein genaues Nachdenken zu verhindern? Vergewissert EUCH einmal darüber, liebe Brüder und Schwestern!
-tig-

WIR MAHNEN ZUR WACHSAMKEIT
Tatsachen, die sich immer wieder bestätigen (Fortsetzung)
Was Jehovas Zeugen wirklich sind
IM ersten Artikel machten wir unsere Leser darauf aufmerksam, was auf sie zukommt, wenn sie sich für Jehovas Zeugen entscheiden. In diesem Artikel fahren wir damit fort.

Am Ende: des ersten Artikels schrieben wir:
"Warum voreilig Lehrgeld bezahlen und Enttäuschungen auf sich nehmen, wenn man sich erst einmal gründlich informieren kann"?

Viele ehemaligen Zeugen Jehovas wären uns dankbar gewesen für solche Hinweise und hätten sich viel Kummer erspart, aber damals gab es eine so umfangreiche Aufklärung noch nicht.
ES ist allgemein bekannt, daß Jehovas Zeugen sich anfangs sehr um ihre neugewonnenen Schafe kümmern. Aber leider nur so lange, wie man zu allem Ja und Amen sagt. Jeder Zeuge Jehovas und auch die Neugewonnenen müssen sich streng danach ausrichten, was der "treue und verständige Sklave" vorschreibt. Dieser "Sklave" ist eine gut ausgewählte Führungsschicht, die sich als der Stellvertreter Jesu Christi ausgibt. In Wahrheit sind es Spekulanten, Betrüger und falsche Propheten.

Das mußt du auch noch wissen
DIE Zeitschrift "Der Wachtturm" ist das offizielle Sprachrohr des "treuen und verständigen Sklaven". Wer den Inhalt dieser Zeitschrift anzweifelt oder offene Kritik übt, läuft in die Gefahr, als ein "schwarzes Schaf" gekennzeichnet zu werden. Wenn du auch hundertprozentig recht hast, erlaubt man es dir nicht, Kritik am Wachtturm zu üben. Du mußt alles bedingungslos annehmen und als die gegenwärtige "Wahrheit von Gott" anerkennen.

BIST du ein Mensch, der gerne in's Kino geht, sich etwas mit Politik beschäftigt, oder in irgendeiner Massenorganisation organisiert bist, dann mußt du damit Schluß machen.
WEITER mußt du dich damit abfinden, dass dein Kind bei einem Autounfall mit hohem Blutverlust, keine Blutübertragung erhalten darf. Du mußt jede Blutübertragung auch dann ablehnen, wenn Ärzte dich als Mörder anklagen und dir einen Prozeß machen.

Was kommt noch auf dich zu
WENN du in einem sozialistischen Land lebst und Betriebsleiter, BGL-Vorsitzender Operationsarzt, staatlicher Angestellter und Mitglied einer Partei bist bzw. in der Armee oder Polizei dienst, dann mußt du umschulen, umdenken, alles aufgeben.

AN Solidaritäts-Spendenaktionen darfst du dich auch nicht mehr beteiligen. Alles, was du spenden möchtest, mußt du für Jehovas Zeugen spenden. - Für Notleidende, Behinderte und um ihre Freiheit kämpfende Menschen darfst du keine Opfer mehr bringen. Wehe wenn es linientreue Zeugen Jehovas erfahren! In den Augen von Jehovas Zeugen sind solche Opfergaben, wie eben erwähnt, eins Opfergabe für den Teufel.

WENN du dich für Jehovas Zeugen entscheiden möchtest, dann darfst du folgende Feiertage nicht mehr feiern:
"Weihnachten, Silvester, Ostern, Pfingsten, deinen Geburtstag und vieles andere mehr". Alles ist in ihren Augen Teufelskult.
Was dich besonders hart treffen wird, ist, du darfst dann nicht mehr an einer Wahl teilnehmen. Das bedeutet dann für dich, daß du "die politischen Beamten, die auch für dein Wohlergehen sorgen, nicht mehr wählen darfst.
WAS wäre, wenn Regierende auch so unvernünftig denken und handeln würden?

Das Wichtigste zum Schluß
JEHOVAS Zeugen brauchen genau wie jeder andere Mensch, Nahrung, Kleidung, Energie, Baustoffe, Urlaub, Polizeischütz, Feuerwehr und Armee, um in Frieden leben und predigen zu können. Es genügt einfach nicht, nur Steuern zu zahlen bzw. der täglichen Arbeit nachzugehen. Wer unter geordneten Verhältnissen leben will, darf nicht nur andere für sich in's Feuer schicken, und sich auf dessen Lorbeeren ausruhen. Er muß auch Verantwortung mit tragen helfen oder wie man sagt: "mit regieren helfen".

DAVON wollen Jehovas Zeugen nichts wissen, das verbietet ihr Glaube. Wenn alle Religionsgemeinschaften so denken würden, wären Hunger, Seuchen, Armut, Terrorismus, Konflikte und vieles mehr, in unserem Staate an der Tagesordnung.

UM das zu verhindern, bringen täglich rechtschaffene Menschen ein Opfer zum Wohle aller Menschen in unserem Lande.
WAS ABER TUN JEHOVAS ZEUGEN?

LEST IN DER NÄCHSTEN CV-AUSGABE UNSERE EINSCHÄTZUNGEN DES NEUEN WTG-BUCHES "DEIN KÖNIGREICH KOMME"

AUS DER VERSAMMLUNG - FÜR DIE VERSAMMLUNG
An eine Versammlung im Bezirk Karl-Marx-Stadt Rechtfertigung eines endgültigen Bruches mit der WTG (II)
IHR habt in der letzten Nummer der "Christlichen Verantwortung" Auszüge aus einem Brief eines ehemaligen Angehörigen der Organisation gelesen. Wir fahren heute fort, weitere interessante Aspekte daraus zu veröffentlichen.

DER Bruder stellt an die WTG die Frage, wie weit sich die leitende Körperschaft selbst an das vom geringsten Mitglied geforderten Neutralitätsgebot hält. Er fährt fort:
…Ist es für die Verkündigung der Guten Botschaft unbedingt erforderlich zu schreiben, daß die WTG ein "Bollwerk gegen den Kommunismus" sei? Schon aus Rücksicht auf die Brüder in den betreffenden Ländern würde ich das unterlassen. Ist es neutral, spöttische Artikel zu schreiben, wie "Kommunistische Arbeitsphilosophie" oder "Streiflichter aus dem rote" Paradies?

Ist es neutral, sich für den politischen Gegner beleidigende Schimpfworte aus der Politik zu eigen zu machen, wie "Ostzone", "Eiserner Vorhang", "Kommunistische Machthaber", "Russische Besatzungszone" usw.? Oder zeugt es vielleicht von einer politisch neutralen Einstellung, wenn ständig dem "westlichen, demokratischen, freien Nationenblock" der "östliche, aggressive, diktatorische, totalitäre, kommunistische Nationenblock" gegenübergestellt wird?

…Die Bibel sagt ganz klar; "Wenn ein Prophet vermessen im Namen Jehovas redet, derselbe Prophet soll sterben. Wie kannst du aber merken, welches Wort der Herr nicht geredet hat? "Wenn der Prophet redet, aber es wird nichts daraus und es kommt nicht, dieses Wort hat der Herr nicht geredet; der Prophet hat es aus Vermessenheit geredet. Scheue dich nicht vor ihm!" (5. Mose 18:20-22). Diese harten Worte der Bibel machen es verständlich, daß die WTG-Führung sich mit Händen und Füßen sträubt, jetzt nach 1975 als falscher Prophet dazustehen. Sie macht das sehr geschickt mit verschiedenen Methoden. Die erste Methode

DIE erste Methode besteht darin, das früher Gesagte zu erklären und auszulegen. So sagte Zweigdiener Kelsey vor Jahren im Fernsehen: "Für das Jahr 1975 hegen wir große Erwartungen. Wir sind sicher, daß in jenem Jahr etwas geschieht". Heute, nach dem in jenem Jahr absolut nichts geschehen ist, kann man von offizieller Seite hören:

"Wir haben gesagt, daß 1975 etwas geschieht; und es ist etwas geschehen, nämlich; es wurden 6000 Jahre Menschheitsgeschichte vollendet". Wenn die Thematik nicht so bitter und ernst wäre, könnte man diese Auslegung für einen gelungenen Witz halten. Es fragt sich nur, ob die Menschen, die Kelseys Ausführungen im Fernsehen gesehen haben, diese Auslegung akzeptieren. Oder ob sie das nächste Mal, wenn wieder ein Zeuge an ihre Tür kommt, diese lieber zumachen! Auf diese Weise wird leichtfertig die mühevolle Arbeit vieler Verkündiger zunichte gemacht. Ich weiß wirklich nicht, ist das nur pure Rechthaberei, oder ist das die Kunst, aus Nichts etwas zu machen? Eines weiß ich aber: daß diese Männer außer den Früchten des Geistes ein übersteigertes Selbstbewußtsein und ein gerütteltes Maß an Unverfrorenheit hervorbringen!

Die zweite Methode
DIE zweite Methode besteht darin, das früher Gesagte einfach zu übergehen und zu ignorieren. Es wird jetzt so getan, als sei es das Selbstverständlichste der Welt, daß wir nicht wissen, wann Harmagedon kommt. Wenn heute ein Neuinteressierter den WT "Warum wir von jenem Tag und jener Stunde nicht in Kenntnis gesetzt worden sind" liest, wird er nie darauf kommen, daß wir noch vor wenigen Monaten in Kenntnis gesetzt wurden, daß Harmagedon bis 1975 vorbei ist. In diesem WT kann der staunende Leser, dem die Zahl 1975 noch in den Ohren klingt, lesen: "Jehova verfolgt eine bestimmte Absicht damit, daß er Tag und Stunde nicht offenbart! Diese Absicht hängt eng mit seiner Haupteigenschaft, der Liebe, zusammen. Da er ein Gott der Liebe ist, möchte er nur solche Diener haben, die ihm wirklich von Herzen dienen. Er möchte nicht, daß sie ihm kriecherisch aus Angst vor Strafe dienen… Auch hat es Jehova dadurch unmöglich gemacht, daß diejenigen, die nur vorgeben, seine Diener zu sein, kurz vor 'jenem Tag und jener Stunde' plötzlich heuchlerisch anfangen, große Frömmigkeit zur Schau zu stellen". (2 Teil, Absatz 1 und 5). Die Schreiber dieses WTs übergehen einfach die Tatsache, daß gerade das, was Gott nicht wollte, in den vergangenen Jahren getan worden ist. Wenn Gott aus Liebe zu seinen Dienern den Zeitpunkt verschwieg, dann war es Lieblosigkeit zu den Dienern Gottes, diesen Zeitpunkt bekanntzumachen!

Die dritte Methode
DIE dritte Methode besteht darin, einfach abzuleugnen, irgend etwas in dieser Hinsicht veröffentlicht zu haben. So stand im WT "Der geistige Schutz, den Gott uns bietet" in dem Nebenartikel "Überleben - wann?" zu lesen: "Die Schriften der Zeugen Jehovas haben gezeigt, daß Mitte der 1970er Jahre anscheinend 6 000 Jahre Menschheitsgeschichte zu Ende gehen. Doch in diesen Schriften wurde nie gesagt, daß dann das Ende der Welt käme. Dennoch hat es viel PRIVATE SPEKULATIONEN diesbezüglich gegeben". Von der einstigen 100igen Sicherheit ist in diesem Artikel nicht mehr viel zu spüren, doch das nur nebenbei. Das Wichtigste hier ist, daß denen, die an die 1975-Prophezeiung glaubten und sie weiterverbreiteten, private Spekulationen untergeschoben werden sollen.

DAS ist nun schon das zweite schwerwiegende Delikt, das diesen Brüdern vorgeworfen wird. Erstens haben sie die Herde lieblos behandelt, indem sie gegen den Willen Gottes "Tag und Stunde" verkündigten und dadurch viele Menschen veranlaßten, sich Gott heuchlerisch oder aus Angst vor Strafe hinzugeben; und nun zweitens haben sie private Spekulationen weiterverbreitet. Ich frage nun, was muß man denn noch alles machen, um aus der WTG entfernt zu werden? Gegen diese schweren Delikte ist doch jeder Ehebruch wahrlich eine niedliche Bagatelle.

ES gibt einen zwingenden Grund, warum gegen die, die solches verübt haben, nichts unternommen werden kann. Diese Brüder sind verführt worden, sie haben nicht selbst erfunden, sondern nur nacherzählt. Und jeder dieser Brüder weiß ganz genau, woher und von wem er seine Informationen erhalten hat. Dieser Spur zu folgen würde bedeuten, binnen kurzem in Brooklyn, Adam-Street 117, anzulangen. Von hier nehmen diese "privaten Spekulationen" ihren Ausgang, davon bin ich überzeugt! Deshalb ahndet man diese schweren Delikte nicht, es wäre mit zuviel Selbstkritik verbunden. Man beschränkt sich darauf, die Verantwortung nach unten abzuschieben, ganz im Gegensatz zu Jesus Christus, der sich eher noch Verantwortung von unten aufbürden ließ…!
WIR werden in der nächsten "Christlichen Verantwortung" weitere Fakten dieses Briefes darlegen.

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG 17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DEN WACHTTURM VOM l. UND 15. MÄRZ 1982 NR. 5 u. 6
Studienartikel
"Ihr Jugendlichen, weist die Sittenlehre der Bibel den besten Weg?"
"Ihr Eltern, sprecht zum Herzen eures Kindes!"
"WIR leben in einer Welt, die von Sex geradezu überschwemmt wird… Ob man eine Zeitschrift in die Hand nimmt, oder das Fernsehgerät einschaltet… Im Warenhaus, wenn man Auto fährt, an der Arbeitsstelle, in der Schule - er ist da". Aber solche "Überschwemmung" trifft nicht mal überall in der westlichen Welt zu. In unserem Land ist es eher gemäß Pred. 3:8, "Alles hat seine Zeit. Auch das Lieben…" Sex ist hier ganz schön auf den gehörigen Platz verwiesen. Selbst von Papst Paul VI. heißt es, daß ihm die "Immoralitat kapitalistischer Lebensform Widerwillen verursacht", der "Sozialismus jedoch eine höhere Sittlichkeit" aufweise (Raffalt, Wohin steuert der Vatikan? München-Zürich 1973). Ehrlich muß auch gesagt werden: Die katholische Kirche, Mormonen, Adventisten und viele andere halten ebenfalls einen hohen Moralstandard aufrecht und kämpfen um ihn. So ist man vom WT schon einleitend falsch orientiert.

"Die Sittenlehre der Bibel".
SCHON diese WT-Überschrift ist abwegig.
"Die Sittenlehre der Bibel" gibt es nicht. Da ist schon der Gegensatz zwischen altem und neuen Bund (Matth; 5:38f). In den zehn Geboten war die Frau bei dem Mannesbesitz an Sachen und Tieren eingeordnet, und ein Mann konnte 3000 Frauen haben. Das wurde nicht als Hurerei beurteilt (2. Mose 20:17, l. Kön. 11:1-4). Für Verführung von Jungfrauen konnte man bezahlen (2. Mose 22:15). Man konnte Nebenfrauen haben (3. Mose 18:18). Für Beischlaf bei Dienstmagd eines anderen genügte Bußzahlung (3. Mose 19:20f) "Die Sittenlehre der Bibel" also? Für einen Christen kann doch nur die Sittenlehre des Evangeliums der Bibel gelten! Des neuen Bundes! Wie scheinheilig operiert also der WT mit seiner Überschrift schon! Damit ist diese ganze "Belehrung" schon von der Anlage her verfälscht und irreführend! Um der Arglosen willen jedoch noch mehr.

"Eine reine Organisation"
IN der WT-Organisation kommt in Wirklichkeit alles ebenfalls vor. Von Zank und Zwietracht bis Lüge, Betrug und Mord. Dazu Gotteslästerung durch religiöse und politische Falschauslegung und Falschprophetie und "Täuschung der Herzen Argloser". Auch verklemmter Sex regiert in Brooklyn. Muß man da z.B. im WT-Paradiesbuch einer ins Verderben stürzenden Frau unter den Rock gucken. Übelste WT-Unmoral waren die Sexprozesse, wo die WT-Ältesten junge Eheleute hernahmen, um sie wegen der Art ihres ehelichen Geschlechtsverkehrs unschuldig zu Hurern zu stempeln, so daß die Ehen zum Teufel gingen. Heuchlerisch verführt, auch dieser WT dazu, sich als "rein" an die Brust zu schlagen. Es kann keine "reine" irdische Organisation geben. Der Vorteil der WTG besteht allein darin, daß sie alles in die "Welt" abschiebt. Und wenn diese "Welt" nicht wäre?

Bleibt die WT-Deutung als "bester Weg"
WT-SCHWERPUNKT ist hier vorehelicher Geschlechtsverkehr. Warum jetzt solche vorwiegend Jugendfragen, werden wir zum Ende sehen. Jedenfalls wird das als Hurerei abgeurteilt. Auch hier verfälscht der WT, da er auch hier keine "eindeutigen Beweise" hat, wie beim Blutkult. In der Bibel ist nirgends eine eindeutige Kennzeichnung vor vorehelichem Verkehr als Hurerei. Der WT zitiert auch keinen Bibelvers. Alles wird nur so hingebogen. Die Bibel insgesamt bezeichnet mit Hurerei ausschweifenden, kultischer, profaner, (berufl.) und außerehelichen Verkehr. Von vorehelichem Verkehr von Verlobtem und Brautleuten ist keinerlei Rede (Theol. Wörterbuch z. Neuen Testament Bd. VI "porneia". Stuttgart 1959).

Der WT geht also auch hier über das hinaus, was geschrieben steht, 1. Kor .4:6. Wie aber hat der WT dadurch in furchtbarer Weise innige Liebe in Herzlosigkeit und Haß verwandelt und verteufelt! Viele Brautpaare wurden in Neurosen, Nervenkrisen und Zerrüttung gestürzt, denn echte Liebe "ist stark wie der Tod, ihre Leidenschaft unbezwinglich wie das Totenreich, ihre Gluten sind Feuergluten, wie Flammen Gottes". Hohelied 8:5,6. Vorehelicher Verkehr kann nämlich schon eine Frage inniger Liebe fürs ganze Leben sein. Andererseits beginnt schon da die WT-Verleitung zur doppelten Moral.

Wie "der Christus" herhalten muß
"WENN ihr vorehelichen Geschlechtsverkehr haben würdet, wäre das ebenso, wie wenn sich eines der gesalbten 'Glieder des Christus', die sich 'dem Herrn angeschlossen haben', in geschlechtlicher Hinsicht "einer Hure anschließen' würde". - Dieser Vergleich ist für die Masse der Zeugen und ihrer Jugendlichen insbesondere völlig absurd. Er ist eher schmutzige Diffamierung. Keine liebende treue Braut ist für Christus eine Hure. Würde ein WT-Ältester hier persönlich werden, dann gehörte er wegen solcher Verleumdungen vor Gericht. Sodann ist da von "dem Herrn angeschlossen" also vermählt" die Rede und nicht von Vorehe. Der WT vergewaltigt also diese Schriftstelle. Schließlich wäre das auf die Masse der Zeugen überhaupt nicht anwendbar, weil sie "Glieder des Christus" weder sein sollen, noch sollen, noch dürfen! Es wird hier vom WT alles willkürlich zusammengeschoben. Darum sind auch die weiteren WT-Folgerungen daraus hinfällig.

Zum Zweck dieser WT-Jugend-Artikel
DER Schlußsatz: "Das ewige Leben ist jede Mühe… wert", offenbart das untergründige Ziel, nämlich der WTG weiter folgen, was auch immer sie lehrt, wie auch immer sie ihre Weltenden einherschiebt. Mit anderen Worten, es geht darum, eine weitere junge Generation für die Zukunft zu "jagen und zu fischen" und einzubinden bis in ihr. Intimleben. Hier redet man ihr auf Grund generell unvermeidlicher menschlicher Verhaltensweisen schon vor dem Standesamt Schuldkomplexe ein, um einen in jeder Hinsicht hartgesottenen Kern Jugendlicher für die Zukunft zu haben. Denn nur die WT-Organisation mit ihrer "reichlichen Beschäftigung" bietet dann die Möglichkeit, diese Schuld bzw. Schuldgefühle wieder zu bewältigen. Die unausgesprochene Gewöhnung an doppelte Moral, auch in anderen Bereichen, soll gegenüber dem WT das eigene Gewissen brechen und tut es auch.

DER WT beugt zu jeder Zeit alle Sitte und Moral unter seine Interessen des Fortbestehens der Organisation. Um zur unverfälschten christlichen Sittenlehre zu gelangen, muß man den WT zuvor verwerfen. Es genügt, selbst in der Schrift nachzulesen. 2. Tim. 3:15-17. Nur so ist man sicher. Der WT vergewaltigt die Schrift wie er es braucht.

Letztlich geht es nur um den "Dienst'
EINE ZJ-Jugendliche "hatte das Problem der Selbstbefriedigung und benötigte Hilfe" (Abs. 13). Der WT läßt sie schildern, wie sie sich ihrer ZJ-Mutter anvertraut, mit dem Ergebnis, seither könne sie "alles mit ihr besprechen". So läßt der WT eigentlich immer jeden mit seinen Problem allein und zieht sich aus der Affäre. Man braucht den WT wirklich nicht.

ALLES gipfelt darin: Mit den Kindern "im Dienst zusammenarbeiten".., "dieser Dienst ist eine vorzügliche Hilfe"… usw. als ob der Apostel Johannes diesen Wandel gemäß WT-Auslegung gemeint habe, wenn er sagte, "… fortfahren, in der Wahrheit zu wandeln" (3. Joh. 4). Er hatte die "irdische" WT-Ausrichtung überhaupt nicht im Sinn, für deren Weiterverschiebung über das Jahr 2000 man die nächste junge "Generation" braucht und nun so tut, als ob man allein nur ihre Probleme zu lösen weiß.

WACHTTURM VOM 15. MÄRZ 1982 NR. 6
Studienartikel
"Halte an der guten 'Botschaft' fest"
"Eifer für das 'Werk des Herrn'"
Der WT-Leitvers sagt alles
"… sofern ihr daran festhaltet, es sei denn, ihr wäret wirklich ohne Zweck gläubig geworden" (1. Kor. 15:2).
INHALTLICH lediglich eine Neuauflage der . Auferstehungshoffnungen für die Zukunft, wie sie bisher jeder WT-Generation gemacht worden. Damit soll erreicht werden, daß alle jetzt nach 1975 an der WTG festhalten müssen, was in dem Vers aber gar nicht gemeint ist! Die WTG-Drohung darin: Wer von ihr gehe, ende in Sinnlosigkeit und Verzweiflung, weil sein Leben sinnlos gewesen sei. - Angesichts der WT-Endzeitirrlehren ist das ein raffiniert verdeckter psychologischer Terror, Gläubig sein kann man auch ohne WTG.

"WERDET standhaft, unbeweglich und seid allezeit reichlich beschäftigt im Werk des Herrn" (1. Kor. 15:58).
Gemeint ist nicht, was der Apostel im Sinn hatte, sondern das WTG-Werk jetzt nach der 1975-Falschprophetie, was aber nicht zum Bewußtsein kommen soll. Stier und stur soll man dem WT weiter folgen. In der Tat! Wer da so "reichlich beschäftigt" ist, kommt nicht zum kritischen Nachdenken darüber. Darum geht es denn wohl auch. Alles in allem ein gigantischer WT-Schriftmißbrauch. -

NACHDENKLICHES
Zur Vernichtungslehre der WTG
DAS Alte Testament räumt Gott diskussionslos das Recht ein, seine Feinde mit Gewalt zu vernichten. Denn der Gute und Gerechte darf die Ungerechten und Bösen richten. Aber Jesus verkündet den Gott, der die Feinde liebt und seine Sonne auf gehen läßt über Böse und Gute. Matth. 5;45. Und Paulus ruft die Menschheit zur Versöhnung auf mit dem Gott, der die Schuld der Völker nicht durch ihre Vernichtung sühnt, sondern durch den Tod seines Sohnes. Römer 3:25, 5;8. 2. Kor. 5:9-20.
SO sehen das andere Christen, (Junge Kirche 11/80) in der BRD zum Beispiel. Ist das nicht in der Tat richtig?

LESERZUSCHRIFTEN
FRAGEN - MEINUNGEN - HINWEISE - ANTWORTEN
DIE Zahl derer, die immer nachdenklicher werden, wenn es um die Vorschriften der WTG gegenüber den Zeugen Jehovas geht, wächst ständig. Sie kommt in keiner offiziellen Statistik zum Ausdruck und doch sind die Differenzen spürbarer denn je. Diese Erscheinungen des Unmuts, der Enttäuschung, der Verbitterung, ja, und auch des Hasses, kommen in vielerlei Form zum Vorschein. Eine Seite ist die zunehmende Menge von Hilfeersuchen in Glaubensfragen, die direkt an die Studiengruppe "Christliche Verantwortung" gerichtet werden. Eine andere Seite sind Leserbriefe, die es in den Jahren vorher auch schon gab, jetzt aber häufen sie sich und das Auffallendste daran ist, es sind kritisch gegen die WTG gerichtete Briefe und kaum noch jene wütenden, unsachlichen Drohungen und Beschimpfungen wie sie vor längerer Zeit gar nicht selten waren. Wir sind weit davon entfernt, zu glauben, es gäbe eine starke Abfallbewegung in der WTG. Aber, und das ist viel bedeutsamer, es verbreiten sich Mißstimmung und Mißbilligung über das nicht bibelgerechte Verhalten einzelner Personen, die in der WTG den Ton angeben, es steigt die Verärgerung über die immer weltfremdere Betreuung bzw. Bevormundung der Jugendlichen und hinsichtlich bestimmter Verhaltensvorschriften, die dazu angetan sind, gerade junge Zeugen Jehovas aus der sie umgebenden Gesellschaft auszuklammern ohne ihnen feste zwischenmenschliche Kontakte zugleich zu sichern. Eben solche Probleme werden in Leserbriefen mitgeteilt, und wir halten es für sinnvoll und zweckmäßig, EUCH diese Briefe bekanntzumachen. Hier drei Beispiele zu den eben genannten Umständen:

"DIESES Jugendproblem ist einfach nicht zu bewältigen! Es sind nicht schlechthin sogenannte weltliche Aspekte, die Jugendliche bewegen mögen, nicht Zeuge zu werden, es sind die weltfremden Gedanken einer überheblichen Organisation! Da wird bevormundet und hineingeredet…, der Jugendliche will sich doch selbst behaupten und auch etwas Gesundes darstellen… es ist doch nicht weise, wenn man so einen Jungen, der diese hohe Bildung hat, mit einem zusammentut, der gerade so seinen Namen schreiben kann"…
O. R. aus der BRD

"… und stellt Euch vor, ich hätte mich damals nicht qualifiziert, ich wäre heute noch…, aber schon Rutherford soll 1942 gewarnt haben, keine Kinder zu zeuge'', denn Harmagedon stehe vor der Tür und man sollte die wenigen Jahre noch warten, dann könnte man in der neuen Welt Kinder zeugen…! Wenn man sich damals daran gehalten hätte, dann gäbe es heute einige nicht, die wieder alles besser wüßten...."
S. B. aus der DUR

"…seine Augen sind fast immer auf mich und meinen Körper gerichtet. Wenn ich sitze, dann stiert er mich aufdringlich an, wenn ich aufstehe, dann gleitet sein Blick nach unten… macht unmißverständliche Andeutungen… völlig beleidigend… aber vorsitzführender Aufseher mit Ambitionen auf ein anderes Dienstamt, wenn der bisherige stirbt! Soll ich mit seiner Frau sprechen, sie ist sehr nett und hätte dann großen Kummer, zudem haben sie mehrere Kinder.-… er soll seine Frau auch schon geschlagen haben …"
A. S. aus der DDR

WAREN vor 5 oder 10 Jahren solche offenen Äußerungen durch Zeugen Jehovas möglich gewesen. Wir sagen "Nein", denn damals wußten viele Zeugen Jehovas noch nicht das, was sie heute sehr gut verstanden haben, nämlich, daß sie ausgenutzt und mißbraucht werden, daß mit ihrer Hoffnung gespielt und geschachert wurde und wird. Sage keiner zu jenem Bruder, der da seine Begierden kaum zügeln kann, auch in der Organisation sind ja nur unvollkommene Menschen. Das wäre eine Entstellung, denn wenn es solche Brüder in verantwortlichen Dienstämtern überhaupt gibt, wir haben anderenorts schon von solchen Brüdern kritisch gesprochen, dann stimmen ja die Maßstäbe und Anforderungen der Bibel an einen Aufseher überhaupt nicht mehr. Wenn also mit Unvollkommenheit entschuldigt wird, dann dürfte bald das ganze Lehrgebäude der WTG ein einziger Widerspruch in sich selbst sein. Solche Briefe beweisen, daß CV immer mehr Vertrauen entgegengebracht wird, sie beweisen, daß ein recht kritischer Geist vielerorts in der so vielgepriesenen intakten Organisation entstanden ist und sie beweisen vor allem, daß die WTG keine glaubhaften und überzeugenden Argumente mehr besitzt, sondern nur altbackenes Brot wieder aufwärmt und als "köstliche neue Erkenntnis" anbietet. Wenn wir im Alten Testament lesen, wieviel Verantwortung gerade jungen Männern übertragen worden ist in einer christlichen Familie und sehen dem gegenüber, wie in der WTG alles Verantwortliche von den jungen Menschen ferngehalten wird, wie sie gegängelt werden, dann ist es ganz klar, daß ein falscher, unchristlicher Geist hinter den Lehren der WTG steht. Aufmerksam lesen wir jeden Brief und prüfen sein Für und Wider, aufmerksam mit gesundem Menschenverstand, vor allem aber anhand dar Bibel.

DIESES aufmerksame Prüfen scheint dem treuen und verständigen Sklaven abhanden gekommen zu sein oder ist es nur noch Selbstzweck. Eine solche Entwicklung aber wird die WTG langsam, aber stetig zu einem Koloß auf tönernen Füßen werden lassen. Wehe dem der von den abbröckelnden Steinen des nur scheinbar festen Wachtturmgemäuers getroffen wird. Aus diesem Grunde auch sprachen wir über die offenen Briefe unserer christlichen Leser.

"Christliche Verantwortung Herausgeber Henry Werner: DDR 6500 Gera Otto-Dix Str. 6
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Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 157

Zwei Zitate aus dieser CV-Ausgabe. Ein Zitat dem zugestimmt wird; das zweite dass als unsachgemäß bewertet wird.
In dem zustimmenden Zitat wird ausgeführt:
"Scheinbare Nebenbemerkungen offenbaren den Hauptzweck … Das bedeutet im Klartext, es geht darum, eine neue junge Generation zu gewinnen. Es ging der WTG niemals darum, in erster Linie glückliche Menschen zu erziehen. Sie will in erster Linie Verkündiger haben, die das allzu oft nur unter der Bedingung größten persönlichen und familiären Unglücks sein können."
Und dann noch das abzulehnende Zitat:
"Zum selben Atemzug verschweigt sie ihren Lesern aber auch, wie sich hohe Betheldiener von Polizei und Geheimdienst beschützen lassen und statt bei Kongressen, wie alle einfachen Zeugen in Massenquartieren zu schlafen, in Hotels und weichen Betten übernachten. Während der Kongreßzeit stehen diese Wachtturmfürsten ständig mit dem Polizeipräsidium in Verbindung. Ein Anruf genügt, und die Polizei ist da. So sieht der Schutz Jehovas für diese Herren aus."
Dazu wäre wohl zu sagen. Auch die Veranstalter anderer Massenzusammenkünfte dürften in der Regel in engem Kontakt zur Polizei stehen. Auch in ihren Fällen mag ein Anruf genügen …
Polizei-Kontakt beinhaltet aber noch lange nicht zwangsläufig auch den zu Geheimdiensten. In der Praxis vielleicht; aber von der Sache her, nicht zwangsläufig. Somit geht man mit dieser Unterstellung zu weit. Und was die Funktionärsschicht anbelangt, die da bessere Quartiere als das Fußvolk für sich in Anspruch nimmt, betrifft. So ist auch das andernorts antreffbar. Anstoß könnte man erst dann daran nehmen, wenn man von der Prämisse ausgehen würde, die Zeugen seien "besser". So blauäugig war aber selbst die CV nicht.


CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR

NR. 157 GERA AUGUST 1982

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wachtturm Nr. 7 und 8/1982
START IN EINEN NEUEN BETRUG
Wir prüfen das Buch "Dein Königreich komme
WACHTTURM-RELIGION IN DER ZWISCHENMENSCHLICHEN BEWÄHRUNG
Aus der Versammlung Dresden-Leuben - Ehe und Familie durch Wachtturm entzweit
CHRISTEN UNTERSUCHEN DIE ZWECKMÄSS1GKEIT DES WACHTTURMS
WTG-FÜRSTEN VERTRAUEN NICHT AUF DEN SCHUTZ JEHOVAS, SONDERN AUF POLIZEI UND GEHEIMDIENST

GEMEINSCHAFTSENTZUG - WAS STECKT DAHINTER
Marschrichtung für Jehovas Zeugen festgelegt
WENN der Wachtturm, wie in diesem Fall die Heft-Nummer 24/81, einen Artikel in drei Teile; aufgliedert, dann ist das ein Zeichen, daß ein bestimmtes Problem sehr ernst genommen wird. In diesem Falle geht es um den "Gemeinschaftsentzug" und die drei Studienartikel, die hier angeboten werden, deuten darauf hin, daß es wieder einmal nötig war, etwas Grundsätzliches zu sagen und sich dabei tüchtig hinter Bibelzitaten zu verschanzen. Das tut die WTG immer dann, wenn sie selber keinen rechten Rat weiß oder besser: Sie sucht sich mehr oder weniger passende Stellen, um ihre eigene Meinungslosigkeit zu verbergen. Wenn ich sage: "Meine Meinung ist die der Bibel!", dann habe ich mir eine feine Ausrede einfallen lassen. Wohl kaum einer wird wagen, mich dann zu kritisieren, denn die Bibel hat immer recht. Daß eine solche Meinungslosigkeit auch voraussetzt, daß alle, die sich mit der WTG und den Wachtturm-Veröffentlichungen verbunden fühlen, schon auf Meinungslosigkeit programmiert sind, das sei nur am Rande angemerkt. Worum geht es also:
Steuereinnehmer - gestern und heute
"DIE JUDEN", so schreibt der erste Teil des Studienartikels auf Seite 19, "mieden Steuereinnehmer wie Ausgestoßene."
EINE solche Feststellung mag aus der damaligen Sicht der gläubigen Juden und unter den damaligen kulturgeschichtlichen Besonderheiten richtig sein. Wer aber sagt, daß dann der Vergleich in die Gegenwart erlaubt und richtig ist? Sind nicht heute völlig andere Gegebenheiten vorhanden. Wir wollen uns davor hüten, Dinge, die sich auf Jehova und Jesus Christus beziehen, zu vermischen mit geschichtlichen Gegebenheiten, die mit dem Glauben direkt gar nichts zu tun haben. Genau eine solche Vermischung aber leistet sich die WTG und serviert sie dann als der Weisheit letzter Schluß - eine peinliche Angelegenheit, weil selbst der naivste Leser diese Absicht sofort merkt und verstimmt ist. Zudem ist auf der gleichen Seite noch ein hübscher Denkfehler passiert. In der ersten Spalte ist zu lesen: "Am Passahfest das Jahres 33 u. Z. vermieden es die Juden, den Palast des römischen Statthalters zu betreten…" In der Zusammenfassung der zweiten Spalte ist dann zu lesen: "Sie begaben sich nicht in den Palast eines heidnischen Statthalters."
EINDEUTIG wird also hier ein einmaliges Ereignis zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahre 33 u. Z. unsachlich verallgemeinert und vergröbert. Man rechnet wohl damit, daß das wenige Zeilen vorher Gesagte bereits vergessen ist. Eine solche Rechnung ist gefährlich. Der Appell an die Dummheit der anderen ist stets das Zeugnis eigener Beschränktheit.
IST dieser erste Teil noch recht allgemein gehalten und bewegt sich im Bereich des Neuen Testamentes, so ist der zweite Teil schon recht deutlich mit Bezügen in unsere Gegenwart versehen. Bibelstellen, vor allem des NT werden verwendet, um eindeutig die "Marschrichtung" für Jehovas Zeugen festzulegen. Sogar der drohend-bedrohliche Unterton wurde nicht vergessen.
Man kann verschiedener Ansicht sein
DIE Überschrift "Die rechte Ansicht über den Gemeinschaftsentzug" klingt bereits wie ein Befehl. Wehe also dem, der anderer Ansicht ist. Beim gründlichen Lesen ohne die gefärbte WTG-Brille ist auffällig, daß sich die leitende Körperschaft wohl nicht ganz klar ist, wo die Grenzen zu ziehen sind zwischen dem "Umgang mit Menschen der Welt" und "Umgang mit solchen, die einmal Zeugen Jehovas waren". Es stellt sich nämlich die merkwürdige Situation heraus, daß ein Mensch, der Zeuge Jehovas war und aus dem Glauben abfiel, strenger zu behandeln ist und mehr isoliert sein soll als jene, die einfach mit dem Glauben der WTG nichts zu tun haben wollen. Nun gut, das ist eben die Auffassung der WTG und darüber braucht man sich keinen Kopf zu zerbrachen, jedoch wie sieht nun der wirkliche Unterschied aus?
ER besteht darin, daß man mit einem Ausgeschlossenen überhaupt nicht reden soll oder nur das allerallernötigste, wenn z.B. eine dienstliche Abhängigkeit besteht (die auch schnellstens zu beseitigen ist). Und sie besteht darin, daß man ihn auch nicht grüßen soll, weil schon ein Gruß der Beginn einer Freundschaft und damit die Gefahr des eigenen Abfallens sein kann. "Einem Ausgeschlossenem wünschen wir im Unterschied zu einem persönlichen Feind oder einer weltlichen Autoritätsperson, die zu Christen gegnerisch eingestellt ist, bestimmt keinen Frieden", Diese Worte auf Seite 24 sind in doppelter Weise widersinnig, denn einerseits ist der Gruß "Frieden" heute wohl weitgehendst unüblich und von einem allgemeinen "Guten Tag" oder ahnlichem abgelöst, andererseits bedeutet ein solches Vorgehen, daß Zeugen Jehovas in ihrer Lebenshaltung einem Feind des Christentums mehr Achtung entgegenbringen als einem ehemaligen Zeugen Jehovas. Dabei ist nicht gesagt, welche Gründe dieser Zeuge Jehovas hatte, die Gemeinschaft zu verlassen. Hier wendet die WTG ihren alten Trick an, indem sie Bibeltexte, die von "Hurern", "Erpressern" und anderem mehr sprechen, als Maßstab für heute setzt. Dabei umgeht sie geschickt einen Hauptgrund, der heute für viele Zeugen Jehovas ausschlaggebend für die Abkehr von der WTG ist, nämlich die Einsicht, daß Ihr wahrer Glauben von einer raffinierten Organisation mißbraucht wird. Es ist nicht der Wechsel in eine Religion, es ist auch Meistens nicht die ungesetzliche Handlung in irgendeiner Art, die zur Abkehr führt, sondern die Erkenntnis des falschen Propheten, der da in Brooklyn seine Spinnennetz legt. Natürlich kann man in einem Studientext diesen Hauptgrund nicht nennen. Aber glaubt die WTG, daß keiner ihn kennt. Ich habe selbst genügend Beispiele erlebt, in denen ältere Brüder krampfhaft um die wahren Ursachen eines Gemeinschaftsentzuges herumgeredet haben, weil sie eben diesen einen Grund nicht nennen wollten und -wohl auch nicht nennen durften.
Gibt es ein Zurück ?
IN den letzten Abschnitten werden dann noch ein paar treffliche Beispiele angedeutet von denen, die reumütig in die Gemeinschaft zurückfanden, selbstverständlich mit Hilfe der älteren Brüder. Aber ist eine solche Rückkehr wirklich beglückend und sichert sie den mehrfach zitierten Platz auf Jehovas "heiligem Berg"? Ich kann meine Erfahrungen nicht verallgemeinern. Ich weiß aber von drei Menschen, die im Raum Thüringen zwischen 1975 und 1980 wieder aufgenommen wurden. Sie sind wieder in der Gemeinschaft, nicht reumütig, nein zutiefst gedemütigt nach Gesprächen, die ein wahres Kreuzfeuer für sie darstellten. Sie haben kaum Aussicht, wieder das Ansehen und die Achtung zu erhalten, die sie vorher besaßen, ganz zu schweigen von ihrer menschlichen Selbstachtung, die ihnen weitgehendst abhanden gekommen ist, die ihnen genommen wurde. Zugleich die Frage: Was hat ein Mensch zu erwarten, der nach langen Jahren gründlicher Prüfung erkannte, daß die WTG ein übles menschliches Machwerk hinter den Kulissen der Bibel ist, und der nun trotz dieser Einsicht umkehrte und sich erneut der Lüge ergab?
WEDER von den Zeugen Jehovas, noch von Außenstehenden hat er Anerkennung zu erwarten, bestenfalls Mitleid seitens seiner Verwandten. Und wie es damit bestellt ist, zeigt einprägsam der dritte Teil der Studienartikel aus WT 24/81. Aus dem zweiten Teil können wir die Erkenntnis mitnehmen, daß ein Zeuge Jehovas eher mit einem Weltmenschen zum Picknick gehen darf, als einen ehemaligen Glaubensbruder zu grüßen. Welch ein Vorrecht doch Jehovas Zeugen genießen!
-tig-

START IN EINEN NEUEN BETRUG
DAS Jahr 1981 ist gegangen und - wie sollte es anders sein - ein neues Machwerk der WTG in Brooklyn ist gekommen.
IST es ein Buch wie andere vorher? Ist es etwas sensationell Neues? Bemerkenswert | auf jeden Fall ist der Titel, welcher da lautet: "Dein Königreich komme". Eine wichtige Zeile des Mustergebetes aus der "Bergpredigt Jesus Christus" wurde zur Schlagzeile für eine neue Millionenveröffentlichung der "Wahrsage- und Truggesellschaft" denn schon die ersten Seiten dieses Bändchens zeigen, daß nach sechs Jahren nun endlich eine neue, geschickte Variante des Endzeitthemas gefunden wurde. Nach vielen Pannen - die letzte war 1975 - durfte man sich in der "verleitenden Hohlkörperschaft" natürlich nicht lumpen lassen. Diesmal mußte die Werbung so sein, daß sie nicht augenfällig auf ein festes Datum verweist und doch zugleich Brüder und Schwestern im gleichen Ungeist zusammen hält. Hat man es geschafft?

MANCH einer, der diese Zeilen liest, wird auf den ersten Blick verärgert sein, daß ich zweimal spöttische Bemerkungen aus zwei oft strapazierten Worten wie "WTG" und "leitende Körperschaft" formulierte, vielleicht auch darüber, daß ich von "Ungeist" spreche. Doch, liebe Brüder und Schwestern, nicht aus Haß schrieb ich diese Worte, sondern gemäß richtiger Erkenntnis nach aufmerksamen Studieren des neuen Buches.

Täuschung und nochmals Täuschung
ICH möchte hier ein paar Behauptungen aufstellen und in der folgenden Zeit auch beweisen, Behauptungen, die sich auf die WTG und ihr nun schriftlich vorliegendes neues Endzeitprogramm beziehen:
Noch nie wurde in einem gedruckten Werk der WTG die Kluft, der tiefe Graben zwischen den einfachen Verkündigern und der leitenden Körperschaft deutlicher sichtbar als in "Dein Königreich komme", geradezu greifbar ist der unüberbrückbare Unterschied zwischen dem Herrschaftsanspruch in Brooklyn und dem ehrlich gemeinten Glauben und Hoffen der Brüder und Schwestern weltweit!
Noch niemals wurde eine Lüge geschickter verkleidet und nie bisher wurden Zeugen Jehovas so raffiniert auf den "Sankt - Nimmerleins - Tag" vertröstet hinsichtlich ihres Endzeitglaubens wie hier.
Noch nie steckte ein Buch der WTG von der ersten bis zur letzten Zeile so voll Widersprüchen und Wirrheiten wie gerade das 1981 veröffentlichte.
Noch nie hat sich die WTG so offensichtlich in Politik und Gesellschaft eingemischt und ihre geistige Kolonialpolitik vortreten wie jetzt.

DABEI sind das nur vier Gesichtspunkte. Mühelos könnte ich sie auf ein Dutzend erweitern, Doch darauf kommt es nicht an. In ganz verschiedener Form wollen wir gemeinsam in den nächsten Monaten die 18 Kapitel untersuchen, wollen zur Darstellung und zum Verständnis ihres Inhaltes eine geeignete Art und Weise finden, die beweist, daß jene Behauptungen richtig sind, nicht weil CV es so sieht, sondern weil die WTG es selbst genauso darstellt.

Ein Beispiel, doch kein Einzelfall
SEHEN wir uns zum Beispiel mal nur den Anhang zu Kapitel 14 genau an, was stellen wir fest: Schon vor Jahrzehnten verstand es die WTG, mit Zahlen zu jonglieren und soviel Daten und Fakten aufeinanderzuhäufen, daß selbst gut informierte Zeugen Jehovas keine logische Erklärung mehr geben können. Ich bin nach sechsmaligem Lesen dieses Anhanges im Buch "Dein Königreich komme" und beim Vergleich mit früheren Berechnungen hinsichtlich der Zerstörung Jerusalems im Jahre 607 v. u. Z. überhaupt nicht mehr klar gekommen und habe die Gelegenheit einer Zusammenkunft genutzt, um ältere erfahrene Brüder zu fragen und um Erklärung zu bitten. In früheren Jahren stand jenes Ereignis immer mal im Mittelpunkt des Studiums und beide Brüder konnten die Berechnung wenigstens einigermaßen deutlich vornehmen. Jetzt sagten mir beide nach einer Stunde: "Bei dem Gewimmel von Jahreszahlen und Namen weiß ich bald selbst den richtigen Zusammenhang nicht mehr." Der andere meinte: "Natürlich ist das alles ganz richtig, aber wir müßten uns noch einmal mit einem älteren Bruder unterhalten, der sich viel mit der biblischen Chronologie beschäftigt hat. Dann haben wir wohl erst richtige Erkenntnis!" Daraus folgt: Wenn selbst zwei langjährige Studiengruppendiener nicht mehr klar durchsehen, wie soll es dann uns, den einfachen Zeugen, erst gehen? Das ist ein Stück von dem, was ich vorhin mit "Wirrnis" bezeichnete. Oder wie seht IHR das, wenn einmal sogenannte weltliche Berechnungen und mehrere Quellen ausführlich zitiert werden, um sie dann als falsch und ungenau zu verwerfen, im gleichen Atemzug aber werden weltliche Quellen als Beweis. biblischer Wahrheit ins Feld geführt. Was ist von einem Satz wie diesem zu halten:

Es gibt jedoch keine vernünftige Möglichkeit, das erste Jahr des Cyrus vom Jahre 538 bis zum Jahre 535 v.u.Z. auszudehnen. -
Ein solcher Satz ist, mal ganz abgesehen vom Zusammenhang in dem er steht, inhaltlich unsinnig, weil man Jahre nicht ausdehnen kann und das wohl auch der geistesgestörte Historiker nicht versuchen würde. Und dass es keine vernünftige Möglichkeit gibt, ein Jahr auszudehnen, ist sehr erfreulich. Solche Möglichkeiten scheint eben nur die inspirierte WTG zu haben, die am Ende ihres Buches wohl selber nicht mehr wußte, was hinten und vorn ist. Oder wie ist der Satz zu verstehen: Genauso sind wir auch bereit, uns in erster Linie von Gottes Wort leiten zu lassen statt von chronologischen Angaben, die sich hauptsächlich auf weltliche Quellen stützen, die der Bibel widersprechen. (So zu lesen ebenfalls auf Seite 189).

Mich beschäftigt das Wort "genauso". Wovon hat sich die WTG denn bisher auch leiten lassen, wenn wir daran denken, wie oft sie weltliche Chronologie und Forschung bemühte ,um zu beweisen, daß die Bibel recht hat. Auf einmal gilt in erster Linie die Bibel.

Ende einer Lüge, Beginn der nächsten
WILL man damit vorsichtig andeuten, daß alle bisherige Interpretation hinsichtlich der Endzeit, die die WTG betrieb, auch weltlich und insofern falsch warf Weltliche Chronologie ist also nur solange interessant, wie sie nicht der Bibel widerspricht. Wollen wir doch ehrlich sein. Kein vernünftiger Mensch würde behaupten, daß 2 mal 2 = 600 ist. Aber die WTG ist natürlich, was die Geschichtswissenschaft betrifft und klare und eindeutige Funde und Beweise, viel klüger und intelligenter. Ob jedoch gemäß genauer Erkenntnis?. Das bleibt zu bezweifeln. Vielleicht hat sich die WTG auf Seite 187 selbst charakterisiert

"Es ist zum Beispiel bekannt, dass im Altertum Priester und Könige manchmal zu bestimmten Zwecken Urkunden änderten."
DIESER "bestimmte Zweck" könnte für die WTG sein, sich durch dieses Buch ein neues dauerhaftes Endzeitmäntelchen umzuhängen, welches sich nicht so schnell abnutzt wie die letzten. Der Anhang jedenfalls zeigt. daß die WTG mit Zahlen und Fakten genauso jongliert wie mit den Gefühlen und Glaubenshaltungen der Zeugen Jehovas. Wenn das erstere als Fälscherei bezeichnet werden muß, dann das zweite als unmenschlich und insofern unbiblisch. Und um dieses unmenschliche und unbiblische Verhalten soll es uns bei der Untersuchung des neuen Buches gehen.
-FM-
Unsere erste Fortsetzung :
- Gleiche Kappen für ungleiche Brüder -

NACHDENKLICHES IN KÜRZE
"Gesundheit für alle bis zum Jahr 2000"?
DIE Weltgesundheitsorganisation der UNO, die WHO, trat in Genf/Schweiz zusammen, um einen Aktionsplan für die WHO-Strategie "Gesundheit für alle bis zum Jahr 2000" zu verabschieden. Diese UNO-Planung sieht auch ein Programm vor gegen Rauschgifte und Konventionen zur Krebsforschung bis in das Jahr 2000. (NZ/ADN, Genf)
NACH dem WT dürfte die UNO überhaupt gar nichts planen. Abtreten müßte sie und alles an einen Christus seit 1914 im Himmel übergeben! Das geht doch gar nicht? Nun, die ZJ müssen das im Auftrag der WTG verkündigen, Aber das geht wirklich nicht. Da könnte ja nicht einmal mehr eine notwendige internationale Epedemie- und Seuchenbekämpfung vorgenommen werden. Zudem ist dieses "Abtreten" im Zusammenhang mit den falschen Weltendelehren der WTG von 1914, 1925 und 1975 allein schon völlig unglaubwürdig und unannehmbar, ja, war es schon immer! Also bleibt den Nationen gar nichts weiter übrig, als die grenzüberschreitende Weltgesundheitsfrage selbst in die Hand zu nehmen. Man verkündige dies doch nur einem einzigen Gesundheitsministerium! Man würde sich schnell fragen, ob die WTG denn nicht ganz normal sei. -

AUS DER VERSAMMLUNG - FÜR DIE VERSAMMLUNG
An eine Versammlung im Bezirk Karl-Marx-Stadt
Rechtfertigung eines endgültigen Bruches mit der WTG (III)
IN Fortsetzung seines Briefes an CV fragt unser Bruder die WTG, hat sie wirklich nichts veröffentlicht, was den Schluß zuläßt, daß 1975 Harmagedon kommt? Er kommt zur Schlußfolgerung, daß die Schuld schon ausreicht, weil die WTG-Führung ganz bewußt die Aufmerksamkeit auf 1975 gelenkt hat. Er schreibt weiter wörtlich:
…Die Verkündiger wurden mit voller Absicht zu dem Gedanken hingeführt und dann such in diesem Glauben gelassen, daß 1975 alles vorbei sein würde. Wenn dem nicht so wäre, hätte es die WTG-Führung doch nur einen Wachtturmartikel gekostet, um die "privaten Spekulationen" ganz energisch zurückzupfeifen! Doch das ist unterblieben; verständlich auch, wenn man bedenkt, daß die WTG-Führung es ja war, die diese "privaten Spekulationen" erst in die Welt .gesetzt hat. Aber es gibt nicht nur eine indirekte Schuld der WTG-Führung. Denn während die Jahreszahlen kursierten, stellte man ein" Kongreßserie unter das Motto :

ES IST SPÄTER ALS DU DENKST!
Damit wurde auch das 1975-Gerede offiziell untermauert. Wenn man heute zurückblickt, erkennt man deutlich, daß die Erfinder dieses Mottos nicht vom Heiligen Geist getrieben sein konnten, denn gerade das Gegenteil wäre wahr gewesen. Es bleibt auch zu fragen, wie es sich mit dem anderen Stoff verhält, der auf diesem Kongreß geboten wurde, wenn doch schon der Leitgedanke falsch und damit auch unbiblisch war… Und weiter schreibt der Bruder:
…Des weiteren wurde veröffentlicht, daß nach 6 000 Jahren Menschenherrschaft das 1000jährige Friedensreich folgen soll. Es wurde auch veröffentlicht, daß 1972 -später hieß es dann 1975 - 6 000 Jahre Menschheitsgeschichte zu Ende gehen. Was liegt also näher anzunehmen, daß da vorher noch Harmagedon kommt! Wenn hier die WTG-Führung mißverstanden worden wäre, dann hätte sie es sofort aufklären müssen. Doch dies tat sie nicht! Und wie ich bereits zeigte, mit voller Berechnung! Das zeigt erneut, daß sie die Verkündiger ganz bewußt in dem Glauben ließ, 1975 sei alles vorbei.

Deshalb behaupte ich, daß die kleine Falle, die hier klug wie von Schlangen, aber nicht ohne Falsch wie von Tauben, eingebaut ist, mit Vorbedacht eingebaut wurde. Der Durchschnittsverkündiger konnte diese Falle nicht erkennen! Diese niedliche kleine Falle wollte man sich für den Fall der Fälle. - also wenn 1975 nichts geschieht - als Hintertürchen offen lassen. Jetzt kann man also hertreten und sagen:

"Ja, was wollt ihr denn, liebe Brüder! 6 000 Jahre Menschheitsgeschichte sind doch nicht gleich 6 000 Jahre Menschenherrschaft! Die Menschheitsgeschichte beginnt mit der Erschaffung Adams, wie ihr bestimmt einsehen werdet. Die Menschenherrschaft beginnt aber erst beim Sündenfall, denn vorher war Theokratie, also Gottesherrschaft. Den Zwischenraum zwischen diesen beiden historischen Ereignissen wissen wir leider nicht; er kann lang sein, er kann kurz sein…" Damit wäre man wieder beim alten Stand angelangt, man könnte wie bisher Harmagedon drei bis fünf Jahre vor sich herschieben, wenn… ja wenn die Generation von 1914 nicht wäre!

Das Dilemma, in dem sich die WTG-Führung mit der Generation von 1914 befindet, macht verständlich, daß sie so erpicht war auf das Jahr 1975. Denn dieses Jahr war wirklich die alleräußerste Grenze der 1914-Generation. Da aber 1975 nichts geschehen ist, in nächster Zeit wohl auch nichts geschehen wird, ist bewiesen, daß Jesus Christus nicht die Generation von 1914 gemeint hat. Damit aber wäre die Zentrallehre der WTG zusammengebrochen!

Jesus sagte:
"Diese Generation wird nicht vergehen."
Er meinte damit, daß einzelne wohl sterben können, die Generation als Ganzes jedoch bestehen bleibt. Die Situation der Generation von 1914 ist aber schon seit langem genau umgekehrt:
Als Ganzes ist sie bereits vergangen. wenn einzelne euch noch leben mögen. Es wäre auch interessant, sich einmal anzuschauen, welche Zeiträume die Bibel unter einer Generation versteht. Die Prophezeiung Jesu über die Generation, die nicht vergehen soll, stammt aus dem Jahre 33 n.Chr..
Als Jerusalem im Jahre 66 von römischen Streitkräften umlagert wurde, erfüllte sich Jesu Prophezeiung. Zeitdauer:
33 Jahre. -
Als sich die Israeliten aus Furcht weigerten, in das verheißene Land einzuziehen, wurde ihnen gesagt, daß als Strafe erst die nächste Generation dieses Land in Besitz nehmen wird. Zeitdauer:
40 Jahre. - Die Zeitdauer von 1914 bis 1976: 62 Jahre!
Doch trotz dieser prekären Lage ist von Harmagedon weit und breit immer noch nichts zu sehen.
Die WTG-Führung befindet sich also in einer sehr verzweifelten Lage. Wenn wir früher noch sagen konnten, die Zeit arbeitet für uns, so ist das heute nicht mehr der Fall. Jeden Monat, der noch vergeht, verliert die WTG an Achtung bei Freund und Feind. Aus dieser verzweifelten Lage heraus griff die WTG-Führung zu einer verzweifelten Tat:

Sie stellte Jehova einfach vor vollendete Tatsachen! Jawohl, sie setzt die 1975-Ideologie in Marsch! Von da an steht Jehova nur vor der Alternative, entweder Harmagedon 1975 kommen zu lassen oder als ein Gott dazustehen, der sein Wort nicht hält. Eine Schwester sagte in diesem Zusammenhang zu mir:
"Jehova kann jetzt gar nicht mehr anders. Nachdem 1975 als Zeitpunkt des Endes verkündigt ist, .würde er sich selbst blamieren."
Ich glaube, diese Schwester hat gar nicht ganz erfaßt, wie genau sie den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Ich habe erkannt, daß die Harmagedonberechnerei aus Vermessenheit geschieht. Es ist deshalb eine logische Folge, daß das Herbeizwingen Harmagedons scheitern mußte. Jesus sagte nicht:
"Das Ende kommt an einem Tag, den ihr euch errechnen werdet",
sondern er sagte:
"Das Ende kommt an einem Tag, an dem Ihr es nicht meinet."

Die WTG muß zu diesem Punkt ihre Grundhaltung rigoros ändern, sonst können sich die Worte Jesu nie erfüllen…
Fortsetzung des Briefes in der nächsten CV

CHRISTEN UNTERSUCHEN DIE ZWECKMÄSSIGKEIT DES WACHTTURMS
Was die Wachtturm-Gesellschaft in dem WT 23/1980 zum Lesen und Studieren anbietet, ist hoch interessant
SIE bietet Sicherheitsgarantien an. Ihr Rezept verspricht Sicherheit jetzt - und allezeit ZUERST schildert sie die katastrophalen Zustände in dieser Welt. Die Schreiber des Wachtturms sind der Meinung. Überall lauert das Verbrechen. Nirgendwo ist man sich sicher. Ständig lebt man in Angst. Ahnungslose Menschen werden täglich überfallen, beraubt:, vergewaltigt und getötet. Bedroht fühlen sich Herrscher, Diplomaten, die Königin von England, und sogar der Papst. Alle verlangen sie Schutz und Sicherheitsgarantien. Sie vorlassen sich auf Polizei und Militär. Sie nehmen also Zuflucht bei dem Gott dieser Welt. Die WTG fragt auch nicht, ob solche Zustände überall auf der Welt herrschen. Ganz anders handeln Jehovas Zeugen.

Wie handeln Jehovas Zeugen ?
SIE vertrauen völlig auf Jehova. Er allein bietet in dieser Welt Schutz und Sicherheit. Doch wie genießen eigentlich Jehovas Zeugen den Schutz Jehovas? Die Wachtturmschreiber erklären das so:
Salomo sagte in Sprüche 13:10: "Der Name Jehovas ist ein starker Turm. Der Gerechte läuft hinein und wird beschützt ."
WER ist nun dieser Gerechte, den Jehova beschützt? Die Wachtturmschreiber sind der Meinung :
"Wer beständig Gerechtigkeit pflegt, wer täglich die Maßstäbe der Gerechtigkeit und Ehrlichkeit erfüllt, ungerechten Gewinn verwirft, sich nicht durch Betrügereien bereichert. Kinos, Fernsehen und Festlichkeiten mit Vorbehalt in Anspruch nimmt und genießt".
WAS aber geschieht, wenn dieser gerechte kleine Versammlungsverkündiger das nicht täglich beachtet?
Dann hat er Pech. Dann fällt er in Ungnade. Dann ist er ein Übertreter und Übeltäter.
Doch halt, wir müssen hier noch eine Aufteilung vornehmen.
Wir müssen nämlich unterscheiden zwischen dem Übeltäter, der auf sein eigenes Wohl bedacht ist und zwischen dem Übeltäter, der für die WT-Gesellschaft Übles tat.
FÜR die Gesellschaft darf man Unrecht tun.
"Man darf vorsätzlich betrügen, Geld schmuggeln, Obrigkeiten und Polizei belügen. Mit gefälschten Ausweisen herumreisen. Und sogar zur Tarnung abstreiten, daß man ein Zeuge Jehovas ist, ja sogar Zigarren und Zigaretten rauchen.
OB Jehova solche Zeugen wirklich beschützt?
Musterbeispiele
AN Musterbeispielen mangelt es der WT-Gesellschaft wirklich nicht.
1. Beispiel
Bruder Z. las in seinem Auto gerade den Wachtturm, als ihn plötzlich jemand an den Hals packte. Er betete schnell inbrünstig zu Jehova. Der Angreifer wurde auf einmal bewegungslos, und sein Griff lockerte sich, Br. Z. setzte seinen Motor in Gang, verabschiedete sich und ließ den Mann, der wie eine Statue mitten auf der Straße stand, hinter sich.
2. Beispiel
"Eine Missionarin hatte Eltern, die gegen die Missionstätigkeit ihrer Tochter waren. Der Vater drohte ihr, sie zu töten. Er bestellte Gangster, um ihr Schaden zuzufügen. Diese Missionarin schreibt: "Jehova beschützte mich, so daß ich nicht in ihre Hände fiel."
WIE auch immer solche Vorfälle anfangen bzw. ausgehen, ob sie der Wahrheit entsprechen oder an den Haaren herbeigezogen sind, damit betört die Wachtturm-Gesellschaft ihre Leser.

ZUM selben Atemzug verschweigt sie ihren Lesern aber auch, wie sich hohe Betheldiener von Polizei und Geheimdienst beschützen lassen und statt bei Kongressen, wie alle einfachen Zeugen in Massenquartieren zu schlafen, in Hotels und weichen Betten übernachten. Während der Kongreßzeit stehen diese Wachtturmfürsten ständig mit dem Polizeipräsidium in Verbindung. Ein Anruf genügt, und die Polizei ist da.
SO sieht der Schutz Jehovas für diese Herren aus.
DAS IST DIE WAHRHEIT !

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG 17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DEN WACHTTURM NUMMER 7 UND 8/APRIL 1982
STUDIENARTIKEL
"Kinder in einer unruhigen Welt zu glücklichen Menschen erziehen"
ES ist einfach nicht wahr, daß die ganze Welt nur unruhig ist, und man nur in der WT-Organisation glücklich werden kann, wie hier unterstellt wird. In vielen Ländern der Welt gehen die Menschen in Frieden und Ruhe ihrer Arbeit nach. Viele sind jenseits von WT-Erziehung in Familie, Ehe, Arbeit und Leben glücklicher als Hunderttausende unter dem Stress des "Ansporns" der WTG, der viele in Wahrheit todunglücklich macht. Die Organisation ist in Unruhe wie nie zuvor. Brennen in ihr doch seit 1975 die symbolischen Scheiterhaufen wie nie zuvor, wie die Scheiterhaufenszenen der Kongreßdramen 1981 "Hüte dich vor rebellischen Reden" beweisen! So ist schon das WT-Thema Verzerrung der Wirklichkeit und damit Irreführung.

SCHEINBARE Nebenbemerkungen offenbaren den Hauptzweck dieser Thematik: "…den nachfolgenden Generationen wunderbare Wahrheiten übermitteln" (Abs. 4). Das bedeutet im Klartext, es geht darum, eine neue junge Generation zu gewinnen. Es ging der WTG niemals darum, in erster Linie glückliche Menschen zu erziehen. Sie will in erster Linie Verkündiger haben, die das allzu oft nur unter der Bedingung größten persönlichen und familiären Unglücks sein können. Es geht wirklich nur darum, über dieses attraktive Thema eine neue junge Generation zu locken. Denn der ganze Artikel gipfelt schließlich darin, sich schon als Kind oder Jugendlicher dem "Zeugniswerk" anzuschließen und als höchste Bildung das WT-Studium zu betrachten. Wobei das letzte Wort, wie immer schon, "von der Organisation" kommt. "Das ist es, worauf es ankommt…" (Abs. 19/20). ALLES in allem ein Mißbrauch einiger allgemeiner biblischer Erziehungsgrundsätze, um jetzt nach 1975 die neue Generation zu gewinnen. Denn glücklich sind Milliarden Menschen auch ohne den WT. Es ist unehrlich, wie der WT da Aufmerksamkeit erheischt und lockt. Es sind Halbwahrheiten und damit Täuschungen. Der nächste Artikel macht den wahren Zweck dieses Themas noch etwas deutlicher.

STUDIENARTIKEL
"Eine glückliche Jugend in einer verderbten Welt"
JEDER weiß doch aus eigener Erfahrung, daß die ganze Welt nicht nur verderbt und schlecht ist. Das sind immer nur bestimmte Bereiche. Die Verbrecherszene, die Unterwelt, Terror-, Unterdrückungs- und Ausbeutungsbereiche usw. Die sozialen, caritativen, diakonischen Bereiche, die Bereiche der Rechtsstaatlichkeit, der Gesetze für Ordnung und Sicherheit, den Fürsorgebereich und vieles andere kann man so niemals bezeichnen. Das wäre Verleumdung und Schmähung, die den Christen verboten sind. (Titus 3:1,2). Wieder also zu Beginn, wie zuvor, Verzerrung, Verfälschung, falsche Sicht, Irreführung.

DER wichtigste Satz dieser ganzen Jugendthematik ist wohl: "Die Versammlungen der Zeugen Jehovas auf der ganzen Erde sind heute besonders an jungen Menschen interessiert.." (Abs. 3). Es geht also tatsächlich bei allem jetzt weltweit um die nächste Generation. Sie kennt die bisherigen falschen Prophetien wie 1914, 1925, 1975 usw. nicht, und die Alten sind bald wieder "vergangen". So war es immer. "Besonders an jungen Menschen interessiert" zu sein, ist auch insofern unchristlich, als Gott nicht die Person anschaut, ob alt oder jung. Man stelle sich vor, wie man im Haus-zu-Haus-Dienst nun die Jugendlichen "jagt und fischt" und die Alten zwangsläufig vernachlässigt. Ja, es muß wirklich eine neue Generation her, die den WT Endzeitschwindel nicht kennt. Daß der WT dabei unverfroren "gesunden Menschenverstand" verlangt (Abs. 4), ist umwerfend, denn gerade den muß man beiseite lassen, um dem WT weiter zu folgen.

WIEDER sind schließlich die Glücksverheißungen Mittel zum Zweck der Hinführung unter die Fittiche der Organisation, mit Seitenhieben gegen Bücherlesen, Fernsehen,. Film und anderen Umgang. So gipfelt das WT-Glücksangebot folgerichtig im "Königreichssaal", in den "Studienartikeln des Wachtturm", in der "Theokratischen Predigtdienstschule", im "Bibelleseprogramm" der WTG und im "Pionierdienst" sogar in den Schulferien, in denen die Kinder eigentlich geistig entspannen sollen und müssen. Das höchste zeitliche Maß sind Ziele für 5 Jahre, "falls das Ende bis dahin noch nicht gekommen ist" (Abs. 16)! Wobei die Wachtturmerklärungen natürlich für das Wort Gottes der Maßstab sind (Abs. 14). Müßte es nicht umgekehrt sein? -

WACHTTURM NUMMER 8/APRIL 1982
EINLEITENDER NEBENARTIKEL
"Das 'Ende der Welt' ein Grund zur Hoffnung"
ES genügen drei grundsätzliche Feststellungen :
1. "… das 'gegenwärtige böse System'. Es läßt sich nicht verbessern. Daher muß es verschwinden" (S.6). So? - Natürlich läßt es sich vielfach verbessern. Siehe z.B. in der DDR das Wohnungsbauprogramm, wodurch auch viele ZJ ihre sozialen Verhältnisse verbessert bekamen! Politisch haben wir in diesem Punkt wieder die religiös aufgesogene feindliche WT-Beeinflussung gegen soziales Engagement des Christen vor uns.
2. "Jehovas Zeugen sind ganz und gar keine 'Weltuntergangspropheten', sondern verkünden … Gottes Königreich" (S.7) So? Natürlich macht der WT alle ZJ auch zu Weltuntergangspropheten, zu falschen sogar, 'wie 1914, 1925, 1945 und 1975 wieder erwiesen wurde!
3. "Das 'Ende der Welt' ist tatsächlich kein Grund zur Furcht, sondern… zur Hoffnung… neues System." (S. 7) So? Natürlich soll das auch gefürchtet werden, da es doch auch unausweichliche Vernichtungen geben soll, und Hoffnung nur für die WTG-Hörigen! Wird nicht gepredigt, daß es furchtbar sei, im WT-Harmagedon in die Hände Gottes zu fallen? Natürlich!

MIT diesen drei WT-Halbwahrheiten ist die WT-Einleitung schon unehrlich. Und der Verkündiger dessen muß mit gespaltener Zunge und Denkweise reden und wird daran gewöhnt oder verführt, es anders zu sagen als zu meinen oder umgekehrt und es mit Ehrlichkeit und Wahrheit nicht mehr genau zu nehmen, die Hauptbedingung für den verlangten "Glauben an die siegreiche Organisation".

STUDIENARTIKEL
"Friede und Sicherheit - dann plötzliche Vernichtung"
und
"Bleibe wachsam und besonnen
"DIE Kernfrage! Die nach 1975 fällige Umdeutung von 1. Thess, 5:3 über "Friede und Sicherheit". Man muß die früheren WT-Prophezeiungen dazu keinen. Womit sich die anschließenden WT-Wachsamkeitsrufe wieder als Mißbrauch edelster christlicher Anliegen für übelste falsche Prophetie erweisen.

1. Nach Schriftstudien IV S. 194 hat sich 1. Thess. 5:3 mit dem Religionsparlament Im Jahre 1893 in Chicago/USA erfüllt, "unmittelbar" vor dem Ausbruch der "großen Drangsal" (S. 224f dt.)
2. Nach dieser falschen Prophetie wurde im WT-Buch "Die neue Welt" 1942 prophezeit und verkündigt, der faschistische "König des Nordens" und der demokratische "König des Südens" werden "verschmelzen" und beide "ihr Ziel erreichen". Danach werden sie vereint gegen die ZJ vorgehen. Dann erst werden sie "Friede und Sicherheit" rufen, um "plötzlich" vernichtet zu werden. (S. 344f dt.) Dieser politische Schwachsinn wurde 1942 auf dem Höhepunkt der faschistischen Siege als "endgültige Erfüllung" der göttlichen Prophetie verkündigt. Ein WT-Schuldiener, der das 1947 in Frage stellte, wurde vom Überrest-GD bei der WTG denunziert und von WTG-Zweigdiener E. Frost im Bibelhaus Magdeburg als "Rebell gegen Jehova fertiggemacht ".
3. Mit dem WT-Buch "Die Wahrheit wird euch freimachen" wurde 1943 umkonstruiert ,in der "Nachkriegsneuordnung" werden "die Hure"' und "das Tier" das "befremdende Werk der Zeugen Jehovas" stillegen. Erst dann - die "Hure" auf dem "Tier" - werden sie rufen: "Friede und Sicherheit", um vernichtet zu werden. (S. 346f)
4. Mit dem WT-Buch "Was hat die Religion der Menschheit gebracht" wurde das 1951 antikommunistisch auf den Ost-West-Konflikt umgedeutet. Jetzt sollen sich "die verführerischen Rufe der Dame Babylon nach 'pax et securitas', Friede und Sicherheit, in 'Angstschreie Verrat' verwandeln." (S. 358)
5. 1973 wird das wieder umgemodelt und der Ost-West-Entspannungspolitik zugeordnet. (Wahrer Friede und Sicherheit, S. 88f).
UND nun 1982, sieben Jahre nach 1975, wird prophezeit, der Ruf "Friede und Sicherheit" habe gar nichts mit den bisherigen Friedensbestrebungen zu tun! Abs. 14! Reißerisch und wichtigtuerisch heißt es, das werde Ergebnis "einer außergewöhnlichen Entwicklung" und "begeisternder Ereignisse" sein, "die jetzt mit Riesenschritten auf uns zukommen"! Damit soll allen Diskussionen der Boden entzogen werden, denn das müßte man ja erst abwarten. Dafür wieder "wachsam bleiben"? Reichen fünf falsche Prophetien noch nicht? (5. Mose 18:20-22)

WACHTTURM-RELIGION IN DER ZWISCHENMENSCHLICHEN BEWÄHRUNG
Aus der Versammlung Dresden-Leuben
Ehe und Familie durch WT entzweit - Elternhaus wurde zerstört
Was ZJ-Eheprozesse vor Gerichten in der BRD aussagen
- 1. Briefbericht -
Warum dies unterbreitet wird
ZJ zu sein ist keine Privatangelegenheit. Es ist gemäß WT Auftrag an Familienangehörige, Verwandte, Nachbarn, Mitmenschen und gesellschaftliche Öffentlichkeit, ein Auftrag über die eigenen Kreise hinaus an "alle übrigen Menschen" (WT 1.1. 1982, S. 30, Abs. 21). Was unter den ZJ vorgeht, was einen bei den ZJ u.U. erwartet - darüber informiert zu sein, ist also für alle, die angesprochen werden, von unverzichtbarem Interesse. "Denn wer unter euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst hin und berechnet die Kosten?" (Luk. 14:28) Sodann sind die Dinge, die hier unterbreitet werden, längst "in aller Munde", wo es sich zugetragen hat und zuträgt. Bis hin zum Gericht. Da in unserer fraglichen Angelegenheit der WT-Intoleranz zufolge die Würfel nun gefallen sind, ist es an der Zeit. die christliche "Berechnung" nach Luk . 14:28 nachzuholen im Interesse derer, die vom WT weiter zum Bau ihres "Turmes" angehalten sind.

