Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
http://www.manfred-gebhard.de/Parsimony.5029.htm
Erneut zitiert sich die CV in dieser Ausgabe
selbst. Peinlich noch dazu, dass die Nummern verwechselt werden, aus der das Zitat
entnommen wurde. Darüber kann man hinwegsehen. Nicht hinwegsehen indes kann man über die
Substanz des Zitates.
Erneut behauptet die CV, ohne authentische
nachprüfbare Beweise; aus einer Stuttgarter Versammlung der Zeugen Jehovas sei
"bekannt" geworden; es gäbe dort (oder insgesamt?) sieben Zeugen Jehovas, die
zugleich Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutzes seien. Zu einer solchen
Meldung muss klar Stellung bezogen werden, angesichts der Brisanz, sollte sie je
zutreffend gewesen sein. Ich kann nur bewerten, was die CV als "Beweis" dafür
vorbringt. Und da muss klar gesagt werden. Völlig unzulänglich!
Siehe dazu auch die Einleitung zu CV41
DIE MISSION VON CV
Ist Wegbereitung und Auferbauung im Glauben in christlicher und sozialer
Mitverantwortung und tätiger Nächstenliebe hier und heute. Dies erfolgt in besonderem
Hinblick auf die von der Wachtturm-Gesellschaft (WTG), USA, geleiteten Gemeinschaft der
Zeugen Jehovas und ihrer haltlosen Weltendeverkündigung. Diese Mission geht aus von
Tradition und Bedeutung der Internationalen Bibelforscherbewegung und dient der
Hinführung in die Nachfolge Jesu, der Bildung und Tätigkeit freier christlicher
Gemeinden sowie christlicher und mitmenschlicher Verständigung und aktueller Information.
Wir rufen zur Mitarbeit
Nr. 122 Gera September 1979
DIE GROSSEN LESEN ES UND DIE KLEINEN WERDEN DAFÜR
GEHENKT
So vergleichsweise mit CV in Dresden geschehen
Liebe Leser
liebe Brüder und Schwestern
Um eine junge ZJ-Ehe zu retten, die durch die Abkehr des jungen Mannes von
den WTG-Endzeitirrlehren gefährdet ist, wurden von CV zwei Sonderausgaben übergeben, in
denen die WTG-Endzeitirrlehren umfassend nachgewiesen werden. Der Zweck der Übergabe war
zunächst, der jungen Ehefrau klarzumachen, daß es tatsächlich genügend Gründe gibt,
der WTG nicht mehr zu folgen, und daß jeder darin Entscheidungsfreiheit hat. Sie sollte
zumindest in der Lage sein, ihren Mann zu verstehen, was noch lange nicht heißt, ihm
zuzustimmen. Ein Grund für Ehescheidung ist die Ablehnung der WTG keineswegs. Die
Unterhaltung darüber wurde mit der jungen ZJ-Ehefrau offen geführt. Ja, sie stimmte dem
soweit zu. Sie wollte ihren Mann. zumindest verstehen können. Sie liebt ihn und möchte
mit ihm zusammenbleiben. Das Kind ist noch ganz. klein. Es wurde eine weitere Unterhaltung
vereinbart. Sie sagte zu, CV gründlich zu prüfen.
Unter den Drohungen der WTG-Sanktionen brach dieser
Vorsatz völlig zusammen. Furchtvoll verbrannte sie die CV-Ausgaben und versprach, keinen
CV-Vertreter wieder zu empfangen. Bekanntlich verfolgt die WTG CV mit letzter Schärfe
Ungelesen verbrennen! lautet ihre Anweisung. Wer das nicht tut, wird mit
.Gemeinschaftsentzug bedroht, mit Verstoßenwerden, mit einer "Vernichtung in
Harmagedon", wenn er sich nicht beugt. Die einfachen Verkündiger sollen als die
WTG-"Lasttiere" unmündig und arglos bleiben und nicht hinter die WTG-Kulissen
blicken können, und wenn darüber eine Ehe zerbricht! Die "oben", aber lesen CV
mit Argusaugen! Nicht schnell genug können sie eine neue CV-Ausgabe in die Hände
bekommen! Mit dem "Harmagedon-Schaffot", an das sie selbst nie geglaubt haben,
drohen sie nur denen "unten". Keiner lasse sich darum länger von ihnen
bevormunden, sondern
Vergewissert euch über alle Dinge
haltet fest an dem, was recht ist
1. Thess. 5:21 NW- Eure Brüder CV-Redaktion
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Wir lesen in dieser Ausgabe
Gnadenlos gegen "gefährliche Gedanken"
Mecklenburgs "Bezirksdiener" schreibt nach Wiesbaden
Wie aufkeimende christliche Mündigkeit eines BD noch einmal
niedergeschlagen wurde
Was W. Pohl, Leiter des WTG-Ostbüros in Wiesbaden, als "Nach wie vor
die alten Märchen", "Verlogenheit" und "plumpes Theater"
bezeichnete
Urteilt selbst
Mit staatlichen Fördermitteln
Nach den neuen WTG-Weltzentren in USA, Westeuropa und Japan nun auch ein
Fernsehsender
Nachdenken und Unruhe
Unsere Erzählung
Kreisdiener Heinrich Ditschi - ein aufrechter Verteidiger christlichen
Glaubens (11)
Vergleich mit einem Kreisdiener in "Hirten ohne Erbarmen" von
Josy Doyon, Schweiz
Wehrdienst
Befürworter und Lehrer der Wehrdienstverweigerung im Zwielicht der
eigenen Praxis
Lebendiges Christentum freier Christen 6/1979
Die Zeugen Jehovas von anderen Christen beobachtet
Bei denen, die draußen sind, eines guten Rufes erfreuen
1. Tim. 3:7
Christus starb doch an einem Kreuz (3)
Wenn man das Kreuz verwirft
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Erwartet die CV-Sonderausgabe 1980!
So etwas hat kein Betroffener jemals in der Hand gehabt!
Die Zeit ist herbeigekommen!
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"Notstandsgebiet" Mecklenburg
MECKLENBURGS "BEZIRKSDIENER" SCHREIBT NACH WIESBADEN
Wie aufkeimende christliche Mündigkeit eines BD noch einmal
niedergeschlagen wurde
Ein gnadenloser Untergrundkampf
Schon in den 30er Jahren ging die WTG gegen die Brüder und Schwestern,
die erwiesene WT-Irrlehren zurückgewiesen haben mit einem gnaden- und erbarmungslosen
psychologischen Terror vor, insgeheim wie öffentlich. Die gesamte damalige
Ältestenschaft, die sich der tödlichen Irrlehre der WTG, die politischen Regierungen
seien keine biblischen Obrigkeiten nicht beugte, wurde als "stößige, riechende
Böcke" verteufelt und also solche, die das "Volk Gottes" der
"tierischen Organisation Satans" ausliefern, religiös und politisch diffamiert,
verfolgt und aus der Organisation verjagt.
Gnadenlos wird auch heute jeder "in den Staub der Steine der Organisation" gebeugt und zum Schweigen gebracht oder fertiggemacht, der der WTG nicht bedingungslos folgt, besonders unter den höheren Dienern. Gnadenlos werden auch die Anfänge christlicher Mündigkeit als "Rebellion" niedergeschlagen. Angesichts dieses WTG-Vorgehens, ihre Kritiker durch möglichst persönliche Verleumdungen und Diffamierung schnell und widerstandslos zum Zusammenbrechen zu bringen, gibt es keinen Grund, die Dinge nicht aufzudecken. Darüber hinaus sei allen verantwortlichen Dienern ganz klar gesagt: Ihr habt keine Hemmungen, euch über andere und fremde Familien herzumachen, in "theokratischer Kriegslist" unter Mißachtung von 2. Kor. 4:2 NW "geteilte Häuser" zu schaffen, und wenn dabei die Ehe zerbricht, ihr habt keine Bedenken, sie durch die antikommunistisch-staatsfeindliche Ausrichtung der WT-Verkündigung in einen gefährlichen Untergrund zu führen, ja, ihr habt keine Bedenken, junge Brüder in Mißachtung der staatlichen Finanzgesetze zu kriminellen Verbrechern zu machen und ins Gefängnis gehen zu lassen! "Das Geld gehört Jehova!", trat jüngst ein WT-Ältester die Worte Jesu mit Füßen: "Gebt dem Cäsar, was des Cäsars ist".
Und ihr wißt ganz genau, daß sich die WTG mit ihrer
1975-Weltendeverkündigung als ein falscher Prophet erwiesen hat! Und was das nach 5. Mose
18:20-22 bedeutet!
