Kommentare zu den eingscannten CV-Ausgaben
CV 190
Die CV meint in dieser Ausgabe:
DER internationale Aufstand des Gewissens gegen die falsche WTG-Endzeit nimmt immer größere Ausmaße an. Auch in CV wird das wie nie zuvor sichtbar werden! Es fürchte sich niemand länger vor den Sanktionen der Organisation, der WTG. Sie hat keinerlei göttliche Autorität, sondern ist in ihrer hauptverantwortlichen Führung eher eine geistige Mafia! Sie hat mehr gutwillige und arglose Menschen durch ihre Mühle, durch ihren Endzeit-Wolf gedreht, für das Leben kaputtgemacht und getäuscht „vergehen" lassen, als sie unter ihrer Fahne beisammen hat! Die Statistik wird noch aufgemacht!"
Über sonderliche Geschichtskenntnisse verfügt die CV offenbar nicht. Das wird auch in dieser Ausgabe deutlich. Das dem DDR-Regime die nicht kommunisten"freundliche" Haltung der WTG nicht gefiel, bedarf keines sonderlichen Kommentares. Auf dieser „Leier" spielt auch diese CV-Ausgabe. In diesem Kontext versteigt sie sich aber zu der Behauptung:
„Man scheute sich nicht, auch den faschistischen Slogan vom „Eisernen Vorhang" zu übernehmen (Erwachet 22.3.50), seinerzeit vom Nazipropagandaminister Dr. Goebbels erfunden."
Es ist zwar richtig, dass Goebbels in Reaktion auf die Krimkonferenz diesen Slogan am 23. 2. 1945 kreierte, zu einem Zeitpunkt, wo das Naziregime schon in halber Agonie lag.
Aber Publikumswirksamkeit erreichte dieser Begriff erst durch Winston Churchill, der ihn im Diskurs der Nachkriegszeit einführte. Nur Goebbels zu nennen und Churchill zu verschweigen, ist nicht sachgerecht.

Noch so ein Lapus. Weiter liest man in dieser Ausgabe:
Die kleine Ev.-Johannis-Kirche, die ihre Gebäude auch von den sowjetischen Befreiern zurückbekam, gründete in ihrem Kirchenzentrum eine Grundeinheit für Deutsch-Sowjetische Freundschaft (N2 14. Okt. 77)."
Übersehen wir mal die nicht korrekte Schreibung des Kirchennamens, so bleibt der Umstand bestehen, dass die Evang. Johannische Kirche eben n i c h t ihr gesamtes vormaliges, von den Nazis beschlagnahmtes Eigentum zurückerhielt, sondern nur einen Teil davon. Einen wesentlichen Teil hatte die Sowjets für sich behalten und nutzten es militärisch. Ihren Gesamtbesitz bekam genannte Kirche, tatsächlich erst nach der deutschen Wiedervereinigung zurück.
 

CV Christliche Verantwortung
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER. GD, GERA/THÜR, DDR

NR. 190 GERA MAI 1985

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen die WT Nr. 22-24/84
WIR WAREN 20 JAHRE ZEUGEN JEHOVAS
Aus der Versammlung Torgelow
1945 -1985
WTG aus der Befreiung keine Lehren gezogen
NAME "JEHOVA" NICHT NACHWEISBAR!
Fragen zum Namen Jehova
GEDANKEN EINER MUTTER BEI DER KONFIRMATION IHRES SOHNES

HARMAGEDON 1994!?
Schaut den Tatsachen seit „1975" ins Auge
Liebe Brüder und Schwestern!
MIT dem WTG-1984-Kongreßthema „Jehovas Werke der nächsten Generation verkündigen" ist der Bankrott der WTG-1914-Endzeit unübersehbar. Die Millionen von 1914 sind „vergangen". Da hilft auch kein 90- oder 100 jähriger! 1984-1994 ist nach Psalm 90: 10 die allerletzte Grenze. Die nun offene Verschiebung in die nächste Generation zwingt, Matth. 24:34 .hinzuzufügen. Die WTG weiß sehr wohl, was auf dem Spiele steht! Sie muß eine weitere Generation „jagen und fischen", will sie nicht als falscher Prophet mit einer bloßen Legende dastehen.

ES zeichnet sich inzwischen eine gigantische Flucht nach vorn ab, schon bis ins Jahr 2014! Für jeden Topf gibt es dabei einen Deckel. Für die Jungen als nächste Generation, für die Alten zum „Vergehen", für den aussterbenden „Überrest", für die sich wundernden „anderen Schafe", für geplatzte „Erfüllungen", für jedes auszulöschende „göttliche Licht". Alles mit Bild und Farbe derartig neu emotional aufgemacht, daß nur allzu leicht der Verstand davor abgegeben wird. Keiner soll das durchschauen und überblicken. Dazu wird von der eigenen Unglaubwürdigkeit abgelenkt durch eine religiöse, politische und psychologische Aggressivität nach außen gegen andere, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt, wird „vor der Tür der anderen gekehrt" und „der Splitter in anderen Augen gesucht" wie nie zuvor!

ABER wie nie zuvor auch wird diese Taktik und Strategie von CV nunmehr aufgedeckt, u.a. in den laufenden WT-Überprüfungen. Wer CV liest, ist darum Beobachter und Teilnehmer eines für alle Betroffenen schicksalsschweren geistigen Ringens! Gar nichts ist an dieser WT-Betörung einer nächsten Generation nach Psalm 90:10 und Matth. 24:34 mehr biblisch und christlich!
Jeder ist aufgerufen, eigene Beobachtungen und Feststellungen mitzuteilen. Die Zeit ist wie nie zuvor herbeigekommen. -
Wer CV gesammelt hat - und immer mehr tun dies - nehme Ausgabe für Ausgabe zur Hand und vergewissere sich: Die WTG ist nach 5. Mose 18:20-22 ein falscher Prophet, der seinesgleichen sucht ! Und 1994 spricht Psalm 90:10 über dessen ganze 1914-Endzeit endgültig das Todesurteil!

