Kommentar zu den eingescannten CV-Ausgaben

CV 16

Die Apologeten der WTG plustern sich künstlich und heuchlerisch auch darüber auf, dass der Willy Müller auch einen lockeren Briefkontakt mit dem Dr. Kurt Hutten hatte, der als Leiter der Evang. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen zugleich auch eine Beobachterfunktion über die "religiöse Szene" außerhalb der Groß- und Freikirchen wahrnahm. Es versteht sich von selbst, dass auch die Zeugen Jehovas damit sich im Blickfeld seines Interesses befanden. Hutten nahm also das Angebot an, auch die "Christliche Verantwortung" zugesandt zu bekommen. Was hätte er auch anderes machen sollen? In der Postzeitungsliste der DDR war jenes Blatt nicht gelistet und somit hatte er nur die Chance es im Direktbezug zu erhalten. Auch heute ist es noch so. Man kann als Außenstehender, als Nichtmitglied der Evangelischen Kirche, dennoch ihre Zeitschriften im Abonnement beziehen und lesen. Indem also Nichtmitglieder der Evangelischen Kirche dennoch deren Zeitschriften lesen, ist damit keineswegs eine Liaison gegeben, wie es die WTG-Apologeten unterstellen. Die redaktionelle Hoheit liegt einzig und allein bei deren Redaktionen und nicht bei den Lesern auch aus anderen Lagern. Genauso verhält es sich im Umkehrschluß. Wenn Hutten also die "Christliche Verantwortung" auch las, dann bedeutet das keineswegs, dass er mit ihr inhaltlich involviert wäre. Im Prinzip ist diese Erkenntnis eine banale Selbstverständlichkeit. Offenbar aber nicht für die bornierten WTG-Apologeten; deshalb muss das hier nochmals so auseinandergeklaubt werden. In der CV 16 wird nun im einleitenden Artikel in indirekter Form auch aus den Ausführungen von Hutten über die Zeugen Jehovas, in seinem Standardwerk "Seher Grübler Enthusiasten" zitiert. Den zitierten Passagen kann man auch heute noch inhaltlich zustimmen. Hätte jene Passagen ein anderer Autor geschrieben und die CV zitierte es, dann gälte ein gleiches. Die Personen sind hierbei zweitrangig. Die Substanz ist das Entscheidende. Im Übrigen ist für Zitate der Zitierende verantwortlich, nicht aber der eigentliche Textschreiber, der keinen Einfluss darauf hat, wer was und wo von ihm zitiert.

Zu dem erneuten Artikel zum Thema WTG-Geldschmuggel in dieser CV-Ausgabe, wurde in den Kommentaren zu CV 6, 8 , 9 und 11 schon das Wesentliche gesagt.

Aufschlussreich auch der Artikel "Bemerkenswerte Vorbereitungen der WTG in Westdeutschland". Liest man ihn aufmerksam, kann man gewisse Tendenzen zur Ausweitung der Konspiration, außerhalb der "klassischen Verbotsländer" nicht übersehen. Man weiß von der DDR-Stasi heute, dass sie ein System der Infiltration mit sogenannten "Offizieren im besonderen Einsatz" eingerichtet hatte. Die besetzten allerhand Schlüsselstellungen, galten aber als "gewöhnliche" Zivilisten. Zwei solcher Kreaturen, Hauptabteilungsleiter Peter Heinrich und sein Adlatus Stephan im Staatssekretariat für Kirchenfragen, hatte ich mal zu DDR-Zeiten auch flüchtig kennengelernt. Heinrich, von mir als "Briefkasten der Stasi" damals tituliert, reagierte mit der offenen Drohung ein Ermittlungsverfahren über die DDR-Staatsanwaltschaft gegen mich eröffnen zu lassen. Hat es dann aber wohl doch nicht realisiert. Offenbar reichten ihm die unter dieser Ebene liegenden Stasi-Zersetzungsmassnahmen gegen meine Person noch aus. Offenbar war ihm diese deutliche, lediglich auf Indizien beruhende Demaskierung nicht recht. Nach der politischen Wende vom November 1989 sind dann allerdings meine damaligen Vermutungen bestätigt worden. Allerdings, zu DDR-Zeiten herrschte totales Schweigen, meines Wissens auch in den westlichen Medien, über dieses Stasisystem der OibE.

Das die "Christliche Verantwortung" ein Stasiinfiltriertes Blatt ist, bedarf hier jetzt keiner weiteren Verifizierung. Man kann ihr also durchaus unterstellen, dass sie bei allen konspirativen Machenschaften der Zeugen Jehovas eine besondere Sensibilität und Seismographfunktion wahrnahm. Daher hat meines Erachtens die nachfolgende CV-Aussage einen durchaus realen Kern:

Für besondere vertrauliche Dinge werden Anlaufstellen für Kuriere, leitende Diener und Mitarbeiter des Zweigbüros geschaffen. In einigen Fällen schuf Zweigdiener Franke in Abstimmung mit dem Hauptbüro in Brooklyn neben den offiziellen und bekannten Bezirks- und Kreisdienern sogenannte Sondervertreter, die nach einem vom Hauptbüro festgelegten Plan ihre Tätigkeit im Verborgenen beginnen sollen usw. usf.

CV Christliche Verantwortung

Informationen der Studiengruppe Christliche Verantwortung

Konto-Nr. 4564-49-20156 Bank für Handel und Gewerbe 65 Gera Straße des 7. Oktober

Nr. 16 Gera Mai 1968

Christliche Verantwortung Jahrgangmäßig zusammengfasst 1968

CV - ihr Zweck

Christliche Verantwortung leitet an zu rechtem Forschen in der Heiligen Schrift und zu verantwortungsbewußtem Verhalten als Christ und Bürger. Übereinstimmend damit befaßt sich CV mit Verkündigung und Organisation der Wachtturmgesellschaft. CV ist hier die erste Schrift verantwortungsvoller freier Diskussion für alle Versammlungen der WTG und ihrer einzelnen Glieder. Ehemalige möchten ihre Erfahrungen in CV kundtun, um zu helfen.

Aus der Vergangenheit nichts gelernt

Fehlgegangene Berechnungen (2. Teil)

Liebe Brüder und Schwestern !

Bist Du initiativ? Initiativ sein ist die Fähigkeit tatkräftig zu handeln. Initiative verlangt mehr als Gedanken. Sie verlangt Taten! (Erwachet Nr. 18/67)

Wir alle kennen solche und ähnliche Schlagworte aus der WT-Literatur und wissen auch, welchem Zweck sie dienen. Weil es um ihre Existenz geht, wird die WTG-Leitung nicht müde, sie immer in dieser und anderer Form zu wiederholen War es früher nicht genau so wie heute? Die WTG-Führung sieht sich immer wieder genötigt, mit aufrüttelnden Schlagzeilen das Interesse und den Eifer für die WT-Botschaft aufs neue anzufachen, der infolge fehlenden Geistesantriebes immer wieder zu erlahmen droht.

Vor 1925 gebrauchte man die sensationelle Botschaft: "Millionen jetzt Lebender werden nie sterben", um zu neuen Taten für das WT-Werk anzuspornen. Aber bekanntlich brachte das Jahr 1925 nicht die Entscheidung und das erwartete Ende. Es war das Jahr der großen Enttäuschung für die damaligen Bibelforscher. Obwohl die WT-Prophezeiungen damals ein großer Fehlschlag waren und sich viele abwandten, verstand es doch die WTG-Leitung, ihre Positionen zu halten. Man fand einen Ausweg mit der Begründung, daß die Zeugen Jehovas noch sehr viel zu tun hätten, um alle Menschen herauszusammeln, die Harmagedon überleben sollten, eine Begründung, mit der man heute noch Erfolg hat.

Mit dem Weitergang der Geschichte war nun eine neue Revision fällig. Darüber unterrichtet uns in der Folge treffend das Buch: Seher, Grübler, Enthusiasten von K. Hutten.

Nach all den bisherigen Enttäuschungen wurde man jetzt sehr vorsichtig. Man berechnete zwar fleißig weiter, vermied es aber ängstlich, erneut ein bestimmtes Datum für das Weltende festzusetzen. Die Terminkalender von Russel und Rutherford wurden alle außer Kraft gesetzt. Nur das Jahr 1914 hielt man fest. 1914 war doch immerhin schon allerhand Bedeutendes geschehen. Es galt vor allem den Ausbruch des ersten Weltkrieges auf irgendeine Weise mit dem Anbruch des Königreiches Gottes in Beziehung zu setzen, ihm also zugleich ein eschatologisches Ereignis (dem Endschicksal des einzelnen und der Welt) einzudeuten. Wer den Einfall hatte - ob Rutherford oder seine Berater - ist nicht bekannt. Dies erfolgte schon 1925. Damals veröffentlichte der Wachtturm (1925/S. 122, 147-152) die großartige Offenbarung, daß um den 1. Oktober 1914 herum Christus als König der neuen Welt auf den Thron gestiegen ist und eine Schlacht gegen die satanischen Mächte eröffnet hat, die sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch im Himmel aufhielten. Man ahmte hier das Verfahren der Adventisten von 1844 nach und versah das Jahr 1914 mit einem übergeschichtlichen Ereignis, das in die unsichtbare Welt, verlegt wurde und darum keiner Nachprüfung zugänglich war.