Um der aufrichtigen Arglosen willen, die das WTG-Spiel nicht durchschauen,
aber auch um euretwillen, damit auch ihr euch von dem ungeheuerlichen und grotesken
Mißbrauch des Glaubens durch die WTG freimacht, und aufhört, andere auf die
WTG-Endzeitirrwege zu führen! Noch ist es für niemanden zu spät!
"Rotte Korah! Rebellen! Judasse! Handlanger des Teufels! Vom Staat gekaufte Subjekte! Satansdiener! Riechende, stößige Böcke! Verräter!" - Nur wenige sind es, die in der Vergangenheit nicht alsbald unter diesen Angriffen, Verleumdungen, Lügen, Diffamierungen und Schmähungen der WTG und ihrer Hörigen zusammengebrochen sind und es vorgezogen haben, die Auseinandersetzung mit einer derart vorgehenden Organisation aufzugeben. Um der Betroffenen willen - die Vergangenheit ist nicht die Gegenwart: Schon über 100 Jahre WT-Endzeit, das ist zuviel! Die Zeit ist herbeigekommen! Lest nun die Geschichte unseres "Bezirksdieners".
Die Hintergrundsituation
Es begann um 1984. Der abstoßgebende allgemeine oder auch besondere
Hintergrund war der jahrelange Antikommunismus in der WT-Verkündigung und die just
(1962/63) vollzogene Kehrtwendung der WTG in der Obrigkeits-Auslegung. Für alle, die
jahrelang ehrlichen Glaubens gepredigt hatten, die politischen Regierungen seien keine
Obrigkeit von Gott für Christen sondern "Gangster in Amt und Würden" (Erwachet
8. 11. 49) und damit "Cliquen von Gangstern und Verbrechern" (Bezirksdiener
Pietzko Weimar), nun sind sie doch Obrigkeit von Gott, war diese Kehrtwendung ins
Gegenteil ohne Zweifel ein schwerster Schock. War das doch eine Existenzfrage, bei der es
um Freiheit, Gut und Leben gehen konnte und in vielen Ländern auch gegangen war. Hieß
das doch für einen höheren Diener, viele Menschen in dieser Lebensfrage irregeführt zu
haben. Der Name unseres BD spielt keine Rolle. Weiter weg würde ein Name, ohnehin etwas
sagen. Sein Beispiel spricht lebendig genug.
Die "gefährlichen Gedankengänge" unseres
Bruders
Wenn man für andere Mitverantwortung trägt, macht man sich mehr
Gedanken. Sagt die Schrift doch warnend, daß ein Lehrer "ein umso strengeres Urteil
empfangen" wird. Jak. 3:1. Um welche Gedanken ging es? Aus dem Schreiben von W. Pohl
aus dem WTG-Ostbüro in Wiesbaden entnehmen wir folgende Hauptschwerpunkte:
- Gedanken des BD über die antikommunistischen "Hetzartikel"
(W. Pohl) in den Schriften
- Gedanken des BD über die "Sammlung von Nachrichten" (W. Pohl)
aus verschiedenen Bereichen
- Gedanken des BD "über die Schädigung des Cäsars wegen verbotener
'Geldausfuhr'" (W. Pohl)
- Gedanken des BD darüber, "das Werk sei politisch" (W. Pohl).
Unser Bruder BD hatte sich in der Tat über diese Dinge Gedanken gemacht.
In verschiedenen Mitteilungen hatte er der "Mutter" mehrfach darüber berichtet.
Wie ersichtlich ist, hatte er sich mit der Antwort jedoch keinesfalls zufriedengegeben. Er
hatte die Einsicht gewonnen, daß man "bei den Nachbarn" keinesfalls aus
Falschheit "mit allem einverstanden" ist, was die für alle geltenden
Grundsätze nicht verletzt.
Die Antwort von W. Pohl vom WTG-Ostbüro Wiesbaden
Mit keiner Silbe geht W. Pohl auf die Schwerpunkte ein. Stattdessen
bezeichnet er einfach alles als "nach wie vor die alten Märchen" und
"Verlogenheit" als "plumpes Theater". "Glaubt nicht",
schreibt er, "daß die Nachbarn ihre wirklichen Absichten irgendwie geändert
hätten, wenn sie nur ihren Mund aufmachen, muß man damit rechnen, daß sie irgendeine
neue Unwahrheit herausbringen, denn sie kennen keinen Respekt vor der Wahrheit und
Ehrlichkeit". Auf "die Gedankengänge" dieser "bösen Nachbarn
einzugehen bedeute, "sich einer Irreführung hinzugeben".
Ja, so sieht die wirkliche Sprache der WTG aus, ihr wahres Gesicht. Wenn Kommunisten schon den Mund aufmachen, würden sie schon lügen, wird skrupellos verleumdet. Sie seien grundsätzlich als "böse Nachbarn" zu behandeln, getreu der WTG-Devise des Kampfes gegen den Kommunismus. "Gehe ihnen aus dem, Weg", fordert W. Pohl deswegen zum Schluß. Denn nichts konnte für die WTG gefährlicher werden, als daß ein hoher leitender Bruder anfängt, sich selbst Gedanken zu machen darüber, ob die WTG-Weisungen zu verantworten sind oder nicht. Es mußte verhindert werden, daß unser Bruder "versuchte, mit den Nachbarn zurechtzukommen", wie W. Pohl es formulierte. Schon die geringste Kritik an der WTG-Verkündigung als "Bollwerk gegen den Kommunismus" mußte im Keim erstickt werden. Vor der BRD-Presse hatte die WTG selbst sich als solches "Bollwerk" dargestellt, u. a. durch Br. W. Amann im Westdeutschen Tagesblatt, Dortmund, vom 26. Juli 1960. Wenn W. Pohl jetzt antwortete, die politischen Feststellungen über die WTG seien "alte Märchen", "Verlogenheit" und "plumpes Theater", so wird er nicht nur durch Br. W. Amann der Lügen überführt. Er läßt erkennen, mit welcher antikommunistischen Skrupellosigkeit das Werk geleitet wird. Wer das zu begreifen beginnt, muß ausgeschaltet werden. So schrieb er drohend an unseren Bruder, solche kritischen "Gedankengänge" würden "allmählich auf ihn abfärben" und würden "seine Widerstandskraft schwächen". Auch hier sehen wir die abgrundtiefe Neutralitätsheuchelei der WTG: In ihrem "Bollwerk" wider den Kommunismus darf es keine Lücke geben. Sie erschraken förmlich vor der Aussicht, unser Bruder BD könnte als Kronzeuge dieser Heuchelei auftreten.
Es begann Kreise zu ziehen
Was die WTG unserem Bruder BD zu einem Hauptvorwurf machte, war zunächst,
"er beklagte sich bei, anderen darüber" (W. Pohl), wie die WTG ihm geantwortet
hatte. So sah sich W. Pohl veranlaßt, einen weiteren Brief zu schreiben. Diesmal aber
nicht an unseren Bruder BD, sondern an solche Brüder, denen gegenüber er nicht
geschwiegen hatte. Damit hatte die Sache Ausmaße angenommen, er hatte den Brief an andere
weitergegeben, "für die der Brief gar nicht bestimmt war" (W. Pohl). Damit
drohte die Sache der WTG außer Kontrolle zu geraten, was dann auch geschehen ist. W. Pohl
schrieb über unseren Bruder BD nun: "Auch wenn Arztes er meint, die Diagnose des
Arztes (d. h. der WTG, Anm.) beruht auf fehlerhaften Feststellungen und
Mißverständnissen und er sei gar nicht krank", dennoch sei unsere Bruder BD
"sanatoriumsreif". Und um alle anderen davon abzuhalten, sich ebenfalls
"Gedankengänge" zu machen über das, was unserem Bruder BD bewegte, stellte W.
Pohl das "persönliche Problem" unseres Bruder BD hin. Wer würde es wohl wagen,
sich mit den persönlichen Problemen andere zu belasten? Dies war das einzige
"Argument". Allerdings haben solche persönlichen Drohungen meist Erfolg gehabt.
Hier aber sollte alles anders kommen. Es war keineswegs nur das "persönliche
Problem" unseres Bruder BD. Es war das politische Hauptproblem der
Wachtturm-Gesellschaft, wodurch schon Tausende ins politische Verderben geraten waren! Was
W. Pohl hier über unseren Bruder BD schrieb, er sei gleichsam sanatoriumsreif, war nichts
als Ablenkung und psychologischer Terror, um ihn in seinem Umkreis psychologisch
fertigzumachen und kaltzustellen.
Allerdings schafften sie es zunächst, unserem Bruder BD wie einen psychiatrischen Fall "sanatoriumsreif" zu stempeln und tief "in den Staub der Steine der Organisation" zu beugen, hinunter auf die tiefste Stufe, als ein "abschreckendes Beispiel" für Mecklenburg sozusagen.
