Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 197

In dieser Ausgabe gelesen:
„Da ZJ-Kinder meistens dem gesellschaftlichen Leben bis zur Schulzeit ferngehalten werden, müssen sie bis zum Zeitpunkt des Besuches eines Kindergartens oder Vorschule entsprechend geschult sein. Es kommt nicht selten vor, daß dort dann eine ZJ-Mutter mit ihrem Kind erscheint und der meist darauf nicht vorbereiteten Leiterin dieser Einrichtung zumindest versucht vorzuschreiben, was diese in bezug auf ihr Kind zu tun und zu lassen hat.
Das Kind darf nicht an Geburtstagsfeierr teilnehmen, keine Speisen wie etwa Blut- oder Grützwurst essen, nicht an Fahnenzeremonien teilnehmen, kein Spielzeug wie z. B. einen Panzer in die Hand nehmen und anderes mehr.
So wird das Kind meist schon im Vorschulalter. durch die WTG indoktriniert, zum Außenseiter gestempelt. Das setzt sich dann mit zunehmenden Alter weiter fort, wie z. B. mit dem Verbot, Mitglied der Pionierorganisation zu werden. Später darf der ZJ-erzogene Jugendliche nicht der FDJ beitreten und nicht im vollen Umfang am Wehrkundeunterricht teilnehmen (Schießen u.a.m.). So wird dann der Umstand eintreten, daß der ZJ-Jugendliche es sich selbst schwer macht, eine Lehrstelle zu erhalten und später als Erwachsener den NVA-Ehrendienst (auch Ersatzdienst) ablehnen muß. So ist dann denen, die unter der „liebevollen Obhut" der WTG aufwachsen, der Beruf und das Leben von vornherein erschwert."
So so, mag man dazu nur sagen. Ist das „alles" was ihr zu diesem Thema mitzuteilen habt? Offenbar ja, wie man liest. Das alles repräsentiert doch einseitig-parteiisch, nur die Interessen des DDR-Staates. Das Ende vom Lied ist nur zu gut bekannt. Die große Menge jener im Berufsausbildungsalter befindlichen Zeugen Jehovas in der DDR, denen nur ein Start als Ungelernte ins Berufsleben zugebilligt wurde. Sicherlich. In KZ wurden diejenigen nicht gesteckt. „Noch nicht" möchte man fast hinzufügen.
Diese Starrheit des DDR-Staates ist einfach unerträglich. Das muss man auch noch hinzufügen.



CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR

NR. 197 GERA DEZEMBER 1985

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen die WT Nr. 13 und 14/85
„PREDIGER SALOMO"
Für den Bibelforscher
„NICHT GOTT, SONDERN MENSCHEN MACHEN KRIEGE"
MISSETÄTER (II)
ZEUGEN schreiben uns
EIN BRIEF AUS MÜGGENBURG
Aus dem Kreis Ueckermunde
WEIHNACHTEN (WIEDER) EINMAL ANDERS
WEIHNACHTEN - EIN FEST DER FREUDE
GEGENSEITIG beschenken sich jung und alt. Wobei nicht der Wert der Geschenke, sondern der Fakt, daß einer sich um den anderen Gedanken macht, von entscheidender Bedeutung ist. Die freudige Erwartung der Kinder auf den einen Tag, ihre leuchtenden Augen bei der Bescherung, die Genugtuung der Erwachsenen darüber, den Nächsten ihre Wertschätzung gezeigt zu haben, sind Momente, an die sich mancher sein ganzes Leben mit Dankbarkeit erinnert.

WEIHNACHTEN - TAGE DER Besinnung
Zeit für eine Rückschau auf das zu Ende gehende Jahr. Schmerzvolle Erinnerung an einen Verstorbenen. Gewissensbisse, weil ein Freund, Bekannter oder Verwandter ein wenig vernachlässigt wurde.
Gute Vorsätze für das kommende Jahr und eine erwartungsvolle Haltung zu bevorstehenden Ereignissen.
Der geschmückte Weihnachtsbaum mit seinen flammenden Lichtern verbreitet in der warmen, gemütlichen Stube ein Gefühl der Geborgenheit, des Friedlichen.
Das alles und noch viel mehr ist Weihnachten. Ein Stück Leben, eines der schönsten!

„DU SOLLST ES NICHT FEIERN", SAGT DIE WTG
„Es sei heidnischen Ursprungs, Christus wäre zu dieser Jahreszeit nicht geboren worden, die vielen Geschenke würden finanzielle Schwierigkeiten heraufbeschwören, das Fest würde in Saufen und Fressen ausarten, Kinder würden durch ihren Glauben an den Weihnachtsmann verdummen" und so weiter, sagt die WTG.
Alles Gründe, die eigentlich keine sind. So wird beispielsweise der Ehering, der erwiesenermaßen heidnischen Ursprungs ist, von den ZJ mit aller Selbstverständlichkeit getragen.

Der Reiz der weihnachtlichen Atmosphäre läßt aber auch die Zeugen Jehovas nicht unberührt. Viele Ältere haben früher als Nicht-Zeugen Weihnachten gefeiert und denken wehmütig an die schöne Zeit. Und die Kinder der Zeugen Jehovas müssen sich von ihren Alterskameraden deren Weihnachtserlebnisse anhören.
Einen adäquaten Ersatz anstelle des Weihnachtsfestes können Zeugen Jehovas nicht bieten. - Was tun daher viele?

AUS MEINEN JAHRELANGEN BEOBACHTUNGEN
ALS ZEUGE JEHOVAS
DER Tisch ist festlich gedeckt und mit brennenden Kerzen geschmeckt. Oma und Opa (auch ZJ) sind zu Besuch. Sie haben für die-Kinder kleine Geschenke mitgebracht, die diese erwidern. Es ist allerdings nicht der 24. Dezember, sondern der 23. Dezember, also eigentlich einen Tag. zu früh. „Also", so sagen sie sich zur Beruhigung, „ist d. keine. Weihnachtsfeier." Meine Frau und ich werden in der Vorweihnachtszeit von einem Ältesten eingeladen. Anregende Unterhaltung und eine schöne Kaffeetafel lassen uns menschlich näherkommen.

Die Frauen kommen - wie kann es anders sein - auf die Kleidung zu sprechen. Sie gehen ins Schlafzimmer, um Röcke, Blusen und Kleider zu begutachten. Auf den Kleiderschrank steht noch die vergessene Weihnachtspyramide mit angebrannten Kerzen … Kann man es ihnen und ihren schulpflichtigen Kindern verübeln?
Kerzen und Tannengrün, ja sogar Weihnachtskalender und Weihnachtspyramiden gehören zu den begehrten Utensilien, auch vieler Zeugen in der Weihnachtszeit. Und manch einer leistet sich heimlich den Luxus eines Weihnachtsbaumes, den er in einem - sorgfältig mit Rollos und Vorhängen abgedunkelten Nebenzimmer aufstellt. Ist es nur die Macht der Gewohnheit?