Möge dieses Psalmwort von Mund zu Mund gehen! Möge es jedem vor Augen stehen! Es ist das Todesurteil! Denn das gesellschaftliche Leben wird weitergehen, über diesen falschen Propheten hinweg.
Wir sprechen alle an. Besonders aber jene, die mit uns inzwischen das WTG-Werk hinreichend durchschaut haben. Gar mancher war und ist ein hoher Aufseher dieses Werkes. Tretet mit uns furchtlos auf. Ein jeder in seinem Kreis von Brüder und Schwestern, in Familie, Verwandtschaft und Bekanntschaft! Und Versammlung! Denn eine letzte Verantwortung bleibt bei soviel Schuld unter der WTG vor Gott und Menschen. Die Verantwortung, unsere Nächsten, unsere liebsten Mitmenschen, vor jeder weiteren WTG-Gefolgschaft zu warnen, sie davor zu bewahren, sie davon zu befreien. Das ist jeder gar seinen eigenen Kindern und Angehörigen schuldig, eine christlich-gesellschaftliche Verantwortung unter allen Umständen, (1. Petr. 2:13-17)

Liebevoll, aber furchtlos
DER internationale Aufstand des Gewissens gegen die falsche WTG-Endzeit nimmt immer größere Ausmaße an. Auch in CV wird das wie nie zuvor sichtbar werden! Es fürchte sich niemand länger vor den Sanktionen der Organisation, der WTG. Sie hat keinerlei göttliche Autorität, sondern ist in ihrer hauptverantwortlichen Führung eher eine geistige Mafia! Sie hat mehr gutwillige und arglose Menschen durch ihre Mühle, durch ihren Endzeit-Wolf gedreht, für das Leben kaputtgemacht und getäuscht „vergehen" lassen, als sie unter ihrer Fahne beisammen hat! Die Statistik wird noch aufgemacht!

Nein! Niemand fürchte diesen falschen Propheten. 5. Mose 18:20-22. Ihre Verachtung, Verleumdung, Diffamierung, Angriffe, Beleidigung und Schmähung. Damit wird lediglich das wahre moralische, religiöse und politische Gesicht dieser Organisation sichtbar. Ein ehrlicher Mensch findet neue Freunde, wo die WTG-Intoleranz die Beziehungen zerstört. Und was wurde da nicht zerstört unter den Menschen! Tretet also mutig hervor. Natürlich besonnen und liebevoll. Denn man darf nicht vergessen, wo die WTG den Menschen gepackt hat: Bei gar nur zu berechtigten Hoffnungen, Sehnsüchten und Wünschen!

Laßt sie doch ausschließen! Na und? Vom Glauben an Gott und Christus können sie keinen trennen. Selbst diese Sanktion zeugt am Ende wider sie selbst! Antwortet hilfreich! CV hilft dabei jedermann. Sollen sie erleben, wie die Aufrichtigen weggehen. Das ist nicht ohne Wirkung.

Die Zeit ist herbeigekommen!
WÄHREND jeder den verbleibenden und biblisch gebotenen elementaren Pflichten in Familie, Beruf und Gesellschaft notwendigerweise in neuer Sicht der Dinge nachgeht für sich und seine Lieben, als Ausdruck praktischen Christentums 1. Tim. 5:8; 2. Thess. 3:10-12; Römer 13;1-10, nehme er mutig nach seinen Gaben und Möglichkeiten teil an der Aufklärung über die WTG! Besteht doch bei allen irgendwie Betroffenen auch eine berechtigte Erwartung dessen. Denn wer könnte das einfühlsamer und wirkungsvoller tun? Natürlich hilft CV dabei nach wie vor und nach Möglichkeit immer besser. Schreibt, fragt an, teilt Erfahrungen mit, kommt zu Beratungen. Schritt für Schritt wird sich der Weg ebnen. Es gibt keine größere christlich soziale und gesellschaftliche Verantwortung vor Gott und Menschen für jemanden, der die Dinge kennt, als so dem Nächsten und Allernächsten zu helfen und zu dienen!

Binnen 10 Jahren - um es zu wiederholen und zu unterstreichen - liegt die gesamte WTG-1914-Endzeitweltanschauung bankrott auf dem Müllhaufen der Geschichte! Da zusehen, wie das Leben darauf noch ausgerichtet wird in Erziehung und Jugend, Liebe, Ehe und Familie, Arbeit und Beruf? Die eigenen Angehörigen gar in diesen Bankrott laufen lassen? In Sprüche 28:23 heißt es:
„Wer einen anderen zurechtweist, wird schließlich mehr Dank ernten, als wer mit glatter Zunge schmeichelt." (Me.)
Nein, da kann man ehrlicherweise nicht zusehen. Laßt uns handeln, alle, die dazu in der Lage sind!
- Eure CV-Geschwister -

1945 -1985
Hinter Sachsenhausen, Ravensbrück, Buchenwald, Dachau, Treblinka, Majdanek und Auschwitz gibt es für niemanden ein Zurück!
Nutzt dieses Jahr 1985!
1985 sind es 40 Jahre, daß der Hitlerfaschismus durch die Sowjetunion und ihre Verbündeten in Europa vernichtet wurde. Es ist höchst nützlich für alle WT-Zeugen besonders, sich über dieses welthistorische Ereignis von 1945 und seine Bedeutung auch für Christen an Hand von Presse, Fernsehen und Literatur eingehend in diesem Jahr zu informieren. Das wird sich als unschätzbar erweisen!

Was es zu erkennen gibt? Geschichtliche und staatsbürgerliche Weiterbildung dürfte wohl jeder nötig haben, der irgendwo ein Staatsbürger ist. Das Besondere hier und heute, 1985 ist, daß über das welthistorische Ereignis der Befreiung von 1945, das auch damaligen WT-Zeugen Befreiung brachte, mehr gesagt werden wird als je zuvor, besonders, was die Bedeutung für uns heute betrifft. Aber auch die WTG wird wie nie zuvor entlarvt, und zwar als falscher Prophet! Hatte sie doch mit ihrem Buch „Die Neue Welt" von 1942 z.B. in sog. endgültiger Auslegung von Daniel 11 (Nord- und Südkönig) im Namen Jehovas eine ihrer größten weltpolitischen Falschprophetien millionenfach verbreitet, wonach der Hitlerfaschismus nicht vernichtet werden würde! Wodurch viele religiös-politisch verführt wurden! 5. Mose 18:20-22. Vor allem, was die Befreiung von 1945 bedeutet gilt es zu lernen und nochmals zu lernen!
Der 1942-Hinweis zeigt die Dimensionen.

Unter der WTG
aus der Befreiung keine Lehren gezogen
SCHON seit C.T. Russell im vorigen Jahrhundert sind Revolutionsfeindlichkeit und Antikommunismus, und seit J. F. Rutherford (seit 1917) dazu Demokratiefeindlichkeit, Antibolschewismus und Antisowjetismus, bis heute. (Dok. Die ZJ, Urania 1970)
Dementsprechend wurden die sowjetischen Befreier von den WT-Zeugen, während diese noch im KZ waren, nicht als Freunde, sondern als Feinde betrachtet. Die WTG läßt das durch die Frau des Mitgliedes der leitenden Körperschaft Martin Pötzinger, Gertrud Pötzinger, am Vorabend des 40. Jahrestages der Befreiung im-WT vom 1.10.84 öffentlich bestätigen. Gertrud Pötzinger war als bevorzugter KZ-Häftling Kinderbetreuerin in der Familie des SS-Offiziers Kiener. Als die Sowjetarmee näher kam, fragte er sie, was sie als ZJ nun tun werde. Sie antwortete WT-hörig:

„Nun, die Russen sind unsere Feinde, und Sie sind unsere Feinde. Worin besteht also der Unterschied?" (Seite 26)
Daß mit der Vernichtung des Hitlerfaschismus und mit der Befreiung der überlebenden Opfer auch die WTG als übler Legenden-Erfinder entlarvt war, und damit auch ihre Politik, blieb außerhalb jeder Betrachtung Die verantwortlichen "Lehrer" zogen keine Lehren (Jak . 3;1).
Seit J. F. Rutherford konkret als Feinde behandelt (Buch Regierung, 1928) blieben "die Russen" das auch 1945 und seither für alle WTG-hörigen ZJ.

