Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 178

Widerstand gegen einen Königreichssaalbau in Österreich.
Unter anderem in dieser Ausgabe.
Was man indes auch in dieser wie in den anderen Nummern dieses Jahrganges nicht findet. Man schreibt ja das Jahr 1984; ist ein etwaiger Hinweis auf George Orwells Roman „1984". Lediglich in der Dezemberausgabe (CV 185) gibt es noch einen äußerst knappen Hinweis auf Orwell
Dieses Schweigen von östlicher Seite, indes spricht auch für sich. Gibt es doch welche, die dieses Romansujet auch auf die Zeugen Jehovas übertragen. Aber auch solche, welche die kommunistischen Staaten darin wiedergespiegelt sehen.
Und so schweigen sie denn beide „um die Wette ..." zu diesem Thema!



CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
MONATSSCHRIFT DER STUDIENGRUPPE CHRISTLICHE VERANTWORTUNG
BEGRÜNDET 1959 VON WILLY MÜLLER. GD. GERA/THÜR, DDR

NR. 178 GERA MAI 1964

EDLER GESINNT SEIN UND PRÜFEN
Wir prüfen die WT's Nr. 22, 23 und 24/83
WIR PRÜFEN ANHAND DER BIBEL
Aus dem Dienstprogramm VIII/83
DAS JAHR 1975 UND DIE KINDER
„Mache deine Jugend zu einem Erfolg" (II)
GEDANKEN ÜBER HARMAGEDON
Stehen wir wirklich kurz davor?
AUS DER VERSAMMLUNG NEUBRANDENBURG
„Königreichseinheit"?
WOZU WIR HIER SIND
7. Kapitel „Paradiesbuch"

EIN UNVERMEIDLICHER GEISTIGER ZUSAMMENBRUCH STEHT BEVOR!
Wer wird ihn überstehen?
Man lese und staune!
DIE Wachtturm-Kongresse 1983 „Königreichseinheit" haben das weiter zugespitzt !
Man hat den Eindruck, die WTG ist ein Hasardeur, ein endzeitlicher Vabanque-Spieler. Man lese und staune, was im freigegebenen 1983-Buch „In der Anbetung des allein wahren Gottes vereint" wieder im Namen Gottes 'über das 1975 nicht gekommene „Ende" proklamiert wird:
„1914 - Die letzten Tage des gegenwärtigen bösen Systems begannen. Bevor die Generation, die die Ereignisse von 1914 miterlebt hat, ausstirbt, wird Gott das gesamte satanische System der Dinge vernichten" (S. 169/170).

Kommen wir der WTG entgegen
Ps. 90:10 begrenzt das Menschenalter-auf 70, wenn es hochkommt 80 Jahre. Natürlich hat die WTG eine bibl. Generation, etwa 30 Jahre, längst mehrmals seit ihrem ersten Termin von 1799 (Harfe Gottes) Glaubensmißbraucht „vergehen", ins Grab sinken lassen. Auch die eigentliche 1914-Generation war danach 1945 erledigt, so daß man mit dem WT-Kongreß 1945 in Zürich/Schweiz „im Höchstfall" um weitere 10 bis 20 Jahre verschieben mußte. Immer Habakuk 2:3 mißbrauchend. Nun aber haben wir 1984!
Das sind 70 Jahre nach 1914 schon!

NOCH mehr sei eingeräumt. Erst hieß es, wer 1914 bewußt erlebt hat. Das verantwortliche Alter ist heute wohl 18 Jahre. Danach war das Ende dieser Generation unter Berufung auf Matth. 24:34 (30 Jahre) 1925/26 fällig, wohin man tatsächlich das „Ende" nach 1914 verschoben hatte. Und unter Berücksichtigung von Ps. 90:10 war es folglich 1975 zu Ende, wohin man es dann bekanntlich geschoben hat.
Räumen wir schließlich ein, die 1914 Geborenen seien nun gemeint. Damit wäre nun nach Ps. 90:10 aber die allerletzte Grenze erreicht!
Was bedeutet das?

DAMIT wäre nach dem 1975-Jahrzehnt nun das 1984 beginnende Jahrzehnt das letzte, wie es ja mit den 1983-Kongressen proklamiert ist. Ein bekannter WT-Zeuge in Berlin, auf diese Frage angesprochen, sagte recht nachdenklich:
„Da müssen sie sich in Brooklyn nun aber was einfallen lassen. Die letzte Grenze seit 1914 ist erreicht."
SICHER werden sie sich etwas einfallen lassen. Daran hat es bisher nie gemangelt. Seit dem 1799-Termin nicht. Und Leichtgläubige, die die WTG-Vergangenheit nicht genügend überprüfen, gibt es immer.
Jetzt wird 1914 ein totes Datum

WENN es zwischen 1914 und 1984 leichter war, die ständigen Verschiebungen zu bemänteln - 1984 wird, zum Todesstreifen!
Bis jetzt lebten immer, noch einige 1914-Zeugen, auf die man verweisen konnte. Jetzt wird 1914 ein totes Datum. .Wollen sie es halten, so müssen sie ihm einen anderen Sinn unterschieben. Das aber kann man nicht bemänteln. Das entlarvt sich selbst, wenn man es liest.|

Der jetzige WTG-Präsident F. W. Franz, geb. am 12.9.1893, wird 91 Jahre alt. Wie geht es dann weiter? Wird mit einem neuen Präsidenten ein äußeres Signal zum Aufbruch kommen?
NATÜRLICH sind sie sich in Brooklyn über all dies völlig im klaren. Fabrizieren sie ihr „helleres Licht" doch nach der Dialektik von These, Antithese und Synthese ständig „wissenschaftlich" selbst (WT 15. Mai 1982, S. 29. Abs. 9).
Auch DU wie ein „Schaf" zur WTG-Endzeit-„Schlachtbank"?
ES ist nur noch die Frage einer kurzen Zeit, bis restlos „vergangen" ist, wer an das WT-1914 geglaubt hat. Und die Jüngeren werden ehrlicherweise vor einem gigantischen Endzeitschwindel stehen. Der Kollaps oder Zusammenbruch dieser Hoffnungen ist also unvermeidlich. Natürlich wird es wie immer genügend Neulinge geben, die nichts hinreichend überblicken, mit denen die WTG weitermachen kann, wie nach 1914, 1925, 1945 und 1975. Fährt sie doch zugleich mit ihrer 1914-Beschwörung geschickt zweigleisig, indem sie in einem Atemzuge auch beschwört „ganzherzig zu dienen, ungeachtet dessen, wann das Ende des bösen Systems kommt" (S. 176/178).

