Kommentare zu den eingescannten CV Ausgaben
CV 120
Ein Zitat aus dieser Ausgabe, mehr von der charakteristischeren Art:
"Die Verantwortlichen wissen ganz genau, daß der Welt verkündigt wurde: 1975 beginnt die Tausendjahrherrschaft Christi und das Königreich Gottes auf Erden, womit zu diesem Zeitpunkt 1975 die Harmagedon-Weltvernichtung eine vollzogene Tatsache ist. Alle WTG-Verantwortlichen bzw. WT-Sudienleiter aus jener Zeit, die das heute bestreiten, lügen. Ihre eigenen Studienmaterialien von damals überführen sie. Es ist abstoßend, wie überall derartig gelogen wird, wobei sogar die Frechheit zu verzeichnen ist, daß die eigenen früheren Studienmaterialien vor anderen einfach als möglicherweise gefälscht bezeichnet werden, um einen Kritiker abzuwürgen. Wir wollen unserem Bruder ... jedoch gern unterstellen, daß er irgendwelche Einzelheiten nicht genügend kannte, bekannte er doch u. a. auch "leider kein leitender Zeuge Jehovas mehr zu sein". Wir möchten dieses "leider" in unserem Sinne positiv deuten. Denn die Organisation betreibt praktisch auch eine Art "Sippenhaft", wo es in der Familie, mit der Frau, mit dem Mann oder mit den Kindern nicht so verläuft, wie ihre "Ratschläge" verlangen."
Politische Apathie als systemerhaltende Stütze. Genau das ist ja der politische "Marktwert" der Zeugen Jehovas - die Förderung der politischen Apathie.
Darauf wird auch in dieser CV-Ausgabe eingegangen. Ein Zitat dazu:
"Es handelt sich um die vom amerikanischen Großbanken-Präsidenten M. D. Rockefeller gegründete Trilateral Commission zur Koordination der Wirtschaftspolitik der drei (tri) wichtigsten Zentren des entwickelten Kapitalismus, nämlich der USA, Westeuropas und Japans. In einem 1975 veröffentlichten Bericht "The Crisis of Democracy" (Die Krise der Demokratie), Bericht an die Trilaterale Kommission, New York University Press 1975, mit Namenlisten der amerikanischen, europäischen und japanischen Kommissionsmitglieder, wurden die Ziele und Strategien genannt, die insbesondere in geistiger oder ideologischer Hinsicht verfolgt werden.
Es geht um ein koordiniertes Auftreten gegen alle Linkstendenzen in der westlichen Welt wie auch in den Entwicklungsländern, in der "dritten Welt". Als ideal gilt der Trilateral Commission ein Zustand, in dem die Exekutive mit einer relativ kleinen Zahl von "Wall Street lowyers and bankers" regiert, ungestört von den großen Massen, deren politische Apathie durchaus als systemstabilisierend und daher erwünscht gilt. Weniger Subversive oder Rebellen seien hierfür die Gefahr. Bedrohlich sei in erster Linie dafür eine gut geschulte, informierte und daher ihrer Lage bewußt gewordene demokratische Mehrheit, die gar. nicht, erst zustande kommen dürfe. (S. 98, 182). Zu den aktivsten amerikanischen Mitgliedern der Trilateralen Commission gehören u. a. USA-Präsident Carter selbst, sowie sein Sicherheitsberater Brcezinski, vormals Direktor eines maßgeblichen USA-Instituts "zur Erforschung des Kommunismus". Im Interesse dieses "Idealzustandes" wurde mit besonderer Vehemenz u. a. den Intellektuellen der Kampf angesagt, die die erwünschte politische Apathie der Massen überwinden wollen. (Nach: Who's afraid of d'emocracy? Über Präsident Carters ideologischen Hintergrund. In: Reformatio, Ev. Zeitschr. f. Kultur und Politik, Febr. 1977 Bern/Schweiz).


CV Christliche Verantwortung
Informationen zu christlichem Wandel und vermehrtem Verständnisvermögen
- 1. Thess. 4:12, 1. Kor. 14:20 -
Begründet von Willy Müller, GD, Gera/Thür., DDR
DIE MISSION VON CV
Ist Wegbereitung und Auferbauung in christlicher und sozialer Mitverantwortung und tätiger Nächstenliebe hier und heute. Dies erfolgt in besonderem Hinblick auf die von der Wachtturm-Gesellschaft (WTG), USA, geleiteten Gemeinschaft der Zeugen Jehovas und ihrer haltlosen Weltendeverkündigung. Diese Mission geht aus von Tradition und Bedeutung der internationalen Bibelforscherbewegung und dient der Hinführung in die Nachfolge Jesu, der Bildung und Tätigkeit freier christlicher Gemeinden sowie christlicher und mitmenschlicher Verständigung und aktueller Information. Wir rufen zur Mitarbeit

Nr. 120 Gera Juli 1979

MIT DER "CHRISTLICHEN VERANTWORTUNG" MUSS MAN JETZT LEBEN
Seht nur wieder die nebenstehende Inhaltsangabe!
Liebe Leser
liebe Brüder und Schwestern
CV soll in der Tat keinen Betroffenen unberührt lassen. Es "guter Kampf des Glaubens" in zwar oft auch nicht einfachen Fragen, ist es doch eine Pionierarbeit gegen einen Mißbrauch unseres christlichen Glaubens, der keinen Bereich ausschließt. Damit ist es zugleich eine Pionierarbeit, für die es bisher keine Erfahrung gibt. Noch nie hat sich jemand so mit der WTG befaßt, CV ist nicht nur im deutschen Sprachraum einmalig.

Es gehörte zur "Überlegenheit" der WTG, wenn sie ignoriert, nicht ernstgenommen und nicht beantwortet wurde: Wer kann uns widerlegen? Sie haben keine Argumente! Damit ist es nun vorbei. Im Einklang mit Jak. 5:19, 20, von Irrwegen zurückzubringen, muß man jetzt damit leben, daß die allen einschlägigen Fragen ihre Überprüfung, Widerlegung und Zurückweisung erfährt. Über 100 Jahre und schon 3 Generationen "endzeitlich" irregeführt ist zuviel. Aber das bedeutet, daß es der WTG schon über 100 Jahre gelingt, "Herzen Argloser zu täuschen" (Rö. 16:18). Was uns bestätigt, daß wir es in der WTG-Führung mit erfahrenen psychologischen Taktikern und Strategen zu tun haben, selbst "die Auserwählten" derart "endzeitlich" zu täuschen. So ist die Zeit herbeigekommen, den wirklichen Zweck dieser "endzeitlich" haltlosen und unglaubwürdigen WTG-Verkündigung aufzudecken, damit es auch der versteht, der bisher nur wenig erfassen konnte. Dabei ist das einfachste oft das schwierigste. Doch jeder wächst mit seiner Aufgabe.

Jeder kann beim Lesen von CV beruhigt sein. Kein "höherer" Aufseher vernichtet auch nur eine Zeile irgendeiner Zeitung gegen, für oder über die WTG. Alles ist zu prüfen und sofort vollständig der WTG selbst zuzustellen. Und CV vernichten sie schon gar nicht! Bei allen Aufrichtigen, die CV lesen, wird es darum eines Tages die beabsichtigte Wirkung haben. Deshalb unser Schriftwort auch zu dieser CV-Ausgabe:
Vergewissert euch über alle Dinge
haltet fest an dem, was recht ist
1. Thess. 5:21 NW
Eure Brüder - CV-Redaktion
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In dieser Ausgabe!
In Potsdam: Das Studium fiel aus!
Dramatische, freie und offene Auseinandersetzung CV-ZJ vor Interessierten in Potsdam
ZJ: "Es ist euer gutes Recht …"
Bad Doberan im Juni 1978
Was unser Bruder zur falschen WT-Prophetie von 1975 sagte
Wer andere im WT-Sinne belehrt …
Aus Jarmen im Mecklenburg
"Wunderbar und einleuchtend sind die Bücher Richter Rutherfords!"
Ein Denkanstoß
Zu den WTG-Planungen der nächsten Jahrzehnte
Was bedeuten die künftigen drei WTG-Weltzentren in den USA, in Westeuropa und Japan?
Erstaunliche Hintergründe!
Wohin sollen wir gehen?
"Biblische Stützen" für Wehrdienstverweigerer
Wer Menschenblut vergießt …
Kreuz oder Pfahl
Die WT-Angriffe auf den Glauben anderer Christen
Zur Verteufelung des Kreuzes Christi
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1979
Über 100 Jahre WT-Endzeit jetzt für die 4. Generation! Vor 20 Jahren CV begründet: Gott ließ es nicht verdorren!
Das letzte Jahr dieses Jahrzehnts, in dem spätestens alles vorbei sein sollte!
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Das Studium fiel aus!
DRAMATISCHE, FREIE UND OFFENE AUSEINANDERSETZUNG
CV- ZJ VOR INTERESSIERTEN IN POTSDAM
Eine erste Übersicht
Nach Hoyerswerda, Bad Doberan und Dresden, Aufbruch in Potsdam geht weiter
Eigentlich sollte das reguläre Mittwochabend-"Bibelstudium" stattfinden. Mit Zustimmung der Interessierten war jedoch vereinbart worden, nunmehr zu einer echten schriftgemäßen Prüfung des Weges überzugehen, den die ZJ führen. So wurde der nächste Mittwoch im Mai gewählt, wann unsere "Ältesten" wieder kommen, um das "Studium" durchzuführen. Diesmal fiel es nun aus.