Anstatt Dankbarkeit und Freundschaft
Feindschaft und kalter Krieg
DIE WTG und ZJ konnten nicht klagen. Es heißt im Jahresbericht 1946:
"Großartig war die Auswirkung der Hauptversammlung in Magdeburg. Diese Veranstaltung bot der russischen Besetzungsarmee die beste Gelegenheit, uns näher kennenzulernen ... Wir können in keiner Weise Klagen führen über die russischen Militärbehörden und ihr Verhältnis zu unserer Tätigkeit ... Nicht nur auf die militärischen Behörden hat die Hauptversammlung ... großen Eindruck gemacht ... Und daß diese Veranstaltung dazu diente, die Achtung dieser Herren vor unserem Werke und unserer Organisation zu erhöhen ... einen Brief von der Stadtverwaltung Magdeburg erhalten ... daß die Straße, an welcher unser großes Grundstück liegt, wieder wie früher "Wachtturmstraße' heißen soll."

Am 24. Juni 1947 stellte die Sowjetische Militäradministration (SMAD) eine offizielle Erlaubnis für die Tätigkeit aus. Auch das von den Nazis enteignete Zweigbüro in Magdeburg wurde zurückgegeben. Jedoch Dankbarkeit?
Kaum hatte man Fuß gefaßt, ging es mit Demokratiefeindlichkeit, Antikommunismus und Antisowjetismus wieder los. Jetzt im Einklang mit dem imperialistischen kalten Krieg, wie er seit 1947 auflebte (Dok. Die ZJ, Urania 1970), in neue Bibeldeutungen eingebettet. Man scheute sich nicht, auch den faschistischen Slogan vom "Eisernen Vorhang" zu übernehmen (Erwachet 22.3.50), seinerzeit vom Nazipropagandaminister Dr. Goebbels erfunden. Die kleine Ev.-Johannis-Kirche, die ihre Gebäude auch von den sowjetischen Befreiern zurückbekam, gründete in ihrem Kirchenzentrum eine Grundeinheit für Deutsch-Sowjetische Freundschaft (N2 14. Okt. 77), für die WTG ein "Greuel", ein Teil des "Bösen", das zu hassen ist. Freundschaft hat lt. WTG nur ihresgleichen zu gelten. Alles andere ist in Mißdeutung und Mißbrauch der Bibel WT-gemäß „böse Welt" und als Feind zu behandeln. Wer gar den „kalten Krieg gegen rote Regime" einstellt und mit Kommunisten „Frieden schließt", ist lt. WT ein „Hurer" und „mit Gotteshassern ins Bett" gegangen (WT 1. 3. 74). Alles wiederum mit den haltlosen Endzeitlehren, weil Legende Arglosen milde gesagt glaubhaft gemacht.

Den WT-„endzeitlichen" Teufelskreis durchbrechen!
Der 40. Jahrestag der Befreiung zersprengt in seiner Bedeutung auch das gesamte sog. Endzeitliche WT-Gebäude! Das bricht davor wie ein Kartenhaus zusammen! Die erwähnte 1942-Irrlehre ist nur eine der zerborstenen Säulen dieser Legende. Nach ihr hätte der 40. Jahrestag überhaupt nicht mehr stattfinden dürfen (1975!).

Und was wäre mit den europäischen WT-Angehörigen heute, wenn nach den „Wahrheiten" von 1942 der Hitlerfaschismus nicht vernichtet worden wäre, wie es geschah? Sie würden wahrscheinlich als „Emissäre" einer faschistischen Weltmacht im Dienste des „Reichsführers SS" in einer niedergeworfenen Sowjetunion die dort versklavten Völker mit der Bibelforscherlehre „pazifizieren, um jedes Aufbegehren gegen die faschistische Sklaverei niederhalten zu helfen (Dok. Die ZJ, Urania 1970). Unter den WT-Zeugen in Ravensbrück und Sachsenhausen hatte Himmler bereits begonnen, Kerngruppen solcher „Emissäre" bilden zu lassen, und die ZJ in dem Glauben zu lassen, sie tun das für Jehova. Wie sähe das heute nach 40 Jahren aus, kam doch kein „Ende"! Mit Sicherheit hatte die WTG ihr sog. Vorhaben Gottes dahin umkonstruiert.

Die Befreiung erfolgte unter einem ungeheuren Blutzoll, darunter allein 20 Mill. Sowjetbürger. Das WT-Harmagedon, das in Offb. 16:16 überhaupt nicht gelehrt wird (Offb. 21:24), wäre ein noch größerer Völkermord als der faschistische. Wer nach 40 Jahre so etwas lehrt, muß sich damit vergleichen lassen. Dies als letzten Anstoß zur Besinnung, um endlich richtige Lehren aus 40 Jahre Befreiung im Hinblick auf die WTG-Legenden zu ziehen. -
10 Jahre nach „1975" ist das überfällig!
-P-

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG. 17:11
Der Wachtturm
Wir prüfen die WT Nr. 22-24/84
NEBENARTIKEL
"Bewahre einen starken Glauben"
MÖGE ES IHNEN ERSPART BLEIBEN
"Ein christlicher Ehemann sagte:
'Jehovas sichtbare Organisation ist eine außerordentlich zuverlässige Informationsquelle. Noch nie hat sie mich in irgendeiner Weise irregeleitet. Alles, was sie gesagt hat, beruhte auf Gottes Wort und gereichte mir, meiner Familie und allen, die ich kenne, zum besten. Soweit es mich betrifft, wurde mein Glaube dadurch enorm gestärkt.'" (Seite 28)

DIESER brave christliche Ehemann scheint noch nicht allzulange in der "Wahrheit" zu sein, sonst müßte er es besser wissen. Denn die WTG hat in ihrer Geschichte schon Hunderttausende Menschen irregeleitet, sei es mit den "obrigkeitlichen Gewalten", mit der Ältesten-Frage, mit mehreren falschen Endzeitterminen u. a. m.
MÖGE er sich nur einmal die WT vom 15. 2. 1975, vom 15. 5. 1978 und vom 15. 6. 1983 vornehmen, und die Artikel über Hurerei bzw. über die Sexualität in der Ehe studieren.

DURCH das falsche biblische Verständnis der WTG in diesen Fragen wurden Ehen geschieden, unschuldige Personen aus den Reihen der ZJ ausgeschlossen. (Siehe CV Nr. 174 "Gescheiterte Ehen durch die Haltung der WTG".