Ist es vielleicht sogar bewußter Aufruhr gegen die WTG?
Nein, es ist nur Weihnachten!
Ob mit oder ohne Tannenbaum, eine Feier zur rechten Zeit oder früher bzw. später:
CV WÜNSCHT EUCH VON HERZEN
EIN GESEGNETES WEIHNACHTSFEST!

WERDET EUCH KLAR, WO IHR IN DER FRIEDENSFRAGE STEHT
Wo stehen die ZJ in der wichtigsten Frage unserer Zeit?
ÜBER 100 Jahre falsche WT-Endzeitprophetie machen alle weiteren WT-Verheißungen nach 5. Mose 18:20-22 unglaubhaft. Die Endzeitfalschprophetie der WTG hält auch andererseits nicht nur fern von jeder Beteiligung an der weltweiten Friedensbewegung gegen Krieg und für Abrüstung. Ihr müßt diese Friedensbewegung sogar als sinn- und zwecklos hinstellen, wie das durch den WTG-"Kanal" mit ERWACHET! vom 4. 8. 1983 "Wahrer Frieden und Sicherheit durch Einfrieren der Atomwaffen oder durch Gottes Königreich?" geschieht Ist das doch eine ganz falsche Alternative, nicht nur über 100 Jahre schon, sondern auch, weil "Gottes Königreich" nach dem WT gar nichts machen würde, wann man nicht gegen die Atomwaffen auftritt. Das WTG-Entweder-Oder ist doch Bluff! Die Menschen sind verpflichtet - das Evangelium spricht alle hingehend an - untereinander im Kleinen und im Großen Frieden zu halten bzw. zu stiften! Nicht nur das! So, wie ihr durch die WTG die Friedensbewegung hinstellen müßt, haltet ihr die Menschen davon ab, seid also in Wirklichkeit gegen diese Friedensbewegung, in Wirklichkeit Feinde dieser Friedensbewegung! Nun rechnet euch selbst aus, wem das in Wirklichkeit dient! Was ihr den Menschen, den anderen Menschen überall predigt, ist doch nicht Frieden, sondern ein Friedhof von einem Ende der Erde bis zum anderen! Gott sei Dank, wirklich, daß das nun als falsche Prophetie offenbar ist. Das sollte es euch erleichtern, den Friedensbluff der WTG zu erkennen Nicht heftig genug könnt ihr in dieser Frage gerüttelt und geschüttelt werden, um euren Verstand wieder zu gebrauchen, den die WTG da einfriert! Wundert euch nicht über die Empörung nachdenklicher Mitmenschen, wenn ihr ihnen diesen WTG-Bluff vortragt! Die Atomwaffenfrage ist doch kein Gaukelobjekt! Kommt zur Besinnung! Die 100 Jahre sind schon viel zu viel! Zum Frieden waren und sind die Menschen immer selbst verpflichtet, Christen wie Nichtchristen. Und die WTG ist, wie gesagt, unglaubwürdig.
-CVR-

"NICHT GOTT, SONDERN MENSCHEN MACHEN KRIEGE!"
"Niemals dürfen wir vergessen, daß nicht Gott, sondern Menschen Kriege machen, die dem Geist des Evangeliums diametral widersprechen. Demnach sind es wir Menschen, die einen drohenden nuklearen Vernichtungskrieg verhindern können und müssen!", sagte der katholische Kardinal und Ehrenpräsident von Pax Christi, Alfrink, auf einer Tagung kath. Priester und Laien im Oktober 1981 in Belgien. (begegnung 12/81)

NACH den WT-Enttäuschungen mit dem Kommen des 1000jährigen Friedensreiches 1914 1925, 1945 und 1975 muß man Verständnis dafür haben, wie andere über die menschliche Verantwortung für den Frieden denken Und haben sie nach dem Evangelium nicht sogar recht?

Man lese:
"Woher kommen die Kämpfe und Streitigkeiten bei euch? Doch wohl daher, daß eure Lüste einen Kampf in euren Gliedern führen ... Unterwerft euch also Gott und widersteht dem Teufel, so wird er von euch fliehen". Jak. 4:1-7. Der Mensch kann also selbst dem Bösen widerstehen, so daß es weichen muß. Er muß dem Bösen sogar widerstehen, damit es weicht. Die WT-Friedensreich-Prophezeiungen kann niemand ernst nehmen. Ja, die Zeugen müssen sie vor den Menschen umdeuten bzw. vertuschen, um nicht schon seit 1914 nach 5. Mose 18: 20-22 als falscher Prophet dazustehen.

Man lese schließlich:
"Niemand sage, wenn er zum Bösen versucht wird: Von Gott werde ich versucht ...Vielmehr wird jeder versucht, indem er von seiner eigenen Lust gereizt und gelockt wird, wenn dann die Lust befruchtet ist, gebiert sie die Sünde, die Sünde aber, wenn sie zu voller Entwicklung gekommen ist, den Tod". Ein Christ kann und muß also selbst dem Bösen, Streitigkeiten, Kämpfen oder Krieg, die beim Menschen ihre Ursachen haben, widerstehen. Er muß das ins Leben einbringen, wenn er glaubhaft sein will.
Die WTG betreffend reichte nach 5. Mose 18: 20-22 schon die falsche Prophezeiung von 1914 hin. Ist es nicht so? -

NICHT NACHDENKEN ÜBER DAS, WAS DIE WTG TUT
WACHTTURM VOM 15. SEPTEMBER 1965
"Jehova gibt uns auch durch seine irdische Organisation Rat. Da sein heiliger Geist auf die leitende Körperschaft dieser Organisation einwirkt, stimmt deren Rat mit seinem Willen überein. Durch die Schriften der Watch Tower Society erhalten wir vortrefflichen Rat über unser persönliches Verhalten, die Ehe, die Gottesanbetung, die Bewahrung der Lauterkeit gegenüber Gott unser Verhältnis zur Obrigkeit und viele andere Dinge.

Ob uns dieser Rat nun durch die Bibel gegeben wird oder durch die Organisation Jehovas, so kommt er jedenfalls von Gott und ist zu unserem Nutzen.
Manche werden unzufrieden, weil die Organisation ihren Ansichten nicht zustimmt oder nicht so vorgeht, wie sie es für gut halten. Andere ärgern sich, wenn die Organisation ihren Standpunkt, ihre Terminologie oder ihre Predigtmethoden ändert.

