Kommentare zu den euingescannten CV-Ausgaben
CV 189
Das frühe Bibelforschersymbol „Kreuz und Krone", wenn auch nicht „erschöpfend", so doch immerhin ein Thema dieser CV-Ausgabe.


CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER, GD, GERA/THÜR, DDR

NR. 189 GERA APRIL 1985

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen den WT Nr. 21/84
ÜBERZEUGT. NICHT MEHR ZU STERBEN
Aus dem Bezirk Rostock
ZUM JAHRESTEXT 1985
"Führe deinen Dienst völlig durch"
RECHTFERTIGUNG
Zeugen schreiben uns
SELIG SIND, DIE ZUM ABENDMAHL BERUFEN SIND

DER HEILAND AM KREUZE
Der Wacht=Turm und Verkünder der Gegenwart Christi

KK.jpg (11412 Byte)

Jesu Unterwerfung Gott gegenüber
4 Pilatus überantwortete Jesum einem Trupp von vier römischen Soldaten und der Pöbelmenge. Ein Kreuz war bereit und wurde auf ihn gelegt, aber die Bürde war zu schwer für den zerrissenen und blutenden Rücken, Eine Zeitlang mühte Jesus sich ab in völliger Unterwerfung dem Willen seines Vaters gegenüber, das Kreuz zu tragen. Einige Frauen der Stadt schrien laut aus Mitleid, und Jesus, der sie hörte, rief ihnen zu, sie sollten über sich selbst weinen und über ihre Kinder wegen der Drangsal, die über sie komme. (Lukas 23:28-31) Nach kurzer Zeit war Jesus offenbar nicht mehr imstande, sein Kreuz zu tragen, und würde unter ihm zusammengebrochen sein. Gerade dann kam ein gewisser Simon von Kyrene aus dem Lande in die Stadt, und vielleicht weil er etwas Mitgefühl für Jesum zum Ausdruck brachte, oder Überraschung darüber, wie sie Jesum behandelten, wurde er ergriffen und gezwungen, das Kreuz zu tragen. Die Evangelien sagen nicht, ob Simon das Kreuz willig trug oder nicht, aber es war eine ehrenvolle Last. Es macht uns Freude zu denken, daß er Jesu gerne bei dem Tragen seiner Bürde half, und daß sehr wahrscheinlich die Überlieferung, daß er der Vater des Rufus war, der von dem Apostel Paulus in Römer 16:13 erwähnt wird, wahr ist. -
Siehe Markus 15:21.
5 An dem Ort der Kreuzigung angekommen, verloren die Soldaten keine Zeit mit der Ausführung ihrer Pflicht. Jesus wurde der schimpflichen Behandlung unterworfen, entkleidet zu werden, und dann wurde er in entsetzlicher Grausamkeit ausgestreckt und an das Kreuz genagelt.
Was auch immer andere tun mochten, er war wie ein Lamm in den Händen der Schlächter; es gab keinen Widerstand von ihm. Als das Loch gegraben worden war, wurde das Kreuz emporgehoben und in Stellung gesetzt, ein entsetzlicher Augenblick für den Gekreuzigten. Und es liegt kein Grund vor, anzunehmen, daß die Soldaten irgendein Mitgefühl zeigen würden.
6 Jetzt wurde der Sohn des Menschen erhöht. (Johannes 8: 28) Es gab aber jetzt niemanden, der sagte: "Siehe, das Lamm Gottes." Die Jünger hatten ihren Mut noch nicht wiedergewonnen, sondern hielten sich weit entfernt. Die Furcht, die sie hatten, hinderte sie daran, des Gebetes zu gedenken, das Jesus für sie sprach - daß der Vater sie bewahren würde, während er, ihr Hirte, nicht imstande war, dies zu tun. (Johannes 17: 11) Aber die Frauen, die in Galiläa gewesen waren, weniger furchtsam als die Jünger, waren dort.
Das Volk nahm daran teil, Jesus zu verhöhnen.
7 Seine Verfolger hatten jetzt alles, was sie wünschten; er, den sie so wütend haßten, sollte jetzt bald aus ihrem Wege geschafft sein. Sie traten nahe zu ihm heran und verhöhnten ihn. indem sie ihn, der andere gerettet hatte, aufforderten, sich selbst zu retten, wenn er könne. Auch ließ Pilatus eine Inschrift: "Dieser ist Jesus, der König der Juden" an dem Kreuze über seinem Haupte anbringen. (Matthäus 27:37) Hiermit zeigte er seine Verachtung für Jesum sowohl als auch für seine Verfolger, aber er erfüllte auch das Vorhaben Gottes. Die Soldaten trieben wiederum ihren Spott mit Jesu und grüßten ihn als König, ihm dabei einen Trank anbietend. -
Lukas 23:36.
8 Die Juden nahmen auch Anteil an den schmachvollen Vorgängen, Sie schüttelten ihre Köpfe über ihn, Hohn und Spott auf ihn häufend. Voller Verachtung riefen sie ihm zu, er solle doch von dem Kreuze herabsteigen, wenn er der Sohn Gottes sei. Sie sagten: 'Er bekannte sich dazu, andere zu erretten, und sich selbst kann er nicht erretten'; und 'Wenn Gott sein Vater ist, warum kommt er ihm nicht zu Hilfe?' "Er vertraute auf Gott, der rette ihn jetzt, wenn er ihn begehrt; denn er sagte: Ich bin Gottes Sohn." (Matthäus 27:43) Sein Leib war mager, und da er nackt war, konnten alle seine Gebeine gezählt werden, als er an dem Kreuze hing. (Psalm 22:17) Um die Schmach zu erhöhen, die sie auf ihn häuften, wurde er zwischen zwei Schächern gekreuzigt, die ihn beide schmähten und lästerten und sich damit jenen anschlossen, welche ihn zu Tode brachten. Aber auch hierin wurde die Schrift erfüllt, denn es stand geschrieben: "Er ist den Übertretern beigezählt worden." (Jesaja 53:12) Er berührte den niedrigsten Punkt in der Erniedrigung, zu welchem er kommen konnte. - Philipper 2:7,8.
9 Jesus bewahrte sich volles Bewußtsein; er verweigerte absichtlich den schmerzbetäubenden Trank, der ihm dargeboten wurde, damit er dies tun könne. Weder mit einem Ruf des Triumphes, wie es von einigen Märtyrern berichtet wird, noch mit einem Wort der Klage, erduldete er den Schmerz, die seelische Pein, und die Hohn- und Spottrufe. Es war der Kelch, welchen der Vater ihm gegeben hatte, und er wollte ihn trinken.
10 Einer der Schacher begann jetzt zu sehen, daß hier etwas Ungewöhnliches vor sich ging. Dieser Mann war ganz und gar verschieden von dem, was man nach dem bisherigen von ihm erwarten durfte. Er zeigte keinen Unwillen, keinen Groll, offenbarte keine Ungeduld, keinen Wunsch, daß sein Schmerz gestillt werde; er betete sogar um Vergebung für seine Peiniger. Dieser Schächer kam zu dem Schluß, daß er einen Fehler gemacht hatte, und begann, seinen Gefährten zu schelten, und indem er sich zu Jesu wandte, sagte er: "Gedenke meiner, Herr, wenn du in deinem Reiche kommst!" Jesus erwiderte: "Wahrlich, ich sage dir heute, du wirst mit mir im Paradiese sein." - Lukas 23:42,43, laut verbesserter Interpunktion und Übersetzung.
11 Um diese Zeit hatte Johannes . sich nahe herangewagt; und da die Mutter Jesu dort war, sagte Jesus zu ihr: "Weib, siehe, dein Sohn!" und zu Johannes sagte er: "Siehe, deine Mutter!" (Johannes 19:26,27) Von dieser Zeit an nahm Johannes die Mutter Jesu unter seine Obhut. Um Mittag schlich Dunkelheit über das Antlitz der Erde, ein höchst ungewöhnliches und durchaus unerwartetes Ereignis, das Furcht in den Herzen des Volkes erweckte. Mit der Dunkelheit kam eine große Stille. -
Aus: Der Wacht=Turm Nummer 6/25.