"Alles, was sie gesagt hat, beruhte auf Gottes Wort..."?
MAG sein, nur hat die leitende Körperschaft Gottes Wort nicht richtig verstanden. Sie legte es falsch aus und lud somit Blutschuld auf sich. Wünsche man diesem christlichen Ehemann und seiner Familie, daß ihnen solch herbe Enttäuschungen erspart bleiben!

STUDIENARTIKEL
„Die verbleibende Zeit ist verkürzt"
DIE MEISTGESTELLTE FRAGE
WIE WAHR! Fragen sich doch tatsächlich die Zeugen, wann denn nun endlich das längst überfällige Harmagedon kommt.
„WIE LANGE NOCH", stöhnen sie, wenn sie mehrmals in der Woche zu den Zusammenkünften gehen müssen. (Seite 27)
„WIE LANGE NOCH", denken sie, während sie sich auf diese Studien vorbereiten. 11
„WIE LANGE NOCH", und sie gehen von Tür zu Tür, um den Menschen pflichtgemäß zu verkündigen, wobei die versprochene Freude an diesem Werk nicht so recht eintrifft.
(Seite 17,18)
„WIE LANGE NOCH"
„Du magst ein Zeuge Jehovas sein, der gern die Antwort auf diese Frage wissen möchte." (Seite 19)

DIES hat tatsächlich die WTG scharfsinnig erkannt. Wer nun aber meint, es komme nun eine handfeste Antwort, sieht sich getäuscht. Nach einigen vagen Floskeln kommt auf Seite 23 die Pointe:
„Für den einzelnen der Diener Jehovas kann das 'Ende' entweder 'der Abschluß des Systems der Dinge' oder sein Tod - vielleicht nach den Drangsalen einer Verfolgung - sein."

TATSÄCHLICH gibt es für die ZJ nur zwei Möglichkeiten:
ENTWEDER Harmagedon tatsächlich erleben oder - was immer wahrscheinlicher wird - zu sterben. Zu sterben, wie schon zigtausende ZJ vor ihnen gestorben sind, betrogen von der WTG in der Hoffnung, das „Ende" zu ihren Lebzeiten zu erleben.

WACHTTURM NR. 23/84
STUDIENARTIKEL
„Haltet euch bereit"
LIEBER EINIGE FEHLER MACHEN …
DAS „genaue biblische und historische Verständnis über die eigentliche Bedeutung der 'bestimmten Zeiten der Nationen'" hatten die Bibelforscher im Jahre 1914 tatsächlich nicht! (Seite 16,17)
Interessierten Personen wurden damals angeblich „von Gott kommende Prophezeiungen" enthüllt, die sich nicht erfüllten.
(Seite 17, Absatz 11)
Diese Irrtümer versucht die WTG in diesem WT zu bagatellisieren. „Wichtig wäre vor allem, meint man, die gezeigte Wachsamkeit gewesen (S. 17,19), die den Mitchristen half, auf der Hut zu sein."

Außerdem könnte man den Bibelforschern die Fehler nicht übelnehmen, da sie damals noch nicht das richtige Verständnis hatten.
„Es stimmt, daß sich einige Erwartungen, die auf der biblischen Chronologie zu beruhen schienen, nicht zur erhofften Zeit erfüllten. Ist es jedoch nicht weitaus besser, in der übereifrigen Erwartung der Verwirklichung der Vorsätze Gottes einige Fehler zu machen, als die Erfüllung biblischer Prophezeiungen zu 'verschlafen'?"

WACHSAMKEIT DECKT FEHLER ZU?
NUN muß der Leser zu dem Schluß gelangen, daß Wachsamkeit zwangsläufig mit Fehlurteilen verbunden sein muß. Wobei die gemachten Fehler noch den positiven Anstrich der „übereifrigen Erwartung" bekommen. Und plötzlich sehen die damals gemachten Fehler ganz harmlos aus.

Waren sie es aber wirklich?
GLAUBE AN JEHOVA U N D AN ENDZEITTERMINE
IN der Lehre der ZJ spielt das Harmagedon-Thema eine zentrale Rolle. Dies wird kein Zeuge abstreiten. Hinzu kommt, daß die Vernichtung des „bösen Systems" von der WTG im 20. Jahrhundert erwartet wurde und immer noch wird. Erst danach fängt für den Zeugen das paradiesische Leben mit all seinen Vorzügen an. Mag es da einen wundern, wenn er sich diese Zeit herbeisehnt? Und wenn ihm dann noch Hoffnung in bezug auf bestimmte Termine gemacht werden, die die biblische Chronologie zur Grundlage hätten, ist er „Feuer und Flamme" und preist den Urheber dieser Chronologie, Jehova, mit Enthusiasmus. So geschehen in der Zeit um die. Jahre 1914, 1925 und 1975 herum. Für den Zeugen Jehovas steht fest:

Die Chronologie stammt von Jehova und somit auch der ausgerechnete Endzeittermin. Diese Dinge bilden eine Einheit!
Und so ehrlich, wie sich ein Interessierter Jehova durch die Taufe hingibt, so ehrlich glaubt er an den gerade aktuellen Harmagedon-Termin.

DIE Behauptung auf Seite 20, „wer sich nicht Gott, sondern sozusagen einem Datum hingegeben hat, ist möglicherweise ausgesiebt worden", ist eine - leider sehr gängige - Verleumdung.
Hätte ein ZJ z.B. im Jahre 1969 Zweifel an dem Endzeittermin 1975 geäußert, wäre es ihm schlecht bekommen.
„Mögen wir deshalb einen starken Glauben bewahren und im Königreichsdienst eifrig tätig bleiben, und mögen wir auf keinen Fall zweifeln."
Dies schreibt man in diesem WT auf Seite 24 und dies galt auch schon im Jahre 1969 für alle von der leitenden Körperschaft herausgegebenen Lehren!

UNLÖSBARE WIDERSPRÜCHE
Und genau hier liegt das Dilemma:
Einerseits soll der ZJ die Lehren der WTG nicht anzweifeln und als von Gott kommend betrachten.
Andererseits darf er im Falle .eines Lehrversagens noch nicht einmal seine Enttäuschung zeigen, geschweige denn Kritik üben. Wenn er im schlimmsten Fall persönliche Konsequenzen zieht und dieser Lehre den Rücken kehrt, wird ihm vom Verursacher dieser Lehren, der WTG, noch vorgeworfen, er hätte nur einen schwachen Glauben gehabt.

Eine verkehrte Welt, sprich: Organisation!
Derjenige, der den Schaden hat, der nach jahrzehntelangen Hoffen, nach harter Arbeit für die herbeigesehnte Sache, betrogen wurde, wird vom Hauptschuldigen noch verleumdet.
Und dies widerfuhr schon HUNDERTTAUSENDEN EHEMALIGEN ZEUGEN nach den oben genannten Terminen!
Wie müssen sie sich veralbert vorkommen, wenn die WTG nun eigene Fehler als „übereifrige Erwartungen" deckt und sich noch der Wachsamkeit rühmt!