Statt sich entsprechend umzustellen und mit der Organisation Schritt zu halten, grübeln sie über diese Änderungen nach. manche lassen sogar zu, daß ihnen das zu einer Prüfung wird, die sie nicht bestehen und kehren in die von Gott entfremdete Welt zurück.
Hätten sie Jehova wirklich geliebt, dann wären sie mit seiner Organisation verbunden geblieben, sie hätten sich durch nichts von ihr trennen lassen." (S.560/61)

IST DAS NICHT EINE ANMASSUNG VON GOTTGLEICHSEIN?
ES ging um das Abwenden der Auswirkungen einer der folgenschwersten Irrlehren, die die WTG je im Namen Gottes weltweit verbreitet hatte: Die Obrigkeiten nach Rö. 13 seien nicht die politischen Regierungen, sondern Gott, Christus und die Organisation selbst. (WT 1. und 15.7.1929, ZJ in Gottes Vorhaben, S. 124f, 1960). Besonders in Europa wurden auf diese Weise Tausende arglose Verkündiger in tödliche politische Konflikte gejagt und dann unter solchen Millionen-Schlagzeilen wie in „Erwachet!" vom 8.11.1949 „Gangster in Amt und Würden, überzeugende Beweise dafür, daß Politiker nicht die 'von Gott verordneten obrigkeitlichen Gewalten' sind", in den antikommunistischen kalten Krieg.
DURCH nichts, also auch nicht durch die schlimmsten WT-Irrlehren, sollst du dich von dieser Organisation trennen. Ist das nicht geistiger Despotismus, der einem das geistige Rückgrat bricht und das eigene Gewissen lähmt?

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG 17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DIE WT NR. 13 UND 14/85
NEBENARTIKEL
„Drei Gefangene des Aberglaubens
finden die Freiheit"
„Friedliche Menschen
werden wirklich gebraucht"

EIN KAPITEL ABERGLAUBEN '
DREI Gefangene des Aberglaubens fanden die Freiheit, aber der vierte scheint sich um so mehr in ihm zu verstricken: die WTG. Wimmelt es doch in diesem Artikel von bösen Geistern, Fetischen und Zauberern.
(S. 7 bis 10)
Die Märchen aus „1001 Nacht" nehmen sich dagegen harmlos aus. Als spannende Einschlaflektüre scheinen sich diese Kapitel dennoch zu eignen.

SKLAVEN DER WTG
IN der Tat: Friedliche Menschen braucht die WTG. Ja, mehr noch: Es müssen Schafe sein. (Böse Zungen behaupten, daß es „Schafsköpfe" sein müßten.)
Anweisungen der leitenden Körperschaft müssen diskussionslos befolgt werden. Anderenfalls wäre „der Frieden gestört". (S. 14) Keiner darf sich wagen, den Ältesten zu widersprechen, denn sie würden „tiefen Respekt" verdienen. (S. 31)

Und doch wären diese älteren Männer „Sklaven". Nur muß man fragen: Wessen Sklaven? Die Antwort liegt nahe: Sklaven der Wachtturm-Gesellschaft; willenlose Instrumente ihrer Politik!

STUDIENARTIKEL
„Jehovas Güte im 'Schlußteil der Tage'"
„Triumphieren im 'Schlußteil der Tage'"
AUS FEHLERN NICHTS GELERNT
„Der gesalbte Überrest und überhaupt a1le, die sich Jehova hingegeben haben, sind sich sehr wohl ihrer Sünden vergangener Zeiten bewußt." (S. 20)
DAS möchte wohl auch sein! Wurde doch der gesalbte Überrest durch CV und andere verantwortungsbewußte Christen auf seine irrigen Lehren hingewiesen, die er dann teilweise revidieren mußte.

„Asche auf das Haupt streuen" ist die eine Seite. Wichtiger wäre es für den Überrest, gegenwärtige Fehler zu berichtigen. Gesündigt wird wider besseres Wissen genug! Ein Beweis dafür ist die grobe Lüge auf Seite 23: „Jehovas Zeugen lehnen jede Art von Gewalttätigkeit ab."
Psychische Gewalt ist im ZJ-Versammlungsgeschehen an der Tagesordnung.- Gemeinschaftsentzüge, Zurechtweisungen, inhumane Anordnungen lösen bei Betroffenen Depressionen, Streß, Angst und Verfolgungswahn aus. Selbstmorde sind keine Seltenheit. Der gesalbte Überrest kennt die Problematik. Wozu also diese Lüge?

FÜR DEN FRIEDEN ZU KÄMPFEN
LOHNT SICH IMMER
„Es hat alles keinen Zweck! Laßt doch die Karre in den Dreck laufen!
Wahren Frieden werden die Nationen nicht erreichen."
DIES ist der Grundtenor der WTG-Philosophie. (S. 25)
Also Hände in den Schoß legen und auf Harmagedon warten? Dann käme es tatsächlich bald. Die Welt - auch ZJ kann sich glücklich schätzen, daß sich viele verantwortungsbewußte Menschen um Ruhe und Ordnung, um den Frieden bemühen.

Nein, nicht „die Supermächte" suchen in der Anhäufung von Kernwaffen ihr Heil. (26) Die Sowjetunion läßt seit Jahrzehnten etwas anderes verlautbaren.
Verhandlungen, nukleare Abrüstung und einseitige Moratorien sind nur einige Akzente ihrer Entspannungspolitik.

Dazu stehen im krassen Widerspruch die Sternenkriegsprogramme der USA. Der Leser möge-beurteilen, auf welcher Seite die WTG mit ihrer Verleumdungspolitik steht.

WACHTTURM NR. 14/85
STUDIENARTIKEL
„'Lauft auf eine Weise,
daß ihr den Preis erlangt"'
„Fragen von Lesern"
SIND DAS NOCH MENSCHEN?
DIESE Frage muß man sich beim Lesen des Abschnittes 14 auf Seite 19 stellen.
EIN junger Zeuge berichtet, wie er und seine leiblichen Brüder die eigene Mutter maßregelten, nachdem diese im Begriff war, eine Handlung zu begehen, die im Widerspruch zur WTG-Lehre steht. Sie „schränkten den Umgang mit ihr ein."

Jeder Zeuge weiß, was das bedeutet. Der Kontakt wird auf das Notwendigste, auf das „Geschäftliche" begrenzt. Sicher redeten die „sauberen" Brüder nur noch dann mit ihrer Mutter, wenn diese ihnen die Stullen schmieren und die Wäsche waschen sollte. Schämt sich dieser „junge Zeuge" nicht, so etwas auch noch zu veröffentlichen? Trotz seiner Jugend müßte er doch ein Mindestmaß an Gewissen entwickelt haben, oder hat dies die WTG schon vorher abgetötet?

