Kommentare zu den eingescannten CV-Ausgaben
CV 105
"Die WTG spekuliert jetzt eindeutig auf die Opfer der 'Industriegesellschaft' und ihrer Krisen, auf die, die da 'abschalten', weil sie nichts mehr mitkommen. Sie gilt es aufzufangen, unter ihnen soll 'gefischt' und 'gejagt' werden, um neue Generation Gutgläubiger zu gewinnen, wenn das Ende nun weiter verschoben wird. Unverschuldete und durch äußere Verhältnisse verursachte Unwissenheit oder mangelhafte Bildung ist keine Schande, sondern eher ein Ansporn, dies zu überwinden. Die WTG aber hält durch ihre Predigten gegen jede höhere Bildung bewußt und absichtlich auf einem mangelhaft gebildeten Niveau. Ihre Endzeitverkündigung gehört genau in diese Welt der Vereinfachung, des Naiven, ja Primitiven, der Flucht aus der Verantwortung in Scheinlösungen einer 'heilen Welt'".

Mit diesen Worten versucht die CV in dieser Ausgabe den Tatbestand zu kommentieren, dass trotz dem 1975-Desaster, diese Organisation weiterbesteht. Ein seltener Lichtblick mag man dazu nur sagen. Dennoch nur der halbe Schritt. Vorstehend gesagtes sollte ja nur für die westlichen Länder zutreffend sein. Im "heiligen Osten" hätte die Religion angeblich keine sozialen Wurzeln mehr.
Wer's "glaubt" wird selig!


 

CV CHRISTLICHE VERANTWORTUNG

Informationen zu christlichem Wandel und vermehrtem Verständnisvermögen
- 1. Thess. 4:12,1. Kor. 14:20 -
Begründet 1959 von Willy Müller, GD, Gera/Thür., DDR

DER ZWECK DIESER ZEITSCHRIFT
ist freie, christlich und menschlich verantwortungsbewußte Information zu Verkündigung und Organisation der Zeugen Jehovas und ihrer Leitenden Körperschaft, der Wachtturm-, Bibel- und Traktat-Gesellschaft, (WTG) und WTG-bedingten Konfliktlage der Zeugen Jehovas in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung. Die Vielseitigkeit der Darlegungen in CV widerspiegelt diese Situation und weist Wege zu ihrer Lösung. -
Wir rufen zur Mitverantwortung und Mitarbeit.

Nr. 105 Gera April 1978

ÜBERPRÜFUNG DER EIGENEN GLAUBWÜRDIGKEIT WEGEN ENDZEITLICHER 1975-FALSCHVERKÜNDIGUNG UND SOZIALER HERAUSFORDERUNG HEUTE AN ALLE CHRISTEN IST UNVERMEIDLICH

Liebe Leser,
Liebe Brüder und Schwestern!
Wir sind sehr zuversichtlich, daß jeder Aufrichtige diese CV-Ausgabe mit großem Interesse .lesen wird, wenn er den Inhalt überblickt, wie jeder andere auch, der sich, in der WTG-Frage weiter informieren will. Es ist nicht wahr, die Christen sind nicht "über die Nationen und über die, Königreiche" bestellt wie die WTG jedem mit dem Jahrestext 1978 (1/78) in unchristlicher Weise in den Kopf zu setzen versucht, alttestamentalisch-vorchristliche Prophetenaufträge für heute umfälschend, Christen haben sich nicht über die Nationen aufzuschwingen, sondern sie halben demütig und bescheiden in der Zerstreuung unter ihnen zu leben.

Wer sich ein derartiges Propheten- und Wächteramt heute über seine Mitmenschen anmaßt, wird schmerzlichen Entwicklungsprozessen nicht entgehen können. Für die WTG und ihr Werk und für die, die ihr bedenkenlos folgen, ist die Zeit herbeigekommen. Sowohl durch ihre eigene Weltendefalschverkündigung mit 1975 als jüngstem Terminfiasko, wie auch durch die soziale Herausforderung unserer gesellschaftlichen Entwicklung an alle Christen, die zur Überprüfung der tatsächlichen Verantwortung vor Gott und den Menschen zwingt, zur Überprüfung der eigenen Glaubwürdigkeit.

Jeder wird erkennen, daß in dieser CV-Ausgabe wieder sehr wichtige und wesentliche Anregungen, ja Anstöße, gegeben werden, um im Zusammenhang mit der WTG und ihrer Wirksamkeit unter den Christen insbesondere zu richtigen Erkenntnissen und Entscheidungen zu kommen.
Vergewissert euch über alle Dinge haltet fest an dem, was recht ist
1. Thess. 5:21 NW
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Wir lesen in dieser Ausgabe:
Sonderbericht:
Es kommt jetzt nach 1975 mit dem Werk der WTG alles so, wie es in CV seit 1976 vorausgesagt wurde!
Beratung mit der leitenden Körperschaft der WTG vom 7. bis 11. November 1977 im Bethel Wiesbaden!
Zum Studienartikel WT 24/3:
„Kann man in einem geteilten Haus glücklich sein?"
Wenn sie ihr Kind nun mit den Schlaftabletten getötet hätte, nur um es nicht mit dem Vater zum Weihnachtsmarkt zu lassen?
Was man über das neue Buch, „Die herannahende Weltregierung Gottes Königreich", wissen muß (2)
Ein weiterer Bericht aus Jarmen, einer kleinen Stadt in Mecklenburg
Blick über den Zaun zu den anderen Mitchristen
"Den getrennten Brüdern mit Achtung begegnen." Es gibt dazu nach 1975 keine Alternative
Vorschau: Was bedeutet das Gespräch des Vorsitzenden des Staatsrates E. Honecker am 6. März 1978 mit der ev. Kirchenleitung auch für alle anderen Christen?
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Sonderbericht
ES KOMMT JETZT NACH 1975 ALLES SO MIT DEM WERK DER WTG, WIE ES IN CV SEIT 1967 VORAUSGESAGT WURDE!
Beratung mit der leitenden Körperschaft der WTG vom 7. bis 11. November 1977 im Bethel Wiesbaden. Wie geht es weiter?
Verkündiger weitgehend in Unwissenheit gehalten
In der Zeit vom 7. bis 11. November 1977 fand im Bethel Wiesbaden eine besondere Zusammenkunft statt, an der Brüder aus 17 Ländern teilnahmen, um über Druckerei und Buchbinderangelegenheiten zu sprechen. An dieser Besprechung nahmen auch Glieder der leitenden Körperschaft teil, die dann nach der Zusammenkunft einigen europäischen Ländern einen Besuch als Zonenaufseher abstatteten. Einer dieser Brüder, Lloyd Barry, diente in der Bundesrepublik Deutschland vom 14. bis 19. November als Zonenaufseher.

In Verbindung Brüder der leitenden Körperschaft fanden in einigen Städten besondere Zusammenkünfte statt. Die Versammlungen die unter Berücksichtigung der Platzverhältnisse in den jeweiligen Hallen eingeladen wurden, erfuhren nähere Einzelheiten.
In II/78 werden die „lieben Königreichsverkündiger" unter „Wir hörten auch" zusätzlich lediglich mit den Bemerkungen abgespeist, daß dabei „auch die modernsten Arbeitsverfahren für Büro, Druck und Versand zur Sprache kamen", und daß im Büro Brooklyn ein „Geschäftscomputer" eingesetzt worden sei, der in, 9 Stunden das mache, was früher nur in 18 Tagen erledigt werden konnte. Dadurch würden alle Aufträge in den USA nun täglich erledigt werden.

Es ging nicht nur um Druckerei- .und Buchbinderangelegenheiten. Es war eine Zusammenkunft für ganz Westeuropa in Wiesbaden, dessen Zweigbüro damit zum westeuropäischen Hauptzentrum wurde, um das Werk in Europa nunmehr endgültig auf den Kurs festzulegen, der in Brooklyn für die Zukunft nach 1975 beschlossen wurde. Wir werden dies sehen.