Die Schlacht im Himmel, so verkündete die großartige Offenbarung weiter, währte 31/2 Jahre lang und endete damit, daß der Satan samt seinen Engeln aus dem Himmel geworfen wurde und auf die Erde stürzte. Darüber ergrimmt, sammelte er fortan die Nationen, um auf der Erde den Krieg gegen Christus weiterzuführen. Deshalb sind die Jahre seit 1918 durch Kriege, Verführungen und viel Leid gekennzeichnet. Zur Deutung des zweiten Weltkrieges wurde der bereits von Russel für Napoleons I. Ägyptenfeldzug in Anspruch genommene Krieg zwischen dem Nord- und dem Südkönig Daniel II. benutzt. Die beiden Parteien, Nord- und Südkönig, bestehen auch nach 1945 noch, die einander bekämpfen, bis beide zusammen in der Schlacht von Harmagedon vernichtet werden. Warum Satan sie gegeneinander hetzt, obwohl er sie doch beide beherrscht und doch wohl Interesse an ihrer Einigkeit hätte, um sie gemeinsam gegen die Herrschaft Christi zu mobilisieren, weiß wohl nur die Leitung der WTG. Es sind dies die Unverständlichkeiten des prophetischen Systems der WTG.

Eines darf aber nicht vergessen werden. Das Jahr 1914 brachte nicht nur die himmlische Thronbesteigung Christi, sondern eröffnete auch die eigentliche Geschichte der "sichtbaren theokratischen Organisation" auf Erden. Um sie als erfüllte Weissagung deuten zu können, bediente sich die WT-Leitung wieder der 1260 und 1290 und 1335 Tage (Daniel 12), die schon Russel benutzt hatte. Da laufen zunächst von 1914 an die 1260 Tage bis 1918. Der Teufel konnte auf Erden ein Ersatzkönigreich aufrichten. Daß er schon während der ganzen vorhergegangenen "bestimmten Zeiten der Nationen" 2520 Jahre lang auf Erden geherrscht hatte, also nicht eigens mehr ein Königreich aufrichten müßte, wird von der WTG-Leitung großzügig übersehen. Dem Teufel gelang es, unter den ZJ eine schwere Krise mit Verwirrungen, Spaltungen und Abfall hervorzurufen. Aber da griff Jehova ein und eröffnete zugleich damit die zweite Periode die der 1290 Tage. Beginnend im Januar 1919 mit der Gründung des Völkerbundes als der "Aufrichtung des Greuels" d. h. des teuflischen Ersatzkönigreiches, dauerte sie bis September 1922. Sie umfaßte die Reorganisierung der WTG, und die öffentliche Verurteilung des Völkerbundes durch den zweiten Kongreß der ZJ in Cedar Point im September 1922. Die dritte Periode, die der 1335 Tage, endete dann im Mai 1926 wo auf dem Londoner Kongreß der ZJ "mit vielen kirchlichen und falschen religiösen Ideen" aufgeräumt und dem Völkerbund von neuem ein mächtiger Schlag versetzt wurde.

Damit waren nun die drei apokalyptischen Zahlen verbraucht Man konnte damit nun nicht weiter terminieren. In der Zeit von 1926 bis zur Gegenwart waren die Prophezeiungen auffallend gering bis zum Weltende. Man legte sich nicht mehr bestimmt auf ein Jahr fest, sondern sagt "bald", "es kann sein", also man blieb unbestimmt. Man brachte ab und zu einige Artikel dazu, hielt sie aber allgemein und sagte nichts Positives. Z. B. "Können künftige Ereignisse genau vorausgesagt werden?" (Erwachet Nr. 21/ 66) Hier wird am Schluß geschrieben: "Prüfe die göttlichen Prophezeiungen nach, die sich bereits erfüllt haben, und du wirst sehen, daß Gott kein einziges Mal etwas Falsches prophezeit hat." Leider vergaß man in dem Artikel die falschen Prophezeiungen der WT-Leitung anzuführen, die ja angeblich auch von Jehova eingegeben waren. Mt solchen Umschreibungen versucht sich die Leitung dann zu rechtfertigen. jedoch im WT 1/67 verkündete man wieder durch Bruder Franz auf der Versammlung der ZJ in Baltimore, daß 1975 nun nach den neuesten Berechnungen das endgültige Jahr des Endes dieser Welt sein müsse. Warum? Weil in diesem Jahr die 6000 Jahre menschlicher Geschichte enden werden. (Siehe CV Nr. 9/S. 5-6) Fügte aber hinzu: Es könnte das das Ende sein 1975, aber wir sagen es nicht! Hieraus ist ersichtlich, daß die WTG-Leitung gar nichts weiß, wie sie auch 1966 im "Erwachet" Nr. 21/66 zugibt.

Betrachten wir die Berechnungssysteme, dann erkennt man deutlich, daß die WT-Leitung krampfhaft bemüht ist, unter allen Umständen das apokalyptische Heute zu erhalten. Für die Zeit Russels waren es die Jahrzehnte 1874-1914, für die Zeit Rutherfords das Jahr 1925 und für die gegenwärtige Zeit Knorrs sind es besonders die seit 1914 eröffneten Endereignisse von unbestimmbarer, aber kurzer, möglicherweise auch längerer Dauer, und das "mögliche Jahr 1975". Die Leitung muß den Gliedern in der Organisation jederzeit sagen können: "Jetzt ist die Entscheidung nahe!" Dieses "JETZT" dehnt sich schon über 90 Jahre aus und wird bis 1975, 101 Jahre alt sein seit Russels 1874. Im Wettlauf mit der alle errechneten Termine mißachtenden Geschichte geht die Leitung mühsam ihren Weg weiter. Sie übersehen absichtlich frühere Fehlberechnungen oder machen sie durch nachträgliche Korrekturen erträglich. Es entsteht nun die Frage: Wie ist es möglich, daß diese unechte Endzeitbewegung nach Falschprophezeiungen und ewigen Auf und Ab sich halten konnte?

Die Wachtturmbotschaft kann den Menschen nicht erschüttern und aufwühlen, daß er in sich geht. Die Gesellschaft appelliert ja nur an seinen Selbsterhaltungstrieb und bestätigt seine natürlichen Hoffnungen. Um das Ziel zu erreichen, erfüllt er die von der Gesellschaft, angeblich von Jehova gestellten Forderungen. Daß die Leitung damit Erfolg hat, ist im Zuwachs bestätigt. Zu bedenken ist aber dabei: Zu was ist der Mensch nicht alles fähig, wenn es gilt, sein eigenes Glück zu schmieden? Dieses Leben in ewiger Jugend auf einer paradiesischen Erde ist ja etwas wert, so wie es die WTG verkündet. Es lohnt sich, mag der einzelne denken, alles dafür hinzugeben, zumal die jetzige Welt samt ihrem Reichtum sowieso in Kürze zu Ende geht und mithin keinen Pfennig mehr wert ist. Die Welt zeigt hier genügend Beispiele, zu welchen Opfern und Leistungen Menschen fähig waren, um das vorgezeichnete Ziel zu erreichen Ist es bei den ZJ nicht ebenso? Denkt darüber nach!

Das Jahr 1975 rückt immer näher. Wirst Du Dich im Hinblick auf jenes Jahr, das wie einst 1925 das Ende bringen soll, mit erhöhter Tatkraft für das WT-Werk einsetzen? Denke daran: Die WT-Führer sind in Wahrheit keine Propheten Gottes, weil sie noch niemals ein Ereignis zuverlässig im voraus anzukündigen vermochten. Da ihr jedes Wissen um die nahe Zukunft fehlt, ist die WTG-Leitung schon heute dabei, weitere Jahreszahlen über 1975 hinaus auszuklügeln, um ein neues Enddatum zu erstellen, wenn 1975 sich als weiterer WT-Irrtum erweisen sollte. Stets hat man sich aus jeder Situation geschickt herauswinden können - warum nicht auch 1975? Selbst wenn das Ende noch 50 oder 100 Jahre oder noch länger auf sich warten ließe, so würde doch die Schuld für das Versagen niemals die falsch prophezeiende WTG auf sich nehmen, sondern es lag an Jehova, weil er seinen Plan geändert und den Zeugen Jehovas noch viel Arbeit aufgetragen hat.

Sollten uns diese Überlegungen nicht endlich die Augen öffnen, um die ganze Hintergründigkeit dieser Gesellschaft zu durchschauen und damit dem fortgesetzten Mißbrauch am Worte Gottes und mit der Gutwilligkeit vieler aufrichtiger Menschen endlich Einhalt gebieten?

Daher schiebe es nicht mehr auf, gründlich darüber nachzudenken, ob die Wachtturmwerke für Dich entscheidend sind und ob die Wachtturm-Stimme Gottes Stimme ist, der Du folgen mußt und wodurch Dir Rettung zugesichert ist, oder ob die Worte des Paulus an die Epheser die richtigen Worte sind: "Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, auf das niemand sich rühme." Eph. 2:8,9.

Mit christlichen Grüßen Bruder Willy Müller 65 Gera, Lutherstraße Nr. 16 und Mitverbundene

Zehntausende Überrestglieder unschuldig ausgeschlossen!

Die Wahrheit über die WTG-Vergangenheit

Da es in den Versammlungen zumeist unmöglich ist, die uneingeschränkte Wahrheit über die Vergangenheit der WTG und frühere "göttliche Wahrheiten" zu erforschen, weil die WTG alles aus dem Verkehr zieht, was sie belastet, veröffentlicht CV in Zukunft, soweit wie möglich auch wichtiges Original-Material aus der WTG-Vergangenheit.

CV möchte auf diese Weise allen, vor allem den jungen Dienern helfen, zu einer echten und allseitigen Meinungsbildung im Glauben zu kommen, die Hauptvoraussetzung dafür, wahre "Hirten der Herde" zu sein.

