Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 107
Über die Präambel-Veränderung der CV wurde bereits im Kommentar zur vorigen CV-Ausgabe berichtet. Zielstellung der CV war es auch "organisatorische Strukturen" zu schaffen, so denn möglich. Im Verfolg dieser Politik wurden zu "Tagungen" auch Vertreter der historischen Splittergruppen der WTG eingeladen, die seitens der CV auch ansonsten einigermaßen hofiert wurden. Diesen Kreisen geht es eigentlich mehr um "Erbauung". Die CV-Konzeption der "Abrechnung" mit der WTG ist nicht unbedingt das was ihnen so vorschwebte. Ergo kam letztendlich ein "ungenießbarer Kompromiss" heraus.
Von der Grundkonzeption politischer Kritik an der WTG wurde auch weiterhin nicht abgewichen. Aber man suchte schon, diesen Splittergruppen etwas entgegenzukommen.

Deutlich wird dies auch in dieser CV-Ausgabe. Da meint man doch allen Ernstes, beim kommentieren eines Wachtturmartikels wahrgenommen zu haben. Zitat:
"In dieser 'biblischen Antwort' auf die Ursachen des Bösen ist nicht der geringste Hinweis mehr auf den Teufel vorhanden Es wird alles rein rational, im Menschen selbst liegend, in seiner natürlichen Lust und Begierde liegend erklärt. Man traut seinen Augen nicht, wenn man das liest. Aber, der Teufel ist weg! Nicht einmal einen indirekten Hinweis auf ihn gibt es."
Vorstehendes ist ja nun wahrhaftig eine Sicht die von extremer oder gar gewollter Kurzsichtigkeit zeugt. Letztendlich ist es eine "Morgengabe" an die historischen Splittergruppen, für die der Teufel selbstredend eine unverzichtbare Konstante ihres Weltbildes ist. Aber letztendlich nicht "nur" für sie. Die hier genannte Zweckerklärung seitens der CV ist in der Tat nicht ernst zu nehmen.

Wieder einmal (wen wunderts?) wird auch in dieser Ausgabe das Thema Antikommunismus hochgekocht. Als inkriminierend werden aus der WTG-Literatur nach 1945 Sätze wie diese zitiert:
"
Zwar existieren die Konzentrationslager der Gestapo nicht mehr, doch fühlt sich die breite Volksmasse in der östlichen Zone im allgemeinen nicht viel freier als zur Nazi-Zeit." Die angewandten Methoden „ähneln oft den nazistischen". Die Meinung sei „vorherrschend, daß die Russen unbedingt verschwinden müssen".... „Was den Sowjetkoloß für seine Gegner so furchterregend macht, ist das Ansteigen des Kommunismus in Europa und anderen Erdteilen. Mindestens 11 Millionen organisierte Kommunisten in Frankreich und Italien! Machtübernahme durch die Kommunisten in Rumänien, Ungarn der Tschechoslowakei! Kommunistische Regierungen auch in Polen, Jugoslawien, Bulgarien und Albanien! Werden diese für den Bestand der anderen lebensgefährlichen Manöver nicht alle von der Moskauer Sowjetzentrale aus gelenkt? Welche Mittel könnten die anderen gefräßigen Reiche dieser Welt anwenden, um dem knurrenden russischen Bären kräftig auf die ausgestreckten Tatzen zu klopfen?"

Was ist dazu zu sagen. Zum einem. Genannte Zitate lassen sich in der Tat in der WTG-Literatur nachweisen. Desweiteren. Erklärte USA-Politik in den fraglichen Jahren war die der Zurückdrängung des Kommunismus (Roll back). Die offiziellen Zeugen Jehovas befanden sich, mit den genannten Zitaten, in inhaltlicher Übereinstimmung mit dieser USA-Politik. Genauer. Sie waren sogar eines ihrer Werkzeuge zur Umsetzung dieser Zielstellung. Dies alles ist einzuräumen. Der Farce, der Propagandabehauptung der WTG man sei doch "neutral" ist daher mit Entschiedenheit zu widersprechen. Ihre vorgebliche "Neutralität" erweist sich in der Praxis als Versagung der Erfüllung staatsbürgerlicher Ansprüche, die auch die kommunistischen Regime, nicht zu knapp, stellten.
Dies ist das Eine. Das andere ist. Wie ist der Wahrheitsgehalt jener hier inkriminiert zitierten Aussagen zu bewerten. Und da sage ich ebenso klar. Es ist die tatsächliche Stimmung breiter Volksschichten, sachgerecht reflektiert. Genau diese Feststellung passt natürlich den kommunistisch Gläubigen nicht. Sie werden damit leben müssen, zumindest heutzutage, dass es trotzdem so gewesen ist. Die WTG hat da nichts sachlich Falsches gesagt. Das einzigste was man ihr berechtigt vorhalten kann, vorhalten muss ist dies, dass es bei ihr keine "Neutralität" gibt, sondern nur die handfeste Mitdurchsetzung der jeweiligen USA-Politik. Dies allerdings auch, ziemlich oft auf der "verdeckten Ebene". Eine maßgebende Behörde in den USA für die "verdeckte Ebene" hört auf den Namen CIA. Hier begegnet einem ein indirekter Ableger derselben!

Noch so ein bezeichnender Satz in dieser CV-Ausgabe
Da liest man, und traut seinen Augen nicht, auch als Zwischenüberschrift den Satz: "Das von der WTG nie veröffentlichte Eingeständniss des Leiters des Bibelhauses Paul Großmann". Vollmundig meint die CV verkünden zu können, Großmann hätte schon zeitgenössisch die ostzonalen Vorhalte gegen die Zeugen Jehovas als "relativ wahr" bezeichnet. Dazu mag man nur eines sagen. Jeder andere möge, wenn denn möglich, als "Kronzeuge" genannt werden. Nur einer nicht. Eben besagter Paul Großmann. Warum? Weil er bereits vor dem DDR-Verbot in einer heimtückischen Aktion von den Sowjets verhaftet und danach nie wieder die Freiheit erlangt hat. Im Gegenteil. Er ist dann in den ostdeutschen Zuchthäusern buchstäblich noch umgekommen. Die CV nennt keine Quellen. Sollte sie aber auf irgendwelche erzwungene Verhörprotokolle abstellen, bedarf dies der ausdrücklichen Hinzufügung. Erpresste Voten, müssen auch als solche bezeichnet werden. Egal ob die Gestapo einen Erich Frost oder Konrad Franke erpresste Protokolle unterschreiben ließ, oder ob ihr institutioneller Nachfolger, landläufig als Stasi bezeichnet, sich kaum anderer Methoden bediente.



CV Christliche Verantwortung
Informationen zu christlichem Wandel und vermehrtem Verständnisvermögen
1. Thess. 4:12, 1. Kor. 14:20 -
Begründet 1959 von Willy Müller, GD, Gera/Thür., DDR

DIE MISSION VON CV
ist Wegbereitung und Auferbauung im Glauben in christlicher und sozialer Mitverantwortung und tätiger Nächstenliebe hier .und heute. Dies erfolgt in besonderem Hinblick auf die von der Wachtturm-Gesellschaft: (WTG), USA, geleiteten Gemeinschaft der Zeugen Jehovas und ihrer haltlosen Weltendeverkündigung. Diese Mission geht aus von Tradition und Bedeutung, der internationalen Bibelforscherbewegung und dient der Hinführung in die Nachfolge Jesu, der Bildung und Tätigkeit freier christlicher Gemeinden sowie, christlicher und mitmenschlicher Verständigung und aktueller Information. Wir rufen zur Mitarbeit.