DENN der WT-"Turm", an dem man auch in Dresden-Leuben baut, bringt für alle übrigen Menschen, die das nicht rechtzeitig und allseitig "zuerst berechnen", noch ganz andere Probleme mit sich, als sie hier in Dresden-Leuben unter den ZJ anstehen! In speziellen Fällen führt die WT-Psychologie und WT-Politik bis in Neurosen, Depressionen, Geistesstörungen, fahrlässige Tötung und Selbstmord, wo man sich über andere, fremde Familien in Ausnutzung ihrer Situationen hermacht, um sie zu "jagen und zu fischen".

VIELLEICHT wäre dies alles nicht unterbreitet worden. Denn "wer Liebe sucht, deckt Verfehlungen zu" (Sprüche 17:9). Da hier aber nicht in erster Linie menschliche Liebe gesucht wurde, sondern kritiklose WT-Hörigkeit und Gewissensbeugung, mußte es zum Konfliktfall werden und "in aller Munde" geraten. Dann die Organisation duldet es nicht, daß ein Interessierter zuerst "die Kosten berechnet "also echt das Für und Wider überprüft. Beharrt er auf seinen kritischen Fragen und ist mit der Verweigerung oder Umgehung der Antworten nicht zufrieden, beugt er sich also nicht unkritisch, dann wird er in rechthaberischer WT-Glaubensintoleranz am Ende unweigerlich religiös, moralisch und auch politisch verketzert, verleumdet und verteufelt. Auch in diesem Fall wurde es WT-hörig hingetrieben bis zu Beleidigung, politischer' Schmähung und WT-gemäßem Haß, in krassester Mißachtung solcher christlichen Gebote wie Titus 3:2.

Wir haben hier einen Präzedenzfall
WAS wir hier vor uns haben, ist ein Präzedenzfall dafür, wie es kommen muß, wenn sich ZJ im WT-Geist über eine Familie hermachen und einen Teil davon erst "gefischt" haben. Wo also erst ein Teil "angebissen" hat, der andere aber zuerst diesen "Turmbau" in seinem Für und Wider christlich "berechnen" will. Immerhin hat eine WT-Gefolgschaft doch allerhand Konsequenzen in gewissensmäßiger Hinsicht, vom harmlosen Geburtstag und Weihnachten, über Verwandtschaftsbeziehungen, berufliche Tätigkeit bis zur Wahrnehmung staatsbürgerlicher Pflicht und Verantwortung. Aber selbst einem Interessierten wird von der Organisation diese Freiheit, das Für und Wider des WT echt zu prüfen, nicht eingeräumt. Mit Argusaugen sorgen sie dafür, daß Material, das wider sie spricht, nicht zur Diskussion kommt. Wenn man schon ein gewisses Verständnis dafür haben kann, daß sie einem ZJ verweigert und verbietet, das Wider zu erörtern, und ihn deswegen als "Rebell" verteufelt - er hat sich immerhin zuvor der Organisation kritiklos verschrieben, jemand, der sich erst anschließen soll, muß das Für und auch das Wider erörtern können. Doch wohl wissend, daß sie als lehruntreu, als keineswegs unpolitisch (WT S. 2) und damit nach 5. Mose 18:20-22 auch als ein "falscher Prophet" erweisbar ist, kann sie nirgends in ihren Gruppen eine freie Diskussion auch dessen, was wider sie zeugt, dulden oder zulassen.

ES ist also ein beispielhafter oder typischer Fall dafür, wie durch die Organisation Ehen und Familien, in die die WTG erst zum Teil eindringt, zerrüttet und zerstört werden.
ES ist schließlich ein Fall von konsequentem WT-Fanatismus, wie ihn konsequente WT-Befolgung hervorbringen muß. Von noch "jungen" ZJ, die erst kürzere Zeit "dabei sind", wird das in der Regel so durchgezogen. Die Organisation tut natürlich jederzeit alles, um sich solche "erste Liebe" und ihre "Blindheit" zu erhalten. Erwachsen daraus doch immer mal wieder nötige "Märtyrer" für diese oder jene Lehre, die es an den Mann zu bringen gilt. z.B. die Obrigkeitsirrlehre von 1929 bis 1962. Nur, die da unter diesem WT-"Turm" tatsächlich alt geworden sind, weil sie keinen Ausweg sahen oder siel'' nichts anderes mehr zutrauten, haben langst herausgefunden, wie man den "Baum" der Konsequenzer der WT-Gefolgschaft gut "auf zwei Schultern" tragen kann, um sich persönlich dieses oder jenes zu ersparen. Von der WTG als "kleines Übel" hingenommen. Hier jedoch war und ist noch der blinde Eifer "erster WT-Liebe", die ihren Mißbrauch noch nicht erfahren hat, sie aber mit Sicherheit erfahren wird. Noch dominieren jedoch WT-gemäße religiöse Intoleranz, WT-gemäßer Haß (WT 15.3.1980, S.4) bedenkenlos als Gottes Haß gepredigt.

Mit Lügen, "theokratische Kriegslist" genannt, fing es an
ES war 1973, als die Organisation dem WT-Weltendetermin 1975 entgegenfieberte. Da übergab Br. Werner W. (Erzgebirge) seiner Schw. Ilse W., Dresden-Leuben, eine Bibel, um mit ihr im WT-Sinne in diese Dresdener Familie einzudringen. Am Ende war sie hoffnungslos zerstört.
WIE DAS VOR SICH GING -
LEST DEN 2. BRIEFBERICHT!

DIE NEUE ATOMKRIEGS-HARMAGEDON-VERKÜNDIGUNG DER WTG IM GERICHT DER WELTKONFERENZ
"RELIGIÖSE VERTRETER FÜR DIE RETTUNG DER HEILIGEN GABE DES LEBENS
VOR EINER NUKLEAREN KATASTROPHE" - MOSKAU 1982 -
LEST DEN SONDERDIENST UND DIE WEITEREN CV-AUSGABEN - ES GEHT DIE WTG UND ZJ AN.

"Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos
Konto-Nr.: 4564-30-1952, Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe

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Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV Sonderdienst Nr. 5 August 1982

Ein ernsthaftes Problem hatte die sowjetische Politik, Anfang der 1980er Jahre in der Tat. Die USA hatten die Gangart im Wettrüsten zwischen Ost und West erheblich verschärft, mit der auch ausgesprochenen Zielstellung, den Osten dabei totzurüsten.
Rückblickend hat man festzustellen: Die Rechnung ist aufgegangen. Zwar bemühten sich die Sowjets, soweit es die blanke Militärtechnik anbelangte, mitzuhalten. Aber dafür wurde ein hoher Preis fällig. Das verfügbare Nationaleinkommen wurde durch diese Zusatzkosten über Gebühr strapaziert. Eine Folge davon, die Sowjets lieferten lebensnotwendige Rohstoffe, wie Erdöl beispielsweise, nur noch begrenzt und zu erhöhten Weltmarktpreisen an Länder wie die DDR. Das wiederum bewirkte sonderbare Konstellationen. So etwa den vom CSU-Politiker Franz-Josef Strauß maßgeblich eingefädelten Milliardenkredit an die DDR.

Kredite sind eine feine Sache, wenn man sie erhält (zumindest anfangs). Der Katzenjammer kommt aber bestimmt, dann wenn ihre Tilgung fällig wird. Der Zusammenbruch auch der DDR, ein knappes Jahrzehnt später, ist letzendlich eine indirekte Folgewirkung dieses von den USA angeheizten Wettrüstens. Insofern ist das Kalkül der USA, den Ostblock betreffend aufgegangen.

Siege verdrängen offenbar aber auch zurückhaltendere Überlegungen. Ob das Kalkül der USA ihr Hätschelkind Israel als Pfahl im Fleische der Araber von vorne und hinten nur Zucker in den Allerwertetesten zu blasen, auf Dauer eine weise Entscheidung ist, wird man zumindest nach dem 11. 9. 1981 ansatzweise kritisch sehen können. Wer das allerdings nicht kritisch sieht, dass sind offenbar die herrschenden Kreise in den USA. Und so nehmen sie es denn auch in Kauf, immer breitere islamische Kreise sich zu Feinden zu machen. Den Ostblock haben die USA besiegt. Wer beim überqueren des neuerlichen Halys namens Irak der langfristige Sieger sein wird. Das steht wohl noch in den Sternen. Trotz eines bereits erfolgreichen Krieges der USA gegen den Ostblock. Hitler hatte auch mal seine großen Tage. Etwa wie er bei der Nachricht von der Besetzung von Paris einen Feixtanz veranstaltete. Später, als er halbe Kinder mit zitternden Händen noch im Jahre 1945 mit Orden behängte, hatte er sie offenbar nicht mehr.

Kehren wir zu den 1980er Jahren zurück. Auf der Suche nach Hilfe, entdeckten die Sowjets sogar ihre eigene russische-orthodoxe Kirche wieder. Wahrlich nicht aus Freude, eher aus Not. Ihr war es nun vorbehalten eigene internationale Konferenzen mit kirchlichen Kreisen aus anderen Staaten zu veranstalten, in der Hoffnung, damit einen Multiplikatoreffekt zu erzielen. Und sogar der CV war es dabei möglich, sozusagen die "diplomatische Bühne" zu betreten; was ihr eigens einen sogenannten "Sonderdienst Nr. 5" wert war. Ergänzendes dazu kann man auch entnehmen aus der "Geschichte der Zeugen Jehovas. Mit Schwerpunkt der deutschen Geschichte" S. 499f.

CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD. GERA/THÜR. DDR

GERA SONDERDIENST NR. 5 AUGUST 1982

RELIGIÖSE WELTFRIEDENSKONFERENZ
AUCH ATOMKRIEGS-HARMAGEDON-YERKÜNDIGUNG DER WTG VON 1981 IM GERICHT
Die Pflicht der Prediger aller Religionen
IM Mai 1982 fand auf Einladung der Russisch-Orthodoxen Kirche in Moskau eine Konferenz von Vertretern aller Weltreligionen statt "FÜR DIE RETTUNG DER HEILIGEN GABE DES LEBENS VOR EINER NUKLEAREN KATASTROPHE". Das Anliegen: Die Gefahr eines atomaren 3. Weltkrieges, wie sie mit dem Wettrüsten der US-Politik eines Kernwaffen-Erstschlages und begrenzten Atomkrieges in Europa sichtbar wird.

PATRIARCH PIMEN einleitend: "Es ist ganz natürlich, daß das Bewußtsein einer gemeinsamen Gefahr" zusammenführt. Ist das "moralische Bedürfnis nach Frieden und Gerechtigkeit" doch "spirituelle Grundlage" aller Religionen. "Mit Recht können wir die Politik, die mit einem Krieg droht, als unmoralisch erklären", und "wir wissen auch, daß das Bewußtsein der Unabwendbarkeit einer nuklearen Vernichtung den Willen des Menschen zum Kampf gegen das Übel des Militarismus schwächt und die moralischen Grundlagen der menschlichen Gesellschaft nicht weniger schwanken laßt, als das viele Kriege in der Vergangenheit getan haben". Es ist "die Pflicht der Prediger aller Religionen", das moralische Verantwortungsbewußtsein zu wecken und zu stärken. Womit wir zur WTG kommen. Was tut sie?

Auch sie predigt die Unabwendbarkeit
1889, 1914, 1925, 1945 und 1975 haben das WT-Harmagedon als falsche Prophetie erwiesen. So mußte eine weitere Neuauslegung kommen: Erwachet 8.9.1981! Der jetzige hintergründige Zweck: Auch wir sollen als Christen nichts gegen die US-Hochrüstung zur Weltmacht Nr. 1 tun, Pläne mit nuklearen Erstschlägen, wo die USA das für nötig halten. In Neuauslegung von Daniel 11 übernimmt die WTG CIA-Thesen über den Beginn dieses atomaren Infernos infolge angeblicher sowjetischer "Bedrohung amerikanischer Interessen". ERWACHET:

DER 3. Weltkrieg als Auftakt von Harmagedon kann von Menschen nicht verhindert werden, ist durch Menschenhand unabwendbar. Menschen können das nicht aufhalten oder stoppen, nur Gott allein zu seiner "bestimmten Zeit", damit die Erde "nicht völlig vernichtet" werde. ALLE menschlichen Friedensbewegungen sind daher vergeblich.

DA Harmagedon Falschprophetie ist, bleibt als reale Wirkung, "das Bewußtsein der Unabwendbarkeit einer nuklearen Vernichtung", und "den Willen der Menschen zum Kampf" dagegen "zu schwächen" (Pimen). Das ist unbestreitbar.

Vor das Friedensforum damit'
ANGESICHTS der WT-Falschprophetie jetzt im Sinne der Unabwendbarkeit eines 3. Weltkrieges und der bleibenden christlichen Pflicht, "nach Frieden zu trachten mit jedermann" (Hebr. 12:14) wurde diese WT-Kriegspropaganda von der Weltkonferenz in Moskau aus der Öffentlichkeit mit folgendem Dokument zur Kenntnis gebracht:

CHRISTEN MÜSSEN FRIEDENSSTIFTER SEIN GEGEN DIE VERBREITUNG VON KRIEGS- UND UNTERGANGSPSYCHOSE

DER BEITRAG DER STUDIENGRUPPE "CHRISTLICHE VERANTWORTUNG"
ZUR WELTKONFERENZ "RELIGIÖSE VERTRETER FÜR DIE RETTUNG DER HEILIGEN GABE DES LEBENS
VOR EINER NUKLEAREN KATASTROPHE MOSKAU 10. BIS 14. MAI 1982
CHRISTEN müssen Friedensstifter sein. Matth. 5:9. Die Einberufung dieser Weltkonferenz ist darum eine Großtat christlichen Friedensstiftens, Friedensdienstes. "Soviel an euch liegt, lebt mit allen Menschen in Frieden". Rö. 12:18. Christen müssen sich darum allen anderen Menschen zuwenden, um mit ihnen in Frieden zu leben, d.h. mit ihnen Frieden zu bewahren und Gefahren für die heilige Gabe des Lebens aller abzuwenden. Die Einberufung dieser Weltkonferenz ist darum auch ein großer Schritt in der Verwirklichung dieses christlichen Friedensauftrages unter allen Menschen .Diese Weltkonferenz verdient darum die Zuwendung aller religiösen Kräfte und ihrer Vertreter, denen Frieden schaffen und erhalten und Leben zu retten und zu bewahren oberste Glaubensgrundsätze sind.

DIE Studiengruppe Christliche Verantwortung in ihrer Situation an einer Nahtstelle der heutigen auch an Gläubigen nicht vorbeigehenden Auseinandersetzungen, speziell befaßt mit einem weltweiten Mißbrauch des Glaubens von Menschen, die durch die "wachsende Weltkrise" ihren traditionellen religiösen, und sozialen Halt verlieren und zur Verbreitung von Kriegs-und Untergangspsychose unter allen Gläubigen benutzt werden, unterstützt voll und ganz das Anliegen dieser Weltkonferenz. Es gibt für niemanden einen christlichen Grund, sich zu verweigern, wo die Hand ausgestreckt wird, um "den. Frieden zu suchen". 1. Petr. 3:11. Noch viel weniger gibt es einen christlichen Grund, eine zum Frieden ausgestreckte Hand schmähend zurückzuweisen. Tit. 3:2, Diese Weltkonferenz ist eine großartige Initiative, aufeinander zu hören, miteinander zu sprechen und einander zu verstehen, um die Kriegs- und Untergangsgefahren abwenden zu helfen, die uns alle bedrohen, mit anderen Worten, "nach Frieden zu trachten mit jedermann". Hebr. 12:14.

IM Interesse der Rettung der heiligen Gabe des Lebens heute ist es unerläßlich, zu zeigen, worin diese Bedrohungen bestehen, wie es diese Weltkonferenz zur Aufgabe hat. Zur Vorbeugung einer Atomkatastrophe gehört auch die Aufdeckung und Zurückweisung aller Kriegs- und Untergangspsychosen, die Willen und Kraft zerstören, "nach Frieden zu trachten mit jedermann", die Krieg und Untergang als unvermeidlich hinstellen.

EINE Hauptinstitution, die das unter Mißbrauch des christlichen Glaubens weltweit tut, ist der internationale religiöse Medienkonzern "Wachtturm-, Bibel- und Traktat-Gesellschaft" in Brooklyn, New York, USA, die leitende Körperschaft der Organisation der sog. Zeugen Jehovas, die inzwischen weltweit eine beachtliche religiöse Macht darstellt. In über 200 Ländern und über 100 Sprachen, über neue Weltzentren in Westeuropa, in Lateinamerika, Südafrika, Japan u.a. unter Gläubigen aller Religionen. Diese "Wachtturm-Verkündigung" in ständig neuem Mißbrauch eschatologischer Aussagen der Bibel ist nicht nur "falsche Prophetie" mit ihren katastrophalen psychischen, familiären und sozialen Folgen für Millionen Betroffene. Dialog und Verständigung mit Andersdenkenden und Andersglaubenden werden durch Intoleranz, Verteufelung und Konfrontation unmöglich gemacht. Engagement Gläubiger für die Verbesserung sozialer Zustände und für soziale Gerechtigkeit, für Abrüstung und Frieden unter den Nationen werden behindert und gelähmt und die Menschen darin verfeindet. Wer unter den Gläubigen den "kalten Krieg gegen rote Regime" einstellt und "um Frieden mit dem Kommunismus bemüht ist", um gemäß dem Evangelium der Bibel "mit allen Menschen in Frieden zu leben", wird diffamiert und geschmäht, namentlich katholische und orthodoxe Christen. In jüngster Zeit wird von diesem Medienkonzern gleichlaufend mit der NATO-Hochrüstung und der US-Drohung mit Nuklearkrieg und Ersteinsatz von Atomwaffen im Namen

Gottes ähnlich wie in den 50er Jahren eine erneute eschatologisch verbrämte Atomkriegspsychose verbreitet. Die Menschen würden ihre Vernichtungswaffen unabwendbar "gegeneinander kehren". Eine nukleare Katastrophe könne darum von Menschen nicht verhindert werden. Jeder Einsatz dafür sei zwecklos. Dabei wird von den realen Kriegsursachen abgelenkt durch verfälschende technizistische Theorien, "die Technik treibt die Welt in den Krieg".

IN der Frage der Friedensschaffung und der Aufgaben religiöser Kräfte bei der Vorbeugung einer Atomkatastrophe ist es unerläßlich, auch jene Kräfte zurückzuweisen, die vor allem die Gläubigen an die Politik gewöhnen wollen, daß der Krieg unvermeidlich und der Kampf gegen- die Kriegsgefahr zwecklos und vergebens sei. Der "Wachtturm"-Medienkonzern der sog. Zeugen Jehovas ist eine der größten Organisationen, die das mit Massenpublikationen in Mißbrauch des christlichen Glaubens in vielen Ländern der Erde betreibt. Bei der Mobilisierung aller religiösen Kräfte zur Rettung der heiligen Gabe des Lebens vor einer nuklearen Katastrophe kann auch das nicht unwidersprochen bleiben. Es ist unser Anliegen, auch hierauf die Aufmerksamkeit zu lenken. Es muß alles getan werden, daß die Gläubigen überall ihre Mitverantwortung für die Schaffung und Erhaltung des Friedens erkennen und wahrnehmen können. Alle zusammen sind wir eine große Kraft des Friedens.

CHRISTEN müssen "auf das bedacht sein, was zum Frieden und zu gegenseitiger Erbauung dient" Rö. 14:19. Sie müssen folglich allem widerstehen, was zum Krieg und zur Zerstörung führt, wollen sie unter den Menschen glaubhaft sein. So müssen sie sich engagieren. Der von dieser Weltkonferenz ausgehende Ruf, die von dieser Weltkonferenz ausgestreckte Hand müssen die ganzherzige Unterstützung aller religiösen Kräfte finden, wie groß oder klein sie auch sind, aller gläubigen Menschen. Denn wir sind alle bedroht. Mit unserem Beitrag in christlicher Verantwortung und "unverletztem Gewissen vor Gott und den Menschen" (Apg. 24:16) stimmen wir in diesen Ruf ein. Wem "Frieden mit jedermann" das höchste Anliegen ist, kann das tun. -

CV Mai 1982

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Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 158
Ziemlich breit ausgewalzt, über mehrere CV-Ausgaben, so auch in dieser, ein Erlebnisbericht aus dem Bezirk Dresden. Man muss vor lauter CV-Kommentiererei schon genau hinschauen, um was es denn da geht. Und dazu gehört wohl auch dies, gegebenenfalls auch "zwischen den Zeilen" zu lesen. Danach ergibt sich wohl der Sachverhalt, dass die Zeugen in die Familie eines mittleren DDR-Funktionärs werbend "eingebrochen" sind, familiäre Bindungen nutzend.
Der bereits Zeuge hatte eine leibliche Schwester, die ihrerseits wieder mit dem mutmaßlichen Funktionär verheiratet ist. Der Zeuge hat "Glück" und kann seine Schwester nebst Nichte, für den Zeugenglauben interessieren. Der Mann hingegen blieb ablehnend. Es kam, wie es kommen musste, weil Schwester und Nichte auf den Zeugenweg einschlugen, der Mann sich aber keinesfalls dazu bereit finden konnte, geriet die Ehe in ernsthafte Kollision.
Die Zeugen, letztendlich als Ehezerstörer - so der Tenor der Ausführungen. Wie gesagt, breit ausgewalzt. Auch wenn letzteres der Fall ist, verdient die Substanz dieser Entwicklung, in der Tat eine kritische Bewertung. Ähnliches passierte und passiert auch andernorts, und keineswegs "nur" in Familien, wo der Mann vielleicht ein Regimetreuer Funktionär ist.


CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR

NR. 158 GERA SEPTEMBER 1982

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
- Das ist Brooklyn noch nie widerfahren -
GLEICHE KAPPEN FÜR UNGLEICHE BRÜDER- ein christliches Streitgespräch
AUS DER VERSAMMLUNG - FÜR DIE VERSAMMLUNG
An eine Versammlung im Bezirk Karl-Marx-Stadt (IV)
OFFENES WORT AN EINIGE CV-KRITIKER
Antworten an jene, die sich an Zitaten aus dem ND stoßen

VERWEIGERUNG VON BLUTTRANSFUSION IST TOTSCHLAG
Für weiteres WT-Blutkultverbrechen eine Freiheitsstrafe von 14 Jahren
Als Totschlag abgeurteilt
Cagliari, 11, März (rtr).
EIN Gericht auf Sardinien (Italien) hat ein Ehepaar, das Mitglied der Zeugen Jehovas ist, wegen Totschlags zu vierzehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Die Strafe wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt«
DAS Ehepaar hatte sich im März 1980 geweigert, bei seiner zwei Jahre alten Tochter eine lebensrettende Bluttransfusion vornehmen zu lassen. Das Kind, das an einer schweren Blutkrankheit litt, war im Juli desselben Jahres verstorben. (FAZ 12.3.1982)

Was die Schrift sagt
"KEINER von euch möge als Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder auch nur deshalb leiden, weil er unbefugt in fremde Angelegenheiten (oder Rechte) eingegriffen hat". 1. Petr. 4:15 Menge.
IM Grunde genommen ist die Handlungsweise jener WT-hörigen Eltern indirekter, unbarmherziger Mord. Denn mit ihrer Entscheidung haben sie das Kind wissentlich in den Tod geschickt. Des weiteren liegt in diesen Fällen ein unbefugter Eingriff in andere Rechte. Denn Eltern haben laut Verfassung eines jeden Landes lediglich, das Erziehungs- und Sorgerecht an ihren Kindern, aber kein Recht über Leben und Tod des Kindes! Sie haben kein Recht, sie in den Tod zu schicken! Kinder sind keine Haustiere, die man, selbst aufgestellter Regel, gegebenenfalls erschlagen kann. Woher nehmen ZJ-Eltern dieses Todesrecht über ihre Kinder? Natürlich haben sie das nicht selbst erfunden. Das hat ihnen die WTG eingeredet!

Ein verbrecherischer Schriftmißbrauch durch die WTG!
DIE WTG hat dieses Blutdogma 1945 erfunden. (Babylon-Buch S. 544, WT 1.7.45) Vorher gab es das nicht. In der Hauptsache wird dazu Apg. 15:29 entstellt und mißbraucht, wo verlangt wird, sich u.a. von Götzenopferfleisch und Blutgenuß fernzuhalten.

DER verbrecherische Charakter der WTG-Auslegung dieser Schriftstelle besteht in folgenden Hauptpunkten:
1.
IN die Schriftstelle wird ein Sinn hineingeschoben, nämlich es sei auch Menschenblut gemeint, der nicht drin liegt. Es ist von Tierblut die Rede.
2.
WEDER beim Essen von Götzenopferfleisch noch von Tierblut noch bei der erwähnten Hurerei hat der Apostel als mögliche Konsequenzen den physischen Tod einkalkuliert noch angedroht, den jeder ZJ selbst jetzt einkalkulieren muß und für seine Kinder gegebenenfalls verhängen muß.
3.
DIE WTG ist sich der Verfälschung von Sinn und Inhalt der genannten Schriftstelle bewußt! In beiden maßgeblichen Blutkult-Broschüren, "Blut, Medizin und das Gesetz Gottes" (1961) und "Jehovas Zeugen und die Blutfrage" (1977) wird genau die Schriftstelle unterschlagen, mit der das Verbot von Apg. 15:29 wieder aufgehoben wird: 1. Kor. 10;23-30! Aber auch hier ist natürlich vom Apostel die Frage Menschenblut überhaupt nicht gestellt oder auch nur im Sinn !
4.
SCHLIESSLICH lautet der schriftgemäße christliche Grundsatz in Fragen, die da irgend auftauchen mögen; "Nicht über das hinaus, was geschrieben steht"! l. Kor. 4:6. Ist in Apg. 15:29 von Bluttransfusion die Rede? Nein ! Das kannte man damals überhaupt noch nicht ! Hatte der Apostel bei seiner Weisung Bluttransfusion mit ihren tödlichen Konsequenzen, wenn sie jemand verhindert, im Sinn? Nein! Damit geht die WTG über das hinaus, was geschrieben steht und ist des Lehrverbrechens schuldig!
Die Totschläger in Brooklyn werden nicht entrinnen!
AUCH ihr Prozeß kommt ! Er wird schonvorbereitet!
AUCH der SS-Mörder Adolf Eichmann hat nie einen Juden persönlich im KZ totgeschlagen. Er hat das vom Schreibtisch aus dirigiert, es andere machen lassen. Es hat Jahre gedauert, bis er aufgespürt wurde, und er in Israel seiner gerechten Strafe zugeführt wurde!

NOCH verschanzen sie sich in Brooklyn erfolgreich hinter ihrer Bibelauslegung im Namen der Religionsfreiheit. Noch "begehen" sie im Namen ihrer Religion "Mord und Totschlag". Aber die Axt ist schon an die Wurzel dieser WT-Lehrverbrechen gelegt! Es stehen Ankläger und Richter auf, die diese Wachtturm-Totschlägerei beim Namen nennen werden ! Tragisch wird es dann für alle und jeden werden, der sein Kind diesem verbrecherischen WT-Blutkult schriftwidrig geopfert hat. Mütter werden sich die Haare raufen und irre werden! Nur ist es für sie zu spät.

NEUE WT-Verantwortliche werden sich dann hinstellen, wie beim Fallenlassen der WTG-Obrigkeitsirrlehren 1962 und der WT-Hurerei-Irrlehren (WT 15. Mai 1978 S. 30) und werden "feststellen", daß man "nach sorgfaltiger weiterer Erwägung" und "auf Grund des Fehlens deutlicher biblischer Anweisungen" diese Blutkultlehren nicht mehr aufrechterhalten könne. In der Tat: Fehlen nicht auch in der Blutkultfrage "deutliche biblische Anweisungen"? Es fehlen nicht nur deutliche Anweisungen, es sind überhaupt keine derartigen Anweisungen in der Bibel vorhanden! In folgender tollkühnen WTG-Behauptung wird das eingestanden: "Wäre die Bluttransfusion schon zur Zeit Mose oder der Sinflut oder in den Tagen der Apostel üblich gewesen, dann wäre sie zweifellos ausdrücklich verboten worden." (Erwachet 8. Oktober 1950, S. 12 dt.) Es ist eine gotteslästerliche Anmaßung ohnegleichen, über jeden Zweifel erhaben wissen zu wollen und damit zu bestimmen, was Gott zur Zeit von Mose, der Sintflut oder der Apostel getan hätte! Auf jeden Fall beweist diese Anmaßung, daß Bluttransfusion in der Bibel nicht verboten worden ist! Die WTG geht über das, was geschrieben steht, hinaus!

Wenn es um Leben und Tod geht, hört das Spiel auf !
ES ist schlimm genug, was die WTG schon alles an haltlosen "Erfüllungen" in ihrer 100jährigen Geschichte in die Welt gesetzt hat. Wenn sie aber in ihrer "Kanal--Anmaßung", in ihrem "Gottgleichsein" also, gar Menschenopfer fordert, dann hört der Spaß wirklich auf! Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann der WTG wegen dieser Lehrverbrechen, wegen dieser Verbrechen im Namen der Religion, im Namen Gottes, der Prozeß gemacht wird!
K.O.

Zur Sache Kommentare in:
CV 7, 11, 15, 21, 34. 43, 88, 101. 104, 106. - Besonders CV 88

GLEICHE KAPPEN FÜR UNGLEICHE BRÜDER
- ein christliches Streitgespräch -
1. Artikel zum Buch "Dein Königreich komme"
ALS das Buch "Dein Königreich komme" von uns vor Wochen studiert wurde, wußten wir, daß das der neue Versuch der WTG ist, ihre Endzeit-Phantasterei um jeden Preis zu retten. Doch wir wollten diesmal nicht nur etwas zu dem Buch sagen, wir wollten mit denen sprechen, an die es gerichtet ist mit Zeugen Jehovas. Also haben wir mit den einfachen Anhängern der WTG ebenso gesprochen wie mit leitenden Brüdern. Das Ergebnis ist eine sechsteilige Folge, die wir heute mit einem Streitgespräch zwischen dem Studiengruppenleiter P. B., dar Zeugin Jehovas K. S. und dem Autor dieses Artikels F. M. beginnen:

P. B.: Wenn ich das richtig vorstanden habe, so wollt Ihr mit wir über die ersten drei Kapitel des neuen Buches sprechen, die Ihr vorbereiten und lesen solltet für die nächste Zusammenkunft?

K .S.: JA, Bruder P., Du hast uns richtig verstanden. Wir wollen vor der Zusammenkunft mit Dir sprechen, um die Unsicherheit oder den Zweifel, den wir haben, nicht in die anderen Brüder und Schwestern hineinzutragen.

P. B.: DAS ist richtig von Euch, daß. Ihr erst mich ansprecht, aber soll das heißen, daß Ihr Zweifel am inspirierten Wort Jehovas habt, welches uns sein treuer und verständiger Sklave vermittelt?

F. M.; EIN Moment, Brüder P., wir zweifeln nicht an der Wahrheit nicht an den inspirierten Worten Jehova Gottes, soweit sie der Wahrheit gemäß wiedergegeben werden. Wir zweifeln vielmehr nach den ersten drei Kapiteln sehr entschieden daran, daß die Worte im Buch "Dein Königreich komme" überhaupt noch mit dem Wort Jehovas zu tun haben, ob sie nicht vielmehr Worte von Menschen sind, die Jehova und sein inspiriertes Wort der Bibel als Aushängeschild mißbrauchen.

K. S.: JA, das ist unser Problem und bevor Du antwortest, Bruder P. möchte ich Dir sagen, daß Du genauso gut wie ich weißt, daß viele nach 1975 unsicher im Glauben geworden sind, daß viele aus der Wahrheit hinausgingen, weil sie sich betrogen fühlten. Bei keinem wurde 1975 als Grund genannt, bei einem war es die Ehe, beim anderen angeblich der Alkohol, beim dritten der Beruf. Aber bei Schwester G., die seit 40 Jahren in der Wahrheit war, wußtet Ihr keine Ausrede und habt gesagt, daß sie alt und krank und im Kopf nicht mehr richtig ist. Was wird nun, wenn sich dieses neue Buch wieder als großer Irrtum herausstellt. Deshalb haben wir Sorge.

F. M.; UND noch etwas, es hat doch keinen Zweck wie die Katze um den heißen Brei zu diskutieren. Eine lange Menschheitsgeschichte und auch alle biblischen Darstellungen beweisen, daß es diese friedliche Gemeinschaft der Menschen, wie sie auf S. 5 und 6 genannt wird, gar nicht geben kann und darf Jehova selbst sagte: "Seid fruchtbar und werdet viele und füllet die Erde und unterwerft sie (euch)…" (l. Mose 1:28)

JEHOVA sagte das, als die Menschen noch vollkommen waren, also im Zustand des Paradieses. Einen solchen Zustand soll die Erde wieder haben (in "Dein Königreich komme" wird es so beschrieben, als trete dieser Zustand sofort nach Harmagedon ein, früher sah, man das anders.) Ein Mensch aber, der sich unter paradiesischen Umständen die Erde unterwirft, muß zweifeln, weil er ja forschen und suchen muß. Wenn alle Menschen glücklich und zufrieden, ausgeglichen, gesund und ohne Sorgen sind, werden sie innerlich abstumpfen und eines Tages wie Roboter sein, weil sie ja nicht mehr denken brauchen. Sollen sie aber doch nachdenken, sich mit den Aufgaben, die ihnen dann gestellt werden, beschäftigen, so werden sie auch Zweifel haben, werden sich streiten und untereinander über Probleme diskutieren. Solch absolut glückliche Menschen, wie es die WTG vorspiegelt, kann es also gar nicht geben, sie wird es nie geben, denn abgestumpfte Menschen können auch nicht mehr glauben und Jehova Gott für seine liebende Güte verehren.

P. B.: GLAUBT bitte nicht, Ihr beiden, daß Ihr mich mit solchen Argumenten davon überzeugen könnt, daß sich der treue und verständige Sklave irrt oder daß seine Bücher Menschenwerk sind. Die Erkenntnis ist in 100 Jahren immer größer geworden. Jetzt vermögen wir vielleicht noch nicht zu erkennen, wie es in jenem neuen Königreich sein wird. Aber Jehova wird uns die richtige Einstellung und Erkenntnis dafür geben. Es hat also keinen Zweck, gleich die ersten Sätze in Zweifel zu ziehen.

K. S.: ABER Bruder P., Du widersprichst Dir doch selber. Im 1. Buch Moses wird sehr genau beschrieben, wie das Paradies war und spätere Bibelstellen weisen darauf hin, daß es wieder so sein wird mit dem Anbruch der 1000-Jahr-Herrschaft. Was also eindeutig und deutlich bereits in der Bibel steht, dazu braucht es doch nicht plötzlich noch neuer Erkenntnis. Du weichst uns einfach aus, aber wem hilft das?

P. M.: ICH möchte das, was Schwester K. gerade sagte, unterstützen. Lass mich bitte aus dem 2. u. 3. Kapitel eine Stelle nennen, die unsere Zweifel noch verstärkte. Es wird auf Seite 14 gesagt:

"NEIN, GOTT IST NICHT NUR DER VATER JESU CHRISTI, SONDERN ER WIRD SCHLIESSLICH DER VATER ALLER MENSCHEN SEIN…"
Das ist doch widersinnig. Wer an Gott glaubt, glaubt auch, daß er die Menschen erschaffen hat. Viele glauben nicht an Jehova, trotzdem sagt auch die WTG seit über 100 Jahren, die Menschen wurden von Gott erschaffen, er ist der Vater, ob sie an ihn glauben oder nicht. Wie kann sie jetzt plötzlich behaupten: "…er wird…der Vater… sein…"? Muß man da nicht durcheinanderkommen, und noch etwas; auf Seite 22 im 3. Kapitel steht: "Wenn wahrer und bleibender Friede herrschen soll, muß es für jeden Recht geben, muß wirklich Gerechtigkeit geübt werden." Bisher hieß es, daß unter der Königreichsherrschaft alle gleich sein werden, dann gäbe es ja sowieso das Problem Recht und Gerechtigkeit nicht mehr. Jetzt scheint es aber da doch große Unterschiede zu geben, sonst würden doch das Recht und die notwendige Gerechtigkeit nicht so betont.