WACHTTURM NR. 24/84
NEBENARTIKEL
"Jehova ... hat mich in belohnender Weise behandelt'
"SCHRIFTSTUDIEN" ALS TÄGLICHES GEBET
EIN Erlebnisbericht, erzählt von Karl F. Klein, der seit 1974 ein Glied der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas ist.
Seit 1925 im Bethel, ist er der kompetente Mann, über die Vorgänge innerhalb und außerhalb der Weltzentrale zu schreiben.
Ein junger Zeuge der Gegenwart ist erstaunt, wenn Klein sich beispielsweise erinnert:

"In jenen Jahren (ca. 1918; Anm. d. Red.) sagte man uns; "Lies die sieben Bände der Schriftstudien jedes Jahr durch, wenn du in der Wahrheit bleiben willst.'
Natürlich wollte ich in der Wahrheit bleiben und las daher pflichtgetreu jedes Jahr diese Bände durch, bis ich ins Bethel kam." (Seite 23)
Dann brauchte er dies sicher nicht mehr zu tun, denn zu jener Zeit hatte Russells Nachfolger, Rutherford, schon wieder einige Lehrmeinungen seines Vorgängers über Bord geworfen. Und die über die Bibel erhobenen Schriftstudien waren plötzlich nicht mehr aktuell.

LOYALITÄT AUCH GEGENÜBER FEHLERN
Daß es Menschen gab, die mit diesen und ähnlichen Vorgängen nicht einverstanden waren, läßt sich denken. Tatsächlich trennten sich in der Geschichte der WTG mehr oder weniger große Gruppen von ihr. Eine dieser Gruppen, die "Feststehenden", erwähnt auch Karl Klein.

Aber mit welchem Kommentar?!
"Wenn Fehler gemacht wurden, benutzen einige, die nicht von ganzem Herzen loyal sind, dies als Entschuldigung dafür, die Gemeinschaft zu verlassen." (Seite 23)
Hier kommt der Standpunkt der WT-Gesellschaft zum Vorschein:
Loyalität gegenüber allen Lehren der leitenden Körperschaft muß bekundet werden; Loyalität auch gegenüber ihren Fehlern!

Wahlälteste
NOCH ein anderer Punkt wird ZJ-Neulingen befremdend vorkommen. Gemeint ist das Wahlältesten-System, mit dem Rutherford aber bald aufräumte. Mit ca. 18 Jahren wurde Mr. Klein zum Altesten gewählt, der frühe Beginn seiner Karriere als ZJ.

SIE HABEN SICH LÄCHERLICH GEMACHT
ABER nicht nur Russell hatte Fehler gemacht, die nachfolgenden Präsidenten Rutherford und Knorr irrten sich in verschiedenen Punkten noch gewaltiger. Klein kommt nicht umhin, wenigstens in einer kleingedruckten Fußnote darauf hinzuweisen:
"Hinsichtlich seiner (Rutherfords; Anm. d. Red.) irrigen Feststellungen in bezug auf das, was wir im Jahre 1925 erwarten könnten, sagte er einmal vor uns allen im Bethel; 'Ich habe mich lächerlich gemacht.'" (Seite 26)

Ohne Zweifel richtig! Rutherford hat aber nicht nur sich selber lächerlich gemacht, sondern war der Hauptschuldige daran, daß Tausende Verkündiger zum Gespött der Welt wurden und Spießruten liefen. Kein Harmagedon war gekommen, die Fürsten wie Mose, Aaron, Josua usw. waren nicht auferstanden, und die eigens für sie erbaute Luxusvilla mußte, nachdem Rutherford einige Jahre darin gewohnt hatte, verkauft werden.

ZWISTIGKEITEN IN DER WELTZENTRALE
MIT dem dritten Präsidenten in der Geschichte der WTG, N. H. Knorr, scheint Klein nicht besonders gut ausgekommen zu sein.
Die Äußerung seiner Frau spricht Bände:
"Schließlich kann man nicht erwarten", sagte sie, "daß ein tüchtiger Direktor eines Unternehmens und ein überaus romantischer Musiker immer miteinander übereinstimmen." (Seite 27)

Rutherford - "ein tüchtiger Direktor eines Unternehmens ..."? Die liebe Gretel Klein muß es ja wissen ...!
Allerdings wird sich Karl Klein in der Funktion eines Gliedes der leitenden Körperschaft nicht allzuviel Romantik erlauben dürfen.

WIE "MUTIG"!
MIT F. W. Franz zusammen besuchte Karl Klein die Brüder in der Dominikanischen, Republik, "die unter Verbot standen".
Und nun wörtlich:
"Es bedeutete unseren Glaubensbrüdern sehr viel, daß wir es, um sie zu besuchen, riskiert hatten, durch Trujillo in Schwierigkeiten zu kommen." (Seite 28)
Was für Helden!!
Für wieviel mehr müssen sie sich doch halten im Gegensatz zu denen, die täglich der Gefahr ausgesetzt sind. Einer Gefahr, die von Franz, Klein und dergl. provoziert wird.

Noch ein anderer Aspekt:
Rühmte sich Jesus seiner guten Taten wegen, oder wusch er nicht seinen Jüngern die Füße?
Außerdem werden Franz und Klein nicht allzuviel riskiert haben, auf ihre Rechtsanwälte konnten sie sich schon immer verlassen.
-G.R.-

NAME "JEHOVA" NICHT NACHWEISBAR. IHR ZEUGEN!
DIE WTG-Broschüre 1984 zum Namen "Jehova" ein Jahrzehnt nach der WT-Falschprophetie vom "Weltende" 1975 beweist, daß nun auch der Name, den die WTG ihren Zeugen 1931 verpaßt hat, ins Wanken gerät. Selbst die als "Hure Babylon" bekämpften Kirchen müssen jetzt herhalten, das wieder zu befestigen. Immer mehr setzen sich hin und untersuchen und überprüfen diese Angelegenheit. Was, wenn die WT-Zeugen auch noch unter einem haltlosen Namen laufen? Wir stellen folgende Untersuchung der genannten WTG-Broschüre, die im Titel den Jehova-Namen interessanterweise vermeidet, zur Diskussion.

Fragen zum Namen Jehova
DIE Bibel sagt, du sollst nichts von der Schrift weglassen oder hinzusetzen. Gottes Name - Urtext JHVH - gleich Jehova oder Jahwe ist falsch. Es kann wohl niemals eine richtige Aussprache des Namens gegeben haben. Der Gott Israels wurde eher Jahwe genannt. Die Zürcher Bibel spricht, daß der Name Jehova irrtümlich übersetzt wurde. Es kann auch nicht sein, daß JHVH eine Abkürzungsform war. Auf Seite 8 sagt man, Jehova wäre eine Schreibform! Wir sprechen den Namen verschieden aus, aber JHVH ist kein Name. Bei Jesus ist es etwas anderes. Die Grundform ist da. Die Neue-Welt-Übersetzung benutzt Jehova aus Tradition. Auf diesen angenommenen Namen stützt man sich.