Nr. 107 Gera Juni 1978

WAS HAT DIE GEMEINSCHAFT DER ZEUGEN JEHOVAS UNTER DER WTG HIER UND HEUTE FÜR EINE ZUKUNFT?
Das ist das zentrale Thema diesmal. Wen unter allen Betroffenen bewegt die Frage wohl nicht in diesem 3. Jahr. nach 1975?
Liebe Leser
Wir sollten uns so langsam darauf vorbereiten. Die nächsten zwei Jahre, 1979 und 1980, bergen Erschütterungen in sich, die in ihrer Auswirkung überhaupt noch nicht abzusehen sind. 1979 ist der 30. Jahrestag der Gründung der DDR; der die WTG noch in ihrer Wiege vor 30 Jahren ins Gesicht schleudern ließ, sie werde binnen Jahresfrist wieder zusammengebrochen sein. Zusammengebrochen ist die gesamte WTG-Endzeitverkündigung, die nun weiter verschoben wird, in die nächste Generation. Das wird wie nie zuvor offenbar werden! 1980-ist das Jahrzehnt der siebziger Jahre abgelaufen, das von der WTG als die: äußerste Grenze des „Verzugs" und der „kleinen Weile" nach 1975 als Termin für die „Schlacht von Harmagedon", also das „Weltende" und die Errichtung der "Tausendjahrherrschaft Christi auf Erden" im Nachhinein eingeräumt worden ist! Dann dürften auch die letzten derer, die 1914 im Glaubensalter erlebt haben, vergangen sein! Wer vermag sich vorzustellen, was damit unreparabel erschüttert ist? Denn die WTG ist nicht irgendwo inmitten ihrer Endzeit, sondern sie ist am Ende ihrer Endzeit angekommen; ja, sie ist im Begriff, sie erneut zu überschreiten und über ihren eigenen Schatten zu springen Was ihren Endzeit-Kollaps bedeutet! Das Drama spitzt sich also zu! Die einzige Chance für die WTG ist die Vergeßlichkeit, Unwissenheit, Einfalt, Furcht und Unmündigkeit, Naivität, aber auch Gleichgültigkeit, Oberflächlichkeit und Leichtgläubigkeit derer, denen sie predigen muß, um zu überleben. Aber diese Chance wird nicht zuletzt auch durch CV immer geringer. Die gesamtgesellschaftliche Situation und Entwicklung bleibt nicht außerhalb des eigenen Horizonts, wenn man sich bemüht, ein gemäß. der Schrift in der Urteilsfähigkeit gereifter Mensch zu werden, der ehrlich bereit ist; sich, wo er aufmerksam gemacht wird allzumal, gründlich zu vergewissern.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Diesmal lesen wir nun
Wo ist der Teufel bei der Ursache des Bösen geblieben? -
Ja, er wurde ausgeklammert!
Ein weiterer Bericht aus Jarmen in Mecklenburg.
Worüber man sich dort Gedanken macht.
Wir stehen vor dem 30. Jahrestag der Existenz der DDR.
Was bedeutet das für aufrichtige, verantwortungsbewußte Christen in unserem Lande? Wort und Antwort an die Zeugen Jehovas und ihre: Verantwortlichen.
Beeindruckt von den staatsbürgerlichen Tugenden" der Zeugen Jehovas
Ein unverletztes Gewissen vor Gott und den Menschen haben
Beratung der Studiengruppe „Christliche Verantwortung," im April 1978 in Berlin. .
Ältestenberatung
Wenn die Wahrheit freimachen soll, dann muß sie auch gesagt werden! -
Lösungen sind nur durch Konfrontation möglich und werden auch so herbeigeführt
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Immer mehr werden es, die furchtlos und freimütig erklären, "müssen wir nicht wissen,: was hier ernstlich gegen die WTG vorgebracht wird?", und die unserem Grundsatz folgen:
Vergewissert euch über alle Dinge
haltet fest an dem, was recht ist
1. Thess. 5:21 NW
Im 3. Jahr nach dem falschen WTG-Weltende von 1975;
DER TEUFEL SPIELT BEI DER URSACHE DES BÖSEN KEINE ROLLE MEHR
ER IST NICHT MEHR DA! JA!
Neueste Erscheinungen in der WT-Verkündigung
Das kann doch nicht möglich sein!
Doch, es ist so. Im Wachtturm (W), vom 1. 1. 1978 dt., und Erwachet (E) vom 8.3.1978 dt. kommt mit den Themen, „Ergrimme nicht gegen Jehovas" und Werden wir von Gott zum Bösen versucht? zum Ausdruck, daß der Teufel, in der Frage nach der Ursache des Bösen im menschlichen Tun keine Rolle mehr spielt, ja, daß er nicht mehr da ist! Hat solche Aussage nicht eine ungeheuerliche Bedeutung?

Wir lesen
„Die Nöte, unter denen die Menschen heute zu leiden haben, sind darauf zurückzuführen, daß wir alle unvollkommen sind und in einer unvollkommenen, von Menschen geschaffenen Ordnung leben, die größtenteils auf selbstsüchtigen Grundsätzen beruht. Überdies mag jemand allein schon auf Grund eigener unvernünftiger Handlungen in Schwierigkeiten kommen. Meistens zögern Menschen, eigene Fehler einzugestehen oder zuzugeben, daß das von Menschen geschaffene System der Dinge als ganzes verdreht und für das Unheil in der Welt verantwortlich ist (2. Kor. 4:4, Eph. 2:23). Es verhält sich so, wie die Bibel sagt: „Die Torheit eines Erdenmenschen ist es, die seinen Weg verdreht und so er grimmt sein Herz gegen Jehova selbst" (Spr. 19:3). Oder wie es in einer anderen Übersetzung heißt: "Eines Menschen Unwissenheit bringt seine Angelegenheiten. Durcheinander, und er wird über Jehova wütend" (Byington). (W). "In Wirklichkeit verüben Menschen das Böse, weil sie ihren eigenen unrechten Begierden nachgeben: „Jederwird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. Wenn dann die Begierde befruchtet ist, gebiert sie Sünde, die Sünde aber, wenn sie vollbracht ist, bringt Tod hervor" (Jak. 1:14, 15). Und Erwachet fährt dann fort: „Wenn jemand einer unrechten Begierde nachgibt, hat er also keinen Grund, für die schmerzlichen Folgen seiner sündigen Handlungsweise Gott die Schuld zu geben. Er sollte sich die Zurechtweisung zu Herzen nehmen, die in folgender biblischen Frage zum Ausdruck kommt: „Wie kann sich ein lebender Mensch in Klagen ergehen; ein körperlich tauglicher Mann seiner Sünde wegen?" (Klag. 3:39). Zugegeben, Jehova Gott läßt zu, daß Umstände unterschiedlichster Art auftreten die für einen Christen zurPrüfung werden können. Doch er verleiht dem Unrecht keinen verführerischen Reiz. Sein Wort, die Bibel, verurteilt unmißverständlich alles Schlechte und zeigt deutlich die unerwünschten Folgen. Der Ausgang einer bestimmten Prüfung hängt also davon ab, wie der einzelne in der betreffenden Situation reagiert. Nehmen wir beispielsweise an, ein Christ wird wegen seines Glaubens körperlich mißhandelt. Sein Wunsch nach Erleichterung kann so stark werden, daß er anfängt, an einen Kompromiß zu denken. Gibt er diesem Wunsch nach, wird er sündigen. Doch er kann dann nicht Jehova Gott die Schuld dafür geben, daß er die Ermahnungen der Bibel mißachtet und einen Fehltritt begangen hat.

Es heißt dann im letzten Abschnitt: „Da Jehova der unveränderliche Gott des Guten ist, kannst du dir dessen sicher sein, daß er dich niemals zum Bösen versuchen wird. Von ihm stammt nur Gutes, nichts Schlechtes. Daher sollst du in Prüfungen zu Jehova Gott um Hilfe aufschauen. Er wird dir nicht die Weisheit versagen, die zum Bewältigen eines Problems erforderlich ist." Bewahre dich auch davor, jemals Gott die Schuld für Probleme zu geben, die du dir vielleicht selbst geschaffen hast."
Der Teufel ist weg! Ja! Das Böse nur noch rational erklärt!
In dieser „biblischen Antwort" auf die Ursachen des Bösen ist nicht der, geringste Hinweis mehr auf den Teufel vorhanden. Es wird alles rein rational, im Menschen selbst liegend, in seiner natürlichen Lust und Begierde liegend erklärt. Man traut seinen Augen nicht, wenn man das liest. Aber, der Teufel ist weg! Nicht einmal einen indirekten Hinweis auf ihn gibt es. Was bedeutet das?
Letztlich existiert das Böse ja nur im Zusammenhang mit dem Menschen. Für eine Erlösung der Tiere ist Christus schließlich nicht gestorben. Nach dieser jetzigen neuen Verkündigung über die Grundfragen des Bösen ist die von der WTG aufgestellte „große Streitfrage" um die „Rechtfertigung des Namens Jehovas" hinfällig, ist das gesamte bisherige Harmagedon-Verständnis hinfällig, was ohnehin mit dem falschen Weltende von 1975, als haltlos erwiesen ist, ist das ganze bisherige Endzeitverständnis hinfällig, ja, ist das gesamte der Welt bisher gepredigte „Vorhaben Jehovas" hinfällig - weil in all diesem der Teufel die entscheidende Figur ist! Der aber spielt im Zusammenhang mit der Ursache des Bösen nun keine Rolle mehr. Der ist weg! Wo will die WTG jetzt nach ihrem falschen 1975-Weltende hin? Was für Versuchsballons läßt sie in der Verkündigung hier steigen? Wer hat sich da in Brooklyn nach 1975 und nach dem Tode von WTG-Präsident N. H. Knorr auf den Wachtturm gesetzt? Wo will die WTG letztlich weltanschaulich nach dem halben Duzend falscher Weltendetermine von 1799 bis 1975 nunmehr hin?

Für Aufrichtige führt das zu einer Revolution ihres Gewissens
Wer aufrichtig ist, kann nicht heute dieses und morgen das Gegenteil davon als göttliche Wahrheit vertreten und verkündigen. Sie werden also stutzig werden, bis in die Führungsspitze der Organisation hinein, wo sie dort noch nicht zu bedenkenlosen Karrieristen geworden sind und an ihren Funktionen hängen, egal, was sie zu verkündigen haben. Keiner der Letztverantwortlichen für die WT-Verkündigung glaubt selbst an die nach außen verkündigte Endzeit. Wer verfolgt, wie sie z. B. nur die letzten drei falschen Weltenden von 1925, 1945 und 1975 mit Vorbedacht so predigten, so daß sie immer ein Hintertürchen hatten, durch das sie danach entschlüpfen konnten, dieweil die Dummen die waren, die ernsthaft daran geglaubt hatten, wer das verfolgt, der sieht das nur bestätigt.

Nun ist nach dem letzten falschen Weltende von 1975 sogar der Teufel weg! Wenn er in Verbindung mit der Ursache des Bösen überhaupt keine Rolle spielt; wie es in "Erwachet" und "Wachtturm" hier proklamiert wird, - als Versuchsballon? als erstes Anzeichen einer völlig anderen Orientierung nach 1975? - dann dürften viele in der Tat erwachen. Doch wohl eher über die WTG und ihre seltsamen Widersprüche. Denn wer in seinem Gewissen vor Gott und Menschen ehrlich bleiben will, muß und wird eines Tages aus diesen Widersprüchen ausbrechen, wenn er von anderen weiter ernstgenommen werden möchte.