P. B.: IHR überschüttet mich hier mit Einzeltatsachen, die ich gar nicht alle beantworten kann. Außerdem beweisen weisen doch diese einzelnen Textstellen gar nichts. Ihr müßt den Zusammenhang sehen und mit der Waffenrüstung des Glaubens an diese Dinge herangehen.

K. S.: DU lenkst schon wieder ab und gibst keine Antwort. Wir haben auch den Zusammenhang geprüft, wir haben alle genannten Bibelstellen herangezogen und den Text dreimal gelesen.

P. B.: MIT dem Ergebnis Bruder P., daß wir ein gutes Dutzend weiterer solcher widersprüchlichen Stellen entdeckt haben. 1975 hat nicht geklappt. Bitte bedeutet das, daß die WTG jetzt eine Wendung um 180o macht und ihre jahrzehntelangen Behauptungen in Frage stellt. Was wird dann aus uns einfachen Zeugen. Ihr mögt das verstehen, was die WTG sagt, dann die beamteten Brüder bekommen viel mehr Informationen und haben auch mal Gelegenheit, alte Werke der WTG zu prüfen, aber wir, hier in der DDR unter diesen Bedingungen. Wir haben das Laufende, woher soll da zusätzliches Verständnis kommen.

BRUDER P., Dein Sohn hat neulich selbst gesagt, Vati gibt uns nicht mal einen früheren WT zum Lesen. Heißt das denn, daß wir bewußt in Unwissenheit gehalten werden, daß es zweierlei Wahrheiten gibt, für unten und für oben eine.
UND eines Tages im neuen Königreich zweierlei Recht, eins für die 144 000 und eins für uns unten?

WENN ich Euch nicht als lange bewährt im Glauben kennen würde, ich könnte denken, Ihr folgt den Einflüssen Satans. Aber Jehova ist gerecht und auch das gute große Werk, das die WTG verrichtet, wird Euch Einsicht geben. Prüft noch einmal die 3 Kapitel und vermeidet, von Anfang an mit Zweifel heranzugehen. Prüft objektiv.
K. S.; ALSO sollen wir nicht gleich den Beröern oder gemäß 2. Kor. 13:5 immer wieder prüfen, ob wir im Glauben sind, obwohl Du uns so oft dazu gemahnt hast?

F. M.; UND wie soll man objektiv sein, wenn man fest im Glauben an Jehova steht?

P. B.: BITTE legt nicht jedes Wort auf die Goldwaage. Ihr wißt sicher, wie ich es meine. Wir werden nach der nächsten Zusammenkunft noch einmal darüber sprechen.
___________
EUCH, liebe Brüder und Schwestern, empfehlen wir den Rat des Bruders P. B.! Lest sehr aufmerksam Kapitel l bis 3 und schreibt uns dann, ob IHR nicht zu denselben Überlegungen wie Schwester K. S. und Bruder F. M. gekommen seid!
____________
FORTSETZUNG MIT EINEM INTERVIEW
MIT BR. W. AUS DEM BEZIRK ERFURT!

NACHDENKLICHES
Worin bestehen die Unterschiede?
DER "Swami" des "Divine Light Center" (Zentrum des göttlichen Lichtes) in der Schweiz wurde zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte eine Anhängerin zu einem Bombenanschlag auf eine Schweizer Behörde verleitet. Der Frau wurde verminderte Zurechnungsfähigkeit zuerkannt. (TV 17.1.82)

Und nun:
Mordkommissionen haben sich in der BRD und Osterreich schon damit beschäftigt. In Australien hat es Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung gegeben. Dafür, daß WT-Anhänger auf Grund des WT-Transfusionsblutkultes Selbstmord inszenierten bzw. ihre Kinder dadurch fahrlässig dem Tode preisgaben.
Wirklich:
Worin bestehen die Unterschiede?

NACHDENKLICHES
CV dereinst vor einem theokratischen Exekutionskommando
ALBERT Quzoulias schreibt über die Resistance, den französischen Widerstand, u.a.: Zuerst mußte die faschistische Ideologie widerlegt werden - eine Aufgabe, die nicht einfacher und nicht weniger gefährlich war. Der junge Philosoph Georges Politzer und der außenpolitische Redakteur der Humanite sind beide von Exekutionskommandos der SS erschossen worden.
CV entlarvt die faschistischen' Vernichtungslehren der WTG.

AUS DER VERSAMMLUNG - FÜR DIE VERSAMMLUNG
An eine Versammlung im Bezirk Karl-Marx-Stadt
Rechtfertigung eines endgültigen Bruches mit der WTG (IV)
HEUTE stellt unser Bruder fest, daß sich die WTG-Führung seit 1874 pharisäerhaft starrköpfig in den Gedanken festgebissen hat, daß 6000 Jahre vergehen müßten, zwischen einem in der Vergangenheit liegenden Ereignis und Harmagedon. Daraus ergibt sich die Frage, warum eigentlich. Jesus sagt doch ganz deutlich, daß Tag und Stunde niemand weiß, auch die Engel im Himmel nicht, nicht einmal der Sohn, sondern ganz allein der Vater. Unser Bruder fährt fort:

…WENN auch wir Menschen nicht wissen, wann 6 000 Jahre um sind, wenn wir auch nicht wissen, wieviel Zeit verstrich zwischen der Erschaffung Adams, der Erschaffung Evas, dem Ende des 6. Schöpfungstages und dem Sündenfall, so wissen doch alle diese Zeiträume die Engel und auch der Sohn.

WENN nun aus der Bibel hervorgehen würde, daß von irgendeinem dieser Ereignisse 6 000 Jahre vergehen müßten bis zum Beginn des 1000jährigen Friedensreiches, dann hätten es sich die Engel längst ausgerechnet. Doch dann würde der Ausspruch Jesu nicht der Wahrheit entsprechen. Da aber dar Ausspruch Jesu wahr ist, ist unzweideutig bewiesen, daß die ganze Endzeitberechnerei von Anfang an Unfug ist. Ich gehe sogar noch weiter und behaupte, daß diese Rechnerei Gott beleidigt, denn der Betreffende will etwas erkunden, was laut Bibel nur Gott allein weiß. Der Betreffende will schlauer werden als selbst Jesus Christus. Der Apostel Paulus kritisierte seinerzeit "superfeine Apostel". Wir haben uns heute mit "superschlauen Aposteln" auseinanderzusetzen. Doch während die Kritik an den "Superfeinen" Aufnahme in den Blättern der Bibel fand, suchen wir heute vergebens in den Publikationen der Gesellschaft nach Kritik an den "Superschlauen". Das liegt daran, daß es den Superschlauen leider gelungen ist, sämtliche Macht- und Schlüsselstellungen in der Organisation zu besetzen.

WER sich in der Vergangenheit von dem 1975-Gerede nicht irre machen ließ, und die Bibel weiterhin unvoreingenommen las, wird erkannt haben, daß die Zeit für das Ende noch gar nicht reif war. Jesus sagte, daß am Ende die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwarten der Dinge, die kommen sollen. Wer behauptet, jetzt sei diese Zeit, versündigt sich,. denn noch niemals haben die Menschen ein satteres, gleichgültigeres und behäbigeres Leben geführt als gerade jetzt. - Die Bibel sagt auch, daß am Ende zehn Männer aus den Nationen den Rockzipfel eines Juden erfassen, weil sie erkannt haben, daß Jehova mit ihnen ist. Im Gegensatz dazu gleicht unser Schattendasein eher der Beschreibung:

"Mühselig reist ihr über das Meer und über das trockene Land, um mit Mühe und Not einen Proselyten zu machen." -- Viele Zeichen, die als Beweis der Endzeit angeführt werden, sind lediglich Folgen des vergehenden privatkapitalistischen Wirtschaftssystems. Die Realitäten zeigen, daß diese "Zeichen" verschwinden, wenn das Wirtschaftssystem geändert wird. Ich denke hier besonders an Arbeitslosigkeit, Existenzangst, Rauschgiftsucht, Gewaltverbrechen, Slums um die Großstädte usw. Wenn ein Wirtschaftssystem am Ende ist, ist noch lange nicht bewiesen, daß auch die Menschheit am Ende ist. Das wird noch einige Zeit länger dauern. --

DOCH wer sich hat irre machen lassen, der wird jetzt enttäuscht sein. In den vergangenen WTs wurden Sorgen diesbezüglich laut. Es wurden Personen angesprochen, die auf Ehe und Kinder verzichteten. Es wurden Jugendliche angesprochen, die vielleicht hofften, die Sorgen dieser Welt nicht mehr kennenlernen zu müssen. Es wurden die Alten angesprochen, die hofften, nie sterben zu müssen. Doch die Schuld für alle diese enttäuschten Hoffnungen nimmt die WTG-Führung nicht auf sich. "Wer seine Entscheidungen aus tiefer Liebe zu Gott traf, bereut nichts", ist ihre Meinung.

NACHDENKLICHES
WT-Weltende nicht ernst genommen
ZWISCHEN der BRD und der UdSSR ist ein Abkommen über Erdgas geschlossen worden, das mit einer Dauer von 25 Jahren bis zum Jahre 2005 reicht! Die UdSSR liefert ab 1984 pro Jahr 10,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas an die BRD-Firma Ruhrgas. Wie viele Betriebe und Haushalte werden dann davon leben! Wollte die BRD die WT-Weltendeprophetie ernst nehmen, müßte sie diese "Menschenpläne" unterlassen. Da könnten sich die ZJ bei ihrem HzH-Dienst im Ruhrgebiet einiges anhören! (WT 1975 Abs. 19,20). Wer wagt, seinen Willen über die besorgniserregenden Entgleisungen der WTG-Führung zu äußern, liebt eben Gott nicht richtig, basta! Oder er wollte Gott nur bis zu einem bestimmten Datum dienen und "will jetzt sehen, was die alte Welt noch zu bieten hat." (Ebenda Abs. 21). Oder er ist ein Spötter, der schon vorhergesagt ist: "In den letzten Tagen werden Spötter kommen und sagen; wo ist denn die verheißene Gegenwart?"
(Ebenda Abs. 6) .

DIESE ganzen Anschuldigungen sind hier in erster Linie auf die eigenen Anhänger gerichtet, dazu geschrieben, jegliche Kritik innerhalb der WTG im Keime zu ersticken.
ABER es gehört selbstverständlich auch nicht viel Voraussicht dazu, zu erkennen, daß es von außerhalb viel Spott geben wird. Ist das dann die Erfüllung voranstehender Schriftstelle? Ich sage nein! Denn es wäre genauso, als würde ein Christ, der beim Stehlen ertappt und vor Gericht gestellt wird, sagen: "Das ist schon prophezeit, Christen müssen vor Gerichte geschleppt werden." Es ist ganz klar, daß dieser Dieb sich nicht auf derartige Prophezeiungen berufen kann; er bekommt nur das, was er verdient hat. Ebenso kann sich einer, der für 1975 das Ende prophezeit hat und nun verspottet wird, nicht auf voranstehende Bibelstelle berufen. Er bekommt ebenfalls nur das, was er verdient. hat.

VIEL zutreffender auf die jetzige Situation ist folgende Schrift stelle ; "Es waren auch falsche Apostel unter uns, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer…, die Dinge lehren, welche nichts taugen, um deretwegen der Weg der Wahrheit verlästert werden wird," In den WTG-Schriften werden diese falschen Apostel immer unter anderen Glaubensgemeinschaften gesucht. Doch andererseits werden diese Glaubensgemeinschaften nicht zu uns gezählt. Ich finde, wir könnten in diesem Punkt endlich etwas konsequenter werden. Wenn der Apostel sagt, die falschen Lehrer sind unter uns, dann suchen wir sie doch auch unter uns! Die 1975-Lehre hat jedenfalls überhaupt nichts getaugt, um ihretwillen wird nun der Name Jehovas verlästert werden…
Lest, was unser Bruder weiter schreibt, in der nächsten CV.

OFFENES WORT AN EINIGE CV-KRITIKER
Antwort an jene. die sich an Zitaten aus dem ND stoßen
Auf welchem Auge seid ihr blind?
NEHMEN wir den WT vom 15. Oktober 1981 Nr. 20, Wiesbaden zum Beispiel. Schon auf dem Titelbild zeichnet die WTG haßerfüllt eine Grafik mit einem aggressiven, zähnefletschenden "Sowjetbären". Auf der Titelinnenseite heißt es dazu lügnerisch, ja lügnerisch muß man dazu sagen, der WT sei "unpolitisch". Denn die Grafik, auf der Titelseite wie Tausende andere Texte und Bilder sind keineswegs unpolitisch. Das kann man doch nur Unzurechnungsfähigen weismachen! Der erste WT-Hauptartikel ist dann in erster Linie eine einzige politische Bibelauslegung gegen die sozialistischen "obrigkeitlichen Personen" und "Gewalten".

Schauen wir uns nun einige Zitate an, aus denen der WT den einleitenden Artikel aufbaut.
DAS allererste Wort ist alles andere als unpolitisch und lautet: "Machtpolitik". Dann wird die Wahl von Reagan zum USA-Präsidenten kommentiert. Eine andere Texte-Quelle ist das Internationale Institut für Strategische Studien in Stockholm. Dann wird über eine angebliche militärische Überlegenheit der Sowjetunion geschrieben. Und was der US-Verteidigungsminister Weinberger dazu sagte. Dann wird der amerikanische Geheimdienst, die US-Defensive Intelligence Agency zitiert. Auch die USA-Zeitung "International Herald Tribüne". Weiter 'die Nachrichten-Agentur Associated Press, der Oberste Bundesrichter der USA Warren E. Burger, die USA-Zeitung "Time". Die politischen Doktrinen des US-Präsidenten Truman. - Genug der politischen Quellen im WT. Der ganze Artikel könnte in einer amerikanischen politischen Tageszeitung stehen.

DAS alles schluckt man beim WT. Wir wollen hier nicht weiter auf die eigenen politischen Positionen des WT dabei eingehen, die bekanntlich nicht unpolitisch, sondern antikommunistisch sind. Wenn CV nun die in unserem Land zuständige Presse unserer anzuerkennenden "obrigkeitlichen Personen" zitiert, dann ist das anstößig? Da wird doch mit zweierlei Maß gemessen! Das christliche Urteil darüber kann jeder in der Bibel selbst nachlesen. (Sprüche 20:10)
K.O.

DER WACHTTURM
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG 17:11
Das ist Brooklyn noch nie widerfahren Zur Wachtturm-Kritik in "Christliche Verantwortung"
Unverzichtbar! Unverzichtbar! Leider…
LEIDER war das bisher alles zu knapp und zu konzentriert, nicht ausführlich genug. Der WT ist das bestimmende und beherrschende Hauptorgan der WTG für die ZJ. Da muß man mehr dazu sagen. Dieser Vorwurf kann CV nicht erspart bleiben. Dies muß sogar als eine ernstliche Mahnung an die CV verstanden werden. Zugegeben, auf alle Dinge einzugehen, die der WT verbreitet, ist monatlich in CV aus Platzgründen wohl nicht möglich. Die Kritik an CV ist darum richtig, daß sich CV hier auf die WT-Artikel konzentrieren muß, die für alle ZJ Pflichtlektüre sind, die WT-Studienartikel. Der WT ist keine Tageszeitung, die am nächstsn Tag, in der nächsten Woche oder im nächsten Monat schon nicht mehr aktuell wäre. Ein WT-Jahrgang wird vielmehr zum bleibenden Nachschlagwerk. Wie oft greift der WT selbst auf seine Beiträge und Ausführungen in Jahren zuvor zurück. Die von CV veröffentlichte WT-Kritik ist daher ebenfalls von bleibendem Wert. Vieles wäre da sogar nachzuholen! Und ab und zu sollte das geschehen.

OHNE Zweifel ist es eine der schwierigsten Unternehmungen, dem WT auf die Finger zu schauen, zwischen seinen Zeilen zu lesen, was da so ständig wohl verpackt an den Mann gebracht, eingeschoben, vorbereitet, lanciert, geschickt oder verdeckt abgebaut oder aufgebaut wird. Denn der WT operiert in jedem denkbaren Bereich, vom intimsten Privatleben bis in die Fragen der großen Weltpolitik. Und das mit einer 100jährigen psychologischen Erfahrung und Praxis. Nicht ohne Grund fördern heute größte USA-KONZERNE wie IBM-International mit modernsten Computertechniken diese WT-Aktivität im Weltmaßstab, während die WTG eine Weltende-Anschauung bzw. Auslegung nach der anderen ausarbeitet, um die ans Gängelband zu nehmen, auf die es ankommt.

ES gehört eine große Übersicht und Erfahrung dazu, dem WT zutreffend in die Parade zu fahren. Wo Brüder oder Schwestern sind, die es sich zutrauen, sollten sie nicht länger zurückhalten ihren Beitrag zu leisten, sich dem CV-Schreibkomitee anzuschließen. Schon ein einziger beim WT-Prüfen gefundener Punkt kann an der CV-Glocke Tausende hellhörig machen! Die WT-Kritik ist eine ganz große Aufgabe!

WIE DIE GEISTER, DIE MIT 1975 GERUFEN WURDEN, WIEDER BEZWUNGEN WERDEN SOLLEN
STUDIENARTIKEL
"Glücklich ist der, den Gott zurechtweist"
(Ausführliches zum WT 23/1981 - CV 152)
SCHON die Wahl des Leitverses Ps. 94:12 ist eine Täuschung der Herzen der Arglosen allenthalben. Denn gemeint ist das mosaische Gesetz. Christus aber hat dieses Gesetz außer Kraft gesetzt. Das ist also kein christlicher Zurechtweisungsmaßstab. Aber die WTG braucht einen Vers, den sie zur Maßregelung der nicht mehr Folgsamen inmitten ihrer Nach-1975-Krise vor sich einherschieben kann. Im Absatz 5 bestätigt sich diese Täuschung mit der Bemerkung, es sei eine "Zurechtweisung, die zwar von einem Menschen kommt, sich aber auf Gottes vollkommene Weisheit stützt." Also kommt die WTG-Zurechtweisung nicht von Gott! Es ist Menschenwerk. "Aber sie stützt sich auf Gottes vollkommene Weisheit", wird behauptet. Auch das ist eine geschickte Täuschung! Denn die Weisheit Gottes ist zwar vollkommen, aber das Stützen ist fehlerhaft, irrtumsfähig, kann darum falsch und Falschheit sein. Die 1975 Falschprophetie ist der jüngste drastische Beweis dafür. Die Absicht dieser WT Anmaßung, eine gottgleiche Zurechtweisung auszuüben soll jede Kritik daran schon im Ansatz erschlagen.

DIE Fragen, die dann im einzelnen in dem Artikel behandelt werden, sind nur die Spitze des Eisberges, der sich in dieser Nach-1975-Krise zwangsläufig erhebt, weil wieder eine Generation erlebt, wie sie getäuscht doch "vergehen" muß.
BEDENKENLOS erklärt die WTG, daß sie, um "uns von einer unerwünschten Handlungsweise abzubringen oder unser Denken zu korrigieren", auch "gezielter" und für die Betroffenen "schmerzvoll" vorgeht! Wer sich nicht als "vernünftig" erweist, sich so "von Jehova Gott" zurechtweisen zu lassen, müsse damit rechnen, mit einer "Ausrottung bestraft zu werden". Da hier trotz Bibelversen nichts von Gott ist und kommt, ist das alles letztlich psychologischer Terror und geistige Knechtung. Und "uns korrigieren"? Kam nicht immer alles vom WT?

Anleitung zum Spitzeldienst
UM die Anti-WTG-Sünder zu fassen, verlangt der WT unter Berufung auf das ungültige mosaische Gesetz (3 .Mose 5:1) sogar Spitzeldienste "anderer Christen". "Abs. 7. 3. Mose 5:1 spricht überhaupt nicht von einer Christenversammlung! Es ist eine Ungeheuerlichkeit mit diesem Auge-um-Auge-Gesetz, das Christus außer Kraft gesetzt hat, eine Christenversammlung zu disziplinieren und zu maßregeln

Die Spitze des Eisberges
JA, das "geistige Paradies" der WTG wird durch die Nach-1975-Krise wieder arg gebeutelt und geschüttelt! "Übermäßig zu trinken, kritischer Geist, Versammlung in zwei Lager gespalten. Cliquenbildung, Eifersucht, Streit, Schwierigkeiten oder Ansichten der Frauen, ungesunder Einfluß, einige arbeiten nicht, obwohl gesund und in der Lage, Umgang, Kleidung, Haartracht, außerordentlich faul oder kritisch, ein eitler Schwätzer, sich ständig in etwas einmischend, was ihn nichts angeht, in materieller Hinsicht hinterlistig andere übervorteilt ".

GEZIELT und bewußt wirft der WT hier offensichtlich amoralische und kriminelle Erscheinungen in einen Topf mit Handlungen aus gewonnenen Einsichten und Überzeugungen: "außerordentlich faul oder kritisch"! Um jedes kritische Nachdenken schon im Ansatz als Verbrechen erscheinen zu lassen! Wer sich der WTG nicht letztlich kritiklos beugt, verdient für sie nur gnadenlose Ausrottung. Also muß man ihn in den Augen der zu Züchtigenden in die Nähe von Kriminellen rücken.

ABER ES KOMMT NOCH "BESSER"!
STUDIENARTIKEL
"Reue, die zu Gott zurückführt"
ZU Gott zurück? Erstens haben die Kritiker generell nicht Gott verlassen, sondern kritisieren nur die WTG. Wieder schiebt man also Gott vor und meint nur sich. Es kommt doch "von Menschen", nicht wahr? Und über das "Stützen": Das war zu oft schon irren, falsch auslegen, falsch prophezeien und enttäuschen. Seit 1874 drei Generationen schon. C. T.. .Russell müßte auferstehen

Anzeichen von Militarisierung
"ES kommt also nicht darauf an, ob der Sünder Tränen vergießt oder nicht..." Und "wenn daher jemand ... Tränen vergießt, müssen die Ältesten versuchen festzustellen, ob es aus 'gottgemäßer Traurigkeit' geschieht". Schenken wir uns weitere Bemerkungen über dieses wühlen in den Gefühlen der nötigenfalls durch Spitzel zur Strecke Gebrachten. Wie David sollen die dann beten, wird in Absatz 17 verlangt, ausschließlich alttestamentlich abverlangt und "begründet"! Daß man nur durch Christus heute zu Gott kommen kann, interessiert den WT hier überhaupt nicht. Wer solche Absätze verfaßt, kann überhaupt kein Christ sein.

DOCH ein ganz neuer Ton stampft auf! Beobachtet das jetzt genauer! Natürlich wird das wie immer in einem Bibelvers eingeschoben. Wie Feldherren blasen sie da den Marsch; "Die liebende Güte Jehovas ist von unabsehbarer Zeit, ja bis auf unabsehbare Zeit denen, die ihn fürchten,... gegenüber denen, die seiner Befehle gedenken, um sie auszuführen". (Ps. 103:3,17,10) Hervorhebungen sind vom WT! Was für ein ungeheuerlicher Mißbrauch des Alten Testamentes! Zu keinem geringeren Zweck, als das Werk geistig buchstäblich zu militarisieren! Um aus der Nach-1975-Krise herauszukommen, soll offensichtlich wieder durch Aggressivität nach außen, durch "Flucht nach vorne", durch "Marsch in den Krieg" zur Bearbeitung der nächsten Generation gerettet werden, was zu retten ist. Immer hat die WTG in ihren Krisen Gideon und seine 300 Soldaten als "Vorbild" hervorgeholt! Sich fürchten und Befehle ausführen! Auch wird wieder nur alttestamentlich in Abs. 3 gedroht, daß es "keinesfalls Straffreiheit " gebe!

Was bedeutet das jetzt alles
KEHRT die Organisation, die WTG, jetzt wieder zu dem "theokratischen" Diktatursystem, dem Befehlssystem, dem geistigen Militarismus - wovon der "Felddienst"-Begriff ein Überbleibsel ist - dem System J. F. Rutherford zurück, mit dem dieser das Werk aus der Krise durch die WTG-Weltende-Irrlehre von 1925 herausführte? Dies ist ohne Zweifel die wichtigste Frage zu dieser ganzen WT-Ausgabe!

WACHTTURM-RELIGION IN DER ZWISCHENMENSCHLICHEN BEZIEHUNG
Aus der Versammlung Dresden-Leuben
WIE EIN "HAUS GETEILT" UND ZERRÜTTET WURDE
- 2. Briefbericht -
Notwendige Vorbemerkung:
ZJ sein ist keine Privatangelegenheit. Es ist lt. WT-Öffentlichkeitsarbeit, an Familie, Verwandte, Nachbarn, Mitmenschen, Öffentlichkeit, ja Regierung gerichtet, "an alle übrigen Menschen" WT 1.1.82 S.30. Die Auseinandersetzung damit ist jedoch nicht nur christliches und demokratisches Recht. Sie ist wegen eines haltlosen religiösen und politischen Inhaltes dieser WT-Arbeit und ihrer z.T. verheerenden Auswirkungen in betroffenen Familien christliche und soziale Pflicht in Warnen, Bewahren sowie geistigen, Heilen, wo es möglich ist. Wer sich dieser WT-Arbeit hingibt, sich über alle übrigen Menschen hermacht und sie im WT-Sinne bearbeitet, kann der Auseinandersetzung damit nicht entgehen. Dies um so weniger, wo diese WT-Arbeit in unchristlicher "theokratischer Kriegslist" (2. Kor. 4:2 NW) aus dem "Untergrund im Kommunismus" (Rettungsbuch 1975 S.257) betrieben wird, dieweil das alles schon ein halbes dutzendmal als "endzeitliche" Falschprophetie erwiesen ist. Zuletzt 1975

Wie es begann
ES war 1973, als die WTG ihre ZJ dem auf 1975 festgesetzten Beginn des "1000-Jahrreiches" und Vollzug des "Harmagedon"-Weltendes entgegenfiebern ließ. Da begann unser Bruder W. in G. in seiner sehr wohl bekannten Punktion mit seiner Schwester l. und Nichte C. in Leuben jenes WT-"Heimbibelstudium", das dann zum Verhängnis der Familie W, in Leuben wurde. Nicht ein guter christlicher Geist der Toleranz, der Duldsamkeit, des Verzeihens und des Ertragens, dem der Erkenntnisstand untergeordnet ist, wie es das Hohelied der Liebe in l. Kor. 13 fordert, zog damit ein, wie er jeder Ehe und Familie wohltun würde. Sondern es zog ein der religiös intolerante, erkenntnisrechthaberische, kritikhassende, antikommunistische und jede Gegenmeinung verteufelnde Geist der WTG, und das in jenem ersten blindem WT-Eifer, wie ihn die WTG am liebsten hat. Ein "Wandeln in List und hinterhältigen Dingen" (2. Kor. 4:2 NW), d.h. in Lüge und Täuschung des eigenen Ehepartners im Interesse der WTG, innerlich zerrissen vom alttestamentlichen Rachedenken und Hassen, wo Christus doch Feindesliebe gebot. Aber von der WTG zur Verteufelung dessen gepflegt, was ja gegen sie spricht (Kongr. 1980). Was doch aber zu berechtigte Fragen sind. Es wird furchtbar und gefährlich, wenn eheliche Beziehungen dahinein verstrickt werden.

EIFRIG führten die "Dresdener" nun jenes "Heimbibelstudium" durch. Wobei die Bibel in Wirklichkeit doch nur das Mittel zum Zweck des "Glaubens an die siegreiche Organisation" ist, die letztlich entscheidet und bestimmt, wie man der Bibel zu glauben hat. Nicht wahr? Hinter dem Rücken des allenfalls vielleicht einmal interessierten Mannes begannen sie so, Mutter und Tochter "in List" Untergrund zu binden und heimlich das "Haus zu teilen", zu spalten. Unsere beiden wurden angeleitet, zu lügen und zu heucheln, was diese Bindung betraf. So machte man sie zu "Zeugen Jehovas". In erster Linie zu WT-Organisationshörigen, müßte man in Wahrheit sagen.

Die Hoffart, "nur wir"
ES kam der Tag, an dem diese Familienspaltung mit jenem "höheren" Bruder W. in G. zur Sprache gebracht wurde: "Sie haben keine Skrupel gehabt, hinter meinem Rücken Ehe und Familie in ein "geteiltes Haus" zu verwandeln und einen Teil in eben diese o. g. Organisation hineinzuziehen. Wer allein steht, kann machen, was er will. Ein Ehepartner kann so etwas Folgenschweres nicht hinter dem Rücken des anderen machen oder dazu verleitet werden, es zu tun. Solche schwerwiegenden Entscheidungen geheim zu treffen, muß Auswirkungen haben, die eine Ehe innerlich gewaltig belasten. So habe ich eben damals erlebt, wie die Verantwortlichen hier leichtfertig handeln. selbst wenn es das Glück und den Bestand einer Familie angeht." (Brief bei Br. W. in G.) Leichtfertig? Das ist die Hoffart der Organisation: "Nur wir"! Und; "Wir sind allein in der Wahrheit"!

IN dieser allein selig machenden Hoffart begriffen sie nicht, daß sie hier nicht ihresgleichen vor sich hatten, sondern Jemanden, der noch das volle Recht hat, jede Frage zu stellen, jede Kritik vorzubringen und sich eigene Gedanken zu machen. Das zu prüfen, was für, aber auch das, was gegen die Organisation vorgebracht wird und gegen sie spricht. Und zu verlangen, das auch überzeugend auszudiskutieren!

MONATELANG wurde das dann auch mit Br. W. in G. versucht. Es wird hochinteressant und aufschlußreich sein, dies zu lesen ( Aber die Organisation kennt und duldet ein solches Recht nicht. Denn sie ist praktisch eine geistige und organisatorische antidemokratische Diktatur, in der es selbst keine Glaubens- und Gewissensfreiheit mehr gibt. Die hat man nur außerhalb. So mußte dieses "Haus" im Zugriff der Organisation zerbrechen. Es sei denn, unser Interessierter würde sich am Ende bedingungslos, kritiklos und widerspruchslos beugen, was sie auch verlangt. Da er jedoch auf Klärung und Beantwortung seiner Fragen bestand, gab es ihm seine Frau - der WT-Verteufelung hörig - am Ende sogar schriftlich, daß er wohl zu den "entarteten Nachkommen der ehemaligen Bildungsschicht" gehöre, die "das ehrliche Denken fluchen", zu den "Hochmütigen und Stolzen", die vernichtet werden. So wurde es hoffnungslos. Lass Dich lieber einsperren, da wären wir stolz auf Dich!

DER beigebrachte Wachtturmgeist überschlug sich förmlich in Schmähung gesellschaftlicher und staatlicher Ehrungen und Auszeichnungen als "Schrotthaufen" und in "Judas"-Geschmiere im Schrankfach, das er aufziehen mußte. Dabei war er überhaupt noch kein Organisationsangehöriger gewesen, so daß sie diesen Wachtturmhaß auf ihn ausgießen könnten! "Lass Dich lieber einsperren! Da wären wir stolz auf Dich", so trieb dieser staatsfeindliche Wachtturmgeist die Sache auf die Spitze! Wie kann man das einem entgegenschleudern, der überhaupt nicht zu dieser Wachtturmorganisation gehört? In der Tat, es wurde furchtbar, als sich der Wachtturmgeist auch über die ehelichen Beziehungen hermachte u.a. auch mit dem Gelächters "Wer zuletzt lacht...!" Das "eigen Fleisch und Blut" gar wurde von Schmähung nicht verschont. Das aber muß man schon tragisch nennen. - Ein "geistiges Paradies"? -
Fortsetzung folgt

Wissenswertes in Kürze
Was ist ein Ayatollah ?
Ayatollah (arabisch: Zeichen Gottes) ist ein hoher Ehrentitel bei den schiitischen Mohammedanern; die Sunniten haben diesen Titel nicht. Als Ayatollah's wurden erstmals im 13. Jahrhundert gelehrte islamische Theologen bezeichnet, weil man deren Ratschläge und Erklärungen als "Zeichen Gottes" wertete. Später verlieh man den Ehrentitel allen Gelehrten, die eine theologische oder juristische Arbeit verfaßt hatten oder an einer theologischen Hochschule unterrichteten. Die Verleihung des Titels erfolgte jedoch nie durch eine religiöse oder politische Institution, sondern immer nur durch die islamische Gemeinde. Eine vorgeschriebene Zahl von Trägern des Ayatollah-Titels gibt es nicht. Im Iran sollen heute etwa 40 bis 60 Träger dieses Titels leben. Sie bilden jedoch keine Hierarchie. Wenn Ayatollah Khomeini eine herausragende Rolle spielt, dann auf Grund seines revolutionären Kampfes gegen das Schah-Regime. Insofern ist er heute unter den Ayatollahs "primus inter pares", in dieser Stellung jedoch nun verfassungsrechtlich abgesichert!

"Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str.6 Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos Konto-Nr.: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera.
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Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 159
In der Rubrik Leserzuschriften, bietet diese CV-Ausgabe, ausnahmsweise mal welche, die nicht "getürkt" sondern echt gewesen sein dürften. "Begeistert" war man bei der CV über diese Art von Leserbriefe sicherlich nicht. Und so meint man denn dem Briefschreiber in Sachen Ironie durchaus ebenbürtig zu sein.
Ironie ist was fürs Kabarett; in der Sache jedoch eigentlich nichts für ein solches Blatt wie die CV. Ob die Beantwortung von Ironie durch "Oberironie" wirklich der Weisheit letzter Schluss ist, mag man bezweifeln. Sie wäre eher dazu angetan, über eine kritische Selbstreflektion nachzudenken. Gedanken dieser Art indes waren Tabu; dieweil sie letztendlich zu einer ganz speziellen Erkenntnis führen würden: Die DDR ist aller Kosmetik zum Trotz, weiterhin ein totalitärer Staat.
Als besonders markanten Leserbrief zitiert die CV:
"lächerlich wirken unsachliche Angriffe aber immer dann, wenn sie in ihrer Wut und ihrem Fanatismus über das Ziel hinausschießen. Ein treffendes Beispiel;
Bruder P. K. aus Kummersdorf schreibt:
ICH BITTE SIE, MIR DIE MONATSSCHRIFTEN DER CV VOM JANUAR-APRIL NOCHMALS ZUZUSENDEN, DA DIESE MIR LEIDER ABHANDEN GEKOMMEN SIND. ICH BRAUCHE DIESE NÄMLICH UNBEDINGT, DA ICH DIESE SAMMLE UND FÜR DEN WINTER ZUM ANZÜNDEN FÜR DAS HOLZ IM OFEN BRAUCHE."


CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR

NR. 159 GERA OKTOBER 1982

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen den Wachtturm Nr. 9/1982
JEHOVAS ZEUGEN SINNLOS GEOPFERT
Ich kann an den "Kanal" nicht mehr glauben
DER LANGE WEG DER WTG WEG VOM KÖNIGREICH
- Interview mit Bruder W -
AUS DER VERSAMMLUNG LUDWIGSLUST
Wie man sich dort mit CV befasst
DIE ZEIT ARBEITET GEGEN DIE WTG
Die WTG und der Sanktnimmerleinstag

FAMILIE KONTRA JEHOVA - JEHOVA KONTRA FAMILIE
GEMEINSCHAFTSENTZUG WAS STECKT DAHINTER
AUF den ersten Blick steht die Frage im dritten Teil des Studienartikels in WT 24/ 81 nicht so, sondern es wird gleich zu Anfang betont, daß die Loyalität gegenüber Jehova stärker sein muß als die gegenüber der Familie oder ganz und gar gegenüber einem Familienmitglied, welches Gemeinschaftsentzug erhielt. Aber ein näheres Hinsehen führt zu einer ganz anderen Sicht der Dinge, denn die WTG geht aufs Ganze. Eine Familie ist eine Gemeinschaft, die ja nicht nur durch wirtschaftliche und juristische Umstände und Beziehungen zusammenhält, sondern vor allem auf Grund starker emotionaler Bindungen. Keiner würde das in Frage stellen. Keiner wird auch daran zweifeln, daß Jehova die Familie geschaffen hat, wenn auch unter vollkommenen Bedingungen. Bestehen bleibt sie als richtiger Bestandteil einer Gesellschaft, eines Volkes, auf jeden Fall und jeder Glauben respektiert sie weitgehendst im Bereich des Christentums. Respektiert die WTG diese emotionale Bindung auch?