Immer wurde ein solches Doppelspiel gespielt, damit die betrogenen zum „Vergehen" Verurteilten protestlos und stumm wie „Schafe zur Schlachtbank" gehen, die ihnen allein am Ende blieb. Während die WTG ihre Endzeit hurtig auf die nächste Generation verschiebt.
Der Sinn des Lebens geht mit der WTG nicht unter

SO ist der WT-1914-Kollaps unvermeidlich für jeden, der an das WT-1914 geglaubt hat. Die damit verbundenen Hoffnungen und Lebenserwartungen brechen zusammen. Ein ganzes Weltbild, eine ganze Weltanschauung bricht zusammen. Denn 1914 ist die Säule dessen! Die seelischen Folgen können z.T. dramatisch sein, Allotria, Alkoholismus, Verzweiflung, Geistesgestörtheit, der Strick, der Gashahn. Der Mensch ist nur begrenzt belastbar. Nicht alle haben sich danach im Leben wieder zurechtgefunden. Die WTG stört das nicht. Sie schlägt sich an die Brust, geht zu ihrer Tagesordnung über und zeigt eher mit Fingern auf die, denen sie die von ihr verursachten Probleme aufhalst und überläßt. Nun aber nicht mehr ungestraft!

NATÜRLICH ist dieser WT-Kollaps zu überstehen. Die schöpfungsbedingte geistige und soziale Verantwortung, in der man doch steht, für den Nächsten, für die Familie, für den schriftgemäßen Lebensunterhalt, für die Mitmenschen, für die Umwelt, kann doch niemand sein tägliches Brot allein backen - die christliche Verantwortung vor Gott und Menschen - alles das läßt den Sinn des Lebens nicht untergehen. Niemand muß in diesen Fragen heute mehr allein stehen. Wer die WTG-Vergangenheit also jetzt überprüft, kann weiter bestehen und wird so seine Zukunft und die seiner Liebsten und Nächsten neu und weiter gestalten können.
D. P.

GEDANKEN ÜBER HARMAGEDON
Stehen wir wirklich kurz davor?
WENN Jehovas Zeugen gemäß dem Wachtturm von Harmagedon sprechen, meinen sie in Wirklichkeit das Ende dieser Welt. Schon im Jahre 1914 verkündeten sie dieses Harmagedon. Aber es kam nicht. Dann verkündeten sie mit angeblich 100% Sicherheit, daß es 1925 kommen würde. Aber auch in diesem Jahr ging die Welt nicht unter. Die letzte Harmagedonerwartung wurde für das Jahr 1975 vorausgesagt. Auch das ging nicht in Erfüllung. Heute schreiben wir das Jahr 1984. Was gebietet ihnen der Wachtturm jetzt? Haben sie schon wieder ein neues Weltuntergangsjahr entdeckt?

IM „Königreichsdienst" vom Mai 1982 beginnt die Wachtturmgesellschaft bereits wieder Harmagedonstimmung zu machen. Dort heißt es:
„Auf der Weltbühne sehen wir deutlich, daß die Nationen schnell ihrem Ende entgegen gehen."
Weiter heißt es:
„Es bleibt nicht sehr viel Zeit, dieses dringliche Werk durchzuführen."
Mit dem Werk ist das Wachtturm-Predigtwerk gemeint, daß die Zeugen tun müssen.
Wie spät ist es in Wirklichkeit?
DIE Ereignisse, die zum Untergang dieser Welt führen sollen, sind andererseits nach Wachtturmfestlegungen folgende:
- Alle Religionen werden durch die Herrscher der Erde beseitigt.
- Danach bleibt den religionslos gewordenen Herrschern noch eine Zeitspanne, um religionsfeindlich weiter zu regieren, und die noch verbliebenen Kaufleute und Schiffskapitäne davon zu überzeugen, daß man auch ohne Religion weiter existieren kann.
- Als letztes beginnt der Vernichtungsschlag gegen die dann noch lebenden Zeugen Jehovas.
- Wenn die Herrscher der Welt zu diesem Vernichtungsschlag loslegen, dann erst wird Gott eingreifen. Dann beginnt Harmagedon. Dann ist das Ende dieser Welt besiegelt.
DIESE Reihenfolge kann man in dem Buch „Rettung aus der Weltbedrängnis steht bevor" S. 265/266, Abs. 61-64 nachlesen.

Nehmen wir an, es käme so: Warum läßt der Wachtturm dann durch die Zeugen unwissenden Menschen immer wieder dasselbe predigen, nämlich :
„ES STEHT KURZ BEVOR"?
Was eher passieren könnte!
ES sind doch gar keine Vorgänge erkennbar, daß die Religionen von allen Regierungen angegriffen werden. Solange diese Anzeichen nicht deutlich erkennbar wären, bestünde kein Grund, beunruhigt zu sein.

WAS auch immer der Wachtturm mit seinen Voraussagen bezwecken will, sei dahingestellt. Aber etwas könnten sie sich hinter die Ohren schreiben: „Wenn sie so weiter predigen wie bisher, und man zieht sie eines Tages dafür zur Verantwortung, dann kann die Beseitigung ihrer Religionsgemeinschaft noch vor der (da gepredigten) Beseitigung aller anderen Religionsgemeinschaften kommen".

WENN Harmagedon wirklich so nahe vor der Tür steht, warum plant und baut man weiterhin neue und größere Zweigbüros und Druckereien .und Versammlungsräumlichkeiten? Warum strebt man für die kommenden Jahre den Bau von Fernsehstationen an?
Glauben die leitenden Köpfe der Wachtturmgesellschaft der Zeugen Jehovas wirklich, man beobachtet ihr weltweites Treiben nicht? Hoffentlich kommen sie bald zur Vernunft -
-W-

EDLER GESINNT SEIN
und prüfen APG. 17:11
DER WACHTTURM
WIR PRÜFEN DIE WT's NR. 22. 23 UND 24/83
Wachtturm Nr. 22/83
STUDIENARTIKEL
„In Einheit Frucht tragen"
„Um aber wirklich fruchtbar zu sein, bringen sie diese Eigenschaften durch Tätigkeit zum Ausdruck, indem sie sich am Werk des Predigens der 'guten Botschaft' beteiligen (Matthäus 24:14)."
(Seite 23, Absatz 14)

SOLLTEN dies die Überrestglieder der „kleinen Herde" nicht beachten, würden ihre „Zweige" vom „fruchtbaren Ölbaum" abgehauen werden. Sie liefen damit Gefahr, in Harmagedon vernichtet zu werden, ebenso wie die „große Volksmenge", für die der Predigtdienst gleichfalls Pflicht sei.