Die leitende Körperschaft, diese verknechteten Gestalten von einem leitenden Gremium, in deren Brust kein menschliches Herz mehr zu schlagen scheint, haben auch nicht die geringsten Skrupel, diesen pervertierten Bericht zur Nachahmung abzudrucken.
NUN schildert man allerdings noch einen positiven Fall, denn diese Frau bekundete „Reue". Was wundert es einem, sie ist schließlich eine Mutter, die ihre Söhne liebt, obgleich die es nicht wert sind.

Ihr bleibt nichts anderes übrig: Sie muß in der „Wahrheit" bleiben, um auch weiterhin einen normalen Kontakt zu ihren Kindern zu behalten und um nicht zu riskieren, einmal von denen auf offener Straße nicht mehr gegrüßt zu werden.
Man nenne noch einmal den geistigen Vater dieser wahnsinnigen Anordnung:
Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft.

DIE GRUSS-VERBOTS-PFLICHT
NAHTLOS im Inhalt schließt sich die Beantwortung der Leserfrage dem oben gesagten an. Die Feder sträubt sich fast, es zu schreiben: Keiner darf gegrüßt werden, der einmal ein Zeuge war und nun sich von dieser Organisation abgewandt hat - egal, ob er ausgeschlossen wurde oder von allein gegangen ist. Über diese Handlungsweise zu diskutieren lohnt sich an dieser Stelle nicht mehr. Wir haben diese falsche Handlungsweise des öfteren als verwerflich hingestellt.

EINEM interessanten Aspekt, der übrigens auch schon in der CV aufgeworfen wurde, gilt unsere Aufmerksamkeit:
„Johannes hat also wahrscheinlich mit Absicht in 2. Johannes 10,11 chairo statt aspbzomai (Vers 13) verwendet. Wenn ja, dann ermahnte er die Christen damit nicht, lediglich die herzliche Begrüßung (mit einer Umarmung, einem Kuß und einer Unterhaltung) einer Person zu meiden, die Irrlehren lehrte oder die Versammlung verwarf (abtrünnig war). Vielmehr wollte Johannes sagen, daß sie eine solche Person nicht einmal mit chairo, einem üblichen 'Guten Tag', grüßen sollten.' (S. 31)

Man beachte
die Art und Weise der Argumentation:
1. Satz:
„ .. wahrscheinlich mit Absicht … Dies ist offensichtlich eine Spekulation. Beweise hat man keine.
2. Satz:
„Wenn ja, dann …"
Eben! Wenn die Spekulation zutrifft, dann könnte man eine Schlußfolgerung ziehen.
3. Satz:
„Vielmehr wollte Johannes sagen, …"
Plötzlich vergißt man die Fragwürdigkeit der Ausgangsthese und legt Johannes einen wohlgeformten WTG-Gedanken in den Mund.
Nach diesem Muster entwickelte die WT-Oganisation schon oft Lehrmeinungen, die später der Kritik nicht standhielten.

DER unvoreingenommene Leser wird aber spätestens nach dem Studium dieser Leserfrage merken, wo der „Hasenfuß" steckt:
DAS heutige Grüßen kann man nicht mit dem zur Zeit Jesu Christi üblichen Gruß, der mit einer Umarmung, einem Kuß und einer Unterhaltung verbunden war, vergleichen.

Daraus ergeben sich Schlußfolgerungen, die es wert sind, einmal von jedem Zeugen gründlich durchdacht zu werden.
Keiner, der sich von der WTG abgewandt hat, wird erwarten, daß er von seinen ehemaligen Glaubensbrüdern abgeküßt wird. Einen „Guten Tag" zu wünschen ist dagegen recht und billig. Denn:
„Eine Gott wohlgefällige Religion kann niemals dazu aufrufen oder es auch nur dulden, den Mitmenschen zu hassen." (S. 5)
-G.R.-

„PREDIGER SALOMO" STAMMT NICHT VON KÖNIG SALOMO
Wissenswertes zum Bibelbuch
Nur zur Einleitung
PREDIGER SALOMO, eine unter dem Namen Koheleth (hebr. s.v.w. „die predigende", nämlich Weisheit) in den dritten Kanon der Juden aufgenommene Lehrdichtung von loser Verbindung. Als im makedonisch-alexandrinischen Zeitalter die griechische Weltanschauung in die beiden entgegengesetzten Richtungen die stoische und die epikureische Philosophie auseinanderging, hat auch ein jüdischer Weltweiser die Resultate seines pessimistisch und skeptisch gefärbten Nachdenkens in den kurzen, scharfen Sätzen dieses Buches ausgesprochen, wobei die Person Salomos nur zur Einkleidung gehört, wie der Schluß dies zum Überfluß auch ausdrücklich sagt. (Meyers Konservations-Lexikon 1890)

Beweise
DIE Aufnahme des Buches Prediger Salomo in den Bibelkanon erfolgte nicht ohne Widerspruch. Die Verhandlungen darüber dauerten bis in das 2. Jahrhundert n. Chr. Der Inhalt steht unter hellenistischem (griechischem) Einfluß. Der Gottesbegriff entspricht weniger der Stoa, mehr dem heimischen Despotismus des Orients. Das Buch ist nicht von König Salomo (993-953 v. Chr.) verfaßt. Es wird diesem König lediglich in den Mund gelegt, eine übliche Art, einer Sache größere Beachtung zu verschaffen.'
Beweise dafür:
Pred. 3:16, 4:1, 13-16, 5:7, 8:2-4, 9:12-17, 10:4-7, 16-20.
Es spricht kein König. ´

Des weiteren:
DER hebr. Titel 'koheleth' ist weiblich, und bedeutet nicht Prediger, sondern Predigerin, Volksversammlerin. Die politischen Anspielungen in Pred. 4:13-16 und 9:14-16 weisen auf das Zeitalter der Diadochen hin, Nachfolger des Feldherrn Alexander d. Gr. und ihre Kriege 323-301 v.Chr. (Die Religion in Geschichte und Gegenwart, RGG, Tübingen 1913)

Zur Stoa oder stoischen Philosophie
GENANNT nach dem Schullokal stoa poikils" in Athen. Der Stifter war Zenon von Kition auf Zypern, in Athen etwa von 320 - 264 v.Chr. Das Wesen der Tugend im Stoizismus: naturgemäß leben, Ergebung in den Weltlauf, Unterordnung unter den göttlichen Willen, der Mensch und seine Handlung sind ein Teil das Weltlaufs, Willensfreiheit gibt es nicht, man muß einen Hausstand gründen und sich am Staatsleben beteiligen, das Naturrecht steht über den Gesetzen des Staates, die wahren Götter sind die Naturkräfte.
Stoizismus in Verbindung mit Kynismus, eine gewisse Verbindung von Materialismus und Pantheismus.
Stoizismus, eine gewisse Apathie und Gleichgültigkeit. (RGG Tübingen 1913)