Der Same, der durch diesen "Fall" aber ausgestreut wurde, konnte nicht im Aufgehen gehindert werden, wo er auf den Boden eines aufrichtigen Herzens fiel. Mit Sicherheit fällt nun alles auf die WTG selbst zurück! Unser Bruder BD wird öffentlich gerechtfertigt werden. Der "Kronzeuge steht dennoch auf"! Was unser Bruder BD schon damals als "fehlerhafte Entscheidungen" erkannte, wird nunmehr völlig und gänzlich ins Licht gerückt! Auch die "Brandmauer" von "Homa" zerbricht. Unsere Mecklenburger insbesondere werden aufhorchen und hinter einige Kulissen schauen können!
WAS POHL, LEITER DES WTG-OSTBÜROS IN WIESBADEN ALS
NACH WIE VOR DIE ALTEN MÄRCHEN", "VERLOGENHEIT" UND "PLUMPES
THEATER" BEZEICHNETE
Urteilt selbst
Paulus an Titus:
"Schärfe ihnen ein, daß sie sich den obrigkeitlichen Gewalten
unterordnen, Gehorsam leisten und zu jedem guten Werk bereit seien, daß sie niemandem
schmähen
" Titus 3:1,2 Menge
Die WT-Gesellschaft tritt das skrupellos mit Füßen
Es ist zu ungeheuerlich, als daß man hier noch zurückhalten könnte. Wer
der WTG vor Augen führt, daß ihre Verkündigung keineswegs politisch neutral ist, wie
sie immer und überall behauptet, den bezichtigt sie im Handumdrehen als
Märchenerzähler, Lügner und Theaterspieler, während sie für sich nichts als Sanftmut,
Friedfertigkeit und Demut reklamiert.
Von Zeit zu Zeit ist es notwendig, hierzu immer wieder einige offene Worte zu sagen, da nicht jeder zu jeder Zeit die Gegenbeweise zur Hand hat oder sich noch hinreichend erinnern, kann, so daß er den Behauptungen der WTG und ihrer hörigen Vertreter hilflos gegenübersteht. Der Fall unseres Bruder BD aus Mecklenburg macht einige diesbezügliche Erinnerungen nötig.
Wenn wir nachfolgende Beweise lesen, müssen wir zu dem eindeutigen Schluß kommen, daß die WTG überhaupt nicht interessiert, was die Bibel gebietet, wenn es ihren hintergründigen Organisationsinteressen widerspricht. Dann wird jedes Wort der Schrift herumgedreht oder mit Füßen getreten. Wir sagen anhand der nachfolgenden Beweise: Die WTG-Führer sind die verlogensten und skrupellosesten antikommunistischen Hetzer und Verleumder, Lügner und Schmäher, denen die Worte der Schrift nicht das Geringste gelten, wenn sie sie nicht gebrauchen können! Hier ist der Beweis!
W. Pohl auf dem WTG-Kongreß 1958 Deutschlandhalle.
Es war 1958 auf dem WTG-Kongreß in der Deutschlandhalle in Westberlin. W.
Pohl gab den Hauptbericht über den Internationalen Kongreß "Göttlicher Wille"
in New York. Bezüglich der Kommunisten tobte W. Pohl förmlich in Tiraden des kalten
Krieges: "
diese bestialisch verseuchte Kommunistenrasse. Was aber stört sie
eigentlich an uns und unserer Lehre? Wir sprechen vom Frieden und nur von dem, durch
unseren Gott Jehova
Diese kommunistisch verseuchte Bande will der Menschheit
einreden, der Kapitalismus sei schuld, daß die Atom- und Wasserstoffbomben usw. in
Tätigkeit treten. Hätten die euch wohl erlaubt, eine solche Veranstaltung zu starten?
Glaubt ihr nun noch daran, daß die kapitalistischen Länder die schlechten sind? Die
haben erkannt, daß die Zeugen nur friedliche Menschen sind. Sie predigen nur vom Frieden
und nie vom Krieg. Wen sollten wir da nun mehr lieben
Welches sind nun die besseren
Menschen, die Kommunisten, diese verfluchte Brut, oder die Kapitalisten
Menschen,
die uns gut gesinnt sind und Freiheit gestatten
Alle, die heute von hinter dem
eisernen Vorhang anwesend sind, und es ist keine geringe Zahl, was die Verpflegungsausgabe
beweist, wissen am besten, daß auf allen ihren Wegen Jehova bei ihnen ist und sie auf der
Fahrt nach hierher vor den Klauen der kommunistischen Bande bewahrt hat!
(Beifallklatschen). Laßt sie wüten diese Löwen, ihre Zeit ist gezählt, ihrer gerechten
Strafe entgehen sie nicht, da Jehova sie alle kennt. Darum Brüder, möchte ich meinen
Auftrag aus New York für die neue Resolution seitens der Gesellschaft auf dieser
Bezirksversammlung erledigen, indem ich eure Zustimmung für die Annahme entgegennehmen
soll." (Beifallklatschen) Aus: Kongreßaufzeichnungen.
W. Pohls antikommunistische Hetztiraden und Schmähungen waren eine fast buchstäbliche Wiederholung der Wachtturmhetze wie "wilde Tiere hinter dem eisernen Vorhang" und "kommunistenverseucht" (WT 1. Juni 1952 und Erw. 6. April 1953). Zudem stand dies alles auch im Zeichen der Wachtturm-Bibelfälschung: "Gangster in Amt und Würden. Beweise, daß Politiker nicht die von Gott verordneten 'obrigkeitlichen Gewalten' sind". (Erw. 8. Nov. 1949). So braucht man sich über die Hetze und Schmähung eines W. Pohl, "kommunistisch verseuchte Bande", "wütende Löwen", "verfluchte Brut" usw. nicht zu wundern. Man braucht sich auch nicht zu wundern, wenn solche WTG-Führer im Handumdrehen erklären, die Feststellung, sie seien politische Hetzer und. Schmäher, sei "nach wie vor die alten Märchen" und "Verlogenheit". Nur geistige Gangster sind zu solchen, den Tatsachen ins Gesicht schlagenden Erklärungen fähig. Ein ehrlicher Mensch ist dazu unfähig. Angesichts dieser Tatsachen sagen wir darum mit aller Schärfe und Konsequenz: Die hauptverantwortlichen WTG-Führer sind religiös-politisch verschlagene Abenteurer, die skrupellos aus Schwarz Weiß machen, wenn es ihnen nützt. Sie gehen nicht nur über deine und meine "Leiche" dabei, ganze Generationen "vergehen" unter ihren verlogenen Endzeitstiefeln. Sie w o l l e n keinen Frieden mit dem Kommunismus und den Kommunisten!
Wer um Frieden mit dem Kommunismus bemüht ist
"Warum ist die Religion um Frieden mit dem Kommunismus bemüht?"
prangerte die WTG jüngst 1974 natürlich nicht sich selbst, sondern die aus ihrer Sicht
falsche Religion an. WT 1. 3. 74. In feindseligem Ton hieß es dazu: "Der Vatikan hat
den kalten Krieg mit der kommunistischen Welt eingestellt und nähert sich immer mehr der
Koexistenz mit roten Regimen", stellte sie mit "Star & Herald" fest.
Und der WTG-Kommentar für Jehovas Zeugen und ihre Verkündigung dazu:
Es sollte einen aber eigentlich nicht verwundern, daß die weltliche Religion um Frieden mit dem Kommunismus bemüht ist. Diese Taktik ist nicht neu. Immer wieder haben die Kirchen unmoralische Beziehungen zu den politischen Mächten aufgenommen Wenn du daher Gott wohlgefallen möchtest, darfst du kein Teil der Religion sein, die mit Gotteshassern 'ins Bett gegangen' ist. (WT 1. 3. 1974, S. 132 Wiesbaden).
Das heißt für die WTG und ihre hörigen Zeugen
Jehovas:
Der kalte Krieg gegen den Kommunismus wird fortgesetzt. Weiter Feindschaft
gegen "rote Regime". Frieden mit dem Kommunismus gleicht "unmoralischen
Beziehungen" und bedeutet, "mit Gotteshassern ins Bett zu gehen", das
Abscheulichste zu tun, "Hurerei zu treiben". Die nötigen Bibelverse dafür
werden wie mit einer Brechstange aus der Bibel herausgebrochen.