Was ist Wahrheit?
Der verantwortliche Redakteur für diese Anti-Teufelsverkündigung im deutschen Sprachraum ist Günter Künz im WTG-Zweigbüro in Wiesbaden. Was er hier vor der Öffentlichkeit über das Nichtstun und Nichtvorhandensein des Teufels unterschrieben hat, steht in völligem Gegensatz und Widerspruch zu dem, was kürzlich erst WTG-Zonenaufseher Lloyd Barry aus Brooklyn bei seinen öffentlichen Vorträgen in der BRD und Westberlin im November 1977 üben den Teufel zum Besten gab. Er verbreitete bekanntlich überall die "Erfahrung" einer alten Schwester von 80 Jahren aus Japan, die als Sozia auf Grund überhöhter Geschwindigkeit auf dem Glatteis mit dem Motorrad hinstürzte und erklärte, Satan der Teufel, habe sie am Verkündigen hindern wollen. Ist das nicht Aberglaube? Ohne Zweifel, ist solch ein Sturz etwas Böse, etwas lebensgefährlich Böses. Doch was ist Wahrheit? Daß der Teufel, gleichsam sogar mit auf einem Motorrad sitzen kann, oder daß kein Teufel mit der Ursache des Bösen im menschlichen Tun etwas zu tun hat? Oder lächeln sich die WTG-Verantwortlichen ob dieser. Widersprüche nur an wie Auguren, die wissen, was sie tun?
Mit Sicherheit wird gar mancher auf Grund: dieser jetzigen völlig rationalen Bibeldeutung und Begründung der Ursache des Bösen, die er doch weiterverkündigen soll, anfragen, wo dabei der Teufel geblieben ist, und wohin das führen. soll. Frag doch auch einmal an!
K.

VIELEN EINFACHEN ZEUGEN JEHOVAS IST ES WAHRSCHEINLICH NIE GESAGT WORDEN, WARUM DIE WTG-TÄTIGKEIT AUCH IN DER DDR SEINERZEIT VERBOTEN WURDE
Ein weiterer Bericht aus Jarmen in Mecklenburg. Worüber man sich dort Gedanken macht
Bald ist es 30 Jahre her. Vielen Zeugen Jehovas ist es wahrscheinlich nie von der WTG gesagt worden, warum die organisierte WTG-Tätigkeit 1950 auch in der DDR verboten wurde. Heute ist diese Tätigkeit bereits in über 40 Ländern der Erde eingeschränkt oder verboten. Überall, wo die sozialen und :demokratischen Interessen im-Lande für alle ernst genommen werden, gerät die WTG ins Schußfeld. Ein Auszug aus der Verbotsbegründung in unserem Lande soll dazu dienen, die Sachlage in rechter Weise zuverstehen. Die Hauptfeststellung war:

Die Tätigkeit der WTG hat bewiesen, daß sieden Namen einer Religionsgemeinschaft fortgesetzt für verfassungswidrige Zwecke mißbraucht. Sie hat „im Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik und in Großberlin eine systematische Hetze gegen die bestehende demokratische-Ordnung und deren Gesetze unter dem Deckmantel religiöser Veranstaltungen betrieben".

Die Beweise sprechen für sich
Lassen wir nun die Beweise sprechen, damit die heutigen Brüder und Schwestern überall eine nüchterne Betrachtung vornehmen können und auch anderen überzeugend helfen können. Jahre vor 1950 begann es.
1947 gab der WTG-"Erwachet-Korrespondent für Deutschland", WTG-Zweigdiener Erich Frost, einen politisch äußerst verleumderischen Bericht nach Brooklyn, USA, der von dort dann bedenkenlos weltweit verbreitet wurde. Unter dem Titel „Deutschland unter russischer Herrschaft" hetzte Erich Frost lügnerisch: „Zwar existieren die Konzentrationslager der Gestapo nicht mehr, doch fühlt sich die breite Volksmasse in der östlichen Zone im allgemeinen nicht viel freier als zur Nazi-Zeit." Die angewandten Methoden „ähneln oft den nazistischen". Die Meinung sei „vorherrschend, daß die Russen unbedingt verschwinden müssen". (Erwachet 22. 12.47).

Im Jahre 1948 ließ die WTG folgende antisowjetische und antikommunistische Hetze durch Jehovas Zeugen verbreiten: „Was den Sowjetkoloß für seine Gegner so furchterregend macht, ist das Ansteigen des Kommunismus in Europa und anderen Erdteilen. Mindestens 11 Millionen organisierte Kommunisten in Frankreich und Italien! Machtübernahme durch die Kommunisten in Rumänien, Ungarn der Tschechoslowakei! Kommunistische Regierungen auch in Polen, Jugoslawien, Bulgarien und Albanien! Werden diese wagte für den Bestand der anderen lebensgefährlichen Manöver nicht alle von der Moskauer Sowjetzentrale aus gelenkt? Welche Mittel könnten die anderen gefräßigen Reiche dieser Welt anwenden, um dem knurrenden russischen Bären kräftig auf die ausgestreckten Tatzen zu klopfen?" (Erwachet 22. 8. 48) Es war die hemmungslose Sprache des kalten Krieges des Westens gegen den Osten, für den hier die Zeugen Jehovas zum Sprachrohr unter den Christen gemacht wurden. Im Sommer 1949 überschlug sich die WTG förmlich in in ihrer politischen Hetze. Auf einem großen Kongreß in der Waldbühne in Westberlin (!) prahlte Erich Frost als deutscher Zweigdiener: „Ist der Bolschewismus schöner als andere Systeme? Glauben die Kommunisten, daß das, was Hitler begonnen hat, von ihnen vollendet werden müsse? Wir fürchten die Kommunisten genau so wenig, wie wir die Nazi gefürchtet haben!" (WT 1. 4. 50, Kongreßbericht 1949) Was für politisch heuchlerische Tiraden! 1961 wurde Erich Frost u. a. auch im BRD-Nachrichten-Magazin ,,Der Spiegel" dokumentarisch selbst als Handlanger der Gestapo entlarvt! Der Höhepunkt der verleumderischen politischen Scharfmacherei war erreicht. Ein ganzes Jahr hatte die WTG dann noch Zeit, rechtzeitig zur Besinnung zu kommen. Doch vergeblich. Die Hoffnung auf die damalige westliche Politik der "Zurückrollung des Kommunismus" und "Befreiung der Ostzone" hatte ihr den Sinn völlig verblendet, ihr und den ihr folgenden Zeugen Jehovas.

Das von der WTG nie veröffentlichte Eingeständnis des Leiters des Bibelhauses Paul Großmann
Das Bedenkliche bei all diesen Dingen ist, daß sich fast alle Zeugen Jehovas in der Meinung, die allein wahren Christen zu sein, zu diesen böswilligen Hetztiraden hinreißen ließen, in der Verblendung durch die WTG, damit obendrein Gott und Christus zu dienen. Es ist natürlich hinterher leicht, zu fragen, war denn keiner der damaligen verantwortlichen Brüder in der Lage, sich gegen solche WTG-Politik aufzulehnen und sie abzuwenden? Leider, solche Stimmen wurden schon im Keime erstickt, dafür gibt es genügend Beweise. Im kleinsten Kreis gab es schon gewisse Meinungen, in der deutschen Führungsspitze des Werkes. Aber keiner wagte, das an die Öffentlichkeit zu bringen.

Als sich 1950 die Lage der Organisation zu ihrem Verhängnis entwickelt hatte, fand im Kreise engster Bibelhausmitarbeiter mit Paul Großmann ein vertrauliches Gespräch statt, was die eingetretene Lage betrifft. Paul Großmann gab hier offen zu, daß die Anklagen der Regierung gegen die WTG-Organisation und ihre Tätigkeit "doch relativ wahr" seien. Die Regierung habe "von ihrem Standpunkt aus durchaus Recht". Aber könne man das zugeben, und den "Brüdern in Brooklyn in den Rücken fallen?" Zeuge dieser Feststellung von Paul Großmann ist u. a. der Vertreter des damaligen WTG-Zweigdieners, Ernst Seliger, jetzt Mitarbeiter im WTG-Zweigbüro in Wiesbaden. Doch wider besseres Wissen wurde die Organisation von diesen WTG-Leitern weiter auf das Schlachtfeld des kalten Krieges geführt. Bis heute. Darüber sollten Jehovas Zeugen nun einmal in Ruhe nachdenken. Es sind die entscheidenden Tatsachen.
- W -

WIR STEHEN VOR DEM 30. JAHRESTAG DER EXISTENZ DER DDR;
Was bedeutet das für aufrichtige, verantwortungsbewußte Christen in unserem Lande?
Wort und Antwort an die Zeugen Jehovas und ihre Verantwortlichen
30 Jahre sind vergangen, endlich innehalten besinnen
Um deretwillen, die betroffen sind: Die Lage ist so ernst auch und die Verantwortung der Verantwortlichen bis hinunter in die Studiengruppen so groß, daß man sich eine lange Vorrede ersparen möchte. Das Werk der, WTG und Zeugen Jehovas als solches steht auf verlorenem Posten. Daß sich die WTG vor 30 Jahren mit der historisch herangereiften sozialistischen „die Menschen betreffende Ordnung" anlegte, besiegelt ihr Schicksal (1. Petr. 2:13). Sie hat dieses Schriftwort in unserem. Land leider auch mit den Füßen der Zeugen Jehovas, die ihr. folgen, zertreten. Wir erinnern nur an den großen „Wortführer" der WTG, Friedrich Adler, Bezirksdiener-Ost, der überall dazu aufrief, den „roten Stier bei den Hörnern zu packen", wie er vor ,30 Jahren in der Irrlehre der WTG, die politische Regierung sei keine „Obrigkeit von Gott", sondern eher eine „Clique von Gangstern und Verbrechern" (Erwachet 8. Nov. 1949), dem Gericht in der DDR, das ein langjähriges Urteil verkündete, ins Gesicht schleuderte: „Meine Herren, Sie meinen wohl ein Jahr!' Durch religiös-politische Irrlehren und antikommunistischen Haß verblendet, rannten sie mit dem Kopf förmlich gegen die Wand. In völlig blockierter Urteilsfähigkeit führten sie; das Werk ins Verhängnis in der Hoffnung und Erwartung, die eben gegründete DDR werde binnen Jahresfrist, zusammenbrechen und damit die „Ostzone befreit". Man hatte die, Endzeitorientierung völlig auf die seit; 1947 praktizierte westliche Politik der ,,Zurückrollung des Kommunismus" ausgerichtet. Wo sind sie damit geblieben? 30 Jahre sind seither vergangen. Die vierte Generation seit dem Verkündigungsbeginn 1874. Seit 1975 geht's, in die fünfte Generation! Jehovas Zeugen durch WTG für die imperialistische Deutschlandpolitik mißbraucht.