Was wurde in CV seit 1967 vorausgesagt?
Seit 1966/67 ließ die WTG bekanntlich weltweit verkündigen, Mitte der siebziger Jahre, 1975, sei die Vernichtung „dieser Welt" vollzogen und es beginne die Tausendjahrherrschaft Christi auf Erden. In CV wurde von Anfang an dazu erklärt, daß dies eine Irrlehre und falsche Prophezeiung ist. Es wurde gesagt, daß die WTG wie nach den Weltendeirrlehren von 1914 und 1925 weitermachen wird. Es wurde gesagt, daß sie alles erneut umdeuten und in weitere Generation verschieben wird. Es wurde gesagt, daß diese Weltendeverkündigung unglaubwürdig und haltlos ist, daß alles in den Abgrund gehen muß, wenn diese Unglaubwürdigkeit zum Bewußtsein kommt. Bei vielen ist das inzwischen eingetreten. Die WTG wurde mit dem Passagierdampfer „Titanic" verglichen, der von der Schiffsleitung mit begeisternder Bordmusik für die Passagiere unvermindert mit Volldampf dahingejagt wurde, obwohl man wußte, daß das Schiff tödlich angeschlagen ist und über kurz oder lang untergehen muß! Man weiß in Brooklyn, daß man das Werk in der Tat über dem Abgrund endzeitlicher Unglaubwürdigkeit und Haltlosigkeit weiter dahinjagt, denn bald nach dem CV-Vergleich mit der „Titanic" griff der WT diesen Vergleich auf, um ihn wie einen Spieß herumzudrehen!

Wer die CV-Veröffentlichungen seit 1967 zur 1975-Verkündigung der WTG heute nachliest, und wer dann vergleicht, was die WTG nach 1975 tut, um alle in Begeisterung und Hochstimmung zu halten und von der Haltlosigkeit der Endzeitverkündigung abzulenken, der erkennt, wie recht CV gehabt hat! Die „besondere Zusammenkunft" im November 1977 in Wiesbaden ist ein neuer Höhepunkt der WT-„Bordmusik" für die Fahrt in den Abgrund endzeitlicher Haltlosigkeit und Unglaubwürdigkeit.

WTG-Zonenaufseher Lloyd Barry in Westberlin
Einer unserer CV-Mitverbundenen in Westberlin nahm an dem Zusammenkommen teil, das Lloyd Barry als Mitglied der leitenden Körperschaft und WTG-Zonenaufseher in Westberlin durchführte. Natürlich schrieb er hierüber für CV, sowohl was die Wiesbaden-Zusammenkunft betrifft, wie anderweitig, hinzu kommen Mitteilungen aus den anderen Städten.

Überall, wo Lloyd Barry vor den zugelassenen Versammlungen sprach, wiederholte er mehr oder weniger die gleichen „begeisternden" Beispiele von Standhaftigkeit für die WT-Lehren in verschiedenen Ländern und über Verkündigungserfolge „außergewöhnlicher" Art. Zum Beispiel, wie in Japan ein atheistischer Professor in wenigen Wochen und auch ein drei Zentner schwerer Samurai-Ringer getauft bzw. gewonnen wurden. Von einem Mitglied der leitenden Körperschaft hatten die Geschwister allerdings mehr erwartet als bloße Erfahrungen, die man ohnehin im WT und Jahrbuch lesen kann. Kritische Bemerkungen gab es besonders hinsichtlich des Glaubensniveaus von Lloyd Barry, wenn er immer wieder die „Erfahrung" anbrachte, wie eine 80jährige Verkündigerin in Japan und ein junger Bruder mit dem Motorrad auf dem Glatteis ins Rutschen kamen und stürzten und die alte Schwester gesagt habe, das wäre der Satan gewesen, der sie am Verkündigen hindern wollte. Ein Mitglied der leitenden Körperschaft könne nicht solchen Aberglauben verbreiten, ein Verkehrsunfall auf dem Glatteis kann jahreszeitbedingt jedem passieren und hat weder mit Gott noch dem Teufel etwas zu tun.

Das Auftreten der Zonenaufseher vor den Verkündigern hatte hauptsächlich den Zweck, weniger der WTG in die Karten gucken zu lassen, als vielmehr Hochstimmung und Begeisterung zu entfachen, damit alle auf dem WT-Schiff jauchzend weiterfahren, ohne groß nach dem Ende zu fragen. Sie sotten lieber an die Ewigkeit denken.

Was sich wirklich in Brooklyn abspielt
Die Arbeit in den WTG-Druckereien wird sich radikal verändern. Die WTG ist von der gegenwärtigen Rationalisierung und Konzentrierung im kapitalistischen Presse- und Druckereiwesen erfaßt, was zeigt, daß sie dem ökonomisch völlig ausgeliefert ist. Es wurde in Wiesbaden bekanntgegeben, daß der Druck der gesamten „geistigen Speise" in etwa vier Jahren gänzlich auf Computer-Methodik umgestellt wird. Die. größte kapitalistische Computer-Firma der Welt übernimmt die in Brooklyn zusammengestellte „geistige Speise" und füttert sie in ihren Computer, der sie automatisch in über 100 Sprachen der Welt gleichzeitig übersetzt und dann wieder „ausspuckt". Einige Brüder, die fachlich das Computereinfüttern verstehen, werden dabei mitmachen können. Ansonsten liegt alles in der Hand dieser weltlichen Großfirma, die natürlich von der WTG dafür bezahlt wird. Die WTG hat in dieser Frage dann nur nach die Zahlungsverpflichtung, die die Verkündiger durch den Schriftenumsatz sichern müssen.

Diese größte kapitalistische Computerfirma der Welt arbeitet speziell für die WTG, will speziell durch die WTG-Verkündigung verdienen. Die Zusammenarbeit beruht darauf, daß die WTG selbst die einzige Firma ist, die gleichzeitig in über 100 Sprachen Schriften herausbringt und auch risikolos umsetzt, da die Verkündiger persönlich für die Bezahlung garantieren, ob sie sie los werden oder nicht.

Die Hauptfrage, die dazu in Wiesbaden gestellt wurde
Wenn es in etwa vier Jahren erst soweit ist, daß alles auf Computer umgestellt ist, dann beginnt in etwa vier Jahren erst dieser neue Massenausstoß an WTG-Schriften. Das wäre etwa 1982! Keine kapitalistische Firma würde das übernehmen, wenn die WTG ihr nicht klarmachen könnte und würde, daß das für diese Firma ein zukunftsträchtiges Geschäft ist. So ist zwischen der WTG und dieser weltlichen Firma ohne Zweifel geklärt, daß sie keine Angst vor einem Weltende zu haben braucht, daß dies nur zum ständigen „Ansporn" für die Verkündiger gepredigt wird.

So wurde umgehend in Wiesbaden auch die Frage gestellt, ob diese Zusammenarbeit mit der weltlichen Großfirma nicht bedeutet, daß die WTG selbst überhaupt nicht an ein nahes Weltende glaubt, daß sie überhaupt nicht an ein Weltende glaubt. Es wurde die gleiche ausweichende Antwort gegeben, wie 1945 auf dem Kongreß in Zürich, Schweiz, als das Ende damals um weitere 10 bis 20 Jahre verschoben wurde. Es hieß damals, daß dies nicht heiße, daß es wirklich so sein wird. 1955 kam. 1965 kam. Auch 1975 kam. Es war alles Schwindel. Die jetzige alles und nichts sagende Antwort ist, natürlich heiße das nicht, daß die WTG nicht daran glaube, daß das Ende in etwa 4 Jahren kommt. Warum dann mit weltlichen Firmen Pläne vereinbart werden und Geschäftsabschlüsse bezüglich der „geistigen Speise", die nicht nur das siebente Jahrzehnt, in dem unter allen Umständen das Ende kommen sollte, vergessen machen, sondern sie erst in den achtziger Jahren wirksam werden? Brooklyn antwortet, David habe in seinem Kampf gegen Goliath auch nur einen Kieselstein gebraucht, aber fünf gesammelt. Da ist man einfach baff!

Man kann doch nicht einfach Davids fünf Kieselsteine zitieren, um nun nach 1975 erneut die Verwendung der Worte Christi, „diese Generation wird nicht vergehen", aus den Köpfen zu „verscheuchen" und wieder in die nächste Generation zu vertragen! Das paßt doch überhaupt nicht zusammen. Das ist doch reinste Willkür. Für wie arglos, ja einfältig hält die WTG ihre Verkündiger? Meint sie, die würden alles schlucken; wenn es nur immer mit einem verblüffend wirkenden Bibelvers versehen ist? Man mißbraucht die Bibel, wie es gerade paßt, um eine Generation Argloser nach der anderen zu täuschen.