BETRACHTUNGEN ZUM JAHRESTEXT 1985
"Führe deinen Dienst völlig durch"
(2. Timotheus 4:5)
SOLLTE jemand den Sinn des Jahrestextes nicht sogleich verstehen, sei er auf den WT 17/84, Seite 23 verwiesen, wo der gleiche Gedanke diesmal von der WTG kommentiert wird:
"Unter Gottes Volk ist kein Platz für müßige Schwätzer und solche, die nicht im Dienst Jehovas arbeiten wollen."
Dies versteht schließlich jeder - oder ?l

"KEINE SCHLAFMÜTZE SEIN"
DOCH auch dem gänzlich Unerfahrenen und Arglosen wird die Richtung gewiesen - mit aller Deutlichkeit, keine Zweifel offen lassend. Er darf "keine Schlafmütze sein."
"Hausfrauen, die als Pioniere dienen, und andere Pioniere müssen früh aufstehen, damit sie ihren häuslichen Pflichten nachkommen und den ganzen Vormittag im Dienst Jehovas verbringen können."
(WT 13/84, Seite 17)

"JEDER ZEUGE JEHOVAS - EIN PIONIER!"
SO könnte die Parole der leitenden Körperschaft lauten.
"'Mindestens zwei Stunden täglich' im Königreichsdienst stehen - das ist alles, was der Hilfspionierdienst erfordert."
(WT 7/84, Seite 19)
WER kann da schon nein sagen, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen? Selbstverständlich gibt es auch für die Kinder und Jugendlichen nur ein Ziel: der Pionierdienst. Um diesbezüglich benötigte Fähigkeiten zu erlangen, sollen sie gut in der Schule aufpassen. (WT 1/85, Seite 26)
Allerdings müssen "sie über die Gefahren nachdenken, die eine Beteiligung an schulischen Aktivitäten außerhalb des regulären Lehrplanes mit sich bringt."
("Organisiert, unseren Dienst durchzuführen", Seite 132)
Der Predigtdienst käme dann zu kurz!
Beinahe überflüssig zu erwähnen, daß jeder Zeuge "mindestens ein Heimbibelstudium" haben sollte. (Ebenda, Seite 91)

TÄGLICH SECHS SEITEN
DAMIT aber nicht genug: Monatlich muß der Zeuge Jehovas eine beachtliche Papierflut bewältigen. Zwei Wachttürme und zwei Erwachet mit je 32 Seiten. Dazu das Buchstudium (rd. 40 Seiten), Dienstprogramm, Bibelleseprogramm, und weitere von der WTG herausgegebene Schriften, Anordnungen, Hinweise u.a. Da kommt man monatlich schon auf ca. 180 Seiten, die studiert sein wollen. Sechs Seiten täglich!
FALLS der gestreßte ZJ-Neuling nach Predigtdienst, HB-Studium, Versammlungszusammenkünften und persönlichem Studium abends denkt, er könne es sich nun wenigstens gemütlich machen, ist das eine "Rechnung ohne den Wirt."

WICHTIGER ALS DIE EHE
"Christliche Ehemänner sollten die Ehe nicht als das Wichtigste im Leben betrachten"
Schon morgen könnten sie ihre Frau durch Tod verlieren. (WT 19/84, Seite 15) Ehemänner haben „größere Pflichten in der Versammlung" und können „nicht alle … seelischen Bedürfnisse" ihrer Frauen befriedigen .
Zwangsläufig herrscht in vielen ZJ-Ehen „ein äußerst gespanntes Verhältnis."
(WT 17/83, Seite 12,21.22)

VOR ENTTÄUSCHUNGEN GEWAPPNET SEIN
WARUM wird jeder Zeuge so in Atem gehalten?
Gerade in diesem Vorgehen liegt Methode. Mit jeder Faser seines Körpers soll er der WTG-Lehre verfallen sein. So wird er vom frühen Morgen bis zum späten Abend beschäftigt, damit in ihm ja keine Zweifel an der Echtheit seines Glaubens aufkommen. Er darf nicht nach rechts und nicht nach links schauen. Und mit der Zeit verfehlt diese Methode ihre Wirkung nicht:

EINGESCHÜCHTERT von der leitenden Körperschaft und ihren Ältesten reißt der Zeuge seinen Dienst herunter und immer wesensfremder kommt ihm das „normale" Leben vor. Die WTG hat ihn versklavt!
ERST durch allzu bittere Erfahrungen und Enttäuschungen wird er oftmals geradezu in die Wirklichkeit zurückgestoßen. Jeder Stoß ist mehr oder weniger schmerzhaft.
Prüfe deshalb jeder in Ruhe die Lehre der WTG, indem er sich von dem künstlich erzeugten Streß nicht anstecken läßt. Ziehe jeder aus seiner erlangten Erkenntnis die nötigen Konsequenzen.
Helfende Hände gibt es genügend!
—G. R.—

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN APG. 17: 11
DER WACHTTURM
Wir prüfen den Wachtturm Nr. 21/84
STUDIENARTIKEL
„Führe Neue zur Organisation Gottes"
EINE CHARAKTERISTISCHE ÜBERSCHRIFT DES STUDIENARTIKELS
DIE Versammlung und darin eingeschlossen die verschiedenen Dienstämter bis hin zur leitenden Körperschaft spielen im Leben eines Zeugen eine zentrale Rolle.

AKTIVE Mitarbeit in der Versammlung ist Pflicht für jeden ZJ. Elementare Voraussetzung ist hierbei die Anerkennung der Führungsrolle der leitenden Körperschaft.
UNTER Mißbrauch des Gleichnisses in Matthäus 24 maßt sie sich Rechte an, die nur Jesus zustehen. Da wurde beispielsweise das Intimleben reglementiert, es wird vorgeschrieben, wieviel Zeit der Zeuge wofür verwenden solle, welche Bildung für ihn angebracht sei u.a.m. In CV wurde an dieser Stelle schon viel über die Problematik des TREUEN UND KLUGEN KNECHTS geschrieben. Wenden wir uns deshalb einem anderen Aspekt zu.

KÜNSTLICH ERRICHTETE FREUNDSCHAFTEN
„Lade sobald wie möglich andere von der Versammlung ein, dich zum Studium zu begleiten, damit der Studierende möglichst früh neue Freundschaften schließen kann. Er muß erkennen, daß er, ganz gleich, welche Freundschaften er im alten System der Dinge verliert, durch neue Bekanntschaften in der 'ganzen Bruderschaft in der Welt' reichlich entschädigt wird." (S. 17,18)
Fakt ist:
DER angehende Zeuge muß a l l e Freundschaften in „der Welt" aufgeben, um von seinen Glaubensbrüdern akzeptiert zu werden. Auch verwandtschaftliche Bindungen werden häufig in Frage gestellt, falls die Angehörigen nicht bereit sind, diesen Glauben anzuerkennen.

ALS Ersatz bietet die WTG die Liebe der Brüder und Schwestern an, die sich auf lange Zeit oft als recht kümmerlich erweist.
DIESE künstlich errichteten Freundschaften sind - so beleidigend es zuerst klingen mag - vielfach nichts anderes als eine gekonnte Form von Heuchelei unter dem Deckmantel der Bruderliebe.
SIE zerbrechen bei Nichtigkeiten, spätestens aber dann, wenn ein Partner berechtigte Zweifel an bestimmten Lehren hegt.

NEBENARTIKEL
„Mahnungen und Befehle des Gottes eines neuen Systems"
IN DIE IRRE GEFÜHRT
JA, Jehovas Zeugen mußten sich in der Vergangenheit berichtigen. (S.22) Sie mußten sich sogar sehr oft berichtigen. Zu oft, um noch ernst genommen zu werden!
Und deshalb werden sie „von vielen schwer kritisiert und sogar abgelehnt."
DIE Zeugen seien aber „mit sich selbst vor ihrem Gott ehrlich." Dies dürfte ihnen kaum schwerfallen; die Frage ist aber:
SIND sie auch vor Außenstehenden ehrlich? Und wenn sie begangene Fehler zugeben, nach wieviel Jahren geschieht dies? Z. Zt. ist beispielsweise die WTG dabei, die 1925-Pleite einzugestehen. Nach ca. 60 Jahren!
(WT 10/84, S. 23,24; WT 18/84, S. 10,11)

JEHOVAS Ermahnungen kennen die ZJ seit der Gründung ihrer Organisation vor 100 Jahren. Diese Ermahnung gab Gott vor 2000 und mehr Jahren.
JEHOVA bewahrt die Organisation davor, irregeleitet zu werden? Das ist nichts als eine täuschende Floskel. Die Wahrheit ist:
DER „treue Knecht" hat sich in den vergangenen Jahren nicht an biblische Maßstäbe gehalten und sogar die eigenen Anhänger in die Irre geführt. Jehovas Segen ruhte offensichtlich nicht auf ihm.
DIESE bittere Pille muß jeder Zeuge schlucken, auch wenn er sich vorerst dagegen sträubt.
-U.R.-

SELIG SIND, DIE ZUM ABENDMAHL BERUFEN SIND
ADAM UND SEINE SÜNDE
Adam, aus Erde geformt, durch den Odem Gottes belebt, wurde so zu einer lebendigen Seele und unser aller Stammvater. Anders ausgedrückt, wir alle sind gewissermaßen der „gewucherte" Adam. Dies bestätigt auch der „Erwachet" vom 8. Mai 1982 Nr. 9 auf Seite 25. Er schreibt dort:
"Der erste Mensch auf Erden wurde Adam genannt, was 'Erdenmensch' oder 'Menschheit' bedeutet."
Gott hatte Großes mit Adam vor (Eph. 1; 3,4). Voraussetzung dafür war natürlich, daß Adam Gott wirklich gehorchte. Adams Verhalten sollte nicht nur seine, sondern auch unsere Zukunft bestimmen.
Wie wir alle wissen, hat er versagt und uns durch seine Sünde ein trauriges Erbe hinterlassen.

DIE FOLGE DER SÜNDE
Adams Sünde ist auf dem Wege der Vererbung auch die unsrige geworden, und sein Todesurteil ist auch unser Tod (Röm. 5: 12). Irren wir uns nicht, Gottes Todesurteil über den gesamten Adam besteht zu Recht! Deshalb kann und wird dieses Todesurteil über alles Fleisch niemals wieder aufgehoben werden, weder heute noch in Christi Friedensreich oder danach. Das gefallene Fleisch Adams ist zu nichts nütze (Joh. 6:63), darum wird es keine Vollkommenheit im Fleisch gleich einer Reparatur desselben geben. Gottes Urteilssprüche beruhen auf Gerechtigkeit und sind deshalb unwiderruflich.
Ist nun für uns Menschen alles verloren?