Mit freundlichen Worten wurden die Brüder und die Schwestern willkommen geheißen. Man gab sich freundlich die Hand und nahm auf Sesseln und Couch Platz. Schweigen. Nun, das war verständlich, da sie auf CV-Seite einige bekannte Gesichter vor sich hatten. Was sollte dies wohl heute bedeuten? Eines war ihnen offensichtlich klar, jetzt gibt es eine direkte Konfrontation und Auseinandersetzung mit CV, denn da sitzt nun der ehemalige Studienleiter, der nun CV-Mitarbeiter ist, in dieser Runde vor ihnen. Und das vor Interessierten!

Die christliche Grundlage der Auseinandersetzung
Das für heute vorgesehene "Studium" fällt diesmal aus, wurde das Gespräch von CV eröffnet. Einige Dutzend mal wurde diesen jungen interessierten Leuten die WT-Sicht der Dinge nahegebracht. Nun ist es höchste Zeit, daß sie auch die Kehrseite zur Kenntnis nehmen. Nur wenn man beide Seiten kennt, kann man in einer Sache die richtige und eine echte Entscheidung treffen, nicht wahr? Und die Schrift sagt dazu: "Ein Fallstrick ist es, unbesonnen auszusprechen, geweiht, und erst nach dem Gelübde zu überlegen". Spr. 20:25. Jesus selbst warnte mit den Worten, "wer unter euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst hin und berechnet die Kosten?" Lukas 14:28. Sollte das für die Wachtturm-Gesellschaft nicht gelten? Mögen also unsere jungen interessierten Leute besonnen sein, die Kosten vorher berechnen und nicht nur das Für, sondern auch das Wider prüfen. Das heißt, auch prüfen, was gegen den WT-Weg spricht, was bis heute dagegen vorgebracht werden kann und muß. Nur so können sie eine echte Entscheidung treffen. Alles andere bleibt einseitig, Halbwahrheit. Halbwahrheit. Nur wenn sie auch wissen, vorher wissen, was warnend gegen den WT-Weg spricht, können sie sich in dieser Frage richtig verhalten. Man prüft vorher, was auf einen alles zukommt und zukommen kann.

Auch unsere "Ältesten" akzeptierten diese biblische Grundlage für die Überprüfung irgendeines Weges, den man beschreiten soll. Der "vorsitzführende Älteste" sagte sogar an die CV-Mitarbeiter gewandt, "es ist euer gutes Recht", hier darzulegen, was gegen den WT-Weg spricht. Sicherlich hat er geglaubt, es könne nichts Ernsthaftes gegen den WT-Weg vorgebracht werden, wenn dies die Wahrheit ist. Und sie wähnen sich ja einzig und allein "in der Wahrheit". Sie wurden auch eingeladen, gut aufzupassen, wenn von CV-Seite irgendetwas gesagt wird, was nicht der Wahrheit entspricht. Sie sollten dann sofort Einspruch erheben und eingreifen und die Sache richtigstellen. Ja, das wollten sie tun. Volle zweieinhalb Stunden wird es dauern.

"Warum wissen wir das alles nicht?"
Als der Uhrzeiger auf 22 Uhr vorrückte und die Auseinandersetzung beendet wurde, von CV-Seite beendet wurde, wurde :unseren "Ältesten" gesagt, daß über diesen Abend ausführlich in CV berichtet wird. Automatisch war ihnen klar, was das bedeutet. "Wir haben ja gar kein Protokoll gemacht wandte der "vorsitzführende Älteste" ein. "Das war nicht nötig. Wir sind in der Lage, eine sinngemäß richtige Darstellung dieser Auseinandersetzung zu geben. Wir können ja vor der Veröffentlichung eine Manuskriptdurchschrift zur Verfügung stellen, damit Ihr das vorher prüfen könnt. Sollen wir?". Wie erinnerlich ist, antworteten sie hierauf nicht.

Als Auftakt wurde von CV-Seite festgelegt, was an diesem Abend Gesprächsgegenstand sein soll. Es geht nicht um den Glauben an Gott und Christus. Das ist unantastbar. CV steht selbst im Christentum. Darüberhinaus ist der Glaube Gott und Christus nicht an den WT und die ZJ gebunden. Es gab ihn vorher, gibt ihn außerhalb der ZJ und wird ihn danach geben. Das Werk der WTG ist auch nicht um des Glaubens willen begonnen worden seit 1874. Es ist um einer Endzeitverkündigung willen begonnen worden. Die WTG ist angetreten, eine bestimmte Zeit des Endes zu proklamieren. Somit sind die Endzeitverkündigungen das Charakteristische, das Entscheidende, das Hauptkriterium, womit die WTG steht oder fällt. Ob unsere "Ältesten" das akzeptieren? Sie hatten nichts dagegen einzuwenden. Also untersuchen wir die entscheidenden WT-Endzeitproklamationen, ob sie eingetroffen und damit glaubwürdig sind. Allgemeines Einverständnis.

Der zweite Hauptpunkt war, daß die Organisation ja auch ein ganz bestimmtes politisches und soziales Verhalten verlangt. Auch das sind so folgenschwere Dinge, daß man sich vorher darüber klar werden muß, was auf einen hier zukommt. Wer an politischen Wahlen teilnimmt, darf das fortan nicht mehr tun. Wer demokratische Funktionen ausübt muß sie niederlegen, oder er wird wegen "Politik treiben in Harmagedon vernichtet. Schließlich muß man sich nach der "Taufe" selbst an diesem Kampf gegen demokratische und bürgerliche Rechte und Pflichten im Rahmen der Verkündigung beteiligen. Dazu kommt die Mitverbreitung antikommunistischer Hetze und politischer Lügen, Schmähungen und Diffamierungen unter der Fahne angeblicher politischer Neutralität. Auch das alles soll man vorher wissen. Gar manchen, das betrifft vor allem solche, die dann Organisationsfunktionen bekamen, hat die WTG ins kriminelle Verbrechen des Geldschmuggels geführt, während sie außerhalb der Organisation der Z1 unbescholten geblieben wären. Auch dem soll unser junger interessierte Mann ins Auge schauen. Für alles dies muß man die Methoden der antikommunistisch-staatsfeindlichen "theokratischen Kriegslist" erlernen und wird in eine aus diesen politischen Gründen ausgehaltene "Untergrundorganisation" eingebunden. Noch wird dies in den "Studien" nicht eingeübt. Zu Beginn gibt es noch "leichte Speise". Erst später kommen die "harten Brocken". Alles dies soll von CV heute Abend vor Augen geführt werden. Auch zu diesem Vorhaben gab es keinen Widerspruch. Jeder kann sich denken, daß es bei dieser brisanten Thematik z. T. scharf und unerbittlich zuging, und jeder sich Mühe geben mußte, die Ruhe zu bewahren. Denn im Hintergrund standen auch durch die WTG-Bedingungen zerstörten Familienleben, zugrundegegangene Existenzen und sinnlos gebrachte Opfer an Gut, Leib und Leben.
Die CV-Beweisführung in allem war z. T, derart schockierend daß unsere Schwester angesichts dessen spontan sagte: "Ja, warum wissen wir dies alles nicht?" -

Was werden die Auswirkungen sein?
Die Auswirkungen werden sehr weitreichend sein, denn in CV wird hiermit begonnen, ausführlich über diese CV-ZJ-Auseinandersetzung zu berichten. Immerhin haben die "Ältesten" und unsere Schwester aus zunächst ihrer Sicht bestätigt, daß diese Auseinandersetzungen auch für sie sehr lehrreich war. Möglicherweise halten sie den geäußerten Standpunkt durch, daß CV "das gute Recht" hat, die Kehrseite der WTG-Verkündigung aufzuzeigen, insbesondere vor Interessierten, damit diese beide Seiten sehen und echte Entscheidungen fällen können, Der "vorsitzführende Älteste" zeigte in der Diskussion sehr viel Verständnis darin, zweitrangige Dinge zu unterscheiden und die Hauptkriterien im Auge zu behalten, um die es hier geht. In einigen Fragen mußten sie sich selbst zurechtweisen mit den; Worten, "ja, CV hat Recht, das stimmt".

Auf jeden Fall war dies eine einmalige Auseinandersetzung, die auf jeden Fall langfristig wirken wird. Kein einziger wesentlicher Punkt der CV-Beweisführung konnte erfolgreich widerlegt werden. Bei jeder Verteidigung oder Begründung gingen unsere "Ältesten" zwar bis an die Grenze des Auge in Auge ehrlich ihrerseits Geglaubten, wenn auch einmal ein Anlauf genommen wurde, daß möglicherweise 5. Mose 18:20-22 auf die WTG nicht angewandt werden könne. Aber das brach schnell zusammen. Am Ende sagten sie selbst, daß sie diesen Abend nie wieder vergessen werden!
Lest nun die Einzelheiten über alles Wesentliche
CVN

Bad Doberan im Juni 1978
WAS UNSER BRUDER ZUR FALSCHEN WT-PROPHETIE FÜR DAS JAHR 1975 SAGTE
"Es ist euer gutes Recht" nachzuweisen, was gegen die WTG spricht
Dies wurde CV kürzlich von ZJ-Seite in Potsdam bestätigt. Wir werden ausführlich darüber berichten. Was die Berichte aus Bad Doberan betrifft, so möchten wir etwas zunächst wiederholen, um Mißverständnisse zu vermeiden. Die Organisation mißachtet hier auf Grund ihrer antikommunistischen Zielsetzung in der Verkündigung bedenkenlos die Weisung der heiligen Schrift, "nicht mit List zu wandeln" (2. Kor. 4:2 NW) und führt bisher religiös-politisch diesbezüglich völlig unbescholtene Menschen nicht nur in einen in Wahrheit unchristlichen Untergrund (Buch "Rettung . . .", 1975, S. 257 u. zahlreiche WT). In verschiedenen Dienstämtern werden die Brüder sogar bis in kriminelle Verbrechen des Geldschmuggels geführt. Die Folgen und die "Verantwortung" dafür werden jedoch jedem Betroffenen selbst aufgehalst. Hinzu kommt, daß die widerspruchsvolle Endzeitverkündigung für die Zeit von 1799 bis 1979, fast 200 Jahre, die WTG unwiderlegbar als falschen Propheten offenbart. 5. Mose 18 Vers 20-22.

