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P a u l u s, J o h a n n e s, A r i u s, W a l d u s

und er gewann selbst im Osten bedeutenden Anhang. In Gallien aber wurde ihm der entschlossenste Widerstand geleistet. Gregor I.(590-604) sah ein, daß die Bischöfe von Rom nicht die von ihnen erstrebte kirchliche Oberherrschaft gewinnwn könnten, wenn sie nicht zuvor ihre politische Abhängigkeit abgeworfen hätten. Der Triumph der katholischen Kirche über den Arianismus in Spanien förderte seine Pläne ganz bedeutend; aber er besaß noch nicht wirklich eine Macht, wie sie später die Päpste des Mittelalters hatten. Eine Reihe wichtiger Ereignisse im siebenten und im achten Jahrhundert verhalf den Päpsten zu einer hohen und einflußreichen Stellung unter den weltlichen Regierungen der Erde. Ihre wirkliche Macht stand indessen mehrere Jahrhunderte lang in gar keinem Verhältnis zu ihren Ansprüchen und den Zielen, die sie sich gesteckt hatten. Im Jahre 1073 stellte Hildebrand (Papst Gregor VII.), nachdem er etwa fünfundzwanzig Jahre lang der Leiter der päpstlichen Politik gewesen war, mit kühnem Griff die Lehre einer theokratischen Herrschergewalt des Papstes über alle Nationen der Welt auf. In der dann folgenden Zeitperiode, beginnend mit Gregor VII., haben wir einen fast ununterbrochenen, gewaltigen Kampf zwischen den Päpsten und den weltlichen Regierungen, und in diesem Ringen nach Macht erstrebten es die Päpste mit eiserner Entschlossenheit, zuerst den direkten Einfluß der Fürsten auf die Kirche zu brechen, und sodann alle weltlichen Regierungen der Kirche untertan zu machen. Dieser Kampf wurde durch das Konkordat zu Worms(1122) zum Abschluß gebracht, indem Kaiser Heinrich VII. nach dem Vorgange der Regierungen von England und Frankreich "an Gott, an den heiligen Petrus und Paulus und an die katholische Kirche alle Rechte der Belehnung (Bekleidung mit Würdenämtern) abtrat."(McC.) Die Pergamos = ("irdische Erhöhung") Periode endete, wie wir zeigen werden, im Jahre 1160.

Schreibe: Was Arius schrieb, wurde von Constantin vernichtet.

Dieses sagt der, der das scharfe, zweischneidige Schwert hat: Wie doch das scharfe Schwert, das Wort Gottes, das von Arius auf dem Konzil zu Nizäa geschwungen wurde, einige von ihnen ins Herz getroffen haben muß, als sie sahen, wie der freundlichgütige, hochbetagte Mann (Arius stand schon in hohem Alter, als der Streit seinen Anfang nahm) nach den Balkan = Bergen in die Verbannung geschickt wurde, einem der unwirtlichsten Orte der Welt! - Jesaja 11:4,; 49:2; Hosea 6:5; Epheser 6.17; 2.Thessalonicher 2:8.

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