DAS WORT
"Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort"
(Joh. 1:1).
Es ist wohl deutlich, was damit gemeint ist. Das "Wort" ist selbst Gott oder göttlichen Wesens. Nicht etwa Gott, der Vater selbst, oder der dreieinige Gott, sondern vielmehr Gott, der Sohn.
Die NW-Übersetzung dagegen setzt vor das Wort "Gott" den unbestimmten Artikel "ein" und will so den Eindruck erwecken, daß das "Wort", also der Sohn Gottes, ein zweiter und im Range unter dem Vater stehender Gott sei und somit das erste und am höchsten stehende Geschöpf Gottes.

Was aber ist nun die Wahrheit? Wir werden sehen:
"Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit" (Joh. 1:14 Elb. Rev.).
Es ist nicht zu übersehen, Johannes beschreibt das "Wort" als den eingeborenen (d.h. einziggeborenen d. V.) Sohn Gottes.
Mit anderen Worten:
Der Sohn ist aus Gott, dem Vater, selbst geboren. Er ist also wahrer Gott und keine Schöpfung des Vaters.
Als Vergleich sei ein menschliches Ehepaar genannt. Sie erschaffen ja auch nicht ihre Kinder, sondern zeugen und gebären sie. Damit dürfte wohl erwiesen sein, die NW-Übersetzung wurde hier falsch übersetzt. Ein unwissentlicher Fehler? Wohl kaum. Eher eine wissentliche Falschlehre.

Was hat es aber mit der Schriftstelle Offb. 3:14 auf sich, in der vom Anfang der Schöpfung Gottes die Rede ist? Heißt das am Ende nicht doch:
Das "Wort" ist Geschöpf, "ein" Gott, und steht somit unter dem Vater? Hier hilft der griechische Grundtext weiter:
Das Wort für "Anfang" lautet im Griechischen "Arche" und kann mit "Anfang", "Herrschaft", aber auch mit "Ursprung" oder "Urgrund" übersetzt werden. Welche Übersetzungsform jeweils gewählt werden muß, entscheidet der Inhalt des betreffenden Verses und dieser übersetzte Bibelteil darf aus der Gesamtharmonie der Schrift nicht herausgerissen werden. Viele Übersetzungen gebrauchen daher die Worte "Ursprung" oder "Urgrund" und bestätigen damit, was Johannes in Joh. 1:3 schrieb:

"Alle Dinge sind durch dasselbe (gemeint ist hier 'das Wort') gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist." (Lu.)
Somit ist der Sohn Gottes nicht das erste Geschöpf, sondern vielmehr der Schöpfer selbst.

DER LETZTE ADAM
"Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,..."
Der Apostel Paulus drückte dies noch etwas anders aus.
Er bezeichnete das fleischgewordene "Wort" treffend als den letzten Adam (1. Kor. 15: 45). Dem Fleische nach von Adam und David abstammend, war der letzte Adam, also Jesus Christus, mit fleischlicher Sündhaftigkeit und Begierde behaftet. Dem Geiste nach kam er jedoch als wahrer Gott vom Himmel herab (Rom. 1:3,4).
So ist Jesus der Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch zugleich, geworden.
Am Sinai empfing das gesamte Volk Israel das mosaische Gesetz. Jeder Israelit, der die Gebote erfüllte, sollte durch sie zum ewigen Leben hindurchdringen. Würde aber nur ein Jota des Gesetzes verletzt, so bedeutete das unweigerlich das Todesurteil (Rom. 10:5). Ganz Israel hat das Ziel des Lebens nicht erreicht. Alle haben gesündigt, und so wurde das Gesetz, das ihnen zum Leben gegeben war, ihre Todesursache (Röm. 3:9-19). Unter dieses Gesetz war Jesus Christus, der ja ein Jude war, ebenfalls gestellt (Gal. 4:4). Und damit begann in ihm der Kampf zwischen dem Geiste und dem gefallenen Fleische. Im Gegensatz zum ersten Adam widerstand Jesus, der letzte Adam, den Begierden des Fleisches und den Versuchungen des Teufels vollkommen (1. Petr. 2:22; Matth. 4:1-11).

Er wurde gehorsam bis ans Kreuz. (Phil. 2:8) und eben deshalb hat die Sünde an ihm ihr Ziel, Frucht dem Tode zu bringen, nicht erreicht. Jesus Christus wurde somit der einzige Mensch, der sich im Fleische des kollektiven Adams - (also der adamischen Menschheit) - und im Geiste als wahrer Gott ewiges Leben verdient hat.

CHRISTI TOD UND AUFERSTEHUNG
Und trotzdem mußte Jesus sterben. Er erlitt einen gewaltsamen Tod am Kreuze. Die größte Ungerechtigkeit der Geschichte schien vollbracht worden zu sein. War dies das letzte Wort? Nein, denn Gott wollte durch das unschuldige Leiden und Sterben seines einziggeborenen Sohnes die wahre Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, wieder aufrichten. Aber wie sollte das möglich werden, da doch nun alles ein tragisches Ende gefunden hatte?

Halten wir noch einmal fest:
Derjenige, der damals am Kreuze starb, war Gott und Mensch zugleich. Das heißt, Jesus brachte gleichsam ein doppeltes Opfer dar. Einmal starb er ohne Sünde als wahrer Gott und zum anderen erlitt er den Tod als ein Fleischesglied des kollektiven Adams, der mit ererbter Sünde behaftet war. Da Jesus jedoch auch im Fleische nie gesündigt hatte, war sein Lebensrecht auch im Fleische vor Gott unumstritten.
Nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt nahm er wieder Gottgestalt an und die Gerechtigkeit war damit in diesem Punkte wieder hergestellt. Wie verhielt es sich aber mit seinem adamischen Fleischesleib?
Bekam er auch diesen zurück?
Ja, und zwar in Gestalt der gesamten Nachkommenschaft Adams.