Daß das auch 1978/79 im Wesen nicht, sondern nur in
der Form verändert wurde, beweist die Kongreßbroschüre 1978, "JZ im zwanzigsten
Jahrhundert" (S. 29), wo nach wie vor gewarnt wird, sich an "revolutionären
Umtrieben" zu beteiligen. Sie haben nach wie vor den antikommunistischen
"Dolch" im religiös-politischen "Gewande", jederzeit bereit, ihn
erneut zu zücken, wenn es die Sachlage erfordert. Entweder, um die Aufdeckung dieser
WTG-Politik als "alte Märchen, plumpes Theater und Verlogenheit" gnadenlos
niederzuschlagen, oder sich den Weg freizumachen, wie es M. G. Henschel vom Hauptbüro
Brooklyn in Liberia/Afrika unternahm, indem er der liberianischen Regierung die Tätigkeit
der Zeugen Jehovas auch als "beste Verteidigung gegen den atheistischen
Kommunismus" schmackhaft zu machen versuchte (Jahrbuch 1977, S. 180). Jüngst
gekrönt wurde diese WTG-Politik in Chile, wo die faschistischen Militärs noch während
ihr Staatsstreich rollte, "oft Zeugen Jehovas führenden Stellungen" einsetzten,
wo "durch Verhaftung kommunistischer Aktivisten" Lücken entstanden waren,
keiner da war, "der geeignet gewesen wäre und dem hätte vertrauen können".
(WT 1. Jan. 1977, S. 15).
K. 0.
NACH DEN NEUEN WELTZENTREN IN USA, WESTEUROPA UND NUN
AUCH NOCH EIN. FERNSEHSENDER
Mit staatlichen Fördermitteln. Wieder vergeht eine Generation
CVN aus Dillingen/Donau. - Wie die WTG im Januar 1979 über die Sekretäre
allen Versammlungen in der BRD mitteilte, läuft aus drei künftigen Hauptzentren, USA,
Westeuropa (Niederselters, BRD) und Japan für die nächsten Jahrzehnte eine neue
Massenverkündigung in modernstem Mehrfarben- und Computer-Druck an. In der BRD werden von
den Versammlungen und Verkündigern Kredite aufgenommen, die die WTG mit 3 Prozent
verzinst nach etwa 10 Jahren zurückzuzahlen beginnt. In CV 120 war dargelegt worden, wie
die WTG mit ihrer eigenen Zukunftsplanung in erstaunlicher Weise den geistig-politischen
Zielen folgt, die von den herrschenden Kreisen der USA, Westeuropas und Japans verfolgt
werden, was die Niederhaltung und Neutralisierung aller von ihrer künftigen
Wirtschaftspolitik negativ Betroffenen angeht. Man verfolge weiter die fortschreitende
Aufdeckung der politischen Hintergründe der jetzigen Weiterverschiebung der
WTG-Endzeitverkündigung in eine weitere Generation!
Nun wird eine weitere WTG-Unternehmung bekannt, die jedem Nachdenkenden
zeigt, wie haltlos das ständig "ganz nah" gepredigte "Weltende" des
WT ist.
Aus Dillingen bei Ulm an der Donau, BRD, kommt die Nachricht, daß die WTG dort einen eigenen Fernsehsender errichtet. Dieses Projekt soll, soweit bekannt, 156 Millionen Mark kosten. Die Teilhaber dieses Unternehmens sollen ausschließlich Zeugen Jehovas sein. Was ausgestrahlt wird, werde ausschließlich die WTG bestimmen. Man gibt dies auch als, Erwachsenen-Bildungs-Programme aus. Vom Bayrischen Staat wurden hierfür "Förderungsmittel" verlangt. Man erklärt, die WTG diene mit diesem Projekt auch dem Staat, weil dadurch u. a. ca. 100 Arbeitsplätze geschaffen werden. Kapitalistischer Staatsdienst war für die WTG nie ein Stein des Anstoßes. WTG-Präsident Rutherford selbst war bis zu seinem Tode Mitglied der New Yorker Staatsanwaltschaft, und ließ das Werk seinerzeit auch von Großkapitalistenkreisen mitfinanzieren. (Rechtfertigung II S. 74, 75, 126, 127). Die WTG weiß und hat auch einkalkuliert, daß diese Weiterverschiebungszeit nach der Irrlehre von 1975 für sie eine gefährliche Krisenzeit ist. Nach über 100jähriger vergeblicher Harmagedon-Verkündigung ist es wahrhaftig keine Kleinigkeit, weiter glaubwürdig zu erscheinen. So hat besonders das WTG-Kreditverlangen in vielen Versammlungen Unruhe und auch Nachdenken ausgelöst. Wenn sie selbst eine 10-Jahre-Kredit-Laufzeit einräumen, ja was glauben sie denn überhaupt selbst noch von dem "nahen Weltende?", fragt man sich. Und auch einen Fernsehsender baut niemand als kurzfristiges Unternehmen. So dient das alles dazu, daß Aufrichtige nachdenklich werden.
Als vor einiger Zeit ein Brooklyner Bethelvertreter
gefragt wurde, wieso man solche langfristigen Projekte baue, wenn das "Ende"
doch so "nahe" sei, ob sie denn selbst nicht mehr an ein "Ende"
glauben, antwortete er, man habe "nicht gesagt, daß es nicht so sei". Im
Übrigen habe David für seinen Kampf gegen Goliath auch fünf Steine für seine Schleuder
gesammelt, obwohl er nur einen brauchte. Der Fragende war baff.
K. O.
EIN MENSCH / DEN MAN NICHT VERGISST
Kreisdiener Heinrich Ditschi - ein aufrechter Verteidiger christlichen
Glaubens (11)
Die Äußerung des Kreisdieners Heinrich Ditschi über das Buch "Gott
bleibt wahrhaftig" gilt gleichermaßen auch stellvertretend für die Bücher
"Die Wahrheit wird euch frei machen" und "Die Neue Welt". Denn es ist
schon mehr als infam, wenn in solchen Publikationen z. B. das Hiob-Drama dahingehend
ausgelegt wird, Hiob schatte den "Überrest" vor und sein junger Berater E l i h
u stelle in treffender Weise die Watch Tower Society dar, obwohl man in der Praxis
beobachten kann, wie dieser "beratende Elihu" die Glieder der bevorrechteten
"Hiob-Klasse" aus dem Bethel verjagt. Oder wenn von einem Haus "sarim"
in Kalifornien die Rede ist, das man eigens zu dem Zweck gebaut habe, um Abraham, Isaak,
Jakob und andere "Fürsten" aufzunehmen, da mit ihrer Auferstehung aus den Toten
jeden Augenblick gerechnet werden könne, während dieses "Haus der Fürsten" in
Wirklichkeit von Präsident Rutherford zur Gewährleistung von Diskretion seiner
amourösen Privat-Hobbies bewohnt und nach seinem Tod von der WTG stillschweigend verkauft
wird u. a. m.
Wenn die WTG als Herausgeber solcher Bücher - dazu noch in der Rolle als "göttlicher Lehrkanal" auftretend - von einer derartigen Gesinnung durchdrungen ist, dann können die ihr hörigen Mitarbeiter nur den gleichen Geist widerspiegeln. Und das tun sie auch. Trug und List, Überrumpelung und bewußtes Lügen gehören zum Repertoire ihrer Schulungs- und Predigtmethodik. Selbstverständlich alles im Interesse der "Theokratischen Wahrheit".
Im Fall der Kreisdiener Kurt Spitzer und Martin Pötzinger habe ich den Beweis für diese begründeten Erkenntnisse angetreten. Daher ist es bedeutsam, wenn andere glaubwürdige Stimmen die festgestellten Tatsachen bestätigen, So schildert Josy Doyon in ihrem Buch "Hirten ohne Erbarmen" (Zwingli Verlag Zürich/Stuttgart) S. 193 f. ein bezeichnendes Erlebnis mit "ihrem Kreisdiener"; wobei es wiederum bedeutsam ist, daß es sich dabei um einen Zeitabschnitt, in dem auch K. Spitzer und M. Pötzinger ihre Methoden praktizierten, während Kreisdiener Heinrich Ditschi indessen bereits gegen die WTG aufstand".
Lügen um der Wahrheit willen (Einblendung einer
Episode aus dem Buch von Josy Doyon)
Am nächsten Tag nahm mich der Kreisdiener wieder mit zum Predigtdienst
Wir gelangten schließlich vor eine Haustür wo uns eine ältere Frau öffnete. Sie
blickte uns mißtrauisch an und fragte nach des Kreisdieners Predigt, ob wir etwa
Bibelforscher seien.
Er verneinte seelenruhig und gab ihr die Literatur in die Hand, bevor sie
sie zurückweisen konnte.
Die Bibelforscher sind nämlich eine ganz schlimme Sekte, mit denen
möchte ich nichts zu tun haben", fuhr die Frau fort.
Der Kreisdiener schüttelte den Kopf und sagte. "Nein, die Sekte ist
mir nicht bekannt."
Ich stand wie auf Nadeln und meinte, sie müsse doch merken, daß
Bibelforscher und Zeugen Jehovas ein und dasselbe sei. Aber sie merkte nichts und wurde
zusehends freundlicher. Wir verabschiedeten uns und ich kniff mich in den Arm um zu sehen,
ob ich das alles nicht geträumt habe. Aber da ging neben mir der Kreisdiener, als wäre
nichts geschehen.