WTG-Strategie nach 1975
Es wird folgendes erkennbar, ausgehend von den Verhältnissen in den Hauptländern, von wo das Werk seinen Ausgang nimmt. Die Zahl der Menschen, die durch Wirtschaftskrisen Finanzkrisen, Bildungsmisere und Arbeitslosigkeit in ihrer Existenz verunsichert, bedroht und entwurzelt werden, bedeutet ein ständig zunehmendes Heer von materiell und geistig Benachteiligten, an den Strand Geworfenen, Niedergedrückten und Niedergehaltenen. Der "kleine Mann", die Zahl der "einfachen Leute", für die die hochindustrialisierte, hochtechnisierten, hochspezialisierten und hochorganisierten und scheinbar gerade deswegen existenzbedrohlichen Verhältnisse undurchschaubar, unverständlich und intellektuell nicht zu verkraften sind, und die deswegen "abschalten", nimmt zu. Andererseits wächst damit auch die "Gefahr" des Suchens nach einem vielleicht revolutionären Ausweg. Weitgehend setzt in den so betroffenen Kreisen jedoch eine geistige Gegenbewegung ein - natürlich nicht von allein - der "Ausweg" in eine "heile Welt" der Vereinfachung, des Primitiven und Naiven, wo alle Probleme gelöst scheinen, ohne eigenes Zutun gelöst werden bzw. ohne eigene letzte Verantwortung und Mitverantwortung, eine Art "ohne mich"-Haltung. Die „Blumenkinder" der Jesus-Bewegung in den USA und anderen Ländern veranschaulichten das. Desgleichen das Aufleben der „Jugendreligionen" aus z. T. fernöstlichen indischen Heilslehren, wie auch fundamentalistische Vereinfachungen oder Synkretismen, wie mit der „Mun"-Sekte aus Südkorea.

Die WTG spekuliert jetzt eindeutig auf die Opfer der "Industriegesellschaft" und ihrer Krisen, auf die, die da „abschalten", weil sie nichts mehr mitkommen. Sie gilt es aufzufangen, unter ihnen soll „gefischt" und „gejagt" werden, um neue Generation Gutgläubiger zu gewinnen, wenn das Ende nun weiter verschoben wird. Unverschuldete und durch äußere Verhältnisse verursachte Unwissenheit oder mangelhafte Bildung ist keine Schande, sondern eher ein Ansporn, dies zu überwinden. Die WTG aber hält durch ihre Predigten gegen jede höhere Bildung bewußt und absichtlich auf einem mangelhaft gebildeten Niveau. Ihre Endzeitverkündigung gehört genau in diese Welt der Vereinfachung, des Naiven , ja Primitiven, der Flucht aus der Verantwortung in Scheinlösungen einer „heilen Welt".

Die Illusion des „geistigen Paradieses", das simple abergläubische Niveau eines Lloyd Barry, die unmögliche Verkündigung, alle Regierungen sollen ihre Macht an Christus im Himmel abtreten, die Ungereimtheit, politische Wahlen auf Erden abzulehnen, weil Christus im Himmel zuständig sei, die Predigt, „Weltverbesserung" sei unchristlich, die Verteufelung aller Andersdenkenden, Andersglaubenden, der antikommunistische Haß zur Verhinderung jeder Verständigung, ja jedes Gespräches, die Schwarzmalerei aller gesellschaftlichen Verhältnisse, das „endzeitliche" Hinhalten immer nur „dieser Generation" seit dem ersten Endzeittermin von 1799 (!) schon, das alles und noch vieles andere mehr dokumentiert dieses WTG-Wirken im Bereich des Vereinfachen, Primitiven, Naiven. Zuviele sind es, und die kapitalistischen Krisen werfen immer neue an den Strand, die nicht mitgenommen werden, die sich nicht mehr mitgenommen fühlen, die nicht mehr mitkommen. Hier sieht die WTG ihre Chance und ihre Zukunft, eine neue Generation Gutgläubiger zu finden. Hier aber liegt auch ihre antirevolutionäre und antikommunistische Aufgabenstellung, die die in ihren Untergrundanweisungen I/78 erneut dokumentiert mit der Warnung davor, „revolutionäre Bewegungen zu unterstützen oder an solchen teilzunehmen".

Was bedeutet die jetzige WTG-Zusammenarbeit mit der größten Computer-Firma der Welt?
Es bedeutet, daß vom nächsten Jahrzehnt ab die ganze internationale WT-Verkündigung in ihren vielen Sprachen von den Geschäftsinteressen dieser kapitalistischen Computer-Firma abhängig geworden ist. Das muß man einmal durchdenken! Diese Interessenvereinbarung beweist, daß „oben" in der WTG überhaupt nicht an ein Weltende geglaubt wurde und wird! Daß der ständige Weltende-Ansporn nur Mittel zum Zweck ist, die „Bordmusik" für die Titanic-Fahrt der WTG über dem Abgrund ihrer endzeitlichen Unglaubwürdigkeit und Haltlosigkeit. Es bedeutet schließlich, daß CV Recht hatte, wenn seit 1967 darin gesagt wurde, daß 1975 eine Weltendeirrlehre ist und die WTG nach 1975 alles erneut weiter in die Zukunft verschieben wird! Nun sehen wir es!

Eine Aufgabe für alle Verkündiger: Wie heißt die größte kapitalistische Computer-Firma der, Welt, mit der, die WTG nunmehr für die Zukunft zusammenarbeitet?
K. O.

Auseinandersetzung mit dem vorgegebenen Studienartikel
"KANN MAN IN EINEM GETEILTEN HAUS GLÜCKLICH SEIN"
Lehrstück WT 24/3
Zur Lage in den Studiengruppen
Wir alle wissen, welche Familienprobleme es in unseren Gruppen gibt. Dieser Tatbestand war Anlaß, obige Thematik auch den Kongressen des Jahres 1977 als Hauptthema zuzuordnen. Es war nicht mehr möglich, dieser Thematik als angeblich nicht vorhanden auszuweichen. Nun wird in diesem Monat wiederum dieses Thema in den Vordergrund gestellt. Trotz der weltweit behandelten Themenstellung "Hilfestellung bei der Lösung von Familienproblemen" treten diese immer stärker auf. Das kann doch nur bedeuten, daß das Ziel mit diesem weltweiten „Bemühen" um Hilfe keine Früchte getragen hat. Im Gegenteil, daß die Verhältnisse sich noch zugespitzt haben. Woran kann das liegen?

Es wäre noch verständlich, wenn sich die Probleme um die Familie im weltlichen Bereich mehren würden. Aber sollte Jehova sein auserwähltes Volk nicht unterstützen, wenn sie nach seinem Rat handeln? Und liegt der Wille nicht vor? Woran kann es liegen, daß das Gegenteil eintritt? Der biblische Rat ist weise, und weshalb sollte es mit Jehovas Hilfe nicht möglich sein, die biblischen Grundsätze in die Tat umzusetzen? Und damit geistigen Wohlstand zu erreichen? Dabei mehren sich die Familienprobleme. Also kann es, da es keinen Segen und keine Unterstützung gibt, nicht Jehovas Rat sein, den die Organisation gibt. Wieso? Es steht doch in der Bibel, was wir tun müssen.

Steht es wirklich so in der Bibel?
Steht es wirklich in der Bibel? Steht es wirklich so in der Bibel, wie es gelehrt wird? Diese Frage muß nun eindeutig mit nein beantwortet werden! Kehren wir zur Beweisführung zu unserem Lehrstück zurück.

Gleich im ersten Abschnitt, erster Satz, wird bewußt ein entscheidender Sachverhalt falsch dargestellt. Eine Bibelstelle wird aus dem Zusammenhang genommen, um der WT-Lehre zu dienen. Im ersten Abschnitt heißt es: „Die Botschaft der Wahrheit, das Wort Gottes, wirkt wie ein Schwert", und dabei wird auf Matthäus Kapitel 10:34-36 hingewiesen. Weiter wird im Hinblick auf diese Bibelstelle ausgeführt, daß Jesus also vorausgesagt habe, daß diese Probleme auftauchen müßten.