Hier sind die WT-Eigenschaften, die man haben muß, um Aufseher zu sein. "Sei bereit, deine Fehler zuzugeben und daraus zu lernen. Respektiere Gottes sichtbare Organisation, sei zur Zusammenarbeit bereit, komme theokratischen Anweisungen schnell nach und nimm Ratschläge bereitwillig an." (WT 1. Juni 1966) (S. 340, Abs. 18, deutsch). Es ist in den Versammlungen verboten, daß "man den gegenwärtigen Diener kritisiert" (WT 1. Juni 1966 S. 341 Abs. 22, deutsch). Wer das trotzdem tut wird als Rebell und Abtrünniger behandelt.

Und dafür hat die WTG ihre Beauftragten "genau angewiesen, wie sie Abtrünnige ermitteln und aus ihrer Mitte hinausschaffen sollten." (WT 1. Juni 1966 S. 334 Abs. 17, deutsch).

Lernt die WTG aus ihren Unstimmigkeiten?

Lies die folgenden erschütternden Tatsachen!

CV veröffentlicht heute Originial-WTG-Berichte über das Schreckensregime der WTG-Präsidenten Rutherford und Knorr von 1929 bis 1962 - rund 30 Jahre lang als angebliche Obrigkeitliche Gewalten in der Organisation.

Übersicht

Bekanntlich wurde mit den WT vom 1. Januar bis 15. Februar 1963, deutsch, die "göttliche Wahrheit", Römer 13 beziehe sich nicht auf die politischen Regierungen, wieder geändert. Liest man das so als nichtsahnender Betrachter, so hat man den Eindruck, der Herr gebe hier wieder neues Licht über eine biblische Sache. In Wirklichkeit ist hiermit jedoch eines der furchtbarsten Kapitel der WTG-Geschichte verbunden, ein Schreckensregiment, ja, ein geistiges Terrorregiment der WTG-Präsidenten Rutherford und Knorr über den Überrest, der Zehntausende von ihnen die "Krone des Leben" kostete, obwohl sie völlig unschuldig waren! Hier sind die WTG-Dokumente dieses Terrors:

Die Tatsachen

1. Mit Argumenten wider besseres Wissen von der WTG vor die Gerichte getrieben

DER WACHTTURM, Juli 1929

JEHOVAS ZEUGEN IN GOTTES VORHABEN, S. 124, deutsch, WTG-Wiesbaden, 1960.

Der Obrigkeit untertan

Johannes: Nun im Juli 1929 brachte der Wachtturm einen Artikel, betitelt "Die höheren Gewalten" …

Einige wenige Ausführungen werden zeigen, wie dieser Punkt von Zeugen in jener Zeit verstanden wurde:

Ist es nicht klar, daß die Worte des Apostels Paulus ganz entschieden verkehrt ausgelegt worden sind, wenn man sie auf die Regierungen dieser Welt anwandte?

Wenn er sagt. "Diese obrigkeitlichen Gewalten sind, sind von Gott verordnet," bezieht er sich da irgendwie auf die Nationen der Erde? Ist es nicht vernünftiger, anzunehmen, daß Gott seine Worte ausschießlich an jene obrigkeitlichen Gewalten richtet, die in der Organisation Gottes bestehen und funktionieren, und nicht an die Gewalten in der Organisation Satans?

Viele Schrifttexte und weitere Argumente folgten, diese neue Forderung zu stützen.

Dieser neue Gesichtspunkt vom Verhältnis des Christen zu den Regierungen dieser Welt erfüllte Jehovas Zeugen mit neuem Eifer und befähigte sie, bei Angriffen in den Kämpfen vor Gericht standzuhalten, die nun wie eine Flut über sie hereinbrachen. Angesichts dieser tapferen Stellungnahme der Zeugen Jehovas, was ihre Unterwerfung unter Jehova Gott und Christus Jesus, die wahren "höheren Obrigkeiten" betrifft, verhärteten sich ihre Gegner gegen den inthronisierten König der Regierung Gottes nur noch mehr.

Wir stellen zu diesem WT-Auszug fest:

Wurden hier nicht viele Schrifttexte und weitere Argumente fälschlich benutzt, um das Verhältnis des Christen zu den Regierungen dieser Welt nachteilig zu beeinflussen? Ja, denn 1962/63 wurden diese Argumente wieder liquidiert!

Wurde hier nicht eine Flut von Gerichtsprozessen gegen die Zeugen sinnlos herausgefordert? Waren das nicht in sinnlos von der WTG provozierte Leiden und Schrecken? Ja, wenn man bedenkt, daß 1962/63 dieses "Verhältnis des Christen zu den Regierungen dieser Welt" wieder umgestülpt wurde. Wurden hier nicht völlig absurde Argumente zur Verhärtung der Gegner der WTG-Verkündigung in die Welt gesetzt und die Verkündiger von der WTG sinnlosen Härten ausgesetzt? Ja, denn kein "inthronisierter Christus" hatte je diese WTG-Argumente von 1929 gegeben. Es war WTG-Willkür, die man 1962/63 aufgeben mußte!

Das heißt:

30 Jahre lang Amoklauf gegen die politischen Regierungen und 30 Jahre wider besseres Wissen mit dem Kopf gegen die Wand!

2. Geistiger Terror gegen alle die sich den WTG-Obrigkeitslehren von 1929 nicht beugten, "Vorgehen ohne Rücksicht", "Gegnerschaft in Stücke schlagen!"

JAHRBUCH DER IBV (WTG) 1931, S. 25-26 WTG MAGDEBURG 1931

Bericht des Präsidenten Rutherford an den Überrest! Rutherford schreibt:

"Wenn jemand seine besten Anstrengungen im Dienste aufbietet, ermüdet, erschöpft und matt ist, und dann von einem Beamten angehalten und vor Gericht geschleppt wird, mag er sich manchmal wundern, warum Gott solche Verfolgung und Opposition zuläßt … Der Überrest erkennt, daß der Herr an der spitze dieses Feldzuges steht, über die Gegnerschaf genau unterrichtet ist und sie zu irgendeiner Zeit, so wie er es für gut findet, in Stücke schlagen könnte. Der Umstand, daß er sie weiter bestehen läßt, muß einem guten Zweck für den Überrest dienen. Mit vollem Vertrauen und erneutem Mut drängt der Überrest vorwärts und tut das Werk. Er ist entschlossen, damit vorwärtszugehen, bis es getan ist, ohne Rücksicht auf irgendeine oder alle Opposition. Die den Herrn lieben, erkennen, daß sie den "höheren Gewalten" gehorsam sein müssen, und daß die "höheren Gewalten" Jehova Gott und Christus Jesus bedeuten, wie auch solche andere Teile in der Organisation Gottes, denen er die Leitung anvertraut hat …

Während des Jahres hat der Herr seinen Getreuen den "Menschen der Sünde" geoffenbart und hinreichend identifiziert und gezeigt, daß solche das listige Werkzeug in der Hand des großen Widersachers des Werkes Gottes bilden. Es handelt sich hier um die böse Knechtsklasse, die Satans Methoden gebraucht, um die gewünschten Resultate zu erzielen … Listig treiben sie Opposition gegen die, welche wirklich dem Herrn in Übereinstimmung mit seinen Geboten gehorchen. Sie üben einen Einfluß auf die Arglosen aus, der diese in die Schlingen Satans bringt, und sie werden dazu verleitet, der Lüge mehr zu glauben als der Wahrheit. Die Arglosen werden durch den listigen Einfluß des "Menschen der Sünde" getäuscht werden, die Treuen aber nicht. Der Überrest wir als Teil es erwählten Knechtes, treu und wahrhaftig sein, und er wird völlig siegreich sein, weil, wie geschrieben steht, der, Knecht allem gegenüber blind ist, mit Ausnahme des Werkes, das der Herr dem Knecht zu tun gegeben hat."

Könnt ihr euch vorstellen, wie 1930 in den Versammlungen vorgegangen wurde, "ohne Rücksicht auf irgendeine oder alle Opposition", wie Rutherford sagte, um die Obrigkeitsanmaßungen der WTG-Führung durchzusetzen?

Der geistige Terror gegen den Überrest, der sich nicht beugte, war maßlos: Listige Werkzeuge des Satans, böser Knecht, Mensch der Sünde, Satansschlingen, Lügenverbreiter usw. wie wir lesen können, diese Verleumdungen zeigen an, wie jene unbeugsam dem Worte Gottes ergebenen Überrestglieder in den Versammlungen bekämpft wurden! Die WTG wollte blinde Fanatiker, das sagt Rutherford ganz offen zum Schluß.

Wir stellen dazu fest:

Stand der Herr an der Spitze der Obrigkeitsfeldzüge der WTG seit 1929? Nein! Denn diese 1929-Obrigkeitslehren wurden 1962/63 wieder in die alte Auffassung von Russel abgeändert. Wurde die Opposition gegen diese Feldzüge in Stücke geschlagen? Nein! Die WTG-Obrigkeitsirrlehren von 1929 zerstoben 1962/63 in alle Winde! Waren die Oppositionsbrüder in dieser Sache ein böser Knecht Menschen der Sünde, Satansschlingen und Lügner, wie Rutherford behauptete? Nein! Denn ihre Auffassungen wurden nach mehr als 30 Jahren dieses WTG-Obrigkeitsterrors in den Versammlungen bestätigt!

Sämtliche WTG-Anklagen gegen jene Opposition fallen auf die WTG-Führung zurück!