EINE NEUE GEBURT IM GEISTE
Welcher Mensch nun Jesus Christus im Glauben als seinen neuen Vater annimmt und sich durch Wasser und Geist in den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes hineintaufen läßt, wird damit ein Leibesglied Jesu Christi und empfängt sogleich die Kindschaft des wahren Gottes. (1. Joh. 5:5-7; Matth. 28:19; Rom. 8;14, 15). Seine Zukunft liegt nicht auf der Erde im Fleische, sondern - mit einem verherrlichten geistlichen Leib ausgestattet - in der Gemeinschaft mit dem Herrn. Das Todeserbe Adams ist damit von ihm ein für allemal abgestreift.

Diejenigen allerdings, die Jesus hartnäckig ablehnen oder der neuen Geburt durch den Geist Gottes ausweichen, bleiben nach wie vor unter dem Todesfluche Adams.
Täuschen wir uns nicht, es gibt keine andere Hoffnung als die, mit dem Herrn vereint zu werden! Diese Tatsache berührt in erster Linie die Geschwister innerhalb der Wachtturm-Gesellschaft, die ihre Zukunftshoffnung auf ein irdisches ewiges Leben im Fleische setzen (Gal. 6:8) und letztlich einer großen Enttäuschung entgegengehen.

ERSTGEBORENER
Diese Wahrheit wird im Lichte der Schrift noch erhärtet, wenn wir einen weiteren Titel unseres Herrn Jesus Christus betrachten.
Er wird nicht nur als der Einziggeborene, sondern auch als der Erstgeborene dargestellt und dies im doppelten Sinne. Zunächst liegt sein Ursprung in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen (Micha 5:1 Einh.), als das Ebenbild des unsichtbaren Gottes und Erstgeborener vor aller Schöpfung (Kol. 1:15). Somit war er derjenige, dem in dieser Erstlingseigenschaft logischerweise noch weitere Geburten aus Gott heraus folgen müssen. Dies geschieht nun mit uns Menschen, wenn wir uns im Glauben an Jesus Christus taufen lassen und so aus Gottes Geist neu geboren werden (Joh. 3:3-6; Tit. 3:5,6).

Uns gegenüber ist der Herr wiederum der Erstgeborene, diesmal aber nicht vor aller Schöpfung, sondern aus den Toten. Damit ist er der Erstgeborene unter vielen Brüdern und zugleich das Haupt der Gemeinde geworden (Kol. 1:18; 8:29).
Demnach ist für uns Menschen doch nicht alles verloren.

DER WT-LÜGENWEG
Welchen Standpunkt nimmt aber nun der sogenannte "treue und verständige Sklave" zu diesen Schriftaussagen ein? Handelt er als Knecht Gottes, wenn er Rettung allein für diejenigen in Aussicht stellt, die sich seiner Organisation, der Wachtturm-Gesellschaft, rückhaltlos anschließen? Was ist von diesem "Sklaven" und seiner Lehre, nach der die "große Volksmenge" nur eine irdisch-fleischliche Hoffnung hat, zu. halten, wenn die Schrift sagt:
Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht ererben (l. Kor. 15:50)?

Als was hat sich dieser "Sklave" mit seinen ständigen falschen Weltendeterminen letztlich geoffenbart? Die Antwort ist nicht schwer:
Dieser "Sklave" handelt als ein falscher Christus, lehrt wie ein Lügenknecht und prophezeit als ein falscher Prophet, "denn seine Früchte überführen ihn dessen!

DER WAHRE WEG
Ist da nicht jedes sogenannte "andere Schaf" angesichts dieser Tatsachen verpflichtet, dem "Sklaven" kritisch auf die Finger zu sehen? Ganz bestimmt, denn solche Schafe, die dem Wachtturm mehr glauben als der Bibel, werden die Wahrheit nicht erkennen (Joh. 8:31,32). Suchen sie das Heil ihrer Rettung allein in der sogenannten "theokratischen Organisation", der Wachtturm-Gesellschaft, so gehen sie zwangsläufig an unserem Erlöser, Jesus Christus, vorbei!
Nicht umsonst steht geschrieben:
"Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich" (Joh. 14:6).
Es gibt nur diesen einen Weg! Alle anderen Wege sind vom Teufel und führen ins Verderben! So laßt euch, liebe Geschwister, nicht länger irreführen! Bekennt euch zu dem Geiste, in den ihr hineingetauft worden seid! Nehmt ihn an und widersteht Gott nicht, der euch zu einer neuen Geburt führen und euer Vater werden will (Röm. 8:14-16). Bekennt euch zum Leibe Christi, dessen Glieder ihr sein sollt (Eph. 5:30)! Werft die Gnade nicht weg, die euch in Brot und Wein dargereicht wird (Joh. 6:51)!

Wenn ihr nun wieder zum Abendmahl zusammenkommt, so sagt nun endlich "JA" zu eurer Berufung und genießt Brot und Wein! Fürchtet dabei nicht den "klugen Knecht", der sich in seinem eigenen Lügennetz gefangen hat und weder retten noch verurteilen, euch aber ins Verderben führen kann!
-MSH-

ÖKUMENE
ZUR Bekämpfung des Hungers in Afrika will ein Verband internationaler kirchlicher Hilfswerke in den nächsten fünf Jahren mindestens 100 Millionen Dollar aufbringen. Fast jeder dritte Afrikaner hat heute nicht mehr genug Nahrung. Die allgemeine Ernährungslage im afrikanischen Erdteil ist so schlecht, daß aller Voraussicht nach mehr als 150 Millionen Menschen in nächster Zeit verhungern müssen. Die katholischen und protestantischen Organisationen berufen sich bei diesen Angaben auf den letzten Afrika-Bericht der UN-Welternährungsorganisation. Die Gründe für diese Situation liegen an extremen Dürreperioden, die viele afrikanische Länder bereits seit 15 Jahren heimsuchen, an Kriegen, die Millionen Menschen zu Heimatlosen und Flüchtlingen machen, sowie an der Rezession der Weltwirtschaft.

CV-Anmerkung;
HAT die WTG je einen Pfennig ausgegeben, um den Verhungernden, die keine Zeugen Jehovas sind, zu helfen? Nein!
Sie behauptet aber von sich, christlich zu sein! Ist sie das? Nein!