Predigen unter Zittern?
NUN ist es mit dem „Werk des Predigens" unter Zeugen Jehovas so eine Sache. Wie viele stehen zitternd vor einer Wohnungstür und atmen auf, wenn sie nicht geöffnet wird. Offensichtlich liegt ihnen dieser Dienst nicht. Viele haben Hemmungen, da es ihnen schwerfällt, frei zu reden.
Recht hat die Bibel, wo in Epheser 4:11 (NW) steht:
„Und er gab einige als Apostel, einige als Propheten, e i n i g e als Evangeliumsverkündige r. einige als Hirten und Lehrer."
„Aber wir müssen doch predigen, damit wir errettet werden", sagen nun die Zeugen.
Kann man sich aber ewiges Leben verdienen?
ANSCHEINEND ja - wenn man die Schriften der WTG studiert:

„Die große Volksmenge … muß beweisen, daß sie verdient, … von Gott beschützt zu werden. Das Überleben wird somit ein Beweis für eine beachtenswerte verdienstliche Tat … sein."
Und:
„Aufgrund ihres eigenen Verdienstes wird Jehova Gott alle vollkommengemachten Menschen … rechtfertigen und als gerecht erklären." („Ewiges Leben in der Freiheit der Söhne Gottes" S. 369, 396.)
WAS bleibt da jedem Zeugen schon anderes übrig, als zu predigen, ob er kann oder nicht? Untersuchen wir dieses Problem anhand der Bibel.

Glaube oder Predigtdienst
STUDIEREN wir, was Paulus an die Römer in den Kapiteln 3, 4, 5 und 6 schrieb.
Wir erkennen:
Vor Gott gilt keinerlei Verdienst des Menschen; Gott schenkt das Heil vielmehr aus seiner freien Gnade, ohne jegliches Verdienst und Zutun des Menschen. Vor Gott gelten keine Werke, sondern nur d. Glaube!
NATÜRLICH wird der Mensch, der durch die unverdiente Güte Gottes Glauben erlangt hat, sich um ein gottgefälliges Leben . (sprich Taten) bemühen. Gehört dazu aber zwangsweise der Predigtdienst?

Nein! Wie aus dem Zusammenhang eindeutig zu erkennen ist, sind die Worte aus Matth. 24:14, wie übrigens auch aus Matth. 28;19, 20 an Jesu Jünger gerichtet - Menschen, die Jesus gerade zum Predigtdienst auserkoren hatte. Aus dieser Tatsache für die heutige Zeit eine Pflicht abzuleiten, ist unsachlich. Aber geradezu irreführend ist die Behauptung, durch Predigtdienst könnten sich Menschen ewiges Leben verdienen.

SIND die Worte aus Römer 10:2-4 der WTG nicht auf den Leib geschrieben? „Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis; denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkannten, sondern ihre eigene aufzurichten suchten, unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes." (NW)

Wachtturm Nr. 23/83
STUDIENARTIKEL
„'Sucht tüchtige, gottesfürchtige Männer aus'"
„Gedenket derer, die unter euch die Führung übernehmen"
IM Jahre 1983 bereitete die WTG für ihre Versammlungen eine Überraschung besonderer Art vor:
Die Funktion des vorsitzführenden Ältesten wurde in jeder Versammlung in die Hand eines Bruders auf unbestimmte Zeit gelegt. Der turnusmäßige Wechsel hatte sich also nicht bewährt.

OFFENSICHTLICH nimmt die WT-Gesellschaft diese organisatorische Veränderung zum Anlaß, über die Thematik „Ältester" ihre neuesten Vorstellungen im WT zu veröffentlichen. War doch der Titel „Ältester" für sie nicht immer selbstverständlich.
(Siehe S. 22. Absatz 3)
WTG kontra Älteste
IN dem WT vom Oktober 1945 behauptete man beispielsweise noch unter der Überschrift „Zum Schlußwerk organisiert":
„Diese Verse können schriftgemäß nicht so gedeutet werden, als ob man Männer in den Versammlungen als 'Älteste' titulieren müßte, die ein 'Ältestenamt' innehätten. Der Ausdruck 'Ältestenamt' kommt in der Schrift nicht vor."

DIES hatte man geschrieben, um auch die letzten Querulanten mundtot zu machen. Denn bis 1932 gab es schon einmal Älteste. Diese wurden aber damals von der Versammlung gewählt und somit hatte die Leitende Körperschaft keinen Einfluß auf deren Ernennung, Kurzerhand (1932 bis 38) schaffte man Wahl in Verbindung mit dem Ausdruck „Ältester" ab und nannte die von der WTG eingesetzten Brüder einfach „Diener".
Erst 1972 besann man sich eines Besseren und es gab wieder den Titel „Ältester" - natürlich ohne Wahl.

Nebenbei bemerkt:
Das Recht zu wählen hat nur die oberste Führungsspitze der ZJ, die ihre Direktorenposten bis heute demokratisch verteilt!
Die Praxis beweist es
Ob nun Wahlen oder nicht:
Die heutige Praxis in den Versammlungen beweist, daß die Ältesten von Jehova auf keinen Fall bevollmächtigt sind. Sie können sich nicht mit den Personen vergleichen, die z.Zt. Moses zu älteren Männern von Gott ernannt wurden und dann auch gleichzeitig als Propheten wirkten.
(S. 17, Absatz 7)

IM Laufe der mehr als hundertjährigen Geschichte der Zeugen Jehovas wurden die Anforderungen an einen Ältesten immer strenger formuliert; dieser WT läßt aber die Schwachstellen der Aufseher erkennen. (S. 24, Abs. 10,11; S. 25, Abs. 13-16)
„Ja, vom Rat eines Ältesten können Leben und Rettung abhängen … Rat, der keine vernünftige biblische Grundlage hat, könnte nicht wiedergutzumachenden Schaden anrichten (Phil. 1:9,10)." (S. 25, Abs. 15)
DEN zweiten Gedanken müßte man dick unterstreichen. Dies ist auch die Meinung von CV, die wir schon jahrelang vertreten!
(Siehe auch CV 175, Februar 1984.)