Warum hast du zu der Frau gesagt, die Bibelforscher seien dir nicht
bekannt? Das ist doch nicht wahr!"
Ja siehst du, wenn ich der guten Frau zugegeben hätte, daß wir
Bibelforscher sind, dann hätte sie weder die Literatur angenommen, noch auf uns gehört.
Also handelte ich in n Ihrem eigenen Interesse, wenn ich das tat. Wir müssen klug sein
wie die Schlangen, um den Menschen die Wahrheit trotz vieler Vorurteile beibringen zu
können."
Und wenn sie jetzt beim Lesen nachträglich merkt, daß du sie
angelogen hast?"- "Die Hauptsache ist, sie hat die Literatur genommen. Wenn sie
ein Mensch guten Willen ist, kann sie darin die Wahrheit erkennen."
Ich erwiderte nichts mehr. Ich begann mich vor der
nächsten Haustür zu fürchten. Dessen war ich sicher: In diesem Punkte ich
mich nicht unterweisen lassen. Um der Wahrheit willen eine Lügnerin zu werden, das war
mir doch zuviel. Sollte der Kreisdiener es so halten! Ich würde diese Methode nie
annehmen.
Von jetzt an betrachtete ich diesen Mann mit anderen Augen, und alles, was
er sagte, hatte für mich nur noch den halben Wert. Daß er diese seltsame Methode in
Brooklyn gelernt haben mußte, kam mir indessen noch nicht in den Sinn. Mir war wohl schon
aufgefallen, daß die Gesellschaft verschiedene Namen führte, aber daß damit ein
bestimmter Zweck verfolgt werden könnte, wurde mir erst viel später klar.
Alles ändert sich ja beständig an dieser Gesellschaft: Namen, Lehren und Predigtmethoden. Und all das wurde beständig damit begründet, daß das Licht eben immer heller leuchte und die Erkenntnis immer größer und klarer werde. Schließlich hatte ich es doch auch dem vieldeutigen Namen "Bibelstudenten" zu verdanken, daß ich in diese Gesellschaft geraten war, Denn wenn sich die Zeugin damals London gleich als Zeugin Jehovas vorgestellt hätte, würde ich kaum auf sie gehört haben, weil ich doch schon gewarnt worden war, die Wachtturmgesellschaft sei die schlimmste aller Sekten.
Und auch hier - der Gegensatz:
Kreisdiener Heinrich Ditschi
In all den Ausführungen kann ich der Autorin nur beipflichten. Es ist z.
B. zutreffend, daß die Gesellschaft verschiedene Bezeichnungen verwendet. So entsinne ich
mich, daß in Literatur, die wir damals zum Teil noch von der Zentrale Bern (Schweiz)
ausgeliehen bekamen, folgende Namen für die WTG verwendet wurden:
Watchtower Bible & Tract Society - International Bible Students
Association Vereinigung Jehovas Zeugen der Schweiz
Daß sich die brooklyn-hörigen Mitarbeiter der WTG diese
"Hilfereichungen" im Dienst zunutze machten, ist durch glaubwürdige
Erfahrungsberichte bewiesen.
Im Gegensatz zu dem von Josy Doyon geschilderten
Kreisdiener distanzierte sich Br. Ditschi von einer solchen Lügenmethode.
In der Velberter Kreisdienerwoche konnte ich das beobachten. In einem Haus
auf der Heidestraße (gegenüber der Gaststätte "Am Luftigen") ergab sich eine
ähnliche Situation, und es war ebenfalls eine ältere Frau, die dem Kreisdiener die Frage
vorlegte: "Kommen Sie von den Zeugen Jehovas?" - Br. Ditschi antwortete darauf:
"Nein, meine Dame. Ich komme nicht v o n , sondern ich b i n ein Zeuge Jehovas."
Obwohl das vorangehende Nein als ein vorurteilabbauender Milderungsfaktor zum Zwecke des beabsichtigten Literaturangebots angesehen werden kann, muß man dem Kreisdiener doch bescheinigen, daß er bei der Wahrheit blieb. Die höfliche Zurückweisung des Wortes v o n und die dafür entsprechende Ersetzung durch das Wort b i n verdeutlicht, daß sich Br. Ditschi mit Nachdruck als Zeuge b e k a n n t e.
Anstand nicht gefragt?
Durch dieses Beispiel legte er Zeugnis davon ab, daß er auch im Dienst
für die WTG den für alle Menschen gültigen Begriff Anstand n o c h n i c h t verlernt
hatte. Nur in Brooklyn ist man in diesem Punkt jeder Würde bar. Die bisher geschilderten
Verhaltensweisen der Führungsspitze und ihrer leitenden Mitarbeiter in allen Zweigen,
nötigen uns die Frage auf: Anstand nicht gestattet?
Selbstverständlich wird der "göttliche
Lehrkanal" diese delikate Frage mit Stillschweigen übergehen. Aber manchmal scheint
sich die WTG in dieser Hinsicht doch zu korrigieren, z. B. wenn sie im "Jahrbuch der
Zeugen Jehovas 1974" auf Heinrich Ditschi zu sprechen kommt und vermerkt, daß dieser
t r e u e Diener später "leider e i g e n e Gedanken e n t w i c k e 1 t e "
und die Organisation verließ.
Erzählt von Hermann Bach, Potsdam
Wohin sollen wir gehen? 6/1979
LEBENDIGES CHRISTENTUM FREIER CHRISTEN
Befürworter und Lehrer der Wehrdienstverweigerung im Zwielicht der
eigenen Praxis
Die von uns in drei vorausgegangenen Beiträgen schriftgemäß dargelegten
Sachverhalte zum Thema Wehrdienst haben hinreichend bewiesen, daß eine Verweigerung unter
Berufung auf die Bibel von der HI. Schrift nicht gestützt wird. Diesen Standpunkt vertrat
übrigens auch der 1. Präsident der WTG, Charles Taze Russell. Seine meistzitierte
Schriftstelle in der Wehrdienstfrage war Lukas 3:14. Daher ist es heute auch nicht
verwunderlich, in alten "Wachttürmen" Todesanzeigen "gefallener
Brüder" zu finden oder Grüße an die "Brüder im Felde". Erst der 2.
Präsident der WTG, J. F. Rutherford, brachte (zwecks besserer Abstützung seiner
"Obrigkeits-Irrlehre") die Verweigerung des Wehrdienstes als angeblich
"biblisch begründet" für die Bibelforscher bzw. Zeugen Jehovas als
"verbindlich" auf die Tagesordnung,
Darum hielten wir den heutigen Beitrag für notwendig, gewissermaßen als "Abrundung". An sich war das Thema Wehrdienst unsererseits abgeschlossen, aber wir wollen dem Leser anhand von Tatsachen einmal aufzeigen, wie wenig ernst es die Lehrer und Befürworter der Wehrdienstverweigerung mit dem von ihnen selbst aufgestellten Grundsatz meinen.
Obwohl die Nachfolger Rutherfords heute noch die Wehrdienstverweigerung predigen, haben wir auf Grund dokumentierter Beweise festgestellt, daß überall dort, wo es im Interesse des Werkes nützlich erscheint, die WTG eine Verletzung dieses Grundsatzes in der Praxis zuläßt und sogar sanktioniert! So ist erwiesen, daß Jehovas Zeugen der Schweiz im 2. Weltkrieg Wehrdienst geleistet haben. Diese unbestreitbare Tatsache ist dokumentiert in Nr. 505 der Zeitschrift "Trost" (heute "Erwachet") vom 1. Oktober 1943. Wir lesen:
Erklärung
Jeder Krieg bringt namenloses Leid über die Menschheit. Jeder Krieg
bringt Tausende, ja Millionen Menschen in schwere Gewissensnot. Das gilt besonders auch
vom jetzigen Krieg, der keinen Erdteil verschont und in der Luft, zu Wasser und zu Lande
ausgetragen wird. Es ist unvermeidlich, daß in solchen Zeiten nicht nur einzelne
Menschen, sondern auch Gemeinschaften aller Art ungewollt verkannt oder auch bewußt
falsch verdächtigt werden.
Auch uns Zeugen Jehovas ist dieses Schicksal nicht
erspart geblieben. Wir werden als eine Vereinigung hingestellt, die bezwecke oder deren
Tätigkeit darauf gerichtet sei, "die militärische Disziplin zu untergraben,
insbesondere Dienstpflichtige zum Ungehorsam gegen militärische Befehle, zur
Dienstverletzung, zur Dienstverweigerung oder zum Ausreißen zu bewegen oder zu
verleiten."