Einige Grundsätze der stoischen Auffassungen
DU bist geschaffen worden zum Schaffen und zur Betätigung. Siehst du nicht, wie die Pflanzen, die Sperlinge, die Ameisen, die Spinnen, die Bienen ihr bestimmtes Werk tun?
Und du willst nicht dein Menschenwerk tun? Du eilst nicht zu dem, was deiner Natur entspricht?
Es geht alles so, wie es in der Natur des Alls Vorgesehen ist. Und nach kurzer Zeit wirst du ein Niemand sein, der nirgends mehr ist.
DAS Schicksal ist das Gesetz des Kosmos, nach dem alles Geschehene geschah, alles Geschehende geschieht und alles noch Kommende kommen wird.
Nur der Tor will etwas anderes, als was sein muß. Der Weise dagegen erkennt die Gesetzlichkeit des Geschehens als seine eigene Gesetzlichkeit.. Er erwartet gar nichts anderes und bejaht das Schicksal. Er betrachtet sein körperliches Wachsen und Reifen als etwas Selbstverständliches und Natürliches.

Eine milde Resignation über den Selbstbetrachtungen des Stoikers. Seine Pflichterfüllung ist edel, sein Ausharren heroisch. Aber das Ganze ist ohne Hoffnung und ohne Sinn. „Alles ist eitel".
Man nimmt hin, was kommt und tröstet sich mit dem Gedanken, daß es eben so kommen muß. Wenn du einwilligst, führt dich das Schicksal, wenn nicht, zwingt es dich. (Nach Hirschberger, Geschichte der Philosophie, Freiburg 1965)
Man vergleiche hiermit Pred. 1:14; 3:14, 15; 3:19-21; 6:10. 8:5,6,10; 12:2-8.
-E.A.B.-

VSION
Jetzt ist das Christus-Lamm vom Land her aufgestiegen. Ein Lamm? Nein, seine Stimme klingt gleich einem Drachen! Erhebt euch nun, ihr Christen, um mit uns zu wachen, der Schläfer wird dem Zweihorn-Tiere unterliegen.
Hast du die Kunde im WT noch nicht vernommen?
Der Neue Bund läuft aus! So ist der HERR entmachtet und wird als „UNTERHIRTE" ins Depot verfrachtet … macht solche „FROHBOTSCHAFT" nicht auch DEIN Herz beklommen?
Komm! zieh die Rüstung an und stärke unsre Reihen, wir wollen tapfer für den Namen Christi streiten und ER, der treue Herr, wird uns den Sieg verleihen.
WIR künden - wie geweissagt ist für diese Zeiten:
„Das Tier - der Falschprophet - wird in den nächsten Jahren mitsamt dem Wachtturm in den See des Feuers fahren!"

- Frank Petavius / Grafik Martina Funke -

CV197.jpg (9296 Byte)

DER Autor hat das Sonett Zeile für Zeile bewußt im Rhythmus eines 13-Silben-Schemas gehalten. Der Grund liegt darin, daß 13 die biblische Zahl für Empörung (gegen Christus oder die staatliche Ordnung) und gleichzeitig für Liebe (seitens Gottes gegenüber a l l e n Geschöpfen oder unsere Liebe zu ihm und dem Nächsten) darstellt
Siehe hierzu 1. Mose 14:4, wo die Zahl 13 buchstäblich erscheint und auf die Leute von 1. Mose 13:13 angewandt wird; vergl. ferner Römer 13:1-13; 1. Korinther 13:13; 2. Korinther 13:13; 1. Timotheus 1:13; Offenbarung 13:1-13 u. a. Dem Leser ist sicherlich auch der Hinweis dienlich, daß Salomo zum Bau des Hauses Gottes 7 Jahre aufwendete, für sein eigenes Haus jedoch 6 Jahre mehr, also 13 Jahre (1. Könige 6: 37 bis 37:1)! Wohin solche Eigenliebe und Selbstvergottung führt, zeigt ein Vergleich von 1. Könige 10:14 mit Offenbarung 13:18, wobei noch zu beachten ist, daß 18 (3x6) die Zahl der Sünde ist. An dem hier gezeigten Beispiel können wir klar erkennen, daß der Vergleich, den die Bibel je selbst anstellt, geradezu maßgeschneidert auf die WTG paßt. Schließlich sei noch erwähnt, daß der Ausdruck „Drache" genau 13 mal im Neuen Testament steht!
-CVN-

JESUS VERNEINTE ZEUGEN JEHOVAS
IN einer von Hand zu Hand gehenden Flugschrift aus der Schweiz heißt es:
„Jesus bezeugt von sich selbst; 'Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn DURCH MICH … wenn ich erhöht sein werde von der Erde, will ich sie alle ZU MIR ziehen … Ihr werdet MEINE ZEUGEN sein … bis an das Ende der Erde.'
Apostelgeschichte 4,12 fügt hier noch hinzu: 'Es ist in keinem anderen Heil, ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden.' Angesichts solch klarer Worte der Bibel könnte man fast die Gewandtheit bestaunen, mit der die Zeugen Jehovas so zu umschreiben verstehen, daß es trotz aller Gegenbeweise noch in ihre Lehre 'hineinpaßt'.

Will dies dann nicht immer so recht gelingen, bleibt ihr stereotyper Kommentar: 'Im Urtext heißt es so und so …' Solches 'Besserwissen' haben sich auch jene unter ihnen angeeignet,. die außer ihrer Muttersprache meist nichts oder doch nur herzlich wenig wissen. Sie wiederholen lediglich, was andere einmal falsch ausgelegt haben, und was ihnen durch eine großangelegte Literatur in derselben verzerrten Form immer wieder vorgesetzt wird.-- (Charles Grassinger, Traktat Nr. 21714)
Was soll man dazu sagen? Wahrlich, kein anderer Name gegeben! Nur Zeugen Jesu!
Also ist die Namensgebung von 1931 durch die WTG eine Erfindung, die man aufgeben muß als Christ. Oder Jesus lügt und gilt nicht, wie man das auch dreht. Aber allein Jesu Worte gelten!
„ICH BIN DER WEG, DIE WAHRHEIT …"
sagte er!
-CVN-

