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Das Vollendete Geheimnis


getan hat oder in einer anderen Weise, als wie behauptet wird, getan hat, oder wenn er irgendeine Wahrheit seinen Aussagen hinzufügt, und dies beschwört, so lügt er nicht wirklich, auch hat er keinen Meineid begangen".
Der "Heilige" Antonio Escobar von Mendoza, spanischer Jesuit und "Gewissensrat", 1589 - 1669, sagt in seinem Werk "Papsttum und bürgerliche Gewalt" auf Seite 607: "Man darf schwören, daß man niemals so etwas getan hat [obgleich man es wirklich getan hat], indem man, insgeheim bei sich denkt, daß man an einem bestimmten Tage, oder ehe man geboren war, nicht so handelte oder indem man irgendeinen anderen derartigen Umstand darunter versteht, während die Worte, deren man sich bedient, keinen solchen Sinn haben, daß sie klar machen, was man in Wirklichkeit meint".
Derselbe "Heilige" erklärt: "Versprechen sind nicht bindend, wenn die Person bei dem Ablegen des Versprechens nicht die Absicht hatte, sich zu binden."
Ein früherer katholischer Priester, William Hogan, ein angesehener amerikanischer Rechtsanwalt im Süden des Landes, sagt in einem Werk "Poperi" [Papisterei] auf Seite 172: "Ich erkläre alle römisch = katholischen Priester, Bischöfe, Päpste, Mönche und Nonnen für die böswilligsten, abgefeimtesten Lügner, die jemals dieses oder irgendein anderes Land unsicher gemacht und den Namen der Religion geschändet haben".
Diebstahl wird von diesem Kirchenregiment gutgeheißen, nach folgenden Grunfsätzen: "Ein Diener hat das Recht, seinen Herrn zu bestehlen, ein Kind seinen Vater, und ein Armer den Reichen. Der Arme, der die gestohlenen Dinge und Waren, die er nötig hat, verborgen hält, darf beschwören, daß er nichts hat". - In der katholischen Theologie gilt es für gewöhnlich als Todsünde, zwei Stücke Goldes zu stehlen, aber - so sagt der vorgenannte "Heilige" Ligouri - : "Wenn jemand kleine Summen zu verschiedenen Zeiten stiehlt, entweder von derselben Person oder von verschiedenen Personen, und wenn er dabei nicht die Absicht hat, große Summen zu stehlen, oder großen Schaden anzurichten, so ist seine Sünde keine Todsünde. Wenn mehrere Diener denselben Herrn bestehlen, aber stets kleine Beträge, jeder in solcher Weise, daß er nur ja keine Todsünde begeht, obwohl ein jeder von ihnen weiß, daß alle diese kleinen Diebstähle zusammen ihrem Herrn großen Verlust bringen, so begeht dennoch keiner von ihnen eine Todsünde, selbst wenn sie alle zu gleicher Zeit stehlen. Ein Sohn begeht keine Todsünde, wenn er nur zwanzig oder dreißig Stücke Goldes von seinem Vater stiehlt, der ein Einkommen von 150 Goldstücken hat".

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