In einer Rückschau anläßlich des 18. Jahrestages der DDR im Jahre 1967 unter dem Thema, "Warum der Klassenkampf in Deutschland so hart ist" (ND 7. Oktober 1967) heißt es: "Seit die Oktoberrevolution (1917) in Rußland siegte, ist auch unsere deutsche Geschichte nur im Zusammenhang mit der neuen Epoche des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus zu begreifen. Das Jahr 1949 (Gründung der DDR) bezeichnet einen tiefen geschichtlichen Einschnitt. Um Deutschland ist in diesen 50 Jahren (seit 1917) von beiden Seiten mit besonderer Härte gekämpft worden. Seine Bevölkerungszahl, seine Industrie, seine geographische Lage geben ihm besonderes Gewicht. Offenbar erkannten auch die Imperialisten, und zwar nicht nur die deutschen, die Schlüsselstellung Deutschlands in diesem großen Ringen. Der Oberbefehlshaber der amerikanischen Besatzungsarmee in Deutschland, General Allen schrieb im Januar 1920: "Das befähigste Staatswesen den Bolschewismus erfolgreich abzuwehren, ist Deutschland." Der antisowjetische Mißbrauch der deutschen Nation durch den amerikanischen Imperialismus dauert schon ein halbes Jahrhundert an." Nach 1945 bestand die Politik diesbezüglich darin, in Westdeutschland "einen wirksamen Damm gegen die Flut des bolschewistischen Marxismus zu errichten".

Welche Rolle hatten darin Kirchen und Religionsgemeinschaften zu spielen? Der USA-Deutschlandexperte, James Paul Warburg, schreibt darüber in seinem Werk "Deutschland - Brücke oder Schlachtfeld" (Stuttgart 1949), daß das Ziel der USA-Politik seit dem ersten Weltkrieg der "Sturz des bolschewstischen Regimes" sei. In Deutschland gehe es dabei um die Erhaltung "der alten sozialen und wirtschaftlichen Ordnung", um zu verhindern, daß auch Deutschland ein sozialistischer Staat werde. Deshalb sei die deutsche Frage ein Problem, das an Wichtigkeit hinter keinem Problem der amerikanischen Innenpolitik zurückstehe. Das gelte für die Zeit nach dem ersten wie nach dem zweiten Weltkrieg. Und die Kirchen bzw. Religionsgemeinschaften hätten dabei eine wichtige Rolle zu spielen. Deshalb habe "die alliierte Besatzung in Deutschland den Kirchen eine mächtigere Stellung eingeräumt, als sie jemals in den Jahren der Weimarer Republik innehatten".

Unter den Religionsgemeinschaften übertraf die WTG mit ihrem entsprechenden Engagement nahezu alle anderen. Rückblickend auf die Jahre vor 1949/50 bestätigte sie im WT vom 1. 2. 51: Ihre Prediger hätten "nie gezögert, offen zu sagen, was sie vom Kommunistenregime halten. Sie haben die Wahlen in der Ostzone als einen Trug gebrandmarkt und das kommunistische Regime selbst als eine satanische Herrschaft". "Resolutionen gegen den Kommunismus" wurden verfaßt und verbreitet, sowie der Kommunismus bei jeder Gelegenheit "bloßgestellt".

Der Wiederaufbau des WTG-Werkes nach 1945 von Westdeutschland her erfolgte nachweislich in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Militärregierung, amerikanischen Nachrichtendiensten und dem USA-Außenministerium in Washington, von wo WTG-Zweigdiener Erich Frost am 25. Juni 1946 seine "Original-Vollmacht"erhielt, wie er in seinem Lebenslauf dokumentierte.

Nach 20 Jahren waren sie noch immer nicht zu Verstand gekommen
Einen dicken Band würde die Zusammenstellung des antikommunistischen Engagements ergeben, dem die WTG die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas seither unterwarf. „Schläge sind für den Rücken der Toren", heißt es in Spr. 19:29. Doch die WTG und Jehovas Zeugen insgesamt hatten auch nach 20 Jahren noch nichts gelernt. Im WT vom 15. Februar 1965 läßt sie ihre Zeugen in typisch antikommunistischem Jargon und demonstrativer Ignoranz gegenüber der DDR proklamieren: „Die Zeugen Jehovas in Ostdeutschland mußten zuerst auf das Ende der Naziherrschaft Hitlers warten, und jetzt müssen sie das Ende der neuen totalitären Regierung abwarten, die die Naziregierung ablöste, das Ende der kommunistischen Regierung, die von dem zur Zeit von Breshnew beherrschten Sowjetrußland abhängig ist". (S. 110). Und in ihrer dritten Offenbarungsauslegung seit 1917, mit ihrem „Babylon"-Buch von 1965, bevormundet sie ihre Zeugen in gewohnter Weise dazu: „Die Haltung der Zeugen, Jehovas gegenüber dem Weltkommunismus hat sich nicht geändert, sondern sie ist in dieser Zeit des göttlichen Gerichts seit 1919 in der Öffentlichkeit noch mehr bekanntgeworden" (S.537). Es gehöre zur permanenten Tätigkeit der Zeugen Jehovas, vor der „Gefahr des Kommunismus" zu warnen (S. 536). Die Parteinahme in der allgemeinen, westlichen Front gegen den „Weltkommunismus", konkret praktiziert in staatsfeindlicher antikommunistischer religiös-politischer Untergrundtätigkeit, ausgegeben als sog. „theokratische Kriegslist", wurde immer wieder forciert, dieweil die vorgegebene Endzeitverkündigung immer wieder und immer weiter verschoben wurde, insgesamt schon fast über 200 Jahre, von 1799 bis zum jüngsten Termin von 1975!

Auch nach 30 Jahren: Kampf gegen „rote Regime", Kampf gegen die DDR
Wir wollen die vielen endzeitlichen Bibelumdeutungen hier unberücksichtigt lassen, mit denen es die WTG immer wieder unternimmt, die Zeugen unter Mißbrauch ihres persönlichen christlichen Glaubens unter ihrer „Endzeit-Fahne" hinzuhalten, damit sie dies nicht durchschauen. Es war um die Zeit, als mit 1975 der 5. „endzeitliche" Harmagedontermin seit 1874 fällig wurde, das 3. Jahrzehnt nach 1945, das 3. Jahrzehnt der Existenz der DDR, der man prahlerisch, arrogant, ignorant und feindselig entgegengeschleudert hatte, sie werde binnen Jahresfrist zusammengebrochen sein.

Indem sie das politische Konzept ihrer Verkündigung, sie werde dem „Grundsatz der friedlichen Koexistenz" mit dem Kommunismus „nicht huldigen" (Erwachet 22. 4. 57), wieder hervorholte, ließ die WTG, auch zur Ablenkung von 1975, erneut wissen, was ihre politische Aufgabe ist und bleibt. Unter der antikatholischen Überschrift, „Warum ist die Religion um Frieden mit dem Kommunismus bemüht?" wurde im Wachtturm vom 1. März 1974, deutsch, ein förmlicher Schmutzkübel über die Zusammenarbeit von Christen und Kommunisten ausgegossen. Indem besonders alle progressiven katholischen Kräfte, der Vatikan selbst nicht verschont, als Esel benutzt wurden, den man schlägt, wurde gegen jede Beendigung des „kalten Krieges mit' der kommunistischen Welt" gegen jede "Koexistenz mit roten Regimen" Stellung bezogen. Wer „Frieden mit der kommunistischen Welt" schließe, begehe "Hurerei", lasse sich auf „unmoralische Beziehungen" ein und gehe „mit Gotteshassern ins Bett". So wurde erneut für alle Zeugen Jehovas insbesondere Feindschaft zur DDR als „rotem Regime" zur obersten politischen Doktrin erhoben. Das Wachtturm-Gesicht aller WTG-Untergrund-Aufseher ist denn auch danach. Wie es dahinter aussehen mag - man kann nur hoffen. Die Aufrichtigen werden sich durchringen.

In skrupelloser Umdrehung des wahren Sachverhalts, ist es doch die WTG, die die Feindschaft zu „roten Regimen" predigt, wird auch gegenwärtig und zukünftig den Zeugen Jehovas seitens der WTG nur die Perspektive der Fortsetzung christlicher Tätigkeit in Form antikommunistischer Untergrundarbeit erlaubt: „Selbst wenn sie von feindlich gesinnten Regierungen verboten werden, versammeln sie sich weiterhin, sozusagen im „Untergrund". (WTG-Buch „Die herannahende Weltregierung, dt. 1977, S. 154). Eingebettet ist dies in die bereits 4, „endzeitliche" Nordkönig-Auslegung seit der „unwiderlegbaren" Deutung auf Napoleon 1799, jetzt endgültig und ausschließlich antikommunistisch ausgelegt auf die „kommunistische, totalitäre Nationengruppe" seit der Oktoberrevolution von 1917 in Rußland (S. 36 ff, 121 f). Damit ist die Parteinahme der WTG in politischer Hinsicht in der allgemeinen westlichen Front gegen den „Weltkommunismus" auch für die nun fällige weitere Verschiebung der endzeitlichen Bibelauslegungen nach 1975 wieder im Lot. Das Grundprinzip gilt nach wie vor: Keinen Frieden mit „roten Regimen", sie werden unter Mißbrauch des christlichen Glaubens bekämpft, dieser psychologische Krieg geht weiter. Staat und Regierung der DDR bleiben für die WTG weiter „der Feind".