CV189.JPG (137398 Byte)

ÜBERZEUGT, NICHT MEHR ZU STERBEN
Ein Brief aus Rostock
An die
Studiengruppe
Christliche Verantwortung

Sehr geehrte Herren!
Da ich einer alten Bibelforscherfamilie entstamme und dementsprechend erzogen wurde und auch noch gelegentlich Kontakte zu ZJ habe, habe ich Ihre Schriften durchaus mit Interesse zur Kenntnis genommen. Nach meinen persönlichen Erfahrungen ist Ihr Anliegen richtig. Ich bin bereit, Ihre Arbeit zu unterstützen, soweit es mir möglich ist.
Es wird nicht sehr viel sein, aber vielleicht ist es nützlich. So übersende ich Ihnen hiermit einige Fotokopien mit den in Form einer Zeitschrift gefaßten Erläuterungen und ermächtige Sie, diese Unterlagen im o. g. Sinne zu verwenden. Es leben noch ZJ, die die abgebildeten Personen kennen.

Meine Frage
Wie kann eine Organisation, die ständig ihre Lehren ändert, der Kanal Jehovas sein?
Nachdem ich davon Kenntnis erhalten habe, daß die WTG, die ja der treue Sklave Jehovas sein will, behauptet, Jesus Christus sei nicht am Kreuz, sondern am Pfahl gestorben, folgendes:

Meine Eltern wurden bereits 1921 in die von der WTG gesteuerte Gemeinschaft der Ernsten Bibelforscher - heute ZJ - aufgenommen. Im Nachlaß meines Vaters, der fest davon überzeugt war, nicht mehr sterben zu müssen, habe ich zu den Ernsten Bibelforschern einige Dokumente gefunden .

Das mit der Taufe verbundene Erinnerungsblatt ist auf dem ersten Bild zu sehen.
Die WTG als „Organisation Gottes" verwendete damals ein Symbol, nämlich Kreuz und Krone im Strahlenkranz.
Auf dem zweiten Bild findet man die Unterschrift von Bruder Wetzel, der diese Taufe unter dem Kreuz vollzog.
Dieses Symbol trug man auch als Abzeichen. Ich habe es auf dem Hochzeitsfoto meiner Eltern, die 1926 unter dem Kreuz heirateten.
Damit ist bewiesen, daß das Kreuz anerkannt wurde. Das ganze Leben wurde unter das Kreuz gestellt.

So erhebt sich nun berechtigt die Frage:
Wie kann die Organisation, die ständig ihre Lehren ändert, für sich in Anspruch nehmen, der „Kanal Jehovas" zu sein?
Gestern noch war das Kreuz das Symbol des Lebens, und heute soll das alles nicht mehr wahr sein? Dieser Widerspruch birgt doch eine Lüge in sich, denn ein Irrtum kann es ja wohl nicht sein, da die WTG ja immer der „Kanal Gottes" sein will.
Aber von Gott wissen wir, daß er nicht lügen kann.
(Hebräer 6:18; Römer 1:25)

Deshalb sollte sich doch jeder sorgfältig überlegen, wer dann da wohl lügt, und noch dazu im Namen Jehovas. In wessen Interesse mag die Organisation wohl lügen, und wessen Organisation mag es wohl sein, wenn sie gar nicht die Organisation Jehovas sein kann.
Darüber soll man immer wieder nachdenken, um nicht in die Irre zu laufen. Ich denke doch, mit diesen Anregungen an die christliche Verantwortung eines jeden zu erinnern.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr M. U.

Nachbemerkung
Ja, so sterben sie alle weg, die die Generation von 1914 bilden, von der WTG „betrogen bis zum jüngsten Tag", bis zu ihrem Tode.
Und im nachhinein bescheinigt ihnen die WTG noch, daß sie unter einem „heidnischen" Symbol von ihren Dienern getauft wurden, heirateten, lebten und starben.
Was für eine „Empfehlung" für die nachfolgende Generation!
So sprechen diese Zeilen aus dem Bezirk Rostock von einem betroffenen Sohn wahrlich für sich.
-CVR-

WIE DER WACHTTURM MIT JESUS UMSPRINGT
Zur Gesalbten-Diskussion
„GILT DIE VERHEISSUNG EWIGEN LEBENS, DIE JESUS GEMÄSS JOHANNES 11:25,26 ÄUSSERTE, NUR FÜR DIE GESALBTEN ODER SCHLIESSEN DIESE WORTE AUCH DIE 'GROSSE VOLKSMENGE' EIN, DIE DEM LEBEN AUF DER PARADIESISCHEN ERDE ENTGEGENSIEHT?"
Fragen von Lesern, WT 1.1,1984.

Der WT antwortet:
„In der Vergangenheit hat 'Der Wachtturm' verschiedene Male die Ansicht vertreten, diese Schriftstelle beziehe sich nur auf diejenigen Christen, die himmlisches Leben erlangen werden … Eine sorgfältige Untersuchung des Schrifttextes zeigt jedoch, daß Jesus keine derartige Einschränkung machte …"
Es geht hier grundsätzlich um die für den WT immer gefährlicher werdende Frage, daß es für Christen nur „eine Hoffnung" gibt (Epheser 4:4), die WTG das Evangelium in diesem Zusammenhang für ihre „anderen Schafe" vergewaltigt und damit die gesamte WT-Gesalbten-Lehre als eine der größten WT-Verfälschungen seit 50 Jahren (1935) erwiesen ist.

Was hier praktisch eingestanden wird:
Frühere Untersuchungen der Schrift durch den WT waren nicht sorgfältig, und Jesus wurde durch den WT eingeschränkt. Das soll ein „göttlicher Kanal" sein, dem kritiklos zu folgen ist? Ist so etwas nicht ganz gewöhnliches Menschenwerk, das selbst Jesus so dreht, wie es ihn braucht? Wenn sie da nicht sorgfältig waren, waren sie dann nicht sorglos? Wenn Jesus da keine Einschränkung mache, haben sie ihn da nicht in eine Zwangsjacke gesteckt? - Natürlich gibt es nach Epheser 4:4 nur „eine Hoffnung" für Christen - zum Verhängnis der ca. 2,5 Millionen „anderen" WT-Schafe und der 9 292 WT-Überrestler noch, in deren Namen diese Gesalbten-Verfälschungen seit 1935 betrieben werden. -

FÜNF KINDERN WURDE DIE MUTTER GERETTET
Im Krankenhaus von Rockville, USA-Bundesstaat Maryland, wurde einer Mutter, Angehörige der „Zeugen Jehovas", gegen ihren Willen mit Erlaubnis des Bezirksrichters eine Bluttransfusion gegeben, als sie bei der Geburt ihres fünften Kindes zu verbluten drohte. Die Entscheidung wurde damit begründet, daß bei einem Tod der Mutter die fünf Kinder Schaden erleiden würden.