Wer andere Menschen, ganze Familien, einer solchen haltlosen Sache zuführt und auf diese Weise ausliefert, hat keinen Grund, sich zu beklagen, wenn dies aus dem Dunkel oder Zwielicht ins Licht geholt wird. Wer sich für die WTG dieser Art über andere, fremde, außenstehende Menschen und Familien hermacht, genau wissend, was mit den Organisationsbedingungen später auf sie zukommt, es ihnen aber für den Anfang noch verschweigend, stellt sich in die Öffentlichkeit und muß die Konsequenzen tragen. Die heilige Schrift gebietet in 2. Kor. 4:2 zugleich, sich von jeder List als von "hinterhältigen Dingen loszusagen", sich "jedem menschlichen Gewissen vor Gott" zu stellen und diese gesamte "Kriegslist" damit aufzudecken. Wir sagen nochmal: Wer andere Menschen unter eine solche Organisation holt, kann nicht erwarten, unbehelligt zu bleiben. Die Zeit ist herbeigekommen: Über 100 WT-Endzeit ist zuviel.

"Ein 1975-Ende wurde nie verkündigt"
Eines der CV-Anliegen war, unserem Bruder Peter auf die vielen WT-Lehrwidersprüche hinzuweisen. In dieser Notlage bleibt schwerlich etwas anderes übrig, als dahin zu flüchten, der "treue und kluge Knecht" erhalte eben "immer helleres Licht" von Gott. Auf den Vorhalt, daß dies ja gar kein "Hellerwerden" einer Sache ist, sondern daß sich die Voraussagen als falsch erweisen, weil sie nicht eintreffen und zutreffen, muß man dann ehrlicherweise schweigen.

So kam das heikle Thema 1975. Immer sollte man in solchen Fragen Aufrichtigen eine Brücke bauen, denn die Hauptverantwortung für alles liegt tatsächlich bei der WTG. Aber nur ein Kind könnte aus der eigenen Verantwortung entlassen werden. Es wurde unserem Bruder nun vor Augen geführt, daß die WTG an Hand ihrer 1975-Ende-Verkündigung erst jüngst wieder vor aller Welt bewiesen habe, daß sie ein falscher Prophet ist.

Was würde hierauf wohl die Antwort sein können? Es ist meist die Antwort, die viele in ihrer Not geben, wenn sie zur Rede gestellt werden.
So wurde flugs behauptet. "Ein 1975-Weltende wurde nie verkündigt". Natürlich können nur Neulinge und Arglose damit getäuscht werden, die diese jüngste WT-Vergangenheit nicht kennen. Die Verantwortlichen wissen ganz genau, daß der Welt verkündigt wurde: 1975 beginnt die Tausendjahrherrschaft Christi und das Königreich Gottes auf Erden, womit zu diesem Zeitpunkt 1975 die Harmagedon-Weltvernichtung eine vollzogene Tatsache ist, Alle WTG-Verantwortlichen bzw. WT-Sudienleiter aus jener Zeit, die das heute bestreiten, lügen. Ihre eigenen Studienmaterialien von damals überführen sie. Es ist abstoßend, wie überall derartig gelogen wird, wobei sogar die Frechheit zu verzeichnen ist, daß die eigenen früheren Studienmaterialien vor anderen einfach als möglicherweise gefälscht bezeichnet werden, um einen Kritiker abzuwürgen. Wir wollen unserem Bruder Peter jedoch gern unterstellen, daß er irgendwelche Einzelheiten nicht genügend kannte, bekannte er doch u. a. auch "leider kein leitender Zeuge Jehovas mehr zu sein". Wir möchten dieses "leider" in unserem Sinne positiv deuten. Denn die Organisation betreibt praktisch auch eine Art "Sippenhaft", wo es in der Familie, mit der Frau, mit dem Mann oder mit den Kindern nicht so verläuft, wie ihre "Ratschläge" verlangen.

Es war aber auch alles sehr überraschend. Eine sofortige Bestätigung der WT-1975-Irrlehre war sicherlich gar nicht zu erwarten. Das ist nämlich von einer Tragweite, mit der man sich automatisch selbst aus den WT-Angeln hebt, an sich selbst das geistige Todesurteil der WTG vollstreckt, das die WTG praktisch über alle ausspricht, die sie als falschen Propheten erkennen. Aber die inneren und organisatorischen Auseinandersetzungen mit der WTG können keinem Aufrichtigen erspart bleiben. Der psychologische Terror der WTG mit solchen Diffamierungen und Rufmordmethoden wie "Rotte Korah, Judasse, Verräter, Vernichtungswürdige, böse Knechte, stößige und riechende Böcke, Handlanger des Teufels, Satansdiener" u. a. m. setzt alsbald ein. Das ist ein mächtiges Mittel der WTG, schon erste kritische Gedanken über sie im Keim zu ersticken. Doch früher oder später kommt für jeden Aufrichtigen die Stunde der Konfrontation mit der WTG. Mit irgendeinem Erlebnis geht es los, mit irgendeiner bösen Erfahrung, die unserem Bruder bestätigt, was ihm CV vor Augen führte. Zum Beispiel unser Thema, daß die WTG doch ein 1975-Weltende verkündigt hat und damit ein falscher Prophet ist. Denn Tatsachen kann man nicht wegdiskutieren.

Warum er sich dankbar an CV erinnern wird
Auch die erneute WT-Endzeitverschiebung nach 1975 wird sich als Irrlehre offenbaren, wie jede WT-Endzeithoffnung trügerisch war. Spätestens dann, wenn unser Bruder selbst sieht, wie wieder "vergeht", was "nicht vergehen" sollte, indem er den WTG-Mißbrauch dieser Jesusworte durchschaut, wird er sagen, sie hatten Recht, als sie mir das im Sommer 1978 vor Augen führten. Dieser Juni 1968 ist unvergeßlich. Um Aufrichtige ist es uns nicht bange, wie schwer es für sie auch ist. -
CVN

"WUNDERBAR UND EINLEUCHTEND SIND DIE BÜCHER RICHTER RUTHERFORDS"
Ein Denkanstoß aus Jarmen in Mecklenburg
Liebe Brüder und Schwestern!
Es lohnt sich, noch einmal Rückschau zu halten, Rückschau in eine Zeit, als Rutherford Präsident der Wachtturmgesellschaft war. Rutherford, der großartige Bücherschreiber, war nicht nur Präsident der Gesellschaft. In dem Buch "Jehovas Zeugen" von Marley Cole heißt es auf Seite 219: "Seit 1909 wurde er (Rutherford) Mitglied der New Yorker Staatsanwaltschaft und übte bis zu seinem Tode in New York seine Praxis aus". Ja, ihr habt richtig gelesen, "bis zu seinem Tode". Warum tat er das? Warum duldete man das Vereinbarte sich so etwas mit seiner Präsidentschaft?

Wer die wirklichen Privatinteressen Rutherfords kennengelernt hat, weiß zu gut, was dieser Mann sich alles herausnahm, während er sich der Ernsten-Bibelforscher-Bewegung anschloß. 1980 wird CV mehr darüber berichten. Zur Zeit werden Materialien geprüft, in wie weit sie zuverlässig sind und zur Veröffentlichung freigegeben werden dürfen.

Seine Beweise aus Gottes Wort
Ein kurzer Hinweis auf Rutherfords Eigenwilligkeit und zugleich Überheblichkeit zeigt eindeutig, was Rutherford sein wollte. Auf der vorletzten Seite des Buches "Licht" II von 1930 heißt es: "Wunderbar und erleuchtend sind die Bücher Richter Rutherfords. Ein jedes nimmt seine Beweise aus Gottes Wort der Wahrheit, der Bibel. Der Verfasser legt die Tatsachen in logischer Form vor, ohne sich schlangenhaft um den Kern der Dinge herum zu winden. Klar und treffend beweist er, was er sagt".

Weiter kann man in Band I Seite 5/6 u. a. folgendes lesen:
"Jedoch ist vor 1930 keine befriedigende Erläuterung der Offenbarung veröffentlicht worden, und zwar aus dem offensichtlichen Grund, weil "Gottes Zeit" noch nicht gekommen war, um seinen Knechten das Verständnis zu eröffnen".