3. Wer sich dem WTG-Obrigkeitsterror seit 1929 nicht beugte, dem wurde "die Krone weggenommen" und man trieb ihn in den "zweiten Tod";

BEWAHRUNG (Buch) von J. F. Rutherford, S. 30-31 WTG MAGDEBURG 1932

In Verdrehung des Buches Esther der Bibel schreibt Rutherford über den Teil des Überrestes, der sich weigerte, der WTG-Obrigkeitsanmaßung untertan zu sein:

"Der Name der Königin Vasti bedeutet "schönes Weib". Sie trug die königliche Krone, und hätte sie die Gebote befolgt, so hätte sie ihre Krone festhalten können. Aber weil sie selbstsüchtig war und sich auf ihre vermeintlichen Rechte versteifte und sich weigerte, dem König untertan zu sein, verlor sie ihre Krone und ihre Stellung im Königreich. Daher stellte Vasti jene Klasse von Leuten dar, die einst Anwärter auf das Königreich waren, aber ihre Stellung verloren haben …

Jehova war gegen alle solche gnädig und gab ihnen die Wahrheit. Sie wurden Anwärter auf einen Platz im Königreich und hatten Gelegenheit, ewige Träger der himmlischen Krone zu werden. Sie erklärten, Glieder des Leibes des Christus und daher die Braut oder Königin zu sein. Aber anstatt gehorsam zu sein, bestanden sie auf dem persönlichen Recht, nach ihrer Weise frei und unbehindert zu wandeln Sie weigerten sich, sich der Ordnung zu fügen und das Hochzeitskleid anzuziehen. Sie lehnten es ab, das Werk des Herrn auf die von ihm bestimmte Weise zu tun und sie bestanden darauf, es auf ihre eigene Weise zu betreiben. Sie folgten der Berufung zum Königreich, aber aus einem eigennützigen Beweggrunde. Sie weigerten sich, der "Obrigkeit" in Gottes Organisation untertänig zu sein, indem sie sogar daran festhielten, darf sich die betreffende Schriftstelle (Römer 13:1, Offenbarung 19:9) auf die irdischen Regenten bezöge. Weil sie nicht festgehalten hatten, was sie besaßen, wurde ihnen die Krone weggenommen. Vasti stellt demnach offenbar die Geistgezeugten und Berufenen dar, die den Erfordernissen für das Königreich nicht entsprechen, weil sie gesetzlos, unbotmäßig und eigenliebig sind, "das Haupt nicht festhaltend", verärgert und deshalb herausgesammelt worden sind, und die Salbung nicht empfangen haben."

Mit welchem Recht maßte sich die WTG an, jenen Überrestmitgliedern die Krone wegzunehmen?

Wir stellen dazu fest:

Waren jene Überrestglieder, die der WTG-Obrigkeitsanmaßung seit 1929 nicht untertänig sein wollten, selbstsüchtig, gesetzlos, unbotmäßig und eigenliebig? Folgten sie eigennützigen Beweggründen? Rutherford behauptete das. Die Änderung der WTG-Obrigkeitsanmaßung von 1929 im Jahre 1962/63 beweist jedoch, daß diese Behauptungen der WTG-Führung völlig haltlose Verleumdungen waren, Verleumdungen gegen treue Überrestmitglieder, die an der Schrift festhielten, dieweil es die WTG-Führung war, die die Bedeutung der Schrift auf den Kopf stellte!

Das "Heraussammeln" der Überrest-Opposition, d. h. ihr Gemeinschaftsentzug, war also völlig unberechtigt und ungerecht! Hätte es sich nur um einen oder wenige Brüder und Schwestern gehandelt es wäre schlimm genug gewesen. Aber es handelte sich um Zehntausende!

40 000 von 144 000

Die Anzahl der bis 1931 angeblich als böse Knechte, Menschen der Sünde, Satansschlingen, Lügner, Unbotmäßige, Eigenliebige und Gesetzlose "herausgesammelten", d. h. ausgeschlossenen Brüder und Schwestern beläuft sich nach Darstellung des ehemaligen Bethelmitarbeiters und Vertrauten Rutherfords, Bruder W. J. Schnell, USA, auf ca. 40 000 Personen! (Operation Befreiung, Internationale Offene Briefe, W. J. Schnell, 1967, Florida, USA).

Man überlege sich: Es sollen insgesamt nur 144 000 "Glieder des Leibes des Christus" sein. Davon schloß Rutherford wegen "seiner" Obrigkeitsirrlehren bis 1931 rund 40 000 aus! Wie konnte Jehova das zulassen? Niemals kann Jesus Christus mit diesem Werk der WTG etwas zu tun haben. Es ist ein Werk von Menschen unter Mißbrauch des Namens Jehovas.

Seid nicht länger blinde WTG-Knechte! Verlangt von der WTG die ganze Wahrheit über ihre Vergangenheit! Denn die Schrift fordert. "Sei eifrig bestrebt, vor Gott als bewährt dazustehen, als ein Arbeiter, der sich seiner Arbeit nicht zu schämen braucht, da er das Wort der Wahrheit richtig darbietet." 2. Tim. 2:15.

A. Z.

War das alles umsonst?

Antwort auf eine aktuelle Frage von Manfred Gebhard, Berlin.

Ein Bruder, der 38 Jahre seines Lebens im Königreichsdienst der Wachtturm-Gesellschaft verbracht hat, im guten Glauben, einen Auftrag des Herrn zu erfüllen, äußerte in einem kritischen Gespräch über die Lehren. und Machenschaften der WTG-Leitung folgendes: "Hätte ich vorher gewußt, was ich durchmachen mußte, dann hätte ich mir den Schritt zur Taufe gründlicher überlegt."

Tatsächlich, diese Feststellung hat aktuelle Berechtigung. Viele ältere Brüder und Schwestern unter den Zeugen Jehovas werden dies bestätigen können. Sie opferten ihre Zeit, Gesundheit, Hab und Gut für den Sklavendienst der WTG. Sie gingen während der Nazidiktatur mit Überzeugung für ihren Glauben zu leiden in die Konzentrationslager, bereit, wenn notwendig, sogar ihr Leben zu opfern Nach 1950 setzten sie in der gleichen Weise ihre Freiheit für die WTG-Politik aufs Spiel. Sie verloren durch die Wachtturmreligion ihre weltlichen Verwandten und Bekannten, weil sie nur Umgang mit Gleichgläubigen pflegen sollten. Oft ging es sogar soweit, daß, wenn die Kinder erwachsen waren und die Wachtturmreligion nicht annahmen, sie selbige als tot betrachteten, d. h. für sie nicht mehr da seien.

Was war die Ursache dieser Handlungsweise? Der Glaube an ein demnächst bevorstehenden Weltende, von Gott herbeigeführt und in der Bibel "Harmagedon" genannt, war die Veranlassung dazu. Überprüfen wir aber einmal kurz die Glaubwürdigkeit dieser Wachtturmlehre. Dieses "unmittellbare bevorstehende Harmagedon" wird von der Wachtturmgesellschaft immer weiter in die Zukunft verschoben. Nachdem es 1914 nicht kam, wurde es für 1918 angekündigt, da es wieder ausblieb, verschob man es auf "bestimmt 1925."

Da es wieder fehlging, sollte der 2. Weltkrieg in Harmagedon enden. Nach 1945 wurde es für spätestens in 20 Jahren angekündigt. Nach 1955 wurde verschiedentlich auf Kongressen angekündigt es wäre möglicherweise der letzte Kongreß, denn Harmagedon stehe vor der Tür." Danach für 1975, wobei gleichzeitig von der WT-Leitung als weiteres Endzeitdatum 1996 ins Gespräch gebracht wurde. (WT Nr. 8/67, 2. Teil, Abschnitt 25). Wen man über solche in der ganzen Welt bekanntgemachten Daten, die man mit zeitlichen Geschehnissen begründet, nachdenkt, drängt sich die Frage auf: Waren die Opfer, die für die Wachtturm-Religion gebracht wurden, wirklich alle umsonst? Ja, für den einzelnen, welcher noch immer nichts gelernt hat wohl, denn er wird aus den Enttäuschungen, Gefahren und Konflikten nicht herauskommen, solange er bereit ist, den Lehren des Wachtturms ohne zu prüfen und nachzudenken zu folgen und die Lehren der Bibel nicht anerkennt.

Die Opfer der älteren Brüder und Schwestern brauchen aber nicht umsonst gewesen zu sein:

Denkt daran, daß die Methoden und die Machenschaften der WTG-Leitung heute noch die gleichen sind wie damals. Auch in der Gegenwart werden Menschen zu Sklaven der Wachtturmreligion ausgebildet. Sie werden belehrt, eine gerechte Sache zu vertreten, in Liebe und Eintracht mit- und untereinander zu leben bis das Reich Gottes anbricht, wo sie dann ihren Lohn für das Ausharren und Durchhalten empfangen werden, wenn sie, ja, wenn sie der WTG immer Gefolgschaft leisten, andernfalls war alles vergeblich. Daß diese Lehre aber unbiblisch ist und die WTG-Leitung niemand retten noch verdammen kann, haben wir des öfteren mit der Heiligen Schrift bewiesen.

Denkt daran, daß auch diese noch Unwissenden Gefahr laufen, in ihrem Glauben mißbraucht zu werden, wie viele andere zuvor. Denkt daran, wenn sie eines Tages durch irgendwelche Umstände Rückblick halten und dann feststellen müssen, daß sie den Lehren einer Gesellschaft gefolgt sind, welche nur ihr eigenes Wohlergehen im Auge hatte.

Dieses Erwachen aus dem Wachtturm-Rausch ist dann bitter, wenn man feststellen muß, das ganze bisherige Leben ist durch die WT-Religion ruiniert worden. Wie vielen ist es doch schon so ergangen, nicht nur dem Bruder, der diese Frage aufwarf. Dieser Zustand braucht aber keinesfalls immer zu sein. Die Erfahrungen und Schicksale vieler älterer Brüder und Schwestern, welche oft sehr tragisch und erschütternd sind, können viel mit dazu beitragen, jüngeren Brüdern zu helfen und zeigen, wie gefährlich die WTG mit ihre Prophezeiungen, Lehren und sonstigen Machenschaften ist.

