Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 194
In dieser Ausgabe ein weiterer Bericht über die Demonstration vor den Brooklyner WTG-Gebäuden, über den es schon in der CV 187 einen ersten Hinweis gab. CV 187
Wenn in dieser CV-Ausgabe auch davon die Rede ist, das weiteres sich ergänzend in einem sogenannten „Sonderdienst Nr. 7" der CV vorfindet, dann noch der Hinweis. Dieser steht für die Einscannarbeit nicht zur Verfügung. Die CV 191 war die letzte Ausgabe, die ich von der CV direkt zugesandt bekommen hatte. Danach wurde ich, im Zusammenhang mit meinen Problemen mit dem DDR-Regime, von deren Versandliste gestrichen.
Offenbar haben einige spätere Bezieher der CV, von denen ich die Vorlagen für die weiteren Einscannungen ab CV 192 erhalten habe, diesen „Sonderdienst" auch nicht erhalten.

Besonders die letzte Seite dieser CV-Ausgabe trief wieder förmlich vor Ungenießbarkeit, verpackt in Wassereimer voll von Krokodilstränen. Da wird ein rechtsradikaler Spruch aus der alten BRD (einer westlichen Fernsehsendung entnommen) „Nur tote Türken sind gute Türken" und „Türken dürfen dieses Lokal nicht betreten" auf die Zeugen Jehovas und ihre Harmagedontheorie umgedeutet. Letztere ist in der Tat kritisch hinterfragbar. Ob der gewählte Vergleich indes von besonderem „Feingefühl" zeugt. Das kann wohl nur derjenige sagen, der selbst kein Gefühl mehr hat.
Noch so ein entlarvender Satz. Ein vorgeblicher „Leserbrief" muß da herhalten. Gefüllt in einer ganzen Badewanne voll von Krokodilstränen, liest man da auch beiläufig eingestreut:
„Die Familie R. ist wegen der Zukunft ihrer Kinder zur Volkswahl gegangen". Soweit hat es dieser sogenannte „DDR"-Staat also schon gebracht, dass Leute, bekannt als chronische Nichtwähler, wegen des Wohles ihrer Kinder doch zur Wahl gingen. Es soll nicht darüber lamentiert werden, ob das ein ein „getürkter" oder tatsächlicher Brief war. Allein schon die Wendung „wegen der Zukunft der Kinder ...." spricht Bände!



CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR

NR. 194 GERA SEPTEMBER 1985

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen die WT Nr. 7 und 8/85
CHRISTI WIEDERKUNFT - WORAN ZU ERKENNEN?
17. Kapitel „Paradiesbuch"
GOTTES NAME - SEINE BEDEUTUNG UND SEINE AUSSPRACHE
DER „UNPOLITISCHE" WACHTTURM
„Gottes Königreich ein Staatswesen"
„UNBARMHERZIGER" ÄLTESTER
Ein Hilferuf aus Waren

„FREIHEIT DES GEWISSENS"
Internationale Protestdemonstration vor dem Bethel Brooklyn
HAUPTANSPRACHE
WILLKOMMEN ZUR DEMONSTRATION
„Freiheit des Gewissens". Wofür sind wir hier? Was können wir hoffen, zustande zu bringen? Möchten wir einen Kampf mit der Wachtturm-Gesellschaft aufnehmen? Nein, unser Motiv ist höher als das.
Hoffen wir auf eine Reform innerhalb der Gesellschaft?

NEIN! WIR HABEN ERKANNT.
daß es jenseits des Punktes ist, wo Reform möglich ist. Was bleibt uns damit? Menschen zu helfen. Jenen noch in der Organisation, die sie verlassen sollen. Und jenen, die versucht sein mögen, sich anzuschließen. Wir können ihre Fragen beantworten und sie vor den Konsequenzen warnen.

WIR HABEN DIE HARTE, TRAURIGE WEISE
erlebt, daß die meisten Zeugen Jehovas anerkennen, was immer die Wachtturm-Gesellschaft über einen Gegenstand sagt. Im Kielwasser der Veröffentlichung augenöffnender Informationen in den vergangenen Jahren haben wir gesehen, daß die Zeugen Jehovas nicht nur nicht achtgeben, sie verfechten sogar die Richtigkeit der Situation. Schließlich wird genug Publizität über die Organisation den Stand der Gesellschaft in den Augen aufrichtiger Menschen zu Schaden bringen. Sie dürfte auch den finanziellen Stand zu Schaden bringen und veranlassen, daß er bankrott geht.

GEISTIG IST ER SCHON BANKROTT.
Gewißlich ist die Macht der Organisationsführer niemals in größerer Gefahr gewesen. Ausschlüsse sind die Regel und ständige Berichte über interne Probleme sickern heraus und nähren eine starke Opposition gegen diese schreckliche Praxis. Aber die Führer dieser „theokratischen" Organisation, ein Netzwerk von Ältesten, Kreisen, Bezirken und-Lokalen, sind nicht bereit aufzugeben. Die an die „Theokratie" Glaubenden „ sind dazu bestimmt, aus ihr eine Realität zu machen. Keiner, der sich mit ihnen uneins findet - die meisten von ihnen wurden zum Schweigen gebracht oder hinausgeworfen - selbst wenn sie und obwohl sie über eine Reform optimistisch gewesen sind, erwartet irgendeinen Wechsel, während diese Generation von Führern am Leben ist.

WENN ES REFORMER IN DER ORGANISATION GIBT, wird ihr Erfolg weitgehend davon abhängen, wer je in der „Theokratie" das Übergewicht über die „harte Linie" erlangt, die traditionelle, die „theokratische Strategie" bestimmt. Wenn es eine Meinungsverschiedenheit in der Führerschaft gibt, so über die Mittel, nicht über die Ziele. Das ist es, warum Menschen wie diese bei der Demonstration keine Hoffnung innerhalb der Organisation haben. Sie wird wahrscheinlich niemals ihre Motive ändern.

DIE „VERTRETER DER HARTEN LINIE".
wie die Körperschaften der Ältesten, die leitende Körperschaft, die Dienstkomitees usw. glauben, daß die „Theokratie" ihren Weg durch Einschüchterung (tyrannisch, wie ein Raufbold, wie ein Bulle, bullisch) vorwärtsgehen soll, ohne Zugeständnisse an Kritik. Aber die harte Linie ist genau das, was die heutigen Probleme hervorruft.

DENKENDE MENSCHEN ERKENNEN.
daß der religiöse Marktplatz, sich selbst überlassen, schließlich eine theokratische Hierarchie zerstören wird. Aber die „Vertreter der harten Linie" wollen dem nicht ins Auge blicken. Sie glauben deshalb, daß die Doktrinen der Herde. auferlegt werden müssen. Die Lehren müssen akzeptiert werden. Es wird keine Wahl geben. Die alte theokratische Regierungsmannschaft muß verjüngt werden. Brooklyn muß tun, was immer nötig ist, die Herrschaft über das Denken aller Zeugen Jehovas aufrechtzuerhalten.