Wie hält man es mit der Demut?
OB sich nun endlich dieser Kernsatz bei der WTG durchgesetzt hat? Denn durch ihre Lehren (obrigkeitliche Gewalten, Ansichten über Hurerei, siehe WT 12/83, Endzeit u.a.m.) hat die WTG viel. Leid über ihre Mitverbundenen gebracht. Beispielsweise beweist aber das Dogma zur Blutfrage die Starrköpfigkeit der Brooklyner Verantwortlichen. Ja, die Ältesten nehmen sich heraus, über Leben und Tod zu amten! Von wem hängt aber die Rettung ab? Die Frage dürfte durch Johannes 3:16,17 eindeutig zu beantworten sein.
Gott sei Dank. daß er und sein Sohn entscheiden, wer gerettet wird und nicht diese Möchtegerne, die Mühe haben, ihrer eigenen Familie zu dienen!

NEBENARTIKEL
„Wenn unser Herz uns drängt, unser möglichstes zu tun"
GEMEINT ist damit die Spende, die man möglichst monatlich der Gesellschaft zukommen lassen sollte. Mit Ratschlägen (oder sind es Anweisungen?) geizt man nicht:
„Genauso, wie jemand für einen Notfall etwas sparen mag, so könnten einzelne Zeugen Jehovas, Familien oder Versammlungen regelmäßig etwas als Spende zur Förderung der wahren Anbetung auf die Seite legen." (Seite 30)

AUCH ein positives Beispiel vergißt man nicht anzuführen. Eine 81jährige Schwester verpflichtet sich, monatlich der Watch Tower Society eine Spende zu senden.
Und da man ihren Brief im WT veröffentlicht, stimmt die WTG offensichtlich mit ihr überein; Wenn man schon aus gesundheitlichen - oder Altersgründen keinen Predigtdienst verrichten kann, sollte man doch wenigstens mit dem Geldbeutel freigiebig sein. (Seite 29)

Hilfe für Bedürftige?
WELCHER Zeuge hat schon erlebt, daß man mit diesem Geld bedürftige Geschwister unterstützt? Und sieht sich die WTG wirklich einmal gezwungen, ihre Mitverbundenen beispielsweise nach Naturkatastrophen materiell zu unterstützen, machen diese Summen bestenfalls die Zinsen von den Einnahmen der WT-Organisation aus.
Nicht umsonst läßt sie sich nicht in die „Karten" blicken.

DIE SPENDENKÄSTEN DER KIRCHEN WERDEN MADIG GEMACHT. - IST ES ABER DAS HERZ. ODER IST ES NICHT DIE WTG, DIE DIE ZEUGEN
DRÄNGT, IHR MÖGLICHSTES ZU TUN?

Wachtturm Nr. 24/83
STUDIENARTIKEL
„Das 'unauffällige Einführen verderblicher Sekten'"
„Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe"
Irrtum kontra Wahrheit .
WENN in Abschnitt 18 auf Seite 15 behauptet wird, daß Menschen durch die Klasse des „treuen und verständigen Sklaven" den „Weg der Wahrheit" erlangt haben, müssen wir zuerst diesen Anspruch in Frage stellen.

Nachfolgend eine Übersicht über die Lehren des „Knechtes", die dieser z.T. mehrmals korrigieren mußte:
l. Der Beginn der „Zeit des Endes";
2. Wiederkunft und Gegenwart Christi;
3. Die große Pyramide von Gizeh in Ägypten;
4 Der politische Zionismus;
5 Das Ende der himmlischen Berufung;
6 Das Ersehnte aller Nationen;
7 Die Joel - Heuschrecken;
8 Die Auferstehung der Fürsten;
9 Was ist Religion?;
10 Die Elia - Elisa - Erfüllung;
11 Das Zeichen des Sohnes des Menschen;
12 Obrigkeitliche Gewalten;
13 Das Ältestenamt;
14 Die „Tier„-Erfüllung;
15 Die endzeitlichen Posaunen;
16 Die endzeitlichen Schalen;
17 Gogs Horden;
18 Der Ruf „Friede und Sicherheit";
19 Der König des Nordens;
20 Die Endzeit-Pferde;
21 Die Verkündigung der Drangsal;
22 Die 6 000 Jahre;
23 Der Krieg von Harmagedon;
24 Der treue und kluge Knecht.
(Siehe CV-Sonderausgabe Nr. 73, Aug. 1975.)

Diese Aufzählung ist durchaus nicht vollständig! Angeführt sind hier keine .„unwichtigen" oder „nebensächlichen" Themen, sondern Lehren, die das Fundament des WTG-Gebäudes bilden. Wenn die Gesellschaft so viele Irrlehren vertrat, muß sie sich auch der Kritik stellen.

Aber mit welchen Mitteln tut sie es?
Verleumdung statt Eingeständnis
„Wenn sie (die Kritiker: Anm. d. Red.) aber auf ihrer trennend wirkenden Haltung beharren, 'lesen' die Engel sie mit der Zeit 'heraus' und 'setzen ihnen ihr Teil mit den Heuchlern' dar Christenheit. 'Dort weinen sie und knirschen mit den Zähnen', indem sie mitunter ihre vermeindlichen Gründe zur Klage durch die Medien an die Öffentlichkeit bringen." (Absatz 18)

JEDER Zeuge soll selbst beurteilen, ob die hier angeführten 24 Lehrmeinungen, die in der Vergangenheit verändert worden sind, „vermeindliche Gründe" darstellen.
Man muß noch einmal unterstreichen:
Lehren, die im Namen Jehovas veröffentlicht wurden, danach aber korrigiert werden mußten!
Wir machen weiter
Zum anderen:
mit „an die Öffentlichkeit bringen" dürfte in erster Linie CV gemeint sein. Aber keine Angst, ihr lieben Redakteure in Brooklyn und Selters, hier weint keiner oder knirscht niemand mit den Zahnen. Mit dem gleichen Recht veröffentlichen wir unsere Zeitschrift in der DDR, wie der WT in den USA oder in der BRD verbreitet wird. Geknirscht habt ihr, als ihr behauptet habt, CV sei ein Pflänzlein, welches bald verdorren würde. Die Pflanze gedeiht aber weiterhin prächtig. Und sie wird euch auch in Zukunft auf die Finger sehen.
-G.R.-