NEIN, sie ist bemüht, sie in die Luft zu sprengen, für null und nichtig zu erklären. Aufhänger dafür ist zunächst einmal die Feststellung: Wenn ein Familienmitglied Gemeinschaftsentzug in einer Familie der Zeugen Jehovas erhält, so bringt das Veränderungen in den "geistigen Beziehungen" mit sich. Und dann werden verschiedene Möglichkeiten durchgespielt, ein Vater, ein im Hause wohnender Angehöriger, ein entfernter Verwandter, die jeweils Gemeinschaftsentzug erhielten, dann Probleme der Kindererziehung, der Trauung, der Beerdigung und des Bibelstudiums. Für alles sind andeutungsweise Ratschläge zum richtigen Verhalten gegeben, aber, was ist mit all der übrigen Zeit des Zusammenlebens. Es gibt ja nicht nur ein paar besondere Anlässe und nicht nur das Bibelstudium. Jeder Tag bringt vielfältige Situationen zwischen Eltern und Kinder, zwischen Ehepartnern, zwischen Verwandten verschiedenen Grades mit sich. Und siehe da, im Abschnitt 23 wird gesagt: "Es ist sinnlos, nach einer Regel zu suchen …"

WIR können aufatmen, so dogmatisch ist die WTG also nicht, daß sie für alles ein Rezept gibt, sie überläßt ja dem Familienoberhaupt viele Entscheidungen in solch einer besonderen Lage. Doch diese Schlußfolgerung ist falsch, wie Abschnitt 28 beweist, denn dort wird erneut und ausschließlich betont, daß nur der Glaube an Jehova zählt und alles andere keinen Nutzen bringt.

AM Schluß wird 2. Sam. 22:23-28 zitiert, eine Stelle, die recht allgemein gehalten ist und zu den im ganzen dritten Teil behandelten Problemen keinen direkten Bezug hat. Es bleiben Fragen offen, Fragen danach, ob eine Familie, die sich auf die Seite eines Angehörigen mit Gemeinschaftsentzug stellt, wirklich kontra Jehova steht? Ob ein Jugendlicher, der in der Familie eines Zeugen Jehovas aufwuchs und überstreng und dogmatisch erzogen wurde, nicht ganz normal handelt, wenn er dem jahrelangen Druck ausweicht? Wir wollen bei dieser Gelegenheit einmal etwas Grundsätzliches festhalten:

- DIE WTG hat sich von Anfang an hinter der Bibel verschanzt, nachdem sie aus verschiedenen Glaubensauffassungen ihr Gebäude zurechtgezimmert hat.
- DIE WTG hat dadurch von Anfang an den Eindruck erwecken können, das Sprachrohr biblischer Texte und damit Jehova zu sein.
- DIE WTG hat damit Millionen in die Irre geführt und tut es noch heute.
- DIE WTG hat ein so geschicktes psychologisches Spiel getrieben, daß sie heute für den verlängerten Arm Jehovas gehalten wird.

WIR wissen alle, was die Bibel, über falsche Propheten sagt. Die Zeit hat gezeigt, daß die WTG gerne mit Jehova verwechselt wird, aber wer einen Verwandten mit Gemeinschaftsentzug in geistiger Beziehung nicht anders behandelt als vorher, der steht nicht gegen Jehova, der steht nur gegen die WTG, gegen eine von Menschen gegründete und von Menschen gegen Menschen mißbrauchte Einrichtung, die Jehova innerlich genauso fernsteht wie die Erde der Sonne. Wir sind oft versucht gewesen, die WTG zu rechtfertigen, als wir ihr noch zuhörten und zugehörten.

ES gibt viele Brüder und Schwestern, die sich innerlich längst von ihr gelöst haben und "Traditionschristen" wurden. Aus Bequemlichkeit streben sie keinen Gemeinschaftsentzug an. Auch aus Angst vor dar Isolation und dem unausbleiblichen Rufmord. Aber der Studienartikel, der im WT 24/81 veröffentlicht wurde, wird vielen die Augen öffnen, denn hier wird Zeile für Zeile bewiesen, daß die WTG das Bestimmungsrecht bis in die Familie haben will. Sie trommelt immer und immer wieder auf den großen Fehlern herum, die da heißen "Werke des Fleisches", aber sie beachtet nicht, daß die kleinen Dinge oft zu größeren Problemen führen, als die eindeutigen Schwächen, die ja nicht nur bei den Zeugen Jehovas, sondern auch in der Welt verurteilt werden.

Nicht zum WTG-Roboter werden!
ALLZU gerne möchte uns die WTG auch in unseren Gefühlen vorprogrammieren. Zum Glück wird ihr das nicht gelingen. Es wird immer mehr denkende, als blindlings handelnde Menschen geben. In dem Buch "Das Familienleben glücklich gestalten" wurde ein solcher Versuch unternommen, sozusagen für jede Situation ein passendes Verhaltensmuster zu geben. Es ist nicht geglückt, weil man angeborene und anerzogene Verhaltensweisen, die in Jahrhunderten entstanden, nicht einfach mit der Millionenauflage eines Buches oder mit ein paar fadenscheinigen WT-Artikeln über Bord spülen kann.

DIE WTG strapaziert das Beispiel vom Sauerteig und meint damit jene "Ausgeschlossenen", die eine Familie gefährden könnten. Der weitaus größte Teil derer, die ich als "Ausgeschlossene" kenne, da ich selbst noch eifrig studiere und das Treiben bei Jehovas Zeugen verfolge, ging aus Glaubensgründen und wegen des Gewissens aus dieser Gemeinschaft, nicht, weil sie einen neuen oder anderen Glauben hatten, nein, weil sie sich bis ins Bett und bis ins Privateste beobachtet, verfolgt, gegängelt und reglementiert fühlten. Ein Mensch kann so nicht leben, denn das ist menschenunwürdig und vor allem unwürdig den biblischen Grundsätzen. Wenn gesagt wird, daß Vater und Mutter zu ehren sind, so wird nicht zugleich in der Bibel geschrieben, ob das bei Eltern mit oder ohne Gemeinschaftsentzug gilt. Es gilt grundsätzlich. Die WTG will uns eines Besseren belehren. Wie stellt sie sich eine Familie vor, in der der Vater das Oberhaupt ist und sich liebevoll um alles kümmerte, und in der dieser Vater jetzt ein in geistiger Beziehung Ausgestoßener ist, obwohl sich doch die Gefühle und das Verantwortungsbewußtsein für die Seinen nicht geändert haben. Diese künstlichen Konflikte, die die WTG hier vorstellt, sehen in der Realität völlig anders aus und sie erinnern lebhaft an die Darstellung, die ein lebenslang Blinder von einer Landschaft gibt. Die WTG verwickelt sich vor lauter Ratgeben immer mehr in Widersprüche und ist lebensfremd. Ich möchte das nachdenkliche Wort eines Bruders aus dem Bezirk Erfurt zitieren. Es spricht für alles Gesagte: "In den letzten Jahren habe ich mehr und mehr die Bibel studiert und die Texte der Brüder in Brooklyn nur im notwendigen Maße. Denn ich glaube, die Bibel im Zusammenhang betrachtet steht dem Leben näher als alle Deutungen, die wir heimlich zugesteckt bekommen!"
-tig-

JEHOVAS ZEUGEN SINNLOS GEOPFERT
Ich kann an den "Kanal" nicht mehr glauben
DIE Zeugen Jehovas behaupten, die WTG sei der Kanal Gottes, der mit der göttlichen Wahrheit gespeist wird und ein jeder ZJ hat bedingungslos das zu glauben, was die WTG ihnen als "geistige Speise" vorsetzt. So werden sie auch darüber "aufgeklärt", wer die obrigkeitlichen Gewalten sind, denen man gehorchen muß.

IN dem Buch "GOTT BLEIBT WAHRHAFTIG", welches 1948 von der WTG herausgegeben wurde, heißt es auf Seite 259 in zweiten Absatz:
Die in Römer 13: 1-5 erwähnten "obrigkeitlichen Gewalten" sind die hauptsächlichsten herrschenden Mächte in der Versammlung Gottes des Allmächtigen oder die unsichtbare leitende Körperschaft das Königreiches Gottes.

WENN der Apostel die obrigkeitlichen Gewalten erwähnt, so meint er damit nicht die Herrscher dieser bösen, von Satan geleiteten Welt, die von den Menschen gesehen werden können.
DIE vom Apostel erwähnten "obrigkeitlichen Gewalten" sind Jehova Gott und Christus Jesus und Christus Jesus ist Jehovas hoher Minister oder oberster Diener.

1968 bringt die WTG ein Büchlein heraus, welches den Titel trägt; "DIE WAHRHEIT, DIE ZUM EWIGEN LEBEN FÜHRT". Da steht auf Seite 31 über die "obrigkeitlichen Gewalten" folgendes geschrieben:
"FERNER wird heutzutage häufig gegen die Obrigkeit gesprochen und rebelliert, aber solche Handlungen sind böse und bleiben böse, sie mögen noch so alltäglich sein."

ALSO genau zwanzig Jahre später behauptet die WTG genau das Gegenteil von dem, was sie ihren Anhängern 1948 gepredigt haben .
DA sie vorgibt, sie sei der "Kanal des Herrn" und werde von "Jehova" selbst gespeist, muß ihr Gott doch ein "irrender Gott" sein, dem ganz gehörige Fehler unterlaufen.
WIR kennen nur einen Gott, der die Wahrhaftigkeit in eigener Person ist und der nichts widerruft, was er einmal gesagt hat, da er nie irrt! Die ZJ können daher nicht den wahrhaftigen Gott als ihren "Leitstern" haben. Bringen sie nicht vielmehr Unehre auf seinen Namen, wenn sie sich laufend widersprechen.

OB die WTG sich nicht mal Gedanken darüber gemacht hat, daß sie mit ihrer Behauptung von 1948 viele ihrer Anhänger in das Gefängnis gebracht hat, weil diese sich auf diese Lehre berufen haben und nicht daran gezweifelt haben, daß die Lehre der WTG richtig sei, und damit der irdischen Obrigkeit keinen Respekt zollten und sich damit in große Schwierigkeiten brachten, deren Wegbereiter die WTG war.

ZUR Seite 31 des Buches "DIE WAHRHEIT, DIE ZUM EWIGEN LEBEN FÜHRT" ist zu bemerken: Wenn die WTG heute der Meinung ist, wer gegen die irdische Obrigkeit spricht und rebelliert, dessen Handlungen sind und bleiben böse. - So hat sich die WTG damit selber ins Gesicht geschlagen und hat sich damit selbst ihr Urteil gesprochen. Damit ist sie nicht mehr glaubwürdig!

ZU den Anhängern der WTG möchten wir sagen: "ERWACHET!" - So heißt eine ihrer Zeitschriften. -
BEHERZIGT dieses Wort und prüfet mehr ihre biblischen Auslegungen, denn dieses Beispiel zeigt, daß die WTG ihre eigenen Dogmen hineinbaut.

DASSELBE gilt auch für das Verbot der Bluttransfusion, was sie errichtet hat. Nirgendwo steht in der Bibel, daß Übertragung von Menschenblut verboten ist.
ZU jener Zeit als Gott das Verbot vom Essen des Tierblutes erließ, was in 3. Mose 3:17 und Apg. 15:20 und 29 zu lesen ist, war die ärztliche Kunst noch gar nicht soweit, daß sie Menschenblut übertragen konnte. In den beiden genannten Bibelstellen ist ausschließlich nur vom Tierblut die Rede, welche» eine ganz andere Beschaffenheit hat als Menschenblut.

HÄTTE Gott vorgesehen, daß Menschenblut nicht übertragbar gemacht werden darf, hatte er es in seinen Gesetzen kundgetan. Wievielen Menschen ist damit das Leben errettet worden, die sich einer Blutübertragung unterzogen haben. Und wieviele Kinder mußten sterben, deren Eltern ZJ waren und einer Bluttransfusion nicht zugestimmt haben, wenn sie sich als notwendig erwiesen hat. Sie sind es, die das Leben ihres Kindes um Jahrzehnte verkürzt haben, weil sie sich nach den Dogmen der WTG ausgerichtet haben. - Darüber sollten die ZJ mal nachdenken, ob sie den eingebauten Dogmen der WTG weiterhin Glauben schenken sollen.
L. Tr. S.

NACHDENKLICHES
Bundeskriminalamt überwacht Sekten
IN den Akten des BKA sind 1981 genau 5 244 Fälle von "Aussteigern" registriert, die in Sekten verschwunden sind. Pfarrer-F. Haack, München, Sektenbeauftragter der ev.-luth. Kirche in Bayern: "Das Untertauchen in Sekten ist keine Welle mehr, das ebbt nicht mehr ab. Die Angst vor der Zukunft hilft dazu, so einen Schritt zu machen. Das werden immer mehr, die aus Sorgen im Beruf und wie es weitergehen soll einfach weggehen." Nicht nur Jugendliche, sondern zunehmend auch Frauen zwischen 35 und 45 Jahren. Nach den Erfahrungen der Kriminalpolizei sind alle diese Sekten darauf eingestellt, Menschen verborgen zu halten. Sie verlangen von ihren Mitgliedern den Abbruch aller Bindungen zu Familie, Freunden, Beruf und Ausbildung. Und sie fordern auch Geld. - Wie weit trifft das auch auf die ZJ der WTG zu? In der Diskussion über den Massenmord in der Volkstempel-Sekte 1978 in Guayana wurde in einer BRD-Fernsehdebatte auch auf die ZJ hingewiesen. (CV 114, S. 2) - CVN/NZ 24.10.1981

DIE ZEIT ARBEITET UNERBITTLICH GEGEN DIE WTG
Liebe Leser
Liebe Mitverbundene
Liebe Schwestern und Brüder
MIT dem WT vom 15. Nov. 1981 Nr. 21 haben wir die Tatsache vor Augen, daß die WTG ihr Harmagedon auf den Sanktnimmerleinstag verschoben hat. Denn wenn es erst kommt, "wenn alle Nationen atheistisch eingestellt sein werden", dann ist dieses Kommen noch hinter dem fernsten Horizont verschoben. In Wirklichkeit verläuft die reale Entwicklung erdteilweit genau für künftige historische Zeiten entgegengesetzt! Wir hatten das Thema in CV 151 ausführlich behandelt.

WER CV längere Zeit liest, erkennt auf jeden Fall, daß es mit der WTG nicht ganz stimmt. Daß man sich nicht länger mit ihr auf Gedeih und Verderb verbinden kann. Zu oft erweisen sich ihre haltlosen Bibelauslegungen als unverständig, zu oft ist sie ihren eigenen "Prophezeiungen" untreu. Zu oft hat man sich blamiert und lächerlich gemacht, wo man ihre Lehren ernsthaft vertreten hat. Wer nach Jak. 3:1 ernstlich "Lehrer" sein will, und jeder Vk. soll es, kann bei diesem Tatbestand nicht weitermachen.

NUN sind es schon 7 Jahre nach 1975! Wozu vor der Organisation noch Angst haben? Ihre Harmagedon-Vernichtungsdrohungen hängen mit dem WT vom 15. Nov. 1981 im Rauch, ungezählte Generationen würden noch darüber hinsterben und "vergehen". Das Drängeln der WTG, "die Zeit drängt", braucht also niemand mehr ernst zu nehmen. In aller Ruhe und Besonnenheit kann man sich folglich gemeinsam mit denen allen, die es schon tun, kritisch über die WTG informieren und orientieren, um so nach und nach zu einer verantwortbaren christlichen und menschlichen Neuorientierung zu gelangen. Frei von der Gängelung und Bevormundung der Organisation. Von Gott, Christus und vom Glauben kann die Organisation niemanden abschneiden. Das persönliche, innere Verhältnis entscheidet, Matth. 5:5,6. Jesus verlangte da keine Organisationsbindungen und Organisationsvoraussetzungen.

SO kann man mutig und entschlossen ohne Furcht beginnen, sich selbst über alles Gedanken zu machen, um nicht länger ein "Lehrer" falscher Hoffnung zu sein. Dabei muß man sehr viel Geduld haben. Es kann nur ein längerer Lernprozeß sein. Es hat ja auch seine Zeit gedauert, bis man sich einst der Organisation anschloß.

UNSER besonderes Wort gilt natürlich immer wieder denen, die da die Verantwortung in der Organisation tragen, die da über die anderen entscheiden. Die da faktisch diktieren, denn demokratische Rechte-gibt es ja für keinen "unten". Für sie sollte Jak. 3:1 wie ein Dorn im Fleische sein, da sie "Führer" oder "Verführte" sein können, je nachdem, was sie "lehren". Sie rufen wir auf:

- Dient nicht länger einem falschen "Endzeitpropheten"!
- Ihr seid bereit, den Glaubenskampf des Christen zu kämpfen, wohlan, so kämpft ihn auf der richtigen Seite!
- Stellt Eure Gaben, Talente und Fähigkeiten in den Dienst der jetzt fälligen Neuorientierung im Glauben, angesichts des weltweiten 1975-Endzeitbankrotts der Organisation!
- Erkennt Eure Gaben, Talente und Eure Fähigkeiten, die durch die Gängelei und Bevormundung durch die Organisation verschüttet wurden - jeder wächst mit seinen Aufgaben !
- Die WTG legt jetzt die nächste Platte der Konfrontation und des kalten Krieges auf, wie in den 50er Jahren. Ihr sollt die Köpfe hinhalten .und die "Schafe zur Schlachtbank" führen. Brecht rechtzeitig auf!
- Natürlich wird Euch die WTG sofort verleumden und verteufeln, mit psychologischem Terror verfolgen. Euch als Judasse und Verräter begeifern. Na und? Ging es unserem Herrn und Meister besser? Ihr seid keine Judasse und Verräter. Die WTG hat das gesamte Evangelium verraten mit ihrem 100-Jahre-Endzeitschwindel! Haltet ihr das vor! Ihre Weltendeirrlehren lästern Gott! Nicht wer sich davon frei macht!
- Kämpft den guten Kampf des Glaubens gegen die Mächte der Bosheit, die sich da als "Licht von Gott", als "Engel des Lichts" ausgeben! Die bisher WT-verführt wurden, haben ein Recht darauf!

KEINER steht mehr hilflos und allein da, ohne Beweismittel, ohne Tatsachen, ohne ausreichende Argumente. Die Kehrseite der WTG ist jetzt schon so weit aufgearbeitet, daß ihre Überführung als falscher Prophet für jeden Aufrichtigen überwältigend ist! Es liegen inzwischen Gesamt- und Detaildokumentationen vor, die jeder Überprüfung und Kontrolle standhalten! Wer um diese Dinge weiß, sie aber ignoriert, wird zum Amokläufer, der sich früher oder später seinen geistigen Schädel einrennt.

IM übrigen kann jeder absolut sicher und zweifelsfrei sein: Auch diese Nach-1975-Generation "vergeht". Die WTG-Falschprophezeiungen haben sich nie erfüllt und werden sich nie erfüllen. Auch Ihr werdet einst zwangsläufig als Irrlehrer dastehen, wie die WTG-"Lehrer" der vorigen Generation, die da nicht "vergehen" sollte! Dann aber habt Ihr Euer Leben sinnlos vertan, schuldbeladen an der neuen Generation Argloser. Zeit und Entwicklung werden ständig die WTG-Endzeitlehren wieder über den Haufen werfen.

MACHT Schluß damit. Ihr Ältesten, Gehilfen, Diener, Aufseher usw., die Ihr alle besonders schwer unter Verantwortung steht nach Jak. 3:1. Macht Schluß! Setzt Euch hin und überprüft alles.
ALLE aber, die die Sachlage irgend schon begreifen, sollten dies von den Verantwortlichen fordern, sollten sie darin unterstützen, sollten darin zu ihnen stehen.
MIT EUCH IN CHRISTLICHER VERBUNDENHEIT STUDIENGRUPPE CV

Aus der Versammlung - für die Versammlung
WIE MAN SICH IN LUDWIGSLUST MIT CV BEFASST
WER ehrlich verantwortungsbewußt, wer aufrichtig ist, kann an CV nicht achtlos vorbeigehen. Aus Ludwigslust schrieb u.a. Schw. Hannelore wiederholt.

EIN erstes Anliegen dort war, ob wohl die Zitate in CV stimmen. Dahinter steht bei vielen die gebrochene Situation, frühere WT-Zitate einfach zu bestreiten, als Erfindung von Gegnern hinzustellen, wenn sie heute nicht mehr passen. In diesem bedauerlichen Geisteszustand wurden sogar ganze WTs als gefälscht bezeichnet, wo die WTG ihre "Wahrheiten" danach ins Gegenteil verkehrt hatte, wie z.B. die Obrigkeits-WTs von 1929.

IN Ludwigslust wurde unter den ZJ auch geglaubt, daß CV 1975 beim "Weltende" von "Harmagedon" vernichtet wird. 1974 war das nach den Bemerkungen unserer Schwester. So wurden sie vom WT genarrt .
EIN Kronzeuge wäre Br. Peter Mo., der erste GO nach 1945 in Ludwigslust.
Oder der alte Br. Gustav Effland, der mit über 80 Jahren Psalm 90:10 in den Schatten stellen würde. Er war erster GD nach 1945 in Neustadt-Glewe. Sie alle erweisen durch ihr hohes Alter bzw. ihren Tod die WT-Verkündigung über "diese Generation" seit dem Jahr 1914 als eine große Lüge. Darüber spricht man natürlich oder macht sich zumindest Gedanken, wenn man die Alten alle überall "vergehen" sieht.

NUN, CV wurde 1975 nicht im "Weltende" vernichtet, Schw. Hannelore. Alle waren einer großen Irrlehre aufgesessen. Der WT möchte, daß alsbald jeder das wieder vergißt. Auch in Ludwigslust. Nichts käme der WTG gelegener, als 1975 vergessen zu machen!
WIE denkt man heute bei Euch über 1975, Schw. Hannelore? Schreib mal wieder! Wie denkt man allenthalben sonst über jenen Termin? 7 Jahre danach? Das wäre doch sehr interessant für alle, nicht wahr?

AUS DER VERSAMMLUNG - FÜR DIE VERSAMMLUNG
An eine Versammlung im Bezirk Karl-Marx-Stadt Rechtfertigung eines endgültigen Bruches mit der WTG (V)
IN der weiteren Fortsetzung berichtet uns der Bruder über seine Enttäuschung, wie die Führungsspitze der WTG, der viele Menschen ihr Vertrauen gegeben haben, gehandelt hat. Er schildert, wie sie die Vertrauenden mißbrauchte. Er führt aus:

… Sie hat dann bis Anfang 1975 nichts gegen die 1975-These unternommen, um im Falle eines Erfolges sämtliche Lorbeeren für sich einzuheimsen. Ich kann mir gut vorstellen, wie die WTG-Führung auch nur beim kleinsten Silberstreif am Horizont gesagt hätte:. "Seht, das haben wir schon immer gewußt". Sie hat sich dann, als es schon dem begriffsstutzigsten Ostfriesen klar wurde, daß sich 1975 nichts mehr tut, aalglatt aus der Schlinge gezogen. Sie hat dann noch obendrein den ihr Vertrauenden die Schuld in die Schuhe geschoben. Dieses alles enttäuscht mich sehr!

Enttäuschte Hoffnungen brauchen ein Ventil. Das wußte die WTG-Führung schon immer, sofern es sich um andere Gemeinschaften handelte. Diese Enttäuschungen werden sich nicht bei jedem so Luft machen wie bei mir. Aber die Aufseher an der Basis. werden sie trotzdem zu spüren bekommen. Sie werden sich zeigen in Gleichgültigkeit, Apathie, mangelnder Bereitschaft zum Übernehmen von Pflichten, Aufgaben und Dienstämtern, Scheindienst, Ungehorsam, Aufsässigkeit, Streitsucht, ja sogar die sittliche und moralische Widerstandskraft wird geschwächt werden. Ein biblischer Grundsatz lautet: "Was der Mensch sät, das wird er auch ernten". Das trifft nicht nur auf andere, sondern auch auf uns zu. Die WTG wird jetzt nach 1975 das ernten, was sie vor 1975 gesät hat. In der Tat, ich beneide die örtlichen Aufseher wegen ihrer schweren Arbeit, die auf sie zukommt, nicht. Doch sollten diese Aufseher immer daran denken, wem sie sie zu verdanken haben . -

Die Gründe, die die WTG-Führung zu dem 1975-Gewaltakt trieben, bestehen auch nach 1975 in unverminderter Deutlichkeit fort. Die Gefahr, in kürzester Zeit als falscher Prophet dazustehen, weil die 1914-Generation endgültig vergangen ist, ist noch nicht gebannt. Eigentlich wäre es für alle das. beste, die WTG-Führung würde ihre Fehler einsehen und ein Jahr der Reue "von selten der Fürsten und des ganzen Volkes" ausrufen. Denn es ist durch das 1975-Gerede tatsächlich schon viel Schmach und Schande auf Jehovas Namen gebracht worden. Doch ich muß befürchten, daß unsere "Fürsten" nicht zur Reue bereit sind, sondern sich jetzt nach 1975 noch verzweifelter bemühen, Jehova doch noch zum Handeln zu zwingen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß jetzt im WT viel von Geduld, abwarten, "wenn die Hilfe nicht so rasch kommt". Gehorsam usw. die Rede ist. Dies alles dient zur Beruhigung der Anhängerschaft . Im Hintergrund hat man währenddessen schon die Weichen gestellt für eine zweite Erpressung Jehovas. Wir lesen im WT "Eine gute Botschaft für die ganze Menschheit" im Abschnitt 27 in der gewohnten "politisch neutralen" Ausdrucksweise: "Daniel sagt über den totalitären, diktatorischen Nationenblock: 'Es wird Berichte geben, die in Bestürzung versetzen werden, vom Sonnenaufgang und vom Norden her, und er wird mit großem Grimm ausziehen um viele zu vertilgen und der Vernichtung zu weihen'. (Dan. 11;44,45) Da die Berichte diesen König durch Jehovas sichtbaren irdischen Kanal der Nachrichtenübermittlung erreichen müssen, so daß der König ergrimmt, was ihn zu einer seinen Ruin herbeiführenden Handlungsweise veranlaßt…"

Es steht nirgends in Daniel geschrieben, welcher Art diese Berichte sein werden. Es steht auch nirgends geschrieben, wer diese Berichte übermitteln soll. Und es steht schon gar nicht geschrieben, daß diese "Berichte" diesen König durch Jehovas irdischen Kanal erreichen müssen. Ja, es ist überhaupt zweifelhaft, ob Daniel an geschriebene Berichte gedacht hat. Viel eher dachte er hier bestimmt an politische Geschehnisse oder Ereignisse, von denen der König von überall her, vom Sonnenaufgang genauso wie vom Norden her, Kenntnis erhält. Aber ganz gleich, was Daniel meinte, geschrieben hat er lediglich:

"Es wird Berichte geben…"
Daran, daß die WTG-Führung diese Stelle so auslegt, als ob sie von Gott beauftragt wäre, Berichte gegen den Kommunismus zu verfassen, kann man erkennen, was die WTG-Führung in Kürze vorhat. Selbstverständlich wird sie von Gott nie beauftragt werden, Berichte gegen den Nordkönig zu verfassen, genauso wenig wie sie beauftragt wurde, für 1975 Harmagedon anzukündigen. Daß die WTG-Führung dies aber trotzdem tun wird, hängt mit der ausweglosen Situation zusammen, in der sie sich befindet…
WIR werden die Fortsetzung des Briefes, in der nächsten CV darlegen.

DER LANGE WEG DER WTG WEG VOM KÖNIGREICH
2. Artikel zum Buch "Dein Königreich komme"
- Interview mit Bruder W. -
WIR hatten uns also vorgenommen, der WTG-Arbeit und Wirkung einmal auf den Grund zu gehen. Deshalb sprachen wir mit Zeugen Jehovas über "Dein Königreich komme". Bruder W., leitender Bruder im Bezirk Erfurt, war bereit, auf ein Interview einzugehen. Er sagte; "Gerade dabei wird sich herausstellen, daß die Wahrheit bei Jehova ist und bei seinem treuen und verständigen Sklaven."

Wir geben das Gespräch wörtlich wieder:
F. M.: Das Buch, "Dein Königreich komme",. hat eine ganze Menge Gespräche heraufbeschworen und Unruhe in die Reihen der Brüder und Schwestern gebracht. Eine Menge Begründungen über das kommende Königreich entsprechen nicht den Auffassungen, die bisher vertreten wurden. Viele haben den Eindruck, als wäre das Buch ein Wendepunkt, eine Neuorientierung, um von der Hoffnung auf ein bald kommendes Königreich abzulenken. Wie siehst Du das, Bruder W.?
W.: Wir kennen uns nun schon fast 10 Jahre, und ich weiß von Dir, daß Du Dich immer sehr eifrig im Werk bemüht hast. Um so mehr Verwunderung erregt bei mir Dein heftiger Angriff gemeinsam mit Schwester S., was das neue Buch betrifft. Es hat sich doch auch in diesem Buch nur erneut die Helligkeit des Lichtes bewiesen, unter dem wir stehen. Das Buch setzt die Reihe der bisher veröffentlichten fort und nimmt nach Ansicht der leitenden Brüder keine Sonderstellung ein. Du solltest da nicht zuviel hineingeheimnissen .
F. M.: Ganz so kann man das, glaube ich, nicht sehen. Du weißt doch, wie das mit 1975 war. Die Brüder und Schwestern, die mich in die Wahrheit brachten, begannen zu zweifeln und zu verzweifeln. Manche haben sich heute noch nicht von der Enttäuschung erholt. Es ist doch logisch, daß der treue und verständige Sklave darauf reagieren mußte. Die ganze Darstellung des Buches, das kannst Du doch nicht leugnen, ist auf die Endzeit ausgerichtet.
W.: Nun, sicher haben die leitenden Brüder immer im richtigen Moment das Richtige und Notwendige gebracht . Und wenn dieses Buch nicht notwendig gewesen wäre, dann hätte man sich sicher Arbeit und Geld für etwas anderes aufgehoben.
F. M.: Genau so sehe ich das auch, aber gerade deshalb werde ich stutzig. Im Anfang des Buches erscheint alles so, als wäre es nicht mehr lang hin bis Harmagedon, bis zum Beginn der 1000-Jahr-Herrschaft. In den Kapiteln 3 bis 6 aber vollzieht sich ein merkwürdiger Wandel. Nimm einmal die Überschriften: Woher kommt das Königreich? Weshalb dauert es so lange, bis das Königreich kommt? Sie strebten nach dem Königreich.
W.: Was willst Du damit sagen? Solche Fragestellungen regen doch die Brüder und Schwestern zum Nachdenken an. Das ist doch sehr nützlich!
F. M.: Ja freilich, nur dahinter verbirgt sich etwas. Mit solchen Fragestellungen, die auf eine lange Zeit verweisen und die davon sprechen, daß schon jahrtausendelang aufrechte Christen nach dem Königreich strebten, wird im Gegensatz zum Anfang des Buches der Eindruck erweckt, als stände Harmagedon durchaus nicht vor der Tür, sondern es wird noch eine sehr lange Zeit dauern, bis das Königreich kommt. Das ist auch anderen aufgefallen.
W.: Das ist eine grobe und bösartige Unterstellung. Du siehst die Sache so, als wollte uns die leitende Körperschaft um Harmagedon betrügen. Nichts deutet darauf hin. Hüte Dich in jedem Fall davor, selbst Auslegung zu betreiben. Die richtige Erkenntnis hat man nur in diesen gewichtigen Dingen dort, wo Jehovas Wirkung unmittelbar ist. Du solltest im Gebet um Verständnis und Erkenntnis in diesen Kapiteln bitten.
F. M.: Nicht ich, sondern Du hast von Betrug gesprochen. Aber läuft es nicht genau darauf hinaus? Wir wissen doch beide aus der theokratischen Predigtdienstschule und aus all den Unterweisungen für den Umgang mit Menschen, denen wir unseren Glauben predigen, daß man eine bestimmte Auffassung sehr geschickt jemandem beibringen kann, indem man diese Auffassung nicht direkt, sondern an Beispielen und auf Umwegen darstellt . Du selbst hast immer gesagt, daß das Gespräch über den Glauben auch viel mit Psychologie zu tun hat. Das 4., 5. und 6. Kapitel sind genauso aufgebaut. Da werden über einen langen Zeitraum Glaubenshelden genannt, die geduldig warteten, ohne selbst das Königreich zu erleben. die nur die Hoffnung hatten. Da wird von "langer Dauer" mehrfach gesprochen. Wer solche Texte liest, bei dem bleibt ganz unbewußt der feste Eindruck zurück:- also ist das Königreich so schnell nicht zu erwarten. - Und wenn dann wieder davon gesprochen wird, daß es nun bald soweit ist, hat sich der erste Eindruck schon sehr verfestigt. Genau das will die leitende Körperschaft in Brooklyn. Du mußt doch zugeben, daß es mit der Endzeit mehr als genug bittere Pannen gab!
W.: Solche Pannen, wie Du sie hier nennst, gab es nicht. Es war immer nur das falsche Verstehen von Gottes Wort durch eine kleine Minderheit. 1975 war es vielleicht ein bißchen anders. Aber auch in der leitenden Körperschaft sitzen keine vollkommenen Menschen. Also sind Irrtümer möglich.
F. M.: Aber solche Irrtümer von zentraler Stelle werden zum Mißbrauch der Hoffnung vieler, oder nicht?
W.: Laß mich bitte ausreden! Natürlich ist unsere Predigtarbeit und alles, was wir im Werk tun, auch mit viel psychologischem Geschick gemacht. Aber nicht um die Menschen irrezuführen oder zu täuschen und zu betrügen, sondern um sie auf den Weg der einzig möglichen Wahrheit zu führen. Und diesen Weg kennen nur Zeugen Jehovas. Für mich deutet in den 3 Kapiteln nichts darauf hin, .daß die Endzeit-Hoffnung auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben wurde. Obwohl natürlich so ein Fehler wie 1975 nicht wieder gemacht werden darf. Wir haben gerade darüber mit den älteren Brüdern viel gesprochen. Du solltest Dich immer bemühen, ohne Vorurteile oder mit falschen Maßstäben an die reiche geistige Speise heranzugehen, die für uns ein besonderer Schatz ist.
F. M.: Du hast erneut das Wort "Betrug" angesprochen. Es sieht alles nach Betrug aus. Wenn Du, aus welchen Gründen immer; diese geschickte Ablenkung nicht sehen willst; ich kenne viele bewährte Brüder und Schwestern, die sie bemerkt haben und sich getäuscht fühlen, die jetzt mißtrauisch sind, wenn sie bisher immer loyal waren. Wer kann eine solche Folge verantworten.
W.: Bisher hat sich immer erwiesen, dass das Werk des treuen und verständigen Sklaven richtig und im Sinne Jehovas war. Es steht uns nicht zu, daran herumzukritisieren. Manche Einsicht kommt erst mit der Zeit, und die muß eben geduldig abgewartet werden. Nicht jeder ist sofort in der Lage, alle geistigen Dinge in ihrer tiefsten Bedeutung zu erfassen. Da hilft uns das Gebet, und ich möchte Dir diese Hilfe ebenfalls ganz herzlich empfehlen.
Du mußt Vertrauen haben in die größere Erkenntnis der älteren Brüder und lernen, Dich zu gedulden. Prüfe noch einmal gründlich und lasse Dich, wie gesagt, nicht von Vorurteilen leiten.
F. M.: Lieber Bruder W., das, was Du eben sagtest, habe ich vor einigen Tagen sinngemäß schon von Bruder P. B. gesagt bekommen. Nur lösen solche allgemeinen Antworten auf spezielle Fragen, die heute, das weißt Du genau, von vielen gestellt werden, nicht das Problem des aufgekommenen Mißtrauens und der schon enttäuschten Hoffnungen.
Das gesamte neue Buch ist psychologisch sehr geschickt aufgebaut und geschrieben. Und es bleibt am Ende eine deutliche Erkenntnis: Die leitende Körperschaft führt bewußt auf einen langen Weg, lenkt von der gegenwärtigen Hoffnung ab auf eine unbestimmte späte Zeit, und insgesamt ist das Buch so gestaltet, daß es von dem Gedanken an ein baldiges kommendes Königreich wegführt.
W.: Ich muß wiederholen, leider, was ich anfangs sagte. Du machst da bösartige Unterstellungen, die ich nicht dulden kann. Du solltest in Dich gehen und nicht Zwietracht säen, indem Du Deine Zweifel laut werden läßt. Sehr schnell unterliegt man dem Einfluß falscher Propheten, die uns Satan mit täuschenden Worten sendet, wenn wir auch nur einen Augenblick im Glauben schwankend werden. Also bedenke das wohl, Bruder F.
F. M.: Nun, Bruder W., mich überrascht Deine bittere Reaktion nicht. Aber schon oft bin ich auf solche Widersprüche gestoßen, und dann wurde mit Bibelstellen argumentiert, die sich gar nicht auf meine Fragen bezogen, oder es wurde in allgemeinster Form belehrend, beschwörend und auch drohend reagiert. Was soll ich dazu sagen? Ich befürchte, daß es bald viele geben wird, die den falschen Propheten in der eigenen Organisation vermuten und erkennen werden. Ich danke Dir aber herzlich, daß Du zu diesem Interview bereit warst.
Unsere dritte Fortsetzung:
Wer spricht denn da von "Lauterkeit"? -
Eine Reportage aus den Vs. der ZJ -

NACHDENKLICHES Gott durchquert das All?
DIE Unendlichkeit der Zeit und des Raumes trennen uns von Gott. Wie sollten wir ihn suchen gehen? Wie sollten wir zu ihn gelangen? Selbst wenn wir alle Zeiten hindurch wanderten, wir täten doch nichts anderes, als die Erde umkreisen. Selbst im Flugzeug könnten wir nichts anderes tun. Wir sind außerstande, uns senkrecht aufwärts zu heben. Wir können nicht einen Schritt gegen den Himmel hinauf tun. Gott durchquert das All und kommt bis zu uns", sagte Simone Weil in "Zeugnis für das Gute" (Olten/Freiburg 1976). Hat sie recht?