EINHEIT UM JEDEN PREIS!
Jüngste Schriften haben offenbart, was das in der Praxis bedeutet.. Als der Organisation Tatsachen präsentiert wurden, die zeigen, daß viele ihrer Lehren ohne Begründung sind, fielen sie zurück in die einzige Verteidigung, die sie verstehen:
Das Werkzeug der Einschüchterung und des Ausschlusses. Jeder, der mit ihnen nicht übereinstimmt oder sie auch nur hinterfragt, muß entfernt werden. Es gibt keine Untersuchung der Tatsachen. Alle über ihre Lehren vorgebrachten Tatsachen wurden verworfen.

SCHAUT AUF DIE HARTKÖPFIGKEIT
derer in Macht nach einem Jahrzehnt des Ausweichens vor der Frage des „Endes der Welt," seit 1975.

UND WAS IST MIT DEN FEHLERN,
die in der Entwicklung der Glaubenstheorie gemacht wurden, daß nur jene unter ihrem Denk-Regenschirm errettet werden?
Die Theorie der „Generation von 1914" ist haltlos. Glaubst du, es gibt eine Chance, daß die leitende Körperschaft diese Dinge öffentlich zugibt und echte Anstrengungen macht, die Dinge zu verbessern? Die Bibel sagt uns, wir können keine „Flicken flicken" und keine „alten Weinschläuche" gebrauchen. Es würde sicherer für die Wachtturmgesellschaft sein, sich zu ändern. Sie würde fähig sein, zu jedem Angriff aufzustehen, der gegen sie geschleudert wird. Jetzt ist die Lage, daß die Wachtturm-Lehren keiner Prüfung durch Gelehrte standhalten können.

DIE LETZTEN FÜNF JAHRE HABEN
es klargemacht, daß keiner, der für Reformen ist, zu mehr Einfluß in der Gesellschaft kommt. Die „Theokratie" dominiert. Aber selbst wenn „Reformer" die Kontrolle übernehmen, sind die Aussichten über eine wahre christliche Erweckung unter den Zeugen Jehovas gleich Null. Keiner hat Antworten darauf, was geschehen würde, wenn die Wachtturm-Gesellschaft plötzlich Ehrlichkeit als Tugend annehmen würde.

WAS WÜRDE GESCHEHEN,
wenn plötzlich die Hälfte ihrer Herde beginnen würde, ihre Motive zu hinterfragen?
Was passiert im Sinn der Menschen, die trainiert sind, alles zu akzeptieren, wie absurd es auch ist, wenn ihnen plötzlich gesagt wird, selbst zu denken und die Bibel über den Wachtturm zu stellen? Sie wären mit der Tatsache des immens schwierigen Problems konfrontiert, einen gerechten Weg zu finden. das Milliarden-Dollar-Empire der Wachtturm-Gesellschaft aufzuteilen. Sie haben gewißlich diesen Wohlstand unter falschen Voraussetzungen erhalten und sollten selbst darauf verzichten.

WENN REFORM NICHT STATTFINDET,
werden jene in Macht am Ende teuer für ihre Hartnäckigkeit bezahlen müssen, und jene unter ihren Flügeln werden auch bezahlen müssen. Künftig mögliche Anhänger werden sie wie Plagen meiden wegen der fortgesetzten Veröffentlichungen.

ES GIBT DIE WAHRSCHEINLICHKEIT,
daß populäre Veröffentlichungen einige Anpassungen ihrer Denkweise bewirken können. Bis jetzt wird der Ruf nach Änderungen innerhalb der Organisation zermalmt.

EINE GEISTIGE UMKEHR BLEIBT
nichtsdestoweniger möglich. Aber nur, wenn die Beherrscher der Wachtturm-Maschine eine Verwandlung durchmachen zu einer christlicheren Haltung in der Leitung ihrer Organisation. Wenn dies geschieht, widerlegt es die Wachtturm-Behauptungen, sie könnten nicht als „freie" Gruppe von Menschen überleben, ohne absolute Macht.
Eine Verhaltensweise, vollkommen auf biblische Prinzipien gegründet, ohne von Menschen gemachte Regeln und Ideale, würde weit mehr Harmonie und geistliches Wachstum hervorbringen als absolute „theokratische" Macht. Es würde auch Schutz gegen Kritik von außen bringen, die sich ständig erhebt, wie die Dinge jetzt stehen. Würde es nicht sinnvoller sein zuzugeben, daß absolute „theokratische" Macht einfach eine schlimme Idee ist, wie sie auch ausgeübt wird? -

DER CHRISTLICHE LEITSPRUCH DER ZUR DEMONSTRATION GEGEN DIE WTG VERSAMMELTEN
Römer 8:1,2,35, wo es heißt:
„So gibt es also jetzt kein Verdammungsurteil mehr für die, welche Christus Jesus angehören, denn das Gesetz des Geistes, der das Leben verleiht, hat dich in der Gemeinschaft mit Christus Jesus von dem Gesetz der Sünde und des Todes freigemacht. Wer will uns von der Liebe Christi scheiden? Trübsal oder Bedrängnis, Verfolgung oder Hunger, Mangel an Kleidung, Gefahr oder Henkerbeil?"
-CVN aus Brooklyn über die Demonstration vom 30.9.-3.10.84.-
CV BERICHTET WEITER OBER ALLE DEMONSTRATIONEN GEGEN DIE WTG. SIEHE WEITERE CV UND DEN CV-SONDERDIENST NR. 7, OKT. NOV. 1985.

„AUCH GOTTES KÖNIGREICH EIN RICHTIGES STAATSWESEN"
Der „unpolitische" Wachtturm
ZJ durch WTG also Staatsfeinde?
„Wie das Königreich Dänemark, so ist auch Gottes Königreich ein richtiges Staatswesen" müssen die ZJ laut WT vom 1.8.82, Absatz 7 verkündigen. Da die ZJ Vertreter oder Bürger dieses Königreiches Gottes sein sollen, wären sie damit Vertreter eines anderen Staates. Da dieses Staatswesen allen gegenwärtigen Staaten gegenüber feindlich ist und sie vernichten soll, wären alle ZJ damit ebenfalls Feinde des gegenwärtigen Staates, in dem sie leben. Das Evangelium Jesu Christi wird hier gröblich verraten: „Das Reich Gottes besteht ja nicht in Essen und Trinken, sondern in Gerechtigkeit, Friede und Freudigkeit im Besitz des heiligen Geistes. Wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefällig und den Menschen bewährt" Römer 14: 16-18. Der WT gibt also das Christengut der politischen Lästerung preis.