Alle älteren Brüder und Schwestern sollten deshalb ihre jetzige Aufgabe erkennen, der jüngeren Zeugengeneration zu helfen, auf daß sie nicht einmal sagen müssen wie der ehemalige Bethelmitarbeiter W. J. Schnell: "Ich war 30 Jahre Sklave des Wachtturm." Wer von den Brüdern diese Aufgabe erkennt, dessen Opfer für die WTG-Leitung waren nicht umsonst!

Neuer Geldschmuggel des Bibelhauses

Handlungen, die nicht mit der Bibel im Einklang sind

Ist es nicht eigenartig, daß die WTG niemals Auskunft gibt, von wem sie Geld erhält und wie hoch die eingegangenen Summen sind? Stattdessen wacht sie eifersüchtig darüber, daß auch alles gespendete Geld nach Wiesbaden übermittelt wird.

So mancher Diener wurde schon zurechtgewiesen, die "Gesellschaft" sei doch kein Wohltätigkeitsverein, nachdem er Bedürftigen in der Versammlung aus der Guten-Hoffnungs-Kasse eine Unterstützung gegeben hatte. In nicht wenigen Fällen war das ein Anstoß, die tatsächliche Unbarmherzigkeit der WTG endlich zu erkennen, die hinter den sog. geistigen Segnungen durch die WTG verborgen ist.

Mit den geistigen Segnungen des WT ist nämlich auf die Dauer niemandem gedient was die höheren Diener mit ihren komfortablen Bibelhäusern und mit ihrem "christlichen" Lebensniveau nach besten materiellen Gesichtspunkten beweisen.

Erinnere dich an den in CV 11 veröffentlichten Erlebnisbericht vom Nürnberger Kongreß 1955. Selbst bei den hier improvisierten Dingen trat das zutage. Die oberen Diener wohnten mit ihren Frauen in komfortablen Villen und Hotels, die einfachen Geschwister dagegen kamen auf Massenquartieren ins Stroh. Ein passender Vergleich: Auch Jesus lag einst in einem Stall auf Stroh und die Pharisäer hatten ihre pompösen Synagogen. Die oberen Diener aßen in extra Diener-Zelten und wurden von jungen, hübschen Schwestern mit weißen Häubchen bedient. Die einfachen Geschwister mußten sich vom Felddienst müdegelaufen, in langen Schlangen zur Massenabspeisung in der WTG eigenen Cafeteria anstellen. (WTG-eigen, damit auch hier das Geld in die WTG-Kasse kommt.) Ja, die höhere Dienerschaft sorgt schon für ihren materiellen Segen! Wohltätigkeit für die einfachen Geschwister oder gar für andere Bedürftige, wie die Kirchen es tun! Nicht doch! Wie weit hat sich doch die WTG von den schlichten christlichen Grundsätzen entfernt, nach denen alle Brüder und Schwestern gleich sind.

Hätte nicht jemand den Herren dort an den Tafeln in den Dienerzelten in Nürnberg ins Gesicht schreien müssen, wie die einfachen Verkündiger essen und schlafen im Gegensatz zu den höheren Dienern? Hoffentlich kommt bald die Zeit, wo Brüder in echter christlicher Verantwortung in solche Dienerzelte und Villen gehen und wie Jesus zur Geißel greifen und die Wechsler zum Tempel hinausjagen!. Daß keiner dieser höheren Diener selbst auf die Idee kam, die Bevorzugung vor den einfachen Brüdern unter Hinweis auf Jesus zurückzuweisen, zeigt, wohin die ganze obere Dienerschaft schon gekommen ist! Oder? Wo ist der Rebell gegen dieses unchristliche Handeln? Wer überzeugt den WTG-Zweigdiener und weist ihm sein Lager auch im Stroh an unter den geringen Brüdern? In Wahrheit ist die WTG-Führung in dieser Sache schon restlos in Privilegien erstarrt Nicht mal Jesu einfaches Vorleben kann da noch etwas ändern. Es trifft zu, was in 1. Korinther 4:6-9 geschrieben steht. Paulus weist die hochmütigen Korinther zurecht und sagt: Wer ist es, der dir einen Vorzug gibt? … Ihr seid bereits satt, seid bereits reich geworden, sitzt ohne unser Zutun im Regiment. Wollte Gott ihr säßet wirklich drin, damit auch wir mit euch zur Herrschaft kämen!" - Begreift man unter den höheren Dienern schon nicht wie sehr bei der WTG alles diesen hochmütigen Korinthern ähnelt?

Über die bisherige Geldbeschaffung

In den CV-Ausgaben Nr. 3, 6, 7, 8, 9 und 11 wurde über die Methoden berichtet, mit denen die WTG auch aus der DDR immer wieder neue Spenden für ihren üppigen Apparat und das gute Leben seiner Diener zu erlangen und nach dem Westen zu schmuggeln sucht. Es wurde nachgewiesen, daß das kriminell ist und gegen die DDR-Geldverkehrsordnung verstößt, die nach Matth. 22:15-22 und Römer 13:1-7 unabhängig von allen anderen Fragen zu respektieren ist. Dann wurde gezeigt, wie die WTG seit 1961 ein System erfand, bei dem sich in den Versammlungen die bereichern konnten, die gutstehende Verwandte im Westen haben, was alles so arrangiert war, daß das Bibellhaus auf neue Weise zu Geld kam. Dann wurde aufgedeckt, wie die WTG aus den Spenden der Brüder hier sich einen illegalen Dienstwagenpark anzulegen begann, wobei man die Polizei betrog wo doch jedes Auto zugelassen werden muß. "Dienstausrüstung" nannte man diese als Privatwagen getarnten WTG-Autos in der DDR! Natürlich durfte das niemand erfahren!

Selbstverständlich segnete sich die WTG-Dienerschaft in den oberen Kreisen nicht nur selbst mit den materiellen Gütern dieser Welt auf Kosten der Scherflein der Witwen. Sie finanzierte auch die WT-Schriften und damit die ganze antikommunistische und DDR-feindliche WT-Politik, die man öfter in diesen Schriften lesen kann. Zum Beispiel, die Brüder sollten wie einst auf die Vernichtung der Nazis auf Vernichtung der DDR-Regierung warten und andere politische Hetze. (WT 15. Februar 1965 S. 110) Das kostet ja auch Geld. Und es war Geld aus der DDR. Man wird sich in Wiesbaden gefreut haben, mit DDR-Geld gegen die DDR vorgehen zu können! Die niedrigen Rache-Instinkte der WTG sind hier bekannt. Bruder Pohl sagte einst voller Zynismus zu den Kurieren, die das Geld zu schmuggeln hatten, sie mögen sich bei der DDR-Regierung für die Gefahren und die Schwierigkeiten des Schmuggels bedanken.

Eine neue geheime Methode

Im Frühjahr 1967 sah sich die WTG gezwungen, eine weitere "Kriegslist" aufzugeben. Nicht, weil in 2.. Kor. 4:2 NW geschrieben steht, daß jede List unchristlich ist und man das beachten wollte. Die Bibel gilt da nicht für die WTG, das hatte andere Gründe. In die Versammlungen waren Anweisungen gegeben, Hundertmarkscheine in Briefen zwischen zwei Postkarten zu legen, wodurch der Geldschein im Brief - gegen Licht gehalten - unsichtbar sei. So hoffte man in Wiesbaden, wieder Geld aus der DDR illegal zum Fließen zu bringen. Was störte es, daß das wieder gegen die DDR-Geldverkehrsordnung verstieß und dazu noch gegen die internationalen Postgesetze. Aber die Postangestellten waren wachsam. Auch in Westdeutschland ist es unzulässig, Geld so zu versenden, auch dort gibt es dafür Zahlkarten und Postanweisungen.

Bezeichnenderweise kalkulierte man in Wiesbaden bei dieser Sache ein, daß so mancher Hundertmarkschein aus der DDR wohl verloren gehen werde. Aber das wurde gern in Kauf genommen, weil man auf ein Gelingen in den meisten Fällen hoffte. Hier zeigt sich auch wieder, wie andererseits die mühsam abgesparten Spenden und Scherflein gewissenlos aufs Spiel gesetzt werden. Aber es kam nur ganz wenig Geld auf diese Weise in Wiesbaden an. Die Verluste waren zu hoch. Diese Methode mußte wieder eingestellt werden.

Aber es läßt ihnen in Wiesbaden keine Ruhe, nicht an das mögliche Spendenaufkommen unter den Brüdern hier heranzukommen So haben sie seit Sommer 1967 wieder einen neuen Weg gefunden. Nur die zuverlässigsten Diener in den Versammlungen wurden eingeweiht. Angesichts der bisherigen Mißerfolge wurden strengste Geheimhaltungsmaßstäbe angelegt. Aber glücklicherweise sind unter diesen zuverlässigen Brüdern auch einige, die ihre christliche Verantwortung nicht vergessen haben! Sie möchten, daß auch der neueste kriminelle WTG-Geldschrnuggel aufgedeckt wird, um die Brüder vor Schaden zu bewahren.