Auch Kindern wird gegen den Willen ihrer ZJ-Eltern im Ernstfall Bluttransfusion gegeben, um ihr Leben zu retten.
Bekanntlich veranlaßt der Wachtturm, die WTG, seit 1945 (Babylon-Buch S, 544) die ZJ, in Sinnentstellung von Apg. 15:29 und Mißachtung von 1. Kor. 10:25, einen Blutkult zu huldigen, dem sie sich selbst wie auch ihre Kinder gegebenenfalls durch Verweigerung von Bluttransfusion zu opfern haben. (Ev. Ki. Bl. Hessen-Nassau 4.9.83)

RECHTFERTIGUNG
Zeugen schreiben uns
Wenn Vorwürfe gegen uns erhoben werden, so nehmen wir das nicht so einfach hin, ohne uns zu rechtfertigen, besonders wenn böse Vorwürfe zu Unrecht erhoben werden. Wer läßt sich schon vorwerfen, er lügt, betrügt oder stiehlt. Geht es dann nicht um unseren Namen, unseren Ruf und unsere Ehre? Galt es nicht als schimpflich und gilt es noch, wenn eine Person so ohne weiteres Beleidigungen abgebrüht hinnahm, ohne darauf entsprechend zu reagieren, so als wenn es gleichgültig wäre, ob zu Recht oder Unrecht Anschuldigungen erhoben wurden? Galt es nicht früher für einen Mann von Ehre als ritterlich, sich für die Reinheit seines Namens mit dem Beleidiger auf Leben und Tod zu schlagen, um sich so von bösen Vorwürfen zu reinigen, sich zu rechtfertigen?

Nun, das alles war wohl mal!
Als Zeuge Jehovas bin ich z.B. sehr daran interessiert, daß mir zu Recht nichts Böses vorgeworfen werden kann. Passiert es trotzdem, daß ich verleumdet werde, so ist es mir nicht gleichgültig; ich bin dann bemüht, mich zu rechtfertigen. Ja, man beobachtet sogar, daß viele Menschen viel zu schnell und eifrig bereit sind, sich zu rechtfertigen! Verteidigen und rechtfertigen wir nicht sogar z.B. Freunde, unsere Religion oder Partei, wenn sie angegriffen werden? Und jeder findet das alles ganz normal, ja unnormal und verdächtig würde es jeder finden, wenn es nicht so wäre. Sofort könnte man denken, es stimmt wohl alles!

Nun bin ich seit meiner Kindheit ein eifriger Bekenner meines christlichen Glaubens und seit meiner Jugend der Richtung der Zeugen Jehovas. Es ist mir nicht gleichgültig, was man darüber denkt, spricht und schreibt. Aufmerksam studiere ich jede Veröffentlichung der Wachtturm Gesellschaft und jede Veröffentlichung über sie. Auch Schriften anderer Autoren interessieren mich, wenn sie etwas zur Sache zu sagen haben. Ich glaube, so etwas kann wohl niemand verübeln. So interessiert mich auch, was die „Christliche Verantwortung" schreibt. Und sie schreibt nicht wenig! Leider. Fast kann man das mit „hellerem Licht" bezeichnen, das Zeugen Jehovas zu scheinen beginnt! Bezeichnet nicht unsere WT-Gesellschaft alle ihre Neuerscheinungen - vom Flugblatt bis zum Buch - als „geistige Speise zur rechten Zeit" vom „treuen und verständigen Sklaven, den Jesus Christus über all seine Habe gesetzt hat"? Darf man da uns Konsumenten etwa verübeln, daß auch einige mit Feinschmeckerzungen die „Speise" prüfen und sich zu ihrer Brauchbarkeit äußern? Es weiß doch jeder, daß der Zustand der „Schafe" und der „Herde" vom Futter und der Betreuung durch die Hirten abhängt. Und damit steht es nicht zum besten bei uns!

Zweifel überkommen viele von uns, ob der „Sklave" WTG uns richtig ernährt und betreut. Der geistige Zustand vieler von uns ist miserabel! Es liegt nicht daran, daß sie von fremden Tischen genascht haben oder von fremder Hand etwas entgegengenommen haben. Es treibt sie ja der Hunger dazu, nicht der Übermut. Hat die Wachtturm-Gesellschaft so wenig dazu zu sagen? Sind Wahrheitssuchende, die mißtrauisch gegen die eigenen Hirten geworden sind, wirklich schon Abtrünnige und Gegner der „Wahrheit"?

CV hat viel dazu zu sagen. Die Vorwürfe, die gegen die „WTG" und die „Herrlichen ihrer Herde" erhoben werden, sind massiv und nicht von der Hand zu weisen. Es gehört sich, darauf zu reagieren und sich zu rechtfertigen! Schon im Interesse der vielen kleinen Konsumenten. Oder haben die Herren „Brüder" da oben es nicht nötig, sich nach den elementarsten Dingen des Anstands zu richten und sich von Vorwürfen zu reinigen, um sauber dazustehen vor der Menge. Ob sie sauber vor Gott dastehen, darüber wird Gott richten.