An diesen zwei Zitaten aus den Büchern "Licht" I, II erkennt man, wie selbstsicher Rutherford sich damals aufspielte bzw. die Ankündigung seiner Bücher zuließ. Heute findet man auf dem Büchermarkt der Wachtturmgesellschaft aber auch nicht mehr ein einziges Buch von ihm. Sie sind alle aus dem öffentlichen Verkehr gezogen worden bzw. eingestampft und in Vergessenheit geraten. Wenn Rutherford heute noch leben würde und mit ansehen müßte, wie man mit seinem so wertvoll angepriesenen Büchern umgeht bzw. in der zurückliegenden Zeit umgegangen ist, er hätte der Brooklyner Weltzentrale möglicherweise den Prozeß gemacht.

Nun ist er aber tot
Seine Nachfolger haben ihm als damaligen Präsidenten und Bücherschreiber kein würdiges Denkmal gesetzt. Alle seine Bibelauslegungen, die damals doch so "wunderbar und einleuchtend" waren, sind nach seinem Tode gründlich überarbeitet worden. All die "göttlichen Blitze", die Rutherford damals sah, waren Irrlichter "Satans", denen er zum Opfer fiel. So wie Rutherford mit Russells Auslegungen nicht einverstanden war, war Knorr mit Rutherfords Auslegungen nicht einverstanden. So ist heute, nach Knorrs Tod, wiederum Franz als neuer Präsident dabei, Knorrs zugelassene Bibelauslegungen wieder zu überarbeiten.

Somit erhebt sich die Frage, kann man den Auslegungen der Wachtturmgesellschaft überhaupt noch Glauben schenken? Was wird passieren, wenn Franz nun bald stirbt? Was für Überraschungen gibt es dann? Seit 1966 haben Jehovas Zeugen derart viel erlebt, daß man mir Recht sagen kann, sie sind zu bedauern. Trotz der Mühe, die sich ehemalige Zeugen Jehovas geben, um der Wachtturmgesellschaft die Larve vom Gesicht zu reißen, gibt es immer noch Tausende und abermals Tausende, die dieser Gesellschaft noch unkritisch nachlaufen und sich von ihren geschickt formulierten Bibelauslegungen immer wieder verführen lassen.

Was auch immer die Wachtturmgesellschaft in der Zukunft noch an Bibelauslegungen herausbringen wird und sie unter den Menschen mit aller künstlich anerzogenen Überzeugungskraft verbreiten läßt, es wird jederzeit angezweifelt werden. Dafür hat sie aufrichtige Menschen schon zu oft betrogen und beleidigt.

Keine Wachtturmchristen mehr
Wenn ehemalige Zeugen Jehovas sich von der Wachtturmgesellschaft getrennt haben, dann nur deshalb, weil sie es nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren konnten, die Wachtturmgesellschaft ihnen zu glauben vorschrieb. Deshalb bildeten sie selbständige, von der Wachtturmgesellschaft unabhängige Bibelstudiengruppen, um ohne Bevormundung Gott und Christus weiterhin dienen zu können. Diese Bibelstudiengruppen existieren noch, auch in der DDR. In CV sind sie wiederholt bekanntgemacht worden. Neue sind im Entstehen. Es ist zu einem echten Bedürfnis geworden, durch freies Bibelstudium sich im Glauben zu stärken. Besonders unter den ehemaligen Anhängern der Wachtturmgesellschaft verspürt man diesen Wunsch, ein Zeichen dafür, daß sie nur die Wachtturmgesellschaft verlassen haben, aber niemals den Weg zum Vater und zu seinem Sohn Jesus Christus.

Die Wachtturmgesellschaft muß sich gefallen lassen, daß man sie überprüft
Wenn die Wachtturmgesellschaft auch für sich den Anspruch erhebt, "Gottes Organisation" zu sein, so bedeutet das noch lange nicht, daß sie es ist. Wer sich diese Berufung anmaßt, muß natürlich auch damit rechnen, daß solche Organisation und ihre Wirkungsweise durch Außenstehende geprüft wird. Das Ergebnis solch einer Prüfung kann, wie in diesem Fall, sogar weltweit veröffentlicht werden. Was dann, wenn es negativ ausfällt? Sollte man es zugunsten solch einer Weltorganisation verschweigen?

In diesem Falle, wo es um eine weltweite Klarstellung zur Ehre Gottes geht, kann und darf nicht geschwiegen werden. Es muß die Wahrheit gesagt werden. Die Wahrheit ist, daß die Leitende Körperschaft der Wachtturmgesellschaft leichtfertige Leute sind.

Sie haben seit Bestehen der Organisation der Zeugen Jehovas fast immer nur ihre eigene Meinung wiedergegeben. Diese ihre Meinung war oftmals nur kurzlebig. Manchmal war sie nur drei bis vier Jahre ausschlaggebend. Dann mußte sie fallengelassen werden, weil sie biblisch nicht tragbar und vertretbar war. So verhielt es sich in all den Jahrzehnten seit Bestehen der Organisation bis auf den heutigen Tag. Nach gründlicher Prüfung kann also abschließend gesagt werden: Die Wachtturmgesellschaft hat sich als ein falscher Prophet erwiesen. Wollen Jehovas Zeugen solchem Propheten trotzdem weiter nachfolgen?
- W -

Zu den WTG-Planungen der nächsten Jahrzehnte
WAS BEDEUTEN DIE KÜNFTIGEN DREI WTG-WELTZENTREN IN DEN USA IN DER BRD UND IN JAPAN?
Ein Wort an die Verantwortlichen
Es muß euch schon zugemutet werden, liebe Brüder, mehr und tiefer über alles nachzudenken, was die Taktik und Strategie der Leitenden Körperschaft oder Organisation der WTG betrifft. Wollt und sollt ihr doch andere anleiten, belehren und zurechtweisen. Oh ja, ihr habt in vielen Dingen eine Schon viel größere Übersicht als ein einfacher Verkündiger, der kaum in die Hintergründe schauen kann und in einfacher Denkweise gehalten wird. Natürlich durchbrechen wir auch dieses Prinzip der Organisation und versuchen, allen einen tieferen Einblick und eine möglichst große Übersicht zu vermitteln. Wie dem auch sei, ihr solltet euch zuerst Gedanken machen über die größeren und tieferen Zusammenhänge, und wohin die WT-Reise nach dem erneuten falschen WT-Weltende von 1975 jetzt gehen soll, wohin ihr andere nunmehr führen sollt.

Dazu gehört auch, daß ihr zur Kenntnis nehmt, was sich zu den "Planungen der Leitenden Körperschaft" für die nächsten Jahrzehnte abzeichnet. Manchmal erst in Ansätzen. Aber schon immer bedeutete gewarnt sein zugleich auch gewappnet sein. Wer Verantwortung für andere trägt, um sie anzuleiten, muß sich mehr Gedanken machen.

Was die WTG im Januar 1979 bekanntgab
Wie wir aus unterschiedlichsten Zeugen-Bereichen aus der BRD erfahren, teilte die WTG im Januar 1979 weitere Teile ihrer künftigen Planungen über die örtlichen "Sekretäre" mit, die in den Versammlungen entsprechende Briefe verlesen mußten. Danach konzentriert sich die internationale Organisation in den nächsten Jahrzehnten auf drei Weltzentren: USA, BRD und Japan. Von diesen Weltzentren aus soll sich in den nächsten Jahrzehnten mit Hilfe von Großkomputern auf neue Weise die Literatur über alle Erdteile ergießen: Amerika, Europa, Afrika, Asien. In Wiesbaden wird jetzt schon in 20 Sprachen für 30 Länder gedruckt, mehr als 30 Länder.

Eine Hauptfrage, die uns oft gestellt wird
Wer erkannt hat, daß die endzeitlichen WT-Bibeldeutungen an sich haltlos und unglaubwürdig sind, weil sie schon über 100 Jahre immer wieder anders gedeutet, verworfen oder umgedreht werden, wenn sie von der wirklichen gesellschaftlichen Entwicklung widerlegt waren, fragt sich, was das ganze dann eigentlich für einen Sinn hat. In der Tat, es gibt kein einziges wesentliches "Vorbild", das nicht schon mehrmals irgendwie umgedreht wurde, um es wieder passend zu machen, selbst wenn dabei liquidiert werden mußte, was einst als "göttliche Wahrheit", als "Licht von Gott" bei Strafe göttlicher Vernichtung anzunehmen verlangt wurde.

Beständig ist eines jedoch immer geblieben, von Anfang an, durch alle Endzeitlehrwidersprüche und Kehrtwendungen hindurch, wie jeder durch eine Übersicht der "gedruckten Predigten" erkennen kann. Das ist die politische Linie in dieser dahingeschobenen Endzeitauslegung. Das ist die soziale Verhaltensweise, die der WT predigt. Belegbar Punkt für Punkt von C. T. Russell über J. F. Rutherford, N. H. Knorr bis F. W. Franz heute.