BLEIBENDE LEHREN FÜR DIE ZEUGEN JEHOVAS
1983 wurde in allen evangelischen Kirchen insbesondere lutherischen Kirchen der Welt und darüber hinaus auch staatlich in der DDR, der BRD und anderwärts des 500. Geburtstages des Reformators Dr. Martin Luther gedacht, der am 10. November 1483 in Eisleben geboren wurde.
Unter WTG-Präsident Russell hatten die ZJ, damals Bibelforscher, Luther unter ihren eigenen Kirchenvätern (Bd. VII, Schriftstudien), und zwar als Vorläufer Russells. Die vielen Veröffentlichungen über Luther 1983 gaben auch den ZJ reichlich Gelegenheit zum Nachlesen. Einiges ergibt sich als unmittelbare Lehre für ZJ im Hinblick auf die WTG. Das gilt besonders für „Lehrer" oder „Hirten", die eine schwere Verantwortung tragen. (Jakobus 3:1)

„Das Wort sie sollen lassen stehn", so in dem Lied „Eine feste Burg ist unser Gott", hat sich die WTG angesichts ihres Hinausgehens über das Wort als erstes hinter die Ohren zu schreiben.
Der Antijudaismus Luthers und der WTG heute sind ähnliche Fehlhaltungen.
Luthers Position: Widerruf nur, wenn er durch die Schrift überzeugt und überführt wird, ist die Position derer, die heute in christlicher Verantwortung aus Gewissensgründen gegen die WTG aufstehen.

Die Felddienstberichtszettel der WTG hat jemand mit den Ablasszetteln von Tetzel zu Zeiten Luthers verglichen.
Wenn man auf die WTG-Endzeitlegende von 1975 gehört hätte, hätten die Luthergedenken nicht vorbereitet werden können. Wie gut, daß die WTG- nicht ernst genommen wird.
Die Vorstellungen vieler ZJ unter der WTG sind weitgehend im Mittelalter steckengeblieben.
Die Rebellion von Raymond Franz in der leitenden Körperschaft in Brooklyn erfolgte von der Position Luthers aus: „Nur durch die Schrift - hier stehe ich, ich kann nicht anders"
-CVN-

AUF WELCHE WEISE WERDEN FRAUEN VON DER WTG ZUR ERZIEHUNG IHRER KINDER ANGEHALTEN?
DA Frauen unter der WTG, wie in bereits erschienenen CV-Artikeln erwähnt, in erster Linie mehr auf Pflichten als auf Rechte ausgerichtet werden, obliegt ihnen natürlich auch das Recht oder besser gesagt die Pflicht zur Kindererziehung. Das auch aus dem einfachen Grund, weil sie sowieso die meiste Zeit mit den Kindern zu Hause sind. Andererseits, weil sie dem Mann diese Pflicht oder Bürde meist wegen seiner Verpflichtungen für die Versammlung abzunehmen hat. Natürlich darf die Frau dies nur im Sinne der WTG, also nach deren Anweisungen und Wertmaßstäben tun. (Nähere Anweisungen der WTG dazu sind im WTG-Lehrbuch „Das Familienleben glücklich gestalten" zu finden.) Dort heißt es auf S. 130 im Abschnitt 31 unter anderem: „Die Persönlichkeit eines Menschen ist zum großen Teil schon vor der Schulzeit festgelegt. Es ist natürlich bekannt, daß Kinder im Vorschulalter besonders beeinflußbar und formbar sind …"

Genau dieser Punkt bedarf, daß man näher auf ihn eingeht. Warum legt man seitens der WTG ganz besonderen Wert darauf, daß die ZJ-Kinder schon die entsprechende Richtlinie eingepaukt bekommen, bevor sie zur Schule kommen?
Da ZJ-Kinder meistens dem gesellschaftlichen Leben bis zur Schulzeit ferngehalten werden, müssen sie bis zum Zeitpunkt des Besuches eines Kindergartens oder Vorschule entsprechend geschult sein. Es kommt nicht selten vor, daß dort dann eine ZJ-Mutter mit ihrem Kind erscheint und der meist darauf nicht vorbereiteten Leiterin dieser Einrichtung zumindest versucht vorzuschreiben, was diese in bezug auf ihr Kind zu tun und zu lassen hat.

Das Kind darf nicht an Geburtstagsfeierr teilnehmen, keine Speisen wie etwa Blut- oder Grützwurst essen, nicht an Fahnenzeremonien teilnehmen, kein Spielzeug wie z. B. einen Panzer in die Hand nehmen und anderes mehr.
So wird das Kind meist schon im Vorschulalter. durch die WTG indoktriniert, zum Außenseiter gestempelt. Das setzt sich dann mit zunehmenden Alter weiter fort, wie z. B. mit dem Verbot, Mitglied der Pionierorganisation zu werden. Später darf der ZJ-erzogene Jugendliche nicht der FDJ beitreten und nicht im vollen Umfang am Wehrkundeunterricht teilnehmen (Schießen u.a.m.). So wird dann der Umstand eintreten, daß der ZJ-Jugendliche es sich selbst schwer macht, eine Lehrstelle zu erhalten und später als Erwachsener den NVA-Ehrendienst (auch Ersatzdienst) ablehnen muß. So ist dann denen, die unter der „liebevollen Obhut" der WTG aufwachsen, der Beruf und das Leben von vornherein erschwert. Was bleibt also den meisten, die sich nicht wagen gegen diese Bevormundung der WTG, die sich nur zu ihrem Nachteil auswirkt, aufzulehnen, als sich weiterhin der WTG anzuschließen.

Schon hat die WTG mit ihrer menschenfeindlichen Politik ihr Ziel erreicht: Mehr Anhänger, die ihr willenlos folgen und bei denen die Gefahr geringer ist, daß sie sich von ihr abwenden, da sie ja euch keine „weltlichen" Freunde haben dürfen und sonst im Falle eines Gemeinschaftsentzuges allein und völlig isoliert dastehen würden. Was aber, wenn in der Erziehung etwas „falsch" läuft und das Kind oder der Jugendliche nicht entsprechend nach WTG-Maßstäben handelt? Dann schiebt man den Frauen meist den „schwarzen Peter" zu, da sie ja in der Regel die weltliche Kindererziehung alleine zu bewältigen haben.

GANZ geschickt hat man im WTG-Lehrbuch „Das Familienleben glücklich gestalten" im Abschnitt 34 auf' Seite 131 die Bibelstelle aus 1. Kor. 7:31 teilweise zitiert: „Die Szene dieser Welt wechselt" und kommentiert dies u. a. mit „Wenn den Eltern das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt, werden sie ihnen Maßstäbe vermitteln, die wirklich stabil sind."