Eine solche Auffassung kann nur vertreten, wer Geist und Wirken unserer
Gemeinschaft völlig verkennt oder sie wider besseres Wissen böswillig entstellt.
Wir stellen ausdrücklich fest, daß unsere Vereinigung weder gebietet noch empfiehlt, noch sonst in irgendeiner Weise nahelegt, gegen militärische Vorschriften zu handeln. Derartige Fragen werden weder in unseren Versammlungen noch in den von der Vereinigung herausgegebenen Schriften behandelt. Wir beschäftigen uns überhaupt nicht mit solchen Fragen. Wir erblicken unsere Aufgabe darin, für Jehova Gott Zeugnis abzulegen und allen Menschen die biblische Wahrheit zu verkündigen. Hunderte unserer Mitglieder und Glaubensfreunde haben ihre militärischen Pflichten erfüllt und erfüllen sie weiterhin.
Wir haben uns nie angemaßt und werden uns nie
anmaßen, in dieser militärischen Pflichterfüllung eine Zuwiderhandlung gegen die
Grundsätze und Bestrebungen der Vereinigung Jehovas Zeugen, wie sie in ihren Statuten
niedergelegt sind, zu erblicken. Wir bitten alle unsere Mitglieder und Glaubensfreunde,
bei der Verkündigung der Botschaft vom Königreich Gottes (Matthäus 24:14) sich nach wie
vor streng auf die Verkündigung der biblischen Wahrheiten zu beschränken und alles zu
vermeiden, was Anlaß zu Mißverständnis geben oder gar als Aufforderung zum Ungehorsam
gegen militärische Vorschriften mißdeutet werden könnte.
Vereinigung Jehovas Zeugen
Der Präsident: Ad. Gammenthaler
Der Sekretär: D. Wiedenmann
Bern, den 15. September 1943
Soweit also dieser Bericht.
Wichtig ist es, im "Wachtturm" Nr. 19
folgendes zu lesen:
Es gehört tatsächlich viel "Mut dazu, den eigenen Grundsatz zu
brechen, wenn es gegen den Kommunismus geht: andererseits aber hat für die Zeugen der
"Mut darin zu bestehen, als Staatsbürger eines sozialistischen Staates sogar den
Ersatzdienst abzulehnen und lieber ins Gefängnis zu gehen.
Da die WTG die Haltung zur Obrigkeit zumeist mit Wehrdienstfrage verquickt und u. a. auch die Weisung erteilt, den Dienst bei Polizei und Feuerwehr nicht auszuüben, sind folgende Tatsachen sehr aufschlußreich, die die Zeitschrift "Christliche Verantwortung" in ihrer Ausgabe vom Juli 1972 (Nr. 42) mitteilte:
1968 entschied das Bundesverfassungsgericht in der BRD, daß Bruder Alfred Hegenbart, Wunsiedel, Landespolizeidirektion Bayreuth, als "Polizeivollzugsbeamter" auch Angehöriger und Verkündiger der Zeugen Jehovas sein könne. Bruder Hegenbart hatte seinen Fall im Einvernehmen mit dem Zweigbüro Wiesbaden bis vor die höchste Instanz gebracht (B. Verw. G II C 101.64). Aus einer Teilversammlung in Stuttgart erfuhr CV, daß dort 1967 nicht weniger als sieben Zeugen Jehovas als Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz bekannt geworden sind.
Diese Beispiele zeigen die Lehrer und Befürworter der
Wehrdienstverweigerung im Zwielicht der eigenen Praxis. Uns scheint, wir können das Thema
nunmehr abschließen. Dieser letzte Beitrag in der Wehrdienstfrage sollte biblisch
Ungefestigten. als Warnung dienen, Lehrmeinungen von Menschen grundsätzlich im Lichte von
Römer 3:3,4 zu betrachten. Für Christen v e r b i n d l i c h e Maßstäbe für richtige
Verhaltensweisen sind von Jesus Christus ein für allemal festgelegt. Seine Worte sind in
verständlicher Form von inspirierten Schreibern aufgezeichnet worden. In bezug auf
vernünftige Ratschläge befragt man also am besten den Sohn Gottes selbst. Seine Jünger
bestätigen diesen Standpunkt.
- Johannes 6:68, 69
Studiengruppe CV, Potsdam Juli 1979 - H. B.
DIE ZEUGEN JEHOVAS VON ANDEREN CHRISTEN BEOBACHTET
Was ist es denn, was sie eigentlich so hervorstechen läßt? Da ist der
Anspruch auf Absolutheit in jeder Beziehung. Das heißt, in der Lehre das absolut Richtige
zu verkünden, infolgedessen sie sich einbilden, die einzigen absoluten, wahren Christen
zu sein, was dazu führt, daß sie sich als die besten Menschen überhaupt fühlen.
Dieser Anspruch bedingt einen solchen Moralkodex, dessen Schärfe und Überspitztheit zu Überheblichkeit führen muß. Das Ganze dient nur dem Zweck, um als "echter, wahrer Zeuge" ein Leben führen zu können, ganz im Dienst der Werbung oder Verkündigung, wie sie es nennen.
So sollte es sein, ist es aber zum Glück nicht. Ein großer Teil der Jugendlichen und auch erwachsenen Zeugen führt ein Leben relativ unbeeinflußt von den überspitzten Forderungen dieser Gemeinschaft. Hunderte Beispiele aus dem Leben dieser Menschen bestätigen es. Wie jeder andere Jugendliche, nehmen auch viele Zeugen eine Lehrausbildung auf, obwohl dies nach Meinung ihrer Führung zu "Kompromissen", politischer aktiver Stellungnahme und Betätigung führt; was sündhaft sei.
Auch sucht sich ein großer Teil von ihnen andere Partner und gestaltet sein persönliches Leben selbst. Man strebt nach Bequemlichkeit, Geld und Luxus. Solange dies nicht vor den anderen "Brüdern und Schwestern" provozierend praktiziert wird, sind diese Zeugen unter sich geachtet und geehrt. Da ist also nicht die große brüderliche Hilfe und Liebe zu allen "Brüdern und Schwestern" - da ist nicht der so groß propagandierte Verzicht auf materiellen Gewinn und schon gar nicht die Selbstaufopferung für den Glauben.
Ein großer Teil der Zeugen sind in den Augen ihrer Führung lasche Brüder und Schwestern. Da sie aber ganz normal in unserer Mitte leben, haben sie nie richtig am eigenen Leibe erfahren, was es heißt, absurden Weltendevorstellungen, überspitzten Moralforderungen und ominösen Bibelauslegungen zu folgen.
Daß den Zeugen Jehovas Attribute wie persönliches Engagement und Selbstaufopferung, echte christliche Liebe zueinander und gegenüber jedermann sowie vor allem ein tadelloser Lebenswandel zugeschrieben wird, liegt in Wirklichkeit nur an einer kleinen Anzahl von Menschen unter ihnen. Die Öffentlichkeit ließ sich immer täuschen und schlußfolgerte von diesen wenigen auf die ganze Organisation.
Ohne diese kleine Anzahl wäre die ganze Organisation der Zeugen nicht zu halten. Sie sind es, die alle anderen bis zu einem gewissen Grad mitreißen und die ganze Täuschung aufrechterhalten. Denn sie sind es, die im Namen aller Zeugen manipulierte skurille Bibelauslegungen und ein absurdes Verständnis vom baldigen Weltende propagieren, was in unserem Alltag ein Element des Unfriedens und "Panik-Machens" darstellt. Ganz zu schweigen von den negativen Folgen, die eine derartige Verkündigung letztlich bewirkt. Tragisch ist es, daß die meisten dieser Menschen erst nach einem verpfuschten, sinnlos verbrachten Leben erkennen, wie sie manipuliert und mißbraucht worden sind.
Diese Erkenntnis kommt früher oder später jedem Zeugen, sobald er die Wirklichkeit erkennt. Die Schlußfolgerungen sehen jedoch bei jedem anders aus. Viele bleiben jedoch formal Zeugen, weil sie sich von bestimmten instruierten und bereits akzeptierten Lehren und Auffassungen schwer trennen können. So erklärt es sich, daß bei einigen ein sogenanntes "trotz alledem Motiv" entsteht, was diese Menschen zu um viele Falschheiten wissenden und somit fanatischen Vertretern dieser Organisation macht.
So geht dieses Werk mit einem enormen Menschenverschleiß vor sich. Wieviel Leben wurden so sinnlos vertan, wieviel persönliches Glück unterbunden, wieviel Freuden des Alltags nicht wahrgenommen, wieviel Jugend vergeudet und mißbraucht?
Wer kann die zerrütteten Ehen zählen, die Jehovas Zeugen hervorgerufen haben, die falschen Vorstellungen, die sie geweckt und die Enttäuschungen, die sie herbeigeführt haben. Hier liegt die eigentlich unermeßliche menschliche Schuld ihrer Organisation, die gar nichts mehr mit christlicher Nächstenliebe oder gar wahrem Christentum zu tun hat.