Auf das Wesentliche konzentriert ist dies folgendes. Bibel und Christentum werden stets so gedeutet, daß dies dabei praktisch herauskommt. Finger weg von jeder demokratischen, sozialpolitischen oder gar revolutionären Aktivität, wie schlimm die Verhältnisse auch sind oder werden. Nur Gott könne die Dinge zum Guten ändern. Wer das selbst versucht "betreibt Politik und kommt dadurch zur Vernichtung durch Gott in Betracht". Die angebliche göttliche Lösung aller Probleme mit einem "Weltende" und anschließendem "Paradies" wird dann Generation um Generation wie ein Köder vor den Betroffenen dahingeschoben. Inzwischen ist es schon viermal nicht gekommen, 1914, 1925, 1945 und 1975. Jetzt sind sie dabei, es wieder weiterzuschieben. Darum sagen wir, und das ist Punkt für Punkt belegbar, die WTG hat als eigentliche Hauptaufgabe, unter Mißbrauch von Bibel, Glauben und Christentum in den untersten sozialen Schichten dazu beizutragen, daß die am eigenen gesellschaftlichen Zustand Verzweifelten, die Entwurzelten, die in Ausweglosigkeit Geratenen, nicht zur demokratischen, sozialen oder gar revolutionären Selbsthilfe greifen, um diese Zustände zu verbessern und zu verändern. In der WTG-Broschüre "JZ Jehovas Zeugen im zwanzigsten Jahrhundert" (1978) wird das heute so ausgedrückt: "Warum beteiligen sich die Zeugen nicht an der Politik und helfen auf diese Weise, die Zustände zu verbessern? … bleiben auch Jehovas Zeugen neutral. Sie beteiligen sich niemals an subversiven Tätigkeiten, an Aufwiegelei oder revolutionären Umtrieben, sondern setzen statt dessen ihre ganze Hoffnung und ihr Vertrauen auf Gottes Königreich unter Christus" (S. 29), auf das "Paradies", das jetzt nach 1975 wieder weitergeschoben wird.

Wir antworten also, die WTG hat in erster Linie eine soziale bzw. Politische Funktion: Mittels immer wieder zurechtgestutzter Endzeitbibeldeutungen, die nach Bedarf immer wieder zeitlich zu verschieben sind, sozialpolitisch zu neutralisieren, und systemverändernde demokratische, soziale oder revolutionäre Aktivität verhindern zu helfen. Alles andere ist bei der WTG in Wirklichkeit Mittel zu diesem Zweck.

Was sind die Hintergründe?
Die Planungen der WTG-Zentren für USA, Westeuropa und Japan zum Zwecke einer noch größeren weltweiten Massenverbreitung ihrer Literatur, in ihrer politischen Wirkung gegen demokratische, soziale oder revolutionäre "Verbesserung der Zustände" gerichtet, entsprechen in erstaunlicher Weise der neuesten kapitalistischen wirtschaftlichen und politischen Weltplanung. Sie spiegeln diese Planung auf erstaunliche Weise wider, Es ergibt sich die Schlußfolgerung, daß die WTG als einer der ideologischen Faktoren in diese Planung einbezogen ist. Schauen wir uns diese Planung an.

Es handelt sich um die vom amerikanischen Großbanken-Präsidenten M. D. Rockefeller gegründete Trilateral Commission zur Koordination der Wirtschaftspolitik der drei (tri) wichtigsten Zentren des entwickelten Kapitalismus, nämlich USA, Westeuropas und Japans. In einem 1975 veröffentlicht, "The Crisis of Democracy" (Die Krise der Demokratie) Bericht an die Trilaterale Kommission, New York University Press 1975, mit Namenlisten der amerikanischen, europäischen und japanischen Kommissionsmitglieder, wurden die Ziele und Strategien genannt, die insbesondere in geistiger oder ideologischer Hinsicht verfolgt werden. Es geht um ein koordiniertes Auftreten gegen alle Linkstendenzen in der westlichen Welt wie auch in den Entwicklungsländern, in der "dritten Welt". Als ideal gilt der Trilateral Commission ein Zustand, in dem die Exekutive mit einer relativ kleinen Zahl von "Wall Street lowyers and bankers" regiert, ungestört von den großen Massen, deren politische Apathie durchaus als systemstabilisierend und daher erwünscht gilt. Weniger Subversive oder Rebellen seien hierfür die Gefahr. Bedrohlich sei in erster Linie dafür eine gut geschulte, informierte und daher ihrer Lage bewußt gewordene demokratische Mehrheit, die gar nicht erst zustande kommen dürfe. (S. 98, 182). Zu den aktivsten amerikanischen Mitgliedern der Trilateralen Commission gehören u. a. USA-Präsident Carter selbst, sowie sein Sicherheitsberater Brcezinski, vormals Direktor eines maßgeblichen USA-Instituts "zur Erforschung des Kommunismus". Im Interesse dieses "Idealzustandes" wurde mit besonderer Vehemenz u. a. den Intellektuellen der Kampf angesagt, die die erwünschte politische Apathie der Massen überwinden wollen. (Nach: Who's afraid of democracy? Über Präsident Carters ideologischen Hintergrund. In: Reformatio, Ev. Zeitschr. f. Kultur und Politik, Febr. 1977 Bern/Schweiz).

Die Riesenausdehnung, die die WTG nunmehr von drei Weltzentren, USA, Westeuropa und Japan, aus plant, entspricht auch in ihrer politischen Massenbeeinflussung den Wünschen der Trilateralen Commission: Kampf gegen jede bewußte demokratische Aktivität, jede revolutionäre allzumal, eine Verkündigung, die wie keine andere zu politischer Apathie führt, die jede demokratische Initiative und soziale Verantwortung und Aktion lähmt und die Massen politisch vollends zum Nichtstun verurteilt. Daß die WTG entsprechend auch gegen alle Linkstendenzen auftritt, beweist ihr Antikommunismus 100 Jahre lang schon. Sie rühmt sich dessen seit ihrer 3. WT-Ausgabe von 1879 schon. Die USA-, Westeuropa- und Japanpläne der WTG liegen also hinsichtlich ihrer Zentren wie auch in ihrem politischen Inhalt ganz deutlich auf der weltpolitischen Linde des amerikanischen, westeuropäischen und japanischen Großkapitals. Daß sich die größte kapitalistische Computer-Firma der Welt, IBM International, der Groß-Computer-Massenproduktion der weltweiten WTG-Literatur angenommen hat, bestätigt dies. Keine andere Religionsgemeinschaft der Welt wird so begünstigt. Um eines nahen Weltendes willen geschieht hier überhaupt nichts, denn das wird seit über 100 Jahren von der WTG immer nur wie ein Köder vorangeschoben. 1914, 1925, 1945 und 1975 beweisen das.

Das politische Nachdenken über die WTG unvermeidlich
Es gibt keinen WT, der nicht auf irgendeine Weise den WTG-Kampf gegen eine Beteiligung der Christen darin zum Ausdruck bringt, "die Zustände zu verbessern", der nicht auf irgendeine Weise politische Apathie und Lähmung verbreitet. Gerade das aber ist eine hochpolitische Einflußnahme, weil dies Kampf gegen die Menschenrechte ist, aus dem sozialen Elend herauszukommen. Während die WTG schon immer diese gefährliche Politik treibt und mit einer angeblichen Endzeit einimpft, schreckt sie jeden davon ob, diese Politik zu untersuchen. Das ist ein derartiger Teufelskreis, daß sich gar mancher nicht mehr aus dieser Apathie lösen kann, was schließlich das Ziel der WTG ist, auch wenn man sich ihr sonst nicht anschließt oder sie wieder verläßt. Keinen verfolgt die WTG demgemäß auch mit größerem psychologischen Terror von Diffamierung, Verleumdung und Rufmord wie den, der dies aufdeckt. Doch nur wenn man die soziale Frage stellt, kommt man hinter den Sinn dieser ganzen offensichtlich haltlosen und unglaubwürdigen Endzeitverkündigung. Über 100 Jahre dieser Verkündigung zwingen dazu, nunmehr nach ihrem eigentlichen Sinn und Zweck zu fragen. Auch nur einen einzigen Menschen auf diesen Irrweg zu führen, ist unverantwortlich. Matthäus 18:6.
K. 0.

Wohin sollen wir gehen? 4/1979
LEBENDIGES CHRISTENTUM FREIER CHRISTEN
"Biblische Stützen" für Wehrdienstverweigerer
Wehrdienstverweigrerer berufen sich in der Regel auf folgende Schriftaussagen:
1. Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll ebenfalls vergossen werden
2. Du sollst nicht töten.
3. Sie werden die Speere zu Winzermessern machen und den Krieg nicht mehr lernen.
4. Stecke das Schwert in die Scheide, denn wer das Schwert zieht, wird durch das Schwert umkommen.
Laßt uns dies der Reihe nach untersuchen.
Wer Menschenblut vergießt …
Dieses Argument stützt sich auf 1. Mose 9:6 und lautet: "Wer irgend Menschenblut vergießt, dessen eigenes Blut wird durch Menschen vergossen werden, denn im Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht" (NW). Eine Prüfung zeigt, daß dieses Gebot nicht für Wehrdienstverweigerung herangezogen werden kann. Der Hinweis Gottes, daß die Lebensinteressen anderer Menschen nicht straflos verletzt werden können, sondern daß Übeltäter, die sich bedenkenlos darüber hinwegsetzen, zur Rechenschaft gezogen werden, und daß ihr eigenes Blut kraft göttlichen Beschlusses d u r c h M e n s c h e n (also nicht durch Gott selbst) vergossen werden wird, stellt den Sachverhalt bereits klar.