Schlagen wir jedoch diese Bibelstelle auf und lesen selbst nach. Nachdem wir Vers 34-42 nachgelesen haben, stellen wir fest, daß in diesem Bibeltext nicht gesagt wird, daß die Botschaft der Wahrheit wie ein Schwert wirkt. Davon steht überhaupt nichts in diesem Kapitel. Wir lesen nur, daß wir nicht denken sollen, Jesus Christus wäre gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Aber weiter heißt es doch eindeutig und unmißverständlich im Vers 37, „Wer Vater und Mutter, mehr liebt als mich, der ist mein nicht wert." Und in Vers 38: „Wer nicht sein Joch auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert." Mit diesen Bibeltexten wird doch aber nur darauf hingewiesen, daß wir Jesus Christus allem in unserem Leben voranstellen sollen. Das ist doch der Haupttenor! Es gibt keinen biblischen Hinweis, daß diese Bibelstellen so, wie die WT-Leitung es möchte, ausgelegt werden können. Auch Lukas 14 Vers 26 zeigt eindeutig, daß diese Bibelstelle nicht so ausgelegt werden kann, wo es heißt: „So jemand zu mir kommt und hasset nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein."

Wenn die WTG-Gesellschaft diese Bibelstellen als Beweis auslegt, daß diese Familienprobleme in den Gruppen auftreten müssen, so widerspricht sie sich selbst. Könnte denn Jesus Christus anweisen, daß alle ihre Familien, ihre Brüder und Schwestern hassen sollten? Könnte das wörtlich so gemeint sein? Nein! Im Gegenteil. Nach Galater 5:22 sollen wir an erster Stelle Liebe als eine, Frucht des Geistes hervorbringen. Auf die Familie bezogen heißt es für alle Menschen in Eph. 5:33: „Jeder von euch liebe seine Frau wie er sich selber liebe". Wozu also diese Verdrehung? Wozu die Verdrehung der Worte Jesu?

Warum nehmen die Probleme der Organisation zu?
Nun, in den Lehrstücken wird der Eindruck erweckt, als werde auf die Beachtung des Wortes Gottes hingewiesen. In Wirklichkeit geht es aber nur darum, kompromißlos die Verhaltenslehren der WT-Gesellschaft zu beachten. Darin liegt das Unvermögen der Aushilfe und die Ursache der Zunahme der Probleme. Nur deshalb ist es nicht möglich, die Probleme zu lösen, so daß sie sich mehren. Es ruht nämlich kein Segen auf diesen Lehren. Sie sind keine Lösung. Sie sind vielmehr Verdrehung, eine Falschanwendung von Worten Jesu, um von der eigenen Schuld ihrer Mehrung abzulenken. Da muß Gott seinen Segen versagen. Denn die WT-Gesellschaft drängt praktisch auf Verhaltensweisen, die gar nicht christlich sind sondern z. T. sogar unmenschlich. So der bekannte Blutkult mit seinen Menschenopfern, die Verhinderung der persönlichen und beruflichen Entwicklung, die Verhinderung praktischer Hilfe für Menschen, die nicht, oder zeitweilig nur nicht, der Organisation angehören. Jahrzehntelang wird die Methode praktiziert, jedem durch das WT-Studium das selbständige kritische Denken abzugewöhnen. Jede echte Diskussion wird ausgeschaltet. Jegliche kritische Fragestellung wird unterbunden, etwa danach, ob sich ihr Machtanspruch und ihre Verhaltensvorschriften mit den christlichen Grundsätzen decken.

Wenn sie ihr Kind mit Schlaftabletten nun getötet hätte? Rat, der überhaupt kein Rat ist!
Gehen wir nun weiter im Lehrstück und erkennen, wie geschickt vorgegangen wird. Welcher Rat wird gegeben, wenn ein andersdenkender Ehemann seine Frau abzuhalten versucht, die Kinder im WT-Sinne zu erziehen? In Abschnitt 5/6 S. 754,755 wird ausgeführt, daß die Frau selbstverständlich alles tun solle, um ihrem Mann die Vorteile solcher Erziehung vor Augen zu führen. Wenn er aber unnachgiebig bleibt, soll die Frau mit Unterscheidungsvermögen und Verständnis vorgehen, um die Kinder doch im WT-Sinne zu erziehen. Nun, das ist doch überhaupt kein Rat, Es wird alles geschickt offengelassen, umgangen. Denn was heißt hier Unterscheidungsvermögen? Es kann alles heißen, ohne WT-Gesellschaft für eventuelle Folgen und Resultate einzustehen brauchte.

Hier ein Beispiel. Eine WT-Schwester versuchte ihren andersdenkenden Mann (er war gegen die WT-Lehren) vom Besuch auf dem Weihnachtsmarkt abzuhalten, den er mit seinem dreijährigen Sohn machen wollte. Da alle WT-Argumente den Mann nicht von seinem Vorhaben abbringen konnte, verabreichte sie ihrem Kind einfach Schlaftabletten, so daß es unterwegs einschlafen mußte und so der ganze Weihnachtsmarktbesuch verhindert wurde. Im Falle eines gefährlichen Ausganges dieser List hätte sich die WT-Gesellschaft sofort von dieser Handlungsweise distanziert. So aber können diese List und Tücke als „Erfahrung" weitergegeben werden.

Worin liegt die eigentliche Problematik im „geteilten Haus"? Tausende christlicher Partner leben mit andersdenkenden zusammen, ohne daß daraus ernsthafte Probleme entstehen. Der Andersdenkende stößt sich am allerwenigsten am christlichen Glauben. Natürlich mag es auch das geben. Aber ursächlich ist doch der Alleinvertretungsanspruch, den die WT Gesellschaft mit ihren Vorschriften geltend macht. Da nun entscheidende Vorschriften der christlichen Lehre in Wahrheit widersprechen, werden sich die Probleme, die sich mit der falschen Endzeitprophetie von 1975 unlösbar zugespitzt haben, weiter verstärken.
Werdet freie Christen

Wir hoffen, wieder einige besondere Argumente und Anregungen gegeben zu haben, um zu helfen. Mögen sich alle aufrichtigen Zeugen Jehovas von der Wachtturmgesellschaft freimachen, um freie Christen zu werden und in Zukunft nicht mehr falsche Prophezeiungen glauben und verkündigen zu müssen.
U. B.

WAS MAN ÜBER DAS BUCH „DIE HERANNAHENDE WELTREGIERUNG GOTTES KÖNIGREICH" WISSEN MUSS (2)
Jeder trägt persönlich die Verantwortung
Wir haben dieses 1977-WTG-Buch im Lichte des vorgerückten Jahres 1977, nun 1978, auf Vertretbarkeit und Verantwortbarkeit geprüft. Nachfolgend führen wir weitere verantwortungslose und haltlose Stellen dieses Buches vor Augen. Möge dies allen helfen, denen die WTG dieses Buch in die Hand drücken mag, um damit unter die Mitmenschen zu gehen. Möge es darüber hinaus auch denen helfen, die mit diesem Buch angesprochen werden.

Zur endzeitlichen 1914-Berechnung
Auf Seite 85 wird die 1914-Berechnung vorgeführt. Bekanntlich kommt die WTG auf 1914, indem sie 2520 errechnete Tage einfach zu 2520 Jahren umdeutet, ab 607 v. Chr. gezählt. Es wird einfach Hesekiel 4:6 herbeigeholt, wo in ganz anderem Zusammenhang „ein Tag für ein Jahr" gesetzt ist, nämlich eine dem Hesekiel gebotene Demonstration, weil er unmöglich 390 Jahre lang den Häusern Israel und Juda persönlich etwas vorführen konnte. Mit welchem Recht bezieht die WTG das auf ihre 1914-Berechnung? Sie tut das in eigener Machtvollkommenheit! Dafür gibt es keine biblische Begründung! So kann man jede Tageszahl in eine Jahresanzahl umdeuten, wie man es braucht! Erkennt denn niemand diese Willkür? Wenn in Kürze die Jahreszahl 1914 haltlos geworden ist, weil die „Millionen" von 1914, die „niemals sterben" sollten, „vergangen" sind, wird auch dem letzten Verkündiger klar sein, was für eine fundamentale Weltendeirrlehre er hier verkündigt hat!