Wir fragen uns, was soll das? Warum diese Politisierung des Reiches Gottes, und damit Politisierung der ZJ, die das ja predigen sollen? Auch allen ",obrigkeitlichen Personen", allen staatlichen Beamten, Behörden und Institutionen also. Der WT schweigt natürlich über die Hintergründe solcher Politisierungen, denn mit dem biblischen Evangelium hat das nichts zu tun.

Ein politisches Ablenkungsmanöver
Bekanntlich richtet der WT alle ZJ und die auf sie hören, antidemokratisch aus. Wer dem WT folgt, wählt nicht mehr und beteiligt sich an keiner sozialen "Weltverbesserung" mehr. Er lehnt fortan jede soziale und demokratische Mitverantwortung im Lande ab und lehrt auch andere, so zu handeln. Natürlich steht das im Widerspruch zu dem auch christlich anerkannten Recht aller Menschen, "obrigkeitliche Personen" und "obrigkeitliche Gewalten" zu haben, also zu wählen, weil sonst das gesellschaftliche Leben in Anarchie versinken würde. Auch dieses Recht ist "von Gott".
Rö. 13.1-7; Tit. 3:1,2; 1. Petr. 2:

Die WTG lenkt auf diese Weise davon ab, daß es ihre hintergründige Mission ist, unter den Enttäuschten, Entwurzelten, Verzweifelten, Elenden, Ausgebeuteten, Armen, Hungernden, Seufzenden. Unterdrückten und nach Auswegen und Veränderungen, nach Verbesserung Suchenden unter Mißbrauch der Bibel eine Politik zu betreiben, die jedes Aufbegehren und Verändern, jede Reform oder Revolution gar aus den Köpfen treibt und fernhält. Die politische Spitze dessen ist ihr bekannter Antikommunismus, mit dem jeder demokratische Gedanke an Verbesserung schon im Keim erstickt werden soll.

So zeigen uns die Tatsachen und Zusammenhänge immer wieder, daß der WT-Anspruch, unpolitisch zu sein, eine fundamentale politische Lüge ist, auf die sich, j e d e r WT gründet! Es gibt keinen unpolitischen WT, jeder WT macht irgendwelche politische Bemerkungen und Aussagen. -
-F. F.-

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG. 17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DIE WT Nr. 7 UND 8/1985
STUDIENARTIKEL
"Wie sehr unterscheidest du dich von der Welt?"
"Meide stets die Schlinge der Habgier"
KONKURRENZ FÜR ZEUGEN JEHOVAS?
EINE interessante Entdeckung kann der Zeuge auf Seite 11 dieses WT machen.
Ist man sich doch in der Zeugenschaft allgemein einig, den Predigtdienst für sich gepachtet zu haben. Nun werden plötzlich "Missionare einer evangelischen Organisation" erwähnt, die es anscheinend in der ganzen Welt gibt. Somit beteiligt sich die "verderbte Christenheit" wohl doch an "Gottes heiligem Dienst"?

TRENNUNG VON DER WELT SCHÄTZEN
BEVOR jemand ein Zeuge Jehovas wird, muß er "alle Brücken hinter sich abbrechen", d. h. jeglicher Kontakt zu "Weltmenschen" muß er auf ein Minimum reduzieren. Egal, ob es sich hierbei um Arbeitskollegen, Bekannte, Verwandte, ja sogar um Vater und Mutter handelt.
Bei Nichtbeachtung dieser Anweisung drohen jedem Zeugen Disziplinarmaßnahmen. Zumindest wird er dann "bezeichnet", was bedeutet, daß seine geistigen Geschwister ihn meiden (vergleiche WT 8/85, S. 30,31).

NOCH weit massivere Drohungen läßt der "KLUGE KNECHT" verlautbaren:
"Schätzt du und vertiefst du in deinem Leben die Trennung von der Welt? Vergiß nicht, daß Jehovas Zeugen, wenn sie diese Trennung irgendwie lockern würden, mehr Ähnlichkeit hätten mit der Welt, deren Gott Satan, der Teufel, ist. (2. Kor. 4:4)."

KONKURRENZ FÜR DIE WTG
SCHARFSINNIG erkannt:
"Die meisten von uns müssen hart arbeiten, um die lebensnotwendigen Dinge zum Essen, Trinken und Anziehen kaufen zu können. (2. These. 3:10-12)." (Seite 20)
Die meisten - aber offensichtlich nicht alle. Und mit einer Minderheit begüterter und handelstüchtiger Zeugen scheint die WTG Sorgen zu haben.

Es wird geklagt, daß einige im Königreichssaal Geschäftsangelegenheiten abwickeln und dabei sogar ihre Glaubensbrüder "übers Ohr" hauen würden, (S. 18-20) Wie können sie auch nur; sie müßten doch wissen, daß das Geschäftemachen, im Königreichssaal, (und nicht nur dort) der leitenden Körperschaft vorbehalten bleibt. Oder wird der Literaturvertrieb etwa nicht dort abgewickelt?
WT und Erwachst kosten nun statt 30 Pf schon 50 Pf.
WENN bei den Millionenauflagen dieser Zeitschriften keine Geschäfte. zu machen sind ...

WACHTTURM NR 8/85
STUDIENARTIKEL
"Deine Treue zu Gott, der 'im Verborgenen zusieht"
"Laß dir von Gott helfen, geheime Fehler zu überwinden"
ENTSCHEIDUNG FÜR DAS LEBEN
DIE inhumanen Ansichten der WTG hinsichtlich der Blutfrage wurden in CV schon häufig kritisiert und deren inhaltlicher Gedanke als biblisch falsch verworfen. Im Laufe vieler Jahre hat der "kluge Knecht" eine ungeheure Blutschuld auf sich geladen. Nicht nur Erwachsene, sondern auch das Leben unschuldiger Kinder. wurde dem WTG-Blutkult geopfert.

Endlich wachen viele Zeugen Jehovas auf. Sie befolgen nicht mehr alles kritiklos, was ihnen die Leitung befiehlt. Deutlich wird dies in der steigenden Anzahl heimlich geduldeter Bluttransfusionen.
Zwar hält Angst, jahrelange Unterdrückung und dergleichen die Geschwister davor noch zurück, sich öffentlich von der Organisation loszusagen.

Ihrer Mündigkeit sehr wohl bewußt, entscheiden sie sich für das Leben und gegen einen ungewissen Harmagedontermin.
Mag Brooklyn dagegen wettern und noch so schwere Geschütze auffahren:
Diese Entwicklung läßt sich nicht mehr aufhalten.