Wenn jüngst in der Presse der DDR, in der Berliner Zeitung, in einer Beitragsfolge. „10 Fragen zur Abrüstung" die Frage diskutiert wurde, „Wer lügt von Gefahr aus dem Osten'? Lügen aus der Giftküche der CIA sollen Bürger schocken" (BZ 16. 5. 1978), dann kommt man beim Blick in den religiösen Bereich unseres Lebens unvermeidlich auf die WTG. Mit ihren „gedruckten Predigten" gehört sie zu den politischen Scharfmachern unter den Christen.

Mögen sich doch die Aufrichtigen unter den Verantwortlichen bewußt werden - die Toren werden weiterhin Schläge auf den Rücken erhalten müssen, wie es in den Sprüchen heißt.
Die WTG hat die Zeugen Jehovas in ihrem Kampf gegen die „roten Regime" auf einen verlorenen Posten gestellt. Die Entstehung der sozialistischen „die Menschen betreffenden Ordnung" ist eine Frage der historisch herangereiften gesellschaftlichen Entwicklung im Weltmaßstab. Die Zeugen Jehovas werden mißbraucht dazu, die Rolle eines der „Stoßtrupps" unter den Christen gegen diese unaufhaltsame Entwicklung zu spielen und Generation um Generation unter einer dafür aufgezogenen, in Wirklichkeit haltlosen „Endzeitfahne" moralisch und psychologisch, gegebenenfalls auch buchstäblich „verheizt" zu werden. Es gibt im deutschen Sprachbereich inzwischen mehr-durch die WTG Mißbrauchte, Ausgenutzte und Enttäuschte, als gegenwärtig für sie aktive Zeugen Jehovas. Was bleibt weiter übrig, als diese Endzeitverkündigung zurückzuweisen und zur sozial bedingten Tagesordnung überzugehen?

Die sozialistische „die Menschen betreffende Ordnung" ist keine den Christen feindlich gesinnte Ordnung. Erst kürzlich erklärte der Staatssekretär-für Kirchenfragen der DDR: „Der reale Sozialismus ist eine menschliche Heimstatt für uns alle. Er erfragt, er braucht und er würdigt auch den Beitrag der Christen" (ND 5. 5. 78). Hört auf, diese ausgestreckte Hand durch WTG-Hörigkeit laufend feindselig zu besudeln und zu bespucken!

Zur Innenpolitik erklärte der Vorsitzende des Staatsrates der DDR und Generalsekretär der SED, E. Honecker, in seiner bekannten Rede am 17. Februar 1978 in Berlin u. a.: „Wir stimmen mit allen denjenigen überein, die verschiedentlich daran erinnern, daß der Mensch nicht vom Brot allein lebt. (Anm.: Ein Wort Jesu nach Matth: 4:4). Aber ohne Brot kann er auch nicht leben. Wer Zweifel hegt, braucht nur die Rede von Engels am Grabe von Karl Marx nachzulesen. Dies haben wir seit Beginn der Tätigkeit unserer Partei stets berücksichtigt" (ND 18./19. 2. 1978). Engels führt dort aus, daß das Entwicklungsgesetz der menschlichen Geschichte in der einfachen, bisher unter ideologischen Überwucherungen verdeckten Tatsache besteht, "daß die Menschen vor allen Dingen zuerst essen, trinken, wohnen und sich kleiden müssen, ehe sie Politik, Wissenschaft, Kunst, Religion usw. treiben können". Doch wer liest das in der von der WTG anerzogenen antikommunistischen Arroganz, Ignoranz, Mißachtung und Feindschaft schon, geschweige denn, denkt darüber nach? Nicht wenige Hauptverantwortliche demonstrieren förmlich, wie die WTG in diesen Dingen „ihre Stirn hart gemacht" hat. Finster und verschlossen schauen sie drein, der antikommunistischen "theokratischen Kriegslist" der WTG verpflichtet. Sie werden noch gar manche „Schläge auf den Rücken der Toren" erhalten müssen, denn der Mensch lebt zuerst vom Brot. Um nichts anderes geht es letztlich. Nehmt endlich die Wirklichkeit zur Kenntnis, wenn ihr als Christen ernstgenommen werden wollt!

Im Aufruf zum 30. Jahrestag der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik wird festgestellt: „Das Werk des sozialistischen Aufbaus vollbrachten und vollbringen Menschen unterschiedlicher Weltanschauung, Menschen aus allen Klassen unseres Volkes. Sie wirken zusammen ohne Unterschied der Weltanschauung und Religion". Im WTG-Kampf gegen die "roten Regime" stehen die Zeugen Jehovas demgegenüber auf verlorenem Posten. Politisch und psychologisch mißbraucht sanken und sinken sie Generation um Generation ins Grab, mit 1975 bereits die 4. Generation! Es gibt nur die Perspektive der Einordnung in diese nunmehr herbeigekommene sozialistische "die Menschen betreffende Ordnung", die „um des Herrn willen" vollzogen werden muß, will man hier und heute Christ sein. 1. Petr. 2:13. Für die evangelischen und katholischen Bischöfe Schönherr und Theising in jüngsten Gesprächen mit staatlichen Vertretern zum Ausdruck, daß sie „unbeschadet weltanschaulicher Unterschiede" in der sozialistischen Gesellschaft „vom Glauben her mitverantwortlich für das Ganze" sind. Die Zusammenarbeit mit den staatlichen Organen beruhe auf gegenseitigem und gutem Willen. (ND 7. 3. 78, 13/14. S. 78). Wie aufgezeigt, wird gerade das von der WTG unter den Christen als verwerfliche „Koexistenz mit roten Regimen" und als „mit Gotteshassern hurerisch ins Bett gegangen" antikommunistisch verleumdet und besudelt. Sie offenbart damit, daß sie nach wie vor psychologisch dem imperialistischen kalten Krieg gegen den „Weltkommunismus" unter den Christen verpflichtet ist, womit sie ihr Schicksal hier besiegelt hat.

Der Weg hier und heute
30 Jahre DDR ist darum für alle Aufrichtigen ein Scheideweg. Die in unserem Land ausgestreckte Hand gilt allen Christen. Mit der WTG aber, die diese ausgestreckte Hand mit ihren „Huren"-Hetzereien begeifert und feindselig „rot" sehend antikommunistisch bespuckt, kann es keinen Weg geben. Nur als von der WTG freie Christen ist das ernsthaft möglich. Denn die Schrift fordert, politisch „einen ehrbaren Wandel unter den Nationen zu führen." „Seid, aller die Menschen betreffenden Ordnung um des Herrn willen, untertan", sagt Petrus, „und zwar als wahrhaft Freie, nicht als solche, welche die Freiheit zum Deckmantel der Bosheit machen". 1. Petr. 2:12-16. Verlaßt darum die WTG mit ihrer schriftwidrigen „Kriegslist" gegen die sozialistische „die Menschen betreffende Ordnung"! 2. Kor. 4:2 NW. Hört auf, unter den WTG-Endzeitverschiebungen weiter dahinzustolpern und euch politisch mißbrauchen zu lassen! „Zeigt euch nicht als Kinder in der Urteilskraft, sondern als gereifte Menschen"! 1. Kor. 14:20. Beschreitet den Weg wahrhaft freier Christen. Die vergangenen 30 Jahre gebieten in jeder Hinsicht, endlich innezuhalten und sich zu besinnen.
K. O.

"BEEINDRUCKT VON DEN STAATSBÜRGERLICHEN TUGENDEN" DER ZEUGEN JEHOVAS, PREIST DIE WTG. - WIRKLICH?
In „Erwachet" vom 8. März 1977 verbreitet die WTG folgendes Loblied, über die von ihr geführten Zeugen Jehovas als Staatsbürger:
"Im vergangenen August veranstalteten Jehovas Zeugen in Spanien insgesamt neue Bezirkskongresse . . . Jehovas Zeugen haben mich durch ihre staatsbürgerlichen Tugenden beeindruckt, die bei diesem Anlaß vor allem durch Sauberkeit und Hygiene zum Ausdruck kamen … Es ist anzunehmen, daß Gijon zu den saubersten und gepflegtesten Städten der Welt gehörte, wenn die Mehrzahl der Bürger den Glauben der Zeugen Jehovas annehmen würde."
Dieses Loblied ist in Wirklichkeit eine der Täuschungen der Herzen der Arglosen (Römer 16:18), die die WTG laufend in staatsbürgerlicher bzw. Politischer Hinsicht betreibt. Denn die Wirklichkeit wäre doch folgendes. Wenn die Mehrzahl aller Bürger einer Stadt oder eines Landes den WT-Predigten tatsächlich folgen würde, dann gäbe es in keiner Stadt auch nur einen einzigen Abgeordneten oder Kommunalpolitiker wie Bürgermeister oder Stadtrat zur Aufrechterhaltung von Verwaltung, Ordnung, Gesetz, Sicherheit, Stadtreinigung usw. geschweige denn eine Regierung für alle Staatsbürger. Führt die WTG alle ihre Zeugen Jehovas doch darin „beispielgebend" voran, sich an keiner Landes- oder Kommunalwahl zu beteiligen, wodurch solche Verwaltungen geschaffen werden: „Warum sollten wahre Christen die Politik meiden, wenn sie doch anscheinend viel tun könnten, um die Welt zu verbessern? Sie wissen, daß die politische Beteiligung nicht nur zu nichts führen würde, sondern ihnen sogar Gottes Mißbilligung eintrüge, und daß jene, die Politik treiben, Feinde Gottes sind und dadurch zur Vernichtung in Betracht kommen. Wahre Christen zeigen also, daß sie Nachfolger Christi sind, indem sie nicht versuchen, diese Welt zusammenzuflicken oder sie durch Politik zu verbessern. (WT 1. 1. 1957). Demgemäß wird jeder, der Zeuge Jehovas geworden ist, von der WT-Organisation gemaßregelt, wenn er sich auch nur an einer Kommunalwahl in seinem Dorf oder in seiner Stadt beteiligt. Ist das etwa nicht so? Und wo ein WT-Verkündiger wirkt, wird den Menschen jede kommunalpolitische Mitverantwortung aus den Köpfen getrieben! Oder ist das etwa nicht. das Ergebnis bei einem jeden, der „den Glauben der Zeugen Jehovas" annimmt?