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG 17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DEN WACHTTURM NR. 9/1982
STUDIENARTIKEL "Vorwärts, ihr Diener des Königreiches"!
NIEMALS hat Jesus solche militaristischen Sturmangriffsbefehle ausgestoßen. Er verstand sich als "guter Hirte". Nicht als Sturm-Abteilung. So ist denn alles in der Hauptsache auch nur dem Vorwärtstreiben gewidmet. Nicht wie wirkliche Diener ihrer Brüder, sondern wie militärische Befehlshaber, die keinen Widerspruch dulden, spielen sie sich hier auf!

ZU Beginn natürlich gleich wieder eine verleumderische Zerstörung aller Rück- und Auswege: "Heute sind in vielen Ländern die geistigen Weiden der falschen Religion verdorrt." In Wahrheit ist die WTG-Hoffnung verdorrt: 1975 schon das 5 mal! Millionen anderen ist ihre Religion sehr wohl echt Trost im Leid, Kraft in Not und Ansporn zum Friedensstiften und zu praktischer Nächstenliebe, ohne nach dem Glauben zu fragen!

Den Balken im eigenen Auge
DER WT klagt andere an, sie "verleumden Gott als Gott der ewigen Qual" (Abs. 4). Verleumdet der WT Gott nicht als Harmagedon-Massenmörder selbst an Säuglingen und Kindern? (Matth. 19:13,14, Mark. 9:36,37).

Worin vorwärts
"GEBIET immer wieder gründlich durcharbeiten - den Predigtdienst nicht vernachlässigen - nicht unabhängig, nicht die Anleitung ignorieren - nicht den Haus-zu-Haus-Dienst vernachlässigen - monatlich mehr Zeit einsetzen - was hindert daran, den Vollzeitdienst aufzunehmen?" u.a.m. Die dazu zitierten Bibelverse haben mit dieser heutigen WTG-Tätigkeit eigentlich überhaupt nichts zu tun. Die ZJ bleiben letztlich bloße Verbreiter dessen, was der gottgleiche "Sklave" ("Der Wille des Sklaven ist der Wille Gottes", WT 1.8.56, S.474) bestimmt: Der "treue und verständige Sklave unternimmt alles… wir können unseren Teil dazu beitragen… zu verbreiten." (Abs. 16) Selbst zu befinden haben sie über nichts. Diesen HzH-Dienst bekommen sie nun sogar als "regelrechtes Markenzeichen" aufgeklebt (Abs. 12), wie eine geschäftsmäßige Warenabstempelung. Wahrlich würdig des WTG-Konzerns! Für den das "Hausieren" der Vorwärtsgetriebenen tatsächlich die Hauptsache ist, möglichst vollzeitlich.

DER Gipfel dieser Vorwärtstreiberei ist, jedem Blutschuld einzureden und anzudrohen, sollte er zögern (Abs. 7). Das ist nun psychologischer Terror. Nicht nur war und ist das WT-Harmagedon-Blutgericht falsche Prophetie, wie 1914, 1918, 1925, 1945 und 1975 offenbarten. 5. Mose 18:20-22. Daß es "um das Leben anderer" geht, war und ist also immer Bluff gewesen. Nicht mal Jesus bedrohte seine Jünger mit Blutschuld. Und Hesekiel 33:2-4 galt allein dem Hesekiel selbst. Damit andere vorwärts zu treiben, gar heute, geht über das hinaus, was geschrieben steht, (1. Kor. 4:6). Aber da hat der WT noch nie Skrupel gehabt. Auch Paulus hat in Apg. 20:26,27 niemanden anders bedroht, nicht mal die anwesenden Ältesten. Er sprach nur sich selbst betreffend in aller Demut. Der Blutschuldkomplex, den der WT hier einredet und androht, ist in Wirklichkeit eines der WT-Dauerantriebsmittel, die gebraucht werden. Denn nicht mal in über 100 Jahren hat der WT alle erreichen können, geschweige in einer Generation! Und 1982 sind allein in China ca. l Milliarde Menschen noch nie erreicht! Wen dieser WT-Blutschuldkomplex erfasst, der keucht für die WTG tatsächlich ewig, weil die Unerreichten immer wieder zahllos sind und bleiben.

STUDIENARTIKEL
"Jetzt ist die Zeit, das Wort zu predigen'
FÜR den WT war und ist immer die Zeit gewesen, das Wort zu predigen, sein Wort. Über 100 Jahre schon, wobei schon drei Generationen vergingen, ins Grab sanken. Damit ist eigentlich der gesamte WT-Endzeitschwindel wieder offenbar und jeder weitere Kommentar dazu überflüssig. Ein Satz ist jedoch absolut wahr in diesem Artikel:

"Wie oft haben wir schon Jesu Worte aus Matthäus 24:14 zitiert" (Abs. 15). Ja, das ist in diesen über 100 Jahren wohl kaum zu zählen! Und nun wird das Ende praktisch auf einen Sanktnimmerleinstag verschoben:
"Wenn ein ausreichendes Zeugnis gegeben ist - die Entscheidung darüber liegt bei Jehova Gott - wird das Ende kommen" (Abs. 15). Der Blutschuldkomplex in Verbindung mit "allen Nationen" schließen das Kriterium "ausreichend" aus. Jeder müßte danach erst erreicht worden sein, so daß Gott gar nicht auf "ausreichend" entscheiden könnte, ohne sich zu widersprechen. Damit schließt sich auch auf diese Weise der Kreis der Haltlosigkeit der gesamten WT-Endzeitverkündigung.

LESERZUSCHRIFTEN
FRAGEN - MEINUNGEN - HINWEISE - ANTWORTEN
"WENN SIE MICH WEITER MIT IHREM MIST BELEIDIGEN, WERDE ICH ZUR POLIZEI GEHEN UND SIE ANZEIGEN WEGEN SCHWERER BELÄSTIGUNG."
ANONYM über die Titelseite einer CV geschrieben sind diese Zeilen ein hübsches Beispiel für mangelnde Einsicht und Bereitschaft, den eigenen Standpunkt zu verteidigen. Allerdings kann man einen Standpunkt nur verteidigen, wenn man ihn auch hat, da aber liegt bei solchen anonymen Schreibern wahrscheinlich der Hase im Pfeffer. Es ist bisher immer unser großes Anliegen gewesen, mit Jehovas Zeugen ins Gespräch zu kommen. Nun gibt es, nach langem Zögern schon viele, die dieses Gespräch suchen. Zu unsachlichen Ausfällen gegen uns kommt es immer seltener. Es setzt sich eben doch die Erkenntnis durch, daß CV seine Argumente nie aus der Luft greift. Wir also, das sei nun noch einmal betont, sind bereit zu reden, zu diskutieren. Entgegnungen, wie die oben zitierte, lassen zum Gespräch keinen, besser fast keinen Raum. Noch zwei Beispiele sollen das belegen:

Bruder P. L. aus Halle schreibt:
"IN EUREN SCHRIFTEN, DIE MAN NUR ALS SINNLOSE SCHMIEREREI BEZEICHNEN KANN, IST NICHTS AUFERBAUENDES ZU LESEN. ABER JEHOVAS ZEUGEN WERDEN EINES TAGES FROHLOCKEN, WENN DIESE WELT MIT IHREN EINRICHTUNGEN, UND DA GEHÖRT IHR JA AUCH DAZU, ZU GRUNDE GEHT UND VERNICHTET WIRD MIT STUMPF UND STIEL."

NUN, warten wir es getrost ab, lieber Bruder P., denn eine solche Aneinanderreihung von unbewiesenen Behauptungen sagt uns und auch anderen gar nichts. Was für Dich nicht auferbauend ist, kann es für Hunderte und Tausende anders sein. Wir freuen uns am meisten darüber, daß Du CV offensichtlich liest, wenn Du auch im Moment noch kein rechtes Verhältnis zu den von uns dargestellten Tatsachen hast. Doch das kann durchaus mit der Zeit noch kommen. Warten wir also ab, ob Gottes Mühlen, wie Du schreibst, zugunsten der Zeugen Jehovas oder zu ihrem Ungunsten langsam, aber gerecht mahlen! Es wird uns im übrigen nicht daran hindern, weitere Veröffentlichungen über das Lügengebäude der WTG zu bringen, auch wenn einige etwas dagegen haben. Das war wohl immer und überall auf der Welt so.

Lächerlich wirken unsachliche Angriffe aber immer dann, wenn sie in ihrer Wut und ihrem Fanatismus über das Ziel hinausschießen. Ein treffendes Beispiel;
Bruder P. K. aus Kummersdorf schreibt:
ICH BITTE SIE, MIR DIE MONATSSCHRIFTEN DER CV VOM JANUAR-APRIL NOCHMALS ZUZUSENDEN,
DA DIESE MIR LEIDER ABHANDEN GEKOMMEN SIND. ICH BRAUCHE DIESE NÄMLICH UNBEDINGT, DA ICH DIESE SAMMLE UND FÜR DEN WINTER ZUM ANZÜNDEN FÜR DAS HOLZ IM OFEN BRAUCHE.

ES ist ja erstaunlich und wunderbar, zu welchen Höhenflügen mancher Zeuge Jehovas fähig ist. Wir empfehlen jenem Bruder doch mehrfach im kommenden Winter auf die handelsüblichen Kohlenanzünder zurückzugreifen, denn 12 Ausgaben der CV dürften selbst bei sparsamster Verwendung nur für 2 bis 3 Wochen zum Feuer anzünden reichen. Nur diese Rechnung anzustellen, ist unser bedauernswerter Bruder im Moment seines Briefschreibens sicher nicht in der Lagegewesen. Es erfüllt uns mit Bedauern, daß es in den Reihen der ZJ offensichtlich so viele gibt, die sachlichen Argumenten mit unsachlichen Äußerungen begegnen. Es deutet darauf hin, daß ihre Fähigkeiten zum Überzeugen bestenfalls für unvorbereitete Interessierte reicht, daß darüber hinaus aber nicht viel zu sagen übrigbleibt. Auch das ist typisch für die Einseitigkeit, die durch WTG und WTG-Literatur bewirkt wird. Wir nehmen aber gerne in einigen folgenden Leserbriefspalten zu konstruktiven Hinweisen und zu gesprächsbereiten Zeugen ausführlich Stellung.
- CV Redaktion -

"Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR-6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6 Preis: 0.20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos

Konto-Nr.: 4564-30-1952, Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe. Gera
A 9164/82 V 7 1 1551 KO

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Kommentare zu den eingescannten CV Ausgaben
CV 160
Zitat aus dieser Ausgabe:
"AN ALLE BRÜDER UND SCHWESTERN IN DEN VERSAMMLUNGEN LEIPZIGS!
Wir fragen Euch, was wißt Ihr von den 'ungeheuerlichen' Vorgängen in der Versammlung des Ältesten Michael B. in Verbindung mit der Ehe der Schwester Elke M.?
CV WIRD PRÜFEN und ausführlich darüber dann berichten!"
So, so. Darüber will man also berichten. Wenn das einen herausgehobenen Aufruf wert sein soll, dann gilt es wohl nur eines dazu zu sagen. Ein äußerst bedenkliches "Niveau".


CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER. GD. GERA/THÜR, DDR

NR. 160 GERA NOVEMBER 1982

KÖNIGREICHSWAHRHEIT"
WT-Bezirkskongresse 1982
AUS DER VERSAMMLUNG-FÜR DIE VERSAMMLUNG
Schluß des Briefes an eine Versammlung
WER SPRICHT DENN DA VON LAUTERKEIT" "
Eine Reportage aus 2 Versammlungen der ZJ
CHRISTEN UNTERSUCHEN DEN WACHTTURM
Das Problem der Einelternfamilien

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG 17:11
DER WACHTTURM
DIESER WT BEWEIST:
"HELLERES LICHT" DURCH DIE WTG OHNE GOTT, GOTTLOS!
WIR PRÜFEN DEN WACHTTURM NR. 10/1982
STUDIENARTIKEL
"Licht ist aufgestrahlt für die Gerechten"
Dieser WT ist von fundamentaler Bedeutung. Er dient der Abrechnung mit der durch 1975 haltlosen "endzeitlichen" Bibelauslegung und der Vorbereitung auf zeitlich völlig neue Deutungen, wie sie nach diesem falschen Harmagedon- und Tausendjahrreichbeginn-Termin von 1975 nötig werden. Natürlich weiter als "Licht" von Gott ausgegeben. Wir prüfen die WT-Hauptargumente hierfür.

Das "Licht immer heller"
"… uns einen Mann vorstellen, der vor Tagesanbruch einen Ausflug macht… Ähnlich ergeht es uns als Diener Gottes. Betrachten wir bestimmte Angelegenheiten aus einer gewissen zeitlichen Entfernung, und wenn noch wenig Licht darauf fällt, so gelangen wir oft zu einer unvollständigen oder sogar falschen Ansicht. Unter solchen Umständen können wir ohne weiteres von früheren Ansichten beeinflußt werden." (Abs. 2.3)

WERDEN also falsche Ansichten verkündet, so ist der zeitliche Abstand und das noch zu wenige Licht schuld. Nur nicht die WTG. Gott selbst ist also schuld, gibt er doch allein das WT-Licht. Der WT liefert hier den Beweis, daß er ein bloßes Menschenwerk betreibt mit allen Möglichkeiten falscher Ansichten und falscher Einflüsse. Ein Gotteswerk ließe das nicht zu.

Das Beispiel Abrahams
"…er verstand Gottes Vorsätze zunächst nicht vollständig… Er gehorchte, 'ohne zu wissen, wohin er ging'." (Abs. 4)
ABRAHAM war weder falsch beeinflußt, noch folgte er falschen Ansichten. Und hat die WTG je verkündet, sie wissen nicht, wohin sie geht? Im Gegenteil! So ist auch das haltlos.

Daniel und andere Propheten
"Jehova unterrichtete ihn über viele Einzelheiten… aber Daniel verstand nicht alles…" (Abs. 8)
AUCH das paßt nicht, um die falschen Ansichten und Einflüsse des WT zu entschuldigen. Wer etwas nicht versteht, ist doch damit keiner falschen Ansicht schuldig!

Jesus und seine Apostel
SELBST Jesu Unwissenheit über "jenen Tag und jene Stunde" zitiert der WT! (Abs. 9) Das ist der Gipfel der Täuschung! Ja, Jesus war in dieser Frage unwissend. Aber hat er deswegen falsche Termine und falsche Ansichten verkündet wie der WT? 1799, 1874, 1914. 1918. 1925, 1945. 1975 - das sind nur einige davon.

AUCH "Petrus mußte geholfen werden, sein Denken zu ändern"? Auch damals "erkannte man stückweise"? (Abs. 13,15) Auch das ist WT-Bluff! Petrus wurde durch Inspiration beauftragt, von der Juden- zur Heidenmission überzugehen, die WTG aber korrigiert falsche Prophetien! Das ist etwas ganz anderes. Auch die "stückweisen Erkenntnisse" waren doch keine falschen Ansichten! Der WT verändert ja den Sinn ganzer Begriffe!

WENN es auch weiter "notwendig" ist, "Ansichten über bestimmte Lehren und dergleichen zu berichtigen oder zu ändern" (Abs. 19), dann geht es mit der WTG tatsächlich zu, wie mit jedem anderen Menschenwerk. Denn Gott muß sein Licht keinesfalls berichtigen, das heißt, vom Falschen zum Richtigen verändern. Andernfalls wäre er kein allmächtiger und allwissender Gott, sondern wie ein irrender Mensch.

STUDIENARTIKEL
"Das Licht nimmt in unserer Zeit zu"
Zu Sprüche 4:18
DAS hier erwähnte heller werdende Tageslicht war weder Irrlicht noch falsches Licht, wie bei der WTG. Durch Sinnentstellung mißbraucht der WT diesen Vers schon über 100 Jahre! Licht und Lehren, die von Gott kommen, dürfte der WT überhaupt nicht korrigieren, denn damit wirft er sich zum Lehrer über Gott auf und degradiert ihn zu seinem Schüler. Der WT aber korrigiert nachweislich Lehren, die er von Gott zu haben vorgibt!

Fälschung betreffs Evolution
"ANFANG der 1870er Jahre erlangte man im Gegensatz zu den vorherrschenden atheistischen und evolutionistischen Lehren die grundlegende Überzeugung, daß es wirklich einen intelligenten Schöpfer gibt . " (Abs .3) Der WT unterschlägt hier, daß im Fotodrama der Schöpfung (S.12, 5. Tag) gelehrt wurde, daß die Tiere durch Evolution ins Dasein kamen, was durchaus biblisch ist. Denn es heißt: "Die Erde bringe hervor"! 1. Mose 1:24.

Zur Ursache des Bösen
EBENFALLS "erkannten sie, daß die Bibel eine vernünftige und einheitliche Erklärung des Ursachen des Bösen enthält" (Abs. 5). Auch das ist eine falsche Darstellung der Vergangenheit. Russell erkannte damals in der Bibel eine gottgewollte Notwendigkeit der Erfahrung des Bösen durch den Menschen als eine "dauernde und wertvolle Belehrung, damit sie für immer Böses kennengelernt hätten und wüssten, wie schädlich und überaus sündig die Sünde ist." (Schriftstudien Bd. l, S. 112 ff). Seit Rutherford ist das als unvernünftig verworfen und durch die Rechtfertigungstheorie ersetzt worden.

Falsche Hoffnung
"DAS ständig zunehmende Licht" habe erkennen lassen, daß die Bibel des geretteten Menschen zwei Hoffnungen bietet. (Absatz 7) Der WT verdreht hier den Predigtauftrag in Matth. 28:19. Dieser Predigtauftrag beinhaltet nur eine Hoffnung! Epheser 4:1-5. Was darüber hinausgeht, ist verwerflich. 1. Kor. 4:6. Die "anderen Schafe" werden vom WT folglich aus der Nachfolge Jesu, dem wahren Christsein, ausgeschaltet und diskriminiert.

Christliche Pflichten
ES ist Lüge, daß die ZJ "alle Gesetzesübertretungen vermeiden" und "in jeder Beziehung gegenüber anderen ehrlich" seien. (Abs. 9) In der DDR z.B. werden skrupellos durch Geldschmuggel die Finanzgesetze gebrochen. In unchristlicher sog. "theokratischer Kriegslist" wird jede brauchbare Form von Lüge, Falschheit, Unehrlichkeit, Überlistung, Täuschung und Fälschung praktiziert.. Die Verantwortlichen arbeiten wie Geheimdienstagenten mit Code, Chiffre, mit List und Tarnung wie eine feindliche politische Gruppe. Offen wird das im WT u.a. mit der Spionagetätigkeit der Hure Rahab in den altjüdischen Eroberungskriegen gerechtfertigt. (WT 15.4.56, 1.7.57 S. 413) Für wahre Christen dagegen ist jede Form der List und Täuschung in der Evangeliumsverkündigung verboten. (2. Kor. 4:2 NW)

Menschenverachtung
"… daß die größte Streitfrage… die Rechtfertigung des Namens Jehovas ist, und daß diese wichtiger ist als die Rettung von Menschen. Das war tatsächlich ein Lichtblitz, der heller erstrahlte als alles andere, was sie bis dahin erkannt hatten." (Abs. 13)

DIE wichtigste Mission Christi ist nach dem Evangelium die Errettung der Menschen (Joh. 3:16,17). Ein allmächtiger und allweiser Gott hat es nicht nötig, einen Verbrecher, Satan mit einer Weltgeschichte voll Massenelend und Leid zuzulassen, nur um sich dadurch selbst zu rechtfertigen. Das ist eine menschenverachtende Moralphilosophie, was die WTG da nach Russell ausgedacht hat. Die WTG soll sich lieber mit der Gnade Gottes in der schlichten Nachfolge Jesu bescheiden, anstatt menschenverachtend in der "unausforschlichen Größe" und am "unausforschlichen Verstande" Gottes rechthaberisch herumzuphilosophieren. Ps. 145:3, Jesaja 40:28.

Eine falsche Bezeichnung
"AUFGRUND der erleuchtenden Kraft des heiligen Geistes erkannten sie, daß die einzig richtige Bezeichnung, die auf sie zutraf, in Jesaja 43:10-12 zu finden ist:

Jehovas Zeugen." (Abs. 13) - Der Heilige Geist könnte Christen niemals zurücksenden unter den alten Bund zu Jesaja, um sich da den richtigen Namen zu holen. Das ist absoluter Unsinn. Christen können nur zu Christus gehen, wohin sonst, um Antworten zu finden, und der sagte und befahl: "Ihr sollt meine .Zeugen sein!" Apg. 1:8, Offb. 20:4, Joh. 6:68. Also Zeugen Jesu Christi, allenfalls. Aber selbst das war keine Namensgebung, wie auch bei Jesaja nicht. Dort war es nur eine spezielle - vorchristliche - Funktionskennzeichnung. Die Stämme hatten alle ihre Namen.

Zur Ältestenernennung
ABS. 18 ist Verdrehung und Unterschlagung zugleich. Ja, bis 1938 war die demokratische Vs.-Leitung abgeschafft und durch Ernennungen "von oben" ersetzt. Das war aber nur eine Fassade für die beabsichtigte WTG-Diktatur über die Vs., denn in Brooklyn war "oben" Schluß, da geht es "nach oben" nicht mehr weiter, da wählen sie sich nach wie vor weiter gegenseitig in die leitenden Ämter. Dann: Erst "vor einiger Zeit" Älteste usw. ernannt? Dabei wird unterschlagen, daß bis 1938 etwa schon einmal eine Ältestenschaft bestand, die man als "unbiblisch" ebenfalls liquidiert hatte! Bald jeder Absatz in diesem WT ist unehrlich!

Also nicht von Gott !
"ALS Gottes Diener aus der großen Finsternis herauskamen … war nicht zu erwarten, daß sie alles sogleich im rechten Licht sehen würden" (Abs. 19). So kann man nur argumentieren, wenn man kein Licht von Gott dabei bekommt, denn Gott kann nur rechtes Licht geben oder gar keines. Wie geschickt der WT hier das logische Denken verwirrt!

STUDIENARTIKEL "Der Pfad der Gerechten wird ständig heller" Werk von der WTG selbst gesteuert
"ERKLÄRUNGEN, die von Jehovas sichtbarer Organisation gegeben wurden, enthielten mitunter Änderungen, die wie eine Rückkehr zu früheren Standpunkten erschienen. Doch in Wirklichkeit ist dem nicht so gewesen, Man könnte es mit dem vergleichen, was Segler als 'kreuzen' bezeichnen. Bei Gegenwind manövrieren sie die Segel so, daß das Schiff bald nach rechts, bald nach links fährt, sich aber ständig dem Ziel nähert . " (Abs .2)

NATÜRLICH ist man euch zu früheren Ansichten zurückgekehrt (Obrigkeit, Älteste u.a.m.). So! Wie ein manövrierender Segler bewegt sich die WTG also vorwärts! So kommen also falsche Route und abweichender Kurs zustande, bis man das Steuer herumwirft! Nun - das ist wieder der Beweis eines bloßen Menschenwerkes ohne Gott, wie der Segler, kreuzend und manövrierend mit dem Wind und Sturm kämpfend. Die Meutereien auf der WTG-Schiffsbrücke von Russell bis Franz bestätigen das nur.

Bibel ohne WT unnütz
"… sichtbare Organisation… Sklave… hilft, die Bibel zu verstehen und sie in ihrem Leben richtig anzuwenden. Wenn wir nicht mit diesem Mitteilungskanal, den Gott benutzt, in Verbindung stehen, werden wir auf dem Wege zum Leben keine Fortschritte machen, ungeachtet dessen, wie häufig wir in der Bibel lesen. (Vergleiche Apostelgeschichte 8:30-40)". (Abs. 4)

DAMALS lagen nur Bücher des "alten Testamentes" vor, die Philippus in der Tat erklären mußte als inspirierter Mitschöpfer des "neuen Testamentes". Es ist Anmaßung, wenn sich die nichtinspirierte WTG mit diesem Philippus vergleicht! Die schon angekündigten zukünftigen falschen Ansichten beweisen, daß Gott die WTG nicht benutzt! Und mit der Behauptung, den Weg zum Leben finde man nur durch Verbindung mit dem WT-Kanal, hat sich der WT über das Wort Gottes gesetzt und bringt zum Ausdruck, daß es ohne WT-Erklärung unnütz ist, wie häufig wir darin auch lesen! Das ist ungeheuerlich!

Das Licht und die Fehler
"DA das Licht ständig heller scheint und da zufolge menschlicher Unvollkommenheiten Fehler gemacht wurden, mußten diese Christen gewisse Standpunkte und Lehren dann und wann neu überdenken" (Abs. 6).

GESCHICKT wird hier das Licht von den Falschlehren getrennt. Man könnte sonst herausfinden, daß der WT Gott für diese Fehler oder Falschlehren verantwortlich macht. Wurde aber nicht gerade zuvor argumentiert, daß es oft überhaupt kein rechtes Licht gab? Also lag es doch am Licht, somit an Gott, der das Licht doch allein gibt? So fängt sich der WT sogar in seinen eigenen Widersprüchen. Um dem WT zu folgen und zu glauben, muß man in der Tat seinen Verstand vorher abgeben.

Es vollzieht sich ohne Gott!
DAS MÜSSEN WIR AUSFÜHRLICHER ZITIEREN!
"MAN könnte sagen, daß solche Änderungen einem Prinzip folgen, von dem man sich, wie es heißt, in der Wissenschaft bei der Suche nach der Wahrheit leiten läßt. Es funktioniert kurz gesagt folgendermaßen. Man stellt eine These auf… Aber nach einiger Zeit stellt man gewisse Mängel und Schwächen fest. Man neigt dann dazu, eine der These widersprechende Behauptung, eine Antithese, aufzustellen. Später findet man heraus, daß auch diese nicht der vollen Wahrheit entspricht, und man verbindet daher die wertvollen Punkte beider Behauptungen miteinander. Dieses Prinzip ist immer wieder angewandt worden, so daß sich Sprüche 4:18 erfüllt, hat."
(Abs. 10 Fußnote)

SO also ist das schon über 100 Jahre im WT! Sprüche 4:18, das "hellere Licht", entsteht nach den Prinzipien wissenschaftlichen Suchens! Das fortschreitende "Licht von Gott" ist also nichts weiter als Behauptung, Gegenbehauptung und Zusammenfassung dessen, was dann übrigbleibt. Dieser Vorgang beinhaltet allerdings eher, Falsches, Irrtümer, Widersprüche, Unrechtes, Widerrufe, Korrekturen, Ungereimtheiten und was sonst noch die "Mängel und Schwächen" ausmacht. Nur von Gott kann das ja wohl nicht mehr sein! ,Es geht zu, wie in der Wissenschaft und damit ebenfalls - und das ist jetzt eine rein sachliche Feststellung - unabhängig von Gott, ohne göttliche Leitung, ohne Gott, los von Gott, gottlos, atheistisch. Aus These (Behauptung) und Antithese (Gegenbehauptung) entsteht die Synthese, das Ergebnis, die dann als "von Gott" ausgegebene Erkenntnis. In Wahrheit nach wissenschaftlichen Methoden selbst erarbeitet! Man "erfüllt" Sprüche 4:18 nach wissenschaftlichen Methoden selbst!

DAMIT hat dieser WT erwiesen, daß die letztverantwortliche WTG-Führung alles ohne Gott, weil wissenschaftlich, erarbeitet, daß sie selbst also atheistisch oder gottlos, ohne Gott vorgeht, und nur "im Namen Gottes" auftritt. Nach 100 Jahren "endzeitlicher" Irrfahrt und erneuter "Meuterei auf der Schiffsbrücke" (jetzt unter Anführung von Raymond Franz, Neffe des WTG-Präsidenten) und mit über 1 000 000 Abgefallenen im Jahrzehnt des falschen 1975-Weltendes!

AUS DER VERSAMMLUNG - FÜR DIE VERSAMMLUNG
An eine Versammlung im Bezirk Karl-Marx-Stadt
Rechtfertigung eines endgültigen Bruches mit der WTG (letzte Fortsetzung)
UNSER Bruder sagt, daß die WTG-Führung jetzt alle Hände voll zu tun hat, die Wogen der 1975-Enttäuschung zu glätten, denn die Anhänger müßten wieder auf eine längere Wahrheit vorbereitet werden. Er schreibt:

… So werden Pioniere ermahnt, ihren Dienst nicht nur für "eine gewisse Zeit", sondern "Jahr um Jahr" durchzuführen. Die Verkündiger sollen daran denken, daß die Segnungen der Neuen Welt doch so wunderbar sind, daß "es sich zu warten lohnt, wenn nötig, ein ganzes Leben lang". Im übrigen 'ist doch ein gutes Verhältnis zu Jehova das Allerwichtigste, alles andere sind auf einmal "unnötige Streitfragen". Zwischendurch wird auch ein bißchen gedroht; man dürfe nicht die Organisation verlassen, auch an der Führung nicht zweifeln, auch nicht den Predigtdienst einstellen, denn alles das zieht die ewige Vernichtung nach sich…, und so geht es fort.

Während nun die WTG-Führung mit Zuckerbrot und Peitsche die Anhängerschaft wieder zur Räson bringt und ihnen demütiges geduldiges Warten predigte weiß sie aber dessen ungeachtet, daß das nicht sehr lange gut gehen kann. Die Anhängerschaft ist stutzig und hellhörig geworden! Deshalb braucht die WTG-Führung in allernächster Zeit unbedingt etwas, das sie als erfüllte Prophezeiung vorweisen kann, um weiterhin glaubhaft zu erscheinen. Da sie aber auf große politische Geschehnisse, wie das Ausrufen von Frieden und Sicherheit, das Stürzen Babylons der Großen, die Vernichtung von Vereinten Nationen und Nordkönig usw. keinen Einfluß hat, was liegt da also näher, als antikommunistische "Berichte" zu verfassen! Der weitere Verlauf, wie ihn ,die WTG-Führung sich vorstellt, ist leicht zu durchschauen:

1. Die WTG-Führung verfaßt kommunistenfeindliche oder sonstige provozierende "Berichte".
2. Die Kommunisten geraten in Wut und greifen die Zeugen in ihren Ländern an.
3. Satan wird veranlaßt, mit seinem Angriff zu beginnen.
4. Jehova wird gezwungen sein, Harmagedon auszulösen!
Was man also mit der 1975-Erpressung nicht geschafft hat, nämlich Jehova zum Handeln zu zwingen, soll nun auf dem Umweg über fragwürdige "Berichte gegen den Nordkönig" erreicht werden. Wenn es auch nicht gelingen sollte; Harmagedon auszulösen, so warf doch eine handfeste Verfolgung der Zeugen in der kommunistischen Welt auch schon ganz schön! Man hätte jedenfalls endlich, endlich etwas in der Hand, wovon man sagen könnte:

Das haben wir schon immer prophezeit! Natürlich wird diese vor uns liegende antikommunistische Kampagne überhaupt nichts mit der Verkündigung der guten Botschaft zu tun haben, auch nichts mit der Rechtfertigung von Jehovas Namen. Sie hat einzig und allein mit der Rechtfertigung der WTG-Führung zu tun. Dafür aber bin ich nicht bereit, mich verheizen zu lassen! Es wäre jetzt für alle das beste, ehrliche Reue zu bekunden und auf den Weg der Bibel zurückzukehren. Alles, was die WTG-Führung aber bis jetzt seit 1975 veröffentlicht hat, ist keine ehrliche Reue, sondern es sind Ausflüchte eines ertappten falschen Propheten.

… Meiner Meinung nach wurde in jenem Jahr (1975) nicht lediglich ein kleiner unbedeutender Fehler sichtbar, über den man hinwegsehen kann, sondern ein fundamentaler Irrtum, der den Vergleich mit anderen Irrtümern, die in der Christenheit verbreitet sind, durchaus aushält. Der Fehler ist nicht der, daß man statt 1975 ein späteres Jahr hätte erwählen sollen, Jesus sagte, daß man denen nicht glauben solle, die sagen, die Zeit sei herbeigekommen. Wieviel weniger sollte man somit denen glauben, die sogar ein festes Datum wissen, ganz gleich welches. Man kommt aber ganz zwangsläufig zu einem festen Datum, wenn man lehrt, daß das Königreich Gottes bereits aufgerichtet sei. Daraus ergibt sich, daß es unmöglich ist, ein aufgerichtetes Königreich zum Mittelpunkt christlicher Verkündigung zu machen. Jesus sagte:

"Bleibt wach allezeit". Das Wort "allezeit" bezieht sich nicht nur auf die letzte Zeit, sondern auf die ganze Zeit von Christus bis herab zu uns. Meinte Jesus damit, seine Nachfolger sollten sich durch die ganzen Jahrhunderte hindurch ständig ein Datum voranstellen, um besonders wachsam sein zu können? Bestimmt nicht!

Damit vertrete ich nicht die Meinung, wir sollten uns noch ein paar Jahre oder auch noch eine Generation zur Ruhe setzen: aber ich meine, der Inhalt unseres Predigtdienstes muß von Grund auf reformiert werden. Das, was gegenwärtig gepredigt wird, kann ich nicht mehr länger als "Die Wahrheit" betrachten. - Ich kann von niemanden in der Versammlung erwarten, daß er meine Ausführungen sogleich für richtig hält, doch kann auch keiner von mir erwarten, daß ich die WTG weiterhin unterstützen werde, obwohl noch keine ehrliche Umorientierung stattgefunden hat.

Sollte es in einer späteren WT-Ausgabe einmal heißen:
"Wir schreiben nun das Jahr 198… und wir sehen das Ende mit Siebenmeilenstiefel auf uns zufliegen. In der Vergangenheit glaubten einige, die Generation von 1914 sei die letzte. Doch nun haben auch diese dank des immer heller scheinenden Lichts, das der treue und verständige Sklave so freigiebig austeilt, erkannt, daß es nicht erforderlich ist zu wissen, welche die letzte Generation sein wird. Wir können aber sicher sein, daß zum Abschluß dieses Systems auf jeden Fall eine Generation da sein wird"!, dann werde ich wissen, daß immer noch die alten Heuchler am Werk sind.

LIEBE BRÜDER UND SCHWESTERN, hier endet der Brief des Bruders aus Sachsen an unsere Redaktion. Wir glauben, wir mußten ihn veröffentlichen, da er Fakten darlegte, die viele unter uns bewegten und die berechtigten Zweifel an der WTG-Lehre darstellen. Wir glauben. Euch damit eine Hilfe für Entscheidungen gegeben zu haben.

NACHDENKLICHES JETZT 1739 BIBEL-SPRACHEN
DIE Zahl der Sprachen, in denen mindestens ein Teil der Bibel vorliegt, hat sich im Jahr 1981 um 29 auf 1739 erhöht. Das geht aus der jüngsten Übersetzungsstatistik des Weltbundes der Bibelgesellschaften hervor. Demnach gibt es jetzt vollständig übersetzte Bibeln in 277 und das Neue Testament in 518 Sprachen. In den weiteren 944 Sprachen liegen bisher Teile, zumeist einzelne Evangelien, verschiedentlich auch außerdem einzelne neutestamentliche Briefe sowie Psalmen und andere Texte vor. Eine der vier Sprachen, in denen 1981 erstmals das ganze Neue Testament erschien, ist Inari-Lappländisch. (Wort und Werk, März 1982)

DAS Wort Gottes verbreitet, den Samen also ausgesät, haben immer die WT-verdammten anderen Christen. Diesbezüglich hat die WTG immer nur da geerntet, wo andere gesät haben. Das ganze WT-Verkündigungswerk beruht in puncto Bibel auf den Leistungen derer, die als "Hure" und "Hurentöchter" (WT-Buch "Religion") verteufelt werden. Der Aufkauf von Bibeldruckrechten und der schließliche eigene NW-Druck sind nur Feigenblätter. Selbst die Zusammensetzung der Bibel, die Bestimmung, was als Wort Gottes zu gelten hat, wurde auf den kirchlichen Synoden in Hippo (393) und in Karthago (397) von der katholischen Kirche bestimmt. Bis dahin waren der Hebräerbrief und die Offenbarung keineswegs sicher.

WENN wir heute sehen, wie der Weltbund der Bibelgesellschaften, den die WTG als falsche Religion verteufelt, der WTG weit voraus ist mit der Verbreitung des Wortes Gottes, sollte man da nicht aufhören, sich mit fremden Federn zu schmücken, indem man die Gerupften dann noch verteufelt?