RETTUNG IM ALKOHOL
DER Alkoholmißbrauch entwickelt sich zu einem ernsten Problem für Zeugen Jehovas. Umfangreiche Verpflichtungen in der Versammlung, Familie und am Arbeitsplatz führen zu Streß, der durch fehlende Entspannungsmöglichkeiten nicht abgebaut wird.
Im Alkohol sehen viele ZJ die letzte Möglichkeit, sich zu entspannen (S. 19).
Die daraus resultierende Sucht ist somit die Folge von Überlastung der Zeugen. Diese wahre Ursache kann und will die WTG nicht sehen. Würde das doch bedeuten, zeugentypische Dienste zu , reduzieren (z. B. Predigtdienst, Zusammenkünfte u.a.m.).
So fordert man die Anhänger nur auf, Selbstbeherrschung zu üben und sich nicht zum Gespött anderer zu machen (S. 19).
Ob mit diesen Empfehlungen den-Betroffenen geholfen wird?!
-G.R.-

GOTTES NAME - SEINE BEDEUTUNG UND SEINE AUSSPRACHE (I)
MIT dem 2. Kapitel ihrer Kongreßbroschüre (S. 6-11) unternimmt die WTG nun den Versuch, das Wortgebilde "Jehova" als gebräuchlich anerkannt darzustellen. Aber weder die Münzen, noch die mit dem Tetragrammaton und teils mit der Namensform "Jehova" geschmückten Kirchenbauten, vermögen den aufmerksamen Betrachter von der angeblichen Bedeutung und der richtigen Aussprache gerade dieses Namens zu überzeugen. Im Gegenteil wächst ein Gefühl der. Ablehnung, wenn man sieht, wie hier der Einfall eines päpstlichen Beichtvaters. der zum Brauchtum des Mittelalters auswuchs, ehe er als tragischer Irrtum erkannt und später wieder abgeschafft wurde, begierig aufgegriffen und als theokratisches Licht der Neuzeit feilgeboten wird. Die Erwähnung der Masoreten mit ihrem Punktsystem ändert nichts an der historischen Tatsache, daß "Jehova" kein Name ist, sondern ein künstliches Wortgebilde aus den Vokalen von Adonai und Elohim.

Aus 2 anerkannten Werken, die in Fachkreisen einen guten Ruf genießen, haben wir das in Kürze, aber durchaus überzeugend, nachgewiesen.
DIE Masoreten haben mit ihrem Punktsystem sämtliche biblische Namen des Alten Bundes (hebräischer Teil der Schrift) richtig vokalisiert für eine ordnungsgemäße Aussprache. Die einzige Ausnahme bildete der Name Gottes, weil man sich vor Ehrfurcht scheute, ihn überhaupt auszusprechen. Um auch den Leser in dieser Hinsicht nicht zu verleiten, wurden also nicht die ehemaligen Vokale des richtigen Namens, sondern a-o-a bzw. e-o-a (für die Aussprache von Elohim und Adonai) punktiert. Das ist der Grund, warum die richtige Aussprache verloren ist und wir lediglich die Konsonanten JHWH als einziges Überbleibsel des Namens Gottes überliefert bekamen. Das, und nichts anderes, ist der wahre Tatbestand. Wenn wir nun unsere Vokale durchexerzieren, beginnt bezüglich der Auffindung der richtigen Namensform sozusagen die Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen:

1. JAHAWAH, 2. JAHAWEH,
3. JAHAWIH, 4. JAHAWOH,
5. JAHAWUH.
WENN der mittlere Vokal nun jeweils durch e, i, o und u ausgetauscht wird, so ergibt weitere 4mal dieses gleiche Spiel, womit wir dann bereits 25 mögliche Varienten haben. Gehen wir schließlich zum Austausch, des ersten Vokals über, so erweitert sich der Radius des vorstehenden Ergebnisses auf insgesamt 5maliger Prozedur, wobei die 125 Varianten deutlich bescheinigen, daß die Auffindung der richtigen Aussprache, ein Lotteriespiel ist, weiter nichts. Bisher kann nur "JAHWE" als wahrscheinlich gelten, durchaus sicher ist das aber nicht.

BEI der von der WTG gemachten Aufstellung von 37 Ländern, die die dort übliche Aussprache "JEHOVA" bezeugen sollen, handelt es sich um Täuschung und Betrug. Die Aufstellung dokumentiert lediglich, daß eine Auswahl von Ländern aus dem "theokratischen Verbreitungsgebiet" vorgestellt wird und hier die Namensform "JEHOVA" im Wachtturm erscheint. Eine offizielle Benutzung dieser Formel durch die Bevölkerung der betreffenden Länder kann durch nichts bewiesen werden. Auch eine Aussprache des WTG-Wunschnamen durch Christen, falls dort vorhanden, ist völlig absurd.

Wenn die WTG schließlich' mit dem Argument operiert, die Namen Jeremia und Jesus seien auch nicht richtig überliefert und dennoch würden diese Namen heute gemäß unserer eigenen Aussprache benutzt, so ist das ein sehr übler Trick im Rahmen einer vorsätzlichen Irreführung. Wie schon dargelegt, wurde nur vom Namen Gottes durch Unterschiebung falscher Vokale keine richtige Aussprache überliefert. Jeremia dagegen wurde richtig vokalisiert und daher ist eine Transcription in andere Sprachen möglich. Die Falschvokalisierung von JHWH ergibt im Deutschen den Ausdruck "Herrgott", nicht aber JEHOVA, was die WTG verschweigt. Auch die richtige Aussprache des Messias ist bekannt und wird in unserer Sprache mit Jesus gültig übertragen. Die Schrift hält außerdem ausdrücklich fest, daß der Name des Herrn profankundlich in 3 Sprachen der Nachwelt durch Pilatus erhalten blieb (Lukas 23:38)!
-Frank Petavius-
Fortsetzung in CV Nummer 195.

CHRISTI WIEDERKUNFT - WORAN ZU ERKENNEN? (1)
17. Kapitel „Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben"
MIT zu den entscheidendsten und beglückendsten Kernstücken der christlichen Heilsbotschaft gehören die Worte aus dem Johannesevangelium 14:3, welche Jesus sprach:
„… so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen".

Seitdem der Neue Bund besteht, ist die Hoffnung Seiner Wiederkunft zum lebendigen Mittelpunkt der christlichen Erwartung geworden. Dabei ist jedem Christen, der seinen Glauben ernst nimmt, klar, daß der Herr keinesfalls im Fleische, also in menschlicher Natur, sondern vielmehr als Gott in Herrlichkeit wiederkommen wird. Jesu ehemals menschlich-fleischlicher Leib diente ja ausschließlich dazu, unsere Sünden und damit den Tod auf sich zu nehmen und beides zu unserer Sühnung hinauf an das Kreuz zu tragen. Dazu hat sich der einzige aus Gott geborene Sohn selbst entäußert und erschien als Mensch in Knechtsgestalt, damit er nach seinem Sieg am Kreuz, alle, die sich zu ihm bekennen, zu gleicher Herrlichkeit führen kann (Phil. 2:8-11; Hebr. 2:17; Röm. 6:5; 8:29).