WIR PRÜFEN ANHAND DER BIBEL
Aus dem Dienstprogramm VIII/83
ÜBERHAUPT ist bei den ZJ die „Organisation" der Dreh- und Angelpunkt. Da werden haarsträubende Behauptungen aufgestellt.
„Die Botschaft, die Jehova heute an sein Volk richtet, ist nicht weniger wert. Sie ist in der Tat noch wertvoller. denn es geht um ewiges Leben." (Seite l)

DIESE zwei Sätze sollte man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen! Heißt das nicht im Klartext:
Wozu noch die Bibel lesen, durch den „treuen und verständigen Sklaven" bekommt ihr weit wertvollere Botschaften?!
ABER HALT, wer ist eigentlich dieser Sklave? Sehen wir uns die Bibelstellen Matth. 24 und Luk. 12 genau an und wir erkennen:
l. Es liegt hier keine Prophezeiung, sondern ein Gleichnis vor.
Diese Geschichte von einem Knecht, dem der Hausherr die Verwaltung seines Betriebes und die Versorgung der Mitknechte anvertraut hat, kehrt in Jesu Reden in vielfachen Abwandlungen wieder. (Mark. 13:33,34; Matth. 25: 14ff; Luk. 12:35-38)
Auch Zeugen Jehovas erkennen diese Bibelstellen als Gleichnisse an. Übrigens faßten Jesu Jünger diesen Text auch als Gleichnis auf. (Luk. 12:41)
2. Die Gleichnisse vom treuen, verständigen und übelgesinnten Sklaven (Matth. 24;45-51), von den zehn Jungfrauen (Matth. 25:1-12) und von den Talenten (Matth. 25:14-30) bilden eine Einheit!
Dabei müssen wir beachten, daß Kapitel- und Versangabe erst später hinzukamen. Die drei Gleichnisse haben einen Ausgangspunkt.
„Wacht deshalb beharrlich, weil ihr nicht wißt, an welchem Tage euer Herr kommt." (Matth. 24:42 NW)
3. Willentlich fälscht die WTG das Gleichnis vom treuen und verständigen Sklaven. Es geht nämlich in Matth. 24: 48 noch weiter: „Wenn aber .jener übelgesinnte Sklave …„ (NW) D.h. also: derselbe Sklave! In der Luther-Bibel wird es in Luk, 12:45 noch deutlicher:

„Wenn aber derselbe Knecht in seinem , Herzen sagen wird: …„ Wenn man diesen Text in Hinblick auf die WTG weiter liest, würde dies für sie ein schlimmes Ende bedeuten. Dies würde sie sicher nicht gern wollen! Und doch stellen wir fest: An einem einzigen Knecht werden uns zwei Verhaltensweisen aufgezeigt. Einmal bewährt er sich, das andere Mal versagt er in Hinblick auf den Auftrag Jesu, uns auf sein Kommen hin wartend auszurichten.
Eine biblische Grundlage für die Existenz eines heutigen „treuen und verständigen Sklaven" gibt es also nicht!

WOZU WIR HIER SIND
7. Kapitel „Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben"
WOZU wir hier sind, ist im Grunde die Frage nach dem Sinn unseres Lebens. Zugegeben, ein harmonisches Familienleben, sinnvolle Arbeit und eine gut genutzte Freizeit können glücklich und zufrieden machen. Aber ist das der eigentliche Sinn des Lebens? Spätestens dann, wenn Alter, Krankheit und der Tod Einzug halten, drängt sich erneut die Frage auf, warum bin ich eigentlich hier? Das neue Paradiesbuch versucht nun auf seine Weise, diese Frage zu beantworten.

„Er (der Schlüssel zum Sinn des Lebens) besteht darin, daß wir ein ausgefülltes, glückliches Leben führen, indem wir in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes leben." (Seite 73)
GENÜGT uns das wirklich und liegt das nicht doch unter dem, was wir im Innersten als Lebensantwort erhoffen? Haben nicht viele von uns schon jetzt ein ausgefülltes, glückliches Leben geführt und danach gestrebt, den Willen Gottes zu tun?

Gewiß haben sie das, und doch fehlt nach wie vor etwas, nämlich das Tragende und Eigentliche, der tiefere Sinn des Lebens.
Der eigentliche Sinn unseres Lebens
GOTT hat dem Menschen mehr zugedacht, als nur ein Paradies auf Erden. So bestechend dieser Gedanke auch klingen mag. Gottes Ziel mit. uns reicht weiter. Lesen wir dazu Epheser 1:4,5:
„Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Schöpfung der Welt, damit wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten; in seiner Liebe hat er uns im voraus dazu bestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens."

DEMNACH will Gott uns zu seinen Kindern machen. .Kann es einen anderen, besseren Sinn des Lebens geben? Wohl kaum, die Gotteskindschaft ist die höchste Erfüllung aller menschlichen Hoffnungen.
Wer ist der Schlüssel dazu?
KEIN anderer als Jesus Christus selbst. Er ist als der Sohn Gottes der einzige und ewige Schlüssel für den Sinn des Lebens. Noch bevor der Grund der Welt gelegt war, hatte Gott vorherbestimmt, daß er uns durch sein teures Blut von der Sünde erlösen würde. Der Apostel Petrus beschreibt das folgendermaßen:

„Ihr wißt, daß ihr aus eurer sinnlosen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel. Er war schon vor der Erschaffung der Welt dazu ausersehen, und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen" (l. Petr. 1:18-20 Einheitsübers.).

JEDER, der an dieses Lamm glaubt, ist aus Gott geboren und damit ein Kind Gottes,. unseres himmlischen Vaters geworden.
Hören wir, was der Apostel Johannes, dazu sagt:
„Wer glaubt, daß Jesus der Christus ist, der ist aus Gott geboren; und wer den Vater liebt, der liebt auch den, der aus ihm geboren ist" (l. Joh. 5:1).

DER Sinn des Lebens ist demnach nicht ein irdisches angenehmes Dasein, sondern aus Gott geboren zu sein und damit in der Gleichheit Jesu Christi Gottes Kindschaft zu empfangen (Röm. 8:29).
Gottes Kind zu sein, bedeutet aber nichts anderes, als Jesus Christus in seiner Auferstehung gleich zu sein und einen geistlichen Leib zu empfangen wie er.