Das Zweigbüro in Wiesbaden gab folgende Weisungen. Westdeutsche Brüder und Schwestern, die ihre Verwandten in der DDR besuchen, können in den hiesigen Versammlungen an die eingeweihten Diener herantreten und sich aus den hiesigen Guten-Hoffnungs-Kassen Geld "borgen". Für dieses Geld können sie größere Geschenke hier für ihre "armen Ostzonenverwandten" kaufen. Wenn sie nach Westdeutschland zurückkehren, müssen sie in Wiesbaden die Summe aus ihrer eigenen Tasche in Westgeld einzahlen, die sie sich in der besuchten Versammlung "geborgt" und dort ausgegeben haben. Sie müssen dieses Geld also durch eine eigene Spende ersetzen. Scheinbar kommt das Zweigbüro so doch an Geld in der DDR heran. Es können auch Personen oder Besucher von dieser Methode Gebrauch machen, die nicht zu den Zeugen Jehovas gehören! Natürlich müssen sie entsprechende Verbindungen haben.

Es ist wieder eine Methode, die abhängt von Besuchern aus dem Westen, die viel Geld haben. Die WTG fängt damit zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie schröpft diese reichen Ostreisenden und leert dabei die Guten-Hoffnungs-Kassen der hiesigen Versammlungen zugunsten der materiellen Interessen einiger weniger, die ihr persönliches Wiedersehen auf Kosten der Brüder und Schwestern feiern können, die zwar ihre Scherflein geben, aber von niemandem aus dem Westen besucht werden.

Zur kriminellen Hortung von Untergrundgeldern kommt damit auch noch der Hohn für die, die nur zusehen können, wie ihre Spenden verfeiert und verschenkt werden. Einem wirklich Bedürftigen wird nicht geholfen, weil sonst das Zweigbüro in Wiesbaden kaum etwas oder in der Regel nichts davon profitiert. Die allerstrengste Geheimhaltungsvorschrift der WTG unterstreicht den kriminellen und gesetzwidrigen Charakter dieser Sache.

Doch Jesus sagt zu denen, die ihm wirklich nachfolgen wollen: "Die Wahrheit wird euch freimachen." Auch die Wahrheit über die WTG.

A. B. Berlin

Spät - aber noch nicht zu spät

Offener Brief

von Schw. M. Schlammp, Stadtroda, Lohmweg 17

Viele Geschwister erhielten vor längerer Zeit diesen offenen Brief:

Es mußte mein sechstes Lebensjahrzehnt kommen, um in mir das richtige Verständnis von Matth. 24:11

"Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen"

reifen zu lassen.

Um die Jahrhundertwende geboren, 1941 von Rumänien nach Deutschland übergesiedelt, war es in meiner jetzigen Heirnatstadt Stadtroda, wo sich die Gedanken, die ich im Nachfolgenden darlegen will, ausprägten.

Meine Eltern waren Arbeiter. Als Kind schon lernte ich die rauhe Wirklichkeit des Lebens kennen. Schon mit 13 Jahren wurde ich zur Arbeit herangezogen und war dann viele Jahre als Dienstmagd tätig, In ständiger Abhängigkeit lernte ich Ausbeutung und Not aus eigener Anschauung kennen. Von zu Hause aus war ich christlich erzogen. 1949 kam ich zu den Zeugen Jehovas.

Was waren nun die Überlegungen zu diesem Schritt? Durch die NWG erklärte man uns, daß wir einer besseren Welt entgegengehen und dafür war ich ja, auf Grund meiner Lebenserfahrung.

Doch was mußte ich kennenlernen?

Die NWG befaßte sich immer mehr in ihren Schriften mit Politik, aber welcher Politik? Sie verherrlichten das amerikanische Leben, sprachen von der Stärke der amerikanischen Atomwaffen, hetzten gegen die DDR und das sozialistische Lager.

Sie forderten uns zu Anschriftensammlungen auf, forderten uns auf zur ungesetzlichen Ausfuhr von Geldern aus der DDR nach Westberlin.

Ich stellte mir die Frage: Wem nützt das? Dem Glauben? Nein! Das dient doch alles denselben Leuten, die mich früher ausbeuteten. Ich will es noch deutlicher sagen - Die NWG mißbraucht unseren Glauben an Jehova zum Kampf gegen die DDR.

Nur ein Beispiel dazu: Uns allen, liebe Geschwister, ist bekannt, daß jährlich viele tausend Mark auf die Aufforderung des Bethel hin ungesetzlich nach Westberlin ausgeführt werden, gar nicht zu sprechen von dem Erlös des Schriftenverlages.

Was geschieht mit diesen Geldern? Werden sie für die christliche Nächstenliebe verwandt?

Liebe Geschwister, besonders ihr, die ihr mit den Gesetzen der DDR auf Grund der falschen Propheten der NWG (Neue Welt Gesellschaft der Zeugen Jehovas, CV) in Konflikt kamt, prüft dies an Hand eurer eigenen Erfahrungen. Solltet ihr kein Beispiel finden, so will ich euch noch einiges von mir sagen:

Ich bin schwerbeschädigt (rechtes Auge blind und gehbehindert) und habe noch nie erlebt, seit meiner Zugehörigkeit zur NWG, daß ich von dieser unterstützt worden wäre. Wozu werden die Gelder der "Guten Hoffnung" verwandt? Nach meiner Erfahrung wahrscheinlich zum Kampf gegen den Kommunismus?

Wie sieht aber die angebliche Gefahr des Kommunismus aus, von der die Brüder im Bethel sprechen? Der Staat der DDR ist es, der sich um mich kümmert, von dem ich, ohne daß er nach Glaube und Bekenntnis fragt, durch eine Rente unterstützt werde. Das ist Nächstenliebe! Gegen diesen Staat soll ich sein? Nein! Niemals!

Liebe Geschwister, ich möchte euch sagen:

Prüft sie an ihren Taten und ihr werdet erkennen, daß es sich um falsche Propheten handelt.

Marie Schlammp

Bemerkenswerte Vorbereitungen der WTG in Westdeutschland

Seit der Änderung der Zeitrechnung und der neuerlichen Festlegung des Endes von Harmagedon auf 1975 trifft die Gesellschaft in Westdeutschland innerhalb der Organisation einige bemerkenswerte neue Vorkehrungen.

So erscheint der WTG das Nachrichtensystem in Westdeutschland nicht mehr sicher genug. Man ändert die bisherigen Formen, und Methoden für die Übermittlung der internen Informationen. Den höheren Dienern wurde untersagt, weiterhin für die Verbindung mit dem Zweigbüro in Wiesbaden die Telefonleitungen zu benutzen. Man hält die Postwege zunehmend für ungeeignet für die weitere Tätigkeit und Entwicklung im internen Bereich der Organisation Die Diener wurden unterrichtet, persönlich im Zweigbüro vorzusprechen, was interne Fragen betrifft, vor allem seit den neuen Richtlinien von Brooklyn. So hat man ein weitverzweigtes Kuriersystem zwischen Kreisen und Bezirken und dem Zweigbüro eingerichtet. Für besondere vertrauliche Dinge werden Anlaufstellen für Kuriere, leitende Diener und Mitarbeiter des Zweigbüros geschaffen. In einigen Fällen schuf Zweigdiener Franke in Abstimmung mit dem Hauptbüro in Brooklyn neben den offiziellen und bekannten Bezirks- und Kreisdienern sogenannte Sondervertreter, die nach einem vom Hauptbüro festgelegten Plan ihre Tätigkeit im Verborgenen beginnen sollen.

Alle diese bei der Informationszusammenstellung und -Übermittlung in Betracht gezogenen neuen Methoden und Formen lassen auf den Aufbau eines geheimen Nachrichtensystems schließen. Das Dienstprogramm der Sondervertreter ist so umfassend gehalten, daß man gespannt sein kann, wie sie ihre Aufgaben lösen. Unsere Freunde und Bekannten in der westdeutschen WT-Organisation, die die Einzelheiten über diese Vorbereitungen der WTG zusammentrugen, fragen, wohin dies alles führen soll.

Bei einigem Nachdenken über diese neuen WTG-Maßnahmen in Westdeutschland ergeben sich verschiedene Gesichtspunkte, denn schließlich führt die WTG solche Methoden nicht ohne Überlegungen und Hintergründe ein. Man ist geneigt, hierbei zunächst die Kürze der Zeit bis 1975 in Betracht zu ziehen. Will sich die WTG auf diese Weise allen Ernstes auf einen Machtantritt. nach 1975 in den einzelnen Ländern vorbereiten? Denn sollte es 1975 tatsächlich mit der Welt zu Ende sein, wie die WTG es predigt, so bleibt ja nichts weiter übrig, als daß die WTG-Diener die praktische Macht in allen gesellschaftlichen Dingen übernehmen. Natürlich ist 1975 genau so eine Illusion wie 1914, 1925, 1942, 1972 und andere Berechnungen. Ein weiterer Grund mag sein, der Öffentlichkeit mehr und mehr den Einblick hinter die Kulissen der WTG zu verwehren. Es existiert z. B. in Stuttgart die Zentralstelle der Evangelischen Kirche für Weltanschauungsfragen von Kirchenrat Dr. Kurt Hutten, der in seinem Materialdienst aufmerksam die Vorgange auch unter den Zeugen Jehovas beobachtet und veröffentlicht, ein Dorn im Auge der WTG.

Es erhebt sich aber auch die Frage, was diese neuen Maßnahmen in einem Land sollen, dessen Freiheit und Demokratie sonst nicht genug gepriesen werden kann, um politisch in Gunst zu bleiben. Rechnet die WTG mit ernsten Differenzen zwischen den USA und Westdeutschland angesichts der dort zunehmenden nationalistischen Bestrebungen Sind die neuen Vorkehrungen der WTG hier erste Maßnahmen, sich einzuigeln? Die bereits andauernden intensiven Bemühungen des Zweigbüros in Wiesbaden, die wichtigsten Verbindungen in Geheimverbindungen umzuwandeln, werfen eine ernste Frage auf. Es ist wieder eine folgenschwere Sache.