Sichtbar oder unsichtbar?
SOWOHL als auch. Die richtige Antwort hängt mit Sicherheit vom persönlichen Verhältnis eines jeden Fragestellers zu unserem Herrn Jesus Christus ab. Aber selbst mit den Augen des Glaubens ist es nicht leicht, auf Anhieb völlige Klarheit aus der Schrift zu gewinnen. Das beweisen die vielen widersprüchlichen Ansichten über dieses Thema. Jedoch mit einer glauben- und gebetsvollen Betrachtungsweise der Bibel wird eine sichere Antwort durchaus möglich.

Wagen wir doch einmal den Versuch:
Unsichtbar
ZUNÄCHST kündigte Jesus den Jüngern unmittelbar vor seiner Himmelfahrt seine unsichtbare Gegenwart an. Nachdem er den Missionsbefehl erteilt hatte, sprach er noch folgende Worte: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende" (Matth. 28:20).

Aber auch schon vorher versprach Jesus seinen Jüngern diese seine unsichtbare Gegenwart in Form eines Trösters, der sie alle nach seinem Weggehen in das rechte Verständnis einfuhren und sie bis an das Ende begleiten würde.
(Joh. 14:16,26; 15:26)
Und so kam es auch, denn zu Pfingsten wurde der Tröster - es war der Heilige Geist - über die gesamte Pfingstgemeinde ausgegossen (Apg. 2:1-39). Dieser Geist Gottes wirkt bis zur Wiederkunft Christi in seiner Gemeinde, welche sein Leib ist, und wird sie führen, trösten und stärken. Von daher ist der angebliche Beginn einer unsichtbaren Gegenwart Jesu Christi vom Himmel aus seit dem Jahre 1914 schlicht und einfach unsinnig.

Unsichtbar wie ein Dieb in der Nacht
„Darum wachet, denn ihr wisset nicht, welchen Tag euer Herr kommen wird … Wenn ein Hausvater wüßte, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, so würde er ja wachen …„ (Matth. 24:42,43).
TATSÄCHLICH ist das Wachen ein ernstes Gebot für alle Christen. Dieses Wachsein muß freilich in aller Demut vor sich gehen, sonst führt es leicht zur Besserwisserei und damit zum Elitedenken. Wachsein in Demut ist stets der Ausdruck, eines glaubensstarken christlichen Lebens in Liebe. Dort, wo Christen im Glauben und in der Liebe, wirken, wird der Herr, wenn er kommt wie ein Dieb in der Nacht, stets erwartet sein. (1. These. 5:2)

MAN könnte diese wachenden Christen mit den fünf klugen Jungfrauen vergleichen, welche ja nach ihrem Bräutigam Ausschau hielten. Wenn er nun kommt, haben sie nicht nur ihre Lampen zur Verfügung, sondern auch genügend Öl, um dem Bräutigam im Lichte ihrer Lampen entgegenzugehen.
(Matthäus 25: 1-13)

Öl steht immer, auch in diesem Gleichnis, für den Heiligen Geist. Ist der Geist Gottes aus dem Herzen eines Christen verdrängt, so hört nicht nur das Trösten und Bewahren, sondern auch das Wachen auf. Das Öl in der Lampe eines Christen, die ja eigentlich fortwährend vor den Menschen leuchten soll, versiegt. und aus der einstigen klugen wird eine törichte Jungfrau, ein böser Knecht, der dem Lebensstil dieser Welt verfällt. (Matth. 24:45-49)

Wenn nun aber der Herr plötzlich wie ein Dieb in der Nacht kommt, so ist der Heilige Geist von der törichten Jungfrau gewichen und die Hochzeit findet ohne sie statt. (Matth. 24:50; 25:11, 12)
Deshalb ergeht immer wieder die Aufforderung: „Darum wachet" (Matth. 25:13).

WIRD denn nun die Welt. das Kommen des Herrn „wie ein Dieb" wahrnehmen können? Nicht direkt, sondern allein die Auswirkung seiner diebesgleichen Erscheinung wird sichtbar werden. Menschen, die als Christen bekannt waren, werden verschwunden, also zum Herrn entrückt sein. Obwohl niemand dieses Datum kennt, wissen wir doch alle, daß es sich zur Zeit der letzten Posaune ereignen wird (Offb. 11: 15; 10:7; 1. Thess. 4:15-17; Kor. 15:51,52). Für die treue Gemeinde Jesu Christi wird der Herr genauso sichtbar, für die Welt allerdings unsichtbar, wiederkommen, wie er damals vor den Augen seiner Jünger zum Himmel emporgehoben wurde. Es wird die Umkehrung des Ereignisses sein, welches in Apg. 1:9 geschildert ist. Dies bestätigt auch Vers 11 und stellt damit eine Verbindung zu der Schriftstelle Matth. 25:10 her. Aber wenden wir uns noch einmal kurz dem Jahre 1914 zu.

DAS diebesähnliche Kommen des Herrn in der Nacht zur Zeit der letzten Posaune geschieht laut Offb. 16:15 während der Schlacht von Harmagedon. Daraus ergibt sich folgender Schluß: Wäre nun die Verherrlichung geistgesalbter Christen (Überrestglieder) bereits im Jahre 1914 geschehen, so hätte die Schlacht von Harmagedon euch zu diesem Zeitpunkt stattfinden müssen. Da dies aber nicht der Fall war, sondern noch aussteht, können auch die verstorbenen Glieder der sogenannten 144 000-Klasse nicht 1914 zu himmlischen Leben erweckt worden sein. Sonst wäre ja die Schriftstelle 1. These, 4:17 unwahr, in der es heißt, daß die Toten und die Lebenden zugleich hingerückt würden. Nun lebt jedoch der sogenannte Überrest der 144000-Klasse noch, also sind auch die Toten der 144000-Klasse im Jahre 1914 nicht mit Christus vereint und zu himmlischen Leben erweckt worden.

Die Erscheinung Jesu Christi wie ein Dieb in der Nacht steht also noch aus. Wenn sie aber eintritt, wird sie allen den Christen zum Segen werden die gleich den fünf klugen Jungfrauen mit Öl in ihren Lampen ihrem Herrn und Erlöser entgegengehen. Sie gehören dann zu der Philadelphia-Gemeinde und werden somit vor der Stunde der Versuchung durch den Antichristen, welche über den ganzen Weltkreis kommen wird, bewahrt werden
(Offenbarung 3:10,11; 7:4-8; 12:5; Jesaja 65:5-9)
Fortsetzung in CV Nummer 195/85.