AN ALLE BRÜDER UND SCHWESTERN IN DEN VERSAMMLUNGEN LEIPZIGS!
Wir fragen Euch, was wißt Ihr von den "ungeheuerlichen" Vorgängen in der Versammlung des Ältesten Michael B. in Verbindung mit der Ehe der Schwester Elke M.?
CV WIRD PRÜFEN und ausführlich darüber dann berichten!

WER SPRICHT DENN DA VON "LAUTERKEIT"
3. Artikel zum Buch "Dein Königreich komme"
IM warmen Wohnzimmer der Familie F. sind schon alle versammelt, die zur kleinen Studiengruppe gehören. Nach einer allgemeinen Begrüßung und dem Gebet, beginnt das Buchstudium. Im Mittelpunkt steht "Dein Königreich komme". Zunächst wird wiederholt. Bruder P. stellt wie immer die Frage, ob es noch etwas Unklares gäbe. Seine Frau und die anwesende Schwester V. melden sich. Sie wollen zu den zuletzt behandelten Kapiteln 4, 5 und 6 einiges wissen.

DA wird von Jehovas Gesetzen gesprochen. Jehova lenkt auch die Naturkräfte, was die Menschen kaum vermögen. "Aber", meint Schwester V., "im 1. Buch Mose wird davon gesprochen, daß die Schöpfung abgeschlossen und gut war, daß also später nichts mehr hinzugekommen sei und von Jehova nichts mehr verändert wurde. Wieso gibt es denn da Krankheitserreger in der Schöpfung, wieso gibt es so viele schädliche Insekten?"

"DANN fiel mir im 4. Kapitel auf", fährt Schwester R. fort, "daß auf Seite 35 in ein Bibelzitat in Klammern ein Text .eingeschoben ist ohne Angabe, von wem er stammt. Da kann ja der Eindruck entstehen, daß das auch aus der Bibel ist. Warum will man uns täuschen?"

"IM 5. Kapitel geht es ein paarmal um Satan, den Teufel. Wenn es darum geht, wie er zum Satan wurde, gibt es immer nur Beweise aus dem Neuen Testament, warum nicht aus dem A.T.?", ergänzt nun Schwester S.
DIE anwesenden Brüder, vor allem der Studiengruppenleiter P., machen einen ratlosen Eindruck. So offensiv sind sie scheinbar mit Fragen der Schwestern, die wir alle bisher als ruhig und zurückhaltend kennen, nie konfrontiert worden. Bisher haben beide nur auf Fragen mit fast wortwörtlicher Wiedergabe der im Wachtturm oder anderer Literatur stehenden Texte geantwortet. Offensichtlich enthält das neue Buch soviel Widersprüchliches, daß es selbst diesen einfachen Schwestern aufgefallen ist.

Zu einer Antwort der Brüder kommt es gar nicht erst, denn schon prasseln die nächsten Fragen:.
"IM 5. Kapitel verstehen wir noch mehr nicht!" Schwester V. spricht jetzt sehr aufgeregt:
"SEITE 41, da wird von Robotern gesprochen. Wir haben zusammen die Kapitel gelesen. Wir kamen uns selbst wie Roboter vor, warum müssen wir immer dasselbe wiederkäuen, und warum belügt man uns alle. Auf Seite 43, bitte lest es selbst nach, da steht: 'Jetzt ist die festgesetzte Zeit nahezu abgelaufen. Während etwa 6000 Jahren…" Wieso wird geschrieben 'nahezu' und 'etwa'. Also hat über die Jahre hin die Zeitrechnung nicht gestimmt, also sind 1975 die 6000 Jahre gar nicht abgelaufen, obwohl man uns das hundert und aber hundert Mal eingebleut hat. Woran soll ich mich noch halten? Und warum wird uns wieder groß und breit auf Seite 44 erklärt, warum Gott das Böse solange, zugelassen hat? Das sind doch Ausreden. In dem neuen Buch wird Jehova in jeder Hinsicht als absoluter allgewaltiger Gott und Herrscher über alles dargestellt, viel mehr wird das betont, als sonst immer. Hat ein absoluter Gott denn eine Verteidigung nötig? Das ist doch dumm und kleinlich, das kann man nicht mehr glauben!"

Die beiden Brüder machen jetzt einen hilflosen Eindruck
WAS sollen sie sagen? Sie reden vom Mißverständnis, von einseitiger Sicht und von gründlicherem Studieren. Bruder P. versteigt sich dann zu der Bemerkung: "Wir müßten über so viele Fragen mal einen älteren Bruder, Bruder S. z.B., hinzuziehen?

"DAMIT seid ihr immer schnell fertigt", fährt ihm Schwester V. in die Parade.
ICH habe bis jetzt nur zugehört und bin erstaunt, wieviel Zorn und Enttäuschung sich da angestaut haben. Sind die Brüder wirklich so beschränkt, daß sie das, was sich da über Monate entwickelte, nicht bemerkten? Kaum zu glauben! Ich mache mir so meine Gedanken. Jehova hat die Naturgesetze bewirkt, und deswegen sind sie so vollkommen und in sich geschlossen, aber könnte diese Geschlossenheit und vollkommene Übereinstimmung nicht auch die logische Folge einer ganz natürlichen Entwicklung der Materie sein? Wenn ich an die Widersprüche gerade in dem neuen Buch denke, denn liegt das ja auf der Hand.

ES gibt, so zeigt das Kapitel 7, ein "Oben" und ein "Unten" im späteren "Phantasie"-Königreich, also wieder Menschen mit zweierlei Recht, mit Vorrechten, solche, die Regierende sind und solche, die sich beherrschen lassen müssen. Wie wenig glaubhaft ist ein Jesus Christus in diesem Buch, wenn es die WTG nötig hat, neben viel Wortgeklingel, welches ihn darstellen und würdigen soll, auf Seite 77 ein Porträt im Stil eines amerikanischen Filmidols zu veröffentlichen.

WOHER weiß die WTG denn so genau, daß Jesus so aussah? Das alles erscheint zunehmend als ein Dummenfang und eitles Blendwerk.

Um 20.00 Uhr bin ich in eine andere-Versammlung eingeladen
BRUDER L. leitet die Versammlung. Außer seiner Familie sind noch eine ältere Schwester und ihr erwachsener Sohn anwesend. Sie haben die Kapitel 7, 8 und 9 vorstudiert und nun wird im Wechsel gefragt, gelesen und geantwortet. Es herrscht eine recht harmonische Stimmung, alle sind bei der Sache, und es ist fast ein bißchen wohltuend nach der Turbulenz in der Familie F. vorhin.

DOCH da fällt auf Seite 85 das Wort Materialismus, und plötzlich sagt die 12jährige Tochter des Bruder L.:
"VATI, sei bitte nicht gleich wieder böse, aber die Brüder meinen doch immer nur Essen und Trinken und viel Geld verdienen. Das meinen sie doch mit Materialismus. Unser Lehrer aber hat gesagt, Materialismus sei eine Lehre, eine Philosophie, und der Marxismus-Leninismus, von dem soviel gesprochen wird, macht die Menschen besser"!

Die scheinbare Ruhe war dahin!
"WIE oft habe ich dir denn schon gesagt, du sollst nicht auf das Geschwätz der Lehrer hören. Materialismus ist Satans Werk und alles, was von Satan kommt, ist Gift für den Glauben. Nur wer an Jehova glaubt, wird ewiges Leben erringen."

"WARUM brüllst du sie denn so an, statt es ihr ruhig zu erklären?", fragte Bruder U. "Die Mitglieder in der SED sind doch oft auch keine schlechten Menschen, für sie besteht aber weder Gott, noch Satan, und sie sind Materialisten, obwohl sie nicht materiell denken. Wirft da die leitende Körperschaft nicht materielles Denken und Materialismus unbesehen in einen Topf?"

"JETZT fängst du auch noch mit solchem Geschwafel an", konterte Bruder L., und seine Frau streckte abwehrend die Hände aus: "Wißt ihr nicht, wie schnell Satan zuschlägt?"
"DU selbst hast doch die Enttäuschung von 1975 bis heute nicht verkraftet, warum sollte man sich hinsichtlich des Umgangs mit dem Materialismus in Brooklyn nicht auch getäuscht haben? Warum sollten die 'falschen Lehrer', von denen im Absatz 19 des 9. Kapitels gesprochen wird, nicht auch in Brooklyn sitzen, wenn nach Meinung der WTG sich die falschen Lehrer und falschen Lehren des Katholizismus schon 2000 Jahre gehalter, haben. Warum ist es nicht möglich, daß 100 WTG auch 100 Jahre Lug und Trug bedeuten? Ich glaube, dieses Buch ist ein Wendepunkt in der Geschichte der WTG, es ist die Axt, die die WTG an ihre eigenen Wurzeln gelegt hat."

MIT dieser Bemerkung, die ich einfach nicht unter den Tisch fallen lassen wollte, war auch für diese Versammlung der-Abend gelaufen. Bruder L. sprach lediglich noch ein kurzes Schlußgebet und ging merkwürdigerweise auf keinen der Vorwürfe ein. Auf die nächste Versammlung war ich gespannt .

Unsere vierte Fortsetzung:
Die beste Moral ist - keine zu haben
CHRISTEN UNTERSUCHEN DIE ZWECKMÄSSIGKE1T DES WACHTTURMS
Wir lösen alle Probleme "Wie Einelternfamilien mit ihren Problemen fertig werden"
AUF der Titelseite kann man im Fettdruck und Großbuchstaben diesen Satz lesen!
DIE Wachtturm-Gesellschaft stellt sich in dem WT 24/1980 als ein wahrer Seelen tröster dar. Niedergeschlagene Menschen in der -westlichen Welt, denen man auf der Straße solchen Wachtturm anbietet, versprechen sich wahrscheinlich sehr viel vom Inhalt und kaufen auch so einen Wachtturm. Wenn sie ihn zu Hause in Ruhe lesen, dann stellen sie zu ihrem Bedauern fest, daß diese Wachtturm-Gesellschaft auch weiter nichts anzubieten hat als Vorschläge und Ratschläge, aber keine echte Hilfe… Außerdem stellt der Leser fest, wenn er in den Genuß geringer Unterstützungsgelder gelangen will, dann muß er erst einmal ein Zeuge Jehovas werden. Das jedoch ist für manch-einen Leser noch ein weiter Weg. Bis dahin hat manch eine Familie andere helfende Hände gefunden. In Wahrheit sind diese scheinheiligen Wachtturm-Samariter gar nicht so sehr an den Familienproblemen interessiert. Bei ihnen zählt etwas weit Wichtigeres. Sie brauchen Nachfolger, Fußvolk, das die Organisation stabil hält, Lücken ausfüllt und Spendengelder zahlt. Gerade in den ahnungslosen und problemreichen Familien sieht sie jetzt ihr Neuland, nach Möglichkeit in den unterentwickelten Ländern .

Nur Ratschläge, kein Geld
ABGESEHEN von den vielen biblischen Ratschlägen, die gegeben werden, erlaubt sich die Wachtturm-Gesellschaft auch solche Ratschläge zu geben:
"UM Zeit zu haben, die Kinder zu gottesfürchtigen Menschen zu erziehen, und um das nötige Geld zu verdienen, haben einige alleinstehende Eltern oft unter Mithilfe ihrer Kinder Waren verkauft, die sie selbst angefertigt haben, oder gewisse Dienste in Heimarbeit geleistet. Andere haben jede staatliche Unterstützung genutzt, auf die sie gesetzlich und moralisch ein Anrecht haben",

WORAUF hat eigentlich ein hartgesottener Zeuge Jehovas Anrecht? Er mißachtet doch jede menschliche Regierung, sie ist doch das Produkt des Teufels. Solche Ratschläge, wie sie die Wachtturm-Gesellschaft hier gibt, sollte sie lieber im vertrauten Kreise mündlich äußern, aber nicht öffentlich in einer Zeitschrift. Daraus ist ersichtlich, was das für Hirten sind, die die Herde weiden. Ihre Spendengelder rühren sie nicht an, die werden für Neubauten und Fernsehstationen auf's Konto gelegt, davon ist kein Dollar für die Armen übrig. Denen soll der Staat helfen, das verfluchte Gebilde des Teufels, das in die Vernichtung geht. Welch ein großer Widerspruch liegt doch in der Handlungsweise der Befehlshaber in Brooklyn. Sie könnten mit Leichtigkeit eine Milliarde Dollar für Wohltätigkeitszwecke aus Spendengelder zur Verfügung stellen, um Not lindern zu helfen, aber nein, sie schicken ihre Lämmer zum Teufel, wenn sie nach Brot schreien. Das ist Wachtturm-Politik!

MÖGEN doch endlich die täglich geplagten Wachtturmanhänger anfangen, nüchtern zu denken und die Geldgier der Wachtturm-Gesellschaft so verabscheuen, wie ihre falschen Prophezeiungen.

"KÖNIGREICHSWAHRHEIT"
WT-Bezirkskongresse 1982
Was geboten wird
"EIN glaubensstärkendes Programm wird vorbereitet mit Ansprachen, Demonstrationen und biblischen Dramen. Wir werden ausgerüstet werden, die Königreichswahrheit noch wirkungsvoller darzubieten". So hieß es in der allgemeinen Bekanntmachung. (WT 15.2.1982). Das Motto dafür lautet "Königreichswahrheit". Es ist alles oder auch nichtssagend, ein so allgemeiner Begriff, der der WTG jegliches konkrete Thema einräumt. Denn "Königreichswahrheit" wurde ja schließlich alles genannt, was in den 100 Jahren bisher verkündigt werden mußte.

AUF jeden Fall geht es der WTG darum, ihre Lehren "noch wirkungsvoller darzubieten", also das Weitermachen unbedingt anzukurbeln. Daß nun schon sieben Jahre um sind, obwohl es nach 1975 nur noch Monate dauern sollte, wen stört's! Es hieß zur Verschiebung nach 1975: "Der Unterschied mag höchstens einige Wochen oder Monate, keinesfalls aber Jahre ausmachen"! (WT 15.11.1968, S. 691) Damit, kommen wir zum Motto "Königreichswahrheit" selbst.

Noch wirkungsvoller?
MAN sollte sich die Wirkung dieser "Königreichswahrheiten" des WT überhaupt einmal auf ihre Praxis anschauen! 100 Jahre schiebt der WT sein "Königreich" da schon einher! Der erste Termin dieser "Königreichs"-Endzeit-"Wahrheit" war "nach den eigenen Worten des Propheten" gar schon das Jahr 1799! (Die Harfe Gottes, S. 215) Für jede Generation, in die seit dieser Zeit alles immer wieder verschoben wurde, wurden die einschlägigen "Erfüllungen" jedesmal wieder verworfen bzw. umgedeutet. Dutzende von "Königreichs"-Unwahrheiten sind in Wahrheit das WT-Register! Natürlich veröffentlicht die WTG selbst kein solches Register. Das muß man aus den WT-"Predigten" schon selbst zusammenstellen. Im "Vorwärtsschreiten" läßt die WTG das alles hinter sich versinken.

DANK der Mühen vieler Brüder und Schwestern, die darüber inzwischen Bücher herausgebracht haben, Dokumentationen, ist es für jeden heute jedoch zuverlässig nachprüfbar, dieses WTG-Schuldkonto. Wir weisen zu diesem Zweck besonders auch auf die CV-Sonderausgaben Nr. 73, 100 und 139 hin. Die WTG kann doch heute wirklich nur noch Arglose täuschen. Wer sich ihre Kehrseite beschaut, kann nur erschrecken.

NOCH wirkungsvoller? Diese Formulierung ist raffiniert gewählt. Als ob alles bestens wäre und es nur darauf ankäme, noch mehr Dampf aufzumachen. Unkritisch sollen alle weiter vorangeschubst werden. Irgendwie hat die WTG sehr bezeichnend die Katze aus dem Sack gelassen, als sie 1975 wieder verschob, "die Vision keucht ihrem Ende zu" (Habakuk ein weiteres Mal mißbrauchend). (WT 1.8.75, Abs. 23). Wer einem Ziel zukeucht bzw. entgegenkeucht - man mache das doch mal nach! - dessen. Sinn ist so benommen, so stur und stur geworden, daß er in solchem Zustand für nichts anderes ansprechbar ist! Einen solchen Dauerzustand braucht die WTG für wahr bei jedem. Noch wirkungsvoller! Daß das inWahrheit eine schon über 100 Jahre hingezogene Endzeit-Irrlehre ist, soll in Euphorie, Jubel, "hüpfen und springen wie eine Hindin" (WT desgl.), in Hochstimmung untergehen .
Generationen von Toten mahnen Euch!

"MILLIONEN jetzt lebender Manschen werden nie sterben!", weil 1925 Harmagedon geschlagen und der Aufbau der zertrümmerten alten Welt beginnen werde! (WTG 1920). Die weltkriegsgezeichnete Generation, der dieser Köder vor Augen gehalten wurde, ist wie die Generationen davor seit 1799 bzw. 1874 längst "vergangen". Gezielt formulierte der WT das darum nach 1975 um in "Viele der jetzt lebenden Menschen werden nie sterben" (WT. 1. 1. 1980, S.32). Leider hat jede Generation Arglose genug, die die WTG immer wieder "jagen und fischen" kann. Was für WT-"Königreichswahrheiten. "Je unverfrorener, skrupelloser und tollkühner eine Lüge vorgetragen wird, desto eher wird sie offensichtlich für wahr gehalten! Der Weg der WTG durch dieses Jahrhundert ist in Wahrheit gesäumt mit Generationen von Toten, mit Generationen, die "vergangen" sind, denen sie millionenfach ihr "Königreich" noch zu ihren Lebzeiten im Namen Gottes "prophezeit" hatte!

"KÖNIGREICHSWAHRHEITEN"? - 100 Jahre WTG-Literatur, 100 Jahre WT-"Predigten" strotzen von "Königreichs"-Unwahrheiten, von üblen "Königreichs"-Lügen. Denn ein "Prophet" oder "Gotteskanal", der seine "Königreich-Lehren" schon so oft, man müßte eine genaue Liste machen - verschob, umkehrte, ja verwarf und umdeutete, hat nichts von Gott. (5. Mose 18:20-22). Auch wenn er es dreist behauptet. Das muß er ja wohl, um gehört zu werden.
A .Z.

LESERZUSCHRIFTEN
Fragen - Meinungen - Hinweise - Antworten
"Es gibt nur einen wahren lebendigen Gott - ich habe die Wahrheit gefunden! Es gibt überall in jeder Konfession und sonstigen Glaubensrichtung, übrigens sind die Zeugen Jehovas absolut keine Sekte, fehlerhafte, irrende, sündige Menschen und keiner hat das Recht, auch nur einen Stein auf den nächsten zu werfen. Jeder sollte vor seiner eigenen Tür kehren. Was zu einem jeden ist, weiß Gott allein."
Frau Ch. L.

SO lautet einer jener Briefe, wie wir sie recht oft erhalten, nicht verbittert, nicht bestimmt von jenem Haß, den die WTG gegen die CV zu schüren versucht, nur mahnend und die Rechte eines Zeugen Jehovas vertretend.
UND doch ist es gerade in solchen Zeilen immer wieder dasselbe, ganze Wahrheit, halbe Wahrheit und Lüge - jenes Gemisch, mit dem die WTG so viele zu beeindrucken versteht, klingen auch aus diesen Worten. Es gibt ,in biblischer Sicht überhaupt keine vollkommenen Menschen auf der Erde. In irgendeiner Weise fehlerhaft sind wir alle. Darauf beruht ja ein geistiges Druckmittel der WTG, indem sie vorspiegelt, wer Zeuge Jehovas wird, hat die einzige Chance einmal vollkommen zu werden. Über das Wann? Wie? und Wo? sagt sie konkret nichts, sondern faselt von Paradies und Endzeit und Königreich seit 100 Jahren. Wer gibt dieser WTG eigentlich das Recht, als eine so junge und widersprüchliche Einrichtung alle anderen Glaubensrichtungen nicht nur in Frage zu stellen, sondern haßvoll abzulehnen? Doch das nur nebenbei. Ja, und auch "irrende Menschen" gibt es. Nur weiß jene Schwester, die uns schrieb, daß sie in der Wahrheit, in der sie zu leben glaubt, in Wirklichkeit den größten Irrtum ihres Lebens begangen hat. Die WTG erweckt nur den Anschein, eine wirkliche Stütze in Geist und Tat zu sein. Betrachten wir, wie sie über 100 Jahre Scharen gutgläubiger Menschen für ihre Ziele mißbrauchte, wie sie sich immer wieder in Widersprüche verwickelte, so ist es ein Wunder, daß es immer noch relativ viele gibt, die auf sie reinfallen. Was jener Schwester nicht gesagt wird ist, daß es immer mehr werden, die diese sündige Organisation verlassen und von ihr schwer enttäuscht werden. Einige Briefe aus jüngster Zeit verdeutlichen das sehr gut. Sie sprechen, ohne daß wir einen großen Kommentar geben müssen, für sich. Es sind Briefe von Zeugen Jehovas, die noch in den Reihen der WTG marschieren. Doch ihr Schritt ist langsamer geworden, weil sie verbittert sind und sich verraten vorkommen, mit Recht, denn das, was sie schreiben, kennzeichnet die doppelte Moral der WTG. Lest es aufmerksam, liebe Brüder und Schwestern und denkt darüber nach, vergleicht es mit Eurer eigenen Situation.

"…scheint mir doch die Begründung der christlichen Neutralität unangebracht. Wenn ich Leute wähle, die sich dann dafür einsetzen, daß Straßen gebaut und Arbeitsplätze erhalten werden, dann kann ich doch nicht gegen Gottes Gesetze verstoßen…"
W. K. aus der DDR

"…ist es also nicht die Frage, warum sich die WTG irren konnte, es ist doch vielmehr unbegreiflich, daß die vielen 'Schafe' ihr Synonym zu wörtlich nehmen. Wobei mancher sich einfach nicht getraut, zu denken. Angst ist überhaupt das Elend in der Organisation…"
H.R. aus der DDR

"…vor vielen Jahren war das, da habt ihr in einem Beitrag geschrieben, daß man sich seinen Ehepartner doch hauptsächlich nach Ansichten aussuchen sollte, die eigene Ansichten sind, denn man muß ja selbst mit demjenigen zusammen leben…, viel haben wir damals über den Gedanken diskutiert. Es gab Für und Wider…, wohl mehr Für…, ich habe jedenfalls meinen Mann nach meinen Ansichten ausgesucht und bin heute sehr glücklich. Hätte ich den… geheiratet, wie es 'geplant' war, mein Leben wäre verpfuscht…"
S. L. aus der DDR

"…ich möchte nicht schreiben, was ich alles für die Organisation auf mich genommen habe, jetzt bin ich alt und kaputt, keiner kümmert sich um mich…" E. B. aus der DDR

UND wir bitten Euch nochmals . an dieser Stelle, liebe Brüder und Schwestern, prüft diese Zeilen von Menschen, die so wie Ihr, Zeugen Jehovas sind und denkt darüber nach.
Eure CV-Redaktion

"Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str.6 Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos
Konto-Nr.: 4564-30-1952, Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera.

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Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 161

1982 fand in der Sowjetunion eine formal von der Russisch-Orthodoxen Kirche einberufene Propagandakonferenz statt. Ziel war es, so "möglich", eine Art Gegengewicht gegen die USA-Politik zu schaffen, deren erklärte Zielsetzung es war, den Osten totzurüsten. Man hoffte, auch Religionen dafür instrumentalisieren zu können. Unter den handverlesenen Teilnehmern jener Konferenz, auch CV-Mitarbeiter, die nunmehr auch in dieser CV-Ausgabe sich mehr schlecht als recht mühten, ihre Leserschaft dafür zu "gewinnen".
Schon bedingt von der grundsätzlichen anti-ökumenischen Haltung der Zeugen Jehovas, war das ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. Es war genauso naiv, wie auch die Wahlschlepper, und in Sonderheit ihre Auftraggeber, bei "Wahlen" im Ostblock als naiv bezeichnet werden müssen, die da versuchten ihr sonderbares Gewerbe mit mehr oder weniger offenen Druck auszuüben. 1950 scheiterten sie schon, als sie bei ihrer damaligen vergleichbaren Kampagne zur Ächtung der Atombombe, registrieren mussten. Die Zeugen Jehovas gehören zu deren Nichtunterzeichnern. Außer propagandistischen Effekt haben solche Aktionen ohnehin wenig Sinn. Die tatsächlichen Entscheidungen werden andernorts gefällt.


CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER. GD, GERA/THÜR, DDR

N R. 161 GERA DEZEMBER 1982

APPELL AN DIE OBERHÄUPTER UND MITGLIEDER DER RELIGIONSGEMEINSCHAFTEN
der Moskauer Weltkonferenz der Religionen - Mai 1982
EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen den Wachtturm Nr. 11/1982
DIE ZÜGEL STRAFF, DIE PEITSCHE LOCKER
Randbemerkungen zum Jahrestext 1982
EIN JUDAS UND VERRÄTER,
WER ZUR „CHRISTLICHEN VERANTWORTUNG" STEHT?

"… UND DU SOLLST DEINEN MITMENSCHEN LIEBEN WIE DICH SELBST… " GEMEINSCHAFTSENTZUG WEGEN HEIRAT AUS LIEBE
"Dich wird Jehovas Blitz erschlagen…"
MIT diesen Worten wurde ein Bruder verurteilt und bekam Gemeinschaftsentzug, wie das so schön heißt, weil er eine Frau heiratete, die er liebte und damit jene Schwester ablehnte, die ihm aus der Gemeinschaft sozusagen "zugedacht" war. Nun sind Ehen, in denen ein Partner nicht den Zeugen Jehovas angehört, ja nichts seltenes. Und so, wie die WTG sich brüstet, daß ein Zeuge Jehovas oft seinen Partner ebenfalls in die Gemeinschaft hineinüberzeugt, ebenso oft kommt es vor, daß der Effekt genau umgekehrt ist. Der Bruder, auf den jenes WTG-gerechte Donnerwetter herniederprasselte, wollte gar nicht die Gemeinschaft verlassen. Er mußte es, weil er konsequent seine Liebe verteidigte und erklärte: "Ihr könnt mich nicht zwingen. die Achtung und Zuneigung zu einem Menschen zu verraten, nur weil es euch nicht in den Kram paßt. Keine Textstelle der Bibel sagt irgend etwas davon, daß einem Menschen der Ehepartner vorgeschrieben und zugeteilt wird."

DIE Diskussion zu dieser Frage spitzte sich nach mehreren Besuchen älterer Brüder bei diesem Bruder zu und führte zum Gemeinschaftsentzug, Begründung:
"MIT EINER FRAU, DIE DER WAHRHEIT SO FERNSTEHT, WIE DIE DES BRUDERS W., HAT DIESER BRUDER KEINE CHANCE, IM GLAUBEN FEST ZU BLEIBEN. IN WENIGEN WOCHEN, SEIT ER VERHEIRATET IST, IST ER EIN GANZ ANDERER MENSCH GEWORDEN UND NEIGT IMMER MEHR ZUM WIDERSPRUCH."

AN diese Episode wurde ich erinnert, als ich kürzlich beim Lesen und Studieren der Heiligen Schrift auf zwei Bibelstellen stieß:
"Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm; denn die Liebe ist so stark wie der Tod,…"
"…; und du sollst deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst…" (3. Mose 19:18)

GEHÖRT nicht die wahre, aufrechte Liebe zum Menschen und zum menschlichen Zusammenleben von Anfang an? Gehört zur Liebe nicht Vertrauen, Vertrauen in den Mitmenschen, in den Partner? Ihr werdet wohl alle diese Frage bejahen. Nun lest bitte aufmerksam im Register der Neuen-Welt-Übersetzung, welche Textstellen ausführlich bei dem Begriff "Lieben" und welche bei dem Begriff "Vertrauen" genannt sind. Ihr werdet feststellen, daß unter dem ersten Begriff noch Raum ist für Aussagen über die Liebe der Menschen untereinander, daß es aber beim zweiten Begriff nur um das Vertrauen zwischen den Menschen und Jehova geht. Ja, an einer Stelle heißt es sogar:

"…Verflucht ist der körperlich taugliche Mann, der sein Vertrauen auf den Erdenmenschen setzt und tatsächlich Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz sich von Jehova selbst abwendet." (Jer. 17:5).
WENN in einer Bibelausgabe so bewußt der Begriff "Vertrauen" vereinseitigt wird, dann wird auch die Ehe in Frage gestellt. Ein Register ist immer abhängig von denen, die es schreiben. Nehmen wir einmal an, die WTG hätte die Übersetzung der Originaltexte nicht in ihrem Sinne verfälscht, dann wäre das Register in vielfacher Weise ein deutliches Beispiel für Einseitigkeit der Auslegung. Eine Ehe ohne Vertrauen und Achtung der beiden Partner zueinander kann nicht funktionieren, wird früher oder später scheitern, mit Sicherheit aber ein Nebeneinander-Leben sein.

DIE Ausschließlichkeit, mit der die WTG das Vertrauen auf Jehova einstellt und betont, zeigt klar ihre Pläne. Jehova hat die Ehe geschaffen und heißt sie gut, aber wie es in der Ehe auszusehen hat, das entscheidet die WTG. So, wie sie alle jene, die nicht Zeugen Jehovas sind, schon von vornherein zum Tode in Harmagedon verurteilt, so maßt sie sich das Recht an, Herr über die zwischenmenschlichen Beziehungen zu sein. Nein, nicht nur Herr, sondern auch Richter, und das bis hin zu den intimsten Dingen .

WER sich jedoch nicht fügt, dem wird gedroht, der wird vor Satans Schlingen gewarnt, der wird solange unter Druck gesetzt, bis er nachgibt oder, was heute immer häufiger der Fall ist, bis er seine eigenen Wege geht, hin zu dem geliebten Partner, weg von der WTG und: durchaus nicht weg von seinem Glauben! Sich allerdings bis zu so einer Entscheidung durchzuringen ist schwer, sehr schwer. Und selten ist es allein zu schaffen.

Gemeinsamkeit - ein Wort mit zwei Seiten
DIE WTG redet oft von Gemeinsamkeit, von Gemeinschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl. Sieht man sich die Realitäten genauer an, so wird man feststellen, daß hier nicht das innere Zusammenhalten einer Gruppe von Menschen gemeint ist, sondern das Zurschaustellen einer Überzeugung gegenüber der andersdenkenden Welt. In Wirklichkeit meint die WTG "öffentlich sein". Sie will, wenn sie von Gemeinschaft redet, ständig alles kontrollieren, den Überblick über das Fühlen, Denken und Handeln jedes einzelnen haben, um ihn vor dem Straucheln - besser: vor echten eigenen Entscheidungen - zu bewahren. Über einen langen Zeitraum ist ihr das auch gelungen, auch dadurch, daß sie das Wort "Nächstenliebe" immer wieder öffentlich dargestellt und breitgetreten hat. So ist für den Außenstehenden der Eindruck vorhanden, besser und harmonischer, liebevoller und vertrauter als bei den Zeugen Jehovas kann es nirgends sein.

BITTE prüft es selbst, ob es in eurer Gemeinschaft so ist, prüft, wie echt und ehrlich Liebe und Vertrauen sind, und dann unterhaltet euch über dieses gar nicht so einfache Problem. Es hat nie in Jehovas Absicht gelegen, daß es in einer Ehe oder in einer Gruppe Menschen, die zusammen arbeiten, lernen, leben. Mißtrauen und Haß gibt. Die Darstellung der WTG aber ist so gehalten, daß sie den Zeugen Jehovas die Nächstenliebe nur . in den eigenen Reihen gestattet. Was ist eine so einseitige Nächstenliebe wert, und wo in der Bibel gibt es dafür Beweise und Gründe? Zugleich wird Mißtrauen gesät. Mißtrauen gegenüber allen Andersdenkenden, also gegenüber der Umwelt. Wie schnell wird so ein Mißtrauen in die eigenen Reihen getragen, wie schnell kann es zurückschlagen.

…viele innere Widersprüche
JEDER von uns weiß, daß "Gemeinschaft" äußerlich harmonisch, innerlich aber voller Widersprüche sein kann. Wir alle wissen, dass es auch in den Versammlungen viele innere Widersprüche gibt, und mir klingt noch die Stimme jenes Bruders, den ich am Anfang erwähnte, im Ohr:

"WEM KANN MAN DENN NOCH VERTRAUEN, WENN AUF DER LIEBE SO HERUMGETRAMPELT WIRD?"
FÜR ihn, wie für viele vor ihm und nach ihm, war dieses Verhalten der Beweis, daß es Gemeinschaft auch nur zum Schein geben kann, als Aushängeschild vor einer zerbröckelnden Fassade. Wieviele haben das schon gemerkt. Und da helfen weder Zwang, noch Gewalt, noch gutes Zureden. Wo der Grund einer Gemeinschaft nicht fest auf Vertrauen, Liebe und Achtung gebaut ist, da ist es eine Frage der Zeit, wann sie zerbricht .

"VERTRAUEN", "LIEBE" und "ACHTUNG" - das sind nicht nur oft gebrauchte Worte. Deshalb wollen wir uns in den nächsten Ausgaben etwas gründlicher damit befassen, ausgehend von den Erfahrungen vieler Brüder und Schwestern, deren Einstellung wir erfuhren, deren Weg wir verfolgen durften.
-tig-

EIN JUDAS UND VERRÄTER
WER ZUR "CHRISTLICHEN VERANTWORTUNG" STEHT ?
Wir lesen im 2. Joh. 7-10:
"Denn viele Irrlehrer sind in der Welt aufgetreten … Jeder, der darüber hinausgeht, und nicht in der Lehre Christi verbleibt … Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht mitbringt, so nehmt ihn nicht ins Haus auf und bietet ihm auch keinen Gruß, denn wer ihn grüßt, macht sich an seinem bösen Treiben mitschuldig."

Bei dem bleiben, was geschrieben steht
1. Korinther 4:6
DIESES Johanneswort benutzt die Organisation als eines ihrer Hauptargumente gegen die zunehmende Wirksamkeit von "Christliche Verantwortung" (CV). Das ist natürlich reinste Spiegelfechterei, weil es CV in Wirklichkeit überhaupt nicht erreicht und trifft. Es ist ehrlicherweise auf CV überhaupt nicht anwendbar. Niemand sollte sich da bluffen und ängstigen lassen. Man braucht nur bei dem zu bleiben, was da Johannes wirklich sagt. Er sagt, so jemand "die Lehre Christi nicht bringt". Vom Glauben an die Wachtturm-Organisation und die Wachtturm-Lehren ist da nicht die Rede. Der Sachverhalt ist doch so, daß CV die Lehre Christi gegen den WT-Mißbrauch sogar verteidigt! CV steht sowohl namentlich wie inhaltlich sehr wohl in der Lehre Christi, allerdings nicht in der Wachtturm-Bibelauslegung. Und das schließlich mit gutem Grund, wie jeder nachprüfen kann und sollte

FÜR die Organisation ist doch in Wirklichkeit der Glaube an Christus, das Bleiben in seiner Lehre überhaupt nicht das Entscheidende, das Kriterium, sondern der "Glaube an die siegreiche Organisation", wie das u.a. die WT-Kongresse 1978 genau formulierten. Wenn man nicht an diese Organisation der WTG glaubt, dann nützt der ganze Glaube an Gott und Christus nichts. Daraus wird klar ersichtlich, daß die WTG sich das Wort Gottes, Gott und Christus, allein verfügbar gemacht hat. Sie bestimmt darüber, was von Gott zu halten ist, wie an ihn zu glauben ist, was sein Wille ist, was sein Vorhaben ist, desgleichen bezüglich Christus, wann er wiedergekommen sein soll (zuerst 1874, dann 1914) usw. Wehe, wer das nicht glaubt, wer das gar bestreitet! So ist doch die Lage!

WER also bloß bei dem bleiben möchte, was wirklich geschrieben steht, begeht in keiner Weise Verrat an Christus, ist alles andere als ein Judas. Die WTG mißbraucht hier ebenfalls die Schrift in übelster Art und Weise, um jede Kritik an ihrem Schriftmißbrauch schon im Keim zu unterdrücken. Man muß nämlich schon eigene Bibelfestigkeit und entsprechendes eigenes Stehvermögen besitzen, um dem Rufmord der Organisation Paroli bieten zu können. Denn sie geht letzten Endes geistig und buchstäblich über Leichen, wie sie das auch in der Blutfrage beweist.

DIE WTG verdreht und verrät mit ihren haltlosen Endzeitprophezeiungen über hundert Jahre schon Gott und Christi?, das geschriebene Wort!