Da die WTG wie immer die Versammlungen allgemein nicht über ihre internen Maßnahmen informiert, möchte dies auf diese Weise über CV geschehen. Es ist unverantwortlich, daß die WTG-Diener hinter dem Rücken der Versammlungen, denen sie in Wirklichkeit zu dienen haben, solche Maßnahmen treffen. Das bedeutet nicht dienen, sondern Herrschaft über die Versammlungen. Lies 1. Korinther 4:6-8.

Die Zeit wird die Hintergründe der WTG für die neuen Maßnahmen kund werden lassen, denn diese Generation wird auch 1975 überleben wie alle bisherigen Prophezeiungen und Praktiken der WTG. Dank sei allen Brüdern und Schwestern ausgesprochen, die dazu beitragen, damit die Versammlungen nicht weiter wie bisher in Unwissenheit bleiben müssen über das, was ihre wahre Herrin, die WTG, im geheimen plant und vorbereitet. Denn die Forderung der Schrift, daß Christen mündig sein müssen, hinsichtlich der Urteilskraft gereifte Menschen (l. Kor. 14:20 Menge), macht es zwingend, allseitig informiert zu sein.

WTG Maßnahmen für 1975

"Die Gesellschaft ist zur Zeit dabei, einige statistische Erhebungen zu machen. Deshalb bitten wir Dich, die nachstehend gestellten Fragen zu beantworten und diesen Bogen wieder zurückzusenden. Soweit nichts anderes angegeben ist, sollte der Stand vom 31. März 1967 zugrunde gelegt werden. Sende den Bogen möglichst am 5. April, jedoch nicht später als am 10. April 1967 ein. Die Anfertigung einer Kopie ist nicht erforderlich, da sich die Zahlen immer wieder verschieben werden."

Mit diesen Worten beginnt ein Fragebogen, den die WTG im März 1967 an alle westdeutschen Versammlungsdiener sandte, um eine genaue Erhebung durchzuführen über Getaufte, Nichtgetaufte, Total der Verkündiger, männliche, weibliche, Altersgruppen, sozialer Stand, Teilnehmer am Gedächtnismahl und an allen Zusammenkünften.

CV ist über diese statistische Erhebung genau informiert dank Brüdern aus verschiedenen Versammlungen, u. a. aus Mainz, Schweinfurt, Göppingen, Trier, Hannover und Mannheim, die teilweise die Fragebogen oder sonstige Unterlagen nicht an das Zweigbüro nach Wiesbaden sandten, sondern an CV-Mitarbeiter. Denn die WTG verweigert jede genaue Auskunft über den Zweck der Erhebung. Dagegen erkennt man immer mehr die große Bedeutung von CV in allen Fragen die WTG betreffend.

Die Erhebung wurde sogleich kurze Zeit nach der Veröffentlichung der 1975-Berechnung durchgeführt. Sie läuft unter dem Signum CMA 10. April 1967. Sie steht weiter im Zusammenhang mit dem in CV 13 veröffentlichten Brief des WTG-Präsidenten N. H. Knorr an alle Zweigbüros bezüglich des Rückgangs in der Organisation, der jetzt hauptsächlich die Länder betrifft, die das stärkste WTG-Werk haben, USA, Kanada, England und Deutschland. Es ist verständlich, wenn das die WTG schockiert.

Die statistische Erhebung hat den Zweck, der Leitung einen Überblick zu geben, wie es in den Versammlungen aussieht, was zu erwarten ist, welche Kräfte man noch zur Verfügung hat was man berücksichtigen muß, worauf man sich orientieren muß.

Das hier ausgewählte Beispiel der Versammlung Göppingen ist insofern typisch, da Göppingen mit 104 Verkündigern für den mittleren Durchschnitt der Versammlungen in Westdeutschland steht. Der vom Versamrnlungsdiener Brd. E. Nebenführ am 6. 4. 67 unterzeichnete statistische Bericht enthält folgende wichtige Angaben:

104 Vk. insgesamt, davon

13 unter 25 Jahre alt

24 von 25 bis 40 Jahren

37 von 40 bis 60 Jahren

30 über 60 Jahre alt

79 weibliche Personen

25 männliche Personen

Sozialpolitische Zusammensetzung:

62 Arbeiter

29 Angestellte und Beamte

13 Selbständige

Versammlungsbesuch:

Gedächtnismahl 1966: 155 Personen

1967: 129 Personen

WT-Studiumbesuch durchschnittlich: 85

Dienstversammlung desgleichen: 65

Diese Zahlen zeigen im einzelnen u. a. folgendes: Rund 38 Prozent der Verkündiger kümmern sich nicht um die Dienstversammlungen und die Teilnahme an den Gedächtnismahlfeiern ist um 16 Prozent gesunken. Die Zahlen offenbaren ein Desinteresse an der Verkündigung und einen Rückgang des allgemeinen Interesses.

Sozialpolitisch ist zu erkennen: Rund 60 Prozent sind Arbeiter Das ist die Mehrzahl. Der Haupteinfluß der WTG erstreckt sich also unter die Arbeiterschaft. Es ist von enormer politischer Bedeutung, welche sozialen Schichten die WT-Verkündigung erreicht. Denn die Bibelauslegung muß darauf eingestellt sein. Es ist für die WTG wichtig zu wissen, in welche sozialen Kreise die WT-Politik wirkt, besonders ihr Antikommunismus (z. B. WT 15. November 1966). Die USA-Kirchenpolitik, der die WTG unterworfen ist, verlangt antikommunistischen Einfluß über religiöse Dinge auf die Arbeiterschaft zu nehmen. Die Statistik zeigt, daß die WTG auch dem weitgehend gerecht wird.

Altersmäßig ist im Hinblick auf Harmagedon bis 1975 zu erkennen: Die Mehrzahl aller Verkündiger ist in vorgerücktem Alter. Die Versammlungen sind überaltert. Verschiebt man die Endzeit wie 1914, 1925 und 1945 wieder um eine Generation (siehe CV 9), so sinkt die Mehrheit aller WT-Anhänger desillusioniert ins Grab. Die Jungen, die man bei einer weiteren Verschiebung der Endzeit, was 1975 fällig wird, vielleicht halten kann, sind die Minderheit in der Organisation. 1975 muß also mit einem gewaltigen Rückschlag gerechnet werden. Die WTG muß also versuchen, die Jungen rechtzeitig für eine Fortführung des WTG-Werkes nach 1975 zu fesseln und die Alten so gut es geht zu trösten. Kurios ist dabei, daß nach Harmagedon bzw. 1975 durchschnittlich auf einen männlichen Überlebendcn drei Frauen kämen.

Das sind nur einige Schlußfolgerungen aus der jetzigen WTG-Statistik. Man sieht, wie sich aus ihr in bedeutendem Maße für die WTG-Leitung, Strategie und Taktik für die Bibelauslegung und sonstige Belehrung und Ausrichtung der einfachen Verkündiger ablesen lassen.

Es ist in diesem Zusammenhang sehr bezeichnend, daß das Zweigbüro die Weisung ausgab, in den Versammlungen keine Kopie dieser statistischen Erhebungen zurückzubehalten Der Grund, die Zahlen würden sich immer wieder verschieben, ist haltlos, denn das trifft auch die WTG-Leitung. Der wahre Grund ist, die örtlichen Diener sollen so wenig wie möglich Material haben, das zu kritischem Überlegen und Bedenken anreizt. Sie würden erkennen, daß kein Gott das WT-Werk leitet, sondern die WTG sich recht weltlicher Methoden bedient, um Strategie und Taktik in Lehre und Organisation festzulegen.

Christliche Mission an Jehovas Zeugen W. J. Schnell, USA

Offener Brief an Jehovas Zeugen

Liebe Freunde!

Die Wachtturmgesellschaft möchte euch glauben machen, daß mit der Neuen-Welt-Gesellschaft der Sieg ist! Die Wahrheit darüber ist jedoch, daß sie in der ganzen Welt weiter an Boden verliert! Das ist offensichtlich, wenn wir auf das blicken, was sich im Kupfergürtel von Zentralafrika ereignete In den früheren dreißiger Jahren gelang es der Gesellschaft, viele ihrer Bücher in den Eingeborenensprachen Afrikas zu übersetzen und zu publizieren. Darin natürlich finden wir die doktrinären Kreisbewegungen, die für euch in meinem Buch "Dreißig Jahre ein Sklave des Wachtturms" beschrieben sind. In diesen Büchern wird das Christentum angegriffen als ein Teil der Teufelsorganisation und als Teil des Machtapparates aus Politik, Handel und Religion.

Diese Literatur wurde eine Gottessendung für afrikanische Führer, die unter dem Kolonialregime Englands schmachteten und anderer weißer Mächte. Es erlaubte ihnen eine Möglichkeit, sich selbst mit einer Bewegung zu identifizieren, die so verächtlich mit den Worten der Sprache des weißen Mannes sprach, Worten, die sie gern sprechen würden, aber als Schwarze nicht gegen ihre Kolonialherren wagen durften. Danach nahmen sie nicht nur in großer Zahl die Wachtturm-Bücher an, sondern sie vereinigten sich mit der Bewegung der Zeugen Jehovas, sie wurden eine Art "Naburu Zeugen Jehovas" oder "Freiheits-Zeugen Jehovas', (viele, wie die Völker Indiens und Chinas "Reischristen" wurden.) Zu einer Zeit wird berichtet, waren 52 Prozent der Chefs von Njassaland und Nordrhodesien Pro-Zeugen Jehovas, die in ihren Kraals die Zeugen Jehovas auf jede Weise unterstützten.