Im kommenden Frühjahr sind wieder Kommunalwahlen in der DDR. Da werden viele wieder herumlaufen, wie die aufgescheuchten Hühner, die nicht wissen, was sie machen sollen. Hört doch endlich auf, an die göttliche Autorität der WTG-Lehren zu glauben und euch damit-zu quälen. Das Aufsammeln der eigenen Papierschnipsel und Frühstücksabfälle auf den eigenen Kongressen zu preisen, ist doch eitle Täuschung der Mitmenschen angesichts der wirklichen WT-Verkündigung. Als ob vom Abfallbeseitigen eine Großstadt existieren könnte! Eine Großstadt braucht eine ganze kommunalpolitische Stadtverwaltung als örtliches Staatsorgan, um zu. existieren, von der Notwendigkeit der staatlichen Landesregierung gar nicht erst zu reden! Das aber, wird als vernichtungswürdige, gottfeindliche, also verbrecherische "Weltverbesserung" mit der Predigt bekämpft! Ist angesichts dessen, jeder kann es nachprüfen, jene „Erwachet"-Verkündigung „staatsbürgerlicher Tugenden" der Zeugen Jehovas nicht etwas für Einfältige und Naive? In der Tat! Jehovas Zeugen selbst aber werden damit von der WTG zur politischen Heuchelei verführt, dazu, den Mitmenschen zunächst Sand in die Augen zu streuen. Wenn sie dann gewonnen sind, wird ihnen politisch etwas ganz anderes abverlangt! Die WTG selbst ist es hier, wieder, die öffentlich staatsbürgerliche Fragen aufwirft. So, mögen Jehovas Zeugen zur Kenntnis nehmen: In unserem, Lande wird erklärtermaßen von der Beteiligung aller Bürger, also auch der Christen aller Kirchen und Religionsgemeinschaften, am Werk. der sozialistischen Ordnung. ausgegangen. Das ist in völligem Einklang, mit den christlichen Grundsätzen in Römer 13:1-7, Titus 3:1, 1. Petr. 2:13 u. a. Schriftaussagen. So wird der langjährige, kontinuierliche und manchmal auch., schmerzhafte Prozeß und Lernvorgang notwendiger sozialer Erkenntnis insbesondere auch für alle WT-geführten. Zeugen Jehovas weitergehen. Eine Lösung mit der WTG gibt es nicht. Es gibt nur eine Lösung gegen ihre verantwortungslose Politik; indem man als Christ frei von ihr wird.
- P -

EIN UNVERLETZTES GEFÜHL VOR GOTT UND DEN MENSCHEN HABEN
Beratung der Studiengruppe „Christliche Verantwortung" im April 1978 in Berlin
In christlicher Einmütigkeit
CVN Berlin 5. 5. 78 - Unter dem Motto, "Ein unverletztes Gewissen vor Gott und den Menschen haben" (Apg. 24:16) fand im April 1978 in Berlin eine weitere grundsätzliche und wegweisende Beratungverantwortlicher Mitarbeiter, Mitverbundener und Freunde der Studiengruppe „Christliche Verantwortung" (CV) sowie erst kürzlich von der WTG freigewordener Geschwister statt. Zu ihnen gehörten auch leitende bzw. am Wort dienende Brüder der freien christlichen Gemeinden ehemaliger Bibelforscher und Zeugen Jehovas in unserem Lande. Es war eine Tagesversammlung, auf der verschiedene aktuelle Fragen der Mission und Aufgabenstellung von CV sowie der für die Zeugen Jehovas speziell und darüber hinaus allgemein gegebenen Wegweisung in der gegenwärtigen Situation besprachen und entschieden wurden. Die Beratung verlief in wiewohl freimütigem wie kritischem jedoch einmütigem christlichen Geist und brüderlichem Einverständnis.

Eine vorbereitete Auslage von dokumentarischem Material über die haltlose Tätigkeit der WTG und ihre falschen Lehren sowie über das Ausmaß der kritischen Literatur zur WTG-Tätigkeit in ganz Europa wie auch in England und in den USA fand rege Aufmerksamkeit.

Wieso eine Gewissensfrage vor Gott und den Menschen?
"Wer nun weiß, daß er Gutes tun soll, und es doch nicht tut dem ist es Sünde", sagt die Schrift in Jakobus 4:17. So ergibt sich ein christliches Gewissen in entscheidendem Maße aus dem Wissen um Recht und Unrecht, Gut und Böse, Richtigem und Falschem, gemessen mit dem Maß des Evangeliums Jesu Christi. Welches spezielle Wissen gemäß diesem Maßstab liegt nun der CV-Arbeit zugrunde? Es ist interessant, was dazu auf der Beratung hervorgehoben wurde.

Es ist das Wissen um die Irreführung seitens der WTG durch falsche Weltenden und falsche, Endzeitbibeldeutungen, durch falsche Hoffnungen und falsche Prophezeiungen, durch falsche Auffassungen letztlich über Gott und Christus selbst. Es ist das Wissen um die gesellschaftliche Praxis und Auswirkung dieser Irreführungen wie Vergiftung zwischenmenschlicher Beziehungen, Verteufelung und Inkriminierung christlich und menschlich oder religiös Andersdenkender, Verfeindung in Familien, Verwandtschaften und Bekanntschaften, Verneinung und Zerstörung sozialer und politischer Mitverantwortung bei Strafe angeblicher Vernichtung durch Gott. Saat von politischem Haß in antikommunistischem Mißbrauch der Bibel gegen rechtmäßige "Obrigkeit von Gott" und notwendige "die Menschen betreffende Ordnung". Endzeitliche Verteufelung und Schwarzmalerei allen anderen Lebens.

Um diese Dinge zu wissen und nichts zu tun, sondern zu schweigen, würde eine unverantwortliche Mißachtung dessen sein, was in Jakobus 4:17 geboten ist.
Dazu kommen folgende Herausforderungen an die Christen allenthalben, die sie weder ignorieren noch übersehen können, wenn sie aufrichtig sind.

Andere Christen und Kirchen machen Anstrengungen, gegenseitige Entzweiungen und Verfeindungen zu überwinden. Selbst Vertreter nichtchristlicher Religionen reichen heute allen christlichen Gemeinschaften und Kirchen um des Friedens willen die Hand. Kann das ausgeschlagen werden? So mit der Moskauer Weltkonferenz religiöser Friedenskräfte im Juni 1977. Weiter: Kann Christen der irdische Friede gleichgültig sein? Kann es Christen z. B. gleichgültig sein, wenn das Wettrüsten unter den Nationen weitergeht u. a. jetzt mit der Neutronenwaffe? Es wird der Anspruch auf wahres Christentum erhoben. Ist von diesem Standpunkt aus nichts zu all diesem zu sagen, was praktisch hilfreich wäre? Zu was für einer Meinungsbildung ist hier beizutragen oder wird hier beigetragen? Es wird erwartet, daß Christen ihr Wort zur Friedensfrage sagen, konkret, praktisch, nicht nur unverbindlich und allgemein. Es wird auch erwartet, daß alle Christen ihre soziale Mitverantwortung erkennen und wahrnehmen. Die WTG steht unter den religiösen Gemeinschaften an der Spitze, hier den Geist des Verneinens, des Nicht-Verantworten-Wollens, der Passivität, der Gleichgültigkeit, der Ignoranz, der Mißachtung und somit der Verantwortungslosigkeit zu predigen und zu verbreiten.

Das kürzliche Gespräch am 6. März 1978 zwischen der Regierung der DDR und der evangelischen Kirchenleitung setzt Maßstäbe für alle Christen, auch die in den verschiedenen

Religionsgemeinschaften.
Die bereits freien christlichen Gemeinden machen das Angebot eines besseren christlichen, weil neutestamentlichen Weges in Glaube, Hoffnung und Liebe. Sie sind eine Antwort auf die Frage der WT-geführten Zeugen Jehovas: Wohin sollen wir gehen? - wenn die WTG-Endzeitorientierung nun als haltlos und unglaubwürdig erwiesen ist, wie es mit dem jüngsten falschen Termin von 1975 wieder der Fall ist.

Was ist freies Christentum in unserem Land und in unserer Zeit?
Unter diesem Gesichtspunkt wurden für den künftigen christlichen Weg folgende Hauptmerkmale begründet.
Der allein geltende Grundsatz ist, daß Christen zur Freiheit berufen sind und sich nicht unter ein Joch der Knechtschaft spannen lassen dürfen. Es komme nicht nur darauf an, von der organisatorischen WT-Bevormundung freizuwerden, sondern auch von dem WT-Geist. Hierzu gehört die Selbstgerechtigkeit, nur "allein in der Wahrheit" sein zu wollen, die Sucht, unbedingt "Zeichen der Zeit" deuten zu wollen, der Gedanke, alle anderen würden von Gott vernichtet. Das Denken, "nur wir".