Vielen genügt diese einleuchtende Argumentation dennoch nicht. Darum wollen wir einen Mann vorstellen, der als "Freund Gottes" bezeichnet wird. Wie verhielt er sich gegenüber der Forderung in. 1. Mose 9:6? Wir lesen in 1. Mose 13, daß sich der "Freund Gottes", nämlich Abraham, von seinem Neffen Lot getrennt hatte. Wir lesen dann weiter in 1. Mose 14, daß just zu dieser Zeit verschiedene Könige miteinander Krieg führten, und auch Lot gefangene wegführten. Was tat Abraham, als ihm das berichtet wurde? Er tat etwas, was unsere Wehrdienstverweigerer peinlich berühren muß. Ausgerechnet die NW-Übersetzung bemerkt in Vers 14, daß er "geübte Männer", also kriegserprobte, aufbot und seine "Streitkräfte" in Bewegung setzte, die Könige besiegte und auch seinen Neffen Lot wieder zurückbrachte. Wurde nun Abraham für seine militärische Handlung, in den Augen unserer Wehrdienstverweigerer doch eine Verletzung von 1. Mose 9:16, bestraft? Es wird vielmehr gezeigt, daß der König von Salem, ein Priester Jehovas, ihn dafür segnete. Dieser Priester, Melchisedek, sagte: "Gesegnet sei Abram von Gott, dem Höchsten, dem, der Himmel und Erde hervorgebracht hat. Und gesegnet sei Gott, der Höchste, der deine Bedrücker in deine Hand geliefert hat." (Vers 18-20 NW)

Du sollst nicht töten
Kommen wir nun zu Punkt 2. Es handelt sich um das 5. Gebot noch 2. Mose 20:13. "Du sollst nicht töten" oder nach der NW, "Du sollst nicht morden". Auch dieser Text kann für Wehrdienstverweigerung nicht herangezogen werden. Bei genauer Prüfung erweist sich, daß es sich hier um ein Zivilgesetz handelt, das sich nicht gegen Militärdienst richtet, unterhielten doch die Israeliten zur gleichen Zeit ein Kriegsheer. Das wird auch bewiesen durch die Kriege unter Führung Josuas, zur Zeit der Richter, unter König David bis zu König Zedekia und dem Zusammenbruch der jüdischen Königsdynastie. Auch das Buch Ester zeigt, daß Wehrverteidigung keine Verletzung des 5. Gebotes ist, auch keine Verletzung von 1. Mose 9:6. Wir lesen bei Ester, wie Hamann einen Plan zur Ausrottung der Juden gefaßt hatte. Durch das Eingreifen von Mordokai und Ester erlangten die Juden vom persischen König die Erlaubnis, sich zur Verteidigung ihres Lebens zu bewaffnen, Bei der militärischen Auseinandersetzung blieben die Juden Sieger. Somit dürfte hinreichend bewiesen sein, daß man das 5. Gebot, "Du sollst nicht töten", nicht gegen Militärdienst vorbringen kann. Es war nur ein Zivilgesetz gegen kriminelles Töten oder Morden. Das kann doch jeder nachprüfen. Wer sich dennoch in der Wehrdienstfrage darauf beruft, muß sich zu Recht sagen lassen, daß er die Bibelaussagen entstellt und mißbraucht.

Sie werden den Krieg nicht mehr lernen
Als 3. Punkt wird mit Vorliebe Jesaja 2:4 angeführt, wonach die Nationen ihre Schwerter zu Pflugscharen und die Speere zu Winzermessern umschmieden werden. Hierzu muß zunächst bemerkt werden, daß durch diese Textheraushebung der biblische Zusammenhang zerrissen wird. Der Text spricht von "den Nationen". Daraus kann man doch nicht einfach einen kleinen heutigen Kreis Gläubiger um den WT machen. Das ist doch eine Sinnentstellung und Verdrehung der Worte Jesajas. Es ist deshalb zweckmäßig, die Prophezeiung einmal im Zusammenhang zu lesen.

"Das, was Jesaja, der Sohn des Amoz, hinsichtlich Judas und Jerusalems schaute: Und es soll geschehen im Schlußteil der Tage, daß der Berg des Hauses Jehovas fest gegründet werden wird über dem Gipfel der Berge, und er wird erhaben sein über die Hügel. Und zu ihm sollen alle Nationen strömen. Und viele Völker werden gewisslich hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berge Jehovas, zum Hause des Gottes Jakobs, und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln.

Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort Jehovas von Jerusalem. Und er wird gewisslich Recht sprechen unter den Nationen und die Dinge richtigstellen hinsichtlich vieler Völker. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation das Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen". Jes. 2:1-4 NW.

Der Textzusammenhang zeigt, daß Jesaja etwas über Juda und Jerusalem "geschaut" hat und nicht über Brooklyn und die WTG-Organisation von heute. Er hat auch "geschaut", daß am "Schlußteil der Tage" Jehova die Nationen nicht vernichten, sondern ihnen Recht sprechen und ihre Dinge richtigstellen wird.

Aber eben bis zu dieser Zeit mußten die Nationen ihre Dinge selbst regeln, so gut sie es vermochten. Dazu gehört auch die Aufrechterhaltung eines geordneten Staatswesens. Wir müssen noch einmal auf Punkt 1 zurückgreifen und erwähnen 1. Mose 9:7, wonach die Nationen göttliche Befugnisse zu ihrer eigenen Entwicklung haben. Der Vers ist eine Ergänzung von Vers 6, auf den sich Wehrdienstverweigerer berufen, und eine Wiederholung des göttlichen Auftrages von 1. Mose 1:26, 28. Wie die Geschichte beweist, haben Regierungen mutwillige Mörder bestraft (vergl. 1. Mose 9:6), und sie haben auch, wie im Fall Abrahams gezeigt, militärische Übergriffe durch militärische Gewalt zurückgewiesen. Auf diese Weise haben sie trotz ihrer menschlichen Unvollkommenheit Gottes Gesetz befolgen können, die Erde zu füllen, sich Untertan zu machen und als Völker zu leben. Nur in diesem Rahmen kann auch Jesaja 2:1-4 gesehen werden. Solange Gott, der über allem ist, die Dinge selbst nicht "richtig stellt hinsichtlich vieler Völker", können die Regierungen folgerichtig nicht auf Militär verzichten. Das konnte nicht einmal Abraham, der Freund Gottes, zur Rettung seines Neffen Lot. Folglich gilt für Christen nach wie vor Römer 13:1-7.

Auf Seite 311 ihres Buches "Ewiges Leben in der Freiheit der Söhne Gottes" versucht die Wachtturmgesellschaft unter Berufung auf Justin den Märtyrer, den Jesaja-Text im Sinne von Wehrdienstverweigerung zu interpretieren. Damit wird die Bibel nicht nur vergewaltigt. Auch die Aussagen frühchristlicher Schreiber wie Justin, Irenäus, Papias, Polykorp, Tertullian u. a, werden damit entstellt wiedergegeben. So wird verschwiegen, daß es im Römischen Reich keine allgemeine Wehrpflicht gab. Soldat sein war ein Beruf wie andere und wurde besonders gut bezahlt. Keine Frage, daß ein Christ nur um besserer Besoldung willen sich wohl kaum zum Kriegsdienst meldete. Es wird weiter verschwiegen, daß diese urchristlichen Schreiber die Worte von Jesaja 2:1-4 nicht auf die WTG, sondern auf Juda und Jerusalem und die erwähnten Nationen beziehen.

Stecke das Schwert in die Scheide
Betrachten wir nun Punkt 4. Es handelt sich um Matth. 26: 52. Nach NW heißt es dort: "Da sagte Jesus zu ihm: Stecke . dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkomme (Vergl. auch Mark. 14:47, Luk. 22:49, 50, Joh. 18:10, 11 NW.) Dieser Matthäustext zeigt im Zusammenhang und auch mit den anderen Evangelisten, daß die Festnahme Jesu zur Erfüllung der Schriften notwendig war.

Unsere Wehrdienstverweigerer wollen diesen biblischen Sachverhalt anscheinend nicht anerkennen, indem sie das Gebot von 1. Kor. 4:6, "nicht über das hinaus, was geschrieben steht" verletzen, und den Text Matth. 26:52 isolieren. Das Resultat ist dann z. B. dieses "Argument": Jesus habe nicht gesagt, stecke das Schwert in deines Nachbarn Leib, sondern stecke es an seinen Platz. Ja, letztes stimmt. Es war Petrus, zu dem Jesus so sprach. Der Wehrdienstverweigerer will uns also begreiflich machen, daß er nur deshalb erst gar keine Waffe in die Hand nimmt, weil sie an ihren Platz gehöre.

Aber die Frage dreht sich ja gar nicht darum, ob man eine Waffe tragen darf oder nicht. Sie dreht sich darum, ob man sie im Fall der Festnahme Jesu benutzen durfte oder nicht. Andernfalls hätte ja Petrus von vornherein überhaupt keine Waffe tragen dürfen. Die Tatsachen zeigen aber, daß Petrus bewaffnet war. Und hier soll uns jetzt der Wehrdienstverweigerer erklären, wozu Petrus überhaupt ein Schwert bei sich führte. Jedenfalls trug Petrus ein Schwert, und Jesus gebot ihm lediglich, es in seinem Fall nicht zu benutzen. Der Wehrdienstverweigerer jedoch verweigert von vornherein, eine Waffe anzunehmen. Kann er das unterscheiden?