Was von der WTG nie zu erwarten ist
VON einem falschen Propheten ist nie zu erwarten, daß er zugibt, daß er ein falscher Prophet ist. Er wird und muß sich immer in das Gewand hellsten "Lichtes" stellen. Man muß schon die Entschlossenheit und den Mut aufbringen, das selbst festzustellen. Sonst wird man immer wieder aufs neue hingehalten. Die WTG muß ihre. "Endzeit" immer wieder aufs neue verschieben! Was wäre, wenn sie nach 1914 nicht auf 1918, nach 1919 nicht auf 1925, nach 1925 nicht auf kurz nach 1938 und danach nicht auf 1975 verschoben hätte. Sie wäre längst erledigt! Und so wird und muß das weitergehen! Jetzt wird 1996 ins Spiel gebracht. Auch das Jahr 2000 schon, und auch schon der Sanktnimmerleinstag. Wer weiß denn heute noch, daß das erste "göttliche Licht" der WTG der Beginn der "Zeit des Endes" im Jahre 1799 war! Die WTG wird und muß ihre falsche Prophetie immer irgendwie bemänteln und vertuschen. (5. Mose 18:20-22).

Was CV da nun tut
DAS hat die WTG in der Tat noch nicht erlebt! CV tritt nun gegen den WT-Verrat dessen, was da geschrieben steht, in allen Dimensionen an! Wie noch nie wird die gesamte "endzeitliche" WT-Maskerade gelüftet und aufgedeckt!. Der WT-Verrat wirklicher christlicher Nächstenliebe am anderen Menschen, der WT-Verrat schriftgemäßen Verhaltens zu Gesellschaft und "Obrigkeit", der WT-Verrat des einen Glaubens, der einen Taufe, der einen Hoffnung nach Epheser 4:1-6 und Philipper 3:17-21, die immer noch für alle Christen gelten! Wie Epheser 3:17 unzweideutig aussagt! Und CV zeigt auch, warum die WTG dieses schändliche Tun immer wieder fortsetzt, jeden Bankrott in einen "Sieg" ummünzt und so eine Generation Argloser nach der anderen "verheizt". CV deckt auch die Hintermänner und Hintergründe auf! CV zeigt auf, für wen dieser WT-Verrat des einen christlichen Glaubens, der einen christlichen Hoffnung betrieben wird. Die Beweise kann jedermann nachprüfen und nachlesen.

WER zu "Christlicher Verantwortung" (CV) steht, verteidigt die Lehren Christi gegen den Wachtturm-Mißbrauch und bleibt in der Lehre Christi.
K.O.

DIE ZÜGEL STRAFF. DIE PEITSCHE LOCKER
Randbemerkungen zum Jahrestext 1982
"DARUM, MEINE GELIEBTEN BRÜDER, WERDET STANDHAFT, UNBEWEGLICH, UND SEID ALLEZEIT REICHLICH BESCHÄFTIGT IM WERKE DES HERRN, INDEM IHR WISST, DASS EURE MÜHEVOLLE ARBEIT IN VERBINDUNG MIT DEM HERRN NICHT VERGEBLICH IST." - l. Kor. 15:58 -

"SCHLIMMER GEHT'S NIMMER!" - dieser Gedanke schießt einem unwillkürlich durch den Kopf, wenn man diese Zeilen liest, mal ganz abgesehen davon, daß ähnliche hinhaltende Jahrestexte schon vorgekommen sind. Aber einen Jahrestext dieser Art weltwelt zu verbreiten und im Jahre vorher heuchlerisch ein Buch zu veröffentlichen "Dein Königreich komme" - das ist der Gipfel der unverschämten und selbstsüchtigen Betrugsmanöver, die sich die WTG bisher schon geleistet hat. Es wäre nicht sinnvoll, sich lange bei dem Wort "unbeweglich" aufzuhalten. Doch ganz übergehen wollen wir es nicht. In der auch oft von Zeugen Jehovas verwendeten Menge-Bibel wird die Übersetzung "unerschütterlich" verwendet. Dies trifft das Gemeinte wohl besser. Aber der Deutungsversuch für "unbeweglich" ist beinahe so etwas wie ein Offenbarungseid der WTG. Hat sie doch hier mit einem Wort ihre ganze engstirnige, herrschsüchtige und egoistische Glaubenspolitik entlarvt, sie ist eben unbeweglich.

Unbeweglichkeit in Geist und Tat
ABER treffend charakterisiert sie damit  auch die Glaubenshaltung ihrer Zeugen Jehovas, die zur Unbeweglichkeit in Geist und Tat ja von Anfang an verurteilt wurden und noch verurteilt sind. Da kann man in Brooklyn nur hoffen, daß diese Feststellung der Unbeweglichkeit nicht Aufsehen unter den Brüdern und Schwestern erregt. Eine solche Übersetzungsleistung als Jahrestext hält über 2 Millionen Zeugen Jehovas täglich vor Augen, wie sie von der leitenden Körperschaft beurteilt werden. Und damit sie über diese eindeutige Abwertung, denn zwischen "unerschütterlich" und "unbeweglich" besteht ja eindeutig ein gewaltiger Unterschied, so, wie zwischen positiv und negativ, nicht zu oft stolpern im Jahr des Herrn 1982 werden sie strengstens daran erinnert, reichlich beschäftigt zu sein, damit zum Nachdenken nicht mehr zuviel Zeit bleibt, geradeso, als ob sie bisher zu wenig beschäftigt gewesen wären. Wieviel Zeit soll denn der WTG noch geopfert werden? Wieviel Familien sollen im Dienst noch ihren Zusammenhalt verlieren? Wieviele werden noch mit "reichlicher Beschäftigung" in die Vereinseitigung und ins Abseits ohne echte zwischenmenschliche Beziehungen gedrängt?

WIEVIELE haben sich bisher gefragt, wie lange man den Bogen noch spannen und überspannen kann? Es werden täglich mehr, weil die Situation täglich unerträglicher wird.

Nun ein solcher Jahrestext
WAS hält er denn, im Gegensatz zu früheren noch an Auferbauung, an Stärkung bereit? Viel ist es nicht, denn wer nur zum standhaften Ausharren aufgerufen, zur Unbeweglichkeit verurteilt ist und dazu als einzige Alternative reichliche Beschäftigung angeboten bekommt, der wird sich bald als Lastesel fühlen, schlimmer noch als ein Sklave in geistiger und körperlicher Hinsicht, denn wer nicht gehorcht, bekommt Druck und Sporen der älteren Brüder und der ganzen Macht bis hinauf nach Brooklyn deutlich zu spüren. Galt im Mittelalter bei den Reichen der zynische Spruch: Bete und arbeite!, so heißt er jetzt; Bleibe starr und arbeite! Großzügig hat man auf das Gebet verzichtet. Das alles hört sich mehr nach religiös verbrämter Ausbeutung an, als nach wahrem christlichen Glauben. Anscheinend herrscht bei der leitenden Körperschaft die Ansicht, daß man sich solche Vorschriften und solchen Druck leisten kann, 7 Jahre nach einer gescheiterten Harmagedon-Utopie! Aber es ist sicher, daß auch der geduldigste Esel einmal zu schwere Lasten abwirft und noch hinten ausschlagt. Wehe der WTG, die dann die Last auf die Füße und den Tritt erhält.

NACHDENKLICHES
Über die Bibelfestigkeitvon Zeugen Jehovas
IN einem Vortrag im Rahmen der Evangelischen Erwachsenenbildung in Ellwangen/BRD, wurde u.a. folgendes ausgeführt:
ES werde viel mit Bibelworten argumentiert, mit solchen aus dem Alten und aus dem Neuen Testament. Die Bibelfestigkeit der Zeugen sei jedoch lediglich eine Bibelstichwortfestigkeit: Zu jeder Gelegenheit der passende Spruch. Dabei wird dem Gesprächspartner meist nicht klar, daß er jetzt mit einem Zitat konfrontiert wurde, das völlig aus dem biblischen Zusammenhang gerissen ist. Das Schlimme an der Sache ist aber, daß dies auch dem Zeugen nicht klar ist, denn: Wahr ist, was der "Wachtturm" sagt. Wenn dort Anlaß und Zitat miteinander verbunden werden, dann schaut kein Zeuge Jehovas mehr in der Bibel nach, in welchem Zusammenhang dort eigentlich seine Worte stehen. Er tut es nicht, weil er es nicht darf - Zweifel sind verboten. Zweifel sind Versuchungen des Bösen, denen man zu widerstehen hat.

AUS diesem Grunde ist es auch nicht möglich, mit dem Zeugen eine echte Diskussion über Glaubensfragen zu beginnen - jedes Argument des Gegners ist ein Argument des Bösen, der einen in Versuchung führen will. Jeder schriftliche Nachweis, daß der Zeuge in irgend etwas unrecht hat, ist eine Fälschung des Bösen, des Teufels.

SO sei der Zeuge Jehovas der perfekt manipulierte Mensch, geführt an der kurzen Leine der Wachtturmgesellschaft. Und meist fühle er sich wohl dabei, denn er dürfe sich als Erwählter Jehovas verstehen.
EIN Kerngedanke dieser Ausführungen ist des besonderen Nachdenkens wert, der besser noch nicht formuliert wurde; Wenn der WT einen Anlaß und ein Bibelzitat miteinander verbindet, dann wird das für ZJ zur "göttlichen Wahrheit". Ob das stimmt oder nicht, darf nicht mehr bezweifelt werden. Das ist genau das Geheimnis des ZJ-Glaubens an die zahllosen bisherigen Falschauslegungen und Falschprophezeiungen der WTG über 100 Jahre schon!

DIE BESTE MORAL IST - KEINE ZU HABEN
4. Artikel zum Buch "Dein Königreich komme"
Stolpersteine
AN zwei treffende Bibelstellen wurde ich erinnert, als ich Kapitel 10-12 des Buches "Dein Königreich komme" las und prüfte. Wenn man auf einem Waldweg geht und stolpert plötzlich, so sollte man sich anschließend orientieren, ob es ein Stein oder eine Wurzel war, die man nicht beachtete oder ob es die eigene Unaufmerksamkeit bewirkte. Wir alle stolpern wohl oft im Leben. Bisher aber habe ich noch keinen Menschen gefunden, der sich selbst Steine und Wurzeln gleich haufenweise auf den Weg legt, den er am Wochenende mit seiner Familie gehen will. Seit ich jedoch diese drei Kapitel las, weiß ich, daß es doch Menschen gibt, die sich selbst und anderen Steine in den Weg legen, um dann am Ende zu sagen: "Seht ihr, wer aufmerksam war, fiel nicht hin! Und genauso müßt ihr es mit dem Glauben 'halten, aufmerksam sein, nicht vom Weg abkommen und auf Steine und Wurzeln achten".

ES gibt da nur einen kleinen Mangel in der Angelegenheit. Die WTG verschweigt klugerweise, daß sie selbst diese Hindernisse legte. Stattdessen schiebt sie die Schuld Satan und zum Beispiel auch "Babylon der Großen" zu. Und als mir das klar wurde, da fielen mir Psalm 59:12 und Sprüche 16:18 ein: "(Wegen) der Sünde ihres Mundes, des Wortes ihrer Lippen: Und mögen sie gefangen werden in ihrem Stolz; / Ja, wegen des Fluchens, und des Truges, den sie üben." Und: "Stolz geht einem Sturz voraus und ein hochmütiger Geist dem Straucheln."

… da geht einem das Herz auf
WELCHE Freude ist es doch zu sehen und zu lesen, wie sich die WTG zum Mittelpunkt aller Religionen und zum einzig wahren Vertreter christlichen Glaubens macht! Da geht einem so richtig das Herz auf! Und wehe dem, der beim genaueren Betrachten über soviel Aufgeblasenheit, Egoismus und Stolz vor Wut und Empörung in die Luft geht! Der ist ein Kind Satans. Der ist in den Augen der WTG im falschen Glauben und geht seiner Vernichtung entgegen.

ES ist immer bedenklich, andere absolut zu verurteilen und sich selbst als fehlerlos hinzustellen. Da steht auf Seite 90 ein schönes Wort: "… gerieten einige auf Grund ihres Verlangens nach persönlichem Ansehen in eine Schlinge des Teufels. Sie führten nun einen Unterschied zwischen Geistlichen und Laien ein."

Je höher das Amt, desto höher die Nase
ICH bedaure es zutiefst, daß ich in den verschiedenen Ämtern, die in der WTG wohlgestaffelt vergeben werden, noch keinen einzigen Bruder getroffen habe, der nach "persönlichem Ansehen" Verlangen hatte. Nein, sie waren durch die Bank bescheiden und zurückhaltend. Sie sahen in ihren Ämtern nur den Dienst an der Gemeinschaft. Stets den Nutzen für alle, nie den eigenen Vorteil. Eine vorbildliche Haltung ist überall zu entdecken - vorausgesetzt allerdings, man trägt die Extra-rosarote-Brille der WTG und nimmt sie nie ab. Denn dann gibt es ein fürchterliches Erwachen. Eigensucht und zur Schau gestellter Stolz gehören zum Alltag der Brüder, die ein Amt bekleiden, natürlich nicht bei allen, aber je höher das Amt, desto höher die Nase.
SO beweist wenigstens jeder zweite, daß .mit den Sätzen auf Seite 90 die WTG von sich selbst spricht. Und der Unterschied zwischen Geistlichen und Laien trägt ganz einfach einen anderen Namen, er besteht trotzdem, und von der wirklichen urchristlichen brüderlichen Gemeinschaft ist im durchorganisierten WTG - Religionsgebäude kaum etwas zu spüren, vielmehr Management und finanzpolitische Raffinesse, aber nur zur Ehre Jehovas, nicht zur Freude einiger weniger offener Taschen. Oder wagt es jemand, das anders zu sehen?

Verschiedene Gesichtspunkte?
UND das Königreich? Das ist auch so eine Sache für sich. Denn im Kapitel 11 werden uns in auf erbauender Weise die "Königreichsgleichnisse" vorgestellt, alle jene Beispiele, die Jesus Christus zum besseren Verständnis der bevorstehenden Dinge so erzählte, daß jeder einfache Mensch sie begreifen kann. Dutzende Male haben wir in den letzten Jahren diese Gleichnisse zu hören und zu lesen bekommen. Immer haben wir uns gefreut, daß gerade diese Beispiele so treffend beweisen, daß das Königreich unmittelbar bevorsteht und daß es ein großes Vorrecht ist, es zu erleben. Wie waren wir glücklich darüber und dankbar dafür

JEDOCH, was soll denn das? Da lesen wir auf Seite 100: "ANSCHEINEND HANDELT ES SICH DABEI UM DIE GLEICHEN 'VÖGEL- WIE IN DEM FRÜHEREN GLEICHNIS, …"
UND auf Seite 104 steht in der kleingedruckten Zusammenfassung: "WENN WIR DIE ENTWICKLUNG DES KÖNIGREICHES VON VERSCHIEDENEN GESICHTSPUNKTEN AUS BETRACHTEN…"

WAS bedeutet "VERSCHIEDENE GESICHTSPUNKTE?" Ja, verschiedene Beispiele für das Königreich, das träfe den Inhalt des 11. Kapitels. Aber Gesichtspunkte, das hat ganz direkt doch etwas mit Ansicht und Auffassung, mit Meinung zu tun. Gibt es denn da plötzlich "verschiedene?" Ein solcher Wandel, ein solches Auflösen alles bisher Gehabten entspräche ja den vorhergehenden Kapiteln! Es hat zunehmend den Anschein, als wenn das Gebäude der WTG. allen Ernstes ins Wanken geriete, besonders dadurch, daß mit dem neuen Buch alles, was Harmagedon betrifft, auf den "Sanktnimmerleinstag" verschoben wird.
Die WTG ein Sammelsurium

ÜBRIGENS ist diese Auflösung ganz normal. Denn auch wenn die WTG über 100 Jahre :immer sich von allen Religionen und Religionsgemeinschaften absetzte und abgrenzte, um sich als etwas Einmaliges und einzig Gottgewolltes darzustellen, ist sie von Anfang an ein SAMMELSURIUM verschiedener Religionen und Glaubensauffassungen gewesen. Aus vielen vorher schon bestehenden Ansichten hat man ein Kleid zusammengeflickt, ein buntes, schön anzusehendes, nur, jetzt platzen die Nähte der einzelnen Flicken auf und der nackte, tote Knochenbau, morsch und brüchig, kommt zum Vorschein. Das neue Buch ist kein Mäntelchen, um das alles zu bedecken, nein, es ist eine Rasierklinge, die sich die WTG unbewußt schärfte, um die letzten Nähte aufzutrennen. In Fetzen wird sie auf diese Weise bald vor uns allen als "falscher Prophet", sichtbar sein.

UND die Spielerei und die Vermutungen um "die 'letzten Tage" und das Königreich"' und den immer wieder herbeizitierten und falsch ausgelegten Matthäus 24 im Kapitel 12, was ist mit ihnen? Nun, sie gehören mit zu diesem Fiasko, denn die auf Seite 115 zitierten Bemerkungen von "Weltmenschen" über 1914 sind wahrhaftig nicht dazu angetan zu überzeugen. Bisher haben ja solche Meinungen immer herhalten müssen, wenn die WTG nicht weiterwußte, dann waren sie gut genug. In diesem Falle nun ist auch das vergebliche Mühe, denn diese "weltlichen" Kommentare beweisen nur, daß die WTG mit ihrem Endzeit-Latein ziemlich . am Ende ist. Der letzte Endzeitknüller in diesem Buch, mit dem sich die WTG, schon angezählt, noch vor dem K.O. im Ring eine kleine Weile retten will, ist bereits der Sterbegesang einer fehlgeschlagenen Glaubenspolitik auf Kosten Ehrlicher und Gutgläubiger. Auch die letzten sechs Kapitel beweisen es!
Deshalb bitten wir. EUCH, lest unsere
5. Fortsetzung:
"Alter Wein in neuen Schläuchen"

Liebe Brüder, liebe Schwestern Christliche Verantwortung und christliche Wahrheit bilden ein Ganzes! Ihr habt die Möglichkeit, jederzeit nach vorheriger Anmeldung im CV-Büro Gera und Berlin Original-Dokumente der WTG, die wir in unseren Artikeln zitieren, einzusehen und zu prüfen.

APPELL AN DIE OBERHÄUPTER UND MITGLIEDER DER RELIGIONSGEMEINSCHAFTEN
der Moskauer Weltkonferenz - Mai 1982: "Religiöse Vertreter für die Rettung der heiligen Gabe des Lebens vor einer nuklearen Katastrophe
Vor dem Hintergrund der WT-Weltende-Irrlehre von 1975 zu lesen !
WIE oft hat die WTG die zeitgenössischen urchristlichen Worte "Friede und Sicherheit" für die heutige Zeit schon weltpolitisch fehlangewandt und mißbraucht. Seit dem ersten WT-Endzeittermin von 1799 mit Napoleon geht das nun schon. Generation um Generation, fast 200 Jahre lang. Kein vernünftiger Mensch kann also das ernst nehmen. Immer hat die WTG den Menschen hier nur leere Hülsen gereicht. Wie treffend sind da doch für die WTG die Worte in Jakobus 2:15-20: "Wenn ein Bruder oder eine Schwester keine Kleidung hat und an der täglichen Nahrung Mangel leidet und dann jemand von euch zu ihnen sagt: Geht hin in Frieden, kleidet euch wann und esst euch satt, ohne ihnen jedoch das zu geben, was ihr Leib bedarf, welchen Nutzen hat das für sie? … Willst du wohl einsehen, du gedankenloser Mensch, daß der Glaube ohne die Werke unnütz ist?" - Wenn man das alles so bedenkt, kann gerade die Moskauer Weltkonferenz der Religionen vom Mai 1982 ein entscheidender Anstoß sein, sich nicht länger durch die WT-Hörigkeit vor den Mitmenschen lächerlich und unglaubwürdig zu machen. Wir möchten darum wesentliche Aussagen der Weltkonferenz zur Diskussion stellen. Im Appell an die Religionsgemeinschaften, also auch an die ZJ, heißt es:

LIEBE BRÜDER UND SCHWESTERN
WIR verfassen diesen Appell in einer entscheidenden Stunde unserer Geschichte. Die Machtverhältnisse sind unheilvoll. Die Katastrophe eines nuklearen Holocaust, durch den die Menschheit und das Leben selbst ausgelöscht werden können, steht viel bedrohlicher vor uns als, je zuvor.

WIR, von denen dieser Appell ausgeht, kamen aus 90 Ländern aller sechs Kontinente. Wir sind Vertreter des Buddhismus, des Christentums, des Hinduismus, des Islam, des Judentums, des Shintoismus, Sikhismus und Zoroastrianismus und sind vom 10. bis 14. Mai 1982 in Moskau zur Religiösen Weltkonferenz zur Rettung der heiligen Gabe des Lebens vor einer nuklearen Katastrophe zusammengetroffen.

WIR richten diesen Appell an Euch, unsere Brüder und Schwestern aller Religionsgemeinschaften in allen Teilen der Welt, denn gemeinsam machen wir die Mehrheit der Weltbevölkerung aus, und weil wir unsere moralische Verantwortung für die gemeinsame Arbeit akzeptieren, können wir den Verlauf der geschichtlichen Entwicklung verändern, indem wir auf der Grundlage unserer gemeinsamen Liebe zur Menschheit an das Gewissen der Menschheit und an diejenigen appellieren, die Entscheidungen für die Nationen treffen.

WIR vertreten unterschiedliche religiöse Auffassungen. Wir geben zu, daß wir selbst nicht immer nach Frieden gestrebt haben. Wir haben uns über unsere Auffassungen gestritten und im Namen der Religion sogar Kriege geführt. Heute sind wir zusammengekommen, weil uns die Gefahr einer nuklearen Katastrophe, mit der wir alle konfrontiert sind, gleichgültig, ob wir uns zu der einen oder anderen oder zu gar keiner Religion bekennen, dazu veranlaßt hat. Wir haben uns hier nicht zusammengefunden, um über unsere Differenzen zu diskutieren oder eine gemeinsame neue synthetische Religion zu begründen. Wir sind hier, weil wir die gemeinsame Gefahr spüren, mit der die gesamte Menschheit, ja sogar alles Leben konfrontiert ist. Wir richten diesen gemeinsamen Appell an Euch, liebe Brüder und Schwestern in alle Religionsgemeinschaften der Welt und in Eurem Namen an das Gewissen der Menschheit.

WIR alle haben einen unterschiedlichen kulturellen, ideologischen und politischen Hintergrund. Unter uns befinden sich Männer und Frauen aus allen Bereichen des Lebens, Fabrikarbeiter, Führer von Regierungen, Staatsmänner und Politiker, Chirurgen und andere Ärzte, Professoren und Forscher, Wissenschaftler und Sozialarbeiter und Geistliche. Doch wir sind hier als Gläubige zusammengekommen, vereint im gemeinsamen Kampf zur Rettung der heiligen Gabe des Lebens vor einer nuklearen Katastrophe .

WIR haben nicht versucht, unsere Weltanschauungen zu verschmelzen. Unser Verhältnis zur Realität wird weiterhin unterschiedlich sein. Wir halten an unseren unterschiedlichen religiösen Auffassungen fest, ohne dabei Kompromisse zu machen. Trotz dieser Unterschiedlichkeit können wir uns gemeinsam für etwas einsetzen, das für uns alle wertvoll ist: Das Leben ist eine heilige Gabe, die bewahrt und geschützt werden muß, der Frieden ist eine bedeutsame Lebensqualität. Der Krieg ist lebensfeindlich. Liebe, Mitleid, Fürsorge für alle werden Frieden bringen und das Leben lebenswert machen. Das einzige Streben sollte auf die Wahrheit gerichtet sein und nur ihr gemäß sollte man leben.

Falschheit ist ein schlimmes Übel, dem man ausreichen sollte. Haß, Aggression und Habgier führen zu Krieg und vernichten das Leben, Ungerechtigkeit und erzwungene Armut müssen bekämpft und beseitigt werden. Eigennütziges Streben auf Kosten unseres Nächsten richtet sich gegen jede Religion. Religionsgemeinschaften müssen lernen, einander zu verstehen und zu schätzen.

WIR als Gläubige vertreten unterschiedliche Ansichten über die Rechtmäßigkeit von Krieg und Gewalt. Der neue Faktor, der in der Welt von heute zum allererstenmal deutlich zutage tritt, ist die Tatsache, daß alles Leben von einem nuklearen Holocaust bedroht ist und daß ein nuklearer Krieg nur zu einer totalen Katastrophe führen könnte. Deshalb sind sich unsere Religionsgemeinschaften in diesem Punkt einig: Für einen nuklearen Krieg kann es niemals und unter keinen Umständen eine Rechtfertigung geben, das ist die größte Gefahr, mit der die Menschheit heute konfrontiert ist. -

Soweit zunächst aus dem Appell. Es werden dann die verschiedensten praktischen Vorschlage gemacht und Forderungen erhoben.

NIEMALS ? - NIEMALS !
NIEMALS und unter keinen Umständen eine Rechtfertigung für einen nuklearen Krieg, Der WT predigt bekanntlich genau das Gegenteil. In der WTG-Broschüre "Nach Harmagedon Gottes neue Welt" heißt es, daß Harmagedon mit einem dritten Weltkrieg beginne; "Harmagedon wird nicht bloß ein dritter Weltkrieg sein." Christus werde alle Herrscher und Völker "in Verwirrung stürzen", so daß sie "im ersten Teil des Kampfes ihre Zerstörungswaffen blindlings gegeneinander wenden" und' "allen, die zu entrinnen versuchen, ein Ende bereiten," S. 16/19. Im Erwachet vom 8.9.81 verkündet die WTG dazu, daß Gott im Falle des dritten Weltkrieges "nie zulassen wird, daß der schöne Erdball völlig verdorben wird." Ein Holocaust, die Völkervernichtung, sei jedoch unabwendbar, unvermeidlich. - Wie gesagt, vernünftige Menschen müssen sich natürlich gegen solche faschistoide Denkweise wenden, beim WT mit Weltende-Irrlehren verquickt, die Christus zum Massenmörder selbst an Kindern erklären.

NATÜRLICH ist die Gefahr eines dritten Weltkrieges real. Und die WTG begünstigt das noch, indem sie mit ihrer .200-Jahre-Weltende-Irrlehre überall, wohin sie ihren Einfluß ausdehnt, den politischen Friedenskampf gegen diese Kriegsgefahr lahmt. Jeder, den sie zu ihrem ZJ gemacht hat, ist das lebendige Beispiel hierfür. Die Moskauer Weltkonferenz der Religionen gegen die nukleare Kriegsgefahr im Jahre 1982 ist der beste Anlaß, kritisch mit den längst als haltlos erwiesenen WT-Irrlehren über einen angeblich unvermeidbaren Holocaust "von Gott", der selbst den faschistischen Völkermord in den Schatten stellen würde, ins Gericht zu gehen. Die weltweite WT-Irreführung mit 1975 - reicht das wirklich noch nicht? -
5. Mose 18:20 ff.

EDLER GESINNT SEIN und prüfen Apg. 17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DEN WACHTTURM NR. 11/1982
STUDIENARTIKEL
"Jehovas mutiges Heer von Vollzeitkämpfern"
"1000 PREDIGER GESUCHT", annoncierte C. T. Russell vor 100 Jahren! Warum nicht 999? Weder Jesus noch die Apostel warben so. Prediger per Annonce? Russell suchte in der Tat in erster Linie Kolporteure, Verkäufer. Wieweit sie glaubten, war zweitrangig. U. a. arbeitslose polnische Emigranten. Erst nach und nach änderte sich das. Die heutige WT-Darstellung ist nicht redlich und ehrlich.

ZWEITENS. Das "sichtbare verderbte System der Dinge bekämpft die wahren Jünger Christi, 2,3 Millionen Christen"? (Abs. 5) Die ZJ werden weithin gar nicht zur Kenntnis genommen! Milliarden kennen sie noch gar nicht! Und "verderbt"? Genießen sie nicht alle möglichen guten Dienste des ."Systems", wie soziale Sicherheit, Recht auf Arbeit, Obdach, Erholung, Gesundheits- und Altersfürsorge, Abwehr von Rauschgift, Pornografie und Verbrechen. Zugang zu Bildung, Kultur, zu allem möglichen Komfort, den das "System" schafft? Und: Soll es nicht nur 144 000 wahre Jünger Christi geben? Und da Christen heißt. Gesalbte sein, gar 2,3 Millionen?

Geistige Militarisierung
NICHT einmal erscheint in dem Artikel das Wort Frieden! Nicht eine Silbe davon! Blickfang stattdessen: Ein geharnischter Soldat! "Pionierkrieger in einem geistigen Heer". Alle ZJ werden jetzt zu "Soldaten" erklärt: "Nur die Schlacht im Sinn, Härte erdulden, Brückenköpfe errichten, nicht kapitulieren oder desertieren, Opfer bringen, Selbstaufopferung, im Kampf unser Äußerstes tun". Primär an den WTG-Pionieren durchexerziert, die "Kriegstechniker" seien. In Mißbrauch biblischer Vergleiche (u.a. 2. Tim. 3:4) eine Militarisierung des Fühlens, Denkens und Redens. Die Hauptaufgabe, ein "Evangelium des Friedens" zu vertreten (Eph. 6:15), wird nicht einmal erwähnt! - Warum das jetzt?

"EIN kämpfender Soldat hat nur eins im Sinn: die Schlacht" (Abs. 6). Also nicht nachdenken wofür, ob das stimmt usw. Nur die Schlacht im Sinn: Also im WT-Sinn prügeln, dreinschlagen, abschlachten, "mit geistigen Waffen angegriffen"! (Abs. 7)

ES ist die Flucht nach vorn. Ablenkung von der eigenen Unglaubwürdigkeit (1975!) und Krise durch Angriff nach außen, durch Hineinstoßen ins Getümmel "kriegerischer Abenteuer" gegen einen an die Wand gemalten "Feind, der entschlossen ist, uns zu vernichten". Tödliche Bedrohung! Setzt man sich da hin und diskutiert erst mal die Befehlshaber und ihre Befehle? Da legt man Harnisch an, klappt das Visier herunter und schwingt das Schwert! Immer hat sich die WTG aus ihren Krisen (1914, 1925, 1945 u.a.) auch durch Militarisierung, Aggressivität und damit erreichter Disziplinierung der verbliebenen Verkündiger zu retten versucht. Das "System" denkt nicht mal an eine Vernichtung der ZJ. Allenfalls werden religiöse Mißbräuche bekämpft. Nötigenfalls appelliert man selbst an die UNO. Nicht ohne Erfolg!

STUDIENARTIKEL
"Jehova stützt sein Heer von Vollzeitdienern"
DIE allen voran als "Kriegstechniker", "Soldaten" und "Pionierkrieger" erklärten WT-Pionierverkündiger sollen nun alle anspornen. Die versprochene "Stütze Gottes" ist in Wahrheit Widerspruch und Bluff. So fragt der WT: "Wie tut Gott das? Teilweise dadurch, daß er dem Betreffenden geistige und nötigenfalls sogar materielle Hilfe zukommen läßt" (Abs. 6). In Wirklichkeit werden alle aber auf ihre eigene "anstrengende Arbeit und Mühe, Nacht und Tag" verwiesen, zusätzlich einige milde Gaben anderer, die sie aber nicht erwarten und einkalkulieren dürfen. (Abs. 10f) Zudem: "Teilweise"? Was für ein Hintertürchen ist da eingebaut?

IN einem großen Geschrei soll der Rest untergehen: "Jehova lädt sein Volk heute ein, 'ein großes Geschrei' zu erheben, bevor er das gegenwärtige System vernichtet", wie die Israeliten vor Jericho. "Kannst du dich an diesem Siegesgeschrei beteiligen, indem du Pionier wirst?" (Abs. 16). Im Geschrei geht alles unter, bei Kindern der Verstand, im Bajonettangriff die Skrupel, unter dem WT jede kritische Besinnung. .Wahre Christen dagegen sind keine Schreier und Schreihälse. Sie führen "ein stilles und ruhiges Leben in aller Gottseligkeit" (1. Tim. 2:1-4).

Nachdenkliches:
"LOBET JEHOVA...!"
"LOBET JEHOVA! Die weisen jungen Leute, die diesen beglückenden Platz (unter dem WT, Anm.) finden, werden nicht zu den Pflichtvergessenen, zu den KRIMINELLEN des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge gezählt." (WT 15.9.1958, S. 565, Abs. 13) Dieses Unterfangen der WTG, alle Andersdenkenden mit vernichtungswürdigen Kriminellen zu vergleichen, war ein Anlaß, daß ein bekanntes "Überrestglied" (als ZJ im KZ gewesen) begann, sich innerlich von der WT-Hörigkeit zu distanzieren.

WIE VON DER WTG FREIGEWORDENE CHRISTEN ÜBER WEIHNACHTEN DENKEN
ES ist unlogisch, den 24. Dezember als den Geburtstag Jesu anzunehmen. Der wirkliche Geburtstag ist nie ermittelt worden. Das mag daran liegen, daß die Aufzeichnungen darüber nie aufgefunden wurden, oder daß alle Geburtstage zu dieser Zeit keine Rolle spielten. Das Zeitmaß erstreckte sich vielleicht über ganze Jahre? Die Sitte der Geburtstagsfeiern hat sich sicher auch erst viel später eingebürgert. Aber geht es beim Weihnachtsfest schlechthin um eine "Geburtstagsfeier"? Jedenfalls spielt hier nicht das Datum, sondern die Begebenheit eine Rolle. Für die Christenheit geht es also um das Gedenken der Geburt des Erlösers. Was dabei weniger erfreulich ist, ist die Tatsache, daß für viele das Wickelkind Jesus das einzige ist, woran sie sich erinnern, oder erinnern lassen. Wie der Erlöser später in Erscheinung getreten ist und was uns seine Erlösungstat eingebracht hat; darum sind sie weniger bekümmert.

FALSCH ist es jedenfalls, das Kommen des Erlösers in die Welt als nicht gedenkwürdig abzutun. Schließlich war es das erste sichtbare Ereignis, mit dem Gott bekundete, daß sich die Hinausführung seines Liebesratschlusses für die Menschheit entsprechend seiner gegebenen Prophezeiungen abwickeln wird. In diesem Zusammenhang lohnte es sich schon, über die frohe Botschaft nachzulesen, die der Erzengel Gabriel den Hirten und dem Volke im Auftrage Gottes verkündigen ließ:

"FÜRCHTET EUCH NICHT! DENN WISSET WOHL:
ICH VERKÜNDIGE EUCH GROSSE FREUDE, DIE DEM GANZEN VOLKE WIDERFAHREN WIRD;
DENN EUCH IST HEUTE EIN RETTER (ODER: HEILAND) GEBOREN, WELCHER IST CHRISTUS, DER HERR, IN DER STADT DAVIDS."
Lukas 2, 10-11 (Menge)
ALSO, es gab schon Grund zur Freude! Und was für eine! Denn es ging ja nicht um irgend etwas, sondern um den Jahrtausende .vorher angekündigten Messias. Und diese Begebenheit ist durchaus des Gedenkens wert! Schließlich sahen sich ja auch die himmlischen Heerscharen veranlaßt, ob dieses Ereignisses Gott zu preisen und in Jubelschall auszubrechen mit den Worten:

"Ehre sei Gott in Himmelshöhen und Friede auf Erden in den Menschen des (göttlichen) Wohlgefallens!" (Menge)
DIE Freude um den Neugeborenen war nicht umsonst. Das Kind wurde zum Manne und tat, was über ihn verheißen war! Ist das kein Grund freudigen Gedenkens?
NUN zur Frage: Ist Weihnachten ein Fest, das wir als "christlich" ansehen können und feiern sollen?
DIE Argumentation der Begründung, sich als Christ herauszuhalten, ist zu abstrakt, um sie gelten zu lassen. Wem sollte der Christ schaden, der Weihnachten mitfeiert?

Sich selbst? Den Grundsätzen christlichen Verhaltens? Dem Ansehen des Heilands selbst? Oder seiner eigenen Aussicht, mit in die Heilswirkung der Rechtfertigung aus Glauben einbezogen zu werden? Dem Erfolg im Beschreiten des Weges des Lebens in der Gemeinschaft des Geistes Christi?
PAULUS, dem es überall und in jeder Lage darauf ankam, das Evangelium heilbringend anzubieten, schrieb im. l. Kor. 9, 19-23, wie anpassend er sich dabei verhielt. Er faßt zusammen, was er im einzelnen ausführte und sagte:
"...allen bin ich alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette."

ER schlußfolgerte weiterhin, was Gewissensfragen angeht, die umstritten sind:
"Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist heilsam ; alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand sucht das Seine, sondern jeder das des anderen!" l. Kor. 10, 23-24 (Zur. B.)
ALLEIN aus der Sicht, Weihnachten als das Fest der Liebe anzusehen, rechtfertigt, mitzutun, was Liebe zum Ausdruck bringt.

WIR sollten das Liebeswerk Gottes glaubhaft verkündigen können, wenn wir uns für "zu gut" halten, gegenüber den Menschen, denen wir angehören und mit denen wir umgehen, Werke der Liebe zu tun?
Auszugsweise "Weggefährte" Nr. 7

"Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR 6500, Gera, Otto-Dix-Str.6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement; 2.- M; Versand .auch kostenlos
Konto-Nr.: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe. Gera
A 9274/82 V 71 1993 Ko

Christliche Verantwortung 1983 Teil I

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