Streiks und Unordnung brachen schließlich im Kupfergürtel aus und da viele dieser "Naburu-ZJ" darin verwickelt waren, wurde die Wachtturmgesellschaft angeklagt, selbst diese Ausschreitungen und Streiks erregt zu haben.

In kurzen Ordern wurden ihre Vertreter vor die Hohen Kommissare der betreffenden Kolonien beordert und nur die rechtzeitige Intervention der Gesellschaft durch das Kolonialbüro in London verhinderte ihre Verbannung.

Es schien danach, daß die Gesellschaft einen großen Sieg errungen hat. Große Mengen Wachtturmbücher konnten abgesetzt werden und die Massen in Zentralafrika wurden zunehmend freundlicher. Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges kam Naburu oder Freiheit für viele dieser Kolonien.

Die Erwartungen der Neuen-Welt-Gesellschaft schwangen sich hoch empor. Sicher würde jetzt in den neuen Nationen eine reiche Ernte sein - vielleicht würden ganze neue Nationen Zeugen Jehovas werden. Aber die Wachtturmgesellschaft überspielte sich selbst. Es trat zutage, daß ihre Literatur (wie in Deutschland die theokratischen Organisationsweisungen) zum Anklagegegenstand wurde. In dieser Literatur hatte sie stark Partei ergriffen gegen alle weltlichen Regierungen, und diese Attacken waren so heftig gegen die Machtstruktur, daß sich die neuen afrikanischen Führer gewarnt sahen. Es war wohl richtig, diese Attacken als Muster zu nehmen und sich selbst damit zu identifizieren, solange sie sich unter dem Kolonialzepter befanden, aber da nun einmal die Freiheit gekommen war, wünschten sie nichts mehr von der Wachtturm-Unversöhnlichkeit in ihrer Mitte.

Sie warfen ihr ZJ-Gewand ab und die Massen verließen die Zeugen Jehovas. Nun ist große Verwirrung unter Tausenden Naburu-ZJ in Afrika. In Äthiopien wurden die Dinge so schlimm, daß das Werk verboten wurde. Dasselbe ist der Fall in Tansania. Die Sudanesische Innere Mission half in Äthiopien dadurch, daß sie unsere Bücher in die Imperial Bücherei brachte, Material, wodurch es der Regierung möglich war, sich eine umfassende Meinung zu bilden. Kürzlich bat das Publikations Department in Jos, Nigeria, um die Erlaubnis, unsere Literatur in die verschiedenen Eingeborenensprachen übersetzen zu können, um diesem armen irregeführten Volk (der WT-Anhänger) aus ihrem Traume zu helfen.

Ich habe in zwei vorhergehenden Briefen gezeigt, daß die Theokratie nicht nur 1933 und 1945 in Deutschland verfiel und nun in Osteuropa seit 1950, sondern sie verfällt auch in ganz Afrika.

Wie lange, Jehovas Zeugen, wollt ihr euch der Wachtturm-Sklaverei unterwerfen? Lest unser Buch "Dreißig Jahre ein Sklave des Wachtturm". Empfangt unsere kommenden Artikel "Die fatalen Irrtümer des Russelismus" und "Jehova beschützt die Organisation der Zeugen Jehovas nicht".

Freudevoll, eure befreiten Brüder in Christus

Christliche Mission für Jehovas Zeugen

Interessante Mitteilungen

Empfehlung für Zweigbüro Wiesbaden

Im Union-Verlag Berlin (DDR) ist 1967 eine Sammlung kirchenpolitischer Dokumente erschienen unter dem Titel "Auf dem Wege zur gemeinsamen humanistischen Verantwortung". Die Sammlung umfaßt Dokumente zur Politik der Kommunistischen Partei Deutschlands, der Behörden der Sowjetischen Besatzungszone und der Deutschen Demokratischen Republik zu Fragen der Religion von 1933 bis 1966. Für die notwendige politische Kursänderung der WTG und Abkehr von Antikommunismus und Staatsfeindschaft und im Hinblick auf die notwendige Besinnung auf die sozialpolitische Mitverantwortung des Christen im gesellschaftlichen Leben ist diese Sammlung unentbehrlich.

Soziologische Argumente Hauptsache

Systeme, die auf absolutem Glaubensgehorsam aufbauen, bedingen notwendigerweise einen Infantilismus (Stehenbleiben auf einer kindlichen Entwicklungsstufe) ihrer Gläubigen Ihre Dogmatik zwingt die Menschen in Unsicherheit und Abhängigkeit und verhindert konstant die freie Entscheidung des einzelnen Gewissens und bedingt so eine psychische Deformation (Verbildung). Das verbindet sich zu einem Machtmechanisrnus über den Gläubigen, dem weniger durch religiöse als vielmehr durch soziologische und psychologische Argumente beizukommen ist. Weiter können solche Machtmechanismen nur von außen bekämpft werden, und den Gläubigen bleibe nichts weiter als die Emigration aus dem verhärteten System.

Diese Ansicht des westdeutschen religiös-soziologischen Autors Matthias Becker (Frankfurter Rundschau, 23. 2. 68)

trifft auch weitgehend auf die WTG und ihr System zu. In der Tat ist es eine entscheidende Frage, der WTG die natürlichen Rechte und Pflichten der Menschen in sozialer und politischer Hinsicht vor Augen zu halten.

Bibel zu einem Steinbruch gemacht

Die Zeugen Jehovas haben die Bibel in die Folterkammer geschleppt. Sie haben die prophetischen Schriften zu einem Steinbruch für ihre Wahrsagereien gemacht. So heißt es in einer Flugschrift über die Zeugen Jehovas, die von der Evangelischen Gesellschaft in Stuttgart in 10 000 Exemplaren verbreitet wird.

Diese Vergleiche sind nicht ganz unzutreffend, wenn man z. B. daran denkt, wie oft die Bibel schon herhalten mußte für die unmöglichsten Lehren des Wachtturms. Man denke an die verschiedenen Obrigkeitsdeutungen, an die vielen haltlosen Zeitberechnungen wie 1799, 1874, 1914, 1925, 1945, 1972 und 1975. Jedesmal waren aus der Bibel die Bausteine für diese widersprechendsten Lehren herausgebrochen worden.

CV bittet alle Brüder und Schwestern

Wir bitten alle Brüder und Schwestern guten Willens, alle Arten alter und ältester WT-Literatur, Zeitschriften, Bücher, Broschüren und sonstige Materialien (Resolutionen, Flugschriften, Briefe, Dokumente usw.) auf beliebige Weise an CV zu senden oder zu übermitteln um zu helfen, die ganze Wahrheit über die WTG in CV verbreiten zu können. Wir freuen uns über jede Hilfe.

Die soziale Verantwortung erkennen

Am 26. März 1967 wurde vom Papst Paul VI. eine Sozialenzyklika "Populorum Progressio" veröffentlicht. Sie sollte von allen Christen, die ihre soziale Verantwortung ernst nehmen, gelesen werden. Sie stellt die gegenwärtige Antwort der Katholischen Kirche auf die soziale Frage dar, und hat weit über die katholische Kirche hinausgehend Bedeutung Das Echo ist international. - Es dürfte nützlich sein, die echte christliche Verantwortung dieser Enzyklika zu durchdenken. Sie wurde in der Tageszeitung "Neue Zeit", vom 13. 5. 67 in der DDR veröffentlicht.

Liebeswerben um die Fortgelaufenen

Dazu berichtet ein Bruder aus St.:

Der ganze Wachtturm-Artikel aus Nr. 11 vom 1. 6. 67/342-346 ist ein einziges Liebeswerben um die Fortgelaufenen, Nach meiner Erfahrung pflegte in früheren Zeiten die Leitung der Theokratischen Organisation, rauher und liebloser mit den Fortgelaufenen umzugehen. Unverblümt wurden sie des Abfalls von Gott und seiner Organisation bezichtigt und sie wurden dem gnadenlosen Untergang in Harmagedon überantwortet. Jetzt wird, auch andere Anzeichen deuten darauf hin, gelegentlich eine neue Methode, sowohl bei der Werbung, als auch bei der Behandlung wankender und desertierter Brüder praktiziert. Man ist geneigt, diese Methode als Dienst am Kunden zu bezeichnen. Dieser Dienst am Kunden soll der Theokratischen Organisation ein neues Gesicht geben, voller Freundlichkeit und Verstehens, um damit zum Zugstück zu werden. Wie es die Verhältnisse gebieten, ändert man die Methoden. Jedoch an dem Gefüge ihrer Glaubenslehre und ihres Sendungsanspruches ändert sich nichts, was ja zumeist die Ursache der Dessertation war. Wie weit die neue Methode Erfolg haben wird, werden wir im Jahrbuch 1969 erfahren.

Weltweites Echo

Das Buch der Pionier-Schwester Josy Doyon, Schweiz, "Hirten ohne Erbarmen", ihre 10jährige Lebensgeschichte unter der Wachtturm-Gesellschaft, wird auch in den USA bekannt und von dort aus in vielen weiteren Ländern. In einem offenen Brief publiziert der Leiter der internationalen "Christlichen Mission für Jehovas Zeugen" Brd. W. J. Schnell, dieses Buch, welches vor einiger Zeit im Zwingli-Verlag Zürich/Stuttgart erschienen ist. So schreitet die Aufklärung voran und nichts vermag sie aufzuhalten.

Berichtigung: In CV Nr. 14 auf Seite 6 muß es heißen: Sie wird seit Anfang 1967 (nicht 1957) hier im Berliner Raum …

A 4057-68 1,5 568 V 7 1 1142

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