KLARHEIT GIBT ES NUR DURCH WAHRHEIT (II)
„Wenn ihr in meinem Worte bleibt …„ Joh. 8:31, 32
Fragen, die vom treuen Sklaven eine Antwort fordern!
1. Zeitrechnung: 1914-1975
WIE kann man mit gutem Gewissen die Menschen lehren, daß die 1914-Generation das Weltende und die neue Welt noch erleben werden (Erwachet, Seite 2). Und daß auch nach 6000jähriger Menschheitsgeschichte das Ende dieser Welt, also Harmagedon kommt? (Also 1975.) Da doch geschrieben steht, daß außer Gott dem Vater niemand Kenntnis hat vom Tag und Stunde, und von Zeiten und Zeitabschnitten! Ist da jemand klüger als Gott? Das hat es vor 6000 Jahren auch schon gegeben!

2. Die Abendmahlslehre
WIE kann man als Christ mit gutem Gewissen andere Christen lehren, sie müßten auf die Symbole verzichten, weil diese nur für die Auserwählten 144 000 in Anwendung kommen? Da doch etwas derartiges nirgendwo geschrieben steht, und das Argument: Jesus hätte es nur mit seinen Aposteln genommen die Bedeutung hätte, daß außer den Aposteln sonst niemand ein Anrecht darauf hat? Weil aber niemand sich selbst auswählen kann, sondern nur Gott, hat auch niemand das Recht andere Christen einzustufen oder abzusondern, das kann nur der Hirte (und nicht die Schafe) tun. Und dieser gute Hirte Jesus Christus, in dessen Wort wir bleiben sollen, sagte vor seinem Weggang von der Erde zu den 11 Jüngern, die bei ihm waren u.a. „… und sie lehrt, alles zu halten, was ich euch geboten habe …„ Matth. 29.19,20.
Wer versucht, dieses Gebot beim Abendmahl ungültig zu machen, glaubt nicht dem geschriebenen Wort, und ist ein Heuchler. Alles bedeutet eben alles, nur ein Irrer sieht das nicht ein, weil er eben irrt!

3. Der Überrest
MIT dem Überrest und 144 000 wird so viel Kult getrieben und Geheimnisvolles gelehrt, was jeder biblischen Grundlage entbehrt. Denn in allen Fällen, wo von einem Rest oder Überrest die Rede ist, sind es die Übriggebliebenen, Auserwählten, Israeliten, die errettet werden, in der Offenbarung werden sie in Zahlen mit „1144 000" und als „Erstlinge", die erkauft wurden, bezeichnet. Nachzulesen in Jes. 10:20-22; Röm. 9:27; 11:1-5; Offb. 7:4-8; 14:1-5. Die Juden haben auf die den Vätern gegebenen Verheißungen ein gewisses Vorrecht, das geht aus folgenden Schriftstellen hervor: Röm. 2:10; 15:8; Apg. 3:25,26 und 13:46. Wenn man diese göttliche, damit auch biblische Regel beachtet, nämlich erst Juden und dann Heiden, versteht man auch, warum Jesus so mit dem kananäischen Weib sprach. Matth. 15:21-28. Man versteht auch, warum Jesus die „anderen Schafe" nur so nebenbei erwähnt. Joh. 10:16. Daraus ergibt sich von selbst die Reihenfolge in Offb. 7; zuerst die 144 000 Auserwählten aus ganz Israel Verse 4-8. Deshalb heißt es auch im Text:
„Nach diesen, oder danach sah ich eine große Volksmenge aus allen Nationen … usw. Verse 9-17.

WER diese göttliche Anordnung nicht beachtet, verstrickt sich in große Widersprüche, so, wie die WTG. Wenn man nämlich die Überrestlehre so betrachtet wie sie es lehrt, dann hat es für die anderen Schafe oder große Volksmenge überhaupt keinen Sinn sich abzumühen, da doch nur der Überrest errettet wird! Römer 9:27.

4. Die große Volksmenge
SIE wird, wie wir schon aus den vorangegangenen Berichten entnehmen konnten, von den Christen gebildet, die aus allen Völkern und Sprachen von Gott angenommen wurden, Offb. 7:9. Sie sind keine Benachteiligten, im Gegenteil, denn sie werden in weißen Gewändern bekleidet dargestellt.

Weiße Kleider haben die Bedeutung:
Im Buch des Lebens eingetragen
Offenbarung 3:5; und
Rechtfertigung oder Gerechtigkeit
Offenbarung 19:8.

Was wiederum gleichbedeutend mit der ersten Auferstehung ist, die der Heidenapostel Paulus für alle Christen in Aussicht stellt. 1. Korinther 15.
WENN es nun heute auch einen Überrest gibt, der in dieser Endzeit errettet werden soll, denn wir haben ja Beispiele in der Bibel wie die Sintflut, Sodom und Gomorra und bei der Zerstörung Jerusalems, wo nur wenige überlebten, dann können es nur Menschen der großen Volksmenge sein, denn die 144 000 sind ja schon davor auserwählt worden. Offb. 7. Es werden auch nicht nur Menschen aus einer heute bestehenden Glaubensgemeinschaft dazu gehören, sondern alle, die Glauben an Jesus Christus bekundet und ausgeübt haben und von Gott dem Vater angenommen wurden, weil sie für Wahrheit und Gerechtigkeit und Nächstenliebe eingetreten sind. Sie sind es auch, die bis zur heutigen Zeit das Christentum mit der Hilfe Gottes bewahrt und geleitet haben.

Licht und Finsternis
„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege"
SO steht es in Ps. 119:105 geschrieben.
Verläßt man sich nicht auf diese Wahrheit, indem man eigene Ideen entwickelt und lehrt, geraten wir in Finsternis.
-EAB-