Die WTG - ein falscher Schlüssel
WER diesen Schlüssel gebraucht, findet nicht den Sinn des Lebens, sondern wird lediglich Mitglied einer menschlichen Organisation, nämlich der Wachtturm-Gesellschaft. Sie selbst schreibt über ihre angebliche Heilsbedeutung auf Seite 255 unter anderem:

„Und es wird nur eine Organisation - die sichtbare Organisation Gottes - geben, die die schnell herannahende 'große Drangsal' überleben wird …
Wenn du mit ewigem Leben gesegnet werden möchtest, mußt du zu Jehovas Organisation gehören und seinen Willen (oder den Willen der Gesellschaft?) tun."

WO bleibt nun bei aller Selbstdarstellung der WT-Gesellschaft der einzige und wahre Sohn Gottes, der der Christus ist? Ganz einfach, er bleibt auf der Strecke.

'Liebe Geschwister!
WER bei so viel Heilsanmaßung der Organisation nicht stutzig wird, hat es bitter nötig, die Aussage des Evangeliums nun endlich kennenzulernen.
Die Botschaft des Evangeliums lautet nicht „irdische theokratische Organisation Jehovas", sondern Jesus Christus, der alleinige Retter und „das Wort vom Kreuz".
(Mark. 1:1; l. Joh. 4:14; l. Kor. 1:18.)
-MSH-

DAS JAHR 1975 UND DIE KINDER
Jugendliche unterm Wachtturm (II)
Eigentlich müßte die Überschrift lauten:
DAS Jahr 1975 und die nichtgeborenen bzw. zu spät geborenen Kinder. Eine üble Verleumdung der Zeugen Jehovas? Eine bösartige Unterstellung?

Mit Recht? - Wir wollen sehen!
Die Situation in den Versammlungen kurz vor dem Jahr 1975
WELCH eine Stimmung herrschte unter den Zeugen! Alle waren voller Begeisterung und Optimismus. Der Predigtdienst lief auf Hochtouren. Jeder wollte sein Schaflein, sprich Leben, ins trockene bringen. Also: arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten im Sinne der WTG. Denn der Höhepunkt stand bevor:

IM Frühherbst des Jahres 1975 sollte Harmagedon kommen.
Endlich also etwas Konkretes. Dafür lohnte es sich ja zu schuften. Hatte man nicht 1975 das Buch „Ewiges Leben in der Freiheit der Söhne Gottes" veröffentlicht, worin die Gesellschaft schrieb:
„Es würde sich nicht nur lediglich um Zufall oder Wahrscheinlichkeit handeln, sondern es würde gemäß dem lebenden Vorhaben Jehovas Gottes sein, daß die Herrschaft Jesu Christi, des 'Herrn über den Sabbat', parallel mit dem siebenten Millennium der Existenz des Menschen läuft."

UND das schrieb schließlich die von Gott geleitete „Mutter" in ihrer „geistigen Speise". Nun gut, seit dem Erscheinen dieses Buches waren schon 8 Jahre vergangen, und die Gesellschaft wurde schon etwas vorsichtiger. Vielleicht, so deutete sie an, liefe die Herrschaft Jesu Christi doch nicht parallel mit dem siebenten Millennium der Existenz des Menschen? Die Zeitspanne zwischen der Erschaffung Adams und Evas sei ja unbekannt. Es hätten ja doch Tage oder Wochen zwischendurch vergehen können. Nun, die Zeugen waren zur damaligen Zeit nicht so kritisch. Ob paar Tage oder Wochen - das Ende war nahe.

Alles andere zählte nicht.
DA trat ein Bruder im Frühjahr des Jahres 1975 aus dem FDGB aus, um, nach seinen eigenen Worten, „vor Jehova rein dazustehen." Ein anderer bestellte seine Erdbeeren nicht mehr. Eltern nahmen ihre schulpflichtigen Kinder aus der 8. Klasse der Oberschule heraus und ließen sie arbeiten gehen. Wozu kurz vor dem Ende dieses Systems noch ihre Ideologie studieren?

Überall hieß das Motto: Predigtdienst, Heimbibelstudien,
und immer wieder: verkündigen!
Warnungen und Vorbilder
DEN Jugendlichen wurde abgeraten, zu heiraten. In dieser drangsalvollen Zeit?! Ihr glaubt wohl nicht an das, was die Gesellschaft schrieb? Denkt an die Worte der Heiligen Schrift: „Wehe den Schwangeren und stillenden Müttern …„ Außerdem werdet ihr in der Neuen Welt mit Sicherheit den richtigen Partner kennenlernen. Was blieb also übrig? Man mußte gehorchen, sonst wäre man als hoffnungsloser Zweifler von der Gemeinschaft gemieden worden. Und konnte man sich nicht die Schwestern zum Vorbild nehmen, die zwar schon jahrelang verheiratet waren, die aber in Erwartung des „Endes" den Kinderwunsch zurückdrängten?

Die Hoffnung, die zum Kind führt
DAS Jahr 1975 verging. Kein Problem: da war doch die unbestimmte Zeitspanne zwischen Adam und Eva. Inzwischen verlängerte die Gesellschaft ihre Mutmaßung auf „einige wenige Monate". Aber auch 1976 ging vorüber. Und auch in den Jahren 77 und 78 ereignete sich nichts.

Die Kräfte der Zeugen erlahmten. Die Enttäuschung konnte man kaum noch verbergen. Und nun erinnerte man sich auch wieder der irdischen Freuden. Es wurde geheiratet, Kinder wurden geboren. Und auch die Schwestern, die zwar schon lange verheiratet, aber kinderlos geblieben waren, riskierten es doch noch. Und viele bekamen noch mit knappen 40 Jahren ihr erstes Kind. „Gott sei gedankt" mögen sie gedacht haben, „es hat ja doch noch geklappt."
Und sie erziehen ihre Kinder weiter im WTG-Sinne. Aber vielleicht nicht mehr so dogmatisch. Oder?
-G. R.-

PROTEST GEGEN DEN BAU EINES KÖNIGREICHSSAALES IN ÖSTERREICH
Es geht um den WTG-„Fischzug" im katholischen „Meer"
BEKANNTLICH vergleicht die WTG in Mißbrauch von Jesaja 57:20 alle anderen Völker und Menschen mit einem „aufgewühlten Meer", in dem die WT-Zeugen als „Menschenfischer" oder auch „Heuschrecken" am Werke sind.