Das ist doch ein grotesker weltpolitischer Bluff!
„Es war ein verfluchtes Jahr, aber auch ein gesegnetes Jahr, das Jahr 1914 .. . damals in den heiligen Himmeln - unsichtbar für Menschenaugen - von dem Schöpfer des Himmels und der Erde, eine mächtige Regierung eingesetzt … Die Nationen weigerten sich jedoch, diese Tatsache anzuerkennen" (S. 89, Abs. 1, 2). Bekanntlich soll Christus diese "mächtige Regierung" seit 1914 „in den heiligen Himmeln" verkörpern. Und weil alle Menschen oder die Nationen sich seit 1914 geweigert haben, ihn anzuerkennen und ihre Macht an, ihn abzutreten, würden sie nun vernichtet. Frage doch einmal in Brooklyn an, wie denn alle Regierungen ab 1914 ihre Macht an Christus im Himmel hätten abtreten sollen! Hätte dann die WTG-Führung in Brooklyn die obrigkeitliche Gewalt in allen Nationen übernommen? Sind nicht die Regierungen aber die rechtmäßigen Obrigkeiten von Gott? Wie kann man sie da auffordern, bei Strafe ihrer Vernichtung ihre obrigkeitliche Macht an Christus seit 1914 in den Himmel abzutreten? Ist das nicht ein grotesker religiös-politischer Unsinn und Bluff? Macht sich nicht jeder erwachsene Mensch lächerlich, der so etwas predigt? Soll man die Regierungen zum Narren halten? Wie sollte denn eine Regierung mit ihren ganzen Ministeriumsgliedern usw. solchen Machtabtritt an Christus im Himmel durchführen! Man muß ja Jehovas Zeugen hier für nicht ganz normal halten! Das ist doch schon längst keine "biblische Torheit" mehr!

Zwei Hauptgründe für diesen selbst auf Kongressen immer wieder vorgetragenen Unsinn treten hervor. Die WTG will, daß Jehovas Zeugen in den Augen ihrer Mitmenschen Toren sein sollen, von ihnen nicht ernst genommen, sondern eher verspottet, auf daß sie bei der WTG bleiben müssen, in ihrer Organisation! So kann sie dann mit der "biblischen Torheit" kommen, als ab es nur biblisch wäre, was ihnen widerfährt. Die Kehrseite ist, daß durch diese Machtabtrittsverkündigung das Gefühl sozialpolitischer Mitverantwortung unter einfachen, gerechtigkeitsliebenden Menschen verhindert wird. Frage dich, wem das nun dient.

Daniel 11 nun antikommunistisch und antisowjetisch
Sie können diese Politik nicht lassen
Als ob es nie anders gewesen wäre, erklärt die WTG, der „Nordkönig" in Daniel 11 sei die „kommunistische, totalitäre Nationengruppe" (S. 121). Es ist hier nicht erforderlich, die gesamte Skala der antisowjetischen und antikommunistischen Verleumdungen und Schmähungen, die ganze politische Hetze dieser Art aufzuzeigen, mit der die WTG aufwartet, um diese „Neudeutung" zu „begründen". Der gegenwärtige Stand der Dinge ist nun, daß es allein Sozialismus und seit der Oktober-Revolution von 1917 seien, was in Daniel 11 mit dem furchtbaren „König des Nordens" gemeint sei. Daß die WTG im Namen Gottes früheren „vergangenen" Generationen schon Kaiser Napoleon von 1799 und später Hitler als ausschließlichen und „endgültigen König des Nordens" gepredigt hat, wird ohne jeden Skrupel verschwiegen. So wird die Geschichte der WTG-Bibeldeutungen laufend "frisiert", das heißt gefälscht.

Täuschung der Öffentlichkeit in der Kriegsdienstfrage
Es heißt auf Seite 131 wie selbstverständlich: "… die Internationalen Bibelforscher, die aus Gewissensgründen den Kriegsdienst verweigerten …" Wer das so liest, glaubt: Oh die Bibelforscher oder Zeugen Jehovas sind ja sogar Kriegsdienstverweigerer! Auch das ist eine Verfälschung der Geschichte der Organisation, ein falscher Eindruck in der Öffentlichkeit, eine Täuschung der Herzen der Arglosen. Dies sind die der WTG wohlbekannten Tatsachen: Im ersten Weltkrieg leisteten die Bibelforscher sehr wohl Kriegsdienst. Im Wachtturm wurden sogar „Briefe an die Brüder im Felde" veröffentlicht! Im zweiten Weltkrieg ordnete die WTG an, daß in der Schweiz die Kriegsdienstverweigerung aufgegeben und der Kriegsdienst in den Reihen der Schweizer Armee angetreten wurde!

Frage dich doch endlich: Wie sollen die Regierungen ihre Macht seit 1914 in den Himmel abtreten?
"Nicht nur die Vereinigten Staaten von Amerika und das Britische Commonwealth of Nations, sondern auch alle anderen Nationen weigern sich, Gottes messianisches Königreich anzuerkennen" (S. 151). "… seit ihre Pacht für die Weltherrschaft … im Jahre 1914 abgelaufen ist .. . steht (Gott) ihnen gegenüber und prüft ihre Einstellung, ob sie bereit sind, sich der rechtmäßigen messianischen Herrschaft zu unterwerfen … Sie müssen jetzt zwischen nationaler Souveränität und Gottes universeller Souveränität, ausgeübt durch sein messianisches Königreich, entscheiden" (S. 161 f). „Mögen doch die Könige und Führer der Erde Gott jetzt ihre Anerkennung und Ergebenheit zuteil werden lassen! Mögen sie Jehova und Jesus Christus als seinen gesalbten König erkennen und damit in einen wahren Dienst für das Volk treten …" (S. 143).

Das ist doch gotteslästerlicher Unsinn! Die Regierungen sind doch rechtmäßige Obrigkeiten vor Gott! Auch seit und noch 1914 weiterhin! Oder hat die WTG Römer 13:1-7 ausgeschaltet? Sie können doch aus diesen biblischen Gründen ihre Macht und Souveränität gar nicht an Christus abtreten! Wie können denn Jehovas Zeugen in dieser Frage Römer 13 mißachten! Was kann denn die WTG ihnen alles aufschwatzen! Durchdenkt das doch einmal! Die WTG zwingt euch zu verkünden, daß die Regierung einen falschen Dienst am Volke leistet! Das bedeutet doch, wahrer Dienst für das Volk wäre, wenn alle von ihren politischen Ämtern zurücktreten! Und wer sorgt dann für Gesetz und Ordnung, Handel und Wandel, Arbeit und soziale Sicherheit, Volkswirtschaft und Bildung, dafür, daß alle ihr tägliches Brot und Auskommen haben? Die Regierung ist nicht für das Abtreten ihrer Macht an Christus da, sondern dafür, daß sie Staat, Ordnung, Gesetzgebung, Volkswirtschaft und Handel und Wandel für das Volk aufrechterhält! Das ist ihre unabdingbare obrigkeitliche Funktion, vor 1914 und nach 1914, nach Römer 13:1-7, was nach wie vor gilt! Man findet nicht die Worte, um diesen Abtretungsunsinn auch nur hinreichend als das darzustellen, was er ist!
Fortsetzung dieser Buch-Überprüfung folgt
F. F.

DAS IST DIE WAHRHEIT!
DARÜBER SOLLTEN JEHOVAS ZEUGEN EINMAL NACHDENKEN!
Ein weiterer Bericht aus Jarmen in Mecklenburg
Unser Anliegen
Mit unseren Artikeln möchten wir veranlassen, über einige Fragen, Probleme, Behauptungen und Beweise nachzudenken. Oft hängt von einer gründlichen Prüfung sehr viel ab. Denken wir nur einmal an die Autobesitzer. Wenn sie nicht von Zeit zu Zeit den Zustand ihres Autos überprüfen würden, dann würde es für sie katastrophale Folgen haben. Genauso sorgfältig sollten sich auch Christen bei der Prüfung ihrer Glaubenseinstellung verhalten. Es wäre unverantwortlich, leichtgläubig und gedankenlos etwas zu glauben und zu verkündigen, womit man in Wirklichkeit sich selbst und anderen schadet. Es ist unverantwortlich, einfach etwas zu predigen, wovon man nicht genau die Wahrheit weiß. Deshalb befassen wir uns hier mit sehr wichtigen Problemen, vor denen aufrichtige Zeugen Jehovas immer öfter stehen.

UNSER DENKANSTOSS
Die Fragestellung: Warum machen die Bibelausleger der Wachtturmgesellschaft laufend schwerwiegende Auslegefehler?
Diese Frage wird nach 1975 oft und mit Recht gestellt, denn viele vertrauten aufrichtig den Aussagen der Wachtturmgesellschaft, hofften darauf. Andererseits: Jeder wird einfach dazu aufgefordert, den Zeilen des Wachtturmes zu glauben. Die Satzformulierungen sind so geschickt geschrieben, um nach und nach den Eindruck zu machen, daß der Wachtturm d i e Quelle der Wahrheit ist. Mit Rückbesuchen, Heimstudien und WT-Studien wird dem bekanntlich energisch nachgeholfen, eine Nacharbeit, die die in Wirklichkeit vordiktierten Lehren in Fleisch und Blut übergehen lassen soll. Wir sollten uns dieses Vordiktieren einmal näher anschauen.