DIE LESERFRAGE-ANTWORT (II).
Zeugen schreiben uns
WENN gewarnt wird vor sogenannten Abtrünnigen, so wirft sich förmlich in die Augen, wenn man diese Leserfrage-Antwort richtig liest, in Wirklichkeit die Angst vor der Wahrheit. Man weiß es eben, daß es noch aufrichtige und mutige Zeugen gibt, die einfach nicht schweigen. Da nützen auch nicht viel die Verleumdungen und Unterstellungen, die man ihnen gegenüber macht. Auch der Mißbrauch von Bibelversen für die eigenen häßlichen Zwecke rettet nicht viel, denn auch andere verstehen die Bibel zu lesen und verstehen recht gut wie was gemeint ist. Außerdem ist es der Geist Gottes, der Verstand und Einsicht gibt und dann erst kommt die WTG, wenn man es so haben will. Sind nicht eigentlich fast alle ZJ, außer als solche von Kind an erzogen, Abtrünnige ihrer früheren Religion? Und nun betätigen sie sich jetzt aktiv gegen ihre früheren Glaubensgenossen mit Wort und Schrift der WTG und erwarten noch ein freundliches Anhören bei ihnen und wollen mit ihnen möglichst ein Buch der WTG studieren (offiziell heißt das noch Bibelstudium). Es wird hier wahrhaft anderen viel zugemutet: diese Menschen sollen die Literatur ihrer eigenen Abtrünnigen sogar studieren, mit Frage und Antwort, etwas, was man bei sich selbst mit allen Mitteln recht oder schlecht bekämpft! Ist .man sich dessen nicht bewußt, daß die WTG-Literatur in den Augen der Welt, d.h. anderer Religionen, Politiker, Wirtschaftler, ja sogar einfacher Menschen auf der Straße voll von Schlechtmacherei und Verleumdungen erscheinen kann und es auch z.T. wirklich ist, und daß das bißchen Wahrheit darin untergeht? Und die frohe Botschaft, die verkündet wird, muß sich ja erst erfüllen, sonst hat niemand mehr da von als nur ein bißchen Hoffnung, aber bis jetzt hat sich von all den schönen Paradiesbildern des Wachtturms noch nichts erfüllt. Wir glauben und hoffen, daß es noch geschehen wird.

ES ist ja so leicht jemanden einen Abtrünnigen, ja sogar einen Verräter zu nennen - aber warum? Warum macht unsere Gesellschaft mit ihren eigenen Kindern so etwas? Die hier als Abtrünnige bezeichneten sind doch nicht die, die sich von den Gesetzen Gottes abwandten und jetzt alle Sünden begehen. Solche können der Gesellschaft doch sowieso nicht gefährlich werden - sie kümmert die WTG nichts mehr. Vielmehr sind es doch solche, die gar nicht daran denken den Gefallen zu tun und in dem Sinne Abtrünnige zu werden, sondern vielmehr abtrünnig werden von vielen falschen Lehren und Praktiken ihrer eigenen Gesellschaft und sich nun redlich bemühen einiges wiedergutzumachen, im Interesse ihrer eigenen WTG und ihrer geistigen Brüder. Auch ich bin so ein Abtrünniger. Durch die Literatur der WTG bin ich abtrünnig geworden. Nur viel zu spät erkannte ich, daß ich vom Regen in die Traufe gekommen bin. Aber jetzt bin ich schon zu alt geworden, um umzukehren. Auch sollte niemand, der auf dem Dache ist, herabsteigen - Christus sagte es. Man muß weitergehen auf dem Wege, den man beschnitten hat; weiter fleißig den Wachtturm und die Bücher studieren, um Fortschritte in der Wahrheit zu machen. Fortschritte in der Wahrheit bedeutet aber fortan für mich die wirkliche Wahrheit mehr zu lieben als früher, sich dafür einsetzen, daß der entartete Geist der Selbstverherrlichung und Schlechtmacherei anderer aus unseren WTG-Schriften verschwindet und ein gesunder Geist brüderlicher Liebe zu wachsen beginnt. Ich weiß, das ist hoffnungslos, aber ich habe wenigstens ein ruhiges Gewissen.

SO, das ist meine Frage-Antwort auf diesen falschen Wachtturm-Artikel, und ich kann nur hoffen, daß derjenige, der ihn schrieb, auch jetzt meine Zeilen dazu lesen wird, das wäre nur gerecht. Es gäbe noch viel mehr zu all dem zu sagen, aber ich will nicht langweilig werden.. Dieser gesamte Wachtturm ist wieder einer von denen, die nicht sparen können mit unverschämten Behauptungen, Verleumdungen und Verdrehungen. Auch die Zweideutigkeit und Anspielungen in einigen Stellen seines Inhalts sind nicht die feine und korrekte Art, Menschen, denen man die frohe Botschaft bringen will, anzusprechen. Zum Glück sind nicht alle WT so, aber diesen empfehle ich jedem ZJ besonders aufmerksam und kritisch zu studieren und die richtigen Antworten darauf zu finden und zu geben.

VIELLEICHT können wir unseren Brüdern, die das Werk der Zeugen Jehovas leiten wollen, doch noch helfen etwas realistischer zu sein, sich einmal selbstkritisch zu prüfen, ob man überhaupt noch in der Wahrheit wandelt. Den Nutzen hätten wir alle davon.
-J.M.-

IST DAS WIRKLICH SO?
Zum Nachdenken:
Der WT: „Um in dieser größten Drangsal der ganzen Menschheitsgeschichte ihr Leben zu retten, werden die Menschen rennen und Schutz suchen. Aber wo? Sie werden nicht auf Jehova vertrauen, sondern auf ihre eigenen Organisationen. Sie werden sich daher menschlichen Regierungen und Wirtschaftorganisationen zuwenden, die die Erde wie erhabene Berge beherrschen und gewissermaßen das Rückgrat des gegenwärtigen Systems der Dinge bilden. Auf diese Weise werden sie sie zu verbergen suchen, um dem Zorn Jehovas zu entrinnen" (WT 15. August 1982, Seite 25, Abs. 10).

Wir fragen: Ging oder geht es etwa ohne menschliche Regierungen und Wirtschaftsorganisationen? Sollen nicht sogar Christen nach 1. Petr. 2:13 „aller die Menschen betreffende Ordnung um des Herrn willen untertan sein"? Wird hier in der Schrift nicht gerade der getadelt, der sich der menschlichen Ordnung und Regierung nicht unterstellt? Gilt etwa nicht mehr, sich „die Erde untertan zu machen" 1. Mose 1:28 und 9:7 -? Darum werden doch Regierungen und Wirtschaftsorganisationen gebildet, wie wollen denn die Menschen sonst existieren! Mußt du mit dem WT den anderen Mitmenschen nicht also völlig f'alsche, nichtzutreffende Absichten unterschieben oder andichten? Wirst du durch den WT auf diese Weise nicht zu haltlosen Verdächtigungen anderer und somit in sinnlose Konflikte verleitet? - ÜBER SOLCHE BRD-URTEILE KANN SICH DIE WTG NUR FREUEN
„Nur tote Türken sind gute Türken", und „Türken dürfen dieses Lokal nicht betreten" - das erste-sagte er, und das zweite hing er als Schild an sein Lokal, ein Gaststättenbesitzer in der BRD. Es-kam zunächst zu einer Verurteilung wegen Volksverhetzung. Dann aber erfolgte von höherer Instanz ein gerichtlicher Freispruch. Es gab dazu zwar eine öffentliche Gerichtskritik, Gerichtschelte genannt, aber dabei und bei dem Freispruch blieb es bisher. - Dann gab es eine Untersuchung von Werbemethoden in der BRD.