Wer dies glaubt, ist einer geschickten Lüge aufgesessen, denn wer ältere WTG-Literatur besitzt, weiß, wie oft sie ihre Lehren und Organisations-Anweisungen in vielerlei Art geändert hat. Jehova aber, von dem die WTG ihre immer wieder neuen Lehren angeblich haben will, sagt über sich selbst in Maleachi 3:6:

„Ich habe mich nicht geändert".
Es kann also keine Rede von „stabilen Maßstäben" bezüglich der WTG sein, denn wohl keine andere Religionsgemeinschaft ändert ihre Lehren so oft wie die WTG. Eher kann man das WTG-Zitat „Die Szene dieser Welt wechselt" ummünzen auf „Die Lehre der WTG wechselt ständig", was wohl Beweis genug ist, daß sie ihre Lehren nicht von Jehova erhält, denn er irrt sich nie und verändert sich nicht. So sollen also die Kinder mit geschickt aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten an die WTG-Praktiken gewöhnt werden, um gut geschulte Zeugen Jehovas zu sein.

DESHALB der Aufruf an alle Frauen in der WTG, die Kinder haben:
Erzieht eure Kinder, aber nicht nach WTG-Praktiken! Erkennt die geschickte Irreführung durch die WTG, damit es euch und euren Kindern nicht einmal leid tut, sondern zum Besten gereicht! Überprüft. Was die WTG in Wirklichkeit bezweckt mit ihrem Aufruf „Beginne mit- der, Kindererziehung bereits im Säuglingsalter".
CV-Kinderinitiative
-R.S.W.-

MISSETÄTER (II)
WENN einer für uns Zeugen Jehovas beginnt ein Interessierter zu werden, so ist das meistens wirklich ein Mensch guten Willens. Durch unsere eifrige Predigttätigkeit wird er in unsere Gemeinschaft gelangen und, wenn er ehrlich ist, darin solange bleiben, bis er wieder als Missetäter ausgeschlossen wird (wie man Missetäter werden kann, ist schon geschildert worden). Angenommen, dies trifft nicht ein, dann ist etwas anderes geschehen: Durch das jahrelange Versammlungsstudium der Schriften der Gesellschaft mit vorgefertigten Fragen und Antworten vollzieht sich ein langsamer Wandel seiner Persönlichkeit. So paradox es auch klingt, weil es nicht so sein sollte und auch nicht beabsichtigt ist, aber die Liebe, auch die Liebe zur Gerechtigkeit und Wahrheit beginnt zu schrumpfen, bis sie fast gänzlich nicht mehr vorhanden ist und der Egoismus der Person beginnt sich breitzumachen.

Macht derjenige weiter gute Fortschritte in der „Wahrheit", so kann er bald Ältester in der Versammlung werden; ist aber dann meist schon ein Mensch geworden „völlig untauglich zu jedem guten Werk", aber gut ausgerüstet für das Werk der Gesellschaft. Kein Wunder, wenn sich also in unseren Versammlungen ein Benehmen beobachten läßt, daß die seltsamsten Blüten trägt. Jeder möchte nun gerne seine Stärke in der „Wahrheit" beweisen, indem er alles bedingungslos und willenlos tun wird, was die Gesellschaft von ihm fordert, ganz gleich auf welchem Gebiet, ob auf religiösem, politischen oder gar familiären, bis hinein zum Sex. Ja, er wird sich sogar freuen Gelegenheiten zu haben, er wird sogar Jehova darum bitten, wo er seine Standhaftigkeit beweisen kann, in dem Glauben, auch Jehova sieht es und wird ihn dafür belohnen.

ES ist wohl verständlich, daß unter solchen Umständen eine unglaubliche Heuchelei, Scheinheiligkeit und Angeberei in unseren Reihen zu finden sind. Es ist traurig, ja sehr traurig, dies feststellen zu müssen. Mag nun jemand fragen; wie kann dann noch eine Gemeinschaft der Zeugen Jehovas bestehen? Ja, eine echte, herzliche Gemeinschaft des Glaubens besteht ja auch schon lange nicht mehr, bestenfalls noch eine gut funktionierende, gut durchorganisierte Religionsgemeinschaft, aufgebaut auf menschlicher Weisheit, wo bedingungsloser Gehorsam gefordert wird. Das ist es wohl, was die meisten Menschen brauchen. Es ist ja so bequem nur zu gehorchen zu brauchen und dafür winkt ein schon so schöner Lohn! Eigene Verantwortung braucht nicht mehr getragen zu werden. Doch das wird beim einzelnen nur solange funktionieren, bis man sich noch vor sich selbst und vor Gott verantworten kann und ein neuerwachtes Gewissen sich zu regen beginnt; wenn noch Mut zur Ehrlichkeit und wahrer Wahrheit vorhanden ist. Doch da nun beginnt es für den echten Zeugen Jehovas gefährlich zu werden. Kann er nun seinen Mund nicht halten und beginnt er seine Bedenken zu äußern,- daß doch wohl nicht alles richtig ist, was wir praktizieren, kann er schnell von den eifrigen Ältesten als Missetäter,- als Rebell und Bösewicht. bezeichnet und die Maßnahmen gegen ihn werden in die Wege geleitet und beginnen wirksam zu werden. Nun geschieht, was sich keiner gerne wünscht: Er steht isoliert da! Keiner seiner Glaubensgenossen darf mit ihm irgendeine Gemeinschaft pflegen. Ganz deutlich soll ihm Verachtung wie einem Verräter gezeigt werden. Da nützt ihm auch nichts mehr, wenn er einen auch noch so guten Lebenswandel geführt hat und noch führt. Es bleibt ihm nur noch der Gang nach Canossa offen, wenn er es doch nicht lieber vorzieht wie Hiob zu sein, der sich weigerte, sich zu einer Schuld zu bekennen, die ihm seine heuchlerischen Freunde einreden wollten.

Sollte er sich schriftstellerisch betätigen, nichts, was von ihm stammt, darf ein Zeuge Jehovas kaufen, geschweige denn lesen. Er hat auch kein Zeuge Jehovas mehr zu sein! Man wartet auf eine Gefälligkeit von ihm, daß er nur aufzuhören hat gemäß einem christlichen Gewissen zu leben.
ABER kann das einer, der mal ein wirklicher Zeuge Jehovas, was für ihn bedeutet ein Zeuge Gottes, geworden ist? Wohl kaum! Es sei denn er wurde als tatsächlicher Missetäter, im kriminellen Sinn, aus seiner Christengemeinschaft ausgeschlossen.