1931 Annahme des Namens Jehovas Zeugen. Aber zu Unrecht, weil es den Namen in Wirklichkeit nicht gibt. Man hat also eine Millionen-Anhängerschaft in der Welt erworben, errungen, auf einen falschen Namen! Warum tat man das?
KANN man sich auf Traditionen stützen? Gott verherrlicht sich durch seine Werke nicht durch seinen Namen. Die ZJ wollen sich mit dem Besitz dieses Namens hervorheben über alle anderen Menschen und damit auch begründen, daß sie allein überleben würden. Das ist natürlich eine Anmaßung.

WARUM stützen sie sich auf die Kirchen beim Namen Jehova? Bei ihnen ist alles recht, die Hauptsache, es dient ihrem Zweck. Was soll also diese ganze Angelegenheit bezwecken? Sie haben den Mut, diese Frage in den Raum zu stellen, damit ihre Anbeter noch fester daran glauben sollen. Der Mensch Adam hat den Tieren wohl Namen gegeben. Aber nicht Gott, obwohl ihr Verhältnis doch im Anfang einmalig war.

Die WTG sagt, die ZJ würden um des Namens willen, den sie allein gebrauchen, gerettet. Da der Name aber nicht nachweisbar ist, wackelt ihr ganzes Gebäude.
-EIB/T-

WIE MAN EIN UNTERTAN DER REGIERUNG GOTTES WIRD
15. Kapitel „Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben"
Gottes Regierung
IN der ganzen heiligen Schrift wird ein derartiger Regierungsbegriff nirgends gebraucht. Trotzdem verwendet die Wachtturm-Gesellschaft eine solche Bezeichnung. Warum? Doch wohl deshalb, weil sie in ihrem Herrschaftsanspruch für die nächsten 1000 Jahre rein irdisch orientiert und deshalb mit allgemein verständlichen, also weltlichen Begriffen arbeitet und argumentiert.

Schon durch ihren zweiten selbstgewählten Eigennamen, den der Neuen-Welt-Gesellschaft, gibt sie ihre zukünftig beabsichtigte Weltherrschaftsrolle deutlich zu erkennen und deshalb versteht die Führung der Gesellschaft unter dem Tarntitel einer Regierung Gottes eigentlich nur sich selbst als der angeblich von Gott eingesetzte treue und verständige Sklave, gepaart mit dem dazugehörigen Weltherrschaftsgrößenwahn.

Gottes Sohn als Regent
WENN wir aber trotz besseren Wissens einmal bei der Vokabel „Regierung Gottes" bleiben wollen, so können wir doch wohl nur darunter den Sohn Gottes, Jesus Christus, verstehen, der mit den Seinen auf dem Berge Zion herrschen wird.
(Offb. 14:1)

MIT Sicherheit werden zu dieser „Regierung" keinesfalls Führungskader der Neuen-Welt-Gesellschaft gehören. Diese nämlich verleugnen den Sohn Gottes, Jesus Christus, dadurch, daß sie seine Gottessohnschaft in Geschöpflichkeit, seine Erlöserfunktion in eine Harmagedontotschlägerfunktion umwandeln und dafür alle Erlösungsvorkehrungen Christi einzig und allein dem alttestamentlichen Gott Jehova zuschreiben, der ja gerade dazu seinen Sohn gesandt hatte. Es gibt also keine Regierung Gottes im Wachtturmsinne, sondern allein den Erlöser, der die an ihn glaubenden Menschen vom Todesfluche Adams erlöst (Rom. 5:18,19) und sie durch die geistige Wiedergeburt (Joh. 3:5,6; Tit. 3:5) zu den Seinen gemacht hat.
(Offb. 7:4-8; 9-17)
Selbst Paulus predigte keine Regierung Gottes, sondern er wußte nur von Jesus Christus, dem Gekreuzigten.
(1. Kor. 2:2; Gal. 6:14)

Erkenntnis notwendig?
„Dies ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen" (Joh. 17:3).
WENN überhaupt Erkenntnis nötig ist, dann nur diese, daß Jesus, der Christus, Gottes leiblicher Sohn ist, der uns vom Tode Adams erlöst, und durch Gottes Geist wiedergeboren hat. Alle andere Erkenntnis ist zweitrangig und kann bei Überbetonung sehr leicht zu Rechthaberei, Fanatismus, Intoleranz, Glaubensschwäche führen.
(l. Kor. 8:2)

DIE Wachtturm-Gesellschaft setzt auf heilsnotwendige Erkenntnis, Paulus dagegen lenkt uns aber zum Glauben, zur Liebs ..und zur Hoffnung. Die Liebe allerdings nimmt den größten Platz ein.
(l. Kor. 13:13; 4-7)
Wem wollen wir mehr glauben: Dem Wachtturm oder dem Apostel Jesu Christi? Alle Erkenntnis als angelerntes Wachtturm-Kopfwissen ist zu nichts nütze und belastet nur die Sinne und Gewissen derer, die sich damit abmühen. Allein der heilige Geist führt uns in die Tiefen Gottes ein (Röm. 11:33-36) und offenbart sich so als der Geist der Wahrheit (Joh. 14:17). Diese vom Geist Gottes stammende Erkenntnis der Wahrheit tritt uns im Sohne als das Licht der Welt entgegen. (Joh. 1:3,4,9; 8:12)

DAS Licht und die Liebe gehören fest zusammen (1. Joh. 2:7-10). Und so schließt sich der Kreis wieder.
Nicht das Kopfwissen über Jehova und seine angebliche Regierung rettet Menschen, sondern der Glaube an Jesus Christus. Echter Glaube drängt uns durch den heiligen Geist zur Liebe, zum Licht und zur Wahrheit. So erkennen wir auch die Hoffnung für unsere Zukunft vereint mit unserem Herrn und brauchen uns nicht an die sich immer, neu widersprechenden Endzeitdaten und Prophezeiungen der Gesellschaft krampfhaft zu klammem.