„Der Wachtturm", 1. Oktober 1973, deutsch, Seite 593/94 sagt: „Um dem Souverän des ganzen Universums zu dienen und ihn zu preisen, muss man mit der Organisation der christlichen Zeugen Jehovas verbunden sein. Wir sollten auch daran denken, daß Jehovas Organisation die einzige Organisation in der ganzen Welt ist, die durch Jehovas heiligen Geist oder seine wirksame Kraft geleitet wird." „Nur für sie ist Gottes heiliges Wort, die Bibel, kein versiegeltes Buch." „So erkannten sie zum Beispiel schon vor langer Zeit, daß die 'bestimmten Zeiten der Nationen', in denen die Nationen ununterbrochen über die Erde herrschen konnten, im Jahre 1914 u. Z. enden würden." „Das kann jenen Bibelforschern nur durch Gottes heiligen Geist solange im Voraus geoffenbart worden sein." (Abs. 4, 5)

Und jetzt kommt der Höhepunkt! In der ironischen Umgangssprache sagt man auch, „und jetzt kommt der Hammer!" Es heißt in Absatz 14: „Wie können wir aber beweisen, daß wir Jehovas Organisation wirklich schätzen? Indem wir zum Beispiel regelmäßig die Bibel und die christlichen Publikationen, die Gott uns durch seine Organisation zukommen läßt, studieren. Wir sollten das nie unterlassen." So fängt man aufrichtige, gläubige Menschen ein, die dann Opfer und Prügelknaben oftmals über Jahrzehnte bleiben, nur weil sie blindlings glauben, was die Wachtturmgesellschaft ihnen vorschreibt.

Die Wahrheit sieht anders aus
Fast 100 Jahre existieren die Wachtturmschreiber schon. Wer sich einmal die Mühe macht und die wichtigsten Voraussagen der Wachtturm-Bibelausleger nachprüft, der wird unweigerlich die Feststellung machen: Solchen Unsinn kann Gott seinem Volke niemals eingeben! Machen wir ganz kurz einen Spaziergang durch den Blätterwald der Wachtturmgesellschaft-Literatur, um zu beweisen, wie geistlos und gotteslästerlich die Auslegungen der WT-Bibelausleger sind.

Eine Auslegung aus dem Jahre 1920:
„Wir haben, wie zuvor dargelegt, überzeugende B e w e i s e d a f ü r, daß die alte Ordnung der Dinge, die alte Welt, zu Ende geht und deshalb gänzlich vergehen wird, daß die neue Ordnung hereinbricht, und das Jahr 1925 Zeuge der Auferstehung der alttestamentlichen Überwinder und des Beginns eines Wiederaufbaues der zertrümmerten Weltordnung sein wird". (Millionen jetzt lebender Menschen werden niemals sterben. S. 103 f, WTG Barmen 1920)

1925 ging nichts von alledem in Erfüllung. Jeder ging seiner täglichen Arbeit nach. Eins erfüllte sich jedoch mit zuverlässiger Genauigkeit: Die WT-Bibelforscher hatten sich zutiefst blamiert. Ein großer Abfall von der Wachtturmgesellschaft war die Folge. Heute möchte man soetwas gern vertuschen. Haben sie wenigstens nachträglich daraus gelernt? Die Beweise sagen: Nein! 50 Jahre später im Jahre 1972, 50 Jahre nach der Falschauslegung von 1920, gibt es wieder solch geistloses Geschwätz, was dann wieder zur Enttäuschung geführt hat: Es hieß in Erwachet vom 9. April 1972, S. 26: „Unsere Generation wird das Ende der gegenwärtigen Ordnung mit ihren streßerzeugenden Problemen erleben. Wir haben sogar berechtigten Grund zu der Hoffnung, daß eine neue von Gott geschaffene Ordnung noch im Laufe des gegenwärtigen Jahrzehntes anbrechen wird."

Im Hinblick auf das 50 Jahre nach 1925 auf 1975 neu festgesetzte Weltende schrieb der Wachtturm vom 1. August 1968, S. 464, Abs. 7: "In der unmittelbaren Zukunft werden sich die Ereignisse überstürzen, denn dieses alte System geht seinem vollständigen Ende entgegen. E s d a u e r t h ö c h s t e n s n o c h e i n p a a r J a h r e, bis sich der letzte Teil der biblischen Prophezeiung über diese 'letzten Tage' erfüllen, und die Menschen, die dann noch am Leben sind, durch die herrliche Tausendjahrherrschaft Christi befreit werden!"

Der letzte Teil der biblischen Prophezeiung über die letzten Tage dieser Welt soll laut WT-Aussage die Schlacht von Harmagedon sein. Harmagedon kam aber 1975 wieder nicht. Was kam, war wieder die große Enttäuschung. Wann werden die Zeugen Jehovas der Wachtturmgesellschaft endlich gescheit? Wann werden die Zeugen Jehovas einsehen, daß man den WT-Propheten nicht mehr ernsthaft glauben kann?

Wann endlich werden sie diese Propheten verachten ob ihrer falschen Verkündigungen und sich von ihnen lossagen, wie es von Gott in 5. Mose 18:20-22 angeordnet ist?

Warum also die WT-Falschauslegungen?
Würde sich die Wachtturmgesellschaft ehrfurchtsvoll vom Geiste Gottes anleiten lassen, dann würde ihre Bibelauslegung zuverlässig sein. Jesus sagte zu seinen Jüngern: "Ich werde den Vater bitten, daß er euch einen Stellvertreter für mich gibt, den Geist der Wahrheit, der für immer bei euch bleibt". Ev. Joh. 14:16 DGN. Die WT-Falschprophezeiungen beweisen, daß die WTG keinen Geist der Wahrheit hat. Sie ist kein Werk Gottes und Christi. Von "immer bei der Wahrheit geblieben", davon kann nicht im entferntesten die Rede sein.

In CV wurde ständig darauf hingewiesen, wie zweideutig die Wachtturmgesellschaft informiert. Aber man glaubte CV nicht, sondern hielt die Brüder für Satansdiener. CV hat seit 1967 bereits vor den Falschauslegungen im Hinblick auf 1975 gewarnt. Aber die wenigsten nahmen diese Warnung ernst. Nun haben sie die Quittung dafür. Zwei Jahre nach 1975 sehen wir deutlich, daß die Harmagedon-Verkündigung für 1975 wirklich nur Geschwätz war! Dennoch wurde es der ganzen Welt gepredigt. Wann werden Jehovas Zeugen endlich gescheit?

Vorankündigung
Erinnerst du dich noch daran? Unter dieser Frage wird unser nächster Beitrag eine hochinteressante Betrachtung!
- W -

DIE ZEUGEN JEHOVAS ERREGTEN MEINE AUFMERKSAMKEIT
Wie ich sie beobachtete und eingehender kennenlernte
- Eine Zuschrift -
Die Art ihres Vorgehens
Kommen die Zeugen Jehovas mit anderen Menschen ins Gespräch, so sind beliebte Diskussionspunkte negative Umweltfaktoren, besonders Beispiele aus kapitalistischen Ländern. Aber auch Naturkatastrophen oder besondere Situationen des Gesprächspartners wie Trauer, Schmerz, Krankheit, finanzielle Notlage und anderes. Die Ausführungen sind mit Bibelzitaten derart überladen, so daß der Gesprächspartner zunächst gar nicht in der Lage ist zu prüfen, ob sie dazugehören oder nicht. Sie gehen dabei vielfach so vor, daß sie weder ihren Namen noch die Tatsache des Verbotes ihrer Organisation bekanntgeben. Sie verschweigen, daß ihnen umfangreiche provokatorische antikommunistische Hetze in ihren Schriften gegen die DDR und gegen das sozialistische Ausland vorzuwerfen ist und daß sie wissentlich die Gesetze der DDR verletzen z. B. durch einen umfangreichen Geldschmuggel in die BRD. Sie beanspruchen das alleinige Recht, die wahre biblische Lehre zu verkündigen und verschweigen dabei, wie oft sie schon falsche Lehren verbreitet haben. Von den anderen Kirchen und Gemeinschaften unterscheiden sie sich im wesentlichen dadurch, daß sie ein Weltende (Harmagedon) in unserer Generation prophezeien, bei dem nur sie überleben werden. Auf der ganzen Welt gibt es nur ca. 2 Millionen Zeugen Jehovas. Ich hatte von ihren leitenden Leuten den Eindruck, daß sie genau wissen, weshalb sie es so und nicht anders tun und solche Ansprüche erheben. Eine hervortretende Absicht war, ihre Hörer daran zu hindern, sich anderweitig über sie zu informieren. So bekommt man den Eindruck, daß sie auf hinterhältige Weise versuchen, sich das Vertrauen ahnungsloser Menschen zu erschleichen. Das ist in höchsten Maße unehrlich. Sie hintergehen wissentlich und willentlich andere Menschen. Das sind nur einige Punkte, die ihnen vorgeworfen werden müssen.