Wer mal ein Zeuge Jehovas durch die Taufe, die er öffentlich an sich vollziehen ließ, geworden ist, ist verurteilt ein Zeuge Jehovas zu sein solange er lebt. Das ist er sich selbst und seiner Zeit schuldig.
Kommt er durch fleißiges Bibel- und Wachtturm-Studium zu einer erweiterten Erkenntnis der wahren Wahrheit, weil in seinem Kopf ein helleres Licht aufgegangen ist, so wird er davon Zeugnis geben müssen, auch seinen Glaubensbrüdern besonders, damit wir alle endlich aus unserer Engstirnigkeit herauswachsen.

DIES sind meine Schlußfolgerungen, die ich gezogen habe und aufgeschrieben. nachdem ich den ganzen Wachtturm Nr. 24/84 durchstudiert habe, doch besonders die Abschnitte auf Seite 18, 19, wo mir einiges so sehr mißfallen hat. Sollte da auch noch anderes im genannte WT irgend jemanden von meinen Glaubenebrüdern aufgefallen sein und eines Kommentares würdig, so würde es mich freuen, seine Meinung zuhören oder zu lesen.
Das, was da drin stand, war ja nicht nur für mich geschrieben. Bitteschön!
-J. M.-

FÜR DIE ZEUGEN JEHOVAS ZUM NACHDENKEN!
NUR E I N MITTLER!
„Denn es ist nur ein Gott und nur ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Jesus Christus, der sich selbst gegeben hat zur Erlösung für alle" (1. Tim. 2:5,6).
Demzufolge kann und wird es keinen anderen Mittler zwischen Gott und den Menschen geben. Der sogenannte treue und verständige Sklave ist ein falscher Mittler!

NUR E I N ERLÖSER!
„In keinem anderen ist das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir gerettet werden sollen" (Apg. 4:12).
Das Heil unserer Rettung finden wir nur im Sohne Gottes, der aus dem Vater geboren und dessen Name Jesus der Christus ist.
Wer außer ihm Rettung anbietet, ist ein Betrüger. Erkennt darum, daß der angebliche „Sklave" euch um euer Leben betrügt!
NUR E I N E R REDET ZU UNS!
„Nachdem vor Zeiten Gott manchmal und auf mancherlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn" (Hebr. 1:1,2).
Wer dagegen zusätzlich im Namen Gottes redet und prophezeit, ist ein falscher Redner und ein falscher Prophet.
Der angebliche „Sklave" gibt euch nicht Gottes geistliche Speise zur rechten Zeit, sondern vielmehr menschliche Wachtturm-Speise, die euch eure Herzen und Sinne vergiftet.
Erkennt doch den „Sklaven" des Wachtturms als das, was er in Wirklichkeit ist.
Er ist ein falscher Mittler,
ein falscher Christus und
ein falscher Prediger!
-MSH-

EIN BRIEF AUS MÜGGENBURG UND EGGESIN
Vor ein paar Jahren zogen sie von Halle in den Krs. Ueckermünde. Sie brachten auch eine ältere Frau mit. Diese wohnt im Anbau. Alle sind Zeugen Jehovas. Die Frau aber nicht. Der Vater übernahm ein Grundstück mit einem alten Bauernhaus. Er war, da er ja Werke schaffen wollte, sehr rührig. So sorgte er dafür, daß eine weitere Familie, auch Zeugen Jehovas, nachkam. Dieser Bruder war von Beruf Maurer. Also gerade der Bruder war wichtig! Nun wurde vereinbart, das Haus um- und auszubauen. Als Arbeitslohn zog der Bruder jedes Jahr ein Schwein für den Maurer auf. In einigen Jahren entstand also ein großes modernes Haus. Es ist das beste Haus im Dorf. Sachkundige schätzen den Wert des Hauses auf achtzigtausend Mark. Was im Hause alles angeschafft wurde! Dazu kommt noch sehr viel Vieh. Die Frau, welche sie mitbrachten, besaß ein großes Sparkonto. Für sie wurde nach langem Drängen ein Schornstein gebaut. Dann bekam sie einen Dauerbrandofen. Aber im Winter friert sie weiterhin. N. (Vs.-Ältester der ZJ) meint, sie müßte nur tüchtig Kohlen verheizen, dann habe auch sie es (in ihrem kalten Anbau) warm.

Wir fragen uns, warum das Haus? In Harmagedon soll doch kein Stein aufeinander bleiben! Nun, die Zeugen meinen vielleicht, ihr Haus bleibt stehen? Die Zeit am Bau fehlt auch am Verkündigen. -EIBT-
Man könnte noch viel mehr Fragen stellen. Aber offenbart das nicht alles, daß man kein nahes WT-Harmagedon mehr ernst nimmt? Daß man sich auf seine eigenen Bedürfnisse und Zustände besinnt, um sie zu verbessern? Aber muß man das nicht dann auch allen anderen Menschen zubilligen?
Wie könnten sie anderen dann noch predigen, die Zustände nicht zu verbessern?
(ZJ im 20. Jahrhundert, WTG 1978, S. 29.)

FRAGEN - MEINUNGEN,- HINWEISE - ANTWORTEN
Schon vor einiger Zeit wurde bekannt, daß der ZJ Alfred Hegenbart in Wunsiedel, in der Landespolizeidirektion Bayreuth, auch Polizist ist Auf Beschwerden aus der Bevölkerung verbot ihm das Innenministerium, die Ausübung des ZJ-Hausdienstes, gestattete ihm aber den ZJ-Straßendienst.
Er versuchte, über seinen Anwalt Karl von Raser unter Berufung auf das BRD-Grundgesetz auch ein Recht auf Haus-zu-Hausdienst als ZJ und Polizist durchzusetzen, das wurde jedoch-kostenpflichtig abgewiesen.

Aus ZJ-Kreisen in Hamburg wurde bekannt, daß die WT-Organisation mit der Zolldienststelle in Hamburg zusammenarbeitet und von dort benachrichtigt werde, wieviel Besatzung und welcher Nationalität sich auf einlaufenden Schiffen. befindet, um dann über die Kapitäne der Schiffe entsprechendes WT-Material zu verteilen.
Wie aus dem Bethel Wiesbaden bekannt wurde, ließ der WTG-Zweigdiener einen ehem. Bezirksdienergehilfen Gottfried M., Hamburg, mit Polizeigewalt aus dem Bethel, „Gotteshaus" entfernen, weil er nicht eher gehen wollte, bevor er den bekannten Bezirksdiener Fritz Adler gesprochen hatte, was ihm verweigert wurde. Das hatte im Bethel ein Geschrei verursacht, so daß die Frauen auf den Fluren zusammenliefen.

„Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6
Preis: 0,20M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos
Konto-Nr.: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera
A 1169/85 V 7 1 2050 N 2

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