Der jüngste Höchstzahlenselbstruhm der WTG betrifft hierin insbesondere traditionell katholische Länder West- und Südeuropas. Ein Hauptmittel zum Zweck sind dabei die „Königreichssäle". Im Frühjahr 1983 hat die WTG nun auch der österreichischen Gemeinde Stadt Paura (Wels) eine solche Versammlungsstätte zugedacht. Für etwa 100 Personen auch aus den Nachbarorten.

Da ist nun die Ruhe der kleinen idyllischen Gemeinde dahin. Es kam zu Protesten.
WIE von Bürgermeister und Gemeindevertretung zu erfahren ist, haben sich betroffene Einwohner gegen den Bau gewandt. Da die WT-Zeugen bekanntlich mit modernsten Fahrzeugen vorfahren, Lärm und Benzingestank verbreiten und auch zahlreiche herrliche Obstbäume umgehauen haben, war der Umweltschutz auf den Plan gerufen. Wie von der „obrigkeitlichen" Bezirkshauptmannschaft Wels-Land zu erfahren war, wurden die WT-Zeugen zurechtgewiesen, alle Fahrzeuge nur auf eigenem Gelände zu parken und die Anwohner damit nicht zu provozieren und zu belästigen. Möglicherweise aber geht's zur nächsten Instanz, um ein WT/ZJ-Parkrecht in der Siedlung dennoch „durchzuboxen". Ist doch der Katholizismus für die WTG der „Hauptfeind Gottes", die „Hure Babylon". Gar mancher gesetzliche Triumph wurde über sie schon erreicht, weil man sich nur allzuoft mit den untauglichen Mitteln gegen diese „Heuschrecken" wehrte.

ES ist doch ein sittenloses Geschäft, was die WTG da antikatholisch in Offenbarung 17 hineinlegt, um ihre ZJ jenes „Lied von der Hure" (seit „Feinde" 1937) singen zu lassen. Verführung Minderjähriger und Einfältiger zu Glaubenshaß, „Sitten''-Hetze und intoleranter Brutalisierung des Geistes in den Familien sind die Folge, bestimmt doch die WTG, was als „böse zu hassen" ist. Dazu kommt eine sozialfeindliche Unterwanderung, die selbst die christliche Caritas verteufelt. Da bricht also allerhand Unfrieden über eine Gemeinde herein. Mord und Selbstmord infolge des unchristlichen WT-Transfusions-Blutkultes nicht ausgeschlossen. (l. Kor. 10:25-30.)

BESONDERS unter Katholiken, die für die WTG gewonnen wurden, hat es schon dramatische Selbstmordaffären gegeben. Kein Glaube ist schlimmer verteufelt und mit den gossenhaften WT-„Huren„-Gesängen besudelt worden als der katholische.
Das hat eigentlich schon strafrechtliche Relevanz. Denn das Gesetz schützt auch gegen Verleumdungen.

ES gehört zur demokratischen Freiheit, auch das alles festzustellen. Für die WTG jedoch nicht. Wo sie das Sagen und Bestimmen hat, wird jede demokratische Freiheit abgeschafft, wird jede Demokratie aus Denken und Handeln vertrieben. Würden in der Gemeinde Stadt Paura alle Einwohner WT-Zeugen, dann würden doch alle Kommunalpolitiker mit dem Bürgermeister an der Spitze stürzen. Es gäbe keine demokratische Wahl im Ort mehr. Es käme die WT-ZJ-Diktatur, und eine religiöse Intoleranz, von der die unter der WTG praktizierte Bevormundung, geistige Entmündigung und organisatorische Abhängigkeit nur ein schwacher Abglanz wäre, oder die Anarchie.

VON der Zumutung an den Verstand, daß auch in Stadt Paura ein „falscher Prophet" an die Türen klopft, der von 1799 bis 1975 schon einige Dutzend falscher „Zeiten und Zeitpunkte" auf dem Kerbholz hat, gar nicht erst zu sprechen.
(5. Mose 18:20-22.)
-eingesandt-

ZUR ANTIKATHOLISCHEN „HUREN„-HETZE DES WACHTTURMS
9 Jahre nach 1975 endlich begreifen
BEKANNTLICH wird der vom WT unter dem Stichwort „Hure Babylon" gegen die katholischen Christen und ihre Kirche betriebene Glaubenshaß kaum noch von jemand anders übertroffen. Diese Kirche sei in ihrer Geschichte und nun in der angeblichen Endzeit die antichristliche „Hure Babylon", was man dann noch erweitert hat. Natürlich hält bei aller Kritik und Distanz diese Auslegung keiner exakten Prüfung stand. Schon gar nicht angesichts der WT-Endzeit-Konstruktion von 1799 an, nun gar über 1975 hinaus, immer in Mißbrauch von Matth. 24:34 ca. 200 Jahre schon.

UM sich nicht länger zur Verbreitung dieses Glaubenshasses und so zur Vergiftung zwischenmenschlicher Beziehungen Andersgläubiger mißbrauchen zu lassen, ist es u.a. hilfreich, sich mit der Geschichte der katholischen Caritas zu befassen. Hier wurden in Jahrhunderten schon Werke realer christlicher Nächstenliebe vollbracht, getreu im Geiste des Gleichnisses Jesu vom barmherzigen Samariter (Luk. 10), ohne nach dem Glauben zu fragen. Verstanden als existentieller Teil des kirchlichen Lebens nach Matth. 22:27-40. Christliche Gemeinde, Gemeinschaft und Kirche hatte und hat wahrlich andere Dimensionen, als der WT sie beibringt. Der WT hat mit der Abwertung realer christlicher Nächstenliebe unter seine „genaue" Erkenntnisrechthaberei (1. Kor 13) nicht einen Bruchteil dessen aufzuweisen. Mehr: Auch die Caritas muß sich vielerorts um die Sozial- und Pflegefälle der ZJ kümmern und sorgen, die nach ihrer WT-Verkündigungsnutzung am WT-Wegesrand liegenbleiben. Weil, wie dann zynisch gesagt wird, die WTG keine Wohlfahrtseinrichtung sei.