Stellen wir die Dinge richtig. Jesus selbst gestattete bzw. Gebot seinen Jüngern, sich zu bewaffnen: " . . wer kein Schwert hat, verkaufe sein äußeres Kleid und kaufe eins" (Lukas 22: 35, 36 NW). Warum gebot Jesus seinen Jüngern, Kriegswaffen zu kaufen und zu tragen? Bei dieser Frage wollen wir diesen Punkt belassen, und zum Ausgangspunkt zurückkehren. Die Jünger waren bewaffnet. Es war Petrus, der das Schwert zog und das Ohr eines gewissen Malchus abhieb, was der Herr dann anschließend noch heilen mußte. Aber Petrus wurde lediglich wegen dieses Schwertgebrauches gerügt, nicht wegen des Schwerttragens. Somit können wir feststellen, daß auch hier keine Stütze für christlich begründete Wehrdienstverweigerung zu finden ist. Hätte der Herr den Dingen ihren Lauf gelassen, als Petrus das Schwert zog, dann hätten vielleicht auch die ausgesandten Soldaten von ihren Waffen Gebrauch gemacht, und möglicherweise wäre keiner der Jünger am Leben geblieben. Doch an Christus sollte sich die Schrift erfüllen. Ein Argument gegen das Waffentragen ist das jedoch nicht.

Für die Frage des Wehrdienstes in der DDR sei nochmals darauf hingewiesen, daß es hier für "Wehrpflichtige, die aus religiösen Anschauungen oder aus ähnlichen Gründen den Wehrdienst mit der Waffe ablehnen", einen waffenlosen Dienst in Baueinheiten gibt. (Gesetzblatt der DDR 1964, S. 129, Anordnung über die Aufstellung von Baueinheiten vom 7. September 1964, §§ 1-12). Diese staatliche Konzession ist mehr als bloß zumutbar, wenn, wie nachgewiesen, Jünger Jesu keinen Spaten, sondernd Waffen trugen. Damit sollte diese ganze Frage für einen Christen grundsätzlich geklärt sein.

Von Christen, die im Bibelsinne reif und mündig sein sollen, muß gefordert werden , daß sie alles gemäß der Schrift und nach eigenem Gewissen entscheiden. Nach Apostelgesch. 17: 11 müssen sie alles dem Schriftmaßstab unterwerfen, seinerzeit respektierten selbst die Apostel ihre Personen betreffend. Da können andere schon gar nicht davon ausgenommen werden, mögen sie sich noch so "treu, klug und verständig" dünken. Es gibt keine biblischen Stützen für Wehrdienstverweigerer.

Was also gegebenenfalls tun?
"Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll wieder durch Menschen vergossen werden", lautet das göttliche Gebot nach der Flut an Noah und seine Nachkommen bis heute. 1. Mose 9:6. Ob zur Zeit Abrahams, zur Zeit Israels, zur Zeit Christi oder seither im Evangeliumszeitalter. Die Verteidigungskriege gegen das massenhafte Blutvergießen der faschistischen Aggressoren z. B. im 2. Weltkrieg oder der bewaffnete Kampf gegen das jüngste amerikanische Blutvergießen in Vietnam waren nach 1. Mose 9:6 berechtigt und gerecht. Was den faschistischen Blutvergießer betrifft, wie insbesondere hätten die KZs befreit werden sollen, wenn nicht durch das Vergießen des Blutes der faschistischen Blutvergießer? Gegebenenfalls also können Christen genauso handeln wie es Noah geboten wurde, wie Abraham handelte, als er Lot mit Waffengewalt befreite, sie können Waffen tragen wie die Jünger Christi und Militärdienst leisten wie der getaufte Hauptmann Cornelius. Das Christentum verlangt keinen Pazifismus, wenn man nicht hinausgeht über das, was geschrieben steht. 1. Kor. 4:6. Die zu treffenden Entscheidungen bleiben eine christliche Gewissensfrage, indem man sich entscheiden muß, was im gegebenen Fall berechtigt und gerecht ist, wofür man dann einstehen muß. Auch die "Obrigkeit" trägt das "Schwert nicht umsonst", vor Gott also mit gutem Recht zur "Vollziehung des Strafgerichts" an Übeltätern, so z. B, blutvergießende Aggressoren. Römer 13:4. Mündige Christen haben die Pflicht, sich in eigener Verantwortung vor Gott und Menschen ernstfalls zu vergewissern, um hier zu unterscheiden. Fehlentscheidungen zu vermeiden und anzuerkennen, was berechtigt und gerecht ist. Bloße Verweigerung ist Flucht aus der Verantwortung, wehrt dem Blutvergießer nicht, wie die Tatsachen beweisen. Sie hebt eher das Gebot in 1. Mose 9:6 auf, das Gott den Menschen gab.

Solange die "Schwerter" noch nicht "zu Pflugscharen" umgeschmiedet sind, kann das göttliche Gebot, "wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll wieder d u r c h M e n s c h e n h a n d vergossen werden" nicht infrage gestellt werden. Hätte man dem faschistischen Blutvergießer etwa nicht mit Waffengewalt entgegentreten sollen? Das nicht auszudenken! Das "Umschmieden", um bei diesem Bild zu bleiben, kann jedoch nur ein Prozeß der Verständigung, der Friedenserziehung, der Rüstungsverminderung, Entspannung und Abrüstung mit dem Ziel sozialer Gerechtigkeit und Frieden sein. Sollten Christen den Völkern verkündigen, sie sollten das besser nicht anstreben? Was wären sie da für "Friedensstifter"? Haben wir hier nicht noch eine große Aufgabe, unseren Mitchristen gerade hierin zu tieferem und besserem .Verstehen zu verhelfen? Aber ja! -
H. B. CV

CHRISTUS STARB DOCH AN EINEM KREUZ.
Die Frage des Kreuzes
Warum hat der WT den Kreuzesglauben zerstört?
Jeder Zeuge Jehovas und jeder, der mit ihnen zu tun hatte, weiß, daß sie sich sehr stark gegen andere Christen und ihre Kirchen wenden. Ohne Zweifel gibt es vieles dort zu verurteilen, in Vergangenheit und Gegenwart. Aber dem WT, der die Zeugen leitet und anleitet, geht es ja gar nicht um Kritik. Sie wollen in erster Linie Menschen für ihre Organisation gewinnen. Und das kann man ja nur, indem man ihre gliche Lebensauffassung, Weltanschauung bzw. Glauben erschüttert, einfacher ausgedrückt "mies macht". Hier geht man unter WT-Leitung, wenn man ehrlich ist, nicht gerade taktvoll, tolerant und demütig vor. Wievielen aufrichtigen anderen christlichen Menschen wurde ihr Glaube einfach in den Schmutz gezogen. Die Wachtturm-Literatur wimmelt ja geradezu von unanständigen Wörtern gegen andere Christen und Kirchen, obwohl doch der Einzelne gar nichts mit den alten Fehlern der Institution gemein hat.

So wundert es einen eigentlich auch gar nicht, daß man sich ganz besonders das allgemeine Zeichen der Christenheit und Kirchen, das Kreuz, als Angriffsobjekt ausgewählt hat. Den Glauben kann man ja schon erschüttern, indem man das uralte Zeichen des Christentums verunglimpft. Wie macht man das?

Kreuz oder Pfahl? -
Man macht das ganz einfach. Man behauptet, Jesus sei gar nicht an einem Kreuz gestorben, und führt als Beweis zunächst richtig an, daß das ursprüngliche, griechische Wort für Kreuz, stauros, in Wirklichkeit Pfahl bedeutet. Dann sagt man, falls Jesus doch an einem Kreuz gestorben sein sollte (so recht glaubt man es wohl selbst nicht mit dem Pfahl), sei es ganz unwürdig, das Marterwerkzeug Jesu zu verehren. Und schließlich behauptet man noch, das Kreuz sei eigentlich ein heidnisches Symbol. Zum Beweis ließen sie sogar eine Dia-Reihe mit heidnischen Kreuzesabbildungen umgehen.

Nun, wie ist das nun wirklich mit dem Kreuz? Man muß diese Frage ernst nehmen, denn welche Bedeutung dies für viele Mensch hat, ist ja einleitend erwähnt worden.
Es ist schon richtig, allem auf den Grund zu gehen. Das Jesus am Kreuz gestorben ist, ist eine allgemeine Tatsache, die jeder Schuljunge kennt. Was ist jedoch der sachliche Befund in dieser Angelegenheit?

Die Hinrichtungsart der Kreuzigung wurde von den Persern erfunden. Die Römer übernahmen sie wahrscheinlich von den Karthagern. Sie galt als schimpflich, entehrend und besonders qualvoll. Deshalb wurde sie nicht an römischen Bürgern vollzogen. In den Provinzen aber wurde sie von den Römern oft an Kriminellen und Rebellen gebraucht, um so als abschreckendes Beispiel die Bevölkerung in Unterdrückung und Gehorsam zu halten.

Es gab tatsächlich in historisch noch früherer Zeit eine römische Art der Hinrichtung, bei der der Verurteilte an einen Stamm gebunden wurde. Diese Art des Strafvollzuges wurde zu Jesu Zeiten nachweislich schon lange nicht mehr praktiziert. Vielmehr ist es erwiesen, daß das übliche Todesurteil für den Nichtrömer lautete: "Ibis ad crucem", Du wirst das Kreuz besteigen. Tausende von Prozeßakten auf Papyros geschrieben, die man gefunden hat, bestätigen dies.

