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Das Vollendete Geheimnis

Wehen kommen! Laßt uns hoffen, daß wir nicht zu den Fettschafen und Böcken (Jes. 34:6; D 16) gehören mögen, die in den nominellen Schafhürden gefunden werden, wenn die Zeit gekommen ist, die jetzigen Kirchensysteme aufzulösen. Das ganze Evangelium = Zeitalter hindurch wurden einige unter Gottes Kindern "dem Satan überliefert zum Verderben des Fleisches, auf daß der Geist errettet werde am Tage des Herrn Jesu" (1.Kor. 5:5; St. 78,80), weil sie ihrem Bunde nicht treu gewesen sind. Die Leiden der in die Wüste hinausgetriebenen Sündenbockklasse, sterbend vor Durst, Hunger, Schlangenbissen, Dornen und Disteln, Ungeziefer und Angriffen von wilden Tieren, waren weit größer als diejenigen von Jehovas Ziegenbock, der als Opfer getötet wurde. (3.Mose 16:7-10; St.67) Diejenigen, welche das dem Herrn vorenthalten, was sie ihm versprochen haben, leiden weit mehr als diejenigen, welche mannhaft den guten Kampf des Glaubens kämpfen und mit beiden Händen die uns vorgehaltene Hoffnung ergreifen.

Die große Schar = Klasse wird rufen: "Halleluja!", sobald sie wahrnimmt, daß die Kirche vollzählig ist. (Off. 19:1; A 249; F 125) Aber wie Rebekkas Mägde in alter Zeit müssen sie denselben langen Weg wie die Brautklasse zurücklegen, um am Ende nur als Diener aufgenommen zu werden. (1.Mose 24:61; Ps. 45:14; F 118,166) Werden wir jetzt völlig in unser Erbteil eintreten, solange die Tür der Gelegenheit, in des Meisters Dienst zu wirken und etwas zu unternehmen noch offen steht; oder sollen wir der in Hesekiel 44 erwähnten Klasse gleich sein, welche die Tür verschlossen findet, weil der Anfang zu spät gemacht wurde, und die hören muß, daß die himmlische Priesterschaft, der Preis der hohen Berufung, für immer verschlossen ist, und daß das höchste, das dann noch gewonnen werden kann, der Platz als Helfer oder Diener im Tempel ist? (Hes. 44:1-14; Z. 1905 - 269) Laßt uns frohlocken, wenn wir überhaupt Erben der Errettung sind; laßt uns aber mit Gottes Gnade fest entschlossen sein, daß wir nach den Worten unseres Textes (2.Joh. 8) "auf uns selbst sehen, auf daß wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen" - alles was dem Vater gefällt, denen zu geben, die ihn über alles lieben.

"Was wir um uns her vorgehen sehen, scheint unserer Empfindung nach ganz natürlich zu sein. Die Art und Weise, wie andere Leute ihre Zeit und ihr Geld verwenden, ist eine Versuchung für das Volk des Herrn, der mit a l l e r Entschlossenheit w i d e r s t a n d e n werden m u ß. Wenn wir das tun, was andere tun, und wenn wir dem Dienste des Herrn nur das

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