Als der Apostel Thomas zweifelte und die Zweifel auch äußerte, verdammte ihn nicht der Herr und schloss ihn aus, sondern bot ihm an, sich zu überzeugen. Keiner von uns glaubt es, daß die da oben nicht wüßten, was der Wachtturm-Gesellschaft vorgeworfen wird, und die da oben brauchen nicht zu denken, daß der kleine Mann hier unten nicht imstande ist, seinen Verstand zu gebrauchen und Unterscheidungsvermögen anzuwenden. Warum entkräftet die WTG die vielen bösen Vorwürfe nicht, die gegen sie erhoben werden? Es könnte doch nur zu ihrem eigenen Vorteil und zum Vorteil der vielen kleinen Gläubigen sein. Lehrt nicht unsere Gesellschaft, daß auch Jehova sich rechtfertigt vor der ganzen Schöpfung und seinen Namen heiligen wird? Und das gefällt uns allen! Statt dessen warnt sie vor der Literatur der sogenannten Abtrünnigen und Feinden der Wahrheit, es möge sie ja niemand von uns auch nur anfassen, höchstens um sie zu verbrennen.

Merkt man da nicht, daß man schnell selbst zum Verleumder wird, wenn man Unwahrheiten behauptet; denn wer Wahrheiten ausspricht, ist kein Verleumder!
Ein großer Teil der vielen Tausenden, die sich von der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas abgewandt haben oder rausgeschmissen wurden, wären für sie heute noch bestimmt nicht verloren, wenn sie von den „Herrlichen der Herde", die ohne Christus heute schon als Könige herrschen, nicht so enttäuscht worden wären.

Also ihr Brüder da oben, wenn ihr schon nicht auf die Stimme Gottes hören wollt, so neigt wenigstens euer Ohr auf die Stimme des kleinen Schafes in seinem und eurem Interesse. Noch ist es nicht zu spät, und rechtfertigt euch!
-J .M .-

ENTTÄUSCHTE „ZEUGEN JEHOVA" STAHLEN FINANZUNTERLAGEN
Von Michael Schwan (BZ), BRD
Düsseldorf, 3. März
Fünfzehn Jahre schufteten die Düsseldorfer Zwillingsbrüder
Gerd und Horst Schaaschuh (36)
als Missionare. Dann waren sie von den „Zeugen Jehovas" enttäuscht:
„Nicht mal der vorhergesagte Weltuntergang traf ein."

Weil sie ihren Ex-Glaubensbrüdern Steuerhinterziehung nachweisen wollten, klauten sie Finanzunterlagen. Das brachte die beiden Bildhauer gestern wegen schweren Diebstahls vor Gericht.
Im August letzten Jahres waren die Zwillingsbrüder in das Büro des Steuerberaters Ernst R. (56) eingebrochen und hatten 40 Aktenordner mitgenommen.
„Die Zeugen Jehovas versteuern nur einen Bruchteil ihrer Millioneneinnahmen", behaupteten die Zwillinge gestern. „Um das zu beweisen, sind wir bei ihrem Steuerberater eingebrochen."

„Was wollten Sie denn mit den Akten?", fragte die Richterin. „Zur Polizei bringen, natürlich", kam es wie aus einem Munde. „Das war schwerer Diebstahl", fand der Staatsanwalt und forderte je 2700 Mark Geldstrafe.
„Das war kein Diebstahl", widersprach Rechtsanwalt Dr. Günter Tondorf. „Die beiden wollten sich ja nicht bereichern."
Das Argument überzeugte auch die Richterin:
Freispruch.

CV-Anmerkung
Es ist interessant, daß nicht nur die WTG-hauseigenen Steuerberater an den finanziellen Verschleierungen arbeiten, sondern auch weltweit private Steuerberater mit einbezogen werden, um die WTG-Finanzen noch unkontrollierbarer zu machen.
Frage: Sind die PRIVATEN wirklich PRIVAT?

ZU 25 JAHRE CV-ARBEIT
25 Jahre
Studiengruppe „Christliche Verantwortung"
Kritische Auseinandersetzung
mit „Zeugen Jehovas"
Unter diesen Überschriften berichtet der Evangelische Nachrichtendienst (ena Nr. 34 v. 23.8.84) über die 25jährige CV-Arbeit unter Hinweis auf die CV-Ausgabe 180, die diesem Jubiläum gewidmet war. Es wird dazu ausführlich aus dem entsprechenden Beitrag über CV in der Thüringer Kirchenzeitung „Glaube und Heimat" vom 19.8.84 zitiert. „ena" 'ist ein evangelischer Nachrichtendienst sowohl für die evangelischen Kirchen in der DDR wie auch für internationale Information.

In einem Bericht über religiöse Gemeinschaften in der DDR berichtet die große evangelisch-katholische Kirchenzeitung in der BRD „Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt Christ und Welt" in Stuttgart auch über die Anti-WTG-Tätigkeit von CV. Es heißt u.a.:
„Aber diese Gemeinschaft (ZJ Anm.) hat es gleichzeitig mit Abwanderung zu tun. Es gibt in ihr ständig innere Kämpfe. Und es existiert eine Auffangorganisation für frühere Zeugen Jehovas, die sich 'Studiengruppe Christliche Verantwortung' nennt.
Mit einer gleichnamigen Monatszeitschrift liefert sie solchen Anhängern der Wachtturm-Gesellschaft Argumente, die zu zweifeln begonnen haben und sich aus der Gemeinschaft lösen wollen." (16.9.1984)

ZU 25 JAHRE CV-ARBEIT
Herzlichen Dank für die CV, die Ihr mir in den vergangenen Jahren in liebevoller Weise zugeschickt habt. Die Studiengruppe Gera schickt sie mir immer pünktlich. Vielen Dank dafür.
Dann schreibt die Schw. weiter, die „Artikel in der Nr. 180 zum 25jährigen Jubiläum der CV" seien „ganz groß, schön und gut" gewesen. Und: „Bruder Müller ist ein guter und lieber Mensch gewesen, der aber schwer verletzt worden ist durch die WTG.

Unser Anfang ist nicht leicht gewesen, aber wir haben unser Bestes getan. Immer werde ich mich bemühen, junge Menschen davon zu überzeugen, nicht dieser Organisation beizutreten: Ich bedanke mich ganz herzlich für Eure liebe Einladung, nach Berlin, aber gesundheitlich geht es nicht mehr so gut. So seid dem treuen Herrn befohlen, weiterhin viel Kraft und Freude.
Liebe herzliche Grüße,
Eure Schwester G.H."

„Christliche Verantwortung"; Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement; 2.- M; Versand auch kostenlos
Konto-Nr.: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe. Gera

A 901/85 V 7 1 645 N 2

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