Die politische Neutralitätsheuchelei der WTG ist aufzudecken. Es ist der Wille Gottes, die soziale Verantwortung zu erkennen, wie es das Gleichnis vom barmherzigen Samariter lehrt. Dabei ist überhaupt nicht nach dem Glauben zu fragen, es müsse einfach geholfen werden, wie es dieses Gleichnis veranschaulicht.
Es gibt nur eine Alternative. Die Abweichungen der WTG müssen aufgedeckt und bewußt gemacht werden, um im Worte Christi zu bleiben bzw. dahin zurückzukehren. Hierzu müssen solche Schriftworte wie Joh. 5:39, 40, 6:63, 8: 31-36, 42, 43 die Grundlage bilden.

Die freigewordenen christlichen Gemeinden haben die Pflicht, den WT-Zeugen auf ihrem Weg in die christliche Freiheit zu helfen. Dies ist eine Frage, die viel Zeit und Geduld erfordert. Dabei dürfen freigewordene Christen nicht nur sich selbst gelten lassen. Sie müssen noch dem Wort Christi in Markus 9-38-41 auch jene als Christen anerkannt werden, die Christus in anderer Gemeinschaft nachfolgen. Christen haben sich unmittelbar und direkt nach der Schrift zu richten, ohne eine eigene Autorität fordernde Hand dazwischen wie den WT. Was ist das für ein Christentum, dem die Autorität Christi und der Apostel nicht genügt und das sich die haltlosen WT-Bibelausleger dazwischenholt? - so möchte man dazu fragen. Ob und wie errettet wird, hängt nicht davon ab, ob man den WT anerkennt oder nicht, es hat überhaupt nichts mit der WTG zu tun. Das Mittlertum der WTG ist eine einzige Anmaßung. Paulus faßt die Erettung wie folgt zusammen: "So spreche ich denn zu allererst die Mahnung aus, Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen für alle Menschen zu verrichten, für die Könige und alle obrigkeitlichen Personen, damit wir ein stilles und ruhiges Leben in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit führen können. Denn das ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserem Retter, der da will, daß alle Menschen gerettet und zur vollen Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Mittler zwischen Gott und Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst zum Lösegeld für alle hingeben hat, das Zeugnis davon sollte zu rechten Zeit verkündigt werden." 1. Tim. 2:1-6 Menge. Wer wollte von diesem Willen Gottes Abstriche machen?

Kritisch wurde u. a. auch auf die Gefahr aufmerksam gemacht, daß Christen auch in Selbstgenügsamkeit verfallen können, in der sie ihre missionarische Aufgabe, ohne die Christentum nicht existieren kann, verfehlen.

CV - eine Stätte, wo man sich persönlich überzeugen kann.
Von einem CV-Mitarbeiter war eine Auslage dokumentarischen Materials vorbereitet worden. Sie veranschaulichte anhand von Originalbeweisen insbesondere die haltlose Tätigkeit der WTG in endzeitlicher Hinsicht. Schwerpunkte der Auslage waren u. A.:
- Kritische Werke über die WTG aus der DDR, BRD, Schweiz, Italien, Frankreich, England, USA, Skandinavien, Sowjetunion und Polen.
- Schriften von freigewordenen Gemeinden aus Europa und aus Übersee.
- Nachweis der verantwortungslosen Politik der WTG mit der das Werk hier in die Schützengräben des kalten Krieges geführt worden ist.
- Seltene Dokumente über die Falschverkündigung der WTG in der Vergangenheit.

Jakobus: Wer jemanden von seinem Irrweg zurückführt
Das treffendste Bibelwort, das aus dem Teilnehmerkreis über die gesamte Beratung gestellt wurde, war Jakobus 5:20, wo es heißt: "Wer einen Sünder von seinem Irrwege zurückführt, der wird dessen Seele vom Tode erretten und eine Menge von Sünden zudecken" Mit Fug und Recht: kann dieses Schriftwort über die gesamte CV-Tätigkeit gestellt werden. Wer die WTG-Endzeit als Irrweg erkannt hat, ist erschrocken über die Menge der Sünden, die die einstige Verkündigung dieses Irrweges unter gutgläubigen und arglosen Menschen bedeutet. Nur eine entschlossene Zurückführung von diesem Irrweg kann dies wieder zudecken, wieder gutmachen, für alle Betroffenen. Gibt es eine schönere Aufgabe, als zu helfen, den rechten Lebensweg zu beschreiten? Dies erfüllte alle, die zu dieser Zusammenkunft von CV gekommen waren.

Ältestenberatung
WENN DIE WAHRHEIT FREIMACHEN SOLL, DANN MUSS SIE AUCH GESAGT WERDEN!
Lösungen sind nur durch Konfrontation möglich und werden auch so herbeigeführt
Ohne Zweifel stehen sich CV und WT in entscheidenden Fragen unversöhnlich gegenüber. Das vorgesehene WT-Selbstverständnis, von Gott zu sein, ist durch CV eindeutig in Frage gestellt. Die Argumente von CV können zwar verneint werden. Sie können aber nicht widerlegt werden. Viele sehen das sofort, wenn sie CV nachdenklich und gründlich überprüfen. Dennoch aber schrecken sie zurück, sich das einzugestehen und die entsprechenden Schlußfolgerungen zu ziehen. Warum ist das so? Warum wollen sie die CV-Beweise nicht wahr haben? Laßt uns über das Phänomen von Gegensätzen und ihre Lösung nachdenken.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, daß Konfrontationen immer im Zusammenhang mit großen gesellschaftlichen, kulturellen und geistigen Veränderungen auftreten. Zunächst ist es oft nur eine Vorhut, die vorwärtsdrängt und das Gewohnte, bisher Geglaubte und Bestehende in Frage stellt. Es bleibt aber keine Vorhut, wenn die Zeit der Veränderung herbeigekommen und herangereift ist. Wer sich mit den bisherigen Vorstellungen identifiziert, sieht sich ebenfalls angegriffen und herausgefordert. Für das gesamte internationale WT-Werk ist jetzt mit einem erneuten falschen Weltende (1975) und dem Vergehen einer weiteren Generation eine solche Zeit herbeigekommen. Im internationalen Hauptbereich des WT-Werkes, dem zentraleuropäischen Bereich, ist CV eine solche Vorhut, eine solche vorwärtsdrängende Gruppe. Und die aus ehemaligen WT-Angehörigen entstandenen freien Christengemeinden sind die immer mehr hervortretende Alternative, christliche Alternative. Der WT-Hohn der ersten Tage über CV ist längst verklungen. Man weiß, daß man CV ernst nehmen muß. Der erbarmungslose Vernichtungsfeldzug der WT gegen CV beweist es. Jedes Glied, das sich auf CV einläßt, hackt die WTG unnachsichtig ab. CV ungelesen verbrennen und vernichten, ist das WT-Hauptargument, wer kennt es nicht.

Meistens reagiert man erst einmal gefühlsmäßig
Es soll ganz offen gesagt werden: Um die WT-Führung geht es nicht. Wer schon ein halbes Dutzend mal das Weltende verschiebt und danach jedesmal eine arglose neue Generation zu gewinnen sucht, seit dem ersten Endzeitdatum von 1799 geht das schon so, der glaubt selbst überhaupt nicht daran, und kann nur als falscher Prophet, Heuchler, Scharlatan; Gaukler und Lügner entlarvt werden, der das Evangelium für ganz andere Zwecke mißbraucht. Schon ein einziger falscher Weltendetermin ist vor Gott und Menschen unverantwortlich, denn man bedenke, was das für alle notwendigen menschlichen Pläne und Vorhaben bedeutet, von der kleinsten Familie und ihren sozialen Bedürfnissen, über die internationalen Abkommen, ohne die kein Land existieren kann. Die WTG hat die Menschen schon ein halbes Dutzend mal mit falschen Weltendeterminen im Namen Gottes genarrt. Und jetzt nach 1975 wird alles erneut weiter verschoben. Nein, um die WTG-Führung geht es nicht. Es geht um die, die ihr immer wieder aufrichtig und arglos glauben.

Natürlich fühlen sie sich ebenfalls angegriffen durch die Konfrontation mit der WTG, durch die Konfrontation CV- WT, glauben sie dem WT doch noch. Wie reagieren viele nun? Gefühlsmäßig oder rational, d. h. verstandes- bzw. Erkenntnismäßig? Zumeist reagiert man immer erst einmal gefühlsmäßig, also irrational. Wer kennt nicht die Weisheit, daß man über vieles, was einen aufregt, erst einmal eine Nacht schlafen soll, um die Gefühle abklingen zu lassen, ehe man dann urteilt So ist es. Man muß sich über seine Gefühle oder Emotionen wieder erheben und am Ende der Ratio, dem Verstand und der Erkenntnis, doch den gebührenden Platz einräumen. Die meisten sind zu sehr von Emotionen beherrscht, anstatt von sachliche Denken und Prüfen. Gespräche mit WT-Zeugen bestätigen das immer wieder. Hören sie bloß CV, dann sind sie plötzlich oft gänzlich von Gefühlen der Feindschaft, des Hasses, ja des Zornes und der Wut beseelt. Es gibt Eingeständnisse daß der Gedanke aufkam, wenn man eine Pistole hätte, würde man am liebsten, den CV-Gesprächspartner. Niederschießen! Das ist Tatsache! Wir wollen keinen Namen nennen. Die diese Gedanken hatten, werden sich schon erkennen. Ohne WT-Hörigkeit kämen solche einfachen. Verkündiger nie, in derartige verbrecherische und kriminelle Gefühlsaufwallungen. Wir erinnern an den Extremfall in der WT Versammlung Trimberg/Franken, BRD, wo 1976 die WT Zeugin Helga Sauer ihre blinde katholische Schwägerin Annemarie Sauer mit Messer, Beil und Sichel in einer entsetzlichen Bluttat umbrachte. (Bericht von Udo Pöbel; Trimberg. 28. 6. 1976, CV 91/77).

