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Das Vollendete Geheimnis

12.) Der Papst kann alle gesetzlichen Beziehungen solcher, die unter dem Kirchenbann stehen, besonders auch ihre Heirat, für ungültig erklären. 13.) Der Papst kann entbinden von jeder Verpflichtung, jedem Eid, jedem Gelübde, entweder bevor oder nachdem sie gemacht sind. 14.) Die Ausführung der päpstlichen Befehle zur Verfolgung von Ketzern bringt dem, der diese Befehle ausführt, den Lohn, daß ihm alle seine Sünden vergeben sind. 15.) Wer einen Menschen tötet, der vom Papst mit dem Bann belegt ist, ist kein Mörder im gesetzlichen Sinne des Wortes."

In vorstehendem sehen wir, daß die berechnende, gottentfremdete Urheberin geistiger Untreue, das Papsttum, es sich als ihr "unfehlbares" Recht anmaßt, irgendein und jedes Verbrechen, das ein tief gesunkener Mensch nur begehen kann, direkt oder indirekt als erlaubt zu erklären.


Das Kirchentum ein hoffnungsloser Fall.

Manche Vertreter des Protestantismus sehnen sich nach der Macht der Geistlichkeit früherer Zeiten. Dies ist der Geist, die Neigung zur geistlichen Untreue, und dieser Geist geht oft bis zum äußersten in seinem Jagen nach Einfluß in der Welt, indem er Freundschaft mit Lokalverwaltungen, Staats = und Nationalregierungen anknüpft, indem er von ihnen Konzessionen fordert, und heute ist der Protestantismus oft bereit und willens, sich mit dem alle Freiheit zerstörenden päpstlichen Kirchentum eng zu verbünden. Der Protestantismus enthüllt seine wahre Natur und Gleichgültigkeit gegen das Wohl des Volkes durch sein eifriges Verlangen, sich irgendwie mit jener Macht zu verbünden, die seit Jahrhunderten die Freiheit erdrosselt, das Wort Gottes in Acht und Bann getan und jedes Freiheitsehnen in Blut erstickt hat. Möge das Volk des Christentums dies nicht übersehen, wenn je die protestantische Geistlichkeit ein Kirchenbündnis befürworten sollte, wie es ihr Plan zu sein scheint. Was kann mit einer solchen Organisation, wie es abtrünnige Kirchensysteme sind, getan werden? Die Antwort jedes wahren Christen muß die sein, daß er dem Ruf des Herrn folgen muß: "Gehet aus ihr hinaus, mein Volk, auf daß ihr nicht ihrer Sünden mitteilhaftig werdet, und auf daß ihr nicht empfanget von ihren Plagen." (Off. 18:4) Des Herrn Volk, alle solche, die wirklich den Heiligen Geist haben, werden und müssen "aus ihr hinausgehen", rein hinweg aus dieser unheiligen Teilhaberschaft und Verbrüderung mit Sündhaftigkeit. Das Kirchentum kann jedoch darüber beruhigt sein, daß es hierdurch keine große Einbuße an Mitgliederzahl oder Personen von Reichtum

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