Da Jesus von den Römern und nicht mal von vielen Juden als der besondere Messias erkannt wurde, starb er folgerichtig den damals üblichen Tod für Nichtrömer - nämlich am Kreuz. Das griechische Originalwort für Kreuz, stauros, bestätigt dies eigentlich. Was für uns heute als Widerspruch erscheint, Pfahl-Kreuz, war für die Menschen der damaligen Zeit kein Widerspruch. Wir haben nie einer Kreuzigung zugesehen. Wohl aber hatten die Schreiber der Evangelien dazu oft die traurige Gelegenheit. Man verfuhr folgendermaßen. Zunächst wurde ein Pfahl in den Boden gerammt, nämlich dieser stauros. Den fehlenden Querbalken mußte der Verurteilte selbst herantragen. Dies bestätigt ja auch die Bibel in Matth. 27:31, Markus 15:21, Lukas 24:26, Joh. 19:16, wo es heißt, daß Jesus ebenfalls ein stauros trug, und zu schwach war, um ihn bis zur Hinrichtungsstätte zu tragen, so daß es ein anderer tun mußte. Ein indirekter biblischer Beweis für eine vollzogene Kreuzigung an Jesus. Das Wort stauros, eingerammter Pfahl, bedeutete also Kreuzigung, da der Grundpfahl schon da war, und nur noch der Verurteilte mit dem Querbalken fehlte.

Zur Begriffsbedeutung von stauros
Die Bedeutung von stauros als Kreuz bestätigt auch die biblische Worterklärung (Exegese). Wenn nämlich stauros wirklich bloß Pfahl bedeutete, wie der WT sagt, dann müßte ja überall, wo in der Bibel von einem Pfahl gesprochen wird, das Wort stauros auftauchen. Dem ist aber nicht so. Die Juden kannten die Hinrichtung der Kreuzigung ursprünglich nicht. Der erste, der das in Palästina tat, war der Makkabäer bzw. Hasmonäerkönig Alexander Januus (103-67 v. u. Zt), der 800 seiner Feinde ans Kreuz schlagen ließ. Die Juden kannten aber den Brauch des Aufhängens eines Gesteinigten an einem Pfahl oder Holz. In 5. Mose 21:22 heißt es: "Verflucht sei, wer an einem Pfahl hängt". Hier müßte also, wenn stauros wirklich einfach nur Pfahl bedeutet, dieses Wort stauros wieder auftauchen. In der Septuaginta aber ist es übersetzt mit chilon (Holz, Pfahl, Stange). Dasselbe Wort finden wir im Neuen Testament in Apg. 5:30, Gal. 3:13, 1 Petr. 2:24 Immer wieder treffen wir auf das Wort chilon. Nur wo es sich ganz unmißverständlich um die Tatsache der Kreuzigung und des Kreuzes handelt, steht stauros (Matth. 27:32, Phil. 2:8, Kol. 1:20, Hebr. 12:2). Im Wörterbuch zum Neuen Testament von Walter Bauer, Ausgabe 1971, New York, dem wichtigsten Standardwerk dieser Art, heißt es unter stauros: aufrechtstehender Pfahl, an dessen oberem Ende ein Querbalken befestigt wurde.

An dieser Stelle der Beweisführung
Nun, an dieser Stelle soll es zunächst der Beweisführung genug sein. Jesus ist wirklich an einem Kreuz gestorben, auch wenn es einigen nicht passen will. Es zeigt sich, wie oberflächlich und verantwortungslos die Zeugen Jehovas angeleitet werden, zu argumentieren. Dies ist jedoch von einer folgenschweren Tragweite. Denn es betrifft nichts geringeres als den Opfertod Jesu Christi. Wir werden dazu noch mehr sehen.
- L -

Aktuelle Ereignisse
PAPST PAUL II BESUCHTE IM JUNI 1979 DIE VR POLEN
Was bedeutet das für uns?
Es lohnt sich, über den Besuch des Papstes in Polen nachzudenken. Es ist der erste Besuch eines Papstes in einem sozialistischen Land. Es gibt keinen Kommentar, von welcher Seite auch immer, der nicht zum Ausdruck bringt, daß dieser Besuch von weitreichender und internationaler Bedeutung ist. Wir wollen dies hier in erster Linie unter den Gesichtspunkten betrachten, die sich für die ZJ-Frage ergeben.

Einerseits war dieser Papstbesuch eine Pilgerreise religiösen Charakters. Der Papst wurde aber auch von der sozialistischen Staatsführung und der kommunistischen Parteiführung begrüßt. Hierzu sagte der Sekretär der polnischen Bischofskonferenz, Bischof Bronislaw Dabrowski; daß diese Pilgerfahrt gute Vorraussetzungen zur weiteren Normalisierung der Beziehungen zwischen Staat und Kirche in der Volksrepublik Polen geschaffen habe. Bei seiner Ankunft auf dem Flughafen in Warschau hatte der Papst betont, daß sein Besuch "der großen Sache des Friedens, dem freundschaftlichen Zusammenleben der Nationen und der sozialen Gerechtigkeit zum Nutzen gereichen" solle. Damit sind insbesondere die von der WTG gepredigten angeblich bevorstehenden "Endzeiterfüllungen", wonach die "Nationen" die "große Hure Babylon stürzen", ins Reich der Fabel verwiesen. Nicht einmal die "kommunistischen Nationen" haben ein solches Ziel. Es gibt keine solchen "Erfüllungen". Zuletzt auf der Konferenz der kommunistischen und Arbeiterparteien Europas im Juni 1976 in Berlin wurde von kommunistischer Seite erklärt, daß "immer breitere katholische Kräfte, Angehörige anderer christlicher Religionsgemeinschaften und Gläubige anderer Konfessionen eine wichtige Rolle im Kampf um die Rechte der Werktätigen, für Demokratie und Frieden spielen" (Dokument der Konferenz). Die WTG stellt die Realitäten völlig auf den Kopf.

Wie kann man als erwachsener und verantwortungsbewußter Mensch solche beharrlichen politischen Wirklichkeitsverdrehungen glauben und gar noch anderen lehren? Übrigens, wer sich einen Überblick verschafft, wie und wie oft die WTG den "Sturz der Hure" schon ankündigen ließ, wie oft sie schon falsche Prophezeiungen konstruierte, erkennt, daß ihre gesamte "Babylon"-Auslegung mit Bezug auf die katholische Kirche und nunmehr Weltreligion völlig unglaubwürdig und haltlos ist. Wer kennt jedoch schon diese mehrfachen Falschprophezeiungen, um nicht auf diese WTG-Verleumdungen und Falschdarstellungen anderer Christen hereinzufallen. Desgleichen ist es erstaunlich, wie leichtfertig WTG-Behauptungen geglaubt werden, ohne die Realitäten selbst nachzuprüfen. Die WT-"Babylon"-Erfindungen gehören offensichtlich zu den Verwirrungen, die sie am nachhaltigsten eingeprägt hat, so daß manche zeitlebens davon beherrscht bleiben.

Der erste Papstbesuch in einem sozialistischen Land führt auch die eingefleischte falsche Alternative der WTG, "Christentum oder Kommunismus" ad absurdum. Man kann nicht die Augen davor verschließen und verschweigen, daß die WTG diese falsche Alternative nicht aus der Bibel hat. Die Bibel führt Christen nicht in einen Kampf gegen die sozialistische oder kommunistische "die Menschen betreffende Ordnung" (1. Petr. 2:13 Menge). Diese falsche politische Alternative hat die WTG seit Jahrzehnten aus dem politischen Bereich übernommen, dem sie hintergründig zu dienen hat. Die Bibel kennt solches Entweder-Oder nicht. Der Papstbesuch mahnt alle somit, ihr feindseliges Verhalten zum Kommunismus zu überdenken und zu überwinden, Auch in dieser Frage hat die WTG weit über ihre eigene Organisation hinausreichend vieles eingefleischt.

Von der WTG freigewordene Christen stehen vor der Aufgabe, sich auch in dieser Frage des Glaubens neu und an der Wirklichkeit zu orientieren. Alle Konstruktionen, die über das hinausgehen, was tatsächlich geschrieben steht, müssen verworfen werden. 1 Kor. 4:6. -

ERWARTET DIE CV-SONDERAUSGABE FÜR 1980!
Liebe Leser.
liebe Brüder und Schwestern
1979 geht das Jahrzehnt zu Ende, in dem nach weltweiter WTG-Verkündigung auf jeden Fall das "Ende der Welt" eingetreten und das "Tausendjährige Reich" Christi auf Erden begonnen haben sollte! Im Herbst 1979 beginnt die WTG in Wirklichkeit jedoch ihr lange zuvor geplantes "Dienstjahr" 1980! Gar nicht zu reden von den Planungen für die nächsten Jahrzehnte, von denen in dieser CV-Ausgabe berichtet wird! Alles war also wieder ein riesiger Endzeitschwindel! Sollte das nicht aufgedeckt und für später dokumentiert werden? Es wird! Mit diesem Hinweis möchten wir diese CVAusgabe abschließen.
Herzliche Grüße in christlicher Verbundenheit
von allen Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen und Mitverbundenen
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"Christliche Verantwortung: Monatsschrift der Studiengruppe Christliche Verantwortung. Herausgeber: Wolfgang Daum, DDR 65 Gera, Otto-Dix-Straße 6. Preis: M 0,20. Jahresabonnement M 2.-. Versand auch kostenlos.
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A 6195/79 V 7 1 1497

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