Z.B. schreibt das katholische St. Hedwigsblatt 36/1983 über den Caritasbegründer Vinzenz von Paul (1581-1660). Wie er sich damals in Frankreich um das Los der Galeerensträflinge kümmerte, Häuser für Findelkinder schuf (in Paris wurden damals jährlich ca. 400 Kinder ausgesetzt), und wie er den Orden der „Barmherzigen Schwestern" schuf, um die mißlichen Zustände in den Spitälern zu ändern. Alles mit großer Hingabe.

Es gibt viele Werke über die Caritas.
MAN lese so etwas einmal gründlicher und urteile dann hinterher. Es ist 1984!
-eingesandt-

AUS DER VERSAMMLUNG NEUBRANDENBURG
Die „Königreichseinheit" in dieser Versammlung
WENN ich das Motto der 1983 gehaltenen Kongreßserie „Königreichseinheit" höre, kommen mir immer wieder starke Bedenken. Der gestellte Anspruch ist hoch. Wie sieht aber die Wirklichkeit aus?
DA gibt es in der Versammlung Neubrandenburg eine ältere Schwester. Ich nenne sie hier einmal Schwester M. Sie wohnt auf einem Dorf, welches zwar mit der Bahn zu erreichen ist, aber einen erhöhten Zeitaufwand zur Folge hat. Sie ist öfter krank und kann aus diesem Grund kaum Predigtdienstberichte abgeben. Außerdem ist ein Studium bei ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht regelmäßig möglich. Für die Versammlung ist sie also nicht besonders attraktiv. Ein Altester führte bei ihr ein Heimbibelstudium durch. Seine Familie bekam Zuwachs (das erste Kind!) und so schob er seine Aufgabe an einen jüngeren Bruder ab. Dieser heiratete bald, in dessen Folge es jenem ebenfalls unmöglich erschien, die Schwester zu betreuen. Was nun?

IN einer Studienleiterzusammenkunft wurde dieses Problem erörtert l Keiner der anwesenden Brüder, obwohl viele motorisiert waren bereit, zu helfen. Selbst das Angebot eines Ältesten, „es wäre nicht nötig, das Studium 2 mal wöchentlich durchzuführen", zog nicht.
Die Malchiner Versammlung - daraufhin angesprochen - war auch nicht bereit, zu helfen, die fahrmäßiger günstiger liegt.
Was mir zu denken gab:
HÄTTE man so gehandelt, wenn es sich nicht um eine alte Schwester, sondern um entwicklungsfähige Interessierte gehandelt hätte? Der Aufwand, den man mit solchen Leuten führt, liegt oft um ein Vielfaches höher!
WO blieb hier die Liebe und somit die viel gerühmte „Königreichseinheit"?
- GR-

WIE DAS „HELLERE LICHT" GEMACHT WIRD
IM WT vom 15. Mai 1982. S. 29. heißt es:
„Man könnte, sagen, daß solche Änderungen einem Prinzip folgen, von dem man sich, wie es heißt, in der Wissenschaft bei der Suche nach der Wahrheit leiten läßt. Es funktioniert, kurz gesagt, folgendermaßen. Man stellt eine These auf, die als Ausgangspunkt für weitere Argumentation dient. Die These bietet große Möglichkeiten in bezug auf ein tieferes Verständnis oder in bezug auf die praktische Anwendung. Aber nach einiger Zeit stellt man gewisse Schwächen oder Mängel fest. Man neigt dann dazu, eine der These widersprechende Behauptung, eine Antithese, aufzustellen. Später findet man heraus, daß auch diese nicht der vollen Wahrheit entspricht, und man verbindet daher die wertvollen Punkte beider Behauptungen miteinander. Dieses Prinzip ist immer wieder angewandt worden, so daß sich Sprüche 4:18 erfüllt hat."

LESERZUSCHRIFTEN
DER Schwester Helene Sch. aus Gornsdorf ist nichts Originelleres eingefallen als den Weisungen der WTG entsprechend, die CV ins Feuer zu werfen, das heißt, so ganz genau genommen hat sie es nicht, denn sie hat einfach ein paar CV angezündet, dann wieder ausgeblasen und uns zugesandt. Was soll das denn, liebe Schwester? Hattest Du plötzlich Hemmungen, oder wolltest Du besonders witzig sein? Auch solche Spielereien mit dem Feuer sind kein Beweis gegen CV, eher ein Zeichen der Ratlosigkeit.

Und dazu möchten wir grundsätzlich etwas klarstellen:
WISSEN denn jene Zeugen Jehovas, die da vom Feuer schwärmen, wie albern sie sich benehmen? Monatlich erscheinen einmal acht Seiten CV. Aber alle 14 Tage veröffentlichen die WTG-Büros in millionenfacher Auflage den „Wachtturm", dazu erscheint „Erwachet", alles illustriert und auf teuerem Papier, mehrfarbig gedruckt. Nun rechnet einmal. Ihr, die Ihr CV verbrennt oder verbrennen wollt.

Es gibt 2.3 Millionen Verkündiger.
Warum kommt keiner auf die Idee, die LEITENDE KÖRPERSCHAFT zu fragen, warum diese alle 14 Tage eine solche sinnlose Überproduktion ihrer Veröffentlichungen veranstaltet?
ES sollte an jene Volksweisheit gedacht werden: Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig. Aber wahrscheinlich können die, die CV dem Feuer überantworten, nicht so konsequent denken, wollen und dürfen es vielleicht auch nicht.

Schade, soviel Kurzsichtigkeit, ja Blindheit beobachten zu müssen.
Gedruckt werden pro Auflage 10 050 000 Wachttürme und 8 900 000 Erwachet.
Das sind pro Verkündiger 4 bis 5 Exemplare zweimal monatlich, 24 mal im Jahr usw.
Wir wissen, daß viele Exemplare . sinnlos, ungenutzt in den Schränken und Schubladen der Verkündiger liegen, die diese Schriften zwar bezahlt haben, aber sie nicht los geworden sind.
Das sind riesige Wälder, die der WTG Jahr für Jahr für ihre Überproduktionen an Veröffentlichungen zum Opfer fallen.

„Christliche Verantwortung": Herausgeber Henry Werner; DDR 6500 Gera, Otto-Dix-Str. 6
Preis: 0,20 M; Jahresabonnement: 2.- M; Versand auch kostenlos
Konto-Nr.: 4564-30-1952; Genossenschaftskasse für Handel und Gewerbe, Gera

A 591/84 V 7 1 956 N 2

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