Schlimm, schlimm, wie man den Leuten das Fell über die Ohren und das Geld aus der Tasche zieht, aber: „Täuschung ist nach dem Gesetz nicht strafbar". (TV ARD 17.3.85 Ratgeber Recht)
Automatisch kommt das Dreinschlagen und Töten, das Völkerhinmetzeln in den Sinn, das die WTG für gut und richtig hält: Das unschuldige Blut, das auf der Erde vorgossen wurde, muß durch das Blut der Nationen gesühnt werden …„ (WT 15.4.79, S. 17).
Dafür sind die Nationen gut? Das ist ja eine noch größere Volksverhetzung! Und in den Niederlanden wurde von der N.V.0. Vereinigung der Enttäuschten (ZJ) vom Parlament gefordert, die WTG-Tätigkeit zu verbieten. Deren „endzeitliche" Täuschungen dort zu Serien von Absinken in Alkoholismus und Selbstmord geführt haben.

Mit Sicherheit verfolgt die WTG die aktuelle Rechtsentwicklung und Rechtsprechung überall. Da kann sie sich über die Rechtsprechung in puncto Volksverhetzung und Täuschung wie genannt in der BRD nur freuen, braucht sie doch da nicht zu befürchten. -
-beobachtet-

„FRIEDE, FRIEDE, UND DA IST DOCH KEIN FRIEDE
So verhöhnt die WTG schon 100 Jahre lang alles Friedensbemühen anderer Menschen, von der UNO über unsere „Obrigkeit" oder Regierung als UNO-Mitglied bis zu anderen Kirchen und Gemeinschaften. Immer muß dazu ein bekanntes Bibelwort herhalten, das gar nicht im Blick hierauf geschrieben wurde. Jeremia 6:9, 14, wie oben. Es sei auch gesagt, ihr Zeugen, die ihr diesen WT-Hohn verbreitet: Dank den Anstrengungen der anderen Menschen, die ihr da verhöhnt, haben wir jetzt 40 Jahre in Europa Frieden! Und auch ihr habt diesen Frieden! Und lebt in diesem Frieden! Habt in diesem Frieden und dank dieses Friedens Nahrung, Kleidung, Obdach, Arbeit und Brot, dazu Autos, Kühlschrank und Fernsehen usw. usw.! Eure Kinder können in die Schule gehen, ihr könnt in Urlaub fahren, und lebt in sozialer Sicherheit! Dank der Friedenserhaltung, die die anderen Menschen da unermüdlich betreiben. Hört auf, das weiter zu verhöhnen! Das kommt auf euer Haupt zurück! 40 Jahre ist schon Friede! Ja, das ist wenig. Und betrifft zu wenige. Aber es ist Friede! Kostbarer Friede! Helft lieber, daß es mehr werde, für mehr Menschen, anstatt es zu verhöhnen! -

FRAGEN - MEINUNGEN - HINWEISE - ANTWORTEN
EIN HILFERUF DER ZEUGEN JEHOVAS AUS WAREN
ENDE September 1984 erhielt das CV-Büro in Gera von Brüdern aus Waren einen Brief mit folgendem Inhalt:
Die Familie R. ist wegen der Zukunft ihrer Kinder zur Volkswahl gegangen. Sie sind aber Zeugen Jehovas, die fest im Glauben stehen und schon lange Jehova dienen. Nach längerer Zeit ist es bekannt geworden. Die Reaktion war sehr hart. Der Älteste, Brd. V. aus Schwenzien, schloß d. Familie R. sofort von den Zeugen aus. Es durfte auch niemand mehr mit ihnen sprechen. Uns ist aber bekannt, daß noch einige andere Brüder gewählt haben. Da aber blieb alles still. Es wurde also der Mantel des Schweigens gebraucht. Wir wollen die Tat nicht als gut hinstellen, aber was zuviel ist, ist zuviel. Der Älteste V. hat diesen Ausschluß ausgesprochen, ohne vorher mit R. zu reden. Auch im Bruderkreis hat er nicht darüber gesprochen.

Er ist ein selbstherrlicher Bruder. Hier ,bin ich und nach mir kommt keiner. Hinzu kommt, daß er die R.'s nicht leiden kann.
Im selben Haus wohnt auch die Mutter „Anni", sie darf nun die Kinder nicht mehr kennen. Ist so etwas nicht grausam? Das aber tat Brd. V. nicht weh. So etwas darf nun Altester sein! Aber so ist es nun bei uns. Entweder herrsche oder gehorche. Wir sind schon ganz verzweifelt, es herrscht große Angst bei uns. Keiner traut den anderen. Aber wenn wir uns begegnen, ist jeder freundlich, es ist alles Heuchelei. Ja. die CV lesen wir auch! Aber wenn auch vieles dort angesprochene stimmt, was uns gut gefällt, so haben wir die Schrift doch nicht immer ernst genommen, Da es bei uns aber nicht so weitergehen kann, wenden wir uns an die CV, bitte helft uns!
CV-Anmerkung:

WIE ein Ältester sein sollte, lest in: 1. Petrus 5:1-5; Matthäus 23:8-11; Thessalonicher 2:7-12; 5:14.
DIE Ältesten sollten sich diese Bibelstellen zu Herzen nehmen, oder abtreten. Doch bitten wir euch, seid ihr ihnen gegenüber nachsichtig und liebevoll, denn die WTG hat ja alles, was an Liebe und Verständnis in ihnen vorhanden war, systematisch zugeschüttet (sie sind WTG-Opfer). Helft ihnen, damit sie wieder christlich denkende und handelnde Brüder werden.

Allein die Tatsache, daß ihr eure Angst vor ihnen überwunden habt, ist für euch ein Sieg und für die Ältesten eine Niederlage.
DIE Familie R. erhielt von CV-Geschwistern Briefe, in denen diese ihre Hilfe anboten. Auch eine Zusammenkunft wurde angeboten, um sich auszusprechen.

DIE CV-Geschwister schrieben auch an den Ältesten, Bruder V. in Schwenzien.
Wir nehmen an, daß auf Bruder V. Druck ausgeübt wurde und Bruder V. auf die Familie R. Druck ausübte, so daß sich bisher keiner traute zu antworten. Sie sollen aber wissen, daß wir immer bereit sind, ihnen zu helfen, ihnen und all den anderen, die sich vertrauensvoll an CV wenden
- E.B.T.-
„Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2,- M. Versand auch kostenlos
Konto-Nr..: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera
A1107/85 V 7 1 1748 N 2
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