Es gibt nicht eine Zeile und nicht ein Wort in den vielen Veröffentlichungen der Zeugen, wo dies eingestanden wird. Betrachten wir aber nicht nur die psychologischen und praktischen Auswirkungen auf den Menschen, sondern wenden wir uns genauer Ihrem System zu, das derartige Vorstellungen von "allein in der Wahrheit" zu sein hervorruft. Wer sich als das Beste herausstellt, muß sich auch gefallen lassen, unter die Lupe genommen zu werden. Grundlage ihres ganzen Systems, so behaupten sie jedenfalls, ist die Bibel. Doch wenn die Bibel ihre Glaubensgrundlage darstellt, so fragt man sich, wie kommt es dann, daß gerade Jehovas Zeugen so etwas extrem anderes lehren als alle anderen christlichen Gemeinschaften.
Die Ursache ist darin zu suchen, daß die Leitung der Zeugen Jehovas überhaupt keine eigene Schriftbetrachtung zuläßt, geschweige denn eine kritische Bibeluntersuchung. Das ignorieren jeglicher wissenschaftlichen Erkenntnis führt dazu, daß sie die Bibel als eine einzige glatte Fläche betrachten. Alles ist gleichermaßen "inspiriert", also gleichwertig. Das "Hohe Lied" hat dasselbe Gewicht wie das Johannesevangelium, oder die levitischen Gesetze sind genauso wichtig wie die Bergpredigt. Das neue Testament stellt keine fortschreitende Offenbarung gegenüber dem Alten Testament dar.
Allerdings kennen sie ein Zentrum, auf das sich alles bezieht. Bei ihnen ist es nicht wie bei den anderen Christen, sondern ein Geschichtsplan mit einem Weltende im Hinblick auf ein "Königreich Gottes" ist ihr Bezugssystem.
Ein Beispiel sei das Daniel-Buch des Alten Testamentes In diesem Buch wird außer von den Erlebnissen eines gewissen "Daniels und seiner Gefährten" von Geschichtsvisionen und Auferstehung gesprochen. Das Buch Daniel ist, wenn man es am Originaltext mißt, einwandfrei in das 2. Jh. vor unserer Zeit zu datieren. Also einer Zeit, die lange nach dem liegt, was Daniel eigentlich vorhergesagt hat. Für die Zeit des 2. Jh. bedeutete das Buch Daniel den Juden eine enorme Ermunterung für ihren Freiheitskampf gegen die Seleukiden, (Makabäer).
Für den gläubigen Christen ist es eine der Quellen für den Auferstehungsglauben.- Was machen jedoch Jehovas Zeugen daraus? Es ist geradezu unglaublich, wieviel Aussagen sie aus diesem Bibelbuch "herauslesen" Daniel dient ihnen nicht nur zu einer konkreten aktuellen Zeitdarstellung und Vorhersage als wäre die Bibel eine Morgenzeitung, sondern das Buch Daniel dient ihnen sogar für die Berechnung des Weltunterganges. Obwohl es in Daniel gar keine konkreten Zahlenangaben gibt, ja; in der ganzen Bibel nicht, schon gar nicht im Hinblick auf ein Weltuntergangsdatum. Heißt es. doch: "Zeit und Stunde weiß niemand", so stimmt dieses Bibelwort nicht mehr.
Aber Jehovas Zeugen wüßten es ganz genau. Nach ihrer Berechnung, auf deren Kompliziertheit und Unglaubwürdigkeit an dieser Stelle nicht eingegangen werden soll, sollten Weltendetermine sein: Erst 1799, dann 1874, dann 1914, dann 1925 und als letztes Datum wurde der Frühherbst des Jahres 1975 ausgegeben. (In dieser Aufzählung sind noch nicht einmal alle Weltenddaten enthalten). - Heute, 1978/79 will man das einfach nicht mehr wahrhaben. Gott sei Dank gibt es aber noch alte Ausgaben ihrer Veröffentlichungen, wo man dies exakt nachweisen kann. Warum braucht man aber Daten für ein Weltende? Warum Weltende, das phantasievoll, grausam und schrecklich ausgemalt wird? Ein Ende, wo das Blut aller Menschen nur so fließt, ausgenommen natürlich das der gehorsamen Zeugen Jehovas?
Man fragt sich, wo steht denn das? Doch nicht in der Bibel und schon gar nicht im Daniel. Aber, was interessiert Zeugen schon die Erkenntnis wissenschaftlicher Bibeluntersuchung! Die Geschichtsvision des Daniel, veranschaulicht durch den Kampf von Tieren, die sich in zeitlicher Reihenfolge ablösen, bedeutet u. a. eine Aussage über die damalige Geschichte. Das für einen gläubigen Christen gültige biblische Endzeitverstehen sagt aus, daß die Wiederkunft Christi die Krisen der Welt beendet und nicht noch anheizt.-
Die Zeichen der Zeit, wie sie in der Bibel dargestellt
werden, sind recht betrachtet als das zu verstehen, was sie sind, Zeichen der menschlichen
Geschichte. Keine der Zeugen-Deutungen ließ sich dann auch aufrechterhalten.
Darum müssen Daten her, um die Angst vor einem baldigen Weltende ständig
wachzuhalten. Ein kritischer Zeuge sagte einmal: "Die Autosuggestion, die
Selbstbeeinflussung ist das einzige Positive an diesem ganzen Glaubenssystem". - Und
so ist es auch wirklich. Das manipulierte Vorgaukeln einer Welt voller Glücks ist ein
nicht zu unterschätzendes Motiv.
Ist für einen normalen Christen die Liebe und Gerechtigkeit Gottes ein Glaubensmotiv, so ist es bei den Zeugen vordergründig die Angst vor einem baldigen Weltende; ist es für einen gläubigen Christen Befreiung und Auferstehung im Geiste, so ist es bei den Zeugen die Hoffnung und der Mythos einer vorgegaukelten Welt handfesten Glücks.- Im Daniel-Buch wird im Rahmen einer Vision der Kampf eines Nordkönigs gegen einen Südkönig geschildert. Diese kleine Erzählung bedeutete im 2. Jh. vor unserer Zeit den Hinweis auf tatsächlich existierende Konflikte zwischen dem Reich der Seleukiden und ihren südlichen Nachbarn, dem Reich der ägyptischen Ptolemäer. Diese 2000 Jahre alte Erzählung wurde von den Zeugen einfach umgemünzt in unsere heutige Zeit. So stellte der Nordkönig, nach Aussagen der Zeugen, erst Napoleon, später den Faschismus und heute alle sozialistischen Länder des Warschauer Paktes dar. So hat man zu jeder Zeit die "aktuelle Bezugnahme" aus der Bibel.
So einfach ist das. Man will ja immer am Ball bleiben. Es ist jetzt schon interessant zu wissen, wem in nächster Zeit die Rolle des Nordkönigs untergeschoben werden soll. Man fragt sich bloß, wo steht etwas davon in der Bibel? Nirgendwo. Derartiger Unsinn ist für einen Außenstehenden leicht zu erkennen. Nicht aber für einen Menschen, dem ein naiver Buchstabenglaube zum Dogma geworden ist.
Der Aufforderung: "Gehet heraus aus Babylon " (Offb. . 18:4), meinen die Zeugen durch Austritt aus der Kirche nachzukommen. Aber auch da sind sie im Irrtum. Babylon bedeutet allenfalls den verworrenen und geistig ratlosen Zustand der Christenheit. Durch eine äußerliche Trennung von der Landeskirche entgeht man diesem Zustand nicht. Die religiösen Probleme und Fragen des Zeitverständnisses nimmt man mit. Sie sitzen unweigerlich in jedem Menschen christlicher Weltanschauung. (Die gezeigte Auswertung des Daniel Buches hat ja gezeigt, wie man nun schon in der Frage des Endzeitdenkens geistig gesunken ist.)
Der subjektive Wille und die fromme Naivität suchen
nach "biblischen" Gründen, sich selbst hervorzuheben, während die Wirklichkeit
doch so ganz anders ist.
Werden die Zeugen Jehovas diese Wahrheit begreifen? Jehovas Zeugen werden
von ihrer Leitung in der Regel alle sozial, und intellektuell tiefstehend gehalten, ihr
Glaube an das Weltende ist unsinnig, wie eine Gesamtübersicht beweist.
-eingesandt-
CHRISTUS STARB DOCH AN EINEM KREUZ
Die Frage des Kreuzes (3)
In den ersten beiden Folgen (CV 120 u. 121) wurde nachgewiesen, daß Jesus
Christus entgegen der Wachtturm-Verkündigung doch an einem Kreuz gestorben ist und Jesus
Christus selbst es war, der das Kreuz zum Symbol und Inbegriff seiner Nachfolge für
jedermann erhob. In dieser Folge wird die Betrachtung des Kreuzes als christliches Symbol
fortgesetzt.