Wie besonders ältere Menschen festgehalten werden
Bei einem nur oberflächlichen oder kurzen Umgang mit den Zeugen Jehovas erkennt man vieles nicht. Blicken wir aber einmal tiefer, so ergeben sich allmählich erschreckende Bilder.

Die Zeugen Jehovas haben verschiedene Termine veröffentlicht, an denen nach ihrer Meinung die Menschheit vernichtet und nur sie ein ewiges Leben erhalten sollten. Der letzte Termin war 1975.
Nun muß man sich folgendes vorstellen. Ein Zeuge Jehovas hat einen solchen Termin vor Augen. Er glaubt fest daran. Viele Stunden im Monat ist er unterwegs, um anderen Menschen seine „Erkenntnis". mitzuteilen. Er gönnt sich kaum einen erholsamen Urlaub, Qualifizierungen und berufliche Weiterbildung lehnt er deswegen ab. Er bricht mit all seinen Freunden aus der „Welt". Schließlich besteht seine Bekanntschaft nur noch aus seinen Glaubensgenossen. Das Jahr 1975 kommt und geht ohne besondere Vorkommnisse. Eine riesengroße Enttäuschung für ihn. Er beginnt, an den Endzeitlehren zu zweifeln. Er teilt seine Zweifel seinen Glaubensbrüdern mit. Deren Reaktion: Er wird aus der Organisation ausgeschlossen. Jeder Kontakt zu ihm wird verboten. Er hat somit keine Bekannten keine Freunde mehr.

Er müßte sich also einen neuen Lebenskreis aufbauen. Wenn es aber nun ein Mensch von 65, 70 oder 75 Jahren ist? Ist er dazu überhaupt noch in der Lage? Für einen älteren Menschen - und nicht nur für ihn - ist das dann eine furchtbare Situation, von den Zeugen Jehovas hervorgerufen. Nichts ist für einen älteren Menschen schlimmer, als allein dazustehen.

Was für ein geistiger Kopf dieser Organisation?
Ihre Präsidenten sind und waren einflußreiche Persönlichkeiten der amerikanischen Großbourgeoisie (US-Staatsanwaltschaft, Großkaufleute). In ihren immer wieder umgedeuteten und unglaubhaften Lehren betreiben sie ständig eine mehr oder weniger offene aggressive Politik gegen den Sozialismus. Sogar vor einer Spionagetätigkeit Hand in Hand mit dem Außenministerium der USA schreckten sie nicht zurück. Während des Hitlerfaschismus scheuten sie sich nicht, den Nazis ihre ideologische Hilfe anzubieten. Die Nazis gingen auf dieses Angebot nicht ein. Der damalige deutsche Leiter der Zeugen Jehovas, Erich Frost, lieferte viele seiner untergebenen Mitarbeiter der Gestapo und dem Konzentrationslager aus. Noch, lange nach 1945 blieb er der Leiter für Deutschland. Die Zeugen Jehovas sollen glauben, ihre leitende Körperschaft vollziehe den Willen Gottes.

Dieses sind nur einige wenige Fakten, die hier beleuchtet werden konnten? Jedes einzelne Problem konnte in diesem Rahmen nur kurz gestreift werden. Trotzdem dürfte es ausreichen, um vor Kontakten mit den Zeugen Jehovas zu warnen.
- aus Magdeburg

DER VATIKAN - DIE WTG UND CHRISTUS - EIN VERGLEICH
Vor dem Hintergrund des WTG-Weltendes von 1975
"Den getrennten Brüdern mit Achtung begegnen"
Den Wunsch auf Wiederherstellung der Einheit des Glaubens und der Liebe Christi hat der Papst am 22. Januar, anläßlich des Weltgebetsoktav für die Einheit der Christen an alle katholischen und nichtkatholischen Christen gerichtet.

In seiner Kurzansprache vor dem Gebet des „Angelus" mit den Pilgern zitierte Paul VI. das Vorwort des Konzildekrets über den Ökumenismus und schloß daran drei Überlegungen, was der einzelne Katholik zur Erreichung Einheit tun kann: Das eigene religiöse Empfinden und die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche bekräftigten, für die Wiederherstellung der Einheit aller Christen beten sowie den „getrennten Brüdern" mit Achtung und Sympathie begegnen, dabei die gegenseitigen Beleidigungen und Zwietrachten der Vergangenheit vergessen und mit ihnen eine Beziehung der Freundschaft und menschlichen wie christlichen Zusammenarbeit suchen.
(St. Hedwigsblatt, Berlin, 12. Februar 1978)

Alle anderen Christen abgewiesen und verdammt
In der WT-Verkündigung werden alle anderen Gläubigen, allen voran die Christen mit der katholischen Kirche und auch den evangelischen „Tochterkirchen" intolerant bekämpft und verdammt. Unter Anleitung der WTG werden sie durch die Zeugen Jehovas mit einer „Botschaft gequält", durch die ihnen ihre bevorstehende ewige Vernichtung vor Augen gehalten wird", Dementsprechend werden sie in diesen WT-Botschaften u. a. wie folgt bekämpft und verdammt:

"Babylonische Religionisten . ..götzendienerische Religionisten… Teil der sichtbaren Organisation des Teufels .. unbußfertige Huren, eine Genugtuung, zu sehen, wie das Urteil an der größten aller Huren vollstreckt (wird) . ..Eine lange Karriere der Hurerei und Unzucht … Als-Schandfleck des 'gegenwärtigen bösen Systems der Dinge' erwiesen .. . Tempelprostituierte . . . alle Erdbewohner … vom 'Wein ihrer Hurerei' trunken geworden … Internationale Hure… Gierige Priesterschaft … gewinnsüchtige Hierarchie… 'voll von abscheulichen Dingen und Unreinigkeiten ihrer Hurerei' … Gleich ihrer Mutter sind auch ihre Töchter Huren . . Auch diese Tochtersysteme sind hurerische Organisationen . . alle Arten schmutziger Praktiken…".
Die antikatholische Spitze dieser Schmähungen bildet eine „Bloßstellung" von Papst Johannes XXIII., während er die Enzyklika „Pacem in terris" (Friede auf Erden) 1963 unterzeichnete.
(WTG-Predigt-Buch „Babylon die Große ist gefallen", Seiten 506, 508 f, 513, 577 f, 582 ff, 588. Wiesbaden 1965)

Sachlich muß hieraus folgendes bemerkt werden; Die WTG verwendet hier Texte aus der Offenbarung der Bibel. Aus der Sicht des Schreibers der Offenbarung, Johannes, war das „Weib" oder die „Hure", die „große Stadt" auf „sieben Hügeln", nichts weiter als die damalige Christen verfolgende Siebenhügelstadt Rom. Es war also die damalige heidnische römische Weltmacht gemeint. (Siehe Meyers Neues Lexikon, 1964) Die heutigen Ausdeutungen durch die WTG sind darum völlig willkürlich, wie auch die bereits mehrfache Neuumdeutung dieser Ausdeutung beweist.