Der WT existiert nur von der Verteufelung des anderen, aller anderen, von der verteufelten Konfrontation mit allen anderen Menschen die schließlich nur als vernichtungswürdige Verbrecher betrachtet werden und spätestens in Harmagedon an die Reihe kommen. Solange jemand zu dieser Vernichtungsverkündigung schweigt; wenn er sie auch nicht akzeptiert, mag es hingehen. Nimmt er aber dagegen Stellung, dann trifft ihn alle Feindschaft und Wut, aller Zorn und Haß, die mit diesem Vernichtungsglauben verbunden sind. Viele Ehen und Familien, die durch diese WT-Verkündigung zu einem „geteilten Haus" geworden sind, wurden schon durch solche barbarischen Emotionen zerstört. Wie wahr kann doch das Wort werden: „Gefährlich ist's, den Leu zu wecken, grimmig ist des Tigers Zahn, doch der schrecklichste der Schrecken ist der Mensch in seinem Wahn". Und das WT-Harmagedon ist ein Wahn, wie die wiederholten Falschverkündigungen beweisen.

Sorgfältige Information nicht zugelassen
Die WTG fürchtet das vernunftgemäße, rationale, erkenntnismäßige Abwägen ihrer Sache. Sie muß verhindern, daß sich herausstellt, daß der andere gar nicht der böse Knecht ist, als der er hingestellt wird. Die Ehrlichen würden: dann nämlich vor der Tür der WTG zu kehren beginnen. Die WTG läßt deshalb keine sorgfältige Information zu. Jede Kritik wird als gefährlich, unterdrückt, Beweise, die zwingen, das Bild vom anderen in Frage zu stellen, werden als Sprengstoff betrachtet. Die Erziehungsmethoden des WT machen unfähig, sachlich das Für und Wider zum WT abzuwägen.Die emotionelle Verteufelung des anderen läßt kein rationales vernunft- bzw. erkenntnismäßiges Urteilen zu. Wie von kaum jemandem übertroffen ist der einzelne unter der WTG geistig entmündigt und entrechtet. Selbst die Fragen werden ihm vorgeschrieben, die er im „Studium" zu stellen hat.

Wie die Wahrheit allein begriffen werden kann
Der einzig verheißungsvolle Weg ist und bleibt die Konfrontation, die offene Austragung der Gegensätze. Nur wo die Argumente nicht zurückgehalten werden gibt es die Chance, daß das notwendig Neue begriffen wird. Nur wo den Tatsachen ins Auge geschaut wird, gibt es Klarheit. Nie wurden falsche Auffassungen überwunden, wenn man vermied, sie beim Namen zu nennen. Lösungen sind nur durch Konfrontation möglich. Christus selbst hat das veranschaulicht durch sein Vorgehen gegen den Schriftmißbrauch in seinen Tagen, wie wir in Matthäus, Kapitel 23 ausführlich lesen können. Gott fesselt nicht die Gedanken einer Person. Er gewährt Denkfreiheit. Die Menschen sind daher mit einem Sinn versehen, der selbst fähig ist, Recht oder Falsch zu erkennen und diesen oder jenen Weg zu wählen. Der Kampfplatz ist der Sinn. Falsche Lehren und Auffassungen müssen angegriffen und niedergerissen werden, wenn Platz für die Wahrheit geschaffen werden soll. Gott schaut nicht die Person an. Ein Christ betrachtet daher die Sache, das Argument, das vor gebracht wird, wer es sagt, ob CV oder nicht, ist völlig gleichgültig, selbst Kindermund tut Wahrheit kund. Wenn die Wahrheit freimachen soll, dann muß sie offen, ausgesprochen werden. Und die Wahrheit über die WTG ist nicht mehr aufzuhalten. Die Zeit dieser Konfrontation ist unabwendbar herbeigekommen. Es bleibt allein; sich für die eigene unvermeidliche Neuorientierung gründlich zu informieren. -
A. Z.

ZUSCHRIFTEN/INFORMATIONEN/BERICHTE
Vorhaben in der BRD. Steht auch die WTG auf der Liste? Genannt ist sie nicht
CVN - Frankfurt/M.. Aus Frankfurt/M. Erreicht uns folgende Mitteilung. "Für aufklärende Maßnahmen gegen die sogenannten Jugendreligionen und Sekten will sich jetzt die FDP-Landtagsfraktion stark machen, nachdem zwei kleine Anfragen der FDP im Landtag die Landesregierung Untersuchungen zugesagt hatte. Seither, so beklagen die Fraktionssprecher Eberhard Weghorn und Alfred Schmidt vor der Presse, sei nichts mehr geschehen. Dies sei wohl typisch, meinten die FDP-Sprecher, für die allgemeine Hilflosigkeit von Politikern und Behörden gegenüber diesen Vereinigungen, denen teilweise "krimineller Charakter und Scharlatanerie" nicht abzusprechen sei. Man sieht hier vor allem Gefahren für psychisch labile Menschen, für solche auch mit Mangel an Selbstvertrauen, Depressionen und Anfälligkeit für psychosomatische Krankheiten. Es gelänge, besonders psychisch gestörte Menschen durch die pseudowissenschaftlichen Lehren und ebensolches Schrifttum in seelische und materielle Abhängigkeit einer Sekte zu bringen." (Nach Frankfurter Rundschau 21. 4. 1978)

Haltlose WTG-Weltendeverkündigung in der Sowjetunion öffentlich am Pranger
Die Moskauer Zeitschrift "Nauka i Religija" (Wissenschaft und Religion) bringt in ihrer Ausgabe 2/1978 (russisch) eine farbige Karikatur, wie eine Gruppe Zeugen Jehovas ihrem Gott, der auf einer Wolke über ihnen sitzt, eine Liste mit den falschen WTG-Weltendeterminen von 1914 bis 1975 entgegenhält, die alle nacheinander abgenutzt und unmöglich geworden sind. Gott schaut erstaunt über seine Brille hinweg auf sie herab. - Im WT vom 1. Januar 1978 veröffentlicht die WTG ein farbiges Bild, wie Jesus als vollbärtiger "starker Gott" auf einem Sessel zwischen den Wolken sitzt und auf die Erde hinunterlächelt. Der Kerngedanke darunter ist, den Zeugen Jehovas "die scheinbare Verzögerung" beizubringen, die sie jetzt nach 1975 wieder verkraften sollen. Das erste der 10 Gebote lautete indes: "Du sollst dir kein Gottesbild anfertigen, noch irgendein Abbild von dem, was oben im Himmel ist …" 2. Mose 20:4.

Erste europäische ökumenische Begegnung seit der Reformation vor 450 Jahren im April 1978 bei Paris
Jehovas Zeugen sollten es vor dem Hintergrund ihrer mit 1975 erneut unglaubwürdig gewordenen Weltendeverkündigung sehen. Im April 1978 fand in Chantilly bei Paris, Frankreich, die erste europäische Begegnung seit der Reformation vor 450 Jahren statt. Es kamen über 70 Vertreter des Katholizismus, des Protestantismus, der Orthodoxie und der Freikirchen aus rund 30 Ländern Europas aus Ost und West zusammen. Das Thema war das Streben nach Einheit der Christen in Europa und ihr Eintreten für den Frieden. CV möchte dies den Zeugen Jehovas zum Nachdenken mitteilen und ihnen die Frage dazu stellen, ob man den Kirchen etwa zumuten könne, sich stattdessen unter die unhaltbare WT-Endzeitverkündigung zu stellen. Dies ist hiermit geschehen und mitgeteilt.

Zusammenkünfte freier Christengemeinden
Dresden: Robert-Blumstraße 6, samstags 14 Uhr
Leipzig: Witzgallstraße 20, samstag 14 Uhr
Blumenstraße 74, sonntags 14 Uhr
Maurice-Thorezstraße 22, samstag 16 Uhr
Karl-Marx-Stadt: Gießerstraße 36, jeden 2. Samstag 14 Uhr
Magdeburg: Bärstraße 9, sonntags 14 Uhr
Jarmen: zu erfragen bei W. Warnke, Gartenstraße 8

Woran CV arbeitet:
MIT WAS FÜR VERÄNDERUNGEN UND UMDEUTUNGEN IN LEHREN, IN ORGANISATION UND ZIELSTELLUNG VERSUCHT DIE WTG IHREN ZUSAMMENBRUCH MIT DEM VERGEHEN DER 1914-GENERATION ZU VERHINDERN?

Liebe Leser
Liebe Brüder und Schwestern
Dies ist ohne Zweifel die Existenzfrage der Organisation. Mit ihr steht oder fällt die Glaubwürdigkeit nicht nur vor den Mitmenschen, sondern in der eigenen Familie, vor den eigenen Kindern. Das "geteilte Haus" würde aufhören zu bestehen. Kinder würden nicht mehr dem WTG-Blutkult geopfert werden. Zwischenmenschliche Beziehungen würden nicht mehr verfeindet werden. Menschen guten Willens und die Herzen der Arglosen würden nicht mehr getäuscht werden. Christsein würde von haltlosem Endzeitglauben frei werden! CV wird sich in Kürze mit dieser Existenzfrage der WTG beschäftigen und sie beantworten. Haltet euch auf dem laufenden.
Möge auch diese CV-Ausgabe weite Verbreitung und Aufmerksamkeit finden und vielen zum Segen sein.
In christlicher Verbundenheit
Eure Brüder und Schwestern,
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
CV-Leitung Gera/Thür.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------
"Christliche Verantwortung"; Monatsschrift der Studiengruppe Christliche Verantwortung. Herausgeber: Wolfgang Daum, DDR 65 Gera, Otto-Dix-Straße 6, Preis: M 0,20, Jahresabonnement M 2,-. Versand auch kostenlos.
Neue Konto-Nr.: 4564-30-1952 Bank für Handel und Gewerbe

A 5150/78 V 7 1 1562

ZurIndexseite