Was uns die Archäologie sagt
Auch die Archäologie steuerte ihr Teil dazu bei, um nachzuweisen, daß
das Kreuz schon ganz früh von Christen verehrt wurde. Am 24. August im Jahre 79 u. Zt.
wurden die beiden Städte Pompeji und Herculam durch den Ausbruch des Vesuvs vernichtet.
Fast 1700 Jahre vergingen, bis die Städte wiederentdeckt wurden. Im Jahre 1938 wurde in
einem Hause am "Decumanus maximus" eine überraschende Entdeckung gemacht. In
der ersten Etage des sonst luxuriös ausgestatteten Hauses fand man in einem dürftigen
Zimmer Kreuzes im Wandverputz eingedrückt. Das "Holzkreuz" war in ein Rechteck
aus Stuck eingelassen worden. Beim Herannahen der Katastrophe wurde das Kreuz gewaltsam
aus der Wand gerissen. Als Zeichen der Hoffnung und des Sieges im Angesicht des Todes? Wir
wissen es nicht.
Der Zeitpunkt der Katastrophe des Jahres 79 fällt in
die Zeit des frühen Christentums.
Einen weiteren Beweis fand man bereits 1857. Allerdings fällt diese
Entdeckung in eine spätere Zeit des Christentums, Anfang des 3. Jahrhunderts. Wie
Christus zum Verbrecher dekoriert wurde, indem er zwischen zwei Verbrechern am Kreuz
starb, so haftete diese Schmach auch den Christen 1857 fand man in Rom auf einer Wand im
sog. Pädagogikum auf dem Palatin, dem Hügel des einstigen Kaiserpalastes, eine
Zeichnung. Sie bietet zu der Verachtung der Kreuzesverehrung eine zeitgenössische
Karikatur. Von hinten sieht man eine Gestalt mit einem Eselskopf, die ans Kreuz geschlagen
ist. Links vom Kreuz steht ein Mann mit erhobenem Arm, dazu die griechische Erklärung.
"Alexamenos betet seinen Gott an". Offenbar handelt es sich um einen jungen
Christen aus der Schar der kaiserlichen Pagen, über den seine Kameraden lustig machen.
Diese einfache Kritzelzeichnung, welche ein einfacher Junge anfertigte, ist heute er
wichtigsten Urkunden der Kreuzesverehrung in frühester Zeit. Denn was der Allgemeinheit
der damaligen Zeit und sogar den Straßenjungen bekannt war, stellt eine historische
Tatsache dar.
Sachverhalte auf den Kopfe gestellt
Um die Christen für sich zu gewinnen, da sie nicht mehr zu überwinden
waren, führte Kaiser Konstantin die Verehrung des Kreuzes mit recht fragwürdigen Mitteln
in Hof und Haus ein. Wenn die Christen das Kreuz nicht schon vorher verwendeten, so hätte
der Kaiser diese Schritte nicht nötig gehabt. Aber die Wachtturmgesellschaft stellt in
ihren Publikationen den historischen Sachverhalt auf den Kopf. Sie behauptet, Konstantin
hätte der Kirche die Kreuzesverehrung aufgezwungen. Dabei kannten die Römer das Kreuz
nur als Schmuckelement. Auch wäre es ihnen nie in den Sinn gekommen, das Kreuz als Symbol
einer Hinrichtungsart zu verehren. Für sie war es eine Schande. Das beweist ja auch die
vorher erwähnte Zeichnung des kaiserlichen Pagen. Wenn man der WTG-Geschichtsdarstellung
glauben soll, verehrten die Römer das Kreuz und die Christen nicht. Sie stellten die
Geschichte auf den Kopf. Ohne die genauen historischen Umstände zu beachten, werden
Behauptungen aufgestellt, die sie nie beweisen können.
Von Jesu Tod bis heute
Die Kreuzdarstellung häufte sich jedoch nicht, als die christliche
Religion im Römischen Reich anerkannt war. Dies war deshalb nicht der Fall, weil das
Grauen der Kreuzigung in der Erinnerung aller lebendig war. Man mußte zunächst diesen
Widerspruch aufheben: Es war unmöglich, diesen Tod nur den Verbrechern vorzubehalten, und
zugleich Kreuze den Schildern und Fahnen darzustellen. Man war es so lange gewohnt, den
Gekreuzigten gegenüber nur Verachtung und Abscheu zu empfinden, daß man nicht über
Nacht einen von ihnen verehren konnte. Man brauchte drei bis vier Generationen, um diese
Meinung zu ändern.
Dann ging man von der Verachtung zur höchsten Verehrung über. Von nun an zeigte man überall das Kreuz. Es wurde auf der Schwelle von Privathäusern und Tempeln wie auf der Spitze der Basiliken dargestellt. Man sah das Kreuz am Halse der Gläubigen und auf Münzen. Man benutzte es als Muster für Stoffe, Kelche, es erschien auf Stirnstreifen und auf dem kaiserlichen Zepter. Der liturgische Gebrauch wurde immer häufiger. So gibt es von Jesu Tod bis heute eine kontinuierliche Verwendung des christlichen Kreuzes als Symbol.
Wenn man das Kreuz verwirft
Das Kreuz war also schon immer das Symbol des Glaubens an die Erlösung
durch Christus. Es ist aber auch das Symbol der Resignation, da es an den Gehorsam Jesu
bis zum Tod erinnert. Es ist schließlich Sinnbild der Ehre, da das ganze Christentum den
verehrt, der am Kreuz starb. Jesus Christus.
Man muß sich also vor Augen halten, was es heißt, das
Kreuz zu verwerfen. Welche christlich orientierte Organisation und welcher christlich
denkende Mensch dies auch tut, man verläßt den ursprünglichen Glauben, der jedem
einzelnen Gnade und Recht auf Erlösung und Einsicht einräumte. Wer das Kreuz verwirft,
hat zu den übrigen Christen alle Brücken eingerissen. Und genau das will die WTG
erreichen. Nur noch von ihrem "gottgefälligen Kanal" soll man abhängig sein,
nur bei ihr soll man seinen Glauben finden. Ihre Verwerfung, des Kreuzes ist also eine
Hauptmethode, den Zeugen Jehovas jeden Rückweg abzuschneiden. Hier muß aber jeder seiner
eigenen Verantwortung gerecht werden. -
- L -
NACHDENKLICHES FÜR VERANTWORTUNGSBEWUSSTE
Vom WT gezogene Gedankengrenze, durchbrochen
Ein Bruder, Anfangs habe er CV als Gift für Christen betrachtet und
verabscheut. Er merkte aber, wie sich in seinem Umkreis mehr mit CV beschäftigten, als er
dachte. So begann er auch CV gründlich zu lesen. Sein abgekapselter Gesichtskreis habe
sich immer mehr erweitert. Aus Wahrheitsliebe habe er so stillschweigend die vom WT
gezogene Gedankengrenze durchbrochen. Es lohne sich, CV ständig zu lesen, um Licht,
Schatten, Wahrheit und Spekulation zu unterscheiden. Er könne nun die nimmermüden
CV-Mitarbeiter verstehen.
Die Gesellschaft nimmt CV sehr ernst
Ich habe das Vorrecht, viele zu besuchen. Ich kann mitteilen, daß ein
großes Verlangen nach Informationen über die weitere Entwicklung des Werkes besteht. Die
Gesellschaft hat sehr an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Gewisse Aufseher werden beauftragt,
CV zu verfolgen. Die Gesellschaft nimmt CV sehr ernst. Ich werde weiter Schwerpunkte
mitteilen, auf die es jetzt ankommt
Ist dies eines der Geheimnisse der WTG?
Man macht sich doch immer wieder Gedanken, warum man die WTG nicht früher
durchschaute. Es war sicherlich der Appell an Gutestun, an einen guten Lebenswandel und
religiösen Ernst, was die entscheidende Rolle spielte. Dahinter trat die Frage nach einer
überzeugenden Lehre völlig zurück, so daß man selbst falsche Prophezeiungen arglos
verkündigte. Auch die Frage der Zumutbarkeit für andere wurde nicht wirklich gestellt.
Die WTG arbeitet mehr mit bloßen Emotionen, wogegen Verstand und Vernunft ständig
verunsichert und infrage gestellt werden. Es ist wohl so, daß der Mensch zuerst emotional
urteilt und Stellung bezieht, und die Vernunft, das Rationale, meist später kommt. Aber
die Gefühle sind oft stärker als die Vernunft. So nimmt der Irrweg seinen Lauf. Manchmal
bis zum bitteren Ende.
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