Gerechter Wandel erforderlich
DAS stimmt vollauf. Nur ist der gerechte Wandel nicht die Ursache für unsere Rettung, sondern das Ergebnis, die Wirkung unserer Heiligung, die durch den Geist Gottes in uns bewirkt worden ist. Es sind die Früchte, die wir als Kinder Gottes folgerichtig hervorbringen. Ein guter Baum bringt keine faulen Früchte, So auch umgekehrt (Matth. 12:33). Was nützt es, wenn wir nicht rauchen, uns von unsittlichen Praktiken fernhalten oder dem Alkohol entsagen, wenn dies keine Folge der Wiedergeburt durch den Geist Gottes ist. Solch eine Selbstzucht wäre lediglich eine anerkennenswerte asketische Übung, die uns leicht zur Selbstgefälligkeit verleiten würde (Luk. 18:9-14). Nicht das: „Sieh Jehova, wie gut ich bin" macht mich zu einem gottgefälligen Menschen, sondern allein der Glaube, der, wenn er echt ist, gottgefällige Frucht zwangsläufig hervorbringt. (1. Mo. 15:6; Gal. 3:6; Hebr. 11:8,9,17)

Man darf hier auf keinen Fall Ursache und Wirkung verwechseln!
Wie man ein Kind Gottes wird
DIESE und keine andere ist die entscheidende Frage, die unbedingt gestellt werden muß, will man ernstlich mit Gott versöhnt werden. Dazu hat er uns seinen Sohn zum Glauben hingestellt. Nur durch ihn und die Taufe in den Geist Gottes werden wir wiedergeboren und zu Kindern Gottes. Einen anderen Weg gibt es nicht. Über diese Tatsache können uns auch nicht Berge von Wachtturmliteratur mit all ihren bunten Bildern und eingängigen Artikeln hinwegtäuschen.

DIE Bibel verwirft dies alles als Illusionen und Phrasen. Jeder, der sich von der Wachtturm-Gesellschaft und ihrer Literatur einfangen läßt, verliert sein bibelgetreues Augenmaß und wird am Ende, wenn er Befreiung erhofft, einer kaum zu ertragenden Enttäuschung gegenüberstehen.
-MSH-

GEDANKEN EINER MUTTER
BEI DER KONFIRMATION IHRES SOHNES
Da vorn sitzt er nun, mein Jüngster, der mich jetzt auch schon um Haupteslänge überragt, in einer Reihe mit anderen Jungen und Mädchen, die heute konfirmiert werden sollen. Das Sonnenlicht eines schönen Maitages fällt durch die bunten Glasfenster in das dämmerige Kirchenschiff und malt bunte Kringel auf den Boden vor dem Altar. -

Gut sieht er aus, mein Junge - heute einmal nicht in den üblichen Jeans, sondern in korrektem Anzug - dunklem Jackett und silbergrauen Hosen.
Schon einmal stand er da vorn, etwas mehr rechts am Taufstein, das war vor mehr als zwei Jahren, als er sich auf eigenen Wunsch taufen ließ. Sein Taufspruch - er hatte ihn selbst ausgewählt - lautete:
„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein."
(Jesaja 43:1)

Meine Gedanken schweifen zurück. Eigentlich waren es unsere Kinder gewesen, die den Weg in die evangelische Kirche zuerst gesucht und gefunden hatten, nachdem sich mein Mann, der zehn Jahre lang ein Zeuge Jehovas gewesen war, nach schweren inneren Kämpfen von dieser Gemeinschaft, die ihre Anhänger von der Zugehörigkeit zum Leibe Christi ausschließt, getrennt hatte.
Eine Zeit der Selbstbesinnung und der Standortbestimmung folgt. -
Wie schön war es da für uns, zu sehen, wie unsere drei Kinder, die unter dem Streß und dem Gewissenszwang, der bei den Zeugen herrschte, an eine Beschäftigung mit biblischen Themen nur gewaltsam heranzubringen waren, sich nun mit einem wahren geistlichen Hunger auf den Weg des Glaubens begaben.

Auf der Suche nach einer christlichen Gemeinschaft, der wir uns anschließen könnten, haben wir es uns nicht leicht gemacht. Eine große Hilfe war uns dabei die Erkenntnis, daß es die einzig richtige, absolut fehlerlose Gemeinde nun einmal nicht gibt, denn jede Christengemeinschaft besteht aus unvollkommenen, sündhaften Menschen.
Offene gründliche Aussprachen mit zwei evangelischen Pfarrern folgten, in der die wesentlichen Glaubensfragen ausgiebig und bibeltreu behandelt wurden.

Schließlich entschlossen wir uns, gemeinsam der evangelischen Kirche beizutreten, in dem Bewußtsein, daß es in allen christlichen Gemeinschaften wahre und aufrichtige Christen gibt und ebenso auch die anderen, die der Herr dann, wenn er kommt, als Unkraut herausreißen wird.-
Ich schrecke aus meinen Überlegungen auf. Das war doch der Name meines Jüngsten, der da eben genannt wurde. Er geht nach vorn, reicht dem Pfarrer seine Hand und empfängt. den Segen und den Bibelspruch, den er sich als Leitgedanken für sein zukünftiges Leben ausgesucht hat.

Ich denke über die Einwände nach, die jetzt so mancher machen wird:
Ist eine Konfirmation überhaupt nötig, wenn man im Alter von 14 Jahren auf eigenen Wunsch getauft wurde? Wie ist das überhaupt mit der Kindertaufe, die neben der jetzt auch sehr häufigen Erwachsenentaufe weiterhin in der Kirche praktiziert wird? Gewiß, dagegen kann man mit Recht so manches sagen. -

Aber bei diesen weniger wichtigen Verfahrensfragen halten sich meine Gedanken nicht lange auf. Das wirklich Lebenswichtige, das, was unter dem Strich bleibt, das ist doch, daß mein Sohn sich aus eigenem Entschluß für ein Leben mit Gott in der Nachfolge Christi entschieden hat.
Durch seine Teilnahme am Abendmahl zeigt er, daß auch er, wie wir alle, teilhaben will am Leibe Christi, getreu dem Bibelwort:
„WERDET IHR NICHT ESSEN DAS FLEISCH DES MENSCHENSOHNES UND TRINKEN SEIN BLUT, SO HABT IHR KEIN LEBEN IN EUCH. WER (aber) MEIN FLEISCH ISST UND TRINKT MEIN BLUT, DER HAT DAS EWIGE LEBEN, UND ICH WERDE IHN AM JÜNGSTEN TAG AUFERWECKEN."
(Johannes 6:53,54)

Es ist soweit.
Vom Altar höre ich die Worte:
„KOMMET HER, DENN ES IST ALLES BEREIT. SEHET UND SCHMECKET, WIE FREUNDLICH DER HERR IST."
Nach den Konfirmanden treten auch wir zusammen mit den anderen Gemeindegliedern vor. Rechts neben mir stehen meine beiden Großen. Links drückt mein Mann verstohlen meine Hand. Er hat wohl meine Gedanken erraten. Während wir das Mahl des Herrn empfangen, danke ich Gott in meinem Herzen dafür, daß wir alle gemeinsam hier stehen, eine glückliche Familie, die sich entschlossen hat, ihr Leben ebenso wie unzählige andere Menschen auf der ganzen Welt in der Nachfolge Christi zu führen.
-SH-

WIR WAREN 20 JAHRE ZEUGEN JEHOVAS (II)
Daß wir keine Zeugen waren, die fest im Glauben stehen, ist wohl nach dem ersten Bericht klar. Wir waren nun bei allen Geschehnissen kritisch, aber das wußte keiner von den Geschwistern. Nun bitten wir euch, liebe Brüder und Schwestern:, stellt euch folgende Situation vor:

Vor zwei Jahren war wieder einmal die Zeit des Gedächtnismahls gekommen. Wir waren auch fast alle beisammen, nur der Bruder N. fehlte, er war ja auch der Versammlungsleiter und sollte die Feier durchführen. Nun warteten wir schon fast zwei Stunden, alle waren wir aufs äußerste nervös. Auf einmal hieß es, Bruder N. kommt nicht, wir können anfangen. Bruder B. leitete die Feier mehr schlecht als recht. Er stotterte und wußte oft nicht weiter. Am nächsten Tag sprach ich mit Bruder B. darüber. Er war auch sehr ärgerlich und sagte, Bruder N. war gestern abend kurz bei uns, als wir alle auf ihn warteten. Zeit hatte er nicht, hochkommen wollte er auch nicht. Er gab mir sein Notizbuch und sagte, führe du das Gedächtnismahl durch. Ich tat es ja dann auch. Gestottert habe ich, weil ich die Schrift von Bruder N, nicht lesen konnte. Bruder B. sagte, mache das mal einer ohne jede Vorbereitung. Wir waren einig, daß Bruder N. uns böswillig im Stich gelassen hat. Er war ja nicht krank, er war einfach feige gewesen, oder in ihm steckte der Satan. Wir empfanden diese Tat als einen Dolchstoß in den Rücken.

Nun, liebe Brüder und Schwestern, was hättet ihr empfunden? War es nicht eine bodenlose Gemeinheit? Ist solche Tat mit Jehova in Einklang zu bringen? Für uns war es ein weiterer Beweis, daß CV doch im Recht ist. Bruder B. und wir waren uns einig, in dem, daß ich Bruder N. sprechen möchte, um die Dinge zu klären.
Dabei blieb es, Bruder N. kam nicht, er wollte scheinbar über seine Feigheit nicht sprechen. Eines Tages sahen wir ihn und sein Auto. Wie er uns aber bemerkte, fuhr er los. So verging ein halbes Jahr. Dann kam Bruder N. mit dem Ältesten Bruder A. zu uns. Ich wurde gefragt, warum ich nicht mehr komme. Wir erzählten angeführte Begebenheiten. Ich sagte, Bruder N. lehne ich als Versammlungsleiter ab. Er ist überhaupt nicht fähig dazu, denn seitdem er bei uns ist, herrscht Unruhe bei allen. Er versteht es prima, einen nach dem anderen schlechtzumachen. Es war keine Liebe mehr in der Versammlung vorher. Seit Bruder N. sie aber leitet, ist auch die Angst eingekehrt. Niemand traut mehr dem anderen. Da sagte Bruder A., Bruder N. ist ein wahrer Christ, so wie Jehova es wünscht. Uns fragte Bruder A., habt ihr durch seine Tat Schaden genommen? Wir sagten, ist es nicht Schaden genug, wir kommen nicht mehr, wir haben die Nase voll! Da verstieg sich Bruder N. zu den Worten, merkt es euch, wenn ich aus einem WT lese, oder einen Abzug vor mir habe, kommt aus meinem Munde der heilige Geist. Denn der WT wurde von den 144 000 geschrieben, somit ist der heilige Geist in der Schrift. Er fragte, ob wir anderer Meinung seien? Wir lachten ihn aus und sagten, du bist nicht Gott, warum trittst du die 144 000 mit Füßen? Meint ihr nicht auch liebe Geschwister, daß diese Verstiegenheit der Gipfel war? Darf man so etwas sagen, ohne von Jehova bestraft zu werden? So weit ist es also mit den Zeugen gekommen, sie sind gleich „Gott".

Bruder A. rügte die Äußerung des Bruders N. nicht, also komme das Böse auch über ihn. Nun sagte Bruder A., ab sofort gehört ihr nicht mehr zu uns. Ihr werdet auch nicht mehr gegrüßt werden von uns. Das ist nun das Ende als Zeuge Jehovas! Die 20 Jahre sind also einfach so für nichts?

Liebe Geschwister, nun macht euch einen Reim aus meinen Zeilen und lernt daraus. Ihr seht ja Mühe, um jemand zur Umkehr zu bringen im Glauben, macht man sich nicht. Man wirft die Menschen einfach auf die Müllhalde. Das kann sehr schnell jedem von euch auch passieren
-EBT-

FRAGEN - MEINUNGEN - HINWEISE - ANTWORTEN
EIN BRIEF AUS GREIFSWALD
… Es ist gar nicht so leicht, das, was man mit ein paar Worten erzählen kann, auch so zu Papier zu bringen, daß es ein anderer am besten versteht.
Was meine Frau und mich so sehr von der Familie R. abstieß, war folgendes:
Einmal, daß unbedingt die Kinder mit einbezogen werden sollten, sie sollten aus der Pionierorganisation austreten und die Zeugen Jehovas offen vertreten. Das natürlich, obwohl sie noch gar nicht verstehen, wofür sie sich entscheiden sollten. Wie sollten sie nun eine fröhliche Kindheit in der Isolation verbringen.

Weiter war sehr eigenartig der Wohlstand der Familie R. von Jahr zu Jahr - obwohl er ja nur einfacher Buchhändler ist und die Frau nicht arbeitet, kam er zum zweiten Auto und Fernseher.
Die teure Schrankwand, die nicht minder teure Couchgarnitur und viele, viele Bücher, teure und solche, die man als Rosinen bezeichnet. Man vermißte Einfachheit und Bescheidenheit und bereicherte sich mehr und mehr. Diese Sucht nach Reichtum und Wohlstand kam wohl am besten durch Frau R. zum Ausdruck, als sie einmal sagte: sie sei als Krankenschwester mal in der Villa des Bischofs von Greifswald gewesen, und sie wird diese Villa, das weiß sie genau, nach Harmagedon einmal bewohnen als ihr Eigentum
Ihr H.S.G.

EIN BRIEF AUS POLEN
Weiterhin: „vorbildlicher Gottes Diener"
Piotr Potocznyk aus Zabkowice/Sl.
Wie neulich herausgekommen ist, hat sich dieser „vorbildliche Diener" als Betrüger erwiesen. Er hat eine große Menge von Paketen, die als Hilfe für die ärmsten Brüder geschickt worden sind, sich angeeignet.
Aber trotzdem, daß alles zum Vorschein kam, ist er weiter „strebsamer Diener", der viele „Stunden" hat und „Gottes Organisation" getreu ist.
Auch nach dem Diebstahl lassen ihn die leitenden Brüder in seinem Dienstamt! Was ist das für eine Organisation?
-J. WOLNY-

„Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry. Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement; 2.- M; Versand auch kostenlos
Konto-Nr.: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera
A 914/85 V 7 1 925 N 2

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