Christus lehrte keine Schmähung und Verdammung anderer Christen
"Und er setzte sich und rief die Zwölfe, und sprach zu ihnen: So jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein vor allen, und Aller Knecht: Und er nahm ein Kindlein, und stellte es mitten unter sie, und herzte dasselbige und sprach zu ihnen: Wer ein solches Kindlein in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat, Johannes aber antwortete ihm und sprach: Meister, wir sahen einen, der trieb Teufel in deinem Namen aus, welcher uns nicht nachfolgte, und wir verboten es ihm, darum, daß er uns nicht nachfolgte. Jesus aber sprach: Ihr sollt es ihm nicht verbieten, denn es ist niemand, der eine Tat tut in meinem Namen, und möge bald übel von mir reden. Wer nicht wider uns ist, der ist für uns." (Markus 9:35-40)

Die Zwölfe wußten es zunächst nicht besser, was andere betraf, die nicht in ihrer Gemeinschaft Jesus nachfolgten, sondern getrennt, die in anderer Gemeinschaft im Namen Jesu wirkten. Die WTG jedoch handelt wider besseres Wissen. Sie tritt diese Lehre Christi mit Füßen. Das Schmähen' anderer ist ihr Titus 3:2. Sogar direkt verboten! Gelten Christi Worte oder gelten sie nicht? Nachdem die WTG mit ihrem falschen 1975-Weltende vollends endzeitlich unglaubwürdig geworden ist, treten diese Bibelaussagen über andere Christen um so bedeutungsvoller hervor.
-P-

BLICK ÜBER DEN ZAUN ZU DEN ANDEREN MITCHRISTEN
Es gibt dazu keine Alternative, nach 1945
Vom 24. bis 28. August 1977 fand in Bad Blankenburg/Thüringen die 83. Allianzkonferenz der freikirchlichen Christen statt. Der Schriftleiter der evangelisch-methodistischen Christen in der DDR, Gerhard Rögner, Dresden, führte aus diesem Anlaß ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Allianz, Karl Wohlgemuth, Plauen. In diesem Jahr stand die christliche Allianzzusammenkunft unter dem Thema, „Wagnis mit Jesus". Es ging um die Entscheidung für Jesus, sowohl im täglichen Leben, im Umgang mit dem Nächsten und auch in den Aufgaben des öffentlichen Lebens. Die Durchführung der Konferenz oblag einem Komitee aus Vertretern der verschiedenen christlichen Gruppierungen, die die Arbeit der Allianz mittragen. Es ist ein christlicher Bruderbund, der der Zusammenführung und Förderung der „einen Herde unter dem einen Hirten" dient, ganz gleich, in welcher Form, fern von jedem Konkurrenzdenken. Es gibt keine Rechthaberei, „nur wir sind in der Wahrheit". Es geht vielmehr um das Weitergeben und Bezeugen der Wahrheit Gottes und seiner Liebe, um die Entscheidung für Jesus als die Mitte unseres Lebens. Wort und Werk, 9/77.

Hätten sie stattdessen besser an die haltlosen Weltendeverkündigungen der WTG, zuletzt 1975, glauben sollen? Hat die WTG-sie nicht durch Jehovas Zeugen einst jahrzehntelang sinnlos als religiös abstempeln und verteufeln lassen in der WT-Selbstgerechtigkeit, nichts mit Religion zu tun zu haben? Haben das alle schon wieder vergessen? Baut die

WTG ihr falsches Endzeitgebäude nicht auf dem Gottesglauben auf, der vor ihr da war und von den anderen Christen begründet wurde? Da die als immer wieder unglaubwürdig erwiesene Endzeitausrichtung der Daseinszweck des WT-Werkes ist, gibt es zum Zusammenführen aller aufrichtigen Christen „unter dem einen Hirten" keine Alternative, in der haltlosen Endzeitausrichtung der WTG schon gleich gar nicht.

Der Rat der Stadt Bad Blankenburg hatte die Konferenz um 30 Helfer gebeten, um eine plötzliche günstige Wetterphase gerade zu dieser Zeit für einen außerplanmäßigen Ernteeinsatz zu nutzen, geht es doch um unser aller Brot. Spontan verließen 90 junge Christen ihre Konferenz-Bibelbesprechungen und folgten dem Aufruf. Der Bürgermeister übermittelte in seinem Dank an die Konferenzleitung anerkennende Worte über den vorbildlichen Einsatz. Die Bibelbetrachtungen wurden nachträglich vom Tonband gehört. Das finanzielle Entgelt für ihren Arbeitseinsatz stellten die jungen Konferenzteilnehmer für den weiteren Ausbau eines Heimes für hirngeschädigte Kinder zur Verfügung. Ist das nicht wirkliches Christentum ohne nach dem Glauben des anderen zu fragen, wie es Jesus in seinem Gleichnis in Lukas 10:3-37 lehrt? Unter der WTG ist das unmöglich.
CVN

INFORMATIONEN /BERICHTE/ MITTEILUNGEN
Zum Tode von WTG-Präsident N. H. Knorr
Bekanntlich starb WTG-Präsident Nathan Homer Knorr am 8. Juni 1977. Auf Grund einer Mitteilung aus Wiesbaden konnte das schon in der CV-Ausgabe vom Juni 1977 berichtet werden, Die WTG selbst schwieg offiziell wochenlang hierüber. Erst im August 1977 berichtete das BRD-Zweigbüro Wiesbaden im „Königreichsdienst" an untergeordneter Stelle nebenbei: "Außerdem möchten wir Euch mitteilen, daß am Bruder Knorr am 8. Juni verstorben ist …". Der USA-Wachtturm brachte die Todesnachricht erst in der Ausgabe vom 1. August 1977.

Erfahrung in Dresden-Laubegast
Vor denen, die ihre haltlosen Endzeitlehren und ihre antikommunistisch-politische Ausrichtung noch nicht kennen, spielen sie sich auf als „über die Nationen und über die Königreiche bestellt", um sie ebenfalls gegen Christen, Gesellschaft und Staat feindlich auszurichten. Sachkundig angesprochen verfallen sie jedoch nicht nur in "hinterhältige List" (2. Kor. 4:2 NW), sie seien völlig unpolitisch und nur religiös, sie verleugnen sich sogar völlig! Geschehen im März 1978 in Dresden-Laubegast. Nun, das ist Wachtturm-Erziehung. Sie kann überwunden werden. Alle Aufrichtigen werden sie schließlich überwinden, und zu einer normalen religiösen und politischen Haltung zurückfinden.

Wir bitten um Verständnis
Auf Grund des Sonderberichtes in dieser CV-Ausgabe über die Beratung im Bethel Wiesbaden haben wir die angekündigten Berichte über den WTG-Blutkult nur zurückgestellt.
Zur Neuorientierung und Standortbestimmung für Christen in unserem Lande heute
Was bedeutet das Gespräch des Staatsratsvorsitzenden der DDR, Erich. Honecker, am 6. März 1978 mit der evangelischen Kirchenleitung, Bischof D. Albrecht Schönherr, auch für alle anderen Christen?

Liebe Leser
Liebe Brüder und Schwestern!
Habt ihr dieses Gespräch in Presse, Rundfunk oder Fernsehen verfolgt oder wenigstens nachgelesen? Hat jemand herauszufinden versucht, was die Aussagen dieses Gespräches speziell für Jehovas Zeugen bedeuten würden? Der Bericht sagt z. B.: „Innenpolitisch verfolge die DDR unbeirrbar den Kurs des Wachstums, des Wohlstandes, und der Stabilität weiter: Vorrangiges Bestreben sei es, daß die Menschen unseres Landes in Frieden leben können und ihnen die Früchte ihres Fleißes sowohl in materieller als auch in kultureller Hinsicht zugute kommen. Den Kirchen als Kirchen im Sozialismus, so betonte Erich Honecker, eröffnen sich heute und künftig viele Möglichkeiten des Mitwirkens an diesen zutiefst humanistischen Zielen. Wir gehen von der Beteiligung aller Bürger am Werk des Sozialismus aus, das im gesellschaftlichen wie im individuellen Interesse liegt. Der Vorsitzende des Staatsrates erklärte zur Situation der Kirchen und Christen in der DDR, daß die Freiheit der Religionsausübung - bei klarer Trennung von Staat und Kirche verfassungsmäßig, garantiert und in der Praxis gesichert ist. „Wir bringen hier sehr viel Verständnis auf, und daran halten wir fest."

Lest die nächste CV-Ausgabe, dieses Gespräch ist von großer Tragweite. Was diese CV-Ausgabe betrifft, studiert sie gründlich; verbreitet sie weiter unter allen, die betroffen und angesprochen sind, verwendet sie, um weiter den Weg zur Freiheit aus der WT-Bevormundung bzw. in freie Christengemeinden zu ebnen.
In christlicher Verbundenheit
Eure Brüder und Schwestern, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
CV-Leitung Gera/Thür.
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„Christliche Verantwortung": Monatsschrift der Studiengruppe Christliche Verantwortung. Herausgeber: Wolfgang Daum, DDR 65 Gera, Otto-Dix-Straße 6. Preis: M 0,20. Jahresabonnement M 2,-. Versand auch kostenlos.
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A 5133/78 V 7 1 1128

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